[0001] Die Erfindung betrifft eine Flachstrickmaschine mit in ihren Nadelbetten längs verschiebbaren
Nadeln und zwischen den Nadeln verschwenkbar angeordneten Platinen, die durch ein
am Maschinenschlitten angeordnetes Platinenschloss ansteuerbar sind, wobei das Platinenschloss
eine Steuerbahn für an den Platinen angeordnete Steuerfüße aufweist, die von mindestens
zwei Schlossteilen begrenzt ist, von denen mindestens eines schaltbar ist.
[0002] Eine solche Flachstrickmaschine ist beispielsweise aus der
EP 0 652 315 B1 bekannt. Die Platinen dieser Flachstrickmaschine können mithilfe des Platinenschlosses
in den Kammspalt hinein oder aus diesem heraus geschwenkt werden. Dazu ist ein schwenkbar
gelagertes Schlossteil vorgesehen, dass in seiner Bewegungsrichtung federbeaufschlagt
ist. Dieses schwenkbare Schlossteil wirkt mit einem schaltbaren Schlossteil zusammen.
Zwischen den beiden Schlossteilen wird die Steuerbahn für die Steuerfüße der Platinen
gebildet, wobei sich die Weite der Steuerbahn der Breite der Steuerfüße und eventuell
vorhandenen, zwischen den Platinen und den Schlossteilen eingeklemmten Fremdkörpern
selbstständig anpassen kann.
[0003] Das schwenkbare Schlossteil liegt, nachdem der Fuß der letzten Platine des Nadelraums
die Steuerbahn verlassen hat, federbeaufschlagt an seinem gegenüberliegenden, schaltbaren
Schlossteil an und schließt dadurch die Steuerbahn für die Steuerfüße. Daher muss
in jeder Strickreihe, vor der sich der Maschinenschlitten außerhalb des Nadelraums
befunden hat, durch den Steuerfuß der äußersten Platine die Steuerbahn entgegen der
Federkraft, die auf das schwenkbare Schlossteil wirkt, geöffnet werden. Dies führt
zu einer besonderen Beanspruchung der Steuerfüße der äußersten Platinen und demzufolge
zu einem erhöhten Verschleiß.
[0004] Aus der
DE 44 11 724 C2 ist eine Flachstrickmaschine bekannt, bei der die Platinen mithilfe eines Platinenschlosses
bewegt werden, das eine Verstellung der tiefsten Position der Platinen zum Kammspalt
ermöglicht. Die Steuerbahn für die Platinenfüße ist jedoch in ihrer Weite nicht veränderbar.
Sollte es zum Eindringen von Fremdkörpern, beispielsweise von Garnresten oder Schmutz,
in die Steuerbahn für die Steuerfüße der Platinen kommen, so kann dies zu einem Verklemmen
der Steuerfüße der Platinen in der Steuerbahn führen, was eine Beschädigung der Steuerfüße
und/oder der Steuerbahn nach sich ziehen kann.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Flachstrickmaschine
zu schaffen, die ein sicheres und verschleißarmes Bewegen der Steuerfüße der zwischen
den Nadeln angeordneten Platinen erlaubt.
[0006] Die Aufgabe wird mit einer Flachstrickmaschine der eingangs genannten Art gelöst,
die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, dass zwischen den beiden Schlossteilen
ein Distanzstück vorgesehen ist und die beiden Schlossteile federbelastet über das
Distanzstück in einem gegenseitigen Mindestabstand aneinander anliegen.
[0007] Das Distanzstück sorgt dafür, dass die Steuerfüße der äußersten Platinen des Nadelraums
die Steuerbahn des Platinenschlosses nicht erst öffnen müssen, sondern ohne größere
Belastungen in die Steuerbahn eintreten können.
[0008] Vorzugsweise kann der gegenseitige Mindestabstand der Schlossteile zumindest annähernd
der Höhe der Steuerfüße der Platinen entsprechen. Dann können die Steuerfüße der äußersten
Platinen des Nadelraums ohne zusätzliche Reibung in die Steuerbahn eintreten.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung kann der gegenseitige Abstand der Schlossteile
entgegen der Federbelastungen über den Mindestabstand hinaus vergrößerbar sein. Diese
Ausführung ermöglicht eine Verbreiterung der Steuerbahn über die Höhe der Steuerfüße
der Platinen hinaus, sofern sich in der Steuerbahn Fremdkörper festgesetzt haben sollten,
welche die Platinen in ihrer Bewegung behindern. Dies bedeutet, dass die Steuerfüße
der Platinen, die in ihrer Bewegung aus dem Kammspalt behindert sind, durch die Steuerbahn
nicht beschädigt werden.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung können beide Schlossteile senkrecht zur Bewegungsrichtung
des Maschinenschlittens bewegbar an einer Schlossplatte des Platinenschlosses gelagert
sein, wobei vorzugsweise eines der beiden Schlossteile schaltbar und das andere Schlossteit
federbeaufschlagt sein kann. Durch eine parallele Verschiebung der mindestens zwei
die Steuerbahn für die Steuerfüße der Platinen begrenzenden Schlossteile lassen sich
dann die gewünschten Schwenkbewegungen der Platinen durchführen.
[0011] Dabei ist es von Vorteil, wenn das mindestens eine schaltbare Schlossteil das mindestens
eine federbelastete Schlossteil über das Distanzstück beim Schaltvorgang mitbewegt.
Durch die Federbeaufschlagung des nicht aktiv geschalteten Schlossteils folgt dieses
dem schaltbaren Schlossteil in einer der Bewegungsrichtungen automatisch nach. In
der entgegengesetzten Richtung wird dieses Schlossteil über das Distanzstück, das
sowohl am geschalteten als auch am nicht geschalteten Schlossteil angeordnet sein
kann, mit der Bewegung des geschalteten Schlossteils mitgeführt.
[0012] Das federbelastete Schlossteil kann bei einer entsprechenden Ausgestaltung anstelle
einer Bewegung parallel zur Schlossplatte auch eine Schwenkbewegung ausführen, wenn
es über ein Distanzstück der Bewegung des schaltbaren Schlossteils folgt oder durch
Steuerfüße von in ihrer Bewegung behinderten Platinen bewegt wird.
[0013] Um trotz der Federbeaufschlagung des mit dem mindestens einen schaltbaren Schlossteil
zusammenwirkenden Schlossteils definierte Endstellungen des federbelasteten Schlossteils
zu erzielen, können die Bewegungen des mindestens einen federbelasteten Schlossteils
zweckmäßigerweise durch Anschläge begrenzt sein. Diese Anschläge können beispielsweise
durch einen Bolzen in der Schlossplatte gebildet sein, an welchem eine Anschlagfläche
des federbelasteten Schlossteils zur Anlage kommt.
[0014] Zur Auslösung der Schaltbewegung der Schlossteile sind verschiedene Konstruktionen
denkbar. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung kann das mindestens eine schaltbare Schlossteil
über eine parallel zur Bewegungsrichtung des Maschinenschlittens verschiebbar gelagerte
Schaltleiste bewegbar sein. Dies ist eine konstruktiv einfache und robuste Lösung
für die Schaltung der Schlossteile.
[0015] Die Schaltleiste kann mindestens eine Steuerkurve aufweisen, in der ein an dem mindestens
einen schaltbaren Schlossteil angeordneter Führungskörper eingreift. Durch Verschieben
der Schaltleiste ändert sich damit auch die Position des schaltbaren Schlossteils
und damit der Steuerbahn für die Platinen.
[0016] Die Schaltleiste kann an der den Schlossteilen abgewandten Seite der Schlossplatte
angeordnet sein, wo genügend Einbauraum zur Verfügung steht und sie auf einfache Weise
angetrieben werden kann.
[0017] Bevorzugt sind zwei in Bewegungsrichtung des Maschinenschlittens hintereinander angeordnete,
schaltbare Schlossteile vorgesehen, die jeweils mit einem federbelasteten Schlossteil
zusammenwirken, wobei eines der schaltbaren Schlossteile gegenüber der senkrechten
Mittelachse eines unterhalb des Platinenschlosses am Maschinenschlitten angeordneten
Strickschlosses in Bewegungsrichtung des Maschinenschlittens voreilend und das andere
schaltbare Schlossteil nacheilend angeordnet ist. Bei dieser Ausgestaltung des Platinenschlosses
ist es möglich, die schaltbaren Schlossteile derart zu schalten, dass mithilfe des
dem Strickschloss voreilenden schaltbaren Schlossteils die Platinen in den Kammspalt
hinein verschwenkbar und mithilfe des nacheilenden, federbelasteten Schlossteils aus
dem Kammspalt heraus schwenkbar sind oder dass durch beide federbelastete Schlossteile
die Platinen in ihrer aus dem Kammspalt heraus geschwenkten Stellung gehalten werden.
Dies sind die für Niederhalteplatinen hauptsächlich erforderlichen Bewegungen. Vor
dem Austreiben der Nadel wird die Niederhalteplatine in den Kammspalt hinein verschwenkt
und hält dort die zuvor gebildete Masche zurück, während die Nadel ausgetrieben wird.
Sobald die Nadel ihre Rückzugsbewegung beginnt, wird die Platine wieder aus dem Kammspalt
heraus geschwenkt, um diesen für Bewegungen anderer am Strickvorgang teilnehmender
Elemente der Strickmaschine freizuhalten.
[0018] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Platinenschlosses einer
erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine anhand der Zeichnung näher beschrieben.
[0019] Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf das Platinenschloss einer Flachstrickmaschine mit einer ersten
Schaltstellung der Schlossteile;
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Draufsicht auf das Platinenschloss mit einer zweiten
Schaltstellung der Schlossteile;
- Fig. 3
- eine der Fig. 1 entsprechende Draufsicht auf das Platinenschloss mit einer dritten
Schaltstellung der Schlossteile;
- Fig. 4
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung bei Stellung des Maschinenschlittens am
Rand des Nadelraums;
- Fig. 5
- einen Schnitt durch das Platinenschloss aus Fig. 1 entlang der Linie A-A;
- Fig. 6
- einen Schnitt durch das Platinenschloss aus Fig. 1 entlang der Linie B-B.
[0020] Fig. 1 zeigt ein Platinenschloss 1, das oberhalb eines Strickschlosses 200 auf einer
Schlossplatte 100 angeordnet ist. Der nicht näher dargestellte Maschinenschlitten,
auf dem die Schlossplatte 100 mit den Schlössern 1 und 200 befestigt ist, bewegt sich
in Fig. 1 in Pfeilrichtung L nach links.
[0021] Das Platinenschloss 1 weist insgesamt vier Schlossteile 2, 3, 4 und 5 auf. Im dargestellten
Beispiel sind die Schlossteile 2 und 3 voreilend zur Mittelachse M des Strickschlosses
200 und die Schlossteile 4 und 5 nacheilend angeordnet. Die Schlossteile 2 und 3 bilden
eine Steuerbahn 60 für Steuerfüße 6' von aus den Fig. 5 und 6 näher ersichtlichen
Platinen 6. Über die Steuerbahn 60 werden die Platinen 6 in einen ebenfalls aus den
Fig. 5 und 6 ersichtlichen Kammspalt 300 hinein geschwenkt. Die dem Strickschloss
200 nacheilenden Schlossteile 4 und 5 bilden eine Steuerbahn 61 für die Steuerfüße
6' der Platinen, die gegenüber der Steuerbahn 60 nach unten versetzt ist, wodurch
die Platinen wieder aus dem Kammspalt 300 heraus geschwenkt werden.
[0022] Die Weite der Steuerbahnen 60, 61 entspricht der Höhe der Steuerfüße 6' mit einer
gewissen Toleranzzugabe.
[0023] Die Schlossteile 3 und 5 sind schaltbar. Sie sind mit Führungskörpern 31, 51 in Langlöchern
101, 102 der Schlossplatte 100 senkrecht zur Bewegungsrichtung L des Maschinenschlittens
längs beweglich gelagert und können somit Bewegungen in Richtung der Pfeile V1, V2
und V1',V2' ausführen.
[0024] Das Schlossteil 3 weist einen Bolzen 32 auf, der in eine Schaltkurve 71 einer Schaltleiste
7 eingreift. Analog weist das Schlossteil 5 einen Bolzen 52 auf, der in eine weitere
Schaltkurve 72 der Schaltleiste 7 eingreift.
[0025] Die Schaltleiste 7 ist auf der den Schlossteilen 2, 3, 4 und 5 gegenüberliegenden
Seite der Schlossplatte 100 parallel zur Längsseite 111 der Schlossplatte 100 verschiebbar
gelagert, was insbesondere aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist. Die Schaltkurven
71, 72 sind spiegelbildlich zueinander ausgebildet, wodurch die Schlossteile 3, 5
gegenläufige Bewegungen ausführen, wenn die Schaltleiste 7 verschoben wird. In Fig.
1 ist die Schaltleiste 7 in Richtung des Pfeils HL in ihre linke Endposition verschoben
worden. Dadurch wurde das Schlossteil 3 in seine angehobene Position und das Schlossteil
5 in seine abgesenkte Position gebracht.
[0026] Die mit den schaltbaren Schlossteilen 3, 5 zusammenwirkenden Schlossteile 2, 4 sind
mit Führungskörpern 21, 41 in Langlöchern 103, 104 der Schlossplatte 100 längs beweglich
gelagert und können dadurch Bewegungen in den gleichen Richtungen wie die Schlossteile
3, 5 ausführen.
[0027] Das Schlossteil 2 wird durch eine in Richtung des Pfeils F wirkende Kraft einer Feder
8, die sich an einem Halter 9 abstützt, beaufschlagt und das Schlossteil 4 durch die
Kraft einer Feder 8', die sich an einem Halter 9'abstützt. Beide Schlossteile 2, 4
weisen ein Distanzstück 22 bzw. 42 auf und liegen durch die Wirkung der Federn 8,
8'an ihren zugeordneten schaltbaren Schlossteilen 3, 5 an. Dadurch folgen die Schlossteile
2, 4 in einem gewünschten Mindestabstand den Schaltbewegungen der Schlossteile 3,
5. Im dargestellten Beispiel sind die Distanzstücke 22, 42 an den federbelasteten
Schlossteilen 2, 4 angeordnet; sie könnten jedoch auch an den Schlossteilen 3, 5 angeordnet
sein.
[0028] Der durch die Distanzstücke 22, 42 gebildete Abstand zwischen den Schlossteilen 2,
3 bzw. 4, 5 entspricht der Höhe der Steuerfüße 6'der Platinen 6 mit einer Toleranzzugabe.
Die Kraft der Federbeaufschlagung der Schlossteile 2, 4 ist so gewählt, dass der Steuerfuß
6' einer Platine 6, die in der Bewegung aus dem Kammspalt 300 heraus durch in der
Steuerbahn 60, 61 vorhandene Fremdkörper behindert ist, das Schlossteil 2 bzw. 4 in
zu den Pfeilen F, F' entgegengesetzter Richtung bewegen und damit die Steuerbahn 60,
61 verbreitern kann.
[0029] Die Steuerbahnen 60, 61, die von den durch die Schaltleiste 7 in Position gebrachten
Schlossteilen 3, 5 und den mit diesen zusammenwirkenden federbelasteten Schlossteilen
2, 4 gebildet werden, sind hier beispielhaft dadurch gebildet, dass sich die federbelasteten
Schlossteile 2 und 4 in derselben Ebene bewegen wie die schaltbaren Schlossteile 3,
5. Die federbelasteten Schlossteile 2, 4 könnten sich aber auch durch eine Schwenkbewegung
von der Wirkfläche der schaltbaren Schlossteile 3, 5 weg oder auf diese zu bewegen
und dadurch die Steuerbahnen 60, 61 bilden.
[0030] Die Positionen der Schlossteile 2 und 4, in der die Platinen 6 in ihre höchste Positionen
gebracht, also aus dem Kammspalt 300 heraus geschwenkt werden, werden durch Anschlagflächen
23, 43, die an Anschlägen 105, 106 anliegen, bestimmt.
[0031] Fig. 2 zeigt das Platinenschloss 1 mit allen Komponenten, wie sie auch in Fig. 1
beschrieben sind, in der Bewegungsrichtung des Maschinenschlittens in Pfeilrichtung
R nach rechts. Die Schaltleiste 7 ist in Richtung des Pfeils RL in ihre rechte Endposition
verschoben.
[0032] Jetzt sind die Schlossteile 4 und 5 voreilend zum Strickschloss 200. Das Schlossteil
5 wurde durch die Schaltleiste 7 nach oben bewegt. Demzufolge werden die Steuerfüße
6'in der Steuerbahn 61 angehoben, so dass die Platinen 6 in den Kammspalt 300 verschwenken.
Die Schlossteile 2, 3 sind nacheilend zum Strickschloss 200 und das Schlossteil 3
in seiner abgesenkten Position, wodurch über die Steuerbahn 60 und die Steuerfüße
6' die Platinen 6 wieder aus dem Kammspalt 300 heraus geschwenkt werden.
[0033] In Fig. 3 ist das Platinenschloss 1 mit einer mittleren Stellung der Schaltleiste
7 gezeigt. Der Maschinenschlitten kann sich in beide Richtungen bewegen, was durch
den Doppelpfeil D ausgedrückt ist. Wird die Schaltleiste 7 in die dargestellte mittlere
Position gebracht, so werden beide schaltbare Schlossteile 3, 5 abgesenkt. Die federbelasteten
Schlossteile 2 und 4 folgen dieser Bewegung. Die Platinen 6, die mit ihren Steuerfüßen
6' die Steuerbahnen 60, 61 durchlaufen, befinden sich dadurch in ihrer aus dem Kammspalt
300 heraus geschwenkten Position.
[0034] Fig. 4 schließlich zeigt das Platinenschloss 1 mit einer Stellung der Schlossteile
2, 3, 4 und 5 sowie der Schaltleiste 7, wie sie auch in Fig. 1 dargestellt ist. Der
Unterschied zu Fig. 1 besteht darin, dass sich jetzt der Maschinenschlitten am Rande
des Nadelraums befindet und beginnt, in Pfeilrichtung L zu laufen. Es kommen damit
zunächst die voreilenden Schlossteile 2, 3 und dann die dem Strickschloss 200 nacheilenden
Schlossteile 4, 5 in Kontakt mit den Platinenfüßen 6'. Das Schlossteil 2 liegt über
das Distanzstück 22 am Schlossteil 3 an und das Schlossteil 4 über das Distanzstück
42 am Schlossteil 5, wodurch die Steuerbahnen 60, 61 für die Steuerfüße 6' mit einer
Weite, die etwas größer als die Höhe der Steuerfüße 6' ist, gebildet werden. Dadurch
erfährt der erste Steuerfuß 6' die gleichen Reibkräfte beim Durchgang durch die Steuerbahnen
60, 61 wie die nachfolgenden Steuerfüße 6'.
[0035] Die Schnittdarstellung in Fig. 5 zeigt eine Platine 6 in ihrer in den Kammspalt 300
hinein bewegten tiefen Position T. Das Schlossteil 3 ist in seine angehobene Position
gebracht worden. Das Schlossteil 2 liegt über das Distanzstück 22 beaufschlagt durch
die Kraft der Feder 8 am Schlossteil 3 an. Die Schlossteile 2, 3 bilden die Steuerbahn
60 für den Steuerfuß 6' der Platine 6. Die Schaltleiste 7 ist auf der Rückseite der
Schlossplatte 100 angeordnet.
[0036] Im Schnitt nach Fig. 6 ist eine Platine 6 in ihrer aus dem Kammspalt 300 heraus bewegten
Position H gezeigt. Das Schlossteil 5 ist in seine abgesenkte Position gebracht worden.
Das Schlossteil 4 liegt über das hier nicht dargestellte Distanzstück 42 beaufschlagt
durch die ebenfalls nicht dargestellte Feder 8' am Schlossteil 5 an. Die Schlossteile
4, 5 bilden die Steuerbahn 61 für den Steuerfuß 6' der Platine 6. Es ist außerdem
der Bolzen 52 gezeigt, mit dem das Schlossteil 5 in die Schaltkurve 72 der Schaltleiste
7 eingreift. Außerdem ist der Führungskörper 51 des Schlossteils 5 gezeigt, mit dem
dieses in der Schlossplatte 100 geführt ist.
1. Flachstrickmaschine mit in ihren Nadelbetten längs verschiebbaren Nadeln und zwischen
den Nadeln verschwenkbar angeordneten Platinen (6), die durch ein am Maschinenschlitten
angeordnetes Platinenschloss (1) ansteuerbar sind, wobei das Platinenschloss (1) eine
Steuerbahn (60, 61) für an den Platinen (6) angeordnete Steuerfüße (6') aufweist,
die von mindestens zwei Schlossteilen (2, 3; 4, 5) begrenzt ist, von denen mindestens
eines (3, 5) schaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Schlossteilen (2, 3; 4, 5) ein Distanzstück (22, 42) vorgesehen
ist und die beiden Schlossteile (2, 3; 4, 5) federbelastet über das Distanzstück (22,
42) in einem gegenseitigen Mindestabstand aneinander anliegen.
2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gegenseitige Mindestabstand der Schlossteile (2, 3; 4, 5) zumindest annähernd
der Höhe der Steuerfüße (6') der Platinen (6) entspricht.
3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gegenseitige Abstand der Schlossteile (2, 3; 4, 5) entgegen der Federbelastung
über den Mindestabstand hinaus vergrößerbar ist.
4. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Schlossteile (2, 3; 4, 5) senkrecht zur Bewegungsrichtung (R,
L, D) des Maschinenschlittens bewegbar an einer Schlossplatte (100) des Platinenschlosses
(1) gelagert sind.
5. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden Schlossteile (3, 5) schaltbar und das andere Schlossteil (2, 4)
federbeaufschlagt ist.
6. Flachstrickmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine schaltbare Schlossteil (3, 5) das mindestens eine federbelastete
Schlossteil (2, 4) über das Distanzstück (22, 42) beim Schaltvorgang mitbewegt.
7. Flachstrickmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des mindestens einen federbelasteten Schlossteils (22, 42) durch Anschläge
(105, 106) begrenzt ist.
8. Flachstrickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (105, 106) durch einen Bolzen an der Schlossplatte (100) gebildet sind,
an welchem eine Anschlagfläche des federbelasteten Schlossteils (2, 4) zur Anlage
kommt.
9. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine schaltbare Schlossteil (3, 5) über eine parallel zur Bewegungsrichtung
(R, L, D) des Maschinenschlittens verschiebbar gelagerte Schaltleiste (7) schaltbar
ist.
10. Flachstrickmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltleiste (7) mindestens eine Schaltkurve (71, 72) aufweist, in der ein an
dem mindestens einen schaltbaren Schlossteil (3, 5) angeordneter Führungskörper (32,
53) eingreift.
11. Flachstrickmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltleiste (7) an der den Schlossteilen (2, 3, 4, 5) abgewandten Seite der
Schlossplatte (100) angeordnet ist.
12. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in Bewegungsrichtung (R, L) des Maschinenschlittens hintereinander angeordnete,
schaltbare Schlossteile (3, 5) vorgesehen sind, die jeweils mit einem federbelasteten
Schlossteil (2, 4) zusammenwirken, wobei eines der schaltbaren Schlossteile (3, 5)
gegenüber der senkrechten Mittelachse (M) eines unterhalb des Platinenschlosses (1)
am Maschinenschlitten angeordneten Strickschlosses (200) in Bewegungsrichtung (R,
L) des Maschinenschlittens voreilend und das andere schaltbare Schlossteil (5, 3)
nacheilend angeordnet ist.
13. Flachstrickmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die schaltbaren Schlossteile (3, 5) derart schaltbar sind, dass mithilfe des dem
Strickschloss (200) voreilenden schaltbaren Schlossteils (3, 5) die Platinen (6) in
den Kammspalt (300) hinein verschwenkbar und mithilfe des nacheilenden, federbelasteten
Schlossteils (4, 2) aus dem Kammspalt (300) heraus schwenkbar sind oder dass durch
beide federbelasteten Schlossteile (2, 4) die Platinen (6) in ihrer aus dem Kammspalt
(300) heraus geschwenkten Stellung gehalten werden.