[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherheitswerkbank mit einer Frontscheibe, die mindestens
eine zusätzliche Reinigungsposition aufweist.
[0002] Sicherheitswerkbänke erfüllen verschiedene Funktionen. Sie dienen im Allgemeinen
dem Schutz des innerhalb der Werkbank zu ver- oder bearbeitenden Produkts, der Bedienperson
und/oder der Umwelt.
[0003] Der Grundaufbau von Sicherheitswerkbänken umfasst einen von einem Gehäuse umschlossenen
Innenraum und eine Arbeitsöffnung auf der Gehäusefrontseite, die von einer verstellbaren
Frontscheibe verschließbar ist. Der Innenraum wird im Sinne der Erfindung auch als
Arbeitsraum oder Arbeitsinnenraum bezeichnet. Solche Sicherheitswerkbänke sind in
verschiedensten Ausführungsformen im Stand der Technik, wie zum Beispiel in der
DE 44 41 784 A1, der
DE 102 17 903 C1, die eine Sicherheitswerkbank gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, der
DE 297 23 636 U1 und der
DE 100 17 196 A1 beschrieben.
[0004] Daneben ist aus der
GB 2 323 785 A eine Sicherheitswerkbank bekannt, deren frontseitige Öffnung zur Desinfektion mit
einem separaten Panel versiegelt werden kann.
[0005] Aus der
GB 2 204 263 A ist zudem eine Vorrichtung zur Reinigung von Gegenständen in einem Lösungsmittel
beschrieben, wobei der Behälter zur Aufnahme des Lösungsmittels in einem Abzug platziert
ist. Der Abzug wird durch eine Jalousie auf der Frontseite verschlossen, die in Führungsschienen
gelagert ist und zumindest teilweise in eine Position horizontal unterhalb der Arbeitsfläche
verfahrbar ist. Die Jalousie ist gemäß der
GB 2 204 263 A nicht durchsichtig, sondern es wird ein Fenster zur Blickkontrolle vorgesehen.
[0006] Die Frontscheibe spielt bei den verschiedenen Schutzfunktionen der Sicherheitswerkbank
eine wesentliche Rolle. Sie verschließt den Arbeitsraum in der Arbeitsposition weitgehend
gegen die Außenumgebung und verhindert das Austreten von Partikeln, dient der Bedienperson
unter Anderem als Spritzschutz und verhindert umgekehrt auch das Eindringen von Partikeln
aus dem äußeren Umfeld in den Arbeitsinnenraum.
[0007] Die Frontscheibe kann in einer Sicherheitswerkbank im Wesentlichen drei unterschiedliche
Positionen einnehmen, nämlich die offene Endlage in der die Frontscheibe und damit
auch die Arbeitsöffnung maximal geöffnet ist, die Arbeitsposition in der die Frontscheibe
die Arbeitsöffnung im oberen Bereich teilweise verdeckt und die geschlossene Endlage,
in der die Frontscheibe die Arbeitsöffnung im Wesentlichen vollständig abschließt.
[0008] Sicherheitswerkbänke in Laboratorien, insbesondere solche, die für mikrobiologische
Arbeiten geeignet sind, müssen strengen Sicherheitsanforderungen genügen. Sie weisen
zusätzlich Gebläse- und/oder Ablufteinrichtungen auf, die durch gerichtete Luftströmungen
beispielsweise durch Partikel oder Aerolsole kontaminierte Luft abführen und so zusätzlich
die Bedienperson schützen. Eine solche Sicherheitswerkbank ist beispielsweise in der
DE 10 2004 032 454 A1 beschrieben. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, darf in einer solchen Sicherheitswerkbank
die Frontscheibe nicht über längere Zeit weit geöffnet bleiben, da sich bei einem
zu großen Öffnungsquerschnitt der Arbeitsöffnung die benötigten Luftströmungen nicht
aufrecht erhalten lassen und so Produkt- und Personenschutz nicht sichergestellt sind.
[0009] Zudem soll eine Bedienperson durch die Frontscheibe der Sicherheitswerkbank den Arbeitsraum
einsehen und die Vorgänge innerhalb des Arbeitsraumes beobachten können. Hierdurch
ist eine optische Kontrolle des Arbeitsraums möglich.
[0010] Aus verschiedenen Gründen kann es notwendig sein, den kompletten Arbeitsraum einer
Sicherheitswerkbank und damit insbesondere auch die Innenseite der Frontscheibe zu
reinigen. Zum Einen kann hierdurch die jeweils erforderliche Reinheit des gesamten
Arbeitsinnenraumes, beispielsweise auch durch Desinfektion, her- und sichergestellt
werden. Zum anderen kann durch direkte Kontamination und Verschmutzung der Frontscheibe
die Sicht und damit die optische Kontrolle der Vorgänge innerhalb des Arbeitsraumes
behindert werden. Verschmutzungen müssen dementsprechend beseitigt werden.
[0011] Bei den bekannten Sicherheitswerkbänken ist die Frontscheibe so gelagert, dass sie
im Wesentlichen parallel zur Gehäusefrontseite hoch und herunter verschoben werden
kann. Hier ist es nicht möglich, die komplette Innenseite der Frontscheibe zu reinigen.
Der Bereich, der bei einer Reinigung gerade nicht erreicht werden kann, liegt zudem
im normalen Sichtbereich von Bedienpersonen, so dass die optische Kontrolle behindert
wird.
[0012] Andere Frontscheiben des Stands der Technik weisen zusätzlich Scharniere oder andere
Klappmechanismen auf. Hier kann die Frontscheibe nach oben geöffnet und auf ihrer
Innenseite gereinigt werden. Bei diesem Vorgang ist die Arbeitsöffnung der Sicherheitswerkbank
vollständig zur Umgebung geöffnet. Die Umgebung ist einer möglichen Kontamination
ausgesetzt. Zudem ist die Bedienperson dem möglicherweise kontaminierten Arbeitsinnenraum
ausgesetzt, da sie beim Reinigungsvorgang unweigerlich nahe an diesen herantreten
muss. Besonders nachteilig ist, dass sie hierbei nahezu zwangsläufig unterhalb der
zu reinigenden Frontscheibe zu stehen kommt.
[0013] In dieser geöffneten Position sind die Sicherheitsfunktionen der Frontscheibe somit
ausgeschaltet. Die kontaminierte Frontscheibe selbst stellt sogar ein zusätzliches
Risiko dar.
[0014] Zusätzlich nachteilig an den Frontscheiben des Stands der Technik ist, dass die Reinigung
nur von unterhalb der Öffnung der Scheibe erfolgen kann und somit die Bedienperson
Gefahr läuft, beispielsweise durch herab fallenden Schmutz oder herab tropfende Reinigungsflüssigkeit
selbst kontaminiert zu werden. Dies ist ein besonders gravierendes Sicherheitsrisiko,
wenn sich für die Bedienperson bei der Reinigung eine Überkopf-Arbeitsposition ergibt.
[0015] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung einer Sicherheitswerkbank
mit einer Frontscheibe, die die Nachteile des Stands der Technik überwindet und bei
der die Frontscheibe leichter vollständig zu reinigen ist, ohne dabei den Arbeitsraum
vollständig freizugeben.
[0016] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit der Sicherheitswerkbank gemäß Anspruch 1. Weitere
Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
[0017] Die Erfindung betrifft eine Sicherheitswerkbank mit einem von einem Gehäuse umschlossenen
Arbeitsraum, einer verstellbaren einteiligen Frontscheibe und einer Gehäusefrontseite,
die eine Arbeitsöffnung aufweist, welche von der beweglich gelagerten und verstellbaren
einteiligen Frontscheibe derart verschließbar ist, dass in einer geschlossenen Endlage
die Arbeitsöffnung vollständig von der verstellbaren einteiligen Frontscheibe abgedeckt
ist, wobei erfindungsgemäß die verstellbare einteilige Frontscheibe mindestens eine
zusätzliche Reinigungsposition aufweist, in die sie mindestens teilweise unterhalb
der geschlossenen Endlage derart verfahrbar ist, dass zwischen Scheibenoberkante und
Gehäuse eine Reinigungsöffnung gebildet wird. In dieser speziellen Reinigungsposition
der Frontscheibe entsteht also eine Eingriffsöffnung als Spalt zwischen der oberen
Kante der Frontscheibe und dem darüber befindlichen Gehäuseabschnitt, der die Arbeitsöffnung
nach oben begrenzt. Diese Öffnung wird im Sinne der Erfindung als Reinigungsöffnung
bezeichnet. Durch diese Reinigungsöffnung kann eine Bedienperson von oben hinter die
Frontscheibe greifen und
Reinigungsarbeiten durchführen, sodass die Scheibe sowohl von oben als auch von unten
(bei Stellung der Frontscheibe in Arbeitsposition) - und damit vollständig - gereinigt
werden kann.
[0018] Besonders vorteilhaft ist hierbei, dass sich während des Reinigungsvorganges bei
der erfindungsgemäßen Sicherheitswerkbank keine Kontamination durch herabfallende
Schmutzpartikel oder herabtropfende Reinigungsflüssigkeiten ergeben kann. Zusätzlich
kann auch keine Überkopf-Arbeitssituation für die Bedienperson entstehen.
[0019] Ein weiterer Vorteil ist, dass die Öffnung des Arbeitsraumes nur in dem Maße erfolgen
muss, wie das Hineingreifen durch die Bedienperson dies erforderlich macht. Im Übrigen
bleibt die Arbeitsöffnung durch die Frontscheibe abgedeckt, so dass auch während des
Reinigungsvorgangs ihre Schutzfunktionen im Wesentlichen aufrechterhalten werden können.
Insbesondere können vorteilhafterweise auch die notwendigen Luftströmungen im Arbeitsraum
aufrecht erhalten werden. So gelingt es erfindungsgemäß auch während des Reinigungsvorgangs,
den Personen-, Umwelt- und Produktschutz zu sichern und entsprechenden Sicherheitsanforderungen
zu genügen.
[0020] Um sicherzustellen, dass die Frontscheibe nicht zu weit abgesenkt wird und dadurch
beispielsweise eine zu große Öffnung entsteht, die die Aufrechterhaltung der angesprochenen
Schutzparameter nicht mehr erlaubt, können zweckmäßig Mittel vorgesehen werden, die
eine zu starke Absenkung der Frontscheibe verhindern. Dies können mechanische oder
sonstige Sperren sein, die ein Absenken über eine bestimmte Endposition hinaus verhindern.
Zu diesem Zweck kann es sinnvoll sein, eine an sich bekannte Messeinrichtung vorzusehen,
mit welcher die Scheibenposition bestimmt werden kann. Die Scheibe kann in üblicher
Weise manuell oder automatisch über eine in die Sicherheitswerkbank integrierte Bedieneinheit
in die jeweils gewünschte Position verfahren werden. Die Bedieneinheit kann dabei
so programmiert sein, dass ein Verfahren über die Reinigungsposition hinaus nach unten
nicht möglich ist. Zweckmäßig wird die Reinigungsposition derart gewählt, dass die
freigegebene Reinigungsöffnung nicht größer ist als die zulässige Öffnungsgröße der
Arbeitsöffnung in einer Arbeitsposition, in der von einer Bedienperson Arbeiten im
Arbeitsinnenraum der Sicherheitswerkbank vorgenommen werden. In diesem Fall ist sichergestellt,
dass die vorgeschriebenen Sicherheitsbedingungen weiter eingehalten werden.
[0021] Abgesehen von den Ausgestaltungen, die das Absenken der Frontscheibe in die Reinigungsposition
ermöglichen, kann die erfindungsgemäße Sicherheitswerkbank analog den bislang bekannten
Sicherheitswerkbänken ausgestaltet sein. Auch die Antriebsvorrichtungen für die Frontscheibe
können grundsätzlich wie im Stand der Technik ausgebildet sein und müssen nur geringfügig
modifiziert werden, um das Absenken über die Position hinaus, in der die Arbeitsöffnung
vollständig geschlossen ist, zu erlauben. Zur beweglichen Lagerung der Frontscheibe
können in üblicher Weise zum Beispiel entlang der seitlichen Scheibenkanten beidseitig
Führungsschienen vorhanden sein, in denen die Scheibe auf und ab läuft. Diese Führungsschienen
können zum einen nach unten offen sein, sodass die Frontscheibe, um in die Reinigungsposition
zu gelangen, nach unten teilweise aus ihnen herausfährt. Dies hat den Vorteil, dass
die Führungsschienen gegenüber herkömmlichen Sicherheitswerkbänken nicht verlängert
werden müssen. Alternativ können die Führungsschienen verlängert werden, sodass die
Frontscheibe beim Verfahren in die Reinigungsposition zumindest eine Strecke lang
zusätzlich in ihnen geführt wird. Sind die Führungsschienen so lang, dass die unteren
Scheibenseitenkanten auch in der Reinigungsposition noch in ihnen lagern, können die
Führungsschienen an ihrem unteren Ende verschlossen werden, wobei die verschlossenen
Enden als Stopper für die Scheibe dienen können.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise anhand von zwei Ausführungsvarianten
in Verbindung mit der Zeichnung erläutert. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsformen
beschränkt.
- Fig. 1
- zeigt eine erfindungsgemäße Sicherheitswerkbank in perspektivischer Darstellung in
einer Arbeitsposition.
- Fig. 2
- zeigt eine erfindungsgemäße Sicherheitswerkbank in perspektivischer Darstellung mit
der Frontscheibe in einer Reinigungsposition.
[0023] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Sicherheitswerkbank 1, die beispielsweise bei
mikrobiologischen Arbeiten eingesetzt werden kann. Die Sicherheitswerkbank 1 weist
ein Gehäuse 2 auf, welches einen Arbeitsinnenraum 3 umgibt. An der Gehäusefrontseite
4 ist eine verstellbare Frontscheibe 5 angeordnet. Die Frontscheibe 5 ist so in einem
Rahmen 6 gelagert, dass sie in seitlichen Führungsschienen im Wesentlichen parallel
zur Gehäusefrontseite 4 hoch und herunter verschoben werden kann. Durch Herunterschieben
der Frontscheibe 5 kann die auf der Gehäusefrontseite 4 befindliche Arbeitsöffnung
7 verkleinert werden. Die Höhe der freigegebenen Arbeitsöffnung ergibt sich somit
aus dem Spalt zwischen der Unterkante 8 der Frontscheibe 5 und der Arbeitsraum-Bodenplatte
oder Arbeitsebene 9. In ihrer geschlossenen Endlage ist die Unterkante 8 der Frontscheibe
5 in gleicher Höhe mit der Arbeitsebene 9 angeordnet und verschließt die Arbeitsöffnung
7 vollständig. Zusätzlich weist die Sicherheitswerkbank 1 die üblicherweise aus dem
Stand der Technik bekannten Komponenten wie Gebläse, Filter, Mess-, Auswerte-, Steuer-
und Regeleinrichtungen, eine Bedieneinheit usw. auf.
[0024] Die Figur 2 zeigt die Sicherheitswerkbank aus Figur 1, bei der die Frontscheibe 5
entsprechend der erfindungsgemäßen Ausgestaltung über die geschlossene Endlage hinaus
in eine Reinigungsposition abgesenkt wurde. Hierdurch entsteht an der Oberseite der
Frontscheibe 5 eine Reinigungsöffnung 10, die durch weiteres Herunterschieben vergrößert
werden kann. Die Höhe der Reinigungsöffnung 10 ergibt sich somit aus dem Spalt zwischen
der Oberkante 11 der Frontscheibe 5 und dem oberhalb der Arbeitsöffnung 7 befindlichen
Gehäuseabschnitt. Die Frontscheibe 5 ragt in dieser Position unten aus ihrem Rahmen
6 und den Führungsschienen heraus.
[0025] Die Frontscheibe 5 besteht in der Regel aus Glas, beispielsweise einem geeigneten
Verbundglas. Sie kann aber auch aus anderem geeigneten Material, beispielsweise aus
Kunststoff, gefertigt sein. Die Frontscheibe 5 kann anstelle der Lagerung in einem
Rahmen mit Führungsschienen alternativ oder zusätzlich durch andere bekannte Haltevorrichtungen
gehalten sein, die ein Absenken in eine erfindungsgemäße Reinigungsposition ermöglichen.
[0026] Die Lüftungsvorrichtungen, wie z.B. Gebläse, Umluft-, Abluft- und Filtereinrichtungen,
entsprechen demjenigen, was für den sicheren Betrieb einer Sicherheitswerkbank gemäß
den jeweiligen, auch gegebenenfalls gesetzlich vorgeschriebenen, Normen und Anforderungen
erforderlich sind. Solche Einrichtungen sind beispielsweise in der
DE 10 2004 032 454 A1 beschrieben.
[0027] Die Sicherheitswerkbank 1 kann zusätzlich eine integrierte Bedieneinheit für die
Steuerung verschiedener Gerätefunktionen aufweisen. Dies hat den Vorteil, dass der
Betrieb der Sicherheitswerkbank nicht nur komfortabler für die Bedienperson ist, sondern
auch die verschiedenen Funktionen, wie zum Beispiel die Einstellung von Gebläse- und
Ablufteinrichtungen und die Scheibenposition, besser kontrolliert werden können und
der Betrieb damit sicherer ist.
[0028] Die Frontscheibe 5 kann manuell verstellt oder über die Bedieneinheit zum Steuern
von Gerätefunktionen in die verschiedenen Positionen, also auch in die Reinigungsposition,
verfahren werden. Die Frontscheibe 5 kann dabei in herkömmlicher Weise in jeder Lage
von der oberen offenen Endlage bis hin zur Reinigungsposition mittels bekannter Arretierungen
festgelegt werden.
[0029] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist ein Verfahren der Frontscheibe
5 in die Reinigungsposition nur in einem speziell eingestellten Reinigungsmodus möglich.
Dieser kann beispielsweise über einen speziellen Schalter in einer Bedieneinheit eingestellt
werden. Dies hat den Vorteil, dass im normalen Arbeitsbetrieb oder Arbeitsmodus der
Sicherheitswerkbank bei einem Verfahren der Frontscheibe nach unten nicht unbeabsichtigt
die geschlossene Endlage überfahren werden kann, also nur ein gezieltes Anfahren der
Reinigungsposition möglich ist. Hierdurch wird eine erhöhte Betriebssicherheit erreicht.
[0030] Vorteilhafterweise kann die erfindungsgemäße Sicherheitswerkbank 1 auch mindestens
eine zusätzliche Sicherheitsüberwachungseinrichtung, beispielsweise Sensoren zur Kontrolle
der Abluft- oder Umluftströmung oder der Lufteintrittsgeschwindigkeit, oder eine Messeinrichtung
zur Messung der Position der Frontscheibe aufweisen. Hierdurch kann verhindert werden,
dass die Sicherheitswerkbank unbemerkt in nicht einwandfreiem Zustand betrieben wird.
Diese Überwachungsfunktionen laufen bevorzugt auch während der Reinigungsphasen der
Frontscheibe weiter.
[0031] Zweckmäßigerweise können zusätzlich mit der Sicherheitsüberwachungseinrichtung Sollwerte
für die verschiedenen Funktionen festgelegt werden, bei deren Über- oder Unterschreiten
ein optischer oder akustischer Alarm gegeben wird. Eine solche Alarmfunktion kann
vorteilhafterweise auch für den Fall vorgesehen werden, dass ein Ausfall oder Defekt
eines Bauteils der Sicherheitswerkbank durch die Überwachungseinrichtung festgestellt
wird. Die erfindungsgemäße Sicherheitswerkbank kann hierdurch eine erhöhte Betriebsicherheit
erreichen und sicherstellen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0032]
- 1
- Sicherheitswerkbank
- 2
- Gehäuse
- 3
- Arbeitsinnenraum
- 4
- Gehäusefrontseite
- 5
- Frontscheibe
- 6
- Rahmen
- 7
- Arbeitsöffnung
- 8
- Unterkante der Frontscheibe
- 9
- Arbeitsebene
- 10
- Reinigungsöffnung
- 11
- Oberkante der Frontscheibe
- 12
- Obere Begrenzung der Arbeitsöffnung
1. Sicherheitswerkbank (1) mit einem von einem Gehäuse (2) umschlossenen Arbeitsraum
(3) einer verstellbaren einteiligen Frontscheibe (5) und einer Gehäusefrontseite (4),
welche eine Arbeitsöffnung (7) aufweist, die von der beweglich gelagerten und verstellbaren
einteiligen Frontscheibe (5) derart verschließbar ist, dass in einer geschlossenen
Endlage die Arbeitsöffnung (7) vollständig von der verstellbaren einteiligen Frontscheibe
(5) abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die verstellbare einteilige Frontscheibe (5) mindestens eine zusätzliche Reinigungsposition
aufweist, in die sie mindestens teilweise unterhalb der geschlossenen Endlage derart
verfahrbar ist, dass zwischen Scheibenoberkante (11) und Gehäuse (2) eine Reinigungsöffnung
(10) gebildet wird.
2. Sicherheitswerkbank (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontscheibe (5) manuell oder automatisch über eine integrierte Bedieneinheit
in die Reinigungsposition verfahren werden kann.
3. Sicherheitswerkbank (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messeinrichtung zur Messung der Position der Frontscheibe (5) vorgesehen ist.
4. Sicherheitswerkbank (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontscheibe (5) nur soweit abgesenkt werden kann, dass die Größe der Reinigungsöffnung
(10) nicht größer als eine zulässige Öffnungsgröße der Arbeitsöffnung (7) in einer
Arbeitsposition der Sicherheitswerkbank (1) ist.
5. Sicherheitswerkbank (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontscheibe (5) an ihren Seitenkanten in Führungsschienen gelagert ist.
6. Sicherheitswerkbank (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen nach unten offen sind.
7. Sicherheitswerkbank (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen nach unten soweit verlängert sind, dass sie die Frontscheibe
(5) auch in der Reinigungsposition seitlich begrenzen.
1. Safety workbench (1) having a working space (3) enclosed by a housing (2), an adjustable
single-piece front pane (5) and a housing front side (4) with a work opening (7),
which is closable by the movably mounted and adjustable single-piece front pane (5)
such that in a closed final position the work opening (7) is completely covered by
the adjustable single-piece front pane (5),
characterized in that
the adjustable single-piece front pane (5) has at least one additional cleaning position,
in which it is movable at least partially below the closed final position in such
a way that a cleaning opening (10) is formed between pane top edge (11) and housing
(2).
2. Safety workbench (1) according to claim 1,
characterized in that
the front pane (5) may be moved manually or automatically via an integrated operating
unit into the cleaning position.
3. Safety workbench (1) according to claim 1 or 2,
characterized in that
a measuring device is provided for measuring the position of the front pane (5).
4. Safety workbench (1) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the front pane (5) may only be lowered enough that the size of the cleaning opening
(10) is not greater than the permissible opening size of the work opening (7) in a
working position of the safety workbench (1).
5. Safety workbench (1) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the front pane (5) is mounted in guide rails on its lateral edges.
6. Safety workbench (1) according to claim 5,
characterized in that
the guide rails are open on the bottom.
7. Safety workbench (1) according to claim 5,
characterized in that
the guide rails extend far enough downward so as to laterally delimit the front pane
even in the cleaning position.
1. Poste de travail de sécurité (1) ayant un espace de travail (3) entouré d'un boîtier
(2), un panneau avant (5) d'une seule pièce, réglable, et une face avant (4) du boîtier
avec une ouverture de travail (7) qui peut être refermée par le panneau avant (5)
d'une seule pièce monté mobile et réglable de telle sorte que, dans une position finale
fermée, l'ouverture de travail (7) soit totalement recouverte par le panneau avant
(5) d'une seule pièce, réglable,
caractérisé en ce que
le panneau avant (5) d'une seule pièce, réglable, a au moins une position supplémentaire
de nettoyage dans laquelle il peut être déplacé, au moins en partie, au-dessous de
la position finale fermée de telle sorte qu'une ouverture (10) de nettoyage soit formée
entre le rebord supérieur (11) du panneau et le boîtier (2).
2. Poste de travail de sécurité (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le panneau avant (5) peut être déplacé en position de nettoyage, manuellement ou automatiquement
au moyen d'une unité de commande intégrée.
3. Poste de travail de sécurité (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
un dispositif de mesure est prévu pour mesurer la position du panneau avant (5).
4. Poste de travail de sécurité (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le panneau avant (5) ne peut être abaissé que suffisamment pour que la dimension de
l'ouverture (10) de nettoyage ne soit pas supérieure à la dimension d'ouverture admissible
de l'ouverture de travail (7) dans une position de travail du poste de travail de
sécurité (1).
5. Poste de travail de sécurité (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le panneau avant (5) est monté dans des rails de guidage sur ses bords latéraux.
6. Poste de travail de sécurité (1) selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les rails de guidage sont ouverts sur la partie inférieure.
7. Poste de travail de sécurité (1) selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les rails de guidage s'étendent suffisamment vers le bas pour délimiter latéralement
le panneau avant, même dans la position de nettoyage.