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EP 1 944 565 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2012 Patentblatt 2012/24 |
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Anmeldetag: 10.01.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zur Abwehr von Hohlladungsgeschossen
Device for deflecting hollow charge projectiles
Dispositif de défense contre les projectiles à charge creuse
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.07.2008 Patentblatt 2008/29 |
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Patentinhaber: Fatzer AG Drahtseilfabrik |
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8590 Romanshorn (CH) |
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Erfinder: |
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- Kaufmann, Hanspeter
CH-2952 Cornol (CH)
- Wartmann, Stephan
CH-8594 Güttingen (CH)
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Vertreter: Luchs, Willi |
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Luchs & Partner AG
Patentanwälte
Schulhausstrasse 12 8002 Zürich 8002 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 679 457 WO-A-92/00496 DE-C- 218 246 GB-A- 517 911
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EP-B1- 1 628 790 WO-A-2006/135432 DE-C- 691 067 US-A- 1 385 897
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abwehr und zum Schutz vor Hohlladungsgeschossen
gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Es ist bekannt, zur Abwehr von Hohlladungsgeschossen beispielsweise an Kampffahrzeugen
eine Art Schutzgitter rund herum bzw. mehrere gitterartige Schutzwände aus Stahlprofilen
und Stahllamellen und/oder ähnlichen geschweissten Stahlelementen anzubringen, deren
Zweck ist, die Geschosse zu stören und dadurch ausser Funktion zu setzen oder zumindest
ihre volle Auswirkung zu verhindern. Derartige Vorrichtungen sind relativ massiv,
ihre Montage nicht einfach (es werden viele Verbindungsteile benötigt) und sie beeinträchtigen
oft die Sicht und reduzieren durch ihr relativ grosses Gewicht die Nutzlasten dieser
Fahrzeuge.
[0003] Insbesondere bietet dieses bekannte Geflecht Schutz gegen Granatgeschosse mit Hohlladungsgeschossen
oder ähnlichen Geflechtsköpfen.
[0004] In der Druckschrift
US-A-1,385,897 ist eine Schutzvorrichtung zum Entkappen von panzerbrechenden Granaten geoffenbart,
bei welcher ein Gitter unmittelbar auf der Aussenseite eines Panzers montiert ist.
Ein jeweiliges Gitter besteht aus rechtwinklig zueinander angeordneten Stäben und
aus auf die Aussenseite des Panzers befestigten Klemmen. Die Gitter haben eine solche
Maschengrösse, dass bei einem Impact einer solchen Granate deren an der Spitze vorhandenen
Kappe gelöst wird (decapping). Es besteht hierbei die Gefahr, dass solche Granaten
nicht genau in diese durch ein jeweiliges Gitter gebildeten Öffnungen eintreffen und
dass dann eben ein Entkappen nicht erfolgt, sondern dass die Granate explodiert, gleich
wie sie direkt auf die Panzeroberfläche auftreffen würde. Diese Gitter sind ausserdem
vom Gewicht her ungünstig und sie können nicht bzw. nur sehr umständlich vom Panzer
demontiert werden.
[0005] Ein Schutznetz ist mit einem Diagonalgeflecht durch eine dreidimensionale matratzenartige
Struktur gebildet. Es ist dabei aus einzelnen wendelförmig gebogenen Drahtlitzen,
Drahtbündeln, Drahtseilen oder ähnlichem geflochten, welche zwei oder mehrere Drähte
oder Drahtlitzen aus Stahl umfassen. Bis anhin wurde ein solches Schutznetz ausschliesslich
für Steinschlagschutz, als Böschungssicherung oder ähnlichen Anwendungen benutzt.
[0006] Weitere Anwendungsmöglichkeiten dieser speziellen Schutzgeflechte gibt es aber auch
im Bereich von beispielsweise Container-Schutz, Immobilienschutz, Perimeterschutz,
Schutz von maritimen Einrichtungen, Schiffern, Plattformen, Verstärkung von Fensterfronten,
etc.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die gewichtmässig vorteilhaft ist, bessere Sichtverhältnisse
für die Besatzung schafft und eine hohe Sicherheit für das zu schützende Objekt bietet.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruches 1 gelöst.
[0009] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Vorrichtung bilden den
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Abwehr von Hohlladungsgeschossen, deren Schutzwand
bzw. Schutzwände aus einem vorzugsweise rautenförmige Maschen bildenden Geflecht besteht
bzw. bestehen, ist im Vergleich zu den herkömmlichen Schutzgittern wesentlich leichter,
und ihr Aufbau (Montage und Demontage) ist erheblich einfacher. Es werden wesentlich
weniger Verbindungsteile gebraucht, insbesondere wenn für die Befestigung durch Randmaschen
und/oder durch schlaufenartigen Endelemente geführte Drähte, Seile oder Stangen verwendet
werden. Die Vorrichtung ist zum Beispiel mit dem Flugzeug leicht transportierbar,
da das Drahtgeflecht zusammengelegt oder zusammengerollt werden kann. Ebenfalls können
diese speziellen Geflechte dank ihrer Materialbeschaffenheit vorgespannt werden, ohne
dass es gleich zu plastischen Verformungen kommt, was den Einbau erleichtert und die
Funktion auf den Fahrzeugen optimiert.
[0011] Nebst dem bietet diese Vorrichtung eine hohe Sicherheit in dem Sinne, dass solche
Geschosse durch diese Geflechte gestört und dadurch quasi zu Blindgängern werden.
Sie verlieren dabei ihre Wirkung, weil dieser normalerweise beim Aufprall entstehende
Flüssigmetallstrahl nicht auftritt oder stark gestört wird.
[0012] Zudem wird - wenn beispielsweise ein Kraftfahrzeug mit der erfindungsgemässen Vorrichtung
geschützt wird - die Sicht z.B. für den Kampffahrzeugfahrer oder für die Besatzung
wesentlich besser als bei den herkömmlichen Schutzgittern.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kampffahrzeug als ein Ausführungsbeispiel eines vor Granat- geschossen zu schützenden
Objekts, ausgerüstet mit einer erfin- dungsgemässen Vorrichtung zur Abwehr von Geschossen;
und
- Fig. 2
- einen Teil der Vorrichtung zur Abwehr von Geschossen nach Fig. 1 in einem vergrösserten
Massstab.
[0014] In Fig.1 ist als Beispiel eines vor Hohlladungsgeschossen, wie beispielsweise Granatgeschossen,
zu schützenden Objektes ein Kampffahrzeug 1 dargestellt, das mit einer erfindungsgemässen
Vorrichtung 2 zur Abwehr von Geschossen ausgerüstet ist. Die Vorrichtung 2 weist mehrere
rund um das Kampffahrzeug 1 herum angeordnete Schutzwände auf, die erfindungsgemäss
aus einem Drahtgeflecht 3 bestehen. Beim Drahtgeflecht 3 handelt es sich um ein Diagonalgeflecht,
das rautenförmige Maschen 4 bildet und vorzugsweise aus Stahldrähten geflochten ist.
[0015] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des Drahtgeflechtes 3 ist in Fig. 2 veranschaulicht.
Gemäss Fig. 2 ist das Drahtgeflecht 3 aus wendelförmig gebogenen Drähten 5, 6, 7,
8 etc. geflochten, die einen Steigungswinkel α (vorzugsweise 25° bis 35°) aufweisen.
Es werden jeweils zwei benachbarte Drähte 5, 6; 6, 7; 7, 8 etc. im Bereich A ihrer
Biegungen zueinander gelenkig gehalten. Das Drahtgeflecht 3 weist eine dreidimensionale
Struktur mit einer Dicke auf, die ein Mehrfaches der Drahtdicke beträgt.
[0016] Die Drähte 5 bis 8 sind an ihren Enden mit Schlaufen oder Knoten 5a, 6a, 7a, 8a etc.
versehen und durch diese paarweise miteinander gelenkig verbunden.
[0017] Durch die gelenkige Verbindung der benachbarten Drahtpaare sowohl in den Anlenkungsbereichen
A als auch in den Endbereichen kann das Drahtgeflecht 3 problemlos für die Lagerung
und den Transport zusammengelegt bzw. zusammengerollt werden.
[0018] Es ist auch möglich, dieses Drahtgeflecht mit einem Mitteldraht zwischen den Berührungspunkten
der einzelnen Wendel auszubilden. Es eignet sich zudem ein Geflecht mit einer Ausbildung,
welches aus zwei oder mehreren Drähten oder Drahtlitzen aus Stahl gebildet ist (siehe
EP-A- 1 628 790).
[0019] Am oberen und am unteren Ende des Drahtgeflechtes 3 kann in den wendelförmig gebogenen
Randdraht 5 je ein Draht, ein Seil, eine Stange 10 oder ein anderes Rahmenelement
eingeschlauft werden, mittels denen das Drahtgeflecht 3 in seiner Längsstreckung gespannt
werden kann, und die dann am Kampffahrzeug 1 befestigt werden. Für die Befestigung
am Kampffahrzeug 1 könnten allerdings auch entsprechende Befestigungsmittel direkt
die Randdrahtschlaufen 5' halten. Das Drahtgeflecht 3 kann auch seitlich mittels ähnlichen,
durch die Schlaufen oder Knoten 5a, 6a, 7a, 8a etc. geführten Elementen (Drähte, Seile,
Stangen oder direkt eingreifende Befestigungsmittel) befestigt werden.
[0020] Die einzelnen Schutzwände der Vorrichtung 2 können auch durch Drahtgeflechtabschnitte
mit einem z.B. aus Stangen gebildeten Rahmen begrenzt sein und die Vorrichtung 2 aus
diesen zusammenmontiert werden. Befestigungselemente können auch durch Seile, Drähte
oder Litzen ausgebildet sein. Je nach Anwendung ist zudem auch das leicht runde, konische,
konkave und/oder konvexe Aufspannen auf eine Oberfläche vorteilhaft.
[0021] Die Grösse der rautenförmigen Maschen 4, insbesondere ihr Inkreisdurchmesser B (Fig.
2) ist so gewählt, dass sie im wesentlichen dem maximalen Durchmesser der abzuwehrenden
Granatgeschosse entspricht oder etwas kleiner oder grösser ist als dieser Durchmesser.
Das Granatgeschoss kann zwar durch die Masche 4 hindurchdringen, wird jedoch durch
Berührung des Geflechts gestört und dabei im gewissen Sinne "beschädigt", so dass
es zu der vorgesehenen Explosion gar nicht kommt oder diese nur im reduzierten Masse
erfolgt. Die dreidimensionale Struktur des Drahtgeflechtes (3) trägt dazu bei, dass
insbesondere bei schräg eintreffenden Einschüssen die Wahrscheinlichkeit, dass das
Geschoss das Drahtgeflecht (3) berührt, grösser ist als bei einem flachen, lediglich
eine der Drahtdicke entsprechende Dicke aufweisenden Drahtgeflecht.
[0022] Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Abwehr von Granatgeschossen ist im Vergleich
zu den herkömmlichen Schutzgittern wesentlich leichter, und ihr Aufbau (Montage und
Demontage) ist erheblich einfacher, da wesentlich weniger Verbindungsteile gebraucht
werden, insbesondere wenn die vorstehend erwähnten, durch die Randmaschen und/oder
durch die schlaufenartigen Endelemente geführten Drähte, Seile oder Stangen für die
Befestigung verwendet werden.
[0023] Die Vorrichtung ist zum Beispiel mit dem Flugzeug leicht transportierbar, da das
Drahtgeflecht zusammengelegt oder zusammengerollt werden kann. Zudem wird die Sicht
z.B. für den Kampffahrzeugfahrer oder für die Besatzung wesentlich besser als bei
den herkömmlichen Schutzgittern. Das Drahtgeflecht kann näher zum Objekt angeordnet
werden, dies aufgrund der Vorspannung im Geflecht sowie aufgrund des optimalen Spannungs-Dehnungsverhaltens
sowie des Deformationsverhaltens des Spezialgeflechtes, so dass beispielsweise bei
einem Kampffahrzeug seine Gesamtbreite reduziert werden kann, was den Einsatz z.B.
in Städten erleichtert.
[0024] Selbstverständlich kann die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Abwehr von Granatgeschossen
zum Schutze von vielen anderen Objekten als von Kampffahrzeugen oder fahrbaren Objekten
generell eingesetzt werden. So können z.B. auch strategisch wichtige Objekte wie beispielsweise
überwachte Einfahrten mit der erfindungsgemässen Vorrichtung ausgerüstet sein (da
würde unter Umständen eine einzige Schutzwand ausreichen) oder andere Objekte auch
nur vorübergehend geschützt werden.
[0025] Es ist besonders vorteilhaft, das Drahtgeflecht 3 aus Drähten herzustellen, die aus
einem hochfesten Stahl mit einer Nennfestigkeit zwischen 1'000 und 3'000 N/mm
2 bestehen, wobei es sich auch um Federstahldrähte nach der DIN-Norm 17223 handeln
kann. Dies erlaubt, bei gleicher Festigkeit wesentlich dünnere Drähte zu verwenden,
wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Granatgeschoss frontal mit dem Zündteil direkt
auf einen Draht auftrifft und folglich doch zu einer Vollexplosion kommt, vermindert
wird. Zudem wird das Gesamtgewicht der erfindungsgemässen Vorrichtung noch weiter
reduziert und die Sicht z.B. für den Kampffahrzeugfahrer oder für die Besatzung noch
weiter verbessert.
[0026] Die Maschengrösse eines Geflechtes 3 kann aber auch derart gering gewählt werden,
dass das Geflecht eine Schutzschildfunktion ausübt. Bei einem Aufprall eines Granatgeschosses
entsteht dann immer oder zumindest grösstenteils eine Detonation. Aber aufgrund eines
ausreichenden Abstandes des Geflechtes zum Objekt 1 kann eine Beschädigung vom Objekt
verhindert bzw. stark verringert werden. Die Maschengrösse respektive der Innkreisdurchmesser
des Geflechtes beträgt in einem solchen Falle vorteilhaft weniger als 30 mm.
[0027] Anstelle von einzelnen, vorzugsweise wendelförmig gebogenen Drähten könnten für das
Drahtgeflecht 3 auch Drahtelemente wie Drahtlitzen, Drahtseile, Drahtbündel oder ähnlichem
verwendet werden.
[0028] Das Geflecht 3 kann grundsätzlich aus rechteckigen, dreieckigen, polygon- und/oder
rautenförmigen Maschen 4 bestehen. Es könnte auch eine wabenförmige oder hexagonale
Ausbildung wie bei Gartenhagnetzen aufweisen. Es ist weiter möglich, dass aus Kunststoffen
und/oder Teilen von Kunststoffen und/oder Teilen von kombinierten Werkstoffen solche
Geflechtsstrukturen nachgeformt oder andersartig hergestellt werden, welche dann auch
die bereits erwähnten Maschenformen ergeben können.
[0029] Als Geflecht kann grundsätzlich auch ein solches verstanden werden, welches als Netz
ausgebildet ist, wie dies zum Beispiel in der Druckschrift
EP-A-0 679 457 dargelegt ist.
1. Vorrichtung zur Abwehr und zum Schutz vor
Hohlladungsgeschossen, mit mindestens einer gitterartigen Schutzwand zum Schutze eines
Objektes (1), dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere am Objekt (1) befestigbare Schutzwände durch Geflechtabschnitte vorgesehen
sind, welche jeweils aus einem Maschen (4) bildenden Geflecht (3) bestehen, wobei
das Geflecht (3) aus wendelförmig gebogenen Drähten (5, 6, 7, 8) geflochten ist, bei
der jeweils zwei benachbarte wendelförmige Drähte (5, 6; 6, 7; 7, 8) zueinander gelenkig
gehalten sind, wobei anstelle von Drähten (5, 6, 7, 8) Seile, Litzen und/oder Kunststoff
verwendbar sind, wobei die Maschen (4) jeweils einen Inkreisdurchmesser (B) aufweisen,
der im wesentlichen dem Geschossdurchmesser entspricht oder etwas kleiner bzw. leicht
grösser als dieser Durchmesser ist, vorzugsweise weniger oder leicht mehr als 30 mm,
und dass jeweils ein ausreichender Abstand des Geflechtes zum Objekt (1) zur Verhinderung
bzw. Verringerung der Beschädigung des Objektes vorgesehen ist, damit das Geschoss
bei Berührung des Geflechtes eine Ablenkung, Teilauslösung, Auslösung und/oder Beschädigung
erfährt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Geflecht (3) aus rechteckigen, dreieckigen, hexagonalen, polygon- und/ oder rautenförmigen
Maschen (4) besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Geflecht (3) aus Stahldrähten, Seilen, Litzen und/oder aus Kunststoff geflochten
ist oder aus Kunststoffen so hergestellt ist, dass sich eine Art Geflechtsstruktur
ergibt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte (5, 6, 7, 8) an ihren Enden mit Schlaufen oder Knoten (5a, 6a, 7a, 8a)
versehen sind, und die miteinander verflochtenen wendelförmigen Drähte (5, 6, 7, 8)
paarweise über diese Endelemente (5a, 6a, 7a, 8a) miteinander gelenkig verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Geflecht (3) eine Dicke aufweist, die wenigstens mehr als das Doppelte der Drahtdicke
beträgt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte des Geflechtes (3) aus einem hochfesten Stahl mit einer Nennfestigkeit
zwischen 900 und 3'000 N/mm2 bestehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Geflecht (3) an einem fahrbaren Objekt (1) montierbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Randmaschen des Geflechtes (3) und/oder durch die die wendelförmigen Drähte
(5, 6, 7, 8) paarweise verbindende Endelemente (5a, 6a, 7a, 8a) Drähte, Seile oder
Stangen (10) geführt sind, über welche das Geflecht (3) am Objekt (1) befestigbar
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schutzwände durch Geflechtabschnitte gebildet sind, die durch eine
aus Stangen gebildeten Rahmen begrenzt sind, wobei die Stangen durch Randmaschen des
Geflechtes (3) und durch die die wendelförmigen Drähte (5, 6, 7, 8) paarweise verbindende
Endelemente (5a, 6a, 7a, 8a) hindurchgeführt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschengrösse derart gering ist, dass das Geflecht eine Schutzschildfunktion
ausübt, so dass bei einem Aufprall eines Granatgeschosses eine Detonation, Auslösung
oder Teilauslösung des Geschosses erfolgt, dass aber aufgrund eines ausreichenden
Abstandes des Geflechtes zum Objekt (1) eine Beschädigung von letzterem verhindert
bzw. stark verringert werden kann.
1. Device for the defense and protection from hollow charge projectiles, with at least
one grille-type protective barrier for the protection of an object (1), characterized in that
several protective barriers fastened to the object (1) are formed by netting sections,
each of them consists of a netting (3) formed by meshes (4), wherein the netting (3)
is woven from coil-shaped wires (5, 6, 7, 8), where two neighboring coil-shaped wires
(5, 6; 6, 7; 7, 8) are linked to each other, wherein instead of wires (5, 6, 7, 8)
cables, cords and/or synthetic materials are usable, wherein the meshes (4) have an
inner diameter (B), that essentially corresponds to the projectile diameter or is
somewhat smaller or slightly larger than this diameter, preferably less or slightly
more than 30 mm, and that a sufficient distance from each of the netting to the object
(1) is provided, thus for the prevention respective for the reduction of the damage
of the object, therewith a deflection, partial release, release and/or damage occurs
to the projectile by a touch with the netting.
2. Device according to claim 1, characterized in that the netting (3) consists of rectangular, triangular, hexagonal, polygonal and/or
rhomboid meshes (4).
3. Device according to claim 1 or 2, characterized in that the netting (3) is woven from steel wires, cables, cords and/or synthetic materials
or is produced from plastic such that a kind of netting structure is obtained.
4. Device according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the wires (5, 6, 7, 8) are provided with loops or knots (5a, 6a, 7a, 8a) at their
ends and the intertwined coil-shaped wires (5, 6, 7, 8) are linked in pairs with each
other by these end elements (5a, 6a, 7a, 8a).
5. Device according to claim 4, characterized in that the netting (3) has a thickness that is at least more than double the wire thickness.
6. Device according to claim 4 or 5, characterized in that the wires of the netting (3) consist of heavy duty steel with a nominal strength
between 900 and 3,000 N/mm.
7. Device according to claim 1, characterized in that the netting (3) can be installed on a mobile object (1).
8. Device according to claim 1, characterized in that wires, cables or bars (10) are run through the edge meshes of the netting (3) and/or
the end elements (5a, 6a, 7a, 8a) connecting the coil-shaped wires (5, 6, 7, 8) in
pairs, by which the netting (3) is attachable to the object (1).
9. Device according to claim 1, characterized in that the individual protective barriers are formed by netting sections, that are bordered
by a frame formed by bars, whereby the bars are run through end meshes of the netting
(3) and end elements (5a, 6a, 7a, 8a) connecting the coil-shaped wires (5, 6, 7, 8)
in pairs.
10. Device according to claim 1, characterized in that the mesh size is small so that the netting performs the function of a protective
shield so that, with the impact of a shell projectile, a detonation, release or partial
release ensues that, because of a sufficient distance from the netting to the object
(1), damage to the latter is prevented respectively can be very slight.
1. Dispositif de défense et de protection vis-à-vis de projectiles à charge creuse, comprenant
au moins une paroi de protection de type treillis pour la protection d'un objet (1),
caractérisé en ce que
il est prévu plusieurs parois de protection pouvant être fixées à l'objet (1) en parties
de treillis, qui sont constituées respectivement d'un treillis (3) formant des mailles
(4), le treillis (3) étant tressé de fils (5, 6, 7, 8) courbés en hélice, dans lequel
respectivement deux fils (5, 6; 6, 7; 7, 8) en hélice voisins sont articulés l'un
à l'autre, dans lequel au lieu de fils (5, 6, 7, 8), des câbles, des cordons et/ou
de la matière plastique peuvent être utilisés, les mailles (4) ayant respectivement
un diamètre (B) inscrit, qui correspond sensiblement au diamètre d'un projectile ou
qui est un peu plus petit ou légèrement plus grand que ce diamètre, de préférence
de moins ou de légèrement plus de 30 mm, et en ce qu'il est prévu respectivement une distance suffisante du treillis à l'objet (1) pour
empêcher ou diminuer l'endommagement de l'objet afin que le projectile subisse, lorsqu'il
vient en contact avec le treillis, une déviation, un déclenchement partiel, un déclenchement
et/ou un endommagement.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le treillis (3) est constitué de mailles (4) rectangulaires, triangulaires, hexagonales,
polygonales et/ou en forme de losange.
3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le treillis (3) est tressé de fils d'acier, de câbles, de cordons et/ou de matière
plastique ou est fabriqué en matière plastique, de manière à obtenir une sorte de
structure en treillis.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les fils (5, 6, 7, 8) sont pourvus à leur extrémité de boucles ou de noeuds (5a,
6a, 7a, 8a) et les fils (5, 6, 7, 8) en hélice tressés entre eux sont articulés entre
eux par paire par ces éléments (5a, 6a, 7a, 8a) d'extrémité.
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le treillis (3) a une épaisseur qui représente au moins plus du double de l'épaisseur
du fil.
6. Dispositif suivant la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les fils du treillis (3) sont en un acier très résistant ayant une résistante nominale
comprise entre 900 et 3 000 N/mm2.
7. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le treillis (3) peut être monté sur un objet (1) pouvant se déplacer.
8. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que des fils, des câbles ou des barres (10), par lesquels le treillis (3) peut être fixé
à l'objet (1), passent dans des mailles de bord du treillis (3) et/ou dans les éléments
(5a, 6a, 7a, 8a) d'extrémité reliant par paire les fils (5, 6, 7, 8) en hélice.
9. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les diverses parois de protection sont formées par des parties de treillis, qui sont
délimitées par un câble formé de barres, les barres passant dans des mailles de bord
du treillis (3) et dans les éléments (5a, 6a, 7a, 8a) d'extrémité reliant par paire
les fils (5, 6, 7, 8) en hélice.
10. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la dimension des mailles est petite, de manière à ce que le treillis exerce une fonction
de bouclier de protection, de manière à produire une détonation, un déclenchement
ou un déclenchement partiel du projectile lors du choc d'une grenade, mais de manière
à ce que, en raison d'une distance suffisante du treilles à l'objet (1), un endommagement
de ce dernier puisse être empêché ou bien diminué.

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