[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beleuchtung mit blauen, grünen, gelben
oder roten Leuchtdioden (LEDs), bestehend im wesentlichen aus einer LED-Lichtquelle
und einer der Lichtquelle zugeordneten lichtstreuenden Abdeckung aus eingefärbtem
Kunststoff.
Stand der Technik
[0002] Beleuchtbare Vorrichtungen, z. B. für Werbetafeln, bestehend im wesentlichen aus
einer Lichtquelle und der Lichtquelle zugeordneten lichtstreuenden Abdeckung aus eingefärbtem
Kunststoff sind im Prinzip bekannt (s. z. B.
JP 61159440). In der Regel werden als Lichtquellen Glühlampen oder Leuchtstoffröhren verwendet,
die eine gute Leuchtkraft aufweisen und ein breites Lichtspektrum abstrahlen. Aufgrund
des breiten Lichtspektrums erscheinen entsprechende eingefärbte Kunststoffabdeckungen
in unbeleuchteten Zustand, also z. B. im Tageslicht, im gleichen Farbeindruck, der
auch bei Hinterleuchtung mittels der genannten Lichtquellen wahrgenommen werden kann.
[0003] Leuchtdioden sind im Vergleich zu Lichtquellen wie Glühlampen oder Leuchtstoffröhren
von deutlich geringerer Leuchtkraft. Farbige Leuchtdioden sind jedoch trotzdem bei
Dunkelheit sehr gut wahrnehmbar, da sie ein im Wesentlichen bzw. ein nahezu monochromatisches
Licht abstrahlen, das in jeweiligen Wellenlängenbereich wiederum relativ intensiv
ist. Entsprechende farbige Leuchtdioden sind von mehreren Herstellern z. B. in den
Farben rot, grün, blau und gelb verfügbar.
[0004] Einfärbungen und Einfärbeverfahren für Kunststoffe wie z. B. Polymethylmethacrylat
sind hinlänglich bekannt z. B. aus
EP-A 130 576.
[0005] WO 03/052315 beschreibt eine beleuchtbare Vorrichtung, bestehend im wesentlichen aus einer Lichtquelle
und einer der Lichtquelle zugeordneten lichtstreuenden Abdeckung aus eingefärbtem
Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle aus einer oder mehreren Leuchtdioden
(LEDs) besteht, die ein farbiges im wesentlichen monochromatisches Licht aussenden
und die zugeordnete lichtstreuende Abdeckung bei der Wellenlänge des relativen Energiemaximums
der Leuchtdiode eine Transmission (DIN 5036) von mindestens 35 % und eine Reflexion
(DIN 5036) von mindestens 15 % aufweist. Gemäß der
WO 03/052315 wird die Aufgabe gelöst, eine Alternative zu den bekannten beleuchtbaren Vorrichtungen
bereitzustellen, bei denen eingefärbte Abdeckungen aus Kunststoff mittels Glühlampen
oder Leuchtstoffröhren durchleuchtet werden. Die Einfärbung der lichtstreuenden Abdeckung
erfolgt dabei mittels nicht fluoreszierender Farbstoffe bzw. Farbmittel. Insbesondere
ermöglicht die Vorrichtung optisch in etwa den gleichen Farbeindruck bei Auflicht,
also z. B. bei Tageslicht, wie auch bei Durchleuchtung. Die Vorrichtung ermöglicht
aufgrund der Verwendung von LEDs zudem Vorrichtungen mit geringerer Bautiefe und geringerem
Stromverbrauch im Vergleich zu konventionell beleuchteten Vorrichtungen.
Aufgabe und Lösung
[0006] Beleuchtbare Vorrichtungen gemäß der
WO 03/052315 ermöglichen optisch in etwa den gleichen Farbeindruck bei Auflicht, also z. B. bei
Tageslicht, wie auch bei Durchleuchtung. Es wurde als eine Aufgabe gesehen die Vorrichtungen
gemäß der
WO 03/052315 so weiterzuentwickeln, dass der Farbeindruck sowohl bei Tageslicht, wie auch bei
Durchleuchtung nochmals brillianter erscheint, ohne dass es dabei zu merklichen Abweichungen
der beiden Farbeindrücke kommt. Die Aufgabe wird gelöst durch eine
[0007] Vorrichtung zur Beleuchtung mit blauen, grünen, gelben oder roten Leuchtdioden (LEDs),
enthaltend eine oder mehrere farbige LEDs und eine der LED Farbe zugeordnete, lichtstreuende
Abdeckung aus eingefärbtem Kunststoff, die eine Basiseinfärbung mittels eines oder
mehrerer nicht fluoreszierender Farbstoffe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
die lichtstreuende Abdeckung zusätzlich zur Basiseinfärbung mindestens einen der Basiseinfärbung
farblich zugeordneten fluoreszierenden Farbstoff enthält, wobei die Farbstoffmischung
so eingestellt ist, dass die lichtstreuende Abdeckung bei der Wellenlänge des Energiemaximums
der verwendeten LED bzw. LEDs eine Reflexion von mindestens 28 % aufweist,
wobei, bezogen auf die Normfarbtafel und die Farborte der Reflexion der lichtstreuenden
Abdeckung und den Farbort der verwendeten LED bzw. LEDs, der Betrag der Differenz
des x-Wertes der lichtstreuenden Abdeckung mit dem x-Wert der LED und der Betrag der
Differenz des y-Wertes der lichtstreuenden Abdeckung mit dem y-Wert der LED sich alternativ
wie folgt verhält:
- a) für blaue LED-Beleuchtung: Betrag x kleiner 0,03 / Betrag y kleiner 0,05
- b) für grüne LED-Beleuchtung: Betrag x kleiner 0,05 / Betrag y kleiner 0,08
- c) für gelbe LED-Beleuchtung: Betrag x kleiner 0,0025 / Betrag y kleiner 0,02
- d) für rote LED-Beleuchtung: Betrag x kleiner 0,03 / Betrag y kleiner 0,003
[0008] Die Erfindung beruht darauf, die Transmission und die Reflexion von der lichtstreuenden
Abdeckung aus Kunststoff ähnlich wie in der
WO 03/052315 beschrieben, so an das monochromatische Licht der verwendeten LED anzupassen, dass
im Auflicht als auch im Durchlicht nahezu derselbe Farbeindruck erhalten werden kann.
Der Farbort der Transmission der lichtstreuenden Abdeckung wird dabei vereinfachend
mit dem Farbort der LED (x
LED/y
LED) gleichgesetzt werden, da das Licht der LED monochromatisch ist und durch die lichtstreuende
Abdeckung praktisch nicht verändert wird. Die Erfindung erreicht dabei, durch den
Zusatz des Fluoreszenzfarbstoffs unter gleichzeitiger Anpassung der Basiseinfärbung,
eine über die
WO 03/052315 hinausgehende Annäherung des Farbortes der Reflexion der lichtstreuenden Abdeckung
((x
Reflexion/y
Reflexion) im Auflicht) und dem Farbort der LED ((x
LED/y
LED) im leuchtenden Zustand). In Kenntnis der vorliegenden Erfindung kann ein Fachmann
die entsprechenden Anpassungen der Einfärbung vornehmen. Entsprechende Werbe- oder
Hinweistafeln erscheinen sowohl bei Tag als auch im hinterleuchteten Zustand optisch
annähernd gleich. Gegenüber der
WO 03/052315 sind dabei die Reflexionswerte in der Regel deutlich erhöht und stets näher am entsprechenden
Farbort der LED, während die Werte für die Transmission und deren Farbort nicht oder
nur unmerklich verändert sind. Die visuell wahrgenommene Erscheinung ist sowohl bei
Tag als bei Nacht deutlich heller, brillianter und damit attraktiver für den Verwender.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Ausstattung ist es möglich, die Vorrichtung bei gleichem
Stromverbrauch deutlich heller und brillianter erscheinen zu lassen oder bei reduziertem
Stromverbrauch einen zumindest gleichwertigen Effekt wie den der
WO 03/052315 zu erzielen. Die erfindungsgemäß beleuchtbaren Vorrichtungen benötigen geringere
Bautiefen, da LEDs kleiner sind als entsprechende Glühlampen oder Leuchtstoffröhren.
Gegenüber der
WO 03/052315 ist es möglich die Zahl der enthaltenen LEDs zu reduzieren, damit lassen sich komplizierte
Formgebungen nochmals leichter realisieren. Der Stromverbrauch ist geringer, bei nahezu
gleicher Wahrnehmbarkeit im hinterleuchteten Zustand. Da LEDs mit Niederspannungen
betrieben werden können, ist auch die elektrische Sicherheit der erfindungsgemäßen
Vorrichtungen als höher anzusehen bzw. leichter zu gewährleisten. Der Wartungsaufwand
ist ebenfalls geringer, da LEDs in der Regel weniger oft ausgetauscht werden müssen
als andere Leuchtmittel, wie z. B. Leuchtstoffröhren.
Figuren
[0010] Die Erfindung wird durch die nachstehenden Figuren erläutert, ohne jedoch auf die
dargestellten Ausführungsformen beschränkt zu sein.
Fig. 1/2:
[0011] Reflexionsspektrum von drei eingefärbten, lichtstreuenden Kunststoffscheiben bei
Beleuchtung mit einer grünen LED mit relativem Energiemaximum bei etwa 520 nm. (Zusammensetzungen:
s. die Beispiele 1 - 3, Grün 1 -3)
3 = Grün 3: Nur Basiseinfärbung (Stand der Technik, gemäß WO 03/052315)
1 = Grün 1: Basiseinfärbung + Fluoreszenzfarbstoff (erfindungsgemäß)
2 = Grün 2: Basiseinfärbung + Fluoreszenzfarbstoff + TiO2-Zusatz
(erfindungsgemäß)
Fig 2/2:
[0012] Schematische Darstellung der Normfarbtafel.
U = Unbuntpunkt (x/y = 0,33/0,33)
LED = Farbort einer grünen LED (xLED/yLED)
R = Farbort der Reflexion einer lichtstreuenden Abdeckung (xReflexion/yReflexion)
Ausführung der Erfindung
Vorrichtung
[0013] Die Erfindung betrifft eine
Vorrichtung zur Beleuchtung mit blauen, grünen, gelben oder roten Leuchtdioden (LEDs),
enthaltend eine oder mehrere farbige LEDs und eine der LED-Farbe bzw. dem Farbort
der LED im leuchtenden Zustand zugeordnete, lichtstreuende Abdeckung aus eingefärbtem
Kunststoff, die eine Basiseinfärbung mittels eines oder mehrerer nicht fluoreszierender
Farbstoffe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
die lichtstreuende Abdeckung zusätzlich zur Basiseinfärbung mindestens einen der Basiseinfärbung
farblich zugeordneten fluoreszierenden Farbstoff enthält, wobei die Farbstoffmischung
bewirkt bzw. so eingestellt ist, dass die lichtstreuende Abdeckung bei der Wellenlänge
des Energiemaximums der verwendeten LED bzw. LEDs eine Reflexion von mindestens 28
% aufweist, wobei, bezogen auf die Normfarbtafel (DIN 5033) und den Farbort der Reflexion
der lichtstreuenden Abdeckung ((x
Reflexion/y
Reflexion) im Auflicht) und den Farbort der LED ((x
LED/y
LED) im leuchtenden Zustand), der Betrag der Differenz (Betrag x
Diff) des x-Wertes der lichtstreuenden Abdeckung (x
Reflexion) mit dem x-Wert der LED (x
LED) und der Betrag der Differenz (Betrag y
Diff) des y-Wertes der lichtstreuenden Abdeckung (y
Reflexion) mit dem y-Wert der LED (y
LED) sich alternativ wie folgt verhält:
- a) für blaue LED-Beleuchtung: Betrag xDiff kleiner 0,03 / Betrag yDiff kleiner 0,05
- b) für grüne LED-Beleuchtung: Betrag xDiffkleiner 0,05 / Betrag yDiff kleiner 0,08
- c) für gelbe LED-Beleuchtung: Betrag xDiff kleiner 0,0025/ Betrag yDiff kleiner 0,02
- d) für rote LED-Beleuchtung: Betrag xDiff kleiner 0,03 / Betrag yDiff kleiner 0,003 '
[0014] Es kommt dabei lediglich auf die absolute Differenz bzw. die Entfernung der x-bzw.
y-Werte zueinander an, nicht auf deren relative Lage auf der Normfarbtafel. Diese
Differenz bzw. Entfernung soll möglichst gering sein, im Idealfall nahezu oder gleich
Null betragen. Sie soll jedoch zumindest die oben angegebenen Obergrenzen nicht überschreiten.
Es ist zudem unerheblich, ob die Bildung der Differenz der korrespondierenden x- bzw.
y-Werte mathematisch zu einem positiven oder zu einem negativen Wert führt. Aus diesem
Grund legt die Erfindung den Betrag der Differenz des x-Wertes der lichtstreuenden
Abdeckung mit dem x-Wert der LED und den Betrag der Differenz des y-Wertes der lichtstreuenden
Abdeckung mit dem y-Wert der LED zugrunde. Unter Anwendung der vorliegenden Erfindung
wird es vorteilhafterweise möglich, eine sehr enge Anpassung des Farborts der Reflexion
der lichtstreuenden Abdeckung an den Farbort der verwendeten LEDs im leuchtenden Zustand
vorzunehmen. Auf diese Weise werden beleuchtbare Vorrichtungen bereitgestellt, die
im unbeleuchteten und im beleuchteten Zustand einen weitgehend übereinstimmenden und
zugleich sehr brillianten Farbeindruck vermitteln.
[0015] Die Erfindung betrifft eine beleuchtbare Vorrichtung, enthaltend eine Lichtquelle
in Form einer oder mehrerer farbiger Leuchtdioden (LEDs) und eine der Lichtquelle
zugeordnete lichtstreuende Abdeckung aus eingefärbten Kunststoff. Die Vorrichtung
besteht somit im Wesentlichen aus den für die Funktion unerlässlichen Bestandteilen,
nämlich der Lichtquelle und der der Lichtquelle zugeordneten lichtstreuenden Abdeckung
aus eingefärbtem Kunststoff. Darüber hinaus können noch weitere, für die erfindungsgemäße
Funktionalität jedoch unkritische Elemente, wie ein Rahmen, Gehäuse oder Befestigungselemente
etc. vorhanden sein.
[0016] Die Vorrichtung kann so gestaltet sein, dass die LEDs und die lichtstreuende Abdeckung
einander in einem Abstand von 3 bis 12, bevorzugt 4 bis 10 cm zugeordnet sind. In
diesem Abstand wird eine gute Ausleuchtung erreicht. Bei zu geringem Abstand wird
die Position der LED in Form eines hellen Flecks sichtbar. Bei zu großem Abstand nimmt
die Helligkeit zu stark ab.
[0017] Die LEDs können sich z. B. in einem Kasten oder Rahmen befinden, der von der lichtstreuenden
Abdeckung, z. B. in Plattenform, abgedeckt wird. Die Abdeckung kann mit einer informationstragenden
Schicht, z. B. einer Folie, versehen werden oder selbst bereits die Form einer Information
aufweisen, z. B. in Buchstaben- oder Zahlenform.
Allgemeines Beispiel
[0018] Das folgende allgemeine Beispiel verdeutlicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung für
gelbe LED-Beleuchtung und ist sinngemäß auch auf blaue, grüne oder rote LED-Beleuchtung
anwendbar.
[0019] Der Farbort einer gelb leuchtenden LED kann z. B. bei x
LED = 0,5/y
LED = 0,5 liegen. Der Farbort der Reflexion einer erfindungsgemäß im Farbbort angepassten,
gelb eingefärbten, lichtstreuenden Abdeckung (z. B. Gelb 1 mit einem Reflexionswert
von 40 %, s. insbesondere Beispiel 1 und Tabellen 4 und 6) kann z. B. bei x
Reflexion = 0,498/y
Reflexion=0,485 liegen. Der Betrag der Differenz, Betrag x
Diff, des x-Wertes der lichtstreuenden Abdeckung (x
Reflexion) mit dem x-Wert der LED (x
LED) und der Betrag der Differerenz, Betrag y
Diff, des y-Wertes der lichtstreuenden Abdeckung (y
Reflexion) mit dem y-Wert der LED (y
LED) verhält sich wie folgt:
Betrag xDiff = xReflexion minus xLED = 0,498 - 0,5 = 0,002. Der Wert ist kleiner als 0,0025 und liegt damit im erfindungsgemäß
geforderten Bereich.
Betrag yDiff = YReflexion minus yLED = 0,485 - 0,5 = 0,015. Der Wert ist kleiner als 0,02 und liegt damit ebenfalls im
erfindungsgemäß geforderten Bereich. Die entsprechende Vorrichtung ist demnach erfindungsgemäß.
[0020] In analoger Weise können die Beträge x
Diff und y
Diff für andere Einfärbungen berechnet werden.
Lichtquelle
[0021] Die Lichtquelle besteht aus einer oder mehreren bzw. einer Vielzahl von farbigen
Leuchtdioden (LEDs). Gegebenenfalls können auch LEDs unterschiedlicher Farbe gleichzeitig
verwendet werden.
[0022] Farbige LEDs sind im Vergleich zu Lichtquellen wie Glühlampen oder Leuchtstoffröhren
von deutlich geringerer Leuchtkraft. Farbige LEDs sind jedoch trotzdem bei Dunkelheit
sehr gut wahrnehmbar, da sie ein im Wesentlichen bzw. ein nahezu monochromatisches
Licht abstrahlen, das im jeweiligen. Wellenlängenbereich wiederum relativ intensiv
ist. Entsprechende farbige Leuchtdioden sind von mehreren Herstellern z. B. in den
Farben rot, grün, blau und gelb verfügbar. Ungeeignet für die Zwecke der Erfindung
sind weiß leuchtende LEDs, da diese kein nahezu monochromatisches sondern ein breites
Leuchtspektrum, ähnlich einer konventionellen Glühbirne, erzeugen.
[0023] Farbige Leuchtdioden (LEDs) senden ein nahezu oder im Wesentlichen monochromatisches
Licht aus. Der Begriff "nahezu oder im wesentlichen" monochromatisches Licht soll
dabei ausdrücken, dass das Licht handelsüblicher farbiger LEDs vereinfachend und im
Vergleich zu anderen, normalen Lichtquellen häufig als monochromatisch bezeichnet
wird, es aber streng genommen nicht ist. In der Praxis weist das Wellenlängenspektrum
einer farbigen LED eine enge, peak-ähnliche Verteilung auf. Neben der für die jeweilige
LED charakteristischen Wellenlänge des relativen Energiemaximums (Peakmaximums) finden
sich immer auch benachbarte Wellenlängen mit geringerer Intensität. Ein Fachmann würde
das Licht farbiger LEDs daher als nahezu oder im Wesentlichen monochromatisch bezeichnen.
[0024] Die Farbe der LED hängt dabei von der Wellenlänge ihres relativen Energiemaximums
ab. Dieses relative Energiemaximum kann z. B. spektralphotometrisch ermittelt werden
und in einem Wellenlängen-Spektrum eingezeichnet werden. Man kann die Lichtquelle
z. B. in eine Ulbricht'sche Kugel (s. DIN 5036) einbringen und das austretende Licht
vermessen. Der höchste Punkt (Peak) der Kurve kennzeichnet dabei die Wellenlänge des
relativen Energiemaximums.
[0025] Die Zahl der LEDs hängt von der Größe der Vorrichtung, der Leuchtkraft der verwendeten
LEDs und der insgesamt gewünschten Helligkeit der Vorrichtung in durchleuchteten Zustand
ab. LEDs sind z. B als Module von je 4 LEDs in einer Halterung erhältlich, von denen
gegebenenfalls eine Vielzahl in die Vorrichtung eingebaut werden kann.
Leuchtdioden (LEDs),
[0026] Geeignete LEDs sind z. B. handelsübliche rote, blaue, gelbe oder grüne LEDs.
[0027] Eine rote LED hat ein relatives Energiemaximum im Bereich von etwa 610 bis 640 nm. Der Farbort
einer rot leuchtenden LED im leuchtenden Zustand kann z. B. bei ca. x = 0,67 und y
= 0,33 liegen.
Die rote LED (Osram LM03-B-A) hat z. B. ein relatives Energiemaximum bei etwa 620
nm.
[0028] Eine blaue LED hat ein relatives Energiemaximum im Bereich von etwa 440 bis 500 nm. Der Farbort
einer blau leuchtenden LED im leuchtenden Zustand kann z. B. bei ca. x = 0,14 und
y = 0,06 liegen.
Die blaue LED (Osram LM03-B-B) hat z. B ein Energiemaximum bei etwa 460 nm.
Die blaue LED (ESS Blau) hat z. B ein Energiemaximum bei etwa 475 nm.
[0029] Eine gelbe LED hat ein relatives Energiemaximum im Bereich von etwa 570 bis 610 nm. Der Farbort
einer gelb leuchtenden LED im leuchtenden Zustand kann z. B. bei ca. x = 0,5 und y
= 0,5 liegen.
[0030] Die gelbe LED (Osram LM03-B-Y) hat z. B ein Energiemaximum bei etwa 590 nm.
[0031] Eine grüne LED hat ein relatives Energiemaximum im Bereich von etwa 500 bis 540 nm. Der Farbort
einer grün leuchtenden LED im leuchtenden Zustand kann z. B. bei ca. x = 0,16 und
y = 0,73 liegen.
Die grüne LED (Osram LM03-B-T) hat z. B ein Energiemaximum bei etwa 520 nm.
Lichtstreuende Abdeckung aus Kunststoff
Kunststoffe
[0032] Die lichtstreuende Abdeckung besteht aus Kunststoff, bevorzugt einem thermoplastischen
oder einem thermoelastischem Kunststoff. Bevorzugt soll der verwendete Kunststoff
im nicht eingefärbten Zustand transparent oder transluzent sein. Geeignete Kunststoffe
können z. B. sein:
Polymethylmethacrylat-Kunststoff (gegossen oder extrudiert), schlagzäh modifiziertes
Polymethylmethacrylat, Polycarbonat-Kunststoff, Polystyrol-Kunststoff, Styrol-Acryl-Nitril-Kunststoff,
Polyethylentherephthalat-Kunststoff, glykolmodifizierter Polyethylentherephthalat-Kunststoff,
Polyvinylchlorid-Kunststoff, transparenter Polyolefin-Kunststoff, Acrylnitril-Butadien-Stryrol
(ABS)-Kunststoff oder Mischungen (Blends) verschiedener thermoplastischer Kunststoffe.
Basiseinfärbung
[0033] Die lichtstreuende Abdeckung aus Kunststoff weist eine Basiseinfärbung, d. h. eine
Einfärbung mittels eines oder mehrerer nicht fluoreszierender Farbstoffe auf. Diese
Art der Einfärbung ist im Prinzip bekannt aus
WO 03/052315, nicht jedoch in der hier beschriebenen erfindungsgemäßen Anpassung in Verbindung
mit einem fluoreszierenden Farbstoff bzw. fluoreszierenden Farbstoffen.
[0034] Gemäß der
WO 03/052315 weist eine lichtstreuende Abdeckung, die mit einer Basiseinfärbung mittels eines
oder mehrerer nicht fluoreszierender Farbstoffe versehen ist, bei der Wellenlänge
des relativen Energiemaximums der eingesetzten Leuchtdiode eine Transmission (DIN
5036) von mindestens 35 % und eine Reflexion (DIN 5036) von mindestens 15 % auf.
[0035] Bei erfindungsgemäßem Zusatz eines oder mehrerer Fluoreszenzfarbstoffe empfiehlt
es sich bevorzugterweise, die Basiseinfärbung gegenüber der
WO 03/052315 anzupassen. Die Anpassung ist in der Regel notwendig, um zu große rechtwinklige Abweichungen
des ursprünglichen Farborts von der Geraden, die durch den Unbuntpunkt (x/y = 0,33/0,33)
und den Farbort der LED verläuft, zu vermeiden und damit verbundenen Farbverschiebungen
entgegenzuwirken.
[0036] Ein Fachmann kann eine solche Anpassung leicht vornehmen, indem er die Konzentration
der nicht fluoreszierenden Farbstoffe entsprechend anpasst, in der Regel in Summe
leicht herabsetzt oder z. B. statt zweier nicht fluoreszierender Farbstoffe nur noch
einen verwendet und die Konzentration des verbleibenden entsprechend ändert. Geeignete
Anpassungen gehen auch aus dem Vergleich der hier offenbarten erfindungsgemäßen Beispiele
mit nicht den erfindungsgemäßen Beispielen hervor.
Fluoreszierender Farbstoff
[0037] Die lichtstreuende Abdeckung aus Kunststoff enthält eine Basiseinfärbung, die bevorzugterweise
aufgrund der Anwesenheit des Fluoreszenzfarbstoffs gegenüber einer Basiseinfärbung
des Standes der Technik angepasst ist.
[0038] Die angepasste Basiseinfärbung mit dem zugeordneten fluoreszierenden Farbstoff bewirkt
als Farbstoffmischung, dass die lichtstreuende Abdeckung bei der Wellenlänge des Energiemaximums
der verwendeten Leuchtdiode eine Reflexion (DIN 5036) aufweist, die mindestens 28,
bevorzugt mindestens 30, besonders bevorzugt mindestens 35 % beträgt und zugleich
um mindestens 50 % über dem Wert liegt, der mit einer (nicht angepassten) Basiseinfärbung
ohne einen fluoreszierenden Farbstoff erreicht werden würde. Dadurch wirkt der Farbton
wesentlich brillianter als mit einer Einfärbung gemäß der
WO 03/052315 erreichbar ist. Insbesondere liegt bei einer erfindungsgemäßen lichtstreuenden Abdeckung
der Farbort der Reflexion näher am Farbort der LED als bei einer entsprechenden Abdeckung
des Standes der Technik.
[0039] Geeignete Fluoreszenzfarbstoffe sind insbesondere solche Fluoreszenzfarbstoffe, die
fluoreszierendes Licht im Bereich der Wellenlänge des Energiemaximums der verwendeten
farbigen LEDs emittieren. Der erfindungsgemäße Effekt kann dabei mit überraschend
geringen Einsatzmengen, z. B. mit 0,001 bis 0,01 Gew.-%, bezogen auf den Kunststoff
der lichtstreuende Abdeckungen erzielt werden,
[0040] Geeignete Fluoreszenzfarbstoffe sind z. B. solche auf Perylenbasis bzw. Perylenderivate,
z.B. unter dem Handelsnamen Lumogen® der BASF erhältliche Fluoreszenzfarbstoffe.
[0041] Für in der Basiseinfärbung
gelb eingefärbte lichtstreuende Abdeckungen ist der Zusatz eines gelb fluoreszierenden
Farbstoffs, bevorzugt eines gelb fluoreszierenden Perylen-Farbstoffs, insbesondere
des Fluoreszenzfarbstoffs Lumogen® F Gelb 170 geeignet.
[0042] Für in der Basiseinfärbung
rot eingefärbte lichtstreuende Abdeckungen ist der Zusatz eines rot fluoreszierenden
Farbstoffs, bevorzugt eines rot fluoreszierenden Perylen-Farbstoffs, insbesondere
der Fluoreszenzfarbstoff Lumogen® F Rot 305 oder Lumogen® F Rosa 285 geeignet.
[0043] Für in der Basiseinfärbung grün eingefärbte lichtstreuende Abdeckungen ist der Zusatz
eines grün fluoreszierenden Farbstoffs, bevorzugt eines grün fluoreszierenden Perylen-Farbstoffs,
insbesondere der Fluoreszenzfarbstoffe Lumogen® F Gelb 083 oder Lumogen® F Gelb 170
geeignet.
[0044] Für in der Basiseinfärbung
blau eingefärbte lichtstreuende Abdeckungen ist der Zusatz eines blau fluoreszierenden
Farbstoffs, bevorzugt eines blau fluoreszierenden Perylen-Farbstoffs, insbesondere
der Fluoreszenzfarbstoffe Lumogen® F Violett 570 oder Lumogen® F Blue 650 geeignet.
[0045] Gegenüber der
WO 03/052315 besteht der Hauptunterschied, dass die Reflexion bei der Wellenlänge des Energiemaximums
der verwendeten Leuchtdiode, bedingt durch die Farbmischung aus Basiseinfärbung und
mindestens einem, der Basiseinfärbung zugeordneten fluoreszierenden Farbstoff, merklich
erhöht ist. Überraschend ist, dass dies gelingt, ohne oder unter nur geringfügiger
Veränderung der Werte für die Transmission oder des Farborts. Visuell betrachtet erscheint
die erfindungsgemäß eingesetzte lichtstreuende Abdeckung gegenüber einer solchen gemäß
der
WO 03/052315 nochmals deutlich brillianter. Die Farbe als solche erscheint bei Betrachtung mit
dem bloßen Auge praktisch unverändert.
Die somit erfindungsgemäß zugeordnete lichtstreuende Abdeckung aus Kunststoff weist
bei der Wellenlänge des relativen Energiemaximums der Leuchtdiode bevorzugterweise
eine Transmission (DIN 5036, s. Teile 1 und 3) von mindestens 20 %, bevorzugt mindestens
35 %, bevorzugt mindestens 38 %, besonders bevorzugt mindestens 41 % und eine Reflexion
(DIN 5036, Teile 1 und 3, Reflexion bzw. Remission) von mindestens 28 %, bevorzugt
mindestens 40 %, besonders bevorzugt mindestens 50 % auf. Die Reflexion liegt vorteilhafterweise
um mindestens 50 %, bevorzugt um mindestens 75 %, besonders bevorzugt mindestens um
mindestens 100 % über dem Wert liegt, der mit einer entsprechenden Basiseinfärbung
des Standes der Technik ohne fluoreszierenden Farbstoff erreicht werden würde.
[0046] Vorteilhafterweise liegt die Transmission einer erfindungsgemäßen lichtstreuenden
Abdeckung höher als die einer entsprechenden lichtstreuenden Abdeckung des Standes
der Technik (siehe Tabellen 4 und 5).
Bei einer erfindungsgemäß gelb eingefärbten lichtstreuenden Abdeckung steigt die Transmission
im Vergleich um ca. 1 bis 2 %.
Bei einer erfindungsgemäß rot eingefärbten lichtstreuenden Abdeckung steigt die Transmission
im Vergleich um ca. 30 bis 35 %.
Bei einer erfindungsgemäß grün eingefärbten lichtstreuenden Abdeckung steigt die Transmission
im Vergleich um ca. 15 bis 25 %.
Bei einer erfindungsgemäß blau eingefärbten lichtstreuenden Abdeckung steigt die Transmission
im Vergleich um ca. 7 bis 15 %.
[0047] Insbesondere kann die Transmission einer, einer gelben LED zugeordneten lichtstreuenden
Abdeckung mindestens 50 %, bevorzugt mindestens 60 % betragen. Die entsprechende Reflexion
kann bei mindestens 28 %, bevorzugt mindestens 30 %, insbesondere bei mindestens 40
% liegen.
[0048] Insbesondere kann die Transmission einer, einer roten LED zugeordneten lichtstreuenden
Abdeckung mindestens 40 %, bevorzugt mindestens 45 % betragen. Die entsprechende Reflexion
kann bei mindestens 28 %, bevorzugt mindestens 45 % liegen.
[0049] Insbesondere kann die Transmission einer, einer grünen LED zugeordneten lichtstreuenden
Abdeckung mindestens 40 %, bevorzugt mindestens 42 % betragen. Die entsprechende Reflexion
kann bei mindestens 28 %, bevorzugt mindestens 30 %, insbesondere bei mindestens 40
% liegen.
[0050] Insbesondere kann die Transmission einer, einer blauen LED zugeordneten lichtstreuenden
Abdeckung mindestens 40 %, bevorzugt mindestens 42 % betragen. Die entsprechende Reflexion
kann bei mindestens 25 %, bevorzugt mindestens 30 % liegen.
[0051] Für den Fall, dass LEDs unterschiedlicher Farbe gleichzeitig verwendet werden, um
Mischfarben zu erreichen, z. B. gelbe und grüne LEDs ergeben einen gelbgrünen Farbeindruck,
soll die zugeordnete lichtstreuende Abdeckung aus Kunststoff zumindest bei der Wellenlänge
des relativen Energiemaximums einer der verwendeten Leuchtdioden, also z. B. der gelben
oder der grünen LED, die oben geforderten Reflexions-Werte und bevorzugterweise auch
die oben angegebenen Transmissionswerte aufweisen.
[0052] Die zugeordnete lichtstreuende Abdeckung besteht aus einem Kunststoff, der ein Kunststoff
ist, der im nicht eingefärbten Zustand und ohne Streumittel transparent ist, bzw.
bevorzugterweise einen Transmissionsgrad (DIN 5036, s. Teile 1 und 3/ D65) von mindestens
50 %, bevorzugt mindestens 70, besonders bevorzugt von 75 bis 92 % aufweist. Mit Streumittel
aber ohne Farbmittel kann der Transmissionsgrad günstigerweise mindestens 40 %, besonders
bevorzugt mindestens 50 % betragen.
[0053] Geeignete Kunststoffe sind z. B. Polymethylmethacrylat-Kunststoff, schlagzäh modifiziertes
Polymethylmethacrylat, Polycarbonat-Kunststoff, Polystyrol-Kunststoff, Styrol-Acryl-Nitril-Kunststoff,
Polyethylentherephthalat-Kunststoff, glykolmodifizierten Polyethylentherephthalat-Kunststoff,
Polyvinylchlorid-Kunststoff, transparente Polyolefin-Kunststoff, Acrylnitril-Butadien-Stryrol
(ABS)-Kunststoff oder Mischungen (Blends) verschiedener thermoplastischer Kunststoffe.
[0054] Wegen ihrer hohen Witterungsbeständigkeit sind insbesondere für Außenanwendungen
Polymethylmethacrylat-Kunststoffe aus gegossenem oder extrudiertem Polymethylmethacrylat,
z. B. mit einem Methylmethacrylat-Anteil von 85 bis 100 Gew.-%, bevorzugt. Gegebenenfalls
können bis 15 Gew.-% geeignete Comonomere wie z. B. Ester der Methacrylsäure (z. B.
Ethylmethacrylat, Butylmethacrylat, Hexylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat), Ester
der Acrylsäure (z. B. Methylacrylat, Ethylacrylat, Butylacrylat, Hexylacrylat, Cyclohexylacrylat)
oder Styrol und Styrolderivate, wie beispielsweise α-Methylstyrol oder p-Methylstyrol
mit polymerisiert werden bzw. im Polymerisat enthalten sein.
[0055] Das Lichtstreuvermögen der Abdeckung kann, gemessen nach DIN 5036, bevorzugt einen
Wert von mindestens 0,5, besonders bevorzugt von mindestens 0,6, insbesondere mindestens
0,7 aufweisen. Je besser das Lichtstreuvermögen, umso geringere Abstände LEDs von
der Abdeckung und damit verbundene Bautiefen der Vorrichtung können realisiert werden.
Lichtstreumittel
[0056] Als Lichtstreumittel können z. B. BaSO
4, Polystyrol oder Lichtstreuperlen aus einem vernetzten Kunststoff eingesetzt werden.
[0057] BaSO
4 oder Polystyrol sind bevorzugt und werden bevorzugt in einer Menge von 1,5 bis 2,5
Gew.-% in den Kunststoff eingebracht.
[0058] Lichtstreuperlen aus einem vernetzten Kunststoff werden bevorzugt in einer Menge
von 0,1 bis 10 Gew.-% in den Kunststoff eingebracht.
[0059] Die Anforderung nach einer hohen Transmission bei hoher Lichtstreuung ist eine schwierig
zu realisierende Anforderung. Ein hohes Streuvermögen wird durch Titandioxid erreicht.
Da dieses Farbmittel aber einen großen Teil des Lichtes reflektiert, werden nur geringe
Lichtdurchlässigkeiten möglich. Günstiger sind farblose Streupigmente, die im Brechungsindex
bis etwa 0,2 vom Brechungsindex des Acrylglases abweichen. Geeignet sind zum Beispiel
Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Aluminiumtrihydroxid, Magnesiumhydroxid, Bariumsulfat
usw.
Ebenso können Polymere, die im geeigneten Brechungsindexbereich liegen, eingesetzt
werden. Zum Beispiel kann im Monomeren Methylmethacrylat Polystyrol gelöst werden,
das dann während der Polymerisation ausfällt und zu einem Material mit guter Lichtstreuung
führt. Es können aber auch vernetzte Polymerteilchen hinzugefügt werden, z.B. Polymerperlen
aus vernetztem Polystyrol oder vernetzte Copolymere aus Methylmethacrylat mit Phenyl(meth)acrylat
oder Benzyl(meth)acrylat.
Herstellung eingefärbter lichtstreuende Abdeckung aus Kunststoff
[0060] Streumittel und Farbmittel können dem Kunststoff bei der Herstellung durch Polymerisation
im polymerisierbaren Gemisch (Gussherstellung) oder während thermoplastischer Verarbeitung
des Polymers im Schmelzezustand, z. B. mittels Extrusion oder Spritzguß, in an sich
bekannter Weise zugesetzt bzw. eingearbeitet werden. Neben der Plattenform können
auch beliebige Profile, wie Rohre, Stäbe usw. gefertigt werden.
[0061] Auf diese Weise können z. B. Kunststoffplatten, z. B. mit einer Dicke von z. B. 0,5
bis 10, bevorzugt 1 bis 5 mm erhalten werden, die als Abdeckungen für erfindungsgemäße
beleuchtbare Vorrichtungen mit rechteckigen Kästen, Rahmen oder Halterung verwendet
werden können. Entsprechende Stücke können je nach Bedarf auch durch Schneiden, Fräsen,
Sägen oder sonstige Bearbeitung in praktisch beliebige Formen überführt und angepasst
werden.
Farbmittel für die Basiseinfärbung
[0062] Als nicht fluoreszierende Farbmittel für die Basiseinfärbung eignen sich für die
Zwecke der Erfindung bevorzugt nicht fluoreszierende organische Farbmittel, da diese
sowohl im Auflicht wie im Durchlicht hohe Brillanz und Leuchtkraft besitzen. Um das
Acrylglas gegen die Einflüsse von Licht- und Wetter zu schützen, können noch Lichtschutzmittel,
UV-Absorber, Antioxidantien usw. hinzugefügt werden.
[0063] Als Farbmittel kommen in Kunststoff insbesondere nicht fluoreszierende lösliche Farbstoffe
oder nicht fluoreszierende organische Pigmente aber auch weniger bevorzugt unlösliche
anorganische Farbpigmente in Frage. Zu nennen sind beispielhaft:
Für gelbe Einfärbungen: Pyrazolon-Gelb oder Perinon Orange bzw. Mischungen daraus.
Für rote Einfärbungen: Mischungen aus Pyrazolon-Gelb oder Antrachinonrot oder Naphtol AS oder
DPP-Rot bzw. Mischungen daraus.
Für grüne Einfärbungen: Cu-Phtalocyanin-Grün oder Pyrazolon-Gelb bzw. Mischungen daraus.
Für blaue Einfärbungen: Anthrachinon-Blau oder Ultramarin-Blau bzw. Mischungen daraus.
Normfarbtafel
[0064] Die Normfarbtafel nach DIN 5033 ist dem Fachmann bestens bekannt. Die Normfarbtafel
nach DIN 5033 gestattet es, die Farben von Lichtquellen und von Körperfarben (z. B.
für Aufstriche, Lichtfilter usw.) eindeutig ihrer Farbart nach einzuordnen.
[0065] Die Einordnung setzt eine Messung der der Normfarbwertanteile x, y voraus; die Koordinaten
bestimmen somit den Farbort einer Farbart eindeutig (z. B. rot, grün, gelb oder blau
oder Farbmischungen). Entsprechende Farbmessungen können mit handelsüblichen Farbmessgeräten
ausgeführt werden. Derartige Farbmessgeräte gestatten in der Regel eine berührungslose
Messung von Lichtquellen und Objektfarben. Geeignet ist z. B. das Farbmessgerät Chroma-Meter®
CS-1 00 von Minolta oder aber auch entsprechende Geräte anderer Hersteller.
[0066] Die Normfarbtafel stellt eine Schuhsohlen-artige Fläche in einem x-, y-Koorrdinaten-System
dar. Jeder Punkt auf dieser Schuhsohlen-artigen Fläche der Farbtafel repräsentiert
eindeutig eine Farbart. Farben gleicher Farbart weisen den gleichen Farbort mit identischen
x- und y-Koordinaten auf und können sich nur durch ihre Helligkeit unterscheiden.
[0067] Im mittleren Bereich der Normfarbtafel liegt der so genannte Unbuntpunkt bei den
Koordinaten x = 0,33 und y = 0,33. Der Unbuntpunkt stellt je nach Helligkeit Weiß,
Grau bis Schwarz dar. Zwischen dem Unbuntpunkt und der Randkurve der Schuhsohlen-artigen
Fläche der Normfarbtafel liegen alle anderen (bunten) Farbarten. Die vom Unbuntpunkt
ausgehenden Strahlen enthalten jeweils die Farben gleichen Farbtons in zunehmender
Sättigung bzw. zunehmende Brillianz, also von blass bis gesättigt bzw. brilliant.
Auf dieser Regel ist die Normfarbtafel aufgebaut.
[0068] Die Randkurve der Schuhsohlen-artigen Fläche der Normfarbtafel setzt sich zusammen
aus dem Spektralfarbenzug und der so genannten Purpurlinie. Je weiter sich eine Farbart,
definiert durch ihre x-, y-Koordinaten, am Rande der Schuhsohlen-artigen Fläche der
Normfarbtafel befindet, desto brillianter erscheint sie. Beispielsweise stehen die
Koordinaten x = 0,02, y = 0,7 für ein brilliantes Grün; die Koordinaten x = 0,7, y
= 0,26 stehen für ein brillantes Rot; die Koordinaten x = 0,18, y = 0,02 stehen für
ein brillantes Blau.
Farborte
[0069] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass je näher der Farbort der Reflexion
der eingefärbten Abdeckung am Farbort der LED liegen, die Übereinstimmung des Farbeindrucks
bei Auflicht und bei Durchleuchtung umso besser sein sollte. Es hat sich jedoch gezeigt,
dass eine Übereinstimmung einer Einfärbung mit einem vorgegebenen LED-Farbort praktisch
nur näherungsweise realisierbar ist. Im allgemeinen können Abweichungen, die auf oder
nahe der Geraden liegen, die durch den Unbuntpunkt (x/y = 0,33/0,33) und den Farbort
der LED verläuft, eher toleriert werden als Abweichungen, die zwar gleich groß sind,
aber weiter abseits von der beschriebenen Geraden entfernt liegen.
[0070] Es ist anzustreben, daß die Farborte möglichst am Rande der Farbnormtafel (s. z.
B. DIN 5033 oder entsprechende Standard-Literatur) lokalisiert sind, da die farbliche
Brillianz hier am höchstens ist. Dies ergibt sich auch dadurch, daß die Farborte der
LEDs aufgrund des monochromatischen Lichts ebenfalls am Rand oder nahe am Rand der
Normfarbtafel liegen.
[0071] In vielen Fällen können entsprechende Einfärbungen nicht mit einem Farbmittel allein
erreicht werden. Bei Mischungen ist darauf zu achten, daß die Einzelkomponenten nicht
zu weit auf der Farbnormtafel voneinander entfernt liegen, da der Mischfarbton dann
eine zu geringe Brillianz aufweisen kann.
[0072] Bezogen auf die Normfarbtafel (s. z. B. DIN 5033 oder entsprechende Standard-Literatur)
und die Farborte der Reflexion der lichtstreuenden Abdeckung und dem Farbort der verwendeten
LED bzw. LEDs, verhalten sich die Beträge der Differenz des x-Wertes der lichtstreuenden
Abdeckung mit dem x-Wert der LED und der Betrag der Differenz des y-Wertes der lichtstreuenden
Abdeckung mit dem y-Wert der LED sich alternativ wie folgt (s. dazu Beispiel 6):
- a) für blaue LED-Beleuchtung: x kleiner 0,03 / y kleiner 0,05
- b) für grüne LED-Beleuchtung: x kleiner 0,05 / y kleiner 0,08
- c) für gelbe LED-Beleuchtung: x kleiner 0,0025/ y kleiner 0,02
- d) für rote LED-Beleuchtung: x kleiner 0,03 / y kleiner 0,003
[0073] Die Messung des Farborts der Reflexion der lichtstreuenden Abdeckung erfolgt, indem
die lichtstreuende Abdeckung vor einem weißen Hintergrund (z. B. ein weiß lackierter
Kasten, siehe die Beispiele) mit einer Tageslichtlampe mit 150 W (D65 nach DIN 6173,
Güteklasse 1, z.B. von Siemens) in einem Abstand von 60cm von oben beleuchtet wird
und die Farbmessung aus 100 cm Abstand ebenfalls von oben ausgeführt wird. Zur Messung
von Farborten stehen dem Fachmann handelsübliche Messgeräte zur Verfügung. Die Farbmessung
kann z. B. mit dem Farbmessgerät Chroma-Meter CS-100 von Minolta ausgeführt werden.
Der Farbort der LED kann z. B. aus ihrem Emissionsspektrum errechnet werden oder ist
aus Herstellerangaben bekannt.
Vorrichtung für gelb (bzw. gelb-grüne) Beleuchtung
[0074] Die verwendeten LEDs können z. B. ein gelbes (bzw. gelb-grünes) Licht abstrahlen
und einen Farbort im Bereich der Koordinaten x/y = (0,5/0,5) +/- 0,02 aufweisen.
[0075] Der Kunststoff der Abdeckung kann in diesem Fall eine Basiseinfärbung aus einem Gemisch
aus 0,075 bis 0,09, bevorzugt 0,081 bis 0,084 Gew.-% Pyrazolon-Gelb und 0,002 bis
0,004, bevorzugt 0,0028 bis 0,0032 Gew.-% Perinon Orange aufweisen. Zusätzlich ist
ein Fluoreszenzfarbstoff, bevorzugt ein Fluoreszenzfarbstoff auf Perylenbasis, besonders
bevorzugt der Fluoreszenzfarbstoff Lumogen® F Gelb 170 (BASF), vorzugsweise in einer
Konzentration von 0,005 bis 0,015 Gew.-%, enthalten sein.
[0076] Es ist günstig, diese Einfärbung mit BaSO
4 als Streumittel in einer Menge von 1,5 bis 2,5 Gew.-% zu kombinieren.
Vorrichtung für rote Beleuchtung
[0077] Die verwendeten LEDs können z. B. rotes Licht abstrahlen und einen Farbort im Bereich
der Koordinaten x/y = (0,67/0,33) +/- 0,02 aufweisen.
[0078] Der Kunststoff der Abdeckung kann in diesem Fall eine Basiseinfärbung aus 0,2 bis
0,3, bevorzugt 0,22 bis 0,28 Gew.-% Pyrazolon-Gelb aufweisen. Zusätzlich ist ein Fluoreszenzfarbstoff,
bevorzugt ein Fluoreszenzfarbstoff auf Perylenbasis, besonders bevorzugt der Fluoreszenzfarbstoff
Lumogen® F Rot 305 (BASF), vorzugsweise in einer Konzentration von 0,0025 bis 0,0075
Gew.-%, enthalten sein.
[0079] Es ist günstig, diese Einfärbung mit Polystyrol als Streumittel in einer Menge von
1,5 bis 2,5 Gew.-% zu kombinieren.
Vorrichtung für grüne Beleuchtung
[0080] Die verwendeten LEDs können z. B. ein grünes Licht abstrahlen und einen Farbort im
Bereich der Koordinaten x/y = (0,16/0,73) +/- 0,02 aufweisen.
[0081] Der Kunststoff der Abdeckung kann in diesem Fall eine Basiseinfärbung aus 0,03 bis
0,05, bevorzugt 0,035 bis 0,045 Gew.-% Cu-Phtalocyanin-Grün aufweisen. Zusätzlich
kann ein Fluoreszenzfarbstoff, bevorzugt ein Fluoreszenzfarbstoff auf Perylenbasis,
besonders bevorzugt der Fluoreszenzfarbstoff Fluoreszenzfarbstoff Lumogen® F Gelb
083 (BASF), vorzugsweise in einer Konzentration von 0,01 bis 0,03 Gew.-%, enthalten
sein.
[0082] Es ist günstig diese Einfärbung mit BaSO
4 oder Polystyrol als Streumittel in einer Menge von 1,5 bis 2,5 Gew.-% zu kombinieren.
Vorrichtung für blaue Beleuchtung
[0083] Die verwendeten LEDs können z. B. ein blaues Licht abstrahlen und einen Farbort im
Bereich der Koordinaten x/y = (0,14/0,06) +/- 0,02 aufweisen.
[0084] Der Kunststoff der Abdeckung kann auch mit 0,005 bis 0,015, bevorzugt 0,007 bis 0,012
Gew.-% Anthrachinon-Blau eingefärbt sein. Zusätzlich ist ein Fluoreszenzfarbstoff,
bevorzugt ein Fluoreszenzfarbstoff auf Perylenbasis, besonders bevorzugt der Fluoreszenzfarbstoff
Fluoreszenzfarbstoff Lumogen® F Violett 570 (BASF), vorzugsweise in einer Konzentration
von 0,05 bis 0,15 Gew.-%, enthalten sein.
[0085] Es ist günstig, diese Einfärbung mit Polystyrol als Streumittel in einer Menge von
1,5 bis 2,5 Gew.-% zu kombinieren.
Zusatz von TiO2
[0086] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält der Kunststoff der Abdeckung zusätzlich
TiO
2 in einer Konzentration von 0,001 bis 0,05 Gew.-%. Dadurch kann nochmals eine Erhöhung
des Reflexionswerts um etwa 2 bis 10 % erreicht werden. Bei visueller Betrachtung
mit dem bloßen Auge erscheint die Brillianz der Einfärbung nochmals durchaus merklich
erhöht.
Verwendungen
[0087] In der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die beschriebenen streumittelhaltigen,
eingefärbten Kunststoffelemente als Abdeckung als auch farbige LEDs als Lichtquelle
verwendet.
Leuchtdichten
[0088] Die Leuchtdichten
Y in Cd/m2 im Auflicht gemessen (s. Beispiel 6) liegen bei erfindungsgemäß farblich eingestellten
lichtstreuenden Abdeckungen:
Bei Abdeckungen für blaue LED-Beleuchtung größer/gleich 12,5 Cd/m2,
bei Abdeckungen für grüne LED-Beleuchtung größer/gleich 30, bevorzugt größer/gleich
40 besonders bevorzugt größer/gleich 50 Cd/m2,
bei Abdeckungen für gelbe LED-Beleuchtung größer/gleich 100, bevorzugt größer/gleich
110 besonders bevorzugt größer/gleich 120 Cd/m2,
bei Abdeckungen für rote LED-Beleuchtung größer/gleich 25, bevorzugt größer/gleich
30 besonders bevorzugt größer/gleich 40 Cd/m2.
[0089] Die Messung der Leuchtdichte
Y in Cd/m2 der lichtstreuenden Abdeckung erfolgt, indem die lichtstreuende Abdeckung vor einem
weißen Hintergrund (z. B. ein weiß lackierter Kasten, siehe die Beispiele) mit einer
Tageslichtlampe mit 150 W (D65 nach DIN 6173, Güteklasse 1, z.B. von Siemens) in einem
Abstand von 60cm von oben beleuchtet wird und die Leuchtdichte-Messung aus 100 cm
Abstand ebenfalls von oben ausgeführt wird. Zur Messung von Leuchtdichten stehen dem
Fachmann handelsübliche Messgeräte zur Verfügung. Die Leuchtdichte-Messung kann z.
B. mit dem Farbmessgerät Chroma-Meter CS-100 von Minolta ausgeführt werden, das Farborte
und Leuchtdichten misst.
Remissionsmessung/Transmissionsmessung
[0090] Die Remissionsmessung kann z. B. unter Bestimmung der gemischten Reflexion erfolgen,
d.h. die Anteile der gerichteten Reflexion und der gestreuten Reflexion werden erfasst
(DIN 5036, Teil 1 Punkt 6).
Die Transmissionsmessung z. B. kann unter Bestimmung der gemischten Transmission erfolgen,
d.h. die Anteile der gerichteten Transmission und der gestreuten Transmission werden
erfasst (DIN 5036, Teil 1 Punkt 7).
Die dabei gewählte Anordnung der Messgeometrie ist bevorzugt gerichtet /halbräumlich
(DIN 5036, Teil 3, Punkt 2 oder 3 und Tab.1)
Der Aufbau der Messanordnung (Zweistrahl-Messgerät mit Ulbrichtscher Kugel) erfolgt
bevorzugt nach DIN EN ISO 13468-2 und DIN 5036, Teil 3, Punkt. 4)
Streuwert
[0091] Die Messung des Streuwertes erfolgt bevorzugt unter Bestimmung der Leuchtdichte bei
verschiedenen Winkeln (DIN 5036, Teil 1, Punkt 5.1)
Der Messaufbau kann z. B. nach ASTM E 2387-05 erfolgen.
[0092] Bei einer spektralen Messung ist das Messergebnis praktisch unabhängig von der Wahl
der Lichtquelle. Diese soll jedoch so beschaffen sein, dass im gewünschten Wellenlängenbereich
(i. d. Regel im gesamten sichtbaren Bereich zwischen 380nm und 780nm) Licht ausgesendet
wird.
Messungen durch den Fachmann
[0093] Einem Fachmann sind die in der Erfindung genannten Messgrößen, Messmethoden und einschlägigen
Normen bestens bekannt. Er kann aufgrund seines Fachwissens geeignete Bedingungen
und Anordnungen für alle notwendigen Messungen auswählen. Der Fachmann kann im Einzelfall
gegebenenfalls Anpassungen an die Anforderungen der zu messenden Proben vornehmen
oder vorgegebene Messbedingungen sinnvoll modifizieren. Es ist grundsätzlich auch
möglich, dass im Einzelfall mehrere Messmethoden oder Modifikationen von Messmethoden
zur Feststellung der im Rahmen der Erfindung genannten Messgrößen gleichermaßen geeignet
sind. Der Fachmann gelangt aufgrund seines Fachwissens und anhand der hier offenbarten
Angaben und Hinweise selbstständig zu verlässlichen und reproduzierbaren Messergebnissen
im Sinne der vorliegenden Erfindung.
BEISPIELE
Beispiel 1
Lichtstreuenden Abdeckung mit den erfindungsgemäßen Einfärbungen Rot 1,
Gelb 1, Blau 1 und Grün 1
[0094] In 1000 Teilen präpolymerem Metylmethacrylat-Sirup (Viskosität ca. 1000 cP) werden
1 Teil 2,2'-Azobis-(2,4-dimethylvaleronitril) gelöst.
In diesen Ansatz gibt man eine Farbpaste bestehend aus
3 Teilen eines löslichen Polymethylmethacrylatharzes,
20 Teilen Bariumsulfat und den Farbmitteln nach
Tabelle 1, die in
30 Teilen Methylmethacrylat mit einem schnelllaufenden Dispergator
(Rotor/Stator-Prinzip) dispergiert wird, hinzu.
Der Ansatz wird intensiv gerührt, in eine mit 3mm dicken Schnur distanzierten Silikatglaskammer
gefüllt und im Wasserbad bei 45°C etwa 16 Stunden lang polymerisiert. Die Endpolymerisation
erfolgt im Temperschrank bei 115°C für etwa 4 Stunden.
Farbmittel siehe Tabelle 1
Beispiel 2
Lichtstreuenden Abdeckung mit den erfindungsgemäßen Einfärbungen Rot 2,
Gelb 2, Blau 2 und Grün 2
[0095] Herstellung wie in Beispiel 1, aber mit den Farbmitteln gemäß
Tabelle 2
Vergleichsbeispiele
Lichtstreuenden Abdeckung mit den nicht erfindungsgemäßen Einfärbungen Rot 3, Gelb
3, Blau 3 und Grün 3
[0096] Herstellung wie in Beispiel 1, aber mit den Farbmitteln gemäß
Tabelle 3
Tabelle 1
| Farbe |
Cu-Phthalo cyaningrün |
Pyrazolon gelb |
Anthrachinon blau |
Perinon orange |
Lumogen |
| Rot 1 |
---- |
0,25 |
---- |
---- |
0,005 F Rot 305 |
| Grün 1 |
0,04 |
---- |
---- |
---- |
0,020 F Gelb 083 |
| Blau 1 |
---- |
---- |
0,01 |
---- |
0,100 F Violett 570 |
| Gelb 1 |
---- |
0,0825 |
---- |
0,003 |
0,010 F Gelb 170 |
Angaben in Gew.%
Tabelle 2
| Farbe |
Cu-Phthalo cyaningrün |
Pyrazolon gelb |
Anthrachinon blau |
Perinon orange |
Titandioxid |
Lumogen |
| Rot 2 |
---- |
0,25 |
---- |
---- |
0,0075 |
0,005 F Rot 305 |
| Grün 2 |
0,04 |
---- |
---- |
---- |
0,0075 |
0,020 F Gelb 083 |
| Blau 2 |
---- |
---- |
0,01 |
---- |
0,0075 |
0,100 F Violett 570 |
| Gelb 2 |
---- |
0,0825 |
---- |
0,003 |
0,0075 |
0,010 F Gelb 170 |
Angaben in Gew.%
Tabelle 3 (Vergleichsbeispiele)
| Farbe |
Cu-Phthalo cyaningrün |
Pyrazolon gelb |
Anthrachinon blau |
Perinon orange |
Anthrachinon violett |
Anthrachinon rot |
| Rot 3 |
---- |
0,1500 |
---- |
---- |
---- |
0,0200 |
| Gelb 3 |
---- |
0,0825 |
---- |
0,003 |
---- |
---- |
| Grün 3 |
0,0200 |
0,0400 |
---- |
--- |
---- |
---- |
| Blau 3 |
---- |
---- |
0,0100 |
---- |
---- |
---- |
Angaben: in Gew.%
Beispiele 4 (erfindungsgemäß) und 5 (Vergleichsbeispiel)
Farbmessungen und Leuchtdichten
[0097] In einem weißlackierten, oben offenen Blechkasten der Maße 90 x 470 mm und 100mm
Höhe sind am Innenboden jeweils 32 Leuchtdioden, z.B. von OSRAM (8 Module a'4 LED's)
angebracht (Es gibt von vielen Herstellern Standard-LED's, die zueinander einen vergleichbaren
Farbton haben). Mit einem Netzteil wird bei einer Betriebsspannung von 10V der zulässige
Betriebsstrom von je nach Type zwischen 320 - 400mA eingestellt.
Die oben beschriebenen Muster werden auf diesen Kasten aufgelegt und farblich beurteilt.
Die Auflichtprüfung (Tagwirkung) erfolgt durch Beleuchtung mit einer Tageslichtlampe
mit 150 W (D65 nach DIN 6173, Güteklasse 1, z.B. von Siemens) in einem Abstand von
ca. 60cm von oben. Die LED's sind dabei abgeschaltet. Die Durchlichtprüfung erfolgt
in einem abgedunkelten Raum bei eingeschalteten LED's nach obiger Betriebsangabe.
Die Farbmessungen werden mit dem Farbmessgerät Chroma-Meter CS-100 von Minolta durchgeführt.
Dieses Gerät lässt berührungslose Messungen von Lichtquellen und Objektfarben zu.
Der Abstand Probe/Gerät beträgt 1 m. Die Leuchtdichte Y in Cd/m
2 wird dabei auch mit diesem Gerät gemessen.
[0098] Die Ergebnisse der Farbmessungen und Leuchtdichten
bei LED Hinterleuchtung (Farborte der Transmission) der lichtstreuenden Abdeckungen gemäß den Beispielen 1 und 2 sind in
Tabelle 4 dargestellt.
Tabelle 5 zeigt zum Vergleich entsprechende Farbmessungen und Leuchtdichten von den Vergleichsversuchen
aus Beispiel 3.
Beispiel 4
[0099]
Tabelle 4 (erfindungsgemäße Einfärbungen der Beispiele 1 und 2)
| Farbe |
LEDλmax in nm |
Transmission bei LEDλmax |
Reflexion bei LEDλmax |
Y in Cd/m2 |
x |
y |
| Gelb 1 |
590 |
64% |
40% |
130 |
0,550 |
0,449 |
| Gelb 2 |
590 |
63% |
46% |
133 |
0,550 |
0,448 |
| Rot 1 |
620 |
80% |
56% |
165 |
0,687 |
0,312 |
| Rot 2 |
620 |
79% |
63% |
162 |
0,687 |
0,312 |
| Grün 1 |
520 |
66% |
46% |
38,8 |
0,143 |
0,780 |
| Grün 2 |
520 |
61% |
52% |
36,1 |
0,143 |
0,782 |
| Blau 1 |
440 |
56% |
36% |
6,32 |
0,138 |
0,046 |
| Blau 2 |
440 |
52% |
41% |
6,34 |
0,138 |
0,045 |
Beispiel 5
[0100]
Tabelle 5 (nicht erfindungsgemäße Einfärbungen s. Beispiel 3)
| Farbe |
LEDλmax in nm |
Transmission bei LEDλmax |
Reflexion bei LEDλmax |
Y in Cd/m2 |
x |
y |
| Gelb 3 |
590 |
62% |
26% |
127 |
0,545 |
0,453 |
| Rot 3 |
620 |
48% |
23% |
165 |
0,684 |
0,315 |
| Grün 3 |
520 |
43% |
19% |
36,3 |
0,143 |
0,782 |
| Blau 3 |
440 |
43% |
21% |
6,34 |
0,138 |
0,045 |
[0101] Die Ergebnisse (Tab. 4) zeigen, dass mit den nach obiger Vorgehensweise hergestellten
farbigen Acrylgläsern, gegenüber den Einfärbungen, die dem Stand der Technik entsprechen
(Tab. 5), bei LED-Hinterleuchtung (Nachtwirkung) im Farbort der Transmission nur unwesentlich
voneinander abweichen. Die Lichtstreuung ist so gut, dass bei einem Abstand von nur
40mm zur LED, eine gleichmäßige Ausleuchtung erreicht wird.
[0102] Werden die Farbkoordinaten nach Tab.4 in die Normfarbtafel (s. z. B. DIN 5033 oder
entsprechende Standard-Literatur) eingetragen, ist ersichtlich, dass die Werte (und
damit die Farbtöne) in den von der Erfindung geforderten Grenzen nahe der Linie der
farbtongleichen Wellenlänge (Linie zwischen Unbuntpunkt und Farbort der jeweiligen
LED-Farbe) liegen. Bei der visuellen Prüfung ist die gute Übereinstimmung des Farbtones
bei Auf- und Durchlicht erkennbar.
[0103] Nach Fig. 1/2 für grüne LEDs ist zu erkennen, dass bei 520nm (Energiemaximum für
grüne LEDs) die Reflexion der Einfärbung Grün 1 und Grün 2 deutlich über dem Wert
für den Vergleichsversuch ohne fluoreszenzfarbstoff (Grün 3) liegen. Die Reflexionswerte
liegen in diesen Bereichen deutlich über den geforderten 28% und um mehr als 50% über
dem Wert für den Vergleichsversuch Grün 3.
[0104] Die Ergebnisse der Farbmessungen und Leuchtdichten
bei Auflicht (Farborte der Reflexion bzw. Remission) der lichtstreuenden Abdeckungen gemäß den Beispielen 1 und 2 sind in
Tabelle 6 dargestellt.
Tabelle 7 zeigt zum Vergleich entsprechende Farbmessungen und Leuchtdichten von den Vergleichsversuchen
aus Beispiel 3.
[0105] Die Ergebnisse der Leuchtdichten
Y in Cd/m2 (Tab. 6) zeigen, dass mit den nach obiger Vorgehensweise hergestellten farbigen Acrylgläsern,
gegenüber den Einfärbungen, die dem Stand der Technik entsprechen (Tab. 7), deutlich
höhere Brillanzen im Auflicht (Tagwirkung) erreicht werden.
Beispiel 6
[0106]
Tabelle 6 (erfindungsgemäße Einfärbungen der Beispiele 1 und 2)
| Farbe |
Y in Cd/m2 |
x |
y |
Betrag x LED- x Probe |
Betrag y LED- y Probe |
| LED Blau |
---- |
0,14 |
0,06 |
|
|
| Blau 1 |
12,6 |
0,168 |
0,107 |
0,028 |
0,047 |
| Blau 2 |
13,1 |
0,166 |
0,105 |
0,026 |
0,045 |
| LED Grün |
--- |
0,16 |
0,73 |
|
|
| Grün 1 |
59,3 |
0,194 |
0,661 |
0,034 |
0,069 |
| Grün 2 |
62,3 |
0,19 |
0,673 |
0,030 |
0,057 |
| LED Gelb |
--- |
0,5 |
0,5 |
|
|
| Gelb 1 |
123 |
0,498 |
0,485 |
0,002 |
0,015 |
| Gelb 2 |
126 |
0,499 |
0,485 |
0,001 |
0,015 |
| LED Rot |
--- |
0,67 |
0,33 |
|
|
| Rot 1 |
41,8 |
0,655 |
0,328 |
0,015 |
0,002 |
| Rot 2 |
43,1 |
0,66 |
0,329 |
0,010 |
0,001 |
Beispiel 7
[0107]
Tabelle 7 (nicht erfindungsgemäße Einfärbungen s. Beispiel 3)
| Farbe |
Y in Cd/m2 |
x |
y |
Betrag x LED- x Probe |
Betrag y LED- y Probe |
| LED Blau |
--- |
0,14 |
0,06 |
|
|
| Blau 3 |
12,1 |
0,176 |
0,128 |
0,036 |
0,068 |
| LED Grün |
--- |
0,16 |
0,73 |
|
|
| Grün 3 |
28 |
0,221 |
0,628 |
0,061 |
0,102 |
| LED Gelb |
--- |
0,5 |
0,5 |
|
|
| Gelb 3 |
97,5 |
0,497 |
0,485 |
0,003 |
0,015 |
| LED Rot |
--- |
0,67 |
0,33 |
|
|
| Rot 3 |
23,7 |
0,636 |
0,327 |
0,034 |
0,003 |
1. Vorrichtung zur Beleuchtung mit blauen, grünen, gelben oder roten Leuchtdioden (LEDs),
enthaltend eine oder mehrere farbige LEDs und eine der LED Farbe zugeordnete, lichtstreuende
Abdeckung aus eingefärbtem Kunststoff, die eine Basiseinfärbung mittels eines oder
mehrerer nicht fluoreszierender Farbstoffe aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die lichtstreuende Abdeckung zusätzlich zur Basiseinfärbung mindestens einen der Basiseinfärbung
farblich zugeordneten fluoreszierenden Farbstoff enthält, wobei die Farbstoffmischung
so eingestellt ist, dass die lichtstreuende Abdeckung bei der Wellenlänge des Energiemaximums
der verwendeten LED bzw. LEDs eine Reflexion von mindestens 28 % aufweist, wobei,
bezogen auf die Normfarbtafel und die Farborte der Reflexion der lichtstreuenden Abdeckung
und den Farbort der verwendeten LED bzw. LEDs, der Betrag der Differenz des x-Wertes
der lichtstreuenden Abdeckung mit dem x-Wert der LED und der Betrag der Differenz
des y-Wertes der lichtstreuenden Abdeckung mit dem y-Wert der LED sich alternativ
wie folgt verhält:
a) für blaue LED-Beleuchtung: Betrag x kleiner 0,03 / Betrag y kleiner 0,05
b) für grüne LED-Beleuchtung: Betrag x kleiner 0,05 / Betrag y kleiner 0,08
c) für gelbe LED-Beleuchtung: Betrag x kleiner 0,0025 / Betrag y kleiner 0,02
d) für rote LED-Beleuchtung: Betrag x kleiner 0,03 / Betrag y kleiner 0,003
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein fluoreszierenden Farbstoff enthalten ist, der Licht im Bereich der Wellenlänge
des Energiemaximums der verwendeten farbigen LEDs emittiert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein fluoreszierender Farbstoff enthalten ist, der ein Perylen-Derivat ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die LEDs und die lichtstreuende Abdeckung einander in einem Abstand von 3 bis 12
cm zugeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtstreuende Abdeckung aus einem gegossenem oder extrudierten Polymethylmethacrylat-Kunststoff
besteht.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff der Abdeckung ein Lichtstreuvermögen gemessen nach DIN 5036 von mindestens
0,5 aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtstreumittel BaSO4, Polystyrol oder Lichtstreuperlen aus einem vernetztem Kunststoff enthalten sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtstreumittel BaSO4 oder Polystyrol in einer Menge von 1,5 bis 2,5 Gew.-% enthalten sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die LEDs in einem Kasten oder Rahmen befinden, der von der lichtstreuenden Abdeckung
abgedeckt wird.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Farborte der Transmission und der Remission der eingefärbten Abdeckung aus Kunststoff
bezogen auf die Normfarbtafel in einem Bereich liegen, der bezogen auf eine Gerade,
die durch den Unbuntpunkt (x/y = 0,33/0,33) und den Farbort der LED verläuft, nicht
mehr als 0,2 x/y-Einheiten vom Farbort der LED in Richtung der Geraden und nicht mehr
als 0,05 x/y-Einheiten rechtwinklig zu beiden Seiten der Geraden entfernt liegen.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die LEDs gelbes Licht abstrahlen und einen Farbort im Bereich der Koordinaten x/y
= (0,5/0,5) +/- 0,02 aufweisen.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die LEDs rotes Licht abstrahlen und einen Farbort im Bereich der Koordinaten x/y
= (0,67/0,33) +/- 0,02 aufweisen.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die LEDs grünes Licht abstrahlen und einen Farbort im Bereich der Koordinaten x/y
= (0,16/0,73) +/- 0,02 aufweisen.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die LEDs blaues Licht abstrahlen und einen Farbort im Bereich der Koordinaten x/y
= (0,14/0,06) +/- 0,02 aufweisen.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff der Abdeckung zusätzlich TiO2 in einer Konzentration von 0,001 bis 0,05 Gew.-% enthält.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtstreuende Abdeckung eine Transmission von mindestens 20 % aufweist.
17. Verwendung eines streumittelhaltigen, eingefärbten Kunststoffelements als Abdeckung
für eine beleuchtbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16.
18. Verwendung farbiger bzw. nahezu monochromatisches Licht aussendender LEDs als Lichtquelle
in einer beleuchtbaren Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16.
1. Dispositif d'éclairage avec des diodes électroluminescentes (LED) bleues, vertes,
jaunes ou rouges, contenant une ou plusieurs LED colorées et un cache associé à la
couleur des LED, dispersant la lumière, en matériau synthétique coloré, qui présente
une coloration de base réalisée au moyen d'un ou de plusieurs colorants non fluorescents,
caractérisé en ce que le cache dispersant la lumière contient en plus de la coloration de base au moins
un colorant fluorescent associé en ce qui concerne la couleur à la coloration de base,
ce mélange de colorants étant réglé de manière telle que le cache dispersant la lumière
présente une réflexion d'au moins 28% à la longueur d'onde du maximum d'énergie de
la ou des LED utilisées, où, par rapport au tableau normalisé des couleurs et aux
coordonnées de la couleur de la réflexion du cache dispersant de la lumière et la
coordonnée de la couleur de la ou des LED utilisées, la valeur de la différence de
la valeur x du cache dispersant de la lumière et de la valeur x de la LED et la valeur
de la différence de la valeur y du cache dispersant de la lumière et de la valeur
y de la LED se trouve alternativement dans le rapport suivant :
a) pour l'éclairage LED bleu : valeur x inférieure à 0,03/valeur y inférieure à 0,05
b) pour l'éclairage LED vert : valeur x inférieure à 0,05/valeur y inférieure à 0,08
c) pour l'éclairage LED jaune : valeur x inférieure à 0,0025/valeur y inférieure à
0,02
d) pour l'éclairage LED rouge : valeur x inférieure à 0,03/valeur y inférieure à 0,003
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient un colorant fluorescent, qui émet de la lumière dans la zone des longueurs
d'onde du maximum d'énergie des LED colorées utilisées.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il contient un colorant fluorescent qui est un dérivé de pérylène.
4. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les LED et le cache dispersant la lumière sont disposés à une distance de 3 à 12
cm l'un de l'autre.
5. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le cache dispersant la lumière est constitué par un matériau synthétique moulé ou
extrudé en poly(méthacrylate de méthyle).
6. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le matériau synthétique du cache présente un pouvoir de dispersion de la lumière,
mesuré selon la norme DIN 5036, d'au moins 0,5.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que du BaSO4, du polystyrène ou des billes de dispersion de la lumière en matériau synthétique
réticulé sont contenus comme agents de dispersion de la lumière.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que du BaSO4 ou du polystyrène sont contenus en une quantité de 1,5 à 2,5% en poids comme agents
de dispersion de la lumière.
9. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les LED se trouvent dans un caisson ou un cadre qui est recouvert par le cache dispersant
la lumière.
10. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les coordonnées de la couleur de la transmission et de la réémission du cache coloré
en matériau synthétique, par rapport au tableau normalisé des couleurs, se trouvent
dans une plage qui, par rapport à une droite qui passe dans le point de non coloration
(x/y = 0,33/0,33) et la coordonnée de la couleur de la LED, ne se situent pas à plus
de 0,2 unité x/y de la coordonnée de la couleur de la LED dans le sens de la droite
et pas à plus de 0,05 unité x/y perpendiculairement aux deux côtés de la droite.
11. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les LED émettent une lumière jaune et présentent une coordonnée de la couleur dans
la plage des coordonnées x/y = (0,5/0,5) +/- 0,02.
12. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les LED émettent une lumière rouge et présentent une coordonnée de la couleur dans
la plage des coordonnées x/y = (0,67/0,33) +/- 0,02.
13. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les LED émettent une lumière verte et présentent une coordonnée de la couleur dans
la plage des coordonnées x/y - (0,16/0,73) +/- 0,02.
14. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les LED émettent une lumière bleue et présentent une coordonnée de la couleur dans
la plage des coordonnées x/y = (0,14/0,06) +/- 0,02.
15. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le matériau synthétique du cache contient en outre du TiO2 en une concentration de 0,001 à 0,05% en poids.
16. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le cache dispersant la lumière présente une transmission d'au moins 20%.
17. Utilisation d'un élément en matériau synthétique coloré, contenant un dispersant,
comme cache pour un dispositif pouvant éclairer selon l'une ou plusieurs des revendications
1 à 16.
18. Utilisation de LED émettant une lumière colorée ou, selon le cas, quasiment monochromatique
comme source lumineuse dans un dispositif pouvant éclairer selon l'une ou plusieurs
des revendications 1 à 16.