Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn.
Beschreibung des Standes der Technik
[0002] Der Transport von Florbahnen zur Vliesherstellung erfolgt ausgehend von der Krempel,
in der die Florbahnen aus Materialfasern erzeugt werden, bis zum Vliesleger, in dem
die Florbahn zu einem dickeren Vlies mit mehreren Florschichten gelegt wird siehe
z.B.
EP 1 717 357 A1. Auf der gesamten Transportstrecke der Florbahn von der Krempel bis zur Ablage der
Florbahn im Vliesleger tritt das Problem auf, dass die Transportbänder für die Florbahn
aufgrund der hohen Geschwindigkeiten Schleppluft mit sich führen, die beim Umlenken
der Florbahn um Umlenkwalzen oder beim Zusammenführen zweier Transportbänder zu einer
Blasenbildung führt. Diese Luft entweicht lateral und führt zu einem Flattern der
Bänder sowie zu Florverblasungen, Florrissen, Dehnungen oder Verbreiterungen des Flors,
also allgemein zu einer Inhomogenität des Flors. Bei der Umlenkung der Florbahn um
Umlenkwalzen führen die auftretenden Zentrifugalkräfte zusätzlich zu einer Florlängung,
was ebenfalls die Gefahr einer Sack- bzw. Faltenbildung mit sich bringt.
[0003] Selbst auf gerader Strecke kann es bei sehr hohen Geschwindigkeiten, etwa Geschwindigkeiten
von größer als 150 m/min, auftreten, dass sich der Flor vom Band löst, was ebenfalls
zu Falten und Verblasungen führen kann. Bei der Herstellung von Spinnvliesen sind
zu deren Abtransport mitunter Geschwindigkeiten des Siebbandes, auf das die Filamente
niedergeschlagen werden, von bis zu 600 m/min erforderlich. Bekannt ist hierbei, die
Filamente auf dem Siebband durch einen Saugstrom zu halten, siehe hierzu "
Vliesstoffe" von W. Albrecht et al., Verlag Wiley-VCH, Weinheim, 2000, Seiten 191-199, doch sind hierdurch allein angesichts der hohen Transportgeschwindigkeiten die oben
genannten Schwierigkeiten nicht auszuschließen. Auch bei Florstreckwerken ist die
mitgeführte Schleppluft problematisch und beeinträchtigt die Funktion des Streckwerks.
Übersicht über die Erfindung
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum geführten
Transport einer Florbahn zu schaffen, mit der auch bei hohen Geschwindigkeiten ein
stabiler Transport der Florbahn gewährleistet ist und durch Schleppluft, Faltenbildung
oder Zentrifugalkräfte verursachte Inhomogenitäten in der Florbahn vermieden werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn ein
Florbahntransportmittel zum Vorwärtsbewegen der Florbahn auf, das eine umlaufende
Außenfläche aufweist, wobei zu jedem Zeitpunkt ein Teil der umlaufenden Außenfläche
eine Kontaktfläche zum Herstellen einer Reibungsverbindung mit zumindest Teilen der
zu transportierenden Florbahn bildet. Außerdem weist die Vorrichtung ein Florbahnführungsmittel
auf, das eine Mehrzahl von beabstandet nebeneinander angeordneten, gekrümmten Zungen
aufweist, die gegenüber zumindest einem Teil der Kontaktfläche des Florbahnantriebmittels
angeordnet sind, sich in Bewegungsrichtung der Florbahn erstrecken und somit eine
Führungsfläche zum flächigen Führen der Florbahn bilden, wobei die Führungsfläche
einen geringeren Reibungskoeffizienten aufweist als die Kontaktfläche des Florbahntransportmittels,
und wobei jede Zunge einzeln gegen eine Kraft in einer Richtung weg von der Kontaktfläche
des Florbahntransportmittels bewegbar ist.
[0007] Hiermit ist gewährleistet, dass auch bei hohen Geschwindigkeiten der Florbahn die
einleitend erwähnten Nachteile vermieden werden.
[0008] Vorteilhafterweise sind die Zungen poliert oder mit Polytetrafluorethylen beschichtet,
um den Reibungskoeffizienten möglichst gering zu halten.
[0009] Die Zungen sind beispielsweise als elastische Federbleche ausgebildet, was die Anordnung
kostengünstig macht.
[0010] In einer anderen Ausführungsform können die Zungen starre Scheiben sein, die gegen
eine Federkraft bewegbar sind. Dabei können verschiedenen starren Scheiben auf besonders
einfache Weise verschiedene Federkräfte zugeordnet werden.
[0011] Im Sinne einer möglichst einfachen Vorspannungserzeugung können die Zungen in Richtung
der Kontaktfläche des Florbahntransportmittels mittels Federn oder Gewichten oder
pneumatisch vorgespannt sein.
[0012] Für verschiedene Anwendungen benötigt man unterschiedliche Vorspannungen. Deshalb
ist es vorteilhaft, dass Einrichtungen vorgesehen sind, mit denen die Vorspannung
der Zungen einstellbar ist.
[0013] Unterschiedlichen Flordicken kann man Rechnung tragen durch Einrichtungen, mit denen
der Abstand zwischen den Zungen und der Kontaktfläche des Florbahntransportmittels
einstellbar ist.
[0014] Sofern die Adhäsionskräfte zwischen der Florbahn und dem Flortransportmittel für
eine sichere Mitnahme der Florbahn ungenügend ist, muss die Oberflächenrauhigkeit
des Florbahntransportmittels ausreichend hoch sein, dass sich zwischen ihm und der
Florbahn ein ausreichend großer Reibungskoeffizient einstellt, der zur Folge hat,
dass die Florbahn auf dem Florbahntransportmittel nicht rutscht und von ihm sicher
mitgenommen wird. Zu diesem Zweck kann die Oberfläche des Florbahntransportmittels
ggf. strukturiert sein. Beispielsweise kann seine Oberfläche gewürfelt sein. Ein zu
starkes Anhaften, etwa ein Verhaken von Fasern der Faserflorbahn am Florbahntransportmittel
dergestalt, dass beim Lösen der Florbahn vom Florbahntransportmittel Fasern auf der
Oberfläche des Florbahntransportmittels zurückbleiben, darf aber nicht stattfinden.
[0015] In einer Ausführungsform ist das Florbahntransportmittel ein um mehrere Umlenkwalzen
laufendes Transportband, dessen umlaufende Außenfläche die Kontaktfläche bildet, wobei
der Teil der Kontaktfläche, der zum jeweiligen Zeitpunkt dem Florbahnführungsmittel
gegenüberliegt, sich immer im Umlaufbereich um eine Florbahnumlenkwalze befindet.
Auf diese Weise gelingt es, eine Florbahn unter Ableitung von Schleppluft und unter
Vermeidung negativer Zentrifugalkrafteinflüsse in eine andere Richtung umzulenken.
[0016] Eine speziell für den Übergang zwischen Oberwagen und Legewagen eines als Flachtäflers
ausgestalteten Vlieslegers geeignete Vorrichtung erhält man, wenn das Transportband
in einem spitzen Winkel um die Florbahnumlenkwalze geführt ist. Anschließend verläuft
das Transportband ausgehend von der Florbahnumlenkwalze im Wesentlichen horizontal,
und ein zweites Transportband verläuft unterhalb in geringem Abstand parallel zum
ersten Transportband. Die Führungseigenschaft der Vorrichtung wird hierbei dadurch
optimiert, dass die Krümmung der Zungen der Form eines Umfangsabschnitts der Florbahnumlenkwalze
entspricht.
[0017] Ergänzend kann über dem zweiten Transportband im Bereich eines Einlaufzwickels zwischen
den beiden Transportbändern ein Mittel zum Ableiten von durch das zweite Transportband
mitgeführter Schleppluft angeordnet sein, wodurch eine Faltenbildung bei der Ablage
der Florbahn auf dem zweiten Transportband nahezu vollständig vermieden werden kann.
[0018] Dieses Mittel zum Ableiten der durch das zweite Transportband mitgeführten Schleppluft
weist vorzugsweise einen Endbereich auf, der sich von schräg oben bis zum zweiten
Transportband erstreckt und Luftdurchtrittsöffnungen aufweist.
[0019] In einer besonderen Ausführungsform sind das Florbahnführungsmittel und das Mittel
zum Ableiten der durch das zweite Transportband mitgeführten Schleppluft als ein zusammenhängendes
Element ausgebildet. Dies reduziert die Gesamtzahl der Maschinenteile und senkt die
Kosten bei der Herstellung und der Montage.
[0020] In einer anderen Ausführungsform ist das Florbahntransportmittel eine Florbahnumlenkwalze,
die im Übergangsbereich zwischen einem ersten, schräg von oben einlaufenden Transportband
und einem zweiten, horizontal laufenden unteren Transportband angeordnet ist. Hierdurch
kann auf einfache Weise unter Vermeidung von Faltenbildung eine Übergabe der Florbahn
von einem schräg abwärts verlaufenden Transportband auf ein horizontales Transportband
stattfinden.
[0021] Bevorzugter Weise entspricht hierbei die Krümmung der Zungen der Form eines Umfangsabschnitts
der Florbahnumlenkwalze.
[0022] In einer noch anderen Ausführungsform ist das Florbahntransportmittel ein um mehrere
Umlenkwalzen laufendes Transportband, dessen umlaufende Außenfläche die Kontaktfläche
bildet, wobei der Teil der Kontaktfläche, der zum jeweiligen Zeitpunkt dem Florbahnführungsmittel
gegenüber liegt, geradlinig verläuft. Mit dieser Ausgestaltung können extrem hohe
Transportgeschwindigkeiten erzielt werden.
[0023] Dabei sind die Zungen vorzugsweise in Richtung der Transportrichtung des Transportbandes
gekrümmt, und ein Endbereich der Zungen ist gegen das Transportband vorgespannt. Durch
diese Anordnung wird der Bewegung des Transportbandes nur ein äußerst geringer Widerstand
entgegengesetzt.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform sind zwei Transportbänder derart zu einem Bandübergang
angeordnet, dass eine Umlenkwalze des ersten Transportbandes und eine Umlenkwalze
des zweiten Transportbandes achsparallel einander gegenüber liegen, wobei jede der
beiden Umlenkwalzen in der selben Richtung mit unabhängig verstellbarer Geschwindigkeit
drehbar ist, und zwei Florbahnführungsmittel sind vorgesehen, von denen jedes über
einer der beiden Umlenkwalzen angeordnet ist, so dass ein Streckwerk zum Strecken
der Florbahn gebildet wird. Diese Ausgestaltung liefert ein besonders einfaches Streckwerk,
bei dem die vom Transportband mitgeführte Schleppluft auf einfache Weise abgeführt
wird und somit eine Faltenbildung vermieden wird.
[0025] In einer anderen Ausführungsform sind zwei Transportbänder derart zu einem Bandübergang
angeordnet, dass eine Umlenkwalze des ersten Transportbandes und eine Umlenkwalze
des zweiten Transportbandes achsparallel einander gegenüber liegen, wobei jede der
beiden Walzen in der selben Richtung mit unabhängig verstellbarer Geschwindigkeit
drehbar ist, und der Endbereich der Zungen des einzigen Florbahnführungsmittels erstreckt
sich über beide Umlenkwalzen und ist oberhalb beider Umlenkwalzen gegen beide Transportbänder
vorgespannt, so dass ein Streckwerk zum Strecken der Florbahn gebildet wird. Dieses
Streckwerk besitzt den Vorteil, dass es noch weniger Einzelelemente aufweist.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf in den Zeichnungen dargestellte
Ausführungsformen näher erläutert.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0027] Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht eines Vlieslegers mit einer ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn;
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht der Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn
gemäß Ausschnitt x aus Fig. 1;
Fig. 3 eine vergrößerte schematische Querschnittsansicht der ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn mit verschiedenen
Stellungen des Florbahnführungsmittels;
Fig. 4 eine schematische Querschnittsansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn mit verschiedenen Stellungen des
Florbahnführungsmittels;
Fig. 5 eine schematische Querschnittsansicht eines Vlieslegers mit einer dritten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn;
Fig. 6 eine vergrößerte Ansicht der Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn
gemäß Ausschnitt x aus Fig. 5;
Fig. 7 eine schematische Querschnittsansicht eines Vlieslegers mit einer vierten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn;
Fig. 8 eine vergrößerte Ansicht der Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn
gemäß Ausschnitt x aus Fig. 7;
Fig. 9a bis 9e verschiedene schematische Querschnittsansichten von Übergängen zwischen
zwei Transportbändern mit einer fünften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum geführten Transport einer Florbahn;
Fig. 10 eine schematische Ansicht der Anwendung der Erfindung beim Florbahneinlauf
eines Kalanders oder eines Streckeigenschaften aufweisenden Vlieslegers;
Fig. 11 eine schematische Querschnittsansicht eines horizontal geführten Transportbandes
mit einer sechsten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten
Transport einer Florbahn;
Fig. 12 eine schematische Querschnittsansicht eines Florstreckwerks mit einer siebten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn;
Fig. 13 eine schematische Querschnittsansicht eines Florstreckwerks mit einer achten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn;
und
Fig. 14 eine schematische Querschnittsansicht eines Florstreckwerks mit einer neunten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn.
[0028] In den Zeichnungen sind nur die für die Erläuterung der Erfindung wesentlichen Teile
dargestellt, um die Zeichnungen nicht mit überflüssigen Details zu überladen
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
[0029] Ein erster Einsatzbereich der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport
einer Florbahn liegt in der Führung einer Florbahn um eine Umlenkwalze, so dass die
Florbahn anschließend mit der Oberseite nach unten zu liegen kommt. Diese Variante
findet vor allem in als Flachtäflern ausgebildeten Vlieslegern Anwendung.
[0030] Fig. 1 zeigt eine schematische Querschnittsansicht eines derartigen Vlieslegers mit
einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport
einer Florbahn.
[0031] Der Vliesleger umfasst ein Abliefertransportband 3, das dazu bestimmt ist, ein gelegtes
Vlies in einer senkrecht zur Zeichnungsebene verlaufenden Transportrichtung abzutransportieren.
Von Führungseinrichtungen des Abliefertransportbandes 3 ist eine obere Umlenkwalze
5 strichpunktiert dargestellt. Über dem Abliefertransportband 3 ist ein Legewagen
7 auf Schienen (nicht dargestellt) quer zur Transportrichtung des Abliefertransportbandes
3 hin und her verfahrbar. In dem Legewagen 7 sind zwei Umlenkwalzen 9 und 11 frei
drehbar gelagert. Die erste Umlenkwalze 9 ist von einem ersten Abdeckband 13 teilumschlungen,
das einen Abschnitt aufweist, der in dichtem Abstand über dem Abliefertransportband
3 zu einer angetriebenen Umlenkwalze 15 und von dort über eine weitere ortsfeste Umlenkwalze
17 zu einer Umlenkwalze 19 verläuft, die in einem ersten Spannwagen 21 drehbar gelagert
ist, der unterhalb des Abliefertransportbandes 3 quer zu diesem auf Schienen (nicht
dargestellt) verfahrbar ist. Von der im Spannwagen 21 gelagerten Umlenkwalze 19 verläuft
das genannte Abdeckband 13 über zwei weitere ortsfeste Umlenkwalzen 23 bzw. 25 zurück
zum Legewagen 7. Die angetriebene Umlenkwalze 15 ist mit einem Motor (nicht dargestellt)
gekoppelt und ist dazu bestimmt, das erste Abdeckband 13 in unterschiedlichen Richtungen
anzutreiben.
[0032] Da das obere Trum des zweiten Abdeckbandes 29 auch dem Transport einer Florbahn (nicht
dargestellt) in den zwischen den Umlenkwalzen 9 und 11 gebildeten Legespalt am Legewagen
7 dienen, kann man das zweite Abdeckband 29 auch als ein Legeband bezeichnen.
[0033] In ähnlicher Weise ist die andere Umlenkwalze 11, die im Legewagen 21 drehbar gelagert
ist, von einem zweiten Abdeckband 29 teilumschlungen, das über eine angetriebene Umlenkwalze
31 und eine ortsfeste Umlenkwalze 33 zu einer im Spannwagen 21 gelagerten zweiten
Umlenkwalze 27 geführt ist, die von dem Abdeckband 29 teilumschlungen wird, von wo
aus das Abdeckband 29 über weitere ortsfeste Umlenkwalzen 35 bzw. 37 zum Legewagen
7 zurückläuft. Das zweite Abdeckband 29 weist somit einen Abschnitt auf, der in dichtem
Abstand über dem Abliefertransportband 3 verläuft. Die angetriebene Umlenkwalze 31
ist ebenfalls mit einem Motor (nicht dargestellt) gekoppelt und ist dazu bestimmt,
das zweite Abdeckband 29 in unterschiedlichen Richtungen anzutreiben.
[0034] Am Legewagen 7 ist eine Kette oder ein Zahnriemen 39 angebracht, die bzw. der über
ein mit einem Motor (nicht dargestellt) verbundenen Antriebszahnrad 41 und ein Umlenkrad
43 läuft. Mit Hilfe dieser Antriebseinrichtungen lässt sich der Legewagen 7 oberhalb
des Abliefertransportbandes 3 quer zu dessen Transportrichtung hin und her verfahren.
[0035] In einer gegenüber dem Höhenniveau des Legewagens 7 erhöhten Lage ist in dem Maschinengestell
ein gestrichelt dargestellter Oberwagen 45 quer zur Transportrichtung des Abliefertransportbandes
3 auf Schienen (nicht dargestellt) verfahrbar gelagert. Der Oberwagen 45 hat eine
obere Umlenkwalze 47 und eine untere Florbahnumlenkwalze 49, die in Bewegungsrichtung
des Oberwagens 45 gegeneinander versetzt sind. Über diese beiden Walzen 47 und 49
läuft ein Transportband 51 a für die Florbahn, das nachfolgend auch erstes Transportband
genannt wird. In dem Bereich, der von den beiden Umlenkwalzen 47 und 49 im Oberwagen
45 begrenzt wird, verläuft das erste Transportband 51a schräg abwärts geneigt. Von
der unteren Florbahnumlenkwalze 49 im Oberwagen 45 ausgehend verläuft das erste Transportband
51a parallel zu den oberen Trums der beiden Abdeckbänder 13 und 29. Da das erste Transportband
51a zusammen mit einem Abschnitt des oberen Trums des zweiten Abdeckbandes 29 die
Florbahn führt, kann es ebenfalls als ein Legeband bezeichnet werden. Das erste Transportband
51a ist über eine im Maschinengestell ortsfest gelagerte Umlenkwalze 53 und von dort
über eine in einem zweiten Spannwagen 55 gelagerte Umlenkwalze 57 geführt, um dann
über eine ortsfest gelagerte, motorisch angetriebene Umlenkwalze 59 zu laufen, bevor
es den Oberwagen 45 wieder erreicht. Der Oberwagen 45 und der zweite Spannwagen 55
sind über eine Kette oder einen Zahnriemen 61 miteinander verbunden, die bzw. der
über ein mit einem Motor (nicht dargestellt) verbundenes Antriebszahnrad 63 und ein
Umlenkrad 65, die im Maschinengestell gelagert sind, läuft. Ferner erkennt man in
Fig. 1 ein schräg nach oben verlaufendes Zuführband 67, das eine zu legende Florbahn
(nicht dargestellt) dem ersten Transportband 51 a zuführt.
[0036] In dem Bereich zwischen der unteren Florbahnumlenkwalze 49 des Oberwagens 45 und
der zweiten Umlenkwalze 11 des Legewagens 7 sind das erste Transportband 51a und das
zweite Abdeckband 29 parallel zueinander in engem Abstand geführt, so dass eine vom
ersten Transportband 51a herangeführte Florbahn in dem genannten Bereich zwischen
dem Oberwagen 45 und dem Legewagen 7 vom ersten Transportband 51 a und dem zweiten
Abdeckband 29 sandwichartig eingeschlossen ist. Dabei ist die Florbahn von dem genannten
Abdeckband 29 abgestützt, weshalb dieses auch als zweites Transportband im Sinne der
vorliegenden Erfindung bezeichnet wird.
[0037] Man erkennt in der Zeichnung, dass im Betrieb, wenn der Legewagen 7 eine über dem
Abliefertransportband 3 hin- und hergehende Bewegung ausführt, der erste Spannwagen
21 eine gegenläufige Bewegung ausführt, weil die Schleifenlängen der Abdeckbänder
13 und 29 konstant sind. Weiterhin führen der Oberwagen 45 und sein zugehöriger zweiter
Spannwagen 55 im Betrieb zueinander gegenläufige Bewegungen aus, weil sie durch die
Kette oder den Zahnriemen 61 kraftschlüssig miteinander verbunden sind. Der zweite
Spannwagen 55 ist notwendig, um die Schleifenlänge des ersten Transportbandes 51a
konstant zu halten.
[0038] Die vorliegende Erfindung wird nun bei derartigen Vlieslegern genutzt, um die Florbahn
vom ersten Transportband 51 a um die untere Florbahnumlenkwalze 49 im Oberwagen 45
umgedreht auf das zweite Transportband 29 zu führen.
[0039] Eine Detailansicht gemäß Ausschnitt x der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn ist in Fig.
2 gezeigt. Dabei ist die Florbahn 69 in Fig. 2 gestrichelt skizziert, während die
Umlenkwalzen 47 und 49 weggelassen wurden. Fig. 3 zeigt eine weitere vergrößerte Ansicht
dieser Ausführungsform (ohne Florbahn).
[0040] Das erste Transportband 51a, das im Kontext der Erfindung allgemein auch als Florbahntransportmittel
bezeichnet werden kann, bildet an seiner umlaufenden Außenfläche eine Kontaktfläche
mit der Florbahn 69. Die Kontaktfläche des Florbahntransportmittels 51a besitzt dabei,
wie auch bei allen übrigen weiter unten beschriebenen Ausführungsformen, generell
einen ausreichen hohen Reibungskoeffizienten, z.B. aufgrund einer rauen Oberfläche,
dass sie bei Bewegung die Florbahn 69 mitnimmt.
[0041] Neben dem ersten Transportband 51a, das zum Vorwärtsbewegen der Florbahn 69 dient,
weist die Vorrichtung zum geführten Transport der Florbahn auch ein Florbahnführungsmittel
72a auf, das im vorliegenden Beispielsfalle in Form eines sichelförmigen Rechens ausgebildet
ist, der eine Mehrzahl von beabstandet nebeneinander angeordneten, gekrümmten Zungen
73a aufweist. In den Fig. 2 und 3 ist aufgrund der Querschnittsansicht lediglich eine
Zunge 73a dargestellt, während die übrigen Zungen in Zeichenebene hinter der ersten
Zunge 73a liegen. Die Zungen 73a sind zur Gewährleistung eines sehr geringen Reibungskoeffizienten
vorzugsweise mit Polytetrafluorethylen beschichtet oder poliert und im Beispiel der
Fig. 2 und 3 als elastische Federbleche ausgebildet.
[0042] Die als Federbleche ausgebildeten Zungen 73a dienen zur Führung der Florbahn 69 im
Bereich der unteren Florbahnumlenkwalze 49 im Oberwagen 45 des Vlieslegers, und die
Krümmung der Zungen 73a entspricht der Form eines Umfangsabschnitts der Florbahnumlenkwalze
49. Der Umfangsbereich der Florbahnumlenkwalze 49, der von den Zungen 73a umgeben
ist, kann vorzugsweise etwas kleiner sein als die Hälfte des Gesamtumfangs der Florbahnumlenkwalze
49 und wird in etwa durch den Bereich definiert, in dem das erste Transportband 51a
auf der Florbahnumlenkwalze 49 aufliegt. Somit wird zwischen dem auf der Florbahnumlenkwalze
49 aufliegenden Transportband 51a und den Zungen 73a ein Bereich definiert, in dem
die vom Transportband 51a mitgeführte Florbahn 69 auf geführte Weise umgedreht wird.
Gleichzeitig gewährleisten die Abstände zwischen den einzelnen Zungen 73a, dass vom
Transportband 51a mitgeführte Schleppluft entweichen kann. Nach Umlauf um die Florbahnumlenkwalze
49 wird die Florbahn 69 anschließend auf dem horizontal laufenden Abschnitt des zweiten
Transportbandes 29 abgelegt, von diesem bis zum Legewagen 11 weiterbewegt und dabei
durch das erste Transportband 51 a von oben abgedeckt.
[0043] Die als Federbleche ausgebildeten Zungen 73a sind an einer drehbaren Welle 75 befestigt,
die oberhalb der unteren Florbahnumlenkwalze 49 im Oberwagen 45 angeordnet ist. Die
Welle 75 kann in Radialrichtung verschiebbar angeordnet sein, wodurch der Abstand
der Zungen 73a zum ersten Transportband 51a bzw. zur unteren Florbahnumlenkwalze 49
eingestellt werden kann. Durch Drehen der Welle 75 kann die Vorspannung der Federbleche
73a in Richtung des Transportbandes 51 a eingestellt werden. Hierzu ist beispielsweise
die dargestellte Sichelform der Zungen 73a geeignet. Dadurch wird die Anpresskraft
der Zungen 73a auf die Florbahn 69 im Bereich der unteren Florbahnumlenkwalze 49 eingestellt.
[0044] Die Federbleche 73a besitzen zueinander beispielsweise einen Abstand von 5 bis 10
mm und können beispielsweise ca. 20 bis 30 mm breit sowie etwa 0,5 bis 2 mm dick sein.
Sie sind gleichmäßig über die gesamte Breite des Transportbandes 51a verteilt, die
sich über mehrere Meter erstrecken kann.
[0045] Die Einstellung der Vorspannung der Zungen 73a kann mechanisch mittels Verdrehen
der Welle 75, aber auch pneumatisch erfolgen. Neben dem Vorteil der Abführung von
Schleppluft durch die Zwischenbereiche zwischen den Zungen 73a besitzt die erfindungsgemäße
Form des Florbahnführungsmittels 72a außerdem den Vorteil, dass Dickstellen in der
Florbahn 69 einzelne oder mehrere Zungen 73a entgegen der Vorspannkraft von der Kontaktfläche
des Transportbandes 51 a weg bewegen können, ohne den Transportvorgang der Florbahn
69 zu behindern oder das Anliegen der übrigen Zungen an der Florbahn 69 zu beeinträchtigen.
Somit sind auch Verstopfungen im Umlenkbereich der unteren Florbahnumlenkwalze 49
ausgeschlossen. Dies gilt auch für alle nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen.
[0046] In Fig. 3 erkennt man unterschiedliche Stellungen einer Zunge 73a. Die verschiedenen
Positionen können einerseits bei der Voreinstellung durch Drehen der Welle 75 erzielt
werden, um eine Anpassung an die jeweilige Dicke der Florbahn 69 zu gewährleisten.
Gleichzeitig stellen die strichpunktiert dargestellten Positionen der Zunge 73a auch
mögliche Auslenkstellungen der Zunge 73a dar, die von der Florbahn 69 entgegen der
Federkraft der Zungen 73a hervorgerufen werden können.
[0047] Im Bereich einer äußeren Stellung der Zungen 73a kann ein Sensor 77 (Fig. 3) angeordnet
sein, der bei zu starken Auslenkungen z.B. für eine Unterbrechung des Betriebs des
Vlieslegers oder aber dafür sorgt, dass die Zungen schnell von der Florbahn zurückgezogen
werden, um Raum für die Florbahn zu geben. Alternativ kann von dem Sensor 77 auch
ein Steuerbefehl gegeben werden, der die Arretierung der Welle 75 freigibt, so dass
diese sich unter der auf die von der Florbahn ausgelenkten Zungen ausgehenden Kraft
drehend verstellen kann.
[0048] Zusätzlich zu den bislang beschriebenen Elementen kann zur Abführung von durch das
zweite Transportband 29 herangeführter Schleppluft im Bereich des Einlaufzwickels
der beiden Transportbänder 51a und 29 ein horizontal verschiebbares Luftableitmittel
79 angeordnet sein. Das Mittel 79 zum Ableiten der durch das zweite Transportband
29 mitgeführten Schleppluft kann einstückig ausgebildet sein, kann auch einen Endbereich
81 aufweisen, in dem Luftdurchtrittsöffnungen (nicht sichtbar) vorhanden sind. Das
Luftableitmittel 79 kann beispielsweise als Kunststoffblock ausgebildet sein, dessen
Endbereich 81 sich von schräg oben in den Einlaufzwickel der beiden Transportbänder
51 a und 29 erstreckt.
[0049] Die in Fig. 4 dargestellte zweite Ausführungsform entspricht der Ausführungsform
von Fig. 3, außer dass die das Florbahnführungsmittel 72b bildenden Zungen 73b als
sichelförmige Scheiben aus starrem Kunststoff ausgestaltet sind, die gegen eine Federkraft
gegenüber der Welle 75 verdreht werden können. In Fig. 4 sind zwei mögliche Positionen
der Zungen 73b dargestellt.
[0050] Eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport
einer Florbahn ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Die Ausführungsform entspricht
der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform, mit dem Unterschied,
dass die Vorspannung der das Florbahnführungsmittel 72c bildenden Zungen 73c durch
Einzelbeaufschlagung mittels Gewichten 82 erfolgt. Das hat den Vorteil, dass der Druck
seitens der Zungen auf die Florbahn unabhängig vom Umfang der Auslenkung der Zungen
durch Dickstellen in der Florbahn ist.
[0051] Eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport
einer Florbahn, die in den Fig. 7 und 8 dargestellt ist, zeigt eine einteilige Form
der Zungen 73d und des Mittels 80 zum Ableiten der durch das zweite Transportband
29 mitgeführten Schleppluft. Beide Elemente sind als ein zusammenhängendes Teil ausgebildet,
wodurch Herstellungskosten eingespart werden.
[0052] In Fig. 9a ist eine Anwendung der Erfindung in einem Bereich eines Florbahntransports
dargestellt, wie er auf der Florabnahmeseite einer Krempel anzutreffen ist. An einer
Krempel wird Flor gewöhnlich an zwei in Umfangsrichtung des Krempeltambours hintereinander
liegenden Stellen von oberen und unteren Abnehmern als zwei Florbahnen abgenommen,
die anschließend übereinander gelegt werden. Es wird also die mittels des oberen Abnehmers
abgenommene Florbahn auf die mittels des unteren Abnehmers abgenommene Florbahn doubliert,
wobei beide Florbahnen auf Florbahntransportmitteln an die Doublierstelle herangeführt
werden.
[0053] Fig. 9a zeigt hierzu eine weitere kombinierte Variante von zwei erfindungsgemäßen
Vorrichtungen zum geführten Transport einer Florbahn. Hierbei wird von einem von schräg
oben einlaufenden Transportband 51a, das um eine Florbahnumlenkwalze 49 geführt ist,
die Florbahn 69 mitgeführt und mittels eines nahezu identisch zur ersten Ausführungsform
ausgestalteten Florbahnführungsmittels 72a zunächst in eine vertikale Richtung gelenkt.
Ein Unterschied zur ersten Ausführungsform besteht jedoch darin, dass die Zungen 73a
sich lediglich über einen kleineren Umfangsabschnitt der Florbahnumlenkwalze 49 erstrecken.
[0054] Die im Wesentlichen vertikal verlaufende Florbahn 69 wird anschließend durch eine
fünfte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer
Florbahn aufgenommen und weitergeleitet. Bei dieser Ausführungsform wird das Florbahntransportmittel
51e durch eine Umlenkwalze gebildet, die ebenfalls eine rauhe Oberfläche aufweist
und somit eine Reibungsverbindung mit der Florbahn 69 herstellt. Die Umlenkwalze 51e
bewegt sich in zur Florbahnumlenkwalze 49 entgegengesetzten Drehrichtung, so dass
letztlich ein Übergang der Florbahn 69 von einem ersten Transportband 51a auf ein
zweites horizontales Transportband 92 ohne Umkehrung der Florbahn 69 stattfindet.
Auf dem zweiten Transportband 92 kann sich ggf. eine weitere Florbahn befinden, wie
einleitend zur Fig. 9a erläutert worden, hier aber nicht dargestellt ist.
[0055] Das Florbahnführungsmittel 72e ist gegenüber einem im unteren Bereich der Florbahnumlenkwalze
51e liegenden Umfangsabschnitt angeordnet und weist wiederum Zungen 73e auf, die entsprechend
der Form des Umfangsabschnitts der Umlenkwalze 51e in Bewegungsrichtung der Florbahn
69 gekrümmt sind und mit ihrem Endbereich dem zweiten Transportband 92 sehr nahe kommen.
Auch in diesem Ausführungsbeispiel sind die zuvor erwähnten Möglichkeiten der Einstellung
der Vorspannkraft sowie der Ausgestaltung der Zungen anwendbar.
[0056] Eine gegenüber Fig. 9a vereinfachte Ausführungsform ist in Fig. 9b dargestellt. Sie
unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 9a dadurch, dass ein Florführungsmittel
73e nur der Umlenkwalze 51e gegenübersteht. Diese Ausführungsform kommt bei Anwendungen
in Betracht, bei denen die Anforderungen nicht so hoch sind, wie bei der nach Fig.
9a. Im Übrigen entspricht die Ausführungsform von Fig. 9b derjenigen von Fig. 9a,
was sich an den übereinstimmend verwendeten, nur durch die Suffixe voneinander unterscheidenden
Bezugszeichen manifestiert, auf deren detaillierte Beschreibung daher hier verzichtet
werden kann.
[0057] Fig. 9c zeigt eine Variante der Ausführungsform von Fig. 9b. Sie unterscheidet sich
von jener nach Fig. 9b dadurch, dass die Umlenkwalze 51e von Fig. 9b durch ein zwei
zueinander parallele Umlenkwalzen umschlingendes, endlos umlaufendes Flortransportband
51j ersetzt ist, das ein die Florbahn begleitendes, abwärts führendes Trum aufweist,
dem ein aus mehreren zueinander in gegenseitigem Abstand angeordneten, zueinander
parallelen Zungen 73j bestehendes Florführungsmittel gegenüber steht, die die Florbahn
gegen das genannte Trum des Florführungsbandes 51j drücken. Diese Zungen 73j sind
länglich ausgeführt und an ihrem unteren Ende dem Verlauf des Umfangs der unteren
Umlenkwalze des Flortransportbandes 51j angepasst. Wie dargestellt, ist diese Ausführungsform
der Erfindung für Einsatzzwecke geeignet, in denen ein die (obere) Florbahn heranführendes
Flortransportband 51I im Wesentlichen horizontal verläuft und ein Abstieg der (oberen)
Florbahn 69 auf ein unteres Flortransportband 92 erfolgen soll.
[0058] Die Fig. 9d und 9e zeigen im Vergleich zu den Ausführungsformen nach den Fig. 9a
bis 9c vereinfachte Ausführungsformen, die auf bewegte Florbahntransportmittel im
Bereich des Abgabeendes des die Florbahn 69 abwärts heranführenden Flortransportbandes
51 a verzichten. Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 9d und 9e ist die Florbahn
69 lediglich von einem Florführungsmittel 73k in Form mehrerer zueinander in gegenseitigem
Abstand angeordneter, zueinander paralleler Zungen in dem Übergangsbereich vom heranführenden
Florbahntransportband 51 a zum unteren, abführenden Florbahntransportband 92 geführt.
Dabei kann der Übergang in einem spitzen Winkel gemäß Fig. 9d oder im rechten Winkel
mit geeigneter Verrundung gemäß Fig. 9e gestaltet sein, was durch entsprechende Formgebung
des Florführungsmittels 73k erzielt wird. In den dargestellten Ausführungsformen wird
davon ausgegangen, dass die Transportgeschwindigkeit des unteren, abführenden Florbahntransportbandes
92 etwas größer als die des oberen, heranführenden Flortransportbandes 51a ist, so
dass in der Florbahn 69 ein gewisser Zug erzeugt wird, der die Florbahn in Anlage
an dem Florbahnführungsmittel 73k hält.
[0059] Fig. 10 zeigt einen Anwendungsfall, der Übergabe einer Florbahn 69 von einem Zuführband
115 in einen Klemmspalt zwischen zwei Klemmwalzen 114. Die Klemmwalzen 114 können
beispielsweise Kalanderwalzen zur Vorbehandlung der Florbahn 69 sein, oder auch die
Einlaufwalzen eines Vlieslegers.
[0060] Beispielsweise ist in
DE 43 04 988 C1 ein Verfahren zum Legen eines Vlieses aus einer zugeführten Florbahn beschrieben,
bei dem durch zyklisches Anheben und Absenken der florführenden Antriebe eines Vlieslegers
eine diesem von einem Florerzeuger mit konstanter Geschwindigkeit zugeführte Florbahn
vor dem Einlaufen in den Vliesleger zyklisch gestreckt und gestaucht wird. Dazu ist
es erforderlich, vor dem Einlauf in den Vliesleger eine Streckzone zu definieren,
deren eines Ende durch das Zulieferband und deren anderes Ende durch den Einlauf des
Vlieslegers bestimmt sind.
[0061] Wenn nun gemäß Fig. 10 der Einlaufbereich des Vlieslegers mit zwei einen Klemmspalt
ausbildenden Klemmwalzen 114 ausgestaltet ist und stromaufwärts davon ein Zuführband
115 für die Florbahn 69 angeordnet ist, dann ist die Florbahn 69 in dem Bereich zwischen
einer stromaufwärts der Klemmwalzen 114 angeordneten, das Zuführband 115 umlenkenden
Umlenkwalze 116 und den Klemmwalzen 114 von einem Florführungsmittel 73m geführt,
das sich von der Umlenkwalze 116 bis kurz vor den Klemmspalt zwischen den beiden Klemmwalzen
114 erstreckt. Dieses Florführungsmittel 73m besteht aus mehreren zueinander in gegenseitigem
Abstand angeordneten, zueinander parallelen Zungen, deren Wurzel auf der seite der
Umlenkwalze 116 gelegen ist und deren Enden im Bereich der unteren Klemmwalze 114
auf der Florbahn 169 aufliegen. Die Zungen liegen auch an der Umlenkwalze 116 auf
der Florbahn 169 auf und erzeugen auf diese Weise die notwendige Reibung zwischen
der Florbahn 169 und ihrer jeweiligen Unterlage, die notwendig ist, um die erwünschte
Streckwirkung im Sinne der in
DE 43 04 988 C1 gegebenen Lehre zu erzeugen.
[0062] Eine sechste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport
einer Florbahn ist in Fig. 11 dargestellt. Die Einsatzmöglichkeit dieser Ausführungsform
liegt beispielsweise beim horizontalen Transport von Florbahnen auf einem mit sehr
hoher Geschwindigkeit umlaufenden Transportband 51f,. In diesem Fall stellt das in
der Zeichnung von links nach rechts laufende Transportband 51f das Florbahntransportmittel
dar, und die Florbahnführungsmittel 72f sind wiederum Zungen 73f, die von oben gegen
das Transportband 51f vorgespannt sind. In diesem Fall sind die Zungen 73f jedoch
nicht sichelförmig, sondern J-förmig ausgebildet, wobei die gebogene Wurzel 95 der
Zungen um eine Welle 97 gewickelt ist, während der andere, in der Zeichnung nach rechts
weisende Endabschnitt 99 über einen gewissen Bereich flächig gegen die Florbahn 69
vorgespannt ist. Auch hier können die Zungen 73f aus denselben Materialien hergestellt
sein wie in der ersten Ausführungsform, und auch die verschiedenen Einstellmöglichkeiten
des Anpressdruckes sind hier anwendbar. Zusätzlich zu der durch die Zungen 73f aufgebrachten
Kraft, die ein Abheben der Florbahn 69 verhindern soll, wird oberhalb des Transportbandes
51f mitgeführte Schleppluft durch die Zungen 73f abgeleitet. Wenn das Transportband
51f als Siebband ausgebildet ist, wie beispielsweise für den Abtransport eines Spinnvlieses
aus einer Spinnvliesanlage üblich, können unterhalb des Transportbandes 51f noch zusätzliche
Mittel zum Ableiten von Schleppluft vorgesehen sein, etwa die dargestellten, im Querschnitt
Flugzeugflügeln gleichenden Ableitelemente 101. Bei längeren Transportstrecken ist
es sinnvoll, mehrere Florbahnführungsmittel 72f hintereinander anzuordnen.
[0063] Eine hierzu ähnliche siebte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
geführten Transport einer Florbahn kann auch in einem Florstreckwerk verwendet werden.
Fig. 12 bis 14 zeigen verschiedene Ausgestaltungen einer solchen Anwendung. Bei dem
durch das Streckwerk gebildeten Bandübergang von einem ersten Transportband 51g auf
ein zweites Transportband 102 wird das erste Transportband 51g um eine erste Umlenkwalze
103 gelenkt, während das zweite Transportband 102 um eine zweite Umlenkwalze 105 gelenkt
wird. Beide Umlenkwalzen 51g, 102 stehen einander achsparallel gegenüber und drehen
in gleicher Richtung, ihre Geschwindigkeit kann jedoch unabhängig voneinander verstellt
werden. Oberhalb der Umlenkwalzen 103, 105 ist jeweils ein Florbahnführungsmittel
72g mit Zungen 73g auf die zuvor beschriebene Weise angeordnet. Durch die Vorspannung
der Zungen 73g auf die Florbahn 69 kann der Anpressdruck derart variabel eingestellt
werden, dass eine solche Anordnung als Streckwerk für die Florbahn 69 verwendet werden
kann. Hierzu muss sich lediglich die zweite Umlenkwalze 105 und damit das zweite Transportband
102 etwas schneller bewegen als die erste Umlenkwalze 103 und somit das erste Transportband
51g, wodurch zwischen den beiden Klemmstellen oberhalb der Umlenkwalzen 103, 105,
die durch die Zungen 73g des Florbahnführungsmittels 72g gebildet werden, der Flor
in Bewegungsrichtung gedehnt und somit zu einer dünneren Florbahn 69 gestreckt wird.
[0064] Wie in der in Fig. 13 dargestellten achten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn gezeigt ist, ist wiederum auch
der Einsatz von beabstandet zueinander angeordneten Federscheiben 73h anstelle von
Federblechen denkbar.
[0065] Bei der Übergabe einer Florbahn von einem Transportband auf ein sich in gleicher
Höhe daran anschließendes zweites Transportband ist besonders dann eine Führung der
Florbahn erforderlich, wenn wegen großer Breite der Florbahn die Umlenkwalzen der
Flortransportbänder aus Festigkeitsgründen einen relativ großen Durchmesser aufweisen
müssen. Beispielsweise bei einer Florbahnbreite von 5 m haben die Umlenkwalzen einen
Durchmesser von bis zu 300 mm, und in dieser Größenordnung liegt dann auch die Länge
des Zwickels zwischen den Walzen, der von der Florbahn überbrückt werden muss. In
Fig. 14 ist eine neunte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten
Transport einer Florbahn dargestellt. Hierbei ist lediglich ein einziges Florbahnführungsmittel
72i mit Zungen 73i beschrieben, deren auf der Florbahn 69 aufliegender Endbereich
111 sich jedoch über beide Umlenkwalzen 103, 105 einer Florbahnübergabestelle zwischen
zwei sich aneinander anschließenden Flortransportbändern 51i und 102 erstreckt und
an den jeweiligen Klemmstellen durch entsprechend einstellbare Gewichte 113 beaufschlagt
wird.
[0066] Es sind auch beliebige Kombinationen der Elemente der im Detail beschriebenen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn denkbar.
1. Vorrichtung zum geführten Transport einer Florbahn,
mit einem Florbahntransportmittel (51a-i) zum Vorwärtsbewegen der Florbahn (69), das
eine umlaufende Außenfläche aufweist, wobei zu jedem Zeitpunkt ein Teil der umlaufenden
Außenfläche eine Kontaktfläche zum Herstellen einer Reibungsverbindung mit zumindest
Teilen der zu transportierenden Florbahn (69) bildet, und
mit einem Florbahnführungsmittel (72a-i), das eine Mehrzahl von beabstandet nebeneinander
angeordneten, gekrümmten Zungen (73a-i) aufweist, die gegenüber zumindest einem Teil
der Kontaktfläche des Florbahntransportmittels (51a-i) angeordnet sind, sich in Bewegungsrichtung
der Florbahn (69) erstrecken und somit eine Führungsfläche zum flächigen Führen der
Florbahn (69) bilden, wobei die Führungsfläche einen geringeren Reibungskoeffizienten
aufweist als die Kontaktfläche des Florbahntransportmittels (51a-i), und wobei jede
Zunge (73a-i) einzeln gegen eine Kraft in einer Richtung weg von der Kontaktfläche
des Florbahntransportmittels (51a-i) bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen (73a-i) poliert oder mit Polytetrafluorethylen beschichtet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen (73a-i) elastische Federbleche sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen (73a-i) starre Scheiben sind, die gegen eine Federkraft bewegbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen (73a-i) in Richtung der Kontaktfläche des Florbahntransportmittels (51
a-i) mittels Federn oder Gewichten (82, 113) oder pneumatisch vorgespannt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Einrichtungen vorgesehen sind, mit denen die Vorspannung der Zungen (73a-i) einstellbar
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Einrichtungen vorgesehen sind, mit denen der Abstand zwischen den Zungen (73a-i)
und der Kontaktfläche des Florbahntransportmittels (51a-i) einstellbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Florbahntransportmittel (51a-i) ein um mehrere Umlenkwalzen (47, 49) laufendes
Transportband (51a-d) ist, dessen umlaufende Außenfläche die Kontaktfläche bildet,
wobei der Teil der Kontaktfläche, der zum jeweiligen Zeitpunkt dem Florbahnführungsmittel
(72a-d) gegenüberliegt, sich immer im Umlaufbereich um eine Florbahnumlenkwalze (49)
befindet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (51a-d) in einem spitzen Winkel um die Florbahnumlenkwalze (49)
geführt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (51a-d) ausgehend von der Florbahnumlenkwalze (49) im Wesentlichen
horizontal verläuft und ein zweites Transportband (29) unterhalb in geringem Abstand
parallel zum ersten Transportband (51a-d) verläuft.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung der Zungen (72a-d) der Form eines Umfangsabschnitts der Florbahnumlenkwalze
(49) entspricht.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass über dem zweiten Transportband (29) im Bereich eines Einlaufzwickels zwischen den
beiden Transportbändern (51a-d, 29) ein Mittel (79, 80) zum Ableiten von durch das
zweite Transportband (29) mitgeführter Schleppluft angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (79, 80) zum Ableiten der durch das zweite Transportband (29) mitgeführten
Schleppluft einen Endbereich (81) aufweist, der sich von schräg oben bis zum zweiten
Transportband (29) erstreckt und Luftdurchtrittsöffnungen aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Florbahnführungsmittel (72d) und das Mittel (80) zum Ableiten der durch das zweite
Transportband (29) mitgeführten Schleppluft als ein zusammenhängendes Element ausgebildet
sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Florbahntransportmittel (51a-i) eine Florbahnumlenkwalze (51e) ist, die im Übergangsbereich
zwischen einem ersten, schräg von oben einlaufenden Transportband (51e) und einem
zweiten, horizontal laufenden unteren Transportband (92) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung der Zungen (73e) der Form eines Umfangsabschnitts der Florbahnumlenkwalze
(51e) entspricht.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Florbahntransportmittel (51a-i) ein um mehrere Umlenkwalzen laufendes Transportband
(51f-i) ist, dessen umlaufende Außenfläche die Kontaktfläche bildet, wobei der Teil
der Kontaktfläche, der zum jeweiligen Zeitpunkt dem Florbahnführungsmittel (72f-i)
gegenüberliegt, gerade verläuft.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen (73f-i) in Richtung der Transportrichtung des Transportbandes (51f-i)
gekrümmt sind und ein Endbereich (99, 111) der Zungen (73f-i) gegen das Transportband
(51f-i) vorgespannt ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Teils der Kontaktfläche, der zum jeweiligen Zeitpunkt dem Florbahnführungsmittel
(72f-i) gegenüberliegt, eine Walze (100, 103, 105) angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Transportbänder (51g-i, 102) derart zu einem Bandübergang angeordnet sind, dass
eine Umlenkwalze (103) des ersten Transportbandes (51g-h) und eine Umlenkwalze (105)
des zweiten Transportbandes (102) einander achsparallel gegenüber liegen, wobei jede
der beiden Umlenkwalzen (103, 105) in derselben Richtung mit unabhängig verstellbarer
Geschwindigkeit drehbar ist, und dass zwei Florbahnführungsmittel (72g-h) vorgesehen
sind, von denen jedes über einer der beiden Umlenkwalzen (103, 105) angeordnet ist,
so dass ein Streckwerk zum Strecken der Florbahn (69) gebildet wird.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Transportbänder (51i, 102) derart zu einem Bandübergang angeordnet sind, dass
eine Umlenkwalze (103) des ersten Transportbandes (51i) und eine Umlenkwalze (105)
des zweiten Transportbandes (102) einander achsparallel gegenüber liegen, wobei jede
der beiden Umlenkwalzen (103, 105) in derselben Richtung mit unabhängig verstellbarer
Geschwindigkeit drehbar ist, und dass der Endbereich der Zungen (73i) des einzigen
Florbahnführungsmittels (72i) sich über beide Umlenkwalzen (103, 105) erstreckt und
oberhalb beider Umlenkwalzen (103, 105) gegen beide Transportbänder (51i, 102) vorgespannt
ist, so dass ein Streckwerk zum Strecken der Florbahn (69) gebildet wird.
1. Device for the guided transport of a card web, comprising a card web transport means
(51a-i) for moving the card web (69) forwards, said transport mean having a circulating
outer surface, a part of this circulating outer surface forming a contact surface
at all times for establishing frictional contact with at least parts of the card web
(69) to be transported, and comprising a card web guiding means (72a-i) which has
a plurality of curved tongues (73a-i), which are spaced apart alongside one another
and are arranged opposite at least part of the contact surface of the card web transport
means (51a-i), said tongues extending in the direction of movement of the card web
(69) and thus forming a guide surface for planar guidance of the card web (69), the
guide surface having a lower coefficient of friction than the contact surface of the
card web transport means (51a-i) and each tongue (73a-i) being movable individually
against a force in a direction away from the contact surface of the card web transport
means (51a-i).
2. Device according to claim 1, characterised in that the tongues (73a-i) are polished or are coated with polytetrafluoroethylene.
3. Device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the tongues (73a-i) are resilient spring steel sheets.
4. Device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the tongues (73a-i) are rigid disks which are movable against a resilient force.
5. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the tongues (73a-i) are biased towards the contact surface of the card web transport
means (51 a-i), by means of springs or weights (82, 113) or pneumatically.
6. Device according to claim 5, characterised in that devices are provided with which the bias of the tongues (73a-i) can be adjusted.
7. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that devices are provided with which the distance between the tongues (73a-i) and the
contact surface of the card web transport means (51a-i) can be adjusted.
8. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the card web transport means (51a-i) is a transport belt (51a-d) running over a plurality
of return rollers (47, 49), the circulating outer surface of the transport belt forming
the contact surface, the part of the contact surface which is opposite the card web
guiding means (72a-d) at the respective moment always being located in the region
of circulation around a card web return roller (49).
9. Device according to claim 8, characterised in that the transport belt (51a-d) is guided around the card web return roller (49) at an
acute angle.
10. Device according to either claim 8 or claim 9, characterised in that the transport belt (51a-d) extends substantially horizontally away from the card
web return roller (49) and a second transport belt (29) extends parallel to the first
transport belt (51a-d) at a small distance below.
11. Device according to any one of claims 8 to 10, characterised in that the curvature of the tongues (72a-d) corresponds to the shape of a peripheral portion
of the card web return roller (49).
12. Device according to either claim 10 or claim 11, characterised in that a means (79, 80) for discharging air entrained by the second transport belt (29)
is arranged across the second transport belt (29) in the region of an inlet gusset
between the two transport belts (51a-d, 29).
13. Device according to claim 12, characterised in that the means (79, 80) for discharging the air entrained by the second transport belt
(29) comprises an end region (81), which extends towards the second transport belt
(29) from diagonally above and which has openings for the passage of air.
14. Device according to claim 13, characterised in that the card web transport guiding (72d) and the means (80) for discharging the air entrained
by the second transport belt (29) are formed as a coherent element.
15. Device according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the card web transport means (51 a-i) is a card web return roller (51 e), which is
arranged in the transition region between a first transport belt (51e) approaching
from diagonally above and a second, lower transport belt (92) extending horizontally.
16. Device according to claim 15, characterised in that the curvature of the tongues (73e) corresponds to the shape of a peripheral portion
of the card web return roller (51 e).
17. Device according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the card web transport means (51a-i) is a transport belt (51f-i) running around a
plurality of return rollers, the circulating outer surface of said transport belt
forming the contact surface, the part of the contact surface which is opposite the
card web guiding means (72f-i) at the respective moment extending in a straight line.
18. Device according to claim 17, characterised in that the tongues (73f-i) are curved in the direction of the transport direction of the
transport belt (51f-i) and an end region (99, 111) of the tongues (73f-i) is biased
towards the transport belt (51f-i).
19. Device according to either claim 17 or claim 18, characterised in that a roller (100, 103, 105) is arranged below the part of the contact surface which
is opposite the card web guiding means (72f-i) at the respective moment.
20. Device according to claim 19, characterised in that two transport belts (51g-i, 102) are arranged to form a belt transition in such a
way that a return roller (103) of the first transport belt (51g-h) and a return roller
(105) of the second transport belt (102) lie opposite one another with parallel axes,
each of the two return rollers (103, 105) being rotatable in the same direction with
an independently adjustable speed, and in that two card web guiding means (72g-h) are provided, each of which is arranged above
one of the two return rollers (103, 105) in such a way that a web drafter for drafting
the card web (69) is formed.
21. Device according to claim 19, characterised in that two transport belts (51 i, 102) are arranged to form a belt transition in such a
way that a return roller (103) of the first transport belt (51i) and a return roller
(105) of the second transport belt (102) lie opposite one another with parallel axes,
each of the two return rollers (103, 105) being rotatable in the same direction with
an independently adjustable speed, and in that the end region of the tongues (73i) of the single card web guiding means (72i) extends
over both return rollers (103, 105) and is biased above the two return rollers (103,
105) towards the two transport belts (51i, 102) in such a way that a web drafter is
formed for drafting the card web (69).
1. Dispositif pour le transport guidé d'une nappe de voile de carde, comprenant
- un moyen de transport (51a - i) de la nappe de voile de carde pour l'avancement
de la nappe de voile (69), qui présente une surface extérieure circonférentielle,
une partie de la surface extérieure circonférentielle formant à chaque instant une
surface de contact pour créer un assemblage par friction avec au moins des parties
de la nappe de voile de carde (69) à transporter, et
- un moyen de guidage (72a - 1) de la nappe de voile de carde, qui présente une pluralité
de languettes cintrées (73a - 1), juxtaposées à distance, qui sont disposées en vis-à-vis
d'au moins une partie de la surface de contact du moyen de transport (51a - i) de
la nappe de voile de carde, s'étendent dans la direction de déplacement de la nappe
de voile de carde (69) et forment ainsi une surface de guidage pour le guidage plan
de la nappe de voile de carde (69), la surface de guidage présentant un coefficient
de frottement plus faible que celui de la surface de contact du moyen de transport
(51a - i) de la nappe de voile de carde, et chaque languette (73a - i) pouvant être
déplacée individuellement contre une force dans une direction à l'écart de la surface
de contact du moyen de transport (51a - i) de la nappe de voile de carde.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les languettes (73a - i) sont polies ou sont revêtues de polytétrafluoroéthylène.
3. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les languettes (73a - i) sont des tôles élastiques à ressorts.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les languettes sont des disques rigides (73a - i), déplaçables contre une force de
ressort.
5. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les languettes (73a - i) sont précontraintes en direction de la surface de contact
du moyen de transport (51a - i) de la nappe voile de carde au moyen de ressorts ou
de poids (82, 113) ou par voie pneumatique.
6. Dispositif suivant la revendication 5, caractérisé en ce que sont prévus des dispositifs qui permettent de régler la précontrainte des languettes
(73a - i).
7. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont prévus des dispositifs qui permettent de régler l'écartement entre les languettes
(73a - i) et la surface de contact du moyen de transport (51a - i) de la nappe de
voile de carde.
8. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de transport (51a - i) de la nappe de voile de carde est une bande transporteuse
(51a - d) défilant autour de plusieurs cylindres de renvoi (47, 49), bande dont la
surface extérieure circonférentielle forme la surface de contact, la partie de la
surface de contact, qui est en vis-à-vis du moyen de guidage (72a - d) de la nappe
de voile de carde à l'instant respectif, se situant toujours dans la zone circonférentielle
autour d'un cylindre de renvoi (49) de la nappe de voile de carde.
9. Dispositif suivant la revendication 8, caractérisé en ce que la bande transporteuse (51a - d) est guidée sous un angle aigu autour du cylindre
de renvoi (49) de la nappe de voile de carde.
10. Dispositif suivant l'une des revendications 8 et 9,
caractérisé en ce que la bande transporteuse (51a - d) s'étend de façon essentiellement horizontale à partir
du cylindre de renvoi (49) de la nappe de voile de carde et une seconde bande transporteuse
(29) s'étend au-dessous et à une faible distance de façon parallèle à la première
bande transporteuse (51a - d).
11. Dispositif suivant l'une des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce que le cintrage des languettes (72a - d) correspond à la forme d'une section circonférentielle
du cylindre de renvoi (49) de la nappe de voile de carde.
12. Dispositif suivant l'une des revendications 10 et 11, caractérisé en ce qu'un moyen (79, 80) pour dériver de l'air d'entraînement entraîné par la seconde bande
transporteuse (29) est disposé au-dessus de la seconde bande transporteuse (29), dans
la zone d'une encoignure d'admission entre les deux bandes transporteuses (51a - d).
13. Dispositif suivant la revendication 12, caractérisé en ce que le moyen (79, 80) pour dériver l'air d'entraînement entraîné par la seconde bande
transporteuse (29) présente une zone d'extrémité (81), qui s'étend du haut en oblique
jusqu'à la seconde bande transporteuse (29) et présente des orifices de passage d'air.
14. Dispositif suivant la revendication 13, caractérisé en ce que le moyen de guidage (72d) de la nappe de voile de carde et le moyen (80) pour dériver
l'air d'entraînement entraîné par la seconde bande transporteuse (29) sont réalisés
sous forme d'un élément cohérent.
15. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que le moyen de transport (51a - i) de la nappe de voile de carde est un cylindre de
renvoi (51e) de la nappe de voile de carde, qui est disposé dans la zone de transition
entre une première bande transporteuse (51e), entrant du haut en oblique, et une seconde
bande transporteuse (92) inférieure, qui défile dans la direction horizontale.
16. Dispositif suivant la revendication 15, caractérisé en ce que le cintrage des languettes (73e) correspond à la forme d'une section circonférentielle
du cylindre de renvoi (51e) de la nappe de voile de carde.
17. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que le moyen de transport (51a - i) de la nappe de voile de carde est une bande transporteuse
(51f - i) défilant autour de plusieurs cylindres de renvoi, bande dont la surface
extérieure circonférentielle forme la surface de contact, la partie de la surface
de contact, qui est en vis-à-vis du moyen de guidage (72f - i) de la nappe de voile
de carde à l'instant respectif, s'étendant de façon rectiligne.
18. Dispositif suivant la revendication 17, caractérisé en ce que les languettes (73f - i) sont cintrées dans la direction de transport de la bande
transporteuse (51f - i) et une zone d'extrémité (99, 111) des languettes (73f - i)
est précontrainte contre la bande transporteuse (51f - i).
19. Dispositif suivant l'une des revendications 17 et 18, caractérisé en ce qu'un cylindre (100, 103, 105) est disposé au-dessous de la partie de la surface de contact,
qui est en vis-à-vis du moyen de guidage (72f - i) de la nappe de voile de carde à
l'instant respectif.
20. Dispositif suivant la revendication 19, caractérisé en ce que deux bandes transporteuses (51g - i, 102) sont disposées par rapport à une transition
de bande de telle sorte qu'un cylindre de renvoi (103) de la première bande transporteuse
(51g - h) et un cylindre de renvoi (105) de la seconde bande transporteuse (102) se
situent en vis-à-vis de façon parallèle à l'axe, chacun des deux cylindres de renvoi
(103, 105) pouvant tourner dans la même direction à une vitesse réglable indépendamment,
et en ce que sont prévus deux moyens de guidage (72g - h) de la nappe de voile de carde, dont
chacun est disposé au-dessus de l'un des deux cylindres de renvoi (103, 105), de sorte
qu'un banc d'étirage est formé pour l'étirage de la nappe de voile de carde (69).
21. Dispositif suivant la revendication 19, caractérisé en ce que deux bandes transporteuses (51i, 102) sont disposées par rapport à une transition
de bande de telle sorte qu'un cylindre de renvoi (103) de la première bande transporteuse
(51i) et un cylindre de renvoi (105) de la seconde bande transporteuse (102) se situent
en vis-à-vis de façon parallèle à l'axe, chacun des deux cylindres de renvoi (103,
105) pouvant tourner dans la même direction à une vitesse réglable indépendamment,
et en ce que la zone d'extrémité des languettes (73i) du moyen de guidage unique (72i) de la nappe
de voile de carde s'étend par l'intermédiaire des deux cylindres (103, 105) et est
précontrainte au-dessus des deux cylindres (103, 105) contre les deux bandes transporteuses
(51i, 102), de sorte qu'un banc d'étirage est formé pour l'étirage de la nappe de
voile de carde (69).