[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbinden von Kettfäden aus einer
Fadenschicht einer ersten Webkette mit Kettfäden aus einer Fadenschicht einer zweiten
Webkette, welche Vorrichtung eine Mehrzahl bewegbarer Teile und mindestens einen Antriebsmotor
zum Bewegen der bewegbaren Teile umfasst, wobei Kettfäden der ersten Webkette und
der zweiten Webkette durch Bewegen der jeweiligen Teile derart beeinflussbar sind,
dass jeweils ein Kettfaden der ersten Webkette und ein Kettfaden der zweiten Webkette
jeweils an Enden dieser Fäden miteinander verbunden werden. Die Erfindung bezieht
sich weiterhin auf ein entsprechendes Verfahren zum Verbinden von Kettfäden aus einer
Fadenschicht einer ersten Webkette mit Kettfäden aus einer Fadenschicht einer zweiten
Webkette durch Bewegen einer Mehrzahl bewegbarer Teile.
[0002] In vielen industriellen Prozessen, die auf einer Verarbeitung von Fäden beruhen (z.
B. Verfahren zur Herstellung von Geweben, Textilien etc.), spielt die Handhabung von
Fadenschichten, die aus einer Vielzahl von nebeneinander - beispielsweise parallel
- angeordneten Fäden bestehen, eine zentrale Rolle. Beispielsweise sind die Kettfäden
einer Webkette, wie sie auf Webmaschinen verarbeitet werden, in der Regel mehr oder
weniger dicht nebeneinander angeordnet und bilden somit eine meist ebene (Kett-) Fadenschicht.
[0003] Techniken zum Verbinden von Fäden aus einer ersten Fadenschicht mit Fäden aus einer
zweiten Fadenschicht werden u. a. im Zusammenhang mit Webmaschinen eingesetzt. Wenn
beispielsweise beim Weben mit einer Webmaschine die Kettfäden einer Webkette der Länge
nach abgearbeitet sind, dann ist es üblich, die Enden der Kettfäden der abgearbeiteten
Webkette mit den Kettfäden einer neuen Webkette zu verbinden und anschliessend den
Webprozess mit der neuen Webkette fortzusetzen.
[0004] Zum Verbinden einzelner Fäden werden eine Reihe von Verfahren verwendet, beispielsweise
Verknüpfen, Umwickeln, Verkleben, Verspleissen, Verschweissen o. ä. Bei derartigen
Verfahren ist es in der Regel notwendig, mit bewegten Teilen auf die zu verbindenden
Fäden einzuwirken.
[0005] Zum Verbinden von Webketten werden heutzutage meist fahrbare Knüpfvorrichtungen verwendet,
die direkt an Webmaschinen eingesetzt werden und dazu dienen, die Kettfäden einer
Webkette mit den Kettfäden einer anderen Webkette mittels Knoten zu verbinden. Die
Hauptkomponenten einer derartigen Knüpfvorrichtung sind: (i) ein fahrbares Gestell
(Knüpfgestell) zum Aufspannen von zwei Fadenschichten (Webketten) und (ii) eine Knüpfmaschine,
die auf das Gestell aufgesetzt wird und die einzelnen Fäden der beiden Fadenschichten
miteinander verknotet.
[0006] Die existierenden Knüpfvorrichtungen sind im Detail unterschiedlich konzipiert, arbeiten
jedoch im Wesentlichen nach demselben Grundprinzip. Eine Knüpfmaschine führt in der
Regel die folgenden Verfahrensschritte aus, um einen Faden einer ersten Fadenschicht
mit einem Faden einer zweiten Fadenschicht zu verbinden:
- Vorwärtsbewegen (Vorschub) der Maschine auf dem Knüpfgestell zum Anfang (Rand) einer
der Fadenschichten,
- Bewegen der zweiten Fadenschicht derart, dass die Anfänge (Ränder) der beiden Fadenschichten
senkrecht übereinander liegen,
- Separieren des vordersten (am Rand befindlichen) Fadens der ersten Fadenschicht und
Separieren des vordersten (am Rand befindlichen) Fadens der zweiten Fadenschicht,
- Zusammenführen der beiden separierten Fäden und Abschneiden derselben,
- Verknoten der beiden Fäden,
- Entfernen der verknoteten Fäden aus dem von der Knüpfmaschine beim Vorwärtsbewegen
beanspruchten Raum.
[0007] Diese Verfahrensschritte werden gewöhnlich in aufeinanderfolgenden Zyklen wiederholt,
um alle Fäden der beiden Fadenschichten zu verbinden.
[0008] Zur Durchführung der jeweiligen Verfahrensschritte werden in der Regel eine Reihe
verschiedener Teile mit einem einzigen Antrieb - beispielsweise einem elektrischen
Motor oder einer Handkurbel - bewegt. Zu diesem Zweck wird mit dem Antrieb eine Hauptwelle
in Rotation versetzt und die Drehung dieser Welle - beispielsweise über Getriebe und/oder
Kurvenscheiben - auf die an den jeweiligen Verfahrensschritten beteiligten mechanischen
Aktoren übertragen. Die jeweiligen Bewegungen aller bewegten Teile erfolgen (zeitlich
und räumlich) nach einem vorgegebenen Ablaufschema in Abhängigkeit von dem momentanen
Drehwinkel der Hauptwelle.
[0009] Dieses - aus
FR 2 190 963 bzw.
DE 2 316 625 oder
EP 0206196 A2,
DE 3543536 C1 bzw.
DE 19707623 C1 bekannte - Konzept hat verschiedene Nachteile. Zum einen muss jeder Zyklus der oben
genannten Verfahrensschritte vollständig durchlaufen werden, entsprechend der jeweiligen
Kopplung zwischen der Hauptwelle und den über die Hauptwelle angetriebenen Teilen.
Dies vermindert die Effizienz der Knüpfvorrichtung. Beispielsweise könnte während
eines Zyklus einer der Verfahrensschritte nicht korrekt ausgeführt werden. Es kann
beispielsweise vorkommen, dass zu Beginn eines Zyklus kein Faden aus der ersten und/oder
der zweiten Fadenschicht separiert wird. Folglich können anschliessend auch keine
Fäden der Knüpfmaschine zugeführt und miteinander verbunden werden. Trotzdem muss
der Zyklus zu Ende geführt werden, und anschliessend müssen in einem weiteren Zyklus
oder in mehreren weiteren Zyklen jeweils alle vorgesehenen Verfahrensschritte so oft
wiederholt werden, bis die gewünschte Verbindung zwischen den jeweiligen Fäden hergestellt
ist. Fehler bei der Durchführung einzelner Verfahrensschritte führen folglich zu einer
drastischen Senkung der Arbeitsgeschwindigkeit der Knüpfmaschine (gemessen als Anzahl
der hergestellten Verbindungen zwischen Fäden pro Zeiteinheit). Ein weiterer Nachteil
ist darin zu sehen, dass die mechanischen Einstellungen der Maschine in der Regel
durch manuelle Eingriffe verändert werden müssen, wenn Fäden mit unterschiedlichen
Eigenschaften verarbeitet werden sollen. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen,
dass die Maschine in der Regel eine grosse Zahl bewegbarer Teile umfassen muss, um
alle Bewegungen (räumlich und zeitlich) präzise zu steuern. Eine Reihe der für die
Steuerung der Bewegungsabläufe relevanten Teile - beispielsweise Kurvenscheiben, Getriebe
und/oder Kupplungen zwischen bewegbaren Teilen - verlangen eine hohe Präzision und
sind daher meist teuer.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu
vermeiden und eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, welche es ermöglichen,
Verbindungen zwischen Enden von Kettfäden aus einer Fadenschicht einer ersten Webkette
und Enden von Kettfäden aus einer Fadenschicht einer zweiten Webkette mit einer besseren
Effizienz herzustellen und die Steuerung aller Bewegungsabläufe zu vereinfachen.
[0011] Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 oder (alternativ) mit den Merkmalen des Anspruchs 2 und ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 5 oder (alternativ) mit den Merkmalen des Anspruchs
6 gelöst.
[0012] Im Folgenden werden gegebenenfalls (zur Vereinfachung der Darstellung) der Begriff
"Faden" anstelle des Begriffs "Kettfaden" und die Bezeichnungen "Faden aus einer ersten
Fadenschicht" bzw. "Faden aus einer zweiten Fadenschicht" anstelle der Bezeichnungen
"Kettfaden aus einer Fadenschicht einer ersten Webkette" bzw. "Kettfaden aus einer
Fadenschicht einer zweiten Webkette" verwendet.
[0013] Die erfindungsgemässe Vorrichtung umfasst eine Mehrzahl bewegbarer Teile, wobei Kettfäden
aus einer Fadenschicht einer ersten Webkette und Kettfäden aus einer Fadenschicht
einer zweiten Webkette durch Bewegen der jeweiligen Teile derart beeinflussbar sind,
dass jeweils ein Kettfaden der ersten Webkette und ein Kettfaden der zweiten Webkette
jeweils an Enden dieser Fäden miteinander verbunden werden.
[0014] Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass die Vorrichtung mehrere Antriebsmotoren zum
Bewegen der bewegbaren Teile umfasst, wobei eine Teilmenge der bewegbaren Teile von
einem der Antriebsmotoren und mindestens eine andere Teilmenge der bewegbaren Teile
von einem anderen der Antriebsmotoren bewegbar ist.
[0015] Die verschiedenen Antriebsmotoren können unabhängig voneinander betrieben und mittels
einer Steuerung unabhängig voneinander gesteuert werden.
[0016] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Teile einer der Teilmengen derart an den einen
Antriebsmotor und die Teile der jeweiligen anderen Teilmenge derart an den jeweiligen
anderen Antriebsmotor gekoppelt sind, dass die jeweiligen Teile der einen Teilmenge
unabhängig von den jeweiligen Teilen der anderen Teilmenge bewegbar sind. Somit ist
es möglich, die Teile verschiedener Teilmengen jeweils unabhängig voneinander zu bewegen
und deren Bewegungen unabhängig voneinander zu steuern.
[0017] Auf der Grundlage dieses Konzepts kann die Zahl der bewegbaren Teile, die zur Realisierung
der jeweiligen Funktionen der Vorrichtung benötigt werden, gering gehalten werden.
Im Vergleich zu konventionellen Knüpfmaschinen können insbesondere mechanische Komponenten,
die die Bewegungsabläufe anderer bewegbarer Teile kontrollieren (beispielsweise Kurvenscheiben),
eingespart werden. Die Funktion derartiger mechanischer Komponenten kann jeweils durch
einen Antriebsmotor in Verbindung mit einer Steuerung, die den jeweiligen Antriebsmotor
geeignet steuert, ersetzt werden. Dieser Ersatz hat mehrere Vorteile. Da einerseits
die genannten mechanischen Komponenten wegen der hohen Anforderungen hinsichtlich
der Fertigungstoleranzen gewöhnlich teuer sind und andererseits relativ preisgünstige
Antriebsmotoren zweckmässig verwendet werden können, können durch die Verwendung mehrerer
Antriebsmotoren Herstellungskosten gespart werden. Weiterhin ist es mit wenig Aufwand
möglich, die Steuerung eines einzelnen Antriebsmotors zu ändern, beispielsweise durch
Änderung eines Steuerungsprogramms oder durch eine Aktivierung einer spezifischen
Steuerungsoption, die aus mehreren vorgegebenen Steuerungsoptionen auswählbar sein
könnte. Dies kann beispielsweise dann notwendig oder sinnvoll sein, wenn Garne mit
unterschiedlichen Eigenschaften verarbeitet werden müssen, und durch geeignete Steuerungsprogramme
das Funktionieren der Vorrichtung optimiert werden kann. Die Verwendung von mehreren
Antriebsmotoren erlaubt es daher, durch eine Beeinflussung (Änderung, Anpassung) der
Steuerungen der jeweiligen Antriebsmotoren die Bewegungsabläufe verschiedener Teilmengen
der bewegbaren Teile mit wenig Aufwand aufeinander abzustimmen bzw. zu modifizieren,
ohne Teile der Mechanik der Vorrichtung auszutauschen oder zu verändern. Die Steuerung
der erfindungsgemässen Vorrichtung ist somit vereinfacht, komplexere Bewegungsabläufe
können mit relativ einfachen (beispielsweise programmiertechnischen) Mitteln realisiert
und gegebenenfalls verändert werden.
[0018] Die unabhängige Ansteuerung mehrerer Antriebsmotoren bietet verschiedene Möglichkeiten,
die Bewegungsabläufe der Vorrichtung flexibler zu steuern, verglichen mit einer Vorrichtung,
bei der alle bewegbaren Teile an eine einzige, von einem einzigen Antriebsmotor angetriebene
Hauptwelle gekoppelt sind.
[0019] Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist beispielsweise
vorgesehen, dass eine Bewegung der Teile mindestens einer der Teilmengen unabhängig
von den Teilen der jeweiligen anderen Teilmengen wiederholbar ist. Eine Wiederholung
der Bewegungen einzelner Teile ermöglicht beispielsweise eine effiziente Handhabung
von fehlerhaft durchgeführten Abläufen und gegebenenfalls eine effiziente Behebung
von Fehlern. Im Fehlerfall kann es genügen, ausschliesslich Bewegungen von Teilen,
die an einem fehlerhaft durchgeführten Verfahrensschritt beteiligt waren, zu wiederholen,
ohne Rücksicht auf den jeweiligen Zustand der übrigen bewegbaren Teile. Diese Massnahme
ermöglicht eine effizientere Fehlerbehebung und eine effiziente und flexible Prozessführung
und verbessert somit die Arbeitsgeschwindigkeit der Vorrichtung.
[0020] Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist vorgesehen,
dass eine Bewegung der Teile mindestens einer der Teilmengen unabhängig von den Teilen
der anderen Teilmengen umkehrbar ist. Diese Massnahme ermöglicht ebenfalls eine effizientere
Fehlerbehebung und eine effiziente und flexible Prozessführung und verbessert somit
die Arbeitsgeschwindigkeit der Vorrichtung.
[0021] Bei der Konstruktion der jeweiligen Vorrichtung kann berücksichtigt werden, dass
ein Verfahren zum Verbinden von Fäden aus einer ersten Fadenschicht mit Fäden aus
einer zweiten Fadenschicht mittels Bewegen einer Mehrzahl bewegbarer Teile in der
Regel als wiederholter Ablauf einer Folge von mehreren Verfahrensschritten angesehen
werden kann, wobei in jedem der Verfahrensschritte eine für den jeweiligen Verfahrenschritt
spezifische Teilmenge der bewegbaren Teile bewegt wird.
[0022] Gemäss der Erfindung ist es deshalb zweckmässig, mindestens zwei oder mehr Antriebsmotoren
zum Bewegen der bewegbaren Teile derart zu verwenden, dass die für einen der Verfahrensschritte
spezifische Teilmenge der bewegbaren Teile von mindestens einem der Antriebsmotoren
bewegt wird und die für einen anderen der Verfahrensschritte spezifische Teilmenge
der bewegbaren Teile von mindestens einem anderen der Antriebsmotoren bewegt wird.
Im Rahmen dieses Konzepts ist es beispielsweise möglich, jeden der Antriebsmotoren
für die Durchführung mehrerer Verfahrensschritte der jeweiligen Folge zu verwenden,
beispielsweise für die Durchführung eines Teils der jeweiligen Folge. Es ist allerdings
auch möglich, jedem der Verfahrensschritte einen oder mehrere Antriebsmotoren zuzuordnen,
die ausschliesslich für die Durchführung des jeweiligen Verfahrensschritts vorgesehen
sind.
[0023] Die Aufteilung des Verfahrens in einzelne Verfahrensschritte, die Wahl der Anzahl
der Antriebsmotoren und die jeweilige Zuordnung von Antriebsmotoren und Verfahrens8chritten
kann im Wesentlichen beliebig vorgenommen werden, je nachdem, was nach den Umständen
des Einzelfalls zweckmässig ist.
[0024] Gemäss der Erfindung ist beispielsweise vorgesehen, dass die Folge der Verfahrensschritte
mindestens die beiden Verfahrensschritte "Separieren eines Fadens aus der ersten Fadenschicht
und Separieren eines Fadens aus der zweiten Fadenschicht" und "Herstellen einer Verbindung
zwischen dem aus der ersten Fadenschicht separierten Faden und dem aus der zweiten
Fadenschicht separierten Faden" umfasst und dass zur Durchführung des Verfahrens mindestens
zwei Antriebsmotoren zur Verfügung stehen, wobei mindestens einer der Antriebsmotoren
zur Durchführung des einen Verfahrensschritts ("Separieren der jeweiligen Fäden")
und mindestens ein anderer der Antriebsmotoren zur Durchführung des anderen Verfahrensschritts
("Herstellen einer Verbindung zwischen den jeweiligen Fäden") verwendet wird.
[0025] Zur Realisierung der vorstehend genannten Folge von Verfahrensschritten dient eine
erfindungagemässe Vorrichtung, bei der eine erste Teilmenge der bewegbaren Teile bewegbare
Mittel zum Separieren eines Kettfadens aus einer Fadenschicht der ersten Webkette
und/oder zum Separieren eines Kettfadens aus einer Fadenschicht der zweiten Webkette
umfasst und einer der Antriebsmotoren zum Bewegen dieser Teilmenge vorgesehen ist,
und bei der eine zweite Teilmenge der bewegbaren Teile jeweils bewegbare Mittel zur
Herstellung einer Verbindung zwischen einem aus der Fadenschicht der ersten Webkette
separierten Kettfaden und einem aus der Fadenschicht der zweiten Webkette separierten
Kettfaden umfasst und einer der Antriebsmotoren zum Bewegen der bewegbaren Mittel
dieser Teilmenge vorgesehen ist. Bei dieser Vorrichtung ist es demnach möglich, den
Verfahrensschritt separieren der jeweiligen Fäden" unabhängig vom Verfahrensschritt
"Herstellen einer Verbindung zwischen den jeweiligen Fäden" auszuführen. Falls im
Betrieb der Vorrichtung der Verfahrensschritt "Separieren" fehlerhaft ausgeführt wird
(beispielsweise mit dem Ergebnis, dass mindestes einer der zu separierenden Fäden
nicht aus der jeweiligen Fadenschicht separiert wird), dann könnte der Verfahrensschritt
"Separieren der jeweiligen Fäden" zunächst (so häufig wie nötig) wiederholt werden,
bevor der Verfahrensschritt "Verbinden der jeweiligen Fäden" durchgeführt wird. Dadurch
wird offensichtlich eine Verbesserung der Arbeitseffizienz und der Arbeitsgeschwindigkeit
der Vorrichtung erreicht.
[0026] Gemäss der Erfindung kann - als Alternative zu den genannten Verfahrensschritten
- das Separieren der Fäden aus den beiden Fadenschichten jeweils in zwei Verfahrensschritten
vorgenommen, die unabhängig voneinander ablaufen können: in einem Verfahrensschritt
"Separieren eines Fadens aus der ersten Fadenschicht" und in einem weiteren Verfahrensschritt
"Separieren eines Fadens aus der zweiten Fadenschicht", wobei für jeden dieser beiden
Verfahrensschritte ein eigener Antriebsmotor vorgesehen ist. Einer der Antriebsmotoren
ist dafür vorgehen, bewegbare Mittel zum Separieren eines Fadens aus der ersten Fadenschicht
anzutreiben, und ein anderer Antriebsmotor ist dafür vorgesehen, bewegbare Mittel
zum Separieren eines Fadens aus der zweiten Fadenschicht anzutreiben. Entsprechend
ist ein weiterer Antriebsmotor dafür vorgesehen, bewegbare Mittel zur Herstellung
einer Verbindung zwischen einem aus der ersten Fadenschicht separierten Faden und
einem aus der zweiten Fadenschicht separierten Faden anzutreiben.
[0027] Wenn im Betrieb der Vorrichtung das Separieren der jeweiligen Fäden fehlerhaft ausgeführt
werden sollte (beispielsweise mit dem Ergebnis, dass der aus der ersten Fadenschicht
zu separierende Faden und/oder der aus der zweiten Fadenschicht zu separierende Faden
nicht separiert wurde), dann könnten die Verfahrenschritte "Separieren eines Fadens
aus der ersten Fadenschicht" und/oder "Separieren eines Fadens aus der zweiten Fadenschicht"
einzeln oder beide (so häufig wie nötig) wiederholt werden, bevor der Verfahrensschritt
"Verbinden der jeweiligen Fäden" durchgeführt wird. Dadurch wird offensichtlich eine
Verbesserung der Arbeitseffizienz und der Arbeitsgeschwindigkeit der Vorrichtung erreicht.
Weiterhin kann bei dieser Variante ausgenutzt werden, dass das Separieren eines Fadens
aus der ersten Fadenschicht und das Separieren eines Fadens aus der zweiten Fadenschicht
unabhängig voneinander ausführbare Prozesse sind. Falls im Betrieb lediglich einer
der zu separierenden Fäden separiert wird, der andere der zu separierenden Fäden aber
nicht, dann genügt es, ausschliesslich denjenigen Verfahrensschritt "Separieren" zu
wiederholen, der zuvor ohne Erfolg durchgeführt wurde. Der eine bereits separierte
Faden kann in der Zwischenzeit in einer Ruhestellung gehalten werden. Auf diese Weise
kann das Separieren der Fäden besonders schonend durchgeführt werden, zumal unnötige
Wechselwirkungen zwischen bewegten Teilen und Fäden vermieden werden. Dies ist vorteilhaft
bei der Bearbeitung von Fadenschichten aus empfindlichen Fäden.
[0028] In einer Weiterentwicklung der vorstehend genannten Ausführungsformen ist vorgesehen,
dass die jeweilige Folge der Verfahrensschritte weitere Verfahrensschritte umfassen
kann, die bevorzugt unabhängig von den übrigen Verfahrensschritten durchgeführt werden
können.
[0029] Die jeweilige Folge der Verfahrenschritte kann beispielsweise zusätzlich mindestens
einen der folgenden Verfahrensschritte a) - d) umfassen:
- a) Halten und/oder Klemmen der separierten Fäden,
- b) Schneiden der separierten Fäden,
- c) Transport der separierten Fäden an einen Ort, an dem eine Verbindung zwischen den
jeweiligen separierten Fäden hergestellt wird,
- d) Weitertransport der jeweils miteinander verbundenen Fäden.
[0030] Zur Durchführung jedes der zusätzlichen Verfahrensschritte a) -d) könnten jeweils
ein oder mehrere Antriebsmotoren vorgesehen werden, die jeweils ausschliesslich an
der Durchführung eines der Verfahrenschritte a) - d) beteiligt sind.
[0031] Weitere Antriebsmotoren könnten zur Realisierung der folgenden Verfahrensschritte
verwendet werden: Mindestens einer der Antriebsmotoren kann dazu bestimmt sein, die
Fadenschichten relativ zueinander zu positionieren; mindestens ein weiterer Antriebsmotor
kann dazu bestimmt sein, die bewegbaren Teile relativ zu den jeweiligen Fadenschichten
zu positionieren und somit einen Vorschub der bewegbaren Teile relativ zu den Fadenschichten
zu erzeugen.
[0032] Wenn zur Realisierung des Vorschubs der bewegbare Teile ein Antriebsmotor bereitgestellt
ist, der ausschliesslich für diesen Zweck vorgesehen ist, dann ist es möglich, den
Vorschub unabhängig von den übrigen Verfahrensschritten durchzuführen. Dies bietet
mehrere Vorteile. Der Vorschub kann beispielsweise (hinsichtlich Weg und Zeit bzw.
Geschwindigkeit) auf einfache Weise (durch eine geeignete Steuerung des Antriebsmotors)
individuell angepasst werden, beispielsweise in Abhängigkeit von der Beschaffenheit
der jeweiligen Fadenschichten (z. B. Dicke der jeweiligen Fäden, Abstände der jeweiligen
Fäden, Widerstand der Fäden gegen Abnutzung u. Ä.). Weiterhin kann die Richtung des
Vorschubs umgekehrt werden, d. h. es ist möglich, die bewegbaren Teile zu den jeweiligen
Fadenschichten hin oder von den jeweiligen Fadenschichten weg zu bewegen. Im Fehlerfall
könnte die Gesamtheit der bewegbaren Teile von den Fadenschichten wegbewegt werden
(Rückwärtsgang), ohne Rücksicht auf die momentane Stellung der bewegbaren Teile.
[0033] Weitere Einzelheiten der Erfindung und insbesondere beispielhafte Ausführungsformen
der erfindungsgemässen Vorrichtung und des erfindungagemässen Verfahrens werden im
Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Verbinden von Kettfäden aus einer Fadenschicht
einer ersten Webkette mit Kettfäden aus einer Fadenschicht einer zweiten Webkette,
mit Mitteln zum Separieren eines Kettfadens aus der Fadenschicht der ersten Webkette,
mit Mitteln zum Separieren eines Kettfadens der Fadenschicht der zweiten Webkette,
mit Mitteln zum Verbinden der separierten Fäden und mit drei Antriebsmotoren zum Bewegen
der jeweiligen Mittel zum Separieren bzw. Verbinden, betrachtet aus einer gegenüber
den Fadenschichten in einem spitzen Winkel geneigten Blickrichtung, wobei die Mittel
zum Separieren jeweils in einer Arbeitsposition gezeigt sind, die zu Beginn einer
Separierbewegung eingenommen wird;
- Fig. 2
- ein Unterteil der Vorrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 3
- ein Oberteil der Vorrichtung gemäss Fig. 1;
- Fig. 4
- die Vorrichtung gemäss Fig. 1, in einer Draufsicht;
- Fig. 5
- die Vorrichtung gemäss Fig. 1, aus einer Perspektive gemäss V-V in Fig. 4;
- Fig. 6
- die Vorrichtung gemäss Fig. 1, aus derselben Perspektive wie in Fig. 1, wobei die
Separiermittel derart bewegt sind dass jeweils ein Faden am Rand der Fadenschicht
der ersten Webkette und am Rand der Fadenschicht der zweiten Webkette von den übrigen
Fäden separiert ist;
- Fig. 7
- die Vorrichtung gemäss Fig. 6, in einer Draufsicht;
- Fig. 8
- die Vorrichtung gemäss Fig. 6, jedoch aus einer anderen Perspektive, wobei die Blickrichtung
parallel zu den Fäden der Fadenschichten liegt, mit den drei Antriebsmotoren im Vordergrund;
- Fig. 9
- die Vorrichtung gemäss Fig. 1, wobei die separierten Fäden an einen Ort transportiert
sind, an dem durch Bewegen der Mittel zum Verbinden eine Verbindung zwischen den jeweiligen
separierten Fäden hergestellt werden kann;
- Fig. 10
- die Vorrichtung gemäss Fig. 9, jedoch aus einer anderen Perspektive, wobei die Blickrichtung
parallel zu den Fäden der Fadenschichten liegt;
- Fig. 11
- die Vorrichtung gemäss Fig. 9, jedoch aus einer anderen Perspektive, wobei die Blickrichtung
parallel zu den Fadenschichten und senkrecht zu den Fäden der Fadenschichten liegt
(gemäss XI-XI in Fig. 10).
[0034] Die Fig. 1-11 zeigen eine erfindungsgemässe Vorrichtung 1 zum Verbinden von Kettfäden
aus einer Fadenschicht 5 einer ersten Webkette mit Kettfäden aus einer Fadenschicht
6 einer zweiten Webkette. Die Vorrichtung 1 ist - im Sinne eines Beispiels - als Knüpfmaschine
konzipiert, d.h. die Vorrichtung 1 hat die Aufgabe, Fäden der Fadenschicht 5 mit Fäden
der Fadenschicht 6 durch Bildung von Knoten miteinander zu verbinden.
[0035] Die Figuren 1-11 zeigen die Vorrichtung 1 aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen
Betriebszuständen.
[0036] Wie in Fig. 1 angedeutet ist, besteht die Vorrichtung 1 aus einem Unterteil 2, welcher
die Fadenschicht 5 und die Fadenschicht 6 trägt, und einem Oberteil 3. Der Oberteil
3 hat im Wesentlichen die Funktion, Fäden aus den beiden Fadenschichten 5 und 6 zu
erfassen und durch Knoten zu verbinden, und umfasst zu diesem Zweck eine Mehrzahl
bewegbarer Teile, die - in Bewegung - auf Fäden aus den Fadenschichten 5 und 6 derart
einwirken können, dass die jeweiligen Fäden durch einen Knoten verbunden werden. Der
Oberteil 3 bildet somit die Knüpfeinheit der Vorrichtung 1.
[0037] Die Position des Oberteils 3 kann - wie im Zusammenhang mit Fig. 2 und 3 im Detail
erläutert wird - bezüglich der Fadenschichten 5 und 6 bzw. bezüglich des Unterteils
2 verändert werden, um eine Bearbeitung aller Fäden der Fadenschichten 5 und 6 zu
ermöglichen.
[0038] In Fig. 1 ist die Vorrichtung 1 vereinfacht dargestellt, um wesentliche Komponenten
des Unterteils 2 und des Oberteils 3 hervorzuheben. Die Fig. 2 zeigt weitere Einzelheiten
des Unterteils 2, Fig. 3 zeigt (schematisch) weitere Einzelheiten des Oberteils 3.
[0039] Wie Fig. 2 zeigt, umfasst der Unterteil 2 einen Tragrahmen 4, über den alle Komponenten
der Vorrichtung 1 abgestützt sind. An dem Tragrahmen 4 ist ein Spannrahmen 10 mit
zwei Klemmen 10.1 für die Fäden der Fadenschicht 5 und ein Spannrahmen 11 mit zwei
Klemmen 11.1 für die Fäden der Fadenschicht 6 befestigt.
[0040] Im Spannrahmen 10 werden Abschnitte der Kettfäden der ersten Webkette im Bereich
eines Endes der Kettfäden gehalten, wobei die Kettfäden in den Figuren nur in der
unmittelbaren Umgebung des Spannrahmens 10 dargestellt sind (der übrige Teil der ersten
Webkette ist nicht dargestellt). Entsprechend werden im Spannrahmen 11 Abschnitte
der Kettfäden der zweiten Webkette im Bereich eines Endes der Kettfäden gehalten,
wobei die Kettfäden in den Figuren nur in der unmittelbaren Umgebung des Spannrahmens
11 dargestellt sind (der übrige Teil der zweiten Webkette ist nicht dargestellt).
[0041] Die Fäden der Fadenschicht 5. sind mit den Klemmen 10.1 an zwei räumlich getrennten
Armen des Spannrahmens 10 gehalten. Entsprechend sind die Fäden der Fadenschicht 6
mit den Klemmen 11.1 an zwei räumlich getrennten Armen des Spannrahmens 11 gehalten.
Die Spannrahmen 10 und 11 sind derart dimensioniert und die jeweiligen Klemmen 10.1
und 11.1 derart weit voneinander entfernt, dass der Oberteil 3 im Bereich zwischen
den beiden Klemmen 10.1 bzw. im Bereich zwischen den beiden Klemmen 11.1 an die Fadenschichten
5 und 6 herangeführt werden kann (Fig. 1, 6 und 9).
[0042] Die Spannrahmen 10 und 11 sind parallel zueinander angeordnet, so dass die Fadenschichten
5 und 6 (im Wesentlichen) parallel zueinander ausgerichtet sind. Es wird weiterhin
angenommen, dass die Fäden der Fadenschicht 5 jeweils parallel zueinander innerhalb
einer Ebene ausgerichtet sind. Für die Fäden der Fadenschicht 6 wird angenommen, dass
sie parallel zueinander und ausserdem parallel zu den Fäden der Fadenschicht 5 angeordnet
sind.
[0043] Der Spannrahmen 10 ist fest mit dem Tragrahmen 4 verbunden. Der Spannrahmen 11 ist
hingegen über (in den Figuren nicht dargestellte) Linearführungen derart am Tragrahmen
4 gelagert, dass der Spannrahmen 11 parallel zum Spannrahmen 10 bewegbar ist, wie
in Fig. 1 und 2 durch einen Doppelpfeil 12 angedeutet ist. Auf diese Weise ist es
möglich, die Fäden der Fadenschicht 6 relativ zu den Fäden der Fadenschicht 5 zu positionieren.
[0044] An dem Tragrahmen 4 ist weiterhin über einen Träger 15 eine Zahnstange 16 befestigt.
In die Zähne der Zahnstange 16 kann ein am Oberteil 3 befestigtes, antreibbares Schneckenrad
43.2 eingreifen, welches dazu dient, auf den Oberteil 3 einen Schub in der Längsrichtung
der Zahnstange 16 zu übertragen und somit den Oberteil 3 entlang der Zahnstange 16
zu bewegen.
[0045] Mit dem Spannrahmen 11 ist über einen Träger 20 eine Zahnstange 21 starr verbunden.
Die Zahnstange 21 ist parallel zur Zahnstange 16 ausgerichtet.
[0046] In die Zähne der Zahnstange 21 kann ein am Oberteil 3 befestigtes, antreibbares Schneckenrad
44.2 eingreifen, welches dazu dient, auf den Spannrahmen 11 einen Schub in der Längsrichtung
der Zahnstange 21 zu übertragen und somit den Spannrahmen 11 relativ zum Spannrahmen
10 und zum Oberteil 3 zu bewegen (in einer Linearbewegung).
[0047] Gemäss Fig. 1 und 3 umfasst der Oberteil 3 einen Basisrahmen 30, an dem die folgenden
Komponenten angeordnet sind:
- Ein Antriebsmotor 40, auf dessen Antriebswelle ein Separiermittel 35 zum Separieren
eines Fadens der Fadenschicht 5 sitzt, wobei der Antriebsmotor 40 derart ausgebildet
ist, dass das Separiermittel 35 sowohl um eine (Dreh-) Achse 40.1 des Antriebsmotors
40 drehbar und längs der Achse 40.1 (vorwärts und rückwärts) bewegbar ist;
- ein Antriebsmotor 41, auf dessen Antriebswelle ein Separiermittel 36 zum Separieren
eines Fadens der Fadenschicht 6 sitzt, wobei der Antriebsmotor 41 derart ausgebildet
ist, dass das Separiermittel 36 sowohl um eine (Dreh-) Achse 41.1 des Antriebsmotors
41 drehbar und längs der Achse 41.1 (vorwärts und rückwärts) bewegbar ist;
- ein Antriebsmotor 42, auf dessen Antriebswelle ein Verbindungsmittel 37 zur Herstellung
einer Verbindung zwischen einem aus der Fadenschicht 5 separierten Faden und einem
aus der Fadenschicht 6 separierten Faden sitzt, wobei der Antriebsmotor 42 derart
ausgebildet ist, dass das Verbindungsmittel 37 um eine (Dreh-) Achse 42.1 des Antriebsmotors
42 drehbar ist;
- ein Antriebsmotor 43, auf dessen Antriebswelle das Schneckenrad 43.2 sitzt, wobei
der Antriebsmotor 43 derart ausgebildet ist, dass das Schneckenrad 43.2 um eine (Dreh-)
Achse 43.1 des Antriebsmotors 43 drehbar ist;
- ein Antriebsmotor 44, auf dessen Antriebswelle das Schneckenrad 44.2 sitzt, wobei
der Antriebsmotor 44 derart ausgebildet ist, dass das Schneckenrad 44.2 um eine (Dreh-)
Achse 44.1 des Antriebsmotors 44 drehbar ist;
- eine Steuerung 60, an welche die Antriebsmotoren 40, 41, 42, 43 und 44 über Verbindungen
60.0, 60.1, 60.2, 60.3 und 60.4 angeschlossen sind, um eine Steuerung der genannten
Antriebsmotoren zu ermöglichen.
[0048] Die Antriebsmotoren 40, 41, 42, 43 und 44 können von der Steuerung 60 jeweils unabhängig
voneinander angesteuert werden mittels entsprechender Steuersignale über die jeweiligen
Verbindungen 60.0, 60.1, 60.2, 60.3 und 60.4.
[0049] Wie Fig. 3 zeigt, sind die Separiermittel 35 und 36 im vorliegenden Fall als (konventionelle)
Abstechnadeln und das Verbindungsmittel 37 als (konventioneller, hakenförmiger) Knüpferdorn
(auch "Knotendreher" genannt) ausgeführt.
[0050] Am Unterteil 2 sind (in den Figuren nicht dargestellte) Linearführungen für den Oberteil
3 angebracht, welche den Oberteil 3 derart führen, dass er parallel zur Zahnstange
16 und somit parallel zu den Fadenschichten 5 und 6 bewegbar ist. Die Achsen 40.1,
41.1, 42.1, 43.1 und 44.1 bzw. die Antriebsmotoren 40, 41, 42, 43 und 44 sind derart
angeordnet, dass (wenn der Oberteil 3 auf den Unterteil 2 - wie in Fig. 1 und 2 angedeutet
- aufgesetzt ist)
- das Schneckenrad 43.2 in die Zähne der Zahnstange 16 greift (Fig. 2),
- das Schneckenrad 44.2 in die Zähne der Zahnstange 21 greift (Fig. 2),
- die Achse 40.1 parallel zur Fadenschicht 5 und senkrecht zu den Fäden der Fadenschicht
5 gerichtet ist und etwa auf derselben Höhe verläuft wie die Fadenschicht 5 (Fig.
5), derart, dass ein Faden am Rand der Fadenschicht 5 (Faden 5.1 in Fig. 5) mit Hilfe
des Separiermittels 35 erfassbar ist (bei einer entsprechenden Winkelstellung der
Antriebswelle des Antriebsmotors 40 und bei einer entsprechenden Positionierung des
Oberteils 3 bezüglich der Fadenschicht 5),
- die Achse 41.1 parallel zur Fadenschicht 6 und senkrecht zu den Fäden der Fadenschicht
6 gerichtet ist und etwa auf derselben Höhe verläuft wie die Fadenschicht 6 (Fig.
5), derart, dass ein Faden am Rand der Fadenschicht 6 (Faden 6.1 in Fig. 5) mit Hilfe
des Separiermittels 36 erfassbar ist (bei einer entsprechenden Winkelstellung der
Antriebswelle des Antriebsmotors 41 und bei einer entsprechenden Positionierung des
Oberteils 3 bezüglich der Fadenschicht 6),
- die Achse 42.1 parallel zu den Fadenschichten 5 und 6 und senkrecht zu den Fäden der
Fadenschichten 5 und 6 gerichtet ist und auf einer Höhe unterhalb der Fadenschicht
5 und oberhalb der Fadenschicht 6 verläuft (Fig. 5), derart, dass das Verbindungsmittel
37 in einem Bereich zwischen den Separiermitteln 35 und 36 angeordnet ist (Fig. 5
und 11).
[0051] Wird das Schneckenrad 43.2 mit Hilfe des Antriebsmotors 43 um die Achse 43.1 gedreht,
so bewirkt dies eine lineare Bewegung des Oberteils 3 in der Längsrichtung der Zahnstange
16. Abhängig von der jeweiligen Drehrichtung des Schneckenrads 43.1 kann somit unter
der Kontrolle der Steuerung 60 (mittels entsprechender Steuersignale über die Verbindung
60.3) ein Vorschub des Oberteils 3 zur Fadenschicht 5 hin oder von der Fadenschicht
5 weg erzeugt werden. Auf diese Weise kann der Oberteil 3 relativ zu den Fadenschichten
5 und 6 positioniert werden.
[0052] Wird das Schneckenrad 44.2 mit Hilfe des Antriebsmotors 44 um die Achse 44.1 gedreht,
so bewirkt dies eine lineare Bewegung der Zahnstange 21 und des Spannrahmens 11 relativ
zum Oberteil 3 in der Längsrichtung der Zahnstange 21. Abhängig von der jeweiligen
Drehrichtung des Schneckenrads 44.1 kann somit unter der Kontrolle der Steuerung 60
(mittels entsprechender Steuersignale über die Verbindung 60.4) ein Vorschub des Spannrahmens
11 zum Oberteil 3 hin oder vom Oberteil 3 weg erzeugt werden. Auf diese Weise kann
die Anordnung der Fadenschicht 6 relativ zur Fadenschicht 5 verändert werden.
[0053] Durch eine geeignete Ansteuerung der Antriebsmotoren 43 und 44 können somit der Abstand
zwischen der Fadenschicht 5 und dem Oberteil 3 und der Abstand zwischen der Fadenschicht
6 und dem Oberteil 3 jeweils unabhängig voneinander variiert werden bzw. jeweils auf
einen vorbestimmten Wert gebracht werden.
[0054] Mit Bezug auf die Figuren 1 und 3-11 wird im Folgenden ein erfindungsgemässes Verfahren
zum Verbinden von Fäden aus der Fadenschicht 5 mit Fäden aus der Fadenschicht 6 erläutert.
Zum Verbinden eines der Fäden der Fadenschicht 5 und eines der Fäden der zweiten Fadenschicht
6 wird jeweils eine Folge von mehreren (im vorliegenden Fall elf verschiedenen) Verfahrensschritten
durchgeführt.
[0055] Die Verfahrensschritte der jeweiligen Folge haben das Ziel, einen Faden 5.1 am Rand
der Fadenschicht 5 und einen Faden 6.1 am Rand der Fadenschicht 6 zu separieren und
durch einen Knoten zu verbinden. Durch zyklische Wiederholung derselben Folge von
Verfahrenschritten können demnach alle Fäden der Fadenschichten 5 und 6 miteinander
verbunden werden.
[0056] In einem
ersten Verfahrensschritt der Folge wird zunächst der Oberteil 3 in eine vorgegebene Position relativ zum Faden
5.1 der Fadenschicht 5 gebracht. Der Oberteil 3 wird derart positioniert, dass der
Faden 5.1 innerhalb der Reichweite des Separiermittels 35 liegt und in einem der nachfolgenden
Verfahrenschritte mit Hilfe des Separiermittels 35 durch eine Ansteuerung des Antriebsmotors
40 separiert werden könnte. Der Antriebsmotor 43 wird von der Steuerung 60 entsprechend
gesteuert und das Schneckenrad 43.2 um einen entsprechenden Drehwinkel gedreht, wobei
die momentane Position des Oberteils 3 relativ zur Fadenschicht 5 mit einem (in den
Figuren nicht dargestellten) Sensor überwacht wird.
[0057] In einem
zweiten Verfahrensschritt der Folge wird mit Hilfe eines (in den Figuren nicht dargestellten) Sensors kontrolliert,
ob der Faden 6.1 innerhalb vergebene Toleranzen denselben Abstand zum Oberteil 3 hat
wie der Faden 5.1. Wenn nicht, dann wird die Position der Fadenschicht 6 relativ zur
Fadenschicht 5 entsprechend korrigiert. Zu diesem Zweck wird der Antriebsmotor 44
von der Steuerung 60 angesteuert und das Schneckenrad 44.2 um einen entsprechenden
Drehwinkel gedreht. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Faden 6.1 innerhalb
der Reichweite des Separiermittels 36 liegt und in einem der nachfolgenden Verfahrenschritte
mit Hilfe des Separiermittels 36 durch eine Ansteuerung des Antriebsmotors 41 separiert
werden könnte.
[0058] In einem
dritten Verfahrensschritt der Folge wird das Separiermittel 35 in eine Arbeitsposition bezüglich dem Faden
5.1 gebracht, d. h. in eine Position oberhalb der Fadenschicht 5, von der aus das
Separiermittel 35 durch eine Drehung um die Achse 40.1 in einen Zwischenraum zwischen
dem Faden 5.1 und dem nächstliegenden (benachbarten) Faden der Fadenschicht 5 eingeführt
werden kann. Der Antriebsmotor 40 wird von der Steuerung 60 entsprechend gesteuert
und das Separiermittel 35 wird entlang der Achse 40.1 bewegt und gegebenenfalls um
die Achse 40.1 gedreht, bis das Separiermittel 35 die vorgesehene Arbeitsposition
erreicht hat. Die Darstellungen in Fig. 1, 4 und 5 entsprechen dieser Situation.
[0059] Entsprechend wird in einem
vierten Verfahrensschritt der Folge das Separiermittel 36 in eine Arbeitsposition bezüglich dem Faden 6.1 gebracht,
d. h. in eine Position unterhalb der Fadenschicht 6, von der aus das Separiermittel
36 durch eine Drehung um die Achse 41.1 in einen Zwischenraum zwischen dem Faden 6.1
und dem nächstliegenden (benachbarten) Faden der Fadenschicht 6 eingeführt werden
kann. Der Antriebsmotor 41 wird von der Steuerung 60 entsprechend gesteuert und das
Separiermittel 36 wird entlang der Achse 41.1 bewegt und gegebenenfalls um die Achse
41.1 gedreht, bis das Separiermittel 36 die vorgesehene Arbeitsposition erreicht hat.
Die Darstellungen in Fig. 1, 4 und 5 entsprechen dieser Situation.
[0060] In einem
fünften Verfahrensschritt der Folge wird - wie in den Fig. 6, 7 und 8 dargestellt ist - das Separiermittel
35 veranlasst, eine "Separierbewegung" auszuführen, um den Faden 5.1 aus der Fadenschicht
5 zu separieren: die Steuerung 60 veranlasst den Antriebsmotor 40, zunächst das Separiermittel
35 um einen vorgegebenen Winkel um die Achse 40.1 zu drehen, derart, dass das Separiermittel
35 wenigstens teilweise in den Zwischenraum zwischen dem Faden 5.1 und dem nächstliegenden
(benachbarten) Faden der Fadenschicht 5 eingeführt werden kann, und anschliessend
veranlasst die Steuerung 60 den Antriebsmotor 40, das Separiermittel 35 in Richtung
des Pfeils 40' (Fig. 7 und 8) von den übrigen Fäden der Fadenschicht 5 um eine vorgebene
Distanz wegzubewegen. Das Separiermittel 35 befindet sich nun in einer Prüfposition.
Falls das Separiermittel 35 den Faden 5.1 beim Ausführen der Separierbewegung erfasst
und mitgeführt hat, dann ist der Faden 5.1 weiterhin in Kontakt mit dem Separiermittel
35, wenn sich das Separiermittel 35 in der Prüfposition befindet. In diesem Fall wäre
der Faden 5.1 erfolgreich aus der Fadenschicht 5 separiert worden. In der in den Fig.
6-8 dargestellten Situation ist der Faden 5.1 erfolgreich separiert worden.
[0061] In einem
sechsten Verfahrensschritt der Folge wird (mit Hilfe eines Sensors, der in den Figuren nicht dargestellt ist)
von der Steuerung 60 überprüft, ob genau ein Faden 5.1 im fünften Verfahrensschritt
- wie vorgesehen - separiert wurde. Falls dies nicht der Fall ist (wenn also kein
Faden oder mehr als ein Faden separiert wurden), gibt die Steuerung 60 dem Antriebsmotor
40 den Befehl, das Separiermittel 35 aus der Prüfposition gemäss Fig. 6-8 wieder in
die Arbeitsposition gemäss Fig. 1, 4 und 5 zu bewegen. Anschliessend werden der fünfte
Verfahrensschritt und der sechste Verfahrensschritt so oft wiederholt, bis der Faden
5.1 im fünften Verfahrensschritt erfolgreich separiert und zur Prüfposition bewegt
wurde (Fig. 6-8).
[0062] Hinsichtlich des Fadens 6.1 wird analog zum fünften und sechsten Verfahrensschritt
verfahren.
[0063] In einem
siebten Verfahrensschritt der Folge wird - wie in den Fig. 6 und 8 dargestellt ist - das Separiermittel 36
veranlasst, eine "Separierbewegung" auszuführen, um den Faden 6.1 aus der Fadenschicht
6 zu separieren: die Steuerung 60 veranlasst den Antriebsmotor 41, zunächst das Separiermittel
36 um einen vorgegebenen Winkel um die Achse 41.1 zu drehen, derart, dass das Separiermittel
36 wenigstens teilweise in den Zwischenraum zwischen dem Faden 6.1 und dem nächstliegenden
(benachbarten) Faden der Fadenschicht 6 eingeführt werden kann, und anschliessend
veranlasst die Steuerung 60 den Antriebsmotor 41, das Separiermittel 36 in Richtung
des Pfeils 41' (Fig. B) von den übrigen Fäden der Fadenschicht 6 um eine vorgebene
Distanz wegzubewegen. Das Separiermittel 36 befindet sich nun in einer Prüfposition.
Falls das Separiermittel 36 den Faden 6.1 beim Ausführen der Separierbewegung erfasst
und mitgeführt hat, dann ist der Faden 6.1 weiterhin in Kontakt mit dem Separiermittel
36, wenn sich das Separiermittel 36 in der.Prüfposition befindet. In diesem Fall wäre
der Faden 6.1 erfolgreich aus der Fadenschicht 65 separiert worden. In der in den
Fig. 6-8 dargestellten Situation ist der Faden 6.1 erfolgreich separiert worden.
[0064] In einem
achten Verfahrensschritt der Folge wird (mit Hilfe eines Sensors, der in den Figuren nicht dargestellt ist)
von der Steuerung 60 überprüft, ob genau ein Faden 6.1 im siebten Verfahrensschritt
- wie vorgesehen - separiert wurde. Falls dies nicht der Fall ist, gibt die Steuerung
60 dem Antriebsmotor 41 den Befehl, das Separiermittel 36 aus der Prüfposition gemäss
Fig. 6-8 wieder in die Arbeitsposition gemäss Fig. 1, 4 und 5 zu bewegen. Anschliessend
werden der siebte Verfahrensschritt und der achte Verfahrensschritt so oft wiederholt,
bis der Faden 6.1 im siebten Verfahrensschritt erfolgreich separiert und zur Prüfposition
bewegt wurde (Fig. 6-8).
[0065] Da die Antriebsmotoren 40 und 41 unabhängig voneinander betrieben und gesteuert werden
können, können der fünfte und der siebte Verfahrensschritt der Folge zu beliebigen
Zeitpunkten (unabhängig voneinander) ausgeführt werden, beispielsweise gleichzeitig
oder nacheinander. Entsprechend können der fünfte bzw. der sechste Verfahrensschritt
der Folge jeweils (unabhängig voneinander) beliebig häufig wiederholt werden, bis
jeder der Fäden 5.1 und 6.1 separiert ist.
[0066] Die Verfahrensschritte der jeweiligen Folge können so gesteuert werden, dass die
Gesamtdauer der Folge einer vorgebenen Zykluszeit entspricht und die Gesamtdauer der
jeweiligen Folge durch Wiederholungen des fünften und sechsten Verfahrensschritts
oder durch Wiederholungen des siebten und achten Verfahrensschritts nicht verlängert
wird (vorausgesetzt, die Gesamtzahl der jeweiligen Wiederholungen überschreitet nicht
eine vorgebene obere Grenze; falls die Gesamtzahl der tatsächlichen Wiederholungen
die vorgegebene obere Grenze erreicht bzw. überschreitet, dann kann eine längere Zykluszeit
für die Gesamtdauer der Folge vorgegeben werden).
[0067] Nach erfolgter Separierung der Fäden 5.1 und 6.1 werden diese Fäden miteinander verbunden.
Dieser Prozess ist in den Fig. 9-11 dargestellt.
[0068] In einem
neunten Verfahrensschritt der Folge wird die räumliche Anordnung der separierten Fäden 5.1 und 6.1 derart verändert,
dass die Fäden 5.1 und 6.1 in Kontakt mit dem Verbindungsmittel 37 gelangen. Zu diesem
Zweck werden die Fäden 5.1 und 6.1 mit Hilfe der Separiermittel 35 bzw. 36 durch eine
Ansteuerung der Antriebsmotoren 40 und 41 weiter in Richtung der Pfeile 40' bzw. 41'
und somit in Richtung des Verbindungsmittels 37 bewegt. Anschliessend wird eine neben
dem Verbindungsmittel 37 angeordnete, von der Steuerung 60 kontrollierte Klemmvorrichtung
50 mit zwei bewegbaren Armen 50.1 (durch Bewegen der Arme 50.1) geschlossen, wobei
die Fäden 5.1 und 6.1 zwischen den Armen 50.1 zusammengeführt werden und - wie in
den Fig. 10 und 11 dargestellt - hinter das hakenförmige Verbindungsmittel 37 geraten
(Fig. 9-11 zeigen die Klemme 50 im geschlossenen Zustand). Anschliessend wird der
separierte Faden 5.1 in einem Abschnitt zwischen dem Separiermittel 35 und der Klemme
10.1 am Spannrahmen 10 durchschnitten. Zu diesem Zweck ist eine (in Fig. 10 und 11
durch eine Schere symbolisch dargestellte) von der Steuerung 60 kontrollierte Vorrichtung
55 zum Schneiden vorgesehen. Entsprechend wird der separierte Faden 6.1 in einem Abschnitt
zwischen dem Separiermittel 36 und der Klemme 11.1 am Spannrahmen 11 durchschnitten.
Zu diesem Zweck ist eine (in Fig. 10 und 11 durch eine Schere symbolisch dargestellte)
von der Steuerung 60 kontrollierte Vorrichtung 56 zum Schneiden vorgesehen.
[0069] In einem
zehnten Verfahrenschritt der Folge wird eine Verbindung zwischen den Fäden 5.1 und 6.1 im Bereich der geschnittenen
Enden dieser Fäden hergestellt. Zu diesem Zweck wird der Antriebsmotor 42 von der
Steuerung 60 angesteuert und dadurch das Verbindungsmittel 37 in eine Rotation um
die Achse 42.1 versetzt. Die geschnittenen Enden der Fäden 5.1 und 6.1 werden dabei
vom hakenförmigen Ende des Verbindungsmittels 37 erfasst und gemeinsam zur Bildung
einer Schlaufe veranlasst, wobei die Enden der Fäden 5.1 und 6.1 (mit konventionellen,
in den Fig. 1-11 nicht dargestellten Führungen) derart geführt werden, dass aus der
Schlaufe ein Knoten entsteht, der die geschnittenen Enden der Fäden 5.1 und 6.1 zusammenhält.
[0070] In einem
elften Verfahrensschritt der Folge werden die miteinander verbundenen Enden der Fäden 5.1 und 6.1 an einen
Ort weitertransportiert, an dem die Fäden 5.1 und 6.1 den Oberteil 3 nicht an einem
Vorschub in Richtung der Fadenschichten 5 und 6 behindern. Zum Weitertransport der
Fäden 5.1 und 6.1 sind konventionelle Transportmittel vorgesehen, die in den Fig.
1-11 nicht dargestellt sind.
[0071] Anschliessend kann die obige Folge der Verfahrensschritte auf alle übrigen Fäden
der Fadenschichten 5 und 6 nacheinander angewendet werden.
[0072] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind mehrere Alternativen vorgesehen, um die
Klemmvorrichtung 50, die Vorrichtung 55 zum Schneiden, die Vorrichtung 56 zum Schneiden
und die Transportmittel, die für den Weitertransport der Fäden 5.1 und 6.1 im elften
Verfahrensschritt vorgesehen sind, zu betätigen. In einer Variante können diese Vorrichtungen
bzw. die Transportmittel jeweils mit einem eigenen Antriebsmotor ausgestattet sein,
der für die Bewegung der jeweils zu bewegenden Teile sorgt. Die genannten Vorrichtungen
und Transportmittel könnten auch alle an einen gemeinsamen Antriebsmotor gekoppelt
werden. Als dieser gemeinsame Antriebsmotor könnte beispielsweise auch der Antriebsmotor
42 dienen.
[0073] Die Vorrichtung 1 ist als Knüpfmaschine ausgelegt. Das erfindungsgemässe Konzept
kann analog auf andere Verfahren angewendet werden, bei denen jeweils bewegte Teile
auf die zu verbindenden Fäden von Fadenschichten einwirken, beispielsweise Umwickeln,
Verkleben, Verspleissen, Verschweissen o. Ä. In diesen Anwendungen muss lediglich
das Verbindungsmittel 37 der Vorrichtung 1 durch entsprechende andere Mittel ersetzt
werden.
1. Vorrichtung (1) zum Verbinden von Kettfäden (5.1) aus einer Fadenschicht (5) einer
ersten Webkette mit Kettfäden (6.1) aus einer Fadenschicht (6) einer zweiten Webkette,
welche Vorrichtung (1)
eine Mehrzahl bewegbarer Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56),
mehrere Antriebsmotoren (40, 41, 42) zum Bewegen der bewegbaren Teile und
eine Steuerung (60) zum Steuern der jeweiligen Antriebsmotoren (40, 41, 42) umfasst,
wobei die Antriebsmotoren (40, 41, 42) jeweils voneinander unabhängig steuerbar sind
und Kettfäden (5.1, 6.1) der ersten Webkette und der zweiten Webkette durch Bewegen
der jeweiligen bewegbaren Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56) derart beeinflussbar sind,
dass jeweils ein Kettfaden (5.1) der ersten Webkette und ein Kettfaden (6.1) der zweiten
Webkette jeweils an Enden dieser Fäden miteinander verbunden werden,
wobei eine erste Teilmenge der bewegbaren Teile Mittel (35, 36) zum Separieren eines
Kettfadens (5.1) aus der Fadenschicht (5) der ersten Webkette und zum Separieren eines
Kettfadens (6,1) aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette umfasst und
wobei eine zweite Teilmenge der bewegbaren Teile Mittel (37) zur Herstellung einer
Verbindung zwischen einem aus der Fadenschicht (5) der ersten Webkette separierten
Kettfaden (5.1) und einem aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette separierten
Kettfaden (6.1) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die jeweiligen bewegbaren Teile der ersten Teilmenge (35, 36) derart an einen der
Antriebsmotoren gekoppelt sind und die jeweiligen bewegbaren Teile der zweiten Teilmenge
(37) derart an einen anderen der Antriebsmotoren (42) gekoppelt sind, dass die bewegbaren
Teile der ersten Teilmenge (35, 36) und die bewegbaren Teile der zweiten Teilmenge
(37) unabhängig voneinander bewegbar sind.
2. Vorrichtung (1) zum Verbinden von Kettfäden (5.1) aus einer Fadenschicht (5) einer
ersten Webkette mit Kettfäden (6.1) aus einer Fadenschicht (6) einer zweiten Webkette,
welche Vorrichtung (1)
eine Mehrzahl bewegbarer Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56),
mindestens drei Antriebsmotoren (40, 41, 42) zum Bewegen der bewegbaren Teile und
eine Steuerung (60) zum Steuern der jeweiligen Antriebsmotoren (40, 41, 42) umfasst,
wobei die Antriebsmotoren (40, 41, 42) jeweils voneinander unabhängig steuerbar sind
und Kettfäden (5.1, 6.1) der ersten Webkette und der zweiten Webkette durch Bewegen
der jeweiligen bewegbaren Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56) derart beeinflussbar sind,
dass jeweils ein Kettfaden (5.1) der ersten Webkette und ein Kettfaden (6.1) der zweiten
Webkette jeweils an Enden dieser Fäden miteinander verbunden werden,
wobei eine erste Teilmenge der bewegbaren Teile Mittel (35) zum Separieren eines Kettfadens
(5.1) aus der Fadenschicht (5) der ersten Webkette und eine zweite Teilmenge der bewegbaren
Teile Mittel (36) zum Separieren eines Kettfadens (6.1) aus der Fadenschicht (6) der
zweiten Webkette umfasst und
wobei eine dritte Teilmenge der bewegbaren Teile Mittel (37) zur Herstellung einer
Verbindung zwischen einem aus der Fadenschicht (5) der ersten Webkette separierten
Kettfaden (5.1) und einem aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette separierten
Kettfaden (6.1) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die bewegbaren Teile der ersten Teilmenge (35) jeweils an einen ersten (40) der mindestens
drei Antriebsmotoren derart gekoppelt sind und
die bewegbaren Teile der zweiten Teilmenge (36) jeweils an einen zweiten (41) der
mindestens drei Antriebsmotoren derart gekoppelt sind und
die bewegbaren Teile (37) der dritten Teilmenge jeweils an einen dritten (42) der
mindestens drei Antriebsmotoren derart gekoppelt sind, dass die bewegbaren Teile jeder
der Teilmengen unabhängig von den bewegbaren Teilen der jeweils anderen Teilmengen
bewegbar sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei eine Bewegung der bewegbaren
Teile (35, 36) mindestens einer der Teilmengen unabhängig von den bewegbaren Teilen
(37) der jeweiligen anderen Teilmengen wiederholbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, wobei eine Bewegung der bewegbaren Teile
mindestens einer der Teilmengen unabhängig von den bewegbaren Teilen der anderen Teilmengen
umkehrbar ist.
5. Verfahren zum Verbinden von Kettfäden (5.1) aus einer Fadenschicht (5) einer ersten
Webkette mit Kettfäden (6.1) aus einer Fadenschicht (6) einer zweiten Webkette durch
Bewegen einer Mehrzahl bewegbarer Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56),
wobei in einer Folge von mehreren Verfahrensschritten durch Bewegen der bewegbaren
Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56) Kettfäden (5.1, 6.1) aus der Fadenschicht (5) der ersten
Webkette und aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette derart beeinflusst werden,
dass jeweils ein Kettfaden (5.1) der Fadenschicht (5) der ersten Webkette und ein
Kettfaden (6.1) der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette jeweils an Enden dieser
Fäden verbunden werden, und
wobei in jedem der Verfahrensschritte eine für den jeweiligen Verfahrenschritt spezifische
Teilmenge der bewegbaren Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56) bewegt wird und
mehrere Antriebsmotoren (40, 41, 42) zum Bewegen der bewegbaren Teile verwendet werden,
wobei
die für einen der Verfahrensschritte spezifische Teilmenge der bewegbaren Teile (35)
von einem der Antriebsmotoren (40) bewegt wird und
die für einen anderen der Verfahrensschritte spezifische Teilmenge der bewegbaren
Teile (36, 37, 50, 55, 56) von einem anderen der Antriebsmotoren (41, 42) bewegt wird
und
die Verfahrensschritte der jeweiligen Folge unabhängig voneinander ablaufen und die
jeweiligen Antriebsmotoren (40, 41, 42) unabhängig voneinander gesteuert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
die jeweilige Folge die folgenden Verfahrensschritte a) und b) umfasst;
a) Separieren eines Kettfadens (5.1) aus der Fadenschicht (5) der ersten Webkette
und Separieren eines Kettfadens (6.1) aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette,
b) Herstellen einer Verbindung zwischen dem aus der Fadenschicht (5) der ersten Webkette
separierten Kettfaden (5.1) und dem aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette
separierten Kettfaden (6.1),
wobei mindestens einer der Antriebsmotoren (40, 41) zur Durchführung des Verfahrensschritts
a) und mindestens ein anderer der Antriebsmotoren (42) zur Durchführung des Verfahrensschritts
b) verwendet wird.
6. Verfahren zum Verbinden von Kettfäden (5.1) aus einer Fadenschicht (5) einer ersten
Webkette mit Kettfäden (6.1) aus einer Fadenschicht (6) einer zweiten Webkette durch
Bewegen einer Mehrzahl bewegbarer Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56),
wobei in einer Folge von mehreren Verfahrensschritten durch Bewegen der bewegbaren
Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56) Kettfäden (5.1, 6.1) aus der Fadenschicht (5) der ersten
Webkette und aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette derart beeinflusst werden,
dass jeweils ein Kettfaden (5.1) der Fadenschicht (5) der ersten Webkette und ein
Kettfaden (6.1) der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette jeweils an Enden dieser
Fäden verbunden werden, und
wobei in jedem der Verfahrensschritte eine für den jeweiligen Verfahrenschritt spezifische
Teilmenge der bewegbaren Teile (35, 36, 37, 50, 55, 56) bewegt wird und
mindestens drei Antriebsmotoren (40, 41, 42) zum Bewegen der bewegbaren Teile (35,
36, 37, 50, 55, 56) verwendet werden, wobei
die für einen der Verfahrensschritte spezifische Teilmenge der bewegbaren Teile (35)
von einem der Antriebsmotoren (40) bewegt wird und
die für einen anderen der Verfahrensschritte spezifische Teilmenge der bewegbaren
Teile (36, 37, 50, 55, 56) von einem anderen der Antriebsmotoren (41, 42) bewegt wird
und
die Verfahrensschritte der jeweiligen Folge unabhängig voneinander ablaufen und die
jeweiligen Antriebsmotoren (40, 41, 42) unabhängig voneinander gesteuert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
die jeweilige Folge die folgenden Verfahrensschritte a), b) und c) umfasst;
a) Separieren eines Kettfadens (5.1) aus der Fadenschicht (5) der ersten Webkette,
b) Separieren eines Kettfadens (6.1) aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette,
c) Herstellen einer Verbindung zwischen dem aus der Fadenschicht (5) der ersten Webkette
separierten Kettfaden (5.1) und dem aus der Fadenschicht (6) der zweiten Webkette
separierten Kettfaden (6.1),
und wobei zur Durchführung der Verfahrenschritte a), b) und c) mindestens drei Antriebsmotoren
(40, 41, 42) verwendet werden und bei jedem der Verfahrensschritte a), b) und c) jeweils
ein anderer der Antriebsmotoren (40, 41, 42) verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei die Antriebsmotoren (40, 41) derart
gesteuert werden, dass im Verlauf der jeweiligen Folge mindestens einer der Verfahrensschritte
mindestens ein Mal wiederholt werden kann.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die jeweilige Folge innerhalb einer vorgegebenen
Zykluszeit abläuft und diese Zykluszeit so vorgegeben wird, dass mindestens ein Verfahrensschritt
innerhalb der Zykluszeit eine vorgegebene Anzahl von Malen wiederholt werden kann,
wobei die Zykluszeit während des Ablaufs des Verfahrens verlängert wird, wenn der
Verfahrensschritt im Verlauf der Folge häufiger als die vorgegebene Anzahl von Malen
wiederholt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 - 8, wobei die Folge zusätzlich mindestens einen
der folgenden Verfahrensschritte a) - d) umfasst:
a) Halten und/oder Klemmten der separierten Kettfäden (5.1, 6.1),
b) Schneiden der separierten Kettfäden (5.1, 6.1),
c) Transport der separierten Kettfäden (5.1, 6.1) an einen Ort, an dem eine Verbindung
zwischen den jeweiligen separierten Kettfäden hergestellt wird,
d) Weitertransport der jeweils miteinander verbundenen Kettfäden (5.1, 6.1),
und zur Durchführung jedes der zusätzlichen Verfahrensschritte mindestens ein weiterer
Antriebsmotor verwendet wird.
1. A device (1) for joining warp threads (5.1) from a yarn layer (5) of a first warp
to warp threads (6.1) from a yarn layer (6) of a second warp,
which device (1) comprises
a plurality of movable parts (35, 36, 37, 50, 55, 56),
a plurality of drive motors (40, 41, 42) for moving the movable parts, and
a control device (60) for controlling the respective drive motors (40, 41, 42),
wherein the drive motors (40, 41, 42) in each case can be controlled independently
of one another, and warp threads (5.1, 6.1) of the first warp and the second warp
can be influenced by movement of the respective movable parts (35, 36, 37, 50, 55,
56) in such a manner that one warp thread (5.1) of the first warp and one warp thread
(6.1) of the second warp are joined to one another at the respective ends of said
threads,
wherein a first sub-group (35) of the movable parts comprises means (35, 36) for separating
a warp thread (5.1) from the yarn layer (5) of the first warp and for separating a
warp thread (6.1) from the yarn layer (6) of the second warp, and
wherein a second sub-group of the movable parts comprises means (37) for making a
join between a warp thread (5.1) separated from the yarn layer (5) of the first warp
and a warp thread (6.1) separated from the yarn layer (6) of the second warp,
characterized in that,
the respective movable parts of the first sub-group (35, 36) are coupled to one of
the drive motors, and the respective movable parts of the second sub-group (37) are
coupled to another of the drive motors (42), in such a manner that the movable parts
of the first sub-group (35, 36) and the movable parts of the second sub-group (37)
can be moved independently of one another.
2. A device (1) for joining warp threads (5.1) from a yarn layer (5) of a first warp
to warp threads (6.1) from a yarn layer (6) of a second warp,
which device (1) comprises
a plurality of moveable parts (35, 36, 37, 50, 55, 56),
at least three drive motors (40, 41, 42) for moving the movable parts, and
a control device (60) for controlling the respective drive motors (40, 41, 42),
wherein the drive motors (40, 41, 42) in each case can be controlled independently
of one another, and warp threads (5.1, 6.1) of the first warp and the second warp
can be influenced by movement of the respective movable parts (35, 36, 37, 50, 55,
56) in such a manner that one warp thread (5.1) of the first warp and one warp thread
(6.1) of the second warp are joined to one another at the respective ends of said
threads,
wherein a first sub-group of the movable parts comprises means (35) for separating
a warp thread (5.1) from the yarn layer (5) of the first warp, and a second sub-group
of the movable parts comprises means (36) for separating a warp thread (6.1) from
the yarn layer (6) of the second warp, and
wherein a third sub-group of the movable parts comprises means (37) for making a join
between a warp thread (5.1) separated from the yarn layer (5) of the first warp and
a warp thread (6.1) separated from the yarn layer (6) of the second warp,
characterized in that,
the movable parts of the first sub-group (35) are in each case coupled to a first
(40) of the at least three drive motors, and
the movable parts of the second sub-group (36) are in each case coupled to a second
(41) of the at least three drive motors, and
the movable parts of the third sub-group (37) are in each case coupled to a third
(42) of the at least three drive motors, in such a manner that the movable parts of
each of the sub-groups can be moved independently of the movable parts of each of
the other sub-groups.
3. The device according to one of the Claims 1 or 2, wherein
a movement of the movable parts (35, 36) of at least one of the sub-groups can be
repeated independently of the movable parts (37) of the respective other sub-groups.
4. The device according to one of the Claims 1-3, wherein
a movement of the movable parts of at least one of the sub-groups can be reversed
independently of the movable parts of the other sub-groups.
5. A process for joining warp threads (5.1) from a yarn layer (5) of a first warp to
warp threads (6.1) from a yarn layer (6) of a second warp, by the movement of a plurality
of movable parts (35, 36, 37, 50, 55, 56),
wherein in a sequence of a plurality of process steps by moving the movable parts
(35, 36, 37, 50, 55, 56) warp threads (5.1, 6.1) from the yarn layer (5) of the first
warp and from the yarn layer (6) of the second warp can be influenced in such a manner
that one warp thread (5.1) of the yarn layer (5) of the first warp and one warp thread
(6.1) of the yarn layer (6) of the second warp are joined respectively at the ends
of said threads, and
wherein in each of the process steps a specific sub-group of the movable parts (35,
36, 37, 50, 55, 56) for the specific process step is moved, and
a plurality of drive motors (40, 41, 42) are used for moving the movable parts, wherein
the specific sub-group of the movable parts (35) of one of the process steps is moved
by one of the drive motors (40), and
the specific sub-group of the movable parts (36, 37, 50, 55, 56) for another of the
process steps is moved by another of the drive motors (41, 42), and
the process steps of the respective sequence proceed independently of one another
and the respective drive motors (40, 41, 42) are controlled independently of one another,
characterized in that,
the respective sequence comprises the following process steps a) and b):
a) separating a warp thread (5.1) from the yarn layer (5) of the first warp and separating
a warp thread (6.1) from the yarn layer (6) of the second warp,
b) making a join between the warp thread (5.1) separated from the yarn layer (5) of
the first warp and the warp thread (6.1) separated from the yarn layer (6) of the
second warp,
wherein at least one of the drive motors (40, 41) is used for carrying out the process
step a) and at least one other of the drive motors (42) is used for carrying out the
process step b).
6. A method for joining warp threads (5.1) from a yarn layer (5) of a first warp to warp
threads (6.1) from a yarn layer (6) of a second warp, by moving a plurality of movable
parts (35, 36, 37, 50, 55, 56),
wherein in a sequence of a plurality of process steps by moving the movable parts
(35, 36, 37, 50, 55, 56) warp threads (5.1, 6.1) from the yarn layer (5) of the first
warp and from the yarn layer (6) of the second warp can be influenced in such a manner
that one warp thread (5.1) of the yarn layer (5) of the first warp and one warp thread
(6.1) of the yarn layer (6) of the second warp are joined respectively at the ends
of said threads, and
wherein in each of the process steps a specific sub-group of the movable parts (35,
36, 37, 50, 55, 56) for the specific process step is moved, and
at least three drive motors (40, 41, 42) are used for moving the movable parts (35,
36, 37, 50, 55, 56), wherein
the specific sub-group of the movable parts (35) for one of the method steps is moved
by one of the drive motors (40), and
the specific sub-group of the movable parts (36, 37, 50, 55, 56) for another of the
process steps is moved by another of the drive motors (41, 42), and
the process steps of the respective sequence proceed independently of one another
and the respective drive motors (40, 41, 42) are controlled independently of one another,
characterized in that,
the respective sequence comprises the following process steps a), b) and c):
a) separating a warp thread (5.1) from the yarn layer (5) of the first warp,
b) separating a warp thread (6.1) from the yarn layer (6) of the second warp,
c) making a join between the warp thread (5.1) separated from the yarn layer (5) of
the first warp and the warp thread (6.1) separated from the yarn layer (6) of the
second warp,
and wherein at least three drive motors (40, 41, 42) are used for carrying out the
process steps a), b) and c), and in each case another of the drive motors (40, 41,
42) is used in each of the process steps a), b) and c).
7. The process according to one of the Claims 5 or 6, wherein
the drive motors (40, 41) are controlled in such a manner that in the course of the
respective sequence at least one of the process steps can be repeated at least once.
8. The process according to Claim 7, wherein
the respective sequence takes place within a predetermined cycle time and this cycle
time is predetermined in such a manner that at least one process step can be repeated
a predetermined number of times within the cycle time, wherein
the cycle time is extended during the course of the process if the process step is
repeated in the course of the sequence more frequently than the predetermined number
of times.
9. The process according to one of the Claims 5-8, wherein
the sequence additionally comprises at least one of the following process steps a)
- d):
a) holding and/or clamping the separated warp threads (5.1, 6.1),
b) cutting the separated warp threads (5.1, 6.1),
c) transporting the separated warp threads (5.1, 6.1) to a location at which a join
is made between the respective separated warp threads,
d) further transporting the warp threads (5.1, 6.1) respectively joined to one another,
and at least one further drive motor is used for carrying out each of the additional
process steps.
1. Dispositif (1) pour relier des fils de chaîne (5.1) d'une couche de fil (5) d'une
première chaîne à tisser à des fils de chaîne (6.1) d'une couche de fil (6) d'une
deuxième chaîne à tisser,
lequel dispositif (1) comporte
une pluralité de parties mobiles (35, 36, 37, 50, 55, 56),
plusieurs moteurs d'entraînement (40, 41, 42) pour le déplacement des parties mobiles
et
une commande (60) pour commander les moteurs d'entraînement respectifs (40, 41, 42),
les moteurs d'entraînement (40, 41, 42) pouvant être commandés respectivement indépendamment
les uns des autres et des fils de chaîne (5.1, 6.1) de la première chaîne à tisser
et de la deuxième chaîne à tisser pouvant être influencés par déplacement des parties
mobiles respectives (35, 36, 37, 50, 55, 56) de telle sorte que respectivement un
fil de chaîne (5.1) de la première chaîne à tisser et un fil de chaîne (6.1) de la
deuxième chaîne à tisser soient reliés ensemble respectivement aux extrémités de ces
fils,
une première quantité partielle des parties mobiles comprenant des moyens (35, 36)
pour séparer un fil de chaîne (5.1) de la couche de fil (5) et pour séparer un fil
de chaîne (6.1) de la couche de fil (6) de la deuxième chaîne à tisser et
une deuxième quantité partielle des parties mobiles comprenant des moyens (37) pour
établir une liaison entre un fil de chaîne (5.1) séparé de la couche de fil (5) de
la première chaîne à tisser et un fil de chaîne (6.1) séparé de la couche de fil (6)
de la deuxième chaîne à tisser,
caractérisé en ce que
les parties mobiles respectives de la première quantité partielle (35, 36) sont couplées
à un des moteurs d'entraînement et les parties mobiles respectives de la deuxième
quantité partielle (37) à un autre des moteurs d'entraînement (42) de telle sorte
que les parties mobiles de la première quantité partielle (35, 36) et les parties
mobiles de la deuxième quantité partielle (37) soient mobiles indépendamment les unes
des autres.
2. Dispositif (1) pour relier des fils de chaîne (5.1) d'une couche de fil (5) d'une
première chaîne à tisser à des fils de chaîne (6.1) d'une couche de fil (6) d'une
deuxième chaîne à tisser,
lequel dispositif (1) comporte
une pluralité de parties mobiles (35, 36, 37, 50, 55, 56),
au moins trois moteurs d'entraînement (40, 41, 42) pour le déplacement des parties
mobiles et
une commande (60) pour commander les moteurs d'entraînement respectifs (40, 41, 42),
les moteurs d'entraînement (40, 41, 42) pouvant être commandés respectivement indépendamment
les uns des autres et des fils de chaîne (5.1, 6.1) de la première chaîne à tisser
et de la deuxième chaîne à tisser pouvant être influencés par déplacement des parties
mobiles respectives (35, 36, 37, 50, 55, 56) de telle sorte que respectivement un
fil de chaîne (5.1) de la première chaîne à tisser et qu'un fil de chaîne (6.1) de
la deuxième chaîne à tisser soient reliés ensemble respectivement aux extrémités de
ces fils,
une première quantité partielle des parties mobiles comprenant des moyens (35) pour
séparer un fil de chaîne (5.1) de la couche de fil (5) et une deuxième quantité partielle
des parties mobiles des moyens (35) pour séparer un fil de chaîne (6.1) de la couche
de fil (6) de la deuxième chaîne à tisser et
une troisième quantité partielle des parties mobiles comprenant des moyens (37) pour
établir une liaison entre un fil de chaîne (5.1) séparé de la couche de fils (5) de
la première chaîne à tisser et un fil de chaîne (6.1) séparé de la couche de fils
(6) de la deuxième chaîne à tisser,
caractérisé en ce que
les parties mobiles de la première quantité partielle (35) sont couplées respectivement
à un premier (40) des au moins trois moteurs d'entraînement et
que les parties mobiles de la deuxième quantité partielle (36) sont couplées respectivement
à un deuxième des au moins trois moteurs d'entraînement et
que les parties mobiles (37) de la troisième quantité partielle sont couplées respectivement
à un troisième des au moins trois moteurs d'entraînement de telle sorte que les parties
mobiles de chacune des quantités partielles soient mobiles indépendamment des parties
mobiles des autres quantités partielles respectives.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, un déplacement des parties
mobiles (35, 36) d'au moins l'une des quantités partielles pouvant être répété indépendamment
des parties mobiles (37) des autres quantités partielles respectives.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, un déplacement des parties
mobiles d'au moins l'une des quantités partielles pouvant être inversé indépendamment
des parties mobiles des autres quantités partielles.
5. Procédé pour relier des fils de chaîne (5.1) d'une couche de fil (5) d'une première
chaîne à tisser à des fils de chaîne (6.1) d'une couche de fil (6) d'une deuxième
chaîne à tisser par déplacement d'une pluralité de parties mobiles (35, 36, 37, 50,
55, 56),
dans lequel, dans une séquence de plusieurs étapes de procédé, par déplacement des
parties mobiles (35, 36, 37, 50, 55, 56), des fils de chaîne (5.1, 6.1) de la couche
de fil (5) de la première chaîne à tisser et de la couche de fil (6) de la deuxième
chaîne à tisser peuvent être influencés de telle sorte que respectivement un fil de
chaîne (5.1) de la couche de fil (5) de la première chaîne à tisser et qu'un fil de
chaîne (6.1) de la couche de fil (6) de la deuxième chaîne à tisser soient reliés
ensemble respectivement aux extrémités de ces fils et,
dans chacune des étapes du procédé, une quantité partielle spécifique pour l'étape
de procédé respective des parties mobiles (35, 36, 37, 50, 55, 56) est déplacée et
plusieurs moteurs d'entraînement (40, 41, 42) sont utilisés pour déplacer les parties
mobiles,
la quantité partielle spécifique de parties mobiles (35) pour une des étapes de procédé
étant déplacée par un des moteurs d'entraînement (40) et
la quantité partielle spécifique de parties mobiles (36, 37, 50, 55, 56) pour une
autre des étapes de procédé étant déplacée par un autre des moteurs d'entraînement
(41, 42) et
les étapes de procédé de la séquence respective se déroulant indépendamment les unes
des autres et les moteurs d'entraînement respectifs (40, 41, 42) étant commandés indépendamment
les uns des autres,
caractérisé en ce que
la séquence respective comprend les étapes de procédé a) et b) suivantes :
a) séparation d'un fil de chaîne (5.1) de la couche de fil (5) de la première chaîne
à tisser et séparation d'un fil de chaîne (6.1) de la couche de fil (6) de la deuxième
chaîne à tisser,
b) établissement d'une liaison entre le fil de chaîne (5.1) séparé de la couche de
fil (5) de la première chaîne à tisser et le fil de chaîne (6.1) séparé de la couche
de fil (6) de la deuxième chaîne à tisser,
au moins un des moteurs d'entraînement (40, 41) étant utilisé pour réaliser l'étape
de procédé a) et moins un autre des autres moteurs d'entraînement (42) pour réaliser
l'étape de procédé b).
6. Procédé pour relier des fils de chaîne (5.1) d'une couche de fil (5) d'une première
chaîne à tisser à des fils de chaîne (6.1) d'une couche de fil (6) d'une deuxième
chaîne à tisser par déplacement d'une pluralité de parties mobiles (35, 36, 37, 50,
55, 56),
dans lequel, dans une séquence de plusieurs étapes du procédé, par déplacement des
parties mobiles (35, 36, 37, 50, 55, 56), des fils de chaîne (5.1, 6.1) de la couche
de fil (5) de la première chaîne à tisser et de la couche de fil (6) de la deuxième
chaîne à tisser sont influencés de telle sorte que respectivement un fil de chaîne
(5.1) de la couche de fil (5) de la première chaîne à tisser et qu'un fil de chaîne
(6.1) de la couche de fil (6) de la deuxième chaîne à tisser soient reliés ensemble
respectivement aux extrémités de ces fils et
dans lequel, dans chacune des étapes du procédé, une quantité partielle spécifique
pour l'étape de procédé respective des parties mobiles (35, 36, 37, 50, 55, 56) est
déplacée et
au moins trois moteurs d'entraînement (40, 41, 42) sont utilisés pour déplacer les
parties mobiles (35, 36, 37, 50, 55, 56),
la quantité partielle spécifique pour une des étapes du procédé des parties mobiles
(35) étant déplacée par un des moteurs d'entraînement (40) et
la quantité partielle spécifique pour une autre des étapes du procédé des parties
mobiles (36, 37, 50, 55, 56) étant déplacée par un autre des moteurs d'entraînement
(41, 42) et
les étapes de procédé de la séquence respective se déroulant indépendamment les unes
des autres et les moteurs d'entraînement respectifs (40, 41, 42) étant commandés indépendamment
les uns des autres,
caractérisé en ce que
la séquence respective comprend les étapes de procédé a), b) et c) suivantes :
a) séparation d'un fil de chaîne (5.1) de la couche de fil (5) de la première chaîne
à tisser,
b) séparation d'un fil de chaîne (6.1) de la couche de fil (6) de la deuxième chaîne
à tisser,
c) établissement d'une liaison entre le fil de chaîne (5.1) séparé de la couche de
fil (5) de la première chaîne à tisser et le fil de chaîne (6.1) séparé de la couche
de fil (6) de la deuxième chaîne à tisser,
au moins trois moteurs d'entraînement (40, 41, 42) étant utilisés pour réaliser les
étapes de procédé a), b) et c) et respectivement un autre des moteurs d'entraînement
(40, 41, 42) étant utilisé dans chacune des étapes de procédé a), b) et c).
7. Procédé selon une des revendications 5 ou 6, les moteurs d'entraînement (40, 41) étant
commandés de telle sorte que, au cours de la séquence respective, au moins l'une des
étapes du procédé puisse être répétée au moins une fois.
8. Procédé selon la revendication 7, la séquence respective se déroulant à l'intérieur
d'un temps de cycle prédéfini et ce temps de cycle étant prédéfini de telle sorte
qu'au moins une étape de procédé puisse être répétée à l'intérieur du temps de cycle
un nombre prédéfini de fois, le temps de cycle étant prolongé pendant le déroulement
du procédé lorsque l'étape de procédé est répétée au cours de la séquence plus souvent
que le nombre prédéfini de fois.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, la séquence respective comprenant
en plus les étapes de procédé a) à d) suivantes :
a) maintien et/ou serrage des fils de chaîne séparés (5.1, 6.1),
b) coupage des fils de chaîne séparés (5.1, 6.1),
c) transport des fils de chaîne séparés (5.1, 6.1) vers un endroit où une liaison
entre les fils de chaîne séparés respectifs est établie,
d) éloignement des fils de chaîne (5.1, 6.1) respectivement reliés ensemble,
au moins un autre moteur d'entraînement étant utilisé pour la réalisation de chacune
des étapes de procédé supplémentaires.