[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Führen eines Arbeitsprogramms
in einem Behandlungsraum eines Nahrungsmittelbehandlungsgeräts, bei dem die Behandlungsraumatmosphäre
von zumindest einer Sensoreinheit erfaßt und in Abhängigkeit von erfaßten Werten und
in einer Speichereinheit hinterlegten Werten das Arbeitsprogramm geführt wird.
[0002] Das Führen eines Arbeitsprogramms, insbesondere Garprogramms, in einem Nahrungsmittelbehandlungsgerät
spielt insbesondere bei Nahrungsmittelbehandlungsgeräten für Großküchen und Kantinen
eine zunehmend wichtige Rolle. Dabei kommen bislang vor allem Feuchte- und Temperatursensoren
in den Nahrungsmittelbehandlungsgeräten zum Einsatz. Diese Sensoren dienen dabei der
Bestimmung der Bedingungen in einem Behandlungsraum, lassen aber auch begrenzt Rückschlüsse
auf den Zustand eines in dem Behandlungsraum plazierten Garguts zu.
[0003] Genauere Informationen über den Zustand des Garguts lassen sich erhalten, indem man
einen oder mehrere Temperatursensoren in das Gargut selbst einbringt. Aus der
DE 199 45 021 A1 ist beispielsweise ein Nahrungsmittelbehandlungsgerät mit einem Garprozeßfühler zum
Einbringen in ein Gargut bekannt, bei dem ein Arbeitsprogramm aufgrund der vom Garprozessfühler
im Inneren des Garguts gemessenen Temperaturen geführt wird. Die
WO 2004/109246 A1 offenbart einen anderen Garprozeßfühler, der eine Stoffwerterfassung beispielsweise
zur Garguterkennung ermöglicht. Das Einbringen eines Garprozessfühlers in Gargut ist
jedoch umständlich, Quelle für Fehlbedienungen und führt zu einer unschönen Einstichstelle
im Gargut.
[0004] Als Alternative zu solchen Garprozeßfühlern sind auch berührungslos arbeitende Sensoren
bekannt. Ein leistungsfähiger Gassensor in Form eines Gassensorarrays ist beispielsweise
aus der
DE 44 23 289 C1 bekannt. Der dort offenbarte Gassensor ist durch eine Vielzahl von Sensorbereichen
in der Lage, auch unterschiedlichste komplexe Gerüche anhand eines umfangreichen Signalmusters
voneinander zu unterscheiden. Ein solches Gassensorarray ist also prinzipiell dazu
in der Lage, komplexe chemische Vorgänge, wie sie zum Beispiel beim Garen von Lebensmitteln
auftreten, anhand der chemischen Zusammensetzung der das Gargut umgebenden Atmosphäre
zu verfolgen. Ein Nahrungsmittelbehandlungsgerät mit solch einem Gassensorsystem,
sowie ein gattungsgemäßes Verfahren zum Führen eines Arbeitsprogramms aufgrund dieser
Meßwerte ist aus der
DE 10 2004 062 737 A1 bekannt. Bei dem in der
DE 10 2004 062 737 A1 offenbarten Verfahren wird während des Garens die Garraumatmosphäre mit einem Sensor
analysiert und das Arbeitsprogramm innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite von zuvor
gespeicherten Sollwerten geführt. Nachteilig an diesem Stand der Technik ist, daß
der Anwender zunächst durch eine Eingabe am Nahrungsmittelbehandlungsgerät eine Auswahl
treffen muß, um das richtige Arbeitsprogramm zu starten.
[0005] Ein Nahrungsmittelbehandlungsgerät zum komplett automatischen Garen unter Einsatz
eines in Gargut einzuführenden Garprozeßfühlers sowie Durchführung einer Cluster-Analyse
ist aus der
EP 1 666 798 A1 bekannt. Aufgabe der Erfindung ist daher, das gattungsgemäße Verfahren derart weiterzuentwickeln,
daß die Nachteile des Stands der Technik überwunden werden. Insbesondere soll das
Auswählen eines geeigneten Arbeitsprogramms dahingehend vereinfacht werden, daß das
Nahrungsmittelbehandlungsgerät bereits selbsttätig eine geeignete Vorauswahl des Garprogramms
und der Garparameter trifft. Gleichzeitig sollen der gesamte Bedienkomfort verbessert
und die Abläufe der Arbeitsprogramme zuverlässiger und reproduzierbarer gestaltet
werden. Eine Verbesserung der Qualität des Ergebnisses ist selbstverständlich ebenfalls
wünschenswert, unter gleichzeitiger Vermeidung einer Einsteckung eines Garprozeßfiihlers
in Gargut.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die folgenden Verfahrensschritte gelöst:
- Erfassen zumindest eines ersten Werts der Behandlungsraumatmosphäre und/oder der Umgebungsatmosphäre
des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts vor Auswahl und/oder Beginn des Arbeitsprogramms,
- Speichern des ersten Werts,
- Erfassen zumindest eines zweiten Werts der Behandlungsraumatmosphäre und/oder der
Umgebungsatmosphäre des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts nach Beladen des Behandlungsraums
mit Gargut oder nach Einführen eines Entkalkungs- und/oder Reinigungsmittels in den
Behandlungsraum und/oder nach Beginn des Arbeitsprogramms,
- Ermitteln zumindest eines dritten Werts aus dem ersten und zweiten Wert,
- Vergleichen des dritten Werts mit den hinterlegten Werten und
- Führen des Arbeitsprogramms in Abhängigkeit von dem Ergebnis des Vergleichs des dritten
Werts mit den hinterlegten Werten.
[0007] Dabei kann vorgesehen sein, daß als Arbeitsprogramm ein Garprogramm, Entkalkungsprogramm
oder Reinigungsprogramm ausgewählt wird.
[0008] Besonders bevorzugt ist dabei, daß im Falle der Auswahl eines Garprogramms der erste
Wert vor Beladung des Behandlungsraums mit Gargut erfaßt wird.
[0009] Erfindungsgemäß kann ebenfalls vorgesehen sein, daß durch den ersten Wert der Ausgangszustand
des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts, insbesondere des Behandlungsraums und/oder der
Umgebungsatmosphäre, repräsentiert wird, wobei der Ausgangszustand bestimmt wird durch
die Verschmutzung und/oder Historie des Betriebs des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts
und/oder dessen Aufstellungsort.
[0010] Bei besonders geeigneten Verfahren wird im Falle der Auswahl eines Garprogramms der
zweite Wert nach Beladung des Behandlungsraums mit Gargut und vor Beginn oder zu Beginn
des Arbeitsprogramms erfaßt wird.
[0011] Dabei kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß durch den zweiten und/oder dritten
Wert die Beladung des Behandlungsraums mit Gargut repräsentiert wird, insbesondere
bestimmt durch Art, Größe, Menge, Würzung, Herkunft und/oder Zustand, insbesondere
Lagerungszustand, des Garguts.
[0012] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren kann vorgesehen sein, daß der dritte Wert sich
aus einer Subtraktion des zweiten Werts von dem ersten Wert ergibt, insbesondere unter
Zugrundelegung einer linearen Vektorrechnung.
[0013] Dabei kann des weiteren vorgesehen sein, daß der erste, zweite und/oder dritte Wert
angezeigt, ausgedruckt oder gespeichert wird bzw. werden, wobei vorzugsweise beim
Speichern noch zumindest eine weitere Angabe, umfassend eine Zeitangabe, wie eine
Uhrzeit und/oder ein Datum und/oder eine Ortangabe, wie die Region, das Land und/oder
die geodätische Höhe am Aufstellungsort, abgespeichert wird.
[0014] Erfindungsgemäß wird zusätzlich vorgeschlagen, daß der dritte Wert und/oder das Arbeitsprogramm
nach Führung desselben in Abhängigkeit von dem dritten Wert abgespeichert wird, automatisch
oder manuell, wobei vorzugsweise der dritte Wert zu einem hinterlegten Wert wird.
[0015] Dabei kann vorgesehen sein, daß die hinterlegten Werte Arbeitsprogrammen zugeordnet
sind, so daß bei Auswahl eines Arbeitsprogramms nur die dem ausgewählten Arbeitsprogramm
zugeordneten hinterlegten Werte beim Vergleich mit dem dritten Wert herangezogen werden.
[0016] Von Vorteil ist hierbei ferner, daß bei Unterschreiten zumindest eines ersten Minimalwerts
durch den ersten Wert und/oder zumindest eines zweiten Minimalwerts durch den zweiten
Wert und/oder zumindest eines dritten Minimalwerts durch den dritten Wert und/oder
bei Überschreiten zumindest eines ersten Maximalwerts durch den ersten Wert und/oder
zumindest eines zweiten Maximalwerts durch den zweiten Wert und/oder zumindest eines
dritten Maximalwerts durch den dritten Wert eine Fehlermeldung ausgegeben wird, ein
Alarm ausgelöst wird, eine Handlungsanweisung für eine Bedienperson ausgegeben wird
und/oder das Arbeitsprogramm abgebrochen wird.
[0017] Vorteilhafterweise wird in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, daß der erste Wert
auf Null gesetzt wird entweder durch Eingabe eines Befehls durch eine Bedienperson
oder automatisch nach Durchführung eines Entkalkungsprogramms, eines Reinigungsprogramms,
einer Lüftung und/oder eines Datumswechsels.
[0018] Dabei kann vorgesehen sein, daß nach dem Vergleich des dritten Werts mit den hinterlegten
Werten automatisch ein Arbeitsprogramm ausgewählt und initiiert oder vorgeschlagen
wird, wobei vorzugsweise ein vorgeschlagenes Arbeitsprogramm, insbesondere zumindest
ein Parameter desselben, zumindest innerhalb vorgegebener Grenzen veränderbar oder
bestätigbar ist.
[0019] Ferner können sich erfindungsgemäße Verfahren dadurch auszeichnen, daß der erste
und/oder zweite Wert nach einem, insbesondere sich aus einem Arbeitsprogramm ergebenden,
Einbringen von Wasser in den Behandlungsraum bestimmt oder modifiziert wird bzw. werden.
[0020] Erfindungsgemäß wird zusätzlich vorgeschlagen, daß ein Eintrag von Umgebungsatmosphäre
in den Behandlungsraum, insbesondere der Volumenstrom der in den Behandlungsraum strömenden
Umgebungsatmosphäre, bei der Ermittlung des ersten, zweiten und/oder dritten Werts
vorzugsweise durch Gewichtung, berücksichtigt wird.
[0021] Dabei kann vorgesehen sein, daß eine Spülung des Behandlungsraums mit Umgebungsatmosphäre,
wie beim Abkühlen, Befeuchten, Entfeuchten, Beschwaden oder Dämpfen, insbesondere
die Spüldauer und/oder Spülrate, und/oder eine Öffnung der Tür des Behandlungsraums,
insbesondere der Öffnungsgrad und/oder die Öffnungsdauer, berücksichtigt wird bzw.
werden.
[0022] Des weiteren kann dabei vorgesehen sein, daß während der Erfassung des ersten und/oder
zweiten Werts eine Spülung und/oder Türöffnung unterbunden wird.
[0023] Erfindungsgemäße Verfahren können sich auch dadurch auszeichnen, daß die zeitliche
Entwicklung des ersten und/oder zweiten Werts berücksichtigt wird bzw. werden, vorzugsweise
durch Differentiation und/oder Aufintegration.
[0024] Dabei kann vorgesehen sein, daß eine Vielzahl von ersten Werten erfaßt wird, insbesondere
über den Behandlungsraum und/oder die Umgebung des Behandlungsraums verteilt und/oder
in Abhängigkeit von der Zeit und/oder Temperatur, und/oder eine Vielzahl von zweiten
Werten erfaßt wird, insbesondere über den Behandlungsraum und/oder die Umgebung des
Behandlungsraums verteilt und/oder in Abhängigkeit von der Zeit und/oder Temperatur.
[0025] In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, daß als Sensoreinheit zumindest ein Gassensorarray
verwendet wird, und/oder als erste und zweite Werte der Geruch im Behandlungsraum
und/oder in der Umgebung außerhalb des Behandlungsraums erfaßt werden, wobei vorzugsweise
auch zumindest ein Temperatursensor und/oder ein Feuchtesensor verwendet wird.
[0026] Dabei ist es vorteilhaft, wenn zumindest zwei erste Werte und zumindest zwei zweite
Werte erfaßt werden, von denen jeweils einer repräsentativ für die Behandlungsraumatmosphäre
und der andere repräsentativ für die Umgebungsatmosphäre ist, wobei vorzugsweise ein
dritter erster Wert, insbesondere durch Subtraktion, aus den zwei ersten Werte und/oder
ein dritter zweiter Wert, insbesondere durch Subtraktion, aus den zwei zweiten Werte
berechnet wird bzw. werden.
[0027] Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß ein erster dritter Wert aus
dem ersten ersten Wert und dem ersten zweiten Wert, ein zweiter dritter Wert aus dem
zweiten ersten Wert und dem zweiten zweiten Wert und/oder ein dritter dritte Wert
aus dem dritten ersten Wert und dem dritten zweiten Wert ermittelt wird bzw. werden.
[0028] Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zu Grunde, daß z.B. durch
das Einbringen eines Garguts in den Behandlungsraum eines Nahrungsmittelbehandlungsgeräts
die Zusammensetzung der Behandlungsraumatmosphäre derart verändert wird, daß mit einem
geeigneten Gassensor zur Bestimmung der Behandlungsraumatmosphäre bereits Details,
wie zum Beispiel die Gargutart, die Vorbehandlung, die Qualität und die Würzung des
Garguts erkannt und diese Informationen zur Auswahl eines Garprogramms sowie Führung
desselben verwendet werden können. Um diese Änderung zu erfassen, muß die Zusammensetzung
der Gase im Behandlungsraum des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts vor und nach dem Beladen
des Behandlungsraums mit einem Gargut bestimmt werden, so daß garguteigenschaftenunabhängige
störende Hintergrundgerüche eliminiert oder zumindest reduziert werden können, beispielsweise
über eine Differenzbildung. Der Ausgangszustand des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts
wird also durch eine Art Kalibrierung des Gassensors bestimmt, gespeichert und kann
bei einem anschließenden Garvorgang subtrahiert bzw. berücksichtigt werden. Wird das
Nahrungsmittelbehandlungsgerät fortlaufend benutzt, kann die Kalibrierung wiederholt
automatisch erfolgen. Eine weitere Reduktion der Einflüsse von Hintergrundgerüchen
kann dadurch erreicht werden, daß die Umgebungsatmosphäre erfaßt wird, daß heißt eine
Messung durchgeführt wird, deren Ergebnis Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der
Gase außerhalb des Behandlungsraums, aber in unmittelbarer Umgebung des Gargeräts,
zuläßt. Bei der Bestimmung des aktuellen Zustands der Behandlungsraumatmosphäre kann
auch der Einfluß der Umgebungsatmosphäre, z.B. der Küchenluft, berücksichtigt werden.
So kann sichergestellt werden, daß der Gassensor gute Ergebnisse liefert, ohne daß
eine Zwischenreinigung oder eine Lüftung des Behandlungsraums stattfinden muß.
[0029] Erfindungsgemäß ist es möglich, durch Vergleich unterschiedlicher Ausgangssignale
des Gassensors direkt vor und nach dem Beladen des Behandlungsraums mit einem Gargut
die Gargutart (zum Beispiel Hühnchen) schnell zu erkennen und dem Anwender bereits
frühzeitig einen Vorschlag für ein Garprogramm (zum Beispiel Grillhähnchen) vorzuschlagen.
[0030] Wird in einem erfindungsgemäßen Verfahren ein Gassensorsystem, wie es zum Beispiel
in der
DE 10 2004 062 737 A1 vorgeschlagen ist, genutzt, so wird es selbst möglich, z.B. Fisch nicht nur als Fisch
zu erkennen, sondern auch noch spezifischer zwischen verschiedenen Fischarten, zum
Beispiel Zander, Scholle oder Seelachs zu unterscheiden. So können mit dem Arbeitsprogramm
dem Anwender verschiedene Garparameter vorgeschlagen werden, wie beispielsweise die
Behandlungsraumtemperatur, die Endkerntemperatur bzw. die Endgare und die Betriebsart.
Ein Anwender kann dann die vorgeschlagenen Parameter bestätigen oder die vorgeschlagenen
Parameter nach seinem Wunsch verändern. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann das
Nahrungsmittelbehandlungsgerät vom Anwender neu eingestellte Wunschparameter zusammen
mit dem vom Gassensorsystem erkannten Gargut manuell oder automatisch abspeichern
und diese Information bei späteren Anwendungen des Arbeitsprogramms entsprechend berücksichtigen.
[0031] Der Anwender kann Ausgabesignalen oder Differenzsignalen, die durch das Gargut, die
Vorbehandlung, die Qualität und die Würzung des Garguts bestimmt werden, bestimmte
bezeichnende Namen zuordnen, wie zum Beispiel "Schweinenacken provoncale" oder "Scholle
Finkenwerder Art". Bei einem späteren Erkennen dieses Signalmusters können diese Bezeichnungen
dem Anwender angezeigt werden. Durch diesen Lernprozeß wird ein zusätzlicher Bedienkomfort
erreicht.
[0032] Bei offensichtlich falschen Eingaben durch den Anwender, wie z.B. eine Einstellung
einer zu geringen Behandlungsraumtemperatur, die die gewünschte Garung eines erkannten
Lebensmittels unmöglich macht, kann eine Korrektur durch das Nahrungsmittelbehandlungsgerät
erfolgen. Es können durch das Verfahren dann einfach Garparameter eingestellt werden,
die bei den letzten Anwendungen verwendet wurden oder die als typische Garparameter
schon vom Werk aus gespeichert wurden. Selbstverständlich wird der Anwender auf die
mögliche Fehleingabe hingewiesen.
[0033] Mit einer Reset-Funktion kann das Ausgangssignal des Gassensorsystems manuell und
automatisch wieder zurückgesetzt werden, um mögliche Fehlfunktionen desselben erkennbar
zu machen. Diese Reset-Funktion kann nach einer Reinigung oder Entkalkung des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts
oder auch nach einem Datumswechsel sinnvoll sein.
[0034] Das Erfassen der Umgebungsatmosphäre bietet den zusätzlichen Vorteil, daß bei einem
Gasaustausch zwischen der Behandlungsraumatmosphäre und der Umgebungsatmosphäre, wie
er zum Beispiel beim Abkühlen und Entfeuchten des Behandlungsraums auftritt, die zusätzlich
in den Behandlungsraum eingebrachten Geruchsstoffe bereits identifiziert werden. Sind
diese Gerüche durch eine Messung der Umgebungsatmosphäre bekannt, lassen sich die
durch die in der Umgebungsatmosphäre enthaltenen Fremdgerüche verursachten Signale
von den durch das Gargut verursachten Signalen unterscheiden.
[0035] Beim Eintrag von Umgebungsatmosphäre in den Behandlungsraum kann der Volumenstrom,
d.h. die Menge an Umgebungsatmosphäre, die pro Zeiteinheit in den Behandlungsraum
einströmt, bei der Messung berücksichtigt werden. Umgekehrt kann bei einem spezifischen
bekannten Geruchssignal der Umgebungsatmosphäre, das nicht im Behandlungsraum vorkommt,
auch der Volumenstrom durch die Änderung des Geruchssignals im Behandlungsraum bestimmt
werden.
[0036] Der Ausgangszustand des Gargeräts kann ganz maßgeblich durch die Gerüche der Umgebungsatmosphäre
bestimmt werden. Durch das Öffnen der Behandlungsraumtür bei Be- und Entladen des
Behandlungsraums findet fast ein vollständiger Austausch der Behandlungsraumatmosphäre
statt. Die Gerüche der Umgebungsatmosphäre können sogar so stark sein, daß die Gerüche
im Behandlungsraum zu Beginn des Arbeitsprogramms so stark durch die Umgebungsatmosphäre
bestimmt werden, daß sich eine Messung der Behandlungsraumatmosphäre zu Beginn des
Arbeitsprogramms erübrigt.
[0037] Dabei kann es von Vorteil sein, wenn, wie in der
DE 10 2004 062 737 A1 vorgeschlagen, ein zweiter Gassensor zum Einsatz kommt, bzw. bei nur einem Gassensor
ein Probennahmesystem, nämlich zur Messung der Behandlungsraumatmosphäre und der Umgebungsatmosphäre.
So kann die Totzeit, die ansonsten dadurch entstehen würde, daß das Gassensorsystem
während der Öffnung der Behandlungsraumtür, d.h. während eines Gasaustauschs, zur
Vermeidung unerwünschter Meßergebnisse, keine Meßwerte aufnimmt umgangen werden. Die
Veränderung der Gaszusammensetzung bei geöffneter Tür kann aber auch interessante
Informationen enthalten, wie zum Beispiel über den Öffnungsgrad der Behandlungsraumtür,
so daß auch eine Messung bei geöffneter Tür durchaus sinnvoll sein kann.
[0038] Die Umgebungsluft kann zudem Hinweise auf eine Verbrennung außerhalb des Behandlungsraums
liefern. Wird zum Beispiel das Schmoren eines Kabels anhand ausreichender Singalstärke
eines entsprechenden bekannten Störgeruchs festgestellt, kann das Gargerät eine entsprechende
Warnmeldung anzeigen oder einen Warnton ausgeben.
[0039] Beim Dämpfen, Beschwaden oder Befeuchten des Behandlungsraums können wasserlösliche
Gerüche in den Behandlungsraum eingebracht werden. Auch ist es möglich, daß Geruchsstoffe
aus den Oberflächen des Garguts von auf dem Lebensmittel kondensierten oder abgeschiedenen
Wasser herausgelöst wird. Dies kann in der Summe zu einer Veränderung der Gerüche
im Behandlungsraum fiihren, zusätzlich zu der Tatsache, daß die Luftfeuchte natürlich
einen großen direkten Einfluß auf die Messung der Behandlungsraumatmosphäre hat. Wird
eine Beschwadungseinrichtung oder ein Dampfgenerator betrieben, so kann dies bei der
Messung berücksichtigt werden. Bei bekannten Zuständen des Behandlungsraums, z.B.
im unbeladenen Zustand, kann der Einfluß des Wassereintrags mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren sogar gezielt bestimmt werden, um dies bei nachfolgenden Abläufen von Arbeitsprogrammen
des Gargeräts, bei denen ein solcher Eintrag von Wasser stattfindet, zu berücksichtigen.
[0040] Zudem kann auch die zeitliche Entwicklung der Signale des Gassensors bezüglich des
Ausgangszustands berücksichtigt werden. Verbleibt nach einem Arbeitsprogramm Fett
an den Wänden des Behandlungsraums, so wird dies beim anschließenden Erwärmen des
Behandlungsraums Gerüche zum Beispiel durch Verbrennung erzeugen. Diese Gerüche können
sich auch schon bei dem zuvor abgelaufenen Arbeitsprogramm entwickelt haben und so
wertvolle Informationen über den Zustand des Behandlungsraums liefern. Diese Signale
und die Signalentwicklung kann daher ebenfalls bei der Bestimmung des Ausgangszustands
berücksichtigt werden.
[0041] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet somit eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber
dem Stand der Technik. Die Produktqualität des gegarten Garguts wird nämlich gesteigert,
der Aufwand bei der Gerätebedienung wird reduziert, der Anwender benötigt weniger
Fachkenntnisse zur Nutzung des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts, der Überwachungsaufwand
wird bei den ablaufenden Arbeitsprogrammen reduziert und die Reproduzierbarkeit und
damit die Verläßlichkeit der durch das Nahrungsmittelbehandlungsgerät erzeugten Ergebnisse
wird gesteigert.
[0042] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung,
in der Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Verfahrens anhand einer aus einer
einzigen Figur bestehenden schematischen Zeichnung im einzelnen erläutert werden.
Dabei zeigt die Figur eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen
Nahrungsmittelbehandlungsgeräts.
[0043] Das Nahrungsmittelbehandlungsgerät 1 umfaßt einen Behandlungsraum 4, an den ein Gassensor
8 über ein Probenentnahmesystem 12 angeschlossen ist. Über das Probenentnahmesystem
12 können dem Gassensor 8 dabei Gase aus dem Behandlungsraum 4 zugeführt werden. Die
Signale aus dem Gassensor 8 werden von einer zentralen Recheneinheit 16 des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts
1 ausgewertet. Der Anwender hat die Möglichkeit, über eine Eingabeeinheit 20 ein Arbeitsprogramm
entsprechend seinen Wünschen einzustellen. Die Eingabeeinheit 20 ist dabei mit der
zentralen Recheneinheit 16 verbunden, die wiederum mit einem Anzeigeelement 24 verbunden
ist, auf dem die Anwendereingabe und andere Meldungen des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts
1 graphisch und alphanumerisch dargestellt werden können. Die Eingabeeinheit 20 und
das Anzeigeelement 24 können dabei auch in einem ausgeführt sein. Zusätzlich zum Gassensor
8 befinden sich im Behandlungsraum 4 noch ein Temperatursensor 25 und ein Feuchtesensor
26, mit denen die Klimaparameter Temperatur und Feuchte im Behandlungsraum 4 bestimmt
werden können. Die Ausgabesignale des Temperatursensors 25 und des Feuchtesensors
26 werden zur Steuerung des Behandlungsraumklimas verwendet, die insbesondere durch
Ansteuerung eines Dampfgenerators 28, von Heizelementen 29, einem Umluftgebläse 40
und/oder einer Belüftungseinrichtung 44 erfolgt. Die Signale der Klimasensoren 25,
26 werden auch bei der Auswertung des Gassensors 8 berücksichtigt, um ein Gesamtbild
von der Situation für Gargut 31 im Behandlungsraum 4 zu erhalten.
[0044] Schon vor dem Auswählen eines Arbeitsprogramms durch den Anwender über die Eingabeeinheit
20 analysiert die zentrale Recheneinheit 16 mit Hilfe des Gassensors 8 die Atmosphäre
im Behandlungsraum 4, also die Ausgangssituation, indem über das Probenentnahmesystem
12 dem Gassensor 8 Gase aus dem Behandlungsraum 4 zugeführt werden. Dies kann bei
eingeschaltetem Nahrungsmittelbehandlungsgerät 1 in regelmäßigen Zeitabständen oder
kontinuierlich erfolgen, oder auch durch das Öffnen und Schließen einer Tür (nicht
dargestellt) des Behandlungsraums 4 mit Hilfe eines Türkontaktschalters 27 initiiert
werden.
[0045] Wird das Gargut 31 in den Behandlungsraum 4 eingebracht, indem es auf einem Gargutträger
32 in ein Einhängegestell (nicht gezeigt) eingeschoben wird, erfolgt erneut eine Messung
der Zusammensetzung der Behandlungsraumatmosphäre über den Gassensor 8, beispielsweise
initiiert über einen Gargutträgerkontaktschalter (nicht gezeigt). Durch eine Differenzbildung
der Sensorsignale vor dem Beladen des Behandlungsraums 4 und nach dem Beladen des
Behandlungsraums 4 mit dem Gargut 31 ist ein Unterschied in der Gaszusammensetzung
der Behandlungsraumatmosphäre, der durch das Gargut 31 verursacht wird, unabhängig
von störenden Hintergrundgerüchen, bestimmbar.
[0046] In einem Speicher 36 der zentralen Recheneinheit 16 sind typische Signalmuster für
verschiedene Lebensmittel, Gewürzzusammensetzungen, Marinaden oder dergleichen gespeichert.
In der zentralen Recheneinheit 16 wird nicht nur besagte Differenzbildung durchgeführt,
sondern auch die berechnete Differenz mit den bekannten Signalmustern verglichen.
Wird ein Differenzsignalmuster erkannt, so wird dem Anwender über das Anzeigeelement
24 ein Arbeitsprogramm vorgeschlagen, das zu dem erkannten Gargut 31 mit der erkannten
Marinade bzw. Würzmischung paßt.
[0047] Der Anwender ist dann in der Lage, über die Eingabeeinheit 20 die voreingestellten
Parameter und das voreingestellte Arbeitsprogramm zu bestätigen oder zu ändern. Neu
eingestellte Kundeneingaben werden von der zentralen Recheneinheit 16 zusammen mit
dem Differenzsignalmuster im Speicher 36 abgespeichert, um bei zukünftigem Erkennen
des gleichen oder eines ähnlichen Differenzsignalmusters dem Anwender die zuletzt
eingestellten Parameter und/oder das zuletzt eingestellte Arbeitsprogramm über das
Anzeigeelement 24 vorzuschlagen. Ebenso kann beim Auftreten eines unbekannten Differenzsignalmusters
und anschließender Eingabe eines Kundenwunschs durch den Anwender über die Eingabeeinheit
20 das bis dahin unbekannte Differenzsignalmuster in dem Speicher 36 der zentralen
Recheneinheit 16 abgelegt werden, und zwar mit dem Kundenwunsch zu Parametern und/oder
einem Arbeitsprogramm.
[0048] Die gespeicherten Daten können in der Recheneinheit 16 statistisch analysiert werden.
So ist es zum Beispiel möglich, dem Anwender bei einem bestimmten Differenzsignalmuster
die für dieses Differenzsignalmuster am häufigsten eingestellten Garparameter bzw.
Arbeitsprogramme vorzuschlagen.
[0049] Daten werden zusammen mit weiteren Parametern, wie zum Beispiel der Uhrzeit und dem
Datum, im Speicher 36 regelmäßig, wie z.B. alle 10 Sekunden, abgespeichert. Wird zu
einer bestimmten Uhrzeit (wie zum Frühstück oder dergleichen) oder zu einem bestimmten
Datum (wie Sonntags, Weihnachten oder dergleichen) ein bestimmtes Gargut 31, das anhand
der Würzung und anhand der Gargutart erkannt wird, mit einem bestimmten Arbeitsprogramm
zubereitet, so kann bei Auftreten des gleichen oder eines sehr ähnlichen Differenzsignalmusters
zu eben dieser Uhrzeit oder diesem Datum ein entsprechendes Arbeitsprogramm und entsprechende
Garparameter voreingestellt und dem Anwender vorgeschlagen werden. Diese Datums- und
Uhrzeitinformationen werden also bei der Auswahl durch die Recheneinheit 16 der im
Speicher 36 gespeicherten und zum Differenzsignalmuster passenden Arbeitsprogramme
berücksichtigt.
[0050] Handelt es sich bei dem Gargut um Fleisch, so spielt ebenso wie die Würzung und die
Marinade des Garguts 31 auch der Fettgehalt desselben in der Nähe der Oberfläche eine
Rolle bei der Bräunung des Fleischstücks. Bei großen Fettmengen kommt es schneller
zu Bräunungsreaktionen bis hin zu unerwünschten Schwärzungen. Da auch Informationen
zum Fettgehalt mit dem Gassensor 8 bestimmt werden können, ist es möglich die Arbeitsprogramme,
bzw. die Parameter der Arbeitsprogramme, entsprechend anzupassen. Eine geringere Bräunung
wird dabei dadurch erreicht, daß die Behandlungsraumtemperatur über die Heizelemente
29 und Behandlungsraumzirkulation über die Drehzahl des Umluftgebläses 40 reduziert
werden.
[0051] Neben dem Fettgehalt ist es vorteilhaft, auch den Wassergehalt, die Stückgröße, die
Gesamtbeschickungsmenge, die Art des Fleischs (z.B. Rind, Schwein, Lamm, etc.), die
Partie des Fleischs (z.B. Schulter, Nacken, Rücken, Brust, Keule, etc.) und auch die
Herkunft bzw. Art der Fütterung bei der Zubereitung von Fleisch zu berücksichtigen.
Dies wird durch Auswertung der Ausgabesignale des Gassensors 8, des Feuchtesensors
26 und des Temperatursensors 25 ermöglicht. Dazu wird die zeitliche Entwicklung der
Signale bei gegebener Heizrate betrachtet. Dem entsprechend sind auch die zeitlichen
Ableitungen der Signale für die Erfindung von großer Bedeutung. Genauer gesagt bildet
sich bei Berücksichtigung aller Sensordaten aus den Sensoren 8, 25, 26 des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts
1 und ihrer zeitlichen Entwicklung ein Gesamtbild über das Gargut 31, das zur Steuerung
des Arbeitsprogramms herangezogen werden kann, z.B. lassen sich die Ausgabedaten der
drei Sensoren 8, 25, 26 wie folgt auswerten:
Ein langsamer Anstieg der Behandlungsraumtemperatur bei hoher Heizleistung spricht
für eine große Gesamtbeschickungsmenge. Tritt gleichzeitig ein starkes Signal des
Gassensors 8 auf, ist dies ein weiteres Indiz für eine große Gesamtbeschickungsmenge.
Steigt, bei zunehmender Garung des Garguts 31, die durch den Gassensor 8 erkannt wird,
die Feuchte schnell an, so ist dies ein Merkmal für einen hohen Wassergehalt des Garguts
31. Dabei muß die bereits erfolgte Gesamtbeschickungsmengenerkennung berücksichtigt
werden. Gleichzeitig wird durch das Austreten von Wasser aus dem Gargut 31 ein frühzeitiges
Ausschwemmen von Geruchsstoffen aus dem Inneren des Garguts 31 gefördert, was wiederum
am schnelleren zeitlichen Anstieg der entsprechenden Signalmuster des Gassensors 8
zu erkennen ist.
Große Stückgrößen sind durch eine langsamere Entwicklung der Gare, also durch eine
geringere Steigung der Ausgabesignale des Gassensors 8 zu erkennen.
[0052] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht dabei beispielsweise ein Führen eines Garprogramms
nach Beladen des Behandlungsraums 4 mit Gargut 31, wie folgt:
Die Erkennung der Art des Garguts 31 erfolgt schrittweise, d.h. es wird zum Beispiel
zunächst erkannt, daß es sich bei dem Gargut 31 um Fleisch und nicht um Gemüse handelt.
Bereits auf dieser Grundlage lassen sich erste Einstellungen des Behandlungsraumklimas
vornehmen. Anschließend wird beispielsweise erkannt, daß eine Würzung, aber keine
Marinade am Gargut 31 vorhanden ist, was auf die Einstellung der Behandlungsraumtemperatur
Einfluß hat. Anschließend entwickelt sich das Differenzsignalmuster beispielsweise
dahingehend weiter, daß nur Rindfleisch als Gargut 31 in Frage kommt. Hier kann eine
Anzeige auf dem Anzeigeelement 24 erfolgen, die dem Anwender mitteilt, daß ein Arbeitsprogramm
für gewürztes Rindfleisch gestartet wurde. Gleichzeitig wird dem Anwender die Möglichkeit
gegeben, die vorgegebenen Einstellungen über die Eingabeeinheit 20 zu verändern, die
dann wiederum von der Recheneinheit 16 zusammen mit dem Differenzsignalmuster und
der zeitlichen Entwicklung des Differenzsignalmusters abgespeichert werden.
Mit der Eingabe gibt der Anwender z.B. einen bestimmten Bräunungswunsch und eine bestimmte
Konsistenz vor. Während des Garprozesses erkennt die zentrale Recheneinheit 16 aufgrund
der Ausgabesignale des Gassensors 8, daß das Rindfleisch über einen hohen Fettgehalt
an der Oberfläche verfügt und nur kurz abgehangen wurde. Daraufhin wird das Arbeitsprogramm
derart angepaßt, daß der Kundenwunsch bezüglich der Bräunung des Lebensmittels eingehalten
werden kann. Dies kann durch Reduzieren der Behandlungsraumtemperatur erreicht werden,
da der hohe Fettgehalt zu einer schnelleren Bräunung führt. Um z.B. eine zarte Konsistenz
des Rindfleischs trotz der kurzen Reifungsphase beim Abhängen zu erreichen, kann eine
Reifungsphase bei erhöhtem Garegrad eingestellt werden, d.h. das Reifen des Fleischs
wird bei Erreichen der Gare nachgeholt, indem das Gargut 31 bei einer niedrigen Behandlungsraumtemperatur,
also bei einer möglichst gleichbleibenden Endkerntemperatur eine gewissen Zeit gehalten
wird. Dadurch wird ein Nachreifen des Fleischs erreicht. Dem Anwender wird dies über
das Anzeigeelement 24 mitgeteilt, so daß er in der Lage ist, das bereits fertig gegarte,
aber noch nicht fertig gereifte Fleisch aus dem Behandlungsraum 4 zu entnehmen und
das Nahrungsmittelbehandlungsgerät 1 für eine andere Anwendung frei zu machen.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens sind weitere Optimierungen von Garprogrammen
möglich. So kann z.B. der Verlauf der Behandlungsraumtemperatur entsprechend der Würzung
oder der Marinade eines Lebensmittels, die durch die Auswertung von Sensorsignalen
erkannt wurde, für einen gewünschten Bräunungsgrad angepaßt werden. Eine Marinade
mit Zucker führt beispielsweise bei einem gleichen Arbeitsprogramm zu einer stärkeren
Bräunung eines Garguts im Vergleich zu einem unbehandelten Lebensmittel oder einem
Lebensmittel, das mit einer zuckerfreien Marinade mariniert wurde. Bei gleichem Bräunungswunsch,
der entweder durch Kundeneingabe am Nahrungsmittelbehandlungsgerät bestimmt oder durch
eine Grundeinstellung vorgegeben sein kann, ist es so möglich, die Behandlungsraumtemperatur
eines Arbeitsprogramms zu reduzieren, wenn eine zuckerhaltige Marinade erkannt wurde.
Dadurch wird erreicht, daß die gewünschte Bräunung unabhängig von der Marinade immer
zu einem gleichbleibenden Endresultat führt.
[0053] Die Signale des Gassensors 8 können, wenn er aus einer Vielzahl von Sensorbereichen
besteht, wie z.B. aus der
DE 44 23 289 C1 bekannt, als Vektor dargestellt werden. Besteht der Gassensor 8 beispielsweise aus
zwanzig Einzelbereichen, so wird das Sensorsignal zunächst als ein Vektor, bestehend
aus zwanzig linear unabhängigen Einheitsvektoren, aufgezeichnet. Zusätzlich können
auch weitere Informationen bezüglich des Klimas im Behandlungsraum 4, beispielsweise
die Temperatur und die Feuchte als zusätzliche linear unabhängige Informationen einbezogen
werden, so daß ein Zweiundzwanzig-Tupel, d.h. ein Vektor aus zweiundzwanzig linear
unabhängigen Einheitsvektoren, entsteht und dieser zur Berechnung des Zustands und
insbesondere zum Erkennen der zeitlichen Entwicklung des Behandlungsraumklimas verwendet
wird.
[0054] Durch Antrainieren des Sensorsystems 8, 25, 26 wird durch Projektion ein z.B. dreidimensionaler
Unterraum des zweiundzwanzig-dimensionalen Vektorraums geschaffen. Die Lage des dreidimensionalen
Unterraums wird dabei so gewählt, daß sich die erwarteten Änderungen der Sensorsignale
besonders stark anhand der auf drei Dimensionen reduzierten Vektoren zeigen. Mit dieser
Methode läßt sich der Einfluß von Störgerüchen auf die Sensorsignale reduzieren, indem
die Dimensionen des Vektorsignals, die durch die Störgerüche beeinflußt werden, durch
die Projektion eliminiert werden. Dies alles geschieht durch das Antrainieren des
Sensorsystems 8, 25, 26. Die dreidimensionale Projektionsebene wird dabei während
des Verlaufs eines Arbeitsprogramms so häufig wie nötig im zweiundzwanzigdimensionalen
Raum gedreht. Denkbar ist auch, daß die Dimension des Unterraums an das zu erkennende
Ereignis angepaßt wird, also z.B. ein zwei- oder vier-dimensionaler Unterraum betrachtet
wird. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gelingt es nun die Auswertung der Sensoren
8, 25, 26 auch gegen solche Störgerüche unempfindlich zu machen, die unbekannt sind
und Signalanteile in der betrachteten Projektionsebene aufweisen, wie sie beispielsweise
bei mehreren direkt aufeinander folgenden Garvorgängen mit dem gleichen Gargut auftreten.
Alternativ kann auch eine Rücktransformation in einen linearisierten Raum zur Auswertung
der Sensorsignale durchgeführt werden.
[0055] Bei einer unbekannten Abweichung von typischen, im Speicher 36 hinterlegten Geruchsprofilen
kann auf die Anwesenheit von unerwünschten Stoffen geschlossen werden. So können Störgerüche
auf Reste von Reinigern oder Klarspülern, Verpackungsmaterialien, Küchenwerkzeuge
oder auch Gifte zurückgehen und auslösen, daß auf der Anzeigeeinrichtung 24 die Anzeige:
"Unbekannte Substanzen im Behandlungsraum" erscheint, und gegebenenfalls auch eine
akustische Warnung an den Anwender ergeht. Ist das Geruchsprofil einer Störung bekannt,
kann das Arbeitsprogramm ganz abgebrochen oder nach einer Bestätigung, einer Abfrage
oder einem Eingriff durch den Anwender fortgesetzt werden. Das kann beispielsweise
bei Erkennung von Schrotkugeln im Gargut 31, insbesondere Wild, oder Verbrennungsrückständen
auf den Heizelementen 29 des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts 1 nützlich sein.
[0056] Die Erkennung von Undichtigkeiten des Behandlungsraums 4 oder einer Brennkammer (nicht
gezeigt) eines mit Gas betriebenen Nahrungsmittelbehandlungsgeräts 1 als Störung ist
auch möglich, wobei dann beispielsweise ein Hinweis zur Durchführung einer Wartung
über das Anzeigeelement 24 gegeben werden kann. Bei einem größeren Gasleck folgt die
Abschaltung des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts 1 bei gleichzeitiger Belüftung durch
eine Belüftungseinrichtung 44 des Behandlungsraums 4, um Bränden vorzubeugen. Jede
Störung wird in einem Sicherheitsprotokoll (HACCP-Protokollen) der zentralen Recheneinheit
16 aufgezeichnet, so daß eine spätere Überprüfung durch Dritte möglich ist.
[0057] Neben dem Ablauf von Garprogrammen kann auch der Ablauf eines Reinigungsprogramms
im Nahrungsmittelbehandlungsgerät 1 mit dem Gassensor 8 und den anderen Sensoren 25,
26 des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts 1 überwacht und über die zentrale Recheneinheit
16 gesteuert und geregelt werden. Hier kann beispielsweise erkannt werden, wie groß
die Verschmutzung ist oder ob eine falsche Menge an Reiniger oder Klarspüler verwendet
wurde. Der Anwender kann dann geeignete Hinweise über das Anzeigeelement 24 erhalten,
um hierauf zu reagieren. Erfolgt keine Reaktion des Anwenders, kann eine Anpassung
des Reinigungsprogramms durch die zentrale Recheneinheit 16 automatisch erfolgen,
z.B. durch Anpassung an fehlerhafte Verhältnisse.
[0058] Auch die Reinigungswirkung eines Reinigungsprogramms kann mit dem Gassensor 8 überwacht
werden. So können noch im Behandlungsraum 4 verbliebene Rückstände mit dem Gassensor
8 erkannt und das Reinigungsprogramm entsprechend angepaßt werden, um die gewünschte
vollständige Reinigung des Behandlungsraums zu ermöglichen. Möglich ist auch ein Hinweis
auf das Verbleiben von Rückständen an den Anwender, der dann wieder über die Eingabeeinheit
20 geeignete Schritte einleiten kann.
[0059] Durch Abspeichern aller Vorgänge im Speicher 36 der zentralen Recheneinheit 16 können
mögliche Reklamationen durch den Anwender überprüft und gleichzeitig eine verbesserte
Fehleranalyse des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts 1 durchgeführt werden.
[0060] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Zeichnungen sowie den Ansprüchen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 1
- Nahrungsmittelbehandlungsgerät
- 4
- Behandlungsraum
- 8
- Gassensor
- 12
- Probenentnahmesystem
- 16
- Recheneinheit
- 20
- Eingabeeinheit
- 24
- Anzeigeelement
- 25
- Temperatursensor
- 26
- Feuchtesensor
- 27
- Türkontaktschalter
- 28
- Dampfgenerator
- 29
- Heizelement
- 31
- Gargut
- 32
- Gargutträger
- 36
- Speicher
- 40
- Umluftgebläse
- 44
- Belüftungseinrichtung
1. . Verfahren zum Führen eines Arbeitsprogramms in einem Behandlungsraum eines Nahrungsmittelbehandlungsgeräts,
bei dem zumindest die Behandlungsraumatmosphäre des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts
von zumindest einer Sensoreinheit erfaßt und in Abhängigkeit von mit derselben erfaßten
Werten und in einer Speichereinheit hinterlegten Werten das Arbeitsprogramm geführt
wird,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Erfassen zumindest eines ersten Werts der Behandlungsraumatmosphäre und/oder der
Umgebungsatmosphäre des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts vor Auswahl und/oder Beginn
des Arbeitsprogramms,
- Speichern des ersten Werts,
- Erfassen zumindest eines zweiten Werts der Behandlungsraumatmosphäre und/oder der
Umgebungsatmosphäre des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts nach Beladen des Behandlungsraums
mit Gargut oder nach Einführen eines Entkalkungs- und/oder Reinigungsmittels in den
Behandlungsraum und/oder nach Beginn des Arbeitsprogramms,
- Ermitteln zumindest eines dritten Werts aus dem ersten und zweiten Wert,
- Vergleichen des dritten Werts mit den hinterlegten Werten und
- Führen des Arbeitsprogramms in Abhängigkeit von dem Ergebnis des Vergleichs des
dritten Werts mit den hinterlegten Werten.
2. . Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Arbeitsprogramm ein Garprogramm, Entkalkungsprogramm oder Reinigungsprogramm ausgewählt
wird.
3. . Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
im Falle der Auswahl eines Garprogramms der erste Wert vor Beladung des Behandlungsraums
mit Gargut erfaßt wird.
4. . Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
durch den ersten Wert der Ausgangszustand des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts, insbesondere
des Behandlungsraums und/oder der Umgebungsatmosphäre, repräsentiert wird, wobei der
Ausgangszustand bestimmt wird durch die Verschmutzung und/oder Historie des Betriebs
des Nahrungsmittelbehandlungsgeräts und/oder dessen Aufstellungsort.
5. . Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
im Falle der Auswahl eines Garprogramms der zweite Wert nach Beladung des Behandlungsraums
mit Gargut und vor Beginn oder zu Beginn des Arbeitsprogramms erfaßt wird.
6. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch den zweiten und/oder dritten Wert die Beladung des Behandlungsraums mit Gargut
repräsentiert wird, insbesondere bestimmt durch Art, Größe, Menge, Würzung, Herkunft
und/oder Zustand, insbesondere Lagerungszustand, des Garguts.
7. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Wert sich aus einer Subtraktion des zweiten Werts von dem ersten Wert
ergibt, insbesondere unter Zugrundelegung einer linearen Vektorrechnung.
8. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste, zweite und/oder dritte Wert angezeigt, ausgedruckt oder gespeichert wird
bzw. werden, wobei vorzugsweise beim Speichern noch zumindest eine weitere Angabe,
umfassend eine Zeitangabe, wie eine Uhrzeit und/oder ein Datum und/oder eine Ortangabe,
wie die Region, das Land und/oder die geodätische Höhe am Aufstellungsort, abgespeichert
wird.
9. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Wert und/oder das Arbeitsprogramm nach Führung desselben in Abhängigkeit
von dem dritten Wert abgespeichert wird, automatisch oder manuell, wobei vorzugsweise
der dritte Wert zu einem hinterlegten Wert wird.
10. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die hinterlegten Werte Arbeitsprogrammen zugeordnet sind, so daß bei Auswahl eines
Arbeitsprogramms nur die dem ausgewählten Arbeitsprogramm zugeordneten hinterlegten
Werte beim Vergleich mit dem dritten Wert herangezogen werden.
11. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Unterschreiten zumindest eines ersten Minimalwerts durch den ersten Wert und/oder
zumindest eines zweiten Minimalwerts durch den zweiten Wert und/oder zumindest eines
dritten Minimalwerts durch den dritten Wert und/oder bei Überschreiten zumindest eines
ersten Maximalwerts durch den ersten Wert und/oder zumindest eines zweiten Maximalwerts
durch den zweiten Wert und/oder zumindest eines dritten Maximalwerts durch den dritten
Wert eine Fehlermeldung ausgegeben wird, ein Alarm ausgelöst wird, eine Handlungsanweisung
für eine Bedienperson ausgegeben wird und/oder das Arbeitsprogramm abgebrochen wird.
12. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Wert auf Null gesetzt wird entweder durch Eingabe eines Befehls durch eine
Bedienperson oder automatisch nach Durchführung eines Entkalkungsprogramms, eines
Reinigungsprogramms, einer Lüftung und/oder eines Datumswechsels.
13. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Vergleich des dritten Werts mit den hinterlegten Werten automatisch ein
Arbeitsprogramm ausgewählt und initiiert oder vorgeschlagen wird, wobei vorzugsweise
ein vorgeschlagenes Arbeitsprogramm, insbesondere zumindest ein Parameter desselben,
zumindest innerhalb vorgegebener Grenzen veränderbar oder bestätigbar ist.
14. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder zweite Wert nach einem, insbesondere sich aus einem Arbeitsprogramm
ergebenden, Einbringen von Wasser in den Behandlungsraum bestimmt oder modifiziert
wird bzw. werden.
15. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Eintrag von Umgebungsatmosphäre in den Behandlungsraum, insbesondere der Volumenstrom
der in den Behandlungsraum strömenden Umgebungsatmosphäre, bei der Ermittlung des
ersten, zweiten und/oder dritten Werts vorzugsweise durch Gewichtung, berücksichtigt
wird.
16. . Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Spülung des Behandlungsraums mit Umgebungsatmosphäre, wie beim Abkühlen, Befeuchten,
Entfeuchten, Beschwaden oder Dämpfen, insbesondere die Spüldauer und/oder Spülrate,
und/oder eine Öffnung der Tür des Behandlungsraums, insbesondere der Öffnungsgrad
und/oder die Öffnungsdauer, berücksichtigt wird bzw. werden.
17. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß während der Erfassung des ersten und/oder zweiten Werts eine Spülung und/oder Türöffnung
unterbunden wird.
18. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zeitliche Entwicklung des ersten und/oder zweiten Werts berücksichtigt wird bzw.
erden, vorzugsweise durch Differentiation und/oder Aufintegration.
19. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von ersten Werten erfaßt wird, insbesondere über den Behandlungsraum
und/oder die Umgebung des Behandlungsraums verteilt und/oder in Abhängigkeit von der
Zeit und/oder Temperatur, und/oder eine Vielzahl von zweiten Werten erfaßt wird, insbesondere
über den Behandlungsraum und/oder die Umgebung des Behandlungsraums verteilt und/oder
in Abhängigkeit von der Zeit und/oder Temperatur.
20. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Sensoreinheit zumindest ein Gassensorarray verwendet wird, und/oder als erste
und zweite Werte der Geruch im Behandlungsraum und/oder in der Umgebung außerhalb
des Behandlungsraums erfaßt werden, wobei vorzugsweise auch zumindest ein Temperatursensor
und/oder ein Feuchtesensor verwendet wird.
21. . Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei erste Werte und zumindest zwei zweite Werte erfaßt werden, von denen
jeweils einer repräsentativ für die Behandlungsraumatmosphäre und der andere repräsentativ
für die Umgebungsatmosphäre ist, wobei vorzugsweise ein dritter erster Wert, insbesondere
durch Subtraktion, aus den zwei ersten Werte und/oder ein dritter zweiter Wert, insbesondere
durch Subtraktion, aus den zwei zweiten Werte berechnet wird bzw. werden.
22. . Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster dritter Wert aus dem ersten ersten Wert und dem ersten zweiten Wert, ein
zweiter dritter Wert aus dem zweiten ersten Wert und dem zweiten zweiten Wert und/oder
ein dritter dritter Wert aus dem dritten ersten Wert und dem dritten zweiten Wert
ermittelt wird bzw. werden.