[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zahnbürste gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und ein Verfahren zu deren Herstellung gemäss Anspruch 27.
[0002] Zahnbürsten sind in der Mundhygiene allgemein bekannte Instrumente zur Reinigung
und Pflege der Zähne sowie weiterer Oberflächen der Mundhöhle. Eine Zahnbürste ist
beispielsweise in der
FR 2652245 offenbart. Diese Zahnbürste weist in ihrem Kopfbereich zur Aufnahme von Borsten bestimmte
Borstentragelemente auf, die an einer borsten-besetzten Oberseite an jeweils aneinander
angrenzenden Abschnitten miteinander verbunden sind. Die Verbindung der einzelnen
Borstentragelemente im Zahnbürsten-Kopfbereich führt zur Ausbildung einer geradlinig,
sich über die Gesamtbreite ihres Kopfbereiches erstreckenden Biegelinie, um welche
die Borstentragelemente elastisch abgewinkelt werden können.
[0003] Eine weitere Zahnbürste ist in der
DE-U-200 13 862 beschrieben. Dabei sind Borsten der Zahnbürste in sacklochartigen Ausnehmungen eines
Kopfgrundkörpers befestigt. Der Kopfgrundkörper selbst ist auf einer Borsten-abgewandten
Unterseite vollständig mit einem elastischen Material als Stützkörper umspritzt.
[0004] Eine Bürste, bei der zu Borstenbündel zusammengefasste Borsten elastisch gegeneinander
abwinkelbar oder auslenkbar sind, ist in der
US 3,000,030 beschrieben. Die geradlinig entlang einer Reihe hintereinander angeordneten Borstenbündel
bilden kammartige Bürstensegmente, die über elastische Stege miteinander verbunden
sind. Aufgrund der elastischen Stege ist es möglich, die Bürstensegmente elastisch
gegeneinander abzuwinkeln.
[0005] Eine weitere Zahnbürste ist beispielsweise in der.
EP-B-0 857 026 offenbart. Der Kopf der Zahnbürste bildet dabei einen Borstenträger zur Aufnahme
der ebenfalls zu Borstenbündeln zusammengefassten Borsten. Die befestigungsseitigen
Enden der Borstenbündel weisen kopfartige Verdickungen auf, die durch Aufschmelzen
der Borstenenden erhalten werden. Mit diesen kopfartigen Verdickungen sitzen die befestigten
Enden der Borstenbündel in elastischen Lagern, die in Löchern einer Lochplatte gelagert
sind und deren Rückseite überragen. Mittels eines Drehknopfs lässt sich eine hinter
den elastischen Lagern angeordnete Stellplatte in ihrer Lage verändern, so dass je
nach deren eingestellter Position eine elastische Auslenkung der elastischen Lager
mehr oder weniger eingeschränkt ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Zahnbürste mit einem Kopfbereich
bereitzustellen, der sich spezifischen Oberflächenformen in der Mundhöhle, verschiedenen
Putzstellungen der Zahnbürste sowie unterschiedlichen Kraftwirkungen eines Benutzers
auf die Zahnbürste elastisch anpassen kann und gleichzeitig eine besonders kostengünstige
Fertigung der Zahnbürste ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Zahnbürste gemäss dem Patentanspruch 1 und ein Herstellungsverfahren
für diese Zahnbürste gemäss Anspruch 27 gelöst. Besonders bevorzugte Ausführungsformen
sind mit den in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Merkmalen ausgestattet.
[0008] Die erfindungsgemässe Zahnbürste weist einen Griffbereich und einen an den Griffbereich
anschliessenden Halsbereich auf, der gegenüberliegend dem Griffbereich einen Kopfbereich
trägt. Im Kopfbereich ist wenigstens ein Borstentragelement angeordnet, an welchem
Borsten bzw. zu Borstenbündel zusammengefasste Borsten befestigt sind. Dabei treten
die Borsten bzw. Borstenbündel aus wenigstens einer oberen Tragelementöffnung auf
der Oberseite des Borstentragelements hervor.
[0009] Erfindungsgemäss ist das Borstentragelement durch einen folienartigen Hartfilm aus
einem Hartmaterial elastisch mit dem Halsbereich verbunden und dadurch elastisch gegenüber
dem letztgenannten auslenkbar. Der folienartige Hartfilm erstreckt sich wenigstens
abschnittsweise bündig aussen um die obere Tragelementöffnung. Durch diese elastische
Einbindung des Borstentragelements in den Kopfbereich ist dieses in nahezu jede Richtung
abwinkel- bzw. um wenigstens nahezu jede Achse verdrehbar befestigt.
[0010] Natürlich ist es möglich, mehrere Tragelemente über den folienartigen Hartfilm im
Kopfbereich elastisch anzuordnen. Vorzugsweise ist der folienartige Hartfilm mit einer
sehr geringen Dicke, insbesondere einer Dicke, die sehr viel geringer ist als eine
Länge und auch wesentlich geringer als die Wandstärke des Borstentragelements, ausgestattet.
Auf diese Weise wird einerseits erreicht, dass die Borstentragelemente genügend Steifigkeit
und zähigkeit für eine Borstenverankerung aufweisen und andererseits die Borstentragelemente
elastisch gegeneinander bewegt werden können.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Borstentragelement und der
folienartige Hartfilm aus ein- und demselben Hartmaterial in einem Arbeitsgang ab
demselben Anspritzpunkt hergestellt. Darüber hinaus ist es besonders vorteilhaft,
wenn der folienartige Hartfilm auf seiner Oberseite mit einer Schicht aus einem Weichmaterial
überzogen ist. Dadurch können die Elastizitätseigenschaften des folienartigen Hartfilms
verbessert werden und die Gefahr einer lokalen Schwächung des folienartigen Hartfilms
entlang einer Biegelinie auch nach einer grossen Anzahl von Abwinklungen der Borstentragelemente
wird stark verringert. Vorzugsweise wird die Schicht aus Weichmaterial nach der Bildung
des folienartigen Hartfilms und der Borstentragelemente mittels Spritzguss aufgebracht.
[0012] Beim Herstellen der erfindungsgemässen Zahnbürste in einem Spritzgiessverfahren wird
ein sehr hoher Spritzdruck von mehr als 800 bar, vorzugsweise zwischen 1000 und 1500
bar, verwendet, um eine vollständige und korrekte Ausbildung des folienartigen Hartfilms
und der Borstentragelemente zu gewährleisten. Normalerweise wird Polypropylen für
Zahnbürsten mit entsprechenden Querschnitten mit einem Spritzdruck von 500 bar bis
750 bar verarbeitet. Der verhältnismässig hohe Spritzdruck ist auch massgeblich dafür
verantwortlich, dass der folienartige Hartfilm mit den gewünschten spezifischen folienartigen
Eigenschaften bzw. Dimensionen und die gegenüber dem Hartfilm eher voluminösen Borstentragelemente
und allenfalls andere Bereiche des Zahnbürstengriffes in einem Arbeitsgang mit denselben
Verarbeitungsparametern ausgeformt werden können. Durch die Verwendung des bevorzugten
Spritzgiessverfahrens und dem gleichzeitig relativ einfachen Aufbau des Kopfbereiches
ist der Produktionsprozess zur Herstellung der Zahnbürste weitgehend automatisierbar
und mit relativ geringen Herstellungskosten verbunden, wenn auch sehr spezifische
Parameter bzw. Maschineneinstellungen nötig sind.
[0013] Natürlich ist die erfindungsgemässe Ausbildung des Kopfbereiches mit Borstentragelementen
und einem folienartigen Hartfilm von Zahnbürsten auch auf Elektrozahnbürsten beispielsweise
mit oszillierenden, schwenkenden oder vibrierenden Köpfen, auf Maskarabürsten, Nagellackpinseln,
Haarbürsten und andere Bürsten der Körperpflege übertragbar. Auch ein Einsatz bei
Haushaltbürsten, beispielsweise bei Abwaschbürsten, Wischersets, Schuhbürsten, Schrubbern,
Besen oder Grillbürsten ist möglich.
[0014] Nachfolgend werden anhand einer Zeichnung besonders bevorzugte Ausführungsformen
der erfindungsgemässen Zahnbürste detailliert beschrieben. Es zeigen rein schematisch
im Einzelnen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht einen Abschnitt der Unterseite einer erfindungsgemässen
Zahnbürste mit einer Mehrzahl von in einem Kopfbereich angeordneten Borstentragelementen,
die über einen folienartigen Hartfilm mit einem Halsbereich der Zahnbürste verbunden
sind; die von den Borstentragelementen aufzunehmenden Borsten sind nicht gezeigt;
- Fig. 2
- in einer Draufsicht die Unterseite des Kopfbereichs der in Fig. 1 gezeigten Zahnbürste;
- Fig. 3
- in einer Draufsicht die Oberseite des in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Kopfbereichs
der Zahnbürste ohne Darstellung der Borsten;
- Fig. 4
- in einer Seitenansicht den Kopfbereich der in Fig. 1 - Fig. 3 gezeigten Zahnbürste
ohne Darstellung der Borsten;
- Fig. 5
- in einer Schnittdarstellung den in Fig. 1 - Fig. 4 gezeigten Kopfbereich einer erfindungsgemässen
Zahnbürste ohne Darstellung der Borsten;
- Fig. 6
- in einer vergrösserten Schnittdarstellung einen Abschnitt des in Fig. 1 - Fig. 5 gezeigten
Kopfbereiches einer Zahnbürste ohne Darstellung der Borsten;
- Fig. 7
- in einer Seitenansicht den in Fig. 1 - Fig. 6 gezeigten Kopfbereich einer erfindungsgemässen
Zahnbürste ohne Darstellung der Borsten bei einer maximalen Abwinklung aufgrund einer
auf den freien Endbereich des Kopfbereichs in Richtung der Unterseite der Zahnbürste
wirkenden Kraft;
- Fig. 8
- in einer Seitenansicht der in Fig. 1 - Fig. 7 gezeigte Kopfbereich einer erfindungsgemässen
Zahnbürste ohne Darstellung der Borsten bei seiner Ausrichtung in einem nicht dargestellten
Spritzgusswerkzeug;
- Fig. 9
- in einer Seitenansicht der in Fig. 1 - Fig. 8 gezeigte Kopfbereich einer erfindungsgemässen
Zahnbürste ohne Darstellung der Borsten in seinem dem Spritzgusswerkzeug entnommenen
erstarrten und unbelastenden Zustand;
- Fig. 10
- in einer Draufsicht auf die Unterseite der Kopfbereich einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemässen Zahnbürste;
- Fig. 11
- in einer Draufsicht auf die Oberseite des in Fig. 10 gezeigten Kopfbereichs einer
Zahnbürste ohne Darstellung der Borsten;
- Fig. 12
- in einer Draufsicht die Unterseite des Kopfbereichs einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemässen Zahnbürste;
- Fig. 13
- in einer Draufsicht die Oberseite des in Fig. 12 gezeigten Kopfbereichs der Zahnbürste
ohne Darstellung der Borsten;
- Fig. 14
- in einer Schnittdarstellung ein Ausschnitt durch ein Borstentragelement und dem umgebenden
folienartigen Hartfilm einer erfindungsgemässen Zahnbürste, wobei das aus einem Hartmaterial
bestehende Borstentragelement und der folienartige Hartfilm auf der Oberseite mit
einer Schicht aus einem Weichmaterial überdeckt und zu einem Borstenbündel zusammengefasste
Borsten schräg zu einer Längsachse des Borstentragelements ausgerichtet sind;
- Fig. 15 - Fig. 26
- in Draufsicht die Unterseiten des Kopfbereichs weiterer besonders bevorzugten Ausführungsformen
erfindungsgemässer Zahnbürsten, wobei an der Oberseite befindliche obere Tragelementöffnungen,
aus welchen die Borsten hervortreten, gestrichelt eingezeichnet sind;
- Fig. 27 - Fig. 30
- in Schnittdarstellungen Ausschnitte von Kopfbereichen verschiedener Ausführungsformen
erfindungsgemässer Zahnbürsten, bei denen auf der Oberseite des aus Hartmaterial hergestellten
Borstentragelements und des folienartigen Hartfilms eine Schicht aus Weichmaterial
aufgebracht ist;
- Fig. 31
- in einer Schnittdarstellung ein hülsenartiges Borstentragelement sowie Bereiche des
umgebenden folienartigen Hartfilms mit einer auf der Oberseite aufgebrachten Schicht
aus einem Weichmaterial vor einem Beborstungsprozess;
- Fig. 32
- in einer Schnittdarstellung der in Fig. 31 gezeigte Ausschnitt eines Kopfbereichs
mit einem hülsenartigen Borstentragelement nach dem Beborstungsprozess, wobei die
Borsten borstentragelementseitig in ihrem freien Endbereich miteinander und dem unterseitigen
Endbereich des Borstentragelements verschmolzen sind;
- Fig. 33
- in einer Draufsicht die Oberseite des Kopfbereichs einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemässen Zahnbürste, bei welcher Borsten zu Borstenbündel mit länglich
ovalen bzw. 1-förmigen Querschnitten zusammengefasst sind;
- Fig. 34
- in einer Draufsicht die Unterseite des in Fig. 33 gezeigten Kopfbereiches;
- Fig. 35
- in einer Draufsicht die Unterseite des Kopfbereichs einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemässen Zahnbürste mit Borstenbündeln, die kreisförmige oder längliche
bzw. 1-förmige Querschnitte aufweisen;
- Fig. 36
- in einer Draufsicht die Oberseite des in Fig. 35 gezeigten Kopfbereichs;
- Fig. 37
- in einer Draufsicht die Oberseite des Kopfbereichs einer erfindungsgemässen Zahnbürste,
die als eine Elektrozahnbürste mit einer einen oszillierenden Bürstenkopf aufweisende
Aufsteckbürste ausgebildet ist, wobei die radial äusseren Borstentragelemente über
einen folienartigen Hartfilm elastisch gegen einen Zentralbereich des Bürstenkopfes
abwinkelbar oder auslenkbar sind;
- Fig. 38
- in einer teilweise angeschnittenen Seitenansicht der Halsbereich und der in Fig. 37
gezeigte Kopfbereich der Aufsteckbürste;
- Fig. 39
- in einer perspektivischen Darstellung die Unterseite des Kopfbereichs und des angrenzenden
Halsbereichs einer ebenfalls als Elektrozahnbürste ausgebildeten erfindungsgemässen
Zahnbürste mit einer exzentrisch geformten Antriebsachse, die auf die Unterseite eines
an einem Kopfelement angeordneten Borstentragelements wirkt;
- Fig. 40
- in einer Seitenansicht der in Fig. 39 gezeigte Kopfbereich aufweisend einen das Kopfelement
tragenden Kopfträger;
- Fig. 41
- in einer perspektivischen Schnittdarstellung der in Fig. 39 und Fig. 40 gezeigte Kopfbereich;
- Fig. 42
- in einer perspektivischen Darstellung die Unterseite des Kopfelements mit einer an
der Unterseite eines Borstentragelements angeformten Exenteraufnahme;
- Fig. 43
- in einer perspektivischen Darstellung der Kopfträger und das in Fig. 42 bereits gezeigte
Kopfelement;
- Fig. 44
- in einer Seitenansicht der Kopfbereich einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Zahnbürste ohne Darstellung der Borsten, bei welcher einer Materialbrücke die Unterseite
des Kopfbereichs überspannt; und
- Fig. 45
- in einer Draufsicht die Unterseite des Kopfbereichs der in Fig. 44. gezeigten Ausführungsform
der erfindungsgemässen Zahnbürste.
[0015] In Fig. 1 ist ein Abschnitt einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen
Zahnbürste 10 gezeigt. Dieser Abschnitt umfasst einen Teil eines Halsbereichs 12,
der einen Kopfbereich 14 trägt. An den Halsbereich 12 schliesst sich gegenüberlegend
dem Kopfbereich 14 ein in Fig. 1 nicht dargestellter Griffbereich an.
[0016] Die erfindungsgemässe Zahnbürste 10 hat eine Gesamtlänge von bis zu 220 mm, vorzugsweise
zwischen 120 mm - 140 mm bzw. 190 mm und 200 mm. Die Länge des Griffbereichs der Zahnbürste
10 beträgt zwischen 45 % und 65 % von deren Gesamtlänge-. Die verbleibende Länge teilt
sich auf den Halsbereich 12 und den Kopfbereich 14 auf. Die Länge des Kopfbereichs
beträgt 10 mm bis 35 mm, vorzugsweise 15 mm bis 24 mm oder 26 mm bis 30 mm. Die Breite
des Kopfbereichs misst 8 mm bis 20 mm, vorzugsweise 10 mm bis 16 mm.
[0017] Der Kopfbereich 14 trägt - beispielsweise in Fig. 14 und Fig. 32 gezeigte - Borsten
16. Darüber hinaus kann der Kopfbereich 14 auch mit Reinigungs- bzw. Massageelementen,
wie in Fig. 27 - Fig. 30 gezeigt, ausgestattet sein.
[0018] Der Griffbereich, der Halsbereich 12 und der Kopfbereich 14 sind zu einem überwiegenden
Teil aus einem Hartmaterial H, insbesondere einem Hartkunststoff, hergestellt. Als
Hartmaterial H werden beispielsweise Polypropylen (PP), Polyester (PET), Polycyclohexandiamethanoltherephtalat
(PCT/PCT-A (säuremodifiziert)/PCT-G (glykolmodifiziert)), Polyethylen (PE), Polystyrol
(PS), Styrolacrylnitril (SAN), Polymethylmethacrylat (PMMA), Acrylbuthadienstyrol
(ABS), Polyoxymethylen (POM) oder Polyamid (PA) usw., vorzugsweise Polypropylen (PP)
eingesetzt. Das Elastizitätsmodul des vorzugsweise eingesetzten Polypropylens (PP)
beträgt 1000 N/mm
2 bis 2400 N/mm
2, vorzugsweise 1300 N/mm
2 bis 1800 N/mm
2, besonders bevorzugt 1450 N/mm
2 bis 1650 N/mm
2, insbesondere 1500 N/mm
2. Zur Bildung eines nachfolgend beschriebenen Hartfilms und nachfolgend beschriebener
Borstentragelemente wird vorzugsweise ein Hartmaterial eingesetzt, welches bei Belastung
nicht zu Sprödbrüchen neigt. Aus diesem Grund sind die styrolhaltigen Hartmaterialien
PS, SAN und ABS, im Gegensatz zu PP, PE, PA, PET oder PCT/PCTA/PCTG, weniger bevorzugt.
[0019] Als Weichmaterialien W, wie sie beispielsweise für weichelastische Schichten oder
in Fig. 26 - 30 gezeigte Reinigungs- bzw. Massageelemente 18 zum Einsatz kommen, wird
ein Weichkunststoff, beispielsweise low density polyethelene (PE-LD), high density
polyethelene (PE-HD), Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid (PVC), Polyurethan (PUR)
und vorzugsweise ein thermoplastisches Elastomer (TPE) verwendet. Ebenfalls möglich
ist der Einsatz von Polyolefin-basiertem Elastomer. Die Shore A Härte des Weichmaterials
W liegt dabei unter 90, vorzugsweise unter 70. Da das Weichmaterial W im Kopfbereich
14 ebenfalls in einer dünnen Schicht auf das Hartmaterial H aufgebracht und aufgrund
der ständigen Wechselbelastungen im Kopfbereich 14, ist eine exzellente Verbindung
zwischen Weich- und Hartmaterial unabdingbar. Diese wird damit erreicht, dass ein
zum Hartmaterial H kompatibles Weichmaterial W gewählt wird, welches sich während
eines Mehrkomponentenspritzgussprozesses mit dem Hartmaterial H in der Grenzschicht
verbindet.
[0020] In der perspektivischen Ansicht von Fig. 1 auf eine Unterseite 20 des Kopfbereiches
14 einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Zahnbürste 10
ist eine Anzahl von becherartig ausgeformten Borstentragelementen 22 sichtbar. Diese
aus einem Hartmaterial H bestehenden Borstentragelemente 22 sind über einen folienartigen
Hartfilm 24, ebenfalls aus einem Hartmaterial H, untereinander und mit dem Halsbereich
12 elastisch auslenk- bzw, abwinkelbar verbunden. Die Borstentragelemente 22 sind
dazu bestimmt, beispielsweise in Fig. 14 und 27 - 30 gezeigte Borsten 16 aufzunehmen,
wobei diese aus einer oberen Tragelementöffnung 26 des Borstentragelementes 22 zu
einer Oberseite 28 der Zahnbürste 10 hervortreten.
[0021] Wie in der Draufsicht auf die Oberseite 28 des Kopfbereichs 14 in Fig. 3 sichtbar,
können die Borstentragelemente 22 auf der Oberseite 28 mit einer, beispielsweise kreisförmigen
Tragelementöffnung 26 oder auch mit einer Mehrzahl von oberen Tragelementöffnungen
26 ausgestattet sein. So ist bei der in Fig. 1 - Fig. 3. beispielhaft gezeigten Ausführungsform
ein im äussersten Längsendbereich des Kopfbereichs 14 angeordnetes Borstentragelement
22 mit 5 oberen Tragelementöffnungen versehen. Wie in Fig. 3 ebenfalls sichtbar, können
zudem im starren halsseitigen Abschnitt des Kopfbereichs 14 konventionelle Borstenlöcher
30 ausgeformt sein.
[0022] In Fig. 4 und insbesondere in den Schnittdarstellung von Fig. 5 und Fig. 6 sind die
Details der Borstentragelemente 22 zu erkennen. Die Borstentragelemente 22 mit einer
einzigen oberen Tragelementöffnung 26 weisen einen aussen abgerundeten Elementkörper
32 mit einem ellipsenförmigen Querschnitt und einer abgeschrägten Abschlusskuppe 34
auf. Während der Elementkörper 32 mit seiner inneren Ausnehmung in Form eines Sacklochs
36 vor allem der Aufnahme von Borsten 16 dient, bietet die äussere Oberfläche der
Abschlusskuppe 34 die Möglichkeit, weitere Funktionen, beispielsweise durch eine Ausbildung
von Schaberkanten bzw. Schabernoppen oder Aufrauungen die Funktion eines Zungenreinigers
oder zur Gaumenmassage bereitzustellen. Weiter besteht die Möglichkeit die Abschlusskuppe
34 an ihrem freien Ende mit Weichmaterial W mindestens partiell zu bedecken und die
vorher beschriebenen Funktionen zu übernehmen. Alternativ kann der Elementkörper 32
auch in Form eines Kreiszylinders, eines Kegelstumpfes, anderer rotationssymmetrischer
Formen, als ein Quader mit gerundeten Ecken oder eine abgestumpfte Pyramide ausgeformt
sein. Die Abschlusskuppe 34 kann als ein Kegel, ein stumpfer Kegel, eine Halbkugel
oder als ein kantiger Endbereich ausgebildet sein. Wie im Zusammenhang mit Fig. 31
und 32 später detailliert beschrieben wird, ist es auch möglich, das Borstentragelement
hülsenartig, d.h. ohne Abschlusskappe 34, auszuformen.
[0023] Die generelle Form von Borstentragelementen 22 und der Abschlusskuppen 34 ist, neben
funktionalen Aspekten der Aussenflächen, der Sacklochgeometrie zur optimalen Aufnahme
und Verankerung der Borsten 16 und Designaspekten, massgeblich durch den Herstellprozess
(Spritzgiessen) bestimmt. Das Füllen mittels Spritzgiessen mit flüssigem Kunststoff
und Entformen der Geometrien aus einem Spritzgusswerkzeug legt verschiedene ebenfalls
geometrische Randbedingungen fest.
[0024] Die Borstentragelemente 22 mit einer einzigen oberen Tragelementöffnung 26, welche
vorzugsweise mit konventioneller Stopftechnologie beborstet werden, weisen eine Dicke
- gemessen von der Oberseite 28 zur Unterseite 20 vom Ansatzpunkt des Borstentragelements
22 am Hartfilm 24 zum freien Ende des Borstentragelements 22 - von 2 mm bis 5 mm,
vorzugsweise von 3,8 mm bis 4,5 mm auf. Die Dicke kann über den Kopfbereich 14 variieren.
Der Querschnitt dieser Borstentragelemente 22 beträgt - gemessen in Längsrichtung
der Zahnbürste 10 - 2,5 mm bis 4 mm, vorzugsweise 2 mm bis 3,5 mm. Der Querschnitt
gemessen in Querrichtung der Zahnbürste 10 beträgt zwischen 2 mm und 3,5 mm, vorzugsweise
2,5 mm bis 3 mm. Die Querschnittsangaben können über den gesamten Kopfbereich 14 variieren.
Die Wandstärke des Borstentragelements 22 beträgt minimal 1 bis 2 mal, maximal 4 bis
8 mal, vorzugsweise etwa 1 bis 3 mal die Dicke des folienartigen Hartfilms 24.
[0025] Der Durchmesser des Sacklochs 36, in welchem, vorzugsweise unter Nutzung konventioneller
Stanztechnologie mittels Ankerplättchen, die Borsten 16 befestigt sind, beträgt zwischen
1,4 mm und 1,8 mm, vorzugsweise 1,6 mm. Die Betrachtungen bezüglich Borstenaufnahmelöchern
gelten generell natürlich nicht nur für die im Zusammenhang mit konventioneller Stopftechnologie
bevorzugten Sacklöcher 36, sondern auch analog für die im Zusammenhang mit Fig. 31
und Fig. 32 nachfolgend beschriebenen Durchgangslöcher 48, welche bevorzugt bei alternativen
Beborstungsverfahren, wie beispielsweise beim IMT- (In Mold Tufting) oder AFT- (Anchor
Free Tufting) Verfahren, eingesetzt werden. Der Lochdurchmesser der Sacklöcher 36
innerhalb des Borstenfeldes kann variieren. Dabei verfügen Borstentragelemente 22
mit einzelnen Sacklöchern 36 vorzugsweise über kleinere Lochdurchmesser als Borstentragelemente
22 mit mehreren Sacklöchern 36.
[0026] Die Tiefe des Sacklochs 36 misst 2 mm bis 4,5 mm, vorzugsweise 3 mm bis 3,7 mm. Auch
diese Grössen können über den Kopfbereich 14 variieren. Die Sacklöcher 36 können neben
einer bevorzugten kreisrunden Ausbildung auch eine elliptische, n-eckige sichelförmige,
asymmetrische oder eine freie Form im Querschnitt aufweisen. Die Ausbildung des Querschnitts
der Sacklöcher 36 in n-eckiger, sichelförmiger, asymmetrischer oder in freier Form
werden vorzugsweise ausschliesslich bei Anwendung der neueren AFT- (Anchor Free Tufting)
und IMT- (In Mold Tufting) Verfahren eingesetzt.
[0027] Die Wandstärke, gemessen zwischen dem Sackloch 36 und der äusseren Oberfläche des
Elementkörpers 32, beträgt zwischen 0,3 und 0,9 mm vorzugsweise zwischen 0,4 und 0,8
mm. Die Lochachse der Sacklöcher 36 verläuft vorzugsweise parallel zur Längsmittelachse
des Elementkörpers 32. In Folge dessen sind auch die im Sackloch 36 eingesetzten Borsten
16 wenigstens nahezu parallel zu dieser Längsmittelachse ausgerichtet und stehen damit
wenigstens nahezu rechtwinklig von der Oberseite 28 des Kopfbereichs 14 ab. Wie dies
im Zusammenhang mit Fig. 14 später beschrieben wird, sind jedoch auch geneigte Orientierungen
möglich.
[0028] Wie bereits vorgängig erwähnt, können die Borstentragelemente 22 auch mit einer Mehrzahl
von oberen Tragelementöffnungen 26 ausgestattet sein. Herstellungstechnisch können
derartige Borstentragelemente 22 beispielsweise durch eine deutlich verstärkte Verbindungsschicht
zwischen Borstentragelementen 22 mit einer einzigen oberen Tragelementöffnung 26 durch
eine Schichtdicke grösser als 0,5 mm gebildet werden. Die Verbindungsschicht ist damit
wesentlich dicker als der folienartige Hartfilm 24. Die in diesem Fall deutlich verstärkte
verbindungsschicht zwischen den Borstentragelementen 22 bewirkt, dass zwischen den
Borstentragelementen 22 keine oder nur eine unwesentliche flexible Auslenkung möglich
ist.
[0029] Bei dem in den Figuren 1 bis 5 gezeigten längsendbereichsseitig angeordneten Borstentragelement
22 mit 5 oberen Tragelementöffnungen 26 ist diese Verbindungsschicht beispielhaft
bündig mit den äusseren Enden der Abschlusskuppe 34 aufgefüllt. Die Anordnung der
Borstentragelemente 22 mit einer Mehrzahl von oberen Tragelementöffnungen 26 kann
auf jeglichen Positionen im Borstenfeld erfolgen. Es können auch mehrere solcher Elemente,
gleicher oder unterschiedlicher Art, im Borstenfeld symmetrisch oder asymmetrisch
bzgl. der Längsachse der Zahnbürste 10 vorkommen. Auf diese Weise lassen sich im Borstenfeld
verschiedene Reinigungs- und Flexibilitäts-Zonen bilden.
[0030] Aufgrund der Beabstandung der Borstentragelemente 22 untereinander und gegenüber
dem Halsbereich 12 durch den folienartigen Hartfilm 24 bzw. der vorzugsweise vollständig
freien Lage der Borstentragelemente 22 auf der Unterseite 20 vom folienartigen Hartfilm
24 bis zu den freien Enden der Borstentragelemente 22, wird auf der Unterseite 20
des Kopfbereiches 14 eine labyrinthartige Kanalstruktur gebildet. Die einzelnen Borstentragelemente
22 sind dabei vorzugsweise so gegeneinander versetzt, dass sich, in Längs- und in
Querrichtung, keine durchgehend gerade Biegelinie im folienartigen Hartfilm 24 ausbilden
kann. Vielmehr ist die Anordnung vorzugsweise derart gewählt, dass die bei einer Abwinkelung
der Borstentragelemente 22 auftretenden Biegelinien in den äusseren Randbereichen
des Kopfbereichs 14 abgewinkelt bzw. verzweigt sind. Dadurch wird dem Kopfbereich
14 eine zusätzliche Stabilität verliehen. Zudem werden über die labyrinthartige Kanalstruktur
Flüssigkeiten effektiv abgeführt und eine Reinigung der Unterseite 20 des Kopfbereichs
14 wird unterstützt.
[0031] Um beim Abwinkeln oder einer Torsion einer oder mehrerer Borstentragelemente 22 ein
Überdehnen des folienartigen Hartfilms 24 zu verhindern, sind die Borstentragelemente
22 auf der Unterseite 20 des Kopfbereichs 14 in ihrer äusseren Form und Anordnung
so gestaltet, dass deren freie Beweglichkeit entsprechend eingeschränkt ist. Insbesondere
wird ein maximaler Auslenkungswinkel durch die Dicke der Borstentragelemente 22 -
gemessen zwischen der Oberseite 28 und der Unterseite 20 - und deren Anordnung sowie
Abstand untereinander definiert. Dieser maximale Auslenkungswinkel beträgt 30° bis
75°, vorzugsweise 35° bis 50°, und wird zwischen der Mittelnormalen der vordersten
Tragelementöffnung 26 im flachen Zustand und der Mittelnormalen der vordersten Tragelementöffnung
26 im ausgelenkten Zustand gemessen. Der maximale Auslenkungswinkel ist auch für die
gekrümmte Borstenfläche gültig. Neben einer dadurch hervorgerufenen Wirkung als gegenseitige
Anschläge können zusätzlich Anschlagselemente zwischen den Borstentragelementen 22
aus einem Hart- oder einem Weichmaterial W angebracht sein. Selbstverständlich können
für voneinander verschiedene Längs- und Querelastizitäten sowie Torsionseigenschaften
auch die maximalen Auslenkungswinkel in Quer-, Längs- und Torsionsrichtung verschiedenartig
sein. Dabei ist zu beachten, dass der folienartige Hartfilm 24 aufgrund der Materialeigenschaften
beinahe keine Möglichkeiten zur Dehnung hat, sich aber elastisch biegen lässt. Die
Biegeelastizität kann über die Dicke des folienartigen Hartfilms 24 bestimmt werden,
wobei sich die Schichtdicke sowohl in Längs- wie auch in Querrichtung beliebig variieren
kann. Vorzugsweise ist die Schichtdicke des folienartigen Hartfilms 24 in Halsnähe
grösser gewählt als im freien Endbereich des Kopfbereichs 14. Die maximale Schichtdicke
des folienartigen Hartfilms 24 liegt innerhalb von 150%, vorzugsweise innerhalb von
130% der minimalen Schichtdicke.
[0032] Die Rückstellmöglichkeit bzw. die Elastizität wird auch von den Eigenschaften des
überdeckenden Weichmaterials W mitbestimmt. Dieses Material ist weichelastisch und
kann sich dehnen. Die Schichtdicke des Weichmaterials W kann sich in Längs- wie auch
in Querrichtung beliebig verändern.
[0033] Das Verhältnis zwischen den Schichtdicken des Hartmaterials H und des Weichmaterials
W kann nahezu beliebig gewählt werden. Vorzugsweise werden aber dünnere Schichtdicken
des folienartigen Hartfilms 24 mit dickeren Schichten des weichelastischen Materials
ausgeglichen, um eine gleichbleibende Kopfdicke in den flexiblen Zonen zu erreichen.
Zusätzlich können mit dem weichelastischen Material in besonderen Zonen auch zusätzliche,
von der Dicke des folienartigen Hartfilms 24 unabhängige Elemente ausgeformt werden.
Beispielsweise können dies aus Weichmaterial W geformte Wulste 38 um die Tragelementöffnungen
26 oder Reinigungs- und Massagelemente 18 sein.
[0034] Wie insbesondere den Figuren 5 und 6 zu entnehmen ist, erstreckt sich der folgenartige
Hartfilm 24 bündig aussen um die obere Tragelementöffnung 26, vorzugsweise ist der
Hartfilm 24 so gestaltet, dass dieser oben bündig an der Kante der Tragelementöffnung
26 anliegt. Der Übergang auf der Unterseite 20 vom Hartfilm 24 zum Borstentragelement
22 ist im Wesentlichen scharfkantig in der bevorzugten Ausgestaltung wird höchstens
ein minimaler Radius kleiner 0.3mm realisiert. Aufgrund einer Einschränkung der Flexibilität
des folienartigen Hartfilms 24 ist es zwar weniger bevorzugt aber dennoch möglich,
diesen Übergang mittels Anschrägungen oder Verrundung mit einem grösserem Radius zu
gestalten.
[0035] Natürlich ist es auch möglich, dass die Anbindung der Borstentragelemente 22 an den
folienartigen Hartfilm 24 nur abschnittsweise erfolgt, und durch Ausnehmungen im folienartigen
Hartfilm 24 der Elementkörper 32 der Borstentragelemente 22 auch an der Oberseite
28 abschnittsweise frei liegt. Ebenso ist es denkbar, dass die Verbindung zwischen
den Borstentragelementen 22 und den folienartigen Hartfilm 24 an einer anderen Position
zwischen der Oberseite 28 und der Unterseite 20 erfolgt, so dass beispielsweise ein
Abschnitt der Borstentragelemente 22 über den folienartigen Hartfilm 24 zur Oberseite
28 herausragt.
[0036] Vorzugsweise ist der aus einem Hartmaterial H bestehende folienartige Hartfilm 24
auf der Oberseite mit einer Schicht aus einem Weichmaterial W bedeckt. Bei einer bevorzugten
Herstellung der Zahnbürste 10 in einem Mehrkomponentenspritzgussprozess wird dazu,
das Weichmaterial W auf das Hartmaterial H aufgespritzt. Da vorzugsweise mindestens
einzelne Bereiche der Zahnbürste 10, einschliesslich der Borstentragelemente 22 und
des folienartigen Hartfilms 24, aus einem einzigen Hartmaterial H gefertigt ist, kann
beim Spritzen des Hartmaterials H vorzugsweise ein einziger Anspritzpunkt verwendet
werden. Die erwähnten einzelnen Bereiche der Zahnbürste 10 aus Hartmaterial H können
beispielsweise im Halsbereich 12 oder im Halsbereich 12 und Griffbereich liegen.
[0037] Natürlich ist es auch möglich, mehrere Arten von Hart- und Weichmaterialien H, W,
die sich während des Spritzgussprozesses miteinander verbinden, zu nutzen, so dass
die gewünschten Elastizitätseigenschaften des folienartigen Hartfilms 24 spezifisch
eingestellt werden können. Generell ist festzustellen, dass die Elastizität, mit welcher
die Borstentragelemente 22 gegenüber dem Halsbereich 12 ausgelenkt werden können durch
eine Reihe von Faktoren, insbesondere die Dicke des folienartigen Hartfilms 24, die
Verteilung deren Dicke, durch das verwendete Material sowie die spezifische Materialverteilung,
beispielsweise im Hinblick auf die an der Oberseite 28 aufgebrachte Schicht aus Weichmaterial
W bestimmt ist.
[0038] Die Dicke des folienartigen Hartfilms 24 beträgt zwischen 0,08 mm und 0,6 mm, vorzugsweise
zwischen 0,3 mm und 0,5 mm. Vorzugsweise ist diese Schicht über den Kopfbereich 14
hin leicht keilartig ausgebildet, so dass in der Nähe des Halsbereichs 12 die Schichtdicke
etwa 0, 5 mm und im freien Endbereich des Kopfbereichs 14 etwa 0,3 mm beträgt. Dadurch
wird sicher gestellt, dass auf Grund des in Richtung zum freien Endbereich des Kopfbereiches
14 zunehmenden Abstandes vom Halsbereich 12 und damit eines längeren Hebelarms bei
einer Auslenkung der Borstentragelemente 22 diese in Längsrichtung des Kopfbereiches
14 bei gleicher Kraftwirkung wenigstens nahezu gleich ausgelenkt werden können.
[0039] Die Dicke der auf der Oberseite 28 auf den folienartigen Hartfilm 24 aufgebrachten
Schicht aus Weichmaterial W beträgt zwischen 0,2 mm und 1 mm, vorzugsweise zwischen
0,3 mm und 0,7 mm. Dadurch ergibt sich eine Gesamtschichtdicke des folienartigen Hartfilms
24 mit einer darüber liegenden Schicht aus Weichmaterial W von 0,28 mm bis 1,6 mm,
vorzugsweise von 0,6 mm bis 1,2 mm. Das Verhältnis der Schichtdicke von Hartmaterial
H zu Weichmaterial W beträgt 12,5 : 1 bis 0,8 : 1, vorzugsweise 7 : 1 bis 1,5 : 1.
Wie bereits erwähnt kann dieses Verhältnis jedoch variieren und bestimmt massgeblich
die Elastizitätseigenschaften bei der Auslenkung der Borstentragelemente 22. Erwähnt
sei an dieser Stelle auch, dass das Verhältnis der Dicke des folienartigen Hartfilms
24 zur Dicke der Borstentragelemente 22, jeweils gemessen zwischen der Oberseite 28
und der Unterseite 20 vom Ansatzpunkt des Borstentragelements 22 am Hartfilm 24 zum
freien Ende des Borstentragelements 22, das zwischen 63 : 1 und 8 : 1, vorzugsweise
zwischen 44 : 1 und 8 : 1, besonders bevorzugt zwischen 30 : 1 und 12,5 : 1 beträgt.
[0040] Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit besteht darin, den folienartigen Hartfilm
24 beidseitig mit Weichmaterial W zu überdecken. Das bedeutet, dass der folienartige
Hartfilm 24 zusätzlich zur beschriebenen Überdeckung der Oberseite 28, auch auf der
Unterseite 20 in den labyrinthartigen Ausnehmungen mit einer Schicht Weichmaterial
W bedeckt ist.
[0041] Wie wiederum den Figuren 5 und 6 zu entnehmen ist, ist an der Oberseite 28 um die
obere Tragelementöffnung 26 aus dem Weichmaterial W eine Wulst 38, die in Richtung
der Oberseite 28 erhöht ist, ausgeformt. Sie bildet eine ringartig vergrösserte Schicht
um die obere Tragelementöffnung 26 und ermöglicht eine weichere Führung der Borsten
sowie eine verbesserte Rückstellung nach deren Auslenkung beim Putzvorgang. Natürlich
ist es auch denkbar, eine derartige Wulst 38 aus einem Hartmaterial H zu formen, insbesondere
durch die Verlängerung des Elementkörpers 32. Der äussere Rand des Kopfbereichs 14
ist, wie in den Figuren 1 bis 4, 7 bis 13 und 15 bis 26 gezeigt, mit einer welligen
Konturlinie ausgestattet. Dabei wechseln sich dünne Schichten des folienartigen Hartfilms
24 mit äusseren Bereichen der Borstentragelemente 22 ab. Die Borstentragelemente 22
stehen leicht über den äusseren Rand des folienartigen Hartfilms 24 hervor und wirken
als Pufferzone um das Berühren der folienartigen Hartfilms 24 mit der Mundhöhle zu
reduzieren. Um scharfe Kanten am äusseren Randbereich zu vermeiden, können diese wenigstens
teilweise mit Weichmaterial W überzogen sein. Wie bereits erwähnt, kann dieses Weichmaterial
W beispielsweise auf der Oberseite 28 und / oder auf der Unterseite 20 des folienartigen
Hartfilms 24 oder von der Oberseite 28 zur Unterseite 20 über die Kante gezogen angebracht
sein. Auf diese Weise werden Verletzungen durch Schneiden oder durch Stösse in der
Mundhöhle vermieden. Weiterhin fungiert das Weichmaterial W als Dämpfung und ein Einreissen
des folienartigen Hartfilms 24 von aussen wird verhindert. Alternativ ist es auch
möglich, im äusseren Randbereich des Kopfbereichs 14 das Hartmaterial H dicker zu
gestalten.
[0042] Um die Elastizität des Kopfbereichs 14 anzupassen oder auch um Materialeinsparungen
vornehmen zu können ist es möglich, die Schicht aus Weichmaterial W nicht durchgehend
zu vorzunehmen d.h. es können Auslassungen (in jeglichen geometrischen Formen) in
der Schicht aus Weichmaterial W vorgesehen werden, d.h. das Hartmaterial H ist im
Bereich dieser Auslassungen nicht überdeckt.
[0043] In den Fig. 7 - 9 sind Darstellungen verschiedener Krümmungen des Kopfbereichs 14
der in den Fig. 1 - 6 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemässen Zahnbürste
10 präsentiert. Fig. 7 zeigt dabei die maximale Abwinklung bei einer Kraftwirkung
auf ein Borstentragelement 22 im äussersten freien Längsendbereich des Kopfbereichs
14. Eine weitere Abwinklung in Richtung der Unterseite wird durch anschlagartige Berührungen
der Borstentragelemente 22 ausgeschlossen. Bei einer Kraft von 3 N, die auf das besagte
Borstentragelement 22 wirkt, beträgt die maximale Abwinklung zwischen 10° und 40°
vorzugsweise zwischen 25 und 30° gemessen zwischen der Mittelnormalen der vordersten
Tragelementöffnung 26 im flachen Zustand und der Mittelnormalen der vordersten Tragelementöffnung
26 im ausgelenkten Zustand. Die Oberfläche der Borstenfläche d.h. unter anderem der
folienartige Hartfilm 24 im flexiblen Teil bildet unter der Belastung eine bogenförmige
Biegung mit einem Radius von 4 cm bis 10 cm, vorzugsweise 5 cm bis 8 cm.
[0044] In Fig. 8 ist ein Zustand gezeigt, bei dem sich die Zahnbürste 10 zum Erstarren nach
dem Spritzgiessen des Hart- und Weichmaterials H, W noch in seiner Kavität eines nicht
gezeigten Spritzgusswerkzeugs befindet. Dabei bildet die Oberseite eine wenigstens
nahezu ebene Fläche. Sobald die Zahnbürste 10 jedoch dem Spritzgusswerkzeug entnommen
wird, verformt sich der Kopfbereich 14, aufgrund des Schwundverhaltens, leicht in
Richtung der Oberseite 28 und bildet von der Oberseite 28 aus betrachtet eine konkave
Wölbung, dargestellt in Fig. 9. Diese Wölbung ist auf einem Materialschwund während
der Aushärtungsphase zurückzuführen und bewirkt einen gewünschten Vorspann in Richtung
der Oberseite 28. Die Richtung der Wölbung kann beispielsweise durch eine verschiedenartige
Positionierung des folienartigen Hartfilms 24 bezüglich der Oberseite 28 und der Unterseite
20 der Borstentragelemente 22 beeinflusst und entsprechend eingestellt werden. So
ist beispielsweise eine entgegengesetzte Krümmung zu erreichen, wenn der folienartige
Hartfilm 24 bündig mit dem unterseitigen freien Ende der Abschlusskuppen 34 verläuft.
Der Effekt des Verkrümmens kann noch verstärkt werden, indem auf der Oberseite 28,
wie bei der vorgängig beschriebenen Ausführungsform, eine Schicht aus Weichmaterial
W auf den folienartigen Hartfilm 24 aufgebracht wird, da diese Schicht einen zusätzlichen
Vorspann aufgrund des Schwundverhaltens bewirken.. Alternativ können auch andere Krümmungsformen,
wie Wellenprofile, spindelförmige Torsionsformen, ein oder mehrere Knicke oder Kombinationen
aus mehreren Formelementen im Kopfbereich 14 ausgeformt werden, indem das Spritzgusswerkzeug,
in welchem das Weichmaterial W angespritzt wird, das vorhergehende Hartmaterial H
zwangsweise formt, d.h. das Hartmaterial H wird unter Vorspann in dieses Werkzeug
eingelegt. Durch das Aushärten des Weichmaterials W ist die Zwangsform des Hartmaterials
H 'eingefroren'. Es ist ebenfalls möglich, die beborstete Zahnbürste 10 erneut zu
erwärmen und dann in einer vorgegebenen Zwangsform erkalten zu lassen. Auch in diesem
Fall wird die entsprechende Zwangsform 'eingefroren'.
[0045] In komplizierteren Spritzgusswerkzeugen ist es auch möglich, bereits dem Hartmaterial
H eine gekrümmte Form gibt. Für die Realisierung sind in diesem Fall jedoch Werkzeuge
nötig welche mit Schiebern und Kernzügen ausgestattet sind.
[0046] Der Kopfbereich 14 der Zahnbürste 10 ist vorzugsweise der Zahnaussenkontur nachempfunden
und konkav gewölbt. Die Beborstung kann zusätzlich in der Länge arrangiert werden,
damit eine für die Reinigung optimale Borstenkonfiguration realisiert werden kann.
Mittels dieser Möglichkeit kann die Krümmung bis zu einem gewissen Teil vorgetäuscht
werden.
[0047] Die Beborstung von Zahnbürsten 10 mit Krümmungen im Kopfbereich 14 erfordert zusammen
mit der erfindungsgemäss ausgestalteten Flexibilität im Kopfbereich 14, dass für die
Beborstung Negativ-Aufnahmeformen nötig sind, um die Körper zu stützen.
[0048] Zwei weitere Ausführungsformen von Kopfbereichen 14 sind in den Figuren 10 bis 13
gezeigt. Bei der Ausführungsform, deren Unterseite 20 in Fig. 10 dargestellt ist,
sind im äusseren Randbereich des Kopfbereichs 14 vorzugsweise in einer gebissähnlichen
Anordnung Borstentragelemente 22 mit einer einzigen oberen Tragelementöffnung 26 ausgebildet.
Im Zentrum des Kopfbereichs 14 sind drei Borstentragelemente 22 mit einem länglichen
Querschnitt und jeweils drei oberen Tragelementöffnungen 26 gebildet, wie dies der
Abbildung der Oberseite 28 in Fig. 11 zu entnehmen ist. Hierbei ist deutlich zu erkennen,
dass die Tragelementöffnungen 26 auf dem Borstentragelement 22 im Abstand zueinander
variiert werden können.
[0049] Neben dieser reihenartigen Anordnung, in Querrichtung oder Längsrichtung der Zahnbürste
10, der oberen Tragelementöffnungen 26 sind auch andere Ausbildungen, wie zum Beispiel
entlang gebogener Linien in S-, T-, U- und kreuzförmigen Anordnungen möglich. Die
Anordnungen können jeweils in Querrichtung oder in Längsrichtung der Zahnbürste 10
orientiert sein. Dadurch können sowohl symmetrische wie auch asymmetrische Muster
(bezogen auf die Längsachse der Zahnbürste 10) der Tragelementöffnungen 26 erzielt
werden. Als ein weiteres Beispiel ist das Borstentragelement 22 mit fünf oberen Tragelementöffnungen
26 im freien Längsendbereich des Kopfbereichs 14 zu betrachten. Wie bei der in den
Figuren 1 bis 9 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemässen Zahnbürste 10 befinden
sich auch bei dieser Ausführungsform konventionelle Borstenlöcher 30 in einem massiven
Teil des Kopfbereiches 14 der starr mit dem Halsbereich 12 verbunden ist.
[0050] In Analogie zu der in Fig. 12 und Fig. 13 gezeigten Ausführungsform ist es auch möglich,
die äusseren Randbereiche des Kopfbereichs 14 mehrheitlich mit Borstentragelementen
22 zu besetzen, die mehr als zwei obere Tragelementöffnungen 26 aufweisen. Bei einer
Gesamtzahl von 32 bis 40 oberen Tragelementöffnungen 26 im Kopfbereich 14 der Zahnbürste
10 sind vorzugsweise neben den Borstentragelementen 22 mit einer einzigen oberen Tragelementöffnung
26 auch Borstentragelemente 22 mit 2 bis 18 oberen Tragelementöffnungen 26, vorzugsweise
mit 2 bis 7 oder 12 bis 18 oberen Tragelementöffnungen 26 ausgebildet. Diese mehrere
Tragelementöffnungen 26 aufweisende, vorzugsweise abgerundeten Borstentragelemente
22 haben auf der Oberseite 28 eine Ausdehnung in Längsrichtung des Kopfbereichs 14
von 4 mm bis 12 mm, vorzugsweise von 5 mm bis 8 mm, und quer zur Längsrichtung von
4 mm bis 14 mm, vorzugsweise 5 mm bis 8 mm.
[0051] In die Sacklöcher 36 der Borstentragelemente 22 können jeweils verschiedene Borstenarten,
Bündelformen und Bündelgrössen hinsichtlich Länge, Durchmesser und Materialien an
den Borstentragelementen 22 kombiniert werden. Die Borsten 16 sind dabei je nach Ausrichtung
der Sacklöcher 36 in den Borstentragelementen 22 entweder nahezu rechtwinklig bezüglich
der Oberseite 28 des Kopfbereichs 14 oder wie in Fig. 14 gezeigt, schräg zur Oberseite
28 des Kopfbereichs 14 orientiert. Durch diese winklige Ausrichtung der Borsten 16
können beispielsweise X-förmige Borstenbündel ausgebildet werden, die insbesondere
eine Reinigung interdentaler Zwischenräume unterstützen, es können schräggestellte
Bündel von Borsten 16 oder es können über den Bürstenkopfrand hinweg abstehende Bündel
von Borsten 16 gestaltet werden. Um eine entsprechend Schrägstellung zu erreichen,
sind die Sacklöcher 36 ebenfalls entsprechend Schräg ausgeformt. Der Winkel der Mittelnormalen
des schräggestellten Sacklochs 36 zur Mittelnormalen eines senkrecht ausgeformten
Sacklochs 36 beträgt zwischen 3° und 30°, vorzugsweise 3° bis 15°. Als Beborstungsverfahren
können sowohl konventionelle Verfahren mittels Anker für becherartig ausgeformte Borstentragelemente
22 mit Sacklöchern 36 als auch AFT- (Anchor Free Tufting) oder IMT- (In Mold Tufting)
Verfahren für hülsenartig ausgeformte Borstentragelemente 22 mit Durchgangslöchern
48 zum Einsatz kommen. Generell können die Eigenschaften und Ausgestaltungsvarianten
von Sacklöchern 36 und Durchgangslöchern 48 in dieser Schrift vertauscht werden, da
die Lochvariante im Wesentlichen nur vom gewählten Beborstungsverfahren abhängt. Auf
hülsenartige Borstentragelemente 22 wird insbesondere im Zusammenhang mit Fig. 31
und Fig. 32 nochmals hingewiesen werden. Innerhalb eines Borstentragelements 22 kann,
wie vorgängig beschrieben, eine Mehrzahl von Tragelementöffnungen 26 angeordnet sein,
welche mit Reinigungs- und Massageelementen 18 besetzt sein können.
[0052] Die in die Borstentragelemente 22 bzw. in die Tragelementöffnungen 26 eingeführten
Borsten 16 können verschiedener Natur sein. Es können zylindrische, einseitig oder
zweiseitig zugespitzte Borsten eingesetzt werden. Die Borsten 16 selbst sind vorzugsweise
aus Polyamid (PA) oder Polyester (PBT) hergestellt. Zusätzlich zu den Borsten 16 können
weitere, vorzugsweise aus einem Weichmaterial W bestehende Reinigungs- bzw. Massageelemente
an den Borstentragelementen 22 ausgeformt sein. Diese können beispielsweise direkt
in einem Spritzgussverfahren angespritzt oder in Analogie zu den Borsten 16 in den
Sacklöchern 36 verankert werden. Die Reinigungs- bzw. Massageelemente 18 können beispielsweise
als Lamellen, Noppen, Schuppen, Rillen, Kanten, Härchen, beflockte Stellen, Streifenbürstenelemente,
zylindrische, kugelförmige oder stäbchenartige Elemente ausgebildet sein. Sie können
sowohl auf der Oberseite 28 wie auf der Unterseite 20 angeordnet sein und von diesen
hervorstehen. Insbesondere auf der Unterseite 20 können zudem die Abschlusskuppen
34 der Borstentragelemente 22 mit Schuppen, Rillen, Kanten, Aufrauungen oder anderen,
sich wiederholden Oberflächenstrukturen, zur Bildung eines Zungenreinigers ausgestattet
sein.
[0053] Ein Zungenreiniger kann alternativ dadurch gestaltet werden, dass die Schicht aus
Weichmaterial W über den Rand des Kopfbereichs 14 hinaus weitergeführt wird. Eine
Schaberkante wird dadurch gestaltet, dass die Schicht aus Weichmaterial W schlauch-
oder lamellenartig um den Kopfbereich 14 von der Oberseite 28 in Richtung der Unterseite
20 fortgesetzt wird. Diese Schaberkante folgt der Aussenkante des Zahnbürstenkopfs
und umfasst auf diese Weise die Gesamtheit der Borstentragelemente 22.
[0054] Die Schicht aus Weichmaterial W auf der Oberseite 28 des Kopfbereichs 14 der Zahnbürste
10 kann am Aussenrand analog der Wulst 38 verdickt werden, um schutzwallartig Verletzungen
durch Stösse zu vermeiden.
[0055] In den Figuren 15 bis 21 sind Unterseiten 20 von Kopfbereichen 14 weiterer besonders
bevorzugter Ausführungsformen der erfindungsgemässen Zahnbürste 10 dargestellt. Bei
all diesen Ausführungsformen ist jeweils im äusseren Längsendbereich des Kopfbereiches
14 ein Borstentragelement 22 mit einer Vielzahl von oberen Tragelementöffnungen 26,
welche durch gestrichelte Linien angedeutet sind, angeordnet. Ebenfalls sind alle
Ausführungsformen im halsbereichseitigen Kopfbereich 14 mit konventionellen Borstenlöchern
30 ausgestattet. Voneinander verschieden sind jeweils bezüglich der Längsachse des
Kopfbereichs 14 mittlere Bereiche des Kopfbereichs 14 gestaltet. So weisen die Ausführungsformen
in den Figuren 15, 16, 17, 18 und 20 jeweils seitlich aussen Borstentragelemente 22
mit jeweils zwei Tragelementöffnungen 26 auf der Oberseite 28 auf. Die Ausführungsformen
in den Figuren 15, 16, 19 und 20 sind darüber hinaus mit Borstentragelementen 22,
die zwei und mehr obere Tragelementöffnungen 26 besitzen, in einem zentralen Bereich
des Kopfbereichs 14 ausgebildet. Zudem sei darauf hingewiesen, dass die Ausführungsformen
in den Figuren 15, 16 und 18 im halsbereichseitigen Teil des Kopfbereichs 14 mit einer
Einschnürung des folienartigen Hartfilms 24 ausgestattet sind, durch welche die Elastizität
der längsendbereichseitigen. Borstentragelemente 22 gegenüber dem Halsbereich 12 nochmals
erhöht wird. Nicht dargestellt, aber ebenfalls möglich sind durchgehende, lochartige
Filmausnehmungen innerhalb des folienartigen Hartfilms 24. Diese dienen, wie die dargestellten
seitlichen Einschnürungen, zur Erhöhung der Elastizität. Die Filmausnehmungen haben
vorzugsweise eine längliche, schlitzartige Form und führen zwischen den benachbarten
Borstentragelementen hindurch. Die Filmausnehmungen werden vorzugsweise nicht mit
der nachfolgenden Schicht aus Weichmaterial W aufgefüllt. In Fig. 21 ist zudem die
Möglichkeit gezeigt, dass die Borstentragelemente 22 durch minimale Stege miteinander
verbunden sind. Dadurch kann die Flexibilität (Richtung und Ausmass) des Bürstenkopfs
zusätzlich bestimmt werden.
[0056] In Fig. 26 sind zudem Reinigungs- und Massageelemente 18 auf der Unterseite 20 der
Zahnbürste 10 angebracht. Die Gestaltungsmöglichkeiten für solche Elemente werden
in den Figuren 27 bis 30 dargestellt.
[0057] Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit für den erfindungsgemässen Bürstenkopf ist
in Fig. 44 und Fig. 45 dargestellt. Die Borstentragelemente 22 sind am folienartigen
Hartfilm 24 angebracht. Auf der Unterseite 20 des Kopfbereichs 12 der Zahnbürste 10
ist eine Materialbrücke 74 aus Weichmaterial W und/oder Hartmaterial H über die Borstentragelemente
22 hinweg ausgeformt. Die Materialbrücke 74 hat ihre Angriffspunkte (Brückenköpfe)
im freien Endbereich des Kopfbereichs 14 und andererseits im Übergang vom folienartigen
Hartfilm 24 zum Halsbereich 12 der Zahnbürste 10. Auf der Materialbrücke 74 können
Strukturen ausgebildet sein, welche als Zungenschaber 44 dienen können. Die Materialbrücke
74 dient dazu, die Flexibilität des Kopfbereichs 14 einzustellen. Die Herstellung
der in Fig. 44 dargestellten Zahnbürste 10 erfolgt vorzugsweise mit Seitenschiebern
im Spritzgusswerkzeug. Die Materialbrücke 74 kann im gleichen Arbeitsgang wie der
folienartige Hartfilm 24 und die Borstentragelemente 22 aus demselben Material ab
demselben Anspritzpunkt mittels Spritzguss geformt werden. Alternativ kann wie bereits
beschrieben der folienartige Hartfilm 24 und die Borstentragelemente 22 in einem ersten
Spritzgussprozess ohne Seitenschieber und die Materialbrücke 74 mit Seitenschieber
in einem zweiten Arbeitsgang gebildet werden. Beispielsweise könnte, wie in Fig. 44
beispielhaft dargestellt, eine Materialbrücke 74 aus Weichmaterial W aus demselben
Material und im selben Spritzgussprozess wie die Schicht aus Weichmaterial W auf der
Oberseite 28 des folienartigen Hartfilms 24 gebildet werden. Alternativ können auch
weitere oder bereits vorhandene Materialien in zusätzlichen Spritzgussprozessen verarbeitet
werden um die gewünschte Materialbrücke 74 zu erstellen. Dabei ist es unerlässlich,
dass die eingesetzten Materialien miteinander kompatibel sind, um eine Materialverbindung
während dem Spritzgussprozess zu bilden.
[0058] In den Figuren 27 bis 30 sind Schnittdarstellungen von Abschnitten des Kopfbereichs
14 gezeigt, in denen Reinigungs- bzw. Massageelemente 18 auf unterschiedliche Art
und Weise durch eine Kombination von Hart- und Weichmaterialien H, W ausgeformt sind.
Bei der in Fig. 27 gezeigten Ausführungsform ist die auf der Oberseite 28 oberhalb
des folienartigen Hartfilms 24 aufgebrachte Schicht aus Weichmaterial W mit Stäbchen
bzw. lamellenartigen Fortsätzen, die sich im Wesentlichen rechtwinklig zur Oberseite
28 und parallel zu den Borsten 16 erstrecken, ausgestattet. Fig. 28 zeigt eine weitere
Ausführungsform, bei welcher diese Stäbchen bzw. lamellenartigen Reinigungs- bzw.
Massageelemente 18 durch eine Innenstruktur 42 aus einem Hartmaterial H, welche sich
ebenfalls stab- bzw. lamellenartig parallel zu den Borsten 16 in Richtung der Oberseite
28 erhebt, gestützt werden. Auf der Unterseite 20, gegenüberliegend der Innenstruktur
42, ist ebenfalls aus einem Hartmaterial H ein Reinigungs- bzw. Massageelement 18
zur Bildung eines Zungenschaberelements 44 angeordnet.
[0059] Bei der in Fig. 29 gezeigten Ausführungsform ist, wie bei der in Fig. 27 gezeigten
Ausführungsform, ein stab- bzw. lamellenartiges Reinigungs- bzw. Massageelement 18
aus Weichmaterial W auf der Oberseite 28 angeformt. Durch eine Ausnehmung 46 im folienartigen
Hartfilm 24 ist das Weichmaterial W auch zur Unterseite 20 geführt und bildet dort
ein allerdings weichelastisches Zungenschaberelement 44. Ein derartiges weichelastisches
Zungenschaberelement 44 kann auch, wie bei der in Fig. 30 gezeigten Ausführungsform,
durch eine aus Hartmaterial H geformte Innenstruktur 42, die in Richtung der Unterseite
20 vom folienartigen Hartfilm 44 hervorsteht, gestützt bzw. versteift werden. Natürlich
sind auch weitere Formen von Reinigungs- bzw. Massageelementen 18 möglich, insbesondere
können Innenstrukturen 42 aus einem Hartmaterial H sowohl in Richtung der Oberseite
28, wie auch in Richtung der Unterseite 20 zur Stützung einer weichelastischen Struktur
ausgeformt sein.
[0060] Wie bereits erwähnt, können die Borsten 16 auch mittels eines AFT-Verfahrens oder
IMT Verfahrens in hülsenartig ausgeformten Borstentragelementen 22 befestigt werden.
Ein derartiges hülsenförmiges Borstentragelement 22 mit Abschnitten des angrenzenden
folienartigen Hartfilms 24 ist in Fig. 31 gezeigt. Gegenüber der oberen Tragelementöffnung
26 ist durch das Durchgangsloch 48 auf der Unterseite 20 eine untere Tragelementöffnung
50 ausgeformt. Generell sind alle Überlegungen und Ausgestalltungsvarianten, welche
die Borstentragelemente 22 mit Sacklöchern 36 betreffen analog auch auf Borstentragelemente
22 mit Durchgangslöchern 48 übertragbar.
[0061] In Fig. 32 ist der in Fig. 31 gezeigte Abschnitt nach einer erfolgten Beborstung
mittels AFT-Verfahren dargestellt. Im Bereich der unteren Tragelementöffnung 50 sind
die Borsten 16 zu einem Borstenbündel in einem Verschweissungsabschnitt 52 miteinander
und vorzugsweise bei kompatiblen Materialien auch mit dem Borstentragelement 22 verschweisst.
Als Materialvorrat für die Verschweissung ist es möglich, dass innerhalb des Durchgangslochs
48 im Bereich der unteren Tragelementöffnung 50 Vorsprünge gebildet sind, die als
Zusatzmaterial für die Verschweissung angebracht sind. Die Verschweissung erfolgt
im AFT-Verfahren oder IMT Verfahrens mittels eines heissen Stempels, welcher das Material
aufschmilzt. Der erkaltete Körper bzw. der Verschweissungsabschnitt 52 besitzt vielfach
Brauen oder andere Verschweissungsränder, welche eine Verletzungsgefahr darstellen.
Um den Abschluss des Verschweissungsabschnitts 52 auf der Unterseite 20 der Zahnbürste
10 sicher abzudecken ist es möglich auf die Unterseite 20 des Borstentragelements
unterhalb der unteren Tragelementöffnung 50 einen Deckel aus Kunststoff oder anderem
verschweissbarem Material anzubringen. Das AFT- oder IMT- Verfahren erlaubt die Ausbildung
von Borstenbündeln mit nahezu beliebigen Querschnittsformen. So können beispielsweise
längliche 1- bzw. C-förmige Querschnittsformen von Borstenbündeln ausgebildet werden.
Diese länglichen Borstentragelemente 22 sind vorzugsweise entlang der Längs- und/oder
Querrichtung des Bürstenkopfes orientiert. Beispiele von derartig gestalteten Kopfbereichen
14 sind in den Figuren 33 bis 36 dargestellt. Dabei zeigen die Figuren 34 und 35 jeweils
die Unterseite 20 und die Fig. 33 und 36 jeweils die Oberseite 28 des Kopfbereichs
14. In Fig. 35 ist die Ausführung so gewählt, dass nicht alle Tragelementöffnungen
26 der Oberseite 28 mit einer Wulst 38 umgeben sind.
[0062] Neben den bisher gezeigten Ausführungsformen der erfindungsgemässen Zahnbürste 10
für eine manuelle Reinigung der Zähne bzw. der Mundhöhle sind auch elektrisch unterstützte
Ausführungsformen der erfindungsgemässen Zahnbürste 10 denkbar. Als Beispiel ist in
Fig. 38 eine Aufsteckbürste 54 für eine elektrisch betreibbare Zahnbürste 10 dargestellt.
Wie sowohl in der teilweise angeschnittenen Seitenansicht in Fig. 38 als auch der
Draufsicht auf den Kopfbereich 14 in Fig. 37 gezeigt, sind radial aussen Borstentragelemente
22, die über einen folienartigen Hartfilm 24 elastisch mit einem zentralen Bereich
des Kopfbereichs 14 verbunden sind, ausgebildet. Neben Borsten 16 können die Borstentragelemente
22 auch Reinigungs- bzw, Massageelemente 18 aufnehmen. Auch bei dieser Ausführungsform
ist es möglich, Borstentragelemente 22 mit mehreren oberen Tragelementöffnungen 26
auszuformen. Selbstverständlich sind auch andere Ausgestaltungsvarianten von flexibel
aufgehängten Borstentragelementen 22 denkbar. Bei allen Anwendungen ist jedoch neben
den flexibel aufgehängten Borstentragelementen 22 ein feste und steife Verbindung
mit dem Antrieb des Bürstenkopfes nötig, dies entspricht dem zentralen Bereich in
Fig. 38.
[0063] In den Figuren 39 bis 43 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen
Zahnbürste 10 präsentiert. Auch bei dieser Ausführungsform handelt es sich um eine
elektrisch betreibbare Zahnbürste. Diese weist eine nicht gezeigte elektrische Antriebsvorrichtung,
die mittels eines Aktuators, in diesem Fall mittels eines an einer rotierbaren Antriebswelle
56 ausgeformten Exzenters 58, auf die Unterseite 20 der Borstentragelemente 22 wirkt,
auf. Dabei ist ein Kopfträger 60 mit einer Schlitzausnehmung 62, in welcher die Antriebswelle
56 geführt ist, und das Kopfelement 65 mit einem Exzenteraufnahmelement 70 ausgestattet.
Im Exzenteraufnahmeelement 70 ist eine Exzenteraufnahme 68 ausgeformt, in welche der
Exzenter 58 eingreift und dadurch auf das spezielle Kopfelement 65 wirkt. Wie in Fig.
43 gut sichtbar, weist der Kopfträger 60 eine Kopfaufnahme 64 auf, in welcher das
in Fig. 42 gezeigte Kopfelement 65, welches im Wesentlichen den in den vorgängig gezeigten
Ausführungsformen vom Kopfbereich 14 entspricht, aufgenommen wird. Das Kopfelement
65 wird am Kopfträger beispielsweise mittels Schweissen (Ultraschall oder Heissstempel),
Umspritzen mit einem weiteren Hart- oder Weichmaterial W, Kleben, Klemmen oder einer
mechanischen Verankerung z.B. einer Schnappverbindung oder Keilverbindung am Kopfträger
60 befestigt.
[0064] Die Antriebsachse 56 ist in ihrem freien kopfbereichseitigen Endbereich in einer
zylinderförmigen Achsaufnahme 66 im Kopfträger 60 gelagert. Der durch eine Biegung
der Antriebswelle 56 geformte Exzenter 58 greift in die Exzenteraufnahme 68 des Exzenteraufhahmeelements
70 ein. Das Exzenteraufnahmeelement 70 selbst ist an der Unterseite 20 eines Borstentragelements
22, mehrerer Borstentragelemente 22 oder direkt am folienartigen Hartfilm 24 befestigt.
[0065] Bei einer elektrischen Anspeisung der Antriebsvorrichtung wird die Antriebswelle
56 in Rotation um ihre Längsachse versetzt. Die Rotation verläuft vorzugsweise 360°
umlaufend, es sind aber auch reversierende Bewegungen in einem kleineren Winkelbereich
möglich. Die Bewegungsgeschwindigkeit beträgt vorzugsweise zwischen 5'000 bis 15'000
U/min., besonders bevorzugt 10'000 bis 12'000 U/min. Bei der Auslegung der Geometrien
muss in diesem Fall ein besonderes Augenmerk auf auftretende Wechselbelastungen geachtet
werden. Mit der Antriebswelle 56 rotiert auch der Exzenter 58 und lenkt dabei das
Exzenteraufnahmeelement 70 und das mit diesem verbundene Borstentragelement 22, die
Borstentragelemente 22 oder den folienartigen Hartfilm 24 periodisch aus. Aufgrund
der elastischen Auslenkbarkeit des Exzenteraufnahmeelements 70 durch dessen Befestigung
über den folienartigen Hartfilm 24 wird sowohl das unmittelbar mit dem Exzenteraufnahmeelement
70 verbundene Borstentragelement 22, wie auch benachbarte Borstentragelemente 22,
und die von ihnen aufgenommenen Borsten 16 in eine wellenartige Bewegung versetzt.
Die Exzenteraufnahme 68 des Exzenteraufnahmeelements 70 ist vorzugsweise mit einem
ovalen Querschnitt ausgestattet, der vorzugsweise wenigstens nahezu parallel zur Orientierung
der Borsten 16 einen grösseren Durchmesser aufweist. Je nach der Ausdehnung der Exzenteraufnahme
68 kann neben einer hebenden und senkenden Bewegung das Borstentragelement 22 auch
zu einer Art Wischbewegung angetrieben werden.
[0066] Die Gestaltung der Form der Exzenteraufnahme 68 und des Exzenters 58 bestimmen das
Bewegungsbild und die Auslenkungsamplitude des oder der Borstentragelemente 22 bzw.
des Hartfilms 24. Eine Exzenteraufnahme 68 mit einem kreisrunden Querschnitt bewirkt,
dass die Bewegung sowohl hebend und senkend wie auch wischend in beide Richtungen
gleich stark von der Antriebswelle 56 abgenommen wird. Ist die kreisrunde Exzenteraufnahme
68 gleich gross wie der Durchmesser der Antriebswelle 56 im Bereich des Exzenters
58 wird die Bewegung 1:1 vom Exzenter 58 auf die Exzenteraufnahme 68 übertragen. Eine
ovale Ausgestaltung der Form der Exzenteraufnahme 68 bewirkt, dass die Bewegung des
Exzenters 58 in Richtung der kürzeren Achse des ovalen Querschnitts mehr übertragen
wird als in Richtung der längeren Achse des ovalen Querschnitts. Die Formung des Querschnitts
muss immer den Randbedingungen folgen, d.h. der Abstand zwischen dem Kopfelement 65
und dem Kopfträger 60 ist als Auslenkungsmaximum zu betrachten. In der bevorzugten
Ausführungsform der Antriebswelle 56, des Exzenters 58 und der Exzenteraufnahme 68
hat die Antriebswelle 56 einen Querschnittsdurchmesser von 0,5 mm bis 2 mm, vorzugsweise
0,75 mm bis 1,5 mm. Der Exzenter 58 ist in der Antriebswelle mit einer Auslenkung
von 0,25 x bis 1,25 x, vorzugsweise 0,5 x bis 1 x des Durchmessers der Antriebswelle
56 abgesetzt. Der maximale Ausschlag des Borstenfeldes überträgt sich 1:1 vom Exzenter
58. Wird die Exzenteraufnahme 68 grösser als der Durchmesser der Antriebswelle 56
im Bereich des Exzenters 58 geformt, so verringert sich die Auslenkung um die Differenz
zwischen dem Durchmesser der Antriebswelle 56 und dem Durchmesser der Exzenteraufnahme
68. In der bevorzugten Variante bewegt sich das Borstenfeld in der Vertikale 0,05
mm bis 1 mm, vorzugsweise 0,1 mm bis 0,5 mm und in der Horizontale 0,05 bis 1,5 mm,
vorzugsweise 0,1 bis 1 mm.
[0067] Alternativ ist es möglich die Exzenteraufnahme 68 als Gabelprofil zu realisieren,
dabei ist das Profil auf der offenen Seite verengt, damit die Antriebswelle 56 mittels
dieser Verengung gefasst werden kann. Diese Ausgestaltung bringt es mit sich, dass
in einem Kopfelement 65 verschiedene Wege der Massage- und Reinigungselemente 18 erreicht
werden können. Zudem sei erwähnt, dass auf der Antriebswelle 56 weitere Exzenter 58
ausgebildet sein können, die über entsprechende weitere Exzenteraufnahmeelemente 70
mit ihnen verbundene Borstentragelemente 22 zu einer Bewegung antreiben können. Diese
Exzenter 58 sind auf der Antriebswelle 56 nicht zwingend uniform d.h. in die gleiche
Richtung ausgerichtet. Es sei ebenfalls erwähnt, dass die Schlitzausnehmung 62 durch
zusätzliche Elemente zur Unterseite 20 abgedeckt sein kann. Um das Verletzungsrisiko
zu minimieren kann der offene Abstand zwischen Kopfelement 65 und Kopfträger 60 ebenfalls
abgedeckt werden. Zu diesem Zweck kann vom Kopfträger 60 her eine seitliche Wand realisiert
werden, welche vorzugsweise bis zum offenen Ende der Kopfaufnahme 64 reicht. Darüber
hinaus ist es möglich, den in den Figuren 39 bis 43 gezeigten Kopfbereich 14 und anschliessenden
Halsbereich 12 in Form einer Aufsteckbürste zu gestalten. Die bisher beschriebenen
Anordnungen für die Antriebswelle 56 und die Exzenteraufnahme 68 gehen davon aus,
dass diese beiden Elemente im montierten Zustand, ohne eingefahrenen Exzenter 58,
auf die Antriebswelle 56 zentriert angeordnet sind.
[0068] Das Bewegungsmuster der Reinigungs- und Massageelemente 18 auf dem Kopfelement 18
wird durch die verschiedensten Faktoren mitbestimmt. Faktoren sind: Anordnung der
Borstentragelemente 22, Form der Borstentragelemente 22, Eigenschaften des folienartigen
Hartfilms 24, Befestigung des Kopfelements 65 im Kopfträger 60, Anzahl der Exzenteraufnahmelemente
70, etc.
[0069] Die Lagerung der Antriebswelle 56 beeinflusst das Gerät nachhaltig. Eine ungenaue
Lagerung bringt mit sich, dass einerseits durch die Reibung Geräusche entstehen und
andererseits dass die Reibungsverluste eine grössere Motorenleistung bedingen. Um
die Lagerung exakter gestalten zu können ist es auch möglich, einen metallischen Träger
im Kopfträger 60 zu fixieren (beispielsweise mittels Überspritzen, mechanische Montage
mittels Presssitz, oder anderen geeigneten Fixierungsverfahren). Die Lagerung ist
so direkt metallisch gestaltet und mit einer höheren Präzision herstellbar.
[0070] Die Verschiebung des Mittelpunkts im montierten Zustand ohne eingefahrenen Exzenter
58 der Exzenteraufnahme 68 gegenüber der Längsmittelachse der Antriebswelle 56 bewirkt
wiederum spezielle Antriebsmuster. Eine Verdickung oder formmässig andere Gestaltung
der Antriebswelle 56 im Bereich des Exzenters 58 bewirkt höhere Auslenkungen des Exzenteraufnahmeelements
70.
[0071] Die in den Fig. 39 bis 43 dargestellte Ausführungsform betrifft den Kopfbereich 14
einer elektrischen Zahnbürste. Die beschriebene Kopfausführung kann auf verschiedene
Arten auf einer Antriebseinheit mit Energiespeicher einer Elektrozahnbürste angebracht
werden. Einerseits ist es möglich die Kopfausführung auf einer entsprechend ausgestalteten
Aufsteckbürste zu realisieren. Damit werden Antriebs- und Bürstenteil der Elektrozahnbürste
getrennt, was das Auswechseln der Aufsteckbürste 54, wenn sie abgenutzt ist, ermöglicht.
Andererseits können die Komponenten integral geformt werden. Das bedeutet, dass wenn
die Bürste abgenutzt ist, das ganze Gerät ersetzt werden muss.
[0072] Die Aufsteckbürste 54 wird so ausgestaltet, dass beim Aufstecken des Bürstenteils
auf die Antriebseinheit die Antriebswelle 56 der Aufsteckbürste 54 mit der Antriebswelle
der Antriebseinheit zusammen gekoppelt wird.
[0073] Der Aufbau des Kopfbereichs, d.h. Kopfträger 60, Antriebswelle 56 und Kopfelement
65, ermöglichen eine grosse Variantenvielfalt mit minimalem Aufwand. Für die Realisierung
beispielsweise von verschiedenen Bewegungsmustern oder verschiedenen Kopfdesigns kann
das Kopfelement 65 anders ausgestaltet werden. So kann ohne Veränderung der anderen
Teile umgangen werden.
[0074] Die Montage des mehrteiligen Kopfbereichs 14 erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst
wird die Antriebswelle 56 in das beborstete Kopfelement 65 eingeführt. Danach wird
diese Kombination zusammen in den Kopfträger 60 montiert, d.h. zuerst wird die Antriebswelle
56 eingefädelt, danach wird das Kopfelement 65 auf dem Grundkörper platziert, anschliessend
wird die Antriebswelle 56 in die Achsaufnahme 66 eingebracht und zum Schluss wird
das Kopfelement 65 auf dem Kopfträger 60 z.B. mittels Ultraschallschweissen oder anderen
geeigneten Fixierungsverfahren befestigt. Anschliessend an diese Schritte erfolgt
die Verbindung mit der Antriebseinheit oder mit dem Getriebe.
[0075] Alle vorgängig beschriebenen Ausführungsformen der erfindungsgemässen Zahnbürste
10, insbesondere deren Kopfbereich 14, kann auch auf Elektrozahnbürsten beispielsweise
mit oszillierenden, schwenkenden oder vibrierenden Köpfen, auf andere Körperpflegebürsten
wie beispielsweise Maskarabürsten, Nagellackpinseln, Haarbürsten und auch auf Haushaltbürsten,
beispielsweise und nicht abschliessend auf Abwaschbürsten, Wischersets, Schuhbürsten,
Schrubbern, Besen oder Grillbürsten übertragen werden. Ebenso können anstelle von
Borsten 16 auch ausschliesslich Reinigungs- bzw. Massageelemente 18 an den Borstentragelementen
22 ausgebildet sein und dadurch ein beispielsweise ausschliesslich als Zungenreiniger
zu benutzendes Instrument bilden.
[0076] Die wichtigste Voraussetzung zur Herstellung der erfindungsgemässen Zahnbürste 10
besteht in der Möglichkeit, Hart- und Weichmaterial H, W in folien- bzw. filmartigen
dünnen Schichten zu spritzen bzw. aufzutragen. Bei der Herstellung in einem Spritzgiessverfahren
sind dazu, beispielsweise für das bevorzugt verwendete nicht zu Sprödbrüchen neigende
Hartmaterial H besonders bevorzugt Polypropylen PP, Spritzdrücke im Spritzgusswerkzeug
von über 800 bar, vorzugsweise zwischen 1000 und 1500 bar nötig. Normalerweise wird
Polypropylen für Zahnbürsten mit entsprechenden Querschnitten bei einem Spritzdruck
von 500 bar bis 750 bar verarbeitet. Die Temperatur des einzuspritzenden Hartmaterials
H beträgt dabei zwischen 220°C und 280°C, vorzugsweise zwischen 235°C und 265°C. Es
sei erwähnt, dass die genannten bevorzugten Spritzdrücke ein Mehrfaches von dem betragen,
was für die Herstellung konventioneller Zahnbürsten eingesetzt wird. Mit dem Einsatz
erwähnter Spritzgussparameter wird gewährleistet, dass der folienartige Hartfilm 24
die gewünschten folienartigen, flexiblen Eigenschaften aufweist und gleichzeitig die
Borstentragelemente 22 ohne Einfallstellen in der geforderten Gestalt und Grösse ausgeformt
werden können. Für die Ausbildung spezifische gekrümmter Oberseiten 28, wie auch schräg
zur Oberseite 28 verlaufender Sacklöcher 38 bzw. Durchgangslöcher 48, ist gegebenenfalls
der Einsatz von Schiebern und Kernen in den zu verwendenden Spritzgusswerkzeugen nötig.
[0077] Selbstverständlich sind die in dieser Schrift gezeigten Ausgestaltungsvarianten beispielhaft
und die einzelnen Ausprägungen und Elemente dieser Ausgestalltungsvarianten können
mit anderen Ausgestalltungsvarianten kombiniert werden ohne den Rahmen dieser Erfindung
zu verlassen.
1. Zahnbürste mit einem Griffbereich und einen an den Griffbereich anschliessenden Halsbereich
(12), der gegenüberliegend dem Griffbereich einen Kopfbereich (14), welcher wenigstens
ein Borstentragelement (22) zur Aufnahme von Borsten (16) aufweist, trägt, wobei die
Borsten (16) aus wenigstens einer oberen Tragelementöffnung (26) zu einer Oberseite
(28) der Zahnbürste (10) hin hervortreten und das Borstentragelement (22) elastisch
gegenüber dem Halsbereich (12) auslenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Borstentragelement (22) über einen folienartigen Hartfilm (24) aus einem Hartmaterial
(H) elastisch mit dem Halsbereich (12) verbunden ist, wobei sich der folienartige
Hartfilm (24) wenigstens abschnittsweise bündig aussen um die obere Tragelementöffnung
(26) erstreckt.
2. Zahnbürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass - gemessen zwischen der Oberseite (28) und einer gegenüberliegenden Unterseite (20)
- die Dicke des folienartigen Hartfilms (24) sehr viel kleiner als die Länge des Borstentragelements
(22) ist und die Dicke des folienartigen Hartfilms (24) 0, 08 mm bis 0, 6 mm, vorzugsweise
0,3 mm bis 0,5 mm beträgt.
3. Zahnbürste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Borstentragelements (22) minimal 1 bis 2 mal, maximal 4 bis 8
mal, vorzugsweise etwa 1 bis 3 mal der Dicke des folienartigen Hartfilms (24) entspricht.
4. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Borstentragelement (22) elastisch, insbesondere bezüglich der Oberseite (28)
rechtwinklig, zu einer Längsachse und / oder einer Querachse des Kopfbereichs (14)
abwinkel- und / oder um eine Achse des Kopfbereichs (14) verdrehbar ist.
5. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnbürste (10) eine Mehrzahl von Borstentragelementen (22) aufweist, die über
den folienartigen Hartfilm (24) mit dem Halsbereich (12) und gegebenenfalls untereinander
verbunden sind und deren Auslenkung aus einer unbelasteten Ruhelage jeweils durch
ein benachbartes Borstentragelement (22) bzw. benachbarte Borstentragelemente (22)
begrenzt ist und der maximale Auslenkungswinkel, gemessen zwischen der Mittelnormalen
der vordersten oberen Tragelementöffnung (26) im flachen Zustand und der Mittelnormalen
der vordersten oberen Tragelementöffnung (26) im ausgelenkten Zustand, 30° bis 75°,
vorzugsweise 35° bis 50° beträgt.
6. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Borstentragelement (22) hülsenartig ausgeformt ist.
7. Zahnbürste nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten in ihrem tragelementseitigen Endbereich an einer der Oberseite (28) gegenüberliegenden
unteren Tragelementöffnung (50) des Borstentragelements (22) miteinander verschmolzen
sind.
8. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Borstentragelement (22) mit einem Boden becherartig ausgeformt ist und dadurch ein Sackloch (36) bildet, in welchem die Borsten (16) mittels Ankern befestigt sind.
9. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Borstentragelement (22) und vorzugsweise auch der folienartige Hartfilm (24)
wenigstens abschnittsweise zur der Oberseite (28) gegenüberliegenden Unterseite (20)
freiliegend ausgebildet ist bzw. sind.
10. Zahnbürste nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite (20) des Borstentragelements (22) Kanten bzw. sich wiederholende
Elemente oder Strukturen, wie Noppen, Schuppen und/oder ein Netz, zur Bildung eines
Zungenschabers ausgeformt sind.
11. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Borstentragelement (22) und der folienartige Hartfilm (24) aus einem einzigen
Hartmaterial (H) hergestellt ist.
12. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartmaterial (H) ein nicht zu Sprödbrüchen neigender Kunststoff, wie Polypropylen
(PP) Polyester (PET), Polycyclohexandiamethanoltherephtalat (PCT/PCT-A (säuremodifiziert)/PCT-G
(glykolmodifiziert)), Polyethylen (PE), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polyoxymethylen
(POM) oder Polyamid (PA), vorzugsweise Polypropylen (PP), ist und neben dem Borstentragelement
(22) und dem folienartigen Hartfilm (24) weitere Teile der aus dem Hartmaterial bestehende
Zahnbüste (10) mittels Spritzgiessen über vorzugsweise einen einzigen Anspritzpunkt
hergestellt ist.
13. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem folienartige Hartfilm (24) eine Schicht aus einem weiteren Material, vorzugsweise
einem aus Kunststoff hergestellten Weichmaterial (W), vorzugsweise auf der Oberseite
(28) aufgebracht ist.
14. Zahnbürste nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Weichmaterial (W) ein Kunststoff, wie low density polyethelene (PE-LD), high
density polyethelene (PE-HD), Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid (PVC), Polyurethan
(PUR) oder ein thermoplastisches Elastomer (TPE), vorzugsweise ein thermoplastisches
Elastomer (TPE), mit einer Shore A Härte kleiner 90, vorzugsweise unter 70 ist.
15. Zahnbürste nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtdicke des Weichmaterials (W) zwischen 0,2 mm und 1 mm vorzugsweise zwischen
0,3 mm und 0,7 mm beträgt.
16. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtdicke des folienartigen Hartfilms (24) aus dem Hartmaterial (H) und der
Schicht aus dem Weichmaterial (W) zwischen 0,28 mm und 1,3 mm, vorzugsweise zwischen
0,6 mm und 1,2 mm beträgt.
17. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Schichtdicke des folienartigen Hartfilms (24) zur Schichtdicke
des darüber befindlichen Weichmaterials (W) 12,5 : 1 bis 0,8 : 1 vorzugsweise 7 :
1 bis 1,5 : 1 beträgt.
18. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Weichmaterial (W) am Borstentragelement (22) auf der Oberseite (28) und oder
der gegenüberliegenden Unterseite (20) eine gegebenenfalls in Längsrichtung der Borsten
(16) vergrösserte Wulst (38) ausformt.
19. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass Borstentragelement (22) zwei bis achtzehn, vorzugsweise zwei bis sieben oder zwölf
bis achtzehn obere Tragelementöffnungen (26) aufweist.
20. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass am Borstentragelement (22) gummielastische Reinigungs- und / oder Massageelemente
(18) angeordnet sind.
21. Zahnbürste nach Anspruch 13 und 20, dadurch gekennzeichnet dass die Schicht aus Weichmaterial (W) und die gummielastische Reinigungs- und / oder
Massageelemente (18) mit demselben Material und ab demselben Anspritzpunkt gefertigt
sind.
22. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (28) des Kopfbereiches (14) eine oder mehrere Wölbungen, vorzugsweise
eine - von der Oberseite (28) aus betrachtet - konkave Wölbung aufweist.
23. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke und das Material des folienartigen Hartfilms (24) derart gewählt ist, dass
bei einer in Längsrichtung der Borsten (16) wirkenden Kraft von 5N das Borstentragelement
(22) um 5 mm bis 10 mm, vorzugsweise um etwa 7 mm, gegenüber seiner entlasteten Ruhelage
in Richtung der wirkenden Kraft abgewinkelt wird.
24. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass sich im folienartigen Hartfilm (24) ausgebildete Biegelinien lediglich über einen
inneren Abschnitt des Kopfbereichs (14) geradlinig erstrecken und sich zu dessen äusseren
Randabschnitten hin abwinkeln bzw. verzweigen.
25. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite (20) des Kopfbereichs (12) eine über Borstentragelemente (22)
hinwegreichende Materialbrücke (74) ausgeformt ist.
26. Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnbürste (10) mit einer elektrischen Antriebsvorrichtung ausgestattet ist,
mittels welcher ein Aktuator, vorzugsweise ein Excenter (58), antreibbar ist, der
auf das Borstentragelement (22), vorzugsweise auf seine borstenabgewandte Unterseite
(20) wirkt und dieses zur Unterstützung der Putzwirkung auslenkt.
27. Verfahren zum Herstellen einer Zahnbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet dass bei der Herstellung der Zahnbürste (10) ein Spritzdruck in einer Kavität eines Spritzgusswerkzeugs
zur Ausformung der Zahnbürste (10) von mehr als 800 bar, vorzugsweise zwischen 1000
bar und 1500 bar anliegt.