[0001] Die Erfindung betrifft einen Greifer für eine Tuftingmaschine, insbesondere einen
Greifer zur Herstellung von so genanntem Cut-Loop-Pile der auch als Schneidflor bezeichnet
wird.
[0002] Tuftingmaschinen werden beispielsweise zur Teppichherstellung eingesetzt. Meist weisen
sie einen Tisch auf, oberhalb dessen eine Nadelbarre angeordnet ist. Diese trägt eine
Vielzahl von Tuftingnadeln, die dazu dienen, einen Florfaden durch ein schrittweise
über den Tisch geführtes textiles Trägermaterial zu stechen, das als Backing bezeichnet
wird. Unter dem Tisch ist eine mit Greifern besetzte Barre versehen. Die Greifer fahren
bei jedem Stich der Tuftingnadeln in aus den Tuftingfaden gebildete Schlingen ein
und halten diese unterhalb des Backings fest. Zur Herstellung von Cut-Pile (Schneidflor)
dienen Messer, die an einer Messerbarre gehalten sind. Sie werden auf die Greifer
zu bewegt und schneiden die auf den Greifern gehaltenen Schlingen auf.
[0003] Es ist üblich, entsprechende zur Herstellung von Schneidflor vorgesehene Greifer
mit einem Schneideinsatz zu versehen, der als Gegenstück für das Messer dient. Ein
Solcher ist beispielsweise der
DE 23 41 567 A1 oder auch der
DE 28 23 408 zu entnehmen. Der Greifer besteht dabei jeweils aus einem flachen Greiferkörper,
der eine Aussparung für einen Schneideinsatz aufweist. Der Schneideinsatz besteht
aus Hartmetall. Er ist mittels einer Lötverbindung an dem Greiferkörper gesichert.
[0004] Der Hartmetalleinsatz und der Greiferkörper haben nicht nur unterschiedliche Verschleißfestigkeiten
sondern auch unterschiedliche Steifigkeiten und Wärmedehnungen, was zu Schwierigkeiten
führen kann.
[0005] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Greifer für Tuftingmaschinen
herzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird mit dem Greifer nach Anspruch 1 gelöst:
[0007] Der erfindungsgemäße Greifer weist einen Greiferkörper mit einem Schneideinsatz auf,
der in der entsprechenden Ausnehmung des Greiferkörpers formschlüssig bzw. kraftschlüssig
gesichert ist. Der Schneideinsatz wird durch formschlüssig wirkende Befestigungsmittel
in der Ausnehmung festgehalten, wobei jedoch beiden Elementen, d.h. dem Schneideinsatz
und dem Greiferkörper, gestattet wird, sich entsprechend seiner jeweiligen Eigenelastizität
und Wärmedehnung zu verhalten. Der Schneideinsatz und der Greiferkörper liegen entlang
einer Trennfuge aneinander an, wobei sie in der Trennfuge jedoch nicht miteinander
verbunden sind. So sind Mikrobewegungen möglich. Eine gegebene Elastizität des Greiferkörpers
wird dadurch nicht durch den vergleichsweise steiferen Schneideinsatz gemindert. Auch
können unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten nicht zu einer Verbiegung des
Greifers bei Temperaturänderung führen.
[0008] Vorteilhaft ist auch, dass der Greifer ohne Lötvorgang hergestellt werden kann. So
unterbleibt jede Wärmebelastung des Greifers und/oder des Schneideinsatzes. Insbesondere
können der Schneideinsatz und der Greiferkörper separat mit den jeweils zu ihren Werkstoffen
passenden Verfahren bearbeitet und entsprechende Behandlungsprozessen ausgesetzt werden.
Sie können insbesondere individuell voneinander getrennt thermisch behandelt werden.
Eine Schädigung des Schneideinsatzes, der bevorzugterweise als Hartmetalleinsatz ausgebildet
ist, durch Hitzeeinwirkung, wie sie beim Hartlöten auftritt, unterbleibt. Der Hartmetalleinsatz
kann ohne zusätzliche Stoffe wie Klebstoffe oder Lote, sowie Flussmittel oder ähnliche
Chemikalien mit dem Grundkörper des Greifers verbunden werden. Außerdem können die
Greiferkörper und/oder Hartmetalleinsätze mit Beschichtungen versehen werden, die
bei niedrigen Temperaturen entstehen oder keine hohen Temperaturen vertragen. Es ist
des Weiteren möglich, den Greiferkörper und den Schneideinsatz mit unterschiedlichen
Beschichtungen zu versehen. Z.B. kann der Greiferkörper mit einer Beschichtung versehen
sein, die gute Gleiteigenschaften hat, um beispielsweise den Verschleiß von Tuftingnadeln
zu reduzieren. Solche Beschichtungen sind beispielsweise Teflonschichten. Diese verbessern
auch die Gleiteigenschaften des Tuftingfadens. Dagegen kann der Schneideinsatz mit
einer Schicht zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit versehen sein. Eine solche Beschichtung
kann beispielsweise durch eine metallische Hartstoffschicht, durch eine keramische
Schicht oder dergleichen gebildet sein.
[0009] Der Schneideinsatz weist vorzugsweise wenigstens an zwei einander gegenüberliegenden
Stellen Aussparungen auf, in die an dem Greiferkörper ausgebildete Vorsprünge ragen.
Die Aussparungen können durch zu den Flachseiten schräg orientierte Flächen begrenzt
sein. Diese schrägen Flächen sind vorzugsweise in einem Winkel von 40° bis 70° zu
der Flachseite orientiert und legen einen Freiraum fest, in den Material des Greiferkörpers
geprägt oder gepresst werden kann.
[0010] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
der Zeichnungen, der Beschreibung oder von Ansprüchen. Die Beschreibung beschränkt
sich dabei auf wesentliche Aspekte der Erfindung und sonstiger Gegebenheiten. Die
Zeichnung ist ergänzend heranzuziehen und offenbart weitere Einzelheiten. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Tuftingeinrichtung mit Greiferbarre in schematisierter Darstellung,
- Fig. 2
- einen Greifer, der Greiferbarre nach Fig. 1 in einer ausschnittsweisen Perspektivansicht,
- Fig. 3
- den Greifer nach Fig. 2 in einer Ansicht von unten,
- Fig. 4
- den Greifer nach Fig. 2 ohne Schneideinsatz in einer Seitenansicht,
- Fig. 5
- den Greifer nach Fig. 4 mit Schneideinsatz in einer Seitenansicht,
- Fig. 6
- den Greifer nach Fig. 5, geschnitten entlang der Linie VI-VI,
- Fig. 7
- einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 6 und
- Fig. 8
- eine abgewandelte Ausführungsform des Greifers ähnlich Fig. 2 in perspektivischer
Darstellung.
[0011] In Fig. 1 ist ein Tuftingsystem 1 veranschaulicht, zu dem eine Greiferbarre 2 mit
vielen parallel nebeneinander gehaltenen Greifern 3, eine Nadelbarre 4 mit vielen
an ihr parallel zueinander gehaltenen Tuftingnadeln 5 und Messer 6 gehören, die zur
Herstellung von Schneidflor dienen. Über der Greiferbarre 2 wird ein Backing bzw.
Trägermaterial 7 geführt, in das mittels der Tuftingnadeln 5 Florfäden 8 eingestochen
werden. Die Greifer 3 sind untereinander gleich ausgebildet. Nachfolgend wird ein
Greifer 3 stellvertretend für alle übrigen beschrieben.
[0012] Der in Fig. 2 gesondert ausschnittsweise veranschaulichte Greifer 3 weist einen Greiferkörper
9 und einen Schneideinsatz 10 auf. Der Greiferkörper 9 und der Schneideinsatz 10 gehen
des Weiteren aus den Fig. 3 bis Fig. 6 hervor. Wie ersichtlich, ist der Greiferkörper
9 ein Flachteil mit zwei Seitenflächen 11, 12 (Fig. 3), die im Wesentlichen eben und
parallel zueinander ausgebildet sind. An der Unterseite weist der Greifer eine schmale
Flachseite 40 auf, die die Seitenflächen 11 und 12 miteinander verbindet. Der Greiferkörper
9 weist einen Halteabschnitt 13 (Fig. 4), einen Mittelabschnitt 14 und einen Schlingenaufnahmeabschnitt
15 auf. Die Unterseite 40 erstreckt sich über diese Abschnitte 13, 14 und 15. Dabei
kann im Bereich des Mittelabschnitts 14 die Unterseite 40 geschlitzt ausgebildet sein.
Die Unterseite 40 besteht somit aus mehreren Abschnitten, die versetzt zueinander
angeordnet sind. Der Halteabschnitt 13 und der Schlingenaufnahmeabschnitt 15 erstrecken
sich von verschiedenen Seiten des Mittelabschnitts in entgegengesetzten Richtungen
voneinander weg. Während der Greiferkörper 9 im Bereich des Mittelabschnitts 14 und
des Halteabschnitts 13 eine einheitliche Dicke aufweist, kann er an seinen Schlingenaufnahmeabschnitt
15 etwas dünner ausgebildet sein, wie aus Fig. 3 hervorgeht. Er verjüngt sich somit
in dem Schlingenaufnahmeabschnitt 15 zu seinem Ende 16 hin. An dem Schlingenaufnahmeabschnitt
15 kann z.B. an der Seitenfläche 11 eine Ausnehmung bzw. Vertiefung 17 vorgesehen
sein, um den so genannten "J-cut" zu vermeiden. Unter "J-Cut" sind die unterschiedlich
langen Schenkel einer aufgeschnittenen Schlinge zu verstehen. Um einen Flor herzustellen,
bei dem die Schenkel einer aufgeschnittenen Schlinge gleich lang sind, müsste das
Messer im Idealfall genau in der Mitte der Unterseite 40 des Greiferkörpers die Schlinge
schneiden. Dies ist technisch nicht realisierbar. Die Schnittstelle, an der das Messer
6 den Schneideinsatz 10 berührt und die Schlinge aufschneidet ist in Bezug auf die
Mitte einer Schlinge versetzt. Um diesen Versatz so gering wie möglich zu halten weist
der Greiferkörper 9 die Ausnehmung 17 auf. Sie kann in Form einer Fläche, die beginnend
von der Seitenfläche 11 und endend in der Unterseite 40 winkelig zu den Seitenflächen
11 und 12 angeordnet ist, ausgebildet sein. Der Mittelabschnitt 14 kann mit einer
Führungsausnehmung in Form einer schmalen tiefen Längsnut 18 versehen sein, in der
ein Schieber (nicht dargestellt) längsverschiebbar gelagert ist. Der Schieber findet
Anwendung bei der Herstellung von Schlingenware in der Level-Cut-Loop Anwendung und
überdeckt zu diesem Zwecke, in vorderster ausgefahrener Position, das Ende 16 des
Greifers 3.
[0013] Der Schlingenaufnahmeabschnitt 15 weist eine gerade untere Kante 19 auf, auf der
die Schlingen 20 gleiten können, wie aus Fig. 1 ersichtlich. Die Kante 19 geht in
einer kurzen Rundung in eine Kante 21 über, die das stirnseitige Ende des Mittelabschnitts
14 bildet. An einer Seite des Greiferkörpers 9 ist eine die Seitenfläche 12 durchsetzende
Ausnehmung 22 (Figur 4) ausgebildet, die sowohl an die Kante 19 wie auch an die Kante
21 grenzt. Die Ausnehmung 22 ist relativ flach. Ihre Tiefe ist geringer als die halbe
Dicke des Greiferkörpers 9. Zwischen der Ausnehmung 17 und der Ausnehmung 22 verbleibt
ein dünner Steg. Dieser besteht aus dem Material des einstückig ausgebildeten Greiferkörpers
9. Die Ausnehmung 17 und die Ausnehmung 22 sind voneinander beabstandet und gehen
nicht ineinander über.
[0014] Die Ausnehmung 22 weist vorzugsweise eine im Wesentlichen einheitliche Tiefe auf.
Ihr Umriss entspricht dem eines an seinen Ecken abgerundeten Rechtecks, dem durch
die Kanten 19, 21 ein kleineres rechteckiges Stück abgetrennt ist. Somit hat die Vertiefung
22 einen ersten längeren schmalen Abschnitt 23 und einen zweiten kürzeren breiteren
Abschnitt 24.
[0015] In der Vertiefung 22 sitzt ein Schneideinsatz 10, wie er aus den Fig. 2 sowie 5 bis
7 hervorgeht. Dieser Schneideinsatz 10 besteht vorzugsweise aus einem anderen Material
als der Greiferkörper 9. Während der Greiferkörper 9 beispielsweise aus einem flexiblen
Stahl oder auch aus einem anderen, z.B. auch nichtmetallischem Material bestehen kann,
ist der Schneideinsatz vorzugsweise aus Hartmetall oder einem anderen verschleißfesten
Material, wie beispielsweise Keramik, ausgebildet. Er weist zwei Flachseiten 25 und
26 auf, von denen die Flachseite 25 an dem Boden der Ausnehmung 22 anliegt. Die andere
Flachseite 26 liegt außen und schließt mit der Seitenfläche 12 ab (Figur 5). Sie kann
auch etwas über die Seitenfläche 12 vorstehen. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn
der Schneideinsatz 10 an seinem zu dem freien Ende des Schlingenaufnahmeabschnitts
15 hin weisenden Ende eine rampenartige Schrägfläche 27 aufweist. Vorzugsweise fluchtet
diese Schrägfläche 27 bei einem Level-Cut-Looper mit einer Schrägfläche 28 des Schlingenaufnahmeabschnitts
15. Durch den stufenlosen Übergang der beiden Schrägflächen 28 und 27 ineinander wird
verhindert, dass sich der Florfaden, der die Schlinge bildet, beim Gleiten vom vorderen
Ende 16 des Greiferkörpers 9 in den Bereich des Schneideinsatzes 10, an dessen vorderen
Kante 41 aufspießt und beschädigt wird. Mit der Schrägfläche 28 geht der Schlingenaufnahmeabschnitt
15 von einer geringeren Dicke zu einer größeren Dicke über, wie insbesondere Fig.
3 zeigt.
[0016] Bei einer anderen Ausführungsform (nicht dargestellt), einem Cut-Pile-Looper, weist
die Flachseite 11, welche die Ausnehmung 22 nicht enthält die Schrägfläche 28 auf.
[0017] Der Schneideinsatz 10 weist eine Schneidkante 29 auf, die aus den Fig. 2 und 5 ersichtlich
ist und deren Verlauf dem Verlauf der Kante 19 folgt. Die Schneidkante 29 geht in
einen weiteren Kantenabschnitt 30 über, dessen Verlauf im Wesentlichen dem der Kante
21 folgt. Somit weist der Schneideinsatz 10 einen ersten, vorderen Abschnitt 31, der
als Schneidabschnitt angesehen werden kann, und einen zweiten, hinteren Abschnitt
32 auf, der als Halteabschnitt angesehen werden kann.
[0018] Es ist auch möglich, dass die Schneidkante 29 des Schneideinsatzes 10 die Kante 19
des Greiferkörpers 9 überragt und somit dieser vorsteht. Dies ist in Figur 5 angedeutet.
Dabei weist die Schneidkante 29 eine Rampe 39 auf um einen stufenlosen Übergang zur
Kante 19 zu bilden.
[0019] Der Umriss des Schneideinsatzes 10 stimmt mit dem Rand der Ausnehmung 22 überein.
Somit sitzt der Schneideinsatz 10 im Wesentlichen spielfrei in der Ausnehmung 22.
Zur Befestigung des Schneideinsatzes weist dieser an seinem Halteabschnitt 32 Aussparungen
33, 34 auf, siehe dazu Fig. 2 und Fig. 5. Die Aussparungen 33, 34 werden beispielsweise
durch schräg zu der Flachseite 26 angeordnete Schrägflächen 35, 36 gebildet. Die Schrägflächen
35, 36 schließen mit der Flachseite 26 einen Winkel von vorzugsweise 40° bis 70° ein.
Die Aussparungen 33, 34 sind an einander gegenüberliegenden Seiten des Halteabschnitts
32 angeordnet.
[0020] Zur Befestigung des Schneideinsatzes 10 ist der Greiferkörper 9 mit dem Schneideinsatz
10 verstemmt. Dazu sind Randbereiche der Ausnehmung 22 plastisch verformt, um die
Schrägflächen 35, 36 zu übergreifen. Die so gebildeten Verformungsbereiche 37, 38
halten den Schneideinsatz 10 somit formschlüssig in der Ausnehmung 22. Dies geht insbesondere
aus Fig. 6 und 7 hervor, die eine stark vergrößerte Ansicht offenbart. Bei einer Einpresstiefe
T von beispielsweise 0,05 mm und einem sich ergebenden Überstand B des Verformungsbereichs
37 über die Schrägfläche 35 ergibt sich eine dauerhafte und sichere formschlüssige
Halterung des gesamten Schneideinsatzes 10. Dabei genügt es, wenn die Länge der Verformungsbereiche
37, 38 beispielsweise lediglich ca. zweidrittel der Länge des hinteren breiten Abschnitts
32 des Schneideinsatzes 10 entspricht.
[0021] Der insoweit beschriebene Greifer 3 arbeitet wie folgt:
[0022] In Betrieb nimmt er mit seinem Ende 16 Schlingen 20 auf, die über die Kante 19 laufen.
Dazu wird die Greiferbarre 2 in der Regel rhythmisch bewegt. Die Schlingen 20 gelangen
auf die Schneidkante 29 des Schneideinsatzes 10. Dort werden sie von dem ebenfalls
entsprechend rhythmisch bewegten Messer 6 aufgeschnitten. Das Messer 6 kann dabei
z.B. über die Schrägfläche 27 laufen, wodurch verhindert wird, dass es stumpf auf
eine Kante des Schneideinsatzes 10 stößt.
[0023] Der Greiferkörper 9 und der Schneideinsatz 10 können, wie erwähnt, aus unterschiedlichen
Materialien bestehen. Sie können außerdem unterschiedlich beschichtet sein. Beispielsweise
kann der Greiferkörper 9 mit einer reibungsmindernden Kunststoffbeschichtung, beispielsweise
einer Teflonbeschichtung, versehen sein. Dagegen kann der Schneideinsatz 10 mit einer
verschleißmindernden Beschichtung wie beispielsweise einer metallischen Hartstoffbeschichtung,
wie Titannitrid, Titankarbid oder dergleichen, versehen sein.
[0024] Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die axiale Sicherung des
Schneideinsatzes 10 in der Ausnehmung 22 bewirkt, in dem der Schneideinsatz 10 passgenau
in die Ausnehmung 22 passt. Es ist darüber hinaus möglich, wie Fig. 2 zeigt, die Schrägfläche
36 auf einen kurzen Axialbereich der entsprechenden Kante zu beschränken, so dass
der Verformungsbereich 38 eine axiale Sicherungsfunktion für den Schneideinsatz 10
übernimmt. Wie Fig. 8 veranschaulicht, kann diese Maßnahme auch für beide Schrägflächen
35, 36 getroffen werden. Im Übrigen gilt die vorige Beschreibung für Fig. 8 unter
Zugrundelegung gleicher Bezugszeichen entsprechend.
[0025] Ein Greifer 3 für eine Tuftingmaschine weist einen Greiferkörper 9 auf, der eine
Ausnehmung 22 für einen Schneideinsatz 10, vorzugsweise aus Hartmetall, aufweist.
Zur Verbindung des Schneideinsatzes 10 mit dem Greiferkörper 9 sind formschlüssig
wirkende Verbindungsmittel vorgesehen. Diese werden in der einfachsten Ausführungsform
durch Verformungsbereiche 37, 38 gebildet, die an dem Greiferkörper 9 ausgebildet
sich und passende Aussparungen 33, 34 des Schneideinsatzes 10 übergreifen.
Bezugszeichenliste:
[0026]
- 1
- Tuftingsystem
- 2
- Greiferbarre
- 3
- Greifer
- 4
- Nadelbarre
- 5
- Tuftingnadel
- 6
- Messer
- 7
- Trägermaterial
- 8
- Florfäden
- 9
- Greiferkörper
- 10
- Schneideinsatz
- 11
- Seitenfläche
- 12
- Seitenfläche
- 13
- Halteabschnitt
- 14
- Mittelabschnitt
- 15
- Schlingenaufnahmeabschnitt/ Greiferabschnitt
- 16
- Ende
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Führungsausnehmung
- 19
- Kante
- 20
- Schlinge
- 21
- Kante
- 22
- Ausnehmung
- 23
- Abschnitt
- 24
- Abschnitt
- 25
- Flachseite
- 26
- Flachseite
- 27
- Schrägfläche
- 28
- Schrägfläche
- 29
- Schneidkante
- 30
- Kantenabschnitt
- 31
- Abschnitt
- 32
- Abschnitt
- 33
- Aussparung
- 34
- Aussparung
- 35
- Schrägfläche
- 36
- Schrägfläche
- 37
- Verformungsbereich
- 38
- Verformungsbereich
- 39
- Rampe
- 40
- Unterseite
- 41
- Kante
1. Greifer (3) für Tuftingmaschine,
mit einem Greiferkörper (9), der einen Greiferabschnitt (15) zur Aufnahme von Fadenschlingen
(20) aufweist, und
mit einem Schneideinsatz (10), der in eine Ausnehmung (22) des Greiferkörpers (9)
eingesetzt und in der Ausnehmung (22) formschlüssig gesichert ist.
2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) durch einen Körper mit zwei Flachseiten gebildet ist, der
an zumindest zwei einander gegenüberliegenden Stellen mit Aussparungen (33, 34) versehen
ist.
3. Greifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Aussparungen (33, 34) durch eine zu den Flachseiten (26) schräg
orientierte Fläche (35, 36) begrenzt ist.
4. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) durch an dem Greiferkörper (9) ausgebildete Vorsprünge (37,
38) in der Aussparung (22) gesichert ist.
5. Greifer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (37, 38) durch einen Umformprozess an den Greiferkörper (9) angeformt
sind.
6. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) über den Greiferkörper (9) vorsteht.
7. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) ein Hartmetalleinsatz ist.
8. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) mit einer Hartstoffbeschichtung versehen ist.
9. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Greiferkörper (9) mit einer reibungsmindernden Beschichtung versehen ist.
10. Greifer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die reibungsmindernde Beschichtung eine Kunststoffbeschichtung ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Greifer (3) für Tuftingmaschine,
mit einem Greiferkörper (9), der einen Greiferabschnitt (15) zur Aufnahme von Fadenschlingen
(20) aufweist, und
mit einem Schneideinsatz (10), der in eine Ausnehmung (22) des Greiferkörpers (9)
eingesetzt und durch an dem Greiferkörper (9) ausgebildete Vorsprünge (37, 38) in
der Ausnehmung (22) formschlüssig gesichert ist,
wobei die Vorsprünge als Verformungsbereiche (37, 38) durch einen Umformprozess an
den Greiferkörper (9) angeformt sind.
2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) durch einen Körper mit zwei Flachseiten gebildet ist, der
an zumindest zwei einander gegenüberliegenden Stellen mit Aussparungen (33, 34) versehen
ist.
3. Greifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Aussparungen (33, 34) durch eine zu den Flachseiten (26) schräg
orientierte Fläche (35, 36) begrenzt ist.
4. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) über den Greiferkörper (9) vorsteht.
5. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) ein Hartmetalleinsatz ist.
6. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneideinsatz (10) mit einer Hartstoffbeschichtung versehen ist.
7. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Greiferkörper (9) mit einer reibungsmindernden Beschichtung versehen ist.
8. Greifer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die reibungsmindernde Beschichtung eine Kunststoffbeschichtung ist.