[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur lösbaren Anbringung eines Reinigungsgerätes
an einem Stiel, der an seinem Ende zwei gabelförmige, federnde Arme aufweist, die
mittels einer Spannvorrichtung in Aufnahmen des Reinigungsgerätes verspannbar sind,
wobei der Stiel in seiner am Reinigungsgerät angebrachten Stellung drehfest mit diesem
verbunden ist.
[0002] Aus der
DE-C-26 06 400 ist eine Vorrichtung zur lösbaren Anbringung eines Reinigungsgerätes an einem Stiel
bekannt, die ein einfaches und schnelles Austauschen von abgenutzten oder verbrauchten
Reinigungsgeräten oder auch einen Wechsel zwischen verschiedenen Reinigungsgeräten
ermöglicht. Die bekannte Vorrichtung umfasst einen Betätigungshebels in Form eines
Knebelkörpers, der zwischen zwei gabelförmigen, federnden Armen angeordnet und drehbar
gelagert ist. Das Reinigungsgerät besitzt ein Paar von Aufnahmen, in die die Enden
der Arme eingeführt werden können. Wenn der Benutzer den Betätigungshebel in eine
Halteposition dreht, werden die Arme gespreizt und in die Aufnahmen hineingedrückt,
wodurch der Stiel mit dem Reinigungsgerät verbunden ist.
[0003] Bei der bekannten Vorrichtung zur lösbaren Anbringung eines Reinigungsgerätes ist
der Stiel in seiner am Reinigungsgerät angebrachten Stellung dreh- und schwenkfest
mit diesem verbunden. Dies führt zu dem Nachteil, dass eine Anpassung an die zu reinigenden
Flächen und/oder an die körperlichen Rahmenbedingungen des Benutzers nicht möglich
ist.
[0004] Es ist bekannt, zwischen dem Stiel und dem Reinigungsgerät ein Doppelgelenk in Form
eines Kardan-Gelenkes anzuordnen, jedoch führt dies zu dem Nachteil, dass die Verbindung
zwischen dem Stiel und dem Reinigungsgerät instabil wird und die Übertragung größerer
Betätigungskräfte vom Benutzer auf das Reinigungsgerät schwierig ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art zu schaffen,
die einerseits eine stabile Anbringung des Reinigungsgerätes an dem Stiel gewährleistet
und eine Anpassung der Ausrichtung des Stiels relativ zum Reinigungsgerät ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Dabei ist vorgesehen, dass der Stiel in verschiedenen Winkel- bzw. Schwenkstellungen
relativ zu dem Reinigungsgerät an diesem anbringbar ist. In jeder der von einem Benutzer
wahlweise einzustellenden Winkelstellungen ist der Stiel mit dem Reinigungsgerät dreh-
und schwenkfest verbunden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass auch Momente vom
Stiel auf das Rinigugnsgerät übertragen werden können und der Benutzer auch große
Betätigungskräfte von dem Stiel auf das Reinigungsgerät und somit auf die zu reinigende
Fläche aufbringen kann.
[0007] Wenn der Benutzer eine andere Ausrichtung des Stiels relativ zu dem Reinigungsgerät
wünscht, löst er die Vorrichtung, bringt den Stiel in eine von mehreren vorbestimmten
Winkelstellungen relativ zu dem Reinigungsgerät und fixiert den Stiel in dieser Winkelstellung,
so dass wieder eine feste Verbindung zwischen dem Stiel und dem Reinigungsgerät gegeben
ist. Auf diese Weise ist eine flexible Anpassung der Ausrichtung des Stiels relativ
zu dem Reinigungsgerät entsprechend den Wünschen des Benutzers möglich.
[0008] Es hat sich als ausreichend und sinnvoll erwiesen, wenn der Stiel in Weiterbildung
der Erfindung in drei verschiedenen Winkelstellungen relativ zu dem Reinigungsgerät
an diesem anbringbar ist.
[0009] An dem Stiel sind zwei gabelförmige, federnde Arme angebracht, die in eine gespreizte
Eingriffsstellung gebracht werden können, in der sie in ein zugeordnetes Paar von
Aufnahmen, die am Reinigungsgerät ausgebildet sind, eingeführt werden können. Um die
verschiedenen Winkelstellungen des Stiels relativ zu dem Reinigungsgerät zu ermöglichen,
sollten am Reinigungsgerät mehrere paarweise Aufnahmen für die Arme ausgebildet sein.
Der Benutzer wählt das zum Ereichen der gewünschten Winkelstellung des Stiels geeignete
Aufnahmenpaar aus und führt die Arme unter deren Spreizung in die entsprechenden Aufnahmen
ein.
[0010] Um auch relativ große Betätigungskräfte von dem Stiel auf das Reinigungsgerät zuverlässig
übertragen zu können, sollte neben dem Eingriff der Arme in die Aufnahmen des Reinigungsgerätes
eine zusätzliche momentenfeste Verbindung zwischen dem Stiel und dem Reinigungsgerät
vorhanden sein. In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der
Betätigungshebel, der in die die Arme spreizende Halteposition bringbar ist, in seiner
Halteposition in einer Ausnehmung des Reinigungsgerätes vorzugsweise unter enger Passung
eingreift und somit eine direkte Kraftübertragung von dem Stiel über den Betätigungshebel
auf das Reinigungsgerät erfolgen kann.
[0011] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ausnehmung nutartig
ausgebildet ist und dass der Betätigungshebel mit seinem vorderen, dem Reinigungsgerät
zugewandten Ende in die Ausnehmung eingeführt werden kann. Wenn der Betätigungshebel
von dem Benutzer aus seiner Freigabeposition in die die Arme spreizende Halteposition
geschwenkt wird, tritt während dieser Schwenkung das vordere Ende des Betätigungshebels
unter enger Passung in die Ausnehmung ein und fixiert die Schwenkstellung des Stiels
relativ zu dem Reinigungsgerät.
[0012] Vorzugsweise sind am Reinigungsgerät mehrere Ausnehmungen ausgebildet, wobei jede
Ausnehmungen einer der Winkelstellungen des Stiels zugeordnet ist.
[0013] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
- Fig. 1
- das untere Ende eines Stiels und ein Reinigungsgerät vor der Anbringung,
- Fig. 2
- eine Figur 1 entsprechende Darstellung nach der Anbringung des Stiels,
- Fig. 3
- eine erste perspektivische Ansicht des Reinigungsgerätes,
- Fig. 4
- eine zweite perspektivische Ansicht des Reinigungsgerätes,
- Fig. 5
- den in einer ersten Winkelstellung am Reinigungsgerät angebrachten Stiel,
- Fig. 6
- den in einer zweiten Winkelstellung am Reinigungsgerät angebrachten Stiel und
- Fig. 7
- den in einer dritten Winkelstellung am Reinigungsgerät angebrachten Stiel.
[0014] In Figur 1 ist eine Vorrichtung 10 zur lösbaren Anbringung eines Reinigungsgerätes
12 an einem Stiel 15 dargestellt. Der Stiel 15 besteht aus einem Rohr oder Stab 18,
an dessen unteren Ende eine Spannvorrichtung 11 angebracht ist. Die Spannvorrichtung
11 besitzt zwei gabelförmige, aus Stahldraht bestehende Arme 13, die an ihrem unteren
Ende jeweils zu entgegengesetzten Seiten nach außen abgewinkelte Endbereiche 13a aufweisen.
Zwischen den Armen 13 ist ein Betätigungshebel 14 schwenkbar gelagert, der in der
Freigabestellung, die in Figur 1 dargestellt ist, im wesentlichen quer zur Längserstreckung
des Rohres 18 ausgerichtet und drehbar gelagert ist. Der Betätigungshebel 14 kann
um eine senkrecht zur Längsachse des Rohres 18 verlaufende Schwenkachse verschwenkt
werden (siehe Pfeil B), bis er eine Halteposition einnimmt (siehe Figur 2), in der
er in Längsrichtung des Rohres 18 ausgerichtet ist. Bei der Schwenkung aus der Freigabeposition
in die Halteposition spreizt der Betätigungshebel 14 die Arme 13 (siehe Pfeile S),
so dass die zu entgegengesetzten Seiten weisenden Endbereiche 13a der Arme 13 voneinander
weg bewegt werden.
[0015] Das Reinigungsgerät 12, bei dem es sich im dargestellten Ausführungsbeispiel um einen
Wischtuschhalter handelt, ist im wesentlichen plattenförmig ausgebildet und besitzt
eine langgestreckte Form, die in üblicher Weise quer zur Längsrichtung des Rohres
18 ausgerichtet ist. Das Reinigungsgerät kann auch von einem Besen, einem Schrubber,
einem Abzieher etc. gebildet sein.
[0016] Auf der Oberseite des Reinigungsgerätes 12 sind zwei Paare von Aufnahmen 16a und
16b für die Endabschnitte 13a der Arme 13 ausgebildet. Jede Aufnahme ist in an sich
bekannter Weise von einer axialen Bohrung gebildet, in die jeweils einer der Endabschnitte
13a der Arme 13 eingeführt werden kann. Wie insbesondere Figur 3 zeigt, ist ein erstes
Aufnahmenpaar 16a im wesentlichen in der Mitte des Reinigungsgerätes 12 ausgebildet,
während ein zweites Aufnahmepaar 16b quer zur Längsrichtung des Reinigungsgerätes
12 versetzt, d.h. zwischen dem ersten Aufnahmepaar 16a und der Längskante 12a (siehe
Figur 3) des Reinigungsgerätes 12 angeordnet ist.
[0017] Zwischen den Aufnahmen 16a und 16b ist auf der Oberseite des Reinigungsgerätes 12
eine Vertiefung 21 ausgebildet, in der im mittleren Bereich nach oben hervorstehende
Halteblöcke 19 und 20 vorgesehen sind. Auf diese Weise ist zwischen der Wandung der
Vertiefung 21 und einem ersten Halteblock 19 eine erste nutartige Ausnehmung 17a gebildet,
die in Längsrichtung des Reinigungsgerätes 12 verläuft. In Querrichtung des Reinigungsgerätes
12 versetzt zur ersten nutartigen Ausnehmung 17a ist zwischen den beiden Halteblöcken
19 und 20 eine zweite nutartige Ausnehmung 17b gebildet und im Randbereich des Reinigungsgerätes
12 ist zwischen dem zweiten Halteblock 20 und der Wandung der Vertiefung 21 eine dritte
nutartige Ausnehmung 17c gebildet.
[0018] Zur Befestigung des Stiels 15 an dem Reinigungsgerät 12 bringt der Benutzer den Betätigungshebel
14 in die in Figur 1 dargestellte Freigabeposition, in der die Arme 13 nicht gespreizt
sind. Daraufhin setzt er den Stiel 15 mit den Endabschnitten 13a der Arme 13 von oben
in die Vertiefung 21 auf der Oberseite des Reinigungsgerätes 12 ein, wie es durch
den Pfeil A in Figur 1 angedeutet ist. Er bringt dabei die Endabschnitte 13a der Arme
13 wahlweise in die Nähe oder in Eingriff mit dem ersten Aufnahmenpaar 16a oder dem
zweiten Aufnahmenpaar 16b. Daraufhin wird der Betätigungshebel 14 in seine Halteposition
geschwenkt, wodurch die Arme 13 gespreizt und die Endabschnitte 13a der Arme 13 mit
den gewählten Aufnahmen 16a oder 16b in Eingriff gebracht werden.
[0019] Bei der Schwenkung des Betätigungshebels 14 kommt dessen unteres, dem Reinigungsgerät
12 zugewandtes Ende 14 mit einer der nutartigen Ausnehmungen 17a, 17b bzw. 17c unter
enger Passung in Eingriff und wird in dieser vorzugsweise verklemmt. Dadurch ist gewährleistet,
dass von dem Stiel 15 auch relativ große Biegemomente zuverlässig auf das Reinigungsgerät
12 übertragen werden können.
[0020] Wie die Figuren 5, 6 und 7 zeigen, können mit der Vorrichtung zur lösbaren Anbringung
eines Reinigungsgerätes drei unterschiedliche Winkelstellungen des Stiels 15 relativ
zu dem Reinigungsgerät 12 erreicht werden. In einer erste Winkelstellung gemäß Figur
5 steht der Stiel 15 vertikal aufrecht, wenn das Reinigungsgerät 12 mit seiner Unterseite
auf dem Boden aufliegt. Diese vertikal aufrechte Stellung wird erreicht, in dem die
Endabschnitte 13a der Arme 13 in die mittleren Aufnahmen 16a des Reinigungsgerätes
12 eingeführt und das vordere Ende 14a des Betätigungshebels 14 mit der vorderen ersten
nutartigen Ausnehmung 17a in Eingriff gebracht wird.
[0021] In einer zweiten Winkelstellung, wie sie in Figur 6 gezeigt ist, erstreckt sich der
Stiel 15 unter einem Winkel von 30° bis 60° relativ zum Reinigungsgerät 12 bzw. zum
Boden, auf dem das Reinigungsgerät 12 aufliegt. Diese Winkelstellung wird erreicht,
indem der vordere Endabschnitt 13a der Arme 13 in das andere seitlich versetzt angeordnete
Aufnahmenpaar 16b des Reinigungsgerätes 12 eingesetzt und das vordere Ende 14a des
Betätigungshebels 1 in die mittlere nutartige Ausnehmung 17b eingeführt wird.
[0022] In einer dritten Winkelposition, wie sie in Figur 7 dargestellt ist, nimmt der Stiel
15 einen relativ kleinen Winkel im Bereich von 0° bis 10° relativ zu der Bodenfläche
ein, auf der das Reinigungsgerät mit seiner Unterseite aufliegt. Diese dritte Winkelstellung
wird erreicht, indem die Endabschnitte 13a der Arme 13 ebenfalls in das zweite Aufnahmenpaar
16b eingesetzt werden, jedoch wird das vordere Ende 14a des Betätigungshebels 14 in
die dritte nutartige Ausnehmung 17c, die nahe der Längskante 12a des Reinigungsgerätes
12 ausgebildet ist, eingeführt. Dies ist möglich, weil der Stiel 12 um die von den
Endabschnitten 13a der Arme 13 gebildete Schwenkachse schwenken kann, solange sich
der Betätigungshebel 14 mit seinem vorderen Ende 14a noch nicht in Eingriff mit einer
der nutartigen Ausnehmungen 17a, 17b und 17c befindet.
1. Vorrichtung zur lösbaren Anbringung eines Reinigungsgerätes (12) an einem Stiel (15),
der an seinem Ende zwei gabelförmige, federnde Arme (13) aufweist, die mittels einer
Spannvorrichtung (11) in Aufnahmen (16a, 16b) des Reinigungsgerätes (12) verspannbar
sind, wobei der Stiel (15) in seiner am Reinigungsgerät (12) angebrachten Stellung
drehfest mit diesem verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stiel (15) in verschiedenen Winkelstellungen relativ zu dem Reinigungsgerät (15)
an diesem anbringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stiel (15) in drei verschiedenen Winkelstellungen relativ zu dem Reinigungsgerät
(12) an diesem anbringbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsgerät (12) mehrere paarweise Aufnahmen (16a, 16b) für die Arme (13)
aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (11) einen Betätigungshebel (14) aufweist, der in eine die Arme
(13) spreizende Halteposition bringbar ist, wobei der Betätigungshebel (14) in seiner
Halteposition in eine Ausnehmung (17a, 17b, 17c) des Reinigungsgerätes (12) eingreift.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ausnehmungen (17a, 17b, 17c) am Reinigungsgerät (12) ausgebildet sind, wobei
jede der Ausnehmungen (17a, 17b, 17c) einer der Winkelstellungen des Stiels (15) zugeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (17a, 17b, 17c) nutartig ausgebildet ist und dass der Betätigungshebel
(14) mit seinem vorderen, dem Reinigungsgerät (12) zugewandten Ende (14a) in die Ausnehmung
(17a, 17b, 17c) einführbar ist.