[0001] Die Erfindung betrifft eine Dunstabzugshaube mit einem ersten Gehäuseteil, an dem
ein zweites Gehäuseteil lösbar gehalten ist, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art.
[0002] Eine derartige Dunstabzugshaube ist beispielsweise aus der
DE 299 14 232 U1 bekannt. Die Dunstabzugshaube weist ein als Metallrahmen ausgebildetes erstes Gehäuseteil
auf, das an einer Decke oder einer Wand befestigbar ist und mit dem in dessen Befestigungslage
ein als lose Seitenwand ausgebildetes zweites Gehäuseteil lösbar verbindbar ist.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem eine Dunstabzugshaube anzugeben, bei
der die Montage des Gehäuses vereinfacht ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Dunstabzugshaube mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0005] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen insbesondere in der vereinfachten
Montage des Gehäuses der Dunstabzugshaube, was gerade bei größeren Dunstabzugshauben
von Vorteil ist. Hierdurch ist es möglich, dass die Montage durch einen einzigen Monteur
erfolgen kann. Die beiden Gehäuseteile der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube lassen
sich durch die gewählte Verbindungstechnik sehr leicht zueinander ausrichten. Darüber
hinaus ist es auf diese Weise möglich, beide Gehäuseteile bis auf einen unvermeidbaren
Spalt eng an die Decke oder Wand heranzuführen, so dass sich ein gefälliger optischer
Gesamteindruck des Gehäuses und damit der Dunstabzugshaube ergibt.
[0006] Zwar ist aus der
DE 102 08 475 A1 eine Dunstabzugshaube bekannt, bei der ein Filter mittels einer Haken-Ösen-Verbindung
lösbar an dem Gehäuse der Dunstabzugshaube gehalten ist. Hierzu wird das Filter mit
daran angeordneten und als Laschen ausgebildeten Haken in als Ausnehmungen ausgebildete
Ösen an der Unterseite des Gehäuses im Wesentlichen horizontal eingeschoben. Bei dem
nachfolgenden Verschwenken des Filters sowie durch die Wirkung der Schwerkraft hinterhaken
die Laschen die Ränder der Ausnehmungen. Dabei bewegen sich die Laschen in vertikaler
Richtung nach unten. Diese bekannte Anwendung einer Haken-Ösen-Verbindung ist jedoch
für die Befestigung eines Filters an der Unterseite einer Dunstabzugshaube ausgebildet
und zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe nicht geeignet.
[0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, dass der in
der Haltelage des zweiten Gehäuseteils zwischen diesem und der Decke oder Wand verbleibende
Spalt durch eine elastische Zwischenlage ausgefüllt ist. Auf diese Weise ist der Spalt
dicht verschlossen.
[0008] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht
vor, dass die Zwischenlage an dem ersten Gehäuseteil angeordnet ist. Hierdurch ist
der Montageaufwand weiter reduziert. Zusätzlich ist die Zwischenlage gegen Verlust
gesichert.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die beiden Gehäuseteile
als Blechteile mit Abkantungen ausgebildet sind, an denen der Haken und die Öse angeordnet
sind. Auf diese Weise ist es möglich, den Haken und die Öse in einem Bereich der Dunstabzugshaube
anzuordnen, der bei montierter Dunstabzugshaube von außen nicht sichtbar ist.
[0010] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass
der Haken als eine weitere Abkantung und die Öse als Langloch in einer der Abkantungen
ausgebildet ist. Hierdurch sind Haken und Ösen auf konstruktiv besonders einfache
Weise realisiert
[0011] Grundsätzlich ist die Haken-Ösen-Verbindung nach Art, Material, Anordnung und Ausdehnung
in weiten geeigneten Grenzen wählbar. Vorteilhafterweise ist das zweite Gehäuseteil
in der Haltelage durch mehrere Haken-Ösen-Verbindungen an dem ersten Gehäuseteil gehalten.
Auf diese Weise ist die Ausrichtung und die Fixierung des zweiten Gehäuseteils an
dem ersten Gehäuseteil verbessert.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass das zweite Gehäuseteil in
der Haltelage zusätzlich durch eine Schraubverbindung an dem ersten Gehäuseteil gehalten
ist. Hierdurch ist die Sicherheit gegen ein ungewünschtes Lösen des zweiten Gehäuseteils
von dem ersten Gehäuseteil erhöht.
[0013] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass
die Schraubverbindung durch jeweils ein Loch in den beiden Gehäuseteilen und eine
dazu korrespondierende Schraube gebildet ist, wobei das Loch in dem zweiten Gehäuseteil
eine Öffnung aufweist, die derart angeordnet ist, dass das zweite Gehäuseteil auch
bei an dem ersten Gehäuseteil befestigter Schraube von der Haltelage in die Entnahmelage
überführbar ist. Auf diese Weise ist ein vollständiges Lösen der Schraube zur Überführung
des zweiten Gehäuseteils in dessen Entnahmelage nicht zwingend erforderlich.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Dunstabzugshaube in einer teilweisen Darstellung in perspektivischer
Ansicht und
- Figur 2
- ein Detail aus Fig. 1 in vergrößerter Darstellung.
[0015] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Dunstabzugshaube teilweise dargestellt. Die als
Inselhaube ausgebildete Dunstabzugshaube weist ein Kamingehäuse 2 und daran schwenkbeweglich
gehaltene Wrasenschirme 4 auf. In dem Kamingehäuse 2 ist ein nicht dargestelltes Gebläse
angeordnet. Das Kamingehäuse 2 ist aus Blechteilen hergestellt und weist ein erstes
Gehäuseteil 6, das an einer Decke befestigbar ist, auf. Mit dem ersten Gehäuseteil
6 ist in der Befestigungslage, also wenn das erste Gehäuseteil 6 an der Decke befestigt
ist, ein zweites Gehäuseteil 8 lösbar verbindbar.
[0016] Das erste Gehäuseteil 6 weist zwei an der Decke befestigte Blechlaschen 6.1 auf,
von denen in Fig. 1 lediglich die in der Bildebene hintere Blechlasche 6.1 dargestellt
ist. Die Deckenbefestigung der Blechlaschen 6.1 erfolgt dabei auf dem Fachmann bekannte
und geeignete Weise. Links und rechts des auf diese Weise gebildeten Gehäuseteils
6 ist in der Montagelage der Dunstabzugshaube jeweils ein zweites Gehäuseteil 8 lösbar
gehalten, wobei in Fig. 1 lediglich das rechts dargestellte zweite Gehäuseteil 8 teilweise
gezeigt ist. Da beide Blechlaschen 6.1 und beide zweiten Gehäuseteile 8 jeweils identisch
ausgebildet sind, erfolgt die weitere Erläuterung anhand der hinteren Blechlasche
6.1 und des teilweise dargestellten zweiten Gehäuseteils 8. Die Ausführungen gelten
entsprechend für die in Fig. 1 nicht dargestellte Blechlasche und das in der Bildebene
links anzuordnende zweite Gehäuseteil.
[0017] Alternativ hierzu wäre es auch denkbar, dass die Dunstabzugshaube als Wandhaube oder
als Unterbauhaube ausgebildet ist, wobei es sich bei der Wand in dem letzteren Fall
nicht um eine Raumwand, sondern um eine Korpuswand eines Küchenmöbels oder dergleichen
handelt.
[0018] Die beiden Gehäuseteile 6 und 8 sind mittels Haken-Ösen-Verbindungen 10 miteinander
formschlüssig verbindbar, wobei die beiden Gehäuseteile 6 und 8 in Fig. 1 in der Verbindungslage
dargestellt sind, in denen die Haken-Ösen-Verbindungen 10 jeweils verriegelt sind,
so dass das zweite Gehäuseteil 8 an dem ersten Gehäuseteil 6 lösbar gehalten ist.
Das zweite Gehäuseteil 8 befindet sich in Fig. 1 in der Haltelage.
[0019] Die Blechlasche 6.1 ist U-förmig ausgebildet und weist neben einer im zusammengebauten
Zustand der Dunstabzugshaube von außen sichtbaren Sichtseite 6.1.1 zwei seitliche
Abkantungen 6.1.2 und 6.1.3 auf, die, bezogen auf den zusammengebauten Zustand der
Dunstabzugshaube, in das Gehäuseinnere weisen und an denen hier jeweils drei gleichmäßig
über die Kantenlänge verteilte Haken 12 angeordnet sind. Die Haken 12, die anhand
von Fig. 2 näher erläutert werden, sind hier jeweils als weitere Abkantungen der seitlichen
Abkantungen 6.1.2 und 6.1.3 hergestellt. An den der Decke zugewandten Enden der seitlichen
Abkantungen 6.1.2 und 6.1.3 weisen diese jeweils ein Loch 14 auf, das ebenfalls anhand
von Fig. 2 näher erläutert wird.
[0020] Das zweite Gehäuseteil 8 ist hier ebenfalls U-förmig ausgebildet und weist drei im
zusammengebauten Zustand der Dunstabzugshaube von außen sichtbare Seiten 8.1, 8.2
und 8.3 auf. Die beiden Seiten 8.1 und 8.3 weisen, bezogen auf den zusammengebauten
Zustand der Dunstabzugshaube, sich in das Gehäuseinnere erstreckende Abkantungen 8.1.1
auf, die anhand von Fig. 2 näher erläutert werden. Ferner weist das zweite Gehäuseteil
8 in der Seite 8.2 zwei zu den Löchern 14 korrespondierend angeordnete Montageöffnungen
16 auf.
[0021] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, liegen die seitlichen Abkantungen 6.1.2 und 6.1.3 der
Blechlasche 6.1 an den Abkantungen 8.1.1 des zweiten Gehäuseteils 8 eng an, so dass
in dem zusammengebauten Zustand der Dunstabzugshaube, wie in Fig. 1 dargestellt, lediglich
die Sichtseite 6.1.1 der Blechlasche 6.1 und die Seiten 8.1, 8.2 und 8.3 von außen
sichtbar sind. Die Abkantungen 6.1.2, 6.1.3 und 8.1.1 sind von außen dann nicht sichtbar.
[0022] Fig. 2 zeigt den eingekreisten Bereich 18 aus Fig. 1 in einer vergrößerten Darstellung.
Der Haken 12 weist einen Hinterschnitt 12.1 auf, der in der Haltelage des zweiten
Gehäuseteils 8 eine als Langloch ausgebildete Öse 20 in der Abkantung 8.1.1 hintergreift.
Die Öse 20 ist ausreichend dimensioniert, so dass der Haken 12 bei der Überführung
des zweiten Gehäuseteils 8 in die Haltelage in die Öse 20 vollständig eingesteckt
werden kann. Der Hinterschnitt 12.1 ist zur Erleichterung der Montage mit einer Anlaufschräge
ausgebildet. In der Abkantung 8.1.1 ist ferner ein einseitig geschlitztes Loch 22
angeordnet, das mit dem Loch 14 und einer nicht dargestellten Schraube eine Schraubenverbindung
bildet.
Nachfolgend wird die Funktionsweise anhand der Fig. 1 und 2 näher erläutert:
[0023] Das erste Gehäuseteil 6 ist an der nicht dargestellten Decke montiert. Das zweite
Gehäuseteil 8 befindet sich in der Entnahmelage, also von dem ersten Gehäuseteil 6
gelöst. Der Monteur führt das zweite Gehäuseteil 8 an das erste Gehäuseteil 6 derart
heran, dass die Haken 12 in die Ösen 20 eingreifen und die beiden Gehäuseteile 6 und
8 mit den Kontaktflächen der Abkantungen 6.1.2 und 8.1.1 aneinander liegen. Dann schiebt
der Monteur das zweite Gehäuseteil 8 bezogen auf die Blattebene von Fig. 2 nach oben,
so dass der Haken 12 mit dem Hinterschnitt 12.1 den unteren Rand der Öffnung 20 hinterhakt.
Durch den mit einer Anlaufschräge versehenen Hinterschnitt 12.1 des Hakens 12 kann
das zweite Gehäuseteil 8 über einen Großteil des Weges mit relativ geringem Kraftaufwand
nach oben geschoben werden. Die Haken-Ösen-Verbindung 10 ist verriegelt. Das zweite
Gehäuseteil 8 ist nun in der Haltelage, in der es an dem ersten Gehäuseteil 6 lösbar
gehalten ist. In der Haltelage wird die nicht dargestellte Schraube, beispielsweise
eine Blechschraube, in das Loch 14 eingeschraubt. Dabei ragt die Schraube durch das
einseitig geschlitzte Loch 22 hindurch. Sobald die Schraube mit dem Schraubenkopf
an der Abkantung 8.1.1 fest anliegt, ist das zweite Gehäuseteil 8 in der Haltelage
an dem ersten Gehäuseteil 6 gesichert. Um das Einschrauben der Schrauben zu ermöglichen,
dienen die Montageöffnungen 16, durch die der Schraubendreher hindurch gesteckt werden
kann; siehe hierzu Fig. 1.
[0024] Zur Erleichterung der Montage ist es bei dem Ausführungsbeispiel möglich, die Schraube
vor der Überführung des zweiten Gehäuseteils 8 in dessen Haltelage bereits in das
Loch 14 einzuschrauben.
[0025] Zur Überführung des zweiten Gehäuseteils 8 in die Entnahmelage ist es ausreichend,
die Schraube ein wenig zu lösen, ohne diese vollständig aus dem Loch 14 herauszudrehen.
Der Schraubenkopf liegt nun nicht mehr fest an der Abkantung 8.1.1 an, so dass das
zweite Gehäuseteil 8 bezogen auf die Blattebene von Fig. 2 nach unten geschoben werden
kann. Hierdurch wird die Haken-Ösen-Verbindung 10 wieder gelöst, also entriegelt.
Der Haken 12 hintergreift nicht mehr den unteren Rand der Öffnung 20, so dass das
zweite Gehäuseteil 8 in horizontaler Richtung von dem ersten Gehäuseteil 6 gelöst
werden kann.
[0026] Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel begrenzt. Andere
dem Fachmann bekannte und geeignete Anordnungen und Materialien sind ebenfalls denkbar.
Darüber hinaus ist es möglich, in dem verbleibenden Spalt zwischen Decke oder Wand
und dem zweiten Gehäuseteil eine elastische Zwischenlage anzubringen. Diese Zwischenlage
ist nach Art, Anordnung und Material in weiten geeigneten Grenzen wählbar. Vorteilhafterweise
ist die Zwischenlage an dem ersten Gehäuseteil angeordnet.
1. Dunstabzugshaube mit einem ersten Gehäuseteil (6), das an einer Decke oder einer Wand
befestigbar ist und mit dem in dessen Befestigungslage ein zweites Gehäuseteil (8)
lösbar verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Gehäuseteile (6, 8) mittels einer Haken-Ösen-Verbindung (10) miteinander
formschlüssig verbindbar sind, die durch die Bewegung des zweiten Gehäuseteils (8)
in Richtung der Decke oder Wand verriegelbar und durch die Bewegung in die Gegenrichtung
entriegelbar ist.
2. Dunstabzugshaube nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der in der Haltelage des zweiten Gehäuseteils (8) zwischen diesem und der Decke oder
Wand verbleibende Spalt durch eine elastische Zwischenlage ausgefüllt ist.
3. Dunstabzugshaube nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zwischenlage an dem ersten Gehäuseteil (6) angeordnet ist.
4. Dunstabzugshaube nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Gehäuseteile (6, 8) als Blechteile mit Abkantungen (6.1.2, 6.1.3, 8.1.1)
ausgebildet sind, an denen der Haken (12) und die Öse (20) angeordnet sind.
5. Dunstabzugshaube nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Haken (12) als eine weitere Abkantung und die Öse (20) als Langloch in einer
der Abkantungen (8.1.1) ausgebildet ist.
6. Dunstabzugshaube nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Gehäuseteil (8) in der Haltelage durch mehrere Haken-Ösen-Verbindungen
(10) an dem ersten Gehäuseteil (6) gehalten ist.
7. Dunstabzugshaube nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Gehäuseteil (8) in der Haltelage zusätzlich durch eine Schraubverbindung
(14, 22) an dem ersten Gehäuseteil (6) gehalten ist.
8. Dunstabzugshaube nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schraubverbindung (14, 22) durch jeweils ein Loch (14, 22) in den beiden Gehäuseteilen
(6, 8) und eine dazu korrespondierende Schraube gebildet ist, wobei das Loch (22)
in dem zweiten Gehäuseteil (8) eine Öffnung aufweist, die derart angeordnet ist, dass
das zweite Gehäuseteil (8) auch bei an dem ersten Gehäuseteil (6) befestigter Schraube
von der Haltelage in die Entnahmelage überführbar ist.