[0001] Die Erfindung betrifft ein Gußverfahren zur Herstellung eines Gußteils mit einer
Kokille sowie eine Gießanlage zur Durchführung des Gußverfahrens.
[0002] Es ist bekannt, zur Herstellung von Gußteilen Schmelze aus einem Schmelzebehälter
in eine Kokille zu füllen. Bei bekannten Gußverfahren und Gießanlagen ergeben sich
oft vergleichsweise lange Taktzeiten. Die langen Taktzeiten liegen zum Teil darin
begründet, daß einzelne Prozeßschritte nur mit geringen Geschwindigkeiten durchgeführt
werden können. Beispielsweise ist die Geschwindigkeit, mit der der Schmelzebehälter
bewegt werden kann, durch die Füllhöhe des Behälters begrenzt. Bei hoher Füllhöhe
kann der Behälter nur langsam bewegt werden, um ein Überschwappen der Schmelze zu
verhindern. Lange Taktzeiten ergeben sich auch dann, wenn einzelne Prozeßschritte
aufgrund der Bauart der Gießanlagen hintereinander ausgeführt werden müssen. Ein weiterer
Nachteil bekannter Gießanlagen ist die massive und großbauende Bauweise, die einen
Einbau in bestehende Fertigungshallen erschwert oder verhindert. Bei beengten Platzverhältnissen
erschwert oder verhindert eine große Baugröße einer Gießanlage die Zugänglichkeit
zu Wartungs- und Reinigungszwecken. Die schlechte Zugänglichkeit bedingt einen erhöhten
Zeitbedarf für Wartung und Reinigung, der zu erhöhten Stillstandzeiten der Gießanlage
führt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gußverfahren zu schaffen, mit dem kurze
Taktzeiten realisiert werden können und das eine hohe Prozeßsicherheit besitzt. Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Gießanlage zur Durchführung des
Verfahrens anzugeben.
[0004] Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens durch ein Gußverfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Bezüglich der Gießanlage wird die Aufgabe durch eine Gießanlage
mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst.
[0005] Es ist vorgesehen, zur Herstellung eines Gußteils mit einer Kokille die Kokille mit
einem Schmelze enthaltenden Behälter fest zu verbinden und anschließend die Kokille
zusammen mit dem Behälter um eine gemeinsame Drehachse zu drehen, so daß die Schmelze
in die Kokille fließt. Die Kokille ist bei diesem Verfahren um eine Drehachse drehbar
gelagert, um die auch die gemeinsame Drehbewegung durchgeführt wird. Dadurch, daß
Kokille und Behälter zum Einbringen der Schmelze in den Behälter gemeinsam gedreht
werden, lassen sich Gußteile hoher Qualität erzielen. Die Menge Schmelze, die nicht
zur Herstellung des Gußteils, sondern für Steiger und dgl. dient, kann gering gehalten
werden, so daß die Menge von Metall, das erneut einzuschmelzen und dem Materialkreislauf
zuzuführen ist, gering ist. Das Verfahren kann mit hohen Taktzeiten durchgeführt werden.
[0006] Bei bekannten Verfahren wird die Schmelze in dem Behälter zur Kokille transportiert.
Ein solches Verfahren ist beispielsweise aus der EP 1 155 763 A1 bekannt.
[0007] Da eine Kokille beispielsweise zum Gießen von Motorblöcken oder von Zylinderköpfen
von Kraftfahrzeugen mehrere Tonnen wiegt, ist eine Bewegung des vergleichsweise leichten
Behälters für die Schmelze leicht auszuführen. Die flüssige Schmelze in dem Behälter
ist sehr dünnflüssig. Um ein Überschwappen der Schmelze oder ein Benetzen des Dichtrands
zu vermeiden, muß der Behälter deshalb vergleichsweise hoch ausgebildet sein. Wird
der Dichtrand mit Schmelze benetzt, kann eine dichte Verbindung zwischen der Kokille
und dem Behälter nicht mehr sichergestellt werden. Ein Benetzen des Dichtrands ist
deshalb unbedingt zu vermeiden. Bei einer Erhöhung der Taktzeit steigt die Gefahr
des Überschwappens der Schmelze in dem Behälter und damit die Gefahr des Benetzens
des Dichtrands.
[0008] Das erfindungsgemäße Gußverfahren sieht vor, daß die Kokille nach dem Füllen der
zu vergießenden Schmelze in den Behälter über den Behälter bewegt wird. Eine Bewegung
des Behälters mit der Schmelze kann dadurch vermieden werden. Die Kokille kann trotz
ihres hohen Gewichts von mehreren Tonnen sehr schnell über den Behälter bewegt werden,
so daß hohe Taktzeiten realisierbar sind. Dadurch, daß der Behälter nicht oder nur
sehr geringfügig bewegt wird, ist es möglich, den Behälter bis direkt unter den Rand
zu füllen, so daß sich kurze Steigleitungen in der Kokille realisieren lassen. Dadurch
ergibt sich eine hohe Ausbeute des vergossenen Materials, so daß nur wenig Material
in den Rückkreislauf gelangt und erneut eingeschmolzen werden muß.
[0009] Vorteilhaft wird der Behälter bei der Bewegung der Kokille über den Behälter nicht
bewegt. Es ist vorgesehen, daß die Kokille in einer kombinierten translatorischen
und rotatorischen Bewegung über den Behälter bewegt wird. Eine kombinierte translatorische
und rotatorische Bewegung kann auf einfache Weise mit einem einzigen Antrieb realisiert
werden, so daß das Verfahren mit einer Gießanlage mit nur einem Antrieb für die Kokille
durchgeführt werden kann. Die kombinierte translatorische und rotatorische Bewegung
erlaubt eine Bewegung der Kokille auf den Behälter mit einer Bewegungskomponente senkrecht
auf die Ebene zwischen Behälter und Kokille.
[0010] Es ist vorgesehen, daß die Kokille und der Behälter um mindestens 180° gemeinsam
gedreht werden. Dadurch läßt sich eine weitestgehende Entleerung des Behälters in
die Kokille gewährleisten. Gleichzeitig wird eine vorteilhafte Füllung der Kokille
erreicht. Zweckmäßig werden die Kokille und der Behälter gemeinsam um eine horizontale
Drehachse gedreht. Vorteilhaft führen die Kokille und der Behälter bei der gemeinsamen
Drehung gleichzeitig eine translatorische Bewegung durch. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, daß Behälter und Kokille nur eine gemeinsame Rotationsbewegung ausführen und
daß nach der gemeinsamen Rotation Behälter und Kokille getrennt werden. Anschließend
kann die Kokille eine Translationsbewegung durchführen.
[0011] Es ist vorgesehen, daß vor der dichtenden Verbindung des Behälters mit der Kokille
und insbesondere vor der Bewegung der Kokille über den Behälter mindestens ein Kern
in die Kokille eingelegt wird. Das Einlegen von mindestens einem Kern kann dabei von
oben, beispielsweise über ein Portal, erfolgen. Dadurch ist das Gußverfahren gut automatisierbar.
Vorteilhaft erfolgt das Einlegen des Kerns während des Einfüllens der zu vergießenden
Schmelze in den Behälter. Dadurch, daß beide Verfahrensschritte gleichzeitig und nicht
nacheinander durchgeführt werden, läßt sich die zur Herstellung des Gußteils benötigte
Taktzeit weiter verringern. Zweckmäßig ist der Behälter an mindestens einem Arm in
mindestens einer Bewegungsrichtung bewegbar gehalten. Insbesondere wird der Behälter
vor der gemeinsamen Drehung von Behälter und Kokille von dem mindestens einen Arm
entkoppelt und nach der gemeinsamen Drehung an den mindestens einen Arm angekoppelt.
Durch die von der Kokille unabhängige Bewegung des Behälters kann der Behälter von
der Kokille weggeschwenkt werden, so daß sich eine gute Zugänglichkeit der Kokille
ergibt. Dadurch, daß der Arm von dem Behälter entkoppelt wird, bevor Kokille und Behälter
gemeinsam gedreht werden, kann die gemeinsame Drehung unbehindert durchgeführt werden.
Für den Arm sind so keine zusätzlichen Freiheitsgrade notwendig. Vorteilhaft ist der
Behälter an dem Arm um eine Drehachse schwenkbar gehalten. Der Behälter kann auch
an mehreren, insbesondere an zwei Armen gehalten sein. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, daß der Behälter an einer Seite an einem Arm gehalten ist und daß sich der Behälter
in gefülltem Zustand auf der gegenüberliegenden Seite abstützt. Die Abstützung erfolgt
insbesondere gegenüber einem Rahmen der Gießanlage.
[0012] Eine Gießanlage, mit der das Gußverfahren durchgeführt werden kann, besitzt eine
Kokille, die um eine erste Drehachse schwenkbar gelagert ist sowie einen Behälter,
der um eine zweite Drehachse schwenkbar gelagert ist. Die Kokille ist neben der Schwenkbarkeit
um die erste Drehachse in einer zweiten Bewegungsrichtung bewegbar gelagert.
[0013] Durch die bewegbare Lagerung der Kokille in einer zweiten Bewegungsrichtung wird
ermöglicht, daß die Kokille über den Behälter bewegt werden kann. Die zweite Bewegungsrichtung
kann dabei eine Schwenkbarkeit um eine zweite Drehachse oder eine translatorische
Bewegung sein. Die zweite Bewegungsrichtung ermöglicht, die Kokille über den gefüllten
Behälter zu bewegen, während der Behälter unbeweglich stehen bleibt. Dadurch ist ein
Überschwappen der flüssigen Schmelze in dem Behälter vermieden. Die zweite Bewegungsrichtung
der Kokille ermöglicht insbesondere auch, daß während des Einlegens von mindestens
einem Kern in die Kokille der Behälter mit Schmelze gefüllt werden kann.
[0014] Die zweite Bewegungsrichtung ist vorteilhaft eine Längsrichtung. Damit kann die Kokille
zusätzlich zu der Drehbewegung eine translatorische Bewegung ausführen. Insbesondere
verläuft die Längsrichtung zur Horizontalen geneigt. Durch die Neigung der Längsrichtung
kann die Kokille von oben auf den Behälter aufgesetzt werden. Vorteilhaft ist die
Drehbewegung der Kokille an die Bewegung in Längsrichtung gekoppelt. Dadurch ist es
möglich, die Kokille mit nur einem Antrieb in Längsrichtung und um die Drehachse zu
bewegen, so daß sich ein einfacher Aufbau einer Gießanlage zur Durchführung des Gußverfahrens
ergibt.
[0015] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, daß die zweite Bewegungsrichtung eine Schwenkbewegung
um eine zweite Drehachse ist. Eine Schwenkbewegung läßt sich konstruktiv vergleichsweise
einfach realisieren. Auch die Schwenkbewegung läßt bei entsprechender Anordnung der
zweiten Drehachse ein Aufsetzen der Kokille auf den Behälter von oben zu.
[0016] Es ist vorgesehen, daß die Kokille über ein Planetengetriebe angetrieben ist, das
insbesondere die letzte Stufe eines mehrstufigen Getriebes bildet. Der Antrieb der
Kokille über ein Planetengetriebe ermöglicht eine sehr große Übersetzung, so daß ein
ausreichend großes Antriebsdrehmoment für die Bewegung der Kokille erzeugt werden
kann. Dies ist aufgrund des großen Gewichts der Kokille von mehreren Tonnen notwendig.
Durch den Einsatz eines Planetengetriebes mit mehreren Planetenrädern ist es möglich,
die Lagerung der Kokille sehr sicher zu gestalten. Dies kann dadurch erreicht werden,
daß jedes Planetenrad so ausgelegt wird, daß es das Gewicht der Kokille allein bewegen
kann. Dadurch wird der Sicherheitsfaktor um die Anzahl der Planetenräder vervielfacht.
[0017] Eine große Übersetzung wird erreicht, wenn die Kokille mit dem Außenring des Planetengetriebes
fest verbunden ist. Eine Kopplung der translatorischen und der rotatorischen Bewegung
kann dadurch erreicht werden, daß ein mit dem bewegten Außenring des Planetengetriebes
fest verbundenes Rad, insbesondere ein Zahnrad, auf einer in Längsrichtung verlaufenden,
ortsfesten Zahnstange abwälzt. Eine Drehung des Außenrings des Planetengetriebes bewirkt
damit sowohl eine Schwenkbewegung der Kokille um die Drehachse des Außenrings des
Planetengetriebes als auch ein Abwälzen des Außenrings des Planetengetriebes auf der
Zahnstange und damit eine Bewegung der Kokille in Längsrichtung. Durch entsprechende
Auslegung der Größe des Rads kann die Bewegung der Kokille in Längsrichtung an die
Drehbewegung angepaßt werden. Vorteilhaft verlaufen sowohl die erste Drehachse der
Kokille als auch die zweite Drehachse des Behälters horizontal.
[0018] Um ein gutes Abdichten zwischen dem Behälter und der Kokille zu ermöglichen, ist
vorgesehen, daß die Kokille und/oder der Behälter Mittel zum Toleranzausgleich zwischen
den bei der gemeinsamen Drehung aufeinanderliegenden Dichtflächen an Kokille und Behälter
besitzt. Dadurch kann gewährleistet werden, daß Kokille und Behälter bei der gemeinsamen
Drehung dicht aneinander anliegen.
[0019] Es ist vorgesehen, daß die Kokille eine Halterung mit einem geschlossenen Rahmen
besitzt, an dem die Kokille festgelegt ist. Der Rahmen ist dabei insbesondere einteilig
ausgebildet. Dadurch, daß der Rahmen als geschlossener Rahmen ausgebildet ist, ergibt
sich eine hohe Stabilität der Konstruktion bei geringem Gewicht und geringem Platzbedarf.
Die Kokille besitzt einen Formhohlraum. Vorteilhaft verläuft der geschlossene Rahmen
in einer Ebene, die parallel zur ersten Drehachse der Kokille liegt und die den Formhohlraum
schneidet. Die Kokille besitzt eine eigentliche Gußform, die aus Metall ausgebildet
ist und die ein großes Gewicht besitzt. An dieser Gußform sind Betätigungseinrichtungen,
beispielsweise Schieber und dergleichen, angeordnet, deren Gewicht erheblich geringer
als das der Gußform ist. Der Schwerpunkt der Kokille liegt deshalb üblicherweise auf
der Höhe des Formhohlraums. Um einen günstigen Kraftfluß zu erreichen, liegt der Rahmen
möglichst nah am Schwerpunkt, so daß sich kurze Wege und damit kurze Hebelarme ergeben.
Dadurch kann die Konstruktion mit geringem Gewicht bei hoher Stabilität ausgeführt
werden.
[0020] Es ist vorgesehen, daß die Kokille eine Einfüllöffnung besitzt, an der der Behälter
über mindestens ein Spannelement fixiert werden kann. Vorteilhaft ist mindestens eine
Betätigung für ein Spannelement auf der der Einfüllöffnung abgewandten Unterseite
der Kokille angeordnet. Im Bereich der Einfüllöffnung ist die thermische Belastung
sehr hoch, während sich an der Unterseite der Kokille geringere Temperaturen einstellen.
Durch die Anordnung an der Unterseite können die Betätigungen in einem thermisch weniger
belasteten Bereich angeordnet werden. Dadurch wird die Haltbarkeit der Betätigungen
erhöht.
[0021] In der Konstruktion der Kokille mit einem Rahmen und in der Betätigung der Spannelemente
liegt ein eigenständiger erfinderischer Gedanke, der auch bei einer Gießanlage zum
Einsatz kommen kann, bei der Kokille und Behälter nicht um eine gemeinsame Achse gedreht
werden.
[0022] Vorteilhaft besitzt die Kokille mindestens ein beweglich gelagertes Deckelelement,
wobei die Bewegung mindestens eines Spannelements an die Bewegung mindestens eines
Deckelelements gekoppelt ist. Ein Deckelelement kann beispielsweise eine Klappe oder
ein Schieber sein, der einen oder mehrere Kerne in der Kokille fixiert, so daß beim
Drehen der Kokille ein Verrutschen oder Herausfallen der Kerne verhindert ist. Durch
die Kopplung der Bewegung des Spannelements an die Bewegung mindestens eines Deckelelements
können das Deckelelement und das Spannelement gleichzeitig aus dem Bereich der Einfüllöffnung
der Kokille verschwenkt werden, so daß der Formhohlraum zum Einlegen von Kernen oder
zur Entnahme des Gußstücks frei zugänglich ist. Nach dem Einlegen der Kerne wird durch
eine gekoppelte Bewegung sowohl das Deckelelement an der Einfüllöffnung angeordnet
als auch das Spannelement in den Bereich der Einfüllöffnung verschwenk, so daß zur
endgültigen Fixierung des Behälters nur noch eine geringe Stellbewegung nötig ist.
Vorteilhaft erfolgt die Betätigung des Deckelelements und die Bewegung mindestens
eines Spannelements über einen oder mehrere miteinander verbundene schwenkbar gelagerte
Arme. Insbesondere sind zwei Betätigungen für jedes Deckelelement vorgesehen, die
an miteinander verbundenen Armen angeordnet sind und über einen gemeinsamen Arm betätigt
werden. Ein Spannelement ist vorteilhaft an einer Verbindungsstrebe der beiden Arme
zwischen den beiden Betätigungen eines Deckelelements angeordnet. Damit erfolgt das
Andrücken des Behälters an die Kokille und das Schließen des oder der Deckelelemente
über ein kombiniertes Hebelgetriebe, das eine oder mehrere Betätigungen besitzen kann.
Insbesondere ist eine gemeinsame Betätigung für das Bewegen des Deckelelements und
das Einschwenken bzw. Ausschwenken des Spannelements vorgesehen und mindestens ein
weiteres Betätigungselement für die endgültige Andrückbewegung des Behälters.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1 bis Fig. 8
- schematische Darstellungen des Ablaufs des Gußverfahrens,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht einer Gießanlage beim Reinigungsvorgang,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht der Gießanlage beim Einlegen eines Kerns von der der Darstellung
in Fig. 9 gegenüberliegenden Seite der Gießanlage,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht der Gießanlage in Richtung des Pfeils XI in Fig. 10,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht der Gießanlage in der der Darstellung in Fig. 9 entsprechenden
Blickrichtung beim Füllen des Behälters,
- Fig. 13
- die Gießanlage aus Fig. 12 nach dem Verschwenken der Kokille über den Behälter,
- Fig. 14
- eine Seitenansicht der Gießanlage aus Fig. 12 beim gemeinsamen Verschwenken von Kokille
und Behälter,
- Fig. 15
- eine Seitenansicht der Gießanlage aus Fig. 12 nach dem gemeinsamen Verschwenken,
- Fig. 16
- eine Seitenansicht der Gießanlage aus Fig. 12 beim Wegschwenken des Behälters,
- Fig. 17
- eine Seitenansicht der Gießanlage aus Fig. 12 beim Entnehmen des Gußteils,
- Fig. 18
- eine vergrößerte Darstellung des Planetengetriebes aus Fig. 17,
- Fig. 19
- eine schematische Darstellung eines Verfahrensschritts des Gußverfahrens,
- Fig. 20
- eine Seitenansicht einer Gießanlage in Reinigungsposition,
- Fig. 21
- die Gießanlage aus Fig. 20 in einer Position zum Kerneinlegen und Einfüllen von Schmelze,
- Fig. 22
- die Kokille der Gießanlage aus Fig. 20 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 23
- eine Draufsicht auf die Kokille aus Fig. 22,
- Fig. 24
- die Gießanlage aus Fig. 20 nach dem Drehen der Kokille,
- Fig. 25
- die Gießanlage aus Fig. 20 nach der Bewegung der Kokille über den Behälter mit Schmelze,
- Fig. 26
- die Gießanlage aus Fig. 20 bei der gemeinsamen Drehung von Kokille und Behälter,
- Fig. 27
- die Gießanlage aus Fig. 20 nach dem Drehvorgang,
- Fig. 28
- die Gießanlage aus Fig. 20 nach dem Wegschwenken des Behälters,
- Fig. 29
- die Gießanlage aus Fig. 20 mit der Kokille in Entnahmeposition.
[0024] In den Fig. 1 bis 8 ist der Ablauf eines Gußverfahrens schematisch gezeigt. Zur Durchführung
des Verfahrens ist eine Kokille 1 vorgesehen, in der ein Gußteil gegossen wird, sowie
ein Behälter 2 zur Aufnahme der flüssigen Metallschmelze, beispielsweise des flüssigen
Aluminiums. Der Behälter 2 ist insbesondere eine Gießwanne. Die Kokille 1 und der
Behälter 2 sind in Seitenansicht schematisch gezeigt. Der Behälter 2 ist als Wanne
ausgebildet. Bei der in Fig. 1 gezeigten Reinigungsstellung von Kokille 1 und Behälter
2 sind die Kokille 1 und der Behälter 2 in Richtung des Pfeils 6 zugänglich, so daß
die Kokille 1 und der Behälter 2 von einem Bediener gereinigt werden können.
[0025] Wie in Fig. 2 gezeigt ist, werden die Kokille 1 und der Behälter 2 nach der Reinigung
in eine Kerneinlegeposition gebracht. Dabei wird der Behälter 2 in Richtung des Pfeils
7 verschwenkt, so daß der Behälter 2 oberhalb und seitlich von der Kokille 1 angeordnet
ist und die Kokille 1 von oben zugänglich ist. Die Kokille 1 wird in Richtung des
Pfeils 8 in eine horizontale Position verschwenkt.
[0026] Wie in Fig. 3 gezeigt ist, wird nach dem Verschwenken der Kokille 1 und des Behälters
2 in die Kerneinlegeposition ein Kern 3 in Richtung des Pfeils 9 von oben in die Kokille
1 eingelegt. In diesem Verfahrensschritt kann eine beliebige Anzahl von Kernen in
die Kokille 1 eingelegt werden. Das Einlegen der Kerne 3 erfolgt vorteilhaft vollautomatisch.
Die Kerne 3 werden vorteilhaft von Greifern in die Kokille 1 eingelegt. Die Greifer
sind insbesondere an einem Portal angeordnet, das sich über der Kokille 1 erstreckt.
[0027] Im darauf folgenden; in Fig. 4 gezeigten Verfahrensschritt werden die Kokille 1 und
der Behälter 2 in eine Füllposition verschwenkt. Der Behälter 2 wird in Richtung des
Pfeils 10 und die Kokille 1 in Richtung des Pfeils 11 verschwenkt. Die Position der
Kokille 1 in Füllposition entspricht vorteilhaft in etwa der Position der Kokille
1 in Reinigungsposition. Die Kokille 1 steht in Füllposition schräg und neben dem
Behälter 2. Der Behälter 2 steht in Füllposition tiefer als in Reinigungsposition
und in Kerneinlegeposition.
[0028] Im folgenden, in Fig. 5 gezeigten Verfahrenschritt wird Schmelze wie durch den Pfeil
12 gezeigt ist in den Behälter 2 eingefüllt. In Fig. 5 sind Dichtflächen 17 am Behälter
2 und Dichtflächen 18 an der Kokille 1 vergrößert und schematisch gezeigt. Beim Befüllen
des Behälters 2 mit Schmelze darf die Dichtfläche 17 am Behälter 2 nicht benetzt werden,
da sonst ein dichtes Verschließen von Kokille 1 und Behälter 2 nicht mehr gewährleistet
werden kann. Die Bewegung beim Einfüllen der Schmelze ist vorteilhaft an eine Bewegung
des Behälters 2 nach unten gekoppelt. Beim Einfüllen von Schmelze führt der Behälter
2 dadurch eine Bewegung nach unten durch.
[0029] Das Einlegen eines oder mehrerer Kerne 3 kann auch gleichzeitig mit dem Einfüllen
der zu vergießenden Schmelze in den Behälter 2 erfolgen. Dies ist in der schematischen
Darstellung in Fig. 19 gezeigt. Um einen Kern 3 während des Einfüllens der Schmelze
in den Behälter 2 einlegen zu können, wird der Behälter 2 aus der in Fig. 1 gezeigten
Reinigungsposition direkt in eine Stellung verschwenkt, in der der Behälter 2 mit
seiner Einfüllöffnung nach oben gewandt ist. Der Behälter 2 ist dabei, wie in Fig.
19 gezeigt, neben der Kokille 1 angeordnet, so daß die Kokille 1 von oben zugänglich
ist. Dadurch kann gleichzeitig der Kern 3 in Richtung des Pfeils 9 in die Kokille
1 eingelegt und die zu vergießende Schmelze wie durch den Pfeil 12 angedeutet in den
wannenförmigen Behälter 2 eingefüllt werden. Da beide Verfahrensschritte gleichzeitig
erfolgen, wird die Taktzeit zur Herstellung eines Gußteils dadurch weiter verkürzt.
[0030] Wie Fig. 6 zeigt, wird die Kokille 1 im nächsten Verfahrensschritt entlang des Pfeils
13 über den Behälter 2 geschwenkt. Dabei führt die Kokille 1 eine rotatorische und
eine translatorische Bewegung aus. Die Kokille 1 wird so über den Behälter 2 gelegt,
daß die Dichtflächen 17 und 18 dichtend aufeinander anliegen und die Kokille 1 mit
ihrer offenen Seite nach unten zeigt und auf dem nach oben offenen Behälter 2 aufliegt.
Beim Verschwenken der Kokille 1 über den Behälter 2 wird der Behälter 2 nicht bewegt,
so daß ein Überschwappen der flüssigen Schmelze aus dem Behälter 2 oder ein Benetzen
der Dichtfläche 17 am Behälter 2 vermieden ist.
[0031] Anschließend wird der Behälter 2 an der Kokille 1 fixiert. Nachdem der Behälter 2
fest und dichtend an der Kokille 1 gehalten ist, werden die Kokille 1 und der Behälter
2 in Richtung des Pfeils 14 um eine gemeinsame Drehachse 4 gedreht. Die Drehung erfolgt
in Gegenrichtung zu den durch die Pfeile 11 und 13 gezeigten Bewegungen, so daß die
Kokille 1 insgesamt nur um 180° beweglich sein muß.
[0032] In Fig. 7 sind die Kokille 1 und der Behälter 2 nach der Drehung um die Drehachse
4 um 180° gezeigt. Nach der gemeinsamen Drehung wird der Behälter 2 in Richtung des
Pfeils 15 von der Kokille 1 entfernt. Wie in Fig. 8 gezeigt ist, wird im darauf folgenden,
letzten Verfahrensschritt das Gußteil 5 in Richtung des Pfeils 16 aus der Kokille
1 entnommen. Der Behälter 2 steht in dieser Position oberhalb und neben der Kokille
1 in einer Position, die etwa der Kerneinlegeposition entspricht. Dadurch ist ein
ungehinderter Zugang zu dem Gußteil 5 von oben möglich.
[0033] Nach der Entnahme des Gußteils 5 bewegen sich die Kokille 1 und der Behälter 2 wieder
in die in Fig. 1 gezeigte
[0034] Reinigungsposition und die Herstellung des nächsten Gußteils 5 beginnt.
[0035] In den Fig. 9 bis 18 ist eine Gießanlage 20 zur Durchführung des in den Fig. 1 bis
8 gezeigten Gußverfahrens gezeigt. In Fig. 9 befindet sich die Gießanlage 20 in Reinigungsposition.
Die Kokille 1 und der Behälter 2 sind gegenüber der Horizontalen 39 geneigt, so daß
sowohl das Innere der Kokille 1 als auch das Innere des Behälters 2 für einen Bediener
27 zugänglich ist. Der Behälter 2 ist wannenförmig ausgebildet. Die Kokille 1 ist
beidseitig über eine Halterung 26 an einem Rahmen 21 gelagert. Vom Rahmen 21 ist in
Fig. 9 nur die in der Figur hinter der Kokille 1 liegende Seitenwand gezeigt. Die
Lagerung der Halterung 26 an dem Rahmen 21 erfolgt mindestens an einer Seite der Kokille
1 über ein Planetengetriebe 33.
[0036] Die Kokille 1 ist um die Drehachse 4 des nicht dargestellten Außenrings des Planetengetriebes
33 drehbar gelagert. Der Außenring des Planetengetriebes 33 ist als bewegter Ring
ausgebildet und von dem Planetengetriebe 33 um die Drehachse 4 rotierend angetrieben.
An dem Außenring des Planetengetriebes 33 ist ein Zahnrad 24 fixiert. Das Zahnrad
24 kann einteilig mit dem Außenring des Planetengetriebes 33 ausgebildet sein. Das
Zahnrad 24 ist drehfest mit der Halterung 26 der Kokille 1 verbunden. Das Zahnrad
24 wälzt auf einer Zahnstange 25 ab. Anstatt der Zahnstange 25 kann auch eine lineare
Führung für das Zahnrad 24 vorgesehen sein, auf der das Zahnrad 24 oder ein anstatt
des Zahnrads 24 vorgesehenes Rad abwälzt. Die Zahnstange 25 ist an dem Rahmen 21 der
Gießanlage 20 festgelegt. Die Zahnstange 25 ist gegenüber der Horizontalen 39 um einen
Winkel α geneigt, der zum Bediener 27 hin zuläuft und der beispielsweise etwa 30°
betragen kann. Die Zahnstange 25 definiert eine Längsrichtung 38, in der die Kokille
1 bewegt werden kann.
[0037] Der Behälter 2 der Gießanlage 20 ist an einem Arm 22 um eine Drehachse 23 schwenkbar
am Rahmen 21 fixiert. Der Arm 22 ist an dem Rahmen 21 der Gießanlage 20 drehbar gelagert.
Anstatt eines Arms 22 kann der Behälter 2 an mehreren, insbesondere an zwei Armen
22 gelagert sein. Vorteilhaft ist der Behälter 2 beidseitig gelagert.
[0038] Nach dem Reinigen der Kokille 1 und des Behälters 2 bewegen sich die Kokille 1 und
der Behälter 2 in die in den Fig. 10 und 11 gezeigte Kerneinlegeposition. Hierzu wird
der Arm 22 um die Drehachse 23 zum Bediener 27 hin, also in Fig. 9 im Uhrzeigersinn,
geschwenkt. Beim Verschwenken des Arms 22 führt der Behälter 2 eine Drehbewegung um
die Drehachse 19 relativ zu dem Arm 22 aus. Die Relativbewegung des Behälters 2 gegenüber
dem Arm 22 ist vorteilhaft an die Bewegung des Arms 22 gekoppelt. Die Kopplung kann
beispielsweise durch in dem Arm 22 angeordnete Ketten erfolgen. Die Ketten verbinden
dabei ein an der Drehachse 23 des Arms 22 fest montiertes Kettenrad mit einem um die
Drehachse 19 des Behälters 2 beweglich angeordneten und mit dem Behälter 2 drehfest
verbundenen Kettenrad. Die Zähnezahlen der beiden Kettenräder sind vorteilhaft unterschiedlich,
so daß sich die Drehgeschwindigkeit des Arms 22 um die Drehachse 23 von der Drehgeschwindigkeit
des Behälters 2 um die Drehachse 19 unterscheidet.
[0039] Die Kopplung der Drehbewegung des Behälters 2 um die Drehachse 19 an die Drehbewegung
des Arms 22 um die Drehachse 23 kann auch über ein in der Drehachse 23 fest montiertes
Kegelradgetriebe erreicht werden, das über eine im Arm 22 angeordnete Welle mit einem
weiteren, an der Drehachse 19 angeordneten Kegelradgetriebe zusammenwirkt. Durch die
Kopplung der Bewegung des Behälters 2 an die Bewegung des Arms 22 ist nur ein Antrieb
für den Behälter 2 und den Arm 22 notwendig. Vorteilhaft ist der Antrieb für den Arm
22 im Bereich der Drehachse 23 zwischen dem Arm 22 und einer in Fig. 11 gezeigten
Seitenwand 43 des Rahmens 21 angeordnet. Dadurch kann der Antrieb ortsfest am Rahmen
21 angeordnet werden und muß sich nicht mit dem Arm 22 bewegen. Anstatt eines Arms
22 können auch zwei Arme 22 vorgesehen sein. Dabei ist vorteilhaft ein Arm 22 an einer
Seitenwand 42 des Rahmens 21 und der andere Arm 22 an der gegenüberliegenden Seitenwand
43 des Rahmens 21 angeordnet.
[0040] Die Kokille 1 wird bei der Bewegung in die Kerneinlegeposition in die Horizontale
39 verschwenkt. Hierzu wird das Zahnrad 24 in der Darstellung in Fig. 9 entgegen dem
Uhrzeigersinn angetrieben. Dadurch führt die Kokille 1 sowohl eine Bewegung entgegen
dem Uhrzeigersinn um die Drehachse 4 als auch eine Translationsbewegung auf der zur
Horizontalen 39 geneigten Zahnstange 25 nach oben aus. Die Kokille 1 bewegt sich vom
Bediener 27 weg und nach oben.
[0041] In Fig. 10 ist die Position der Kokille 1 in Kerneinlegeposition gestrichelt skizziert.
Die Gießanlage 20 besitzt ein Portal 41, an dem Greifer 30 und 31 verfahrbar gelagert
sind. Sowohl der Greifer 30 als auch der Greifer 31 legen jeweils einen Kern 3 in
Richtung des Pfeils 9 in die Kokille 1 ein. Bei der in den Fig. 10 und 11 gezeigten
Position legt der Greifer 30 einen Kern in die Kokille 1 ein. Der Greifer 31 befindet
sich in einer Position seitlich über der Kokille 1 und fährt nach dem Einlegen eines
Kerns 3 durch den Greifer 30 in die Position über der Kokille 1, um einen zweiten
Kern 3 in die Kokille 1 einzulegen. Der Behälter 2 ist an dem Arm 22 aus dem Bereich
der Kokille 1 geschwenkt, so daß die Kokille 1 von oben frei zugänglich ist.
[0042] Wie die Fig. 10 und 11 zeigen, besitzt der Rahmen 21 zwei Seitenwände 42 und 43,
an denen die Kokille 1 gelagert ist. Der Behälter 2 ist einseitig an der Seitenwand
43 gelagert. Es kann jedoch auch eine beidseitige Lagerung vorgesehen sein. An der
gegenüberliegenden Seitenwand 42 ist der Antrieb der Kokille 1 angeordnet. Die Seitenwand
42 besitzt eine Führung 32, die als Schlitz in der Seitenwand 42 ausgeführt ist und
die oberhalb der Zahnstange 25 und parallel zur Zahnstange 25 verläuft. Die Führung
32 an der Seitenwand 42 bildet ein Festlager für die Kokille 1. Auf der gegenüberliegenden
Seite, also an der Seitenwand 42, sind eine Führung 47 und eine parallel dazu verlaufende
Zahnstange 25 angeordnet, die ein Loslager für die Kokille 1 bilden und horizontale
Wärmedehnungen ausgleichend aufnehmen.
[0043] Auf der der Kokille 1 abgewandten, außenliegenden Seite der Seitenwand 42 ist ein
gekröpfter Arm 29 angeordnet, der verschwenkbar gelagert ist. Benachbart zur Führung
32 ist am Arm 29 ein Getriebe 28 angeordnet, das eine erste Getriebestufe für den
Antrieb der Kokille 1 bildet. In dem Getriebe 28 können auch mehrere Getriebestufen
verwirklicht sein. Durch die als Schlitz ausgebildete Führung 32 ragt eine in Fig.
11 nicht gezeigte Abtriebswelle aus dem Getriebe 28, die das Antriebsritzel für das
Planetengetriebe 33 bildet. Bei der Bewegung des Zahnrads 24 entlang der Zahnstange
25 wird das Getriebe 28 entlang der Führung 32 an dem Arm 29 bewegt.
[0044] Nach dem Einlegen der Kerne 3 fahren die Kokille 1 und der Behälter 2 in die in Fig.
12 gezeigte Füllposition. Hierzu wird das Zahnrad 24 in der Darstellung in Fig. 12
im Uhrzeigersinn angetrieben. Dadurch bewegt sich das Zahnrad 24 auf die einem Bediener
27 zugewandte Seite und nach unten. Die Kokille 1 wird aus der in Fig. 10 und 11 gezeigten
Stellung in der Ansicht in Fig. 12 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Die Kokille 1 befindet
sich in Füllposition in einer Position, die der in Fig. 9 gezeigten Reinigungsposition
etwa entspricht. Wie Fig. 12 zeigt, besitzt das Planetengetriebe 33 vier Planetenräder
34, die von dem Getriebe 28 (Fig. 10) angetrieben werden. Die vier Planetenräder 34
sind über eine Platte 35 miteinander und ortsfest mit dem Getriebe 28 verbunden, so
daß die Planetenräder 34 nicht um das Antriebsritzel rotieren können. Dadurch wird
das Zahnrad 24, das mit dem bewegten Außenring des Planetengetriebes 33 verbunden
ist, rotierend angetrieben.
[0045] Der Behälter 2 befindet sich in einer gegenüber der Reinigungsposition aus Fig. 9
um annähernd 180° um die Drehachse 23 verschwenkten Stellung. In dieser Stellung ist
der Behälter 2 unterhalb der Drehachse 4 der Kokille 1 auf der einem Bediener zugewandten
Seite der Kokille 1 angeordnet. Die Einfüllöffnung 48 des Behälters 2 weist nach oben.
In der in Fig. 12 gezeigten Füllposition wird der Behälter 2 mit flüssiger Schmelze,
insbesondere Metallschmelze wie beispielsweise Aluminiumschmelze, gefüllt. Der Behälter
2 kann dabei vollständig oder annähernd vollständig mit flüssiger Schmelze gefüllt
werden. Beim Befüllen führt der Behälter 2 eine Bewegung nach unten durch, die an
die Einfüllbewegung gekoppelt ist.
[0046] Das Befüllen des Behälters 2 kann auch während des Einlegens eines Kerns 3 oder mehrerer
Kerne 3 in die Kokille 1 erfolgen. Dazu fährt die Kokille 1 aus der Reinigungsposition
in die Kerneinlegeposition und der Behälter 2 fährt in die Füllposition. Die Füllposition
des Behälters 2 und die Kerneinlegeposition der Kokille 1 sind dabei so zu wählen,
daß sowohl die Kokille 1 als auch der Behälter 2 zugänglich sind.
[0047] Nach dem Füllen des Behälters 2 wird die Kokille 1 wie in Fig. 13 gezeigt über den
Behälter 2 geschwenkt. Der Behälter 2 ändert beim Verschwenken der Kokille 1 seine
Position nicht. Beim Verschwenken der Kokille 1 wird das Zahnrad 24 in der Darstellung
in Fig. 12 im Uhrzeigersinn angetrieben, so daß die offene Füllseite 44 der Kokille
1 nach unten weist. Die Kokille 1 ist demnach gegenüber der in den Fig. 10 und 11
gezeigten Kerneinlegeposition um 180° um die Drehachse 4 gedreht. Das Zahnrad 24 befindet
sich an dem einem Bediener zugewandten vorderen Ende 45 der Zahnstange 25. Dadurch,
daß die Kokille 1 sowohl eine Rotationsbewegung um die Drehachse 4 als auch eine Translationsbewegung
in Längsrichtung 38, die parallel zur Zahnstange 25 verläuft, ausführt, kann die Kokille
1 mit einer Richtungskomponente in vertikaler Richtung, also von oben, auf den Behälter
2 aufgesetzt werden. Die Kokille 1 besitzt Spannelemente 36, mit denen der Behälter
2 auf der Kokille 1 festgespannt wird. Sobald der Behälter 2 an den Spannelementen
36 der Kokille 1 gehalten ist, wird der Arm 22 von dem Behälter 2 entkoppelt. Der
Behälter 2 kann sich dadurch unabhängig von dem Arm 22 bewegen.
[0048] Um Toleranzen zwischen dem Behälter 2 und der Kokille 1 ausgleichen zu können und
eine gute Abdichtung zwischen Kokille 1 und Behälter 2 zu erreichen, besitzt die Kokille
1 insgesamt vier Spannelemente 36, die als Spannpratzen ausgebildet sind. An jeder
Ecke des Behälters ist ein Spannelement 36 angeordnet. Die Spannelemente 36 ziehen
den Behälter 2 um einen kleinen Weg im Bereich von einigen Millimetern zu der Kokille
1, nachdem der Arm 22 vom Behälter 2 entkoppelt wurde. Der Behälter 2 wird von den
Spannelementen 36 gegen den oder die Kerne 3 in der Kokille 1 gepreßt. Die Spannelemente
36 sind vorteilhaft hydraulisch betätigt und ventilgesteuert, so daß die Spannelemente
36 Toleranzen und Unebenheiten in der Dichtfläche zwischen Behälter 2 und Kokille
1 ausgleichen, da sich jede Ecke des Behälters 2 unabhängig bewegen kann. Dadurch,
daß die Spannelemente 36 an der Kokille 1 angeordnet sind, ergibt sich ein kurzer
Kraftfluß, der nicht durch die Drehachse 4 der Kokille 1 führt. Dadurch wird die Lagerung
der Kokille 1 weniger belastet. Die Mittel zum Toleranzausgleich können auch in der
Lagerung von Kokille und/oder Behälter angeordnet sein.
[0049] Anschließend werden die Kokille 1 und der Behälter 2 um 180° um die Drehachse 4 gedreht.
Dies ist in den Fig. 14 und 15 gezeigt. Wie die Figuren zeigen, wälzt das Zahnrad
24 entgegen dem Uhrzeigersinn vom vorderen Ende 45 zum hinteren Ende 46 der Zahnstange
25 ab. Die Kokille 1 dreht sich demnach in einer ersten Drehrichtung auf den Behälter
2 und in Gegendrehrichtung zusammen mit dem Behälter 2. Dadurch muß die Kokille 1
nur um insgesamt etwa 180° drehbar sein.
[0050] Fig. 15 zeigt die Gießanlage 20 nach der gemeinsamen Drehung von Kokille 1 und Behälter
2 um 180° um die Drehachse 4 der Kokille 1. Durch die Drehung des Behälters 2 mit
der Kokille 1 fließt die flüssige Schmelze aus dem Behälter 2 vollständig in die Kokille
1 und formt dadurch das Gußteil ab. Nach dem Verschwenken werden die Spannelemente
36 gelöst. Der Arm 22 schwenkt von der in Fig. 14 gezeigten Position entgegen dem
Uhrzeigersinn nach oben und zum Behälter 2. Anschließend wird der Behälter 2 an den
Arm 22 angekoppelt. Beim Ankoppeln erfolgt eine automatische Zentrierung des Behälters
2 an der Halterung des Behälters 2 an dem Arm 22.
[0051] Wie Fig. 16 zeigt, wird der Behälter 2 anschließend von dem Arm 22 von der Kokille
1 abgehoben und weggeschwenkt. Der Behälter 2 wird bis in die in Fig. 17 gezeigte
Kerneinlegeposition des Behälters 2 geschwenkt und führt dabei eine Drehung in den
Figuren entgegen dem Uhrzeigersinn um die Drehachse 19 aus. In der in Fig. 17 gezeigten
Position ist der Behälter 2 oberhalb und in einem seitlichen Bereich der Kokille 1
angeordnet, so daß die Kokille 1 von oben zugänglich ist und das Gußteil in Richtung
des Pfeils 16 aus der Kokille 1 entformt werden kann. Nach dem Entformen fahren Kokille
1 und Behälter 2 in die in Fig. 9 gezeigte Reinigungsposition und das Verfahren wird
erneut durchgeführt.
[0052] In Fig. 18 ist das Planetengetriebe 33 vergrößert gezeigt. Das Planetengetriebe 33
wird von einem Ritzel 37, das die Ausgangswelle des Getriebes 28 ist, angetrieben.
Das Ritzel 37 treibt vier Planetenräder 34 an, die an der Platte 35 ortsfest gehalten
sind. Die Drehbewegung der Planetenräder 34 bewirkt eine Drehung des Außenrings des
Planetengetriebes 33, an dem das Zahnrad 24 fixiert ist. Der Außenring des Planetengetriebes
ist mit einem Kreuzrollenlager an seinem Außenumfang in einem Gehäuseteil gelagert.
Das Gehäuseteil ist mit dem Gehäuse des Getriebes 28 ortsfest verbunden. Die Zahnstange
25, an der das Zahnrad 24 abwälzt, besitzt die in Fig. 18 strichpunktiert angedeutete
Verzahnung 40. Im Ausführungsbeispiel sind vier Planetenräder 34 vorgesehen. Jedes
Planetenrad 34 ist so ausgelegt, daß es allein das Gewicht der Kokille 1 von mehreren
Tonnen halten könnte. Die vier Planetenräder 34 bewirken so eine Vervierfachung des
Sicherheitsfaktors. Beim Ausfall eines Planetenrads 34 ist nach wie vor ein sicheres
Halten der Kokille 1 und eine sichere Funktion der Gießanlage 20 gewährleistet.
[0053] Anstatt der Zahnstange 25, die mit dem Zahnrad 24 zusammenwirkt und so eine gekoppelte
translatorische und rotatorische Bewegung bewirkt, kann auch ein Hebelgestänge vorgesehen
sein, über das die Kokille 1 in einer entsprechenden gekoppelten Bewegung bewegt wird.
[0054] In den Fig. 20 bis 29 ist ein Ausführungsbeispiel einer Gießanlage 50 gezeigt. Die
Gießanlage 50 besitzt eine Kokille 51, die an einem Rahmen 21 gelagert ist. Gleiche
Bezugszeichen wie in den Fig. 1 bis 19 kennzeichnen dabei Bauteile gleicher Funktion.
Die Kokille 51 ist an zwei Armen 59 um die Drehachse 4 drehbar gelagert. Die beiden
Arme 59 sind beidseitig der Kokille 51 angeordnet und über eine Welle 60 miteinander
verbunden. Die Welle 60 ist benachbart zu einem Boden 63 des Rahmens 21 angeordnet
und erstreckt sich zwischen den beiden Seitenwänden 42 und 43 des Rahmens 21. An der
Welle 60 sind die beiden Arme 59 mit der Kokille 51 um eine zweite Drehachse 58 schwenkbar
am Rahmen 21 gelagert. Zum Antrieb der Kokille 51 um die erste Drehachse 4 ist an
dem benachbart zur Seitenwand 43 angeordneten Arm 59 ein Antrieb 61 mit einem Getriebe
62 festgelegt, der die Kokille 51 um die Drehachse 4 rotierend antreibt.
[0055] Wie auch Fig. 21 zeigt, ist an der der Seitenwand 43 gegenüberliegenden Seitenwand
42 eine Platte 65 um eine Drehachse 23 drehbar gelagert. An der Platte 65 ist der
Arm 22 gelagert, an dem der Behälter 2 gehalten ist. Der Arm 22 ist als Aufnahme ausgebildet,
in der der Behälter 2 liegt. Am Boden 87 des Arms 22 ist der Behälter 2 über mehrere
Verbindungsbolzen 72 festgelegt. Die Verbindungsbolzen 72 halten den Behälter 2 locker
an dem Boden 87, so daß der Behälter 2 sich gegenüber dem Arm 22 um einen vorgegebenen
Betrag bewegen kann. Wie Fig. 21 zeigt, ist der Arm 22 über Hebel 86 an der Platte
65 gelagert. An den Hebeln 86 greifen eine Bremseinrichtung 67 und ein Schwenkantrieb
68 an. Der Schwenkantrieb 68 bewegt den Arm 22 gegenüber der Platte 65 zwischen der
in Fig. 20 gezeigten, nach außen geklappten Stellung und der in Fig. 21 gezeigten,
zwischen die Seitenwände 43 und 42 geklappten Stellung. Die Bremseinrichtung 67 stellt.eine
Sicherheitseinrichtung dar. Über die Bremseinrichtung 67 kann der Arm 22 blockiert
werden. Zur Bewegung der Platte 65 mit dem Arm 22 und dem Behälter 2 um die Drehachse
23 ist ein Antrieb 66 vorgesehen. Am Umfang der Platte 65 ist eine Sperrbacke 88 angeordnet,
über die die Platte 65 blockiert werden kann.
[0056] Wie die Fig. 20 und 21 zeigen, besitzt die Kokille 51 einen Formhohlraum 49, der
über eine Einfüllöffnung 54 zugänglich ist. An der Einfüllöffnung 54 sind zwei Klappen
73 an der; Kokille 51 angeordnet, die um parallel zur Drehachse 4 liegende Achsen
von der Einfüllöffnung 54 nach außen weggeschwenkt werden können. Die Klappen 73 stellen
Deckelelemente dar, die in der Kokille 51 angeordnete Kerne sichern und die die Einfüllöffnung
48 an ihrem Randbereich abdecken können.
[0057] In Fig. 20 ist die Gießanlage 50 in Reinigungsstellung gezeigt. Die Kokille 51, ist
um die erste Drehachse 4 so gedreht, daß die Einfüllöffnung 54 nach vorne, also zu
einem Bediener, und nach oben weist. Der Arm 22 mit dem Behälter 2 ist nach außen
zur Seitenwand 42 und um die Drehachse 23 (Fig. 21) nach oben und in der Darstellung
nach Fig. 20 schräg nach vorne, also zu einem Bediener hin, gedreht. Der Formhohlraum
49 der Kokille 51 und der Behälter 2 sind für einen Bediener zugänglich und können
in dieser Stellung gereinigt werden.
[0058] Nach dem Reinigen der Kokille 51 und des Behälters 2 fährt die Kokille 51 in die
in Fig. 21 gezeigte Kerneinlegeposition. Hierzu schwenkt die Kokille 51 um die Drehachse
4, bis die Einfüllöffnung 54 der Kokille 51 senkrecht nach oben weist. Gleichzeitig
oder zeitversetzt wird der Arm 22 zwischen die Seitenwände 42 und 43 geschwenkt und
um die Drehachse 23 gedreht, bis der Behälter in der in Fig. 21 gezeigten Füllposition
angelangt ist., In dieser Position liegt das der Seitenwand 43 zugewandte Ende des
Arms 22 an Abstützungen 71 auf, die an der Seitenwand 43 festgelegt sind. Die Abstützungen
71 können beispielsweise als Lager ausgebildet sein. Über die Abstützungen 71 stützt
sich das freie Ende des Arms 22 zum Rahmen 21 hin ab.
[0059] In der in Fig. 21 gezeigten Stellung der Gießahlage 50 werden die Kerne in die Kokille
51 eingelegt, wie dies zu den Fig. 10 und 11 beschrieben ist. Gleichzeitig wird der
Behälter 2 mit Schmelze gefüllt. Dabei darf der Dichtrand 17 des Behälters 2 nicht
mit Schmelze benetzt werden. Um die Blasenbildung in der Schmelze gering zu halten,
ist vorgesehen, daß der Behälter 2 synchron zur Einfüllbewegung einer nicht gezeigten
Füllvorrichtung eine Schwenkbewegung um die Achse 23 ausführt.
[0060] Nachdem die Kerne in den Formhohlraum 49 eingelegt sind, schließen die Klappen 73.
Für die Öffnungs- und Schließbewegung besitzen die Klappen 73 Betätigungsarme 74,
die von in Fig. 20 schematisch gezeigten Betätigungen 55 betätigt werden und von denen
in Fig. 21 einer nur teilweise gezeigt ist. Die Betätigungen 55 sind an der der Einfüllöffnung
54 abgewandt liegenden Unterseite 57 der Kokille 51 angeordnet. Wie Fig. 21 zeigt,
besitzt die Gießanlage 50 einen Antriebszylinder 64, der am Rahmen 21 gelagert ist
und der die Arme 59 um die Drehachse 58 verschwenkt. Beide Arme 59 besitzen einen
in Fig. 21 für einen der Arme 59 gezeigten Ausleger 69, dessen Funktion im folgenden
noch erläutert wird.
[0061] In den Fig. 22 und 23 ist die Kokille 51 zusammen mit dem daran angeordneten Behälter
2 gezeigt. Wie Fig. 22 zeigt, besitzt die Kokille 51 eine Halterung 53, die zwei U-förmige
Aufnahmen 89 umfaßt, die über einen geschlossenen, einteilig ausgebildeten Rahmen
52 miteinander verbunden sind. Die Schenkel der U-förmigen Aufnahmen 89 verlaufen
an den Endbereichen der Längsseiten der Kokille 51 und weisen nach oben, also zur
Einfüllöffnung 54. In den beiden Aufnahmen 89 ist die Kokille 51 angeordnet. Der Rahmen
52 erstreckt sich am Umfang der Kokille 51 um die Kokille 51 herum in einer Ebene,
die parallel zur Drehachse 4 liegt. Die Ebene, in der der Rahmen 52 angeordnet ist,
ist in geringem Abstand zur Einfüllöffnung 54 angeordnet. Vorteilhaft liegt der Schwerpunkt
der Kokille 51 in der durch den Rahmen 52 aufgespannten Ebene oder benachbart hierzu.
Die durch den Rahmen 52 aufgespannte Ebene schneidet den Formhohlraum 49.
[0062] Wie Fig. 23 zeigt, ist die eigentliche Gußform der Kokille 51 an dem Rahmen 52 über
vier Befestigungsschrauben 82 festgelegt. Zwei der Befestigungsschrauben 82 sind oberhalb
und benachbart zur Drehachse 4 angeordnet. Anstatt der beiden Befestigungsschrauben
82 kann auch eine einzige Befestigungsschraube 82 vorgesehen sein. Die beiden weiteren
Befestigungsschrauben 82 sind in Eckpunkten der Gußform und des Rahmens 52 angeordnet.
Die Befestigungsschrauben 82 bilden ein Dreieck, so daß sich eine definierte Befestigung
der eigentlichen Gußform an dem Rahmen 52 ergibt. Die eigentliche Gußform ist über
die Schrauben 82 vorteilhaft schwingungsgedämpft, also unter Zwischenschaltung weiterer
Schwingungsdämpfungselemente, an den Rahmen 52 gelagert.
[0063] Wie die Fig. 22 und 23 zeigen, besitzt die Halterung 53 Betätigungsarme 74 zur Betätigung
der Klappen 73. Die Betätigungsarme 74 sind an den U-förmigen Aufnahmen 89 um eine
Drehachse 75 schwenkbar gelagert. Im Bereich der Drehachse 75 ist eine Welle 90 angeordnet,
an der ein Hebelarm 83 des Betätigungsarm 74 angreift. An dem Hebelarm 83 greift die
Betätigung 55 an. Zum Öffnen der Klappen 73 betätigt die Betätigung 55 die Hebelarme
83 in einer Betätigungsrichtung 79. Dadurch werden an jedem Betätigungsarm 74 zwei
Greifer 81, die an gegenüberliegenden Seiten einer Klappe 73 angreifen, nach außen
gezogen. Die Greifer 81 greifen an Bolzen 80 der Klappen 73 an. Die Klappern 73 werden
so lange nach außen gezogen, bis Bolzen 80 der Klappen 73 in Aufnahmen 78 an der Halterung
53 zu liegen kommen. Eine weitere Betätigung der Hebelarme 83 in Betätigungsrichtung
79 bewirkt ein Schenken der Klappen 73 um die Bolzen 77 nach oben und außen. Dadurch
kann mit nur einer Betätigung 55 die Klappe 73 eine kombinierte translatorische und
rotatorische Bewegung ausführen.
[0064] Die Betätigungsarme 74 besitzen eine Querstrebe 76, an der jeweils mindestens ein
Spannelement 56 angeordnet ist. Zum Ausgleich von Toleranzen zwischen dem Behälter
2 und der Kokille 51 sind vorteilhaft an jedem Betätigungsarm 74 mehrere Spannelemente
56 angeordnet. Die Spannelemente 56 bewegen sich bei Betätigung der Hebelarme 83,
so daß die Bewegung der Spannelemente 56 an die Bewegung der Hebelarme 83 und über
die Betätigungsarme 74 an die Bewegung der Klappen 73 gekoppelt ist. Um den Behälter
2 fest an der Kokille 51 bzw. den Kern in der Kokille 51 anzupressen, besitzen die
Spannelemente 56 jeweils mindestens eine Betätigung 91, die auf einen beweglichen
Abschnitt 92 der Spannelemente 56 wirkt. Die beweglichen Abschnitte 92 drücken den
Behälter 2 gegen die Kokille 51.
[0065] Nach dem Einlegen des oder der Kerne in die Kokille 51 (Fig. 21) werden die Klappen
73 durch Betätigen der Hebelarme 83 in Betätigungsrichtung 79 geschlossen. Anschließend
wird die Kokille 51 um 180° um die Drehachse 4 gedreht, bis sie in der in Fig. 24
gezeigten Stellung ist. Die Einfüllöffnung 54 der Kokille 51 weist nach unten. Der
Arm 22 wird um die Drehachse 23 (Fig. 21) so gedreht, daß die Einfüllöffnung 48 des
Behälters 2 senkrecht nach oben weist. Anschließend wird die Kokille 51 in Richtung
des Pfeils 84 über den Behälter 2 bewegt. Der Behälter 2 bleibt dabei ortsfest stehen.
Die Bewegung der Kokille 51 über den Behälter 2 erfolgt durch Schwenken der Arme 59
um die Drehachse 58. Hierzu wird ein Antriebszylinder 64 betätigt. Die Betätigungen
55 sind in den Fig. 24 bis 29 nicht gezeigt.
[0066] In Fig. 25 ist die Anordnung der Kokille 51 über dem Behälter 2 gezeigt. Wie die
Fig. 25 bis 27 zeigen, besitzt jeder Arm 59 einen Ausleger 69. Die beiden Ausleger
69 sind über eine Verbindungsstange 70 miteinander verbunden. Beim Verschwenken der
Kokille 51 aus der in Fig. 24 gezeigten Position in die in Fig. 25 gezeigte Position
schwenkt die Verbindungsstange 70 nach oben. Über die Verbindungsstange 70 können
Versorgungsschläuche für Betätigungszylinder an der Kokille 51, beispielsweise für
Schieber oder dgl., geführt werden. Die Verbindungsstange 70 stellt sicher, daß die
Versorgungsleitungen nicht über den Boden geführt werden. Dadurch ist sichergestellt,
daß die Versorgungsleitungen nicht mit heißer Schmelze in Kontakt kommen können, selbst
wenn Schmelze versehentlich auf den Boden fließen würde.
[0067] Nachdem die Kokille 51 über den Behälter 2 geschwenkt ist, wird der Behälter 2 über
die Spannelemente 56 fest und dichtend an der Kokille 51 angepreßt. Aufgrund der losen
Halterung des Behälters 2 am Arm 22 kann der Arm 22 am Behälter 2 angeordnet bleiben.
Der Behälter 2 kann gegenüber dem Arm 22 zum Ausgleich von Toleranzen bewegt werden.
Nach der dichtenden Verbindung von Behälter 2 und Kokille 51 werden die Kokille 51
und der Behälter 2 gemeinsam um die Drehachse 4 gedreht. Nach der Schwenkbewegung
der Kokille 51 über den Behälter 2 liegt die Drehachse 4 gleichachsig zur Drehachse
23 des Behälters 2. Dadurch können der Behälter 2 und die Kokille 51 zusammen gedreht
werden. Die Antriebe 61 und 66 laufen synchron. Die Kokille 51 und der Behälter 2
werden in Richtung des in Fig. 26 gezeigten Pfeils 85 über die in Fig. 26 gezeigte
Position um 180° gedreht, bis der Behälter 2 oberhalb der Kokille 51 in der in Fig.
27 gezeigten Position angeordnet ist. Durch die Drehung von Kokille 51 und Behälter
2 ist die Schmelze aus dem Behälter 2 in die Kokille 51 geflossen.
[0068] Anschließend wird der Behälter von der Einfüllöffnung 54 nach außen geschwenkt. Dies
ist in Fig. 28 gezeigt. Anschließend wird die Kokille 51 um die Drehachse 58 zurückgeschwenkt.
In dieser hinteren Stellung kann das Gußteil entnommen werden. Es kann jedoch auch
vorgesehen sein, daß das Gußteil in der vorderen Stellung der Kokille 51, also direkt
nach dem Entfernen des Behälters 2 von der Einfüllöffnung 54, entnommen wird. Nach
der Entnahme des Gußteils werden Kokille 51 und Behälter 2 erneut gereinigt. Hierzu
wird die Kokille 51 in die in Fig. 20 gezeigte Stellung gebracht. Dann kann das nächste
Gußteil gefertigt werden.
1. Gußverfahren zur Herstellung eines Gußteils (5) mit einer Kokille (1,51), die um eine
Drehachse (4) verschwenkbar ist, bei dem
- die zu vergießende Schmelze in einen Behälter (2) gefüllt wird,
- nach dem Füllen der zu vergießenden Schmelze in den Behälter (2) die Kokille (1,51)
über den Behälter (2) bewegt wird,
- der Behälter (2) mit der Kokille (1,51) dichtend verbunden wird,
- die Kokille (1, 51) und der Behälter (2) gemeinsam um die Drehachse (4) der Kokille
(1,51) gedreht werden, so daß die Schmelze aus dem Behälter (2) in die Kokille (1,51)
fließt,
- die Kokille (1, 51) und der Behälter (2) voneinander getrennt werden
und
- das Gußteil (5) aus der Kokille (1, 51) entnommen wird.
2. Gußverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) bei der Bewegung der Kokille (1, 51) über den Behälter (2) nicht
bewegt wird.
3. Gußverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille (1) und der Behälter (2) um mindestens 180° gemeinsam gedreht werden,
wobei die Kokille (1) und der Behälter (2) gemeinsam um eine horizontale Drehachse
(4) gedreht werden.
4. Gußverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor der dichtenden Verbindung des Behälters (2) mit der Kokille (1,51) mindestens
ein Kern (3) in die Kokille (1, 51) eingelegt wird.
5. Gußverfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlegen des Kerns (3) während des Einfüllens der zu vergießenden Schmelze in
den Behälter (2) erfolgt.
6. Gießanlage mit einer Kokille (1,51), die um eine erste Drehachse (4) schwenkbar gelagert
ist, und mit einem Behälter (2), der um eine zweite Drehachse (23) schwenkbar gelagert
ist, wobei die Kokille (1,51) neben der Schwenkbarkeit um die erste Drehachse (4)
in einer zweiten Bewegungsrichtung bewegbar gelagert ist, so daß die Kokille (1, 51)
über den Behälter (2) bewegt werden kann, wobei der Behälter (2) mit der Kokille (1,
51) dichtend verbindbar ist, wobei die Kokille (1, 51) und der Behälter (2) gemeinsam
drehbar sind, so daß die Schmelze aus dem Behälter (2) in die Kokille (1, 51) fließt,
wobei die Kokille (1, 51) und der Behälter (2) voneinander trennbar sind, und wobei
das Gußteil (5) aus der Kokille (1, 51) entnehmbar ist.
7. Gießanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Bewegungsrichtung eine Längsrichtung (38) ist.
8. Gießanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrichtung (38) zur Horizontalen (39) geneigt verläuft und daß die Drehbewegung
der Kokille (1) an die Bewegung in Längsrichtung (38) gekoppelt ist.
9. Gießanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Bewegungsrichtung eine Schwenkbewegung um eine zweite Drehachse (58) ist.
10. Gießanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille (1) überein Planetengetriebe (33) angetrieben ist.
11. Gießanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Drehachse (23) des Behälters (2) und die erste Drehachse (4) der Kokille
(1, 51) horizontal verlaufen.
12. Gießanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) an mindestens einem Arm (22) um eine Drehachse (23) schwenkbar gehalten
ist.
13. Gießanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille (1,51) und/oder der Behälter (2) Mittel zum Toleranzausgleich zwischen
den bei der gemeinsamen Drehung aufeinanderliegenden Dichtflächen (17, 18) an der
Kokille (1, 51) und dem Behälter (2) besitzen.
14. Gießanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille (51) eine Halterung (53) mit einem geschlossenen Rahmen (52) besitzt,
an dem die Kokille (51) festgelegt ist.
15. Gießanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille (51) einen Formhohlraum (49) besitzt und daß der geschlossene Rahmen
(52) in einer Ebene verläuft, die parallel zur ersten Drehachse (4) der Kokille (51)
liegt und die den Formhohlraum (49) schneidet.
16. Gießanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille (51) eine Einfüllöffnung (54) besitzt, an der der Behälter (2) über mindestens
ein Spannelement (56) fixiert werden kann und daß mindestens eine Betätigung (55)
für ein Spannelement (56) auf der der Einfüllöffnung abgewandten Unterseite (57) der
Kokille (1) angeordnet ist.
17. Gießanlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kokille (1) mindestens ein beweglich gelagertes Deckelelement besitzt und daß
die Bewegung mindestens eines Spannelements (56) an die Bewegung mindestens eines
Deckelelements gekoppelt ist.
1. Casting method for producing a casting (5) with a permanent mould (1, 51), which can
be pivoted around an axis of rotation (4)
wherein
- the melt to be cast is filled into a receptacle (2),
- after the receptacle (2) has been filled with the melt to be cast the permanent
mould (1, 51) is moved over the receptacle (2),
- the receptacle (2) is connected in a sealed manner to the permanent mould (1, 51),
- the permanent mould (1, 51) and the receptacle (2) are rotated together about the
permanent mould's (1, 51) axis of rotation (4) so that the melt flows out of the receptacle
(2) into the permanent mould (1, 51),
- the permanent mould (1, 51) and the receptacle (2) are separated from each other,
- the casting (5) is removed from the permanent mould (1, 51).
2. Casting method according to claim 1,
characterised in that the receptacle (2) is not moved when the permanent mould (1, 51) is moved over the
receptacle (2).
3. Casting method according to claim 1 or 2,
characterised in that the permanent mould (1) and the receptacle (2) are rotated together by at least 180°,
the permanent mould (1) and the receptacle (2) being rotated together about a horizontal
axis of rotation (4).
4. Casting method according to one of the claims 1 to 3,
characterised in that at least one core (3) is inserted into the permanent mould (1, 51) before the receptacle
(2) is connected in a sealed manner to the permanent mould (1, 51).
5. Casting method according to claim 4,
characterised in that the insertion of the core (3) is realised while the melt to be cast is filled into
the receptacle (2).
6. Casting installation with a permanent mould (1, 51) which is pivotally mounted about
a first axis of rotation (4) and with a receptacle (2) which is pivotally mounted
about a second axis of rotation (23), wherein the permanent mould (1, 51) is movably
mounted in a second movement direction so that - besides the pivotability about the
first axis of rotation (4) - the permanent mould (1, 51) can be moved over the receptacle
(2), the receptacle (2) being connectable in a sealed manner to the permanent mould
(1, 51), the permanent mould (1, 51) and the receptacle (2) being rotatable together
so that the melt flows out of the receptacle (2) into the permanent mould (1, 51),
wherein the permanent mould (1, 51) and the receptacle (2) can be separated from each
other, and wherein the casting (5) can be removed from the permanent mould (1, 51).
7. Casting installation according to claim 6,
characterised in that the second movement direction is a longitudinal direction (38).
8. Casting installation according to claim 7,
characterised in that the longitudinal direction (38) extends obliquely relative to the horizontal (39)
and the rotation movement of the permanent mould (1) is coupled to the movement in
the longitudinal direction (38).
9. Casting installation according to claim 6,
characterised in that the second movement direction is a pivot movement about a second axis of rotation
(58).
10. Casting installation according to one of the claims 6 to 9,
characterised in that the permanent mould (1) is driven via a planetary gear (33).
11. Casting installation according to one of the claims 6 to 10,
characterised in that the second axis of rotation (23) of the receptacle (2) and the first axis of rotation
(4) of the permanent mould (1, 51) extend horizontally.
12. Casting installation according to one of the claims 6 to 11,
characterised in that the receptacle (2) is pivotally mounted about an axis of rotation (23) on at least
one arm (22).
13. Casting installation according to one of the claims 6 to 12,
characterised in that the permanent mould (1, 51) and / or the receptacle (2) have means for tolerance
compensation between the sealing surfaces (17, 18), lying one on top of the other
during co-rotation, on the permanent mould (1, 51) and the receptacle (2).
14. Casting installation according to one of the claims 6 to 13,
characterised in that the permanent mould (51) has a holder (53) with a closed frame (52), to which the
permanent mould (51) is fixed.
15. Casting installation according to claim 13,
characterised in that the permanent mould (51) has a mould cavity (49) and the closed frame (52) extends
in a plane lying parallel to the first axis of rotation (4) of the permanent mould
(51) and intersecting the mould cavity (49).
16. Casting installation according to one of the claims 6 to 15,
characterised in that the permanent mould (51) has a filling opening (54), to which the receptacle (2)
can be fixed via at least one clamping element (56), and at least one actuating means
(55) for a clamping element (56) is disposed on the lower side (57) of the permanent
mould (1) facing away from the filling opening.
17. Casting installation according to claim 16,
characterised in that the permanent mould (1) has at least one movably mounted cover element and the movement
of at least one clamping element (56) is coupled to the movement of at least one cover
element.
1. Procédé de coulée pour fabriquer une pièce coulée (5) avec une coquille (1, 51), laquelle
coquille pouvant être pivotée autour d'un axe de rotation,
selon lequel
- la matière fondue à couler est versée dans un récipient (2),
- après que la matière fondue à couler a été versée dans le récipient (2), la coquille
(1, 51) est amenée au-dessus du récipient (2),
- le récipient (2) est relié de manière étanche à la coquille (1, 51),
- la coquille (1, 51) et le récipient (2) sont tournés ensemble autour de l'axe de
rotation de la coquille, de sorte que la matière fondue coule du récipient (2) dans
la coquille (1, 51),
- la coquille (1, 51) et le récipient (2) sont séparés l'un de l'autre, et
- la pièce coulée (5) est enlevée de la coquille (1, 51).
2. Procédé de coulée selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le récipient (2), lors de l'amenée de la coquille (1, 51) au-dessus du récipient
(2), n'est pas déplacé.
3. Procédé de coulée selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la coquille (1) et le récipient (2) sont tournés ensemble d'au moins 180°, étant
précisé que la coquille (1) et le récipient (2) sont tournés ensemble sur un axe de
rotation horizontal (4).
4. Procédé de coulée selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'avant la liaison étanche entre le récipient (2) et la coquille (1, 51), au moins un
noyau (3) est inséré dans la coquille (1, 51).
5. Procédé de coulée selon la revendication 4,
caractérisé en ce que l'insertion du noyau (3) a lieu pendant que la matière fondue à couler est versée
dans le récipient (2).
6. Installation de coulée avec une coquille (1, 51) qui est montée pour pouvoir pivoter
sur un premier axe de rotation (4), et avec un récipient (2) qui est monté pour pouvoir
pivoter sur un second axe de rotation (23), étant précisé que la coquille (1, 51),
en plus de sa possibilité de pivoter sur le premier axe de rotation (4), est montée
mobile dans un second sens de mouvement, de sorte que la coquille (1, 51) peut être
amenée au-dessus du récipient (2), étant précisé que le récipient (2) est apte à être
relié de manière étanche à la coquille (1, 51), que la coquille (1, 51) et le récipient
(2) sont aptes à être tournés ensemble, de sorte que la matière fondue coule dans
la coquille (1, 51) à partir du récipient (2), que la coquille (1, 51) et le récipient
(2) sont aptes à être séparés, et que la pièce coulée (5) est apte à être enlevée
de la coquille (1, 51).
7. Installation de coulée selon la revendication 6,
caractérisée en ce que le second sens de mouvement est un sens longitudinal (38).
8. Installation de coulée selon la revendication 7,
caractérisée en ce que le sens longitudinal (38) est incliné par rapport à l'horizontale (39) et en ce que le sens de rotation de la coquille (1) est couplé au mouvement dans le sens longitudinal
(38).
9. Installation de coulée selon la revendication 6,
caractérisée en ce que le sens de mouvement est un mouvement pivotant sur un second axe de rotation (58).
10. Installation de coulée selon l'une des revendications 6 à 9,
caractérisée en ce que la coquille (1) est entraînée par l'intermédiaire d'un engrenage planétaire (33).
11. Installation de coulée selon l'une des revendications 6 à 10,
caractérisée en ce que le second axe de rotation (23) du récipient (2) et le premier axe de rotation (4)
de la coquille (1, 51) sont horizontaux.
12. Installation de coulée selon l'une des revendications 6 à 11,
caractérisée en ce que le récipient (2) est maintenu pivotant sur un axe de rotation (23) au niveau d'au
moins un bras (22).
13. Installation de coulée selon l'une des revendications 6 à 12,
caractérisée en ce que la coquille (1, 51) et/ou le récipient (2) ont des moyens pour une compensation de
tolérance entre les surfaces d'étanchéité (17, 18) qui se trouvent l'une sur l'autre
lors de la rotation commune, sur la coquille (1, 51) et le récipient (2).
14. Installation de coulée selon l'une des revendications 6 à 13,
caractérisée en ce que la coquille (51) a une fixation (53) pourvue d'un cadre fermé (52), au niveau duquel
la coquille (51) est immobilisée.
15. Installation de coulée selon la revendication 13,
caractérisée en ce que la coquille (51) a une cavité de moulage (49) et en ce que le cadre fermé (52) s'étend dans un plan qui est parallèle au premier axe de rotation
(4) de la coquille (51) et qui coupe la cavité de moulage (49).
16. Installation de coulée selon l'une des revendications 6 à 15,
caractérisée en ce que la coquille (51) a une ouverture de remplissage (54) à laquelle le récipient (2)
peut être fixé par l'intermédiaire d'au moins un élément de serrage (56), et en ce qu'au moins un actionnement (55) pour un élément de serrage (56) est disposé sur le côté
inférieur (57) de la coquille (1) opposé à l'ouverture de remplissage.
17. Installation de coulée selon la revendication 16,
caractérisée en ce que la coquille (1) a au moins un élément formant couvercle qui est monté mobile, et
en ce que le mouvement d'au moins un élément de serrage (56) est couplé au mouvement d'au moins
un élément formant couvercle.