[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überführen einer Materialbahn,
insbesondere Papierbahn, von einer Pressenpartie zu einer Trockenpartie, insbesondere
in einer Papiermaschine oder dergleichen, bei welchem die Materialbahn in einen Streifen
und eine Restbahn aufgetrennt, die Restbahn nach einem als Abnahmetrockenzylinder
dienenden Trockenzylinder weggeführt und zunächst nur der so abgetrennte Streifen
durch die gesamte Trockenpartie geführt und dann die Materialbahn breit gefahren wird.
[0002] Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung
einer Materialbahn, insbesondere Papierbahn, mit einer Pressenpartie, einer Trockenpartie
und Mitteln zum Überführen der Materialbahn von der Pressenpartie zur Trockenpartie,
umfassend Mittel zum Auftrennen der Materialbahn in einen Streifen und eine Restbahn
und Mittel zum Wegführen der Restbahn nach einem als Abnahmetrockenzylinder dienenden
Trockenzylinder.
[0003] Bei bekannten Verfahren und bekannten Vorrichtungen, insbesondere nach Pressen mit
geschlossener Bahnführung und Anfangsgruppen mit mehr als einem Trockenzylinder, wird
die Materialbahn nach folgendem Vorgehen überführt: zunächst wird die Bahn bahnbreit
bis zum ersten Trockenzylinder geführt. Danach wird ein Streifen geschnitten und dieser
durch die gesamte Trockenpartie geführt. Die Restbahn wird nach dem ersten Trockenzylinder
weggeführt. Ist der Streifen am letzten Trockenzylinder der Trockenpartie stabilisiert,
wird die Bahn am ersten Trockenzylinder breit gefahren.
[0004] Nachteil dieser Lösung ist, dass der erste Stabilisator über der auf den ersten Trockenzylinder
folgenden ersten Stabilisatorwalze zum Überführen ausgeschaltet sein muss um zu verhindern,
dass die komplette Papierbahn überführt wird. Insbesondere wenn Hochleistungsstabilisatoren
installiert sind, ist es daher notwendig, den Bahnzug zu erhöhen, nämlich um den Betrag,
der durch den ersten Stabilisator reduziert werden kann.
[0005] Um die Papierbahn durch die Papiermaschine führen zu können, muss die Papierbahn
nämlich gedehnt, d.h. gezogen werden, um genügend Spannung aufzubauen. Die maximale
Dehnung, d.h., der maximale Zug bzw. die maximale Geschwindigkeitsdifferenz, ist jedoch
durch die Bruchgrenze der Papierbahn limitiert. Durch die Installation von Hochleistungsstabilisatoren
kann dieser Zug während dem Betrieb deutlich reduziert werden.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, bei denen eine geringere oder keine Erhöhung
des Bahnzugs erforderlich ist.
[0007] Diese Aufgabe wird bei dem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass
das Wegführen der Restbahn erst nach dem zweiten Trockenzylinder erfolgt.
[0008] Darüber hinaus wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, dass die Mittel zum Wegführen der Restbahn nach dem zweiten Trockenzylinder
angeordnet sind.
[0009] Durch das Wegführen der Restbahn erst nach dem zweiten Trockenzylinder, wobei das
Wegführen zwischen dem zweiten und dem dritten Trockenzylinder oder auch erst nach
dem dritten oder einem späteren Trockenzylinder erfolgen kann, wird vorteilhafterweise
erreicht, dass der erste und gegebenenfalls weitere Stabilisatoren während der Überführung
aktiviert bleiben können. Da der Zugreduktionseffekt maßgeblich auf die Stabilisatoren
der ersten Trockengruppe, insbesondere den ersten Stabilisator, zurückzuführen ist
und diese einen Anteil an dem genannten Effekt von deutlich über 50 % aufweisen, kann
die erforderliche Zugerhöhung beim Überführen vermieden oder zumindest deutlich reduziert
werden. Die Erfindung beruht dabei auf der Erkenntnis, dass im Regelfall der Materialstreifen
zur Überführung problemlos zumindest durch den ersten Teil der Trockenpartie überführt
werden kann und erst in den weiteren Trockengruppen durch die Dauer des Überführprozesses
und die zusätzliche Dehnung zerstört wird. Als Abnahmetrockenzylinder dient erfindungsgemäß
also der zweite oder ein noch weiter hinten angeordneter Trockenzylinder.
[0010] Bevorzugt bleibt die vor dem zweiten Trockenzylinder angeordnete Stabilisierungseinrichtung
während des Überführens voll aktiviert. Dadurch kann eine hohe Reduzierung des Bahnzuges
erreicht werden.
[0011] Erfolgt das Wegführen der Restbahn erst nach dem dritten oder einem späteren Trockenzylinder,
so bleiben nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zwei oder mehr Stabilisiereinrichtungen
vor dem Abnahmetrockenzylinder während der Überführung voll aktiviert, insbesondere
alle vor dem Abnahmetrockenzylinder angeordneten Stabilisiereinrichtungen. Damit kann
die Zugreduktion noch weiter erhöht werden.
[0012] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die nach dem Abnahmetrockenzylinder
angeordnete Stabilisiereinrichtung beim Überführen der Materialbahn deaktiviert oder
in ihrer Leistung reduziert. Damit kann ein Mitüberführen der kompletten Materialbahn
verhindert werden.
[0013] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung wird bei erfolglosem Überführen der Materialbahn
bis zum Abnahmetrockenzylinder ein Wegführen der Restbahn vor dem Abnahmetrockenzylinder
durchgeführt, der dabei gebildete Streifen der Materialbahn unter Deaktivierung oder
Leistungsreduzierung einer oder mehrerer Stabilisiereinrichtungen vor dem Abnahmetrockenzylinder
auf den Abnahmetrockenzylinder überführt, dann die Materialbahn in voller Breite zum
Abnahmetrockenzylinder geführt, danach nach dem Abnahmetrockenzylinder die Restbahn
weggeführt und der dabei gebildete Streifen der Materialbahn durch die gesamte Trockenpartie
geführt und dann die Materialbahn breit gefahren. Damit kann ein Überführen mit geringem
Bahnzug auch dann gewährleistet werden, wenn ein Überführen der gesamten Materialbahn
bis zum Abnahmetrockenzylinder nicht erfolgreich ist.
[0014] Im Falle eines Abrisses der Materialbahn in der Trockenpartie nach dem Abnahmetrockenzylinder
wird bevorzugt ein Wegführen der Restbahn nach dem Abnahmetrockenzylinder und von
dort wieder ein Überführen des dabei abgetrennten Streifens unter Deaktivierung oder
Leistungsreduzierung der auf den Abnahmetrockenzylinder folgenden Stabilisiereinrichtung
und bevorzugt unter voller Aktivierung einer oder mehrerer Stabilisiereinrichtungen
vor dem Abnahmetrockenzylinder durchgeführt und dann die Bahn breit gefahren. Dies
hat den Vorteil, dass die kritischste Stelle direkt zu Beginn der Trockenpartie überbrückt
ist. Dabei ist festzustellen, dass in der Regel mehr als 80 % der Abrisse nach dem
Abnahmetrockenzylinder auftreten.
[0015] Die abgetrennte Restbahn der Materialbahn wird bevorzugt einem Pulper oder einer
sonstigen Ausschussbehandlung zugeführt, wobei der Pulper oder die sonstige Ausschussbehandlungseinrichtung
direkt im Bereich der Wegführung der Restbahn oder entfernt hiervon angeordnet sein
kann. Im zweiten Fall erfolgt die Zufuhr über eine Transporteinrichtung.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung einer Materialbahn, insbesondere
Papierbahn, weist bevorzugt Überführhilfsmittel wie Blasrohre und Injektorfelder an
den Ausgangspunkten der Bahnüberführung auf. Damit kann die Überführung weiter verbessert
werden.
[0017] Ebenfalls bevorzugt sind an den Abnahmetrockenzylindern Abnahmeschaber vorgesehen,
wobei der Abnahmeschaberpunkt im Querschnitt durch den Abnahmetrockenzylinder betrachtet
auf einer Geraden liegt, die durch den Mittelpunkt des Abnahmetrockenzylinders geht
und die zugeordnete Stabilisatorwalze tangential berührt oder von deren Oberfläche
einen Abstand aufweist. Der Abstand beträgt bevorzugt mehr als 20 mm, weiter bevorzugt
mehr als 50 mm, insbesondere mehr als 100 mm. Es hat sich gezeigt, dass damit eine
gute Stabilisierung und Bahnüberführung gewährleistet werden kann.
[0018] Vorzugsweise ist zwischen dem ersten und dem zweiten Trockenzylinder eine Vorrichtung
zur Abrisserkennung der Papierbahn angeordnet, mit welcher ein Bahnabriss detektiert
werden kann.
[0019] Zur Abschaltung und/oder Leistungsreduzierung der Stabilisiereinrichtungen ist bevorzugt
eine entsprechende Steuerung vorgesehen.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Es zeigt als einzige Figur
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Teil der Trockenpartie einer erfindungsgemäßen Papiermaschine.
[0021] Die dargestellte Papiermaschine umfasst eine auf eine letzte Walze 1 einer Pressenpartie
folgende einreihige Trockenpartie 2 mit mehreren Trockenzylindern 3 und zwischen aufeinander
folgenden Trockenzylindern 3 angeordneten Stabilisatorwalzen 4. Die Stabilisatorwalzen
4 sind dabei jeweils mit einer Stabilisiereinrichtung 5 ausgerüstet.
[0022] Vor dem ersten Trockenzylinder 3
1 sind hier nicht im einzelnen dargestellte Mittel zum Auftrennen der Papierbahn 6
in einen Streifen und eine Restbahn vorgesehen. Nach der zweiten Trockenwalze 3
2 sind Mittel zum Wegführen der Restbahn der in voller Breite über die Trockenzylinder
3
1 und 3
2 und die Stabilisatorwalze 4
1 geführten Papierbahn 6 angeordnet. Diese umfassen einen Abnahmeschaber 7 an der zweiten
Trockenwalze 3
2 sowie weitere, nicht im einzelnen dargestellte Überführhilfsmittel wie Blasrohre
und Injektorfelder. Der Abnahmeschaberpunkt, d.h., die Spitze 8 des Abnahmeschabers
7 liegt auf einer Geraden I, die einerseits durch den Mittelpunkt 9 des zweiten Trockenzylinders
3
2 geht und andererseits einen Abstand a
2 zur Mantelfläche 10 der zweiten Stabilisatorwalze 4
2 aufweist, der bevorzugt größer ist als 20 mm, weiter bevorzugt größer als 50 mm und
insbesondere größer als 100 mm. Die zugehörige zweite Stabilisiereinrichtung 5
2 ist abschaltbar oder zumindest in ihrer Leistung reduzierbar. Dies erfolgt beispielsweise
durch Ventile oder Klappen.
[0023] Zwischen dem ersten Trockenzylinder 3
1 und dem zweiten Trockenzylinder 3
2 sind ebenfalls Mittel zum Wegführen einer Restbahn der Papierbahn 6 angeordnet. Diese
umfassen ebenfalls einen Abnahmeschaber 11, dessen Spitze 12 auf einer Geraden II
liegt, die durch den Mittelpunkt 13 des ersten Trockenzylinders 3
1 geht und einen Abstand a
1 von der Mantelfläche 14 der ersten Stabilisatorwalze 4
1 aufweist. Auch dieser Abstand beträgt wiederum bevorzugt mehr als 20 mm, weiter bevorzugt
mehr als 50 mm und insbesondere mehr als 100 mm. Auch der der ersten Stabilisatorwalze
4
1 zugeordnete Stabilisator 5
1 ist abschaltbar ausgebildet oder zumindest in seiner Leistung reduzierbar, wofür
wiederum Ventile oder Klappen verwendet werden können. Darüber hinaus sind auch hier
im Einzelnen nicht dargestellte Überführhilfsmittel wie Blasrohre und Injektorfelder
vorgesehen.
[0024] Unterhalb der beiden Wegführbereiche bei den beiden Abnahmeschabern 7 und 11 ist
ein hier nicht dargestellter Pulper oder eine sonstige Ausschussbehandlungseinrichtung
oder eine Transporteinrichtung zu einer solchen Einrichtung angeordnet. Im übrigen
stimmt die Papiermaschine mit einer herkömmlichen Papiermaschine überein.
[0025] Mit der dargestellten Papiermaschine kann eine Papierbahn 6 von einer Pressenpartie
in eine Trockenpartie 2 überführt werden, wobei die in einen Aufführstreifen und eine
Restbahn aufgetrennte Papierbahn 6 in voller Breite bis auf den zweiten Trockenzylinder
3
2 geführt und erst nach dem zweiten Trockenzylinder 3
2 die Restbahn weggeführt wird. Der Aufführstreifen wird bei deaktiviertem zweiten
Stabilisator 5
2 sodann durch die gesamte Trockenpartie 2 geführt. Ist der Streifen am letzten Trockenzylinder
stabilisiert, wird die Papierbahn 6 breit gefahren. Während dieser Überführung bleibt
der erste Stabilisator 5
1 voll aktiviert. Dadurch ist eine erhebliche Reduzierung des Bahnzugs möglich.
[0026] Ist das beschriebene Überführen der Papierbahn 6 bis zum zweiten Trockenzylinder
3
2 nicht erfolgreich, so wird die Papierbahn 6 am ersten Trockenzylinder 3
1 abgeschlagen, d.h., die Restbahn weggeführt. Der Überführstreifen wird dann bei deaktiviertem
ersten Stabilisator 5
1 bis auf den zweiten Trockenzylinder 3
2 überführt. Dann wird die Papierbahn 6 am ersten Trockenzylinder 3
1 breit gefahren und es erfolgt das oben beschriebene Wegführen der Restbahn 6 am zweiten
Trockenzylinder 3
2 und deaktiviertem zweiten Stabilisator 5
2, aber voll aktiviertem ersten Stabilisator 5
1.
[0027] Erfolgt ein Bahnabriss nach dem zweiten Trockenzylinder 3
2, so wird ein Überführen der Papierbahn 6 in derselben Weise durchgeführt. Das heißt,
die Restbahn der in einen Aufführstreifen und eine Restbahn aufgetrennten Papierbahn
6 wird am zweiten Trockenzylinder 3
2 weggeführt. Die Restbahn wird in den Pulper oder eine sonstige Ausschussbehandlungseinrichtung
abgeführt und der Streifen wird bei deaktiviertem zweiten Stabilisator 5
2 ausgehend vom zweiten Trockenzylinder 3
2 durch den Rest der Trockenpartie 2 geführt, bis der Streifen am letzten Trockenzylinder
stabilisiert ist. Dann wird die Papierbahn 6 am zweiten Trockenzylinder 3
2 wieder breit gefahren. Auch hier ergibt sich ein reduzierter Bahnzug.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Presswalze
- 2
- Trockenpartie
- 31 bis 33
- Trockenzylinder
- 41, 42
- Stabilisatorwalze
- 51, 52
- Stabilisiereinrichtung
- 6
- Papierbahn
- 7
- Abnahmeschaber
- 8
- Abnahmeschaberspitze
- 9
- Mittelpunkt von 32
- 10
- Mantel von 42
- 11
- Abnahmeschaber
- 12
- Abnahmeschaberspitze
- 13
- Mittelpunkt von 31
- 14
- Mantelfläche von 41
- I
- Gerade
- II
- Gerade
- a1
- Abstand
- a2
- Abstand
1. Verfahren zum Überführen einer Materialbahn, insbesondere Papierbahn (6), von einer
Pressenpartie zu einer Trockenpartie (2), insbesondere in einer Papiermaschine oder
dergleichen, bei welchem die Materialbahn (6) in einen Streifen und eine Restbahn
aufgetrennt, die Restbahn nach einem als Abnahmetrockenzylinder dienenden Trockenzylinder
(32) weggeführt und zunächst nur der so abgetrennte Streifen durch die gesamte Trockenpartie
(2) geführt und dann die Materialbahn (6) breit gefahren wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Wegführen der Materialbahn (6) erst nach dem zweiten Trockenzylinder (32) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Wegführen zwischen dem zweiten Trockenzylinder (32) und dem dritten Trockenzylinder (33) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
vor dem zweiten Trockenzylinder (32) eine Stabilisiereinrichtung (51) angeordnet ist und dass diese Stabilisiereinrichtung (51) während dem Überführen voll aktiviert bleibt.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei oder mehr Trockenzylinder vor dem Abnahmetrockenzylinder vorhanden sind, die
jeweils eine Stabilisiereinrichtung aufweisen, und dass zwei oder mehr dieser Stabilisiereinrichtungen
beim Überführen voll aktiviert bleiben.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
auf den Abnahmetrockenzylinder (32) eine Stabilisiereinrichtung (52) folgt und dass diese Stabilisiereinrichtung (52) beim Überführen der Materialbahn (6) deaktiviert oder in ihrer Leistung reduziert
wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass
bei erfolglosem Überführen der vollen Materialbahn (6) auf den Abnahmetrockenzylinder
(32) ein Wegführen der Restbahn nach einem vor dem Abnahmetrockenzylinder (32) angeordneten Trockenzylinder (31) durchgeführt wird, der dabei abgetrennte Streifen der Materialbahn (6) unter Deaktivierung
oder Leistungsreduzierung eines oder mehrerer Stabilisiereinrichtungen (51) vor dem Abnahmetrockenzylinder (32) auf den Abnahmetrockenzylinder (32) überführt, dann die Materialbahn (6) in voller Breite zum Abnahmetrockenzylinder
(32) geführt, danach nach dem Abnahmetrockenzylinder (32) die Restbahn weggeführt und der dabei gebildete Streifen der Materialbahn (6) durch
die gesamte Trockenpartie (2) geführt und dann die Materialbahn (6) breit gefahren
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei einem Abriss der Materialbahn (6) in der Trockenpartie (2) nach dem Abnahmetrockenzylinder
(32) ein Wegführen der Restbahn (6) nach dem Abnahmetrockenzylinder (2) und von dort
wieder ein Überführen des dabei abgetrennten Streifens unter Deaktivierung oder Leistungsreduzierung
der auf den Abnahmetrockenzylinder (32) folgenden Stabilisiereinrichtung (52) und bevorzugt voller Aktivierung einer oder mehrerer Stabilisiereinrichtungen (51) vor dem Abnahmetrockenzylinder (32) durchgeführt und sodann die Materialbahn (6) breit gefahren wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Restbahn einem Pulper oder einer sonstigen Ausschussbehandlung zugeführt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Papierbahn (6) bereits vor dem ersten Trockenzylinder (31) in einen Aufführstreifen und eine Restbahn aufgetrennt wird.
10. Vorrichtung zur Herstellung einer Materialbahn, insbesondere Papierbahn (6), mit einer
Pressenpartie, einer Trockenpartie (2) und Mitteln zum Überführen der Materialbahn
(6) von der Pressenpartie zur Trockenpartie (2), umfassend Mittel (7) zum Auftrennen
der Materialbahn (6) in einen Streifen und eine Restbahn und Mittel zum Wegführen
der Restbahn nach einem als Abnahmetrockenzylinder dienenden Trockenzylinder (32),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel (7) zum Wegführen der Restbahn (6) nach dem zweiten Trockenzylinder (32) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel (7) zum Wegführen der Restbahn (6) zwischen dem zweiten Trockenzylinder
(32) und dem dritten Trockenzylinder (33) angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Trockenzylinder (31) eine Stabilisiereinrichtung (51) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stabilisiereinrichtung (51) abschaltbar und/oder in ihrer Leistung reduzierbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei oder mehr Trockenzylinder vor dem Abnahmetrockenzylinder vorhanden sind und jeweils
eine Stabilisiereinrichtung aufweisen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei oder mehr dieser Stabilisiereinrichtungen abschaltbar und/oder in ihrer Leistung
reduzierbar sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
nach dem Abnahmetrockenzylinder (32) eine abschaltbare und/oder in ihrer Leistung reduzierbare Stabilisiereinrichtung
(52) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
zusätzlich nach einem vor dem Abnahmetrockenzylinder (32) angeordneten Trockenzylinder (31) ebenfalls Mittel (11) zum Wegführen der Restbahn (6) vorhanden sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Wegführstelle ein Pulper, eine sonstige Ausschussbehandlungseinrichtung oder
eine Transporteinrichtung zu einer solchen Einrichtung vorgesehen ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
Überführhilfsmittel wie Blasrohre und Injektorfelder an den Ausgangspunkten der Materialbahnüberführung
vorgesehen sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
an den Abnahmetrockenzylindern (31, 32) Abnahmeschaber (7, 11) vorgesehen sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Querschnitt durch den Abnahmetrockenzylinder (31, 32) betrachtet der Abnahmeschaberpunkt auf einer Geraden (I, II) liegt, die durch den
Mittelpunkt (9, 13) des Abnahmetrockenzylinders (31, 32) geht und die zugeordnete Stabilisatorwalze (41, 42) tangential berührt oder von deren Mantelfläche (10, 14) einen Abstand (a1, a2) aufweist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand (a1, a2) größer als 20 mm, bevorzugt größer als 50 mm, insbesondere größere als 100 mm beträgt.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Stabilisatorsteuerung vorgesehen ist, durch welche der oder die Stabilisiereinrichtungen
(51, 52) abschaltbar und/oder in ihrer Leistung reduzierbar sind.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Auftrennen der Papierbahn (6) in einen Aufführstreifen und eine Restbahn
vor dem ersten Trockenzylinder (31) angeordnet sind.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 24,
dadurch gekennzeichnet dass
zwischen dem ersten Trockenzylinder (31) und dem zweiten Trockenzylinder (32) eine Abrisserkennungseinrichtung angeordnet ist.