[0001] Die Erfindung betrifft eine Turbinenanordnung, welche wenigstens eine Läuferscheibe
sowie wenigstens eine darin einsetzbare Turbinenschaufel umfasst, wobei die Turbinenschaufel
mittels einer Deckplatte in axialer Richtung der Läuferscheibe fixierbar ist, sowie
ein Sicherungselement zur Verwendung in einer derartigen Turbinenanordnung, eine Deckplatte
zur Verwendung in einer derartigen Turbinenanordnung und ein Verfahren zur Sicherung
einer Deckplatte in einer Turbinenanordnung.
[0002] Derartige Turbinenanordnungen finden beispielsweise als Wärme-Kraftmaschinen oder
als Verdichtermaschinen Verwendung.
[0003] Zur axialen Sicherung des Turbinenschaufelfußes gegen Herausfallen muss ein Sicherungselement
an den Läufer oder den Turbinenschaufelfuß angebracht werden. Hierzu wird vor und
hinter der Turbinenschaufel eine Deckplatte verwendet, die ebenfalls gegen Verdrehen
und Herausfallen gesichert werden muss. Im Betrieb dichtet die Deckplatte ferner teilweise
einen Kühlluftstrom zur Versorgung der Laufschaufel gegen einen Heißgasstrom in der
so genannten Radseitenkammer ab, und schützt die Läuferscheibe vor thermischer Überhitzung.
[0004] Es ist bekannt, die Deckplatte der oben genannten Art an einem Turbinenschaufelfuß
abzustützen.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Sicherung einer Turbinenschaufel
zu vereinfachen, insbesondere deren einfachere und sichere Handhabung zu ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Turbinenanordnung mit den Merkmalen
des Anspruches 1, eine Turbinenanordnung mit den Merkmalen des Anspruches 15, ein
Sicherungselement zur Verwendung in einer Turbinenanordnung mit den Merkmalen des
Anspruches 16, eine Deckplatte zur Verwendung in einer Turbinenanordnung mit den Merkmalen
des Anspruches 18 sowie ein Verfahren zur Sicherung einer Deckplatte einer Turbinenanordnung
mit den Merkmalen des Anspruches 19. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
sind in den jeweiligen abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0007] Eine erfindungsgemäße Turbinenanordnung umfasst wenigstens eine Läuferscheibe sowie
wenigstens eine darin einsetzbare Turbinenschaufel, welche mittels wenigstens einer
insbesondere an der Läuferscheibe abgestützten Deckplatte in axialer Richtung der
Läuferscheibe fixierbar ist, wobei die Deckplatte mittels wenigstens eines Sicherungselementes
in einer in wenigstens einem Umfangsabschnitt der Läuferscheibe in Umfangsrichtung
erstreckten Nut sicherbar, insbesondere einklemmbar ist und wenigstens ein von einer
ersten Position in eine zweite Position bewegbares Verriegelungselement vorgesehen
ist, wobei in der zweiten Position des Verriegelungselementes das Sicherungselement
gegen Herausfallen verriegelt ist.
[0008] Vorzugsweise kann auf eine weitere Sicherung der Deckplatte verzichtet werden. Vorteilhafterweise
wird eine Einhaltung der Anforderungen in Bezug auf eine Einhaltung einer Dichtheit
für Kühlluft vereinfacht. Weiter vorteilhaft wird durch eine gegenüber der Lösung
des Standes der Technik verringerte Teilanzahl die Anzahl der potentiellen Fehlerquellen
verringert. Insbesondere sind die herzustellenden Geometrien sowohl für die Schaufelherstellung
als auch für die Läuferfertigung leichter zu beherrschen. Vorzugsweise kann das Sicherungselement
bzw. Sicherungsblech aus einem wesentlich einfacheren und kostengünstigeren Werkstoff
hergestellt werden als die Deckplatte. Vorteilhafterweise kann die Schaufel durch
Verwendung gleicher Deckplatten auf Vorder- und Rückseite zu beiden Seiten hin ausgebaut
werden, wobei durch Verwendung der gleichen Deckplatten bei einer Wartung nur eine
geringe Anzahl von Ersatzteilen bereitgehalten werden muss. Vorzugsweise ist die Auslegung
in Bezug auf Festigkeitsanforderungen erleichtert. Vorteilhafterweise wird die Gefahr
verhindert oder zumindest vermindert, dass auch bei hohen Drehzahlen der Turbinenanordnung
das Sicherungselement entriegelt wird und nicht sicher an seinem Platz gehalten werden
könnte.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Turbinenanordnung handelt es sich insbesondere um eine
Turbinenanordnung einer Wärme-Kraftmaschine oder einer Verdichtermaschine. Es kann
jedoch auch eine Turbinenanordnung anderer Art vorgesehen sein.
[0010] Die Deckplatte dient wie erwähnt beispielsweise dazu, Kühlluft zur Versorgung einer
Laufschaufel gegen einen Heißgasstrom in einer Radseitenkammer abzudichten und damit
die Läuferscheibe vor einer thermischen Überhitzung zu schützen. Die Deckplatte ist
dabei insbesondere in einem Bauraum zwischen den Füßen von Laufschaufeln benachbarter
Turbinenstufen angeordnet, wobei in diesem Bauraum beispielsweise der Innenring von
Leitschaufeln und/oder eventuelle Sicherungselemente untergebracht sind.
[0011] Die in Umfangsrichtung der Läuferscheibe erstreckte erste Nut kann dabei durch eine
Ausnehmung der Läuferscheibe gebildet sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass
die Läuferscheibe aus mehreren axialen Segmenten zusammengesetzt ist, sodass eine
Nut durch mehrere Läuferscheiben mit unterschiedlichen Durchmessern gebildet wird.
[0012] Der Umfangsabschnitt, in dem die erste Nut in Umfangsrichtung erstreckt ist, erstreckt
sich vorzugsweise wenigstens über eine für einen Turbinenschaufelfuß vorzusehende
Umfangsbreite. Die Nut kann auch über den gesamten Umfang erstreckt sein. Vorzugsweise
kann mittels einer Unterbrechung der Nut in Umfangsrichtung eine Fixierung des Sicherungselementes
und/oder der Deckplatte zumindest in Umfangsrichtung erleichtert werden.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Verriegelungselement um eine Achse
von der ersten in die zweite Position verschwenkbar ist, wobei eine Massenverteilung
des Verriegelungselementes so gewählt ist, dass ein von der bei einer Rotation der
Läuferscheibe auftretenden Fliehkraft an der Achse bewirktes Drehmoment einer Verschwenkung
des Verriegelungselements von der zweiten Position in die erste Position entgegengerichtet
ist. Bei der Achse kann es sich sowohl um eine verkörperte Achse als auch um eine
Körperachse handeln. Eine Körperachse wird beispielsweise durch eine Verbindungslinie
zweier Aufhängungs- bzw. Lagerungspunkte des Verriegelungselementes definiert.
[0014] Zur Ermittlung einer geeigneten Massenverteilung und zur Berechnung eines an der
Achse bewirkten Drehmomentes wird insbesondere die an jedem Massenpunkt angreifende
Zentrifugalkraft betrachtet und daraus das entsprechende infinitesimale Drehmoment
eines infinitesimalen Massenpunktes an der Achse berechnet. Das resultierende Gesamtdrehmoment
kann vorzugsweise durch eine Integration über alle infinitesimalen Massenpunkte dm
des Verriegelungselementes ermittelt werden. Dies wird anhand der folgenden Gleichungen
erläutert:
[0015] Die infinitesimale Zentrifugalkraft dF ergibt sich aus der folgenden Gleichung als
Vektorprodukt

wobei dm die infinitesimale Masse eines Punktes mit den Koordinaten x, y, z ist, Ω
eine Winkelgeschwindigkeit der Läuferscheibe sowie R der Radiusrichtungsvektor von
einer Turbinenachse der Läuferscheibe zum infinitesimalen Massenpunkt dm.
[0016] Ein infinitesimales Drehmoment dM ergibt sich als Vektorprodukt nach folgender Gleichung:

[0017] Darin bezeichnet dF die infinitesimale Zentrifugalkraft, welche an dem entsprechenden
Massenpunkt dm angreift, sowie r einen radialen Richtungsvektor von der Achse des
Verriegelungselementes zum entsprechenden Massenpunkt dm.
[0018] Ein resultierendes Drehmoment ergibt sich aus einer Kombination der beiden Gleichungen
in Verbindung mit einer dreidimensionalen Integration über die Ausdehnungen des Verriegelungselementes
in folgender Weise:

[0019] Dann bezeichnet
(x,y,z) die Koordinate eines infinitesimalen Massenpunktes dm. ρ
(x,y,z) ist dabei eine lokale Dichte des Verriegelungselementes an der Position x, y, z.
Die Integration ist dabei über das Volumen V des Verriegelungselementes durchzuführen.
Auf diese Weise kann vorzugsweise bei einfachen geometrischen Formen ein resultierendes
Drehmoment analytisch berechnet werden. Für komplizierte geometrische Formen eines
Verriegelungselementes erfolgt eine Berechnung insbesondere numerisch. Weiterhin ist
es vorzugsweise möglich, mittels Optimierungsverfahren wie beispielsweise Simplexverfahren
oder dergleichen eine Massenverteilung für ein gewünschtes Drehmoment zu ermitteln.
[0020] Das Vorzeichen der vorstehenden Gleichung für das resultierende Drehmoment entscheidet
dabei darüber, ob das an der Achse bewirkte Drehmoment einer Verdrehung des Verriegelungselementes
von der zweiten Position in die erste Position entgegenwirkt oder aber eine derartige
Verdrehung unterstützt. Die Winkelgeschwindigkeit Ω ist dabei unabhängig von (x, y,
z) sodass in einer Umformung ein Betrag der Winkelgeschwindigkeit S2 insbesondere
auch vor den Integralausdruck gezogen werden kann. Vorzugsweise wird die Berechnung
daher, wenn es nur auf das Vorzeichen ankommt, unabhängig vom Betrag der Winkelgeschwindigkeit
durchgeführt. Vorzugsweise brauchen bei dieser Berechnung nur die Größen
R(x,y,z), r(x,y,z), ρ(x,y,z) sowie ein auf den Betrag 1 normierter Vektor der Winkelgeschwindigkeit Ω verwendet
zu werden. Bei einer üblicherweise konstanten Dichte
ρ ist die Berechnung zusätzlich vereinfachbar.
[0021] Eine weitere Vereinfachung ergibt sich vorzugsweise, wenn das Verriegelungselement
in radialer Richtung lediglich eine vernachlässigbare Ausdehnung gegenüber einem Abstand
von der Achse der Läuferscheibe aufweist. Vorzugsweise kann in diesem Fall eine Betrachtung
auf einen Massenschwerpunkt des Verriegelungselementes reduziert werden.
[0022] Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Massenschwerpunkt des Verriegelungselementes
außerhalb der Achse liegt und in der zweiten Position einen größeren radialen Abstand
zu einer Drehachse der Läuferscheibe aufweist als in der das Sicherungselement entriegelnden
ersten Position. Beispielsweise ist vorgesehen, dass das Verrieglungselement in der
zweiten Position im Wesentlichen waagerecht zur Achse der Läuferscheibe ausgerichtet
ist. Bei einem in Bezug auf die Achse des Verriegelungselementes exzentrisch ausgestaltetem
Verriegelungselement liegt der Massenschwerpunkt dabei beispielsweise in der zweiten
Position in waagerechter Richtung neben der Achse, so dass ein radialer Abstand der
Achse und ein radialer Abstand des Schwerpunktes von der Drehachse in etwa gleich
sind. Bei einem in der ersten Position im wesentlichen senkrecht in Bezug auf die
Achse der Läuferscheibe ausgerichteten Verriegelungselement kann der Massenschwerpunkt
dagegen einen kleineren radialen Abstand von der Achse der Läuferscheibe aufweisen.
[0023] Die Vereinfachung bei vernachlässigbaren Unterschieden bezüglich des Radiusrichtungsvektors
R ist auch aus der vorstehenden Gleichung zum resultierenden Drehmoment ersichtlich.
In diesem Fall kann insbesondere auch
R(x,y,z) vor den Integralausdruck gezogen werden, sodass das Vorzeichen vorzugsweise lediglich
von den Größen
r(x,y,z) sowie
ρ(x,y,z) abhängt. Dies ist vorzugsweise gleichbedeutend mit einer Massenschwerpunktbetrachtung.
[0024] Die Achse des Verriegelungselementes ist gemäß einer Ausgestaltung senkrecht zur
axialen Richtung und senkrecht zu einer radialen Richtung der Läuferscheibe ausgerichtet.
Vorzugsweise wird dadurch eine möglichst gute Wirkung der Fliehkraft erreicht. Es
kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Achse des Verriegelungselementes schräg
zur radialen Richtung und/oder axialen Richtung der Läuferscheibe ausgerichtet ist.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung des Verriegelungselementes ist vorgesehen, dass das
Verriegelungselement einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel aufweist, wobei
das Sicherungselement durch den ersten Schenkel in der zweiten Position verriegelbar
ist. Dies ermöglicht eine einfache Bauweise. Der erste Schenkel und der zweite Schenkel
sind beispielsweise in einem Winkel von 180° zu einander ausgerichtet, was beispielsweise
durch ein einfaches Blech mit einer daran entsprechend vorgesehenen Achse bzw. daran
vorgesehenen Halterungspunkten ausgestaltet sein kann. Die Schenkel können jedoch
auch in einem anderen Winkel zueinander angeordnet sein. Insbesondere ist es auch
möglich, komplizierte geometrische Formen als Schenkel zu wählen.
[0026] In einer Variante ist vorgesehen, dass der erste Schenkel länger als der zweite Schenkel
ist. Insbesondere bei einem plattenförmigen Verriegelungselement ist dabei eine einfache
Herstellung möglich.
[0027] Eine Fixierung der Deckplatte wird vorzugsweise weiter verbessert, wenn an der Läuferscheibe
eine erste Ausnehmung vorgesehen ist, mit welcher das Verriegelungselement in der
zweiten Position in Eingriff bringbar und in Umfangsrichtung verriegelbar ist. Beispielsweise
ist vorgesehen, dass der zweite Schenkel in die erste Ausnehmung eingreift. Die erste
Ausnehmung ist dabei vorzugsweise am Umfang der Läuferscheibe benachbart zur ersten
Nut und in Verbindung mit dieser angeordnet.
[0028] Gemäß einer Weiterbildung weist die Deckplatte in einem Fußbereich wenigstens eine
zweite Ausnehmung auf, mit welcher das Verriegelungselement in der zweiten Position
in Eingriff bringbar und in Umfangrichtung verriegelbar ist. Die Ausnehmung ist dabei
beispielsweise durch eine Vertiefung gebildet. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass die Ausnehmung durch eine Ausstanzung in der Deckplatte gebildet ist. Insbesondere
ist vorgesehen, dass das Verriegelungselement mit seinem ersten Schenkel in die zweite
Ausnehmung eingreift. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die zweite Ausnehmung im
Fußbereich der Deckplatte benachbart zur ersten Ausnehmung in der ersten Nut zu liegen
kommt, sodass das Verriegelungselement gleichzeitig in die zweite Ausnehmung und die
erste Ausnehmung eingreifen kann, wodurch vorzugsweise sowohl das Verriegelungselement
als auch die Deckplatte in Umfangsrichtung an der Läuferscheibe fixiert werden.
[0029] Für eine einfache Herstellung des Sicherungselementes ist es vorteilhaft, wenn das
Sicherungselement aus Blech besteht.
[0030] Gemäß einer Weiterbildung ist das Verriegelungselement einstückig mit dem Sicherungselement
ausgebildet, wobei Ausstanzungen derart vorgesehen sind, dass das Verriegelungselement
mit Seitenblechen lediglich über wenigstens einen Steg in Verbindung steht. Vorzugsweise
ermöglicht dies eine einfache Herstellung mittels Ausstanzen aus einer Platte, insbesondere
aus einem Blech. Weiterhin vorteilhaft ist das Verriegelungselement unverlierbar.
Bei einem Wartungsvorgang sind vorteilhafterweise keine zusätzlichen Elemente wie
Schrauben, Nieten oder dergleichen bereit zu halten. Vorzugsweise sind genau zwei
Stege vorgesehen, welche als Drehachse des Verriegelungselementes dienen.
[0031] Eine Verschwenkbarkeit bzw. Verdrehbarkeit des Verriegelungselementes kann auf verschiedene
Weisen bereitgestellt werden. In einer ersten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das
Verriegelungselement durch Verdrehen des Steges aus der ersten Position in die zweite
Position gebracht werden kann und insbesondere durch Verdrehen des Steges aus der
zweiten Position in die erste Position rückführbar ist. Insbesondere ist das Verriegelungselement
aus der der zweiten Position in die erste Position sowie aus der ersten Position in
die zweite Position biegbar. Ein derartig verdrehbarer Steg kann vorzugsweise bereits
mit einer einfachen Herstellung des Verriegelungselementes aus einer einzigen Platte,
insbesondere einem Blech, bereitgestellt werden.
[0032] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Verriegelungselement an
einer Schwenkachse gelagert ist und zumindest in seiner zweiten Position einrastbar
ist. Vorzugsweise ermöglicht dies eine große Anzahl von Schwenkbewegungen, ohne das
Materialermüdungen durch ein Hin- und Herbiegen von Material zu befürchten ist. Zum
Einrasten kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Verriegelungselement formschlüssig
in der ersten oder der zweiten Ausnehmung einrastet. Es kann auch am Verriegelungselement
selbst ein Rastmechanismus vorgesehen sein.
[0033] In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass in einem Nutgrund der ersten Nut zumindest
abschnittsweise eine zweite Nut vorgesehen ist, in welche ein Rand des Seitenbleches
einsteckbar ist. Vorzugsweise ermöglicht dies eine sichere Führung des Sicherungsbleches
bei einem Einsetzen. Weiterhin ist eine Breite der zweiten Nut vorzugsweise so ausgestaltet,
das zumindest in geringem Maße eine Klemmwirkung beim Einsetzen erzielt wird. Insbesondere
dient die zweite Nut im Nutgrund der ersten Nut als Widerlager des Sicherungselementes,
welches die Deckplatte in der ersten Nut einklemmt.
[0034] Gemäß einer Ausgestaltung ist eine formschlüssige Verbindung zwischen Deckplatte
und Läuferscheibe vorgesehen, wodurch die Deckplatte zumindest in radialer Richtung
gesichert ist. Insbesondere ermöglicht dies, dass mit dem Sicherungselement lediglich
eine geringe Klemmkraft aufgewendet werden muss, um ein Herausgleiten des Sicherungselementes
aus der formschlüssigen Verbindung zu verhindern. Insbesondere müssen mit dem Sicherungselement
keine radialen Haltekräfte auf die Deckplatte ausgeübt werden.
[0035] Für eine formschlüssige Verbindung können verschiedene Varianten vorgesehen sein.
In einer ersten Variante weist die erste Nut zumindest abschnittsweise einen Hinterschnitt
auf, in welchen ein zumindest abschnittsweise abgewinkelter Rand der Deckplatte eingreift.
Beispielsweise ist ein radial innerer Rand der Deckplatte in etwa L-förmig abgewinkelt,
so dass dieser in den Hinterschnitt der ersten Nut eingreifen kann. Vorzugsweise ermöglicht
dies eine einfache Herstellung einer Deckplatte durch einfaches Umformen einer Platte,
insbesondere eines Bleches.
[0036] Alternativ oder zusätzlich ist in einer weiteren Variante eine wenigstens einen Vorsprung
sowie wenigstens eine dritte Ausnehmung aufweisende Verbindung zwischen Deckplatte
und Läuferscheibe vorgesehen. Beispielsweise ist an einer Seitenwand der ersten Nut
eine Nase vorgesehen, welche in eine Ausstanzung bzw. Aufnehmung der Deckplatte eingreift.
Entsprechend kann umgekehrt eine Nase an der Deckplatte und eine Ausnehmung an der
Seitenwand der Nut vorgesehen sein.
[0037] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Turbinenanordnung, insbesondere gemäß wenigstens
einer der vorbeschriebenen Ausgestaltungen, mit wenigstens einer Läuferscheibe sowie
wenigstens einer darin einsetzbaren Turbinenschaufel, welche mittels wenigstens einer
Deckplatte in axialer Richtung der Läuferscheibe fixierbar ist, wobei die Deckplatte
in eine in wenigstens einem Umfangsabschnitt der Läuferscheibe in Umfangsrichtung
erstreckten ersten Nut einsetzbar ist, wobei die Deckplatte an der Läuferscheibe abgestützt
ist.
[0038] Die Erfindung betrifft außerdem ein Sicherungselement zur Verwendung in einer Turbinenanordnung
gemäß einer der vorstehenden Ausgestaltungen, wobei mittels des Sicherungselementes
eine Deckplatte in einer in wenigstens einem Umfangsabschnitt der Läuferscheibe in
Umfangsrichtung erstreckten ersten Nut sicherbar, insbesondere einklemmbar ist und
das Sicherungselement wenigstens ein von einer ersten Position in eine zweite Position
bewegbares Verriegelungselement umfasst, durch welches das Sicherungselement in der
zweiten Position gegen Herausfallen verriegelbar ist.
[0039] Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Verriegelungselement um eine Achse
von der ersten Position in die zweite Position schwenkbar ist und dass eine Massenverteilung
des Verriegelungselementes so gewählt ist, dass ein von der bei einer Rotation der
Läuferscheibe auftretenden Fliehkraft an der Achse bewirktes Drehmoment einer Verschwenkung
des Verriegelungselementes von der zweiten Position in die erste Position entgegengerichtet
ist.
[0040] Insbesondere ist die Massenverteilung des Verriegelungselementes so ausgestaltet,
dass ein Massenschwerpunkt des Verriegelungselementes außerhalb der Achse liegt und
in der zweiten Position einen größeren radialen Abstand zu einer Drehachse der Läuferscheibe
aufweist als in der das Sicherungselement entriegelnden ersten Position.
[0041] Weiterhin ist Gegenstand der Erfindung eine Deckplatte zur Verwendung in einer Turbinenanordnung
gemäß wenigstens einer der vorstehend beschriebenen Ausgestaltungen, wobei die Deckplatte
an der Läuferscheibe abstützbar und mittels wenigstens eines Sicherungselementes in
einer in wenigstens einem Umfangsabschnitt der Läuferscheibe in Umfangsrichtung erstreckten
Nut sicherbar, insbesondere einklemmbar ist. Vorzugsweise sind zur Befestigung der
Deckplatte keine weiteren Befestigungselemente, insbesondere keine Schrauben, Bolzen
oder dergleichen erforderlich.
[0042] Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Sicherung einer Deckplatte einer
Turbinenanordnung, insbesondere gemäß einer der vorstehend beschriebenen Ausgestaltungen,
welche wenigstens eine Läuferscheibe sowie wenigstens eine darin einsetzbare Turbinenschaufel
umfasst, wobei die Deckplatte mit wenigstens einem Sicherungselement in einer in zumindest
einem Umfangsabschnitt einer Läuferscheibe vorgesehenen Nut eingeklemmt wird und ein
Verriegelungselement von einer ersten Position in eine zweite Position bewegt wird,
wodurch das Sicherungselement gegen Herausfallen verriegelt wird.
[0043] In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass bei einer Drehung der Läuferscheibe bei
einem Betrieb der Turbinenanordnung eine auf das Verriegelungselement wirkende Fliehkraft
einer Bewegung des Verriegelungselementes von der zweiten Position in die entriegelnde
erste Position entgegenwirkt. Vorzugsweise werden von dem Verriegelungselement keine
radial wirkenden Kräfte auf die Deckplatte übertragen, sodass lediglich eine geringe
Kraft zum Verhindern eines Herausfallens bzw. Herausgeschleudert-Werdens bei einer
Umdrehung der Läuferscheibe aufgewendet werden muss.
[0044] Eine einfache Verriegelung wird vorzugsweise dadurch ermöglicht, dass das Verriegelungselement
zur Verriegelung von der ersten Position in die zweite Position umgebogen wird. Dem
entsprechend kann das Verriegelungselement vorzugsweise bei einer Demontage des Sicherungselementes
von der zweiten Position in die erste Position zurück gebogen werden.
[0045] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung im Einzelnen beispielhaft erläutert.
Die dort dargestellten Merkmalskombinationen sind jedoch nicht beschränkend zu verstehen,
vielmehr sind die jeweils in der Beschreibung einschließlich der Figurenbeschreibung
sowie in den Figuren enthaltenen Merkmale zu Weiterbildungen miteinander kombinierbar.
Es zeigen:
- FIG 1
- einen Längsschnitt einer Turbinenanordnung,
- FIG 2
- eine perspektivische Ansicht eine Deckplatte nebst deren Umgebung,
- FIG 3
- eine perspektivische Ansicht des Sicherungselementes und
- FIG 4
- einen Längsschnitt durch das Sicherungselement gemäß FIG 3 nebst dessen Umgebung.
[0046] FIG 1 zeigt einen Längsschnitt einer Turbinenanordnung 10. Dabei handelt es sich
um eine Strömungsmaschine, welche als Gasturbine ausgestaltet ist. Die Turbinenanordnung
10 umfasst einen Verdichter 12 sowie eine Turbineneinheit 14, welche über eine Brennkammer
16 miteinander verbunden sind. Im Verdichter 12 sind eine erste Läuferscheibe 18 und
eine zweite Läuferscheibe 20 vorgesehen. Die Turbineneinheit 14 weist eine dritte
Läuferscheibe 22 sowie eine vierte Läuferscheibe 24 auf. Die Läuferscheiben 18; 20;
22; 24 sind dabei über eine gemeinsame Läuferachse 26 verbunden. An den Läuferscheiben
18; 20; 22; 24 sind weitere Bauteile befestigt, was an der vierten Läuferscheibe 24
exemplarisch gezeigt ist. Diese weist eine Turbinenlaufschaufel 28 auf, welche auswechselbar
in die vierte Läuferscheibe 24 einsetzbar ist. Zur Sicherung der Turbinenlaufschaufel
28 ist auf beiden Seiten der Läuferscheibe 24 ein in FIG 1 nicht dargestelltes Sicherungsblech
bzw. eine Deckplatte vorgesehen. Benachbart zu der Turbinenlaufschaufel 28 ist eine
Leitschaufel 30 vorgesehen. Daneben umfasst die Turbinenanordnung naturgemäß weitere
Reihen weiterer nicht dargestellter Leitschaufeln und Turbinenlaufschaufeln.
[0047] FIG 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer solchen Deckplatte 32 nebst deren
Umgebung. Diese ist in einer ersten Nut 34 der dritten Läuferscheibe 22 eingesetzt.
Bei der Turbinenanordnung gemäß FIG 2 ist links von der Deckplatte 32 an der dritten
Läuferscheibe 22 eine nicht dargestellte Turbinenschaufel angebracht. Die Deckplatte
32 ist in einem Fußbereich 36 abgewinkelt, sodass die Deckplatte 32 in einen Hinterschnitt
38 der ersten Nut 34 eingreifen kann. Dadurch wird eine formschlüssige Verbindung
zwischen der dritten Läuferscheibe 22 und der Deckplatte 32 bewirkt, sodass bei einer
Rotation um die Läuferachse 26 eine Sicherung gegen ein Herausgeschleudert-Werden
in einer radialen Richtung 40 gewährleistet ist.
[0048] Weiterhin sind eine erste Ausnehmung 46 in der dritten Rotorscheibe 22 sowie eine
zweite Ausnehmung 48 in der Deckplatte 32 vorgesehen. Diese Ausnehmungen 46; 48 dienen
dabei einer Verriegelung der Deckplatte 32 gegen die Verschiebung in einer Umfangsrichtung
50 mittels eines in FIG 2 nicht dargestellten Verriegelungselementes. Des Weiteren
ist eine zweite Nut 52 in einem Nutgrund 54 der ersten Nut 34 zur teilweisen Aufnahme
eines Sicherungselementes vorgesehen.
[0049] FIG 3 zeigt das in die Nut 34 einzusetzende Sicherungselement 56 in perspektivischer
Darstellung in einer ersten Position. Das Sicherungselement 56 umfasst ein Verriegelungselement
60 und zwei damit einstückig verbundene, dabei beidseitig angeordnete Seitenbleche
61. Das Verriegelungselement 60 ist dabei durch Ausstanzungen 72 aus einem Blech hergestellt.
Die Ausstanzungen 72 sind dabei so gewählt, dass ein erster Steg 74 und ein zweiter
Steg 76 eine Achse 62 definieren, um welche das Verriegelungselement 60 gegenüber
den Seitenblechen 61 verschwenkbar ist. Aufgrund der gewählten Lage der Stege 74,
76 umfasst das Verriegelungselement 60 einen ersten Schenkel 66 und einen zweiten
Schenkel 64. Der Massenschwerpunkt 68 des Verriegelungselementes 60 liegt unterhalb
der Achse 62, welche - bei eingebautem Zustand in der Turbine - auf dem gleichen Radius
wie die Stege 74, 76 verläuft.
[0050] Die beiden Seitenbleche 61 weisen eine in Umfangrichtung gesehene Breite auf, die
jeweils nicht größer ist als 75% der Breite des Verriegelungselementes 60, um die
gewünschten Massenverhältnisse und die gewünschte Schwerpunktverschiebung zu erreichen.
Vorzugsweise beträgt die Breite der Seitenbleche ungefähr 50% der Breite des Verriegelungselementes
60. Die Seitenblechbreite sollte jedoch auch eine Mindestgröße nicht unterschreitet,
damit die Seitenbleche 61 die von den Laufschaufeln über die Deckplatte 32 auf sie
übertragenen Axialkräfte schadlos aufnehmen können, wodurch ein sicherer axialer Sitz
der Laufschaufeln in ihren Haltenuten gewährleisten werden kann.
[0051] Des Weiteren sind die radial nach innen ragenden Schenkel der Seitenbleche 61 länger
als der erste Schenkel 66 des Verriegelungselementes 61, damit lediglich diese in
der Nut 52 einsetzbar sind und der erste Schenkel 66 beim Umbiegen nicht von der Nut
52 blockiert werden kann.
[0052] FIG 4 zeigt einen Längsschnitt eines eingesetzten Sicherungselementes 56 nebst dessen
Umgebung. Dieses ist in eine erste Nut 34 der dritten Läuferscheibe 22 eingesteckt,
welche lediglich ausschnittsweise dargestellt ist. Die Seitenbleche 61 sind mit einem
unteren Rand 58 in die zweite Nut 52 im Nutgrund 54 der ersten Nut 34 eingesteckt.
Diese zweite Nut 52 dient als ein Widerlager des ersten Sicherungselementes 56 beim
Einbiegen des Verriegelungselementes 60 in die Ausnehmungen 46, 48. Die Deckplatte
32 greift mit einem abgewinkelten Rand in ihrem Fußbereich 36 in den Hinterschnitt
38 der ersten Nut 34 ein.
[0053] Schematisch dargestellt ist das Verriegelungselement 60 in einer das Sicherungselement
56 sich selbst und die Deckplatte 32 verriegelnden zweiten Position. Bezogen auf die
in FIG 3 dargestellte erste Position ist das Verriegelungselement 60 in etwa um 90°
im Uhrzeigersinn um die Achse 62, welche sich senkrecht zur Zeichenebene erstreckt,
verschwenkt. In der dargestellten zweiten Position greift der zweite Schenkel 64 des
Verriegelungselementes 60 in die erste Ausnehmung 46 der dritten Läuferscheibe 22
ein. Der erste Schenkel 66 sichert das Sicherungselement 56 gegen ein Herausfallen
aus der ersten Nut 34 und greift außerdem in die in FIG 3 ansatzweise dargestellte
zweite Ausnehmung 48 in der Deckplatte 32 ein. Der Massenschwerpunkt 68 des Verriegelungselementes
60 wird bei einem Verschwenken von der ersten Position in die dargestellte zweite
Position in einer radialen Richtung 40 angehoben. Bei einer Rotation der dritten Läuferscheibe
22 um die Läuferachse 26 bei einem Betrieb der Turbinenanordnung wird der erste Schenkel
66 des Verriegelungselementes 60 aufgrund der wirkenden Fliehkraft von unten in die
zweite Ausnehmung 48 und gegen den Hinterschnitt 38 gedrückt. Dadurch wird ein unerwünschtes
Zurückbiegen des Verriegelungselementes 60 von der zweiten Position in die erste Position
verhindert.
[0054] Zur Verriegelung der eingesetzten Deckplatte 32 wird das Verriegelungselement 60
nach seinem Einsetzen in die Nut 34 gegenüber den Seitenblechen 61 im Uhrzeigersinn
um etwa 90° um die Achse 62 gedreht. Der erste, radial gesehen innere Schenkel 66
des Verriegelungselements 60 wird dadurch in die zweite Ausnehmung 48 eingeschwenkt,
der zweite Schenkel 64 bewegt sich gleichzeitig in die erste Ausnehmung 46. Dabei
wird ein radialer Abstand 78 zu einer schematisch angedeuteten Läuferachse 26 des
Massenschwerpunktes 68 des Verriegelungselementes 60 vergrößert, wodurch die beim
Betrieb der Turbine auf das Verriegelungselements 60 einwirkende Fliehkraft das ungewollte
Zurückbiegen des Verriegelungselements 60 sicher verhindert. Sowohl Deckplatte 32
als auch das Sicherungselement 56 sind somit zuverlässig und annähernd spielfrei an
der Läuferscheibe 22 befestigt.
1. Turbinenanordnung (10) mit wenigstens einer Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) sowie wenigstens
einer darin einsetzbaren Turbinenschaufel (28),
welche mittels wenigstens einer Deckplatte (32) in axialer Richtung (26) der Läuferscheibe
(18; 20; 22; 24) fixierbar ist,
wobei die Deckplatte (32) mittels wenigstens eines Sicherungselementes (56) in einer
in wenigstens einem Umfangsabschnitt der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) in Umfangsrichtung
(50) erstreckten ersten Nut (34) sicherbar ist, welches Sicherungselement (56) wenigstens
ein von einer ersten Position in eine zweite Position bewegbares Verriegelungselement
(60) umfasst,
wobei in der zweiten Position des Verriegelungselementes (60) das Sicherungselement
(56) gegen Herausfallen verriegelt ist.
2. Turbinenanordnung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (60) um eine Achse (62) von der ersten Position in die zweite
Position verschwenkbar ist und
dass eine Massenverteilung des Verriegelungselementes (60) so gewählt ist, dass ein
von der bei einer Rotation der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) auftretenden Fliehkraft
an der Achse (62) bewirktes Drehmoment einer Verschwenkung des Verriegelungselementes
(60) von der zweiten Position in die erste Position entgegengerichtet ist.
3. Turbinenanordnung (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Massenschwerpunkt (68) des Verriegelungselementes (60) außerhalb der Achse (62)
liegt und in der zweiten Position einen größeren radialen Abstand (78) zu einer Drehachse
(26) der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) aufweist als in der das Sicherungselement
(56) entriegelnden ersten Position.
4. Turbinenanordnung (10) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Achse (62) senkrecht zur axialen Richtung (26) und senkrecht zu einer radialen
Richtung (40) der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) ausgerichtet ist.
5. Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (60) einen ersten Schenkel (66) und einen zweiten Schenkel
(64) aufweist,
wobei das Sicherungselement (56) durch den ersten Schenkel (66) in der zweiten Position
verriegelbar ist.
6. Turbinenanordnung (10) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Schenkel (66) länger als der zweiten Schenkel (64) ist.
7. Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) eine erste Ausnehmung (46) vorgesehen ist, mit
welcher das Verriegelungselement (60) in der zweiten Position in Eingriff bringbar
und in Umfangsrichtung verriegelbar ist.
8. Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Deckplatte (32) in einem Fußbereich wenigstens eine zweite Ausnehmung (48) aufweist,
mit welcher das Verriegelungselement (60) in der zweiten Position in Eingriff bringbar
und in Umfangsrichtung verriegelbar ist.
9. Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (56) als Blech ausgebildet ist.
10. Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (60) einstückig mit dem Sicherungselement (56) gebildet ist,
wobei Ausstanzungen (72) derart vorgesehen sind, dass
das Verriegelungselement (60) mit dem Sicherungselement (56) lediglich über wenigstens
einen Steg (72, 74) in Verbindung steht.
11. Turbinenanordnung (10) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (60) durch Verdrehen des Steges (72, 74) aus der zweiten
Position in die erste Position rückführbar biegbar ist.
12. Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem Nutgrund (54) der ersten Nut (34) zumindest abschnittsweise eine zweite Nut
(52) vorgesehen ist, in welche ein Rand (58) des Sicherungselementes (56) einsteckbar
ist.
13. Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine formschlüssige Verbindung zwischen Deckplatte (32) und Läuferscheibe (18; 20;
22; 24) vorgesehen ist, wodurch die Deckplatte (32) zumindest in radialer Richtung
(40) gesichert ist.
14. Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Nut (34) zumindest abschnittsweise einen Hinterschnitt (38) aufweist,
in welchen ein zumindest abschnittsweise abgewinkelter Rand der Deckplatte (32) eingreift.
15. Turbinenanordnung (10),
insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit wenigstens einer Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) sowie wenigstens einer darin einsetzbaren
Turbinenschaufel,
welche mittels wenigstens einer Deckplatte (32) in axialer Richtung der Läuferscheibe
(18; 20; 22; 24) fixierbar ist,
wobei die Deckplatte (32) in eine in wenigstens einem Umfangsabschnitt der Läuferscheibe
(18; 20; 22; 24) in Umfangsrichtung (50) erstreckten ersten Nut (34) einsetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Deckplatte (32) an der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) abgestützt ist.
16. Sicherungselement (56) zur Verwendung in einer Turbinenanordnung (10) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche 1 bis 15,
wobei mittels des Sicherungselementes (56) eine Deckplatte (32) in einer in wenigstens
einem Umfangsabschnitt der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) in Umfangsrichtung (50)
erstreckten ersten Nut sicherbar, insbesondere einklemmbar ist und das Sicherungselement
(56) wenigstens ein von einer ersten Position in eine zweite Position bewegbares Verriegelungselement
(60) umfasst,
wobei in der zweiten Position des Verriegelungselementes (60) das Sicherungselement
(56) gegen Herausfallen verriegelbar ist.
17. Sicherungselement (56) nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (60) um eine Achse (62) von der ersten Position in die zweite
Position schwenkbar ist und dass eine Massenverteilung des Verriegelungselementes
(60) so gewählt ist,
dass ein von der bei einer Rotation der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) auftretenden
Fliehkraft an der Achse (62) bewirktes Drehmoment einer Verschwenkung des Verriegelungselementes
(60) von der zweiten Position in die erste Position entgegengerichtet ist.
18. Deckplatte (32) zur Verwendung in einer Turbinenanordnung (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 15,
wobei die Deckplatte (32) an der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) abstützbar und mittels
wenigstens eines Sicherungselementes (56) in einer in wenigstens einem Umfangsabschnitt
der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) in Umfangsrichtung (50) erstreckten Nut (34) sicherbar
ist.
19. Verfahren zur Sicherung einer Deckplatte (32) einer Turbinenanordnung (10),
welche wenigstens eine Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) sowie wenigstens eine darin
einsetzbare Turbinenschaufel umfasst,
wobei die Deckplatte (32) mit wenigstens einem Sicherungselement (56) in einer in
zumindest einem Umfangsabschnitt einer Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) vorgesehenen
Nut (34) eingesetzt wird und ein Verriegelungselement (60) von einer ersten Position
in eine zweite Position bewegt wird, wodurch das Sicherungselement (56) gegen Herausfallen
verriegelt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei einer Drehung der Läuferscheibe (18; 20; 22; 24) bei einem Betrieb der Turbinenanordnung
eine auf das Verriegelungselement (60) wirkende Fliehkraft einer Bewegung des Verriegelungselementes
(60) von der zweiten Position in die entriegelnde erste Position entgegenwirkt.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (60) zur Verriegelung von der ersten Position in die zweite
Position umgebogen wird.