[0001] Die Erfindung betrifft eine Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner gemäß dem
Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.
[0002] Eine Mischeinrichtung der eingangs genannten Art ist nach der
DE 10 2004 007 123 B3 bekannt. Diese besteht, wie der Fachmann erkennt, auch wenn die Figuren nicht alle
nachfolgend genannten Merkmale explizit zeigen, aus einen (Gebläse-) Gehäuse, das
aus zwei schalenartigen Bauteilen gebildet und in dem ein Laufrad eines Gebläses angeordnet
ist. Dabei ist dem Laufrad eine als Luftansaugöffnung dienende und eine Außen- und
eine Innenwandung aufweisende Gas-Luft-Mischstrecke (hier eine sogenannte Venturi-Düse)
pneumatisch vorgeschaltet. Ferner weist das Gehäuse eine brennerseitige Gas-Luft-Gemischauslaßöffnung
auf.
[0003] Nach der
DE 10 2004 007 123 B3 ist vorgesehen, dass die Gas-Luft-Mischstrecke und die Venturi-Düse als monolithische
Einheit ausgebildet sind. Mit anderen Worten ausgedrückt, sind nach dieser Lösung
die Außen- und Innenwandung der Venturi-Düse als ein Bauteil gebildet.
[0004] Dieses eine, die Venturi-Düse enthaltende Bauteil, an dem zusätzlich noch das Gasregelgerät
angeordnet ist, wird mittels eines Bajonettverschlusses am oben genannten Gebläsegehäuse
befestigt, d. h. das Bauteil ist von diesem lösbar ausgebildet, was seinen Grund unter
anderem darin hat, dass die Venturi-Düse aus Kunststoff und das Gebläsegehäuse aus
Metall gebildet ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Montageaufwand bei einer Mischeinrichtung
der eingangs genannten Art zu reduzieren.
[0006] Diese Aufgabe ist mit einer Mischeinrichtung der eingangs genannten Art durch die
im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
[0007] Nach der Erfindung ist also vorgesehen, dass mindestens ein schalenartiges Bauteil
des Gehäuses und mindestens die Außenwandung der Gas-Luft-Mischstrecke als einstückiges
Bauteil ausgebildet sind.
[0008] Mit anderen Worten ausgedrückt, wird erfindungsgemäß auf eine separate Ausbildung
der Bauteile Gehäuseschale und Außenwandung der Gas-Luft-Mischstrecke, die vorzugsweise
als Venturi-Düse ausgebildet ist, verzichtet. Dank dieser Maßgabe verringert sich
der Montageaufwand (Arbeitszeit, Schrauben); ferner entfällt auch eine sonst erforderliche
Dichtung zwischen Gehäuseschale und Außenwandung der Venturi-Düse, was weitere Kostenvorteile
mit sich bringt.
[0009] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ergeben
sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0010] Die erfindungsgemäße Mischeinrichtung einschließlich ihrer vorteilhaften Weiterbildungen
gemäß der abhängigen Patentansprüche wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0011] Es zeigt schematisch
- Figur 1
- im Schnitt die erfindungsgemäße Mischeinrichtung.
[0012] Die in der einzigen Figur 1 dargestellte Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner
besteht aus einem Gehäuse 1, das aus zwei schalenartigen Bauteilen 2, 3 gebildet und
in dem ein Laufrad 4 eines Gebläses angeordnet ist, wobei dem per Gebläsemotor 13
angetriebenen Laufrad 4 eine als Luftansaugöffnung dienende und eine Außen- 5 und
eine Innenwandung 6 aufweisende Gas-Luft-Mischstrecke 7, hier in Form einer Venturi-Düse
(was allerdings nicht zwingend ist), pneumatisch vorgeschaltet ist und wobei das Gehäuse
1 eine brennerseitige Gas-Luft-Gemischauslaßöffnung 8 aufweist.
[0013] Wesentlich für die erfindungsgemäße Mischeinrichtung ist nun, dass mindestens ein
schalenartiges Bauteil 2 des Gehäuses 1 und mindestens die Außenwandung 5 der Gas-Luft-Mischstrecke
7 zusammen als einstückiges Bauteil ausgebildet sind.
[0014] Wie eingangs erläutert, entfällt durch diese Maßgabe ein erheblicher Montageaufwand,
und zwar deswegen, weil auf andernfalls erforderliche Schrauben und Dichtungen verzichtet
werden kann.
[0015] Wie aus Figur 1 ersichtlich, bildet die Innenwandung 6 der Gas-Luft-Mischstrecke
7 bzw. Venturi-Düse eine Strömungsoberfläche 9 für die angesaugte Luft und das angesaugte
Gas. Besonders bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass die Innenwandung 6 als hohlzylinderartiges
Einzelbauteil mit einer inneren und einer äußeren Oberfläche ausgebildet ist, wobei
die innere Oberfläche die Strömungsoberfläche 9 der Venturi-Düse 7 bildet und die
äußere Oberfläche an einer Innenseite der Außenwandung 5 des Gehäuses 1 anliegt. Das
die Strömung führende Bauteil ist gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform somit als
separat einsetzt-, einschieb- bzw. einsteckbares Element ausgebildet, und zwar vorzugsweise
hergestellt als Kunststoffspritzgussteil. Diese Maßgabe hat den Vorteil, dass die
Mischeinrichtung sehr flexibel an unterschiedliche Auslegungszustände bezüglich der
zuzuführenden Luft anpassbar ist.
[0016] Zur Ausbildung der Gas-Luft-Mischstrecke ist die Innenwandung 6 ferner mit mindestens
einer Öffnung 10 zur Zufuhr von Gas versehen ist. Typischerweise sind mehrere Öffnungen
vorgesehen, die gleichmäßig (z. B. rotationssymmetrisch) auf dem Umfang der Innenwandung
6 verteilt sind, um eine möglichst gleichmäßige Vermischung mit der Luft zu gewährleisten.
[0017] Die Öffnung 10 ist dabei so an der Innenwandung 6 positioniert, dass die durch den
bekannten Venturi-Effekt hervorgerufene Gasansaugung eine ausreichende Gas-Luft-Gemischversorgung
des Brenners gewährleistet.
[0018] Zur weiteren Montagevereinfachung hat es sich als vorteilhaft erwiesen (abstrahiert
dargestellt), dass an der Außenwandung 5 ein Aufnahme- und Anordnungsbereich 11 für
eine Gasarmatur 15 vorgesehen ist. Dieser Aufnahmebereich 11 kann dabei z. B. sockelartig
mit Materialbereichen zur Einbringung von Gewinden und/oder Anlageflächen für Dichtungen
ausgebildet sein.
[0019] Dabei ist dem Aufnahme- und Anordnungsbereich 11, wie aus Figur 1 ersichtlich, eine
Öffnung 12 in der Außenwandung 5 zugeordnet, die mit der Öffnung 10 an der Innenwandung
6 pneumatisch verbunden ist, d. h. von der Gasarmatur kommendes Gas wird über die
Öffnung 12, einen entsprechenden Verbindungskanal und die Öffnung 10 der Gas-Luft-Mischstrecke
7 bzw. der Venturi-Düse zur Vermischung mit der über den Einströmungsquerschnitt 14
der Luftansaugöffnung angesaugten Luft zugeführt. Das Gas-Luft-Gemisch gelangt anschließend
zum Laufrad 4 und wird von diesem zur mit dem Brenner in Verbindung stehenden Gas-Luft-Gemischauslaßöffnung
gefördert.
[0020] Fertigungstechnisch hat es sich als besonders günstig erwiesen, dass das schalenartige
Bauteil 2 zusammen mit der Außenwandung 5 als einstückiges Gussteil ausgebildet ist,
wobei insbesondere die Fertigung per Aluminiumdruckguss oder Kunststoffspritzguss
zu preiswerten, geometisch präzisen aber gleichzeitig vom Gewicht her leichten Bauteilen
führt.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Bauteil
- 3
- Bauteil
- 4
- Laufrad
- 5
- Außenwandung
- 6
- Innenwandung
- 7
- Gas-Luft-Mischstrecke, vorzugsweise Venturi-Düse
- 8
- Gas-Luft-Gemischauslaßöffnung
- 9
- Strömungsoberfläche
- 10
- Öffnung
- 11
- Aufnahme- und Anordnungsbereich
- 12
- Öffnung
- 13
- Gebläsemotor
- 14
- Einströmungquerschnitt
- 15
- Gasarmatur
1. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner, umfassend ein Gehäuse (1), das aus zwei
schalenartigen Bauteilen (2, 3) gebildet und in dem ein Laufrad (4) eines Gebläses
angeordnet ist, wobei dem Laufrad (4) eine als Luftansaugöffnung dienende und eine
Außen- (5) und eine Innenwandung (6) aufweisende Gas-Luft-Mischstrecke (7) pneumatisch
vorgeschaltet ist und wobei das Gehäuse (1) eine brennerseitige Gas-Luft-Gemischauslaßöffnung
(8) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein schalenartiges Bauteil (2) des Gehäuses (1) und mindestens die Außenwandung
(5) der Gas-Luft-Mischstrecke (7) als einstückiges Bauteil ausgebildet sind.
2. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gas-Luft-Mischstrecke (7) als Venturi-Düse ausgebildet ist.
3. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenwandung (6) eine Strömungsoberfläche (9) für die angesaugte Luft und das
angesaugte Gas bildet.
4. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenwandung (6) als hohlzylinderartiges Einzelbauteil mit einer inneren und
einer äußeren Oberfläche ausgebildet ist, wobei die innere Oberfläche die Strömungsoberfläche
(9) der Gas-Luft-Mischstrecke (7) bildet und die äußere Oberfläche an einer Innenseite
der Außenwandung (5) des Gehäuses (1) anliegt.
5. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenwandung (6) mit mindestens einer Öffnung (10) zur Zufuhr von Gas versehen
ist.
6. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Außenwandung (5) ein Aufnahme- und Anordnungsbereich (11) für eine Gasarmatur
vorgesehen ist.
7. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Aufnahme- und Anordnungsbereich (11) für die Gasarmatur eine Öffnung (12) in
der Außenwandung (5) zugeordnet ist, die mit der Öffnung (10) an der Innenwandung
(6) pneumatisch verbunden ist.
8. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das schalenartige Bauteil (2) zusammen mit der Außenwandung (5) als einstückiges
Gussteil ausgebildet ist.
9. Mischeinrichtung für einen Gasgebläsebrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die schalenartigen Bauteile (2, 3) wahlweise aus Aluminiumdruckguss oder Kunststoff
gebildet sind.