(19)
(11) EP 1 950 363 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.07.2008  Patentblatt  2008/31

(21) Anmeldenummer: 08001554.8

(22) Anmeldetag:  28.01.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04H 12/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA MK RS

(30) Priorität: 26.01.2007 DE 102007004942

(71) Anmelder: Carl Scholl GmbH
51107 Köln (DE)

(72) Erfinder:
  • Seddig, Norbert, Dr.
    53797 Lohmar (DE)

(74) Vertreter: Wenzel & Kalkoff 
Flasskuhle 6
58452 Witten
58452 Witten (DE)

   


(54) Bandage zur Pflege von in der Erde verbauten Masten


(57) Die Erfindung betrifft eine Bandage zur Pflege von in der Erde verbauten Masten, umfassend eine Trägerfolie, Mittel zum Befestigen der an den Mast angelegten Bandage sowie auf den Mast einwirkenden Wirkstoff. Um bei Masten oder Pfahlwerk aus Holz oder ähnlichem Material insbesondere die regelmäßige Wartung, also die Mast- und Pfahlpflege, zu verbessern und zu diesem Zweck eine Bandage zur Verfügung zu stellen, die gegenüber den beschriebenen bekannten Systemen einen reduzierten, überschaubaren Materialaufwand erfordert und ein leichtes Anlegen an den nur im Erd-Luft-Bereich freizugrabenden Mastfuß ermöglicht, ist vorgesehen, dass dass erste Mittel zum Befestigen mindestens abschnittsweise auf der Trägerfolie angebracht sind und dass der Wirkstoff oder eine Mischung von Wirkstoffen bereichsweise auf die Mittel zum Befestigen aufgetragen sind.


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Bandage zur Pflege von in der Erde verbauten Masten, umfassend eine Trägerfolie, Mittel zum Befestigen der an den Mast angelegten Bandage sowie auf den Mast einwirkenden Wirkstoff.

[0002] Mit solchen Bandagen werden in die Erde eingegrabene Holzmasten, insbesondere Telegraphenmasten oder sonstiges in das Erdreich eingesetztes Pfahlwerk versehen, um einen Schutz im Bereich der Erd-Luft-Zone zu schaffen. Die Bandagen müssen in aller Regel periodisch, normalerweise alle acht Jahre erneuert werden, weil in diesem Zeitraum der Wirkstoff nahezu aufgebraucht und dementsprechend eine Kontrolle des Mastfußes erforderlich sowie vorgeschrieben ist.

[0003] Bei einer bekannten Bandage der eingangs beschriebenen Art, der sogenannten Wolmanit®-Bandage, sind die auf den Mast einwirkenden Wirkstoffe wie Insektizide, Fungizide, Algizide, Bakterizide etc. in einem mit ihnen getränkten Schaumstoffpolster enthalten. Die dieses Polster am Mastfuß fixierende Bandage besteht aus einer selbstklebenden Folie und weist eine zusätzliche Dichtfolie im Wesentlichen für den aus der Erde ragenden Teil der Bandage auf. Zusätzlich wird eine Bitumendichtung aufgestrichen, die das Eindringen des Wassers von oben her verhindern soll. Die Herstellung des mit den Wirkstoffen getränkten Polsters ist äußerst problematisch; denn das Tränken erfolgt mit flüssigen Holzschutzmitteln, die Chrom-, Kupfer-, Bor-, Arsen- und andere Metallverbindungen enthalten, sodass neben den sich beim Tränken ergebenden noch mehr Verluste beim Trocknen auftreten und die Umwelt-, insbesondere die Grundwasserbelastung ausgesprochen hoch ist. Auch ist ohne Weiteres ersichtlich, dass die Mehrteiligkeit der Bandage zu erhöhtem Materialaufwand wie auch relativ hoher Arbeitsleistung beim Anbringen führt.

[0004] Eine einfachere bekannte Form einer solchen Bandage stellt das "Postsaver"®-System dar, bei dem eine einfache PE-Folie eine Klebstoffschicht aus Bitumen trägt. Dieses versiegelt die Oberfläche des bereits imprägnierten Holzmastes im Erd-Luft-Bereich. Es kann aber nicht in vollem Umfang als Holzschutz-Wirkstoff angesehen werden, da seine Schutzwirkung eher auf dem Versiegeln der Holzoberfläche durch das den Fixierstoff bildende Bitumen beruht. Es sind keine speziellen Wirkungsmöglichkeiten vorgesehen, die gezielt auf besondere negative Einflüsse am Mastfuß wie durch Insekten, Pilzbefall oder dergleichen gerichtet wären. Auch wird als bevorzugte Art der Verwendung dieses Produktes ein Anbringen in Form von Kappen beschrieben. Das aber beschränkt diese Verwendung im Wesentlichen auf eine werkseitige Ausrüstung von Masten oder Pfählen und schließt das spätere Pflegen in situ aus, will man nicht den zu behandelnden Gegenstand ganz ausgraben.

[0005] Schließlich ist in jüngerer Zeit ein Mastschutz-System unter der Bezeichnung Permadur® vorgeschlagen worden, bei dem eine dünne, etwa 0,1 - 0,3 mm starke Metallfolie mit Hilfe eines 1,5 - 3 mm starken Schlauches aus Schrumpffolie am Mastfuß fixiert wird. Bei der Metallfolie handelt es sich um Kupfer und dessen Legierungen, insbesondere Messing, die eine biozide Aktivität durch langsame Abgabe von in das Holz diffundierenden Metallionen entwickeln, während im speziellen Fall von Messing dessen Zinkgehalt als zusätzlicher Wirkstoff auftritt und die Adaption von das Holz zerstörenden Pilzen verhindert. Die Schrumpffolie wird weiter durch eine darüber angebrachte PE-Folie geschützt, die etwa doppelt so breit wie die Metallfolie ist. Bei diesem System ist zu beachten, dass sowohl die Metallfolie als auch der Schrumpffolienschlauch nur werkseitig angebracht werden können und die Metallfolie selbst sehr teuer und aufwändig ist. Besonders dann, wenn dermaßen geschützte Masten oder Pfähle im Bereich von neugierigem Weidevieh aufgestellt sind, ist die Lebensdauer beschränkt, und es versteht sich von selbst, dass eine Pflege in situ nicht durchgeführt werden kann, sondern der alte Mast durch einen werkseitig ausgerüsteten neuen ersetzt werden muss.

[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, bei Masten oder Pfahlwerk aus Holz oder ähnlichem Material insbesondere die regelmäßige Wartung, also die Mast- und Pfahlpflege, zu verbessern und zu diesem Zweck eine Bandage zur Verfügung zu stellen, die gegenüber den beschriebenen bekannten Systemen einen reduzierten, überschaubaren Materialaufwand erfordert und ein leichtes Anlegen an den nur im Erd-Luft-Bereich freizugrabenden Mastfuß ermöglicht.

[0007] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die ersten Mittel zum Befestigen mindestens abschnittsweise auf die Trägerfolie aufgebracht sind, und dass der Wirkstoff oder eine Mischung von Wirkstoffen mindestens bereichsweise auf die Mittel zum Befestigen aufgetragen sind. Der Aufbau dieser Bandage ist besonders einfach und wirksam, da die ersten Mittel zum Befestigen, beispielsweise Klebstoff, bereichsweise zum Fixieren des Wirkstoffs oder der Kombination von Wirkstoffen einsetzt sind. Klebstoff istwie nachstehend näher erläutert wird- ein bevorzugtes erstes Mittel zum Befestigen im Rahmen der Erfindung.

[0008] Bevorzugt können die Wirkstoffe auf einem mittleren Streifen, also im mittleren Bereich der Bandage, bezogen auf die Höhe der Trägerfolie, angeordnet werden, während die äußeren Bereiche der Trägerfolie ausschließlich dem Fixieren der Bandage am Mast dienen. Mit einer solchen Bandage wird es möglich, eine absolut feste Fixierung in den kritischen Randbereichen zu gewährleisten und zudem jeweils die dem möglicherweise speziellen Einsatzzweck des Mastes oder pfahlförmigen Gegenstandes sowie den Gegebenheiten des Umfeldes entsprechenden Wirkstoffmittel in ausreichender Dosierung dort anzubringen, wo sie erforderlich sind, um das Holz gegen jegliche äußeren Einflüsse, insbesondere Schädlinge welcher Art auch immer, zu schützen.

[0009] Bandagen mit den erfindungsgemäß aufgebrachten Wirkstoffen sind zweckmäßig 100 mm bis 600 mm, bevorzugt 200 mm bis 500 mm breit. Auf diese Weise sind sie einfach durch eine Person handhabbar und decken gleichzeitig mit einer oder mehreren Wicklungen um den zu erhaltenden Mast eine zum Schutz des Mastes ausreichende Umfangsfläche ab.

[0010] Eine ebenfalls vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Bandage ist statt unmittelbar mit Klebstoff oder ergänzend zu dem vorbeschriebenen Klebstoff mit mindestens zwei Bändern ausgestattet, die Klebstoff und ggf. Wirkstoff tragen, und die unabhängig voneinander angeordnet sind. Durch diese Bänder, die bevorzugt parallel auf der Bandage angebracht sind, kann die Bandage sicher am Mast fixiert werden.

[0011] Herstellungstechnisch und zum Zwecke der Verbesserung der Lagerfähigkeit ist es günstig, wenn die Wirkstoffe vorwiegend Feststoffe sind. Bevorzugt werden pulverförmige Wirkstoffe eingesetzt. Die Wirkstoffe können vorteilhaft Metallstäube sein. Besonders geeignet sind Metallstäube, die Kupfer und/oder Zink enthalten. Gleichfalls können Verbindungen eingesetzt werden, die Kupfer und/oder Zink enthalten, beispielsweise Legierungen, Salze oder metallorganische Verbindungen. Auch Mischungen der vorgenannten Substanzen können eingesetzt werden. Dadurch können deren positive Eigenschaften hinsichtlich des Schutzes von Holz besonders gegen Pilze genutzt werden. Pulverförmige Wirkstoffe weisen vorteilhaft einen Durchmesser von 0,1 mm bis 3 mm, bevorzugt von 0,2 mm bis 1 mm auf. Dieser Durchmesser trägt dazu bei, die langfristige Abgabe von Wirkstoffen zu gewährleisten.

[0012] Bei optionaler Ausgestaltung der Wirkstoffe als Granulate oder Gelkörper, die den Wirkstoff oder die Mischung von Wirkstoffen speichern, um sie dann über einen langen Zeitraum wieder abzugeben, ergibt sich der Vorteil, dass eine sparsame, langsame Abgabe der Wirkstoffe über einen langen Zeitraum hinweg möglich ist und beim Herstellen und Verarbeiten der Bandage kein Hantieren mit Flüssigkeiten erforderlich wird, die das Grundwasser belasten könnten.

[0013] Gleiches gilt, wenn nach einer bevorzugten Ausführungsform die Wirkstoffe mit anderen Additiven gemischt werden, insbesondere mit solchen Additiven, die die gleichmäßige Abgabe von Wirkstoff an den Mast über lange Zeiträume gewährleisten. Bevorzugt werden als Additive Festkörper eingesetzt Typische Festkörper die hier in Frage kommen, sind inerte Pulver oder Fasern, in die die Wirkstoffe vor dem Auftragen auf die Mittel zum Befestigen eingebracht werden.

[0014] Ein bevorzugt vorgesehenes Ausbilden der Bandage als abrollbares Endlosband bedeutet, dass nur ein Produkt verarbeitet zu werden braucht und sich damit weniger Fehler beim Montieren der Bandage ergeben.

[0015] Die Mittel zum Befestigen sind bevorzugt als Klebstoffschicht vorgesehen, die in einem fortlaufenden Vorgang kontinuierlich und damit herstellungstechnisch kostengünstig appliziert werden kann. Als preiswertes Mittel kann die Klebstoffschicht als wesentlichen Bestandteil Bitumen oder Butylkautschuk enthalten. Zum einfacheren Gebrauch kann eine Klebstoffschicht, auch der Abschnitt einer Klebstoffschicht, der mit einem entfernbaren Trennmittel, beispielsweise mit einer Trennfolie, abgedeckt sein. Das Trennmittel, z. B. silikonisiertes Papier, kann dann unmittelbar vor dem Einsatz der Bandage abgezogen werden. Alternativ kann auch die Außenfläche der Bandage als Trennmittel ausgestaltet sein, z. B. silikonisiert sein. Für beide Ausführungsformen ist gewährleistet, dass sich die Bandage gut abrollen und aufkleben lässt.

[0016] Um einen besseren Widerstand gegen Wildverbiss zu erzeugen, kann die Trägerfolie faserverstärkt, bevorzugt mit einem Gewebegerüst ausgebildet sein. Weiter kann, um eine bessere Anpassung an Mast- oder Pfahlfuß vorzusehen, die Folie elastisch beschaffen sein. Dabei kann die Elastizität in einer oder in zwei Richtungen vorgesehen und ggf. durch Erwärmen eine schnelle Formanpassung erreicht werden. Es ist günstig für die Verarbeitung der Bandage, wenn sie in Umfangsrichtung des zu bandagierenden Mastes elastisch ist, beispielsweise um an einen sich verjüngenden Mast angepasst zu werden.

[0017] Insbesondere bei stark konischen Masten kann die Bandage nach dem Anbringen am Mast vorteilhaft zusätzlich fixiert und ggf. abgedichtet werden, indem z.B. an der oberen Kante der Bandage ein zweites Mittel zum Befestigen, z.B. ein Kleb- oder Dichtstoff wie Bitumen, ein Klettstreifen oder ein Klebstreifen, ggf. aber auch eine Schrumpffolie oder Schweißfolie eingesetzt wird. Auch mechanische Mittel zum Befestigen, insbesondere Klammem oder Nägel können als zweite Mittel zum Befestigen eingesetzt werden.

[0018] Vorteilhaft wird zur vereinfachten Handhabung der Bandage nach dem Aufbringen der ersten Mittel zum Befestigen und des bzw. der Wirkstoffe ein Trennmittel aufgebracht. Das Trennmittel, bspw. silikonisiertes Papier, ermöglicht ein unkompliziertes Auf- und Abwickeln der Bandage. Damit ist ein kompaktes Verpacken und Lagern und Transportieren der erfindungsgemäßen Bandage auf besonders einfache Weise möglich.

[0019] Insgesamt wird mit der erfindungsgemäßen Bandage ein kostengünstig und leicht zu handhabender Gegenstand für die Pflege von Masten, Pfahlwerk und Ähnlichem im Grenzbereich zwischen Erde und Luft zur Verfügung gestellt. Typische Verwendungen der Bandage sind der Einsatz zum Schutz von Rund- oder Kanthölzern, Leitungsmasten, Obst- oder Rebpfählen, Palisaden, Hopfenstangen oder im Erdreich verbautem Bauholz. Dieser Gegenstand kann -gerade beim Einsatz im Erd-Luft-Bereich-jeweils in gewünschter Weise und entsprechend den Anforderungen unterschiedlicher Anwendungsfälle wie mit Termiten belasteten Böden, stark mit Pilz belasteten Böden, bereits kontaminierten Böden und dgl. flexibel angepasste Wirkstoffzusammenstellungen aufweisen. Er ermöglicht also eine hohe Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen Kundenwünsche. Der Kosten-Nutzeneffekt wird erhöht durch die einfache Verarbeitung einer einzigen Trägerfolie, die infolge ihrer leichten Wickelbarkeit nur in verhältnismäßig schmalen, etwa 30-40 cm ausmachenden Breiten verfügbar zu sein braucht.

Beispiel 1



[0020] Eine 35 cm breite, faserverstärkte Polyethylenfolie ist auf einer Seite vollflächig mit einer Schicht Butylkautschuk beschichtet. In einem mittig ausgerichteten Streifen von 25 cm Breite ist ein Granulat in einer Korngröße von 0,5-1,5 mm aus Kupferpartikeln und Zinkpartikeln im Verhältnis 50:50 in einer Menge von 200 g/m2 aufgebracht. Auf die so präparierte Bandage wird silikonisiertes Trennpapier aufgebracht. Die Bandage wird dann entweder in ca. 1 m lange Einzelbandagen aufgeteilt und aufgewickelt und zum späteren Gebrauch verpackt. Alternativ werden längere Bandagen-Abschnitte aufgerollt und verpackt. Die längeren Bandagen-Abschnitte werden dann als Mehrfachnutzen erst vor Ort abgemessen und als Einzelbandage verarbeitet.

Beispiel 2



[0021] Auf eine faserverstärkte Kunststofffolie von 45 cm Breite wird einseitig in einer Breite von 35 cm Bitumen aufgetragen. 70% der bituminierten Fläche werden mit einem Gemisch aus einem Teil Kupfergranulat mit einem Durchmesser von 1 mm und einem Teil Faserpartikel mit einem Durchmesser von 2,5 mm mit einer Menge von 150 g/m2 bestreut. Die Faserpartikel sind mit Fungiziden imprägnierte Zellulosefasern. Die Partikel haften an sich auf dem Bitumen ohne weitere Maßnahmen. Um jedoch auch zu gewährleisten, daß die verhältnismäßig leichten Faserpartikel sicher haften, wird die beschichtete Bandage noch einmal mit einer Walze unter leichtem Druck abgerollt. Dadurch haften auch leichte Partikel sicher auf der Klebstoffoberfläche.

[0022] Die so beschichtete Bandage wird durch silikonisiertes Papier abgedeckt und Einzelbandagen zerteilt oder wie oben beschrieben als Mehrfachnutzen belassen und aufgerollt und gebrauchsfertig verpackt.

[0023] Die Bandage nach Abschnitt 2 wird an den überstehenden Enden bei der Montage zusätzlich mit Schrumpffolie umwickelt, erwärmt und dadurch am oberen und unteren Ende in der Gebrauchsmusters abgedichtet Da die zum Schrumpfen erforderliche Wärmeinwirkung das Bitumen in unerwünschter Weise verflüssigen würde, ist hier der Randbereich der Bandage für das zweite Befestigungsmittel nicht mit Klebstoff versehen worden.

[0024] Die erfindungsgemäße Bandage wird beim Einsetzen des Mastes aufgerollt, das silikonisierte Trennpapier wird jeweils abschnittsweise in dem Maße entfernt, daß die beschichtete Folie sicher und einfach von einer Person am Mast ausgerichtet und fixiert werden kann. Die Folie kann bedienungsfreundlich und fehlerfrei so um den Mast gezogen werden, daß wirksamer Schutz geboten wird. In den meisten Fällen genügt das auf der Folie einseitig aufgebrachte erste Befestigungsmittel zum Fixieren der Bandage. Bei breiteten Bandagen oder bei erhöhten mechanischen Anforderungen können dann weitere Befestigungsmittel wie Schrumpffolie, Heftklammern, Sicherungen nach Art eines Klettverschlusses oder andere Hilfsmittel zusätzlich eingesetzt werden, bspw. um Viehbiss zu verhindern oder um anderen mechanischen Beeinträchtigungen zu begegnen. Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, daß der Aufbau der erfindungsgemäßen Bandage es ermöglicht, die Bandage zunächst am Mast zu fixieren und auszurichten und dann weitere Befestigungsmittel zu plazieren und anzuwenden. Dadurch ist die Montage und Verarbeitung der erfindungsgemäßen Bandage von nur einer Person ohne Aufwand und fehlerfrei möglich.


Ansprüche

1. Bandage zur Pflege von in der Erde verbauten Masten, umfassend eine Trägerfolie, Mittel zum Befestigen der an den Mast angelegten Bandage sowie auf den Mast einwirkenden Wirkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass erste Mittel zum Befestigen mindestens abschnittsweise auf der Trägerfolie angebracht sind und dass der Wirkstoff oder eine Mischung von Wirkstoffen bereichsweise auf die Mittel zum Befestigen aufgetragen sind.
 
2. Bandage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mittel zum Befestigen und der/die Wirkstoff/e in einem mittleren Bereich, bezogen auf die Höhe der Trägerfolie, angeordnet ist/sind und die beiden äußeren Bereiche der Trägerfolie ausschließlich Mittel zum Befestigen der Bandage am Mast tragen.
 
3. Bandage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Breite von 100 bis 600 mm und vorzugsweise von 200 bis 500 mm aufweist.
 
4. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie das erste Mittel zum Befestigen als mindestens zwei unabhängig voneinander angeordnete Bänder aufweist.
 
5. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e vorwiegend Feststoffe und bevorzugt Feststoffe in Pulverform sind.
 
6. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e Metallstäube sind, die insbesondere Kupfer, Zink oder deren Legierungen, Salze oder Derivate oder Mischungen daraus enthalten.
 
7. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e in Form sie speichernder und abgebender Granulate ausgebildet sind.
 
8. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Wirkstoff/e als sie speichernde und abgebende Gelkörper ausgebildet sind.
 
9. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Befestigen und/oder der/die Wirkstoff/e mit Additiven versetzt sind.
 
10. Bandage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Additive als Festkörper vorliegen und vorwiegend als Partikel und/oder Fasern ausgebildet sind.
 
11. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie als abrollbares Endlosband ausgebildet ist.
 
12. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Mittel zum Befestigen mit einem entfernbaren Trennmittel abgedeckt ist.
 
13. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mittel zum Befestigen als wesentlichen Bestandteil Bitumen oder Butylkautschuk enthalten.
 
14. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mittel zum Befestigen als Klebstoffschicht ausgebildet sind.
 
15. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie faserverstärkt ist.
 
16. Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie in mindestens einer Richtung und vorzugsweise in Umfangsrichtung elastisch ausgebildet ist.
 
17. Bandage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zweite Mittel zum Befestigen der Bandage vorgesehen sind.
 
18. Bandage nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass Klammern, Klebfolien, Klettstreifen, Schrumpffolien, Schweißfolien und/oder Klebstoffe als zweite Mittel zum Befestigen der Bandage vorgesehen sind.
 
19. Verwendung der Bandage nach einem der Ansprüche 1 bis 18 an Masten in Form eines Rund- oder Kantholzes und vorzugsweise an Leitungsmasten, Obst- oder Rebpfählen, Palisaden, Hopfenstangen und Bauhölzern und insbesondere in deren Übergangsbereich von Erde zu Luft.