[0001] Die Erfindung betrifft einen Push-Pull-Koaxialsteckverbinder gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE-C-32 00 265 ist ein Steckverbinder der oben genannten Gattung bekannt. Zum Kuppeln wird die Schiebehülse
in Richtung eines zum Stecker komplementären Kupplers vorgeschoben, so dass die steckseitig
verdickten Enden der Spannzange in eine Ringnut der Schiebehülse eingreifen. Nach
dem Kuppeln kehrt die Spannzange selbsttätig in ihre der Verriegelungsstellung entsprechende
Ausgangsstellung zurück. Zum Entkuppeln wird sie noch weiter zurückgezogen, so dass
die Spannzangenenden in eine weitere Ringnut der Schiebehülse auffedern können. Damit
die Schiebehülse aus der vor- als auch aus der zurückgezogenen Position selbsttätig
in ihre mittige Ausgangsstellung zurückkehrt ist die Schiebehülse gegen eine V-förmige
Nut auf der Mantelfläche des Steckerkopfes radial vorgespannt. Ein solcher Steckverbinder
ist aufwändig in der Herstellung und kompliziert in der Handhabung.
[0003] Aus der
DE-C-44 39 852 ist ein anderer Push-Pull-Koaxialsteckverbinder bekannt. Zum Verbinden mit einem
systemgleichen Kuppler wird eine Schiebehülse in Richtung des Kupplers geschoben.
Dabei nimmt sie zunächst eine Spannzange axial in Richtung Kuppler gegen die Kraft
einer Schraubenfeder mit. Anschließend wird die Spannzange durch die Schiebehülse
radial zusammengedrückt. In der Spannzange sitzt ein gummielastischer Ring, der im
gekuppelten Zustand auf das Außengewinde des Kupplers gespannt gehalten ist. Die elastischen
Rückstellkräfte müssen so abgestimmt sein, dass beim Steckvorgang zunächst die Schraubenfeder
axial und erst dann die Spannzange radial komprimiert werden. Nachteilig ist die komplizierte
Kuppelmechanik.
[0004] Bei einem weiterhin bekannten HF-Steckverbinder (
US 2004/014350 A1) ist die Anordnung derart getroffen, dass dann, wenn der Kuppler in den Steckerkopf
eingesteckt und die Schiebehülse in die Verriegelungsposition geschoben ist, verdickte
vordere Enden der Spannzange in eine an entsprechender Stelle angeordnete Ringnut
des Kupplers eingreifen und so die Verriegelungsposition erzielen. Dies kann jedoch
eine völlig axial spielfreie Kupplung nicht gewährleisten.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder der einleitend
angegebenen Gattung mit einfacherer Konstruktion zu schaffen, der eine in axialer
Richtung völlig spielfreie Kupplung bildet.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch einen Steckverbinder mit den im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0007] Da die Kupplungsmechanik des Steckverbinders aus nur zwei Teilen besteht, ist der
Steckverbinder kostengünstig herstellbar. Zudem baut er deutlich kürzer als der einleitend
genannte Steckverbinder. Der Kuppler wird im Vergleich zu dem zweiten oben genannten
Steckverbinder sicher kontaktiert, weil die Spannzange das Gewinde des Kupplers unmittelbar,
ohne elastischen Zwischenring, umschließt.
[0008] Der Steckverbinder ist mit dem HF-Kuppler in axialer Richtung spielfrei verbunden,
weil die Spannzange ein Innengewinde hat, welches eine vom Außengewinde des Kupplers
abweichende Steigung hat.
[0009] Eine Lockerung der hergestellten Steckverbindung durch Drehung des Kabels wird zuverlässig
verhindert, da die Schiebehülse und die Spannzange drehbar auf dem Steckerkopf sitzen.
[0010] Der Steckerkopf des Steckverbinders ist zur Aufnahme des entsprechend hergerichteten
Endes eines Koaxialkabels durch einfaches Einschieben und z.B. Verlöten des Kabelaußenleiters
mit dem Steckerkopf hergerichtet, so dass der Kabelinnenleiter und das Kabeldielektrikum
gleichzeitig den Steckerinnenleiter und dessen Dielektrikum bilden.
[0011] Die Schiebehülse hat an ihrem kabelseitigen Ende eine innenliegende, insbesondere
ringförmige Schulter, die in der gekuppelten Stellung des Steckverbinders in eine
insbesondere ringförmige Ausnehmung der Mantelfläche des Steckerkopfes eingreift,
um eine Verrastung zu erzielen.
[0012] Bevorzugt ist die Schiebehülse im Bereich ihrer innenliegenden Schulter kabelseitig
axial geschlitzt und dadurch radial elastisch.
[0013] Eine Schiebehülse aus Kunststoff hat wesentlich günstigere Gestehungskosten als eine
Metallhülse.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Diese zeigt - lediglich
als Ausführungsbeispiel und in schematischer Vereinfachung - einen Steckverbinder
und den dazupassenden (Gehäuse-) Kuppler, entsprechend der SMA-Norm IEC 60169-15.
[0015] Fig. 1 zeigt einen Stecker 1 und einen Kuppler 2. Der Stecker besteht aus einem Steckerkopf
3, einer Spannzange 4 aus Metall und einer Schiebehülse 5 aus Kunststoff. Als Steckerinnenleiter
6 und Steckerdielektrikum 7 fungieren der Innenleiter und das Dielektrikum eines entsprechend
hergerichteten üblichen Koaxialkabels 20, dessen Außenleiter nur angedeutet und in
beliebiger bekannter Weise mit dem Steckerkopf 3 kontaktiert sowie mechanisch verbunden
ist. Die Schiebehülse 5 ist bis zu einem kabelseitigen Anschlag 8 zurückgeschoben.
Dadurch ist die federnde Spannzange 4 entspannt, so dass der Kuppler 2 auf den Stecker
1, wie in Fig. 1a dargestellt, aufgeschoben werden kann.
[0016] In Fig. 1a greift das steckseitige Ende des Steckerkopfes 3 in eine Ausnehmung 9
des Kupplers 2 ein. Durch eine verrundete Verdickung 3.1 des geschlitzten steckseitigen
Endes des Steckerkopfes 3 wird eine sichere Außenleiterkontaktierung zum Kuppler 2
erreicht.
[0017] Wird die Schiebehülse 5 in die in Fig. 1b dargestellte Verriegelungsstellung verschoben,
so wird dadurch die Spannzange 4 radial komprimiert und kommt mit einem Innengewindeabschnitt
4.1 zur Auflage auf das Außengewinde 2.1 des Kupplers 2. Weil die Gewinde 4.1 und
2.1 unterschiedliche Steigungen haben, ist diese Fixierung unabhängig von der Position
der Gewindegänge zueinander gewährleistet. In der gekuppelten Stellung der Schiebehülse
5 greift eine ringförmige Innenschulter 5.1 am kabelseitigen Ende der Schiebehülse
5 in eine komplementäre Ringnut 3.2 des Steckerkopfes 3 ein. Die Innenschulter 5.1
rastet fühlbar in die Ringnut 3.2 ein, was die Verriegelung der Steckverbindung anzeigt.
Zudem wird so ein unbeabsichtigtes Lösen der Steckverbindung verhindert. Die Schiebehülse
5 ist kabelseitig axial geschlitzt, wodurch das kabelseitige Ende der Schiebehülse
in radial auffederbare lamellenförmige Segmente 5.2 unterteilt ist (vgl. Fig. 1).
[0018] Fig. 2 veranschaulicht, dass die Spannzange 4 und die Schiebehülse 5 durch axiales
Aufschieben auf den Steckerkopf 3 montierbar sind. Die Spannzange 4 ist hierzu an
der Stelle 4.2 durchgehend geschlitzt, so dass sie über einen kleinen Bund 3.3 des
Steckerkopfes übergeschoben werden kann. Weiter hat die Spannzange einen Außenbund
4.3, der in Verbindung mit einem Innenbund 5.3 der Schiebehülse 5 als Verliersicherung
wirkt. Insoweit stimmt der dargestellte Steckverbinder 10 mit dem Steckverbinder 1
in den Fig. 1, Fig. 1a und Fig. 1b überein. Unterschiedlich ist nur, dass der Steckverbinder
10, wie an sich bekannt, einen eigenen Steckverbinderinnenleiter 10.1 und ein eigenes
Steckerdielektrikum 10.2 hat. Der Kabelinnenleiter 20.1 ist mit dem Steckverbinderinnenleiter
10.1 über eine Stift/Buchse-Verbindung kontaktiert.
1. HF-Steckverbinder mit einem Steckerkopf (3), auf dem eine drehbare und axial verschiebbare
Schiebehülse (5) sitzt, welche eine radialelastische, drehbar, jedoch unverschiebbar
auf dem Steckerkopf sitzende Spannzange (4) derart übergreift, dass die Schiebehülse
(5) im gekuppelten Zustand die Spannzange (4) radial zusammendrückt,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Spannzange (4) steckseitig ein Innengewinde (4.1) mit einer vom Aussengewinde
(2.1) eines Kupplers (2) abweichenden Steigung hat,
- dass die Schiebehülse (5) eine innenliegende Schulter (5.1) hat, die in der gekuppelten
Stellung in eine Ausnehmung (3.2) auf der Mantelfläche des Steckerkopfes (3) eingreift,
und
- dass der Steckerkopf (3) zur Aufnahme des passend hergerichteten Endes eines Koaxialkabels
so ausgebildet ist, dass der Kabelinnenleiter auch den Steckerinnenleiter (6) und
das Kabeldielektrikum auch das Steckerdielektrikum (7) bilden.
2. HF-Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebehülse (5) im Bereich der Schulter (5.1) axial geschlitzt ist, wodurch
das kabelseitige Ende der Schiebehülse (5) in radial auffederbare lamellenförmige
Segmente (5.2) unterteilt ist.
3. HF-Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebehülse (5) aus Kunststoff besteht.
1. RF plug-in connector having a plug-in head (3) on which is mounted a rotatable and
axially displaceable sliding sleeve (5) which fits over a radially resilient pincer-action
clamping means (4) in such a way that the sliding sleeve (5) compresses the pincer-action
clamping means (4) radially in the coupled state, the said pincer-action clamping
means (4) being mounted on the plug-in head to be rotatable but non-displaceable,
characterised in that
- at the plug-on end, the pincer-action clamping means (4) has an internal thread
(4.1) of a different pitch from the external thread (2.1) on a coupler (2),
- the sliding sleeve (5) has an internal protrusion (5.1) which engages in a recess
(3.2) in the circumferential surface of the plug-in head (3) in the coupled position,
and
- to receive the end of a co-axial cable, which end is adapted to fit, the plug-in
head (3) is so designed that the centre conductor of the cable also forms the centre
conductor (6) of the plug-in connector and the dielectric of the cable also forms
the dielectric (7) of the plug-in connector.
2. RF plug-in connector according to claim 1, characterised in that the sliding sleeve (5) is slotted axially in the region of the protrusion (5.1),
whereby the cable end of the sliding sleeve (5) is divided into finger-like sectors
(5.2) able to be sprung open radially.
3. RF plug-in connector according to claim 1 or 2, characterised in that the sliding sleeve (5) is composed of plastics material.
1. Connecteur enfichable HF comprenant une tête à fiche mâle (3), sur laquelle est posée
une douille coulissante (5) capable de rotation et capable de déplacement axial, qui
coiffe une pince de serrage élastique en direction radiale (4), capable de rotation
mais calée sans possibilité de déplacement sur la tête à fiche mâle, de telle façon
que la douille coulissante (5) comprime radialement la pince de serrage (4) dans l'état
accouplé,
caractérisé en ce que
- la pince de serrage (4) comporte du côté enfichage un taraudage (4.1) avec un pas
différent d'un filetage (2.1) d'un coupleur (2),
- en ce que la douille coulissante (5) comprend un épaulement intérieur (5.1) qui, dans la position
accouplée, s'engage dans un évidement (3.2) sur la surface enveloppe de la tête à
fiche mâle (3), et
- en ce que la tête à fiche mâle (3), en vue de la réception de l'extrémité, réalisée de manière
adaptée, d'un câble coaxial, est ainsi réalisée que le conducteur intérieur du câble
forme également le conducteur intérieur (6) du connecteur (6), et que le diélectrique
du câble forme également le diélectrique (7) du connecteur.
2. Connecteur enfichable HF selon la revendication 1, caractérisé en ce que la douille coulissante (5) est fendue axialement dans la région de l'épaulement (5.1),
grâce à quoi l'extrémité côté câble de la douille coulissante (5) est subdivisée en
segments (5.2) sous forme de lamelles capables de débattement élastique en sens radial.
3. Connecteur enfichable HF selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la douille coulissante (5) est en matière plastique.