[0001] Die Erfindung betrifft eine Zentrifugentrommel gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen
Anspruchs 1.
[0002] Zur Trocknung feuchter Substanzen oder feuchter Substanzgemische sind Zentrifugen
in den verschiedensten Ausführungsformen weit verbreitet und werden auf den verschiedensten
Gebieten eingesetzt. So kommen beispielsweise zur Trocknung hochreiner pharmazeutischer
Produkte diskontinuierlich arbeitende Zentrifugen, wie Schälzentrifugen, bevorzugt
zum Einsatz, bei welchem nach erfolgter Trennung eines Gemischs in einen Feststoffkuchen
und eine Flüssigphase der Feststoffkuchen mittels einer Schäleinrichtung von der Trommelwand
abgeschält und über geeignete Einrichtungen, z.B. über eine Rutsche, nach aussen aus
der Trommel ausgetragen wird. Bei anderen diskontinuierlichen Systemen, bevorzugt
aber nicht nur bei Zentrifugen im Labormassstab, kann es sein, das keine automatische
Schälvorrichtung vorgesehen ist, sondern die Zentrifuge nach erfolgter Trennung des
Gemischs angehalten wird und der abgelagerte Feststoffkuchen manuell aus der Trommel
entfernt wird.
[0003] Insbesondere dann, wenn kontinuierlich grosse Mengen eines fest-flüssig Gemischs
getrennt werden sollen, werden kontinuierlich arbeitende Schubzentrifugen vorteilhaft
eingesetzt. Dabei kommen je nach Anforderung ein- oder mehrstufige Schubzentrifugen,
sowie sogenannte Doppelschubzentrifugen zum Einsatz.
[0004] Alle diese Zentrifugentypen sind dem Fachmann seit langem wohl bekannt und sind z.B.
in dem Standartwerk "Industrie-Zentrifugen", von Prof. W. Stahl, DrM PRESS, ausführlich
beschrieben.
[0005] Die Zentrifugentrommel selbst ist dabei in der Regel als hohlzylinderförmiger Korb
ausgestaltet, der in seiner Umfangsfläche eine Vielzahl von Ablauföffnungen hat, durch
die die abzentrifugierte Flüssigphase aus der Zentrifugentrommel nach aussen abgeführt
wird. D.h., die Trommel von Filterzentrifugen ist in regelmässigen Mustern, z.B. in
Abständen von einigen Zentimetern gebohrt, um das Filtrat, also die Flüssigphase,
durch den Trommelmantel zu entlassen.
[0006] Dabei ist die innere Umfangsfläche der Zentrifugentrommel häufig mit einem zusätzlichen
Filtermedium, z.B. einem Filtertuch ausgekleidet, auf die der Feststoffkuchen während
des Zentrifugiervorgangs absedimentiert wird.
[0007] Das Filtermedium leitet dabei durch seine Sperrwirkung gegenüber dem anströmenden
Feststoff in der Suspension die Kuchenbildung ein. Dabei ist besonders darauf zu achten,
dass das Filtermedium sowohl gegen eventuelle Umfangsverschiebungen gesichert ist,
da z.B. beim Füllvorgang oder beim Schälen tangentiale Beschleunigungs- oder Schnittkräfte
auftreten können, als auch eine Sicherung gegen axiale Verschiebungen vorgesehen ist,
so dass das Filtertuch auch gegen Verschiebungen entlang der Drehachse der Zentrifugentrommel
zuverlässig gesichert ist.
[0008] Um dies zu gewährleisten sind im Stand der Technik zahlreiche Lösungen bekannt, die
man ebenfalls in dem zuvor zitierten Werk von Prof. Stahl aufgelistet und beschrieben
findet,
[0009] So wurde z.B. bei Schälzentrifugen das Filtertuch als Meterware auf ein Stützgewebe
verlegt und wurde in zwei Teilen mit halbem Umfang und jeweiliger Überlappung so verlegt,
dass die einlaufende Suspension nicht zwischen die beiden Tuchhälften gelangen kann,
also das oben liegende Tuch gegen die Laufrichtung zeigt.
[0010] Ein Nachteil dieser Lösung besteht vor allem darin, dass durch das Überlappen ein
doppelter Filtertuchwiderstand entsteht, was an diesen Überlappungsstellen zu einer
verminderten Kuchendicke führen kann. Ebenso wird die Entfeuchtung an diesen Stellen
verschlechtert. Ausserdem ist eine symmetrische Ausführung der Überlappung notwendig,
um einer Unwuchtbildung an der Stossstelle vorzubeugen.
[0011] Eine wesentliche Verbesserung gegenüber den überlappenden Tüchern stellen die endlos
konfektionierten Filtertücher in Zylinderform dar, die zusätzlich einen gewissen Komfort,
d.h. insbesondere eine Vereinfachung beim Ein- bzw. Ausbau bieten. Ausserdem entschärfen
sie wesentlich die Probleme der überlappenden Fillertücher, vor allem bei kritischen
Fitrationen.
[0012] Solche zylinderförmigen, aber auch offene Filtertücher werden bisher an beiden Enden
der Trommel in einer Rille oder Nut fixiert, die z.B. nach dem Herstellen der Trommel
in Umfangsrichtung umlaufend in den Trommelmantel eingefräst werden,
[0013] Das Filtermedium, also z.B. das Filtertuch, wird dabei nahe der Vorder- und Rückseite
der Zentrifugentrommel in die z.B. schwalbenschwanzartigen zuvor erwähnten umlaufenden
Rillen oder Nuten eingeschlagen, und der freie Überstand des Filtertuchs wird danach
einfach abgeschnitten. Zur Befestigung wird das Filtertuch z.B. mittels einer Kordel
aus feinen Chromnickelstählen oder einer Rundschnur aus Gummi mit einem Kreisvollquerschnitt
in die Rille oder Nute eingespannt.
[0014] Aus unterschiedlichen Gründen ist diese Befestigungsart unbefriedigend. Die Schwalbenschwanznut
an den Übergangsstellen in die vordere Kreisringscheibe, bzw. in die hintere Vollscheibe
der Trommel ist festigkeitstechnisch äusserst ungünstig. Der Tuchwechsel erfordert
erfahrenes Personal, insbesondere um bei Einstemmen das Tuch nicht zu beschädigen
und die Stillstandszeiten während des Tuchwechsels sind unvertretbar lang,
[0015] Eine gewisse Verbesserung bringen aufblasbare Dichtungen, die anstelle der einzustemmenden
Kordel oder Rundschnüre verwendet werden und einen schnellen Ein- und Ausbau des Filtermediums
erlauben. Die Trommel ist dabei an beiden Stirnseiten mit einer schwalbenförmigen
Eindrehung versehen, in die die aufblasbaren Dichtringe eingelassen sind.
[0016] Eine andere bekannte Methode ist die Befestigung des Filtertuchs mittels eines Schnellspannrings
in einer Rille oder Nut.
[0017] Zur Erläuterung dieser Befestigungsart wird im Folgenden auf die schematischen Fig.
1 bis Fig. 3d Bezug genommen, anhand derer der zuvor beschriebene Stand der Technik
etwas näher beschrieben wird. Zur Unterscheidung des Stands der Technik von der vorliegenden
Erfindung sind die Bezugszeichen, die sich auf Merkmale von bekannten Ausführungsbeispielen
beziehen mit einem Hochkomma versehen, während Merkmale erfindungsgemässer Ausführungsbeispiele
mit Bezugszeichen versehen sind, die kein Hochkomma tragen.
[0018] In Fig. 1 ist beispielhaft eine aus dem Stand der Technik bekannte Zentrifugentrommel
1' schematisch dargestellt, bei welcher ein Filtertuch 6' in einer in Umfangsrichtung
8' in die Zentrifugentrommel 1' eingefräste Fuge 700' mittels eines Schnellspannrings
10' befestigt ist. Die Zentrifugentrommel 1' umfasst in wohlbekannter Weise einen
die Zentrifugentrommel 1' bildenden Trommelmantel 3' und einen Trommeldeckel 2', durch
den z.B. durch die Öffnung 21' eine zu entfeuchtende Suspension eingebracht werden
kann. Des Weiteren wird die bekannte Zentrifugentrommel 1'durch einen aus Gründen
der Übersichtlichkeit in Fig. 1 nicht dargestellten Trommelboden 200'gebildet, der
zum Antrieb der Zentrifugentrommel 1'mit einem ebenfalls nicht dargestellten Drehantrieb
gekoppelt ist. Der Trommelmantel 3' erstreckt sich zylinderförmig entlang der Längsachse
4' der Zentrifugentrommel 1' und der Trommeldeckel 2' und der Trommelboden 200' sind
senkrecht zur Längsachse 4' diametral gegenüberliegend am Trommelmantel 3' angeordnet
und bilden so die beiden Endflächen der zylindrischen Zentrifugentrommel 1'.
[0019] An einer inneren Umfangsfläche 5' der Zentrifugentrommel 1' ist ein Filtermedium
6', im vorliegenden Fall ein Textilfiltertuch 6' vorgesehen, wobei zur Fixierung des
Textilfiltertuchs 6' an der inneren Umfangsfläche 5' der Zentrifugentrommel 1' eine
Nut 700' vorgesehen ist, in der das Filtertuch 6' mittels des Spannrings 10' fixiert
ist.
[0020] Dazu ist, bezogen auf die axiale Längsrichtung 4', an beiden Enden des Filtertuchs
6' in Umfangsrichtung ein umlaufender Hohlsaum 61' vorgesehen, in den der Spannring
10' vor der Montage des Filtertuchs 6' in der Zentrifugentrommel 1' eingeführt wird.
[0021] Sodann wird das Filtertuch 6' auf der inneren Umfangsfläche 5' der Zentrifugentrommel
1' platziert, der Hohlsaum 61' mit Spannring 10' in die Nut 700' eingelegt und der
Spannring 10' z.B. mittels einer Schnellspannvorrichtung 101' gespannt, so dass das
Filtertuch 6' sicher in der Zentrifugentrommel 1' fixiert ist.
[0022] In Fig. 2 ist schematisch ein solcher Spannring 10' dargestellt, der im Einbauzustand
konzentrisch zur axialen Richtung der Längsachse 4' der in Fig. 2 nicht dargestellten
Zentrifugentrommel 1' liegt. Der Spannring 10' verfügt bevorzugt über eine Schnellspannvorrichtung
101', die es z.B. über einen bekannten Gewindemechanismus gestattet, den Umfang des
Spannringsrings 10' in der Nut 700' zu vergrössern, dadurch den Spannring 10' in der
Nut 700' zu verklemmen, wodurch das Filtertuch 6' in der Zentrifugentrommel 1' sicher
fixiert wird.
[0023] Dabei sind eine ganze Reihe von Schnellspannvorrichtungen 101' in verschiedensten
Ausführungsformen bekannt, die je nach Zweckmässigkeit verwendet werden können.
[0024] Besonders einfach zu bedienen sind z.B. Schnellspannvorrihchtungen 101', die über
eine Ratsche 1011' verfügen, bei welcher z.B. zwei gezackte Flächen ineinander greifen,
die gegeneinander derart verschoben werden können, dass der Umfang des Spannrings
10' vergrösserbar ist, und sich dabei die beiden gezackten Flächen ineinander verhacken,
so dass der grössere Umfang, bzw. die dadurch in der Nut 700' erzeugte Spann- bzw.
Anpresskraft, automatisch aufrecht erhalten wird. Solche Schnellspannvorrichtungen
101' sind auch auf anderen Gebieten der Technik wohl bekannt. Zur Illustration ist
in Fig. 2a schematisch eine spezielles Ausführungsbeispiel einer solchen Schnellspannvorrichtung
101' dargestellt.
[0025] Dabei können im Stand der Technik auch verschiedene Ausführungsformen von in Umfangsrichtung
8' verlaufende Nuten 700' unterschieden werden, die je nach Anforderung oder je nach
konkreter Art der Befestigung des Filtertuchs 6' unterschiedlich ausgeführt, bzw.
an unterschiedlichen Bereichen in der Zentrifugentrommel 1' vorgesehen sein können.
[0026] In den Fig. 3a bis Fig. 3d ist schematisch eine Auswahl verschiedener bekannter Fugentypen
700' dargestellt.
[0027] Die Fig. 3a und Fig. 3b zeigen Nuten 700', die bei Fig. 3a im Trommeldeckel 2' bzw.
im Trommelboden 200' vorgesehen sind, und im Beispiel der Fig. 3b in der inneren Umfangsfläche
5' des Trommelmantels 3' eingefräst sind. Die Nutenkonfigurationen gemäss Fig. 3a
und Fig. 3b kommen dabei bevorzugt dann zum Einsatz, wenn das Filtertuch 6' mittels
eines Kordels oder einer Rundschnur wie weiter oben beschrieben in der Nut eingepresst
wird.
[0028] Die Fig. 3c und Fig. 3d zeigen dagegen Nutenkonfigurationen mit Nuten 700', die bevorzugt
dann gewählt werden, wenn z.B. eine der oben beschriebenen Spannringtechniken zur
Fixierung des Filtertuchs 6' mittels eines Spannrings 10' in der Zentrifugentrommel
1' zur Anwendung kommt.
[0029] So unterschiedlich die zuvor beschriebenen Befestigungsmethoden und Befestigungseinrichtungen
zur Befestigung eines Filtermittels in einer Zentrifugentrommel auch sein mögen, so
verbindet sie jedoch alle ein gemeinsames Problem, das in der Verwendung einer Nut
zur Befestigung des Filtermittels, also z.B. des Filtertuchs, als solche entsteht.
[0030] Die Verwendung einer Nut bringt nämlich eine ganze Reihe von Nachteilen mit sich,
die je nach spezieller Anwendung mehr oder weniger gravierend sind.
[0031] Einer der bedeutendsten Nachteile liegt darin, dass nach dem Schweissen der Trommel
als solches, also nach dem Zusammenschweissen von Trommelboden und Trommeldeckel mit
dem Trommelmantel, die Nut zur Befestigung des Filtertuchs in den Trommeldeckel, und
/ oder den Trommelboden und / oder den Trommelmantel eingearbeitet, also z.B. eingefräst
werden muss.
[0032] Das ist fertigungstechnisch nicht nur ein sehr grosser Aufwand, d.h. kompliziert
und damit entsprechend teuer und unwirtschaftlich, sondern das Einfräsen und / oder
Eindrehen einer solchen Nut schwächt natürlich vor allem die mechanische Stabilität
der gesamten Trommel, da durch die Nuten aus dem Trommelkörper Material abgetragen
wird, das zur Wahrung der Stabilität der Trommel nicht mehr zur Verfügung steht und
/ oder wodurch im schlimmsten Fall Sollbruchstellen definiert werden, die bei der
Zentrifugentrommel unter bestimmten Betriebsbedingungen, in denen die Zentrifugentrommel
stark belastet wird, zu Rissen oder gar Brüchen in der Zentrifugentrommel führen kann,
d.h. es können mechanische Spannungen im Material der Trommel entstehen, und es kann
sogar zu einem Materialverzug kommen, so dass die Rotationssymmetrie der Zentrifugentrommel
stark gestört wird, was zu einem höheren Aufwand beim anschliessenden Balancieren
führt.
[0033] Darüber hinaus kann es beim Einarbeiten der Nut in die Zentrifugentrommel dazu kommen,
dass mechanische Spannungen im Material der Trommel entstehen oder es sogar zu einem
Materialverzug kommt, so dass die Rotationssymmetrie der Zentrifugentrommel stark
gestört wird, was zu Unwuchten im Betrieb führen kann, so dass eine solche Zentrifugentrommel
durch das Einbringen der Nuten unbrauchbar wird.
[0034] Ein weiterer wesentlicher Nachteil tritt beim Verarbeiten hochreiner Produkte auf,
bei denen höchste Hygienestandards eingehalten werden müssen, z.B. bei der Verarbeitung
hochreiner pharmazeutischer Produkte, bei denen häufig, im schlimmsten Fall nach jeder
verarbeiteten Charge, die Trommel gereinigt werden muss. Das korrekte Reinigen der
Nut, in der das Filtertuch fixiert wird, ist dabei besonders problematisch, weil die
Nuten für die Reinigung schlecht zugänglich sind, und je nach konkreter Geometrie
überhaupt nicht vollständig mit dem erforderlichen Reinheitsgrad gereinigt werden
können.
[0035] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine verbesserte Zentrifugentrommel vorzuschlagen,
bei welcher ein Filtermedium, insbesondere ein Textilfiltertuch, besonders einfach,
schnell und zuverlässig in der Zentrifugentrommel eingebaut werden kann, bzw. ausgetauscht
werden kann, wobei die Zentrifugentrommel höchste mechanische Stabilität aufweist
und gleichzeitig einfach und mit grösster Effektivität auch nach höchsten Hygienestandards
gereinigt werden kann, so dass die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile weitgehend
vermieden werden.
[0036] Die diese Aufgaben lösenden Gegenstände der Erfindung sind durch die Merkmale des
unabhängigen Anspruchs 1 gekennzeichnet.
[0037] Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf besonders vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung.
[0038] Die Erfindung betrifft somit eine Zentrifugentrommel für eine Zentrifuge zur Trennung
eines Gemischs in einen Feststoffkuchen und in eine Flüssigphase, umfassend einen
die Zentrifugentrommel bildenden Trommeldeckel, einen Trommelboden und einen Trommelmantel,
wobei sich der Trommelmantel entlang einer Längsachse der Zentrifugentrommel erstreckt,
und der Trommeldeckel und der Trommelboden senkrecht zur Längsachse diametral gegenüberliegend
am Trommelmantel angeordnet sind, Dabei ist die Zentrifugentrommel im Einbauzustand
in der Zentrifuge drehbar um die Längsachse angeordnet, im Betriebszustand mittels
eines Antriebs mit einer vorgebbaren Drehzahl um die Längsachse rotierbar, und an
einer inneren Umfangsfläche der Zentrifugentrommel ist ein Filtermedium vorgesehen,
wobei zur Fixierung des Filtermediums an der inneren Umfangsfläche der Zentrifugentrommel
zumindest abschnittsweise eine Fixiereinrichtung vorgesehen ist. Erfindungsgemäss
erstreckt sich die Fixiereinrichtung auf der inneren Umfangsfläche entlang einer orthogonal
zur Längsachse verlaufenden Umfangsrichtung der Zentrifugentrommel radial in Richtung
zur Längsachse der Zentrifugentrommel in Form eines in die Zentrifugentrommel hervorstehenden
Fixierstegs.
[0039] Die Vorteile der erfindungsgemässen Zentrifugentrommel liegen auf der Hand.
[0040] Dadurch, dass das Einarbeiten einer Nut zur Fixierung des Filtermediums, also z.B.
eines Textilfiltertuchs, in den Trommeldeckel und/oder den Trommelboden und/oder den
Trommelmantel entfällt, wird die Herstellung der Zentrifugentrommel wesentlich vereinfacht
und ist daher kostengünstiger als die Herstellung der aus dem Stand der Technik bekannten
Zentrifugetrommeln mit eingefräster Nut für die Fixierung des Filtertuchs. Darüber
hinaus ist die erfindungsgemässe Zentrifugentrommel mechanisch viel stabiler, weil
das Ausfräsen der Nut entfällt, somit kein Material aus der Zentrifugentrommel herausgearbeitet
werden muss, was an den entsprechenden Stellen bzw. Bereichen bei den bekannten Zentrifugentrommeln
zur mechanischen Schwächung des Materials führt.
[0041] Ausserdem kann die erfindungsgemässe Zentrifugentrommel viel einfacher und zuverlässiger
gereinigt werden, was insbesondere bei der Verarbeitung hochempfindlicher und hochreiner
Produkte, an die höchste Hygienestandards gestellt werden, wie zum Beispiel, aber
nicht nur, bei der Verarbeitung hochreiner pharmazeutischer Produkte, eine entscheidende
Rolle spielt
[0042] Die Fixiereinrichtungen in Form von Fixierstegen gemäss der vorliegenden Erfindung
sind zudem einfach in der Zentrifugentrommel auf bzw. an einer inneren Umfangsfläche
am Trommeldeckel und / oder am Trommelboden und / oder am Trommelmantel zu befestigen,
und selbst bereits sich im Betrieb befindliche ältere Zentrifugentrommeln, z.B, solche
mit Fixiernuten wie Eingangs anhand der Fig. 1 bis Fig. 3d ausführlich beschriebene
Zentrifugentrommeln können ohne grossen Aufwand einfach zu einer erfindungsgemässen
Zentrifugentrommel umgerüstet werden, in dem z.B. Fixierstege nachträglich eingeschweisst
oder auf andere Weise in der Zentrifugentrommel eingebaut werden. Das ist besonders
dann eine interessante Variante, wenn z.B. Verschmutzungen in der Nut eher eine nachgeordnete
Rolle spielen, weil z.B. an die zu verarbeitenden Produkte keine allzu grosse Hygiene
bzw. Reinheitsanforderungen gestellt sind.
[0043] So ist es z.B. möglich eine Zentrifugentrommel des Typs gemäss Fig. 3a bzw. Fig.
3b, die nur für Filtertücher geeignet sind, die mittels eines Kordels oder einer Rundschnur,
wie weiter oben bereits beschrieben, in eine Nut eingepresst werden, derart umzurüsten,
dass auch Filtertücher mit Spannringen verwendet werden, indem einfach Fixierstege
gemäss der vorliegenden Erfindung nachträglich in der Zentrifugentrommel angebracht
werden.
[0044] Ein Umrüsten einer bestehenden Zentrifugentrommel aus dem Stand der Technik auf eine
erfindungsgemässe Zentrifugentrommel kann sich in unterschiedlichen Fällen lohnen.
Z.B., weil die Fixierung des Filtermediums in einer erfindungsgemässen Zentrifugentrommel
viel einfacher, schneller und weniger fehleranfällig ist, so dass insbesondere wenn
häufige Filtertuchwechsel notwendig sind, sich eine Umrüstung auf eine erfindungsgemässe
Zentrifugentrommel allein schon aus diesen Gründen lohnt,
[0045] Als besonders wichtiger Vorteil der Erfindung ist zu betonen, dass eine Umrüstung
einer aus dem Stand der Technik bekannten Zentrifugentrommel auch direkt vor Ort beim
Kunden vorgenommen werden kann, und zwar sogar ohne dass die Zentrifugetrommel für
die Umrüstung auf einen erfindungsgemässen Typ, aus der Zentrifuge demontiert werden
muss. Das heisst, eine ältere Zentrifugentrommel kann im Einbauzustand in der Zentrifuge
direkt vor Ort beim Kunden bequem nachgerüstet werden.
[0046] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Fixiereinrichtung derart
entlang der Umfangsrichtung in einem vorgebbaren Abstand zum Trommelboden, dass zwischen
Trommelboden und Fixiereinrichtung zur Fixierung des Filtermediums ein in Umfangsrichtung
verlaufender erster Befestigungsraum gebildet ist,
[0047] Bevorzugt, aber nicht notwendig, kann sich gleichzeitig oder alternativ die Fixiereinrichtung
auch derart entlang der Umfangsrichtung in einem vorgebbaren Abstand zum Trommeldeckel
erstrecken, dass auch / oder zwischen Trommeldeckel und Fixiereinrichtung zur Fixierung
des Filtermediums ein in Umfangsrichtung verlaufender zweiter ringförmiger Befestigungsraum
gebildet ist.
[0048] Das heisst, bevorzugt ist in Bezug auf die axiale Richtung an beiden Enden der Zentrifugentrommel
ein Fixiersteg derart vorgesehen, dass z.B. ein Filtertuch mit einem Spannring oder
einem integrierten Befestigungsring in dem ersten oder zweiten Befestigungsraum fixierbar
ist.
[0049] Im Speziellen ist dabei eine Mehrzahl von Fixierstegen vorgesehen, die bevorzugt
als Blockierbolzen ausgebildet sind. Das heisst, in Umfangsrichtung sind als Fixierstege
eine Mehrzahl von Blockierbolzen vorgesehen, die in Umfangsrichtung z.B. am Trommeldeckel
und / oder am Trommelboden und / oder am Trommelmantel vorzugsweise in gleichen Abständen
derart im Inneren der Zentrifugentrommel angeordnet sind, dass das Filtertuch z.B.
mittels des Spannrings und / oder des integrierten Befestigungsringens im ersten und
/ oder zweiten Befestigungsraum beispielweise durch verklemmen fixierbar ist.
[0050] Der Fixiersteg ist in einem für die Praxis besonders wichtigen Ausführungsbeispiel
ein Schweissbolzen, der am Trommelmantel und / oder am Trommelboden und / oder am
Trommeldeckel verschweisst ist, und / oder der Fixiersteg ist ein Fixierbolzen und
ist am Trommelmantel und / oder am Trommelboden und / oder am Trommeldeckel verschraubt
und / oder der Fixierbolzen ist am Trommelmantel und / oder am Trommelboden und /
oder am Trommeldeckel vernietet.
[0051] Das kann z.B. dadurch bewerkstelligt werden, dass an den entsprechenden Stellen,
wo solche Fixierbolzen vorgesehen sind, Bohrungen in die Zentrifugentrommel eingebracht
werden, in die die Fixierbolzen dann in an sich bekannter Weise verschraubt, vernietet
oder verschweisst werden.
[0052] In einem für die Praxis sehr wichtigen Beispiel werden die Schweissbolzen mit einer
an sich bekannten Schweisspistole direkt an den entsprechenden Stellen auf den Trommelmantel
und / oder auf den Trommelboden und / oder auf den Trommeldeckel geschweisst, ohne
dass vorher an diesen Stellen Bohrungen in die Zentrifugentrommel eingebracht werden
müssen.
[0053] In speziellen Fall kann der Fixiersteg anstatt einzelner Fixierbolzen auch ein in
Umfangsrichtung ununterbrochen umlaufender Blockiersteg sein, der ebenfalls nach einer
der zuvor beschriebenen Methoden, insbesondere durch unmittelbares Aufschweissen auf
eine Oberfläche im Inneren der Zentrifugentrommel befestigt sein kann.
[0054] Das Filtermedium selbst ist z.B. ein Filtertuch, bevorzugt ein Textilfillertuch,
insbesondere ein Filtertuch aus Kunststoff, im Speziellen ein Filtertuch aus Polypropylen,
und / oder ein Filtertuch aus Metall, und / oder ein Filtertuch aus einem Verbundwerkstoff,
im Speziellen aus einem Carbon Verbundwerkstoff und / oder ein Filtertuch, das aus
einem anderen geeigneten Werkstoff gefertigt ist.
[0055] Die Fixiereinrichtung ist dabei bevorzugt derart ausgestaltet, dass das Filtertuch
mit einem Spannring durch die Fixiereinrichtung fixierbar ist Insbesondere kann das
Filtertuch zur Aufnahme eines Spannrings, bevorzugt eines Schnellspannrings, wie er
einleitend beschrieben aus dem Stand der Technik wohlbekannt ist, mit einem Hohlsaum
ausgestaltet sein.
[0056] Auch kann die Fixiereinrichtung derart ausgestaltet sein, dass das Filtertuch mit
einem integrierten Befestigungsring, im Speziellen ein Filtertuch mit einem verschweissten
Befestigungsring, bevorzugt mit einem integrierten und oder verschweissten Befestigungsring
mit rechteckigem Querschnitt, durch die Fixiereinrichtung fixierbar ist.
[0057] Ganz generell ist ausdrücklich zu betonen, dass alle an sich bekannten Fixiermethoden
bzw. die dazugehörigen Filtermedien bzw. Filtertücher, die aus dem Stand der Technik
zur Fixierung in einer Nut geeignet sind und einleitend bereits teilweise ausführlich
beschrieben wurden, ohne irgendwelche Modifikationen auch in einer erfindungsgemässen
Zentrifugentrommel vorteilhaft verwendet werden können,
[0058] Dabei kann eine erfindungsgemässe Zentrifugentrommel grundsätzlich in jeder Art von
Zentrifuge vorteilhaft verwendet werden. Daher betrifft die Erfindung weiterhin auch
eine Zentrifuge, insbesondere eine vertikal oder horizontal gelagerte Zentrifuge,
eine kontinuierlich oder diskontinuierlich arbeitende Zentrifuge, im Speziellen eine
Röhrenzentrifuge, Schälzentrifuge, Dekantierzentrifuge, Gleitzentrifuge, eine ein-
oder mehrstufige Schubzentrifuge, eine Doppelschubzentrifuge oder Schwingzentrifuge
mit einer Zentrifugentrommel gemäss der vorliegenden Erfindung.
[0059] Im folgenden wird die Erfindung an Hand der schematischen Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine aus dem Stand der Technik bekannte Zentrifugentrommel;
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines bekannten Schnellspannrings;
- Fig. 2a
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines bekannten Schnellspannrings;
- Fig. 3a
- eine erstes Ausführungsbeispiel einer bekannten Zentrifugentrommel mit Fixiernut;
- Fig. 3b
- ein zweites Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3a;
- Fig. 3c
- ein drittes Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3a;
- Fig. 3d
- ein viertes Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3a:
- Fig. 4
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Zentrifugentrommel;
- Fig. 5
- ein Detail eines Fixiersteges gemäss Fig. 4;
- Fig. 6
- ein zweiseitig verschweisster Schweissbolzen;
- Fig. 7
- Verschweissung eines Schweissbolzens mittels einer Schweisspistole;
- Fig. 8
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Zentrifugentrommel ;
- Fig. 9
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer umgerüsteten Zentrifugentrommel ;
- Fig. 10
- ein zweites Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 9.
[0060] Wie bereits erwähnt, zeigen die Fig. 1 bis Fig. 3d den Stand der Technik und wurden
bereits eingangs eingehend erläutert, so dass hier auf eine weitere Diskussion verzichtet
werden kann.
[0061] Fig. 4 zeigt im Schnitt in einer schematischen Darstellung teilweise ein erstes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemässen Zentrifugentrommel, die im Folgenden gesamthaft mit dem Bezugszeichen
1 bezeichnet wird. Die in den Fig. 4 bis Fig. 10 verwendeten Bezugszeichen tragen
dabei kein Hochkomma, da sich diese Figuren auf Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung beziehen. Wie bereits oben erwähnt, tragen nur die Bezugszeichen der Fig.
1 bis Fig. 3d ein Hochkomma, da diese sich auf den bekannten Stand der Technik beziehen.
[0062] Bei der erfindungsgemässen Zentrifugentrommel 1 gemäss Fig. 4 ist ein Filtertuch
6 in einem in Umfangsrichtung 8 in die Zentrifugentrommel 1 durch eine Vielzahl von
Schweissbolzen 71 und den Trommeldeckel 2 gebildeten zweiten Befestigungsraum 9 mittels
eines Schnellspannrings 10 befestigt.
[0063] Auf der dem Zentrifugendeckel 2 diametral gegenüberliegenden Seite befindet sich
ein in Fig. 4 nicht dargestellter Trommelboden, der ebenfalls mit einer Vielzahl von
Schweissbolzen 71 einen ersten Befestigungsraum bildet, in welchem das andere Ende
des zylindrisch ausgebildeten Filtertuchs 6 ebenfalls mit einem Schnellspannring 10
fixiert ist.
[0064] Die Zentrifugentrommel 1 umfasst in an sich bekannter Weise einen die Zentrifugentrommel
1 bildenden Trommelmantel 3 mit Ablauföffnungen 31, durch die abzentrifugierte Flüssigphase
aus der Zentrifugentrommel 1 abführbar ist, und den Trommeldeckel 2, durch den z.B.
durch die Öffnung 21 eine zu entfeuchtende Suspension einbringbar ist. Des Weiteren
wird die Zentrifugentrommel 1 wie bereits erwähnt durch einen aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellten Trommelboden gebildet, der mit einem ebenfalls nicht dargestellten
Drehantrieb zum Antrieb der Zentrifugentrommel 1 gekoppelt ist.
[0065] Der Trommelmantel 3 erstreckt sich zylinderförmig entlang der Längsachse 4 der Zentrifugentrommel
1, und der Trommeldeckel 2 und der Trommelboden sind senkrecht zur Längsachse 4 diametral
gegenüberliegend am Trommelmantel 3 angeordnet und bilden so die beiden Endflächen
der zylindrischen Zentrifugentrommel 1. An einer inneren Umfangsfläche 5 der Zentrifugentrommel
1 ist, wie zuvor erwähnt, ein Filtermedium 6, im vorliegenden Fall ein Textilfiltertuch
6 vorgesehen und an beiden Enden der Zentrifugentrommel 1 mittels eines Spannrings
10 fixiert.
[0066] Dazu ist, in Bezug auf die axiale Längsrichtung 4 gesehen, an beiden Enden des Filtertuchs
6 in Umfangsrichtung 8 ein umlaufender Hohlsaum 61 vorgesehen, in den der Spannring
10 vor der Montage des Filtertuchs 6 in der Zentrifugentrommel 1 eingeführt wird.
[0067] Zur Montage wird das Filtertuch 6 sodann auf der inneren Umfangsfläche 5 der Zentrifugentrommel
1 platziert, der Hohlsaum 61 mit Spannring 10 in den ersten Befestigungsraum bzw.
den zweiten Befestigungsraum 9 eingelegt und der Spannring 10 z.B. mittels einer Schnellspannvorrichtung,
die an sich bekannt ist und bei der Diskussion des Stands der Technik bereits erläutert
wurde, fixiert.
[0068] Somit illustriert Fig. 4 eindrücklich, dass durch die vorliegende Erfindung auf eine
Nut zur Befestigung des Filtertuchs 6 verzichtet werden kann, da die aus dem Stand
der Technik bekannte Funktion der Nut durch Zusammenwirken der Fixierstege 7, 71 mit
einem benachbarten Trommeldeckel 2 und / oder dem Trommelboden und / oder dem Trommelmantel
3 ersetzt ist.
[0069] Fig. 5 zeigt das Detail D gemäss Fig. 4 in einer vergrösserten Darstellung. Der Schweissbolzen
71 ist mit einer in Fig. 7 noch zu beschreibenden Schweisspistole auf den Trommelmantel
3 der Zentrifugentrommel 1 aufgeschweisst worden, Der ursprünglich z.B. ca. 12mm bis
20mm lange Schweissbolzen 71 wird nach dem Aufschweissen flach geschliffen, wie der
Fig. 5 deutlich zu entnehmen ist, so dass das Filtertuch 6 ohne Beschädigungen zu
erleiden über den Schweissbolzen 71 gelegt werden kann und auch unter einer erhöhten
Druckbelastung im Betriebszustand der Zentrifuge keinen Schaden nimmt. Der Schweissbolzen
71 kann dabei auf eine Höhe H abgeschliffen werden, die im vorliegenden ganz speziellen
Beispiel der Fig. 4 und Fig. 5 ca. 2mm bis 3mm beträgt.
[0070] In Fig. 6 ist ein zweiseitig verschweisster Schweissbolzen dargestellt, der gleichzeitig
am Trommeldeckel 2 und am Trommelmantel 3 verschweisst ist, wodurch insbesondere für
hohe Belastungen im Betriebszustand eine noch höhere Festigkeit der Verbindung des
Schweissbolzens 71 mit der Zentrifugentrommel 1 erreichbar ist. Im Beispiel der Fig.
6 ist übrigens noch kein Filtertuch 6 in die Zentrifugentrommel 1 eingelegt.
[0071] In Fig. 7 ist die Verschweissung eines Schweissbolzens 71 mit dem Trommelmantel 3
mittels einer Schweisspistole 11 schematisch dargestellt, Die Schweisspistole 11 und
diese Art des Verschweissens von Schweissbolzen 71 auf einem metallischen Substrat
ist an sich bekannt und ist sehr einfach in der Handhabung. Der Schweissbolzen 71
wird beispielsweise in die Schweisspistole 11 eingesetzt, oder die Schweisspistole
11 verfügt über ein Magazin mit einem Vorrat von Schweissbolzen 71, und sodann wird
die Schweisspistole 11 mit Schweissbolzen 71 an einer gewünschten Stelle am Trommelboden,
am Trommeldeckel 2 oder am Trommelmantel 3 angesetzt. Wenn auf diese Weise der Schweissbolzen
71 an der Trommelwand platziert ist, wird die Schweisspistole 11 aktiviert und der
Schweissbolzen 71 an der Trommelwand festgeschweisst. Die Schweisspistole 11 kann
dabei zur Durchführung des Schweissvorgangs z.B. bequem durch die Öffnung 21 im Trommeldeckel
2 in die Zentrifugentrommel 1 eingeführt werden, so dass auch alte Zentrifugentrommeln
mit Nuten bequem und sogar im Einbauzustand in der Zentrifuge umgerüstet werden können.
[0072] In Fig. 8 ist schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Zentrifugentrommel 1 dargestellt, das sich von dem Beispiel der Fig. 4 im wesentlichen
nur dadurch unterscheidet, dass die Fixierstege 7, 71, also z.B. die Schweissbolzen
71 derart angeordnet sind, dass ein Filtertuch 6 mit einem integrierten Befestigungsring
100, der im vorliegenden Beispiel ein mit dem Filtertuch 6 verschweisster Befestigungsring
100 mit rechteckigem Querschnitt ist, zuverlässig in der Zentrifugentrommel 1 fixierbar
ist.
[0073] Die Fig. 9 und Fig. 10 zeigen schliesslich in schematischer Weise je ein Ausführungsbeispiel
von umgerüsteten Zentrifugentrommeln 1, die zur Fixierung des Filtertuchs 6 ursprünglich
noch mit Nuten 700 versehen waren.
[0074] Dabei waren die ursprünglichen Zentrifugentrommeln gemäss Fig. 9 und Fig. 10 vor
dem Umrüsten völlig identisch. Jedoch wurde die Zentrifugentrommel 1 gemäss Fig. 9
gemäss der Erfindung so umgerüstet, dass ein Filtertuch mit Schnellspannring 10 nunmehr
gemäss der Erfindung in der Zentrifugentrommel 1 fixierbar ist, während die Zentrifugentrommel
der Fig. 10 so umgerüstet wurde, dass nunmehr ein Filtertuch 6 mit integriertem Befestigungsring
100 in der Zentrifugentrommel 1 eingebaut werden kann.
[0075] Es versteht sich von selbst, dass die Merkmale der zuvor exemplarisch beschriebenen
besonders bevorzugten Ausführungsvarianten der erfindungsgemässen Zentrifugentrommel,
je nach Anforderung, auch beliebig in vorteilhafter Weise kombinierbar sind und prinzipiell
bei allen bekannten Zentrifugentypen anwendbar sind. Insbesondere kann eine erfindungsgemässe
Zentrifugentrommel in einer vertikal oder horizontal gelagerten Zentrifuge, in einer
kontinuierlich oder diskontinuierlich arbeitenden Zentrifuge, im Speziellen in einer
Röhrenzentrifuge, Schälzentrifuge, Dekantierzentrifuge, Gleitzentrifuge, in einer
ein- oder mehrstufigen Schubzentrifuge, Doppelschubzentrifuge oder in einer Schwingzentrifuge
vorteilhaft verwendet werden.
1. Zentrifugentrommel, für eine Zentrifuge zur Trennung eines Gemischs in einen Feststoffkuchen
und in eine Flüssigphase, umfassend einen die Zentrifugentrommel bildenden Trommeldeckel
(2), einen Trommelboden und einen Trommelmantel (3), wobei sich der Trommelmantel
(3) entlang einer Längsachse (4) der Zentrifugentrommel erstreckt, und der Trommeldeckel
(2) und der Trommelboden senkrecht zur Längsachse (4) diametral gegenüberliegend am
Trommelmantel (3) angeordnet sind, welche Zentrifugentrommel im Einbauzustand in der
Zentrifuge drehbar um die Längsachse (4) angeordnet ist, im Betriebszustand mittels
eines Antriebs mit einer vorgebbaren Drehzahl um die Längsachse (4) rotierbar ist,
und an einer inneren Umfangsfläche (5) der Zentrifugentrommel ein Fillermedium (6)
vorgesehen ist, wobei zur Fixierung des Fillermediums (6) an der inneren Umfangsfläche
(5) der Zentrifugentrommel zumindest abschnittsweise eine Fixiereinrichtung (7) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Fixiereinrichtung (7) auf der inneren Umfangsfläche (5) entlang einer orthogonal
zur Längsachse (4) verlaufenden Umfangsrichtung (8) der Zentrifugentrommel radial
in Richtung zur Längsachse (4) der Zentrifugentrommel in Form eines in die Zentrifugentrommel
hervorstehenden Fixierstegs (7, 71) erstreckt.
2. Zentrifugentrommel nach Anspruch 1, wobei sich die Fixiereinrichtung (7) entlang der
Umfangsrichtung (8) in einem vorgebbaren Abstand zum Trommelboden derart erstreckt,
dass zwischen Trommelboden und Fixiereinrichtung (7) zur Fixierung des Filtermediums
(6) ein in Umfangsrichtung (8) verlaufender erster Befestigungsraum gebildet ist.
3. Zentrifugentrommel nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich die Fixiereinrichtung (7) entlang
der Umfangsrichtung (8) in einem vorgebbaren Abstand zum Trommeldeckel (2) derart
erstreckt, dass zwischen Trommeldeckel (2) und Fixiereinrichtung (7) zur Fixierung
des Filtermediums (6) ein in Umfangsrichtung (8) verlaufender zweiter ringförmiger
Befestigungsraum (9) gebildet ist.
4. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Mehrzahl von
Fixierstegen (7, 71) vorgesehen ist, die bevorzugt als Blockierbolzen (71) ausgebildet
sind.
5. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Fixiersteg (7,
71) ein Schweissbolzen (71) ist und am Trommelmantel (3) und / oder am Trommelboden
und / oder am Trommeldeckel (2) verschweisst ist, und / oder wobei der Fixiersteg
(7, 71) ein Fixierbolzen (71) ist und am Trommelmantel (3) und / oder am Trommelboden
und / oder am Trommeldeckel (2) verschraubt ist und / oder am Trommelmantel (3) und
/ oder am Trommelboden und / oder am Trommeldeckel (2) vernietet ist.
6. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Fixiersteg (7,
71) ein in Umfangsrichtung (8) ununterbrochen umlaufender Blockiersteg (7) ist.
7. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Filtermedium
(6) ein Filtertuch (6), bevorzugt ein Textilfiltertuch (6), insbesondere ein Filtertuch
(6) aus Kunststoff, im Speziellen ein Filtertuch (6) aus Polypropylen ist, und / oder
ein Filtertuch (6) aus Metall, und / oder ein Filtertuch (6) aus einem Verbundwerkstoff,
im Speziellen aus einem Carbon Verbundwerkstoff und / oder ein Filtertuch (6) aus
einem anderen geeigneten Werkstoff ist.
8. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Fixiereinrichtung
(7) derart ausgestaltet ist, dass das Filtertuch (6) mit einem Spannring (10) durch
die Fixiereinrichtung (7) fixierbar ist.
9. Zentrifugentrommel nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Fixiereinrichtung
(7) derart ausgestaltet ist, dass das Filtertuch (6) mit einem integrierten Befestigungsring
(100), im Speziellen ein Filtertuch (6) mit einem verschweissten Befestigungsring
(100), bevorzugt mit einem integrierten und / oder verschweissten Befestigungsring
(100) mit rechteckigem Querschnitt, durch die Fixiereinrichtung (7) fixierbar ist.
10. Zentrifuge, insbesondere vertikal oder horizontal gelagerte Zentrifuge, kontinulerlich
oder diskontinuierlich arbeitende Zentrifuge, im Speziellen Röhrenzentrifuge, Schälzentrifuge,
Dekantierzentrifuge, Gleitzentrifuge, ein- oder mehrstufige Schubzentrifuge, Doppelschubzentrifuge
oder Schwingzentrifuge mit einer Zentrifugentrommel (1) nach einem der vorangehenden
Ansprüche.