[0001] Die vorliegende Beschreibung betrifft eine Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung.
[0002] Eine derartige Schutzvorrichtung dient der Verhinderung von Beschädigungen eines
(genormten) Steckers oder einer Buchse bzw. einer Leiterplatte, an der eines der Verbinderelemente
angelötet ist, wenn beispielsweise unbeabsichtigt an einem Kabel gezogen wird. Darüber
hinaus verhindert die Schutzvorrichtung das Eindringen von festen und flüssigen Körpern,
so daß selbst in einer staubigen oder feuchten Umgebung Kontaktierungsfehler bzw.
Kurzschlüsse innerhalb des genormten Steckers verhindert werden können.
[0003] Darüber hinaus bietet eine derartige Schutzvorrichtung einen vollständigen Berührschutz.
Eine derartige Schutzvorrichtung ist beispielsweise in der
DE 101 10 470 C2 beschrieben. Diese Vorrichtung weist ein Aufnahmeteil und ein Buchsenteil auf, die
jeweils abgedichtet sind, um den Schutzgrad auf IP 67 zu erhöhen.
[0004] Darüber hinaus offenbart die
US 5 857 873 ein Paar zylindrischer Schuhelemente, die an einer Dichtfläche ineinander gesteckt
werden, um im Inneren eine Steckverbindung aufzunehmen. Diese Vorrichtung weist an
den Kabelaustritten jeweils Dichtungsmittel auf und dichtet an der Verbindungsstelle
mittels eines Preßsitzes.
[0005] Des weiteren beschreibt die
WO 01/20729 A1 eine geschraubte Schutzhülle, die nach dem Einführen des Steckers auf ein Gegenelement
aufgeschraubt wird, um den Stecker zu umhüllen.
[0006] Moderne EDV-Anlagen, Telefonanlagen und andere elektrische Geräte und dergleichen
vereinen immer mehr Funktionen und Schnittstellen auf engstem Raum. Deshalb besteht
ein Bedarf für eine miniaturisierte Schutzvorrichtung, die darüber hinaus auch bei
einem beengten Einbauraum auf einfache Weise betätigbar ist.
[0007] Somit besteht die Aufgabe der Erfindung in der Schaffung einer miniaturisierten Schutzvorrichtung
für eine Steckverbindung, die zum Koppeln und Trennen auch in einem beengten Einbauraum
auf einfache Weise betätigbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Schutzvorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 1
gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung mit einem
Paar koppelbarer Gehäuseelemente bzw. Überzugselementen bzw. Hüllen für die Aufnahme
der Steckverbindung gelöst, wobei jedes der Gehäuseelemente jeweils einem Verbinder
bzw. Stecker bzw. Buchse der Steckverbindung zuordenbar ist, so dass die Steckverbindung
durch Entkoppeln bzw. Trennen der Gehäuseelemente trennbar ist, während die Steckverbindung
im verbundenen bzw. gesteckten Zustand durch das Paar Gehäuseelemente geschützt ist
indem die Steckverbindung in den gekoppelten Gehäuseelementen zumindest teilweise
aufgenommen ist,
wobei eines aus dem ersten und zweiten Gehäuseelement eine Aufnahme bzw. Steckbuchse
aufweist, in die zumindest ein vorderer Abschnitt des anderen aus dem ersten und zweiten
Gehäuseelement zumindest teilweise einführbar bzw. einsteckbar ist,
wobei die Aufnahme des einen Gehäuseelements gegenüber dem vorderen Abschnitt des
anderen Gehäuseelements abgedichtet ist,
wobei eines aus dem ersten und zweiten Gehäuseelement zumindest einen federbelasteten
Hebel bzw. eine Federklammer aufweist und das andere aus dem ersten und zweiten Gehäuseelement
ein erstes Eingriffselement bzw. eine Rastnase bzw. einen Vorsprung zum in Eingriff
treten mit einem komplementären zweiten Eingriffselements aufweist, wobei das zweite
Eingriffselement an dem Hebel angeordnet ist und vorzugsweise als ein Ausschnitt des
Hebels bzw. der Federklammer ausgebildet ist, um die beiden Verbindergehäuse im gekoppelten
Zustand aneinander zu fixieren, und
wobei der Hebel über eine Kurvenscheibe bzw. einen Drehring mit zumindest einem Betätigungsvorsprung
betätigbar ist, um zum Trennen der beiden Gehäuseelemente den Eingriff zwischen den
Eingriffselementen zu lösen.
[0010] Indem jeweils eines der beiden Gehäuseelemente einem Verbinder der Steckverbindung
zuordenbar ist, kann die Steckverbindung durch Entkoppeln der Gehäuseelemente getrennt
werden, wobei jeweils eines der beiden Gehäuseelemente mit einem der Verbinder vereint
bleibt. Durch Verbinden der beiden Verbinder und entsprechendes Koppeln der beiden
Gehäuseelemente wird eine Abdichtung der Steckverbindung gegenüber der Umgebung geschaffen.
Auf diese Weise wird ein Staubschutz bzw. Wasserschutz nach IP 67 Standard geschaffen.
Darüber hinaus wird ein vollständiger Berührungsschutz vorgesehen.
[0011] Indem eines der Gehäuseelemente zumindest einen federbelasteten Hebel aufweist, kann
in Verbindung mit dem Eingriffselement bzw. der Rastnase des anderen Gehäuseelements
eine einfache und leicht lösbare Fixierung der beiden Gehäuseelemente geschaffen werden.
Zum Lösen der Fixierung der beiden Gehäuseelemente wird über die Kurvenscheibe bzw.
den Drehring auf den federbelasteten Hebel- bzw. die Federklammer Druck ausgeübt,
so daß die beiden Eingriffselemente aus dem gegenseitigen Eingriff miteinander gelöst
werden. Hierzu hat die Kurvenscheibe an ihrem Innenumfang zumindest einen Vorsprung
vorgzugsweise mit einer Schräge oder kann über einen Teil des Umfangs oder über den
vollen Umfang spiralförmig ausgebildet sein, um den Durchmesser über die Drehung,
d.h. über den Umfang hinweg zu verringern, so daß durch Drehen der Kurvenscheibe Druck
auf den federbelasteten Hebel ausgeübt wird.
[0012] Ein Vorteil besteht darin, daß die Kurvenscheibe von einer beliebigen Seite betätigbar
ist, d.h. beispielsweise von einer beliebigen Seite an dem Umfang der Kurvenscheibe
bzw. des Drehrings oder auch von einer Stirnseite aus, je nach Einbaulage der Schutzvorrichtung
und zur Verfügung stehenden Raumverhältnissen. Dabei kann die Kurvenscheibe je nach
Einbaulage und zur Verfügung stehendem Montageraum entweder mit einem oder zwei Fingern
gegriffen werden, um die Kurvenscheibe zu drehen oder es kann auch ein Werkzeug wie
beispielsweise ein Schraubendreher zum Einsatz kommen, um die Kurvenscheibe dadurch
zu drehen, daß der Schraubendreher oder ein entsprechendes Werkzeug an Vorsprüngen
an einem Außenumfang der Kurvenscheibe oder an Bohrungen an einer Stirnseite der Kurvenscheibe
angesetzt wird, um eine Drehkraft auszuüben.
[0013] Vorzugsweise ist zumindest eines der Gehäuseelemente für die Aufnahme eines Kabels
der Steckverbindung konfiguriert und das Kabel ist gegenüber dem Gehäuseelement abgedichtet.
[0014] Auf diese Weise kann das eine Gehäuseelement einem an einem Ende eines Kabels angebrachten
Verbinder zugeordnet werden, während das andere Gehäuseelement einer Leiterplatte
bzw. einem Modulgehäuse zugeordnet ist, um auf diese Weise eine Steckverbindung eines
Kabels an einem Modulgehäuse wie beispielsweise einem Computer, einer Telefonanlage
oder dergleichen zugeordnet zu sein. Dabei ist der Verbinder des dem Kabel zugeordneten
Gehäuseelements vorzugsweise als ein Stecker ausgebildet, beispielsweise als ein Westernstecker
bzw. RJ 45-Stecker, wie dieser beispielsweise in der Norm IEC 603-7 spezifiziert ist.
[0015] Es kann jedoch für einen Stecker RJ 11 oder RJ 14 oder jeden anderen Stecker verwendet
werden. Der Stecker nach der RJ 45 Norm wird in Deutschland überwiegend zum Anschluß
von ISDN Endgeräten an den SO-Bus sowie im LAN-Bereich bei Eternet oder ATM verwendet.
Eternet ist ein Standard für lokale Netze, der auch als LAN (local area network) bezeichnet
wird, für Arbeitsplatzrechner, wobei sich das Netz auf eine Bus- bzw. Sterntopologie
stützt. Dabei werden die Daten in sogenannten Datentelegrammen übertragen, deren Länge
flexibel definierbar ist.
[0016] Bei dem dem anderen Gehäuse-Element zugeordneten Verbinder handelt es sich dann um
die komplementäre Buchse beispielsweise die Buchse nach dem RJ 45 Standard, es kann
jedoch auch jede andere Buchse eingesetzt werden, wobei eine Innenkontur der Gehäuseelemente
jeweils an die Verbinder der Steckverbindung angepaßt ist.
[0017] Es ist jedoch auch möglich, die Gehäuseelemente für eine Steckverbindung zwischen
zwei an einem Ende eines Kabels jeweils angeordneten Verbindern anzuwenden.
[0018] Vorzugsweise weist der Hebel ein federndes Blatt auf, das in einem zentralen Bereich
eine Lasche zur gelenkigen Fixierung an dem Gehäuseelement umfaßt.
[0019] Indem der Hebel als eine federndes Blatt mit der in dem zentralen Bereich angeordneten
Lasche ausgebildet ist, kann der Hebel zusammen mit seinem Gelenk und der Feder einstückig
beispielsweise aus einem Metallblech hergestellt werden.
[0020] Vorzugsweise hat die Kurvenscheibe und/oder ein Schraubkörper des zweiten Gehäuseelements
und/oder das zweite Gehäuseelement selbst eine Vielzahl von Zungen bzw. axialen Vorsprüngen
für eine drehende Führung der Kurvenscheibe an einem im wesentlichen kreisförmigen
Abschnitt des Gehäuseelements, um an dem Gehäuseelement drehbar zu sein.
[0021] Durch Ausbilden der Kurvenscheibe bzw. des Drehrings mit den in axialer Richtung
verlaufenden Zungen kann der aus Kunststoff hergestellte Drehring einfach auf ein
Ende des Gehäuseelements aufgeclipst werden. Die Zungen weisen hierzu entsprechende
Schrägen und Vorsprünge an einem Innenumfang auf, um auf sichere Weise an dem Drehteil
des Gehäuseelements fixiert zu werden. Die Zungen können jedoch auch an dem in das
zweite Gehäuseelement eingeschraubten Schraubkörper ausgebildet sein, so dass die
Kurvenscheibe auf den Schraubkörper aufgeklipst wird.
[0022] Vorzugsweise hat die Kurvenscheibe einen ringförmigen Körper, an dessen Innenumfang
die Kurve der Kurvenscheibe angeordnet ist, so dass durch Drehen der Kurvenscheibe
Druck auf einen in dem Innenumfang angeordneten Betätigungsabschnitt des Hebels ausübbar
ist. Die Kurve weist vorzugsweise einen Vorsprung mit einer Schräge auf.
[0023] Weiter bevorzugt ist der Hebel so an dem Gehäuseelement angelenkt, dass beim Drücken
des Betätigungsabschnitts des Hebels das an dem entgegengesetzten Ende des Hebels
angeordnete zweite Eingriffselement angehoben wird, um das zweite Eingriffselement
aus dem Eingriff mit dem ersten Eingriffselement zu lösen.
[0024] Ein Kabelaustritt des Gehäuseelements ist vorzugsweise im wesentlichen kegelförmig
gestaltet und hat an seinem Innenumfang eine Vielzahl von Dichtlippen. Auf diese Weise
sammelt sich selbst dann kein Wasser an dem Kabelaustritt, wenn das Gehäuseelement
mit dem Kabelaustritt nach oben eingebaut ist, weil das Wasser über den kegelförmigen
Kabelaustritt ablaufen kann.
[0025] Weiter bevorzugt hat die Kurvenscheibe am Außenumfang ein Paar gegenüberliegender
Betätigungselemente. Auf diese Weise kann die Kurvenscheibe bzw. der Drehring beispielsweise
an diametral gegenüberliegenden Seiten mit zwei Fingern ergriffen werden, um gedreht
zu werden.
[0026] Vorzugsweise hat die Kurvenscheibe bzw. der Drehring am Außenumfang eine Vielzahl
von Griffelementen, die beispielsweise mit einem Schraubendreher oder einem ähnlichen
Werkzeug von einer beliebigen Seite am Umfang der Kurvenscheibe ergriffen werden können,
um eine Drehkraft auf die Kurvenscheibe auszuüben.
[0027] Vorzugsweise weist die Kurvenscheibe zusätzlich oder alternativ an einer Stirnseite
zumindest eine Betätigungsöffnung für eine Betätigung mit einem Werkzeug auf. Auf
diese Weise kann die Kurvenscheibe von der Stirnseite aus gedreht werden, wenn beispielsweise
der Außenumfang der Kurvenscheibe aufgrund der Einbauverhältnisse nicht zugänglich
ist.
[0028] Die Erfindung wird nun anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit
den beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch eines der beiden Gehäuseelemente hindurch,
wobei beispielsweise ein RJ 45 Stecker 4 in dem Gehäuseelement 2 untergebracht ist.
Figur 2 zeigt einen um 90° gedrehten Längsschnitt durch das Gehäuseelement 2 aus Figur
1.
Figur 3 zeigt eine Ansicht von der Seite des anderen Gehäuseelements 1, das als Buchse
ausgebildet ist und beispielsweise eine RJ 45 Buchse umgibt, die an einer Leiterplatte
70 angelötet ist.
Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des anderen Gehäuseelements 1 mit der Leiterplatte
70.
Figur 5 zeigt den verbundenen bzw. eingesteckten Zustand der beiden Gehäuseelemente
1, 2.
Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht des Gehäuseelements 2.
Figur 7 zeigt eine Vorderansicht des Gehäuseelements 2 mit dem in Inneren angeordneten
Steckerelement 4.
Figur 8 zeigt eine perspektivische Ansicht des Gehäuseelements 2, wobei die Kurvenscheibe
8 von dem Gehäuseelement 2 abgenommen ist.
Figur 9 zeigt eine Rückansicht der Kurvenscheibe 8 mit einem Paar Vorsprüngen 88 zum
Betätigen des Hebels 5 des Gehäuseelements 2.
Figur 10 zeigt eine perspektivische Einzelteilansicht der Kurvenscheibe 8, des Kabelaustritts
22, des Schraubkörpers 26 und der Dichtung 28.
[0029] Die Erfindung wird nun anhand der Figuren näher erläutert. Im Inneren des Gehäuseelements
1, wie in Figur 4 dargestellt ist, befindet sich eine an einer Leiterplatte 70 angebrachte
bzw. angelötete Steckerbuchse 3. Das Gehäuseelement 1 hat einen vorderen Abschnitt
12 bzw. Bund mit einem ersten Eingriffselement 14, vorzugsweise einem Paar Eingriffselementen
14, die an gegenüberliegenden Seiten des Bunds 12 bzw. vorderen Abschnitts angeordnet
sind, wie in Figur 3 dargestellt ist.
[0030] Das zweite Gehäuseelement 2 hat eine buchsenförmige Aufnahme 24, wie in den Figuren
1 und 2 gezeigt ist, in der der vordere Abschnitt 12 des ersten Gehäuseelements 2
aufnehmbar ist, wenn die beiden Gehäuseelemente 1, 2 miteinander verbunden bzw. gekoppelt
werden. Beim Koppeln der beiden Gehäuseelemente 1, 2 werden darüber hinaus die im
Inneren angeordneten Verbinder 3, 4 miteinander elektrisch und mechanisch verbunden.
Die Gehäuseelemente 1, 2 schützen die Steckverbindung 3, 4 sowohl vor einem gewaltsamen
Herausziehen des Steckers 4 aus der Buchse 3 als auch gegenüber Umwelteinflüssen wie
Wasser, Staub etc. Darüber hinaus wird ein vollständiger Berührungsschutz der Steckverbindung
durch die Ummantelung der Gehäuseelemente 1, 2 vorgesehen.
[0031] Das zweite Gehäuseelement 2 hat, wie in Figur 1 dargestellt ist, einen Hebel 5, der
als eine Federzunge ausgebildet ist und aus einem Metallblech hergestellt ist. Dieser
Hebel 5 hat im wesentlichen in einem zentralen Abschnitt eine Lasche 56, die in einen
entsprechenden Schlitz des Gehäuseelements 2 einsetzbar ist, um den Hebel 5 an einem
Außenumfang des Gehäuseelements 2 zu befestigen. Da der Hebel 5 aus einem federnden
Metallblech hergestellt ist, wird auf diese Weise ein federbelasteter Hebel 5 geschaffen.
Wenn beispielsweise auf Griffelemente 54 Druck ausgeübt wird, wird ein Eingriffsabschnitt
59 angehoben.
[0032] Der Eingriffsabschnitt 59 hat ein zweites Eingriffselement 52, das einen Ausschnitt
52 aufweist, wie in Figur 6 gezeigt,. Dieser Ausschnitt 52 ist vorzugsweise rechteckig
ausgebildet. Das erste Gehäuseelement 1 hat, wie in Figur 3 gezeigt ist, ein Paar
erste Eingriffselemente 14, die als Rastnasen mit einer Schräge 14a ausgebildet sind.
Durch Einclipsen der Hebel 5 des zweiten Gehäuseelements 2 an den Rastnasen 14 des
ersten Gehäuseelements 1 werden die beiden Gehäuseelemente 1, 2 fest aneinander fixiert,
wenn der vordere Abschnitt 12 des ersten Gehäuseelements 1 in die Aufnahme 24 des
zweiten Gehäuseelements 2 eingesetzt ist. Dieser verbundene Zustand ist insbesondere
in Figur 5 dargestellt.
[0033] Dabei ist in der Aufnahme 24 des zweiten Gehäuseelements 2 eine Dichtung 25 angeordnet,
um eine im wesentlichen wasserdichte Abdichtung zwischen den beiden Gehäuseelementen
1, 2 zu schaffen, die insbesondere die Anforderungen nach der Norm IP 67 erfüllt.
Diese Dichtung 25 ist vorzugsweise aus Viton, Silikongummi oder einem anderen geeigneten
Material hergestellt und weist vorzugsweise eine Vielzahl von radialen Dichtlippen
auf. Die Dichtung kann jedoch auch als eine (nicht gezeigte) Axialdichtung ausgebildet
werden, die an einer Stirnseite des vorderen Abschnitts 12 angeordnet ist und entsprechend
elastisch ausgebildet ist, um eine sichere Abdichtung zu gewährleisten, wenn der federnde
Hebel 5 an den Rastnasen 14 eingeclipst ist.
[0034] Der Hebel 5 kann beispielsweise über die Betätigungsgriffe 54 aus dem Eingriff mit
der Rastnase 14 gelöst werden, wenn die Betätigungsgriffe 54 niedergedrückt werden,
um den Eingriffsabschnitt 59 anzuheben. Die Lasche 56 dient dabei sowohl als ein Gelenk
als auch als die entsprechende Feder, weil der gesamte Hebel einstückig aus einem
federnden Metallblech hergestellt ist. Vorzugsweise wird jedoch der Drehring 8 zum
Betätigen bzw. Niederdrücken des Hebels 5 verwendet. Der Drehring 8 ist an dem zweiten
Gehäuseelement 2 drehbar befestigt und weist an einem Innenumfang eine Kurve zum Niederdrücken
des Hebels 5 auf. Diese Kurve kann beispielsweise als Vorsprung 88 mit einem Schräge
88a ausgebildet sein, wie in Figuren 9 gezeigt ist. Die Kurve kann jedoch auch spiralförmig
sich über einen Teil des Umfangs der Kurvenscheibe 8 oder über den gesamten Umfang
der Kurvenscheibe 8 erstrecken (obwohl das in den Figuren nicht gezeigt ist).
[0035] Ein Kabel 6 des zweiten Gehäuseelements 2 ist innerhalb des zweiten Gehäuseelements
2 durch eine konusförmige Dichtung 28 in Verbindung mit einem Dichtungskonus 29 abgedichtet
und geklemmt. Hierzu wird ein Schraubkörper 26 in das Gehäuseelement 2 eingeschraubt,
so daß eine vordere Dichtlippe 282 der Dichtung 28 durch den Dichtungskonus 29 gegen
einen Außenumfang des Kabels 6 gedrückt wird, wenn ein axialer Druck auf die Dichtung
28 durch Einschrauben des Schraubkörpers 26 aufgebracht wird. Auf diese Weise erfüllt
die Dichtung 28 zwei Funktionen, erstens wird das Kabel 6 durch die Dichtung 28 geklemmt,
um eine Zugentlastung zu schaffen bzw. ein gewaltsames Herausziehen des Verbinders
4 durch Ziehen an dem Kabel 6 zu verhindern. Zweitens wird das Kabel 6 an dem Außenumfang
durch die Dichtung 28 abgedichtet, so daß die Steckverbindung der Verbinder 3, 4 gegenüber
Unwelteinflüssen wie Staub und Wasser abgedichtet ist.
[0036] Die Kurvenscheibe bzw. der Drehring 8 hat ein Paar diametral gegenüberliegender Betätigungselemente
82, wie in Figur 9 gezeigt ist, an denen beispielsweise mit zwei Fingern eine Drehkraft
auf den Drehring 8 zum Drehen desselben und Betätigen der Hebel 5 ausgeübt werden
kann. Des weiteren sind eine Vielzahl von Griffelementen 84 angeordnet, wie in Figur
8 gezeigt ist, so daß der Drehring 8 an einer beliebigen Stelle am Außenumfang beispielsweise
mit einem Schraubendreher bzw. einem anderen geeigneten Werkzeug ergriffen werden
kann, um eine Drehkraft über die Griffelemente 84 auf den Drehring 8 auszuüben.
[0037] Des weiteren hat der Drehring 8 eine Vielzahl von Zungen 89, die sich an seiner Rückseite
in einer axialen Richtung erstrecken und nicht gezeigte radiale Vorsprünge am Ende
aufweisen, um den Drehring 8 auf einen Führungsvorsprung 261 des Schraubkörpers 26
aufzuclipsen. Auf diese Weise wird der Drehring 8 an dem Schraubkörper 26 und dem
zweiten Gehäuseelement 2 axial festgehalten und kann gleichzeitig in einer Drehrichtung
gedreht werden.
[0038] Alternativ oder zusätzlich hat der Schraubkörper eine Vielzahl von Zungen 262, auf
die die Kurvenscheibe 8 aufgeklipst werden kann, um eine axiale Führung der Kurvenscheibe
8 über Vorsprünge 263 der Zungen 262 vorzusehen, wie in Fig. 10 gezeigt ist.
[0039] Darüber hinaus weist der Drehring 8 eine Vielzahl von Betätigungsöffnungen 86 auf.
Diese Betätigungsöffnungen 86 können beispielsweise dazu verwendet werden, um mit
einem stiftförmigen Werkzeug von einer Stirnseite 85 des Drehrings 8 aus eine Drehkraft
auf den Drehring 8 auszuüben. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Einbaulage
so gestaltet ist, daß ein Außenumfang des Drehrings 8 nicht zugänglich ist.
[0040] Darüber hinaus hat der zweite Gehäusekörper 2 einen konus- bzw. kegelförmigen Kabelaustritt
22, wie insbesondere in Figur 6 dargestellt ist. Wenn das zweite Gehäuseelement 2
so eingebaut wird, daß der Kabelaustritt 22 an einer Oberseite angeordnet ist, kann
von dem Kabel 6 herablaufendes Wasser über den kegelförmigen Kabelaustritt 22 zu einer
Außenseite des zweiten Gehäuseelements 2 abgeleitet werden. Auf diese Weise wird ein
Eindringen von Wasser, Staub etc. in das zweite Gehäuseelement hinein auf sichere
Weise verhindert, selbst wenn das zweite Gehäuseelement 2 so angeordnet ist, daß der
Kabelaustritt 22 nach oben bzw. schräg nach oben gerichtet ist.
[0041] Die Kurvenscheibe 8 und ein Gehäuse 21 des zweiten Gehäuseelements 2 sind vorzugsweise
aus Metall wie beispielsweise Zinkdruckguß hergestellt. Die Kabelführung 22 und die
Dichtungen 25, 28 sind vorzugsweise aus einem Gummi oder Elastomer wie beispielsweise
FKM, HNBR, TPE etc. hergestellt. Der Schraubkörper 26 und der Dichtungskonus 29 sind
vorzugsweise aus Kunststoff wie beispielsweise PBT hergestellt.
[0042] Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern
kann innerhalb des Kerns der Erfindung abgewandelt werden, wie in den beigefügten
Ansprüchen definiert ist. Insbesondere kann die Erfindung folgendermaßen abgewandelt
werden:
[0043] Es kann anstatt einem Paar Hebel 5, die an diametral gegenüberliegenden Seiten des
zweiten Gehäuseelements 2 angeordnet sind, nur ein einzelner Hebel 5 mit entsprechendem
Eingriffselement 52 zum In-Eingriff-treten mit der Rastnase 14 des ersten Gehäuseelements
1 angeordnet werden. Es kann jedoch auch jede beliebige andere Anzahl von Hebeln 5,
beispielsweise drei Hebel oder vier Hebel 5 eingesetzt werden. Der Vorteil der Kurvenscheibe
8 liegt darin, daß auch eine Vielzahl von Hebeln 5 gleichzeitig betätigt werden können,
wenn eine entsprechende Anzahl an Kurven bzw. Vorsprüngen 88 an der Innenseite der
Kurvenscheibe 8 vorgesehen sind.
[0044] Darüber hinaus kann der Hebel 5 auch eine separate Feder und ein separates Gelenk
aufweisen und muß nicht einstückig ausgebildet sein.
[0045] Anstelle des Schraubkörpers 6 mit dem Außengewinde, der in ein Innengewinde des Gehäuseelements
2 eingeschraubt wird, kann auch eine Hülse verwendet werden, die über einen Sicherungsring
an der ordnungsgemäßen Position innerhalb des zweiten Gehäuseelements 2 befestigt
wird, um Druck auf die Dichtung 28 in einer axialen Richtung auszuüben.
[0046] Das erste Gehäuseelement 1 muß nicht als eine separate Buchse ausgebildet sein, sondern
kann Teil eines Gehäuses eines Modulgehäuses sein. Andererseits kann das Gehäuseelement
1 auch ein Element mit einem Kabelaustritt sein, in dem ein Kabel geklemmt wird, wie
es bei dem Gehäuseelement 2 der Fall ist.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- erstes Gehäuseelement
- 2
- zweites Gehäuseelement
- 3
- erster Verbinder
- 4
- zweiter Verbinder
- 5
- Hebel
- 6
- Kabel
- 8
- Kurvenscheibe
- 12
- vorderer Abschnitt
- 14
- erstes Eingriffselement
- 14a
- Schräge
- 16
- Flansch
- 21
- Gehäuse
- 22
- Kabelaustritt
- 22a
- Dichtlippe
- 24
- Aufnahme
- 25
- Dichtung
- 26
- Schraubkörper
- 28
- Dichtung
- 29
- Dichtungskonus
- 52
- zweites Eingriffselement
- 54
- Griffabschnitte
- 56
- Lasche
- 58
- Betätigungsabschnitt
- 59
- Eingriffsabschnitt
- 70
- Leiterplatte
- 82
- Betätigungselement
- 84
- Griffelement
- 85
- Stirnseite
- 86
- Betätigungsöffnung
- 88
- Vorsprung
- 88a
- Schräge
- 89
- Zunge
- 261
- Führungsvorsprung
- 262
- Zunge
- 263
- Vorsprung
1. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung (3) mit einem Paar koppelbarer Gehäuseelemente
(1, 2) für die Aufnahme der Steckverbindung, wobei jedes der Gehäuseelemente (1, 2)
jeweils einem Verbinder (3, 4) der Steckverbindung zuordenbar ist, so dass die Steckverbindung
durch Entkoppeln der Gehäuseelemente (1, 2) trennbar ist, während die Steckverbindung
im verbundenen Zustand durch das Paar Gehäuseelemente (1, 2) geschützt ist indem die
Steckverbindung in den gekoppelten Gehäuseelementen (1, 2) zumindest teilweise aufgenommen
ist,
wobei eines aus dem ersten und zweiten Gehäuseelement (2) eine Aufnahme (24) aufweist,
in die zumindest ein vorderer Abschnitt (12) des anderen aus dem ersten und zweiten
Gehäuseelement (1) zumindest teilweise einführbar ist,
wobei die Aufnahme des einen Gehäuseelements (2) gegenüber dem vorderen Abschnitt
(12) des anderen Gehäuseelements (1) abgedichtet ist,
wobei eines aus dem ersten und zweiten Gehäuseelement (1) zumindest einen federbelasteten
Hebel (5) aufweist und das andere aus dem ersten und zweiten Gehäuseelement (2) ein
erstes Eingriffselement (14) zum in Eingriff treten mit einem komplementären zweiten
Eingriffselements (52) aufweist, wobei das zweite Eingriffselement (52) an dem Hebel
(5) angeordnet ist, um die beiden Verbindergehäuse (1, 2) im gekoppelten Zustand aneinander
zu fixieren, und
wobei der Hebel (5) über eine Kurvenscheibe (8) betätigbar ist, um zum Trennen der
beiden Gehäuseelemente (1, 2) den Eingriff zwischen den Eingriffselementen (14, 52)
zu lösen.
2. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach Anspruch 1, wobei zumindest eines
der Gehäuseelemente für die Aufnahme eines Kabels (6) der Steckverbindung konfiguriert
ist und das Kabel (6) gegenüber dem Gehäuseelement (2) abgedichtet ist.
3. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Hebel
(5) ein federndes Blatt aufweist, das in einem zentralen Bereich eine Lasche (56)
zur gelenkigen Fixierung an dem Gehäuseelement (2) umfaßt.
4. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
die Kurvenscheibe (8) und/oder ein Schraubkörper (26) des zweiten Gehäuseelements
(2) eine Vielzahl von Zungen (89) für eine drehende Führung an einem im wesentlichen
kreisförmigen Abschnitt (262) des Gehäuseelements (2) aufweist, um an dem Gehäuseelement
(2) drehbar zu sein.
5. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
die Kurvenscheibe (8) einen ringförmigen Körper aufweist, an dessen Innenumfang die
Kurve (88) der Kurvenscheibe (8) angeordnet ist, so dass durch Drehen der Kurvenscheibe
(8) Druck auf einen in dem Innenumfang angeordneten Betätigungsabschnitt (58) des
Hebels (5) ausübbar ist.
6. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach Anspruch 5, wobei die Kurve einen
Vorsprung (88) mit einer Schräge (88a) aufweist.
7. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
der Hebel (5) so an dem Gehäuseelement (2) angelenkt ist, dass beim Drücken des Betätigungsabschnitts
(58) des Hebels (5) das an dem entgegengesetzten Ende des Hebels (5) angeordnete zweite
Eingriffselement (52) angehoben wird, um das zweite Eingriffselement (52) aus dem
Eingriff mit dem ersten Eingriffselement (14) zu lösen.
8. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
ein Kabelaustritt (22) des Gehäuseelements im wesentlichen kegelförmig gestaltet ist
und Dichtlippen (22a) an einem Innenumfang aufweist.
9. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
die Kurvenscheibe (8) am Außenumfang ein Paar gegenüberliegender Betätigungselemente
(82) aufweist.
10. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
die Kurvenscheibe (8) am Außenumfang eine Vielzahl von Griffelementen (84) aufweist.
11. Schutzvorrichtung für eine Steckverbindung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
die Kurvenscheibe (8) an einer Stirnseite (85) zumindest eine Betätigungsöffnung (86)
für eine Betätigung mit einem Werkzeug aufweist.