[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein mehrfunktionales brettartiges Gleitgerät, welches
in Richtung einer Längsachse voneinander distanzierte Endabschnitte aufweist und in
seiner Längserstreckung in Gleitteilgeräte teilbar ausgebildet ist, mit mehreren in
Richtung der Längserstreckung angeordneten ersten und zweiten Kupplungseinrichtungen
zur gegenseitigen Verbindung der beiden Gleitteilgeräte, wobei die beiden miteinander
gekuppelten Gleitteilgeräte einen ersten Betriebszustand und diese in der voneinander
getrennten Stellung einen zweiten Betriebszustand darstellen, und mit Bindungseinrichtungen.
[0002] Aus der
CH 681 509 A5 ist ein teilbares Snowboard bekannt geworden, welches längs in ein Schipaar teilbar
ist und mit Mitteln zum lösbaren Verbinden der beiden Snowboardteile versehen ist.
Auf dem Snowboard sind im Wesentlichen quer zu dessen Längserstreckung über dessen
Trennspalt hinweg sowie im Wesentlichen außenseitig auf den Snowboardteilen lösbar
montierbare biegesteife Bindungsplatten als Teil dieser Verbindungsmittel vorgesehen.
Weiters sind zusätzlich jeweils lösbare Verbindung zwischen den Bindungsplatten und
beiden Snowboardteilen in der Nähe des Trennspaltes vorgesehen. Für beide Verwendungszustände
ist dabei eine einheitliche Verwendungsrichtung vorgesehen.
[0003] Ein anderes, in Richtung seiner Längserstreckung teilbares Snowboard ist aus der
EP 0 362 782 B2 bekannt geworden. Das Snowboard besteht im Wesentlichen aus in Längsrichtung parallel
nebeneinander angeordneten, lösbaren Teilen, welche mit Schuhhaltevorrichtungen versehen
sind, um eine das Snowboard benützende Person auf diesem zu haltern. Dabei ist die
Schuhhaltevorrichtung in mindestens zwei Stellungen auf dem Snowboard positionierbar.
Eine Stellung davon ist im Wesentlichen in Längsrichtung zum Snowboard ausgerichtet,
wobei eine weitere Stellung im Wesentlichen quer dazu verlaufend ausgerichtet ist.
Die beiden Schuhhaltevorrichtungen dienen dazu, die beiden Teile des Snowboards zusammenzuhalten.
[0004] Ein anderes, in seiner Längsachse teilbar ausgebildetes Snowboard ist aus der
DE 197 03 773 A1 bekannt geworden. Die linken und rechten Hälften Snowboards sind symmetrisch ausgebildet,
wobei die beiden Hälften durch Querverschlüsse im vorderen, mittleren und hinteren
Bereich miteinander zu dem starren Snowboard verbindbar und relativ zueinander befestigbar
sind. Zur Anpassung an unterschiedliche Schneeverhältnisse kann zwischen den beiden
Hälften ein den Spalt über die gesamte Länge ausfüllendes Verbreiterungselement in
Form eines Mittelstückes eingesetzt werden. Die beiden Hälften und das Verbreiterungselement
sind durch die gleichen Querverschlüsse, wie die beiden Hälften allein im Falle der
Normalbreite miteinander starr verbindbar. Ähnliche Zwischenlageteile sind aus dem
DE 89 03 154 U1 sowie dem
DE 296 18 514 U1 bekannt geworden.
[0005] Weitere teilbar ausgebildete Snowboards sind aus der
US 5,649,722 A, der
US 5,816,590 A, der
US 5,984,324 A sowie der
US 6,523,851 B1 bekannt geworden. In diesen werden unterschiedliche Kupplungsmechanismen für die
Verbindung der beiden voneinander getrennten und wieder zu einer Einheit zusammenfügbaren
Hälften vorgeschlagen. Alle diese teilbaren Snowboards weisen eine einzige Verwendungsrichtung
auf.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gesamte Nutzung und Verwendung
des Gleitgeräts bzw. der einzelnen Gleitteilgeräte zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass im ersten Betriebszustand in
der gekuppelten Stellung die beiden Gleitteilgeräte einen ersten Endabschnitt ausbilden,
der eine erste Verwendungsrichtung definiert und im zweiten Betriebszustand in der
voneinander getrennten Stellung der oder die weiteren Endabschnitte eine zur ersten
Verwendungsrichtung entgegen gesetzte zweite Verwendungsrichtung definieren.
[0008] Der sich durch die Merkmale des Anspruches 1 ergebende überraschende Vorteil liegt
darin, dass so für jeden der unterschiedlichen Betriebszustände eine dafür eigene
Verwendungsrichtung vorgesehen ist. So kann die Endausbildung der in Längsrichtung
voneinander distanzierten Endabschnitte auf den jeweiligen Einsatzzweck optimal abgestimmt
werden. Im ersten Betriebszustand kann für die Abfahrt eine geschlossene Schaufelausbildung
- eine so genannte "Nose" - geschaffen werden. Hingegen für den Aufstieg bzw. die
Abfahrt im zweiten Betriebszustand kann davon unabhängig der weitere Endabschnitt
speziell auf diesen Einsatzzweck abgestimmt werden. Durch die Teilungsmöglichkeit
des Gleitgeräts kann so auf jeden Anwendungsfall eigens Bedacht genommen werden und
für jede Fortbewegungsrichtung ein speziell ausgebildetes Schaufelende ausgebildet
werden.
[0009] Vorteilhaft ist auch eine weitere Ausführungsform nach Anspruch 2, weil dadurch für
den ersten Betriebszustand im ersten Endabschnitt eine in sich geschlossene Kurvenform
geschaffen werden kann, welche einer üblichen Endausbildung eines Snowboards in der
bestimmungsgemäßen Fortbewegungsrichtung darstellt. Dadurch kann auch auf das Abfahrtsverhalten
und dem damit verbundenen Auftrieb speziell bedacht genommen werden.
[0010] Vorteilhaft ist weiters eine Ausbildung nach Anspruch 3, da so unabhängig von der
ersten Verwendungs- bzw. Fortbewegungsrichtung eine spezielle dafür vorgesehene Schaufelausbildung
im weiteren Endabschnitt geschaffen werden kann. Durch die bevorzugt symmetrische
Ausbildung der zweiten Kurvenform wird so für den Aufstieg als auch für die Abfahrt
bei voneinander getrennten Gleitteilgeräten eine gleichmäßige symmetrische Krafteinbringung
ausgehend von der Spitze bzw. Schaufel ermöglicht. Darüber hinaus wird auch noch im
ersten Betriebszustand eine zur normalen Verwendungsrichtung entgegengesetzte Verwendungsrichtung
ermöglicht, wobei dies aufgrund des zwischen den Gleitteilgeräten ausgebildeten Zwickels
nur eine geringfügige Einschränkung darstellt.
[0011] Durch die Ausbildung nach Anspruch 4 ist es möglich, im Bereich der Lauffläche bzw.
Gleitfläche des Gleitgeräts im ersten Betriebszustand eine nahezu geschlossene Lauffläche
zu erzielen. Dadurch werden gute Gleiteigenschaften trotz des Vorteils der Trennung
für den Aufstieg in Gleitteilgeräte ermöglicht.
[0012] Nach einer anderen Ausführungsvariante gemäß Anspruch 5 wird für den ersten Betriebszustand
eine von der Taillierung abhängige Kurvenfahrt des Gleitgeräts ermöglicht.
[0013] Vorteilhaft ist auch eine Weiterbildung nach Anspruch 6, da so durch den bewussten
Wechsel der bogenförmig gekrümmten Taillierung im Bereich der Längskanten zu einer
Anordnung im Bereich der Innenkanten das Fahrverhalten für den Benutzer auch während
der Abfahrt wesentlich verbessert wird. So ist es möglich, durch die taillierte Ausbildung
der Innenkanten bei einer Kurvenfahrt die Belastung auf den Außenschi zu verlagern,
wodurch die bogenförmig gekrümmten Längskanten zum Einsatz gebracht werden und dadurch
das Fahrverhalten und damit die Steuerung für den Benutzer wesentlich verbessert werden.
[0014] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 7 ist von Vorteil, dass durch die multifunktionelle
Verwendungsweise des zweiten Kupplungsmittels der ersten Kupplungseinrichtung zusätzliche
Hilfsmittel eingespart werden können, wodurch einerseits die Gefahr des Verlierens
bzw. Vergessens minimiert wird und andererseits das zweite Kupplungsmittel für den
Aufstieg als Steighilfe verwendet werden kann. Weiters kann dieses während der Abfahrt
als Kupplungsmittel für die Gleitteilgeräte eingesetzt werden. Damit wird Gewicht
und Material für den Benutzer eingespart.
[0015] Durch die Weiterbildung nach Anspruch 8 wird erreicht, dass so in Kombination mit
dem zweiten Kupplungsmittel eine ebenflächige Ausrichtung der beiden Gleitteilgeräte
zueinander im Bereich der Lauffläche erzielbar ist.
[0016] Durch die Ausbildung nach Anspruch 9 können die ersten Schenkelteile als Zugelemente
für den Kupplungsvorgang im Zusammenwirken mit dem Bügelteil Verwendung finden und
zusätzlich durch das Verbindungselement die gegenseitige flächige Ausrichtung der
Gleitteilgeräte erzielt werden.
[0017] Vorteilhaft ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 10, da so nicht nur ein gegenseitiges
Zusammenspannen der Basiskörper der ersten Kupplungsmittel erreicht werden kann, sondern
auch zusätzlich noch für den Einsatz als Steighilfe die Höhe derselben variiert werden
kann.
[0018] Gemäß einer Ausbildung wie im Anspruch 11 beschrieben, wird eine einwandfreie Kupplung
der beiden Gleitteilgeräte im Abschnitt der einander zugewandten Längskanten erzielt
und so eine gute gegenseitige Stabilisierung der beiden Gleitteilgeräte gegeneinander
erreicht.
[0019] Dabei erweist sich eine Ausgestaltung nach Anspruch 12 vorteilhaft, weil dadurch
ohne weitere Hilfsmittel bzw. Verbindungsmittel eine Kupplung des als Steighilfe verwendeten
zweiten Kupplungsmittels an der Bindungseinrichtung erfolgen kann.
[0020] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung gemäß Anspruch 13 können unterschiedliche
Neigungswinkel zwischen der Oberfläche der Gleitteilgeräte und der Horizontalen, für
den Aufstieg ausgeglichen werden, wodurch eine individuelle Anpassung an die Steilheit
des Aufstiegsgeländes erfolgen kann. Dadurch wird für einen Benutzer die Aufstiegsbewegung
im Zusammenwirken den Gleitteilgeräten wesentlich vereinfacht bzw. erleichtert und
zusätzlich noch ein gewisser Kraftaufwand eingespart.
[0021] Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 14, weil dadurch eine zusätzliche
Arretierung der beiden Elemente zueinander erfolgt und dadurch auch höhere Kräfte,
beispielsweise bei im Bindungsbereich gepressten bzw. eingeklemmten Schnee, übertragen
werden können.
[0022] Gemäß Anspruch 15 wird ohne zusätzliche Hilfsmittel die Bindungseinrichtung als Kupplungselement
für die zweite Kupplungseinrichtung verwendet. Dadurch können zusätzliche Verbindungsmittel
eingespart werden, wodurch das Transportvolumen für einen Benutzer ebenfalls verringert
wird.
[0023] Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 16 wird ohne relativer Verlagerung der Bindungseinrichtung
gegenüber dem Gleitgerät während dem Kupplungsvorgang trotzdem eine sichere gegenseitige
Kupplung und Verriegelung für diesen Betriebszustand erzielt.
[0024] Möglich ist dabei auch eine Ausbildung nach Anspruch 17, da dadurch die relative
Verstellung des Verriegelungselements durch eine einfache Drehbewegung realisiert
werden kann und so gleichzeitig eine Kupplung mit mehreren Kupplungszapfen gleichzeitig
durchführbar ist.
[0025] Die Ausgestaltung nach Anspruch 18 ermöglicht, dass so weitere zusätzliche Teile
eingespart werden können und damit die Verwendung und Benutzung wesentlich erleichtert
wird, da an einem einzigen scheibenförmigen Bauteil sowohl die Verriegelung der zweiten
Kupplungseinrichtung ermöglich wird, als auch für den zweiten Betriebszustand eine
einfache Halterung bzw. Verriegelung für die Steighilfe bzw. das Harscheisen geschaffen
wird.
[0026] Vorteilhaft ist die Ausbildung nach Anspruch 19, da so ein unbeabsichtigtes Entriegeln
der zweiten Kupplungseinrichtungen verhindert wird. Dadurch wird eine höhere Sicherheit
für den Benutzer auch bei auftretenden Schlägen bzw. Durchbiegungen während der Benutzung
erzielt.
[0027] Schließlich ist aber auch eine Ausbildung wie im Anspruch 20 beschrieben möglich.
So kann durch den universell einsetzbaren scheibenförmigen Bauteil nicht nur eine
Kupplung zwischen den Kupplungselementen der zweiten Kupplungseinrichtung erzielt
werden, sondern auch weitere Bauteile, wie beispielsweise die Steighilfe oder das
Harscheisen, an der Bindungseinrichtung gesichert gehaltert werden.
[0028] Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0029] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäß ausgebildetes teilbares Gleitgerät in einem ersten Betriebszustand,
in Draufsicht und vereinfachter schematischer Darstellung;
- Fig. 2
- das Gleitgerät nach Fig. 1 in seinem zweiten Betriebszustand in voneinander getrennter
Stellung der Gleitteilgeräte, in Draufsicht und vereinfachter schematischer Darstellung;
- Fig. 3
- eine erste Kupplungseinrichtung mit ersten und zweiten Kupplungsmitteln zum miteinander
Kuppeln der Gleitteilgeräte, in Draufsicht und vereinfachter schematischer Darstellung;
- Fig. 4
- die erste Kupplungseinrichtung nach Fig. 3, in Ansicht gemäß Pfeil IV in Fig. 3;
- Fig. 5
- ein erster Basiskörper der ersten Kupplungsmittel, in Draufsicht und vereinfachter
schematischer Darstellung;
- Fig. 6
- ein weiterer Basiskörper der ersten Kupplungsmittel in Draufsicht und vereinfachter
schematischer Darstellung;
- Fig. 7
- der weitere Basiskörper nach Fig. 6, in Ansicht gemäß Pfeil VII in Fig. 6;
- Fig. 8
- das zweite Kupplungsmittel der ersten Kupplungseinrichtung, in Draufsicht, teilweise
geschnitten und vereinfachter schematischer Darstellung;
- Fig. 9
- das zweite Kupplungsmittel nach Fig. 8, in Ansicht gemäß Pfeil IX in Fig. 8;
- Fig. 10
- das zweite Kupplungsmittel nach den Fig. 8 und 9, in Seitenansicht gemäß Pfeil X in
Fig. 8;
- Fig. 11
- das zweite Kupplungsmittel der ersten Kupplungseinrichtung in Verwendung als Steighilfe
für die Bindungseinrichtung, in Ansicht geschnitten;
- Fig. 12
- die Bindungseinrichtung für das Gleitgerät, in Draufsicht und vereinfachter schematischer
Darstellung, teilweise geschnitten und ohne Gleitgerät;
- Fig. 13
- die Bindungseinrichtung nach Fig. 12 in Ansicht geschnitten, gemäß den Linien XIII
- XIII in Fig. 12 und ohne Gleitgerät.
[0030] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0031] In den Fig. 1 und 2 ist ein mehrfunktionales, brettartiges Gleitgerät 1 in zueinander
unterschiedlichen Verwendungs- bzw. Betriebszuständen gezeigt, wobei dieses in Richtung
einer Längsachse 2 voneinander distanzierte Endabschnitte 3, 4 aufweist. In Richtung
seiner Längserstreckung ist das brettartige Gleitgerät 1 in Gleitteilgeräte 5, 6 teilbar
ausgebildet. Zum gegenseitigen Verbinden der beiden Gleitteilgeräte 5, 6 und damit
zur Bildung des brettartigen Gleitgeräts 1 sind mehrere in Richtung der Längserstreckung
vorgesehene, erste und zweite Kupplungseinrichtungen 7, 8 vorgesehen.
[0032] Wie am besten aus der Fig. 1 zu ersehen ist, sind die beiden ersten Kupplungseinrichtungen
7 im Bereich des ersten Endabschnittes 3 bzw. zweiten Endabschnittes 4 benachbart
zu diesem angeordnet und dienen dazu, in der gekuppelten bzw. miteinander verbundenen
Stellung der Gleitteilgeräte 5, 6 eine Einheit, nämlich das gesamte Gleitgerät 1,
auszubilden. Die nähere detaillierte Beschreibung der ersten Kupplungseinrichtung
7 erfolgt in den nachfolgenden Figuren. Die zweiten Kupplungseinrichtungen 8 sind
im Abschnitt von Bindungseinrichtungen 9 angeordnet bzw. teilweise durch diese gebildet.
Hier erfolgt ebenfalls die detaillierte Beschreibung in den nachfolgenden Figuren.
[0033] Das in der Fig. 1 dargestellte Gleitgeräte 1 stellt bei gekuppelten Gleitteilgeräten
5, 6 einen so genannten ersten Betriebszustand dar. Hingegen in der Fig. 2 sind die
beiden Gleitteilgeräte 5, 6 in voneinander getrennter Stellung gezeigt und bilden
dabei einen so genannten zweiten Betriebszustand aus. Das Gleitgerät 1 kann somit
auch als teilbares Snowboard angesehen bzw. bezeichnet werden, wobei die beiden Gleitteilgeräte
5, 6 in der Verwendung im zweiten Betriebszustand, beispielsweise als Schi, insbesondere
als Tourenschi, zum Aufstieg und, falls notwendig, als zur Abfahrt verwendet werden
können.
[0034] Wie nun am Besten aus einer Zusammenschau der Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, bilden
im ersten Betriebszustand in der gekuppelten Stellung die beiden Gleitteilgeräte 5,
6 den ersten Endabschnitt 3 aus, der somit eine erste Verwendungsrichtung 10-gemäß
eingetragenem Pfeildefiniert. Hingegen im zweiten Betriebszustand in der voneinander
getrennten Stellung der Gleitteilgeräte 5, 6 definieren die weiteren Endabschnitte
4 eine zur ersten Verwendungsrichtung 10 dazu entgegen gesetzte zweite Verwendungsrichtung
11 - siehe eingetragenem Pfeil. Damit ist es möglich, die beiden Endabschnitte 3,
4 für jeden der Verwendungszwecke bzw. Betriebszustände mit einem eigenen Abschluss
bzw. einer eigener Kurven- bzw. Schaufelform zu versehen.
[0035] Die beiden im ersten Betriebszustand unmittelbar nebeneinander bzw. benachbart angeordneten
Gleitteilgeräte 5,6 weisen jeweils einander zugewendete Längskanten 12, 13 auf, welche
bei diesem hier gezeigten Ausführungsbeispiel in Längsrichtung derselben gesehen geradlinig
verlaufend ausgebildet sind. Dadurch wird im ersten Betriebszustand eine in sich geschlossene
und eine Einheit bildende Gleitfläche 14 für das Gleitgerät 1 erzielt. Die Verbindung
der beiden Gleitteilgeräte 5, 6 zu der Einheit des Gleitgerätes 1 kann ohne jegliche
Zwischenbauteile erfolgen.
[0036] Die hier in der Fig. 1 im ersten Betriebszustand außenseitig verlaufend angeordneten
Längskanten 15, 16 der beiden Gleitteilgeräte 5, 6 bilden in der Ansicht auf das Gleitgerät
1 jeweils eine bogenförmig gekrümmte Taillierung an diesem aus. Diese ist vom Verwendungszweck
abhängig und kann sich nur über einen Teilbereich zwischen dem ersten und dem zweiten
Endabschnitt 3, 4 bzw. aber auch über die gesamte Längserstreckung der Gleitteilgeräte
5, 6 erstrecken. Damit wird im ersten Betriebszustand des Gleitgerätes 1 ein herkömmliches
Snowboard bereitgestellt, welches an den hier außenseitig verlaufend angeordneten
Längskanten 15, 16 einen Einsatz der taillierten Kante, gemäß dem bekannten Stand
der Technik, ermöglichen.
[0037] Wie nun am Besten aus der Fig. 1 zu ersehen ist, ist der erste Endabschnitt 3 im
ersten Betriebszustand durch eine annähernd sich zwischen den außen liegenden Längskanten
15, 16 erstreckende und durchgehend gleichsinnig gekrümmte erste Kurve 17 begrenzt.
Damit wird bei getrennter Stellung der Gleitteilgeräte 5, 6 eine asymmetrische Schaufelausbildung
im ersten Endabschnitt 3 erzielt, welche jedoch im ersten Betriebszustand, also bei
gekuppelten Gleitteilgeräten 5, 6, die konvex gekrümmte erste Kurve 17 ausbilden.
[0038] In der zweiten Verwendungsrichtung 11 hingegen weist jeder der beiden Endabschnitte
4 der beiden Gleitteilgeräte 5, 6 eine bogenförmig konvex gekrümmte zweite Kurve 18
auf. Diese konvex gekrümmte zweite Kurve 18 kann einer üblichen Ausbildung der Schaufelform
von Schiern, insbesondere Tourenschiern, entsprechen. Im zusammengebauten, also dem
ersten Betriebszustand, bildet sich im zweiten Endabschnitt 4 ein zwickelförmiger
Freiraum, ausgehend von den einander zugewandten Längskanten 12, 13 hin in Richtung
zu einer Spitze 19 aus.
[0039] Im zweiten Betriebszustand und der Benützung der Gleitteilgeräte 5, 6, gemäß der
zweiten Verwendungsrichtung 11, steht es dem Benutzer frei, die einen unterschiedlichen
Längsverlauf aufweisenden Längskanten 12 bzw. 13 sowie 15 bzw. 16 als so genannte
Innenkanten oder aber auch als Außenkanten zu verwenden. In der Fig. 2 ist nun dargestellt,
dass im zweiten Betriebszustand die im ersten Betriebszustand außenseitig verlaufend
angeordneten Längskanten 15, 16 hier jeweils einander zugewendete Innenkanten der
Gleitteilgeräte 5, 6 ausbilden. Damit wird es für einen Benutzer der Gleitteilgeräte
5, 6 möglich, nicht nur beim Aufstieg sondern auch bei einer Abfahrt die tailliert
ausgebildeten Längskanten 15, 16 zur besseren Lenkung und Kurvenfahrt als Innenkanten
am jeweiligen Außenschi bei entsprechender Belastung einzusetzen. Üblicherweise erfolgt
die Belastung bei Kurvenfahrten jeweils vermehrt am Außenschi, wobei dann die hier
innen liegenden taillierten Längskanten 15, 16 abwechselnd zum Einsatz gebracht werden
können. Dies erleichtert die Durchführung bei Kurvenfahrten, was bei Verwendung der
geradlinig verlaufenden Längskanten 12, 13 als Innenkanten wesentlich schwieriger
ist. Für die Abfahrtsposition ist noch eine entsprechende Verriegelung bzw. Arretierung
der Bindungseinrichtung 9 vorzusehen, welche nicht näher dargestellt worden ist. So
ist im zweiten Betriebszustand sowohl der Aufstieg mit an der Lauffläche montierten
Fellen als auch die Abfahrt möglich.
[0040] In den Fig. 3 bis 10 ist die erste Kupplungseinrichtung 7 bzw. die diese bildenden
Bauteile detaillierter dargestellt. Diese in den Fig. 3 bis 10 gezeigten und beschriebenen
Ausführungsformen der ersten Kupplungseinrichtung 7 können für sich jeweils eigenständige,
unabhängige Lösungen darstellen, wobei zusätzlich noch, um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, auf die Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 hingewiesen
bzw. Bezug genommen wird.
[0041] Aus einer Zusammenschau der Fig. 3 und 4 ist die erste Kupplungseinrichtung 7 in
deren gekuppelten Zustand, jedoch ohne die Gleitteilgeräte 5, 6, zu ersehen. Die erste
Kupplungseinrichtung 7 umfasst jeweils erste und zweite Kupplungsmittel 20, 21, wobei
im ersten Betriebszustand die ersten Kupplungsmittel 20 jeweils an den beiden unmittelbar
benachbart angeordneten Gleitteilgeräte 5, 6 gehaltert sind und im Zusammenwirken
mit dem oder den zweiten Kupplungsmitteln 21 die beiden Gleitteilgeräte 5, 6 gekuppelt
sind. Im zweiten Betriebszustand bilden die zweiten Kupplungsmittel 21 jeweils eine
Steighilfe für die noch später detailliert beschriebene Bindungseinrichtung 9 aus.
Die Steighilfe 22 dient dazu, um die schwenkbar bezüglich der Gleitteilgeräte 5, 6
gelagerte Bindungseinrichtungen 9 in ihrer Schwenkbewegung bezüglich der Gleitteilgeräte
zu begrenzen. Dazu wird die Steifhilfe 22 an der Unterseite der Bindungseinrichtung
9 montiert und ragt in Richtung auf eine Oberfläche 23 der Gleitteilgeräte 5, 6 bzw.
des Gleitgeräts 1 vor. Die schwenkbar gelagerte Bindungseinrichtung 9 dient dazu,
um die Gehbewegung mit den Gleitteilgeräten 5, 6 für einen Benutzer zu erleichtern,
wie das bei Tourenschieren mit eigenen Tourenbindungen hinlänglich bekannt ist. Wird
das Aufstiegsgelände steiler, d.h. der Winkel zwischen einer horizontalen und den
Gleitteilgeräten 5, 6 größer, wird ohne dem Einsatz der Steighilfe 22 der Benutzer
mit der Bindungseinrichtung 9 bis hin zur Oberfläche 23 der Gleitteilgeräte 5, 6 beim
Abstützen auf den Gleitteilgeräten 5, 6 zurückschwenken. Dadurch wird bei einer in
etwa aufrechten bzw. vertikalen Gehposition eine starke Vorlage bezüglich der Gleitteilgeräte
5, 6 notwendig und damit der Wadenmuskel und die Achillessehne entsprechend gespannt.
Wird hingegen die Steighilfe 22 eingesetzt, wird der Winkel zwischen den Gleitteilgeräten
5 bzw. 6 und den Bindungseinrichtungen 9 beim Abstützen begrenzt und damit vergrößert,
da ein vollständiges Zurückschwenken bis hin zur Oberfläche 23 verhindert wird. Damit
kann die Ebene der Bindungseinrichtung 9 während dem Abstützvorgang wieder näher hin
in Richtung auf die Horizontale verlagert werden und dadurch die Aufstiegsbewegung
natürlicher und bis zu einem gewissen Grad auch Kraftsparender gestaltet werden.
[0042] Wie nun besser aus einer Zusammenschau der Fig. 3 bis 7 zu ersehen ist, sind die
ersten Kupplungsmittel 20 jeweils blockförmig ausgebildet und in senkrechter Richtung
bezüglich der zwischen den beiden Gleitteilgeräten 5, 6 angeordneten, geradlinig verlaufenden
Längskanten 12, 13 jeweils mit fluchtend zueinander ausgerichteten Öffnungen 24, 25
versehen. Die ersten Kupplungsmittel 20 umfassen bei diesem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
jeweils Basiskörper 26, 27. Dabei ist jeweils einer der Basiskörper 26, 27 jeweils
einem der Gleitteilgeräte 5, 6 zugeordnet und an diesem in jedem der Betriebszustände
feststehend gehaltert.
[0043] In den Fig. 8 bis 10 ist das weitere Kupplungsmittel 21 gezeigt, welches mit dem
zuvor beschriebenen Kupplungsmittel 20, insbesondere dessen Basiskörper 26, 27, zusammenwirkt
und zum Kuppeln der beiden Gleitteilgeräte 5, 6 dient. Das zweite Kupplungsmittel
21 umfasst bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel einen U-förmig ausgebildeten
Grundkörper 28 mit einem ersten Basisteil 29 und ersten Schenkelteilen 30. Der Grundkörper
28 kann aus einem Flachmaterial aus den verschiedensten Werkstoffen gebildet sein.
Weiters umfasst das zweite Kupplungsmittel 21 noch ein hier bolzenförmig ausgebildetes
Verbindungselement 31, welches am ersten Basisteil 29 gehaltert ist. Das Verbindungselement
31 und die beiden ersten Schenkelteile 30 weisen dabei in etwa die gleiche Erstreckungsrichtung
auf. Bevorzugt ist das Verbindungselement 31 mittig zwischen den beiden ersten Schenkelteilen
30 angeordnet und ist im ersten Betriebszustand, also bei miteinander gekuppelten
Gleitteilgeräte 5, 6, in die Öffnungen 24, 25 des ersten Kupplungsmittels 20 eingesetzt.
Dabei durchragt das Verbindungselement 31 die beiden Basiskörper 26, 27 zumindest
im Bereich der einander zugewandten Seiten, wodurch bei entsprechender Wahl der Passungen
eine gegenseitige Ausrichtung und Fixierung in vertikaler Richtung zur Oberfläche
23 erfolgt.
[0044] Wie nun besser aus den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, umfasst das zweite Kupplungsmittel
21 weiters noch einen in etwa U-förmig ausgebildeten Bügelteil 32. Dieser Bügelteil
32 umfasst seinerseits einen zweiten Basisteil 33 und zweite Schenkelteile 34, welche
jeweils mit den ersten Schenkelteilen 30 des Grundkörpers 28 schwenkbar verbunden
sind. Der Bügelteil 32 kann beispielsweise aus einem gebogenen Rundmaterial gebildet
sein, welcher an den vom zweiten Basisteil 33 abgewendeten Enden der zweiten Schenkelteile
34 jeweils einen einwärts gebogenen Schwenkzapfen 35 aufweist. Diese Schwenkzapfen
35 greift in eine Öffnung in den ersten Schenkelteilen 30 des Grundkörpers 28 ein
und ist damit in seiner Lage relativ gegenüber dem Grundkörper 28 verschwenkbar.
[0045] In der gekuppelten Stellung gemäß der Fig. 3 und 4 ist, wie bereits zuvor beschrieben,
das Verbindungselement 31 in die beiden Öffnungen 24, 25 des ersten Kupplungsmittels
20 eingesetzt. Dabei umgreift der U-förmig ausgebildete Grundkörper 28 die ersten
Kupplungsmittel 20 zumindest bereichsweise, wobei der erste Basisteil 29 gegebenenfalls
unter Zwischenschaltung eines Distanzelements sich am hier ersten Kupplungsmittel
20, beispielsweise dem Basiskörper 26, abstützt. Der zweite Basisteil 27 des ersten
Kupplungsmittels 20 wird dabei vom U-förmig ausgebildeten Bügelteil 32 auf der vom
ersten Basisteil 29 abgewendeten Seite umgriffen, wie dies am besten aus der Fig.
4 zu ersehen ist. Um einen sicheren Halt in der verriegelten Stellung des Bügelteils
32 am Basiskörper 27 zu erzielen, weist dieser bevorzugt eine zumindest bereichsweise,
bevorzugt jedoch über die Längserstreckung des Basisteils 33 durchlaufende Rastnase
36 auf. Dabei erfolgt zusätzlich zur gegenseitigen Ausrichtung der beiden Basiskörper
26, 27 im Zusammenwirken mit dem Verbindungselement 31 eine gegenseitige Verspannung
der beiden Gleitteilgeräte 4, 5 in senkrechter Richtung bezüglich der zwischen diesen
angeordneten Längskanten 12, 13. Durch die Anordnung der ersten Kupplungseinrichtungen
7 im Nahbereich der beiden Endabschnitte 3, 4 werden die beiden Gleitteilgeräte 5,
6 in diesem Abschnitt in der ersten Betriebsstellung gegeneinander arretiert und fixiert.
[0046] Das weitere Kupplungsmittel 21, nämlich der Grundkörper 28, weist weiters zumindest
einen Kupplungsteil 37 auf, welcher im zweiten Betriebszustand als Steighilfe 22 in
eine Kupplungsaufnahme 38 - siehe Fig. 11 - in der Bindungseinrichtung 9 eingesetzt
ist. Der oder die Kupplungsteile 37 sind bei diesem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
am Basisteil 29 angeordnet und bügel- bzw. U-förmig ausgebildet.
[0047] Weiters ist in der Fig. 9 noch dargestellt, dass ausgehend von der Öffnung zur Aufnahme
des Schwenkzapfens 35 des Bügelteils 32 Rastausnehmungen 39, 40 vertieft in den ersten
Schenkelteilen 30 angeordnet bzw. ausgebildet sind. Bei entsprechender Schwenkbewegung
sowie Vorspannung des Bügelteils 32 und dem Zusammenwirken mit den Rastausnehmungen
39, 40 kann dabei eine Ausrichtung bzw. Lagefixierung des Bügelteils 32 relativ bezüglich
dem Grundkörper 28 des zweiten Kupplungsmittels 21 erzielt werden.
[0048] Zur Lageausrichtung bzw. zusätzliche Fixierung bei in etwa parallel zueinander ausgerichteten
ersten und zweiten Schenkelteilen 30, 34 kann am ersten Schenkelteil 30 des Grundkörpers
28 zumindest ein Anschlagelement 41 vorgesehen bzw. angeordnet sein, welches im ersten
Betriebszustand sowie gegebenenfalls auch im zweiten Betriebszustand als Steighilfe
22 mit dem U-förmig ausgebildeten Bügelteil 32 zusammenwirkt und diesen relativ gegenüber
dem U-förmig ausgebildeten Grundkörper 28 in seiner Stellung festlegt.
[0049] In der Fig. 11 ist die Steighilfe 22 im zweiten Betriebszustand an der Bindungseinrichtung
9 dargestellt, wobei hier die gekuppelte Stellung zwischen dem Kupplungsteil 37 und
der Kupplungsaufnahme 38 in einer Basisplatte 42 vereinfacht schematisch dargestellt
ist. Dabei definieren die ersten Schenkelteile 30 des Grundkörpers 28 eine erste Höhe
43. In der parallelen Ausrichtung der beiden Schenkelteile 30, 34 zueinander, definiert
der zweite Basisteil 33 im Zusammenwirken mit dem Grundkörper 28, insbesondere dessen
ersten Schenkelteilen 30 eine dazu größere zweite Höhe 44. Wie zuvor detailliert für
die Verwendung der Steighilfe 22 beschrieben, können dadurch unterschiedliche Neigungswinkel
zwischen der Oberfläche 23 der Gleitteilgeräte 5, 6 und der Bindungseinrichtung 9
während deren Abstützung und Schwenkbewegung ausgeglichen werden.
[0050] Weiters ist hier noch vereinfacht dargestellt, dass dem in die Kupplungsaufnahme
38 eingesetzte Kupplungsteil 37 ein Arretierelement 45 zuordenbar ist, welches von
einer Freigabestellung in eine Arretierstellung verlagerbar ausgebildet ist. Die Freigabestellung
dient dazu, den Kupplungsteil 37 in die Kupplungsaufnahme 38 einsetzten zu können
und dass nach der Verstellung bzw. Verschwenkung des Arretierelements 45 in die Arretierstellung
ein unbeabsichtigtes Lösen der Steighilfe 22 von der Bindungseinrichtung 9 gesichert
verhindert ist.
[0051] Dieses Arretierelement 45 kann beispielsweise Teil eines scheibenförmigen Bauteils
57-siehe auch Fig. 12 und 13 - sein, welches um eine Drehachse 47 verschwenkbar bzw.
verdrehbar ausgebildet ist, wie dies nachfolgend noch bei der Bindungseinrichtung
9 detailliert beschrieben wird.
[0052] In den Fig. 12 und 13 ist die Bindungseinrichtung 9 für das Gleitgerät 1 bzw. die
Gleitteilgeräte 5, 6 gezeigt, wobei die Bindungseinrichtung 9 für sich allein betrachtet
gegebenenfalls eine eigenständige Erfindung bzw. Ausbildung unabhängig vom Gleitgerät
1 bzw. den Gleitteilgeräten 5, 6 darstellen kann. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden,
wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 bis 11 hingewiesen
bzw. Bezug genommen. Gleichfalls werden wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen, wie in den vorangegangenen Fig. 1 bis 11 verwendet. Zur
besseren Sichtbarkeit ist ein Abdeckelement, welches auf der dem Schuh zugewendeten
Seite an der Bindungseinrichtung 9 bzw. der Basisplatte 42 angeordnet sein kann, weggelassen
worden.
[0053] Wie bereits zuvor kurz beschrieben, sind zum gegenseitigen Verbinden bzw. Kuppeln
der Gleitteilgeräte 5, 6 die ersten und zweiten Kupplungseinrichtungen 7, 8 vorgesehen.
So bildet in der ersten Betriebsstellung die Bindungseinrichtung 9 ein erstes Kupplungselement
48 der zweiten Kupplungseinrichtung 8 und wirkt jeweils mit mehreren an den beiden
Gleitteilgeräten 5, 6 im Abschnitt der geradlinig verlaufenden Längskanten 12, 13
angeordneten zweiten Kupplungselementen 49 zusammen. So umfasst das erste Kupplungselement
48 an der Bindungseinrichtung 9 zumindest eine Kupplungsöffnung 50 sowie ein Verriegelungselement
51. Das zweite Kupplungselement 49 ist hier in Form eines Kupplungszapfens 52 ausgebildet,
der eine darin angeordnete Ausnehmung 53 sowie ein Stützelement 54 aufweist. Die Ausnehmung
53 kann beispielsweise durch eine Hinterschneidung gebildet sein. Das Stützelement
54 seinerseits kann beispielsweise durch einen Bund gebildet sein. Das Verriegelungselement
51 ist bezüglich der Kupplungsöffnung 50 von einer Freigabestellung in eine Verriegelungsstellung
verlagerbar ausgebildet. In der Verriegelungsstellung untergreift das Verriegelungselement
51 das Stützelement 54 und greift dabei in die Ausnehmung 53 ein. Bei einer Mehrfachanordnung
der zweiten Kupplungselemente 49 sind diese feststehend an den Gleitteilgeräten 5,
6 beidseits der Längskanten 12, 13 angeordnet.
[0054] Zum Kuppeln der beiden Kupplungselemente 48, 49 der zweiten Kupplungseinrichtung
8 ist die Bindungseinrichtung 9 mit ihrer Basisplatte 42 sowie der darin angeordneten
Kupplungsöffnungen 50, welche insgesamt das erste Kupplungselement 48 bilden, auf
die zweiten Kupplungselemente 49 aufzusetzen. Nach entsprechender Verlagerung des
oder der Verriegelungselement 51 erfolgt aufgrund der anfänglich keilförmigen Ausbildung
derselben eine starre Verriegelung zwischen den beiden Kupplungselementen 48, 49.
Dadurch erfolgt eine Verspannung der beiden Gleitteilgeräte 5, 6 und den Bindungseinrichtungen
9. Somit weist das Gleitgerät 1 seinen ersten Betriebszustand auf und kann als Snowboard
eingesetzt werden.
[0055] Wie nun besser aus der Fig. 12 zu ersehen ist, können die ersten und zweiten Kupplungselemente
48, 49 auf einem gemeinsamen, ein Zentrum 55 aufweisender Teilkreis 56 angeordnet
sein. Bei einer symmetrischen Aufteilung kann dies beispielsweise eine zueinander
quadratische Anordnung der Kupplungselemente 48, 49 bedeuten.
[0056] Dadurch ist es möglich, die Bindungseinrichtung 9 auf die Oberfläche 23 und gleichzeitig
dabei auf die zweiten Kupplungselemente 49 aufzusetzen und ohne weiterer Relativbewegung
zwischen der Basisplatte 42 und dem Gleitgerät 1 nur durch das verdreh- bzw. verschwenkbar
gelagerte Verriegelungselement 51 zu verriegeln. So kann beispielsweise das Verriegelungselement
51 am scheibenförmig ausgebildeten Bauteil 57 angeordnet bzw. ausgebildet, wobei dann
die Verriegelungselemente 51 gemeinsam mit dem Bauteil 57 um das Zentrum 55 des gemeinsamen
Teilkreises 56 der ersten und zweiten Kupplungselemente 48, 49 verschwenkbar bzw.
verdrehbar sind.
[0057] Weiters ist in der Fig. 12 noch zu ersehen, dass mit dem Verriegelungselement 51
weiters noch ein insbesondere federnd ausgebildetes Sicherungselement 58 zusammenwirkt
bzw. diesem zugeordnet ist, welches in der Verriegelungsstellung am Kupplungselement
49, insbesondere dem bundförmigen Stützelement 54, anliegt. Damit wird ein unbeabsichtigtes
Lösen bzw. Verdrehen des Verriegelungselements 51 bzw. des Bauteils 57 verhindert.
[0058] Weiters umfasst das scheibenförmige Bauteil 57 mit den Verriegelungselementen 51
noch das zuvor kurz beschriebene Arretierelement 45, welches bei diesem Ausführungsbeispiel
den äußeren Umfang des Bauteils 57 ausbildet. Das Arretierelement 45 ragt im zweiten
Betriebszustand der Gleitteilgeräte 4, 5 als Steighilfe 22 - also bei eingesetztem
Kupplungsteil 37 des zweiten Kupplungsmittels 21 in die Kupplungsaufnahme 38 der Bindungseinrichtung
9 - in einen Kupplungsweg zwischen dem Kupplungsteil 37 und der Kupplungsaufnahme
38 hinein. In der in der Fig. 12 dargestellten Stellung des Arretierelements 45 bzw.
des Bauteils 57 ist die Freigabestellung für den Kupplungsteil 37 in der Kupplungsaufnahme
38 gezeigt. Bei entsprechendem Verschwenken gemäß eingetragenem Doppelpfeil wird der
scheibenförmige Bauteil 57 um das Zentrum 55 verschwenkt. Dabei gelangt das oder die
Arretierelemente 45 in eine Überdeckungsstellung mit der Kupplungsaufnahme 38, wodurch
ein unbeabsichtigtes Herausfallen bzw. Lösen der eingesetzten Steighilfe 22, welche
durch das zweite Kupplungsmittel 21 gebildet ist, verhindert wird.
[0059] Weiter ist in der Fig. 13 noch dargestellt, dass an der Basisplatte 42 der Bindungseinrichtung
9 ein so genanntes Harscheisen 59 ankuppelbar ist. Der Verriegelungsmechanismus des
Harscheisens 59 ist dabei ähnlich ausgebildet, wie dies bereits zuvor für den Kupplungsteil
37 und die Kupplungsaufnahme 38 für die Steighilfe 22 beschrieben worden ist. So ist
der Kupplungsteil des Harscheisens 59 mit dem Bezugzeichen 60 und die Kupplungsaufnahme
mit dem Bezugszeichen 61 versehen. Die Freigabe bzw. das Einsetzen sowie die Halterung
bzw. Arretierung der Kupplungsteile 59 in den Kupplungsaufnahmen 60 erfolgt wiederum
durch entsprechende Freistellungen im Bereich des äußeren Umfangs des scheibenförmigen
Bauteils 57 sowie der Anordnung der Arretierelemente 45. Sind sowohl die Steighilfe
22 als auch das Harscheisen 59 an der Bindungseinrichtung 9, insbesondere der Basisplatte
42 montiert, erfolgt durch die umfänglich am scheibenförmigen Bauteil 57 angeordneten
Arretierelemente 45 durch die zuvor beschriebenen Verstell bzw. Schwenkbewegung die
Freigabe bzw. die Verriegelung oder Arretierung.
[0060] Im Falle der ersten Betriebsstellung der Bindungseinrichtung 9 am Gleitgerät 1 ist
eine Anordnung der Steighilfe 22 bzw. des Harscheisens 59 nicht möglich bzw. nicht
vorgesehen. Damit ist die Stellung bzw. Ausrichtung der einzelnen Arretierelemente
45 bezüglich der Kupplungsaufnahmen 38 bzw. 61 unabhängig. Hier ist lediglich die
Kupplungswirkung zwischen den beiden Kupplungselementen 48, 49 und somit für die Verbindung
der Bindungseinrichtung 9 mit dem Gleitgerät 1 wesentlich.
[0061] Für die Verwendung der Bindungseinrichtung 9 im zweiten Betriebszustand, also bei
schwenkbarer Halterung der Basisplatte 42 relativ bezüglich den Gleitteilgeräten 5,
6, ist im Bereich der Schuhspitze eine entsprechende Lageranordnung 62 vorgesehen.
Diese Lageranordnung 62 umfasst einen an den Gleitteilgeräten 5, 6 angeordneten, U-förmig
ausgebildeten Halteteil 63. In dessen von der Oberfläche 23 der hier nicht näher dargestellten
Gleitteilgeräte 5, 6 abstehenden Schenkeln ist jeweils eine bevorzugt rund ausgebildete
Öffnung 64 angeordnet, in welche Bolzen 65 der Lageranordnung 62 eingreifen. Zur Montage
bzw. Demontage der Bindungseinrichtung 9 vom Halteteil 63 ist einer der Bolzen 65
gemäß eingetragenem Pfeil 66 in Achsrichtung verlagerbar ausgebildet, wodurch die
gesamte Bindungseinrichtung 9 einfach vom Halteteil 63 entfernbar bzw. wieder einsetzbar
ist. Einem der Bolzen 65 ist dabei ein Federelement zugeordnet, welches diesen in
eine Verriegelungsstellung der Lageranordnung 62 drückt.
[0062] Zur relativen Lageveränderung der Bindungseinrichtung 9, insbesondere der Basisplatte
42, relativ bezüglich der Längsachse 2 und den an den Gleitteilgeräten 5, 6 feststehend
angeordneten, zweiten Kupplungselementen 49, kann in die Basisplatte 42 eine die Kupplungsöffnung
50 aufnehmende Stellscheibe 67 eingesetzt sein. Diese Stellscheibe 67 kann im Bereich
ihres äußeren Umfangs eine Außenverzahnung 68 aufweisen, die mit einer in der Basisplatte
42 angeordneten bevorzugt gegengleich ausgebildeten Innenverzahnung zusammenwirkt.
Damit ist es für einen Benutzer im ersten Betriebszustand möglich, die gewünschte
relative Winkellage der Bindungseinrichtung 9 bezüglich der Längsachse 2 des Gleitgeräts
1 individuell für seinen Bedarf einzustellen. Die Lage der zusammenwirkenden ersten
und zweiten Kupplungselemente 48, 49 bleibt dabei unberührt.
[0063] Das Harscheisen 59 weist auf der zum Eingreifen in den Untergrund vorgesehenen Seite
Zähne 69, 70 auf, die an den in Richtung der Längserstreckung der Gleitteilgeräte
5, 6 voneinander abgewendeten Seiten des Harscheisen 59 angeordnet sind. Diese Zähne
69, 70 können zur relativen Verlagerung des scheibenförmigen Bauteils 57 dienen, wobei
diese dann in Schlitze 71 zur Verdrehung einsetzbar sind. So kann das Harscheisen
auch als Hilfswerkzeug eingesetzt werden. Darüber hinaus kann aber auch einer der
Zähne 69, 70 zum Lösen der ersten Kupplungseinrichtung 7 dienen. So kann der Zahn
69, 70 als Hebelwerkzeug dienen, mit welchem der unter Vorspannung stehende Bügelteil
32 über die Rastnase 36 des Basiskörpers 27 hoch geschwenkt und damit die Kupplungsstellung
der Kupplungsmittel 20, 21 gelöst werden kann.
[0064] Besonders vorteilhaft ist bei der gesamten Ausbildung des Gleitgeräts 1 mitsamt allen
dazu gehörenden und zuvor beschriebenen Bauteilgruppen, dass diese derart in ihren
Funktionen und Wirkungsweisen aufeinander abgestimmt sind, dass eine Mehrfach-Funktionalität
erzielbar ist. So wird das zweite Kupplungsmittel 21 der ersten Kupplungseinrichtung
7 einerseits für den Kuppelvorgang der beiden Gleitteilgeräte 5, 6 eingesetzt und
andererseits dient es als Steifhilfe 22 für den Aufstieg. Weiters dient die Basisplatte
42 der Bindungseinrichtung 9 nicht nur als Grundplatte für die Bindungsfunktion sondern
auch als erstes Kupplungsmittel 48 für die zweite Kupplungseinrichtung 8 und damit
für die gegenseitige Verbindung bzw. Kupplung der Gleitteilgeräte 5, 6. Andererseits
wird sie aber auch als Bindungseinheit für den Aufstieg in Verbindung mit dem Halteteil
63 der Lageranordnung 62 eingesetzt. Schließlich dient das Harscheisen 59 nicht nur
zur sichereren Fortbewegung während des Aufstiegs, sondern kann auch als Handwerkzeug
wie ein Stellschlüssel für die Drehung bzw. Verlagerung des scheibenförmigen Bauteils
57 durch Einsetzen in die Schlitze 71 Verwendung finden.
[0065] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Gleitgeräts 1 mit
seinen einzelnen Bauteilkomponenten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die
Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt
ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten
untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum
technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen
Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten,
die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante
möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0066] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Gleitgeräts 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0067] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrunde liegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0068] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1, 2; 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10; 11; 12,
13 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen
bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen
dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0069]
- 1
- Gleitgerät
- 2
- Längsachse
- 3
- Endabschnitt
- 4
- Endabschnitt
- 5
- Gleitteilgerät
- 6
- Gleitteilgerät
- 7
- Kupplungseinrichtung
- 8
- Kupplungseinrichtung
- 9
- Bindungseinrichtung
- 10
- Verwendungseinrichtung
- 11
- Verwendungseinrichtung
- 12
- Längskante
- 13
- Längskante
- 14
- Gleitfläche
- 15
- Längskante
- 16
- Längskante
- 17
- Kurve
- 18
- Kurve
- 19
- Spitze
- 20
- Kupplungsmittel
- 21
- Kupplungsmittel
- 22
- Steighilfe
- 23
- Oberfläche
- 24
- Öffnung
- 25
- Öffnung
- 26
- Basiskörper
- 27
- Basiskörper
- 28
- Grundkörper
- 29
- Basisteil
- 30
- Schenkelteil
- 31
- Verbindungselement
- 32
- Bügelteil
- 33
- Basisteil
- 34
- Schenkelteil
- 35
- Schwenkzapfen
- 36
- Rastnase
- 37
- Kupplungsteil
- 38
- Kupplungsaufnahme
- 39
- Rastausnehmung
- 40
- Rastausnehmung
- 41
- Anschlagelement
- 42
- Basisplatte
- 43
- Höhe
- 44
- Höhe
- 45
- Arretierelement
- 46
- 47
- Drehachse
- 48
- Kupplungselement
- 49
- Kupplungselement
- 50
- Kupplungsöffnung
- 51
- Verriegelungselement
- 52
- Kupplungszapfen
- 53
- Ausnehmung
- 54
- Stützelement
- 55
- Zentrum
- 56
- Teilkreis
- 57
- Bauteil
- 58
- Sicherungselement
- 59
- Harscheisen
- 60
- Kupplungsteil
- 61
- Kupplungsaufnahme
- 62
- Lageranordnung
- 63
- Halteteil
- 64
- Öffnung
- 65
- Bolzen
- 66
- Pfeil
- 67
- Stellscheibe
- 68
- Außenverzahnung
- 69
- Zahn
- 70
- Zahn
- 71
- Schlitz
1. Mehrfunktionales brettartiges Gleitgerät (1), welches in Richtung einer Längsachse
(2) voneinander distanzierte Endabschnitte (3, 4) aufweist und in seiner Längserstreckung
in Gleitteilgeräte (5, 6) teilbar ausgebildet ist, mit mehreren in Richtung der Längserstreckung
angeordneten ersten und zweiten Kupplungseinrichtungen (7, 8) zur gegenseitigen Verbindung
der beiden Gleitteilgeräte (3, 4), wobei die beiden miteinander gekuppelten Gleitteilgeräte
(5, 6) einen ersten Betriebszustand und diese in der voneinander getrennten Stellung
einen zweiten Betriebszustand darstellen, und mit Bindungseinrichtungen (9), dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Betriebszustand in der gekuppelten Stellung die beiden Gleitteilgeräte
(5, 6) einen ersten Endabschnitt (3) ausbilden, der eine erste Verwendungsrichtung
(10) definiert und im zweiten Betriebszustand in der voneinander getrennten Stellung
der oder die weiteren Endabschnitte (4) eine zur ersten Verwendungsrichtung (10) entgegen
gesetzte zweite Verwendungsrichtung (11) definieren.
2. Gleitgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Endabschnitt (3) im ersten Betriebszustand durch eine sich zwischen den
außen liegenden Längskanten (15, 16) erstreckende und durchgehend gleichsinnig gekrümmte
erste Kurve (17) begrenzt ist.
3. Gleitgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Verwendungsrichtung (11) jeder der beiden weiteren Endabschnitte (4)
der Gleitteilgeräte (5, 6) durch eine bogenförmige, konvexe zweite Kurve (18) begrenzt
ist.
4. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Betriebszustand einander zugewendete Längskanten (12, 13) der beiden Gleitteilgeräte
(5, 6) in Längserstreckung derselben gesehen, geradlinig verlaufend ausgebildet sind.
5. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Betriebszustand die außenseitig verlaufend angeordneten Längskanten (15,
16) der Gleitteilgeräte jeweils eine bogenförmig gekrümmte Taillierung am Gleitteilgerät
(5, 6) ausbilden.
6. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Betriebszustand die im ersten Betriebszustand außenseitig verlaufend angeordneten
Längskanten (15, 16) jeweils einander zugewendete Innenkanten der Gleitteilgeräte
(5, 6) bilden.
7. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in den beiden in Längsrichtung voneinander distanzierten Endabschnitten (3, 4)
angeordneten ersten Kupplungseinrichtungen (7) jeweils erste und zweite Kupplungsmittel
(20, 21) aufweisen, wobei im ersten Betriebszustand die ersten Kupplungsmittel (20)
jeweils an den beiden unmittelbar benachbart angeordneten Gleitteilgeräten (5, 6)
gehaltert sind und im Zusammenwirken mit dem zweiten Kupplungsmittel (21) die beiden
Gleitteilgeräte (5, 6) gekuppelt sind und dass im zweiten Betriebszustand die zweiten
Kupplungsmittel (21) jeweils eine Steighilfe (22) für die Bindungseinrichtung (9)
bilden.
8. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Kupplungsmittel (20) blockförmig ausgebildet sind und in senkrechter Richtung
bezüglich der zwischen den beiden Gleitteilgeräten (5, 6) angeordneten geradlinig
verlaufenden Längskanten (12, 13) jeweils fluchtend zueinander ausgerichtete Öffnungen
(24, 25) aufweisen.
9. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Kupplungsmittel (21) weiters einen U-förmig ausgebildeten Grundkörper
(28) mit einem ersten Basisteil (29) und ersten Schenkelteilen (30) umfasst und ein
Verbindungselement (31) am ersten Basisteil (29) gehaltert ist, wobei das Verbindungselement
(31) und die ersten Schenkelteile (30) in etwa die gleiche Erstreckungsrichtung aufweisen.
10. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Kupplungsmittel (21) weiters einen U-förmig ausgebildeten Bügelteil (32)
mit einem zweiten Basisteil (33) und zweiten Schenkelteilen (34) umfasst und die zweiten
Schenkelteile (34) mit den ersten Schenkelteilen (30) des Grundkörpers (28) schwenkbar
verbunden sind.
11. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der gekuppelten Stellung der ersten und zweiten Kupplungsmittel (20, 21) das Verbindungselement
(31) des zweiten Kupplungsmittels (21) in die fluchtend zueinander ausgerichteten
Öffnungen (24, 25) der ersten Kupplungsmittel (20) eingesetzt ist und der U-förmig
ausgebildete Grundkörper (28) die ersten Kupplungsmittel (20) bereichsweise umgreift,
wobei der erste Basisteil (29) an einem der ersten Kupplungsmittel (20) abgestützt
ist und der zweite Basisteil (27) des U-förmig ausgebildeten Bügelteils (32) ein weiteres
der ersten Kupplungsmittel (20) übergreift und die beiden ersten Kupplungsmittel (20)
in senkrechter Richtung bezüglich der zwischen den beiden Gleitteilgeräten (5, 6)
angeordneten Längskanten (12, 13) aneinander drückt.
12. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Kupplungsmittel (21) weiters zumindest einen Kupplungsteil (37) aufweist,
welcher im zweiten Betriebszustand als Steighilfe (22) in eine Kupplungsaufnahme (38)
in der Bindungseinrichtung (9) eingesetzt ist.
13. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Betriebszustand als Steighilfe (22) die ersten Schenkelteile (30) eine
erste Höhe (43) definieren und der zweite Basisteil (33) des U-förmig ausgebildeten
Bügelteils (32) im Zusammenwirken mit den ersten Schenkelteilen (30) eine dazu grö-βere
zweite Höhe (44) ausbilden.
14. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einem der ersten Schenkelteile (30) des U-förmig ausgebildeten Grundkörpers
(28) zumindest ein Anschlagelement (41) angeordnet ist, welches im zweiten Betriebszustand
als Steighilfe (22) mit dem U-förmig ausgebildeten Bügelteil (32) zusammenwirkt und
diesen relativ zum U-förmig ausgebildeten Grundkörper (28) in seiner Stellung festlegt.
15. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Betriebsstellung die Bindungseinrichtung (9) ein erstes Kupplungselement
(48) der zweiten Kupplungseinrichtungen (8) bildet und mit mehreren jeweils an den
beiden Gleitteilgeräten (5, 6) im Abschnitt der geradlinig verlaufenden Längskanten
(12, 13) angeordneten zweiten Kupplungselementen (49) zusammenwirkt.
16. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kupplungselement (48) zumindest eine Kupplungsöffnung (50) sowie ein Verriegelungselement
(51) umfasst und das zweite Kupplungselement (49) zumindest einen Kupplungszapfen
(52) mit einer darin angeordneten Ausnehmung (53), wie eine Hinterschneidung, und
ein Stützelement (54), wie einen Bund, umfasst, wobei das Verriegelungselement (51)
bezüglich der Kupplungsöffnung (50) von einer Freigabestellung in eine Verriegelungsstellung
verlagerbar ausgebildet ist und in der Verriegelungsstellung das Verriegelungselement
(51) das Stützelement (54) untergreift und dabei in die Ausnehmung (53) eingreift.
17. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Kupplungselemente (48, 49) auf einem gemeinsamen, ein Zentrum
(55) aufweisenden Teilkreis (56) angeordnet sind.
18. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (51) an einem scheibenförmig ausgebildeten Bauteil (57)
ausgebildet ist und um das Zentrum (55) des gemeinsamen Teilkreises (56) der Kupplungselemente
(48, 49) verschwenkbar bzw. verdrehbar ist.
19. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Verriegelungselement (51) weiters noch ein insbesondere federnd ausgebildetes
Sicherungselement (58) zusammenwirkt, welches in der Verriegelungsstellung am Stützelement
(54) anliegt.
20. Gleitgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das scheibenförmige Bauteil (57) mit den Verriegelungselementen (51) weiters noch
zumindest ein Arretierelement (45) umfasst, welches im zweiten Betriebszustand der
Gleitteilgeräte (4, 5) und bei eingesetztem Kupplungsteil (37) des zweiten Kupplungsmittels
(21) in die Kupplungsaufnahme (38) der Bindungseinrichtung (9) in einen Kupplungsweg
zwischen dem Kupplungsteil (37) und der Kupplungsaufnahme (38) hineinragt.