[0001] Die Erfindung betrifft ein Unterseeboot gemäß den im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Merkmalen.
[0002] Insbesondere bei militärisch genutzten Unterseeboten zählt es zum Stand der Technik,
von getauchtem Zustand aus eine so genannte Kommunikationsboje an die Wasseroberfläche
aufsteigen zu lassen, sodass je nach Ausstattung der Boje Funkverkehr, Sattelitennavigation,
optische Beobachtungen und dergleichen bei getauchtem Unterseeboot durchgeführt werden
können. Solche Kommunikationsbojen sowie auch gattungsgemäße Einrichtungen zum Ausbringen
und Einbringen einer kabelgeführten Kommunikationsboje sind aus
EP 0 082 753 A1,
US 4,227,479 A und
DE 101 15 194 A1 bekannt.
[0003] Die aus
EP 0 082 753 A1 oder
US 3034471 bekannte Kommunikationsboje ist in einem zwischen dem Druckkörper des Unterseeboots
und einer von dem Druckkörper beabstandeten Außenhaut angeordneten schräg zum Heck
des Unterseeboots weisenden Lagerungsbehälter zusammen mit einer Kabelwinde gelagert.
Zum Verbringen der Kommunikationsboje an die Wasseroberfläche wird das mit der Kommunikationsboje
verbundenen Kabel an der Kabelwinde freigegeben, so dass sich die Kommunikationsboje
allein aufgrund der auf die Kommunikationsboje wirkenden Auftriebskräfte aus dem zwischen
dem Druckkörper und der Außenhaut befindlichen Behälter bewegen kann und an die Wasseroberfläche
aufsteigt.
[0004] Die aus
US 4,227,479 A bekannte Kommunikationsboje ist an einer oberdeckseitig eines Unterseeboots angeordneten
Aufnahme gelagert und treibt ebenfalls allein auftriebsbedingt an die Wasseroberfläche
auf und wird nach dem Einholen eines mit der Kommunikationsboje verbundenen Kabels
wieder in die außenseitig des Unterseeboots angeordnete Aufnahme eingeholt.
[0005] In
DE 101 15 194 A1 wird eine kugelförmige Boje beschrieben, in der diverse Antennen, Sensoren und Kommunikationsmittel
vereint sind. Diese Boje ist über ein Kabel, welches sowohl zur Datenübertragung als
auch zur mechanischen Verbindung zwischen Boje und Unterseeboot vorgesehen ist, mit
dem Unterseeboot verbunden. Die bekannte Einrichtung weist bootsseitig eine Winde
auf, über welche das Kabel aufgewickelt und die Boje in eine trichterförmige Aufnahme
innerhalb des Bootskörpers gezogen wird, wonach die Aufnahme mittels eines Deckels
verschlossen wird.
[0006] Während das Ausbringen und Einholen der Boje aus bzw. in die im Bootsinneren angeordnete
Bojenaufnahme bei im wesentlich kugelförmig ausgebildeten Bojen in der Regel keine
Probleme bereitet, ist das direkte Aus- und Einbringen einer Kommunikationsboje in
der in
DE 101 15 194 A1 beschriebenen Weise bei Kommunikationsbojen mit einer komplexeren Außengeometrie
schwierig, da diese Bojen in dem von der Bojenaufnahme gebildeten Auslasskanal eher
zu einem Verkanten neigen.
[0007] Für Kommunikationsbojen dieser Art sind Einrichtungen mit im Bootskörper angeordneten
Geräteträgern bekannt, bei denen die Geräteträger zum Ein- und Ausbringen der Bojen
in eine Stellung außerhalb des Bootskörpers verbracht werden können. Dabei ist der
Geräteträger bei solchen Einrichtungen an einem Schwenkarm angebracht mit dem er durch
eine Öffnung der Außenhaut des Unterseeboots in eine Stellung außerhalb des Bootskörpers
geschwenkt werden kann.
[0008] Diese Einrichtungen ermöglichen zwar ein sicheres Ausbringen und Einbringen von Kommunikationsbojen,
nachteilig ist allerdings der verhältnismäßig große Raumbedarf dieser Einrichtungen
im Bootsinneren des Unterseebootes.
[0009] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Unterseeboot zu schaffen,
in dem eine Kommunikationsboje in einer Position unterhalb eines Oberdecks heckseitig
des Turms zwischen Druckkörper und Außenhaut bei geringen Raumbedarf sicher gelagert
werden kann und in einfacher Weise im getauchten Zustand des Unterseebootes ausgebracht
und wieder eingeholt werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Unterseeboot mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung angegeben.
[0011] Das erfindungsgemäße Unterseeboot weist eine kabelgeführte Kommunikationsboje auf,
die im nichtaktiven, d.h. im unbenutzten Zustand in einer Lagerungsposition zwischen
Druckkörper und Außenhaut in einem Geräteträger gelagert ist. Als Lagerungsposition
ist eine Position unterhalb eines Oberdecks heckseitig des Turms des Unterseeboots
vorgesehen. Oberhalb dieser Lagerungsposition weist die Außenhaut des Unterseeboots
eine verschließbare Öffnung auf, durch die der Geräteträger zum Ausbringen bzw. zum
Einholen der Kommunikationsboje in eine Stellung außerhalb der Außenhaut bewegt wird.
In dieser Position erfolgt das Ausbringen und Einholen der Kommunikationsboje in üblicher
Weise durch Ab- bzw. Aufwickeln des Führungskabels von einer bzw. auf eine Winde.
[0012] Gemäß der Erfindung sind Mittel zum translatorischen Bewegen des Geräteträgers vorgesehen,
mit denen der Geräteträger von der Lagerungsposition in eine Position zum Ein- und
Ausbringen der Kommunikationsboje außenseitig der Außenhaut und umgekehrt bewegbar
ist. Anders als bei bislang bekannten Einrichtungen zum Ausbringen und Einholen von
Kommunikationsbojen, bei denen der Geräteträger mit einer verhältnismäßig viel Raum
in Anspruch nehmenden Schwenkbewegung von der Lagerungsposition in die Außenposition
und umgekehrt verbracht wird, ermöglicht es die erfindungsgemäße Ausgestaltung, den
Geräteträger und die darauf befindliche Kommunikationsboje auf direktem geraden Weg
von der Lagerungsposition in die Position außerhalb der Außenhaut und umgekehrt von
der Außenposition in die Lagerungsposition zu bewegen. Dementsprechend kann der Geräteträger
gemäß der Erfindung von einer Position in der Nähe des Druckkörpers in geradlinigen
Bewegung normal zu dem Druckkörper durch einer direkte über dem Geräteträger an der
Außenhaut vorgesehenen Öffnung in eine Stellung außerhalb der Außenhaut und zurück
verbracht werden.
[0013] Als Mittel zum translatorischen Bewegen des Geräteträgers sind grundsätzlich alle
Linearantriebe denkbar. Bevorzugt ist der Geräteträger allerdings mit mindestens einem
hydraulisch betätigbaren Hubzylinder wirkungsverbunden. Hierbei kann der Geräteträger
in einer Führung in Aus- bzw. Einfahrrichtung geführt sein, wobei die Kraft zum Bewegen
des Geräteträgers über einen direkt oder indirekt an dem Geräteträger angreifenden
Hubzylinder ausgeübt wird. Vorteilhaft bildet der Hubzylinder aber selbst die Führung
des Geräteträgers. Hierzu ist der Geräteträger zweckmäßigerweise direkt auf dem ausfahrbaren
Ende des Hubzylinders befestigt. Die Bewegung des Geräteträgers folgt in diesem Fall
unmittelbar der Ausfahrbewegung des Hubzylinders. Wegen des verhältnismäßig geringen
Abstandes von Druckkörper und Außenhaut ist der Hubzylinder zweckmäßigerweise als
Teleskopzylinder ausgebildet, der bei verhältnismäßig geringer Einbauhöhe große Hübe
ermöglicht. So schafft die Ausgestaltung des Hubzylinders als Teleskopzylinder einerseits
die Möglichkeit, den Geräteträger mit der darauf befindlichen Kommunikationsboje auf
dem Hubzylinder zwischen Druckkörper und Außenhaut des Unterseeboots raumsparend zu
lagern, andererseits erlaubt die Teleskopierbarkeit des Hubzylinders einen ausreichenden
Hubweg um den Geräteträger mit der Kommunikationsboje in eine Position außerhalb der
Außenhaut des Unterseeboots zu verfahren.
[0014] Da der Hubzylinder bei außerhalb der Außenhaut positioniertem Geräteträger sowohl
von Strömungskräften als auch von den von dem Führungskabel ausgeübten Seilkräften
beansprucht wird, ist er vorteilhafterweise so dimensioniert und ausgelegt, dass er
diese als Querkräfte wirkenden Belastungen und damit verbundenen Momente aufnehmen
kann. In einer vorteilhaften Weiterbildung ist hierzu eine Stütze vorgesehen, die
den Hubzylinder quer zu seiner Ausfahrrichtung abstützt. Die Stütze ist zweckmäßigerweise
derart angeordnet und ausgebildet, dass auf den Hubzylinder wirkende Querkräfte und
Momente von dem Hubzylinder auf die Stütze übertragen und von dort in den Druckkörper
oder ggf. in ein druckkörperseitig angeordnetes Fundament von Hubzylinder und Stütze
weitergeleitet werden können.
[0015] Um ein ungewolltes Verlagern der Kommunikationsboje in der Lagerungsposition zu verhindern,
sieht die Erfindung verteilhaft Greifmittel vor, die die Kommunikationsboje in dem
Geräteträger in der Lagerungsposition mindestens formschlüssig festlegen. Dementsprechend
sind zumindest zwei einander gegenüberliegende mechanische Greifarme vorgesehen, die
einen Bereich der Kommunikationsboje an im Wesentlichen diametral beabstandeten Seiten
fassen und formschlüssig, ggf. zusätzlich auch kraftschlüssig, fixieren.
[0016] Die Greifmittel sind vorzugsweise hydraulisch betätigbar ausgebildet. Als Greifmittel
könne beispielsweise Parallelgreifer verwendet werden, bei denen zwei parallel zueinander
ausgerichtete Greifarme zum Ergreifen der Kommunikationsboje linear aufeinander zu
bewegbar sind. Bevorzugt weisen die Greifmittel zumindest einen hydraulisch betätigbaren
Winkelgreifer auf. So können druckkörperseitig in der Lagerungsposition der Kommunikationsboje
zwei den Winkelgreifer bildende relativ zueinander verschwenkbare Greifarme vorgesehen
sein, die, wenn sie aufeinander zugeschwenkt werden, einen Abschnitt der in der Lagerungsposition
befindlichen Kommunikationsboje umgreifen und festhalten.
[0017] Zum Schutz des Geräteträgers und der darauf gelagerten Kommunikationsboje vor einer
durch Druckwellen ausgelösten Schockbelastung ist der Geräteträger zweckmäßigerweise
elastisch auf dem Druckkörper des Unterseeboots gelagert. Die elastische und damit
schocksichere Lagerung des Geräteträgers erfolgt vorzugsweise indirekt, z.B. durch
elastische Lagerung der Mittel zum translatorischen Bewegen des Geräteträgers. Hierbei
kann, wie in einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, ein Linearantrieb, vorzugsweise
ein hydraulischer Teleskopzylinder, an welchem der Geräteträger angebracht ist, auf
einem Fundament angeordnet sein, welches wiederum auf dem Druckkörper angeordnet ist,
wobei zwischen dem Fundament und dem Druckkörper Feder- und/oder Dämpfungselemente
vorgesehen sind. Zweckmäßigerweise sind auf diesem Fundament dann auch die Greifmittel
zum Festlegen der Kommunikationsboje in der Lagerungsposition angeordnet.
[0018] Der Geräteträger weist bevorzugt zumindest eine Führungsrolle zum Führen des Führungskabels
der Kommunikationsboje auf. Die Führungsrolle ist vorzugsweise an der Seite des Geräteträgers
angeordnet, welche der auf dem Druckkörper angeordneten Winde zum Aus- und Einbringen
des Führungskabels zugewandt ist. Zwischen Winde und Geräteträger bildet sie eine
Umlenkrolle mittels der die Ausrichtung des Führungskabels von einer ersten Richtung
windenseitig des Geräteträgers in eine zweite Richtung bojenseitig des Geräteträgers
umgelenkt wird. Da eine Querkraftkomponente der auf das Führungskabel ausgeübten Zugkraft
auf den Linearantrieb wirkt, können die Umlenkrolle bzw. die Umlenkrollen an dem Geräteträger
derart angeordnet sein, dass die auf den Linearantrieb wirkende Querkraftkomponente
dieser Zugkraft möglichst klein ist. Daneben ist aber auch eine solche Anordnung der
Umlenkrolle bzw. der Umlenkrollen denkbar, bei welcher in den Linearantrieb gezielt
eine solche Querkraftkomponente eingeleitet wird, die der von der Anströmung des Geräteträgers
verursachten Querkraft auf den Linearantrieb entgegengerichtet ist und diese so zumindest
teilweise kompensiert.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist außenhautseitig des
Unterseeboots zumindest ein Schwenkarm angelenkt, welcher derart angeordnet und verschwenkbar
ist, dass er beim Einholen einer Kommunikationsboje diese unmittelbar vor Erreichen
des Geräteträgers in einen Lagerungssitz des Geräteträgers drückt. Ziel dieser Ausgestaltung
ist es, die Kommunikationsboje, die beim Einholen auf den Geräteträger schräg auftreffen
kann, derart auszurichten, dass sie in dem Lagerungssitz des Geräteträgers in einer
definierten Position einen Formschluss mit diesem Lagerungssitz bildet.
[0020] Die oberhalb des Geräteträgers vorgesehene Öffnung in der Außenhaut des Unterseeboots,
durch die der Geräteträger in eine Stellung außerhalb der Außenhaut verbracht wird,
ist vorteilhaft mit mindestens einer Klappe verschließbar, die mit einem hydraulischen
Drehzylinder wirkungsverbunden ist. Hierzu ist der Drehzylinder derart mit der Klappe
gekoppelt, dass die Drehbewegung des bewegbaren Teils des Drehzylinders auf die Klappe
übertragen wird. Zweckmäßigerweise sind zwei Klappen mit zugehörigen Drehzylindern
vorgesehen, wobei die Klappen so angeordnet sind, dass sie in Schließstellung bündig
mit der Außenhaut abschließen.
[0021] Um ein versehentliches oder durch äußere Einwirkung z.B. durch den Seegang hervorgerufenes
Öffnen der die Außenhautöffnung verschließenden Klappe zu verhindern, ist jede Klappe
zweckmäßigerweise hydraulisch verriegelbar. Hierzu können klappenseitig sowie außenhautseitig
Verriegelungsbauteile vorgesehen sein, wobei mittels hydraulisch betätigbarer Aktuatoren
z.B. ein Formschluss zwischen einer Klappe und der Außenhaut oder ein Formschluss
zwischen den Klappen herstellbar ist.
[0022] Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert. Darin zeigen:
- Figur 1:
- eine Prinzipskizze des erfindungsgemäßen Unterseebootes mit einer an die Wasseroberfläche
ausgebrachten Kommunikationsboje,
- Figur 2:
- eine Anordnung einer Kommunikationsboje in einem in dem Unterseeboot zwischen Druckkörper
und Außenhaut vorgesehenen Geräteträger in perspektivischer Ansicht und
- Figur 3:
- die Anordnung gemäß Figur 2 bei ausgefahrenem Geräteträger.
[0023] Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Unterseeboot 2 im getauchten Zustand unterhalb
der Wasseroberfläche 4. Bei dem dargestellten Unterseeboot 2 ist ein Geräteträger
6 für eine Kommunikationsboje 8 durch eine heckseitig des Turms 10 des Unterseeboots
2 angeordnete Öffnung der Außenhaut in eine Stellung außerhalb dieser Außenhaut ausgefahren.
Die Kommunikationsboje 8 ist in ihrem ausgebrachten Zustand an der Wasseroberfläche
4 schwimmend dargestellt. Die Kommunikationsboje 8 ist an einem Führungskabel 12 angebunden,
welches von einer im Bootsinneren angeordneten Winde 14, die heckseitig des Turms
10 in Fahrtrichtung vor dem Geräteträger 6 angeordnet ist, abgelassen worden ist.
Mittels des Führungskabels 12, ist die Kommunikationsboje 8 mit dem Unterseeboot 2
sowohl mechanisch als auch datenverbunden.
[0024] In Fig. 2 ist die Kommunikationsboje 8 in einem unterhalb einer von zwei Klappen
16 verschlossenen Öffnung der Außenhaut des Unterseeboots 2 angeordneten Geräteträger
6 gelagert dargestellt. Die Schwenkachsen der Klappen 16 werden von Zapfen 18 gebildet,
die an den parallel zur Schwenkebene ausgerichteten Seitenflächen der Klappen 16 nach
außen ragen, wobei die beiden Zapfen eine gemeinsame Achse aufweisen. Die Zapfen 18
sind in Lagern 20 drehbeweglich gelagert, die in dem die Öffnung begrenzenden Bereich
der Außenhaut angeordnet sind. An jeweils einem Zapfen 18 der Klappen 16 greift ein
hydraulisch betätigbarer Drehzylinder 22 an, mit dem die Klappe 16 in eine die Außenhaut
freigebende bzw. verschließende Stellung verschwenkt werden kann.
[0025] Die Kommunikationsboje 8, die am besten in Fig. 3 sichtbar ist, weist einen Schwimmkörper
24 auf, an dessen Oberseite ein Antennenkörper 26 zur Aufnahme diverser Empfangs-
und Sendeantennen sowie Sensoren der Kommunikationsboje 8 angeordnet ist. Der Antennenkörper
26 ist klappbar ausgebildet und kann in der Lagerungsposition der Kommunikationsboje
8 in eine an dem Schwimmkörper 24 anliegende Stellung (Fig. 1) geklappt werden und
wie in Fig. 2 dargestellt, in eine Funktionsstellung geklappt werden, in welcher der
Antennenkörper 26 im Wesentlichen aufrecht auf dem Schwimmkörper 24 steht. An der
Unterseite des Schwimmkörpers 24 ist ein Kielschwert angeordnet, das an seinem Ende
eine tonnenförmige Erweiterung 28 in Form einer Ballast aufnehmenden Kielflosse aufweist.
[0026] Die Fig. 2 und 3 zeigen die Kommunikationsboje 8 auf dem Geräteträger 6 gelagert.
Der Geräteträger 6 weist eine Aufnahme 30 auf, die einen mit der Außenkontur des Schwimmkörpers
24 der Kommunikationsboje 8 korrespondierenden Lagerungssitz bildet, in dem der Schwimmkörper
24 aufliegt. Die Aufnahme 30 kragt horizontal an einem Befestigungsbauteil 32 aus,
mit dem der Geräteträger 6 an den ausfahrbaren Enden zweier nebeneinander angeordneter
Hubzylinder 34 befestigt ist.
[0027] Die Hubzylinder 34 sind mehrstufig teleskopierbar ausgebildet. Durch Ausfahren der
Hubzylinder 34 ist der Geräteträger 6 mit der darauf befindlichen Kommunikationsboje
8 von einer Lagerungsposition zwischen Druckkörper und Außenhaut des Unterseeboots
2 in eine in Fig. 3 dargestellte Stellung außerhalb der Außenhaut translatorisch bewegbar.
Die Hubzylinder 34 sind senkrecht stehend auf einem Fundament 36 angeordnet. Das Fundament
36 ist auf im Wesentlichen U-förmig gebogenen Blattfederelementen 38 stehend auf dem
Druckkörper des Unterseeboots 2 angeordnet und auf diese Weise von dem Druckkörper
beabstandet schocksicher gelagert.
[0028] Ebenfalls auf dem Fundament 36 stehend ist auf der von dem Geräteträger 6 abgewandten
Seite der Hubzylinder 34 ein Gestell 40 angeordnet, das als Stütze für die Hubzylinder
34 dient. Das Gestell 40 wird von zwei dreieckigen Stahlrahmen 42 gebildet, die mittels
Querstreben 44 und 46 miteinander verbunden sind. Die Hubzylinder 34 stützen sich
jeweils über Querstreben 48 an einem der Stahlrahmen 42 des Gestells 40 ab. An der
die beiden Stahlrahmen 42 verbindenden Querstrebe 44 ist eine Führungsrolle 50 drehbar
gelagert, mit der das in den Fig. 2 und 3 nicht dargestellte Führungskabel 12 von
der Winde 14 kommend in Richtung des Geräteträgers 6 umgelenkt wird.
[0029] Neben der an dem Gestell 40 angeordneten Führungsrolle 50 sind an dem Geräteträger
6 zwei weitere Führungsrollen 52 und 54 zum Führen des Führungskabels 12 vorgesehen.
Diese Führungsrollen 52 und 54 sind an der von der Aufnahme 30 abgewandten Seite des
Befestigungsbauteils 32 des Geräteträgers 6 angeordnet.
[0030] Unterhalb des Geräteträgers 6 ist auf dem Fundament 36 ein mittels Hydraulikzylindern
56 betätigbarer Winkelgreifer 58 angeordnet, mit dem die Kommunikationsboje 8 in der
Lagerungsposition formschlüssig festgelegt werden kann. Der Winkelgreifer 58 weist
zwei verschwenkbare Greifarme 60 auf, an denen Greifbacken 62 angeordnet sind, die
korrespondierend zu der äußeren Form der Kommunikationsboje 8 im Bereich der an dem
Kielschwert ausgebildeten Erweiterung 28 geformt sind.
[0031] Außenseitig der Klappen 16, die die Außenhautöffnung des Unterseeboots 2 verschließen,
ist an der Außenhaut ein Schwenkarm 64 angelenkt. Dieser Schwenkarm 64 bildet einen
integralen Bestandteil der Außenhaut. Durch Verschwenken des Schwenkarms 64 kann die
Kommunikationsboje 8 während des Einholvorgangs unmittelbar vor Erreichen des Geräteträgers
in den von der Aufnahme 30 gebildeten Lagerungssitz gedrückt werden. Zur Betätigung
des Schwenkarms ist ein hydraulischer Drehzylinder 66 vorgesehen.
[0032] Nachfolgend ist das Ausbringen und anschließende Einholen einer Kommunikationsboje
8 bei dem erfindungsgemäßen Unterseeboot 2 beschrieben. Die Kommunikationsboje 8 befindet
sich in der in Fig. 2 dargestellten Lagerungsposition zwischen Druckkörper und Außenhaut
des Unterseeboots 2. Die oberhalb des Geräteträgers 6 befindliche Außenhautöffnung
ist von den beiden Klappen 16 verschlossen. Die Klappen 16 sind mittels in den Figuren
nicht dargestellter hydraulisch betätigbarer Verriegelungsmittel verriegelt. Zum Ausbringen
der Kommunikationsboje 8 wird zunächst diese Verriegelung der Klappen 16 gelöst, woraufhin
die Klappen 16 über die Drehzylinder 22 aufgeschwenkt werden. Anschließend wird der
Winkelgreifer 58 betätigt und die Greifarme 60 in eine die an der Kommunikationsboje
8 ausgebildete Erweiterung 28 freigebende Stellung verschwenkt. Durch Ausfahren der
Hubzylinder 34 wird nun der Geräteträger 6 mit der darauf befindlichen Kommunikationsboje
8 in eine Position außerhalb der Außenhaut des Unterseeboots 2 verbracht. Nach dem
Ausklappen des Antennenkörpers 26 wird das Führungskabel 12, an welchem die Kommunikationsboje
8 angebunden ist, von der in Fig. 1 skizzierten Winde 14 abgelassen und die Kommunikationsboje
8 schwimmt durch eigenen Auftrieb an die Wasseroberfläche 4 auf.
[0033] Zum Einholen der Kommunikationsboje 8 wird das Führungskabel 12 an der Winde 14 aufgewickelt
und die Kommunikationsboje 8 in Richtung des Geräteträgers 6 gezogen. Nachdem die
Kommunikationsboje 8 den Geräteträger 6 erreicht hat, werden die Hubzylinder 34 eingefahren.
Die Kommunikationsboje 8 befindet sich dann unterhalb der von den Klappen 16 verschließbaren
Außenhautöffnung. Nun wird der Schwenkarm 64 betätigt und so verschwenkt, dass er
zunächst den Antennenkörper 26 in eine an dem Schwimmkörper 24 der Kommunikationsboje
anliegende Stellung klappt und die Kommunikationsboje 8 anschließend in der Aufnahme
30 in den Lagerungssitz drückt. Anschließend wird der Winkelgreifer 58 betätigt und
die Greifarme 60 in eine solche Stellung verschwenkt, in der die an den Greifarmen
60 angeordneten Greifbacken 62 die an der Kommunikationsboje 8 ausgebildete Erweiterung
28 formschlüssig umfassen. Zum Abschluss werden die Klappen 16 in die die Außenhautöffnung
verschließende Stellung verschwenkt und verriegelt.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 2
- - Unterseeboot
- 4
- - Wasseroberfläche
- 6
- - Geräteträger
- 8
- - Kommunikationsboje
- 10
- - Turm
- 12
- - Führungskabel
- 14
- - Winde
- 16
- - Klappe
- 18
- - Zapfen
- 20
- - Lager
- 22
- - Drehzylinder
- 24
- - Schwimmkörper
- 26
- - Antennenkörper
- 28
- - Erweiterung
- 30
- - Aufnahme
- 32
- - Befestigungsbauteil
- 34
- - Hubzylinder
- 36
- - Fundament
- 38
- - Federelement
- 40
- - Gestell
- 42
- - Stahlrahmen
- 44
- - Querstrebe
- 46
- - Querstrebe
- 48
- - Querstrebe
- 50
- - Führungsrolle
- 52
- - Führungsrolle
- 54
- - Führungsrolle
- 56
- - Hydraulikzylinder
- 58
- - Winkelgreifer
- 60
- - Greifarm
- 62
- - Greifbacke
- 64
- - Schwenkarm
- 66
- - Drehzylinder
1. Unterseeboot (2) mit einer kabelgeführten Kommunikationsboje (8), welche in einer
Lagerungsposition zwischen Druckkörper und Außenhaut unterhalb eines Oberdecks heckseitig
eines Turms (10) des Unterseebootes (2) in einem Geräteträger (6) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (34) zum translatorischen Bewegen des Geräteträgers (6) von der Lagerungsposition
in eine Position zum Ein- und Ausbringen der Kommunikationsboje (8) außenseitig der
Außenhaut und umgekehrt vorgesehen sind und der Geräteträger (6) mit mindestens einem
hydraulisch betätigbaren Hubzylinder (34) wirkungsverbunden ist, wobei der Hubzylinder
(3) als Teleskopzylinder ausgeführt ist und eine Führung des Geräteträgers (6) bildet.
2. Unterseeboot (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stütze (40) vorgesehen ist, die den Hubzylinder (34) quer zu seiner Ausfahrrichtung
abstützt.
3. Unterseeboot (2) nach einem der vorangehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Greifmittel (58) vorgesehen sind, die die Kommunikationsboje (8) in dem Geräteträger
(6) in der Lagerungsposition mindestens formschlüssig festgelegen.
4. Unterseeboot (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifmittel (58) zumindest einen hydraulisch betätigten Winkelgreifer (58) aufweisen.
5. Unterseeboot (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Geräteträger (6) elastisch auf dem Druckkörper des Unterseebootes (2) gelagert
ist.
6. Unterseeboot (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Geräteträger (6) zumindest eine Führungsrolle (52, 54) zum Führen des Führungskabels
(12) der Kommunikationsboje (8) aufweist.
7. Unterseeboot (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass außenhautseitig des Unterseebootes (2) zumindest ein Schwenkarm (64) angelenkt ist,
welcher derart angeordnet und verschwenkbar ist, dass er beim Einholen einer Kommunikationsboje
(8) diese unmittelbar vor Erreichen des Geräteträges (6) in einen Lagerungssitz des
Geräteträgers (6) drückt.
8. Unterseeboot (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oberhalb des Geräteträgers (6) vorgesehene Außenhautöffnung mit mindestens einer
Klappe (16) verschließbar ist, welche mit einem hydraulischen Drehzylinder (22) wirkungsverbunden
ist.
9. Unterseeboot (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (16) hydraulisch verriegelbar ist.
1. Submarine (2) having a cable-guided communication buoy (8) which is mounted in an
equipment carrier (6) in a storage position between pressure body and outer skin below
an upper deck on the rear side of a tower (10) of the submarine (2), characterized in that means (34) are provided for translationally moving the equipment carrier (6) from
the storage position into a position for bringing in and out the communication buoy
(8) outside the outer skin and vice versa, and the equipment carrier (6) is operatively
connected to at least one hydraulically actuable lifting cylinder (34), wherein the
lifting cylinder (3) is configured as a telescopic cylinder and forms a guide of the
equipment carrier (6).
2. Submarine (2) according to Claim 1, characterized in that a support (40) is provided which supports the lifting cylinder (34) transversely
to its extension direction.
3. Submarine (2) according to either of the preceding claims, characterized in that gripping means (58) are provided which at least positively fix the communication
buoy (8) in the equipment carrier (6) in the storage position.
4. Submarine (2) according to Claim 3, characterized in that the gripping means (58) comprise at least one hydraulically actuated angle gripper
(58).
5. Submarine (2) according to one of the preceding claims, characterized in that the equipment carrier (6) is mounted elastically on the pressure body of the submarine
(2).
6. Submarine (2) according to one of the preceding claims, characterized in that the equipment carrier (6) has at least one guide pulley (52, 54) for guiding the
guide cable (12) of the communication buoy (8).
7. Submarine (2) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one pivoting arm (64) is articulated on the outer skin side of the submarine
(2) and is arranged and can be pivoted in such a way that, when hauling in a communication
buoy (8), it presses the latter into a mounting seat of the equipment carrier (6)
directly before reaching the equipment carrier (6).
8. Submarine (2) according to one of the preceding claims, characterized in that an outer skin opening provided above the equipment carrier (6) can be closed by at
least one flap (16) which is operatively connected to a hydraulic rotating cylinder
(22).
9. Submarine (2) according to Claim 8, characterized in that the flap (16) can be locked hydraulically.
1. Submersible (2) comprenant une balise de communication (8) guidée par câble qui est
supportée dans une position de support entre un corps de pression et une peau extérieure
en dessous d'un pont supérieur à l'arrière d'une tour (10) du submersible (2) dans
un support d'appareil (6), caractérisé en ce que des moyens (34) sont prévus pour le déplacement en translation du support d'appareil
(6) de la position de support dans une position d'entrée et de sortie de la bouée
de communication (8) du côté de la peau extérieure et inversement, et le support d'appareil
(6) est en liaison fonctionnelle avec au moins un cylindre de levage (34) à commande
hydraulique, le cylindre de levage (3) étant réalisé sous forme de cylindre télescopique
et formant un guide pour le support d'appareil (6).
2. Submersible (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un support (40) qui supporte le cylindre de levage (34) transversalement
à sa direction de sortie.
3. Submersible (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des moyens de préhension (58) sont prévus, lesquels fixent au moins par engagement
par correspondance de formes la bouée de communication (8) dans le support d'appareil
(6) dans la position de support.
4. Submersible (2) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les moyens de préhension (58) présentent au moins une pince angulaire (58) à commande
hydraulique.
5. Submersible (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support d'appareil (6) est supporté élastiquement sur le corps de pression du
submersible (2).
6. Submersible (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support d'appareil (6) présente au moins une poulie de guidage (52, 54) pour guider
le câble de guidage (12) de la bouée de communication (8).
7. Submersible (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un bras pivotant (64) est articulé du côté de la peau extérieure du submersible
(2), lequel est disposé et peut pivoter de telle sorte que lors de l'amenée de la
bouée de communication (8), il presse celle-ci directement avant d'atteindre le support
d'appareil (6) dans un siège de support du support d'appareil (6).
8. Submersible (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une ouverture de peau extérieure prévue au-dessus du support d'appareil (6) peut être
fermée avec au moins un volet (16) qui est en liaison fonctionnelle avec un cylindre
rotatif hydraulique (22) .
9. Submersible (2) selon la revendication 8, caractérisé en ce que le volet (16) peut être verrouillé hydrauliquement.