[0001] Die Erfindung betrifft eine Bandage zur Pflege von in der Erde verbauten Masten,
umfassend eine Trägerfolie, Mittel zum Befestigen der an den Mast angelegten Bandage
sowie auf den Mast einwirkenden Wirkstoff.
[0002] Mit solchen Bandagen werden in die Erde eingegrabene Holzmasten, insbesondere Telegraphenmasten
oder sonstiges in das Erdreich eingesetztes Pfahlwerk versehen, um einen Schutz im
Bereich der Erd-Luft-Zone zu schaffen. Die Bandagen müssen in aller Regel periodisch,
normalerweise alle acht Jahre erneuert werden, weil in diesem Zeitraum der Wirkstoff
nahezu aufgebraucht und dementsprechend eine Kontrolle des Mastfußes erforderlich
sowie vorgeschrieben ist.
[0003] Bei einer bekannten Bandage der eingangs beschriebenen Art, der sogenannten Wolmanit®-Bandage,
sind die auf den Mast einwirkenden Wirkstoffe wie Insektizide, Fungizide, Algizide,
Bakterizide etc. in einem mit ihnen getränkten Schaumstoffpolster enthalten. Die dieses
Polster am Mastfuß fixierende Bandage besteht aus einer selbstklebenden Folie und
weist eine zusätzliche Dichtfolie im Wesentlichen für den aus der Erde ragenden Teil
der Bandage auf. Zusätzlich wird eine Bitumendichtung aufgestrichen, die das Eindringen
des Wassers von oben her verhindern soll. Die Herstellung des mit den Wirkstoffen
getränkten Polsters ist äußerst problematisch; denn das Tränken erfolgt mit flüssigen
Holzschutzmitteln, die Chrom-, Kupfer-, Bor-, Arsen- und andere Metallverbindungen
enthalten, sodass neben den sich beim Tränken ergebenden noch mehr Verluste beim Trocknen
auftreten und die Umwelt-, insbesondere die Grundwasserbelastung ausgesprochen hoch
ist. Auch ist ohne Weiteres ersichtlich, dass die Mehrteiligkeit der Bandage zu erhöhtem
Materialaufwand wie auch relativ hoher Arbeitsleistung beim Anbringen führt.
[0004] Eine einfachere bekannte Form einer solchen Bandage stellt das "Postsaver"®-System
dar, bei dem eine einfache PE-Folie eine Klebstoffschicht aus Bitumen trägt. Dieses
versiegelt die Oberfläche des bereits imprägnierten Holzmastes im Erd-Luft-Bereich.
Es kann aber nicht in vollem Umfang als Holzschutz-Wirkstoff angesehen werden, da
seine Schutzwirkung eher auf dem Versiegeln der Holzoberfläche durch das den Fixierstoff
bildende Bitumen beruht. Es sind keine speziellen Wirkungsmöglichkeiten vorgesehen,
die gezielt auf besondere negative Einflüsse am Mastfuß wie durch Insekten, Pilzbefall
oder dergleichen gerichtet wären. Auch wird als bevorzugte Art der Verwendung dieses
Produktes ein Anbringen in Form von Kappen beschrieben. Das aber beschränkt diese
Verwendung im Wesentlichen auf eine werkseitige Ausrüstung von Masten oder Pfählen
und schließt das spätere Pflegen in situ aus, will man nicht den zu behandelnden Gegenstand
ganz ausgraben.
[0005] Schließlich ist in jüngerer Zeit ein Mastschutz-System unter der Bezeichnung Permadur®
vorgeschlagen worden, bei dem eine dünne, etwa 0,1 - 0,3 mm starke Metallfolie mit
Hilfe eines 1,5 - 3 mm starken Schlauches aus Schrumpffolie am Mastfuß fixiert wird.
Bei der Metallfolie handelt es sich um Kupfer und dessen Legierungen, insbesondere
Messing, die eine biozide Aktivität durch langsame Abgabe von in das Holz diffundierenden
Metallionen entwickeln, während im speziellen Fall von Messing dessen Zinkgehalt als
zusätzlicher Wirkstoff auftritt und die Adaption von das Holz zerstörenden Pilzen
verhindert. Die Schrumpffolie wird weiter durch eine darüber angebrachte PE-Folie
geschützt, die etwa doppelt so breit wie die Metallfolie ist. Bei diesem System ist
zu beachten, dass sowohl die Metallfolie als auch der Schrumpffolienschlauch nur werkseitig
angebracht werden können und die Metallfolie selbst sehr teuer und aufwändig ist.
Besonders dann, wenn dermaßen geschützte Masten oder Pfähle im Bereich von neugierigem
Weidevieh aufgestellt sind, ist die Lebensdauer beschränkt, und es versteht sich von
selbst, dass eine Pflege in situ nicht durchgeführt werden kann, sondern der alte
Mast durch einen werkseitig ausgerüsteten neuen ersetzt werden muss.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, bei Masten oder Pfahlwerk aus Holz oder
ähnlichem Material insbesondere die regelmäßige Wartung, also die Mast- und Pfahlpflege,
zu verbessern und zu diesem Zweck eine Bandage zur Verfügung zu stellen, die gegenüber
den beschriebenen bekannten Systemen einen reduzierten, überschaubaren Materialaufwand
erfordert und ein leichtes Anlegen an den nur im Erd-Luft-Bereich freizugrabenden
Mastfuß ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die ersten Mittel zum
Befestigen mindestens abschnittsweise auf die Trägerfolie aufgebracht sind, und dass
der Wirkstoff oder eine Mischung von Wirkstoffen mindestens bereichsweise auf die
Mittel zum Befestigen aufgetragen sind. Der Aufbau dieser Bandage ist besonders einfach
und wirksam, da die ersten Mittel zum Befestigen, beispielsweise Klebstoff, bereichsweise
zum Fixieren des Wirkstoffs oder der Kombination von Wirkstoffen einsetzt sind. Klebstoff
istwie nachstehend näher erläutert wird- ein bevorzugtes erstes Mittel zum Befestigen
im Rahmen der Erfindung.
[0008] Bevorzugt können die Wirkstoffe auf einem mittleren Streifen, also im mittleren Bereich
der Bandage, bezogen auf die Höhe der Trägerfolie, angeordnet werden, während die
äußeren Bereiche der Trägerfolie ausschließlich dem Fixieren der Bandage am Mast dienen.
Mit einer solchen Bandage wird es möglich, eine absolut feste Fixierung in den kritischen
Randbereichen zu gewährleisten und zudem jeweils die dem möglicherweise speziellen
Einsatzzweck des Mastes oder pfahlförmigen Gegenstandes sowie den Gegebenheiten des
Umfeldes entsprechenden Wirkstoffmittel in ausreichender Dosierung dort anzubringen,
wo sie erforderlich sind, um das Holz gegen jegliche äußeren Einflüsse, insbesondere
Schädlinge welcher Art auch immer, zu schützen.
[0009] Bandagen mit den erfindungsgemäß aufgebrachten Wirkstoffen sind zweckmäßig 100 mm
bis 600 mm, bevorzugt 200 mm bis 500 mm breit. Auf diese Weise sind sie einfach durch
eine Person handhabbar und decken gleichzeitig mit einer oder mehreren Wicklungen
um den zu erhaltenden Mast eine zum Schutz des Mastes ausreichende Umfangsfläche ab.
[0010] Eine ebenfalls vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Bandage ist statt unmittelbar
mit Klebstoff oder ergänzend zu dem vorbeschriebenen Klebstoff mit mindestens zwei
Bändern ausgestattet, die Klebstoff und ggf. Wirkstoff tragen, und die unabhängig
voneinander angeordnet sind. Durch diese Bänder, die bevorzugt parallel auf der Bandage
angebracht sind, kann die Bandage sicher am Mast fixiert werden.
[0011] Herstellungstechnisch und zum Zwecke der Verbesserung der Lagerfähigkeit ist es günstig,
wenn die Wirkstoffe vorwiegend Feststoffe sind. Bevorzugt werden pulverförmige Wirkstoffe
eingesetzt. Die Wirkstoffe können vorteilhaft Metallstäube sein. Besonders geeignet
sind Metallstäube, die Kupfer und/oder Zink enthalten. Gleichfalls können Verbindungen
eingesetzt werden, die Kupfer und/oder Zink enthalten, beispielsweise Legierungen,
Salze oder metallorganische Verbindungen. Auch Mischungen der vorgenannten Substanzen
können eingesetzt werden. Dadurch können deren positive Eigenschaften hinsichtlich
des Schutzes von Holz besonders gegen Pilze genutzt werden. Pulverförmige Wirkstoffe
weisen vorteilhaft einen Durchmesser von 0,1 mm bis 3 mm, bevorzugt von 0,2 mm bis
1 mm auf. Dieser Durchmesser trägt dazu bei, die langfristige Abgabe von Wirkstoffen
zu gewährleisten.
[0012] Bei optionaler Ausgestaltung der Wirkstoffe als Granulate oder Gelkörper, die den
Wirkstoff oder die Mischung von Wirkstoffen speichern, um sie dann über einen langen
Zeitraum wieder abzugeben, ergibt sich der Vorteil, dass eine sparsame, langsame Abgabe
der Wirkstoffe über einen langen Zeitraum hinweg möglich ist und beim Herstellen und
Verarbeiten der Bandage kein Hantieren mit Flüssigkeiten erforderlich wird, die das
Grundwasser belasten könnten.
[0013] Gleiches gilt, wenn nach einer bevorzugten Ausführungsform die Wirkstoffe mit anderen
Additiven gemischt werden, insbesondere mit solchen Additiven, die die gleichmäßige
Abgabe von Wirkstoff an den Mast über lange Zeiträume gewährleisten. Bevorzugt werden
als Additive Festkörper eingesetzt Typische Festkörper die hier in Frage kommen, sind
inerte Pulver oder Fasern, in die die Wirkstoffe vor dem Auftragen auf die Mittel
zum Befestigen eingebracht werden.
[0014] Ein bevorzugt vorgesehenes Ausbilden der Bandage als abrollbares Endlosband bedeutet,
dass nur ein Produkt verarbeitet zu werden braucht und sich damit weniger Fehler beim
Montieren der Bandage ergeben.
[0015] Die Mittel zum Befestigen sind bevorzugt als Klebstoffschicht vorgesehen, die in
einem fortlaufenden Vorgang kontinuierlich und damit herstellungstechnisch kostengünstig
appliziert werden kann. Als preiswertes Mittel kann die Klebstoffschicht als wesentlichen
Bestandteil Bitumen oder Butylkautschuk enthalten. Zum einfacheren Gebrauch kann eine
Klebstoffschicht, auch der Abschnitt einer Klebstoffschicht, der mit einem entfernbaren
Trennmittel, beispielsweise mit einer Trennfolie, abgedeckt sein. Das Trennmittel,
z. B. silikonisiertes Papier, kann dann unmittelbar vor dem Einsatz der Bandage abgezogen
werden. Alternativ kann auch die Außenfläche der Bandage als Trennmittel ausgestaltet
sein, z. B. silikonisiert sein. Für beide Ausführungsformen ist gewährleistet, dass
sich die Bandage gut abrollen und aufkleben lässt.
[0016] Um einen besseren Widerstand gegen Wildverbiss zu erzeugen, kann die Trägerfolie
faserverstärkt, bevorzugt mit einem Gewebegerüst ausgebildet sein. Weiter kann, um
eine bessere Anpassung an Mast- oder Pfahlfuß vorzusehen, die Folie elastisch beschaffen
sein. Dabei kann die Elastizität in einer oder in zwei Richtungen vorgesehen und ggf.
durch Erwärmen eine schnelle Formanpassung erreicht werden. Es ist günstig für die
Verarbeitung der Bandage, wenn sie in Umfangsrichtung des zu bandagierenden Mastes
elastisch ist, beispielsweise um an einen sich verjüngenden Mast angepasst zu werden.
[0017] Insbesondere bei stark konischen Masten kann die Bandage nach dem Anbringen am Mast
vorteilhaft zusätzlich fixiert und ggf. abgedichtet werden, indem z.B. an der oberen
Kante der Bandage ein zweites Mittel zum Befestigen, z.B. ein Kleb- oder Dichtstoff
wie Bitumen, ein Klettstreifen oder ein Klebstreifen, ggf. aber auch eine Schrumpffolie
oder Schweißfolie eingesetzt wird. Auch mechanische Mittel zum Befestigen, insbesondere
Klammem oder Nägel können als zweite Mittel zum Befestigen eingesetzt werden.
[0018] Vorteilhaft wird zur vereinfachten Handhabung der Bandage nach dem Aufbringen der
ersten Mittel zum Befestigen und des bzw. der Wirkstoffe ein Trennmittel aufgebracht.
Das Trennmittel, bspw. silikonisiertes Papier, ermöglicht ein unkompliziertes Auf-
und Abwickeln der Bandage. Damit ist ein kompaktes Verpacken und Lagern und Transportieren
der erfindungsgemäßen Bandage auf besonders einfache Weise möglich.
[0019] Insgesamt wird mit der erfindungsgemäßen Bandage ein kostengünstig und leicht zu
handhabender Gegenstand für die Pflege von Masten, Pfahlwerk und Ähnlichem im Grenzbereich
zwischen Erde und Luft zur Verfügung gestellt. Typische Verwendungen der Bandage sind
der Einsatz zum Schutz von Rund- oder Kanthölzern, Leitungsmasten, Obst- oder Rebpfählen,
Palisaden, Hopfenstangen oder im Erdreich verbautem Bauholz. Dieser Gegenstand kann
-gerade beim Einsatz im Erd-Luft-Bereich-jeweils in gewünschter Weise und entsprechend
den Anforderungen unterschiedlicher Anwendungsfälle wie mit Termiten belasteten Böden,
stark mit Pilz belasteten Böden, bereits kontaminierten Böden und dgl. flexibel angepasste
Wirkstoffzusammenstellungen aufweisen. Er ermöglicht also eine hohe Anpassungsfähigkeit
an die jeweiligen Kundenwünsche. Der Kosten-Nutzeneffekt wird erhöht durch die einfache
Verarbeitung einer einzigen Trägerfolie, die infolge ihrer leichten Wickelbarkeit
nur in verhältnismäßig schmalen, etwa 30-40 cm ausmachenden Breiten verfügbar zu sein
braucht.
Beispiel 1
[0020] Eine 35 cm breite, faserverstärkte Polyethylenfolie ist auf einer Seite vollflächig
mit einer Schicht Butylkautschuk beschichtet. In einem mittig ausgerichteten Streifen
von 25 cm Breite ist ein Granulat in einer Korngröße von 0,5-1,5 mm aus Kupferpartikeln
und Zinkpartikeln im Verhältnis 50:50 in einer Menge von 200 g/m
2 aufgebracht. Auf die so präparierte Bandage wird silikonisiertes Trennpapier aufgebracht.
Die Bandage wird dann entweder in ca. 1 m lange Einzelbandagen aufgeteilt und aufgewickelt
und zum späteren Gebrauch verpackt. Alternativ werden längere Bandagen-Abschnitte
aufgerollt und verpackt. Die längeren Bandagen-Abschnitte werden dann als Mehrfachnutzen
erst vor Ort abgemessen und als Einzelbandage verarbeitet.
Beispiel 2
[0021] Auf eine faserverstärkte Kunststofffolie von 45 cm Breite wird einseitig in einer
Breite von 35 cm Bitumen aufgetragen. 70% der bituminierten Fläche werden mit einem
Gemisch aus einem Teil Kupfergranulat mit einem Durchmesser von 1 mm und einem Teil
Faserpartikel mit einem Durchmesser von 2,5 mm mit einer Menge von 150 g/m
2 bestreut. Die Faserpartikel sind mit Fungiziden imprägnierte Zellulosefasern. Die
Partikel haften an sich auf dem Bitumen ohne weitere Maßnahmen. Um jedoch auch zu
gewährleisten, daß die verhältnismäßig leichten Faserpartikel sicher haften, wird
die beschichtete Bandage noch einmal mit einer Walze unter leichtem Druck abgerollt.
Dadurch haften auch leichte Partikel sicher auf der Klebstoffoberfläche.
[0022] Die so beschichtete Bandage wird durch silikonisiertes Papier abgedeckt und Einzelbandagen
zerteilt oder wie oben beschrieben als Mehrfachnutzen belassen und aufgerollt und
gebrauchsfertig verpackt.
[0023] Die Bandage nach Abschnitt 2 wird an den überstehenden Enden bei der Montage zusätzlich
mit Schrumpffolie umwickelt, erwärmt und dadurch am oberen und unteren Ende in der
Gebrauchsmusters abgedichtet Da die zum Schrumpfen erforderliche Wärmeinwirkung das
Bitumen in unerwünschter Weise verflüssigen würde, ist hier der Randbereich der Bandage
für das zweite Befestigungsmittel nicht mit Klebstoff versehen worden.
[0024] Die erfindungsgemäße Bandage wird beim Einsetzen des Mastes aufgerollt, das silikonisierte
Trennpapier wird jeweils abschnittsweise in dem Maße entfernt, daß die beschichtete
Folie sicher und einfach von einer Person am Mast ausgerichtet und fixiert werden
kann. Die Folie kann bedienungsfreundlich und fehlerfrei so um den Mast gezogen werden,
daß wirksamer Schutz geboten wird. In den meisten Fällen genügt das auf der Folie
einseitig aufgebrachte erste Befestigungsmittel zum Fixieren der Bandage. Bei breiteten
Bandagen oder bei erhöhten mechanischen Anforderungen können dann weitere Befestigungsmittel
wie Schrumpffolie, Heftklammern, Sicherungen nach Art eines Klettverschlusses oder
andere Hilfsmittel zusätzlich eingesetzt werden, bspw. um Viehbiss zu verhindern oder
um anderen mechanischen Beeinträchtigungen zu begegnen. Es wird als besonders vorteilhaft
angesehen, daß der Aufbau der erfindungsgemäßen Bandage es ermöglicht, die Bandage
zunächst am Mast zu fixieren und auszurichten und dann weitere Befestigungsmittel
zu plazieren und anzuwenden. Dadurch ist die Montage und Verarbeitung der erfindungsgemäßen
Bandage von nur einer Person ohne Aufwand und fehlerfrei möglich.
1. Bandage zur Pflege von in der Erde verbauten Masten, umfassend eine Trägerfolie, Mittel
zum Befestigen der an den Mast angelegten Bandage sowie auf den Mast einwirkenden
Wirkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass erste Mittel zum Befestigen mindestens abschnittsweise auf der Trägerfolie angebracht
sind und dass der Wirkstoff oder eine Mischung von Wirkstoffen bereichsweise auf die
Mittel zum Befestigen aufgetragen sind.
2. Bandage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mittel zum Befestigen und der/die Wirkstoff/e in einem mittleren Bereich,
bezogen auf die Höhe der Trägerfolie, angeordnet ist/sind und die beiden äußeren Bereiche
der Trägerfolie ausschließlich Mittel zum Befestigen der Bandage am Mast tragen.
3. Bandage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Breite von 100 bis 600 mm und vorzugsweise von 200 bis 500 mm aufweist.
4. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie das erste Mittel zum Befestigen als mindestens zwei unabhängig voneinander angeordnete
Bänder aufweist.
5. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e vorwiegend Feststoffe und bevorzugt Feststoffe in Pulverform
sind.
6. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e Metallstäube sind, die insbesondere Kupfer, Zink oder deren Legierungen,
Salze oder Derivate oder Mischungen daraus enthalten.
7. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e in Form sie speichernder und abgebender Granulate ausgebildet
sind.
8. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e als sie speichernde und abgebende Gelkörper ausgebildet sind.
9. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Befestigen und/oder der/die Wirkstoff/e mit Additiven versetzt sind.
10. Bandage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Additive als Festkörper vorliegen und vorwiegend als Partikel und/oder Fasern
ausgebildet sind.
11. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie als abrollbares Endlosband ausgebildet ist.
12. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Mittel zum Befestigen mit einem entfernbaren Trennmittel abgedeckt ist.
13. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mittel zum Befestigen als wesentlichen Bestandteil Bitumen oder Butylkautschuk
enthalten.
14. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mittel zum Befestigen als Klebstoffschicht ausgebildet sind.
15. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie faserverstärkt ist.
16. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie in mindestens einer Richtung und vorzugsweise in Umfangsrichtung elastisch
ausgebildet ist.
17. Bandage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zweite Mittel zum Befestigen der Bandage vorgesehen sind.
18. Bandage nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass Klammern, Klebfolien, Klettstreifen, Schrumpffolien, Schweißfolien und/oder Klebstoffe
als zweite Mittel zum Befestigen der Bandage vorgesehen sind.
19. Verwendung der Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 18 an Masten in Form eines Rund-
oder Kantholzes und vorzugsweise an Leitungsmasten, Obst- oder Rebpfählen, Palisaden,
Hopfenstangen und Bauhölzern und insbesondere in deren Übergangsbereich von Erde zu
Luft.