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(11) |
EP 1 952 414 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.08.2009 Patentblatt 2009/35 |
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Anmeldetag: 02.11.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2005/001982 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/051436 (10.05.2007 Gazette 2007/19) |
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VAKUUMISOLIERTES SCHALTGERÄT
VACUUM INSULATED SWITCHGEAR
BALLASTE ISOLE PAR LE VIDE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.08.2008 Patentblatt 2008/32 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- RENZ, Roman
12355 Berlin (DE)
- STELZER, Andreas
13505 Berlin (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A1- 2001 040 146 US-A1- 2004 232 112
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US-A1- 2002 149 372
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein vakuumisoliertes Schaltgerät mit einem geerdeten Vakuumgefäß
und einem Kontaktsystem aus einem Festkontakt und einem Bewegkontakt, welche jeweils
durch vakuumdichte, zum Gehäuse isolierende Durchführungen mit elektrischen Anschlussleitungen
verbunden sind, wobei der Bewegkontakt mittels eines isolierenden Übertragungselementes
und vakuumdicht mit einer Antriebsvorrichtung gekoppelt ist.
[0002] Ein derartiges Schaltgerät ist aus der
EP 09 44 105 B1 bekannt. Das dort offenbarte Schaltgerät umfasst ein geerdetes Vakuumgefäß, in welchem
ein Festkontakt über eine vakuumdichte, zum Gehäuse isolierende Durchführung mit einer
elektrischen Anschlussleitung verbunden ist, und ein Bewegkontakt mittels eines isolierenden
Übertragungselementes mit einer Antriebsvorrichtung verbunden ist sowie über einen
flexiblen Leiter über eine weitere, zum Gehäuse isolierende Vakuumdurchführung mit
einer weiteren Anschlussleitung verbunden ist. Der Festkontakt und der Bewegkontakt
bilden ein Kontaktsystem des Schaltgerätes zum Ausbilden bzw. Unterbrechen einer leitenden
Verbindung zwischen den Anschlussleitungen. Um eine Schaltfunktion sowie eine ausreichende
Durchschlagsfestigkeit des Schaltgerätes zu gewährleisten, wird ein Druck innerhalb
des Vakuumgefäßes von < 10
-4 hPa benötigt. Ferner sind bei einer derartigen Anordnung Maßnahmen erforderlich,
um das geerdete Vakuumgefäß gegenüber dem bei einem Schaltvorgang auftretenden Lichtbogen
abzuschirmen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein vakuumisoliertes Schaltgerät der eingangs
erwähnten Art derart weiterzubilden, dass die Anforderungen an das Vakuum bei ausreichender
Durchschlagsfestigkeit und hoher Schaltfunktionalität reduziert sind.
[0005] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass ein weiteres Vakuumgefäß
in dem geerdeten Vakuumgefäß angeordnet ist und in dem weiteren Vakuumgefäß der Festkontakt
und der Bewegkontakt angeordnet und mittels weiterer vakuumdichter Durchführungen
aus dem weiteren Vakuumgefäß herausgeführt sind.
[0006] Mit einem solchen Schaltgerät ist es in vorteilhafter Weise möglich, in dem weiteren
Vakuumgefäß ein hohes Schaltvermögen zu erreichen, weil eine Wechselwirkung eines
während eines Schaltvorganges zwischen dem Bewegkontakt und dem Festkontakt auftretenden
Lichtbogens mit dem geerdeten Vakuumgefäß sowie mit anderen im Schaltgerät angeordneten
Elementen, wie beispielsweise den Anschlussleitungen, unterbunden wird. Des Weiteren
wird ein gutes Vakuum nur in einem kleinen Volumen des weiteren Vakuumgefäßes benötigt,
wobei in dem geerdeten Vakuumgefäß ein Vakuum geringerer Güte ausreicht.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der Druck im geerdeten Vakuumgefäß weniger
als 10
-2 hPa und im weiteren Vakuumgefäß weniger als 10
-4 hPa. Ein Druck von < 10
-4 hPa in dem zweiten Vakuumgefäß gewährleistet in vorteilhafter Weise ein ausreichendes
Schaltvermögen des Schaltgerätes, wobei ein Druck von < 10
-2 hPa im ersten Vakuumgefäß ausreicht, um die dielektrische Isolierung des Schaltgerätes
zu gewährleisten.
[0008] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist an dem geerdeten Vakuumgefäß
eine Vakuumüberwachungseinrichtung mit einer Pumpenvorrichtung vorgesehen. Eine solche
Vakuumüberwachungseinrichtung mit einer Pumpenvorrichtung ermöglicht in vorteilhafter
Weise die Überwachung bzw. Aufrechterhaltung des zur dielektrischen Isolierung nötigen
Drucks in dem geerdeten Vakuumgefäß.
[0009] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Pumpenvorrichtung eine
Ionen-Getterpumpe. Eine solche Ionen-Getterpumpe bietet eine einfache und kostengünstige
Möglichkeit zur Aufrechterhaltung des Druckes in dem ersten Vakuumgefäß.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Kopplung des Bewegkontaktes mit der
Antriebsvorrichtung durch eine mittels eines Faltenbalges am geerdeten Vakuumgefäß
abgedichteten verschiebbare Antriebsstange und eine leitende Verbindung zwischen dem
Bewegkontakt und einer der Anschlussleitungen mittels eines flexiblen Stromleiters
gebildet.
[0011] Mit einer solchen Anordnung ist es in einfacher Weise möglich, eine Bewegung von
einer Antriebsvorrichtung auf den Bewegkontakt zum Schließen der Verbindung zwischen
Festkontakt und Bewegkontakt zu übertragen und eine elektrische Verbindung durch ein
Schließen des Kontaktsystems aus Festkontakt und Bewegkontakt auszubilden. Weitere
Schaltfunktionen des Schaltgerätes wie beispielsweise eine Trennfunktion bzw. eine
Erdungsfunktion können bei einem derartigen Schaltgerät entweder außerhalb des geerdeten
Vakuumgefäßes mittels geeigneter Anordnungen realisiert sein oder aber in dem weiteren
Vakuumgefäß, wenn beispielsweise in vorteilhafter Weise eine Vakuumschaltröhre wie
in der
PCT/DE2005/001613 beschrieben, als weiteres Vakuumgefäß verwendet wird.
[0012] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Kopplung des Bewegkontaktes
mit der Antriebsvorrichtung durch ein mittels eines Faltenbalges am geerdeten Vakuumgehäuse
abgedichtetes verschwenkbares Übertragungselement und eine leitende Verbindung zwischen
dem Bewegkontakt und einer der Anschlussleitungen mittels eines flexiblen Stromleiters
gebildet.
[0013] Mit einer solchen Anordnung ist es ebenfalls in vorteilhafterweise möglich, eine
Bewegung einer Antriebsvorrichtung auf den Bewegkontakt zum Schließen des Kontaktsystems
aus Festkontakt und Bewegkontakt zu übertragen.
[0014] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist das Übertragungselement unter Entkopplung
des flexiblen Stromleiters vom Bewegkontakt in eine Zwischenstellung verschwenkbar,
welche eine Trennposition darstellt. Bei einer solchen Anordnung ist eine Trennstrecke
in vorteilhafter Weise im geerdeten Vakuumgefäß ausgebildet.
[0015] In weiterer Fortbildung der Erfindung ist das Übertragungselement in eine Endlage
verschwenkbar, in welcher eine leitende Verbindung zum geerdeten Vakuumgefäß ausgebildet
ist. Dadurch wird in einfacher Weise eine Erdung des Schaltgerätes möglich.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die vakuumdichten Durchführungen aus
einem Keramikmaterial gebildet, wobei Fügestellen zum geerdeten Vakuumgefäß metallisiert
sind. Derartige Durchführungen ermöglichen vorteilhafterweise eine Isolierung gegenüber
den Anschlussleitungen und gleichzeitig die Ausbildung einer vakuumdichten Verbindung,
beispielsweise durch eine Lötverbindung, mit dem geerdeten Vakuumgefäß.
[0017] In weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung ist das isolierende Übertragungselement aus
einem Keramikmaterial gebildet. Ein Keramikmaterial bietet in vorteilhafterweise die
isolierenden Eigenschaften für das Übertragungselement.
[0018] In besonders bevorzugter Ausführungsform ist das Keramikmaterial Al
2 O
3. Al
2 O
3 ist besonders vorteilhaft zur Ausbildung von vakuumdichten Durchführungen.
[0019] In weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist die vakuumdichte Verbindung
von Antriebsvorrichtung und Übertragungselement durch einen Faltenbalg ausgebildet.
Ein solcher Faltenbalg bietet eine einfache Möglichkeit, eine Verbindung zur Übertragung
einer Bewegung der Antriebsvorrichtung an das bewegliche Kontaktstück auszubilden.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung und eines Ausführungsbeispiels
mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert.
[0021] Es zeigen:
- Figur 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen vakuumisolierten Schaltgerätes;
- Figur 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen vakuumisolierten Schaltgerätes;
- Figur 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen vakuumisolierten Schaltgerätes;
und
- Figur 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen vakuumisolierten Schaltgerätes.
[0022] Figur 1 zeigt ein vakuumisoliertes Schaltgerät 1 mit einem geerdeten Vakuumgefäß
2, an welchem Anschlussleitungen 3 und 4 angeordnet sind. Die Anschlussleitungen 3
bzw. 4 sind mittels vakuumdichter Durchführungen 5 bzw. 6 am geerdeten Vakuumgefäß
2 vakuumdicht abgedichtet. In dem geerdeten Vakuumgefäß 2 ist ein weiteres Vakuumgefäß
7 angeordnet, in welchem ein Festkontakt 8 sowie ein beweglicher Kontakt 9 angeordnet
sind. Der Festkontakt 8 ist mittels einer weiteren vakuumdichten Durchführung 10 mit
der Anschlussleitung 3 leitend verbunden, und der Bewegkontakt 9 mittels einer ebenfalls
vakuumdichten Durchführung 11 in Form eines Faltenbalgs 11 über einen flexiblen Leiter
12 mit der Anschlussleitung 4 verbunden. Über eine Antriebsstange 13, welche mit einer
nicht dargestellten Antriebsvorrichtung gekoppelt ist und an dem ersten Vakuumgefäß
2 mittels eines Faltenbalges 14 vakuumdicht abgedichtet ist, wird über das isolierende
Übertragungselement 15 eine Antriebsbewegung auf den Bewegkontakt 9 übertragen, so
dass der Bewegkontakt 9 zwischen einer Kontaktstellung, in der Festkontakt 8 und Bewegkontakt
9 in Verbindung stehen, und einer offenen Stellung, in der Festkontakt 8 und Bewegkontakt
9 voneinander getrennt sind, bewegbar ist. An dem geerdeten Vakuumgefäß 2 ist eine
Vakuumsüberwachungseinrichtung 16 zur Überwachung bzw. Aufrechterhaltung des Drucks
in dem geerdeten Vakuumgefäß 2 angeordnet. Wird von der Vakuumsüberwachungseinrichtung
16 ein Druckanstieg im geerdeten Vakuumgefäß festgestellt, welcher beispielsweise
aus einem Ausgasen des flexiblen Leiters 12 oder der Wände des geerdeten Vakuumgefäßes
2 resultieren kann, so wird durch eine der Vakuumüberwachungseinrichtung 16 zugeordnete
Ionengetterpumpe als Pumpenvorrichtung der notwendige Druck für die dielektrische
Isolierung wiederhergestellt.
[0023] Bei dem vakuumisolierten Schaltgerät 1 wird eine elektrisch leitende Verbindung zwischen
den Anschlussleitungen 3 und 4 ausgebildet, in dem über die nicht dargestellte Antriebsvorrichtung
die Antriebsstange 13 den über das Übertragungselement 15 mit dieser fest verbundenen
Bewegkontakt 9 zu einer Bewegung in Richtung des Festkontakts 8 veranlasst. Ist die
Kontaktstellung erreicht, in der sich Festkontakt 8 und Bewegkontakt 9 in Verbindung
miteinander befinden, so findet ein Stromfluss über die Anschlussleitung 3, den Festkontakt
8, den Bewegkontakt 9, den flexiblen Stromleiter 12 zur Anschlussleitung 4 statt.
Zum Unterbrechen der elektrischen Verbindung zwischen den Anschlussleitungen 3 und
4 wird über die Antriebsvorrichtung die bewegliche Antriebsstange 13 zu einer Bewegung
veranlasst, bei der der Bewegkontakt 9 vom Festkontakt 8 getrennt wird. Bei dieser
Trennung von Bewegkontakt 9 und Festkontakt 8 wird ein Lichtbogen in dem weiteren
Vakuumgefäß 7 gezündet, welcher bei einem folgenden Stromnulldurchgang gelöscht wird.
Das Löschen dieses Lichtbogens wird durch das im weiteren Vakuumgefäß 7 ausgebildete
Vakuum gewährleistet, so dass das vakuumisolierte Schaltgerät über ein ausreichendes
Schaltvermögen verfügt. Durch die hermetische Abtrennung des weiteren Vakuumgefäßes
7 wird dabei gleichzeitig verhindert, dass Ionen aus dem Lichtbogen in den Bereich
des geerdeten Vakuumgefäßes 2 gelangen können. Der Druck im geerdeten Vakuumgefäß
2 liegt in einem Bereich von ≤ 10
-2 hPa und somit bei entsprechenden Gehäuseabmessungen in einem Bereich unterhalb des
so genannten Paschen-Minimums, welches bei etwa 1 Pa*m liegt, und gewährleistet eine
ausreichende dielektrische Isolierung im geerdeten Vakuumgefäß 2, wobei der Druck
im weiteren Vakuumgefäß 7 in einem Bereich von ≤ 10
-4 hPa liegt.
[0024] Bei der Anordnung der Figur 1 können die für ein Schaltgerät weiteren notwendigen
Funktionen wie Trennen bzw. Erden des Schaltgerätes entweder außerhalb des geerdeten
Vakuumgefäßes 2 durch geeignete mechanische Anordnungen vorgesehen sein, oder aber
in dem weiteren Vakuumgefäß 7 realisiert sein, wobei das weitere Vakuumgefäß 7 als
Mehrstellungsvakuumschaltröhre, wie beispielsweise in der
PCT/DE2005/001613 beschrieben, die hiermit Teil der vorliegenden Offenbarung ist, ausgebildet ist.
[0025] Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines vakuumisolierten Schaltgerätes 1'
mit einem geerdeten Vakuumgefäß 2, an welchem Anschlussleitungen 3 und 4' über vakuumdichte
Durchführungen 5 bzw. 6' angeordnet sind. Das weitere Vakuumgefäß 7 mit dem Festkontakt
8 und dem Bewegkontakt 9, welche jeweils über weitere Durchführungen 10 bzw. 11 mit
der Anschlussleitung 3 bzw. über den flexiblen Stromleiter 12' mit der Anschlussleitung
4 verbunden sind, ist in dem geerdeten Vakuumgefäß 2 angeordnet. Um eine Bewegung
des Bewegkontaktes 9 in dieser Ausführungsform durchzuführen, ist der Bewegkontakt
9 mit einem isolierenden Übertragungselement 15' in Form einer Übertragungsstange
15' gekoppelt, welches über einen vakuumdichten Faltenbalg 14' aus dem geerdeten Vakuumgefäß
2 herausgeführt und mit einer drehbar gelagerten Antriebsstange 13' verbunden ist.
Über eine nicht dargestellte Antriebsvorrichtung wird eine Drehung der Antriebsstange
13' ausgelöst, welche zu einer Schwenkbewegung des Übertragungselementes 15' in Richtung
des Pfeiles B führt. An dem geerdeten Vakuumgefäß 2 ist die Vakuumüberwachungseinrichtung
16 angeordnet.
[0026] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ein Schließen bzw. Öffnen des Kontaktsystems
aus Festkontakt 8 und Bewegkontakt 9 durch ein Schwenken des Übertragungselementes
15' ausgeführt, wobei bei geschlossenem Kontaktsystem eine Verbindung zwischen den
Anschlussleitungen 3 und 4' über das Kontaktsystem aus Festkontakt 8 und Bewegkontakt
9 sowie den flexiblen Stromleiter 12' ausgebildet wird. Das weitere Vakuumgefäß 7
dient dazu, den beim Trennvorgang von Festkontakt 8 und Bewegkontakt 9 auftretenden
Lichtbogen gegenüber dem geerdeten Vakuumgefäß 2 und den darin angeordneten Bauelementen
abzuschirmen.
[0027] Figur 3 zeigt eine weitere Ausgestaltung des vakuumisolierten Schaltgerätes aus Figur
2, wobei ein weiteres Kontaktsystem als Trennungskontaktsystem des Schaltgerätes 1'
ausgebildet ist. Bei dieser Anordnung wird nach einem Öffnen des Kontaktsystem aus
Festkontakt 8 und Bewegkontakt 9 durch die Bewegung des Übertragungselementes 15'
ein Trennvorgang ausgelöst, in dem der flexible Stromleiter 12' von dem Bewegkontakt
9 entkoppelt wird, so dass eine mit X bezeichnete Trennstrecke zwischen dem Bewegkontakt
9 und dem flexiblen Stromleiter 12' ausgebildet ist.
[0028] Figur 4 zeigt eine Ausführungsform des vakuumisolierten Schaltgerätes 1', bei der
zusätzlich eine Erdungsfunktion in dem geerdeten Vakuumgefäß 2 vorgesehen ist. Bei
dieser Ausführungsform wird das Übertragungselement 15' nach Öffnen des Kontaktsystems
aus Festkontakt 8 und Bewegkontakt 9 derart bewegt, dass der flexible Stromleiter
12' eine leitende Verbindung 17 mit dem geerdeten Vakuumgefäß 2 ausbildet. In dieser
Position ist eine Erdung des Schaltgerätes ausgebildet.
Bezugszeichenlisten
[0029]
- 1, 1'
- Vakuumisoliertes Schaltgerät
- 2
- Erstes Vakuumgefäß
- 3
- Anschlussleitung
- 4, 4'
- Anschlussleitung
- 5
- Vakuumdurchführung
- 6, 6'
- Vakuumdurchführung
- 7
- Zweites Vakuumgefäß
- 8
- Festkontakt
- 9
- Bewegkontakt
- 10, 11
- Vakuumdurchführungen
- 12, 12'
- Flexibler Stromleiter
- 13, 13'
- Bewegliche Antriebsstange
- 14, 14'
- Faltenbalg
- 15
- Isolierendes Übertragungselement
- 15'
- Übertragungsstange
- 16
- Vakuumüberwachungseinrichtung
- 17
- Erdung
1. Vakuumisoliertes Schaltgerät (1) mit einem geerdeten Vakuumgefäß (2) und einem Kontaktsystem
aus einem Festkontakt (8) und einem Bewegkontakt (9), welche jeweils durch vakuumdichte,
zum Gehäuse isolierende Durchführungen (5, 6, 6') mit elektrischen Anschlussleitungen
(3, 4) verbunden sind, wobei der Bewegkontakt (9) mittels eines isolierenden Übertragungselementes
(15, 15') und vakuumdicht mit einer Antriebsvorrichtung gekoppelt ist, wobei
ein weiteres Vakuumgefäß (7) in dem geerdeten Vakuumgefäß (2) angeordnet ist und in
dem weiteren Vakuumgefäß (7) der Festkontakt (8) und der Bewegkontakt (9) angeordnet
sind dadurch gekennzeichnet, dass der Festkontakt (8) und der Bewegkontakt (9) mittels weiterer vakuumdichter Durchführungen
(10,11) aus dem weiteren Vakuumgefäß (7) herausgeführt sind.
2. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im geerdeten Vakuumgefäß (2) weniger als 10-2 hPa und im weiteren Vakuumgefäß (7) weniger als 10-4 hPa beträgt.
3. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem geerdeten Vakuumgefäß (7) eine Vakuumüberwachungseinrichtung (16) mit einer
Pumpenvorrichtung (16) vorgesehen ist.
4. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpenvorrichtung (16) eine Ionen-Getterpumpe umfasst.
5. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung des Bewegkontaktes (9) mit der Antriebsvorrichtung durch eine mittels
eines Faltenbalges (14') am geerdeten Vakuumgefäß (2) abgedichteten verschiebbaren
Antriebsstange (13) gebildet ist und eine leitende Verbindung zwischen dem Bewegkontakt
(9) und einer der Anschlussleitungen (4) mittels eines flexiblen Stromleiters (12)
gebildet ist.
6. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung des Bewegkontaktes (9) mit der Antriebsvorrichtung durch ein mittels
eines Faltenbalges (14') am geerdeten Vakuumgefäß (2) abgedichtetes verschwenkbares
Übertragungselement (15') und eine leitende Verbindung zwischen dem Bewegkontakt (9)
und einer der Anschlussleitungen (4') mittels eines flexiblen Stromleiters (12') gebildet
ist.
7. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (15') unter Entkopplung des flexiblen Stromleiters (12')
vom Bewegkontakt (9) in eine Zwischenstellung verschwenkbar ist, welche eine Trennposition
darstellt.
8. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (15') in eine Endlage verschwenkbar ist, in welcher eine
leitende Verbindung zum geerdeten Vakuumgefäß ausgebildet ist.
9. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die vakuumdichten Durchführungen (5, 6, 6') aus einem Keramikmaterial gebildet sind,
wobei Fügestellen zum geerdeten Vakuumgefäß (2) metallisiert sind.
10. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das isolierende Übertragungselement (15, 15') aus einem Keramikmaterial gebildet
ist.
11. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Keramikmaterial Al2 O3 ist.
12. Vakuumisoliertes Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die vakuumdichte Verbindung (14, 14') von Antriebsvorrichtung und Übertragungselement
durch einen Faltenbalg (14, 14') ausgebildet ist.
1. Vacuum-insulated switching device (1) having a grounded vacuum vessel (2) and having
a contact system comprising a fixed contact (8) and a moving contact (9), which are
each connected by vacuum-tight bushings (5, 6, 6'), which provide insulation from
the housing, to electrical connecting lines (3, 4), with the moving contact (9) being
coupled to a drive apparatus by means of an insulating transmission element (15, 15')
and in a vacuum-tight manner, a further vacuum vessel (7) being arranged in the grounded
vacuum vessel (2), and the fixed contact (8) and the moving contact (9) being arranged
in the further vacuum vessel (7)
characterized in that
the fixed contact (8) and the moving contact (9) are passed out of the further vacuum
vessel (7) by means of further vacuum-tight bushings (10, 11).
2. Vacuum-insulated switching device according to Claim 1,
characterized in that the pressure in the grounded vacuum vessel (2) is less than 10-2 hPa, and the pressure in the further vacuum vessel (7) is less than 10-4 hPa.
3. Vacuum-insulated switching device according to Claim 1 or 2,
characterized in that
a vacuum monitoring device (16) with a pump apparatus (16) is provided on the grounded
vacuum vessel (7).
4. Vacuum-insulated switching device according to Claim 3,
characterized in that
the pump apparatus (16) comprises an ion getter pump.
5. Vacuum-insulated switching device according to one of the preceding claims,
characterized in that the moving contact (9) is coupled to the drive apparatus by means of a movable drive
rod (13) which is sealed by means of a bellows (14') on the grounded vacuum vessel
(2), and a conductive connection is formed between the moving contact (9) and one
of the connecting lines (4) by means of a flexible electrical conductor (12).
6. Vacuum-insulated switching device according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the moving contact (9) is coupled to the drive apparatus by means of a transmission
element (15') which can pivot and is sealed by means of a bellows (14') on the grounded
vacuum vessel (2), and a conductive connection is formed between the moving contact
(9) and one of the connecting lines (4') by means of a flexible electrical conductor
(12').
7. Vacuum-insulated switching device according to Claim 6,
characterized in that
the transmission element (15') can be pivoted to an intermediate position, which represents
a disconnected position, with the flexible electrical conductor (12') being decoupled
from the moving contact (9).
8. Vacuum-insulated switching device according to Claim 6 or 7,
characterized in that the transmission element (15') can be pivoted to a limit position, in which a conductive
connection is formed to the grounded vacuum vessel.
9. Vacuum-insulated switching device according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that the vacuum-tight bushings (5, 6, 6') are formed from a ceramic material, with joints
to the grounded vacuum vessel (2) being metalized.
10. Vacuum-insulated switching device according to one of Claims 1 to 9,
characterized in that the insulating transmission element (15, 15') is formed from a ceramic material.
11. Vacuum-insulated switching device according to Claim 9 or 10,
characterized in that
the ceramic material is Al2O3.
12. Vacuum-insulated switching device according to one of Claims 1 to 11,
characterized in that
the vacuum-tight connection (14, 14') of the drive apparatus and transmission element
is formed by a bellows (14, 14').
1. Appareil ( 1 ) de commutation isolé par le vide comprenant une enceinte ( 2 ) sous
vide mise à la terre et un système de contact constitué d'un contact ( 8 ) fixe et
d'un contact ( 9 ) mobile qui sont reliés à des lignes ( 3, 4 ) de connexion électrique
respectivement par des traversées ( 5, 6, 6' ) étanches au vide et isolantes par rapport
au boîtier, le contact ( 9 ) mobile étant couplé, au moyen d'un élément ( 15, 15'
) de transmission isolant et d'une manière étanche au vide, à un dispositif d'entraînement,
dans lequel une autre enceinte ( 7 ) sous vide est disposée dans l'enceinte ( 2 )
sous vide mise à la terre et le contact ( 8 ) fixe et le contact ( 9 ) mobile sont
disposés dans l'autre enceinte ( 7 ) sous vide, caractérisé en ce que le contact ( 8 ) fixe et le contact ( 9 ) mobile sortent de l'autre enceinte ( 7
) sous vide au moyen d'autres traversées ( 10, 11 ) étanches au vide.
2. Appareil de commutation isolé par le vide suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que, la pression dans l'enceinte ( 2 ) sous vide mise à la terre est plus petite que
10-2 hPa et dans l'autre enceinte ( 7 ) sous vide plus petite que 10-4 hPa.
3. Appareil de commutation isolé par le vide suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'il est prévu sur l'enceinte ( 7 ) sous vide mise à la terre un dispositif ( 16 ) de
contrôle sous vide ayant un dispositif ( 16 ) de pompage.
4. Appareil de commutation isolé par le vide suivant la revendication 3,
caractérisé en ce que, le dispositif ( 16 ) de pompage est une pompe ionique à getter.
5. Appareil de commutation isolé par le vide suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le couplage du contact ( 9 ) mobile au dispositif d'entraînement est formé par une
tringle ( 13 ) d'entraînement coulissante, en étant rendue étanche au moyen d'un soufflet
( 14' ), sur l'enceinte ( 2 ) sous vide mise à la terre et il est formé une liaison
conductrice entre le contact ( 9 ) mobile et l'une des lignes ( 4 ) de connexion au
moyen d'un conducteur ( 12 ) de courant souple.
6. Appareil de commutation isolé par le vide suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que, le couplage du contact ( 9 ) mobile au dispositif d'entraînement est formé par un
élément ( 15' ) de transmission pivotant, en étant rendu étanche au moyen d'un soufflet
( 14' ) sur l'enceinte ( 2 ) sous vide mise à la terre et il est formé une liaison
conductrice entre le contact ( 9 ) mobile et l'une des lignes ( 4' ) de connexion
au moyen d'un conducteur ( 12' ) de courant souple.
7. Appareil de commutation isolé par le vide suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que, l'élément ( 15' ) de transmission peut venir en pivotant dans une position intermédiaire,
avec découplage du conducteur ( 2 ) de courant flexible du contact ( 9 ) mobile, dans
une position intermédiaire qui constitue une position de séparation.
8. Appareil de commutation isolé par le vide suivant la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que l'élément ( 15' ) de transmission peut pivoter dans une position d'extrémité, dans
laquelle une liaison conductrice à l'enceinte sous vide mise à la terre est formée.
9. Appareil de commutation isolé par le vide suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que, les traversées ( 5, 6, 6' ) étanches au vide sont en un matériau en céramique, les
points de jonction à l'enceinte ( 2 ) sous vide mise à la terre étant métallisés.
10. Appareil de commutation isolé par le vide suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que, l'élément ( 15, 15' ) de transmission isolant est en une matière céramique.
11. Appareil de commutation isolé par le vide suivant la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que la matière céramique est de l'Al2O3.
12. Appareil de commutation isolé par le vide suivant l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que, la liaison ( 14, 14' ) étanche au vide du dispositif d'entraînement et de l'élément
de transmission est formée par un soufflet ( 14, 14' ).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente