[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Kompressoranordnung, insbesondere
einer Pipelinekompressorstation, welche Kompressoranordnung mindestens eine Turbine
und mindestens einen Kompressor aufweist. Daneben betrifft die Erfindung eine Kompressoranordnung
zum Betrieb nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
[0002] Im Zuge zunehmender Rohstoffverknappung und im Schatten des bedrohlichen Klimawandels
wird es zur vordringlichsten Aufgabe Energie-umsetzender Maschinen die knappen Ressourcen
zu schonen und die Emissionen, insbesondere den Ausstoß klimawirksamer Gase, zu begrenzen.
Damit es nicht nur bei moralischen Appellen bleibt, wurden in Reaktion auf Beschlüsse
des Kyotoprotokolls in Europa so genannte CO
2-Zertifikate eingeführt, welche das wirtschaftliche Interesse an einer Verringerung
des Ausstoßes von so genannten Treibhausgasgasen steigert. Diese Motivation erfasst
zunehmend auch kleinere und speziellere Einheiten.
[0003] Eine mit der vorhergehend beschriebenen Problematik verwandte Aufgabenstellung ist
die Verteilung von Erdgas mittels eines Netzes aus Pipelines, dass in seiner vermaschten
Beschaffenheit bei gleichzeitig unregelmäßiger Verteilung der Verbraucher besonders
schwierig zu betreiben ist. An verschiedenen Stellen des vermaschten Netzes bestimmen
Vertragswerke, in welchem Druckbereich welche Menge des Gases in Normkubikmetern über
einen gewissen Zeitraum zur Verfügung gestellt werden muss. Der Gasbedarf ist hierbei
an den Abnehmerstationen jedoch derart schwankend, dass die Förderung häufig an die
technischen Grenzen stößt und unter Aufbietung alle Kapazitäten unbedingt verhindert
werden muss, dass Drücke unter vertraglich zulässige Schranken sinken. Dies passiert
bisweilen dennoch trotz beherzten Einsatzes so genannter Pipelinekompressorstationen
und aufwendiger Versuche mittels mathematischer Simulationen das Gasnetz im richtigen
Augenblick optimal "atmen" zu lassen. Hierbei kommt es häufig vor, dass die Pipelinekompressorstationen
über einen gewissen Zeitraum eine Druckdifferenz unter Förderung des Gases in eine
Richtung erzeugen und während eines anschließenden Zeitintervalls in die entgegengesetzte
Richtung fördern. Im Rahmen des technischen machbaren leistet eine Pipelinekompressorstation
hierbei in beide Richtungen schwankende Volumenströme von 0 - 1.000.000 Normkubikmeter/Stunde,
wobei der Antrieb der Kompressoranordnung eine Schwankung der Antriebsleistung von
wenigstens 65% - 105% zu ertragen hat. Regelmäßig sind die Kompressoren der Kompressoranordnungen
mittels Gasturbinen angetrieben, die unter Volllast - also bei 100% Nennleistung -
ihren optimalen Wirkungsgrad erzielen und im Teillastbereich oder bei Überlast regelmäßig
dramatische Wirkungsgradeinbußen aufweisen. Darüber hinaus ist der Teillastbereich
auch von zusätzlich unerwünschten Emissionen und einer unverhältnismäßig hohen Verkürzung
der Standzeit begleitet.
[0004] Die Erfindung hat es sich ausgehend von den vorhergehend beschriebenen Schwierigkeiten
zur Aufgabe gemacht, Verfahren zum Betrieb von Verdichterstationen und eine Verdichterstation
zu schaffen, die auch bei schwankender Last sowohl einen guten Wirkungsgrad als auch
gute Emissionswerte in allen Lastbereichen aufweist.
[0005] Zur Lösung des Problems wird erfindungsgemäß ein eingangs genanntes Verfahren vorgeschlagen,
bei dem eine elektrodynamische Maschine in Drehmoment-übertragender Verbindung mit
dem Kompressor steht, wobei die Turbine bei einer bestimmten ersten Turbinenleistung
ein Wirkungsgradmaximum aufweist, wobei bei einer Kompressorleistung unterhalb der
ersten Turbinenleistung die elektrodynamische Maschine als Generator betrieben wird
und bei einer Kompressorleistung oberhalb der ersten Turbinenleistung die elektrodynamische
Maschine als Motor betrieben wird. Daneben wird eine Kompressoranlage mit einer Turbine
und einem Kompressor vorgeschlagen, welche miteinander in Drehmoment-übertragender
Verbindung stehen, wobei eine elektrodynamische Maschine mit dem Kompressor in Drehmoment-übertragender
Verbindung steht, wobei die Turbine derart ausgebildet ist, dass sie bei einer bestimmten
ersten Leistung ein Wirkungsgradmaximum erreicht, wobei eine Regelung vorgesehen und
derart ausgebildet ist, dass sie die Leistungsaufnahme und Abgabe der elektrodynamischen
Maschine derart steuert, dass bei einer Kompressorleistung unterhalb der ersten Leistung
die elektrodynamische Maschine als Generator betrieben wird und bei einer Kompressorleistung
oberhalb der ersten Leistung die elektrodynamische Maschine als Motor betrieben wird.
[0006] Durch den variablen erfindungsgemäßen Einsatz der elektrodynamischen Maschine gelingt
es, die Turbine, welche bevorzugt als Gasturbine ausgebildet ist, im Teillastbereich
oder im Bereich einer Überlast stets näher am Wirkungsgradmaximum zu betreiben, als
dies bei herkömmlichen Anlagen der Fall ist. Bevorzugt wird die Gesamtanlage stets
in enger Nähe zum Wirkungsgradmaximum der Turbine bzw. Gasturbine betrieben, so dass
sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch die Schadstoffemission minimal sind.
[0007] Sollten das Maximum des thermischen Wirkungsgrades und das Minimum der Emission nicht
im gleichen Betriebspunkt der Turbine bzw. Gasturbine liegen, kann hierbei ein beispielsweise
wirtschaftlich orientierter Kompromiss den bevorzugten Betriebspunkt bestimmen.
[0008] Die elektrodynamische Maschine wird während des Betriebes als Motor aus einem elektrischen
Energieversorgungsnetz gespeist, in welches dieser während des Betriebes als Generator
die erzeugte Energie bevorzugt unter Zwischenschaltung eines Frequenzumrichters wieder
einspeist. Auf diese Weise spart der Betreiber einerseits Treibstoff für den Betrieb
und andererseits Ausgaben für Emissionsrechte. Darüber hinaus kann gegebenenfalls
unter Anwendung der nicht optimalen Betriebsbereiche der Turbine diese Anordnung höhere
Spitzenlasten bewältigen aufgrund der Zuschaltmöglichkeit der elektrodynamischen Maschine
als Motor. Eine Gasturbine, welche beispielsweise zwischen 4 und 8 MW einsetzbar ist,
kann in Kombination mit einem erfindungsgemäßen elektrodynamischen Maschine, der 4
MW-Leistung hat, einen Kompressor mit einer Leistung zwischen 0 und 12 MW Antriebsleistung
betreiben. Wird hierbei die Turbine nur bei einem optimalen Wirkungsgrad von beispielsweise
7MW betrieben, beträgt der Spielraum immer noch zwischen 3 MW und 11 MW Antriebsleistung.
[0009] Bei einer umkehrbaren Förderrichtung der Kompressoranlage werden auch bei hohen Schwankungen
hinsichtlich des Förderdrucks und des Volumenstroms mit erfindungsgemäßer Anlage großartige
Wirkungsgrade erzielt.
[0010] Das erfindungsgemäße Konzept eignet sich sowohl für Kompressoranlagen, die mit konstanter
Drehzahl und beispielsweise mit einem Eintrittsleitapparat des Verdichters betrieben
werden als auch für Kompressoranlagen mit variabler Drehzahl, wobei regelmäßig bei
dem Anschluss der elektrodynamischen Maschine an das elektrische Energieversorgungsnetz
ein Frequenzumrichter vorzusehen ist.
[0011] Vorteilhaft kann die Turbine, insbesondere im Fall einer Gasturbine mittels der elektrodynamischen
Maschine zum Starten auch auf eine entsprechende Drehzahl gebracht werden, was einen
gesonderten Startermotor für die Turbine entbehrlich macht.
[0012] Damit es im Rahmen von Wartungsarbeiten an dem Verdichter nicht zu unerwünschten
Verzögerungen kommt, ist dieser bevorzugt in einer Topfbauweise ausgebildet und mit
nicht durchgehender Welle versehen, so dass die elektrodynamische Maschine nur an
einer Seite des Verdichters angebracht werden kann. Die elektrodynamische Maschine
ist hierbei bevorzugt mit durchgehender Welle ausgestattet, so dass an das freie Ende
entweder direkt die Turbine angeschlossen wird oder bevorzugt eine Drehmoment-übertragende
betriebliche Anordnung an ein freies Ende der selbstständigen Turbinenwelle angekoppelt
ist. Diese zweite Wellenanordnung hat besondere Vorteile hinsichtlich der Verwendung
von Standardmodulen und bringt eine zweckmäßige Wellendynamik mit sich.
[0013] Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen elektrodynamischen Maschine ist die Rotordynamik
von besonderer Bedeutung, weil ein vereinter Wellenstrang von Turbine, elektrodynamische
Maschine und Verdichter aufgrund der Länge der Anordnung eine besonders komplexe Rotordynamik
insbesondere hinsichtlich der Biegeschwingungen aufweisen würde.
[0014] Im Folgenden ist ein spezielles Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf Zeichnungen
zur Verdeutlichung beschrieben. Diese Beschreibung hat lediglich beispielhaften Charakter,
weil in dem Geist der Erfindung auch weitere Ausführungsmöglichkeiten neben der hier
dηilliert beschriebenen sich für den Fachmann ergeben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Gasverteilungsnetzes,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Kompressoranlage, welche mittels
des erfindungsgemäßen.Verfahrens betrieben wird.
[0015] Figur 1 zeigt ein Gasverteilungsnetz 1, welches sich über ein bestimmtes Territorium
2 erstreckt und verschiedene Schnittstellen 3 zu benachbarten Gebieten aufweist. An
den Schnittstellen fließen Normvolumenströme U, V, W, X, Y, Z in das Gasverteilungsnetz
1 des Territoriums 2 hinein oder heraus bei jeweils bestimmten Druckniveaus. Das Druckniveau
kann beispielsweise zwischen 50 und 100 bar liegen. Bei dem Gasverteilungsnetz 1 handelt
es sich um ein vermaschtes Netz mit mehreren Knotenpunkten 4. An verschiedenen Orten
befinden sich Versorgerentnahmen 5, an denen Gas eines bestimmten individuellen Drucks
p1 - p10 aus dem Gasverteilungsnetz 1 entnommen wird. Gleichzeitig ist es möglich,
dass Speichereinspeisungen in das Netz stattfinden. Der Druck p1 - p10 kann in vertraglich
festgelegten Grenzen, die meist zwischen 50 und 100 bar festgelegt sind, schwanken.
An verschiedenen Stellen in dem Gasverteilungsnetz 1 ist jeweils eine Pipelinekompressorstation
PCO bzw.
[0016] Kompressoranordnung COAN angeordnet, wobei lediglich eine einzelne exemplarisch in
Figur 1 eingezeichnet ist. Die Aufgabe der Pipelinekompressorstation PCO, die der
erfindungsgemäßen Kompressoranlage COAN entspricht, ist es, die verschiedenen Normvolumenströme
und Drücke an den Versorgerentnahmen 5 zu gewährleisten. Die Entnahmen können hierbei
- insbesondere jahreszeitlich korreliert - stark schwanken ebenso wie die Normvolumenströme
U, V, W, X, Y, Z an den Schnittstellen 3 des Gasverteilungsnetzes 1, so dass sich
für die Pipelinekompressorstation PCO nur schwer vorhersagbarer Betriebssituationen
ergeben. Sowohl die Drücke p1 - p10 als auch die Normvolumenströme U, V, W, X, Y,
Z sind dementsprechend großen Schwankungen unterworfen, beispielsweise Schwankungen
zwischen 0 und 1.000.000 Kubikmeter/Stunde auch unter Umkehr der Förderrichtung.
[0017] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung der Pipelinekompressorstation PCO bzw.
einer erfindungsgemäßen Kompressoranordnung COAN aus Figur 1 im Detail, die mittels
des erfindungsgemäßen Verfahrens betrieben wird. Die erfindungsgemäße Kompressoranordnung
COAN des Ausführungsbeispiels besteht im Wesentlichen aus einer Gasturbine GT mit
einem Verdichter COGT und einer Turbine GTGT, einer erfindungsgemäßen elektrodynamischen
Maschine GeMo und einem Kompressor Co. Der Kompressor Co befindet sich mit der elektrodynamischen
Maschine GeMo auf einem ersten Wellenstrang SH1. Der Turbinenverdichter COGT ist gemeinsam
mit der Gasturbinenturbine GTGT auf einem zweiten Wellenstrang SH2, der mit dem ersten
Wellenstrang SH1 in einer Drehmoment-übertragenden Verbindung in Form eines Getriebes
TR1 steht. Der Kompressor Co ist in Topfbauweise ausgebildet, so dass keine durchgehende
Welle als Teil des ersten Wellenstrangs SH1 des Kompressors Co vorgesehen ist. Die
Seite des Kompressorgehäuses CoCs, aus der kein Ende des Wellenstrangs SH1 austritt,
kann für Wartungsarbeiten geöffnet werden, so dass beispielsweise ein nicht im Einzelnen
dargestelltes Laufrad Rot mit nur geringem Zeitaufwand gewechselt werden kann.
[0018] Die elektrodynamische Maschine GeMo ist mit einer durch ein Gehäuse durchgehenden
Welle SHGeMo als Bestandteil des ersten Wellenstrangs SH1 ausgebildet, so dass an
einem ersten Ende der Welle S1 der elektrodynamischen Maschine GeMo der Kompressor
Co angeordnet ist und an einem zweiten Ende das Getriebe TR1. Die elektrodynamische
Maschine GeMo steht mit einem Frequenzumrichter CONV in elektrisch leitender Verbindung,
so dass von der elektrodynamischen Maschine GeMo bei unterschiedlichen Drehfrequenzen
erzeugte elektrische Energie mit der Netzfrequenz von 50 Hz in ein angeschlossenes
elektrisches Stromnetz ELN eingespeist werden kann. Daneben dient der Frequenzumrichter
CONV der Drehzahlregelung des Kompressorantriebes mittels der elektrodynamischen Maschine
GeMo.
[0019] Der Kompressor Co ist an das Gasverteilungsnetz 1 angeschlossen und ermöglicht die
Förderung von Volumenströmen (Normvolumenströme U, V, W, X, Y, Z) nach Bedarf in eine
Richtung oder in die entgegen gesetzte Richtung einer Pipeline PL des Gasverteilungsnetzes
1. Diese Möglichkeit wird eröffnet durch eine Anordnung CIR Gasleitungen PEP und Ventilen
VAV. Je nach Öffnung bestimmter Ventile VAV ermöglicht diese Anordnung CONV, welche
auch eine allgemein als "Hosenträgerschaltung" bezeichnete Leitungsanordnung umfasst,
eine Förderung des Gases mittels des unveränderten Kompressors Co in die eine oder
die entgegen gesetzte andere Richtung der Pipeline PL. Diese beiden unterschiedlichen
Möglichkeiten sind in der Figur 2 strichpunktiert bzw. gestrichelt dargestellt.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb der Pipelinekompressorstation PCO bzw.
der Kompressoranordnung COAN sieht vor, dass die Gasturbine GT bei einer bestimmten
Leistung P ein Maximum des Wirkungsgrades η aufweist, wie dies mittels des skizzenhaften
Diagramms in Figur 2 angedeutet ist. Die schwankenden Lastanforderungen an dem Kompressor
Co, wie dies durch das Diagramm darstellend den Volumenstrom V über die Zeit T in
Figur 2 angedeutet ist, bedeuten bei herkömmlichen Anlagen, dass die Gasturbine GT
über lange Zeiträume in Bereichen nur mäßige Wirkungsgrades η zu betreiben ist. Nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betrieb der Kompressoranordnung COAN gleicht Die
elektrodynamische Maschine die Belastungsspitzen und Täler des Kompressors Co aus,
so dass die Gasturbine stets näher im Bereich des maximalen Wirkungsgrades GT also
näher am Wirkungsgradoptimum betrieben wird. Hier wird vorgesehen, dass Die elektrodynamische
Maschine GeMo bei einer Lastanforderung aus dem Kompressor Co, welche niedriger ist
als eine erste Leistung P1, bei der die Gasturbine das Wirkungsgradmaximum η1 aufweist
als Generator betrieben wird und wenn der Kompressor Co eine Leistungsanforderung
hat, welche höher ist als die erste Leistung P1, die elektrodynamische Maschine als
Motor betrieben wird. Hierzu ist eine Regelung CR vorgesehen, welche die elektrodynamische
Maschine entsprechend der Betriebssituation steuert. Die während der Generatorbetriebs
der elektrodynamischen Maschine GeMo erzeugte elektrische Leistung wird mittels des
Frequenzumrichters CONV Netzfrequenz gebracht und des elektrischen Stromnetzes ELN
eingespeist.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Gasverteilungsnetz
- 2
- Territorium
- 3
- Schnittstelle
- U, V, W, X, Y, Z
- Normvolumenstrom
- 4
- Knotenpunkt
- 5
- Versorgerentnahme
- P1 - P10
- Druck
- PCO
- Pipelinekompressorstation
- COAN
- Kompressoranordnung
- GeMo
- elektrodynamische Maschine
- Co
- Kompressor
- GT
- Gasturbine
- GTGT
- Turbine
- COGT
- Verdichter
- SH1
- erster Wellenstrang
- SH2
- zweiter Wellenstrang
- TR1
- Getriebe
- COCS
- Kompressorgehäuse
- CONV
- Frequenzumrichter
- ELN
- elektrisches Stromnetz
- PL
- Pipeline
- COND
- Anordnung
- PIP
- Gasleitung
- VAV
- Ventil
- η
- Wirkungsgrad
1. Verfahren zum Betrieb einer Kompressoranordnung (COAN), insbesondere einer Pipelinekompressorstation
(PCO), welche Kompressoranordnung eine Turbine (Gasturbine GT) und einen Kompressor
(Co) in Drehmoment-übertragender Verbindung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine elektrodynamische Maschine (GeMo) in Drehmoment-übertragender Verbindung mit
dem Kompressors (Co) steht, wobei die Turbine (Gasturbine GT) bei einer bestimmten
ersten Turbinenleistung (P1) ein Wirkungsgradmaximum (H1) aufweist, wobei bei einer
Kompressorleistung unterhalb der ersten Turbinenleistung (P1) die elektrodynamische
Maschine (GeMo) als Generator betrieben wird und bei einer Kompressorleistung oberhalb
der ersten Turbinenleistung (P1) die elektrodynamische Maschine (GeMo) als Motor betrieben
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Förderrichtung der Kompressoranordnung (COAN) umkehrbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kompressor (Co) im Wesentlichen bei konstanter Drehzahl (n) betrieben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kompressor (Co) bei variabler Drehzahl (n) betrieben wird.
5. Kompressoranlage (COAN) mit einer Turbine (Gasturbine GT) und einem Kompressor (Co),
welcher miteinander in Drehmoment-übertragender Verbindung stehen,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine elektrodynamische Maschine (GeMo) mit dem Kompressor (Co) in Drehmoment-übertragender
Verbindung steht, wobei die Turbine (Gasturbine GT) derart ausgebildet ist, dass sie
bei einer bestimmten ersten Leistung (P1) ein Wirkungsgradmaximum (H1) erreicht, wobei
eine Regelung (Cr) vorgesehen und derart ausgebildet ist, dass sie die Leistungsaufnahme
und Abgabe der elektrodynamischen Maschine (GeMo) derart steuert, dass bei einer Kompressorleistung
unterhalb der ersten Leistung (P1) die elektrodynamische Maschine (GeMo) als Generator
betrieben wird und bei einer Kompressorleistung oberhalb der ersten Leistung (P1)
die elektrodynamische Maschine (GeMo) als Motor betrieben wird.
6. Kompressoranlage (COAN) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Turbine (Gasturbine GT) und der Kompressor jeweils eine eigene voneinander separate
Welle (Wellenstrang SH1, SH2) aufweisen.
7. Kompressoranlage (COAN) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kompressor (Co) in Topfbauweise ausgebildet ist, so dass keine durchgehende Welle
(SH1) vorgesehen ist.