[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stranggießen von Brammen-, Dünnbrammen-,
Vorblock-, Vorprofil-, Rundprofil-, Rohrprofil- oder Knüppelsträngen und dergleichen
aus flüssigem Metall in einer Stranggießanlage, bei dem Metall aus einer Kokille senkrecht
nach unten austritt, wobei das Metallband dann entlang einer senkrechten Strangführung
vertikal abwärts geführt und dabei gekühlt wird, wobei das Metallband dann aus der
vertikalen Richtung in die horizontale Richtung umgebogen wird und wobei im Endbereich
der Umbiegung in die horizontale Richtung oder nach der Umbiegung in die horizontale
Richtung eine mechanische Umformung des Metallbandes erfolgt. Des weiteren betrifft
die Erfindung eine Stranggießanlage, insbesondere zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Ein gattungsgemäßes Verfahren zum Stranggießen ist beispielsweise aus der
EP 1 108 485 A1 oder aus der
WO 2004/048016 A2 bekannt. Hierbei wird flüssiges Metall, insbesondere Stahl, über eine Kokille senkrecht
nach unten ausgebracht, wobei es sich verfestigt und ein Metallband bildet, das allmählich
aus der vertikalen Richtung in die horizontale Richtung umgeleitet bzw. umgebogen
wird. Unmittelbar unterhalb der Kokille befindet sich eine senkrechte Strangführung,
die das noch sehr heiße Metallband zunächst vertikal unten führt. Anschließend wird
das Metallband durch entsprechende Walzen bzw. Rollen allmählich in die Horizontale
umgebogen. Ist dies erfolgt, schließt sich zumeist ein Richtprozess an, d. h. das
Metallband läuft durch eine Richtvorrichtung, in der eine mechanische Verformung des
Metallbandes stattfindet.
[0004] Der Kühlung des Metallbandes nach seinem Austritt aus der Kokille kommt eine wichtige
Bedeutung zu. Die
EP 1 108 485 A1 schlägt hierzu eine Vorrichtung zum Kühlen des Gussstranges in einer Kühlzone vor,
in der der Strang mittels Rollenpaaren, die quer zur Strangachse entlang der Strangabzugsrichtung
übereinander angeordnet sind, stützend geführt wird, wobei das Aufbringen von Kühlmittel
den Strang weiter abkühlt. Zur effizienten Kühlung des Metallbandes umfasst die vorgeschlagene
Vorrichtung ein zwischen jeweils zwei übereinander liegenden Rollen angeordnetes kühlmittelförderndes
Kühlmittelelement, das sich entlang der Längsachse der Rollen erstreckt und so gestaltet
ist, dass zwischen dem jeweiligen Kühlelement und der Rolle sowie dem Kühlelement
und dem Strang Spalträume entstehen, wobei das jeweilige Kühlelement mit mindestens
einem kühlmittelfördernden, in einen Spaltraum mündenden Kanal versehen ist.
[0005] Die
WO 2004/048016 A2 sieht zur optimalen Temperaturführung des gegossenen Metallbandes vor, das über die
Auslauftemperatur, die durch Kontrolle der Oberflächentemperatur am Ende der metallurgischen
Stranglänge des Gießstrangs ermittelt wird, ein dynamisches Spritzsystem in Form der
Wassermengenverteilung und Druckverteilung bzw. Impulsverteilung über die Strangbreite
und die Stranglänge funktional zu einer für die Stranglänge und die Strangbreite errechneten
Temperaturverlaufskurve gesteuert wird.
[0007] Es hat sich herausgestellt, dass neben der verfahrenstechnisch richtigen bzw. effizienten
Kühlung des gegossenen Metallbandes dessen Verzunderung eine erhebliche Rolle spielt.
Infolge der sehr hohen Temperatur des Metallbandes unmittelbar nach dem Austritt des
Metalls aus der Kokille unterliegt das Band einem starken Verzunderungseffekt, der
insbesondere die nachfolgenden Prozessschritte nachteilig beeinflusst. Es ist daher
anzustreben, dass der Grad der Verzunderung möglichst gering gehalten wird.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten
Art sowie eine entsprechende Vorrichtung derart weiterzuentwickein, dass es möglich
wird, neben einer optimalen Kühlung des Metallbandes auch zu erreichen, dass die Verzunderung
der Bandoberfläche minimal gehalten wird.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist verfahrensgemäß dadurch gelöst,
dass in Förderrichtung des Metallbandes hinter der Kokille und vor der mechanischen
Umformung des Metallbandes in einem ersten Abschnitt eine Kühlung des Metallbandes
mit einer Wärmeübergangszahl zwischen 3.000 und 10.000 W/(m
2 K) erfolgt, wobei in Förderrichtung nach der Kühlung in einem zweiten Abschnitt durch
Wärmeausgleich im Metallband ohne oder mit reduzierter Kühlung der Oberfläche des
Metallbandes eine Erwärmung der Oberfläche des Metallbandes auf eine Temperatur über
Ac3 bzw. Ar3 erfolgt, wonach in einem dritten Abschnitt die mechanische Umformung
erfolgt.
[0010] Wenn nach einem bevorzugten Vorschlag der Erfindung die Oberflächen des Metallbandes
vor der Beaufschlagung mit dem Kühlmedium zur Kühlung gesäubert werden, lässt sich
die Wirkung der nachfolgend einsetzenden Kühlung weiter verbessern. Das Säubern kann
durch Entzundern erfolgen, beispielsweise dadurch, dass die in Strang- bzw. Metallband-Auszugsrichtung
einander gegenüberliegeriden, zuerst von dem Metallband/Strang erreichten und somit
vordersten bzw. obersten Kühlmittel (Düsen, Düsenbalken od. dgl.) das Kühlmedium unter
Hochdruck aufbringen, so dass sich eine Entzunderung ergibt.
[0011] Die mechanische Umformung in dem dritten Abschnitt kann dabei ein Richtprozess des
Metallbandes sein oder einen solchen Prozess umfassen. Alternativ oder additiv kann
vorgesehen werden, dass die mechanische Umformung in dem dritten Abschnitt ein Walzprozess
des Metallbandes ist oder einen solchen Prozess umfaßt.
[0012] Die Kühlung im ersten Abschnitt kann -als Intensivkühlung ausgebildet - auf den Bereich
der senkrechten Strangführung beschränkt werden. In diesem Zusammenhang ist anzumerken,
dass der Begriff der senkrechten Strangführung auch umfassen soll, dass das Metallband
weitgehend vertikal geführt wird.
[0013] Die Kühlung im ersten Abschnitt kann auch intermittierend erfolgen, wobei das Metallband/der
Strang abwechselnd intensiv und schwach gekühlt wird, z.B. durch Veränderung der Kühlmediumbeaufschlagungsdichte
[ I: min:m
2] und/oder Einstellung unterschiedlicher Abstände der Kühlmittel zum Metallband.
[0014] Die vorgeschlagene Stranggießanlage zum Stranggießen von Brammen-, Dünnbrammen-,
Vorblock-, Vorprofil-, Rundprofil-, Rohrprofil- oder Knüppelsträngen und dergleichen
aus flüssigem Metall, mit einer Kokille, aus der das Metall senkrecht nach unten austritt,
einer unterhalb der Kokille angeordneten senkrechten Strangführung und Mitteln zum
Umbiegen des Metallbandes aus der vertikalen Richtung in die horizontale Richtung,
wobei im Endbereich der Umbiegung in die horizontale Richtung oder nach der Umbiegung
in die horizontale Richtung mechanische Umformmittel für das Metallband angeordnet
sind, zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass die senkrechte Strangführung
eine Anzahl in Förderrichtung des Metallbandes beiderseitig des Metallbandes angeordnete
Rollen aufweist, wobei im Bereich der Rollen erste Kühlmittel angeordnet sind, mit
denen ein Kühlfluid auf die Oberfläche des Metallbandes aufgebracht werden kann, wobei
die Kühlmittel in vertikale und/oder horizontale Richtung verschieblich angeordnet
sind und wobei zusätzliche zweite Kühlmittel im Bereich der senkrechten Strangführung
ortsfest angeordnet sind
[0015] Alternativ oder ergänzend können die Kühlmittel vorteilhaft oszillierbar ausgebildet
sein.
[0016] Die ersten und/oder die zweiten Kühlmittel können ein Gehäuse aufweisen, aus dem
das Kühlfluid mittels mindestens einer Düse aufgebracht wird. Das Kühlfluid kann aus
dem Gehäuse mittels zweier Düsen oder Düsenreihen aufgebracht werden.
[0017] Gemäß dem Erfindungsvorschlag erfolgt im Bereich der Sekundärkühlung des Metallbandes
eine Kühlung mit definierter Intensität, die so gewählt ist, dass einerseits ein qualitativ
hochwertiges Metallband produziert werden kann, das die gewünschte Gefügestruktur
und Gefügezusammensetzung aufweist, dass andererseits aber auch der Grad der Verzunderung
der Bandoberfläche minimal gehalten werden kann.
[0018] Durch den Vorschlag wird auch die Anreicherung von unerwünschten Begleiterscheinungen
an der Bandoberfläche vermindert.
[0019] Durch die vorgeschlagene Vorgehensweise entsteht ein so hinreichender Thermoschock,
dass sich auf der Oberfläche des Metallbandes befindliche Oxidschichten abtrennen
und fortgespült werden. Das führt zu einer gesäuberten Strangoberfläche, was für eine
gleichmäßige Abkühlung des Metallbandes und auch für eine mögliche Aufheizung im Tunnelofen
von Vorteil ist.
[0020] Das vorgeschlagene Verfahren vermindert die Gefahr durch Ausscheidungen oder von
so genannter "Hot Shortness", so dass auch diesbezüglich Vorteile erzielt werden.
Durch die für den Thermoschock notwendige Absenkung der Oberflächentemperatur - diese
sollte die Martensitstarttemperatur nicht unterschreiten - erfolgt eine Umwandlung
des Austenits im Metallband in Ferrit, verbunden mit einer Kornfeinung. Bei der sich
anschließenden Wiedererwärmung infolge des großen Temperaturgradienten zwischen Strangoberfläche
und Kern des Metallbandes erfolgt eine Rückumwandlung des feinen Ferrits in Austenit
mit kleinen Körnern. Bei diesen Umwandlungen werden die Aluminiumnitride (AIN) oder
andere Ausscheidungen überwachsen, und auf den Korngrenzen befinden sich prozentual
weniger Aluminiumnitride als bei dem großen Austenitkorn vor der Umwandlung. Das feinere
Gefüge ist daher weniger rissanfällig, wenn Ausscheidungen vorliegen sollten.
[0021] In der Strangführung unterhalb der Kokille ist der Bereich für die Intensivkühlung
vorgesehen, damit die Wiedererwärmung möglichst früh erfolgen kann. Die Ferrit-Umwandlung
und die anschließende Umwandlung in Austenit sollen vor der mechanischen Belastung
der Strangoberfläche, beispielsweise in den Biegetreibern, erfolgen. Durch diese Maßnahme
wird die Gefahr der Rissbildung reduziert, die infolge der Temperaturserokung des
Stranges durch den Thermoschock besteht. Eine Ausführungsform des Verfahrens sieht
vor, dass die genannte (Intensiv)-Kühlung etwa ein Viertel bis ein Drittel des (Bogen-)Weges
von der Kokille bis zur mechanischen Umformung umfasst, woran sich ca. drei Viertel
bzw. zwei Drittel dieses Weges anschließen, auf denen nicht mehr oder nur reduziert
gekühlt wird.
[0022] Die erfindungsgemäße vorgesehene Intensivkühlung kann zwischen den Strangführungsrollen
angeordnet sein und sich je nach gewünschter Kühlwirkung über einen längeren Bereich
der Strangführung erstrecken. Es kann - wie erwährt - auch vorteilhaft sein, die Intensivkühlung
intermittierend anzuwenden, um die Oberfläche insbesondere bei rissempfindlichen Werkstoffen
nicht zu sehr zu unterkühlen.
[0023] Damit kann auch die Warmbrüchigkeit, d. h. die Rissbildung an der Brammenoberfläche,
vermindert werden, die insbesondere durch einen hohen Kupfergehalt im Material entstehen
kann. Dies ist insbesondere bei Schrott als Ausgangsmaterial relevant, der mitunter
einen entsprechend hohen Kupfergehalt aufweist.
[0024] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Stranggießanlage in der Seitenansicht mit der Dar- stellung einiger
der Komponenten der Anlage;
- Fig. 2
- einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1, nämlich den rechten Ast der senkrechten
Strangführung mit ersten und zweiten Kühlmitteln;
- Fig. 3
- einen weiter vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2 mit zwei Rollen und einem dazwischen
angeordnetem Kühlmittel; und
- Fig. 4
- das Kühlmittel gemäß Fig. 3 im Detail.
[0025] In Fig. 1 ist schematisch eine Stranggießanlage 2 dargestellt. Flüssiges metallisches
Material tritt vertikal nach unten als Strang bzw. Metallband 1 aus einer Kokille
3 in Förderrichtung F aus und wird entlang eines Gießbogenabschnitts allmählich von
der Vertikalen V in die Horizontale H umgeleitet. Unmittelbar unterhalb der "Kokille
3 befindet sich eine senkrechte Strangführung 4, die eine Anzahl Rollen 10 aufweist,
die das Metallband 1 nach unten führen. Eine Anzahl Rollen 9 fungieren als Mittel
zum Umbiegen des Metallbandes 1 von der Vertikalen V in die Horizontale H. Nach erfolgter
Umbiegung trifft das Metallband 1 in Mitteln 5 zur mechanischen Umformung ein. Vorliegend
handelt es sich hierbei um einen Richttreiber, der das Metallband 1 durch mechanische
Umformung einem Richtprozess unterzieht. Vorgesehen werden kann auch ein Walzprozess,
der sich zumeist anschließt.
[0026] Der Bereich des Metallbandes vom Austritt aus der Kokille 3 bis zur mechanischen
Umformung ist in drei Abschnitte unterteilt: In einem ersten Abschnitt 6 erfolgt eine
Intensivkühlung des heißen Metallbandes 1, in einem zweiten Abschnitt 7 wird praktisch
keine Kühlung mehr vorgenommen, und die sich im Metallband 1 befindliche Wärme wärmt
die gekühlte Oberfläche des Metallbandes 1 wieder auf. Vorrangig im dritten Abschnitt
8, aber auch bereits schon im zweiten Abschnitt 7, findet dann schließlich die mechanische
Umformung statt. Das Ausführungsbeispiel zeigt, dass der erste Abschnitt 6 in sich
nochmals in Teilabschnitte unterteilt ist. Das ermöglicht in einfacher Weise eine
intermittierende Kühlung in dem ersten Abschnitt 6, nämlich eine Intensivkühlung in
einem ersten Teilabschnitt und eine schwächere bzw. reduzierte oder auch gar keine
Kühlung in dem zumindest einen weiteren Folgeteilabschnitt, dem sich nämlich wiederum
ein Intensivkühlabschnitt usw. anschließend kann.
[0027] Die Kühlung des Metallbandes 1 erfolgt mit ersten Kühlmitteln 11 und zweiten Kühlmitteln
12, wie es am besten in Fig. 2 gesehen werden kann. Die ersten Kühlmitteln 11 arbeiten
so intensiv, dass eine große Kühlleistung vorliegt. Bei den zweiten Kühlmitteln 12
handelt es sich um übliche und an sich vorbekannte Kühlmittel, die bei vorbekannten
Stranggießanlagen eingesetzt werden. Die Auslegung der Kühlmittel 11 erfolgt so, dass
die Kühlung des Metallbandes 1 im ersten Abschnitt 6, insbesondere in dem sich der
Kokille 3 unmittelbar anschließenden Teilabschnitt, dessen in Auszugsrichtung F obersten
bzw. vordersten Kühlmittel zur Entzunderung und damit Säuberung der Oberflächen des
Metallbandes 1 auf Hochdruck umschaltbar sind, mit einer Wärmeübergangszahl zwischen
3.000 und 10.000 W/(m
2 K) erfolgt. Dabei geht der überwiegende Anteil der Kühlung auf die ersten Kühlmittel
11 zurück.
[0028] Zur genannten Wärmeübergangszahl sei bemerkt: Die Wärmeübergangszahl (Formelzeichen
α), auch Wärmeübergangskoeffizient oder Wärmeübertragungskoeffizient genannt, ist
ein Proportionalitätsfaktor, der die Intensität des Wärmeübergangs an einer Oberfläche
bestimmt. Der Wärmeübergangskoeffizient beschreibt hierbei die Fähigkeit eines Gases
oder einer Flüssigkeit, Energie von der Oberfläche eines Stoffes abzuführen bzw. an
die Oberfläche abzugeben. Sie hängt unter anderem von der spezifischen Wärme, der
Dichte und dem Wärmeleitkoeffizienten des wärmeabführenden sowie des wärmeliefernden
Mediums ab. Die Berechnung des Koeffizienten für Wärmeleitung erfolgt meist über den
Temperaturunterschied der beteiligten Medien. Die genannten Einflussgrößen lassen
sofort erkennen, dass die Auslegung der Intensität der Kühlung direkte Auswirkungen
auf die Wärmeübergangszahl hat. Die Kühlleistung lässt sich beispielsweise durch Veränderung
des horizontale Abstandes zwischen den Kühlmitteln 11 bzw. 12 und dem Metallband 1
beeinflussen; sie wird umso niedriger, je größer der Abstand ist.
[0029] Nach der Kühlung in dem Abschnitt 6 erfolgt im zweiten Abschnitt 7 durch Wärmeausgleich
im Metallband 1 ohne weitere Kühlung der Oberfläche des Metallbandes 1 eine Erwärmung
der Oberfläche des Metallbandes 1 durch Wärmeausgleich auf eine Temperatur über Ac3
bzw. Ar3. Erst dann erfolgt die mechanische Umformung 5 in den Abschnitten 7 (durch
das Abbiegen) und 8, vor allem durch das Richten im Abschnitt 8.
[0030] Die genannten Kühlmittel 11 werden nicht für jeden Anwendungsfall benötigt. Daher
sind sie - wie es aus Fig. 2 hervorgeht - in vertikale Richtung verschieblich angeordnet,
wobei entsprechende Bewegungsmittel nicht dargestellt sind. Dargestellt sind die Kühlmittel
11 mit ausgezogenen Linien in ihrer aktiven Position, wobei der ausgestoßene Strahl
Kühlwasser den skizzierten Verlauf nimmt.
[0031] Wird die Intensivkühlung nicht benötigt, können die Kühlmittel 11 vertikal in die
gestrichelt dargestellte Position verfahren werden, so dass eine klassische, geringere,
d. h. weniger intensive Kühlung durch die Kühlmittel 12 bewerkstellig wird.
[0032] Andere Maßnahmen zur Beeinflussung (Reduzierung oder Erhöhung) der Kühlleistung bestehen
darin, den Abstand zwischen den Kühlmitteln 11, 12 und dem Metallband 1 durch horizontales
Verschieben zu verändern und/oder die Kühlmittel 11, 12 oszillieren zu verstellen.
[0033] Nicht dargestellt sind entsprechende Leitungssysteme mit Ventilen, so dass der jeweils
benötigte Strom Kühlwasser eingestellt bzw. geschalten werden kann.
[0034] In den Fig. 3 und 4 wird eine Variante der Ausbildung der ersten Kühlmittel 11 näher
dargestellt. Die Kühlmittel 11 weisen ein Gehäuse 13 auf, an dessen dem Metallband
1 zugewandter Seite zwei Düsen 14 und 15 bzw. sich normal auf die Zeichenebene quer
über das Metallband 1 erstreckende Düsenreihen angeordnet sind. Das Gehäuse 13 weist
in seinem Inneren entsprechend zwei Kammern 16, 17 auf, die jeweils fluidisch mit
einer Wasserversorgungsleitung in Verbindung stehen. Die Düsen 14 und 15 sind dabei
unterschiedlich ausgeführt, so dass unterschiedlich starke Wasserströme auf das Metallband
1 geleitet werden können - in Abhängigkeit der technologischen Notwendigkeit zur Erzielung
einer möglichst zunderfreien und damit gesäuberten Oberfläche des Metallbandes1.
[0035] Die Düsen können auch als Düsenbalken ausgebildet sein, d. h. als Balken, der sich
quer über die Breite des Metallbandes 1 erstreckt und aus einer Anzahl Düsenöffnungen
Kühlwasser auf die Bandoberfläche leitet.
[0036] Die vorgeschlagene Vorrichtung für die Intensivkühlung weist also ein Gehäuse auf,
das mit geringem Abstand zwischen die Stranggussführungsrollen 10 geschoben werden
kann und so einen Kühlkanal bildet. Das Gehäuse 13 kann durch ein Schutzblech (nicht
dargestellt) vor der Zerstörung bei einem eventuellen Durchbruch geschützt werden,
so dass es in diesem Fall wieder eingesetzt werden kann. Durch Änderung des Abstandes
zwischen der Strangoberfläche und dem Gehäuse 13 kann die Kühlwirkung beeinflusst
werden. Weitere Einflussmöglichkeiten auf die Kühlwirkung können durch die Konstruktion
des Gehäuses und der Düsen 14, 15 erreicht werden.
[0037] So besteht die Möglichkeit, die Düsen in mehrere Gruppen zu unterteilen und die einzelnen
Düsengruppen mit einer eigenen Wasserversorgung zu versehen. Durch Zu- bzw. Abschalten
einzelner Düsengruppen und/oder durch Änderung des Durchflusses bzw. des Fluiddruckes
kann dann die Kühlwirkung variiert werden. Im Falle einer Standardkühlung, d. h. falls
Stähle verarbeitet werden, bei denen eine Intensivkühlung nicht sinnvoll ist, kann
eine geringere Zahl an Düsen zugeschaltet werden. Eine andere Möglichkeit ist, die
Intensivkühlvorrichtung aus dem Sprühbereich der Standardkühlung wegzuschwenken oder
wegzufahren.
[0038] Eine Unterkühlung der Kantenbereich des Metallbandes kann ebenfalls durch ein Zu-
bzw. Abschalten von Düsengruppen vermieden werden.
[0039] Zur Intensivkühlung können auch Sprühdüsen eingesetzt werden. Diese sollten nahe
aneinander über die Breite des Metallbandes verteilt werden, um die notwendige Abkühlung
und die notwendige Abkühlung und die damit verbundene Kornfeinung und Entzunderungswirkung
zu erzielen. Durch Zu- und Abschalten dieser Gruppen kann auch hier eine Unterkühlung
der Kanten vermieden werden. Für den Gießbetrieb, bei der eine intensive Kühlung nicht
vorteilhaft ist, können die Düsen deaktiviert, weggeschwenkt, weggefahren oder der
Durchfluss des Kühlmediums (Wasser) gesenkt werden, um die Standardkühlung zu gewährleisten.
[0040] Vorgesehen kann auch werden, dass zu der vorhandenen Sekundärkühlung eine zusätzliche
Kühlung, bestehend aus mehreren mit Sprühdüsen versehenen Sprühbalken mit einer separaten
Wasserversorgung eingesetzt werden. Die zusätzlichen Sprühbalken werden dabei nur
bei Bedarf eingeschaltet. Ebenfalls kann auch hier durch Zu- und Abschalten von Düsengruppen
eine Unterkühlung der Kanten vermieden werden.
[0041] Im Stand der Technik sind für die Entzunderung spezielle Entzunderungsdüsen bekannt,
die Wärmeübergangszahlen von mehr als 20.000 W/(m
2 K) erreichen.
[0042] Derartige Düsen kommen für die vorliegende Erfindung wegen ihrer zu intensiven Kühlwirkung
und der damit verbundenen niedrigen Oberflächentemperatur der Oberfläche des Metallbandes
nicht zum Einsatz bzw. sie sind hier nicht brauchbar.
[0043] Der erfindungsgemäße Kerngedanke kann also darin gesehen werden, dass eine Intensivkühlung
im Bereich der Sekundärkühlung insbesondere bei Dünnbrammenanlagen erfolgt, um eine
Säuberung der Oberfläche der Bramme zu erreichen, bei der die Intensivkühlung kurz
nach der Kokille - in Förderrichtung betrachtet - beginnt. Allerdings ist weiter vorgesehen,
dass die Kühlung so frühzeitig endet, dass eine Wiedererwärmung über die Temperatur
Ac3 bzw. Ar3 erfolgen kann, bevor mechanische Beanspruchungen auftreten, wie es beispielsweise
am Biegetreiber der Fall ist. Ziel ist es dabei, keine bzw. eine nur geringe Ausscheidung
auf den Korngrenzen.
[0044] Die vorgeschlagene Vorrichtung zur Intensivkühlung weist eine deutlich höhere Kühlwirkung
auf, als es sonst bei der Sekundärkühlung einer Stranggießanlage der Fall ist. Bei
vorbekannte Anlagen liegen die üblichen Wärmeübergangszahlen zwischen 500 W/(m
2 K) und 2.500 W/(m
2 K). Andererseits sind Entzunderungsanlagen bekannt, bei denen eine Kühleinrichtung
eingesetzt wird, die Wärmeübergangszahlen von mehr als 20.000 W/(m
2 K) realisieren.
[0045] Die vorliegend benötigten Wärmeübergangszahlen sind - wie bereits oben angedeutet
- werkstoffabhängig und auch abhängig von der Gießgeschwindigkeit. Sie ergeben sich
aus der maximalen Abkühlgeschwindigkeit, bei der noch kein Martensit- oder Zwischenstufengefüge
erzeugt wird. Für niedrige Kohlenstoffstähle beträgt die Abkühlungsgeschwindigkeit
ca. 2.500 °C/min, was bei einer Gießgeschwindigkeit von 5,0 m/min einer Wärmeübergangszahl
von ca. 5.500 W/(m
2 K) entspricht.
[0046] Durch ein schnelles Umschalten zwischen Standard- und Intensivkühlung wird die vorgeschlagene
Stranggießeinrichtung sehr individuell und flexibel nutzbar.
[0047] Werden die vorgeschlagenen Systeme mit den beschriebenen Kühldüsen eingesetzt, werden
infolge der sich bildenden hohen Turbulenz des Wassers zwischen dem Gehäuse der Kühlmittel
und dem Metallband bei relativ geringer Wassermenge höhere Wärmeübergangszahlen als
bei der konventionellen Sprühkühlung erreicht.
[0048] Die Intensität der Kühlung kann durch die Anzahl der nebeneinander angeordneten Düsen
variiert werden. Weiterhin ist es auch möglich, zusätzliche Düsenbalken zu konventionellen
Sprühkühlungseinrichtungen einzusetzen.
[0049] Die Länge der Intensivkühlung - in Förderrichtung F betrachtet - wird durch das Erstarrungsgefüge
bis 2 mm unter der Oberfläche des Metallbandes bestimmt. Bei einer dendritischen Erstarrung
verlängert sich die Intensivkühllänge ca. um den Faktor 2 bis 3 gegenüber der Länge
bei einer globulitischen Erstarrung.
[0050] Die Wärmeübergangszahl ergibt sich auch aus der Konstruktion der Kühlmittel, vorliegend
insbesondere der ersten Kühlmittel 11. Die Zahl wird gezielt im beanspruchten Bereich
gewählt, da hier die Bedingungen zur Intensivkühlung des gefertigten Metallbandes
1 optimal sind und gleichzeitig eine weitgehend zunderfreie Bandoberfläche erzielt
werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 1
- Metallband
- 2
- Stranggießanlage
- 3
- Kokille
- 4
- senkrechte Strangführung
- 5
- mechanische Umformung
- 6
- erster Abschnitt
- 7
- zweiter Abschnitt
- 8
- dritter Abschnitt
- 9
- Mittel zum Umbiegen des Metallbandes
- 10
- Rollen
- 11
- erste Kühlmittel
- 12
- zweite Kühlmittel
- 13
- Gehäuse
- 14
- Düse
- 15
- Düse
- 16
- Kammer
- 17
- Kammer
- V
- vertikale Richtung
- H
- horizontale Richtung
- F
- Förder- bzw. Auszugsrichtung
1. Verfahren zum Stranggießen von Brammen-, Dünnbrammen-, Vorblock-, Vorprofil-, Rundprofil-,
Rohrprofil- oder Knüppelsträgen (1) und dergleichen aus flüssigem Metall in einer
Stranggießanlage (2), bei dem Metall aus einer Kokille (3) senkrecht nach unten austritt,
wobei das Metallband (1) dann entlang einer senkrechten Strangführung (4) vertikal
abwärts geführt und dabei gekühlt wird, wobei das Metallband (1) dann aus der vertikalen
Richtung (V) in die horizontale Richtung (H) umgebogen wird und wobei im Endbereich
der Umbiegung in die horizontale Richtung (H) oder nach der Umbiegung in die horizontale
Richtung (H) eine mechanische Umformung (5) des Metallbandes (1) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet;
dass in Förderrichtung (F) des Metallbandes (1) hinter der Kokille (3) und vor der mechanischen
Umformung (5) des Metallbandes (1) in einem ersten Abschnitt (6) eine Kühlung des
Metallbandes (1) mit einer Wärmeübergangszahl zwischen 3.000 und 10.000 W/(m2 K) erfolgt, wobei in Förderrichtung (F) nach der Kühlung in einem zweiten Abschnitt
(7) durch Wärmeausgleich im Metallband (1) ohne oder mit reduzierter Kühlung der Oberfläche
des Metallbandes (1) eine Erwärmung der Oberfläche des Metallbandes (1) auf eine Temperatur
über Ac3 bzw. Ar3 erfolgt, wonach in einem dritten Abschnitt (8) die mechanische Umformung
(5) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächen des Metallbandes (1) unmittelbar vor der Kühlbeaufschlagung gesäubert
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Abschnitt (6) unterteilt ist, wobei das Metallband (1) intermittierend
gekühlt wird und in einem der Kokille (3) unmittelbar nachgeschalteten Teilabschnitt
intensiv und in mindestens einem Folgeteilabschnitt schwächer sowie dann nachfolgend
wieder intensiver gekühlt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Umformung (5) in dem dritten Abschnitt (8) ein Richtprozess des Metallbandes
(1) ist oder einen solchen Prozess umfasst.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Umformung (5) in dem dritten Abschnitt (8) ein Walzprozess des Metallbandes
(1) ist oder einen solchen Prozess umfasst.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kühlung im ersten Abschnitt (6) auf den Bereich der senkrechten Strangführung
(4) beschränkt wird.
7. Stranggießanlage (2) zum Stranggießen von Brammen-, Dünnbrammen-, Vorblock-, Vorprofil-,
Rundprofil-, Rohrprofil- oder Knüppelsträgen (1) und dergleichen aus flüssigem Metall,
mit einer Kokille (3), aus der das Metall senkrecht nach unten austritt, einer unterhalb
der Kokille (3) angeordneten senkrechten Strangführung (4) und Mitteln (9) zum Umbiegen
des Metallbandes (1) aus der vertikalen Richtung (V) in die horizontale Richtung (H),
wobei im Endbereich der Umbiegung in die horizontale Richtung (H) oder nach der Umbiegung
in die horizontale Richtung (H) mechanische Umformmittel (5) für das Metallband (1)
angeordnet sind, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die senkrechte Strangführung (4) eine Anzahl in Förderrichtung (F) des Metallbandes
(1) beiderseitig des Metallbandes (1) angeordnete Rollen (10) aufweist, wobei im Bereich
der Rollen (10) erste Kühlmittel (11) angeordnet sind, mit denen ein Kühlfluid auf
die Oberfläche des Metallbandes (1) aufgebracht werden kann, wobei die Kühlmittel
(11) in vertikale und/oder horizontale Richtung (V, H) verschieblich angeordnet sind
und wobei zusätzliche zweite Kühlmittel (12) im Bereich der senkrechten Strangführung
(4) ortsfest angeordnet sind.
8. Stranggießanlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kühlmittel (11) oszillierbar ausgebildet sind.
9. Stranggießanlage nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten und/oder die zweiten Kühlmittel (11, 12) ein Gehäuse (13) aufweisen, aus
dem das Kühlfluid mittels mindestens einer Düse (14, 15) ausgebracht wird.
10. Stranggießanlage nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass Kühlfluid aus dem Gehäuse (13) mittels zweier Düsen (14, 15) oder Düsenreihen ausgebracht
wird.
1. Method for continuous casting of slab, thin slab, bloom, preliminary section, round
section, tubular section or billet girders (1) and the like of liquid metal in a continuous
casting plant (2), in which metal issues vertically downwardly from a mould (3), wherein
the metal strip (1) is then guided vertically downwardly along a vertical strip guide
(4) and in that case cooled, wherein the metal strip (1) is then deflected from the
vertical direction (V) into the horizontal direction (H) and wherein a mechanical
reshaping (5) of the metal strip (1) is carried out in the end region of the bending
around into the horizontal direction (H) or after the bending around into the horizontal
direction (H), characterised in that a cooling of the metal strip (1) with a heat transfer coefficient between 3,000 and
10,000 W/(m2K) is carried out in a first section (6) in conveying direction (F) of the metal strip
(1) behind the mould (3) and ahead of the mechanical reshaping (5) of the metal strip
(1), wherein a heating of the surface of the metal strip (1) to a temperature above
Ac3 or Ar3 is carried out in a second section (7), in conveying direction (F) after
the cooling, by heat compensation in the metal strip (1) without or with reduced cooling
of the surface of the metal strip (1), whereafter the mechanical reshaping (5) is
carried out in a third section (8).
2. Method according to claim 1, characterised in that the surfaces of the metal strip (1) are cleaned directly before the cooling action.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the first section (6) is subdivided, wherein the metal strip (1) is intermittently
cooled and is intensively cooled in a subsection directly downstream of the mould
(3), more weakly cooled in at least one following subsection and then subsequently
more intensively cooled again.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the mechanical reshaping (5) in the third section (8) is a straightening process
of the metal strip (1) or comprises such a process.
5. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the mechanical reshaping (5) in the third section (8) is a rolling process of the
metal strip (1) or comprises such a process.
6. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the cooling in the first section (6) is restricted to the region of the vertical
strip guide (4).
7. Continuous casting plant (2) for the continuous casting of slab, thin slab, bloom,
preliminary profile, round profile, tube profile or billet girders (1) and the like
of liquid metal, with a mould (3) from which the metal issues vertically downwardly,
a vertical strip guide (4) arranged below the mould (3) and means (9) for bending
around the metal strip (1) from the vertical direction (V) into the horizontal direction
(H), wherein mechanical reshaping means (5) for the metal strip (1) are arranged in
the end region of the bending around into the horizontal direction (H) or after the
bending around into the horizontal direction (H), for performance of the method according
to any one of claims 1 to 6, characterised in that the vertical strip guide (4) comprises a number of rollers (10) arranged on either
side of the metal strip (1) in conveying direction (F) of the metal strip (1), wherein
first cooling means (11) by which a cooling fluid can be applied to the surface of
the metal strip (1) are arranged in the region of the rollers (10), wherein the cooling
means (11) are arranged to be displaceable in vertical and/or horizontal direction
(V, H) and wherein additional second cooling means (12) are arranged in stationary
position in the region of the vertical strip guide (4).
8. Continuous casting plant according to claim 7, characterised in that the cooling means (11) are constructed to be oscillatable.
9. Continuous casting plant according to claim 7 or 8, characterised in that the first and/or the second cooling means (11, 12) comprise a housing (13) from which
the cooling fluid is expelled by means of at least one nozzle (14, 15).
10. Continuous casting plant according to claim 9, characterised in that cooling fluid is expelled from the housing (13) by means of two nozzles (14, 15)
or nozzle rows.
1. Procédé de coulée continue de barres de brames, de brames minces, de barres de blooms,
de barres de profils plein, de barres de profils longs, de barres de profils tubulaire
ou de barres de billettes (1) et similaires dans une installation de coulée continue
(2), dans lequel un métal sort d'une lingotière (3), à la verticale vers le bas, la
bande métallique (1) étant alors guidée vers le bas, à la verticale, le long d'un
corset de guidage (4) et refroidie à cet effet, la bande métallique (1) étant alors
cintrée de la direction verticale (V) dans la direction horizontale (H) et dans la
zone d'extrémité du cintrage dans la direction horizontale (H) ou après le cintrage
dans la direction horizontale (H), une déformation mécanique (5) de la bande métallique
(1) étant effectuée,
caractérisé en ce que,
dans la direction de transport (F) de la bande métallique (1), à l'arrière de la lingotière
(3) et avant la déformation mécanique (5) de la bande métallique (1) dans une première
section (6), un refroidissement de la bande métallique (1) étant effectué avec un
coefficient de transmission thermique compris entre 3.000 et 10.000 W/(m2 K), en direction de transport (F) après le refroidissement, dans une deuxième section
(7) par compensation thermique dans la bande métallique (1) sans ou avec refroidissement
réduit de la surface de la bande métallique (1), un réchauffement de la bande métallique
(1) étant effectué à une température supérieure à Ac3 ou Ar3, après quoi, dans une
troisième section (8) la déformation mécanique (5) est effectuée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
les surfaces de la bande métallique (1) sont nettoyées directement avant la soumission
au refroidissement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
la première section (6) est divisée, la bande métallique (1) étant refroidie en intermittence
et dans une section partielle directement située en aval de la lingotière (3), étant
refroidie intensivement et dans au moins une section partielle suivante, refroidie
plus faiblement et ensuite de nouveau refroidie intensivement.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que,
la déformation mécanique (5) dans la troisième section (8) est un processus de dressage
de la bande métallique (1) ou comprend un tel processus.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que,
la déformation mécanique (5) dans la troisième section (8) est un processus de laminage
de la bande métallique (1) ou comprend un tel processus.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que,
le refroidissement dans la première section (6) est restreint à la zone du corset
de guidage vertical (4).
7. Installation de coulée continue (2) de barres de brames, de brames minces, de barres
de blooms, de barres de profils pleins, de barres de profils longs, de barres de profils
tubulaires ou de barres de billettes (1) et similaires à partir de métal liquide,
avec une lingotière (3) hors de laquelle le métal sort à la verticale vers le bas,
un corset de guidage (4) disposé en dessous de la lingotière (3) et des moyens (9)
pour cintrer la bande métallique (1) à partir de la direction verticale (V) dans la
direction horizontale (H), dans la zone d'extrémité du cintrage dans la direction
horizontale (H) ou après le cintrage dans la direction horizontale (H) étant disposés
des moyens de déformation (5) pour la bande métallique (1), pour la réalisation du
procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que,
le corset de guidage vertical (4) comprend un nombre de galets (10) disposés dans
la direction de transport (F), de la bande métallique (1), de part et d'autre de la
bande métallique (1), dans la zone des galets (10) étant disposés des premiers moyens
de refroidissement (11) permettant d'appliquer un fluide de refroidissement sur la
surface de la bande métallique (1), les moyens de refroidissement (11) étant disposés
de sorte à être déplaçables en translation en direction verticale et/ou horizontale
(V, H) et des deuxièmes moyens de refroidissement supplémentaires (12) étant disposés
de façon stationnaire dans la zone du corset de guidage vertical (4).
8. Installation de coulée continue selon la revendication 7,
caractérisée en ce que,
les moyens de refroidissement (11) sont conçus en version oscillante.
9. Installation de coulée continue selon la revendication 7 ou 8,
caractérisée en ce que
les premiers et/ou les deuxièmes moyens de refroidissement (11, 12) comportent un
boîtier (13) à partir duquel le fluide de refroidissement est expulsé au moyen d'au
moins une buse (14, 15).
10. Installation de coulée continue selon la revendication 9,
caractérisée en ce que,
le fluide de refroidissement est expulsé du boîtier (13) au moyen de deux buses (14,
15) ou de rangées de buses.