[0001] Die Erfindung betrifft eine Verdrängerpumpe, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit
einer Pumpensaugseite und einer Pumpendruckseite, wobei in wenigstens einem fluiddurchströmten
Element der Pumpendruckseite ein Pulsationsdämpfer angeordnet ist.
Stand der Technik
[0002] Eine gattungsgemäße Verdrängerpumpe ist aus der
DE 41 12 476 A1 bekannt.
[0003] Verdrängerpumpen, insbesondere in einer Ausgestaltung als einhubige, verstellbare
Flügelzellenpumpen, deren Fördervolumen verstellbar ist, werden regelmäßig bei Servolenkvorrichtungen
von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Hierzu wird nur beispielsweise auf die
DE 199 42 466 A1 verwiesen.
[0004] Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind darüber hinaus auch zahlreiche einhubige
und zweihubige Verdrängerpumpen bekannt, deren Fördervolumen nicht verstellbar ist.
[0005] Die aus der
DE 199 42 466 A1 bekannte Flügelzellenpumpe weist ein Gehäuse auf, in welchem ein Rotorensatz, im
wesentlichen bestehend aus einem Rotor, Rotorenelemente und einem Kurvenring gelagert
ist. Zwischen der Innenwandung des Gehäuses und dem Rotorensatz ist dabei ein Außenring
eingesetzt. Der Rotor wird von dem Kurvenring umschlossen. Zwischen dem Kurvenring
und dem Rotor ist ein Arbeitsraum ausgebildet, welcher durch die Rotorenelemente in
Arbeitszellen unterteilt ist. Das Volumen der Arbeitszellen kann durch eine Veränderung
der Exzentrität zwischen Rotor und Kurvenring eingestellt werden. Somit kann das geometrische
Fördervolumen der Arbeitszelle vergrößert bzw. verkleinert werden. Der Begriff "geometrisches
Fördervolumen" bezeichnet das pro Umdrehung geförderte Volumen der Verdrängerpumpe.
[0006] Der Arbeitsraum ist seitlich bzw. an seinen Stirnseiten durch zwei Seitenplatten
(auch als Steuerplatten oder Stirnplatten bezeichnet) bzw. alternativ dazu direkt
durch das Gehäuse oder einen Gehäusedeckel begrenzt. Die Seitenplatten, das Gehäuse
und der Gehäusedeckel können dabei in bekannter Weise eine Pumpensaugöffnung und eine
Pumpendrucköffnung aufweisen, die dazu dienen, Fluid in den Arbeitsraum zu saugen
bzw. aus dem Arbeitsraum auszulassen. Der Bereich des Arbeitsraums, welcher der Pumpensaugöffnung
zugewandt ist, wird als Saugkammer bezeichnet. Der Bereich des Arbeitsraums, der der
Pumpendrucköffnung zugeordnet ist, wird als Druckkammer bezeichnet. Zwischen der Saug-
und der Druckkammer befindet sich die sogenannte Förderkammer, in welcher das Druckmittel
gefördert wird.
[0007] Von Nachteil bei dem Übergang von der Förderkammer in die Druckkammer bzw. die Pumpendruckseite
sind die auftretenden Druckpulsationen sowie die daraus resultierenden Geräusche.
Verdrängerpumpen, insbesondere einhubige Flügelzellenpumpen, weisen funktionsbedingt
eine relativ hohe Druckpulsation auf. Die jeweilige Arbeitszelle wird beim Übergang
in den Druckbereich schlagartig auf das Druckniveau, das in diesem Bereich herrscht,
gebracht. Aus dem allgemeinen Stand der Technik, z. B. der
DE 199 17 506 B4, ist es bekannt, die Pumpendrucköffnung mit wenigstens einer Kerbe zu versehen. Die
Kerbe erstreckt sich dabei entgegen der Drehrichtung des Rotors in Richtung auf die
Pumpensaugöffnung. In bekannter Weise ermöglicht es die Kerbe dabei, dass das Druckniveau
in der entsprechenden Arbeitszelle langsam auf das Druckniveau der Druckkammer gebracht
wird. Die Kerbe vermindert somit die Druckpulsationen. Eine weitere Verbesserung bzw.
Minderung der Druckpulsationen ist jedoch wünschenswert.
[0008] Aus dem allgemeinen Stand der Technik ist es zur Pulsationsdämpfung bekannt, Tilgerräume
in der Pumpe zu schaffen oder die Druckleitungen auf der Pumpendruckseite als Dehnschlauch
auszubilden. Von Nachteil ist jedoch, dass die Tilgerräume relativ viel Platz benötigen
und Dehnschläuche teuer sind.
[0009] Aus der
DE 41 12 476 A1 ist eine weitere Möglichkeit bekannt, von der Verdrängerpumpe erzeugte Impulse zu
verringern. Dabei wird vorgeschlagen, einen Pulsationsdämpfer in Form einer geschlossenen
Kammer so in die Pumpe einzusetzen, dass dieser der Strömung im Pumpenauslass ausgesetzt
ist. Die geschlossene Kammer hat dünne, flexible Wände und einen Innendruck, der größer
ist als der Atmosphärendruck, um die Impulse im Auslass und das daraus resultierende
Pumpengeräusch zu verringern. Die geschlossene Kammer kann dabei aus einem flexiblen
Kunststoff gebildet sein. Das Material kann durch einen Blasvorgang zu einer abgedichteten
Kammer geformt werden, wobei der Innendruck so gesteuert wird, dass er größer ist
als der Atmosphärendruck. Alternativ kann die unter Druck gesetzte Kammer auch als
dünnwandiger Schlauch ausgebildet werden. Dabei wird ein Ende des Schlauches verschlossen
und der Schlauch zwischen Rollen in Richtung auf das verschlossene Ende hin zusammengedrückt,
um den auf das geschlossene Ende ausgeübten Druck zu erhöhen.
[0010] Die aus der
DE 41 12 476 A1 bekannte Kraftstoffpumpe weist mehrere Nachteile auf. Zum Einen hat es sich in der
Praxis als wenig effektiv herausgestellt, Pulsationen dadurch zu dämpfen, dass diese
von einem unter Druck gesetzten Gas aufgenommen werden. Zum Anderen besteht der Nachteil,
dass der Pulsationsdämpfer erst dann anspricht, wenn die Pulsationen einen Druck erreichen,
der höher ist als der Druck des Gases, andernfalls wird die Hülle nicht gegen den
Gasdruck eingedrückt. Des weiteren ist ein derartiger Pulsationsdämpfer nur wirksam,
wenn der Innendruck höher ist als der umgebende Atmosphärendruck. Es muss also beim
Herstellen des Pulsationsdämpfers ein erhöhter Innendruck erzeugt werden. Während
des Betriebs der Pumpe lässt es sich jedoch nicht vermeiden, dass das Gas durch die
flexiblen Wände diffundiert und somit der Innendruck im Laufe der Zeit immer geringer
wird und sich dem Atmosphärendruck angleicht. Die Funktion des Pulsationsdämpfers,
die darauf beruht, dass ein erhöhter Innendruck vorhanden ist, der es ermöglichen
soll, dass das Gas Pulsationen aufnimmt, verschlechtert sich somit.
Offenbarung der Erfindung
Technische Aufgabe
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verdrängerpumpe
zu schaffen, bei der Druckpulsationen weitgehend gedämpft werden.
Technische Lösung
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst.
[0013] Durch die erfindungsgemäße Lösung werden die auftretenden Pulsationen im wesentlichen
durch eine elastische Verformung bzw. eine federnde und/oder dämpfende Eigenschaft
des Materials des Pulsationsdämpfers gedämpft bzw. abgesenkt. Die Dämpfung erfolgt
dadurch, dass das Material des Pulsationsdämpfers verdrängt wird, wobei ein Teil der
Pulsationen bzw. der Energie in dem Material in Wärme umgewandelt wird. Der in Wärme
umgewandelte Teil der Energie ist nicht reversibel - er wird folglich nicht als phasenversetzter
Impuls zurückgegeben -, woraus sich eine besonders geeignete Dämpfung der Pulsationen
ergibt. Ein anderer Teil der Energie wird von dem Material durch dessen Verformung
federnd aufgenommen und durch die Rückformung wieder abgegeben. Dadurch, dass im Inneren
des Pulsationsdämpfers wenigstens ein nach außen abgeschlossener Hohlraum ausgebildet
ist, kann der Pulsationsdämpfer komprimiert werden. Der Hohlraum bildet somit eine
Ausweichfläche für das Material. Dabei dringt das elastisch verformbare Material in
den Hohlraum ein. Die Pulsationen bzw. deren Energie werden von dem Material selbst
aufgenommen und dadurch gedämpft.
[0014] Es hat sich herausgestellt, dass Pulsationen wesentlich besser durch ein elastisch
verformbares Material aufgenommen werden können, also durch eine federnde Wirkung
eines Gases (wie bei der
DE 41 12 476 A1), da ein elastisch verformbares Material, z. B. Gummi, mehr Energie abspeichern kann
als ein Gas, z. B. Luft. Zudem hat die Aufnahme der Pulsationen durch eine elastische
Verformung des Materials den Vorteil, dass die Pulsationen nicht erst eine gewisse
Größe aufweisen müssen, sondern dass das Material sofort bereits durch kleine Pulsationen
verformt wird bzw. in den Hohlraum zurückweicht. Des weiteren ist die erfindungsgemäße
Lösung unabhängig von einem Druck innerhalb eines Hohlraums, so dass sich durch eine
Diffusion auch keine Nachteile einstellen. Im Hinblick auf eine möglichst kostengünstige
Herstellung des erfindungsgemäßen Pulsationsdämpfers ist vorgesehen, dass in dem Hohlraum
der Atmosphärendruck anliegt.
[0015] Die erfindungsgemäße Lösung sieht vor, die Pulsationen durch eine elastische Verformung
des Materials aufzunehmen und zu dämpfen, während gemäß der
DE 41 12 476 A1 vorgesehen ist, die Pulsationen dadurch aufzunehmen, dass eine Hülle gegen ein unter
Hochdruck stehendes Gas eingefedert wird. Die flexiblen Wände gemäß der
DE 41 12 476 A1 haben lediglich die Funktion gegen das Gas einzufedern und das Gas im Innenraum mit
einem erhöhten Druck zusammen zu halten. Eine Aufnahme von Pulsationen oder Energie
durch die Wand an sich ist weder vorgesehen noch möglich, die Energie wird ausschließlich
durch das Gas aufgenommen. Sobald der erhöhte Innendruck durch Diffusion entwichen
ist, verliert der Pulsationsdämpfer gemäß der
DE 41 12 476 A1 seine Wirkung und kann die Pulsationen nicht mehr in der gewünschten Weise aufnehmen.
Im Unterschied dazu nimmt die erfindungsgemäße Lösung die Pulsationen durch das verformbare
Material auf, aus dem der Pulsationsdämpfer im wesentlichen - vorzugsweise vollständig
- gebildet ist. Nachdem das Material, beispielsweise in einer Ausgestaltung aus Gummi,
selbst nicht komprimierbar ist, hat der Erfinder im Inneren des Materials einen Hohlraum
bzw. einen Freiraum geschaffen, in den das Material zurückweichen bzw. eindringen
kann, wenn eine entsprechende Belastung (z. B. Pulsation) von außen auf den Pulsationsdämpfer
einwirkt. Hierbei gilt es zu beachten, dass bei einer Anordnung des Pulsationsdämpfers
in fluiddurchströmten Elementen der Pumpendruckseite die Pulsationen von allen Seiten
auf den Pulsationsdämpfer einwirken. Der Pulsationsdämpfer kann somit nicht wie ein
herkömmliches Gummilager, beispielsweise beim Brückenbau, seitlich nach außen ausgebeult
werden, wenn von oben eine Kraft einwirkt. Aus diesem Grund haben die Erfinder im
Inneren des Materials einen Hohlraum geschaffen, durch den es möglich ist, dass das
Material nach innen zurückweicht und folglich komprimiert wird. Der Pulsationsdämpfer
kann somit aufgrund einer äußeren Einwirkung entsprechend Energie (Pulsationen) aufnehmen
und in seine Ausgangslage zurückkehren, wenn die Einwirkung von außen nachlässt.
[0016] Eine Aufnahme von Pulsationen durch ein verformbares Material war bislang lediglich
durch die Dehnschläuche bekannt, welche sich bei einem Ansteigen des Drucks bzw. beim
Auftreten von Pulsationen nach außen gedehnt haben, so dass sich der Innendurchmesser
vergrößert hat. Anstelle eines Rückzugsraumes im Außenbereich (wie bei den Dehnschläuchen)
haben die Erfinder nunmehr einen Rückzugsraum im Inneren des Materials geschaffen.
[0017] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass das Volumen des Pulsationsdämpfers zu
mindestens 50 %, vorzugsweise zu mindestens 80 %, aus dem elastisch verformbaren Material
gebildet ist. Die durch das elastisch verformbare Material gebildete Hülle ist somit
relativ dick im Verhältnis zu dem Hohlraum. Da die Aufnahme von Pulsationen auf der
Verformung des Materials beruht und hierfür ein verhältnismäßig geringer Hohlraum
im Inneren ausreichend ist, kann der Pulsationsdämpfer im Unterschied zu der
DE 41 12 476 A1 im Volumen betrachtet im wesentlichen durch das verformbare Material gebildet sein.
[0018] Ein Einsatz von Gummi als verformbares Material für den Pulsationsdämpfer hat sich
als besonders geeignet herausgestellt, da Gummi ölbeständig ist, federnde Eigenschaften
aufweist und sich zur Energieaufnahme eignet. Die vorzugsweise zu verwendende Gummimischung
kann auf die Frequenz der zu dämpfenden Pulsationen abgestimmt werden. Im Allgemeinen
ist eine Gummimischung zu bevorzugen, die steif und hart ist, da die Gummimischung
die Energie der Pulsationen aufnehmen soll.
[0019] Der Pulsationsdämpfer kann grundsätzlich in einem beliebigen fluiddurchströmten Element
der Pumpendruckseite angeordnet bzw. eingebracht sein. Vorstellbar ist auch die Anordnung
von mehreren Pulsationsdämpfern. Eine im wesentlichen längliche Form des Pulsationsdämpfers
hat sich für die Anordnung in den meisten fluiddurchströmten Elementen als geeignet
herausgestellt. Vorzugsweise kann der Pulsationsdämpfer einen im wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt aufweisen. Dies hat sich hinsichtlich der Gegebenheiten, nämlich dass
der Druck im wesentlichen gleichmäßig von außen auf den Pulsationsdämpfer einwirkt
und diesen verformt, als besonders geeignet herausgestellt. Vorteilhaft ist dabei
auch, wenn der Hohlraum möglichst im Zentrum bzw. mittig innerhalb des Pulsationsdämpfers
verläuft. Vorteilhaft ist es des weiteren, wenn sich der wenigstens eine Hohlraum
im wesentlichen in Längsrichtung des Pulsationsdämpfers erstreckt.
[0020] Die Stärke des Materials und der wenigstens eine Hohlraum kann auf die Frequenz der
zu dämpfenden Pulsationen abgestimmt werden.
[0021] In einer konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, dass
das verformbare Material an seiner Außenseite zur Fixierung in dem jeweiligen fluiddurchströmten
Element mit Fixierelementen bzw. Distanzelementen versehen ist, durch welche ein Abstand
zwischen der Außenseite des verformbaren Materials und der Innenwand des Elements
definierbar ist. Somit lässt sich der Pulsationsdämpfer in besonders einfacher und
zuverlässiger Weise an der gewünschten Stelle in dem fluiddurchströmten Element positionieren.
Gleichzeitig wird durch die Fixierelemente sichergestellt, dass das Fluid weiterhin
das Element durchströmen kann.
[0022] Von Vorteil ist es, wenn die Fixierelemente als Noppen oder Rippen ausgebildet sind.
[0023] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Pulsationsdämpfer lediglich
einen zusammenhängenden und nach außen abgeschlossenen Hohlraum aufweist. Der Hohlraum
stellt somit eine durchgehende Innenbohrung dar. Am einfachsten lässt sich ein derartiger
Pulsationsdämpfer dadurch herstellen, dass das verformbare Material vulkanisiert wird.
[0024] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
weiteren Unteransprüchen. Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung prinzipmäßig dargestellt. Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0026] Fig. 1 eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Verdrängerpumpe;
[0027] Fig. 2 eine stirnseitige Ansicht auf einen Drucksammelraum einer Verdrängerpumpe,
in welchen der erfindungsgemäße Pulsationsdämpfer eingebracht ist;
[0028] Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III der Fig. 2;
[0029] Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Pulsationsdämpfer;
[0030] Fig. 5 einen Querschnitt durch einen Pulsationsdämpfer gemäß der Linie V-V der Fig.
4;
[0031] Fig. 6 einen Längsschnitt durch einen zweiten erfindungsgemäßen Pulsationsdämpfer;
und
[0032] Fig. 7 einen Längsschnitt durch einen dritten erfindungsgemäßen Pulsationsdämpfer.
[0033] Verdrängerpumpen sind aus dem allgemeinen Stand der Technik hinlänglich bekannt,
weshalb nachfolgend lediglich die für die Erfindung wesentlichen Merkmale näher beschrieben
werden. Dies erfolgt im Ausführungsbeispiel anhand einer einhubigen Flügelzellenpumpe
mit variablem Fördervolumen. Eine derartige Flügelzellenpumpe ergibt sich z. B. aus
der
DE 199 42 466 A1, auf die hiermit Bezug genommen wird.
[0034] Die in der Fig. 1 dargestellte Verdrängerpumpe ist als Flügelzellenpumpe ausgebildet
und weist ein Gehäuse 1 mit einem Rotorensatz 2 auf, der im Wesentlichen aus einem
Rotor 3, Rotorenelementen 4 und einem Kurvenring 5 besteht. Im Ausführungsbeispiel
ist in einer Bohrung des Gehäuses 1 ein Außenring 6 zur Aufnahme des Rotorensatzes
2 eingesetzt. Der Außenring 6 stellt dabei die Freigängigkeit des Kurvenringes 5 sicher
und überträgt Querkräfte aus dem Kurvenring 5 in das Gehäuse 1.
[0035] Zwischen dem Kurvenring 5 und dem Rotor 3 ist ein Arbeitsraum 7 ausgebildet, welcher
durch die Rotorenelemente 4 in Arbeitszellen 8 unterteilt ist.
[0036] Im Ausführungsbeispiel kann das Volumen der Arbeitszellen 8 durch eine Veränderung
der Exzentrität zwischen Rotor 3 und Kurvenring 5 eingestellt werden. Die Rotorenelemente
sind im Ausführungsbeispiel als Flügel 4 ausgebildet.
[0037] Allgemein weisen Verdrängerpumpen, so auch die dargestellte Flügelzellenpumpe, eine
Pumpensaugseite 9 und eine Pumpendruckseite 10 auf. Der Pumpensaugseite 9 sowie der
Pumpendruckseite 10 sind jeweils eine Mehrzahl fluiddurchströmte Elemente 11 zugeordnet,
an denen entsprechend ihrer Zuordnung der Druck der Pumpensaugseite 9 oder der Druck
der Pumpendruckseite 10 anliegt.
[0038] Die im Ausführungsbeispiel dargestellte Flügelzellenpumpe weist ferner zwei Seitenplatten
12a, 12b auf, welche in bekannter Weise den Rotorensatz 2 seitlich begrenzen und die
eine (in Fig. 1 nicht dargestellte) Pumpensaugöffnung (Saugniere) und eine Pumpendrucköffnung
(Druckniere) aufweisen. Eine der Seitenplatten 12a, 12b kann als separates Teil auch
entfallen, wobei dann die an den Rotorensatz 2 angrenzende Gehäusewand des Gehäuses
1 oder eine Wand eines Gehäusedeckels 13 entsprechend ausgebildet sind.
[0039] Fig. 2 zeigt eine mögliche, vorteilhafte Anordnung eines erfindungsgemäßen Pulsationsdämpfers
14 in der Flügelzellenpumpe. Der Pulsationsdämpfer 14 ist dabei in einem als Drucksammelraum
ausgebildeten fluiddurchströmten Element 11 angeordnet. Der Drucksammelraum 11 befindet
sich auf der Pumpendruckseite und ist folglich mit dem Druck der Pumpendruckseite
beaufschlagt. Wie aus Fig. 2 und Fig. 3 ersichtlich ist, ist der Pulsationsdämpfer
14 an die Kontur des Innenraums des Drucksammelraums 11 angepasst. Der Pulsationsdämpfer
14 weist hierzu eine im wesentlichen längliche, bogenförmige Form auf.
[0040] Der Pulsationsdämpfer 14 ist, wie sich aus Fig. 4 und Fig. 5 ergibt, mit einem Hohlraum
15 in Ausgestaltung einer Innenbohrung versehen. Der Hohlraum 15 erstreckt sich dabei
im wesentlichen in Längsrichtung des Pulsationsdämpfers 14 und weist einen im wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt auf.
[0041] Der Pulsationsdämpfer 14 ist im Ausführungsbeispiel aus einem unter Druck verformbaren
Material 16 gebildet. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich hierbei um Gummi bzw.
um eine geeignete Gummimischung. Der im Inneren des Pulsationsdämpfers 14 bzw. des
Materials 16 ausgebildete Hohlraum 15 ist nach außen abgeschlossen. Eine Pulsation
des durch die Verdrängerpumpe gepumpten Fluids wird durch eine elastische Verformung
des Materials 16 gedämpft bzw. von dem Material 16 aufgenommen, wobei das Material
16 in den Hohlraum 15 eindringt.
[0042] Wie insbesondere aus den Darstellungen gemäß Fig. 4 und Fig. 5 sowie den Figuren
6 und 7 ersichtlich ist, ergibt sich das Volumen des Pulsationsdämpfers 14 durch das
Material 16 und den Hohlraum 15. Die Pulsation des Fluids wird dabei dadurch gedämpft,
dass das verformbare Material eine geeignete Stärke und der Hohlraum 15 ein geeignetes
Volumen aufweist, um durch eine Verformung des Materials 16 die Pulsation zu dämpfen.
Im Ausführungsbeispiel nimmt das Material bereits im unbelasteten Zustand über 80
% des Volumens des Pulsationsdämpfers ein.
[0043] Fig. 6 zeigt eine zu den Figuren 2 bis 5 alternative Darstellung eines Pulsationsdämpfers
14, der eine ungebogene, längliche Form aufweist. Fig. 7 zeigt eine ebenfalls längliche
Ausbildung eines Pulsationsdämpfers 14, wobei eine Mehrzahl von Hohlräumen 15 vorgesehen
ist. Die Hohlräume 15 können dabei eine Kugelform aufweisen.
[0044] Der Pulsationsdämpfer 14 weist, wie aus Fig. 4 und Fig. 5 ersichtlich ist, an seiner
Außenseite zur Fixierung in dem Drucksammelraum 11 Fixierelemente 17 auf, durch welche
ein Abstand zwischen der Außenseite des Pulsationsdämpfers 14 und der Innenwand des
Drucksammelraums 11 definierbar ist. Im Ausführungsbeispiel sind die Fixierelemente
17 als Noppen ausgebildet.
[0045] Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich in besonderer Weise für Verdrängerpumpen,
die bei Servolenkvorrichtungen von Fahrzeugen, insbesondere von Personenfahrzeugen
und Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen.
1. Verdrängerpumpe, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer Pumpensaugseite und einer
Pumpendruckseite, wobei in wenigstens einem fluiddurchströmten Element der Pumpendruckseite
ein Pulsationsdämpfer angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Pulsationsdämpfer (14) im wesentlichen aus einem unter Druck verformbaren Material
(16) gebildet ist, wobei im Inneren des Pulsationsdämpfers (14) wenigstens ein nach
außen abgeschlossener Hohlraum (15) ausgebildet ist, und wobei eine Pulsation des
Fluids im wesentlichen durch eine elastische Verformung des Materials (16) gedämpft
wird, wobei das Material (16) in den wenigstens einen Hohlraum (15) eindringt.
2. Verdrängerpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pulsation des Fluids dadurch gedämpft wird, dass das Material (16) eine geeignete
Stärke und der Hohlraum ein geeignetes Volumen aufweist, um durch eine Verformung
des Materials (16) die Pulsation zu dämpfen.
3. Verdrängerpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke des Materials (16) und der wenigstens eine Hohlraum (15) auf die Frequenz
der zu dämpfenden Pulsation abgestimmt sind.
4. Verdrängerpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Pulsationsdämpfer (14) an die Kontur des Innenraums des fluiddurchströmten Elements
(11) angepasst ist.
5. Verdrängerpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Pulsationsdämpfer (14) eine im wesentlichen längliche Form aufweist.
6. Verdrängerpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der wenigstens eine Hohlraum (15) im wesentlichen in Längsrichtung des Pulsationsdämpfers
(14) erstreckt.
7. Verdrängerpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Pulsationsdämpfer (14) einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
8. Verdrängerpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Pulsationsdämpfer (14) an seiner Außenseite zur Fixierung in dem fluiddurchströmten
Element (11) mit Fixierelementen (17) versehen ist, durch welche ein Abstand zwischen
der Außenseite des Pulsationsdämpfers (14) und der Innenwand des Elements (11) definierbar
ist.
9. Verdrängerpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierelemente (17) als Noppen oder Rippen ausgebildet sind.
10. Verdrängerpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Pulsationsdämpfer (14) in einem Drucksammelraum (11) eingebracht ist.
11. Verdrängerpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Pulsationsdämpfer (14) bogenförmig ausgebildet ist.
12. Verdrängerpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das verformbare Material (16) Gummi bzw. eine Gummimischung ist.
13. Verdrängerpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Pulsationsdämpfer (14) durch Vulkanisieren hergestellt ist.