[0001] Die Erfindung betrifft eine Sockelprofilleiste nach dem Oberbegriff des unabhängigen
Anspruchs 1, insbesondere für ein Verkaufsregal oder ähnliches, sowie ein Sockelsystem
nach Anspruch 6.
[0002] Aus der
DE 202005007434 U1 ist eine einteilige Sockelleiste bekannt. Diese besteht aus einem Grundkörper mit
einer in Richtung Leistenrückseite offenen Montageöffnung zur Aufnahme des Regalbodens
oder dergleichen, wobei die Montageöffnung durch die Oberseite des Grundkörpers durch
einen sich in Verlängerung der Leistenfrontseite aus der Oberseite heraus vertikal
erstreckenden Steg und durch einen am Ende des Steges angeformten, sich in Richtung
Leistenrückseite erstreckenden Halteschenkel gebildet wird.
[0003] Ein Nachteil dieser Sockelleiste besteht darin, dass die Höhe des Regalbodens nicht
veränderlich ist. Sofern unterschiedliche Regalbodenhöhen gewünscht werden müssen
unterschiedliche Sockelleisten verwendet werden.
[0004] Ein weiterer Nachteil der bekannten Systeme liegt darin, dass insbesondere bei der
Verwendung als Leiste für ein Verkaufsregal.eine dem Auge des Käufers zugewandte Beschriftung
nicht möglich ist.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache, universell anwendbare
Sockelprofilleiste und ein optimal adaptierbares Sockelsystem herzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird ausgehend von dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche 1 und
6 durch deren kennzeichnenden Merkmale gelöst.
[0007] Der wesentliche Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Sockelprofilleiste gleichzeitig
neben ihrer Eigenschaft als Verbindungssystem zwischen Leiste und Regalboden als Aufnahme
für weitere Funktionselemente wie zum Beispiel einem Informationsträger dient. Die
geneigt angeordnete Fläche ist optisch gut erkennbar, der gesamte Aufbau ist hinsichtlich
des erforderlichen Materialeinsatzes optimiert. Die Sockelprofilleiste kann auch direkt
eine Einheit mit einer Leiste bilden oder in dem der Leiste zugewandten Bereich eine
leistenartige Verlängerung besitzen. In bestimmten Fällen kann die Leiste auch ganz
entfallen.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Anlagefläche geegenüber
der Horizontalen um 70° bis 85° geneigt.
[0009] Damit beispielsweise eine Informationsleiste am Flächenteil fixierbar ist, befinden
sich im Bereich der jeweiligen anlageschenkeln Anlageflächen, die rechtwinklig zu
dem Flächenteil verlaufen. Gemeinsam mit dem Flächenteil bilden diese somit eine dreiseitige
Begrenzung und damit einen sicheren Halt für eine Informationsleiste.
[0010] Weiterbildungsgemäß weist die Sockelprofilleiste eine oder mehrere Hohlkammern auf.
Diese dienen sowohl zum Aufnehmen von einer Verbindungslasche als auch zum Einsparen
von Material beziehungsweise zur Vermeidung unnötiger Materialansammlungen.
[0011] Der wesentliche Vorteil des Sockelsystems nach Anspruch 6 liegt darin, dass der Grundkörper
gleichzeitig neben seiner Eigenschaft als Verbindungssystem zwischen Leiste und Regalboden
als Aufnahme für weitere Funktionselemente wie zum Beispiel einem Informationsträger
dient. Die geneigt angeordnete Fläche ist insbesondere von Personen relativ leicht
einsehbar.
[0012] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Grundkörper wenigstens eine Hohlkammer
auf. Diese Hohlkammer kann weitere Funktionselemente tragen, sie dient letztendlich
aber der Materialersparnis und gleichzeitig auch der Versteifung des Grundkörpers.
[0013] Weiterbildungsgemäß weist der Grundkörper für den Regalboden bzw. die Leiste wenigstens
jeweils zwei Anlageschenkel auf, welche bevorzugt rechtwinklig zueinander angeordnet
sind. Die Anlageschenkel können auch mit Bohrungen für die Verschraubung zwischen
Grundkörper und den Anschlussteilen ausgestattet sein. Selbstverständlich besteht
auch die Möglichkeit, den Grundkörper mit den Anschlußteilen zu verkleben.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird die am Grundkörper angeordnete Fläche begrenzt
über Stege die über die Fläche herausragen und damit eine Abgrenzung zu den weiteren
Elementen des Sockelsystems bilden. Insbesondere wenn an der Fläche ein Beschriftungsstreifen,
ein Beschriftungsband oder ein anderes Informationssystem angeordnet ist, wird dies
durch die Stege gehalten. Zusätzlich kann eine an den Stegen angeordnete Nut die Haltefunktion
verbessern. Sofern der Grundkörper aus Kunststoff besteht, kann ein Beschriftungselement
oder eine transparente Abdeckung unmittelbar mit dem Grundkörper verbunden sein und
beispielsweise im Zweikomponenten-Extrudierverfahren hergestellt werden.
[0015] Weiterbildungsgemäß besteht.der Grundkörper aus einem Aluminiumstrangpressprofil,
es besteht aber auch die Möglichkeit, den Grundkörper aus Kunststoffmaterial herzustellen,
beispielsweise einem Polypropylen oder Polyethylen.
[0016] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Hohlkammer des Grundkörpers mit einem
Führungssteg versehen an dem eine Lasche eingeschoben werden kann. Eine solche Lasche
hat die Aufgabe, mehrere nebeneinander angeordnete Sockelsysteme miteinander zu verbinden
oder im Bereich einer Ecke an welcher der Grundkörper einen Gehrungsschnitt: aufweist,
für eine zuverlässige Verbindung der beiden Grundkörper zu sorgen.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, den Grundkörper aus einzelnen,
miteinander verrastbaren Elementen zu gestalten oder eine Leiste und den Grundkörper
mit Rastelementen auszustatten, so dass eine schnelle und zuverlässige Verbindung
zwischen den beiden Teilen möglich ist.
[0018] Diese und weitere Merkmale gehen nicht nur aus den Ansprüchen sondern auch aus der
Beschreibung und den Zeichnungen hervor.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt:
[0020]
Fig. 1 ein Ausschnitt aus einem Sockelsystem in einer Schnittdarstellung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das in Fig. 1 gezeigte Sockelsystem,
Fig. 3 eine Variante eines Sockelsystems in einer Schnittdarstellung.
Fig. 4 eine Sockelprofilleiste in einer Schnittdarstellung
[0021] Das Sockelsystem 10 in Fig. 1 besteht aus einem Grundkörper 11, einem an dem Grundkörper
11 angeordneten-Regalboden 12 sowie einer an dem Grundkörper angeordneten Leiste 13.
[0022] Sowohl Regalboden 12 als auch Leiste 13 bestehen beispielsweise aus einer Hartfaserplatte,
Spanplatte oder MDF.
[0023] Der Grundkörper 11: weist für die Leiste 13. eine Anlagefläche 14 sowie einen Schenkel
15 auf. Auch für den Regalboden 12 ist eine Anlagefläche 16.und ein Schenkel, 17 vorgesehen.
Der- Schenkel 17 besitzt Bohrungen 18 für Befestigungsschrauben 19. Die Befestigung
der Leiste 13 an dem Grundkörper 11 erfolgt beispielsweise ebenfalls durch entsprechende
Schraubverbindungen oder es können an dem Grundkörper Laschen angeschraubt sein die
zur Befestigung der Leiste 13 dienen.
[0024] Der Grundkörper weist eine Hohlkammer 20 auf in der sich zwei Stege 21, 22 befinden.
Diese Stege dienen dazu, eine gestrichelt dargestellte Lasche 23 zu positionieren.
Mit dieser Lasche ist ein Verbinden mehrerer Grundkörper möglich..
Die unter einem Winkel von etwa 80 ° aus der Horizontalen geneigte Fläche 28 wird
durch den Steg 29 und den Steg 30 begrenzt. Der Steg 29 selbst ist mit einer Nut 31
versehen. Auf dieser Fläche 28 befindet sich ein Kunststoffband 32, welches beschriftet
werden kann. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die Fläche 28 selbst
zu beschriften. Aufgrund der Neigung dieser Fläche und einem Winkel der bezogen auf
die Horizontale im Bereich von 45 - 85° liegt ist dieses Sockelsystem einerseits aufgrund
seiner Abschrägung vor Beschädigung geschützt, andererseits ist die Fläche 28 dem
Betrachter zugewandt und ist zur mittelbaren oder unmittelbaren Beschriftung geeignet.
[0025] Fig. 2 zeigt in einer Draufsicht zwei Grundkörper 11 und 24, welche über eine Gehrung
eine Ecke bilden. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die in den
beiden Grundkörpern angeordnete Lasche 23 welche hier gestrichelt dargestellt ist,
sorgt für das zuverlässige Verbinden der Grundkörper im Eckbereich. Längs der beiden
Grundkörper 11 und 24 befinden sich Bohrungen 18, 25, 26, 27 zum Befestigen des Regalbodens
12.
[0026] Fig. 3 zeigt eine Variante eines Sockelsystems 10. Auch hier sind gleiche Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen. Anstelle einer Leiste ist ein Anschlussstück 33 vorgesehen,
weiches über Rastverbindungen 34, 35 mit dem Grundkörper 11 verbunden ist. Die miteinander
zu verrastenden Teile können sowohl als Strangpressprofil als auch als Kunststoffprofil
hergestellt sein. Es besteht auch die Möglichkeit, Aluminium und Kunststoff miteinander
zu kombinieren. In der hier gezeigten Darstellung ist der Regalboden 12 in einem U-Profil
des Grundkörpers mit den Schenkeln 36, 37 befestigt.
[0027] In Fig. 4 ist eine Sockelprofilleiste 40 für ein Sockelsystem im Schnitt dargestellt.
Dieses ist beispielsweise ein Aluminium-Strangpressprofil. Selbstverständlich besteht
auch die Möglichkeit, dieses als ein Kunststoff-Spritzgußteil herzustellen:, Die Sockelprofilleiste
besitzt zwei Anlageschenkel 43, 44 die rechtwinklig zueinander stehen und einen Regalboden
41 aufnehmen bzw. zur Fixierung teilweise umschließen. Der Regalboden kann mit hier
nicht dargestellten Schrauben an der Sockelprofilleiste befestigt sein. Eine Abschlußleiste
42 ist ebenfalls an der Sockelprofilleiste befestigt. Auch hierfür sind zwei Anlageschenkel
45, 46 vorgesehen. Die Befestigung der Abschlussleiste erfolgt auch hier wiederum
mit Schrauben oder einer Klebeverbindung. Anstelle einer Abschlussleiste kann das
Sockelprofil mit einem leistenartigen Fortsatz ausgebildet sein. Es besteht auch die
Möglichkeit, den Anlageschenkel 46 entfallen zu lassen. In diesem Fall bildet die
Sockelprofilleiste den direkten Abschluß nach unten.
[0028] Zwischen den Strukturen der Anlageschenkel 43, 44 45, 46 weist die Sockelprofilleiste
ein sogenanntes Übergangsstück 56 auf. An diesem befindet sich - mit zwei Stegen 51
und 52 befestigt eine Anlagefläche 49. Diese ist unter einem Winkel von etwa 75° gegenüber
der Regalbodenebene geneigt und ersteckt sich über etwa 30 % der gesamten Höhe der
Sockelprofilleiste.
[0029] Die Sockelprofilleiste weist ferner zwei sich gegenüberstehende Anlageflächen 48
und 49 auf. Diese dienen dazu, einen Beschriftungsstreifen 57 oder ähnliches -in Verbindung
mit der Anlagefläche 49 zu fixieren. Zur Vermeidung von Materialansammlungen und gleichzeitig
zur Aufnahme von Verbindungslaschen sind in der Sockelprofilleiste Hohlkammern 52
und 53 vorgesehen. Diese besitzen zum zuverlässigen halten von Verbindungslaschen
Stege 54 und 55.
1. Sockelprofilleiste für ein Sockelsystem eines Verkaufsregals oder dergleichen, bestehend
aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Anlageschenkeln- für einen daran befestigbaren
Regalboden, sowie ein Übergangsstück, das im wesentlichen rechtwinklig zu dem Regalboden
gestaltet ist und weiteren zwei Anlageschenkeln, die rechtwinklig zueinander angeordnet
sind zum Befestigen einer Abschlussleiste, dadurch gekennzeichnet, daß am Übergangsstück ein Flächenteil vorgesehen ist, das über die gesamte Länge oder
einen Teil der Länge der Sockelprofilleiste eine Anlagefläche aufweist, die gegenüber
der Horizontalen,:um 45° bis 85° geneigt ist.
2. Sockelprofilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet; dass die Anlagefläche gegenüber der Horizontalen um bevorzugt 70° bis 85° geneigt ist.
3. Sockelprofilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, im Bereich der jeweiligen Anlageschenkel Anlageflächen vorgesehen sind die rechtwinklig
zu dem Flächenteil verlaufen.
4. Sockelprofilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenteil an wenigsten einem Steg, bevorzugt an zwei Stegen am Übergangsstück
befestigt ist.
5. Sockelprofilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Hohlkammer vorgesehen ist und die Hohlkammer wenigstens einen Führungssteg
aufweist zur Aufnahme einer Verbindungslasche
6. Sockelprofilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle einer Abschlussleiste eine Abschlussfläche vorgesehen ist oder die Sockelprofilleiste
mit der Abschlussleiste eine Einheit bildet.
7. Sockelsystem insbesondere für ein Verkaufsregal oder dergleichen mit einem Grundkörper,
einem an dem Grundkörper angeordneten Regalboden sowie einer Leiste, wobei über den
Grundkörper eine Verbindung zwischen Leiste und Regalboden erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper wenigstens eine sich über seine gesamte Länge oder einen Teil seiner
Länge erstreckende Fläche aufweist, die gegenüber der Horizontalen geneigt ist.
8. Sockelsystem nach Anspruch-7, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel der Fläche im Bereich von 45- 85 ° liegt.
9. Sockelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Fläche wenigstens 70 % der Höhe des Grundkörpers einnimmt.
10. Sockelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper wenigstens eine Hohlkammer aufweist.
11. Sockelsystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper für den Regalboden und/oder die Leiste wenigstens zwei Anlageschenkel
aufweist.
12. Sockelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dieses unmittelbar mit einem Leistenprofil versehen ist oder einen leistenfreien
Abschluß aufweist.
13. Sockelsystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die am Grundkörper angeordnete Fläche über längs verlaufende Stege nach oben und/oder
unten begrenzt ist.
14. Sockelsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Steg eine Nut aufweist.
15. Sockelsystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Fläche ein Beschriftungsstreifen oder ein Beschriftungsband anordenbar ist.
16. Sockelsystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper aus einem Aluminiumstrangpressprofil besteht.
17. Sockelsystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper aus einem Kunststoffprofil besteht.
18. Sockelsystem nach Anspruch 17; dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffprofil eine transparente Abdeckung für die Fläche aufweist.
19. Sockelsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkammer wenigstens einen Führungssteg aufweist zur Aufnahme einer Lasche die
zum Verbinden mehrerer Grundkörper insbesondere im Bereich von Gehrungen einsteckbar
ist.
20. Sockelsystem mit einem Grundkörper; einem an dem Grundkörper angeordneten Regalboden,
wobei der Grundkörper wenigstens zwei Anlageschenkel für den Regalboden aufweist und
aus wenigstens zwei miteinander verrast- oder steckbaren Elementen besteht.