[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern
insbesondere für Hochfrequenzresonatoren.
[0002] Hochfrequenzresonatoren, die eine Vielzahl von Hohlkörpern umfassen, werden insbesondere
bei Teilchenbeschleunigern eingesetzt, die elektrische Felder dazu verwenden, um geladene
Teilchen auf hohe Energien zu beschleunigen.
[0003] In solchen Hochfrequenzresonatoren, auch Hohlraumresonatoren genannt, wird eine elektromagnetische
Welle angeregt, die geladene Teilchen entlang der Resonatorachse beschleunigt. Das
auf diese Weise beschleunigte Teilchen erfährt einen maximal möglichen Energiegewinn,
wenn es den Resonator bezüglich der Phase und des Hochfrequenzfeldes so durchfliegt,
dass es sich genau dann in der Mitte einer Hohlraumzelle befindet, wenn die elektrische
Feldstärke dort ihr Maximum erreicht. Hierbei sind die Hohlraumzellenlänge und die
Frequenz so angepasst, dass die Teilchen in jeder Zelle den gleichen Energiegewinn
erfahren. Dabei haben supraleitende Resonatoren für die Bereitstellung großer Feldstärken
den Vorteil, dass aufgrund des sehr geringen Hochfrequenzwiderstandes weit weniger
Energie aufgewendet werden muss.
[0004] Eine Methode zur Resonatorherstellung war es lange Zeit, die aus einem polykristallinen
Niob-Blech mittels Tiefziehen hergestellten sogenannten Halbhohlkörper miteinander
durch Elektronenstrahlschweißen zu verbinden. Aus der
DE 37 22 745 Al ist außerdem ein Verfahren, bei dem Halbzellen aus beschichteten Blechen verbunden
werden bekannt. Des Weiteren offenbart dieses Dokument einen danach hergestellten
Resonator und insbesondere einen supraleitenden Hochfrequenz-Resonator aus Niob, der
mit Kupfer beschichtet ist.
[0005] Ferner offenbart die
US 5,500,995, mehrzellige Hohlraumresonatoren ohne Schweißnähte zu produzieren, indem auf eine
formgebende, entfernbare Substanz, die als Unterlage dient, das gewünschte Material
mittels Spinning-Technik aufgebracht und entsprechend verformt wird und die formgebende
Substanz anschließend wieder entfernt wird.
[0006] In der
EP 0 483 964 A2 werden Halbzellen aus einem supraleitenden Material beschrieben, die jeweils entlang
eines Fügeflächen-Randbereichs mittels eines Laserstrahls zu einem Hohlkörper zusammengeschweißt
werden.
[0007] Die bei den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren verwendeten Bleche sind
mit einem geeigneten supraleitenden Material beschichtet oder bestehen vollständig
aus diesem. Ein bevorzugtes Material ist hierbei das supraleitende Niob, da es zum
einen sehr gut bearbeitet werden kann und zum anderen eine hohe kritische Temperatur
T
C ≅ 9,2 K und ein hohes kritisches Magnetfeld H
C ≅ 200 mT (Temperatur bzw. Magnetfeld, oberhalb derer die Supraleitung zusammenbricht)
besitzt.
[0008] Nach dem Umformen wird das Material in herkömmlicher Weise weiterbehandelt, um eine
Oberfläche mit möglichst geringer Rauhigkeit zu erhalten, da es beim Umformen eines
polykristallinen Material generell zu einer Aufrauung der Oberfläche kommt. Außerdem
soll die innere Oberfläche frei von Verunreinigungen und Fremdpartikeln sein. Denn
Oberflächendefekte sind u.a. dafür verantwortlich, dass die Supraleitung zusammenbricht,
da die in der Oberflächenschicht des Supraleiters zirkulierenden Ströme, die ein äußeres
Magnetfeld daran hindern, ins Innere einzudringen (Meißner-Ochsenfeld-Effekt), unterbrochen
werden. Schließlich führt eine raue Oberfläche dazu, dass hier lokal sehr hohe Feldstärken
auftreten, was ebenfalls unerwünscht ist.
[0009] Eine übliche Methode zur Oberflächenbehandlung ist ein chemisches (Beiz-)Verfahren
mit einer Säuremischung, BCP genannt (Buffered Chemical Polishing), wobei HF (48%),
HNO
3 (65%) und H
3PO
4 (85%) in einem Verhältnis von 1:1:2 verwendet werden. Da die Korngrenzen von polykristallinem
Material jedoch stärker angegriffen werden als das Material der Körner selbst, liegt
nach dieser Behandlung immer noch eine relativ raue Oberfläche vor. Außerdem ist diese
Methode vergleichsweise zeitaufwendig. Eine Methode, die bessere Ergebnisse liefert,
ist das Elektropolieren ("EP"), wobei HF und H
2SO
4 im Verhältnis 1:9 verwendet werden und ein elektrisches Feld angelegt wird. Durch
das Elektropolieren wird eine sehr glatte Oberfläche auch bei polykristallinem Material
erreicht, sodass im Falle von Hohlkörpern aus polykristallinem Niob mittels des Elektropolierens
eine Rauhigkeit von 250 nm erreicht werden kann.
[0010] Da die Supraleitung an den Korngrenzen eines polykristallinen Materials gestört wird,
wurden in neuerer Zeit Versuche bezüglich der Verwendbarkeit von Niob-Ingots (Residual
Resitivity Ratio RRR > 250) zur Produktion von Halbzellen mit positivem Ergebnis durchgeführt
(
P. Kneisel, G. R. Myeni, G. Ciovati, J. Sekutowicz und T. Carneiro; Preliminary Results
From Single Crystals and Very Large Crystal Niobium Cavities; Proceedings of 2005
Particle Accelerator Conference, Knoxville, Tennessee, USA). Hierbei sind zur Herstellung eines kleinen Hohlraumresonators zwei Scheiben mittels
einer Drahterodiermaschine aus einem grobkristallinen Niob-Ingot geschnitten und dann
durch Tiefziehen in die gewünschte Form gebracht worden, ohne dass die kristallinen
Eigenschaften verändert worden sind. Auch hier kam es jedoch an den Stellen, an denen
die umgeformten kristallinen Scheiben zu einem Hohlkörper zusammengefügt wurden, zu
Defektstellen.
[0011] Zusätzlich zu der möglichst defektfreien Kristallstruktur in den Hohlraumresonatoren,
ist es für die Qualität supraleitender Hohlraumresonatoren sehr wichtig, dass auch
an den Verbindungstellen keine Supraleitungsverluste auftreten.
[0012] Ein weiterer Faktor, der sich störend auf die Supraleitung auswirkt, ist Wasserstoff,
der im supraleitenden Material eingelagert ist. Dieses Problem wird herkömmlicherweise
dadurch gelöst, dass eine Wärmebehandlung durchgeführt wird.
[0013] Ausgehend vom Stand der Technik ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Verfahren bereitzustellen, bei dem die hergestellten Hohlkörper bzw. der gesamte
Resonator verbesserte elektrische Eigenschaften aufweisen.
[0014] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst mit den folgenden Schritten:
- Bereitstellen eines Substrats mit einem einkristallinen Bereich,
- Festlegen einer Schnittfläche durch das Substrat,
- Anbringen von Markierungen beidseitig der Schnittfläche,
- Herstellen von zwei Scheiben durch Schneiden entlang der Schnittfläche, wobei die
Scheiben vollständig dem einkristallinen Bereich entnommen sind,
- Umformen der Scheiben zu Halbzellen, wobei die Halbzellen eine Fügefläche aufweisen,
- Zusammenfügen der Halbzellen zu einem Hohlkörper, wobei die Fügeflächen aneinander
anliegen und wobei die Markierungen auf den Halbzellen auf beiden Seiten der Fügefläche
so zueinander orientiert sind, wie auf beiden Seiten der Schnittflächen.
[0015] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einem ersten Schritt ein Substrat mit
einkristallinem Bereich bereitgestellt, welcher in einer bevorzugten Ausführungsform
aus supraleitendem Material ist. Ein bevorzugtes Material ist hierbei supraleitendes
Niob, da es sehr gut formbar ist und außerdem eine hohe kritische Temperatur T
C ≅ 9,2 K und ein hohes kritisches Magnetfeld H
C ≅ 200 mT besitzt. Unter "supraleitendem" Material wird in diesem Zusammenhang ein
Material verstanden, das bei geeigneten Umgebungsbedingungen und unterhalb einer kritischen
Temperatur supraleitende Eigenschaften hat, also sprunghaft seinen elektrischen Widerstand
verliert und unterkritische Magnetfelder aus seinem Inneren verdrängt. Ferner ist
der einkristalline Bereich bevorzugt zylindrisch geformt, damit er leicht zugänglich
ist.
[0016] In einem zweiten Schritt wird wenigstens eine Schnittfläche durch das Substrat festgelegt,
und in einem anschließenden dritten Schritt werden beidseitig der Schnittfläche Markierungen
angebracht. Bevorzugter Weise werden diese Markierungen gestanzt oder geprägt, da
es sich bei supraleitenden Materialien um Metalle handelt, die eine harte Oberfläche
besitzen. Die Markierungen sind derart ausgestaltet, dass in dem Substrat benachbarte
Bereiche auch nach einer Trennung wieder identifiziert werden können und ihre ursprüngliche
Orientierung zueinander wiederhergestellt werden kann. Die Markierungen sind dabei
bevorzugter Weise auf der Außenfläche bzw. auf der Umfangsfläche der Scheiben angebracht.
[0017] Nachdem die Markierungen angebracht worden sind, werden durch Schneiden entlang der
Schnittfläche zwei Scheiben hergestellt, wobei die Scheiben ferner so aus dem Substrat
geschnitten sind, dass sie lediglich einkristallines Material aufweisen. In einer
bevorzugten Ausführungsform sind die Scheiben ca. 5 mm dick und haben einen Durchmesser
bzw. eine Ausdehnung in der Ebene der Schnittfläche von 200 mm.
[0018] In einem sich anschließenden Schritt werden die Scheiben zu Halbzellen umgeformt,
wobei die Halbzellen eine Fügefläche aufweisen. Diese Fügeflächen dienen dazu, zwei
Halbzellen zusammenfügen zu können. In einer bevorzugten Ausführungsform haben die
Halbzellen ferner eine parallel zur Fügefläche verlaufende Abschlussfläche, welche
es ermöglicht, dass die Halbzelle auch auf der der Fügefläche gegenüberliegenden Seite
mit einer weiteren Halbzelle verbunden werden kann.
[0019] Das Umformen erfolgt bevorzugter Weise durch Drücken, Tiefziehen und gegebenenfalls
Walzen, welches bekannte Metallverarbeitungstechniken sind. Die Fläche der Scheibe
kann diesbezüglich zuvor vergrößert worden sein, was ebenfalls mit Hilfe der bereits
erwähnten Techniken möglich ist.
[0020] Bei der Umformung umfasst eine bevorzugte Ausführungsform die Erstellung eines hohlen
Kegelstumpfs, welcher zwei parallele offene Endflächen hat. Ferner sind die Halbzellen
bevorzugt rotationssymmetrisch geformt, damit Halbzellen möglichst einfach miteinander
verbunden werden können.
[0021] Alternativ kann das Umformen auch in der Weise erfolgen, dass die Erstellung eines
Hohlkegels durch Tiefziehen oder Drücken gegen eine Form umfasst ist, wobei in einer
weiter bevorzugten Ausführungsform der größte Durchmesser des Hohlkegels größer oder
gleich dem Außendurchmesser der Halbzelle ist. Dies ermöglicht es, den Kegel später
mit einer möglichst geringen Anzahl an Bearbeitungsschritten auf die gewünschte Form
und Größe der Halbzelle zu bringen, ohne dass die einkristalline Struktur verloren
geht.
[0022] Bei dem Umformungsschritt ist es möglich, dass eine Scheibe, bevor beispielsweise
ein Hohlkegel oder ein Kegelstumpf geformt wird, mittels Walzen oder Drücken zu einer
Scheibe umgeformt wird, die einen gegenüber der ursprünglichen Scheibe vergrößerten
Durchmesser hat. Dies ermöglicht es, auch aus Scheiben, die aus einem Ingot mit einem
kleinen Durchmesser stammen, einkristalline Halbzellen der gewünschten Größe zu formen.
[0023] In einem weiteren Schritt des Verfahrens werden die Halbzellen zu Hohlkörpern zusammengefügt,
wobei die Fügeflächen aneinander liegen und die Markierungen auf beiden Seiten der
Fügefläche so zueinander orientiert sind, wie auf beiden Seiten der Schnittflächen.
Dies bedeutet, dass aus den Scheiben hergestellte Halbzellen entlang der Fügeflächen
so aneinander anliegen, wie dies im Substrat vor dem Schneiden der Schnittflächen
der Fall war. Hierdurch wird die einkristalline Orientierung in beiden zu Hohlkörpern
umgeformten Scheiben beibehalten.
[0024] Wegen der Empfindlichkeit von hochreinem Niob gegenüber Verunreinigungen jeglicher
Art können die zu fügenden Flächen kurz vor dem Fügen gereinigt werden, was bevorzugt
mit einer chemischen Beizbehandlung (mit BCP) geschieht.
[0025] Bevorzugt wird das Fügen durch Elektronenstrahlschweißen im Hochvakuum (< 10
-4 mbar) und gegebenenfalls bei definierter Restgaszusammensetzung durchgeführt. Diese
Technik weist eine hohe Leistungsdichte auf, sodass Bauteile mit einer glatten Naht
verschweißt werden können, die 5 bis 7 mm breit ist, da es zu einem lokal begrenzten
Energieeintrag kommt.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Füge- und/oder Abschlussflächen chemisch
behandelt. Dies wird bevorzugt durch eine Beizbehandlung, insbesondere mit BCP (1:1:2),
durchgeführt. Hierdurch wird vermieden, dass Fremdmaterial im Bereich der Schweißnaht
in das Material eingebracht wird.
[0027] Der Hohlkörper wird im Anschluss wärmebehandelt. Hierdurch werden noch bestehende
Defekte und die Fügestellen ausgeheilt, der im Material enthaltene Wasserstoff wird
ausgetrieben und der RRR Wert, der die Reinheit des bevorzugter Weise verwendeten
Niobs beschreibt, wird somit erhöht.
[0028] Eine bevorzugte Ausführungsform der Wärmebehandlung umfasst im Falle eines aus Niob
bestehenden Hohlkörpers einen ersten Aufheizungsschritt von 400°C bis 500°C für 2
bis 6 Stunden und einen zweiten Aufheizungsschritt von 750°C bis 850°C, bevorzugt
750°C bis 800°C. Das Ziel des ersten Aufheizungsschrittes ist es, die durch die Umformungen
entstandenen Spannungen abzubauen und neu entstandene Kristallisationskeime zu eliminieren.
Der zweite Aufheizungsschritt dient zur Entfernung vorhandenen Wasserstoffs aus dem
Material und zur Relaxation des gesamten Hohlkörpers. Hierbei bleibt der Einkristall
erhalten, da Kristallisationskeime zuvor eliminiert worden waren, sodass kein Kornwachstum
durch die Wärmebehandlung auftreten kann.
[0029] Die Wärmebehandlung ist abhängig von dem Verformungsgrad ε des Materials, welcher
in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel mit Niob ca. 40% beträgt. Unter dem Verformungsgrad
ε eines Materials wird in diesem Zusammenhang der prozentuale Anteil der Umformung
verstanden. Der Verformungsgrad ε berechnet sich zu

wobei t
0 die Dicke der unverformten Scheibe und t die Dicke der verformten Scheibe ist.
[0030] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, einen einkristallinen Resonator
herzustellen, der einkristalline Hohlkörper bzw. Halbzellen umfasst. Solche einkristallinen
Resonatoren haben hervorragende elektrische Eigenschaften. Insbesondere sind auch
in der einkristallinen Oberflächenschicht des Supraleiters (Niob) zirkulierende Ströme
vorhanden, die ein äußeres Magnetfeld daran hindern, ins Innere einzudringen, wodurch
eine Supraleitung nicht gestört wird. Zusätzlich können bei einkristallinem Material
deutlich geringere Rauhigkeiten insbesondere der inneren Oberfläche erreicht werden,
die im Fall von einer abschließenden BCP-Behandlung bei 25 nm liegen. Dies bedeutet
eine Verbessung um einen Faktor 10 gegenüber vergleichbarem polykristallinem Material
nach einer aufwendigeren Nachbehandlung.
[0031] Die obige Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren gelöst mit den folgenden Schritten:
- Herstellen einer Vielzahl von Hohlkörpern gemäß einem der Ansprüche 2 bis 18 und
- Fügen der Hohlkörper entlang der Abschlussflächen, wobei Halbzellen ursprünglich benachbarter
Scheiben im Substrat verbunden werden und wobei die zu den Abschlussflächen benachbarten
Markierungen so zueinander zugeordnet sind, wie auf beiden Seiten der Schnittfläche
zwischen den Scheiben.
[0032] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst eine Vielzahl von Hohlkörpern hergestellt
und diese anschließend entlang der Abschlussflächen zusammengefügt. Hierbei werden
die Hohlkörper immer mit aus benachbarten Scheiben des Rohmaterials hergestellten
Hohlkörpern verbunden, wobei die zu den Abschlussflächen benachbarten Markierungen
so zueinander zugeordnet sind, wie auf beiden Seiten der Schnittfläche. Hierdurch
wird gewährleistet, dass die einkristalline Struktur auch zwischen benachbarten Hohlkörpern
erhalten bleibt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Oberfläche des Resonators
behandelt. Dies wird bevorzugt durch ein chemisches Verfahren mit BCP (1:1:2) gemacht.
Grundsätzlich kann das chemische Verfahren vor oder nach dem Fügen durchgeführt werden.
Es ist sehr wichtig, eine innere Oberfläche des Resonatorhohlkörpers derart zu präparieren,
dass sie frei von Verunreinigungen und Fremdpartikeln ist, um hohe elektrische Felder
ohne Verluste zu erzeugen. Dies geschieht im Anschluss an oder auch ohne eine zuvor
erfolgte Wärmebehandlung mit einem chemischen oder elektrischen Standardverfahren.
[0033] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand einer lediglich eine bevorzugte
Ausführungsform zeigenden Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht eines Substrats mit einem einkristallinen Bereich und festgelegten
Schnittflä- chen,
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht von Scheiben, die durch Schneiden entlang der Schnittfläche
hergestellt wor- den sind,
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht einer aus einer Scheibe durch Umformen hergestellten Halbzelle,
- Fig. 4A
- eine Querschnittsansicht von Scheiben, die durch Schneiden entlang der Schnittfläche
hergestellt wor- den sind,
- Fig. 4B
- eine Querschnittsansicht einer Scheibe, die durch Um- formen auf eine geeignete Größe
gebracht worden ist,
- Fig. 4C
- eine Querschnittsansicht eines aus einer Scheibe durch Umformen hergestellten Kegels,
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht eines Hohlkörpers aus zwei zusammengefügten Halbzellen, und
- Fig. 6
- eine Querschnittsansicht eines Resonators, der aus einer Vielzahl an Hohlkörpern zusammengefügt
ist.
[0034] In den Figuren sind die Schritte einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt.
[0035] In Fig. 1 ist ein Substrat 1 mit einkristallinem Bereich (schraffiert) gezeigt, das
zur Herstellung von Hohlkörpern für Resonatoren bereitgestellt wird. Der einkristalline
Bereich hat vorzugsweise eine zylindrische Form, und das Material des Substrats ist
bevorzugt aus Niob, da es gut bearbeitet werden kann und eine hohe kritische Temperatur
T
C ≅ 9,2 K und ein hohes kritisches Magnetfeld H
C ≅ 200 mT besitzt. Anschließend werden drei nebeneinander liegende Schnittflächen
2, 2', 2'', die durch das Substrat 1 verlaufen, festgelegt. Beidseitig der Schnittfläche
2' sind Markierungen 3 und 3' auf der Oberfläche des Substrats 1 angebracht, was bevorzugt
durch Stanzen oder Prägen realisiert wird. Die Markierungen 3, 3' sind so ausgestaltet,
dass sie nach einer Umformung noch sichtbar sind. Eine der Schnittflächen 2, 2', 2"
kann auch ein Ende des Substrats 1 bilden, so dass nur zwei der Schnittflächen festgelegt
werden müssen.
[0036] Daraufhin werden durch Schneiden entlang der festgelegten Schnittflächen 2, 2' und
2'' Scheiben 4 und 4' hergestellt (siehe Fig. 2), wobei die Scheiben 4, 4' vollständig
dem einkristallinen Bereich entnommen sind. Letzteres bedeutet, dass die Scheiben
4, 4' nur einkristallines Material umfassen und evtl. vorhandene polykristalline oder
amorphe Bereiche abgetrennt werden. Bevorzugter Weise werden die Markierungen 3, 3'
gestanzt oder geprägt, da es sich bei dem Material bevorzugt um ein Metall handelt,
das eine harte Oberfläche besitzt. Die Markierungen 3, 3' sind derart ausgestaltet,
dass in dem Substrat 1 benachbarte Bereiche auch nach einer Trennung wieder identifiziert
werden können und ihre ursprüngliche Orientierung zueinander wiederhergestellt werden
kann.
[0037] Beide Scheiben 4 und 4' sind bei dieser bevorzugten Ausführungsform ca. 5 mm dick
und haben, da sie vorzugsweise aus einem zylindrischen Einkristall stammen, einen
Durchmesser von 200 mm. Im Falle eines nicht-zylindrischen einkristallinen Bereichs
haben die Scheiben 4 und 4' eine Ausdehnung in der Ebene der Schnittflächen 2, 2',
2" von 200 mm.
[0038] In Fig. 3 ist eine erste Möglichkeit für den folgenden Schritt des Umformens der
Scheibe 4 zu einer Halbzelle 5 dargestellt. Das Umformen der Scheibe 4 erfolgt bevorzugt
durch Drücken, Tiefziehen und gegebenenfalls Walzen, wobei die in Fig. 3 im Querschnitt
gezeigte Halbzelle 5 und eine in Fig. 5 im Querschnitt gezeigte Halbzelle 5' entsprechend
gebildet werden. Auch ein Umformungszwischenschritt, bei dem die Fläche der Scheibe
zunächst vergrößert wird und/oder die Erstellung eines hohlen Kegelstumpfes mit zwei
parallelen offenen Endflächen, ist möglich. In bevorzugter Weise sind die Halbzellen
5, 5' rotationssymmetrisch. Die Halbzelle 5 weist ferner eine Fügefläche 6 und eine
Abschlussfläche 7 auf. Dabei verlaufen die Fügefläche 6 und die Abschlussfläche 7
bevorzugt parallel zueinander. Die Markierung 3 ist so auf der Scheibe 4 angebracht,
dass sie nach der Umformung einer Scheibe 4 zu einer Halbzelle 5 noch sichtbar ist.
[0039] In Fig. 4 ist eine zweite Möglichkeit für das Umformen der Scheiben 4, 4' dargestellt.
Hier umfasst das Umformen die Erstellung eines Hohlkegels durch Tiefziehen oder Drücken,
wobei das Drücken gegen eine Negativform erfolgt. Dabei ist es möglich, dass die Scheiben
4, 4', die anfangs einen Durchmesser a haben, vor der Umformung zu beispielsweise
einem Kegel oder einem Kegelstumpf zunächst mittels Walzen oder Drücken zu Scheiben
4 umgeformt werden, die einen Durchmesser b haben, der größer ist als a. Dies ermöglicht
es, auch aus Scheiben 4, 4' die aus einem Ingot mit einem kleinen Durchmesser stammen,
Halbzellen 5, 5' der gewünschten Größe zu formen. Der größte Durchmesser c des Hohlkegels
ist nach dem Umformen größer oder gleich dem Außendurchmesser der Halbzelle 5. Dies
ermöglicht es, den Hohlkegel mit einer möglichst geringen Anzahl an Bearbeitungsschritten
auf die gewünschte Form und Größe der späteren Halbzelle 5 zu bringen, ohne dass die
einkristallinen Eigenschaften des Materials verloren gehen.
[0040] In Fig. 5 ist eine Querschnittsansicht eines Hohlkörpers 8 gezeigt, der aus zwei
Halbzellen 5 und 5' mit Markierungen 3 und 3' entlang der beiden Fügeflächen 6 und
6' zusammengefügt worden ist, was vorzugsweise durch Elektronenstrahlschweißen im
Hochvakuum (< 10
-4 mbar) und ferner bevorzugt bei einer definierten Restgaszusammensetzung geschieht.
Mit dieser Technik können die Halbzellen 5 und 5' mit einer glatten Naht verschweißt
werden, die 5 bis 7 mm breit ist, wobei es nur zu einem lokal begrenzten Energieeintrag
kommt. Außerdem stellt diese Technik sicher, dass die Schweißnaht absolut dicht ist.
[0041] Hierbei sind die Fügeflächen 6 und 6' zweier Halbzellen 5 und 5' derart zusammengefügt
worden, dass die Halbzellen 5 und 5' aus ursprünglich im Substrat 1 benachbarten Scheiben
4 und 4' nebeneinander angeordnet sind, wobei die zu den Fügeflächen 6 und 6' benachbarten
Markierungen 3 und 3' so zueinander angeordnet sind, wie dies auf beiden Seiten der
Schnittfläche 2 zwischen den Scheiben 4 und 4' der Fall war. Der aus den zusammengesetzten
Halbzellen 5 und 5' bestehende Hohlkörper 8 weist zwei zueinander im Wesentlichen
parallel stehende Abschlussflächen 7 und 7' auf. Der aus den Halbzellen 5, 5' hergestellte
Hohlkörper 8 besteht über das gesamte Volumen, auch in dem Bereich der früheren Fügeflächen
6, 6', aus einkristallinem Material, so dass er gute elektrische Eigenschaften hat
und in der Oberflächenschicht des Supraleiters (Niob) zirkulierenden Ströme fließen,
die ein äußeres Magnetfeld daran hindern, ins Innere einzudringen, wodurch die Supraleitung
gestört wird.
[0042] Bevorzugt werden die Fügeflächen 6 und 6' und/oder Abschlussflächen 7 und 7' vor
dem Fügen gereinigt. Dabei werden diese Flächen zunächst gespült und in einem Ultraschallbad
behandelt, dann vorzugsweise durch ein chemisches Verfahren mit BCP (1:1:2) gebeizt,
um Kontaminationen in diesem Bereich zu entfernen, wiederum mit hochreinem Wasser
gespült und abschließend im Reinraum getrocknet.
[0043] Anschließend kann in einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens eine spezielle
Wärmebehandlung des Hohlkörpers 8 erfolgen, die ein Aufheizen über einen Zeitraum
von zwei bis sechs Stunden bei 400°C bis 500°C und anschließend ein Aufheizen über
einen Zeitraum von einer bis drei Stunden bei 750°C bis 850°C, bevorzugt 750° bis
800°C umfasst. Hierdurch werden noch vorhandene Defekte ausgeheilt. Das Ziel des ersten.Aufheizungsschrittes
ist es, die durch die Umformungen entstandenen Spannungen abzubauen und neu entstandene
Kristallisationskeime zu eliminieren. Der zweite Aufheizungsschritt dient zur Entfernung
vorhandenen Wasserstoffs aus dem Material und zur Relaxation des gesamten Hohlkörpers.
[0044] Die so hergestellten einkristallinen Hohlkörper 8 haben hervorragende elektrische
Eigenschaften, wobei in der einkristallinen Oberflächenschicht des Supraleiters (Niob)
zirkulierende Ströme vorhanden sind, die ein äußeres Magnetfeld daran hindern, ins
Innere einzudringen, wodurch eine Supraleitung nicht gestört wird. Außerdem können
durch das einkristalline Material deutlich geringere Rauhigkeiten insbesondere der
inneren Oberfläche erreicht werden, die im Fall von einer abschließenden BCP-Behandlung
bei 25 nm liegen.
[0045] Fig. 6 zeigt eine Vielzahl Hohlkörpern 8, 8', 8'', die gemäß dem oben beschriebenen
Verfahren hergestellt worden sind und analog zur Fügung zweier Halbzellen 5 und 5'
zu einem Hohlkörper 8 an ihren Abschlussflächen 7', 7'', 7''', 7'''' zusammengefügt
worden sind, vorzugsweise ebenfalls durch Elektronenstrahlschweißen. Das bedeutet,
dass die zu den Abschlussflächen 7, 7', 7'', 7''', 7'''', 7''''' benachbarten Markierungen
3, 3', 3'', 3''', 3'''', 3''''' so zueinander angeordnet sind, wie auf beiden Seiten
der Schnittflächen 2 und 2' zwischen den Scheiben 4, 4', aus denen die entsprechenden
Halbzellen hergestellt wurden. Der durch das Zusammenfügen einer Vielzahl an Hohlkörpern
8, 8', 8'' hergestellte Resonator 9 kann poliert werden, bevorzugt durch eine chemisches
Verfahren mit BCP (1:1:2).
[0046] Es sei an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnt, dass es selbstverständlich
auch möglich ist, zwei Halbzellen 5' und 5'' derart an ihren Abschlussflächen 7' und
7'' zusammenzufügen (s. Fig. 6), dass die benachbarten Markierungen 3' und 3'' der
Halbzellen 5' und 5'' eine derartige Orientierung besitzen, wie dies auf beiden Seiten
der Schnittfläche zwischen den entsprechenden Scheiben der Fall war. Es ist also denkbar,
dass alternativ zunächst hantelförmige Hohlkörper gebildet werden, die dann zu dem
Resonator 9 zusammengefügt werden.
[0047] Auf diese Weise kann ein einkristalliner Resonator 9 mit verbesserten elektrischen
Eigenschaften hergestellt werden. Diese wirken sich derart aus, dass die Qualität
der Supraleitung unter geeigneten Umgebungsbedingungen, wie z.B. einer geeigneten
Temperatur, erheblich verbessert wird. Des weiteren liegt der Vorteil bei der Verwendung
eines einkristallinen Resonators 9 darin, dass bereits durch das einfache chemische
Beizverfahren eine viel bessere Oberflächenqualität (Glattheit) erreicht werden kann,
auch im Vergleich zum Elektropolieren.
[0048] Dies bedeutet, dass es mittels eines einkristallinen Resonators 9 möglich ist, zum
einen auf höhere Beschleunigungsfeldstärken zu kommen und zum anderen auch die Präparation
zu vereinfachen.
1. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern für Resonatoren, umfassend die folgenden
Schritte:
- Bereitstellen eines Substrats (1) mit einem einkristallinen Bereich,
- Festlegen einer Schnittfläche (2) durch das Substrat (1),
- Anbringen von Markierungen (3, 3') beidseitig der Schnittfläche (2),
- Herstellen von zwei Scheiben (4, 4') durch Schneiden entlang der Schnittfläche (2),
wobei die Scheiben (4, 4') vollständig dem einkristallinen Bereich entnommen sind,
- Umformen der Scheiben (4, 4') zu Halbzellen (5, 5'), wobei die Halbzellen (5, 5')
eine Fügefläche (6, 6') aufweisen,
- Zusammenfügen der Halbzellen (5, 5') zu einem Hohlkörper (8), wobei die Fügeflächen
(6, 6') aneinander anliegen und wobei die Markierungen (3, 3') auf den Halbzellen
(5, 5') auf beiden Seiten der Fügefläche (6, 6') so zueinander orientiert sind, wie
auf beiden Seiten der Schnittflächen (2, 2').
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Halbzellen (5, 5') eine Abschlussfläche (7, 7')
aufweisen, die parallel zu den Fügeflächen (6, 6') verläuft.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Substrat (1) ein supraleitendes
Material aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Substrat (1) Niob aufweist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der einkristalline Bereich zylindrisch
ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Markierungen (3, 3') gestanzt
oder geprägt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Scheiben (4, 4') ca. 5 mm dick
sind und eine Ausdehnung in der Ebene der Schnittfläche (2, 2') von 200 mm haben.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Fläche der Scheiben (4, 4')
nach dem Schneiden vergrößert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Umformung durch Drücken, Tiefziehen
und gegebenenfalls Walzen erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Umformung eine Erstellung eines hohlen Kegelstumpfs
mit zwei parallelen offenen Endflächen umfasst.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Umformen die Erstellung eines
Hohlkegels umfasst.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei der größte Durchmesser des Hohlkegels größer oder
gleich dem Außendurchmesser der Halbzellen (5, 5') ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Halbzellen (5, 5') rotationssymmetrisch
sind.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Fügen durch Elektronenstrahlschweißen
erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Fügeflächen (6, 6') und/oder
die Abschlussflächen (7, 7') vor dem Fügen gereinigt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Fügeflächen (6, 6') und/oder die Abschlussflächen
(7, 7') chemisch gebeizt werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei eine Wärmebehandlung des Hohlkörpers
(8) durchgeführt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei die Wärmebehandlung ein Aufheizen über einen Zeitraum
von zwei bis sechs Stunden bei 400°C bis 500°C und anschließend ein Aufheizen über
einen Zeitraum von einer bis drei Stunden bei 750°C bis 850°C umfasst.
19. Verfahren nach Anspruch 17, wobei die Wärmebehandlung ein Aufheizen über einen Zeitraum
von zwei bis sechs Stunden bei 400°C bis 500°C und anschließend ein Aufheizen über
einen Zeitraum von einer bis drei Stunden bei 750°C bis 800°C umfasst.
20. Verfahren zur Herstellung eines Resonators (9), umfassend die Schritte:
- Herstellen einer Vielzahl von Hohlkörpern (8, 8', 8''...) gemäß einem der Ansprüche
2 bis 19,
- Fügen der Hohlkörper (8, 8', 8'') entlang der Abschlussflächen (7, 7', 7'', 7''',
7''''), wobei Halbzellen (5', 5'', 5''', 5'''') ursprünglich benachbarter Scheiben
im Substrat (1) verbunden werden und wobei die zu den Abschlussflächen (7, 7', 7'',
7''', 7'''', 7''''') benachbarten Markierungen so zueinander zugeordnet sind, wie
auf beiden Seiten der Schnittfläche (2, 2') zwischen den Scheiben (4, 4').
21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei der Resonator (9) gereinigt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21, wobei der Resonator (9) chemisch gebeizt wird.
1. Method for producing hollow bodies for resonators, comprising the following steps:
- providing a substrate (1) having a single-crystal region,
- defining a sectional face (2) through the substrate (1),
- applying markings (3, 3') on both sides of the sectional face (2),
- producing two discs (4, 4') by cutting along the sectional face (2), wherein the
discs (4, 4') are completely removed from the single-crystal region,
- shaping the discs (4, 4') into half cells (5, 5'), wherein the half cells (5, 5')
comprise a joining face (6, 6'),
- joining the half cells (5, 5') to a hollow body (8), wherein the joining faces (6,
6') abut one another and wherein the markings (3, 3') on the half cells (5, 5') are
oriented relative to one another on both sides of the joining face (6, 6') as on both
sides of the sectional faces (2, 2').
2. Method according to claim 1, wherein the half cells (5, 5') comprise a closing face
(7, 7') which extends parallel to the joining faces (6, 6').
3. Method according to either claim 1 or claim 2, wherein the substrate (1) comprises
a superconductive material.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, wherein the substrate (1) comprises
niobium.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, wherein the single-crystal region is
cylindrical.
6. Method according to any one of claims 1 to 5, wherein the markings (3, 3') are punched
or stamped.
7. Method according to any one of claims 1 to 6, wherein the discs (4, 4') are approximately
5 mm thick and comprise an extension in the plane of the sectional face (2, 2') of
200 mm.
8. Method according to any one of claims 1 to 7, wherein the surface of the discs (4,
4') is increased after cutting.
9. Method according to any one of claims 1 to 8, wherein shaping is achieved by pressing,
cupping and optionally rolling.
10. Method according to claim 9, wherein shaping comprises creating a hollow truncated
cone using two parallel, open end faces.
11. Method according to any one of claims 1 to 9, wherein shaping comprises creating a
hollow cone.
12. Method according to claim 11, wherein the largest diameter of the hollow cone is greater
than or equal to the outer diameter of the half cells (5, 5').
13. Method according to any one of claims 1 to 12, wherein the half cells (5, 5') are
rotationally symmetrical.
14. Method according to any one of claims 1 to 13, wherein joining is achieved by electron
beam welding.
15. Method according to any one of claims 1 to 14, wherein the joining faces (6, 6') and/or
the closing faces (7, 7') are cleaned before joining.
16. Method according to claim 15, wherein the joining faces (6, 6') and/or the closing
faces (7, 7') are chemically pickled.
17. Method according to any one of claims 1 to 16, wherein the hollow body (8) is thermally
treated.
18. Method according to claim 17, wherein the thermal treatment comprises heating over
a period of time of from two to six hours at 400 °C to 500 °C and subsequently heating
over a period of time of from one to three hours at 750 °C to 850 °C.
19. Method according to claim 17, wherein thermal treatment comprises heating over a period
of time of from two to six hours at 400 °C to 500 °C and subsequently heating over
a period of time of from one to three hours at 750 °C to 800 °C.
20. Method for producing a resonator (9), comprising the following steps:
- producing a plurality of hollow bodies (8, 8', 8"...) according to any one of claims
2 to 19,
- joining the hollow body (8, 8', 8") along the closing faces (7, 7', 7", 7"', 7""),
wherein half cells (5, 5', 5", 5"', 5"") of the originally adjacent discs are connected
in the substrate (1), and wherein the markings adjacent to the closing faces (7, 7',
7", 7"', 7"", 7""') are arranged relative to one another as on both sides of the sectional
face (2, 2') between the discs (4, 4').
21. Method according to claim 20, wherein the resonator (9) is cleaned.
22. Method according to claim 21, wherein the resonator (9) is chemically pickled.
1. Procédé de fabrication de corps creux pour résonateurs, comprenant les étapes suivantes
:
- préparer un substrat (1) avec une zone monocristalline,
- définir une surface de coupe (2) à travers le substrat (1),
- placer des repères (3, 3') des deux côtés de la surface de coupe (2),
- réaliser deux disques (4, 4') par découpe le long de la surface de coupe (2), les
disques (4, 4') étant prélevés entièrement de la zone monocristalline,
- déformer les disques (4, 4') en demi-cellules (5, 5'), les demi-cellules (5, 5')
présentant une surface d'assemblage (6, 6'),
- assembler les demi-cellules (5, 5') en un corps creux (8), les surfaces d'assemblage
(6, 6') s'appliquant l'une contre l'autre et les repères (3, 3') sur les demi-cellules
(5, 5'), des deux côtés de la surface d'assemblage (6, 6'), étant orientés l'un vers
l'autre de la même manière que sur les deux côtés des surfaces de coupe (2, 2').
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel les demi-cellules (5, 5') présentent
une surface de terminaison qui s'étend parallèlement aux surfaces d'assemblage (6,
6').
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans lequel le substrat
(1) comporte un matériau supraconducteur.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 3, dans lequel le substrat (1)
comporte du Niobium.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel la zone monocristalline
est cylindrique.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel les repères (3,
3') sont estampés ou gaufrés.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel les disques (4,
4') présentent une épaisseur d'environ 5 mm et s'étendent sur 200 mm dans le plan
de la surface de coupe (2, 2').
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans lequel la surface des
disques (4, 4') est agrandie après la coupe.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel la déformation
s'effectue par repoussage, emboutissage profond et le cas échéant par laminage.
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel la déformation comprend la réalisation
d'un tronc de cône creux avec deux surfaces de terminaison ouvertes parallèles.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, dans lequel la déformation
comprend la réalisation d'un cône creux.
12. Procédé selon la revendication 11, dans lequel le plus grand diamètre du cône creux
est supérieur ou égal au diamètre extérieur des demi-cellules (5, 5').
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, dans lequel les demi-cellules
(5, 5') présentent une symétrie de révolution.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, dans lequel l'assemblage
s'effectue par soudage à faisceau d'électrons.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, dans lequel les surfaces
d'assemblage (6, 6') et/ou les surfaces de terminaison (7, 7') sont nettoyées avant
l'assemblage.
16. Procédé selon la revendication 15, dans lequel les surfaces d'assemblage (6, 6') et/ou
les surfaces de terminaison (7, 7') sont décapées chimiquement.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, dans lequel il est procédé
à un traitement thermique du corps creux (8).
18. Procédé selon la revendication 17, dans lequel le traitement thermique consiste à
chauffer pendant un intervalle de temps de deux à six heures à une température comprise
entre 400°C et 500°C, puis à chauffer pendant un intervalle de temps de une à trois
heures à une température comprise entre 750°C et 850°C.
19. Procédé selon la revendication 17, dans lequel le traitement thermique consiste à
chauffer pendant un intervalle de temps de deux à six heures à une température comprise
entre 400°C et 500°C, puis à chauffer pendant un intervalle de temps de une à trois
heures à une température comprise entre 700°C et 800°C.
20. Procédé de fabrication d'un résonateur (9), comprenant les étapes suivantes:
- fabriquer un grand nombre de corps creux (8, 8', 8"...) selon l'une quelconque des
revendications 2 à 19,
- assembler les corps creux (8, 8', 8") le long des surfaces de terminaison (7, 7',
7", 7"', 7""), des demi-cellules (5', 5", 5"', 5"") de disques initialement voisins
dans le substrat (1) sont reliées, et les repères, voisins aux surfaces de terminaison
(7, 7', 7", 7"', 7"", 7""') sont associés les uns aux autres comme sur les deux côtés
de la surface de coupe (2, 2') entre les disques (4, 4').
21. Procédé selon la revendication 20, dans lequel le résonateur (9) est nettoyé.
22. Procédé selon la revendication 21, dans lequel le résonateur (9) est décapé chimiquement.