Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kabelbearbeitungseinrichtung mit mehreren Bearbeitungsstationen
zur Konfektionierung eines Kabels, umfassend zumindest einen vor die Bearbeitungsstationen
schwenkbaren Arm mit einem Kopf, der zumindest in einer Richtung vor- und zurückschiebbar
ist, eine Kabelzuführung mit einer Mündung sowie ein Magazin, in dem mehrere Düsenrohre
längsverschiebbar aufgenommen sind, die wahlweise vor der Mündung arretierbar sind
und die unterschiedliche Innendurchmesser haben.
Stand der Technik
[0002] Eine solche Kabelbearbeitungseinrichtung ist aus der
EP 1 548 903 A1 bekannt. Die in einem stationären Magazin gelagerten Düsenrohre werden dabei mit
Hilfe eines in dem Arm gelagerten Greifers nach Bedarf erfasst und mit dem Arm verbunden.
Dies setzt komplizierte Greif- und Ablegeprozesse voraus.
Darstellung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine solche Kabelbearbeitungseinrichtung
derart weiter zu entwickeln, dass sich der Wechsel der Düsenrohre vereinfacht.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff durch
die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Auf vorteilhafte Weiterbildungen
nehmen die Unteransprüche Bezug.
[0005] Demgemäss besteht das Magazin gemäß der Erfindung aus einer Revolvertrommel, die
um eine sich parallel zu der Mündung erstreckende Achse drehbar in dem Kopf des Arms
gelagert ist, wobei die Revolvertrommel so um ihre Achse verdrehbar ist, dass wahlweise
ein jedes Düsenrohr mit seinem Innendurchmesser in Deckung mit der gedachten Verlängerung
der Mündung bringbar ist und wobei das jeweils ausgewählte Düsenrohr wahlweise aus
der Revolvertrommel vorziehbar oder in der Revolvertrommel versenkbar ist. Damit stehen
sämtliche Düsenrohre andauernd und bereits am Ende des Armes für einen bedarfsweise
nötigen Wechsel auf einen anderen Durchmesser des zu verarbeitenden Kabels zur Verfügung.
Ein Wechsel von einem Düsenrohr zu einem anderen ist dadurch besonders schnell und
sicher vollziehbar. Außerdem ist auch nach zahlreichen Wechseln der Düsenrohre gewährleistet,
dass sich jedes in seine Arbeitsposition überführte Düsenrohr exakt in der gedachten
Verlängerung der Mündung befindet und ausgezeichnet geeignet ist, das jeweilige Kabel
durch und einem Bearbeitungswerkzeug zuzuführen. Verschleißbedingte Betriebsstörungen
sind hinsichtlich der sicheren Einfädelung und Hindurchführung des zu verarbeitenden
Kabels durch das Düsenrohr in Richtung eines Bearbeitungswerkzeugs nicht zu erwarten.
[0006] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass die Revolvertrommel
an dem von der Mündung abgewandten Ende durch eine Abstützplatte mit einer Abstützfläche
für die Düsenrohre überdeckt ist, dass die Abstützplatte nur in der gedachten Verlängerung
der Mündung mit einer einzigen Durchlassöffnung für ein einzelnes Düsenrohr versehen
ist und dass die Düsenrohre durch Druckfedern entweder an die Abstützfläche andrückbar
oder durch die Druckfedern durch die Durchlassöffnung hindurch bis zum Erreichen eines
Anschlags vorschiebbar sind. Die Düsenrohre befinden sind nur dann in ihrer Arbeitsposition,
wenn sie sich in dem Bereich zwischen der Mündung und der Durchlassöffnung befinden.
Die Abstützplatte verhindert dabei in Verbindung mit den Druckfedern, dass sich irgendeines
der außerhalb der Arbeitsposition befindlichen Düsenrohre unkontrolliert nach vorn
verschieben und die freie Schwenkbarkeit des Armes in Bezug auf irgend eine der Arbeitsstationen
behindern kann. Betriebsstörungen wird dadurch weitestgehend vorgebeugt.
[0007] Demgegenüber ragt das in der Arbeitsposition vor der Mündung befindliche Düsenrohr
soweit aus der Abstützplatte heraus, dass das zu verarbeitende Kabel sicher zu den
benötigten Bearbeitungswerkzeugen hingeführt werden kann, beispielsweise zu einem
Crimpwerkzeug.
[0008] Für einen Wechsel des Düsenrohres ist es nach einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen,
dass das jeweils durch die Durchlassöffnung vorgeschobene Düsenrohr mit der Stirnfläche
eines sich parallel zu der Mündung erstreckenden, stationär gelagerten Dorns in Eingriff
bringbar und durch Vorschieben des Kopfes oder Armes in die Revolvertrommel automatisch
zurückbewegbar ist. Im Anschluss an ein oberflächenbündiges Versenken des Düsenrohrs
in der Revolvertrommel durch den Dorn kann die Revolvertrommel soweit um ihre Achse
verdreht werden, dass sich das gewünschte, neue Düsenrohr in Deckung mit der Durchlassöffnung
befindet. Diese Relatiwerdrehung kann beispielsweise mit einem progammgesteuerten
Schrittschaltwerk bewirkt werden. Im Anschluss daran wird der Kopf oder Arm wieder
von der Stirnfläche des Dorns zurückgezogen, wodurch das ausgewählte Düsenrohr und
in Deckung mit der Durchlassöffnung befindliche Düsenrohr die Durchlassöffnung durchdringt
und in seine vorgezogene Arbeitsposition gelangt.
[0009] Nach einer anderen Ausgestaltung ist es für einen Wechsel der Düsenrohre vorgesehen,
dass der Dorn, bezogen auf eine Relativverdrehung der Revolvertrommel, in Querrichtung
unverrückbar mit jedem der von ihm jeweils abgestützten Düsenrohre in Eingriff bringbar
ist, dass die Durchlassöffnung, der Umfangsrichtung der Revolvertrommel folgend in
zumindest einer Querrichtung zu einem Schlitz erweitert ist, dass der Dorn durch eine
Schwenkbewegung des Arms dem Schlitz folgend in diesen einführbar und das jeweils
von ihm abgestützte Düsenrohr dabei zugleich in eine Position hinter der Abstützfläche
überführbar ist. Der Schlitz hat eine radiale Weite, die geringer ist als der Durchmesser
der Düsenrohre, gemessen in der gleichen Richtung. Dies hat zur Folge, dass das von
dem Dorn im Bereich des Schlitzes hinter die Abstützfläche geschobene Düsenrohr daran
gehindert ist, nach Wegnahme des Dorns den Schlitz zu passieren nach vorn zu passieren.
[0010] Zweckmäßig sind die Düsenrohre in gleichmäßigen Umfangsabständen in der Revolvertrommel
aufnehmbar, wobei die Querverschiebbarkeit A des Doms in dem Schlitz mindestens so
groß ist wie der gegenseitige Mittelpunktsabstand B der in der Revolvertrommel gelagerten
Düsenrohre. Dies ermöglicht es, die Revolvertrommel durch eine Querbewegung des Arms
soweit zu verdrehen, dass das jeweils in Umfangsrichtung nachfolgende Düsenrohr zumindest
am Ende der Querbewegung in Deckung mit der Durchlassöffnung gelangt und durch seine
Druckfeder aus der Durchlassöffnung herausschiebbar ist und seine Arbeitsposition
gelangt. Es ist somit für einen Wechsel des Düsenrohrs bei einer solchen Bauform kein
Schrittschaltwerk oder ein anderer, separater Antrieb nötig. Die dazu erforderlichen
Schwenk- sowie die in Längsrichtung des Dorns hin- und hergehenden Bewegungen des
Armes können vielmehr leicht in die für die übrigen Bewegungen des Armes ohnehin erforderliche
Programmsteuerung mit einbezogen werden.
[0011] Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn die Düsenrohre, bezogen auf die Revolvertrommel,
unverdrehbar sind. Sie haben dazu zweckmäßig ein an die Aufnahmen in der Revolvertrommel
angepasstes, polygonförmiges Profil, beispielsweise eine quadratisches Profil.
[0012] Die Düsenrohre können mit einer im Außenumfang ihrer Wandung mündenden Durchbrechung
für ein Druckwerkzeug versehen und außenseitig am vorderen Ende von rechteckigem und
am hinteren Ende zur Bildung der Anschläge von T-förmigem Profil sein. Die Durchlassöffnung
für das Kabel ist zumeist zylindrisch ausgebildet und in Richtung der der Mündung
zugewandten Einlassöffnung hohlkegelig erweitert. Die Durchbrechung erlaubt es, ein
zu bearbeitendes Kabel während der Bearbeitung mit einem Identifizierungsaufdruck
oder -kennzeichen zu versehen. Das dazu verwendete Druckwerkzeug muss sich nicht unbedingt
eines farbauftragende Druckverfahren bedienen. Statt dessen können auch Präge- und
Gravurverfahren zur Anwendung gelangen die sich mechanischer oder thermischer Mittel
bedienen oder die Lasertechnik anwenden. Dabei hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
wenn die sämtliche Durchlassöffnungen der Düsenrohre für die jeweiligen Kabeldurchmesser
so in den Düsenrohren platziert sind, dass der obere Rand der Durchlassöffnungen in
der Arbeitsposition denselben Abstand von der oberen Begrenzungen des jeweiligen Düsenrohres
hat. Der Hub der stationär gelagerten Druckwerkzeuge kann demgemäss identisch sein
und braucht beim Bedrucken von Kabeln unterschiedlicher Durchmesser nicht ständig
verändert zu werden.
[0013] Die in Arbeitstellung zweckmäßig oben befindliche Durchbrechung des Düsenrohres für
das Druckwerkzeug kann schlitzförmig gestaltet, d.h. an der Oberseite des Düsenrohrs
angeordnet sein, wobei es zweckmäßig ist, wenn sie sich parallel zur Längsrichtung
bis zum Ende des Düsenrohrs erstreckt. Das Einfügen und Entnehmen des Druckwerkzeugs
wird dadurch erleichtert.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0014] Eine beispielhafte Ausführung der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Sie wird nachfolgend näher erläutert.
[0015] Es zeigen:
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau des schwenkbaren Arms einer Kabelbearbeitungseinrichtung
in einer Position, in der ein Düsenrohr gewechselt wird
Fig. 2 den vorderen Teil des Arms nach Fig. 1 in längsgeschnittener Darstellung
Fig. 3 die durch die Abdeckplatte verdeckte Revolvertrommel nach Fig. 2 in einer Ansicht
von vorn
Fig. 4 ein beispielhaftes Düsenrohr
Ausführung der Erfindung
[0016] Fig. 1. zeigt einen Ausschnitt aus einer Kabelbearbeitungseinrichtung, in dem Bauelemente,
die für die Erfindung ohne Bedeutung sind, weggelassen worden sind, beispielweise
die Kabelzuführung, die Bearbeitungsstationen und ein Greifer für das Kabel, die immer
einen festen Bestandteil solcher Kabelbearbeitungseinrichtungen bilden. Ferner kann
der Aufbau derart sein, dass die Revolvertrommel 6, abweichend von der Darstellung,
unter dem Arm 2 platziert ist.
[0017] Eine solche Kabelbearbeitungseinrichtung dient zur Konfektionierung von Kabeln in
zumindest einer und oft in mehreren kreisfömig verteilten Bearbeitungsstationen 1,
in denen die Kabel beispielsweise abisoliert und mit Crimpkontakte oder ähnlichem
verbunden werden. Die Kabel können unterschiedliche Durchmesser haben, was es erforderlich
macht, am vorderen Ende des Armes exakt an die jeweiligen Durchmesser angepasste Düsenrohre
zur Verfügung zu haben, um einen solchen Crimpprozess störungsfrei und mit der erforderlichen
Präzision durchführen zu können.
[0018] Der in Fig. 1 gezeigte Teil einer solchen Kabelbearbeitungseinrichtung umfasst zu
diesem Zweck einen um eine vertikale Achse schwenkbaren Arm 2 mit einem Kopf 3, der
zumindest in Längsrichtung 19 vor- und zurückverschiebbar ist, eine Kabelzuführung
mit einer Mündung 4 sowie ein Magazin, in dem mehrere Düsenrohre 5 längsverschiebbar
aufgenommen sind, die wahlweise vor der Mündung 4 arretierbar sind und die unterschiedliche
Innendurchmesser haben, wobei das Magazin aus einer Revolvertrommel 6 besteht, die
um eine sich parallel zu der Mündung erstreckende Achse 7 drehbar in dem Kopf 3 gelagert
ist, wobei die Revolvertrommel 6 so verdrehbar ist, dass wahlweise ein jedes Düsenrohr
5 mit seinem Innendurchmesser in Deckung mit der gedachten Verlängerung der Mündung
4 bringbar ist und wobei das jeweils ausgewählte Düsenrohr 5 wahlweise aus der Revolvertrommel
6 vorziehbar oder in der Revolvertrommel 6 versenkbar ist.
[0019] Die Revolvertrommel 6 und die darin aufgenommenen Düsenrohre 5 können aus einem sehr
leichten Material bestehen, beispielsweise aus Aluminium, Titan oder einem faserverstärkten
Kunststoff, um unnötig große Massenkonzentrationen an dem schwenkbaren Arm 2 zu vermeiden
und weiterhin schnelle und erschütterungsfreie Schwenkbewegungen des Armes zu ermöglichen.
Diese sind erwünscht, um kurze Taktzeiten bei der Bestückung von Kabeln zu erzielen.
[0020] Die Düsenrohre 5 sind in der Revolvertrommel 6 auf Druckfedern 10 parallel zur Längsrichtung
19 der Mündung 4 abgestützt. Die Revolvertrommel 6 ist mit einer Achse 7 drehbar in
dem Arm 2 gelagert, die sich parallel zu dessen Längsrichtung und zu der Mündung 4
erstreckt. Ferner ist die Revolvertrommel 6 in Richtung des stationär gelagerten Dorns
12 durch eine Relativverschiebung des Arms 2 in Längsrichtung 19 hin- und herbewegbar.
[0021] Durch eine solche Relativverschiebung in Längsrichtung 19 sind die jeweils durch
die Durchlassöffnung 18 vorgeschobenen Düsenrohre 5 mit der Stirnfläche eines sich
parallel zu der Mündung 4 erstreckenden, stationär gelagerten Dorns12 in Eingriff
bringbar und durch Vorschieben des Kopfes 3 oder Armes 2 gegen die Kraft der zugehörigen
Druckfeder 10 in die Revolvertrommel 6 zurückbewegbar. Wird der Arm 2 oder der Kopf
3 entgegengesetzt verschoben, dann wird das Düsenrohr 5 durch die Kraft der Druckfeder
10 zunächst weiterhin in Anschlagberührung zu dem Dorn 12 verbleiben und die Durchlassöffnung
18 nach außen passieren, bis ihr Anschlag 11 in Anlageberührung mit einem nach innen
vorstehenden Flansch der Revolvertrommel 6 gelangt, wie in Fig. 2 gezeigt. Hin- und
Herverschiebungen des Arms in Längsrichtung 19 ermöglichen damit das Ausfahren und
Versenken der Düsenrohre in Bezug auf die Revolvertrommel 6.
[0022] In Fig. 2 wird ferner gezeigt, dass die Revolvertrommel 6 an dem von der Mündung
4 abgewandten Ende durch eine Abstützplatte 8 mit einer Abstützfläche 9 für alle außerhalb
Ihrer Arbeitsposition befindlichen Düsenrohre 5 überdeckt ist, wobei die Abstützplatte
8 nur in der gedachten Verlängerung der Mündung 4 mit einer Durchlassöffnung 18 für
ein einzelnes Düsenrohr 5 versehen ist. Die Düsenrohre 5 sind dabei durch Druckfedern
10 entweder an die Abstützfläche 9 andrückbar oder durch die Durchlassöffnung 18 hindurch
bis zum Erreichen eines Anschlags 11 vorschiebbar.
[0023] Der Dorn 12 kann stirnseitig mit einer Gleitfläche versehen sein, was es gestattet,
die Revolvertrommel 6 nach dem vollständigen Versenken eines Düsenrohres 5 in seiner
Aufnahme soweit zu verdrehen, dass sich ein anderes, gewünschtes Düsenrohr in Deckung
mit der Durchlassöffnung 18 befindet. Durch Zurückfahren des Armes 2 bzw. des Kopfes
3 von der Stirnfläche des Doms 12 tritt das Düsenrohr dann durch die Kraft der es
abstützenden Druckfeder 10 aus der Durchlassöffnung 18 aus, bis der Anschlag 11 erreicht
ist und sich der Dorn 12 bei weiterem Zurückfahren von dem Düsenrohr 5 löst und der
Arm 2 erneut frei schwenkbar ist. Die dazu erforderliche Verdrehung der Revolvertrommel
kann programmgesteuert, mit einem Schrittschaltwerk und/oder motorisch erfolgen.
[0024] Fig. 3 verdeutlicht den Wechsel des Düsenrohres bei einer Bauform nach Fig. 1, bei
der es keiner separaten, motorischen Antriebe zu diesem Zweck bedarf. Die Darstellung
zeigt den Blick von vorn auf die Abstützplatte 8, wobei die dahinter angeordneten
Teile gestrichelt angedeutet sind. Der Dorn 12, bezogen auf eine Relativverdrehung
der Revolvertrommel 6, ist dabei in Querrichtung unverrückbar mit jedem der von ihm
abgestützten und die Durchlassöffnung 18 durchdringenden Düsenrohre 5 in Eingriff
bringbar, hier mit dem obersten der Düsenrohre 5, wie in Fig. 1 gezeigt. Durch Vorschieben
des Arms 2 oder des Kopfes 3 in Richtung des Dorns wird zunächst bewirkt, dass das
die Durchlassöffnung 18 durchragende Düsenrohr 5 in die Revolvertrommel 6 zurückgeschoben
wird, bis es sich ganz hinter der Abstützplatte 8 befindet. Die Durchlassöffnung 18
ist in Querrichtung, der Umfangsrichtung der Revolvertrommel folgend, nach links zu
einem Schlitz 13 erweitert und so dimensioniert, dass der Dorn 12 durch eine seitliche
Schwenkbewegung 18 des Arms 2 (Fig. 1) in Querrichtung in den Schlitz 13 einführbar
ist. Das Düsenrohr 5 wird dabei von ihm mitgeführt und zugleich die Revolvertrommel
6 in eine Relativverdrehung versetzt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel haben
die in der Revolvertrommel 6 aufgenommenen Düsenrohre 5 gleichmäßige Umfangsabstände
von einander und die Querverschiebbarkeit A des Doms 12 in dem Schlitz 13 ist mindestens
so groß ist wie der gegenseitige Mittelpunktsabstand B der in der Revolvertrommel
6 gelagerten Düsenrohre 5. Dadurch wird erreicht, dass das in Umfangsrichtung als
nächstes nachfolgende Düsenrohr 6 bei weiterer Querbewegung des Arms 2 in Deckung
mit der Durchlassöffnung 18 bringbar ist mit der Folge, dass es von der dahinter angeordneten
Druckfeder 10 aus seiner Ruhelage in der Revolvertrommel 6 durch die Durchlassöffnung
18 hindurch in seine Arbeitsposition verlagert wird. Die Schwenkbewegung des Arms
ist dann zu unterbrechen und der Kopf 3 oder Arm 2 kann in seine ursprüngliche Position
zurückgezogen werden, wie durch den Doppelpfeil 19 in Fig. 1 angedeutet. Das neue
Düsenrohr 5 kann damit in Betrieb genommen werden, während das ursprüngliche in die
Revolvertrommel 6 zurückverlagert ist und mit seiner Stirnfläche federnd an der Abstützfläche
9 der Abstützplatte 8 anliegt. Hervorzuheben ist, dass es zu einem solchen Wechsel
des Düsenrohres 5 keines separaten Antriebs bedarf und dass die ohnehin vorhandenen
Antriebs- und Steuerungsmechanismen für die Schwenkung und Hin- und Herbewegung des
Armes 2 hierfür vollauf genügen.
[0025] Bei dem vorstehend beschriebenen Wechsel des Düsenrohres 5 überlagert sich die horizontale
Schwenkbewegung des Armes 2 mit der Rotationsbewegung der Revolvertrommel 6 um ihre
Achse 7. Daher ist es erforderlich, dass der Schlitz 13 der Umfangsrichtung der Revolvertrommel
6 entsprechend gestaltet ist, wie in Fig. 3 gezeigt, und dass der in Querrichtung
unverschiebbare Dorn 12 zumindest im Bereich des vorderen Endes entsprechend absenkbar
ist. Er kann zu diesem Zweck in vertikaler Richtung auf einer Feder 14 nachgiebig
gelagert sein.
[0026] Ferner kann es vorgesehen sein, dass sich ein solcher Schlitz 13 in Querrichtung
beiderseits an die Durchlassöffnung 18 anschließt. Bei einer solchen Ausbildung kann
der Düsenrohrwechsel nicht nur in einer Richtung auf das zunächst benachbarte Düsenrohr
5 vorgenommen werden sondern in beiden Richtungen auf die jeweils benachbarten Düsenrohre
5, was die Umschaltflexibilität verbessert.
[0027] Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn die Düsenrohre 5, bezogen auf die Revolvertrommel
6, unverdrehbar sind. Da sich immer nur ein Düsenrohr 5 in Arbeitsposition befinden
kann, in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist dies das oberste der Düsenrohre 5,
haben sie in der Arbeitsposition immer dieselbe Stellung, bezogen auf die in die Konfektionierung
eines zu verarbeitenden Kabels einbezogenen und nachfolgend angesteuerten Werkzeuge
der Arbeitsstationen. Demgemäss können die Düsenrohre 5 an dem den Werkzeugen zugewandten
Ende an die Platzverhältnisse der Werkzeuge geometrisch angepasst werden, was ein
dichteres Heranführen ermöglicht und damit eine bessere Führung der zu verarbeitenden
Kabel. Für einen störungsfreien und schnellen Konfektionierprozess ist das von großem
Vorteil.
[0028] Das in Fig. 4 gezeigte Düsenrohr 5 ist mit einer im Außenumfang seiner Wandung mündenden
Durchbrechung 15 für ein Druckwerkzeug versehen und außenseitig am vorderen Ende von
rechteckigem und am hinteren Ende zur Bildung der Anschläge 11 von T-förmigem Profil.
Der Durchlass 16 für das Kabel ist zylindrisch und in Richtung der der Mündung 4 zugewandten
Einlassöffnung 17 hohlkegelig erweitert. Die Durchbrechung erlaubt es, ein zu bearbeitendes
Kabel während der Bearbeitung mit einem Identifizierungsaufdruck oder -kennzeichen
zu versehen. Das dazu verwendete Druckwerkzeug muss sich nicht unbedingt eines farbauftragenden
Druckverfahrens bedienen. Statt dessen können auch Präge- und Gravurverfahren zur
Anwendung gelangen die sich mechanischer oder thermischer Mittel bedienen oder die
Lasertechnik anwenden.
[0029] Die Durchbrechung 15 ist schlitzförmig gestaltet und an der Oberseite des Düsenrohrs
5 angeordnet. Die Durchbrechung 15 erstreckt sich dabei parallel zur Längsrichtung
bis zu dessen Ende, was das Einfügen und Entnehmen des Druckwerkzeugs erleichtert.
Sie ist bei allen in einer Trommel enthaltenen Düsenrohren 5 von übereinstimmender,
radialer Tiefe, wodurch das nicht gezeigte Druckwerkzeug ein jedes Kabel, dass den
Durchlass 16 passiert, unter identischen Bedingungen bedrucken kann. Je nach Durchmesser
der in den verschiedenen Düsenrohre 5 enthaltenen Durchlässe 16 sind diese folglich
so darin angeordnet, dass sich übereinstimmende Abstände von der dem Druckwerkzeug
zugewandten Oberseite ergeben.
1. Kabelbearbeitungseinrichtung mit mehreren Bearbeitungsstationen zur Konfektionierung
eines Kabels (1), umfassend zumindest einen vor die Bearbeitungsstationen schwenkbaren
Arm (2) mit einem Kopf (3), der zumindest in einer Richtung vor- und zurückschiebbar
ist, eine Kabelzuführung mit einer Mündung (4) sowie ein Magazin, in dem mehrere Düsenrohre
(5) längsverschiebbar aufgenommen sind, die wahlweise vor der Mündung (4) arretierbar
sind und die unterschiedliche Innendurchmesser haben, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin aus einer Revolvertrommel (6) besteht, die um eine sich parallel zu der
Mündung erstreckende Achse (7) drehbar in dem Kopf (3) gelagert ist, dass die Revolvertrommel
(6) so verdrehbar ist, dass wahlweise ein jedes Düsenrohr (5) mit seinem Innendurchmesser
in Deckung mit der gedachten Verlängerung der Mündung (4) bringbar ist und dass das
jeweils ausgewählte Düsenrohr (5) in dieser Position wahlweise aus der Revolvertrommel
(6) vorziehbar und in der Revolvertrommel (6) versenkbar ist.
2. Kabelbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Revolvertrommel (6) an dem von der Mündung (4) abgewandten Ende durch eine Abstützplatte
(8) mit einer Abstützfläche für die Düsenrohre (5) überdeckt ist, dass die Abstützplatte
(8) nur in der gedachten Verlängerung der Mündung (4) mit einer Durchlassöffnung (18)
für ein einzelnes Düsenrohr (5) versehen ist und dass die Düsenrohre (5) durch Druckfedern
(10) entweder an die Abstützfläche (9) andrückbar oder durch die Druckfedern (10)
durch die Durchlassöffnung (18) hindurch bis zum Erreichen eines Anschlags (11) vorschiebbar
sind.
3. Kabelbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Durchlassöffnung (18) vorgeschobenen Düsenrohre (5) mit einem sich
parallel zu der Mündung (4) erstreckenden, stationär gelagerten Dorn (12) in Eingriff
bringbar und durch Vorschieben des Kopfes (3) oder Armes (2) in die Revolvertrommel
(6) zurückbewegbar sind.
4. Kabelbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (12), bezogen auf eine Relativverdrehung der Revolvertrommel (6), in Querrichtung
unverrückbar mit jedem der von ihm abgestützten Düsenrohre (5) in Eingriff bringbar
ist.
5. Kabelbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlassöffnung (18) in zumindest einer Umfangsrichtung zu einem Schlitz (13)
erweitert ist, dass der Dorn (12) durch eine seitliche Schwenkbewegung des Arms (2)
in den Schlitz (13) einführbar und das jeweils von ihm abgestützte Düsenrohr (5) dabei
zugleich in eine Position hinter der Abstützfläche (9) überführbar ist.
6. Kabelbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenrohre (5) in gleichmäßigen Umfangsabständen in der Revolvertrommel (6) aufnehmbar
sind und dass die Querverschiebbarkeit A des Dorns (12) in dem Schlitz (13) mindestens
so groß ist wie der gegenseitige Mittelpunktsabstand B der in der Revolvertrommel
(6) gelagerten Düsenrohre (5).
7. Kabelbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenrohre (5), bezogen auf die Revolvertrommel (6), unverdrehbar sind.
8. Kabelbearbeitungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenrohre mit einer im Außenumfang ihrer Wandung mündenden Durchbrechung (15)
für ein Druckwerkzeug versehen sind.
9. Kabelbearbeitungseinrichtung nach Ansprüche 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechung (15) schlitzförmig gestaltet ist und sich parallel zur Längsrichtung
erstreckt.
10. Kabelbearbeitungseinrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechung (15) an der Oberseite des Düsenrohrs (5) angeordnet ist.