[0001] Die Erfindung betrifft ein Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem mit mindestens
einer auf einen zu beobachtenden Flughafenbereich ausrichtbaren Kamera, einer mit
der mindestens einen Kamera verbundenen Bildverarbeitungseinheit und mindestens einer
mit der Bildverarbeitungseinheit in Verbindung stehenden Anzeigeeinheit.
[0002] Es besteht ein Bedarf, den Flugverkehr im Flughafenbereich ohne eine direkte Außensicht
mit Mitteln für eine reine sensorbasierten Leitzentrale zu kontrollieren. Dies hat
den Vorteil, dass in großräumigen Flughafenanlagen Tower zur Überwachung von Außenbereichen,
die von dem Haupttower nicht einsehbar sind, nicht mehr personell besetzt werden müssen.
Die Kontrolle des gesamten Flughafens kann vielmehr im Haupttower durchgeführt werden.
Der Aufwand für die Erstellung von Turmbauwerken (Tower) zur Überwachung der Außenbereiche
wird zudem erheblich reduziert.
[0003] Weiterhin besteht ein Bedarf, den Aufwand zur Kontrolle wenig frequentierter Flughäfen
zu reduzieren, indem die Kontrollfunktionen auf die Lotsen eines (anderen) stärker
frequentierten Flughafens verlagert werden. Hierzu ist eine sensorbasierte Überwachung
des Flughafenbereichs mit einer Übertragung der Bilddaten zu einer Anzeigeeinheit
für die Lotsen, die die Kontrolle durchführen, erforderlich.
[0004] Die Arbeitsbedingungen fordern vom Lotsen neben der Kommunikation per Funk und Telefon
einen häufigen Wechsel der Aufmerksamkeit zwischen Außensicht, die hin und wieder
durch den Griff zum Fernglas verstärkt wird, und verschiedenen Monitoren und Radar-Displays.
Bei schlechter Sicht reduziert sich die Möglichkeit der visuellen Verkehrsüberwachung
durch Blick aus den Fenstern der Leitzentralen naturgemäß deutlich und der Verkehr
muss aus Sicherheitsgründen entsprechend reduziert werden.
[0007] Aus
C.D. Wickens: Multiple Resources and Performance Prediction in: Theor. Issues in Ergon.
Sci., 2002, Vol. 3, No. 2, Seiten 159 bis 177 ist ein vierdimensionales Multi-Resourcen Modell beschrieben, bei dem zwischen einer
visuellen Verarbeitung im fokalen Aufmerksamkeitsbereich und im Umgebungsbereich eines
Menschen unterschieden wird, den qualitativ unterschiedliche verarbeitende Gehirnstrukturen
und Informationsverarbeitungsmechanismen zugeordnet sind. Die fokale Sicht beispielsweise
eines Lotsen ist nahezu immer auf den fovealen Retinabereich beschränkt und ist für
Mustererkennungsaufgaben erforderlich. Die Hintergrund-/Umgebungssicht ist stark an
die periphere Sicht gekoppelt und für die Orientierungswahrnehmung und die Bewegungswahrnehmung
(Eigenbewegung) der beobachtenden Person zuständig.
[0008] DE 10 2005 055 879 offenbart ein Verfahren zur Rekonstruktion einer realen Tower-Außensicht mittels
einer hochauflösenden Panoramaprojektion auf Monitoren oder mittels einer Weitwinkelprojektion
zur Darstellung der Bilder von mindestens vier hochauflösenden digitalen Videokameras
für ein 180° Panorama. Die digitalisierten Signale werden bei einem aus vier Segmenten
bestehenden Panorama von je einem Computer pro Segment zur Verfügung gestellt, indem
die komprimierten Bilddaten dekomprimiert werden. Pro Segment ist eine Kamera und
eine Projektion bzw. ein Bildschirm pro Panoramasegment vorgesehen. Es besteht die
Möglichkeit einer gleichzeitigen Echtzeit-Bildverarbeitung zur Objekterkennung, Bewegungsdetektion
und/oder Verkehrsparameterbestimmung (Position, Geschwindigkeit, etc.).
[0009] Des Weiteren ist aus der
US 2005/0231419 A1 ein Air traffic control system bekannt, das aus einer Reihe von Displays besteht,
die dem Controller eine Art Panoramasicht auf den zu überwachenden Bereich ermöglichen.
Mit Hilfe von entsprechenden Steuerungsmitteln lassen sich dabei Informationen zu
den entsprechenden zu überwachenden Objekten anzeigen. Mit Hilfe einer visuell steuerbaren
Zoomfunktion kann ein auf dem Display dargestelltes Objekt fixiert werden, zu dem
dann Informationen abrufbar sind und zu dem dann eine Funkverbindung aufgebaut werden
kann.
[0010] Darüber hinaus ist aus der
US 6,628,321 B1 ein Anzeigesystem bekannt, bei dem auf einer großen Panoramaanzeigeeinheit aufgenommene
Videodaten aus unterschiedlichen Blickwinkeln dargestellt werden können.
[0011] Weitwinkelprojektionen, die sich zur hochauflösenden Darstellung eines Videopanoramas
eignen, sind aus dem Virtual Reality-Bereich bekannt. Dies sind gekachelte Projektionssysteme
mit einem hochauflösenden Digitalprojektor pro Kachel bzw. Zwei-Digitalprojektoren
bei Stereoprojektionen. Den Simulatoren für die (virtuelle) Flughafen-Tower-Aussensicht
werden bislang mehr als vier hochauflösende Teilbilder durch pixelgenaue Überlagerung
an den vertikalen Kanten (stitching) in einer Zylinder- oder Hohlkugel-Segment-Projektion
zu einer virtuellen Panoramasicht (200 bis 300°) der Flughafenoberfläche zusammengefügt.
Für einen Einzelarbeitsplatz in der Tower-Umgebung sind sie aufgrund der Größe nicht
geeignet.
[0012] Als Einzelarbeitsplatz mit einer Weitwinkelprojektion (z. B. 180°) kann auch eine
sphärische Projektion genutzt werden. Allerdings entspricht die bislang maximal erhältliche
Auflösung 1600 x 1200 Pixel nicht den Anforderungen für ein 180° Panorama, das die
direkte Aussensicht des Operateurs aus dem Tower ersetzen kann.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein verbessertes Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem
zu schaffen, das mit reduziertem technischen Aufwand eine hochaufgelöste Betrachtung
der relevanten Flughafenbereiche ermöglicht und dem Operateur gleichzeitig die notwendigen
Übersichtsinformationen bietet.
[0014] Die Aufgabe wird durch ein Flughafeninformations-System mit den Merkmalen nach Anspruch
1 und ein Verfahren zur Darstellung eines zu beobachtenden Flughafenbereichs auf einer
Anzeigeeinheit nach Anspruch 11 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0015] Es wird die Tatsache ausgenutzt, dass sich im Bereich der bewussten Aufmerksamkeit
und visuellen Verarbeitung bei Betrachtung mit dem Auge ohne Verstärkung durch ein
Fernglas nur der in den fovealen Bereich (< 5°) der Retina abgebildete Gegenstandsbereich
befindet. Dementsprechend deckt ein Segment, das typischerweise durch einen einzelnen
Monitor dargestellt wird (z. B. 45°) bereits ein deutlich größeres Panoramasegment
ab. Für eine Panoramaprojektion in einem Einzelarbeitsplatz ist es jedoch nicht erforderlich,
den peripheren Bereich eines z. B. 180°-Panoramas gleichzeitig vollständig darzustellen,
da in einer realen Aussensicht in diesen außerfovealen Sektoren ohnehin nur markante
Bewegungen wahrgenommen werden. Die Darstellung dieser außerfovealen Sektoren wird
erfindungsgemäß somit auf wesentliche Bewegungsinformationen reduziert, während das
foveale Panoranasegment hochaufgelöst und detailgetreu angezeigt wird.
[0016] Vorzugsweise ist weiterhin eine fernsteuerbare Pan-Tilt-Zoom-Kamera vorgesehen, die
zur Auswahl eines Zoom-Ausschnitts des Panoramasegmentes eingerichtet ist, um den
Zoom-Ausschnitt auf eine der Anzeigeeinheiten darzustellen.
[0017] Mit dieser fernsteuerbaren Pan-Tilt-Zoom-Kamera ist es somit möglich, die Benutzung
eines Fernglases durch den Operateur zu simulieren und eine vergrößerte Ansicht eines
Ausschnittsbereichs darzustellen. Zur Orientierungserleichterung bleibt, wie in der
Realität auch, die detailgetreue Darstellung der fovealen Panoramasicht erhalten.
[0018] Eine Pan-Tilt-Zoom-Kamera ist eine durch Schwenken und Neigen ferngesteuert ausrichtbare
Kamera mit Zoomfunktion. Hierzu ist die Zoom-Kamera auf einem Pan-Tilt-Panoramakopf
angebracht, die eine Schwenkung um den Nodalpunkt und ein Verkippen ermöglicht. Der
Nodalpunkt beschreibt die Lage der Hauptebenen eines Objektivs der Zoom-Kamera.
[0019] Die Bildverarbeitungseinheit ist entweder direkt oder bevorzugt indirekt beispielsweise
über das in der
DE 10 2005 055 879 beschriebene Übertragungssystem mit mindestens einer Kamera verbunden.
[0020] Bevorzugt sind vier Kameras zur Aufnahme eines hochaufgelösten 180°-Panoramas vorgesehen.
Zur Kostenminimierung kann die Anzahl der hochauflösenden Panorama-Kameras gegebenenfalls
auf eine Panorama-Kamera minimiert werden, die gegebenenfalls über eine Fernsteuerung
schwenkbar angeordnet ist und dadurch das komplette Panorama abdecken kann. Das 180°-Panoramasegment
eines beobachtbaren Flughafenbereichs wird somit in vier 45°-Segmente eingeteilt,
die jeweils durch eine Panorama-Kamera beobachtet werden. Dabei wird nur der aktuelle
foveale Beobachtungsbereich eines Ausschnitts eines der 45°-Segmente hochauflösend
und entsprechend detailgetreu wiedergegeben.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, wenn mindestens ein mit dem Panoramaprojektionssystem
verbundener Sensor zur automatischen Auswahl des zu beobachtenden, hochaufgelöst darzustellenden
Segments (fovealer Aufmerksamkeitsbereich) auf der Basis von Objekterkennung und/oder
Positionsbestimmung (mittels z.B. automatischer Bildverarbeitung, Anflugradar, Multilaterationssystem
oder Satellitennavigation mit ADS-B (Automatic Dependent Surveillance Broadcast) vorgesehen
ist. Die Bildverarbeitungseinheit ist dann zur automatischen Auswahl des fovealen
Panoramasegments in Abhängigkeit von dem fovealen Aufmerksamkeitssektor eingerichtet.
Damit ist es möglich, eine für die außerfoveale Sektoren auf wesentliche Bewegungsinformationen
reduzierte Darstellung innerhalb des visualisierten fovealen Sektors die Aufmerksamkeit
des Operateurs, d. h. seine foveale Informationsaufnahme, mit der einer Kopfdrehung
des Operateurs entsprechenden Geschwindigkeit automatisch auf interessierende Bereiche
des vollständigen Panoramos zu lenken. Eine manuelle Auswahl des im Detail hochaufgelöst
dargestellten fovealen Aufmerksamkeitssektors durch den Operateur ist damit nicht
erforderlich.
[0022] Das foveale Panoramasegment ist vorzugsweise kleiner als 45° eines mit den Kameras
erfassbaren 180°-Panoramas.
[0023] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Bildverarbeitungseinheit zur gleichzeitigen
permanenten Darstellung des gewählten Panoramasegmentes (entsprechend der aktuellen
Blickrichtung) eingerichtet ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Operateur
die Orientierung behält.
[0024] Die Bildverarbeitungseinheit ist weiterhin vorzugsweise zur automatischen Auswahl
des fovealen Panoramasegments in Abhängigkeit von im aufgenommenen Panorama detektierten
charakteristischen Bewegungen, Flugbewegungsinformationen von einem Anflugradar, Positionsinformationen
von einer Multilateral-Einrichtung über Flugzeuge und/oder Fahrzeuge im beobachteten
Flughafenbereich und/oder von Flugzeugen übermittelte Satellitennavigations-Positionsinformationen
eingerichtet. Auf diese Weise kann die Aufmerksamkeit des Operateurs automatisch in
Abhängigkeit der genannten sensierten Bewegungen im beobachteten Flughafenbereich
auf die detektierten bewegten Objekte gerichtet werden. Beispielsweise bei Anflug
eines Flugzeugs wird mit Hilfe des Anflugradars oder Satellitennavigations-Positionsinformationen,
die vom Flugzeug übermittelt werden, die Annäherung eines Flugzeugs erkannt und die
hochaufgelöste Darstellung des fovealen Panoramasegments auf das anfliegende Flugzeug
gerichtet. Nach Erfassung der Situation durch den Operateur können diese dann manuell
ein anderes foveales Panoramasegment auswählen oder es kann automatisch ein neuer
fovealer Panoramaausschnitt ausgewählt werden durch Kopplung der automatischen, sensorbasierten
Objekterkennung und Positionsbestimmung an die Videopanorama-Rekonstruktion.
[0025] Die Bildverarbeitungseinheit ist vorzugsweise mit einem berührungsempfindlichen Eingabegerät
ausgerüstet, insbesondere einem berührungsempfindlichen Monitor, um ein Panoramasegment
in Abhängigkeit von einer Fingerbewegung auf dem Eingabegerät auszuwählen. Ein solcher
"Touch-Screen"-Monitor hat den Vorteil der schnellen und einfachen Befehlseingabe
durch den Operateur.
[0026] Die Information über bewegte Objekte werden außerhalb des gewählten Panoramasegmentes
vorzugsweise in horizontalen und vertikalen Bildleisten dargestellt, die an die Darstellung
des fovealen Panoramasegments angrenzen. Die weitere Darstellung der Bewegungsinformationen
sollte dann von der räumlichen Position der zu den Bewegungsinformationen gehörenden
Objekte abhängen. Damit behält der Operateur den Überblick über die im Umfeld des
fovealen Panoramas befindlichen bewelichen Objekte, die bei seiner Lotsentätigkeit
noch zu berücksichtigen sind.
[0027] Die Bildverarbeitungseinheit ist vorzugsweise mit einer weiteren Anzeigeeinheit zur
Darstellung des mit den Kameras erfassten Panoramas verbunden. Die gesamte beispielsweise
180°-Panoramasicht wird dann (nicht hochaufgelöst) auf der weiteren Anzeigeeinheit
präsentiert.
[0028] Die Aufgabe wird weiterhin durch das Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 11
bis 13 sowie das zur Durchführung des Verfahrens eingerichtete Computerprogramm gelöst.
[0029] Das Verfahren sieht eine Maximierung der möglichen Frame-Rate und Minimierung der
benötigten Übertragungsbandbreite bei einer gegebenen Hardwarekonstellation durch
eine Darstellung des nur dem Aufmerksamkeitsfokus entsprechenden Panoramabereichs
vor. Es wird ein virtuelles Panorama in einem Bildspeicher von einem Rechner aus einem
Echtzeit-Videodatenstrom durch lückenlose Aneinanderreihung der Frames aus den einzelnen
Panoramakameras mit Auswahl und Darstellung eines beliebigen Bereichs durch Verschieben
eines Bildausschnitts mittels Wahl einer virtuellen Betrachtungsposition erzeugt.
[0030] Eine Datenreduktion wird durch die ausschließliche Übersendung von anzuzeigenden
Anteilen (Aufmerksamkeitsfokus) der komprimierten Videodatenströme an einen Bildverarbeitungsrechner
erreicht. Die hierzu gewonnene Übertragungskapazität wird bei dynamischer Anpassung
der Kompressionsparameter zur Optimierung der Bildqualität genutzt. Z.B. kann dadurch
die Kompression automatisch verringert werden, falls sich die Bildqualität bei Dunkelheit
verschlechtert.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen mit Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- - Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Flughafenverkehrs- informations-Anzeigesystems;
- Fig. 2
- - Skizze eines Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystems mit einer Anzeigeeinheit
zur Darstellung des fovealen Panoramasegments und horizontalen und vertikalen Anzeigeleisten
zur Darstellung von Informationen über periphere bewegte Objekte.
- Fig. 3
- - Skizze eines Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystems mit einer Anzeigeeinheit
zur Darstellung eines fovealen Panoramasegments sowie Informationen über bewegte Objekte
im nicht dargestellten peripheren, außerfovealen Panoramasegment sowie einer zweiten
Anzeigeeinheit zur Darstellung eines Zoom-Ausschnitts aus dem fovealen Panoramasegment;
[0032] Fig. 1 lässt ein Blockdiagramm eines Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystems
1 erkennen, das mindestens eine auf einen zu beobachtenden Flughafenbereich ausrichtbare
Kamera 2 hat. Beispielhaft dargestellt sind vier Kameras, die jeweils mit einem Bildverarbeitungsrechner
3a, 3b, 3c, 3d verbunden sind. Die Bildverarbeitungsrechner 3a, 3b, 3c,3d sind zur
Bilddatenkompression und Echtzeit-Bildverarbeitung vorgesehen. Die Panorama-Kameras
2 werden über schnelle, breitbandige Datenleitungen 4a, 4b, 4c, 4d an die Bildverarbeitungsrechner
3a, 3b, 3c, 3d angeschlossen. Der Ausgang der Bildverarbeitungsrechner 3a, 3b, 3c,
3d ist jeweils über schnelle, breitbandige Datenleitungen 5a, 5b, 5c, 5d mit einem
Switch und Sender/Converter 6 verbunden, über den die Bilddaten beispielsweise optisch
über eine Breitband-Glasfaserverbindung 7 an einen Switch und Empfänger 8 weitergeleitet
werden. Eine Bildverarbeitungseinheit in Form eines weiteren Bildverarbeitungscomputers
9 ist mit dem Switch und Empfänger 8 verbunden und zur Dekomprimierung der Videosignale
der Panorama-Kameras 2 entsprechend dem von einem Operator 10 ausgewählten Panorama-Segment
eingerichtet. Die Bildverarbeitungseinheit 9 ist weiterhin eingerichtet, um die über
Echtzeit-Bildverarbeitung von den Bildverarbeitungscomputern 3a, 3b, 3c, 3d ermittelten
und gesendeten Informationen über bewegte Objekte anzuzeigen. Die Anzeige mindestens
des dem Aufmerksamkeitsfokus einer gewählten Blickrichtung auf den beobachteten Flughafenbereich
entsprechenden fovealen Panoramasegments und der Information über bewegte Objekte
in nicht dargestellten peripheren, außerfovealen Panaromasegment erfolgt beispielsweise
mit den beiden dargestellten Anzeigeeinheiten 11a, 11b.
[0033] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine weitere Pan-Tilt-Zoom-Kamera 12
über eine schnelle, breitbandige Datenleitung 4e mit einem weiteren Bildverarbeitungscomputer
3e verbunden, der ebenfalls zur Echtzeit-Bildverarbeitung und Extraktion von Informationen
über bewegte Objekte aus dem aufgenommenen Zoom-Video eines Ausschnitts des beobachteten
Flughafenbereichs eingerichtet ist. Die Pan-Tilt-Zoom-Kamera 12 ist mit Kontrollsignalen
fernsteuerbar, die über die Bildverarbeitungseinheit 9 und eine Steuerdatenleitung
13 über den Bildverarbeitungscomputer 3e zur Pan-Tilt-Zoom-Kamera 12 geleitet werden.
[0034] Die Steuerung des Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystems erfolgt durch den
Operateur 10 mittels Tastatur 14, Maus, Touch-Pad 15 etc., die über die Bildverarbeitungseinheit
9 und die Datenverbindungen zu den Bildverarbeitungscomputern 3a bis 3d geleitet werden
können.
[0035] Auf diese Weise können beispielsweise Kameraparameter, wie Blende, Brennweite, Ausrichtung
der Pan-Tilt-Zoom-Kamera etc. verändert werden.
[0036] Optional ist auch denkbar, wahlweise mittels Echtzeitverarbeitung von Bild- und ASMGCS-Informationen
durch die Bildverarbeitungseinheit automatisch Steuersignale zu generieren.
[0037] Das dargestellte Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem 1 ist somit ein Panorama-System
mit einer Mehrzahl von hochauflösenden Kameras 2, die den üblicherweise durch direkte
Sicht aus dem Tower überwachten Bereich gleichzeitig abbilden. Die Trennung der kognitiven
Verarbeitung (foveal, peripher) wird ausgenutzt, indem von dem kompletten hochaufgelösten
Panorama (z. B. 180° überdeckter Winkelbereich mit z. B. ca. 1600 x 1200 Bildpunkten)
nur ein dem Aufmerksamkeitsfokus der gewählten (virtuellen) Blickrichtung des Operateurs
10 auf den fernen Flughafen entsprechendes Segment des Panoramas (< 45° bei 180°-Panorama
mit mehr als vier Kameras 2) mit maximaler Auflösung (z. B. 1600 x 1200 Pixel pro
Kamera) angezeigt wird.
[0038] Zweckmäßig zur manuellen Auswahl und zur Vergegenwärtigung des momentanen ausgewählten
Panoramasegments ist die gleichzeitige, permanente Anzeige der Blickrichtung (aktuell
visualisierte Kamerasegmente) auf einer verkleinerten Segmentsymbolleiste, z. B. am
unteren Bildrand eines der beiden Monitore oder mit Hilfe einer vom Bildschirm getrennten,
symbolischen Darstellung. Zur schnellen Anwahl eines interessierenden Panoramasegments
ist denkbar, dass alternativ durch den Operateur 10 auswählbare manuelle oder automatische
Verfahren zum Einsatz kommen können. Der aktive, manuelle Arbeitsmodus besitzt eine
Überschreib-Funktion (Override) über den Automatikmodus. Der automatische Modus wählt
das dargestellte Segment aufgrund der aktuellen Verkehrslage. Hierbei ist die Auswahl
an die aktuelle Aufgabe gebunden und wird alternativ durch
- a) Ergebnisse einer parallelen ablaufenden automatischen Bildverarbeitung zur Bewegungsdetektion;
- b) aus in jedem Fall vorliegenden Anflugradarinformationen;
- c) aus eventuell vorhandenen Positionsdaten eines Multilaterionssystems (Laufzeitmessung)
oder
- d) aus vom Flugzeug über ADS-B (automatic dependance surveillance broadcast) übermittelten
Satellitennavigationsdaten
gesteuert.
[0039] Zum Beispiel wird bei einem detektierten Flugzeug im Landeanflug, dessen Position
über eine Bildverarbeitung in dem entsprechenden peripheren Segment ermittelt wurde,
der momentan aktive Abschnitt auf das periphere Segment ausgerichtet und gleichzeitig
der Ausrichtungswinkel (Azimuth, Vertikalwinkel) sowie Fokus (Brennweite) der Pan-Tilt-Zoom-Kamera
12 automatisch auf den festliegenden Anflugbereich ausgerichtet. Der in dem Panoramasegment
angewählte und mittels der separaten fernsteuerbaren Pan-Tilt-Zoom-Kamera 12 vergrößerte
Bereich wird im Panorama mit einem geeigneten rechtwinkligen Markierungskästchen angezeigt
und als Zoombild auf einem benachbarten Monitor 11 b dargestellt, wie in der Figur
2 skizziert ist.
[0040] Fig. 3 läßt die beiden Monitore 11a, 11 b des Arbeitsplatzes des Operateurs 10 mit
dem gewählten Panoramasegment auf dem linken Monitor 11a und dem Zoomausschnitt auf
dem rechten Monitor 11 b erkennen. Am Rand des Panoramasegmentmonitors befindet sich
unten eine schmale Informationsbildleiste 16, die Information zur Position des gewählten
Segments und zu bewegten Objekten in den nicht dargestellten Panoramabereichen (Peripherie)
enthalten. Markierungen in der unteren Leiste deuten die der Segmentierung des Gesamtpanoramas
in gleichgroße Abschnitte entsprechende Ausrichtung der z. B. vier Kameras 2 an. Die
Lage des gewählten Segmentes wird durch einen (z. B. rot) gefärbten Balken markiert.
Das gewählte Segment setzt sich i.A. aus Anteilen von zwei benachbarten Panoramakameras
zusammen. Ein kleines helleres (z. B. gelbes) Rechteck in dieser Markierung deutet
den Zoombereich an, der auf dem rechten Monitor 11 b gezeigt ist. Der Zoombereich
kann unabhängig auch in peripheren Panoramasegmente bewegt werden, die nicht aktuell
visualisiert sind. Eine Markierung, im dargestellten Beispiel das Rechteck in der
unteren Informationsbildleiste, deutet die Position im Gesamtpanorama an. Ein weiteres
Symbol, ein rotes Kreuz mit Pfeil, das im rechten Bereich der Informationsbildleiste
16 skizziert ist, deutet ein erkanntes bewegtes Objekt und seine Bewegungsrichtung
an. Die Länge des Pfeils kann als Maß für die Geschwindigkeit gewählt werden. Es können
unterschiedliche, z. B. an die Segmentposition gekoppelte Symbole für die unterschiedlichen
Phasen der Landung bzw. des Starts gewählt werden (Starten/Landen auf Start-/Landebahnen,
Abrollen über einen Rollweg, Kreuzen von Rollbahnen, Einfahren im Vorfeldbereich etc.).
Die Information über das erkannte bewegte Objekt kann verschiedenen Quellen entstammen,
wie beispielsweise der Echtzeit-Bildverarbeitung mit Bewegungserkennung, die parallel
zu den Dekompressionsalgorithmen in den Bildverarbeitungscomputern 3a bis 3e implementiert
sind. Denkbar ist auch die Extraktion von solchen Informationen über erkannte bewegte
Objekte durch Multilaterionssysteme oder eine Satellitennavigation mit Bord-Boden-
(bzw. Fahrzeug-Kontrollzentrale-) Datenverbindungen. Auch passive, unbewegte Objekte,
die mittels Bildverarbeitung z. B. als neue Hindernisse erkannt wurden, können durch
ein weiteres Symbol angezeigt werden.
[0041] Alternativ und in Ergänzung zur Darstellung der peripheren Information auf der unteren
Informationsbildleiste 16 können im vertikalen Display-Rändern ähnliche schmale Informationsbildleisten
17a, 17b eingeblendet werden. Dies ist bei Verwendung von hochauflösenden Displays
mit HDTV-Format (1920 x 1080 Pixel) ohne wesentliche Reduzierung der durch die Kameras
2 vorgegebenen Auflösung (1.600 x 1.200 Pixel) möglich. Die gleichzeitige Darstellung
eines erkannten, bewegten Objekts im Peripheriebereich auf einer der senkrechten Informationsbildleisten
17a, 17b kann dann zur Darstellung der Höhe über der Flughafenoberfläche und gegebenenfalls
des Kennzeichens des Flugobjektes (Call sign) genutzt werden. Zur quantitativ grafischen
Anzeige der Höhe ist die Kenntnis der Entfernung des Objektes in Richtung des jeweiligen
Panoramasegments erforderlich, die aus gegebenenfalls vorliegenden (über ADS-B übermittelten)
Satellitennavigationsdaten oder Multilaterationsdaten (Laufzeitmessung) entnommen
werden. Die grafische Höhenanzeige erfordert dann die Einblendung einer Referenzlinie
im seitlichen Balken, die dem Fußpunkt der Vertikalen unter dem Flugzeug entspricht.
Den Symbolen (z.B. Kreuz für Landung oder Stern für Start) zugeordnete Pfeile in den
vertikalen Informationsleisten deuten Sink- oder Steigflug entsprechend abwärts oder
aufwärts weisender Pfeilrichtung an. Pfeillängen entsprechen wieder Geschwindigkeiten.
Falls letztere nicht bekannt sind, wird dies am Pfeil durch eine Markeierung (z.B.
Querstrich) gekennzeichnet. Diese Variante ist in der Fig. 2 gezeigt. Neben den Symbolen
in den seitlichen Informationsbildleisten 17a, 17b für periphere Objekte sind die
Rufzeichen der Flugzeuge angezeigt, die zusammen mit den Positionsinformationen von
ASMGCS-Sensoren (sekundärer, Multilaterationssystem, Satellitennavigationssystem)
geliefert werden. Als Eingabegeräte zur Interaktion des Operateurs 10 mit dem Panoramasystem
stehen im einfachsten Fall Maus und Tastatur 14 zur Verfügung, um unter anderem das
momentan benötigte Panoramasegment auf der unteren Informationsbildleiste 16 z. B.
durch Anklicken oder Betätigen einer Pfeiltaste anzuwählen.
[0042] Ein alternatives Eingabegerät basiert auf einem Touch-Pad 15 oder Touch-Screen. Das
ausgewählte Panoramasegment wird durch Fingerbewegung auf dem Touch-Pad/Touch-Screen
verschoben und entsprechend angezeigt. Das Zoom-Steuerkommando wird mit drei Fingern
wie folgt vorgenommen:
- gemeinsames Verschieben in einer Richtung bewegte Zoom-Kamera in eine neue Position;
- Auseinanderziehen bzw. Zusammenrücken der Fingerspitzen steuert die Vergrößerung bzw.
Verkleinerung des Zoomausschnitts, dessen sich entsprechend verschiebende Markierungselemente
gleichzeitig im Panorama-Display angezeigt werden.
[0043] In einer optionalen Realisierung kann die Segmentauswahl des Panoramas auf den Signalen
eines Brain-Computer-Interface basieren, das mittels Auswertung von EEG-Signalen die
mentale Vorstellung "rechts"/"links" oder "rechten Arm bewegen"/"linken Arm bewegen"
in eine entsprechende Verschiebung des roten Segmentbalkens in der unteren Informationsbildleiste
16 und damit in den visualisierten Bereich umsetzt. Weiterhin ist eine Segmentsteuerung
mittels Blickbewegungsregistrierung möglich. Die Fokussierung auf einen bestimmten
Punkt der Segmentanzeigeleiste fällt dabei die Mitte des angezeigten Panoramaauschnitts
auf diesen Punkt. Alternativ kann sich die momentane Segmentposition nach rechts oder
links bewegen, wenn die Blickrichtung (Aufmerksamkeitsrichtung) entsprechend nach
rechts oder links orientiert wird.
[0044] In einer optionalen, nicht dargestellten Ausführungsform wird neben der Pan-Tilt-Zoom-Kamera
12 anstelle des vollständigen Panoramakamerasystems bestehend aus mehreren Kameras
2 nur eine einzige hochauflösende, auf einem Drehtisch montierte Kamera 2 eingesetzt,
die jeweils auf das dem Aufmerksamkeitsfokus entsprechende Panoramasegment ausgerichtet
ist. Die manuelle oder automatische Auswahl des darzustellenden Segments steuert in
diesem Fall die horizontale Kameraposition (Azimuthwinkel um die vertikale Drehachse)
über eine Ausrichtung des Drehtisches. Die Drehgeschwindigkeit sollte derjenigen des
Kopfes eines Operateurs 10 entsprechen, wenn dieser seine Aufmerksamkeit im realen
Tower einem neuen Segment zuwendet. Die getrennt steuerbare Pan-Tilt-Zoom-Kamera 12,
die im Unterschied zur Panorama-Kamera 2 auch vertikal um eine horizontale Drehachse
kippbar ist, kann bezüglich der horizontalen Grobausrichtung wahlweise an die Panoramakamera
2 gekoppelt sein. Da eine parallele Bewegungsdetektion mittels Echtzeit-Bildverarbeitung
für periphere Bereiche außerhalb der einzigen Panorama-Kamera entfällt, können Informationen
über periphere bewegte Objekte nur über ASMGCS-Sensoren auf Bodenradar, Multilateration,
Satellitennavigation mit (ADS-B) Bord-Boden-Datenverbindung geliefert und in den Informationsleisten
16, 17 am Bildschirmmonitorrand angezeigt werden.
[0045] Dieses Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem 1 kann durch das Hinzufügen von
kostengünstigen Standard-Videokameras noch so erweitert werden, dass diese ein komplettes
Panorama mit nur einer normalen Auflösung (z. B. 768 x 576 Pixel) liefern. Die Standard-Videokameras
dienen nicht der Visualisierung, sondern nur der automatischen Bewegungserkennung
mittels Echtzeit-Bildverarbeitung entsprechend der mit der Figur 1 beschriebenen Ausführungsform.
Die hochauflösende Kamera 2 zur Visualisierung zusammen mit den nicht visualisierten,
niedrig aufgelösten Hintergrundbildern entspricht dem menschlichen visuellen System
mit hochauflösender Fovea und niedrig auflösendem peripheren Retinabereich. Die Realsierung
ist auch mit nur einer Standardkamera für die Peripherie-Information denkbar, die
dazu mit einem Fischaugenobjektiv für einen Aufnahmewinkel von z. B. 180° ausgestattet
sein muss.
1. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) mit
- mindestens einer auf einen zu beobachtenden Flughafenbereich ausrichtbaren Kamera
(2),
- einer mit der mindestens einen Kamera (2) verbundenen Bildverarbeitungseinheit (9),
- mindestens einer mit der Bildverarbeitungseinheit (9) in Verbindung stehenden Anzeigeeinheit
(11), wobei die Bildverarbeitungseinheit (9) zur Auswahl und Darstellung eines dem
Aufmerksamkeitsfokus einer gewählten Blickrichtung auf den beobachteten Flughafenbereich
entsprechenden fovealen Panoramasegments eingerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Bildverarbeitungseinheit (9) zur gleichzeitigen Darstellung von Informationen
über bewegte Objekte im nicht dargestellten peripheren, außerfovealen Panoramasegment
eingerichtet ist,
und
- die Bildverarbeitungseinheit (9) zur Auswahl eines angezeigten fovealen Panoramasegmentes
mittels Blickbewegungsregistrierung derart eingerichtet ist, dass am Bildrand des
auf der Anzeigeeinheit (11) dargestellten fovealen Panoramasegments eine Information
zur Position des gewählten fovealen Panoramasegments und zu bewegten Objekten in den
nicht dargestellten Panoramabereichen enthaltenen Informationsbildleiste (16) befindet
und bei einer Fokussierung des Operators auf einen bestimmten Punkt der Informationsbildleiste
(16) die Mitte des angezeigten fovealen Panoramasegmentes auf diesen Punkt verschoben
wird.
2. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine fernsteuerbare Pan-Tilt-Zoom-Kamera (12), die zur Auswahl eines Zoom-Auschnitts
des Panoramasegmentes eingerichtet ist, um den Zoom-Ausschnitt auf eine der Anzeigeeinheiten
(11) darzustellen.
3. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildverarbeitungseinheit (9) direkt mit mindestens einer Kamera (2) verbunden
ist.
4. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildverarbeitungseinheit (9) indirekt mit mindestens einer Kamera (2) verbunden
ist.
5. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass vier Kameras (2) zur Aufnahme eines hochaufgelösten Panoramas von vorzugsweise 180°
vorgesehen sind.
6. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das foveale Panoramasegment kleiner als 45° eines mit den Kameras (2) erfassbaren
Panoramas von vorzugsweise 180° ist.
7. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bildverarbeitungseinheit (9) zur gleichzeitigen permanenten Darstellung des gewählten
Panoramasegmentes eingerichtet ist.
8. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bildwerarbeitungseinheit (9) zur automatischen Auswahl des fovealen Panoramasegments
in Abhängigkeit von im aufgenommenen Panorama detektierten charakteristischen Bewegungen,
Flugbewegungsinformationen von einem Anflugradar, Positionsinformationen von einer
Multilaterations-Einrichtung über Flugzeuge und/oder Fahrzeuge im beobachteten Flughafenbereich,
und/oder von Flugzeugen übermittelte Satellitennavigations-Positionsinformationen
eingerichtet ist.
9. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bildverarbeitungseinheit (9) mit einem berührungsempfindlichen Eingabegerät,
insbesondere einem berührungsempfindlichen Monitor, zur Auswahl eines Panoramasegmentes
in Abhängigkeit von einer Finger- oder Stiftbewegung auf dem Eingabegerät verbunden
ist.
10. Flughafenverkehrsinformations-Anzeigesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bildverarbeitungseinheit (9) mit einer weiteren Anzeigeeinheit (11) zur Darstellung
des mit den Kameras (2) erfassten Panoramas verbunden ist.
11. Verfahren zur Darstellung eines zu beobachtenden Flughafenbereichs auf einer Anzeigeeinheit
mit den Schritten:
- Aufnehmen eines Echtzeit-Videodatenstromes mindestens einen Bereichs eines Flughafens,
- Detektierten eines fovealen Aufmerksamkeitssektors eines Operateurs,
- Auswählen eines fovealen Panoramasegmentes in Abhängigkeit von den fovealen Aufmerksamkeitssektor
auf dem aufgenommenen Bereich des Flughafens,
- Darstellen des ausgewählten fovealen Panoramasegments,
dadurch gekennzeichnet, dass
- gleichzeitig Informationen über bewegte Objekte im nicht dargestellten peripheren,
außerfovealen Panoramasegment dargestellt werden, wobei eine Auswahl eines angezeigten
fovealen Panoramasegmentes mittels Bildbewegungsregistrierung derart erfolgt, dass
am Bildrand des auf der Anzeigeeinheit (11) dargestellten fovealen Panoramasegments
eine Information zur Position des gewählten fovealen Panoramasegments enthaltenen
Informationsbildleiste (16) dargstellt wird und die Mitte des angezeigten fovealen
Panoramasegmentes bei einer Fokussierung des Operateurs auf einen bestimmten Punkt
der Informatonsbildleiste (16) auf diesen Punkt verschoben wird.
12. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Erzeugen eines virtuellen Panoramas eines Flughafenbereiches aus einem Echtzeit-Videodatenstrom
durch Aneinanderreihung von Bildern aus einzelnen Panoramakameras und Auswahl und Darstellung
des fovealen Panoramasegmentes durch Verschiebung eines Bildausschnitts des virtuellen Panoramas mittels Auswahl einer
virtuellen Betrachtungsposition.
13. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet durch kontinuierliches Verschieben eines ausgewählten und dargestellten hochaufgelösten
Panoramasegmentes über ein von einer Anzahl von Kameras aufgenommene Panorama, so
dass das Panoramasegment Anteile von Videosequenzen benachbarter Kameras enthält.
14. Computerprogramm mit Programmeodemitteln zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 11 bis 13, wenn das Computerprogramm auf einem Rechner ausgeführt wird.
1. Airport traffic information display system (1) having
- at least one camera (2) which can be oriented to an airport region that is to be
observed,
- an image processing unit (9) which is connected to the at least one camera (2),
- at least one display unit (11) which is connected to the image processing unit (9),
wherein the image processing unit (9) is set up to select and present a foveal panorama
segment which corresponds to the focus of attention of a selected viewing direction
on the observed airport region, characterized in that
- the image processing unit (9) is set up to simultaneously present information relating
to moving objects in the unpresented peripheral, extra-foveal panorama segment,
and
- the image processing unit (9) is set up to select a displayed foveal panorama segment
using eye tracking such that the image edge of the foveal panorama segment presented
on the display unit (11) has an information image strip (16) which contains information
relating to the position of the selected foveal panorama segment and relating to moving
objects in the unpresented panorama regions, and, when the operator focuses on a particular
point in the information image strip (16), the centre of the displayed foveal panorama
segment is moved to this point.
2. Airport traffic information display system (1) according to Claim 1, characterized by a remotely controllable pan tilt zoom camera (12) which is set up to select a zoom
detail from the panorama segment in order to present the zoom detail on one of the
display units (11).
3. Airport traffic information display system (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the image processing unit (9) is connected directly to at least one camera (2).
4. Airport traffic information display system (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the image processing unit (9) is connected indirectly to at least one camera (2).
5. Airport traffic information display system (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that four cameras (2) are provided for recording a high-resolution panorama of preferably
180°.
6. Airport traffic information display system (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the foveal panorama segment is less than 45° of a panorama of preferably 180° which
can be captured using the cameras (2).
7. Airport traffic information display system (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the image processing unit (9) is set up for the simultaneous permanent presentation
of the selected panorama segment.
8. Airport traffic information display system (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the image processing unit (9) is set up for the automatic selection of the foveal
panorama segment on the basis of characteristic movements detected in the recorded
panorama, flight movement information from an approach radar, position information
from a multilateration device relating to aircraft and/or aircraft in the observed
airport region, and/or satellite navigation position information transmitted by aircraft.
9. Airport traffic information display system (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the image processing unit (9) is connected to a touch-sensitive input appliance,
particularly a touch-sensitive monitor, for selecting a panorama segment on the basis
of a finger or stylus movement on the input appliance.
10. Airport traffic information display system according to one of the preceding claims,
characterized in that the image processing unit (9) is connected to a further display unit (11) for presenting
the panorama captured using the cameras (2).
11. Method for presenting an airport region that is to be observed on a display unit,
having the following steps:
- a real-time video data stream from at least one region of an airport is recorded,
- a foveal attention sector for an operator is detected,
- a foveal panorama segment is selected on the basis of the foveal attention sector
on the recorded region of the airport,
- the selected foveal panorama segment is presented,
characterized in that
- at the same time information about moving objects in the unpresented peripheral,
extra-foveal panorama segment is presented, wherein a displayed foveal panorama segment
is selected using eye tracking such that the image edge of the foveal panorama segment
presented on the display unit (11) is used to present an information image strip (16)
which contains information relating to the position of the selected foveal panorama
segment, and, when the operator focuses on a particular point in the information image
strip (16), the centre of the displayed foveal panorama segment is moved to this point.
12. Method according to Claim 12, characterized by production of a virtual panorama of an airport region from a real-time video data
stream by juxtaposition of images from individual panorama cameras and selection and
presentation of the foveal panorama segment by movement of an image detail from the
virtual panorama by means of selection of a virtual observation position.
13. Method according to Claim 12 or 13, characterized by continuous movement of a selected and presented high-resolution panorama segment
over a panorama recorded by a number of cameras, so that the panorama segment contains
components of video sequences from adjacent cameras.
14. Computer program having program code means for carrying out the method according to
one of Claims 11 to 13 when the computer program is executed on a computer.
1. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) comprenant :
- au moins une caméra (2) pouvant être orientée vers une zone aéroportuaire à observer,
- une unité de traitement d'image (9) reliée à l'au moins une caméra (2),
- au moins une unité d'affichage (11) reliée à l'unité de traitement d'image (9),
dans lequel l'unité de traitement d'image (9) est conçue pour sélectionner et représenter
un segment de panorama fovéal correspondant au point focal d'attention d'une direction
de regard sélectionnée sur la zone aéroportuaire observée, caractérisé en ce que
- l'unité de traitement d'image (9) est conçue pour représenter simultanément des
informations concernant des objets en mouvement dans le segment de panorama fovéal
extérieur périphérique non représenté,
- en ce que l'unité de traitement d'image (9) est conçue pour sélectionner un segment de panorama
fovéal affiché par enregistrement du mouvement des yeux de telle manière qu'une barre
d'informations (16) contenant des informations concernant la position du segment de
panorama fovéal sélectionné et des objets en mouvement dans les zones de panorama
non représentées soit présente à la périphérie du segment de panorama fovéal représenté
sur l'unité d'affichage (11) et que lorsque l'opérateur se concentre sur un point
particulier de la barre d'informations (16), le centre du segment de panorama fovéal
affiché soit déplacé vers ce point.
2. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) selon la revendication
1, caractérisé par une caméra (12) à mouvement de panoramique, d'inclinaison et de zoom pouvant être
télécommandée, qui est conçue pour sélectionner une section zoomée du segment de panorama
afin de représenter la section zoomée sur l'une des unités d'affichage (11).
3. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) selon la revendication
1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'image (9) est directement reliée à au moins une caméra (2).
4. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) selon la revendication
1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité d'affichage (9) est indirectement reliée à au moins une caméra (2).
5. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu quatre caméras (2) pour l'acquisition d'un panorama à haute résolution
couvrant de préférence 180°.
6. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le segment de panorama fovéal est inférieur à 45° d'un panorama pouvant être obtenu
au moyen des caméras (2) et en ce qu'il couvre de préférence 180°.
7. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'image (9) est conçue pour représenter en permanence et de
manière simultanée le segment de panorama sélectionné.
8. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'image (9) est conçue pour sélectionner automatiquement le
segment de panorama fovéal en fonction de mouvements caractéristiques détectés dans
le panorama acquis, d'informations de mouvements d'aéronefs fournies par un radar
d'approche, d'informations de position fournies par un dispositif de multilatération
concernant des aéronefs et/ou des véhicules se trouvant dans la zone aéroportuaire
observée, et/ou d'informations de positionnement de navigation par satellite fournies
par des aéronefs.
9. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'image (9) est reliée à un périphérique d'entrée tactile,
notamment à un écran tactile, pour sélectionner un segment de panorama en fonction
du mouvement d'un doigt ou d'un stylet sur le périphérique d'entrée.
10. Système d'affichage d'informations de trafic aéroportuaire selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'unité de traitement d'image (9) est reliée à une unité d'affichage supplémentaire
(11) destinée à afficher le panorama obtenu au moyen des caméras (2).
11. Procédé destiné à représenter une zone aéroportuaire à observer sur une unité d'affichage,
comprenant les étapes suivantes :
- l'acquisition en temps réel d'un flux de données vidéo provenant d'au moins une
zone d'un aéroport,
- la détection d'un secteur d'attention fovéale d'un opérateur,
- la sélection d'un segment de panorama fovéal en fonction du secteur d'attention
fovéale sur la zone acquise de l'aéroport,
- la représentation du segment de panorama fovéal sélectionné,
caractérisé en ce que
- des informations concernant des objets en mouvement dans le segment de panorama
fovéal extérieur périphérique non représenté sont simultanément représentées, dans
lequel une sélection d'un segment de panorama fovéal affiché s'effectue par enregistrement
du mouvement des yeux de telle manière qu'une barre d'informations (16) contenant
des informations concernant la position du segment de panorama fovéal sélectionné
soit représentée à la périphérie du segment de panorama fovéal affiché sur l'unité
d'affichage (11) et que lorsque l'opérateur se concentre sur un point particulier
de la barre d'informations (16), le centre du segment de panorama fovéal affiché soit
déplacé vers ce point.
12. Procédé selon la revendication 12, caractérisé par la génération en temps réel d'un panorama virtuel d'une zone aéroportuaire à partir
d'un flux de données vidéo par enchaînement d'images provenant de différentes caméras
panoramiques et la sélection et la représentation du segment de panorama fovéal par
déplacement d'une section d'image du panorama virtuel en sélectionnant une position
d'observation virtuelle.
13. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé par le déplacement continu d'un segment de panorama à haute résolution sélectionné et
représenté sur un panorama acquis par une pluralité de caméras de telle manière que
le segment de panorama contienne des parties de séquences vidéo de caméras adjacentes.
14. Programme informatique comprenant des moyens à code de programme destinés à mettre
en oeuvre le procédé selon l'une des revendications 11 à 13 lorsque le programme informatique
est exécuté sur un ordinateur.