Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Verpackungsbehälter zur Aufnahme mindestens eines Gebäckstückes,
insbesondere eines Kuchens, mit einem aus Karton bestehenden Unterteil und einem aus
Kunststoff bestehenden haubenförmigen Deckelteil, Die Erfindung bezieht sich ferner
auf ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Verpackungsbehälters.
[0002] Vor allem von Großbäckereien hergestellte Kuchen, insbesondere Torten, werden zur
Lagerung und zum Transport in speziellen Verpackungsbehältern angeordnet. Sofern bei
den bekannten Verpackungsbehältern für das Unterteil und das Oberteil unterschiedliche
Materialien verwendet werden, wird das üblicherweise von dem Unterteil getrennte haubenförmige
Deckelteil entweder - wie in der
CH 537 321 A1 offenbart- auf das Unterteil aufgesetzt oder mit diesem über Einstecklaschen derart
verbunden, daß das Deckelteil von einer geöffneten in eine geschlossene Stellung geschwenkt
werden kann.
[0003] Nachteilig bei diesen bekannten zweiteiligen Verpackungsbehältern aus unterschiedlichen
Materialien ist unter anderem, daß sie jeweils vor der Befüllung mit Gebäck nicht
als eine Einheit platzsparend stapelbar sind, sondern daß das jeweilige Deckelteil
und das zugehörige Unterteil relativ platzaufwendig getrennt voneinander zwischengelagert
werden müssen. Außerdem müssen insbesondere bei einer schwenkbaren Anordnung des Deckelteiles
an dem Unterteil diese Teile vor der bestimmungsgemäßen Verwendung des Verpackungsbehälters
erst zeitaufwendig miteinander verbunden werden.
Stand der Technik
[0004] Aus der
DE 38 39 495 C2 sind Verpackungsbehälter zur Aufnahme von Gebäck bekannt, bei denen sowohl die Unterteile
als auch die Deckelteile aus Karton bestehen. Vor dem Befüllen dieser Verpackungsbehälter
mit Gebäckstücken müssen die Deckelteile und die Unterteile als ungefaltete Zuschnitte
ebenfalls getrennt zu dem Verwender der Verpackungsbehälter transportiert und dort
gegebenenfalls getrennt voneinander zwischengelagert werden. Erst nach dem Auflegen
eines Gebäckstückes auf ein Unterteil wird dieses mit einem entsprechenden, nach dem
Faltvorgang quaderförmig ausgebildeten Deckelteil durch Klebung verbunden, wobei die
beiden Teile vorder- und rückseitig miteinander verklebt werden.
[0005] Aus der
DE 6 930 778 U ist ferner eine als Faltschachtel ausgebildete Klappdeckelschachtel bekannt, bei
der ein quaderförmiges Unterteil und ein quaderförmiges Oberteil, beispielsweise aus
Karton, durch entsprechend aufwendige Faltvorgänge hergestellt und über eine zusätzliche
Verbindungslasche miteinander verbunden werden.
Darstellung der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verpackungsbehälter der eingangs
erwähnten Art anzugeben, der auf platzsparende Weise stapelbar und nach Entnahme des
Stapels auf einfache Weise zur Aufnahme des jeweiligen Gebäckteiles in seine geschlossene
Position bringbar ist. Ferner soll ein Verfahren zu seiner Herstellung offenbart werden.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich des Verpackungsbehälters durch die
Merkmale des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs
9 gelöst. Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren
die Unteransprüche,
[0008] Die Erfindung beruht im wesentlichen auf dem Gedanken, die aus zwei unterschiedlichen
Materialien bestehenden Verpackungsbehälter nicht zweiteilig, sondern einteilig auszubilden,
d.h. die mittels unterschiedlicher Verfahren hergestellten Unterteile und Deckelteile
werden bereits vor der Zwischenlagerung in einem Stapel kraftschlüssig miteinander
verbunden und bilden somit eine Einheit, die so gestaltet ist, daß ein rationeller
und industrieller Verarbeitungsprozeß möglich ist. Dabei verbleibt das jeweilige haubenförmige
Deckelteil auch bei der Zwischenlagerung aufgerichtet, und das entsprechende Unterteil
bildet einen flachen Zuschnitt, der etwa senkrecht zu dem Deckelteil angeordnet ist.
[0009] Durch einen derartigen Aufbau des Verpackungsbehälters ist es auf einfache Weise
möglich, eine Vielzahl von Verpackungsbehältern dadurch zu stapeln, daß die haubenförmigen
Deckelteile einfach ineinandergeschoben werden, wobei die Deckelteile sich zur Dachwand
hin konisch verjüngende Seitenwände aufweisen und in der Regel daher pyramidenstumpf
oder obeliskförmig ausgebildet sind.
[0010] Um den jeweiligen Verpackungsbehälter bestimmungsgemäß zu verwenden, wird er aus
dem entsprechenden Stapel herausgezogen und von der geöffneten Position, bei welcher
das jeweilige Gebäckstück bereits in das Unterteil einlegbar ist, in eine geschlossene
Position, bei welcher das Deckelteil die nach oben geklappten Seitenwände des Unterteiles
umschließt, geschwenkt,
[0011] Bei dem Deckelteil handelt es sich vorzugsweise um ein Tiefziehteil, da in diesem
Falle keinerlei Schnittkanten sichtbar sind. Allerdings kann das Deckelteil auch aus
einem entsprechenden Kunststoffzuschnitt hergestellt werden, wobei das fertige Deckelteil
dann wiederum mit dem zunächst als Zuschnitt belassenen Karton-Unterteil kraftschlüssig
verbunden wird, damit wieder eine Verpackungseinheit für den weiteren Abpackungsprozeß
zur Verfügung steht.
[0012] Damit das Gebäck für einen Käufer von außen gut sichtbar ist, sollte das Deckelteil
vorzugsweise aus einem durchsichtigen Material bestehen. Die Seitenwände des Unterteiles
können eine weitgehend beliebige Form aufweisen und können insbesondere außenseitig,
etwa zu Werbezwecken, mit einer Beschriftung oder mit Figuren versehen sein.
[0013] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß sich an der Bodenwand
des Unterteiles auch eine Frontwand über eine Faltlinie anschließt, die zum Schließen
des Verpackungsbehälters entweder vor dem Herunterschwenken des Deckelteiles nach
oben geklappt und von dem Deckelteil dann umschlossen wird oder nach dem Herunterschwenken
des Deckelteiles nach oben geklappt und mittels einer Verschlußeinrichtung außenseitig
an der Frontwand des Deckelteiles befestigt wird.
[0014] Dabei kann die Verschlußeinrichtung eine an der Frontwand des Unterteiles angeordnete
Einstecklasche umfassen, die bei der außenseitigen Anordnung der Frontwand des Unterteiles
von außen in eine komplementäre schlitzförmige Öffnung der Frontwand des Deckelteiles
einsteckbar ist.
[0015] Die Verschlußeinrichtung kann aber auch aus einem beispielsweise als Etikett ausgebildeten,
aufreißbaren Papierstreifen (z.B. einem Selbstklebeetikett) bestehen, der die Frontwände
des Deckelteiles mit der Bodenwand oder der außenseitig angeordneten Frontwand kraftschlüssig
verbindet und gleichzeitig als Originalitätsverschluß dient.
[0016] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß, insbesondere im Hinblick auf den automatischen,
industriellen Abpackungsprozeß, das Deckelteil und das Unterteil durch eine pielfähige
Versiegelung verschlossen werden und diese Teile somit später leicht wieder voneinander
getrennt werden können.
[0017] Ferner ist bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Verschlußeinrichtung vorgesehen,
daß das Unterteil und das Deckelteil vorderseitig vorstehende, laschenförmige Bereiche
aufweisen, die manuell lösbar, kraftschlüssig miteinander verbunden sind.
[0018] Grundsätzlich erfolgt die Gestaltung des Verschlußbereiches des Deckel-und des Unterteiles
derart, daß unter Berücksichtigung einer kostengünstigen Herstellung des Verpackungsbehälters,
eines optimalen Verpackungsprozesses und der Kundenbedürfnisse ein "easy-open"System
gewährleistet ist.
[0019] Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Verpackungsbehälters wird von dem aus Karton
bestehenden Unterteil ein Zuschnitt hergestellt, der einen als Bodenwand dienenden
ersten Bereich aufweist, an den sich über Faltlinien zwei als Seitenwände dienende
Bereiche und ein als Rückwand dienender Bereich anschließen. Anschließend wird mit
dem als Rückwand dienenden Bereich des Zuschnittes die Rückwand des aus Kunststoff
bestehenden vorgefertigten haubenförmigen Deckelteiles kraftschlüssig verbunden.
[0020] Zum Schließen des Verpackungsbehälters werden zunächst mindestens die an die Bodenwand
des Unterteiles sich anschließenden Seitenwände um die entsprechenden Faltlinien nach
oben geklappt, Dann wird die Rückwand des Unterteiles durch nach unten schwenken des
Deckelteiles um die der Rückwand des Unterteiles zugeordnete Faltlinie hochgeklappt,
wobei das Deckelteil die Seitenwände umschließt und mit der Bodenwand des Unterteiles
vorderseitig abschließt.
[0021] Zur kraftschlüssigen Verbindung von Deckel- und Unterteil kann die Innenseite des
als Rückwand dienenden Bereiches des Zuschnittes des Unterteiles mit der Außenseite
der Rückwand des vorgefertigten Deckelteiles kraftschlüssig verbunden werden. Es kann
aber auch vorgesehen sein, daß die Außenseite des als Rückwand dienenden Bereiches
des Zuschnittes mit der Innenseite der Rückwand des Deckelteiles durch Klebung oder
Siegelung kraftschlüssig verbunden wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Darstellung eines geschlossenen Verpackungsbehälters;
- Fig.2
- eine verkleinerte Ansicht des haubenförmigen Deckelteiles des in Fig.1 dargestellten
Verpackungsbehälters;
- Fig.3
- einen Zuschnitt des Unterteiles des in Fig,1 dargestellten Verpackungsbehälters;
- Fig.4
- einen aus dem Unterteil gem. Fig.3 und dem Deckelteil gem. Fig.2 bestehenden Verpackungsbehälter
in seiner geöffneten Position, wobei mit dem Zuschnitt des Unterteiles das Deckelteil
kraftschlüssig verbunden ist, und
- Fig.5
- einen Längsschnitt durch einen aus drei geöffneten Verpackungsbehältern bestehenden
Stapel.
[0023] In Fig.1 ist mit 1 ein in seiner geschlossenen Position dargestellter erfindungsgemäßer
Verpackungsbehälter zur Aufnahme eines durch eine gestrichelte Linie angedeuteten
Gebäckstückes 2 bezeichnet. Der Verpackungsbehälter 1 besteht im wesentlichen aus
einem durch eine strichpunktierte Linie angedeuteten Unterteil 3 aus einem Karton
und einem haubenförmigen Deckelteil 4, beispielsweise aus einem durchsichtigen Kunststoff,
welches die äußere Form etwa eines Obelisks besitzt.
[0024] Das Deckelteil 4 besitzt zwei gegenüberliegende Seitenwände 5, 6, die jeweils fest
mit einer Rückwand 7, einer Frontwand 8 und einer Dachwand 9 verbunden sind.
[0025] Hingegen umfaßt das Unterteil 3 eine Bodenwand 10 mit daran angeordneten sowie um
Faltlinien 11, 12 schwenkbaren gegenüberliegenden Seitenwänden 13, 14 sowie eine von
der Bodenwand 10 durch eine Faltlinie 15 abgegrenzte Rückwand 16 und eine von der
Bodenwand 10 durch eine Faltlinie 17 abgegrenzte Frontwand 18 (Fig.3).
[0026] Die Außenseite 19 der Rückwand 7 des Deckelteiles 4 (Fig.2) ist mit der Innenseite
20 der Rückwand 16 des Unterteiles 3 (Fig.3) beispielsweise durch Klebung kraftschlüssig
verbunden (Fig,4), so daß das Deckelteil 4 von einer geöffneten Position, bei welcher
das jeweilige Gebäckstück 2 in das Unterteil 3 einlegbar ist, in eine geschlossene
Position schwenkbar ist, bei welcher das Deckelteil 4 das Unterteil 3 (bei nach oben
geklappten Seitenwänden 13, 14 und nach oben geklappter Frontwand 18 des Unterteiles
3) umschließt.
[0027] Wie den Fig. 1-4 ebenfalls entnehmbar ist, können die Seitenwände 13, 14, die Rückwand
16 und die Frontwand 18 des Unterteiles unterschiedlich ausgestaltet sein. So weisen
die Seitenwände 13, 14 beispielsweise Abstufungen 21 auf, so daß das Gebäckstück 2
teilweise auch von der Seite aus sichtbar ist.
[0028] Außerdem muß die Frontwand 18 des Unterteiles 3 nicht derart ausgebildet sein, daß
sie von der Frontwand 8 des Deckelteiles 4 umschlossen wird, sondern kann auch außenseitig
an der Frontwand 8 des Deckelteiles 4 anliegen und mit einer nicht dargestellten Verschlußeinrichtung
(z.B. einer an der Frontwand des Unterteiles befestigten Einstecklasche, die in eine
komplementäre schlitzförmige Öffnung der Frontwand des Deckelteiles einsteckbar ist)
mit dem Deckelteil verbunden sein.
[0029] Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Verpackungsbehälters 1 wird das aus Kunststoff
bestehende Deckelteil 4 vorzugsweise durch einen Tiefziehprozeß vorgefertigt (Fig.2),
Von dem aus Karton bestehenden Unterteil 3 wird hingegen ein Zuschnitt angefertigt
(Fig.3), der einen als Bodenwand dienenden ersten Bereich 10 aufweist, an den sich
über die Faltlinien 11, 12 die als Seitenwände dienenden Bereiche 13, 14, ein als
Rückwand dienender Bereich 16 und ein als Frontwand dienender Bereich 18 anschließen.
[0030] Anschließend wird die Rückwand 7 des vorgefertigten obeliskförmigen Deckelteiles
4 mit dem als Rückwand dienenden Bereich 16 des Zuschnittes 3 kraftschlüssig verbunden
(Fig.4).
[0031] Zum Schließen des Verpackungsbehälters 1 werden zunächst die an die Bodenwand 10
des Unterteiles 3 sich anschließenden Seitenwände 13, 14 und die Frontwand 18 um die
entsprechenden Faltlinien 11, 12 und 17 nach oben geklappt und dann die Rückwand 16
des Unterteiles 3 -durch nach unten schwenken des Deckelteiles 4 um die der Rückwand
16 des Unterteiles 3 zugeordnete Faltlinie 15- hochgeklappt, wobei das Deckelteil
4 die Seitenwände 13, 14 und die Frontwand 18 umschließt.
[0032] Fig.5 zeigt den Längsschnitt durch einen aus drei geöffneten Verpackungsbehältern
1 in geöffnetem Zustand gemäß Fig.4 bestehenden Stapel Es ist unmittelbar ersichtlich,
daß die Verpackungsbehälter 1 sehr platzsparend gelagert werden können. Zu ihrer bestimmungsgemäßen
Verwendung müssen die Verpackungsbehälter 1 anschließend lediglich dem Stapel entnommen
werden und können, nach Auflegen eines entsprechenden Gebäckstückes 2 auf die Bodenwand
10, durch Hochklappen der Seitenwände 13, 14 und der Frontwand 18 des Unterteiles
3 auf einfache Weise in ihre geschlossene Position gebracht werden.
[0033] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. So kann die jeweilige Verschlußeinrichtung zum vorderseitigen Verschließen
des Unter- und Deckelteiles beispielsweise auch lediglich aus einem als Etikett ausgebildeten,
aufreißbaren Papierstreifen bestehen, der die Frontwände des Deckelteiles mit der
Bodenwand oder der außenseitig angeordneten Frontwand kraftschlüssig verbindet.
[0034] Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß das Unterteil und das Deckelteil vorderseitig
vorstehende, laschenförmige Bereiche aufweisen, die manuell lösbar, kraftschlüssig
miteinander verbunden sind.
[0035] Zwecks optimaler Stapelung der erfindungsgemäßen Verpackungsbehälter sollte die Konizität
der Rückwand des Deckelteiles an die Wandstärke des Kartons des Unterteiles angepaßt
werden.
[0036] Selbstverständlich kann auch vorgesehen sein, daß der in dem Verpackungsbehälter
1 zu lagernde Kuchen 2 nicht direkt auf die Bodenwand 10 des Unterteiles 3 gelegt
wird, sondern sich auf einer tablettähnlichen Unterlage befindet, die zusammen mit
dem Kuchen 2 vor dem Herunterklappen des haubenförmigen Deckelteiles 4 auf die Bodenwand
10 gelegt wird.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Verpackungsbehälter
- 2
- Gebäckstück, Kuchen
- 3
- Unterteil, Zuschnitt
- 4
- Deckelteil
- 5,6
- Seitenwände
- 7
- Rückwand
- 8
- Frontwand
- 9
- Dachwand
- 10
- Bodenwand, erster Bereich
- 11,12
- Faltlinien
- 13,14
- Seitenwände, Bereiche
- 15
- Faltlinie0
- 16
- Rückwand, Bereich
- 17
- Faltlinie
- 18
- Frontwand, Bereich
- 19
- Außenseite
- 20
- Innenseite
- 21
- Abstufung
1. Verpackungsbehälter zur Aufnahme mindestens eines Gebäckstückes (2), insbesondere
eines Kuchens, mit einem aus Karton bestehenden Unterteil (3) und einem aus Kunststoff
bestehenden haubenförmigen Deckelteil (4), wobei das Deckelteil (4) zwei Seitenwände
(5, 6), eine Rückwand (7), eine Frontwand (8) und eine Dachwand (9) umfaßt, mit den
Merkmalen:
a) das Unterteil (3) umfaßt mindestens eine Bodenwand (10) mit daran angeordneten
sowie um Faltlinien (11, 12) schwenkbaren, gegenüberliegenden Seitenwänden (13, 14)
und eine von der Bodenwand (10) durch eine Faltlinie (15) abgegrenzte Rückwand (16);
b) bei dem Deckelteil (4) handelt es sich um einen Hohlkörper mit sich zur Dachwand
(9) hin konisch verjüngenden Seitenwänden (5, 6) und einer sich zur Dachwand (9) hin
konisch verjüngenden Frontwand (8) und/oder Rückwand (7), wobei das Deckelteil (4)
mit der Rückwand (16) des Unterteiles (3) kraftschlüssig verbunden ist und von einer
geöffneten Position, bei welcher das jeweilige Gebäckstück (2) in das Unterteil (3)
einlegbar ist, in eine geschlossene Position, bei welcher das Deckelteil (4) die nach
oben geklappten Seitenwände (13, 14) des Unterteiles (3) umschließt, schwenkbar ist.
2. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckelteil (4) pyramidenstumpf- oder obeliskförmig ausgebildet ist.
3. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Deckelteil (4) um ein Tiefziehteil handelt.
4. Verpackungsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis. 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckelteil (4) aus einem durchsichtigen Kunststoff besteht.
5. Verpackungsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich an der Bodenwand (10) des Unterteiles (3) auch eine Frontwand (18) über eine
Faltlinie (17) anschließt, die zum Schließen des Verpackungsbehälters (1) entweder
vor dem Herunterschwenken des Deckelteiles (4) nach oben geklappt und von dem Deckelteil
(4) dann umschlossen wird oder nach dem Herunterschwenken des Deckelteiles (4) nach
oben geklappt und mittels einer Verschlußeinrichtung außenseitig an der Frontwand
(8) des Deckelteiles (4) befestigt wird.
6. Verpackungsbehälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die VerschlußeinriChtung aus einer an der Frontwand (18) des Unterteiles (3) angeordneten
Einstecklasche besteht, die bei der außenseitigen Anordnung der Frontwand des Unterteiles
von außen in eine komplimentäre schlitzförmige Öffnung der Frontwand (8) des Deckelteiles
(4) einsteckbar ist.
7. Verpackungsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußeinrichtung aus einem beispielsweise als Etikett ausgebildeten, aufreißbaren
Papierstreifen besteht, der die Frontwand des Deckelteiles mit der Bodenwand oder
der außenseitig angeordneten Frontwand des Unterteiles kraftschlüssig verbindet.
8. Verpackungsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil und das Deckelteil vorderseitig vorstehende, laschenförmige Bereiche
aufweisen, die manuell lösbar, kraftschlüssig miteinander verbunden sind.
9. Verfahren zur Herstellung eines Verpackungsbehälters nach einem der Ansprüche 1 bis
8 mit den Merkmalen:
a) von dem Unterteil wird ein Zuschnitt (3) hergestellt, der einen als Bodenwand dienenden
ersten Bereich (10) aufweist, an den sich über Faltlinien (11, 12) zwei als Seitenwände
dienende Bereiche (13, 14) und ein als Rückwand dienender Bereich (16) anschließen;
b) mit dem als Rückwand dienenden Bereich (16) des Zuschnittes (3) wird die Rückwand
(7) des vorgefertigten haubenförmigen Deckelteiles (4) kraftschlüssig verbunden;
c) zum Schließen des Verpackungsbehälters (1) werden zunächst mindestens die an die
Bodenwand (10) des Unterteiles (3) sich anschließenden Seitenwände (13, 14) um die
entsprechenden Faltlinien (11, 12) nach oben geklappt und dann die Rückwand (16) des
Unterteiles (3) durch nach unten schwenken des Deckelteiles (4) um die der Rückwand
(16) des Unterteiles (3) zugeordnete Faltlinie (15) hochgeklappt, wobei das Deckelteil
(4) die Seitenwände (13, 14) umschließt und mit der Bodenwand (10) des Unterteiles
(3) vorderseitig abschließt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite (20) des als Rückwand dienenden Bereiches (16) des Zuschnittes (3)
des Unterteiles mit der Außenseite (19) der Rückwand (7) des vorgefertigten Deckelteiles
(4) kraftschlüssig verbunden wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der als Rückwand dienende Bereich (16) des Zuschnittes (3) des Unterteiles mit der
Rückwand (7) des Deckelteiles (4) mittels Klebung oder Siegelung kraftschlüssig verbunden
wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Unterteil (3) ein Zuschnitt hergestellt wird, bei dem sich zusätzlich zu
den Seitenwänden (13, 14) und der Rückwand (16) auch eine Frontwand (18) über eine
Faltlinie (17) an der Bodenwand (10) anschließt, welche zum Schließen des Verpackungsbehälters
(1) entweder vor dem Herunterschwenken des Deckelteiles (4) nach oben geklappt und
von dem Deckelteil (4) dann umschlossen wird oder nach dem Herunterschwenken des Deckelteiles
(4) nach oben geklappt und mittels einer Verschlußeinrichtung außenseitig an der Frontwand
(8) des Deckelteiles (4) befestigt wird.