[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Profilschiene zum Positionieren eines Befestigungselements
in einer zwischen zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut bei
der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit und ein Verfahren zum Herstellen
einer Mehrfachverglasungseinheit.
[0002] Aus der Druckschrift
DE 195 47 444 A1 ist ein Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit bekannt, wobei
die mit dem herkömmlichen Verfahren fertiggestellte Mehrfachverglasungseinheit zwei
Flächenelemente aufweist, welche voneinander beabstandet einander gegenüberliegend
positioniert sind, und welche zwischen sich einen mit einem sich umfangsmäßig erstreckenden
Abstandshalter begrenzten Gasraum bestimmen. Bei dieser bekannten Mehrfachverglasungseinheit
dient ein sich zwischen dem Abstandshalter und jeder der Flächenelemente erstreckender
aus einem Harz bestehender Materialkranz bzw. Harzkranz dazu, die voneinander beabstandeten
Flächenelemente in Position zu halten. Des weiteren ist in dem Harzkranz ein Befestigungselement
eingelassen, um eine Einrichtung zum Befestigen der Mehrfachverglasungseinheit an
einer Trägerstruktur zu bilden. Das Befestigungselement weist dabei die Form eines
im Querschnitt U-förmigen Profils mit zwei über einen Verbindungsabschnitt miteinander
verbundenen Schenkelabschnitten auf und ist so ausgebildet, dass es einen nach außen
offenen Kanal bestimmt, der zur Aufnahme eines komplementär zur Querschnittsformgebung
des Kanals ausgebildeten Trägerelements der Trägerstruktur dient.
[0003] Zur Herstellung einer derartigen Mehrfachverglasungseinheit wird in der Druckschrift
DE 195 47 444 A1 vorgeschlagen, das Befestigungselement an einem Randabschnitt der beiden letztendlich
die Mehrfachverglasungseinheit ausbildenden Flächenelemente zunächst nur provisorisch
zu fixieren. Anschließend soll der Harzkranz in der mit den beiden beabstandeten Flächenelementen
und dem Abstandselement gebildeten Nut ausgebildet werden, und zwar indem in diese
Nut ein vorzugsweise Harzmaterial derart eingebracht wird, dass das an dem Randabschnitt
des Flächenelements provisorisch fixierte Befestigungselement von dem Harzmaterial
umschlossen und in diesem nach Aushärten des Harzmaterials dauerhaft kraftschlüssig
gehalten wird.
[0004] Im Hinblick auf das provisorische Fixieren des Befestigungselements an dem einen
Randabschnitt der beiden Flächenelemente ist beim Stand der Technik vorgesehen, unter
Verwendung eines Klebstoffes oder eines doppelseitigen Klebebandes das Befestigungselement
mit einem seiner Schenkelabschnitte auf den betreffenden Randabschnitt aufzukleben.
Bei der Herstellung der Mehrfachverglasungseinheit sollte dies vorzugsweise erfolgen,
bevor die beiden Flächenelemente in der gegenüberliegenden und voneinander beabstandeten
Beziehung relativ zueinander angeordnet werden.
[0005] Da vor dem Anordnen der beiden Flächenelemente das Befestigungselement bereits auf
dem Randabschnitt eines der beiden Flächenelementes aufgeklebt wurde, liegt nach dem
Anordnen der beiden Flächenelemente dieses Befestigungselement unmittelbar angrenzend
an dem Randabschnitt des einen Flächenelements und innerhalb der mit den jeweiligen
Randabschnitten der Flächenelemente und dem Abstandshalter gebildeten Nut.
[0006] Mit dem bekannten Verfahren ist es somit möglich, eine für eine Strukturverglasungstechnik
geeignet einbaufertige Mehrfachverglasungseinheit herzustellen. Diese Strukturverglasungstechnik
ermöglicht es, beispielsweise Fassaden derart mit einer Strukturverglasung zu verkleiden,
ohne dass nach außen hin sichtbare Trägerprofile verbleiben.
[0007] Das aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren zum Herstellen einer derartigen
Mehrfachverglasungseinheit weist allerdings den Nachteil auf, dass bei der provisorischen
Fixierung des Befestigungselements an dem Randabschnitt des einen Flächenelements
eine genaue Positionierung des Befestigungselements in der mit den jeweiligen Randabschnitten
der Flächenelemente und dem Abstandshalter gebildeten Nut relativ zeit- und arbeitsintensiv
ist. Um kontinuierlich eine hohe Qualität der fertiggestellten Mehrfachverglasungseinheiten
zu ermöglichen, ist es allerdings insbesondere erforderlich, dass bei der provisorischen
Fixierung des Befestigungselements an dem Randabschnitt des einen Flächenelements
die freien Enden der Schenkelabschnitte des Befestigungselements möglichst bündig
mit den jeweiligen Kanten der beiden Flächenelemente abschließen, und vor allem nicht
über das Niveau der jeweiligen Kanten der Flächenelemente hinausstehen. Ansonsten
besteht die Gefahr, dass bei der fertiggestellten Mehrfachverglasungseinheit das Befestigungselement
nicht in optimaler Weise das Trägerelement der Trägerstruktur aufnehmen kann.
[0008] Um die erforderliche Positioniergenauigkeit des Befestigungselements in der zwischen
den beiden beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut zu erreichen, ist es bei
dem aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit
erforderlich, in kontrollierter Weise zunächst das Klebeband oder den Klebstoff auf
den Randabschnitt des Flächenelements bzw. auf den Schenkelabschnitt des in Gestalt
eines im Querschnitt U-förmigen Profils ausgebildeten Befestigungselement aufzubringen.
Anschließend muss das Befestigungselement möglichst genau am Randabschnitt des Flächenelements
positioniert und angedrückt werden. Diese sowohl für das Positionieren des Befestigungselements
in der zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut, als auch
für das provisorische Fixieren des Befestigungselements an dem Randabschnitt des einen
Flächenelements erforderlichen Arbeitsschritte sollten von Fachkräften durchgeführt
und kontrolliert werden, infolgedessen der Herstellungsprozess der Mehrfachverglasungseinheit
nicht nur verhältnismäßig zeit- sondern auch arbeitsintensiv ist.
[0009] Andererseits ist es bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren nicht oder
nur mit großem Aufwand möglich, das Befestigungselement nachträglich in der zwischen
den beiden beabstandeten Flächenelementen und dem Abstandshalter ausgebildeten Nut
zu positionieren, d.h. nachdem die beiden Flächenelemente in ihrer gegenüberliegenden
und voneinander beabstandeten Beziehung angeordnet wurden. Auch ist es nicht möglich,
das Befestigungselement in der Nut derart provisorisch zu fixieren, dass das Befestigungselement
nicht unmittelbar an einem Randabschnitt eines der beiden Flächenelemente angrenzt.
[0010] Von daher ist das aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren nicht zum Herstellen
von Mehrfachverglasungseinheiten geeignet, bei denen das Befestigungselement beispielsweise
mittig zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen anzuordnen ist.
[0011] Auf der Grundlage der zuvor geschilderten Problemstellung liegt somit der vorliegenden
Erfindung die primäre Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit
anzugeben, bei welchem vor oder nach dem zum Ausbilden eines Materialkranzes erfolgten
Einbringen eines Füllmaterials, insbesondere eines Harz- oder Silikonmaterials, in
der zwischen den beiden Flächenelementen ausgebildeten Nut das Befestigungselements
in der zwischen den beiden Flächenelementen ausgebildeten Nut wesentlich einfacher
positioniert und provisorisch fixiert werden kann, ohne dass die erforderliche Positioniergenauigkeit
des Befestigungselements in der Nut verschlechtert wird. Insbesondere soll ein leicht
zu realisierendes Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit angegeben
werden, bei welchem mit einer reduzierten Anzahl von Arbeitsschritten Mehrfachverglasungseinheiten
mit durchgehend guter Qualität herstellbar sind.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei der Herstellung der Mehrfachverglasungseinheit
eine Profilschiene mit zumindest einem ersten Schenkelabschnitt, einem zweiten Schenkelabschnitt
und einem den ersten und zweiten Schenkelabschnitt verbindenden Brückenabschnitt zum
Einsatz kommt, wobei der zweite Schenkelabschnitt der Profilschiene lösbar mit dem
Brückenabschnitt verbunden ist und ein im Querschnitt im wesentlichen U-förmiges Profilelement
aufweist, und wobei das in der zwischen den beiden Randabschnitten der Flächenelemente
ausgebildeten Nut zu positionierende Befestigungselement durch das im Querschnitt
im wesentlichen U-förmiges Profilelement der Profilschiene ausgebildet wird.
[0013] Im Hinblick auf die bei der Herstellung der Mehrfachverglasungseinheit zum Einsatz
kommenden Profilschiene ist dabei vorgesehen, dass die ersten und zweiten Schenkelabschnitte
derart auf dem Brückenabschnitt ausgebildet sind, dass die Profilschiene mit zumindest
einem Randabschnitt der beiden Flächenelemente kraftschlüssig verbindbar ist, so dass
der zumindest eine Randabschnitt in einem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt
gebildeten Zwischenraum aufgenommen und der zweite Schenkelabschnitt in der zwischen
den beiden voneinander beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut gehalten wird.
[0014] Die mit der Verwendung der Profilschiene bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit
erzielbaren Vorteile liegen insbesondere darin, dass mit der Profilschiene das Befestigungselement
in der zwischen den jeweiligen Randabschnitten der beiden voneinander beabstandeten
Flächenelementen gebildeten Nut in besonders leichter und fehlerfreien Weise optimal
positioniert werden kann. Dadurch, dass die Profilschiene mit zumindest einem der
beiden Randabschnitte der Flächenelemente kraftschlüssig verbindbar ist, kann auf
eine Verklebung des Befestigungselements am Randabschnitt eines der beiden Flächenelemente
vollständig verzichtet werden. Vielmehr kommt bei der vorgeschlagenen Lösung eine
Profilschiene zum Einsatz, die beispielsweise wie eine Klemme über den Randabschnitt
eines der beiden Flächenelemente aufgesteckt wird. Dabei ist diese Klemme derart ausgebildet,
dass die Profilschiene kraftschlüssig mit zumindest einem Randabschnitt der beiden
Flächenelemente in einem kraftschlüssigen Eingriff steht und das im Querschnitt im
wesentlichen U-förmige Profilelement des zweiten Schenkelabschnittes in einer vorgebbaren
Position innerhalb der Nut zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen hält.
[0015] Im Hinblick auf das Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit ist
im einzelnen vorgesehen, dass zunächst die Profilschiene mit dem zumindest einen ersten
Schenkelabschnitt, dem zweiten Schenkelabschnitt und dem den ersten und zweiten Schenkelabschnitt
verbindenden Brückenabschnitt und zwei vorzugsweise glasartige Flächenelemente bereitgestellt
werden. Anschließend werden die beiden Flächenelemente in einer gegenüberliegenden
und voneinander beabstandeten Beziehung angeordnet, wobei der Abstand zwischen den
Flächenelementen mit einem zwischen den Flächenelementen angeordneten Abstandshalter
definiert wird, und wobei die beiden Flächenelemente derart angeordnet werden, dass
einerseits zwischen den beabstandeten Flächenelementen und dem Abstandshalter ein
Gasraum eingeschlossen wird, und dass andererseits mit den jeweiligen Randabschnitten
der Flächenelemente und dem Abstandshalter eine sich zumindest teilweise umfangsmäßig
erstreckende Nut gebildet wird. Danach wird in der Nut ein Materialkranz ausgebildet,
und zwar indem ein Füllmaterial, insbesondere ein Harz- oder Silikonmaterial, in die
Nut eingebracht wird.
[0016] Erfindungsgemäß ist bei dem Verfahren vorgesehen, dass entweder vor oder nach dem
Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes in der Nut die Profilschiene
auf die mit den jeweiligen Randabschnitten der Flächenelemente und dem Abstandshalter
gebildete Nut derart aufgesteckt wird, dass zumindest ein Randabschnitt der beiden
Flächenelemente in einem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt der
Profilschiene gebildeten Zwischenraum aufgenommen und der zweite Schenkelabschnitt
der Profilschiene in der zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen gebildeten
Nut gehalten wird. Schließlich wird die Verbindung zwischen dem zweiten Schenkelabschnitt
und dem Brückabschnitt der Profilschiene getrennt, um die Mehrfachverglasungseinheit
mit dem im Materialkranz gehaltenen Befestigungselement zu erhalten.
[0017] Wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Verfahrensschritt des Aufsteckens der
Profilschiene auf die Nut vor dem Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes
in der Nut erfolgt, ist es bevorzugt, dass beim Verfahrensschritt des Ausbildens des
Materialkranzes in der Nut das Füllmaterial derart in die Nut eingebracht wird, dass
der zweite Schenkelabschnitt der Profilschiene von dem Füllmaterial zumindest teilweise
umschlossen wird.
[0018] Wenn andererseits bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Verfahrensschritt des Aufsteckens
der Profilschiene auf die Nut nach dem Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes
in der Nut erfolgt, ist es bevorzugt, dass die Profilschiene derart auf die Nut aufgesteckt
wird, dass der zweite Schenkelabschnitt der Profilschiene von dem in die Nut eingebrachten
Füllmaterial zumindest teilweise umschlossen wird.
[0019] In einer bevorzugten Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zum Ausbilden
eines Materialkranzes in der Nut als Füllmaterial ein vorzugsweise bei Raumtemperatur
aushärtbares Harzmaterial oder ein vorzugsweise bei Raumtemperatur polymerisierbares
Silikonmaterial verwendet. Bei dem Silikonmaterial sollte es sich in vorteilhafter
Weise um ein Material handeln, welches im polymerisierten Zustand zumindest teilweise
dauerelastisch ist. Selbstverständlich kommen hier aber auch andere Materialien in
Frage.
[0020] Vorteilhafte Weiterbildungen der bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit
zum Einsatz kommenden Profilschiene zum Positionieren und provisorischen Fixieren
eines Befestigungselementes in der zwischen den beiden Randabschnitten der Flächenelemente
gebildeten Nut sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0021] So ist in einer besonders bevorzugten Realisierung vorgesehen, dass die ersten und
zweiten Schenkelabschnitte der Profilschiene derart auf dem Brückenabschnitt der Profilschiene
ausgebildet sind, dass die Profilschiene über zumindest einen der beiden Randabschnitte
der Flächenelemente steckbar ist. Insbesondere ist es hierbei denkbar, dass die ersten
und zweiten Schenkelabschnitte derart auf dem Brückenabschnitt ausgebildet sind, dass
die Profilschiene über zumindest einen Randabschnitt der beiden Flächenelemente steckbar
ist, so dass der zumindest eine Randabschnitt in dem zwischen dem ersten und dem zweiten
Schenkelabschnitt gebildeten Zwischenraum formschlüssig aufgenommen und die Profilschiene
in der Nut zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen der Mehrfachverglasungseinheit
kraft- und formschlüssig gehalten wird.
[0022] Dieses kraft- und formschlüssige Halten des zweiten Schenkelabschnittes der Profilschiene
in der Nut zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen der Mehrfachverglasungseinheit
wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass zumindest einer der ersten Schenkelabschnitt
zumindest einen im wesentlichen senkrecht zum Brückenabschnitt verlaufenden Seitensteg
aufweist, wobei der Abstand zwischen dem Seitensteg des ersten Schenkelabschnittes
und der dem ersten Schenkelabschnitt zugewandten Seite des im Querschnitt im wesentlichen
U-förmigen Profilelementes des zweiten Schenkelabschnitts im wesentlichen identisch
mit der Dicke desjenigen Randabschnittes des Flächenelementes ist, der in dem zwischen
dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt gebildeten Zwischenraum aufgenommen wird,
wenn die Profilschiene über den Randabschnitt des Flächenelements gesteckt ist.
[0023] Alternativ oder zusätzlich hierzu ist es allerdings auch denkbar, dass wenigstens
ein erster Schenkelabschnitt zumindest einen im wesentlichen senkrecht zum Brückenabschnitt
verlaufenden Seitensteg mit zumindest einen vom Seitensteg in Richtung zum zweiten
Schenkelabschnitt abstehenden Haltesteg aufweist, wobei der Abstand zwischen dem zumindest
einen Seitensteg des ersten Schenkelabschnittes und der dem ersten Schenkelabschnitt
zugewandten Seite des im Querschnitt im wesentlichen U-förmig ausgebildeten Profilelements
des zweiten Schenkelabschnittes größer als die Dicke desjenigen Randabschnittes des
Flächenelements ist, der in dem zwischen dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt
gebildeten Zwischenraum aufgenommen wird, wenn die Profilschiene über den Randabschnitt
des Flächenabschnittes gesteckt ist, wobei der zumindest eine vom Seitensteg abstehende
Haltesteg derart ausgebildet ist, dass er, wenn die Profilschiene über den Randabschnitt
des Flächenelements gesteckt ist, an die dem ersten Schenkelabschnitt zugewandte Seite
desjenigen Flächenelements anstößt, dessen Randabschnitt in dem zwischen dem ersten
und dem zweiten Schenkelabschnitt gebildeten Zwischenraum aufgenommen ist.
[0024] In einer besonders bevorzugten Realisierung des zumindest einen vom Seitensteg des
ersten Schenkelabschnittes abstehenden Haltesteges ist vorgesehen, dass dieser Haltesteg
als ein in Richtung zum zugehörigen Seitensteg nachgiebiges, vorzugsweise blattförmiges
Element ausgeführt ist. Denkbar allerdings wäre auch alternativ oder zusätzlich hierzu,
dass der zumindest eine von dem zumindest einen Seitensteg des ersten Schenkelabschnittes
abstehende Haltesteg aus einem flexiblen Material gebildet ist und eine im Vergleich
zum Material des Seitenstegs weiche Konsistenz aufweist.
[0025] Um zu erreichen, dass das Befestigungselement nicht nur unmittelbar angrenzend an
dem Randabschnitt eines der beiden Flächenelemente positionierbar ist, ist in einer
bevorzugten Weiterentwicklung der bei der Herstellung der Mehrfachverglasungseinheit
zum Einsatz kommenden Profilschiene vorgesehen, dass die Profilschiene insgesamt zwei
erste Schenkelabschnitte aufweist, die derart mit dem Brückenabschnitt verbunden sind,
dass der zweite Schenkelabschnitt zwischen den beiden ersten Schenkelabschnitten angeordnet
ist, und dass jeweils zwischen einem der ersten Schenkelabschnitte und dem zweiten
Schenkelabschnitt ein Zwischenraum gebildet wird, wobei die beiden ersten Schenkelabschnitte
derart ausgebildet sind, dass die Profilschiene über beide Randabschnitte der Flächenelemente
steckbar ist, so dass die jeweiligen Randabschnitte der beiden Flächenelemente in
jeweils einem der mit den Schenkelabschnitten gebildeten Zwischenräume aufgenommen
werden und der zweite Schenkelabschnitt in der Nut zwischen den beiden beabstandeten
Flächenelementen gehalten wird.
[0026] In einer bevorzugten Realisierung der Profilschiene ist schließlich vorgesehen, dass
der zweite Schenkelabschnitt über eine Sollbruchstelle mit dem Brückenabschnitt verbunden
ist, womit erreicht werden kann, dass nach dem Ausbilden des Materialkranzes in der
zwischen den beiden beabstandet voneinander angeordneten Flächenelementen ausgebildeten
Nut, und vorzugsweise nach dem (zumindest teilweisen) Aushärten oder Polymerisieren
des zum Ausbilden des Materialkranzes verwendeten Füllmaterials, der zweite Schenkelabschnitt
von der Profilschiene bzw. von dem Brückenabschnitt abgetrennt werden kann.
[0027] Des weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass der Brückenabschnitt der Profilschiene
im Querschnitt zumindest gleich lang wie der Abstand zwischen den Flächenelementen
ist. Diese Maßnahme erleichtert das Einbringen des Füllmaterials in die Nut, um den
Materialkranz auszubilden.
[0028] Im Hinblick auf das im Querschnitt im wesentlichen U-förmige Profilelement des zweiten
Schenkelabschnittes ist vorzugsweise vorgesehen, dass dieses Profilelement zwei im
wesentlichen senkrecht zum Brückenabschnitt verlaufende Seitenstege aufweist, die
mit einem Verbindungsabschnitt miteinander verbunden sind, wobei der Verbindungsabschnitt
vorzugsweise in solch einer Weise geneigt ist, dass der Seitensteg, welcher benachbart
zu dem Flächenelement ist, welches in dem Zwischenraum zwischen dem ersten und dem
zweiten Schenkelabschnitt der Profilschiene aufgenommen ist, länger als der andere
Seitensteg ist. Der Neigungswinkel kann mehr als 10°, beispielsweise zwischen 10°
und 45°, vorzugsweise zwischen 25° und 40°, und am bevorzugsten 35° betragen.
[0029] Vorzugsweise ist das im Querschnitt im wesentlichen U-förmig ausgebildete Profilelement
des zweiten Schenkelabschnittes ferner derart ausgeführt, dass es eine Breite aufweist,
die geringer als der halbe Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Flächenelement
ist, wodurch ausreichend Raum zwischen dem Befestigungselement und dem jeweiligen
Flächenelement zum Einleiten des Füllmaterials geschaffen wird.
[0030] Weiterhin sollte das Befestigungselement vorzugsweise eine Tiefe aufweisen, die in
etwa zwischen 25 % und 75 % der Tiefe des vom Füllmaterials zu belegenden bzw. belegten
Raumes liegt. Dabei entspricht die Tiefe des vom Füllmaterials zu belegenden bzw.
belegten Raumes dem Abstand des Abstandshalters von den jeweiligen Kanten der Flächenelemente.
Dies gewährleistet, dass das Füllmaterial mit einer ausreichenden Fläche der jeweiligen
Flächenelemente in Verbindung steht, um eine zuverlässige kraftschlüssige Verbindung
damit zu schaffen, während gleichzeitig das im wesentlichen U-förmig ausgebildete
Profilelement eine ausreichende Tiefe aufweist, um während der Verwendung eine sichere
Befestigung der fertiggestellten Mehrfachverglasungseinheit zu gewährleisten.
[0031] Darüber hinaus ist es denkbar, eine Vielzahl von U-förmigen Profilelementen vorzusehen,
welche sich gemeinsam um die Mehrfachverglasungseinheit herum erstrecken. Vorzugsweise
ist eine Anzahl von Befestigungselementen vorgesehen, die sich gemeinsam im wesentlichen
vollständig um den Umfang der Mehrfachverglasungseinheit herum erstrecken. Dies hat
den Vorteil, dass die beste Befestigung der Mehrfachverglasungseinheit an der Trägerstruktur
geschaffen wird. Wenn die Mehrfachverglasungseinheit beispielsweise eine im Allgemeinen
rechtwinklige Gestalt besitzt, werden vorzugsweise vier Befestigungselemente vorgesehen,
von denen sich jedes entlang einer entsprechenden Kante der Mehrfachverglasungseinheit
erstreckt, wobei die Befestigungselemente zueinander im rechten Winkel angeordnet
sind. Alternativ hierzu können Befestigungselemente nur an zwei, beispielsweise voneinander
abgewandten Kanten der Mehrfachverglasungseinheit vorgesehen sein.
[0032] Die Profilschiene ist vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere einem
PVC-Material einstückig gebildet.
[0033] Um die größte Festigkeit der Anordnung aus Abstandshalter, Flächenelementen und Befestigungselementen
zu schaffen, erstreckt sich der Materialkranz vorzugsweise zumindest zwischen dem
Abstandshalter und jedem der Flächenelemente.
[0034] Vorzugsweise ist das Füllmaterial ein vorzugsweise bei Raumtemperatur aushärtbares
Harzmaterial oder ein vorzugsweise bei Raumtemperatur polymerisierbares Silikonmaterial.
Bei dem Silikonmaterial sollte es sich in vorteilhafter Weise um ein Material handeln,
welches im polymerisierten Zustand zumindest teilweise dauerelastisch ist. Selbstverständlich
kommen hier aber auch andere Materialien in Frage.
[0035] Nachfolgend werden anhand der beiliegenden Zeichnungen verschiedene bevorzugte Ausführungsformen
von Profilschienen gemäß der vorliegenden Erfindung sowie die Verwendung dieser bei
der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit erläutert. Es sei darauf hingewiesen,
dass die Erfindung nicht auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen
der Profilschiene beschränkt ist. Vielmehr sind jedwede Kombinationen der in den Patentansprüchen
angegebene Einzelmerkmalen denkbar.
[0036] Es zeigen:
- Fig. 1A - C:
- jeweils eine Querschnittsansicht einer Profilschiene gemäß einer ersten bevorzugten
Ausführungsform, welche bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit insbesondere
zum Positionieren und provisorischen Fixieren eines Befestigungselements in einer
zwischen zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut geeignet ist;
- Fig. 2:
- eine Querschnittsansicht einer Profilschiene gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform,
welche im Vergleich zur Profilschiene gemäß Fig. 1 einen verlängerten Brückenabschnitt
aufweist;
- Fig. 3:
- eine Profilschiene in Querschnittsansicht gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform,
welche bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit insbesondere dazu geeignet
ist, ein Befestigungselement in einer zwischen zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen
gebildeten Nut an einer Position provisorisch zu fixieren, bei welcher das Befestigungselement
nicht unmittelbar angrenzend an einem der Flächenelemente liegt;
- Fig. 4:
- eine vierte bevorzugte Ausführungsform einer Profilschiene in Querschnittsansicht,
welche im wesentlichen der in Fig. 3 gezeigten Profilschiene gemäß der dritten Ausführungsform
entspricht, und welche bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit insbesondere
dazu geeignet ist, gleichzeitig mehrere Befestigungselemente in einer zwischen zwei
voneinander beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut an jeweils einer Position
provisorisch zu fixieren, bei welcher das Befestigungselement nicht unmittelbar angrenzend
an einem der Flächenelemente liegt;
- Fig. 5A, B:
- jeweils in einer Querschnittsansicht eine noch nicht fertiggestellte Doppelverglasungseinheit
beim Aufklemmen einer Profilschiene gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform zum
Positionieren und provisorischen Fixieren des Befestigungselements in der zwischen
den beiden voneinander beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut;
- Fig. 6A, B:
- jeweils in einer Querschnittsansicht die in Fig. 5A bzw. Fig. 5B gezeigte Doppelverglasungseinheit
nach dem Aufklemmen der Profilschiene und nach dem Ausbilden eines Materialkranzes
in der zwischen den beiden voneinander beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut;
und
- Fig. 7A, B:
- jeweils in einer Querschnittsansicht die fertiggestellte Doppelverglasungseinheit
gemäß Fig. 5A bzw. Fig. 5B.
[0037] Unter Bezugnahme auf Fig. 1A bis Fig. 1C wird nachfolgend eine erste bevorzugte Ausführungsform
einer Profilschiene 1 zum Positionieren eines Befestigungselements 21 in einer zwischen
zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen gebildeten Nut bei der Herstellung
einer Mehrfachverglasungseinheit beschrieben.
[0038] Wie dargestellt, weist die Profilschiene 1 gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform
einen ersten Schenkelabschnitt 10, einen zweiten Schenkelabschnitt 20 und einen Brückenabschnitt
30, 31 zum Verbinden des ersten Schenkelabschnittes 10 mit dem zweiten Schenkelabschnitt
20 auf. Dabei ist vorgesehen, dass der erste Schenkelabschnitt 10 zwei im wesentlichen
parallel zueinander angeordnete Seitenstege 11 mit jeweils einem vom zugehörigen Seitensteg
11 abstehenden Haltesteg 12 aufweist. Die Haltestege 12 sind jeweils als ein in Richtung
zum Seitensteg 11 nachgiebiges, blattförmiges Element ausgeführt. An den jeweiligen
freien Enden der Haltestege 12 ist jeweils ein Anstoßelement 13 in Gestalt einer im
wesentlichen senkrecht zum Brückenabschnitt 30, 31 verlaufenden Seitenfläche vorgesehen.
An dieses Anschlagelement 13 stößt der Randabschnitt eines Flächenelementes an, wenn
die Profilschiene 1 über den Randabschnitt eines Flächenelementes gesteckt ist.
[0039] Der zweite Schenkelabschnitt 20 ist lösbar mit dem Brückenabschnitt 30, 31 verbunden
und weist ein im Querschnitt im wesentlichen U-förmiges Profilelement 21 auf, welches
bei der Verwendung der Profilschiene zur Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit
das Befestigungselement ausbildet. Wie in Fig. 7A und Fig. 7B gezeigt, bestimmt das
Befestigungselement 21 dabei einen Kanal, welcher im Hinblick auf die Mehrfachverglasungseinheit
100 nach außen hin offen ist, und welcher ausgelegt ist, ein nicht explizit gezeigtes
Trägerelement einer Trägerstruktur aufzunehmen.
[0040] Ausweislich Fig. 1A bis Fig. 1C weist im einzelnen das Befestigungselement 21 eine
Formgebung eines im Querschnitt U-förmigen Profils mit zwei Seitenstegen 22a und 22b
auf, die untereinander mit einem Verbindungsabschnitt 23 verbunden sind, welcher vorzugsweise
unter einem Winkel von ungefähr 35° geneigt ist. Damit kann erreicht werden, dass
bei der fertiggestellten Mehrfachverglasungseinheit 100, beispielsweise gemäß Fig.
7A und Fig. 7B, das Füllmaterial 106 den Raum N zwischen dem Abstandshalter 105 und
den Flächenelementen 101, 102 vollständig füllen kann.
[0041] Die lösbare Verbindung des zweiten Schenkelabschnittes 20 mit dem Brückenabschnitt
30, 31 erfolgt über eine Sollbruchstelle K, die beispielsweise als eine Einkerbung
beim Übergang zwischen dem zweiten Schenkelabschnitt 20 und dem Brückenabschnitt 30,
31 ausgeführt ist. Diese Verbindung zwischen dem Brückenabschnitt 30, 31 und dem zweiten
Schenkelabschnitt 20 dient dazu, dass der zweite Schenkelabschnitt 20 leicht und insbesondere
ohne Beschädigung für den zweiten Schenkelabschnitt 20 von dem Brückenabschnitt 30,
31 abgetrennt werden kann, wenn der zweite Schenkelabschnitt 20 mit dem im wesentlichen
U-förmigen Profilelement 21 bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit 100
in der zwischen zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102 gebildeten
Nut N mit einem Füllmaterial 106 gehalten wird.
[0042] Im einzelnen ist bei der in Fig. 1A bis Fig. 1C gezeigten Ausführungsform der Profilschiene
1 die Sollbruchstelle K zwischen dem zweiten Schenkelabschnitt 20 und dem Brückenabschnitt
30, 31 am Ende einer Stufe 31 des Brückenabschnittes 30, 31 derart vorgesehen, dass
der zweite Schenkelabschnitt 20 mit dem im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen
Profilelement 21 von einer in Fig. 1A gezeigten ersten Position in eine in Fig. 1C
gezeigte zweite Position (und umgekehrt) schwenkbar ist, wobei der Drehpunkt bei dieser
Schwenkbewegung an der Verbindungsstelle K zwischen dem Brückenabschnitt 30, 31 und
dem zweiten Schenkelabschnitt 20 liegt.
[0043] In der in Fig. 1C gezeigten zweiten Position steht der zweite Schenkelabschnitt 20
im wesentlichen senkrecht auf dem Brückenabschnitt 30, 31, wohingegen in der in Fig.
1A gezeigten ersten Position zumindest ein Seitenstegen 22b des im Querschnitt U-förmigen
Profils des Befestigungselements 21 im wesentlichen in der Ebene des Brückenabschnitts
30, 31 liegt.
[0044] Um den zweiten Schenkelabschnitt 20 mit dem im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen
Profilelement 21 in der in Fig. 1C gezeigten zweiten Position zu halten, ist ein Rastmechanismus
24, 32 vorgesehen, der ein erstes Rastglied 24 am freien Ende des Seitensteges 22a
und ein komplementär hierzu ausgebildetes zweites Rastglied 32 auf dem Brückenabschnitt
30, 31 aufweist. Die beiden Rastglieder 24, 32 sind - wie in Fig. 1B dargestellt -
in einen vorzugsweise lösbaren (formschlüssigen) Eingriff bringbar, wenn der zweite
Schenkelabschnitt 20 im wesentlichen senkrecht zum Brückenabschnitt 30, 31 steht.
[0045] Im einzelnen weist der Brückenabschnitt 30, 31 einen ersten Abschnitt 30 und einen
zweiten Abschnitt 31 auf, der im Hinblick auf die Ebene, in welcher der erste Abschnitt
30 liegt, stufenförmig ausgebildet ist. Bei dem in Fig. 1C dargestellten Zustand des
zweiten Schenkelabschnittes 20 der ersten Ausführungsform der Profilschiene 1 bildet
der stufenförmig ausgebildete zweite Abschnitt 31 des Brückenabschnittes 30, 31 eine
Abdeckung für das im Querschnitt im wesentlichen U-förmige Profilelement 21 aus, so
dass der zwischen den Seitenstegen 22a, 22b und dem Verbindungsabschnitt 23 liegende
offene Kanal des im wesentlichen U-förmigen Profilelements 21 dann entsprechend abgedeckt
ist. Diese mit dem zweiten Abschnitt 31 des Brückenabschnittes 30, 31 gebildete Abdeckung
verhindert, dass in den zwischen den Seitenstegen 22a, 22b und dem Verbindungsabschnitt
23 eingeschlossenen Raum Füllmaterial 106 eindringen kann, wenn die Profilschiene
1 bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit 100 verwendet wird.
[0046] Indem der zweite Abschnitt 31 des Brückenabschnittes 30, 31 stufenförmig ausgebildet
wird, kann erreicht werden, dass die Tiefe entsprechend eingestellt werden kann, mit
welcher bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit 100 das im Querschnitt
im wesentlichen U-förmige Profilelement 21 des zweiten Schenkelabschnittes 20 in der
zwischen den beiden voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102 der Mehrfachverglasungseinheit
100 gebildeten Nut N gehalten wird, wenn die Profilschiene 1 mit zumindest einem Randabschnitt
101', 102' der beiden Flächenelemente 101, 102 kraftschlüssig verbunden wird, so dass
der zumindest eine Randabschnitt 101', 102' in einem zwischen dem ersten und dem zweiten
Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten Zwischenraum P aufgenommen und der zweite Schenkelabschnitt
20 in der zwischen den beiden voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102
gebildeten Nut N gehalten wird. Es ist ersichtlich, dass je stärker die Stufenform
des zweiten Abschnittes 31 des Brückenabschnittes 30, 31 im Hinblick auf den ersten
Abschnitt 30 des Brückenabschnittes 30, 31 ausgebildet ist, desto tiefer ist das im
Querschnitt im wesentlichen U-förmige Profilelement 21 des zweiten Schenkelabschnittes
20 in der zwischen den beiden voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102
der Mehrfachverglasungseinheit 100 gebildeten Nut N positionierbar.
[0047] Die Einzelheiten der Profilschiene 1 gemäß der ersten Ausführungsform werden nachfolgend
im Zusammenhang mit Fig. 5 bis Fig. 7 beschrieben. Anhand dieser Figuren ist zu erkennen,
wie mit Hilfe der Profilschiene 1 eine Mehrfachverglasungseinheit 100 hergestellt
werden kann.
[0048] Im einzelnen zeigt die Zusammenschau der Figuren 1 und 5 bis 7, dass bei der Profilschiene
1 gemäß Fig. 1C die ersten und zweiten Schenkelabschnitte 10, 20 derart auf dem Brückenabschnitt
30, 31 ausgebildet sind, dass die Profilschiene 1 mit zumindest einem Randabschnitt
101', 102' der beiden die Mehrfachverglasungseinheit 100 ausbildenden Flächenelemente
101, 102 insbesondere kraftschlüssig verbindbar ist, so dass der zumindest eine Randabschnitt
101', 102' in dem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten
Zwischenraum P aufgenommen und der zweite Schenkelabschnitt 20 in der zwischen den
beiden voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102 gebildeten Nut N gehalten
wird.
[0049] Das Halten des zweiten Schenkelabschnittes 20 in der zwischen den beiden voneinander
beabstandeten Flächenelementen 101, 102 gebildeten Nut N dient bei der Herstellung
der Mehrfachverglasungseinheit 100 dazu, das im Querschnitt im wesentlichen U-förmige
Profilelement 21 des zweiten Schenkelabschnittes 20 in der Nut N zu positionieren
und provisorisch zu fixieren, bevor die Nut N mit dem Füllmaterial 106 aufgefüllt
wird.
[0050] Indem erfindungsgemäß die ersten und zweiten Schenkelabschnitte 10, 20 der Profilschiene
1 derart auf dem Brückenabschnitt 30 der Profilschiene 1 ausgebildet sind, dass -
wie insbesondere in Fig. 5A und Fig. 5B gezeigt - bei der Herstellung der Mehrfachverglasungseinheit
100 die Profilschiene 1 über zumindest einen Randabschnitt 101', 102' der beiden Flächenelemente
101, 102 steckbar ist, wobei zumindest ein Randabschnitt 101', 102' der beiden Flächenelemente
101, 102 der herzustellenden Mehrfachverglasungseinheit 100 in dem zwischen dem ersten
und dem zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten Zwischenraum P formschlüssig aufgenommen
wird, kann erreicht werden, dass mit der Profilschiene 1 das Befestigungselement 21
in der zwischen den jeweiligen Randabschnitten 101', 102' der beiden voneinander beabstandeten
Flächenelementen 101, 102 gebildeten Nut N in besonders leichter und fehlerfreien
Weise optimal positioniert werden kann.
[0051] Bei den in den Zeichnungen dargestellten Profilschienen 1 weist wenigstens ein erster
Schenkelabschnitt 10 zumindest einen im wesentlichen senkrecht zum Brückenabschnitt
30 verlaufenden Seitensteg 11 mit zumindest einem vom Seitensteg 11 in Richtung zum
zweiten Schenkelabschnitt 20 abstehenden Haltesteg 12 auf. Diese Ausführung ist besonders
dann geeignet, wenn der Abstand L zwischen dem zumindest einen Seitensteg 11 und der
dem ersten Schenkelabschnitt 10 zugewandten Seite des im Querschnitt im wesentlichen
U-förmig ausgebildeten Profilelementes 21 des zweiten Schenkelabschnittes 20 größer
als die Dicke des in dem zwischen dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt 10, 20
gebildeten Zwischenraum P aufzunehmenden Randabschnittes 101', 102' des Flächenelements
101, 102 ist.
[0052] Ausweislich Fig. 5A und Fig. 5B ist im Hinblick auf die Profilschiene 1 in diesem
Zusammenhang insbesondere vorgesehen, dass der zumindest eine vom Seitensteg 11 abstehende
Haltesteg 12 derart ausgebildet ist, dass er, wenn die Profilschiene 1 über den Randabschnitt
101' des Flächenelementes 101 gesteckt ist, an die dem ersten Schenkelabschnitt 10
zugewandte Seite des Flächenelements 101 anstößt, dessen Randabschnitt 101' in dem
zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten Zwischenraum
P aufgenommen ist.
[0053] Alternativ hierzu wäre es selbstverständlich auch denkbar, die Profilschiene 1 so
auszubilden, dass wenigstens ein erster Schenkelabschnitt 10 zumindest einen im wesentlichen
senkrecht zum Brückenabschnitt 30 verlaufenden Seitensteg 11 aufweist, wobei der Abstand
L zwischen dem zumindest einen Seitensteg 11 und der dem ersten Schenkelabschnitt
10 zugewandten Seite des im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Profilelements
21 des zweiten Schenkelabschnitts 20 im wesentlichen identisch mit der Dicke des in
dem zwischen dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten Zwischenraum
P aufzunehmenden Randabschnittes 101', 102' des Flächenelements 101, 102 ist.
[0054] Wenn allerdings die Profilschiene 1 derart ausgebildet ist, dass der Abstand L zwischen
dem zumindest einen Seitensteg 11 des ersten Schenkelabschnittes 10 und der dem ersten
Schenkelabschnitt 10 zugewandten Seite des im Querschnitt im wesentlichen U-förmig
ausgebildeten Profilelementes 21 des zweiten Schenkelabschnittes 20 größer ist als
die Dicke des in dem zwischen dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten
Zwischenraum P aufzunehmenden Randabschnittes 101', 102' des Flächenelements 101,
102, ist es bevorzugt, den zumindest einen von dem zumindest einen Seitensteg 11 des
ersten Schenkelabschnittes 10 abstehenden Haltesteg 12 als ein in Richtung zum zugehörigen
Seitensteg 11 nachgiebiges, vorzugsweise blattförmiges Element auszuführen. Denkbar
hierbei wäre es beispielsweise, dass der zumindest eine von dem zumindest einen Seitensteg
11 des ersten Schenkelabschnittes 10 abstehende Haltesteg 12 aus einem flexiblen Material
gebildet ist und/oder eine im Vergleich zum Material des Seitenstegs 11 weiche Konsistenz
aufweist.
[0055] Dann nämlich kann - wie in Fig. 5 bis Fig. 7 gezeigt - ein und dieselbe Profilschiene
1 zur Herstellung von Mehrfachverglasungseinheiten 100 mit jeweils unterschiedlich
starken Flächenelementen 101, 102 verwendet werden, da der Abstand L zwischen dem
ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 der Profilschiene 1, und somit auch
die Größe des zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten
Zwischenraum P, in einem gewissen Bereich flexibel ist und sich an die Dicke des aufzunehmenden
Randabschnittes 101', 102' des Flächenelements 101, 102 anpasst.
[0056] Diesbezüglich sei einerseits auf Fig. 5A bis Fig. 7A und andererseits auf Fig. 5B
bis Fig. 7B verwiesen. Sowohl in Fig. 5A bis Fig. 7A als auch in Fig. 5B bis Fig.
7B sind jeweils unterschiedliche Stadien bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit
100 unter Verwendung der in Fig. 1C gezeigten Profilschiene 1 dargestellt. Dabei ist
zu erkennen, dass die Profilschiene 1 mit dem zumindest einen von dem zumindest einen
Seitensteg 11 des ersten Schenkelabschnittes 10 abstehenden Haltesteg 12, der als
ein in Richtung zum zugehörigen Seitensteg 11 nachgiebiges, vorzugsweise blattförmiges
Element ausgeführt ist, über unterschiedlich dicke Randabschnitte 101' des jeweiligen
Flächenelements 101 steckbar ist, wobei grundsätzlich der betreffende Randabschnitt
101' in dem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten
Zwischenraum P formschlüssig aufgenommen wird.
[0057] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf Fig. 2 bis Fig. 4 weitere bevorzugte Ausführungsformen
der Profilschiene 1 beschrieben, welche bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit
100 insbesondere zum Positionieren und provisorischen Fixieren eines Befestigungselements
21 in einer zwischen zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102 gebildeten
Nut N geeignet sind.
[0058] In Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht einer Profilschiene 1 gemäß einer zweiten
bevorzugten Ausführungsform gezeigt, welche im Prinzip identisch zur Profilschiene
gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform ist, welche allerdings im Vergleich zur
Profilschiene gemäß Fig. 1C einen verlängerten Brückenabschnitt 30, 31 aufweist. Im
einzelnen erstreckt sich bei der Profilschiene 1 gemäß Fig. 2 der stufenförmig ausgebildete
zweite Abschnitt 31 des Brückenabschnittes 30, 31 deutlich über die Öffnung des mit
den Seitenstegen 22a, 22b und dem Verbindungsabschnitt 23 gebildeten Kanals des im
wesentlichen U-förmigen Profilelements 21, so dass die lösbare Verbindung (Sollbruchstelle
K) zwischen dem zweiten Schenkelabschnitt 20 und dem Brückenabschnitt 30, 31 von dem
freien Ende des zweiten Abschnittes 31 des Brückenabschnittes 30, 31 entfernt vorliegt.
[0059] Bei der in Fig. 2 dargestellten Profilschiene 1 gemäß der zweiten bevorzugten Ausführungsform
kommt somit dem Brückenabschnitt 30, 31 neben der Abdeckfunktion des im Querschnitt
im wesentlichen U-förmige Profilelementes 21 zusätzlich die Funktion des Abdeckens
der vorzugsweise gesamten Nut N zu, wenn die Profilschiene 1 - wie in Fig. 5A oder
Fig. 5B gezeigt - beispielsweise über den Randabschnitt 101' des Flächenelements 101
gesteckt und somit der Randabschnitt 101' in dem zwischen dem ersten und dem zweiten
Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten Zwischenraum P formschlüssig aufgenommen ist.
[0060] Vorzugsweise ist dabei der Brückenabschnitt 30, 31 im Querschnitt zumindest gleich
lang wie der Abstand zwischen den Flächenelementen 101, 102 der herzustellenden Mehrfachverglasungseinheit
100 ausgebildet, was bei der Herstellung der Mehrfachverglasungseinheit 100 das Ausbilden
des Materialkranzes 106 wesentlich vereinfacht. Wenn nämlich die Profilschiene 1 mit
zumindest einem Randabschnitt 101', 102' der beiden Flächenelemente 101, 102 kraftschlüssig
verbunden und der zumindest eine Randabschnitt 101', 102' in dem zwischen dem ersten
und dem zweiten Schenkelabschnitt 10, 20 gebildeten Zwischenraum P aufgenommen ist,
überdeckt der Brückenabschnitt 30, 31 die zwischen den beiden voneinander beabstandeten
Flächenelementen 101, 102 gebildete Nut N, in welcher auch mit der Profilschiene 1
das im Querschnitt im wesentlichen U-förmige Profilelementes 21 gehalten wird. Beim
anschließenden Ausbilden des Materialkranzes 106 durch Einfüllen eines Füllmaterials
in die Nut N wird mit Hilfe des die Nut N überdeckenden Brückenabschnittes 30, 31
das ursprünglich fließfähige Füllmaterial in der Nut N gehalten, bis sich das Füllmaterial
hinreichend verfestigt hat.
[0061] Fig. 3 zeigt eine Profilschiene 1 in Querschnittsansicht gemäß einer dritten bevorzugten
Ausführungsform, welche bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit 100 insbesondere
dazu geeignet ist, ein Befestigungselement 21 in einer zwischen zwei voneinander beabstandeten
Flächenelementen 101, 102 gebildeten Nut N an einer Position provisorisch zu fixieren,
bei welcher das Befestigungselement 21 nicht unmittelbar angrenzend an einem der Flächenelemente
101, 102 liegt.
[0062] Im Unterschied zur ersten und zweiten Ausführungsform der Profilschiene 1 handelt
es sich bei der dritten Ausführungsform um eine Profilschiene, welche insgesamt zwei
erste Schenkelabschnitte 10, 10' aufweist, die derart mit dem Brückenabschnitt 30,
31 verbunden sind, dass der zweite Schenkelabschnitt 20 zwischen den beiden ersten
Schenkelabschnitten 10, 10' angeordnet ist, und dass jeweils ein Zwischenraum P, P'
zwischen einem der ersten Schenkelabschnitte 10, 10' und dem zweiten Schenkelabschnitt
20 gebildet wird. Dabei sind die beiden ersten Schenkelabschnitte 10, 10' derart auf
dem Brückenabschnitt 30, 31 ausgebildet sind, dass die Profilschiene 1 über beide
Randabschnitte 101', 102' der die herzustellende Mehrfachverglasungseinheit 100 auszubildenden
Flächenelemente 101, 102 steckbar ist, so dass in jeweils einem der mit den Schenkelabschnitten
10, 10', 20 gebildeten Zwischenräume P, P' ein Randabschnitte 101', 102' der beiden
Flächenelemente 101, 102 aufgenommen wird und der zweite Schenkelabschnitt 20 in der
Nut N zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen 101, 102 gehalten wird.
[0063] In Fig. 4 ist eine vierte bevorzugte Ausführungsform einer Profilschiene 1 in Querschnittsansicht
gezeigt, welche im wesentlichen der in Fig. 3 gezeigten Profilschiene gemäß der dritten
Ausführungsform entspricht, und welche bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit
100 insbesondere dazu geeignet ist, gleichzeitig mehrere Befestigungselemente 21 in
einer zwischen zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102 gebildeten
Nut N an jeweils einer Position provisorisch zu fixieren, bei welcher das Befestigungselement
21 nicht unmittelbar angrenzend an einem der Flächenelemente liegt 101, 102.
[0064] Es ist ersichtlich, dass sich die vorstehend beschriebenen Profilschienen 1 insbesondere
zur Verwendung bei der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit 100 eignen, bei
welcher in einer zwischen zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102
ausgebildeten Nut N ein Befestigungselement 21 angeordnet wird, wobei dieses Befestigungselement
21 durch das im Querschnitt im wesentlichen U-förmige Profilelement 21 der Profilschiene
1 ausgebildet wird.
[0065] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Fig. 5 bis Fig. 7 das erfindungsgemäße Verfahren
zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit 100 beschrieben. Im einzelnen ist
in Fig. 5 bis Fig. 7 gezeigt, wie unter Verwendung der Profilschiene 1 gemäß Fig.
1C Mehrfachverglasungseinheiten 100 mit jeweils unterschiedlich starken Flächenelementen
101 herstellbar sind.
[0066] Für beide herzustellenden Mehrfachverglasungseinheiten 100 ist dabei in Fig. 5A bzw.
Fig. 5B jeweils in einer Querschnittsansicht eine noch nicht fertiggestellte Doppelverglasungseinheit
beim Aufklemmen einer Profilschiene 1 gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform
zum Positionieren und provisorischen Fixieren des Befestigungselements 21 in der zwischen
den beiden voneinander beabstandeten Flächenelementen 101, 102 gebildeten Nut N gezeigt.
In Fig. 6A bzw. Fig. 6B ist jeweils in einer Querschnittsansicht die in Fig. 5A bzw.
Fig. 5B gezeigte Doppelverglasungseinheit 100 nach dem Aufklemmen der Profilschiene
1 und nach dem Ausbilden eines Materialkranzes 106 in der zwischen den beiden voneinander
beabstandeten Flächenelementen 101, 102 gebildeten Nut N dargestellt, während in Fig.
7A bzw. Fig. 7B jeweils in einer Querschnittsansicht die fertiggestellte Doppelverglasungseinheit
100 gemäß Fig. 5A bzw. Fig. 5B gezeigt ist.
[0067] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit
100 werden zunächst eine Profilschiene 1 und zwei vorzugsweise glasartigen Flächenelemente
101, 102 bereitgestellt. Anschließend werden die beiden Flächenelemente 101, 102 in
einer gegenüberliegenden und voneinander beabstandeten Beziehung angeordnet, wobei
der Abstand zwischen den Flächenelementen 101, 102 mit einem zwischen den Flächenelementen
101, 102 angeordneten Abstandshalter 105 definiert wird, und wobei die beiden Flächenelemente
101, 102 derart angeordnet werden, dass einerseits zwischen den beabstandeten Flächenelementen
101, 102 und dem Abstandshalter 105 ein Gasraum G eingeschlossen wird, und dass andererseits
mit den jeweiligen Randabschnitten 101', 102' der Flächenelemente 101, 102 und dem
Abstandshalter 105 eine sich zumindest teilweise umfangsmäßig erstreckende Nut N gebildet
wird.
[0068] Wie in Fig. 5A bzw. Fig. 5B gezeigt, wird danach die Profilschiene 1 auf die mit
den jeweiligen Randabschnitten 101', 102' der Flächenelemente 101, 102 und dem Abstandshalter
105 gebildete Nut N derart aufgesteckt, dass zumindest ein Randabschnitt 101', 102'
der beiden Flächenelemente 101, 102 in dem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt
10, 20 der Profilschiene 1 gebildeten Zwischenraum P aufgenommen und der zweite Schenkelabschnitt
20 der Profilschiene 1 in der zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen 101,
102 gebildeten Nut N gehalten wird.
[0069] Daraufhin wird ein Materialkranz 106 in der Nut N ausgebildet. Dies erfolgt vorzugsweise,
indem in die Nut N ein Füllmaterials derart eingebracht wird, dass der zweite Schenkelabschnitt
20 der Profilschiene 1 von dem Füllmaterial zumindest teilweise umschlossen wird.
In Fig. 6A bzw. Fig. 6B ist die Mehrfachverglasungseinheit 100 mit einem bereits ausgebildeten
Materialkranz 106 gezeigt.
[0070] Schließlich wird die Verbindung K zwischen dem zweiten Schenkelabschnitt 20 und dem
Brückenabschnitt 30, 31 der Profilschiene 1 getrennt, wodurch die Mehrfachverglasungseinheit
100 fertiggestellt ist. In Fig. 7A und Fig. 7B ist jeweils in einer Querschnittsansicht
die fertiggestellte Mehrfachverglasungseinheit 100 gezeigt, welche die beiden voneinander
beabstandete Flächenelemente 101, 102 aufweist, wobei das erste Flächenelement 101
beispielsweise die innere Scheibe der Verglasungseinheit 100 bildet. Der Gasraum G
ist zwischen den Flächenelementen 101, 102 von dem sich umfangsmäßig erstreckenden
Abstandshalter 105 begrenzt, welcher beispielsweise aus galvanisiertem Stahl gebildet
ist, wobei zwischen dem Abstandshalter 105 und jeder der Scheiben 101, 102 vorzugsweise
eine Schicht aus einem Dichtungsmaterial, wie beispielsweise Polyisobutylen, gelegt
sein kann.
[0071] Ferner ist bei der fertiggestellten Doppelverglasungseinheit 100 gemäß Fig. 7A bzw.
Fig. 7B der Materialkranz 106 vorgesehen, welcher den Raum N zwischen dem Abstandshalter
105 und den Flächenelementen 101, 102 auffüllt, und welcher die beiden Flächenelemente
101, 102 aneinander hält. Um eine Einrichtung zum Befestigen der Mehrfachverglasungseinheit
100 an einer (nicht dargestellten) Trägerstruktur zu bilden, ist dabei das Befestigungselement
21 in dem Füllmaterial 106 eingetaucht.
[0072] Bei der in Fig. 7A bzw. Fig. 7B gezeigten fertiggestellten Mehrfachverglasungseinheit
100 liegen die freien Enden der das Befestigungselement ausbildenden Seitenstege 22a,
22b im wesentlichen bündig an der Kante der beiden Flächenelemente 101, 102 an; die
Erfindung ist allerdings nicht an ein solches bündiges Anliegen beschränkt. Vielmehr
ist es durch die Verwendung der Profilschiene 1 möglich, das Befestigungselement 21
bei Bedarf auch tiefer in der Nut N oder an anderen Positionen innerhalb der Nut N
zu positionieren.
[0073] Grundsätzlich sollte allerdings das Befestigungselement 21 eine Breite aufweisen,
die vorzugsweise geringer als der halbe Abstand zwischen den beabstandet angeordneten
Flächenelementen 101, 102 ist. Damit kann sichergestellt werden, dass beim Ausbilden
des Materialkranzes 106 das Füllmaterial mit einer hinreichend großen Oberfläche der
jeweiligen Flächenelemente 101, 102 in Kontakt kommt, um somit eine zuverlässige Verklebung
zu schaffen.
[0074] Die Erfindung ist nicht auf die in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsform
der Profilschiene 1 beschränkt. Vielmehr sind jedwede Kombinationen der in den Patentansprüchen
im Hinblick auf die Profilschiene 1 angegebenen Einzelmerkmale denkbar. Insbesondere
ist auch das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit
100 nicht nur auf die Verwendung der in Fig. 1C gezeigten Profilschiene beschränkt.
In diesem Zusammenhang ist es selbstverständlich auch denkbar, dass bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren der Verfahrensschritt des Aufsteckens der Profilschiene auf die Nut nach
dem Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes in der Nut erfolgt, wobei
die Profilschiene derart auf die Nut aufgesteckt wird, dass der zweite Schenkelabschnitt
der Profilschiene von dem in die Nut eingebrachten Füllmaterial zumindest teilweise
umschlossen wird.
[0075] Ferner sei darauf hingewiesen, dass die Profilschiene vorzugsweise aus einem Kunststoff,
insbesondere Polyethylen, Polypropylen oder Polyethylenterephtalat gefertigt ist.
Selbstverständlich kommen hier auch andere Materialien, wie zum Beispiel ein Metall,
in Frage.
1. Profilschiene zum Positionieren eines Befestigungselements (21) in einer zwischen
zwei voneinander beabstandeten Flächenelementen (101, 102) gebildeten Nut (N) bei
der Herstellung einer Mehrfachverglasungseinheit (100), wobei die Profilschiene (1)
folgendes aufweist:
- zumindest einen ersten Schenkelabschnitt (10);
- einen zweiten Schenkelabschnitt (20); und
- einen Brückenabschnitt (30, 31) zum Verbinden des zumindest einen ersten Schenkelabschnittes
(10) mit dem zweiten Schenkelabschnitt (20),
wobei der zweite Schenkelabschnitt (20) lösbar mit dem Brückenabschnitt (30, 31) verbunden
ist und ein im Querschnitt im wesentlichen U-förmiges Profilelement (21) aufweist,
und wobei die ersten und zweiten Schenkelabschnitte (10, 20) derart auf dem Brückenabschnitt
(30, 31) ausgebildet sind, dass die Profilschiene (1) mit zumindest einem Randabschnitt
(101', 102') der beiden Flächenelemente (101, 102) kraftschlüssig verbindbar ist,
so dass der zumindest eine Randabschnitt (101', 102') in einem zwischen dem ersten
und dem zweiten Schenkelabschnitt (10, 20) gebildeten Zwischenraum (P) aufgenommen
und der zweite Schenkelabschnitt (20) in der zwischen den beiden voneinander beabstandeten
Flächenelementen (101, 102) gebildeten Nut (N) gehalten wird.
2. Profilschiene nach Anspruch 1, wobei die ersten und zweiten Schenkelabschnitte (10,
20) derart auf dem Brückenabschnitt (30, 31) ausgebildet sind, dass die Profilschiene
(1) über zumindest einen Randabschnitt (101', 102') der beiden Flächenelemente (101,
102) steckbar ist.
3. Profilschiene nach Anspruch 1 oder 2, wobei die ersten und zweiten Schenkelabschnitte
(10, 20) derart auf dem Brückenabschnitt (30, 31) ausgebildet sind, dass die Profilschiene
(1) über zumindest einen Randabschnitt (101', 102') der beiden Flächenelemente (101,
102) steckbar ist, so dass der zumindest eine Randabschnitt (101', 102') in dem zwischen
dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt (10, 20) gebildeten Zwischenraum (P)
formschlüssig aufgenommen wird.
4. Profilschiene nach Anspruch 3, wobei wenigstens ein erster Schenkelabschnitt (10)
zumindest einen im wesentlichen senkrecht zum Brückenabschnitt (30, 31) verlaufenden
Seitensteg (11) aufweist, und wobei der Abstand zwischen dem zumindest einen Seitensteg
(11) und der dem ersten Schenkelabschnitt (10) zugewandten Seite des im Querschnitt
im wesentlichen U-förmigen Profilelements (21) des zweiten Schenkelabschnitts (20)
im wesentlichen identisch mit der Dicke des in dem zwischen dem ersten und zweiten
Schenkelabschnitt (10, 20) gebildeten Zwischenraum (P) aufnehmbaren Randabschnittes
(101', 102') des einen Flächenelementes (101, 102) ist.
5. Profilschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein erster
Schenkelabschnitt (10) zumindest einen im wesentlichen senkrecht zum Brückenabschnitt
(30, 31) verlaufenden Seitensteg (11) mit zumindest einem vom Seitensteg (11) in Richtung
zum zweiten Schenkelabschnitt (20) abstehenden Haltesteg (12) aufweist, wobei der
Abstand zwischen dem zumindest einen Seitensteg (11) und der dem ersten Schenkelabschnitt
(10) zugewandten Seite des im Querschnitt im wesentlichen U-förmig ausgebildeten Profilelementes
(21) des zweiten Schenkelabschnittes (20) größer als die Dicke des in dem zwischen
dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt (10, 20) gebildeten Zwischenraum (P) aufnehmbaren
Randabschnittes (101', 102') des einen Flächenelements (101, 102) ist, und wobei der
zumindest eine vom Seitensteg (11) abstehende Haltesteg (12) derart ausgebildet ist,
dass er, wenn die Profilschiene (1) über den Randabschnitt (101', 102') des Flächenelementes
(101, 102) gesteckt ist, an die dem ersten Schenkelabschnitt (10) zugewandte Seite
desjenigen Flächenelements (101, 102) anstößt, dessen Randabschnitt (101', 102') in
dem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt (10, 20) gebildeten Zwischenraum
(P) aufgenommen ist.
6. Profilschiene nach Anspruch 5, wobei der zumindest eine von dem zumindest einen Seitensteg
(11) des ersten Schenkelabschnittes (10) abstehende Haltesteg (12) als ein in Richtung
zum zugehörigen Seitensteg (11) nachgiebiges, vorzugsweise blattförmiges Element ausgeführt
ist.
7. Profilschiene nach Anspruch 5 oder 6, wobei der zumindest eine von dem zumindest einen
Seitensteg (11) des ersten Schenkelabschnittes (10) abstehende Haltesteg (12) aus
einem flexiblen Material gebildet ist und eine im Vergleich zum Material des Seitenstegs
(11) weiche Konsistenz aufweist.
8. Profilschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Profilschiene (1)
insgesamt zwei erste Schenkelabschnitte (10, 10') aufweist, die derart mit dem Brückenabschnitt
(30, 31) verbunden sind, dass der zweite Schenkelabschnitt (20) zwischen den beiden
ersten Schenkelabschnitten (10, 10') angeordnet ist, und dass jeweils ein Zwischenraum
(P, P') zwischen einem der ersten Schenkelabschnitte (10, 10') und dem zweiten Schenkelabschnitt
(20) gebildet wird, wobei die beiden ersten Schenkelabschnitte (10, 10') derart auf
dem Brückenabschnitt (30, 31) ausgebildet sind, dass die Profilschiene (1) über beide
Randabschnitte (101', 102') der Flächenelemente (101, 102) steckbar ist, so dass in
jeweils einem der mit den Schenkelabschnitten (10, 10', 20) gebildeten Zwischenräume
(P, P') ein Randabschnitte (101', 102') der beiden Flächenelemente (101, 102) aufgenommen
wird und der zweite Schenkelabschnitt (20) in der Nut (N) zwischen den beiden beabstandeten
Flächenelementen (101, 102) gehalten wird.
9. Profilschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Schenkelabschnitt
(20) über eine Sollbruchstelle (K) mit dem Brückenabschnitt (30, 31) verbunden ist.
10. Profilschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Brückenabschnitt
(30, 31) im Querschnitt zumindest gleich lang wie der Abstand zwischen den Flächenelementen
(101, 102) ist.
11. Verwendung der Profilschiene (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 bei der Herstellung
einer Mehrfachverglasungseinheit (100), bei welcher in einer zwischen zwei voneinander
beabstandeten Flächenelementen (101, 102) ausgebildeten Nut (N) ein Befestigungselement
(21) angeordnet wird, wobei dieses Befestigungselement (21) durch das im Querschnitt
im wesentlichen U-förmige Profilelement (21) der Profilschiene (1) ausgebildet wird.
12. Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit (100), wobei das Verfahren
die folgenden Verfahrensschritte aufweist:
- Bereitstellen einer Profilschiene (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10;
- Bereitstellen von zwei vorzugsweise glasartigen Flächenelementen (101, 102);
- Anordnen der beiden Flächenelemente (101, 102) in einer gegenüberliegenden und voneinander
beabstandeten Beziehung, wobei der Abstand zwischen den Flächenelementen (101, 102)
mit einem zwischen den Flächenelementen (101, 102) angeordneten Abstandshalter (105)
definiert wird, und wobei die beiden Flächenelemente (101, 102) derart angeordnet
werden, dass einerseits zwischen den beabstandeten Flächenelementen (101, 102) und
dem Abstandshalter (105) ein Gasraum (G) eingeschlossen wird, und dass andererseits
mit den jeweiligen Randabschnitten (101', 102') der Flächenelemente (101, 102) und
dem Abstandshalter (105) eine sich zumindest teilweise umfangsmäßig erstreckende Nut
(N) gebildet wird; und
- Ausbilden eines Materialkranzes (106) in der Nut (N) durch Einbringen eines Füllmaterials,
insbesondere eines Harz- oder Silikonmaterials,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Aufstecken der Profilschiene (1) auf die mit den jeweiligen Randabschnitten (101',
102') der Flächenelemente (101, 102) und dem Abstandshalter (105) gebildete Nut (N)
derart, dass zumindest ein Randabschnitt (101', 102') der beiden Flächenelemente (101,
102) in einem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt (10, 20) der Profilschiene
(1) gebildeten Zwischenraum (P) aufgenommen und der zweite Schenkelabschnitt (20)
der Profilschiene (1) in der zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen (101,
102) gebildeten Nut (N) gehalten wird; und
- Trennen der Verbindung (K) zwischen dem zweiten Schenkelabschnitt (20) und dem Brückenabschnitt
(30, 31) der Profilschiene (1).
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Verfahrensschritt des Aufsteckens der Profilschiene
(1) auf die Nut (N) vor dem Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes (106)
in der Nut (N) erfolgt, wobei beim Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes
(106) in der Nut (N) das Füllmaterial derart in die Nut (N) eingebracht wird, dass
der zweite Schenkelabschnitt (20) der Profilschiene (1) von dem Füllmaterial zumindest
teilweise umschlossen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Verfahrensschritt des Aufsteckens der Profilschiene
(1) auf die Nut (N) nach dem Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes
(106) in der Nut (N) erfolgt, wobei die Profilschiene (1) derart auf die Nut (N) aufgesteckt
wird, dass der zweite Schenkelabschnitt (20) der Profilschiene (1) von dem in die
Nut (N) eingebrachten Füllmaterial zumindest teilweise umschlossen wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei zum Ausbilden eines Materialkranzes
(106) in der Nut (N) als Füllmaterial ein vorzugsweise bei Raumtemperatur aushärtbares
Harzmaterial oder ein vorzugsweise bei Raumtemperatur polymerisierbares Silikonmaterial
verwendet wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Profilschiene zum Positionieren eines Befestigungselements in einer zwischen zwei
voneinander beabstandeten Flächenelementen (101, 102) gebildeten Nut (N) bei der Herstellung
einer Mehrfachverglasungseinheit (100), wobei die Profilschiene (1) folgendes aufweist:
- zumindest einen ersten Schenkelabschnitt (10);
- einen zweiten Schenkelabschnitt (20); und
- einen Brückenabschnitt (30, 31) zum Verbinden des zumindest einen ersten Schenkelabschnittes
(10) mit dem zweiten Schenkelabschnitt (20),
wobei die ersten und zweiten Schenkelabschnitte (10, 20) derart auf dem Brückenabschnitt
(30, 31) ausgebildet sind, dass die Profilschiene (1) mit zumindest einem Randabschnitt
(101', 102') der beiden Flächenelemente (101, 102) kraftschlüssig verbindbar ist,
so dass der zumindest eine Randabschnitt (101', 102') in einem zwischen dem ersten
und dem zweiten Schenkelabschnitt (10, 20) gebildeten Zwischenraum (P) aufgenommen
und der zweite Schenkelabschnitt (20) in der zwischen den beiden voneinander beabstandeten
Flächenelementen (101, 102) gebildeten Nut (N) gehalten wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Schenkelabschnitt (20) ein im Querschnitt im wesentlichen U-förmiges Profilelement
(21) aufweist, welches in Einbaulage in der zwischen zwei voneinander beabstandeten
Flächenelementen (101, 102) gebildeten Nut (N) als Befestigungselement zur Befestigung
der Mehrfachverglasungseinheit (100) an einer Trägerstruktur dient, und
dass das im Querschnitt im wesentlichen U-förmige Profilelement (21) einstückig mit der
Profilschiene (1) verbunden und mit einer Sollbruchstelle (K) versehen ist.
2. Profilschiene nach Anspruch 1, wobei
die ersten und zweiten Schenkelabschnitte (10, 20) derart auf dem Brückenabschnitt
(30, 31) ausgebildet sind, dass die Profilschiene (1) über zumindest einen Randabschnitt
(101', 102') der beiden Flächenelemente (101, 102) steckbar ist.
3. Profilschiene nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die ersten und zweiten Schenkelabschnitte (10, 20) derart auf dem Brückenabschnitt
(30, 31) ausgebildet sind, dass die Profilschiene (1) über zumindest einen Randabschnitt
(101', 102') der beiden Flächenelemente (101, 102) steckbar ist, so dass der zumindest
eine Randabschnitt (101', 102') in dem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt
(10, 20) gebildeten Zwischenraum (P) formschlüssig aufgenommen wird.
4. Profilschiene nach Anspruch 3, wobei
wenigstens ein erster Schenkelabschnitt (10) zumindest einen im wesentlichen senkrecht
zum Brückenabschnitt (30, 31) verlaufenden Seitensteg (11) aufweist, und wobei der
Abstand zwischen dem zumindest einen Seitensteg (11) und der dem ersten Schenkelabschnitt
(10) zugewandten Seite des im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Profilelements
(21) des zweiten Schenkelabschnitts (20) im wesentlichen identisch mit der Dicke des
in dem zwischen dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt (10, 20) gebildeten Zwischenraum
(P) aufnehmbaren Randabschnittes (101', 102') des einen Flächenelementes (101, 102)
ist.
5. Profilschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
wenigstens ein erster Schenkelabschnitt (10) zumindest einen im wesentlichen senkrecht
zum Brückenabschnitt (30, 31) verlaufenden Seitensteg (11) mit zumindest einem vom
Seitensteg (11) in Richtung zum zweiten Schenkelabschnitt (20) abstehenden Haltesteg
(12) aufweist, wobei der Abstand zwischen dem zumindest einen Seitensteg (11) und
der dem ersten Schenkelabschnitt (10) zugewandten Seite des im Querschnitt im wesentlichen
U-förmig ausgebildeten Profilelementes (21) des zweiten Schenkelabschnittes (20) größer
als die Dicke des in dem zwischen dem ersten und zweiten Schenkelabschnitt (10, 20)
gebildeten Zwischenraum (P) aufnehmbaren Randabschnittes (101', 102') des einen Flächenelements
(101, 102) ist, und wobei der zumindest eine vom Seitensteg (11) abstehende Haltesteg
(12) derart ausgebildet ist, dass er, wenn die Profilschiene (1) über den Randabschnitt
(101', 102') des Flächenelementes (101, 102) gesteckt ist, an die dem ersten Schenkelabschnitt
(10) zugewandte Seite desjenigen Flächenelements (101, 102) anstößt, dessen Randabschnitt
(101', 102') in dem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt (10, 20)
gebildeten Zwischenraum (P) aufgenommen ist.
6. Profilschiene nach Anspruch 5, wobei
der zumindest eine von dem zumindest einen Seitensteg (11) des ersten Schenkelabschnittes
(10) abstehende Haltesteg (12) als ein in Richtung zum zugehörigen Seitensteg (11)
nachgiebiges, vorzugsweise blattförmiges Element ausgeführt ist.
7. Profilschiene nach Anspruch 5 oder 6, wobei
der zumindest eine von dem zumindest einen Seitensteg (11) des ersten Schenkelabschnittes
(10) abstehende Haltesteg (12) aus einem flexiblen Material gebildet ist und eine
im Vergleich zum Material des Seitenstegs (11) weiche Konsistenz aufweist.
8. Profilschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Profilschiene (1) insgesamt zwei erste Schenkelabschnitte (10, 10') aufweist,
die derart mit dem Brückenabschnitt (30, 31) verbunden sind, dass der zweite Schenkelabschnitt
(20) zwischen den beiden ersten Schenkelabschnitten (10, 10') angeordnet ist, und
dass jeweils ein Zwischenraum (P, P') zwischen einem der ersten Schenkelabschnitte
(10, 10') und dem zweiten Schenkelabschnitt (20) gebildet wird, wobei die beiden ersten
Schenkelabschnitte (10, 10') derart auf dem Brückenabschnitt (30, 31) ausgebildet
sind, dass die Profilschiene (1) über beide Randabschnitte (101', 102') der Flächenelemente
(101, 102) steckbar ist, so dass in jeweils einem der mit den Schenkelabschnitten
(10, 10', 20) gebildeten Zwischenräume (P, P') ein Randabschnitte (101', 102') der
beiden Flächenelemente (101, 102) aufgenommen wird und der zweite Schenkelabschnitt
(20) in der Nut (N) zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen (101, 102)
gehalten wird.
9. Profilschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der zweite Schenkelabschnitt (20) über die Sollbruchstelle (K) mit dem Brückenabschnitt
(30, 31) verbunden ist.
10. Profilschiene nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Brückenabschnitt (30, 31) im Querschnitt zumindest gleich lang wie der Abstand
zwischen den Flächenelementen (101, 102) ist.
11. Verwendung der Profilschiene (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 bei der Herstellung
einer Mehrfachverglasungseinheit (100), bei welcher in einer zwischen zwei voneinander
beabstandeten Flächenelementen (101, 102) ausgebildeten Nut (N) ein Befestigungselement
angeordnet wird, wobei dieses Befestigungselement durch das im Querschnitt im wesentlichen
U-förmige Profilelement (21) der Profilschiene (1) ausgebildet wird.
12. Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachverglasungseinheit (100), wobei das Verfahren
die folgenden Verfahrensschritte aufweist:
- Bereitstellen einer Profilschiene (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10;
- Bereitstellen von zwei vorzugsweise glasartigen Flächenelementen (101, 102);
- Anordnen der beiden Flächenelemente (101, 102) in einer gegenüberliegenden und voneinander
beabstandeten Beziehung, wobei der Abstand zwischen den Flächenelementen (101, 102)
mit einem zwischen den Flächenelementen (101, 102) angeordneten Abstandshalter (105)
definiert wird, und wobei die beiden Flächenelemente (101, 102) derart angeordnet
werden, dass einerseits zwischen den beabstandeten Flächenelementen (101, 102) und
dem Abstandshalter (105) ein Gasraum (G) eingeschlossen wird, und dass andererseits
mit den jeweiligen Randabschnitten (101', 102') der Flächenelemente (101, 102) und
dem Abstandshalter (105) eine sich zumindest teilweise umfangsmäßig erstreckende Nut
(N) gebildet wird; und
- Ausbilden eines Materialkranzes (106) in der Nut (N) durch Einbringen eines Füllmaterials,
insbesondere eines Harz- oder Silikonmaterials,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Aufstecken der Profilschiene (1) auf die mit den jeweiligen Randabschnitten (101',
102') der Flächenelemente (101, 102) und dem Abstandshalter (105) gebildete Nut (N)
derart, dass zumindest ein Randabschnitt (101', 102') der beiden Flächenelemente (101,
102) in einem zwischen dem ersten und dem zweiten Schenkelabschnitt (10, 20) der Profilschiene
(1) gebildeten Zwischenraum (P) aufgenommen und der zweite Schenkelabschnitt (20)
der Profilschiene (1) in der zwischen den beiden beabstandeten Flächenelementen (101,
102) gebildeten Nut (N) gehalten wird; und
- Trennen der Verbindung zwischen dem zweiten Schenkelabschnitt (20) und dem Brückenabschnitt
(30, 31) der Profilschiene (1) an der Sollbruchstelle (K).
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Verfahrensschritt des Aufsteckens der Profilschiene
(1) auf die Nut (N) vor dem Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes (106)
in der Nut (N) erfolgt, wobei beim Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes
(106) in der Nut (N) das Füllmaterial derart in die Nut (N) eingebracht wird, dass
der zweite Schenkelabschnitt (20) der Profilschiene (1) von dem Füllmaterial zumindest
teilweise umschlossen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Verfahrensschritt des Aufsteckens der Profilschiene
(1) auf die Nut (N) nach dem Verfahrensschritt des Ausbildens des Materialkranzes
(106) in der Nut (N) erfolgt, wobei die Profilschiene (1) derart auf die Nut (N) aufgesteckt
wird, dass der zweite Schenkelabschnitt (20) der Profilschiene (1) von dem in die
Nut (N) eingebrachten Füllmaterial zumindest teilweise umschlossen wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei zum Ausbilden eines Materialkranzes
(106) in der Nut (N) als Füllmaterial ein vorzugsweise bei Raumtemperatur aushärtbares
Harzmaterial oder ein vorzugsweise bei Raumtemperatur polymerisierbares Silikonmaterial
verwendet wird.