[0001] Die Erfindung betrifft ein hydraulisches / pneumatisches Steuerventil gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffes des Anspruches 1.
Stand der Technik
[0002] Ein gattungsmäßiges Steuerventil mit Fall-Safe Funktion ist aus der
DE-A-103 08 910 bekannt und findet Verwendung insbesondere bei Steueraufgaben in Bereich der Mobilhydraulik.
Die Sicherheitsfunktion besteht darin, dass im Fehlerfall in jeder Wegposition, in
die das Ventil durch eine Betätigungseinrichtung bewegt wird, ein an der Anschlussstelle
A angeschlossenes hydraulisches Steuerorgan drucklos geschaltet sein soll. Dies wird
dadurch realisiert, dass eine druckbeaufschlagte Anschlussstelle P mit einer oder
mehreren weiteren Anschlussstellen T verbunden wird, die mit einem oder mehreren Behältern
verbunden ist, und diesen Anschluss damit entlastet.
[0003] Bei dem vorbenannten Ventil wird die Sicherheitsfunktion durch ein Ventilteil gebildet,
in das ein Steuerschieber integriert ist. Der Schieber weist hierzu eine koaxiale
Bohrung auf, die als Entlastungskanal ausgebildet ist, der über einen Querkanal und
Steuerausnehmungen in Form einer Ringnut am Umfang des Steuerschiebers mit der Verbraucheranschlussstelle
verbunden ist. Die durch einen Stößel eines Betätigungselementes gebildete Stirnseite
des Steuerschiebers ist offen und mündet in einen Steuerraum. Die Querbohrung ist
so ausgebildet, dass sie sowohl in der ersten Stellung, in welcher der Steuerschieber
nicht betätigt wird, und in einer zweiten Stellung, sowie in jeder Zwischenstellung
zwischen den beiden Stellungen, in der er betätigt wurde, mit der Anschlussstelle
für den Verbraucher verbunden ist.
[0004] Auch wenn keine zusätzlichen Abdichtungsmaßnahmen vorgesehen sind, bedingt der im
Normalbetrieb verschlossene Ausgleichskanal im Steuerschieber eine metallische Abdichtung
zwischen Ventilkolben und Betätigungsstange. Eine solche Abdichtung ist aber nur bei
einer erhöhten Fertigungsgenauigkeit des Schiebers möglich. Zusätzlich treten Leckageprobleme
bei dieser Art der Abdichtung auf, welche die Lebensdauer des Ventils stark beeinflussen,
die im Normalbetrieb zu einem Druckabfall am Verbraucheranschluss führen.
[0005] Bei der gattungsgemäßen Anordnung ist über die Art einer koaxialen Abdichtung keine
Aussage getroffen. Bei der Anordnung ist im Steuerschieber eine Ventilfunktion integriert,
die mit einem Verbraucheranschluss in Verbindung steht. Zwischen dem Steuerschieber
und dem Betätigungselement des Steuerschiebers ist eine kraft- und formschlüssige
Verbindung in Form einer koaxialen Abdichtung vorgesehen ist. Der Stauraum ist direkt
mit einem zusätzlichen Tankanschluss verbunden, über den im Störfall das Hydraulikmedium
abfließen kann. Im Normalfall, also bei geschlossener Abdichtung, erfolgt die Entlastung
über einen anderen Tankanschluss.
[0006] US 5,085.402 A zeigt ein Magnetventil, in der Funktion eines Sitzventils mit dem direkt ein in axialer
Richtung angeordneter Ein- und Auslasskanal des Ventils durch eine axiale Hubbewegung
eines zylinderförmigen Betätigungselementes geschlossen bzw. geöffnet werden kann.
Der Kopf des Betätigungselementes ist in Richtung des Auslasskanals als Dichtstößel
ausgestaltet, der bei Betätigung gegen die Öffnung des Auslasskanals drückt, ihn somit
in Form einer koaxialen Abdichtung verschließt und bei der Rückstellung die Öffnung
freigibt und somit einen Durchfluss des Fluids gewährleistet. Das bekannte Sitzventil
weist keine Sicherheitsfunktion auf. Mit der koaxialen Abdichtung in Form eines Dichtstößels
erfolgt die Sperrung und Durchschaltung im Normalbetrieb.
[0007] US 3, 797,526 A zeigt ein Druckregelventil, mit dem ein Druckabfall in einem Zu- und Ablaufkanal
angezeigt werden soll. Die Anordnung weist eine als Hubmagnet ausgestalteten Betätigungseinrichtung
mit einer in Wirkrichtung angeordneten Betätigungsstange auf, die als Dichtstößel
mit einem Dichtkopf, der im Normalfall den Durchgang zwischen einem Eingangs- und
Ausgangskanal abdichtet. Bei Druckabfall im wird der Dichtkopf durch den Überdruck
im Auslaufkanal gegen eine Rückhaltefeder gedrückt und öffnet damit den Durchfluss
zwischen Ein- und Ausgangskanal. Die koaxiale Abdichtung des Stößels arbeitet als
direktes Stellglied für ein Druckregelventil. Das bekannte Ventil arbeitet somit ebenfalls
als Sitzventil.
[0008] EP 1 589 392 A1 zeigt ein Druckregelventil mit einem Schieber mit Steuerkanten, der über eine Druckfeder
in einem Ventilgehäuse angeordnet ist. Der Schieber weist eine innen liegende Sacklochbohrung
auf, durch die je nach axialer Stellung des Schiebers jeweils ein Pump- und mehreren
Arbeitszugängen miteinander verbunden oder getrennt werden können. An dem der Feder
abgewandten Ende des Schiebers ist im Ventilgehäuse ein feststehendes Ventilsitz angeordnet,
der von einem als Ventilkegel ausgestalteten Dichtelement gehalten ist, dass von einer
Betätigungsstange eines Betätigungselementes beaufschlagbar ist: Vom Ventilkegel führt
ein Abflusskanal zu einem Tank. Durch die Feder wird der Schieber gegen die feststehenden
Ventilsitz des Gehäuses gedrückt und in der Sacklochbohrung ein Druck aufgebaut, wodurch
sich ein Spalt zwischen dem feststehenden Ventilsitz und dem Ventilkegel bildet. Dadurch
kann das Druckmedium über den Abflusskanal abfließen bis zum Druckausgleich. Bei Betätigung
der Betätigungsstange wird der Spalt geschlossen und der Abfluss zum Tank verschlossen.
Durch das auftretende Druckungleichgewicht wird der Schieber in die entgegengesetzte
Richtung bis zum Gleichgewicht bewegt. Bei dem bekannten Druckregelventil erfolgt
die Druckregelung über eine Kegel -Sitzverbindung, die als Stellelement für die Druckregelung
vorgesehen ist. Die koaxiale Abdichtung des Ventilkegels arbeitet nicht direkt gegen
den Steuerschieber sondern gegen einen feststehenden Ventilsitz im Gehäuse.
[0009] EP 1 103 992 zeigt ein elektromagnetisch betätigtes Miniatur Druckregelventil mit eine Elektromagnet
als Betätigungselement und einer Betätigungstange, die auf ein Ventilteil wirkt, das
einem Ventilschieber aufweist, der gegen die Kraft einer Rückstellfeder wirkt und
jeweils über eine Anschlussstelle A, eine druckbeaufschlagte Anschlussstelle P und
eine Abflussstelle T verfügt. Sicherheitseinrichtungen im Sinne einer Fail-Safe-Funktion
sind bei dem Ventil nicht vorhanden.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem gattungsgemäßen
Steuerventil eine verbesserte Abdichtung zu erzielen, die insbesondere im Normalbetrieb
Leckageverluste und einen Druckabfall verhindert. Die Aufgabe wird in Verbindung mit
dem Oberbegriff durch den kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst.
[0011] Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass während einer Beaufschlagung eines Steuerschiebers
durch das Betätigungselement durch die kraft - und formschlüssige Abdichtung am Kopf
des Betätigungselementes im Normalbetrieb keine oder nur geringe Leckagen an der Stelle
auftreten können, so dass kein Druckverlust am Anschluss A eintritt. Bei einer Funktionsstörung
hingegen, wenn die Verbindungsstelle zwischen dem Betätigungselement und der Steueröffnung
geöffnet ist, wird ein aufgebauter Druck an der Anschlussstelle A durch den Entlastungskanal
im Steuerschieber zu der Kopfstelle des Schiebers im Stauraum geführt und durch die
leitungsmäßige Verbindung zwischen dem Stauraum und der Anschlussstelle T zum Tankanschluss
abgebaut.
[0012] Zusatzleitungen im Steuerschieber, über die bisher laut Stand der Technik die Sicherheitsfunktion
realisiert wird, sind bei dem erfindungsgemäßen Steuerventil nicht mehr notwendig.
Um die Fail-Safe Funktion zu gewährleisten, muss der Steuerschieber eines konventionellen
Ventils lediglich leicht modifiziert werden. Es können zum Beispiel für das Ventil
Steuerschieber mit der gleichen Außenkontur verwendet werden, wie für Ventile, die
ausschließlich in "Normalfunktion" arbeiten. Die einzige Voraussetzung für die Verwendung
bei Ventilen in Fail-Safe Funktion ist, dass sie eine durchgehende koaxiale Bohrung
als Entlastungskanal aufweisen.
[0013] In der Normalfunktion liegt der abgedichtete Kopf des Betätigungselementes direkt
an der Steueröffnung des Steuerschiebers. Die Steueröffnung des Schiebers ist durch
die Abdichtung verschlossen. Die Normalfunktion kann durch zwei Positionen beschrieben
werden. In einer als erste Position bezeichnete Stellung des Schiebers ist der druckbeaufschlagte
Anschluss P über den Entlastungskanal direkt mit dem Arbeitsanschluss verbunden. Der
Abfluss zum Tankanschluss ist gesperrt. Der Stauraum ist jedoch über eine leitungsmäßige
Verbindung permanent mit der Anschlussstelle T verbunden. Durch die weiter abgedichtete
Verbindungsstelle der Steueröffnung des Steuerschiebers erfolgt kein Druckabfall am
Verbraucher A.
[0014] In der zweiten Position des Steuerschiebers ist der Druckanschluss P gesperrt. Der
Verbraucher A wird jetzt über den Ausgleichskanal im Steuerschieber über den mit dem
Kanal verbundenen Tankanschluss T verbunden. Für diesen Fall hat die Abdichtung der
Steueröffnung lediglich Abdichtfunktion, die ein übermäßiges Eindringen des Fluids
des Ventils in den Bereich der Betätigungseinrichtung verhindert. Die Verbindung des
Anschlusses P mit dem Tankanschluss ist durch die axiale Schieberposition gesperrt.
[0015] In beiden die Normalfunktion charakterisierenden Positionen des Steuerschiebers ist
somit die Ventilsteuerfunktion für den Verbraucher garantiert.
[0016] Bei einer Funktionsstörung des Ventils wird die Ansteuerung des Betätigungselementes
beendet, wenn beispielsweise der Steuerschieber zwischen den beiden Position auf Grund
von Verschmutzungen oder ähnlichem blockiert ist. Der Steuerschieber wird in eine
Position gebracht, bei der die Kopfstellen von Steuerschieber und Betätigungselement
im Abstand zueinander stehen. In dieser Position, die zwischen der oben beschriebenen
ersten und der zweiten Position des Steuerschiebers liegt, ist der Anschluss T von
dem Verbraucheranschluss A des Ventils zwar gesperrt, die Verbindung von A zu der
Druckanschlussstelle P ist jedoch noch geöffnet, so dass der Anschluss A noch druckbeaufschlagt
wird. Eine Entlastung dieser druckbeaufschlagten Anschlussstelle A erfolgt zunächst
in Verbindung mit der als koaxiale Bohrung im Steuerschieber ausgeführten Entlastungskanals,
dessen Steueröffnung jetzt geöffnet ist und in einen Stauraum mündet. Dieser Raum
weist erfindungsgemäß eine leitende Verbindung zur Anschlussstelle des Tankes T auf,
so dass auf diesem Wege immer eine Druckentlastung des Verbraucherstelle A sichergestellt
ist. Die Verbindung des Entlastungskanals über den Stauraum zu der Anschlussstelle
T bleibt aufrecht.
[0017] Nach dem Stand der Technik werden leitungsmäßige Verbindungen zwischen dem Stauraum
und der Umgebung bei hydraulisch / pneumatischen Steuerventilen zum Antrieb eines
Arbeitsgerätes oder einer Antriebssteuerung ausschließlich zur Entlüftung oder Entleerung
des Ventils oder der Betätigungseinrichtung des Fluids verwendet. Eine Verwendung
dieser Leitungen für Sicherheitseinrichtungen und zu Fail-safe Funktion ist dem Stand
der Technik nicht zu entnehmen.
[0018] Die leitungsmäßige Verbindung ist innerhalb der äußeren Umhüllung des Ventils angeordnet
und verläuft parallel zum Entlastungskanal des Steuerschiebers. Sind weitere Anschlussstellen
an die Umgebung vorgesehen, so kann selbstverständlich diese Verbindung auch zu diesen
Stellen geführt werden. Entscheidend ist nur, dass bei offener Verbindungsstelle zwischen
Steuerschieber und Betätigungselement eine Druckentlastung des Stauraumes garantiert
ist.
[0019] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Abdichtung am Kopf des Betätigungselementes
mit einem Elastomermaterial durchzuführen. Dieses Material dient der besseren Abdichtung
der Steueröffnung. Die Abdichtung kann z. B. durch einen am Kopfende des Betätigungselementes
angebrachten Pfropfen oder durch eine Beschichtung der Stirnseite realisiert werden.
Die Form der Abdichtung kann vorteilhaft entweder als Elastomerkolben oder -kegel
erfolgen. In einer ersten Ausführung kann das Elastomermaterial die gesamte radiale
Fläche einnehmen. Damit ist je nach verwendetem Material des Elastomers eine elastische
Kontaktstelle vorgesehen, die ein hartes Aufprallen des Betätigungselementes auf den
Steuerschieber an der Verbindungsstelle verhindert oder abmildert. Durch diese Maßnahme
werden Verschleißerscheinungen der beiden Bauelemente verhindert oder erheblich reduziert.
[0020] Zur besseren Einpassung ist es vorteilhaft, wenn die Elastomerabdichtung in eine
maulartige, axiale Ausnehmung des Kopfteiles des Betätigungselementes eingefasst ist
und bündig in radialer Richtung mit dem Kopfteil abschließt. Der Öffnungsdurchmesser
des Maules entspricht dem Durchmesser der Steueröffnung des Steuerschiebers, so dass
durch das eingelagerte Elastomermaterial die Abdichtung erfolgt. Die Kraftübertragung
von der Betätigungseinrichtung auf den Kopf des Steuerschiebers erfolgt dabei ausschließlich
durch die äußere koaxiale Ringkontaktfläche des Kopfes des Betätigungselementes.
[0021] Als weitere elastomer Abdichtung ist auch eine Abdichtung über O- Ringe vorteilhaft,
die in einer umfangmäßig angeordneten Nut an der Stirnseite des Betätigungselementes
angeordnet sind. Konstruktiv lässt sich die O- Ringabdichtung durch einen an der Stirnseite
angeordneten zylindrischen Zapfen realisieren, auf dessen Außenumfang die O- Ringe
angeordnet sind.
[0022] Wenn in besonderen Einsatzfällen des Ventils eine elastomere Abdichtung nicht möglich
ist, kann die Abdichtung auch als eine plane Fläche des Stirnteiles des Betätigungselementes
ausgeführt sein. Das Betätigungselement ist in diesem Falle an der Verbindungsstelle
als volle Kolbenfläche ausgeführt, die die koaxiale Öffnungsbohrung des Steuerschiebers
abdichtet.
[0023] Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit der Abdichtung besteht darin, dass Betätigungselement
als Dichtstößel auszuführen. Der Kopf des Betätigungselementes ist in dieser Ausführung
als Messingkegel ausgeführt, dessen Spitze in die offene Stirnseite des Steuerschiebers
eindringt und diese Stelle abdichtet.
[0024] Der Dichtstößel kann ferner in einer weiteren vorteilhaften Ausführung in Form einer
Hülse aufgebaut sein, deren äußerer Hülsenboden die Abdichtfläche gegenüber der Bohrung
des Steuerschiebers bildet. Im Inneren der Hülse ist eine Kugel oder ein anderer geformter
Sitzkörper lose angeordnet und wird von der Stirnseite des in die Hülsenöffnung eintauchenden
Kopf des Betätigungselementes in Ihre Position gehalten. Das Betätigungselement stößt
gegen die Kugel, die damit den äußeren Hülsenboden gegen die Steueröffnungsbohrung
drückt. Eine solche Konstruktion verhindert ein Verkanten der Verbindungsstelle, so
dass immer eine vollständige Abdichtung ermöglicht wird.
[0025] Zur Verbesserung des Druckausgleiches zwischen der Stirnseite des Steuerschiebers
und des Betätigungselementes weist der Steuerschieber in dem Staurum eine Rückstelleinrichtung
auf, die zweckmäßig als Druckfeder ausgeführt ist. Der Kopf des Steuerschiebers im
Stauraum weist zu diesem Zweck radiale Schultern auf. Das eine Ende der Druckfeder
stützt sich dort ab während das andere Ende gegen den von der Verbindungsstelle abgewandten
Boden des Stauraumes drückt. Durch diese Anordnung wird zusätzlich sichergestellt,
dass der Kopf der Betätigungselementes in jeder Schaltposition des Steuerschiebers
immer in Anlage an die Steueröffnung des Schiebers liegt und Leckagevertuste im Normalbetrieb
durch Undichtigkeiten vermieden werden.
[0026] Eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung umfasst insbesondere als Betätigungseinrichtung
einen Elektromagneten, dessen Anker mit axial verlängertem Stangenstößel das Betätigungselement
bildet, an dessen Kopf die Abdichtung angeordnet ist. Für hydraulische Steuerungsfunktionen
wird vorzugsweise ein Proportionalmagnet verwendet, dessen Hub / Strom Kennlinie der
axialen Verschiebung des Steuerschiebers entspricht.
[0027] Für die sichere Funktionsweise sowohl in der Normalfunktion als auch in der Fail-Safe
Funktion ist es weiter vorteilhaft, wenn der Anker des Elektromagneten mit einer zusätzlichen
koaxialen Abdichtung gegenüber seinen Ankergegenstück versehen ist, die im axialen
Abstand zur Abdichtung der Verbindungsstelle angeordnet ist. Durch diese Maßnahme
wird verhindert, dass das durch den hohlen Steuerschieber einströmende hydraulische
Medium, insbesondere bei offener Verbindungsstelle des Steuerschiebers mit dem Ankerstößel,
nicht in den Ankerraum des Magneten strömen kann, und ausschließlich durch die Entlastungsleitung
vom Stauraum zur Anschlussstelle T strömt.
[0028] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und den im
Folgenden beschriebenen beiden Ausführungsbeispielen.
Ausführungsbeispiel
[0029]
Fig. 1 zeigt in einer Längsschnittdarstellung eine erste Ausführungsform des erfinderischen
Steuerventils in einer Gesamtansicht.
Fig. 2 zeigt in einer Längsschnittsdarstellung eine zweite Ausführungsform des erfinderischen
Steuerventils in einer Gesamtansicht.
Fig. 3a bis Fig. 3c zeigen in Längsschnittdarstellungen Details der Fig. 1.
[0030] Bei dem in
Fig. 1 dargestelltem hydraulischen Steuerventil handelt es sich um ein als Sicherheitsventil
in Fail-Safe Funktion arbeitendes 3/ 2 Wege Proportional-Druckminderventil, d.h. der
zu regelnde Druck steht an der Stirnfläche eines Steuerschiebers
3 eines Ventilteils
17 des Steuerventils an und wirkt einer durch eine Betätigungseinrichtung
2 eines Betätigungselementes
1 erzeugten Kraft und der durch eine Rückstelleinrichtung
5 erzeugten Gegenkraft entgegen.
[0031] Das Ventilteil
17, das im Wesentlichen die rechte Seite der
Fig. 1 einnimmt, besteht aus einem hülsenartigen Ventilkörper
12 und weist, an seiner linken Stirnseite angeordnet, eine mit A gekennzeichnet Anschlussstelle
eines Verbrauchers auf, der über eine Druckleitung
4, die mit einem Druckanschluss
P verbunden ist, und mit einem Arbeitsmedium z. B Hydrauliköl versorgt wird. Bei dem
Verbraucher kann es sich entweder um die direkte hydraulische Steuerung eines Antriebs-
oder Arbeitssystem handeln oder um die Steuerung von Vorsteuerventilen für derartige
Systeme. Als weitere Anschlussstelle weist der Ventilkörper
12 auf seinem Umfang eine dritte Anschlussstelle für einen Tank T auf. Der als Zylinder
ausgestaltete Steuerschieber
3 weist in seinem Inneren einen koaxialen Entlastungskanal
6 auf, der sich axial über seine gesamte Länge erstreckt. Die Fail-Safe Funktion des
in Fig. 1 dargestellten Ventils besteht darin, dass bei Funktionsstörungen die Anschlussstelle
A in jeder Position des Steuerschiebers entlastet werden soll,
A muss mit T verbundenen sein, gleichzeitig sollte die Verbindung von A zu P unterbrochen
sein.
[0032] Bei dem in
Fig. 1 dargestellten Ventilteil
17 handelte es sich um ein Teil eines Einbauventils in Patronenbauweise in einen dafür
vorgesehenen Einbauort (Cavity). Am Außenumfang des Ventilkörpers
12 sind jeweils drei O-Ringabdichtungen ersichtlich. Die Bezugsziffer
19 zeigt die O- Ring Abdichtung zwischen der Betätigungseinrichtung
2 und der atmosphärischen Umgebung des Ventils. In Achsrichtung zwischen den Anschlüssen
T und
P und zwischen
P und
A sind die beiden weiteren O-Ringabdichtungen
20, 21 angeordnet. Diese trennen in der Cavity die Zuleitungen der einzelnen Anschlüsse
von einander.
[0033] In einer die gesamte axiale Länge des Ventilköpers
12 sich erstreckenden koaxialen Bohrung
30 ist der Steuerschieber
3 gelagert. An dem der Betätigungseinrichtung
2 entgegen gesetztem Ende des Ventilkörpers
12 mündet die Bohrung
30 direkt in die Verbraucheranschlussstelle
A. Der Steuerschieber
3 weist an seinem äußeren Umfang im axialen Bereich zwischen den Anschlüssen
P und
T eine axiale Ausnehmung
31, und eine mit dieser Ausnehmung verbundenen radiale Verbindung
32 auf, die mit dem koaxialen Entlastungskanal
6 im Inneren des Steuerschiebers
3 verbunden ist. Dieser Entlastungskanal
6 erstreckt sich über die gesamte axiale Länge des Steuerschiebers
3 von der Anschlussstelle A bis zu einer Verbindungsstelle
10 am anderen Ende.
[0034] Der Ventilkörper
17 weist an seinem der Betätigungseinrichtung
2 zugeordneten Ende eine koaxialen Ausnehmung auf, die einen Stauraum
7 bildet, in dem die Rückstelleinrichtung gegen die Kraftwirkung des Bestätigungselementes
2 wirkt. Die Rückstelleinrichtung ist als Druckfeder um den Außendurchmesser des Steuerschiebers
3 angeordnet und drückt mit ihrem axial linken Ende gegen den Boden der Ausnehmung
und mit dem anderen Ende gegen eine Schulter des Kopfes des Steuerschiebers
3 in diesem Bereich. Der Entlastungskanal
6 des Steuerschiebers
3 mündet an diesem Kopfende in eine Steueröffnung
8. Die Öffnung ist in der dargestellten Position des Schiebers
3 an der Verbindungsstelle 10 mit dem Kopf des Betätigungselementes
1 fest verschlossen.
[0035] Der Ventilkörper
12 weist ferner eine axial im Inneren des Körpers angeordneten leitungsmäßige Verbindung
34 auf, durch die eine leitende Verbindung des Stauraumes
7 mit dem Tankanschluss
T herstellt wird. Die Verbindungsleitung
34 sorgt in der Normalfunktion für eine Entlüftung oder Entleerung des Fluids, welches
sich in dem Stauraum oder in der Betätigungseinrichtung
2 beim Betrieb sammelt. Bei geöffneter Stellung der Steueröffnung
8 und geöffnetem Anschlussstelle P erfüllt die Leitung
34 die Funktion, dass durch diese Maßnahme der Anschluss
A eine direkte Verbindung zum Anschluss
T erhält und somit entlastet wird. In der in
Fig. 1 dargestellten Position des Steuerschiebers
3 ist bei einem Funktionsausfall eines Verbrauchers eine Entlastung des Anschlusses
A über den Entlastungskanal
6, der radialen Verbindung
32 und der axialen Ausnehmung
31 zum Tankanschluss
T sichergestellt. Der Anschluss
P, also die Druckzuführung, ist gesperrt.
[0036] Als Betätigungseinrichtung
2 zeigt
Fig. 1 einen topfartig gestalteten Elektromagneten in der Bauweise als Proportionalmagnet.
Bei entsprechender Auslegung einer Kraft- Hubkennlinie des Magneten wird ein proportionaler
Zusammenhang zwischen Magnetstrom und dem am Steuerschieber
3 anstehenden Druck erzielt. Die Magnetteile
28 des Elektromagneten werden von einem topfartigen Gehäusetopf
29 umgeben, an dessen Topfboden ein Stecker
22 für die Bestromung einer in einem Spulenkörper
26 angeordneten Wicklung
25 vorgesehen ist. In dem Gehäusetöpf
29 eingelagert ist das Joch mit einer Jochscheibe
23. Der magnetische Fluss wird über die Wicklung
25, über ein nichtmagnetisches Material, einem als Hohlzylinder ausgestalteten Anker
14 und den die Kennlinie beeinflussenden Ankergegenstück geschlossen, das im Bereich
des Arbeitshubes des Ankers
14 als Konus
15 gestaltet ist, der sich gegen die Hubrichtung verjüngt. Die vom magnetischen Feld
erzeugte Kraft bewirkt auf den Anker
14 eine in axialer Richtung nach links gerichtete Hubbewegung.
[0037] Der Anker
14 ist über eine Lagerbuchse
24 in einer als Topf ausgestalteten Druckhülse
27 geführt, die sich axial von dem sich in Richtung des Ventilkörpers
12 angeordneten Ende des Magnetteiles
28, entlang des Außenumfanges von Konus
15 und Anker
14 erstreckt und dort fest sowohl mit dem Spulenkörper
26, als auch mit dem Ankergegenstück verbunden ist, und an ihrem Topfboden die der Hubrichtung
entgegengesetzte Stirnseite des Ankers
14 umfasst. Zwischen dem Ankergegenstück und der Druckhülse
27 ist zusätzlich als Abdichtung des Magnetteiles
28 gegenüber Umgebungsmedien eine zusätzliche O-Ringabdichtung
18 vorgesehen. In der zur Hubrichtung weisenden offenen Stirnseite des Ankers
14 ist eine als Stößel
13 ausgestaltete Stange eingelassen, die durch eine durchgehende koaxiale Öffnung des
Ankergegenstückes an ihrem anderen Ende den Kopf des Betätigungselementes
1 bildet. Innerhalb der Öffnung des Ankergegenstückes ist der Stößel
13 durch eine Lagerbuches
16 gelagert.
[0038] Durch die Hubbewegung des Stößels
13 wird der Steuerschieber
3 in eine Position nach links in
Fig. 1 verschoben, bei der der Anschluss
P über die radiale Bohrung
32 und ggf. über die axiale Ausnehmung mit dem Entlastungskanal
6 des Steuerschiebers
3 verbunden ist. Die Verbindungsstelle
10 zwischen der Steueröffnung
8 und dem Kopf des Stößels 13 ist durch das Anliegen der magnetischen Kraft verschlossen.
Der Arbeitsanschluss
A wird mit Druck versorgt.
[0039] Erfindungsgemäß weißt der Kopf des Stößels
13 an seiner Stirnseite eine Abdichtung
9 auf, die die Steueröffnung
8 in der in
Fig. 1 darstellten Position des Steuerschiebers
3 verschließt. In der Ausführung nach
Fig. 1 umfasst die Abdichtung
9 ein Elastomermaterial
11, welches in einer koaxialen Ausnehmung der Stirnseite des Stößels
13 angeordnet ist. Das Elastomermaterial
11 ist als Kegel in die Ausnehmung eingepresst.
[0040] Die Ausführung gemäß der
Fig. 2 unterscheidet sich lediglich in der Art der Abdichtung
9 von der Ausführung in
Fig. 1. Daher werden im Folgenden für gleiche Funktionen die gleichen Bezugszeichen verwendet
wie in
Fig. 1. Die Materialpaarung aus Stößelmaterial (Stahl) und Elastomermaterial
11 (Fig.1) ist in dieser Ausführung als O- Ring -Abdichtung
33 ausgeführt. Die in Richtung der Steueröffnung
8 gerichtete Stirnseite des Stößelkopfes weist hierzu einen radialen Zapfen aus, der
als Aufnahme für die O- Ringabdichtung
33 vorgesehen ist. Die Abdichtung der Verbindungsstelle
10 zwischen dem Stößel und der Steueröffnung
8 erfolgt außenumfangs durch die O- Ringe
33, während die Kraftübertragung auf den Steuerschieber
3 durch den Stahl des Stößels
13 erfolgt.
[0041] Die Arbeitsweise der Sicherheitseinrichtung für das erfindungsgemäße Steuerventil
wird im Folgenden an Hand
Fig. 3a bis
Fig. 3c erläutert. Die
Fig. 3a und
Fig. 3b zeigen den Normalbetrieb, sowohl in einer nicht aktivierten Stellung der Betätigungseinrichtung
2 - entsprechend den Ausführungsformen von
Fig. 1 und
Fig. 2 entspricht diese Position der eines unbestromten Etektromagnetenals auch einer durch
die Betätigungseinrichtung
2 aktivierten Position des Steuerschiebers
3, d.h. der Elektromagnet ist bestromt und der Steuerschieber
3 wird in Richtung der Hubbewegung des Stößels
13 axial nach links verschoben. In beiden Positionen ist die Steueröffnung
8 des Steuerschiebers 3 geschlossen, Der Kopf des Betätigungselementes
1 liegt an der Öffnung an. Die Verbindungsstelle 10 ist kraft und formschlüssig abgedichtet.
[0042] In der Position nach
Fig. 3a ist die Anschlussstelle
A für den Verbraucher über den Entlastungskanal
6, der radialen Verbindung
32 und der axialen Ausnehmung
31 zum Tank T entlastet. Die axiale Ausnehmung
31 des Steuerschiebers
3 endet an ihrem rechten Ende in Höhe des Tankanschlusses
T und ist mit diesem verbunden. Die radiale Verbindung
32 ist jedoch axial von der Druckleitung 4 des Druckanschlusses
P entfernt, so dass dieser verschlossen ist. Über die radiale Verbindung
32 und dem Entlastungskanal
6 ist der Arbeitsanschluss
A mit dem Tankanschluss
T verbunden. Der Anschluss für ein Arbeitsgerät oder für ein Vorsteuerventil eines
Antriebes ist somit stillgelegt. Der Steuerschieber
3 wird durch die als Rückstelleinrichtung
5 wirkende Druckfeder gegen den Kopf des Betätigungselementes
1 gedrückt. Die Verbindungsstelle
10 ist verschlossen. Die leitungsmäßige Verbindung
34 parallel zum Steuerschieber
3 innerhalb des Ventilkörpers
12 übt in dieser Schieberposition keine Sicherheitsfunktion aus, sondern dient ausschließlich
der üblichen Entlüftung oder Entleerung für das Fluid des Steuerventils, das sich
innerhalb der Betätigungseinrichtung
2 (Elektromagnet) gesammelt hat.
[0043] Die Position der
Fig. 3b zeigt den Steuerschieber
3 in einer durch das Betätigungselement
1 aktivierten Stellung (bestromter Zustand des Elektromagneten nach
Fig. 1 oder
Fig. 2). Der Schieber
3 wird um die Hubbewegung des Betätigungselementes
1 soweit axial nach links verschoben, bis die radiale Verbindung
32 über der Anschlussstelle
P liegt, gleichzeitig aber der Tankabfluss
T verschlossen wird. Die Verbindungsstelle
10 zum Betätigungselement
1 hin ist weiterhin verschlossen. Die Anschlussstelle
A ist mit der der Druckleitung
4 und dem Anschluss
P leitungsmäßig verbunden. Jetzt kann am Verbraucher ein Druck für die Betätigung eines
Arbeitsgerätes oder eines Vorsteuerventils für ein angeschlossenes Antriebsystem aufgebaut
werden. Auch in dieser Position dient die im Ventilkörper
12 angeordnete leitungsmäßige Verbindung
34 wiederum nur der Entlüftung und /oder Entleerung des Stauraumes
7 oder der Betätigungseinrichtung 2 (Elektromagnet).
[0044] Bei einer Funktionsstörung wird die Betätigung (Bestromung) der Betätigungseinrichtung
2 unterbrochen. Der Stößel
13 wird axial nach links verschoben. Im Normalfall würde der Steuerschieber
3 durch die Rückstellfeder
5 der rückwärtigen Hubbewegung des Betätigungselementes
1 folgen. Wenn diese Nachfolgebewegung des Schiebers
3 gestört wird, er also in der Position der
Fig. 3b, beispielsweise durch einen Span, einem andere Gegenstand oder allgemein durch Schmutzpartikel
festhängt, ist der Arbeitsanschluss - wie dies
Fig. 3c zeigt - mit dem Druckanschluss
P immer noch verbunden. Das druckbehaftete Medium sammelt sich im Stauraum an, es kann
aber jetzt durch die leitende Verbindung
34 des Stauraumes
7 zu dem Tankabfluss
T abfließen. Der Arbeitsanschluss
A ist damit entlastet und die angeschlossenen Geräte werden stillgesetzt.
[0045] Die Erfindung wurde am Beispiel einer Abdichtung aus einer Elastomerabichtung als
Kegel (
Fig. 1) oder als O- Ring Abdichtung
33 (
Fig. 2) erläutert. Sie umfasst darüber hinaus auch weitere Abdichtungsformen, auch insbesondere
solche, bei denen der Kopf des Stößels aus dem gleichen Material besteht wie das des
Betätigungselementes. Dies umfasst auch Dichtstößel mit einem zugeordneten Sitzkörper,
der direkt oder über eine indirekte durch einen inneren Stößel bestätigt wird. Neben
den in den beiden Ausführungsbeispielen beschriebnen hydraulischen Steuerventilen
bezieht sich die Erfindung auch auf pneumatisch betriebene Ventile. Neben der Betätigungseinrichtung
als Elektromagnet gehören auch manuell oder elektronisch betätigte oder ausgelöste
Schalteinrichtungen als Betätigungseinrichtungen zum Offenbarungsinhalt der Erfindung.
1. Hydraulisches / pneumatisches Steuerventil, umfassend
- Einen Steuerschieber (3), der durch ein Betätigungselement (1) einer Betätigungseinrichtung
(2) betätig wird, das sich im Kraftgleichgewicht mit dem auf den Stirnflächen des
Schiebers (3) wirkenden Druck steht,
- in einer ersten Position eine Verbindung über einen Entlastungskanal (6) im Steuerschieber
(3) von einer druckbeaufschlagten Anschlussstelle P zu mindestens einer Anschlussstelle
A für einen Verbraucher herstellt,
- in einer zweiten Position die Verbindung der Anschlussstelle A zur Anschlussstelle
P unterbricht und den Verbraucher A zu einer Anschlussstelle T in einen Tank über
den Entlastungskanal (6) entlastet,
- wobei der Entlastungskanal (6) mit der Anschlussstelle A und der Anschlussstelle
T in Verbindung steht, und bis zu einer als Steueröffnung (8) in einem Stauraum (7)
des Steuerventils ausgestalteten Verbindungsstelle (10) des Steuerschiebers (3) mit
dem Betätigungselement (1) geführt ist, und die Verbindung des Entlastungskanals (6)
mit der Anschlussstelle T von der Betätigungseinrichtung (2) steuerbar ist,
- zwischen dem Steuerschieber (3) und dem Betätigungselement des Steuerschiebers eine
kraft- und formschlüssige Verbindung in Form einer koaxialen Abdichtung vorgesehen
ist,
- und eine Sicherheitsfunktion, die bei einer Funktionsstörung des Steuerventils die
Verbraucheransschlusstelle A im unbetätigten Zustand unabhängig von der Position des
Steuerschiebers (3) zur Anschlussstelle T entlastet,
- wobei die Entlastung der Anschlussstelle A über die geöffnete Abdichtung (9) und
dem Stauraum (7) zum Tank (Anschlussstelle T) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, dass die koaxiale Abdichtung (9) an der zu der Verbindungsstelle (10) hinweisenden Seite
des Betätigungselement (1) angeordnet ist, zwischen dem Stauraum (7) und dem Tankanschluss
(T) eine leitungsmäßige Verbindung (34) vorgesehen ist, die innerhalb einer äußeren
Umhüllung (12) des Ventils und parallel zum Entlastungskanal (6) des Steuerschiebers
(3) angeordnet ist, wobei vorhandene Druckausgleichskanäle als leitende Verbindung
(34) verwendet werden.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung (9) einen Pfropfen aus einem Elastomermaterial (11) umfasst.
3. Steuerventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastomerpfropfen (11) in Richtung der Verbindungsstelle (10) einen kegelförmigen
Verlauf aufweist.
4. Steuerventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung (9) eine Paarung aus dem Elastomermaterial (11) und dem Material des
Betätigungselementes (1) umfasst.
5. Steuerventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf des Betätigungselementes(1) an der Verbindungsstelle (10) umfangmäßig angeordnete
Nuten aufweist, in dem ein elastomere Abdichtung, insbesondere eine O-Ringabdichtung
(33) gelagert ist.
6. Steuerventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf des Betätigungselement (1) an der Verbindungsstelle (10) eine koaxiale Ausnehmung
aufweist, in der das Elastomermaterial (11) eingepasst ist.
7. Steuerventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung (9) durch das Elastomermaterial (11) und die Kraftübertragung durch
in Richtung des Steuerschiebers (3) angeordnete Stirnfläche des Betätigungselementes
(1) erfolgen.
8. Steuerventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (1) in Richtung der Verbindungsstelle (10) als Dichtstößel
ausgeführt ist.
9. Steuerventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtstößel als Hülse ausgeführt ist, wobei das Betätigungselement (1) in die
koaxiale Öffnung der Hülse einfährt und diese mit ihrem nach außen gerichteten Hülsenbodenfläche
gegen die Öffnungsbohrung des Steuerschiebers (13) drückt.
10. Steuerventil nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtstößel als Kegel ausgeführt ist, dessen Spitze gegen die Verbindungsstelle
drückt.
11. Steuerventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (2) einen Elektromagneten insbesondere einen Proportionalmagneten
umfasst und das Betätigungselement (1) den Stößel (13) des Ankers(14) des Magneten
umfasst.
12. Steuerventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (14) des Elektromagneten mit einer zusätzlichen koaxialen Abdichtung gegenüber
seinen Ankergegenstück versehen ist, die im axialen Abstand zur Abdichtung der Verbindungsstelle
(10) angeordnet ist.
13. Steuerventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung von der ersten zur zweiten Position des Steuerschiebers (3) durch
eine im Stauraum (7) angeordnete und gegen den Kopf des Betätigungselementes (1) wirkende
Rückstelleinrichtung (5) erfolgt.
14. Steuerventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung (5) eine Druckfeder umfasst, die mit ihrem einem Ende gegen
die Schulter der Steueröffnung (8) des Steuerschiebers (3) und mit ihrem gegenüberliegenden
Ende am Boden des Stauraumes (7) abstützt.
1. A hydraulic/pneumatic control valve, comprising
- a control slide (3) which is actuated by an actuating element (1) of an actuating
device (2), said actuating element (1) being in force equilibrium with the pressure
acting on the end faces of the slide (3),
- in a first position produces a connection, via a relief duct (6) in the control
slide (3), from a pressurized connecting point P to at least one connecting point
A for a load,
- in a second position interrupts the connection of the connecting point A to the
connecting point P and, via the relief duct (6), relieves the load A of pressure at
a connecting point T into a tank,
- wherein the relief duct (6) is connected to the connecting point A and the connecting
point T and is guided as far as a connection point (10) of the control slide (3) to
the actuating element (1), said connection point (10) being configured as a control
opening (8) in a retaining space (7) of the control valve, and the connection of the
relief duct (6) to the connecting point T can be controlled by the actuating device
(2),
- a force- and form-fitting connection in the form of a coaxial seal is provided between
the control slide (3) and the actuating element of the control slide,
- and a safety function, which, in the event of a malfunction of the control valve,
relieves the load connecting point A of pressure to the connecting point T in the
non-actuated state, irrespective of the position of the control slide (3),
- wherein the connecting point A is relieved of pressure via the opened seal (9) and
the retaining space (7) to the tank (connecting point T),
characterized in that the coaxial seal (9) is arranged at that side of the actuating element (1) that is
directed toward the connection point (10), and provided between the retaining space
(7) and the tank connection (T) is a conductive connection (34) which is arranged
within an external sheathing (12) of the valve and parallel to the relief duct (6)
of the control slide (3), wherein pressure compensating ducts which are present are
used as conductive connection (34).
2. The control valve as claimed in claim 1, characterized in that the seal (9) comprises a plug made of an elastomeric material (11).
3. The control valve as claimed in claim 2, characterized in that the elastomeric plug (11) has a conical profile in the direction of the connection
point (10).
4. The control valve as claimed in one or more of claims 1 to 3, characterized in that the seal (9) comprises a pairing made of the elastomeric material (11) and the material
of the actuating element (1).
5. The control valve as claimed in claim 4, characterized in that the head of the actuating element (1 ) at the connection point (10) has circumferentially
arranged grooves, in which an elastomeric seal, in particular an O-ring seal (33),
is mounted.
6. The control valve as claimed in one or more of claims 1 to 4, characterized in that the head of the actuating element (1) at the connection point (10) has a coaxial
recess in which the elastomeric material (11) is fitted.
7. The control valve as claimed in one or more of claims 1 to 6, characterized in that the seal (9) takes place by way of the elastomeric material (11) and the force is
transmitted by way of that end face of the actuating element (1) that is arranged
in the direction of the control slide (3).
8. The control valve as claimed in one or more of claims 1 to 7, characterized in that the actuating element (1) is configured as a sealing plunger in the direction of
the connection point (10).
9. The control valve as claimed in claim 8, characterized in that the sealing plunger is configured as a sleeve, wherein the actuating element (1)
moves into the coaxial opening in the sleeve and presses the latter by way of its
outwardly directed bottom surface toward the opening bore in the control slide (3).
10. The control valve as claimed in claim 8 or 9, characterized in that the sealing plunger is configured as a cone, the tip of which presses against the
connection point.
11. The control valve as claimed in one or more of claims 1 to 10, characterized in that the actuating device (2) comprises an electromagnet, in particular a proportional
magnet, and the actuating element (1) comprises the plunger (13) of the armature (14)
of the magnet.
12. The control valve as claimed in claim 11, characterized in that the armature (14) of the electromagnet is provided with an additional coaxial seal
opposite its armature counterpart, said additional coaxial seal being arranged at
an axial distance from the seal of the connection point (10).
13. The control valve as claimed in one or more of claims 1 to 12, characterized in that the switch from the first to the second position of the control slide (3) takes place
by way of a restoring device (5) that is arranged in the retaining space (7) and acts
on the head of the actuating element (1).
14. The control valve as claimed in one or more of claims 1 to 13, characterized in that the restoring device (5) comprises a compression spring, one end of which is supported
on the shoulder of the control opening (8) in the control slide (3) and the opposite
end of which is supported on the bottom of the retaining space (7).
1. Soupape de commande hydraulique/pneumatique, comprenant :
- un tiroir de distribution (3) qui est actionné par un élément d'actionnement (1)
d'un dispositif d'actionnement (2) qui est en équilibre de force avec la pression
agissant sur les faces frontales du tiroir (3),
- qui, dans une première position, établit une connexion par le biais d'un canal de
détente (6) dans le tiroir de distribution (3) d'un point de raccordement P sollicité
en pression à au moins un point de raccordement A pour un consommateur,
- qui, dans une deuxième position, interrompt la connexion du point de raccordement
A au point de raccordement P et détend le consommateur A vers un point de raccordement
T dans un réservoir par le biais du canal de détente (6),
- le canal de détente (6) étant en liaison avec le point de raccordement A et le point
de raccordement T, et étant guidé jusqu'à un point de connexion (10) du tiroir de
distribution (3) avec l'élément d'actionnement (1), configuré en tant qu'ouverture
de commande (8) dans un espace d'accumulation (7) de la soupape de commande, et la
connexion du canal de détente (6) au point de raccordement T pouvant être commandée
par le dispositif d'actionnement (2),
- une connexion par engagement par force et par engagement par correspondance géométrique,
en forme de joint d'étanchéité coaxial, étant prévue entre le tiroir de distribution
(3) et l'élément d'actionnement du tiroir de distribution
- et une fonction de sécurité, dans le cas d'une perturbation du fonctionnement de
la soupape de commande, détendant le point de raccordement consommateur A dans l'état
non actionné indépendamment de la position du tiroir de distribution (3) vers le point
de raccordement T,
- la détente du point de raccordement A s'effectuant par le biais du joint d'étanchéité
ouvert (9) et de l'espace d'accumulation (7) vers le réservoir (point de raccordement
T),
caractérisée en ce que le joint d'étanchéité coaxial (9) est disposé du côté de l'élément d'actionnement
(1) tourné vers le point de connexion (10), une connexion (34) par conduite étant
prévue entre l'espace d'accumulation (7) et le raccordement de réservoir (T), laquelle
est disposée à l'intérieur d'une enveloppe extérieure (12) de la soupape et parallèlement
au canal de détente (6) du tiroir de distribution (3), des canaux d'équilibrage de
la pression existants étant utilisés comme conduite de guidage (34).
2. Soupape de commande selon la revendication 1, caractérisée en ce que le joint d'étanchéité (9) comprend un bouchon en matériau élastomère (11).
3. Soupape de commande selon la revendication 2, caractérisée en ce que le bouchon élastomère (11) présente une allure de forme conique dans la direction
du point de connexion (10).
4. Soupape de commande selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que le joint d'étanchéité (9) comprend une paire constituée du matériau élastomère (11)
et du matériau de l'élément d'actionnement (1).
5. Soupape de commande selon la revendication 4, caractérisée en ce que la tête de l'élément d'actionnement (1) présente des rainures disposées sur la périphérie
au point de connexion (10), dans lesquelles est monté un joint d'étanchéité élastomère,
notamment un joint torique (33).
6. Soupape de commande selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que la tête de l'élément d'actionnement (1) présente au point de connexion (10) un évidement
coaxial, dans lequel est adapté le matériau élastomère (11).
7. Soupape de commande selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que le joint d'étanchéité (9) est réalisé par le matériau élastomère (11) et le transfert
de force a lieu par la face frontale de l'élément d'actionnement (1) disposée dans
la direction du tiroir de distribution (3).
8. Soupape de commande selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que l'élément d'actionnement (1) est réalisé sous forme de poussoir d'étanchéité dans
la direction du point de connexion (10).
9. Soupape de commande selon la revendication 8, caractérisée en ce que le poussoir d'étanchéité est réalisé sous forme de manchon, l'élément d'actionnement
(1) entrant dans l'ouverture coaxiale du manchon et pressant celui-ci avec sa surface
de fond de manchon orientée vers l'extérieur contre l'alésage d'ouverture du tiroir
de distribution (3).
10. Soupape de commande selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que le poussoir d'étanchéité est réalisé sous forme de cône, dont la pointe presse contre
le point de connexion.
11. Soupape de commande selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que le dispositif d'actionnement (2) comprend un électroaimant, en particulier un aimant
proportionnel, et l'élément d'actionnement (1) comprend le poussoir (13) de l'armature
(14) de l'aimant.
12. Soupape de commande selon la revendication 11, caractérisée en ce que l'armature (14) de l'électroaimant est pourvue d'un joint d'étanchéité coaxial supplémentaire
par rapport à sa pièce d'armature conjuguée, lequel est disposé à distance axiale
du joint d'étanchéité du point de connexion (10).
13. Soupape de commande selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 12,
caractérisée en ce que la commutation de la première à la deuxième position du tiroir de distribution (3)
s'effectue par un dispositif de rappel (5) disposé dans l'espace d'accumulation (7)
et agissant contre la tête de l'élément d'actionnement (1).
14. Soupape de commande selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 13,
caractérisée en ce que le dispositif de rappel (5) comprend un ressort de compression qui s'appuie par l'une
de ses extrémités contre l'épaulement de l'ouverture de commande (8) du tiroir de
distribution (3) et par son extrémité opposée contre le fond de l'espace d'accumulation
(7).