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(11) |
EP 1 950 156 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.11.2011 Patentblatt 2011/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.01.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Abschwarten eines Wickels einer Materialbahn von einem Wickeltambour
und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Method for unwinding the coil of a sheet of material from a coil reel and device for
executing the method
Procédé d'écorchage d'un rouleau d'une bande de matériau d'un tambour de rouleau et
dispositif d'exécution du procédé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FI IT SE |
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Priorität: |
29.01.2007 DE 102007004374
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.07.2008 Patentblatt 2008/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Nelles, Josef
52224, Stolberg (DE)
- Gugel, Henning
47669, Wachtendonk (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 688 379 DE-A1- 3 030 845
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WO-A-2005/028353 DE-A1- 10 343 422
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abschwarten eines Wickels einer Materialbahn
von einem Wickeltambour in einer Einrichtung, insbesondere einer Tambourablagestation,
wobei der Wickeltambour mit dem einen Wickelanfang aufweisenden Wickel beidseitig
und drehbar in der Einrichtung gelagert wird, wobei der in der Einrichtung gelagerte
Wickeltambour in einer Abwickelrichtung mittels wenigstens einer vorzugsweise steuer-/regelbaren
Antriebseinrichtung zumindest anfänglich gedreht wird und wobei der von dem Wickel
infolge der Drehung des Wickeltambours an einem Ablaufpunkt abgelaufene Wickelanfang
mittels wenigstens einer Führungseinrichtung erfasst wird und wobei sowohl der abgelaufene
Wickelanfang als auch die restliche Materialbahn des Wickels von der Führungseinrichtung
in einen unterhalb der Einrichtung angeordneten Ausschussbehälter geführt wird.
[0002] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Einrichtung, insbesondere Tambourablagestation,
mit einem auf einem Wickeltambour aus einer Materialbahn gebildeten Wickel, wobei
der Wickeltambour mit dem einen Wickelanfang aufweisenden Wickel beidseitig und drehbar
in der Einrichtung gelagert ist, wobei wenigstens eine vorzugsweise steuer-/regelbare
Antriebseinrichtung zur zumindest anfänglichen Drehung des in der Einrichtung gelagerten
Wickeltambours in einer Abwickelrichtung vorgesehen ist, und wobei wenigstens eine
Führungseinrichtung zur Erfassung des von dem Wickel infolge der Drehung des Wickeltambours
an einem Ablaufpunkt abgelaufenen Wickelanfangs vorgesehen ist und wobei die Führungseinrichtung
zur Führung sowohl des abgelaufenen Wickelanfangs als auch der restlichen Materialbahn
des Wickels in einen unterhalb der Einrichtung angeordneten Ausschussbehälter ausgebildet
ist.
[0003] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Beispiels erläutert, bei dem die Materialbahn
eine Papierbahn ist. Sie ist jedoch auch bei anderen Bahnen entsprechend anwendbar,
die ähnlich gehandhabt werden müssen. Dabei handelt es sich beispielsweise, aber nicht
ausschließlich, um Bahnen aus Karton oder Tissue oder Folien aus Metall oder Kunststoff.
[0004] Bei der Herstellung einer Papierbahn mittels einer Papiermaschine wird üblicherweise
eine endlose Bahn erzeugt, die am Ende der Papiermaschine auf Wickelkerne bei Erzeugung
von Wickeltambouren aufgewickelt wird. Die aufgewickelte Papierbahn wird zur nachfolgenden
Behandlung in einer Verarbeitungsmaschine, beispielsweise in einer Rollenschneidmaschine,
einer Umrollmaschine oder einem Kalander, oder in einer Veredelungsmaschine, beispielsweise
in einer Streichmaschine, weitertransportiert und in einer entsprechenden Abrollvorrichtung
wieder abgewickelt. Sowohl beim Auf- als auch beim Abwickeln dieser Wickeltamboure
fallen bestimmte Mengen an Ausschuss an, dessen Behandlung und Rückführung in den
Herstellungsprozess oftmals zu großen Behinderungen für den Herstellungsprozess führt.
Beim Entfernen des Kernausschusses von beschichteten Wickeltambouren durch Aufschneiden
der Innenlagen kommt es oft zu Beschädigungen der Bezüge der Wickelkerne durch scharfkantige
Werkzeuge oder andere Schneidmittel.
[0005] Bei bekannten Verfahren zum Entfernen des Kernausschusses auf im Regelfall über einem
Ausschussbehälter abgelegten Wickeltambouren wird die restliche Wickelschwarte manuell
mit einem Messer, einer Axt, einem Schaber oder dergleichen aufgeschnitten und anschließend
entfernt. Das manuelle Aufschneiden der restlichen Wickelschwarte ist oftmals mit
besonderen Gefahren für das durchzuführende Personal verbunden, insbesondere durch
herabfallende Schwarten der Papierbahn und/oder aufgrund der Nähe zum im Regelfall
offenen Ausschussbehälter. Zudem besteht die Gefahr von Schnittverletzungen für das
Personal.
[0006] Auch maschinelle Verfahren, beispielsweise mit einem Kreismesser, einer Klinge oder
einem Schaber, kommen zum Einsatz. Die bekannten maschinellen Verfahrensweisen weisen
jedoch den Nachteil auf, dass beim Aufschneiden der restlichen Wickelschwarte eine
Beschädigung des Bezugs des Wickelkerns nicht immer sicher verhindert werden kann.
[0007] Weiterhin weisen alle bekannten Verfahren oftmals den Nachteil eines aufwändigen
Handlings für die Wickeltamboure auf. So müssen sie mit einem Kran, einem Wagen, einer
Hubeinrichtung oder ähnlichem zu einem Platz transportiert werden, an dem es möglich
ist, den Kernausschuss in Ausgestaltung einer Restschwarte von den Wickeltambouren
zu entfernen und in einem Ausschussbehälter zu entsorgen. Nach Durchführung des Abschwartens
müssen die Wickelkerne dann wieder an einen anderen Ort weitertransportiert werden.
[0008] Zum Durchtrennen und Entsorgen äußerer Lagen einer vollen Wickelrolle und zur Erzeugung
eines Bahnanfangs ist ein Verfahren aus der
EP 1688379 A2 bekannt.
[0009] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Einrichtung der eingangs
genannten Arten derart weiterzubilden, dass die Nachteile des Stands der Technik überwunden
werden und eine einfache Möglichkeit zur Beseitigung von Kernausschuss einer Materialbahn
geschaffen wird.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Führungseinrichtung (16) zwischen einer Erfassungsposition
(B) und einer Abgabeposition (E) bewegt wird.
[0011] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich durch die Möglichkeit des automatischen
Abschwartens des Wickeltambours aus. Die bisherigen Verfahrensschritte zum Abschwarten
eines Wickeltambours werden nunmehr entweder völlig beseitigt, wie beispielsweise
das Aufschneiden der Restschwarte, oder derart automatisiert, dass das Abschwarten
ohne Personaleinsatz vollzogen werden kann.
[0013] Überdies zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren durch einen nicht unwesentlichen
Zeitvorteil aus, da keine zusätzlichen Transportwege mit dem Wickeltambour vollzogen
werden müssen. Auch ist ein kommerzieller Vorteil gegeben, da keine zusätzlichen Einrichtungen
erforderlich sind, um den Wickeltambour auf eine andere Position oder ein anderes
Niveau zu transportieren. Hinsichtlich des Rollenhandlings in der Einrichtung besteht
der Vorteil, dass keine Position für das Abschwarten freigehalten werden muss, sondern
alle Einrichtungspositionen sofort wiederbelegt werden können. Dadurch wird unter
anderem ein reibungsloser Materialfluss in der Einrichtung gewährleistet.
[0014] Die erwähnte Abwickelrichtung des Wickeltambours ist gewöhnlich die Gegenrichtung
der Aufwickelrichtung desselbigen. Die Drehung des Wickeltambours in die Abwickelrichtung
bewirkt zudem, dass der Wickelanfang unter allen Umständen von dem Wickeltambour abgewickelt
wird und aufgrund der wirkenden Gewichtskraft von seinem Ablaufpunkt derart vertikal
nach unten fällt, so dass er von der wenigstens einen Führungseinrichtung sicher erfasst
werden kann. Die Führungseinrichtung führt dann den Wickelanfang samt anhängender
restlicher Materialbahn des Wickels in einen unterhalb der Einrichtung angeordneten
Ausschussbehälter. Der an sich bekannte Ausschussbehälter, in Fachkreisen auch Pulper
genannt, kann dabei einen Schacht mit einem zeitweise verschließbaren Schachtdeckel
aufweisen.
[0015] In einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform wird der in der Einrichtung gelagerte
Wickeltambour in der Abwickelrichtung mittels der Antriebseinrichtung zumindest so
lange, vorzugsweise nur so lange gedreht, bis die restliche Materialbahn des Wickels
infolge der wirkenden Kräfte selbständig von dem Wickeltambour bei dessen Drehung
abläuft. Im Grunde ist es also lediglich notwendig, den Wickeltambour so lange zu
drehen, bis er eigengetrieben abläuft. Somit lässt sich die benötigte Antriebsleistung
für das Abschwarten merklich senken und ein Zeitvorteil erbringen.
[0016] Weiterhin wird in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform die Führungseinrichtung
zumindest anfänglich vertikal unterhalb oder im Wesentlichen vertikal unterhalb des
Ablaufpunkts des Wickelanfangs zu dessen Fassung angeordnet. Somit wird ohne größere
Aktivitäten und kostenintensive Einrichtungen sichergestellt, dass der Wickelanfang
selbständig in die Führungseinrichtung einläuft.
[0017] Damit der von dem Wickel infolge der Drehung des Wickeltambours abgelaufene Wickelanfang
auch über eine längere Strecke hinweg sicher in den Ausschussbehälter geführt wird,
ist es von Vorteil, wenn er bei seiner Erfassung durch die bewegte Führungseinrichtung
zeitgleich oder zeitverzögert auch mittels wenigstens einer mittels mindestens eines
Sensors aktivierbaren Klemmeinrichtung zumindest anfänglich geklemmt wird. Die mögliche
Aktivierung der Klemmeinrichtung mittels eines Sensors, wie beispielsweise einer Lichtschranke,
stellt sicher, dass die Klemmeinrichtung zeitgenau und den Wickelanfang klemmend betrieben
werden kann.
[0018] Der von dem Wickel infolge der Drehung des Wickeltambours abgelaufene Wickelanfang
wird also in einer bevorzugten Ausführungsform von der Führungseinrichtung zumindest
über einen anfänglichen Streckenbereich hinweg, vorzugsweise bis zu dem Ausschussbehälter
geführt. Diese vorgeschlagene Führung erhöht die Prozesssicherheit und den Automatisierungsgrad
des Abschwartens erheblich.
[0019] Eine merkliche Vereinfachung der Führung kann sich zudem ergeben, wenn der abgelaufene
Wickelanfang in einer weiteren Ausführungsform von der Führungseinrichtung zumindest
über einen vertikalen Streckenbereich hinweg geführt wird.
[0020] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, dass die Führungseinrichtung (16) zwischen einer Erfassungsposition
und einer Abgabeposition bewegbar ist.
[0021] Hierdurch ergeben sich die bereits genannten erfindungsgemäßen Vorteile gegenüber
dem bekannten Stand der Technik.
[0022] Die Antriebseinrichtung umfasst bevorzugt eine vorzugsweise steuer-/regelbare Antriebseinheit,
insbesondere einen Elektromotor, und mindestens ein von der Antriebseinheit beaufschlagbares
und an dem Wickeltambour in Eingriff bringbares Antriebselement, insbesondere ein
Reibrad, einen Antriebsriemen oder dergleichen. Diese Art einer Antriebseinrichtung
trägt aufgrund ihrer Betriebssicherheit und der damit verbundenen Runnability zu einer
hervorragenden Funktionsfähigkeit der Einrichtung bei.
[0023] Ferner kann die Führungseinrichtung zumindest anfänglich vertikal unterhalb oder
im Wesentlichen vertikal unterhalb des Ablaufpunkts des Wickelanfangs zu dessen Fassung
angeordnet sein. Somit wird ohne größere Aktivitäten und weitere kostenintensive Einrichtungen
sichergestellt, dass der Wickelanfang selbständig in die Führungseinrichtung einläuft.
[0024] Die Führungseinrichtung umfasst in einer bevorzugten Ausführungsform wenigstens einen
trichterförmigen Einlaufbereich mit wenigstens zwei zueinander unter einem Trichterwinkel
angestellten Wandungen und einen kanalförmigen Führungshauptbereich mit wenigstens
zwei vorzugsweise zueinander parallelen oder annähernd parallelen Wandungen. Die Führungseinrichtung
entspricht im Wesentlichen also einem offenen Führungskasten und zeichnet sich durch
eine gegebene Funktionalität bei einem einfachen Aufbau aus, da beispielsweise der
trichterförmige Einlaufbereich eine selbständige Erfassung des Wickelanfangs erlaubt.
[0025] Damit der von dem Wickel infolge der Drehung des Wickeltambours abgelaufene Wickelanfang
auch über eine längere Strecke hinweg sicher in den Ausschussbehälter geführt wird,
ist es von Vorteil, wenn in dem Führungshauptbereich der Führungseinrichtung Mittel
zur zumindest anfänglichen Klemmung des Wickelanfangs angeordnet sind, wobei die Mittel
den Wickelanfang bei seiner Erfassung durch die Führungseinrichtung zeitgleich oder
zeitverzögert klemmen.
[0026] Die vorzugsweise mittels mindestens eines Sensors aktivierbaren Mittel zur zumindest
anfänglichen Klemmung des Wickelanfangs in vielfältigster Art ausgeführt sein: so
können sie beispielsweise zumindest einen mit einem Medium vorzugsweise gesteuert/geregelt
befüllbaren und sich dabei ausdehnenden Schlauch umfassen, wobei der befüllte Schlauch
den Wickelanfang zwischen sich und einer Wandung des Führungshauptbereichs klemmt.
Auch können die Mittel zumindest ein vorzugsweise gesteuert/geregelt antreibbares
Rollenpaar bzw. Bürstenpaar umfassen, welches den Wickelanfang innenseitig klemmt.
Die mögliche Aktivierung der Klemmeinrichtung mittels eines Sensors, wie beispielsweise
einer Lichtschranke, stellt sicher, dass die Klemmeinrichtung zeitgenau und den Wickelanfang
klemmend betrieben werden kann.
[0027] Eine bewegbar angeordnete Führungseinrichtung ist bevorzugt mittels einer Bewegungseinrichtung
zumindest zwischen einer Erfassungsposition, in welcher der Wickelanfang durch sie
erfasst wird, und einer Abgabeposition, in welcher der Wickelanfang und die restliche
Materialbahn des Wickels direkt oder indirekt in den Ausschussbehälter abgegeben wird,
bewegbar.
[0028] Die Bewegungseinrichtung selbst kann in einer ersten bevorzugten Ausführungsform
zumindest je eine anfangs- und endseitig der Führungseinrichtung angeordnete und vorzugsweise
steuer-/regelbare Seilwinde umfassen, wobei die Führungseinrichtung bevorzugt beidseitig
mittels mindestens eines Führungssystems, insbesondere Führungsschienen, geführt ist.
Das Führungssystem kann hierbei wenigstens zwischen einer Ruheposition und einer Führungsposition
bewegbar sein, so dass es zu keinerlei Kollisionen mit weiteren bewegten Bauteilen
im Bereich der Einrichtung, wie beispielsweise Wickelrollen und dergleichen, kommt.
[0029] Hingegen kann sie in einer zweiten bevorzugten Ausführungsform zumindest je eine
anfangs- und endseitig der Führungseinrichtung angeordnete und vorzugsweise steuer-/regelbare
Linearführung umfassen, wobei die Führungseinrichtung bevorzugt zumindest über einen
vertikalen Streckenbereich hinweg geführt ist. Beide Ausführungsformen gewährleisten
unter anderem eine prozesssichere Führung des Wickelanfangs und der restlichen Materialbahn
in den Ausschussbehälter.
[0030] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0031] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung
in einer ersten Abschwartphase;
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung der Figur 1 in einer
weiteren Abschwartphase;
- Figur 3
- eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung der Figur 1 in einer
alternativen Abschwartphase; und
- Figuren 4 bis 6
- mehrere schematische und geschnittene Ansichten von erfindungsgemäßen Führungseinrichtungen.
[0032] Die Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Einrichtung 1 mit einem auf
einem Wickeltambour 2 aus einer Materialbahn 4 gebildeten Wickel 3 in einer ersten
Abschwartphase. Bei der Einrichtung 1 kann es sich insbesondere um eine Tambourablagestation
handeln, die im Regelfall einen Teil einer Auf- oder Abwickelmaschine für die Materialbahn
4 darstellt. In der Einrichtung 1 sind zudem zwei leere, bereits abgeschwartete Wickeltamboure
2 gelagert.
[0033] Die Materialbahn 4 ist beispielhaft eine Papierbahn. Die Erfindung ist jedoch auch
bei anderen Bahnen entsprechend anwendbar, die ähnlich gehandhabt werden müssen. Dabei
handelt es sich beispielsweise, aber nicht ausschließlich, um Bahnen aus Karton oder
Tissue oder Folien aus Metall oder Kunststoff.
[0034] Der Wickeltambour 2 mit dem einen Wickelanfang 5 aufweisenden Wickel 3 ist beidseitig
und drehbar in der Einrichtung 1 gelagert, die zur Lagerung und Bewegung der Wickeltamboure
2 zumindest zwei auf einer Rahmenkonstruktion 7 angeordnete und parallel ausgerichtete
Längsträger 6 mit wenigstens je einer darauf angebrachten Tambourlaufschiene 8 zur
Ausbildung einer Tambourlaufbahn 9 für die Wickeltamboure 2 umfasst. Der Wickeltambour
2 kann einerseits insgesamt drehbar sein, also in sich starr ausgebildet sein, andererseits
kann er beidseitig je eine drehbare Lagerung aufweisen, so dass im Grunde nur sein
Wickelkörper drehbar ist. Beide Varianten können in der Praxis vorkommen und dementsprechend
in der Einrichtung 1 auch ihre Verwendung finden.
[0035] Die Einrichtung 1 weist wenigstens eine vorzugsweise steuer-/regelbare Antriebseinrichtung
10 zur zumindest anfänglichen Drehung des in der Einrichtung 1 gelagerten und zum
Abschwarten vorgesehenen Wickeltambours 2.1 in einer Abwickelrichtung R (Bewegungspfeil)
auf. Der Wickeltambour 2.1 wird in der dargestellten Ausführungsform "von rechts"
abgeschwartet, so dass er während des Abschwartens im Uhrzeigersinn (Bewegungspfeil
R) bewegt wird. Die Antriebseinrichtung 10 umfasst eine vorzugsweise steuer-/regelbare
Antriebseinheit 11, insbesondere einen Elektromotor 12, und mindestens ein von der
Antriebseinheit 11 beaufschlagbares und an dem Wickeltambour 2.1 in Eingriff bringbares
Antriebselement 13, insbesondere ein Reibrad 14. Das Antriebselement 13 kann je nach
Ausführung auch als ein Antriebsriemen oder dergleichen ausgebildet sein.
[0036] In der Ausführung der Figur 1 ist der zum Abschwarten vorgesehene Wickeltambour 2.1
direkt über einem Ausschussbehälter 15 in einer Abschwartposition A in der Einrichtung
1 positioniert. Da die Abschwartposition A für den jeweiligen Wickeltambour 2 damit
immer ortsgleich sein kann, kann die Antriebseinrichtung 10 stationär und mittel-
oder unmittelbar an dem entsprechenden Längsträger 6 befestigt sein. Sollte die Abschwartposition
A oder der anzutreibende Wickeltambour 2.1 verschiedene Positionen annehmen, dann
sollte die Antriebseinrichtung 10 eben bewegbar angeordnet sein. Für den Fachmann
ist es überdies selbstverständlich, dass auch an dem zweiten Längsträger 6 eine entsprechende
Antriebseinrichtung 10 angeordnet sein kann.
[0037] Weiterhin ist eine Führungseinrichtung 16 zur Erfassung des von dem Wickel 3 infolge
der Drehung des Wickeltambours 2.1 an einem Ablaufpunkt P abgelaufenen Wickelanfangs
5 vorgesehen. Die Führungseinrichtung 16 ist überdies zur Führung sowohl des abgelaufenen
Wickelanfangs 5 als auch der restlichen Materialbahn 4 des Wickels 3 in den unterhalb
der Einrichtung 1 angeordneten Ausschussbehälter 15 ausgebildet.
[0038] Die Führungseinrichtung 16 ist in ihrer Erfassungsposition B, die gegebenenfalls
auch ihre Parkposition sein kann, vertikal unterhalb oder im Wesentlichen vertikal
unterhalb des Ablaufpunkts P des Wickelanfangs 5 angeordnet. Die Parkposition der
Führungseinrichtung 16 kann selbstverständlich an jedem freien Ort in dem Bereich
der Einrichtung 1 liegen, sie muss eben vor ihrer Nutzung in die Erfassungsposition
B gebracht worden sein.
[0039] Die Führungseinrichtung 16 umfasst einen trichterförmigen Einlaufbereich C mit wenigstens
zwei zueinander unter einem Trichterwinkel α angestellten Wandungen 17.1, 17.2 und
einen kanalförmigen Führungshauptbereich D mit wenigstens zwei vorzugsweise zueinander
parallelen oder annähernd parallelen Wandungen 18.1, 18.2 (vgl. Figur 4).
[0040] In dem Führungshauptbereich D der Führungseinrichtung 16 sind Mittel 19 zur zumindest
anfänglichen Klemmung des Wickelanfangs 5 angeordnet, wobei die Mittel 19 den Wickelanfang
5 bei seiner Erfassung durch die Führungseinrichtung 16 zeitgleich oder zeitverzögert
klemmen. Bei einer zeitgleichen Klemmung wird der Wickelanfang 5 direkt geklemmt,
wohingegen bei einer zeitverzögerten Klemmung bereits ein Teil der restlichen Materialbahn
4 geklemmt wird. Die Mittel 19 sind mittels mindestens eines Sensors 20 aktivierbar,
der in vorliegender Ausgestaltung im Laufweg des Wickelanfangs 5 unterhalb der Führungseinrichtung
16 angeordnet ist und beispielsweise eine Lichtschranke umfassen kann. Der Sensor
20 ist an der Rahmenkonstruktion 7 befestigt und seine einem Fachmann bekannte Schaltung
ist nicht explizit dargestellt.
[0041] Die Führungseinrichtung 16 ist mittels mindestens einer Bewegungseinrichtung 21 bewegbar
angeordnet. Im Falle einer bewegbar angeordneten Führungseinrichtung 16, wie dies
gemäß der Darstellung in der Figur 1 möglich ist, ist sie mittels der Bewegungseinrichtung
21 zumindest zwischen der Erfassungsposition B, in welcher der Wickelanfang 5 durch
sie erfasst wird, und einer Abgabeposition E (vgl. Figuren 2 und 3), in welcher der
Wickelanfang 5 und die restliche Materialbahn 4 des Wickels 3 in den Ausschussbehälter
15 abgegeben wird, bewegbar.
[0042] Die Bewegungseinrichtung 21 umfasst zumindest je eine anfangs- und endseitig der
Führungseinrichtung 16 angeordnete und vorzugsweise steuer-/regelbare Seilwinde 22,
die vorzugsweise an dem benachbarten Längsträger 6 der Einrichtung 1 angebracht ist.
[0043] Der bereits erwähnte Ausschussbehälter 15, in Fachkreisen auch Pulper genannt, weist
einen das Fundament 23, welches die Einrichtung 1 trägt, durchbrechenden Schacht 24
auf, der zeitweise mit einem Schachtdeckel 25 verschließbar ist. Der Schachtdeckel
25 kann beispielsweise eine Drehklappe 26 sein, die zwischen einer Schließposition
und einer dargestellten Durchlassposition bewegbar ist.
[0044] Im Bereich der Einrichtung 1 ist zudem noch ein Schienensystem 27 für volle Wickelrollen
28 angeordnet. Dieses im Bereich der Rahmenkonstruktion 7 angeordnete Schienensystem
27 erlaubt den Transport und die Bevorratung der vollen Wickelrollen 28.
[0045] Es kann selbstverständlich auch möglich sein, dass der Wickeltambour 2.1 "von links",
also bei einer Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn abgeschwartet werden muss. Hierzu
darf er nicht so weit vorgefahren werden, er muss also auf den Längsträgern 6 weiter
rechts belassen werden, folglich in eine Position gebracht werden, in der der Wickelanfang
5 wiederum mit der Führungseinrichtung 16 fluchtet. Die Antriebseinrichtung 10 muss
dem Wickeltambour 2.1 entsprechend folgen.
[0046] Die Figur 2 zeigt eine schematische Seitenansicht der Einrichtung 1 der Figur 1 in
einer weiteren Abschwartphase. Somit wird hinsichtlich des prinzipiellen Aufbaus der
Einrichtung 1 grundsätzlich auf deren Beschreibung in der Figur 1 verwiesen.
[0047] Die mittels der Bewegungseinrichtung 21 bewegbar angeordnete Führungseinrichtung
16 verbleibt während des Abschwartens des Wickels 3 in einer ortsfesten Position.
Somit entspricht die Abgabeposition E, in welcher der Wickelanfang 5 und die restliche
Materialbahn 4 des Wickels 3 in den Ausschussbehälter 15 abgegeben wird, der Erfassungsposition
B, in welcher der Wickelanfang 5 durch die Führungseinrichtung 16 erfasst wird. Der
Wickelanfang 5 und die restliche Materialbahn 4 des Wickels 3 wird also von dem Ablaufpunkt
P vertikal nach unten in den geöffneten Ausschussbehälter 15 abgeschwartet.
[0048] Hingegen zeigt die Figur 3 eine schematische Seitenansicht der Einrichtung 1 der
Figur 1 in einer alternativen Abschwartphase. Somit wird hinsichtlich des prinzipiellen
Aufbaus der Einrichtung 1 wiederum grundsätzlich auf deren Beschreibung in der Figur
1 verwiesen.
[0049] Die Führungseinrichtung 16 wird von ihrer ursprünglichen Erfassungsposition B, in
welcher der Wickelanfang 5 durch die Führungseinrichtung 16 erfasst wird, mittels
der Bewegungseinrichtung 21 in ihre Abgabeposition E, in welcher der Wickelanfang
5 und die restliche Materialbahn 4 des Wickels 3 in den Ausschussbehälter 15 abgegeben
wird, bewegt.
[0050] In der vorliegenden Ausführung wird der Wickelanfang 5 und die restliche Materialbahn
4 des Wickels 3 von der Abgabeposition E vertikal nach unten in den geöffneten Ausschussbehälter
15 abgeschwartet. Die Abgabeposition E kann, wie nachfolgend beschrieben, auch seitlich
versetzt zu dem Schacht 24 des Ausschussbehälters 15 angeordnet sein.
[0051] Die Führungseinrichtung 16 kann während ihrer Bewegung von der Erfassungsposition
B zu der Abgabeposition E beidseitig mittels mindestens eines lediglich angedeuteten
Führungssystems 29, insbesondere Führungsschienen 30, geführt sein. Die Führungseinrichtung
16 wäre also zumindest über einen vertikalen Streckenbereich hinweg geführt. Weiterhin
ist das Führungssystem 29 wenigstens zwischen einer nicht dargestellten Ruheposition
und einer dargestellten Führungsposition bewegbar, so dass es zu keinerlei Kollisionen
mit weiteren bewegten Bauteilen im Bereich der Einrichtung 1, wie beispielsweise Wickelrollen
28 und dergleichen, kommt.
[0052] Jede dargestellte Führungseinrichtung 16 umfasst einen trichterförmigen Einlaufbereich
C mit wenigstens zwei zueinander unter einem Trichterwinkel α angestellten Wandungen
17.1, 17.2 und einen kanalförmigen Führungshauptbereich D mit wenigstens zwei vorzugsweise
zueinander parallelen oder annähernd parallelen Wandungen 18.1, 18.2.
[0053] In der in der Figur 4 dargestellten Ausführungsform umfassen die Mittel 19 zumindest
einen mit einem Medium 32 vorzugsweise gesteuert/geregelt befüllbaren und sich dabei
ausdehnenden Schlauch 31, wobei der an der Wandung 18.1 befestigte und befüllte Schlauch
31 den Wickelanfang 5 (gestrichelte Darstellungen) zwischen sich und der Wandung 18.2
des Führungshauptbereichs D klemmt.
[0054] Hingegen umfassen die in der Ausführungsform der Figur 5 dargestellten Mittel 19
zumindest ein vorzugsweise gesteuert/geregelt antreibbares Rollenpaar 33, welches
den Wickelanfang 5 (gestrichelte Darstellung) im Bereich des Führungshauptbereichs
D innenseitig klemmt. Das Rollenpaar 33 kann zum Zwecke der Klemmung zueinander hin
bewegbar ausgebildet sein. Überdies ist zumindest eine Rolle des Rollenpaars angetrieben.
[0055] Und in der in der Figur 6 dargestellten Ausführungsform umfassen die Mittel 19 zumindest
ein vorzugsweise gesteuert/geregelt antreibbares Bürstenpaar 34, welches den Wickelanfang
5 (gestrichelte Darstellung) im Bereich des Führungshauptbereichs D innenseitig klemmt.
Das Bürstenpaar 34 kann zum Zwecke der Klemmung zueinander hin bewegbar ausgebildet
sein. Weiterhin ist zumindest eine Bürste des Bürstenpaars angetrieben.
[0056] Die in den Figuren 1 bis 6 beschriebene Einrichtung 1 eignet sich in einem besonderen
Maße zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Abschwarten eines Wickels
3 einer Materialbahn 4 von einem Wickeltambour 2.1, wobei der Wickeltambour 2.1 mit
dem einen Wickelanfang 5 aufweisenden Wickel 3 beidseitig und drehbar in der Einrichtung
1 gelagert wird. Dabei wird der Wickeltambour 2.1 in einer Abwickelrichtung R (Bewegungspfeil)
mittels der vorzugsweise steuer-/regelbaren Antriebseinrichtung 10 zumindest anfänglich
gedreht, der von dem Wickel 3 infolge der Drehung des Wickeltambours 2.1 an dem Ablaufpunkt
P abgelaufene Wickelanfang 5 wird mittels der Führungseinrichtung 16 erfasst und sowohl
der abgelaufene Wickelanfang 5 als auch die restliche Materialbahn 4 des Wickels 3
wird von der Führungseinrichtung 16 in einen unterhalb der Einrichtung 1 angeordneten
Ausschussbehälter 15 geführt.
[0057] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung ein Verfahren und eine
Einrichtung der eingangs genannten Arten derart verbessert werden, dass die Nachteile
des Stands der Technik überwunden werden und eine einfache Möglichkeit zur Beseitigung
von Kernausschuss einer Materialbahn geschaffen wird.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Einrichtung
- 2
- Wickeltambour
- 2.1
- Wickeltambour
- 3
- Wickel
- 4
- Materialbahn
- 5
- Wickelanfang
- 6
- Längsträger
- 7
- Rahmenkonstruktion
- 8
- Tambourlaufschiene
- 9
- Tambourlaufbahn
- 10
- Antriebseinrichtung
- 11
- Antriebseinheit
- 12
- Elektromotor
- 13
- Antriebselement
- 14
- Reibrad
- 15
- Ausschussbehälter
- 16
- Führungseinrichtung
- 17.1
- Wandung
- 17.2
- Wandung
- 18.1
- Wandung
- 18.2
- Wandung
- 19
- Mittel
- 20
- Sensor
- 21
- Bewegungseinrichtung
- 22
- Seilwinde
- 23
- Fundament
- 24
- Schacht
- 25
- Schachtdeckel
- 26
- Drehklappe
- 27
- Schienensystem
- 28
- Wickelrolle
- 29
- Führungssystem
- 30
- Führungsschiene
- 32
- Medium
- 31
- Schlauch
- 33
- Rollenpaar
- 34
- Bürstenpaar
- A
- Abschwartposition
- B
- Erfassungsposition
- C
- Einlaufbereich
- D
- Führungshauptbereich
- E
- Abgabeposition
- P
- Ablaufpunkt
- R
- Abwickelrichtung (Bewegungspfeil)
- α
- Trichterwinkel
1. Verfahren zum Abschwarten eines Wickels (3) einer Materialbahn (4) von einem Wickeltambour
(2, 2.1) in einer Einrichtung (1), insbesondere einer Tambourablagestation, wobei
der Wickeltambour (2, 2.1) mit dem einen Wickelanfang (5) aufweisenden Wickel (3)
beidseitig und drehbar in der Einrichtung (1) gelagert wird, wobei der in der Einrichtung
(1) gelagerte Wickeltambour (2.1) in einer Abwickelrichtung (R) mittels wenigstens
einer vorzugsweise steuer-/regelbaren Antriebseinrichtung (10) zumindest anfänglich
gedreht wird und wobei der von dem Wickel (3) infolge der Drehung des Wickeltambours
(2.1) an einem Ablaufpunkt (P) abgelaufene Wickelanfang (5) mittels wenigstens einer
Führungseinrichtung (16) erfasst wird und wobei sowohl der abgelaufene Wickelanfang
(5) als auch die restliche Materialbahn (4) des Wickels (3) von der Führungseinrichtung
(16) in einen unterhalb der Einrichtung (1) angeordneten Ausschussbehälter (15) geführt
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungseinrichtung (16) zwischen einer Erfassungsposition (B) und einer Abgabeposition
(E) bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der in der Einrichtung (1) gelagerte Wickeltambour (2.1) in der Abwickelrichtung
(R) mittels der Antriebseinrichtung (10) zumindest so lange, vorzugsweise nur so lange
gedreht wird, bis die restliche Materialbahn (4) des Wickels (3) infolge der wirkenden
Kräfte selbständig von dem Wickeltambour (2.1) bei dessen Drehung abläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (16) zumindest anfänglich vertikal unterhalb oder im Wesentlichen
vertikal unterhalb des Ablaufspunkts (P) des Wickelanfangs (5) zu dessen Fassung angeordnet
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der von dem Wickel (3) infolge der Drehung des Wickeltambours (2.1) abgelaufene Wickelanfang
(5) bei seiner Erfassung durch die Führungseinrichtung (16) zeitgleich oder zeitverzögert
auch mittels wenigstens einer mittels mindestens eines Sensors (20) aktivierbaren
Klemmeinrichtung (19) zumindest anfänglich geklemmt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der von dem Wickel (3) infolge der Drehung des Wickeltambours (2.1) abgelaufene Wickelanfang
(5) von der Führungseinrichtung (16) zumindest über einen anfänglichen Streckenbereich
hinweg, vorzugsweise bis zu dem Ausschussbehälter (15) geführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der abgelaufene Wickelanfang (5) von der Führungseinrichtung (16) zumindest über
einen vertikalen Streckenbereich hinweg geführt wird.
7. Einrichtung (1), insbesondere Tambourablagestation, mit einem auf einem Wickeltambour
(2, 2.1) aus einer Materialbahn (4) gebildeten Wickel (3), wobei der Wickeltambour
(2, 2.1) mit dem einen Wickelanfang (5) aufweisenden Wickel (3) beidseitig und drehbar
in der Einrichtung (1) gelagert ist, wobei wenigstens eine vorzugsweise steuer-/regelbare
Antriebseinrichtung (10) zur zumindest anfänglichen Drehung des in der Einrichtung
(1) gelagerten Wickeltambours (2.1) in einer Abwickelrichtung (R) vorgesehen ist,
und wobei wenigstens eine Führungseinrichtung (16) zur Erfassung des von dem Wickel
(3) infolge der Drehung des Wickeltambours (2.1) an einem Ablaufpunkt (P) abgelaufenen
Wickelanfangs (5) vorgesehen ist und wobei die Führungseinrichtung (16) zur Führung
sowohl des abgelaufenen Wickelanfangs (5) als auch der restlichen Materialbahn (4)
des Wickels (3) in einen unterhalb der Einrichtung (1) angeordneten Ausschussbehälter
(15) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungseinrichtung (16) zwischen einer Erfassungsposition (B) und einer Abgabeposition
(E) bewegbar ist.
8. Einrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinrichtung (10) eine vorzugsweise steuer-/regelbare Antriebseinheit
(11), insbesondere einen Elektromotor (12), und mindestens ein von der Antriebseinheit
(11) beaufschlagbares und an dem Wickeltambour (2.1) in Eingriff bringbares Antriebselement
(13), insbesondere ein Reibrad (14), einen Antriebsriemen oder dergleichen, umfasst.
9. Einrichtung (1) nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (16) zumindest anfänglich vertikal unterhalb oder im Wesentlichen
vertikal unterhalb des Ablaufspunkts (P) des Wickelanfangs (5) zu dessen Fassung angeordnet
ist.
10. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (16) wenigstens einen trichterförmigen Einlaufbereich (C)
mit wenigstens zwei zueinander unter einem Trichterwinkel (α) angestellten Wandungen
(17.1, 17.2) und einen kanalförmigen Führungshauptbereich (D) mit wenigstens zwei
vorzugsweise zueinander parallelen oder annähernd parallelen Wandungen (18.1, 18.2)
umfasst.
11. Einrichtung (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Führungshauptbereich (D) der Führungseinrichtung (16) Mittel (19) zur zumindest
anfänglichen Klemmung des Wickelanfangs (5) angeordnet sind, wobei die Mittel (19)
den Wickelanfang (5) bei seiner Erfassung durch die Führungseinrichtung (16) zeitgleich
oder zeitverzögert klemmen.
12. Einrichtung (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (19) zumindest einen mit einem Medium (32) vorzugsweise gesteuert/geregelt
befüllbaren und sich dabei ausdehnenden Schlauch (31) umfassen, wobei der befüllte
Schlauch (31) den Wickelanfang (5) zwischen sich und einer Wandung (18.2) des Führungshauptbereichs
(D) klemmt.
13. Einrichtung (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (19) zumindest ein vorzugsweise gesteuert/geregelt antreibbares Rollenpaar
(33) umfassen, welches den Wickelanfang (5) innenseitig klemmt.
14. Einrichtung (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (19) zumindest ein vorzugsweise gesteuert/geregelt antreibbares Bürstenpaar
(34) umfassen, welches den Wickelanfang (5) innenseitig klemmt.
15. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (19) mittels mindestens eines Sensors (20) aktivierbar sind.
16. Einrichtung (1) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (16) mittels einer Bewegungseinrichtung (21) zumindest zwischen
einer Erfassungsposition (B), in welcher der Wickelanfang (5) durch sie erfasst wird,
und einer Abgabeposition (E), in welcher der Wickelanfang (5) und die restliche Materialbahn
(4) des Wickels (3) in den Ausschussbehälter (15) abgegeben wird, bewegbar ist.
17. Einrichtung (1) nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegungseinrichtung (21) zumindest je eine anfangs- und endseitig der Führungseinrichtung
(16) angeordnete und vorzugsweise steuer-/regelbare Seilwinde (22) umfasst.
18. Einrichtung (1) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (16) beidseitig mittels mindestens eines Führungssystems
(29), insbesondere Führungsschienen (30), geführt ist.
19. Einrichtung (1) nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegungseinrichtung (21) zumindest je eine anfangs- und endseitig der Führungseinrichtung
(16) angeordnete und vorzugsweise steuer-/regelbare Linearführung umfasst.
20. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 16 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (16) zumindest über einen vertikalen Streckenbereich hinweg
geführt ist.
1. Method for peeling a reel (3) of a material web (4) off a reel spool (2, 2.1) in an
apparatus (1), in particular a spool storage station, the reel spool (2, 2.1) with
the reel (3) having a reel start (5) being mounted on both sides and such that it
can rotate in the apparatus (1), the reel spool (2.1) stored in the apparatus (1)
at least initially being rotated in an unwind direction (R) by means of at least one
drive apparatus (10) that can preferably be controlled/regulated, and the reel start
(5) that has run off the reel (3) at a run-off point (P) as a result of the rotation
of the reel spool (2.1) being gripped by means of at least one guide apparatus (16),
and both the reel start (5) that has run off and the remaining material web (4) from
the reel (3) being guided by the guide apparatus (16) into a broke container (15)
arranged underneath the apparatus (1),
characterized in that
the guide apparatus (16) is moved between a gripping position (B) and a discharge
position (E).
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the reel spool (2.1) stored in the apparatus (1) is rotated in the unkind direction
(R) by means of the drive apparatus (10) at least until, preferably only until, the
remaining material web (4) from the reel (3) runs automatically off the reel spool
(2.1) as the latter rotates, as a result of the forces that act.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the guide apparatus (16) is at least initially arranged vertically underneath or substantially
vertically underneath the run-off point (P) of the reel start (5) in order to grip
the latter.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the reel start (5) that has run off the reel (3) as a result of the rotation of the
reel spool (2.1), as it is gripped by the guide apparatus (16), is also at least initially
clamped, simultaneously or with a time delay, by means of at least one clamping apparatus
(19) that can be activated by means of at least one sensor (20).
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the reel start (5) that has run off the reel (3) as a result of the rotation of the
reel spool (2.1) is guided by the guide apparatus (16) at least over an initial distance,
preferably as far as the broke container (15).
6. Method according to Claim 5,
characterized in that
the reel start (5) that has run off is guided by the guide apparatus (16) at least
over a vertical distance.
7. Apparatus (1), in particular spool storage station, having a reel (3) formed from
a material web (4) on a reel spool (2, 2.1), the reel spool (2, 2.1) with the reel
(3) having a reel start (5) being mounted on both sides and such that it can rotate
in the apparatus (1), at least one drive apparatus (10) that can preferably be controlled/regulated
being provided for the at least initial rotation of the reel spool (2.1) stored in
the apparatus (1) in an unkind direction (R), and at least one guide apparatus (16)
being provided for gripping the reel start (5) that has run off the reel (3) at a
run-off point (P) as a result of the rotation of the reel spool (2.1), and the guide
apparatus (16) being designed to guide both the reel start (5) that has run off and
the remaining material web (4) from the reel (3) into a broke container (15) arranged
underneath the apparatus (1),
characterized in that
the guide apparatus (16) can be moved between a gripping position (B) and a discharge
position (E).
8. Apparatus (1) according to Claim 7,
characterized in that
the drive apparatus (10) has a drive unit (11) that can preferably be controlled/regulated,
in particular an electric motor (12), and comprises at least one drive element (13)
that can be acted on by the drive unit (11) and brought into engagement with the reel
spool (2.1), in particular a friction wheel (14), a drive belt or the like.
9. Apparatus (1) according to Claim 7 or 8,
characterized in that
the guide apparatus (16) is at least initially arranged vertically underneath or substantially
vertically underneath the run-off point (P) of the reel start (5) in order to grip
the latter.
10. Apparatus (1) according to one of Claims 7 to 9,
characterized in that
the guide apparatus (16) has at least one funnel-like inlet region (C) with at least
two walls (17.1, 17.2) set against each other at a funnel angle (α), and a channel-like
main guide region (D) with at least two preferably mutually parallel or approximately
parallel walls (18.1, 18.2).
11. Apparatus (1) according to Claim 10,
characterized in that
in the main guide region (D) of the guide apparatus (16) there are arranged means
(19) for at least initially clamping the reel start (5), the means (19) clamping the
reel start (5) simultaneously or with a time delay as the latter is gripped by the
guide apparatus (16).
12. Apparatus (1) according to Claim 11,
characterized in that
the means (19) comprise at least one flexible tube (31) that can be filled with a
medium (32), preferably under control/regulation, and expands in the process, the
filled flexible tube (31) clamping the reel start (5) between itself and a wall (18.2)
of the main guide region (D).
13. Apparatus (1) according to Claim 11,
characterized in that
the means (19) comprise at least one pair of rollers (33) which can preferably be
driven under control/regulation and which clamp the reel start (5) on the inside.
14. Apparatus (1) according to Claim 11,
characterized in that
the means (19) comprise at least one pair of brushes (34) which can preferably be
driven under control/regulation and which clamp the reel start (5) on the inside.
15. Apparatus (1) according to one of Claims 11 to 14,
characterized in that
the means (19) can be activated by means of at least one sensor (20).
16. Apparatus (1) according to Claim 15,
characterized in that
the guide apparatus (16) can be moved by means of a movement device (21) at least
between a gripping position (B), in which the reel start (5) is gripped thereby, and
a discharge position (E), in which the reel start (5) and the remaining material web
(4) from the reel (3) is discharged into the broke container (15).
17. Apparatus (1) according to Claim 15 or 16,
characterized in that
the movement device (21) comprises at least one winch (22) which is arranged at the
start and end of the guide apparatus (16) in each case and which can preferably be
controlled/regulated.
18. Apparatus (1) according to Claim 17,
characterized in that
the guide apparatus (16) is guided on both sides by means of at least one guide system
(29), in particular guide rails (30).
19. Apparatus (1) according to Claim 16,
characterized in that
the movement device (21) comprises at least one linear guide which is arranged at
the start and end of the guide apparatus (16) in each case and which can preferably
be controlled/regulated.
20. Apparatus (1) according to one of Claims 16 to 19,
characterized in that
the guide apparatus (16) is guided at least over a vertical distance.
1. Procédé pour l'écorchage d'une bobine (3) d'une bande de matériau (4) d'un tambour
de bobinage (2, 2.1) dans un dispositif (1), en particulier un poste de dépose à tambour,
dans lequel le tambour de bobinage (2, 2.1) est supporté de chaque côté avec la bobine
(3) présentant un début de bobine (5) et de manière rotative dans le dispositif (1),
le tambour de bobinage (2.1) supporté dans le dispositif (1) étant tourné, au moins
au début, dans un sens de déroulement (R) au moyen d'au moins un dispositif d'entraînement
(10) de préférence commandable ou réglable, et le début de bobine (5) sorti jusqu'en
un point de sortie (P) depuis la bobine (3) du fait de la rotation du tambour de bobinage
(2.1) étant saisi au moyen d'au moins un dispositif de guidage (16) et à la fois le
début de bobine (5) sorti et le reste de la bande de matériau (4) de la bobine (3)
étant guidés depuis le dispositif de guidage (16) dans un récipient à rebuts (15)
disposé sous le dispositif (1),
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (16) est déplacé entre une position de saisie (B) et une
position de dépose (E).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le tambour de bobinage (2.1) supporté dans le dispositif (1) est tourné dans la direction
de déroulement (R) au moyen du dispositif d'entraînement (10) au moins jusqu'à ce
que, et de préférence seulement jusqu'à ce que, le reste de la bande de matériau (4)
de la bobine (3) sorte, du fait des forces exercées automatiquement, du tambour de
bobinage (2.1) lors de sa rotation.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (16) est disposé, au moins au début, verticalement sous,
ou sensiblement verticalement sous, le point de sortie (P) du début de bobine (5)
en vue de sa préhension.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le début de bobine (5) sorti de la bobine (3), du fait de la rotation du tambour de
bobinage (2.1), lors de sa préhension par le dispositif de guidage (16) est serré,
au moins au début, en même temps ou de manière retardée, également au moyen d'au moins
un dispositif de serrage (19) pouvant être activé au moyen d'au moins un capteur (20).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le début de bobine (5) sorti de la bobine (3) du fait de la rotation du tambour de
bobinage (2.1) est guidé par le dispositif de guidage (16) au moins au-delà d'une
zone d'étirement initiale, de préférence jusqu'au récipient à rebuts (15).
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le début de bobine (5) sorti est guidé par le dispositif de guidage (16) au moins
au-delà d'une zone d'étirement verticale.
7. Dispositif (1), notamment poste de dépose à tambour, comprenant une bobine (3) formée
sur un tambour de bobinage (2, 2.1) à partir d'une bande de matériau (4), le tambour
de bobinage (2, 2.1) étant supporté de chaque côté avec la bobine (3) présentant un
début de bobine (5) et de manière rotative dans le dispositif (1), au moins un dispositif
d'entraînement (10) de préférence commandable/réglable étant prévu pour la rotation
au moins initiale du tambour de bobinage (2.1) supporté dans le dispositif (1) dans
une direction de déroulement (R), et au moins un dispositif de guidage (16) étant
prévu pour saisir le début de bobine (5) sorti de la bobine (3) du fait de la rotation
du tambour de bobinage (2.1) au niveau d'un point de sortie (P), et le dispositif
de guidage (16) étant réalisé pour guider à la fois le début de bobine (5) sorti et
le reste de la bande de matériau (4) de la bobine (3) dans un récipient à rebuts (15)
disposé sous le dispositif (1),
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (16) peut être déplacé entre une position de préhension (B)
et une position de dépose (E).
8. Dispositif (1) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le dispositif d'entraînement (10) comprend une unité d'entraînement (11) de préférence
commandable/réglable, notamment un moteur électrique (12), et au moins un élément
d'entraînement (13) pouvant être sollicité par l'unité d'entraînement (11) et pouvant
être amené en prise avec le tambour de bobinage (2.1), notamment une roue de friction
(14), une courroie d'entraînement ou similaire.
9. Dispositif (1) selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (16) est disposé, au moins au début, verticalement sous,
ou sensiblement verticalement sous, le point de sortie (P) du début de bobine (5)
en vue de sa préhension.
10. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (16) comprend au moins une zone d'entrée (C) en forme d'entonnoir,
avec au moins deux parois (17.1, 17.2) inclinées l'une par rapport à l'autre et suivant
un angle d'entonnoir (α), et une zone principale de guidage (D) en forme de canal,
avec au moins deux parois (18.1, 18.2) de préférence parallèles l'une à l'autre ou
approximativement parallèles l'une à l'autre.
11. Dispositif (1) selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
dans la zone principale de guidage (D) du dispositif de guidage (16) sont disposés
des moyens (19) pour serrer, au moins au début, le début de bobine (5), les moyens
(19) serrant le début de bobine (5) en même temps ou de manière retardée, lors de
sa préhension par le dispositif de guidage (16).
12. Dispositif (1) selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
les moyens (19) comprennent un tuyau souple (31) pouvant être rempli d'un fluide (32)
de préférence de manière commandée/réglée et se dilatant lors de ce remplissage, le
tuyau souple rempli (31) serrant le début de bobine (5) entre lui et une paroi (18.2)
de la zone principale de guidage (D).
13. Dispositif (1) selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
les moyens (19) comprennent au moins une paire de rouleaux (33) pouvant être entraînée
de préférence de manière commandée/réglée, qui serre le début de bobine (5) du côté
intérieur.
14. Dispositif (1) selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
les moyens (19) comprennent au moins une paire de brosses (34) pouvant être entraînée
de préférence de manière commandée/réglée, qui serre le début de bobine (5) du côté
intérieur.
15. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 11 à 14,
caractérisé en ce que
les moyens (19) peuvent être activés au moyen d'au moins un capteur (20).
16. Dispositif (1) selon la revendication 15,
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (16) peut être déplacé au moyen d'un dispositif de déplacement
(21), au moins entre une position de préhension (B), dans laquelle le début de bobine
(5) est saisi par celui-ci, et une position de dépose (E), dans laquelle le début
de bobine (5) et le reste de la bande de matériau (4) de la bobine (3) sont déposés
dans le récipient à rebuts (15).
17. Dispositif (1) selon la revendication 15 ou 16,
caractérisé en ce que
le dispositif de déplacement (21) comprend au moins à chaque fois un treuil (22) disposé
à chaque fois du côté du début et de la fin du dispositif de guidage (16) et de préférence
commandable/réglable.
18. Dispositif (1) selon la revendication 17,
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (16) est guidé de chaque côté au moyen d'au moins un système
de guidage (29), notamment de rails de guidage (30).
19. Dispositif (1) selon la revendication 16,
caractérisé en ce que
le dispositif de déplacement (21) comprend au moins à chaque fois un guidage linéaire
disposé à chaque fois du côté du début et de la fin du dispositif de guidage (16)
et de préférence commandable/réglable.
20. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 16 à 19,
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (16) est guidé au moins au-delà d'une zone d'étirement verticale.


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