[0001] Die Erfindung betrifft einen Tunnelfinisher gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Tunnelfinisher dienen zum kontinuierlichen Finishen von Kleidungsstücken.
Die Kleidungsstücke werden kontinuierlich auf einem Fördersystem auf Bügeln hängend
in den Tunnelfinisher eingeführt, in diesem mit Dampf behandelt, anschließend gefinished
und dann mit dem Fördersystem wieder aus dem Tunnelfinisher ausgeführt. Mit einer
derartigen Behandlung können unerwünschte Oberflächenveränderungen der Kleidungsstücke,
die beispielsweise bei dem Vernähen oder dem Verpacken entstehen, beseitigt werden.
[0003] Die Dampfbehandlung der Kleidungsstücke erfolgt in Dampfmodulen des Tunnelfinishers.
Das Dampfmodul besteht aus beidseits der Kleidungsstücke angeordneten Dampfdüsenreihen,
mittels derer die Kleidungsstücke beidseitig mit Dampf besprüht werden. Durch die
Dampfbehandlung werden die Kleidungsstücke entspannt und geschmeidig gemacht, um in
diesen vorhandene Spannungen zu lösen.
[0004] Der hierzu verwendete Dampf muss auf eine vorgegebene Temperatur erhitzt werden,
damit die genannten, gewünschten Effekte bei der Dampfbehandlung erreicht werden.
[0005] Bei bekannten Tunnelfinishern sind Dampfmodule mit Dampfdüsenreihen vorgesehen, wobei
jeweils einer Dampfdüsenreihe ein Heizungsrohr zu dessen Beheizung zugeordnet ist.
Eine derartige Anordnung gewährleistet zwar eine gleichmäßige Erwärmung des auf die
Kleidungsstücke zu sprühenden Dampfs, ist jedoch konstruktiv relativ aufwendig.
[0006] Weiterhin besteht ein generelles Problem bei der Dampfbehandlung von Kleidungsstücken
in Tunnelfinishern darin, dass die Art der Besprühung mit Dampf von der Beschaffenheit
der Kleidungsstücke abhängig gewählt werden muss um eine gleichbleibend hohe Bearbeitungsqualität
zu gewährleisten. Während bei unempfindlichen Kleidungsstücken eine gerichtete Dampfbesprühung
möglich ist, muss bei empfindlichen Materialien wie Samt oder Velours ein möglichst
schonender Dampfauftrag erfolgen, damit die Dampfbesprühung keine unerwünschten Markierungen
auf den Kleidungsstücken hinterlässt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Tunnelfinisher der eingangs genannten
Art bereitzustellen, mit welchen bei kompakten, kostengünstigem Aufbau eine hohe Bearbeitungsqualität
erzielt wird.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte
Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0009] Der erfindungsgemäße Tunnelfinisher umfasst wenigstens ein Dampfmodul bestehend aus
einer Anordnung Dampfsprüheinheiten. Jede Dampfsprüheinheit weist zwei Dampfrohre
mit jeweils einer Dampfdüsenreihe auf. Diesen ist ein Heizungsrohr zu deren Beheizung
zugeordnet.
[0010] Da bei dem erfindungsgemäßen Tunnelfinisher anders als bei bekannten Systemen in
einer Dampfsprüheinheit nicht jedem Dampfrohr ein Heizungsrohr sondern einem Heizungsrohr
zwei Dampfrohre zugeordnet sind, wird die Heizleistung der Heizungsrohre effizienter
ausgenutzt, wodurch eine erhebliche Energieeinsparung beim Betrieb des erfindungsgemäßen
Tunnelfinishers erzielt wird. Weiterhin reduziert sich auch der konstruktive Aufwand
des Dampfmoduls, da ein Heizungsrohr nicht nur einer sondern zwei Dampfrohre zugeordnet
ist. Dies führt zu einer Reduktion der Anzahl der benötigten Heizungsrohre und damit
zu einer Senkung der Herstellkosten des Tunnelfinishers.
[0011] Schließlich ist vorteilhaft, dass bedingt durch die Reduzierung der Anzahl der Heizungsrohre
im Dampfmodul des erfindungsgemäßen Tunnelfinishers eine erhöhte Anzahl von Dampfdüsenreihen
eingesetzt werden kann. Dies ermöglicht einen flexiblen Einsatz des Tunnelfinishers.
Insbesondere können durch eine Steuereinheit je nach Applikation alle Dampfdüsenreihen
oder nur ein Teil der Dampfdüsenreihen aktiviert werden. Mit einer derartigen Steuerung
ist vorteilhaft eine Anpassung der Dampfbesprühung an unterschiedliche Beschaffenheiten
der zu behandelnden Kleidungsstücke möglich. Hierzu können den Dampfdüsen der einzelnen
Dampfdüsenreihen unterschiedliche Blendenöffnungen zugeordnet werden, durch welche
die Dampfdüsen Dampf in Richtung der Kleidungsstücke sprühen. Diese Zuordnung kann
einfach und schnell dadurch erfolgen, dass auf die Frontwände der Dampfsprüheinheiten
Abdeckplatten aufgesetzt werden, in welche die Blendenöffnungen eingearbeitet sind.
[0012] Dabei kann durch Auswechseln der Abdeckplatten an den Dampfsprüheinheiten die Zuordnung
der Dampfdüsen der Dampfdüsenreihen zu unterschiedlichen Blendenöffnungen einfach
variiert werden.
[0013] Besonders vorteilhaft weisen die Abdeckplatten Blendenöffnungen mit zwei unterschiedlichen
Ausprägungen auf. Ein erster Typ von Blendenöffnungen ist derart ausgebildet, dass
diese Blendenöffnungen vollständig offen sind, so dass der von den zugeordneten Dampfdüsen
abgesprühte Dampf die Blendenöffnung ungehindert durchsetzt. In diesem Fall erfolgt
mit den Dampfdüsen eine direkte, das heißt gerichtete Dampfbesprühung der Kleidungsstücke.
Ein zweiter Typ von Blendenöffnungen ist derart ausgebildet, dass die jeweilige Blendenöffnung
mit einer vorzugsweise einstückig mit der Abdeckplatte ausgebildeten Gitterstruktur
abgedeckt ist. In diesem Fall dringt der von einer Dampfdüse abgesprühte Dampf nur
teilweise durch die Lücken der Gitterstruktur, der Dampfstrahl wird damit aufgefächert,
so dass dadurch eine indirekte Dampfbesprühung der Kleidungsstücke erfolgt. Eine derartige
indirekte Dampfbesprühung der Kleidungsstücke ist bei den empfindlichen Kleidungsstücken,
die aus Samt, Velours oder dergleichen bestehen, vorteilhaft, da mit diesen Dampfbehandlungen
unerwünschte Markierungen in Form von Strichbildungen vermieden werden.
[0014] Die Blendenöffnungen der Abdeckplatten sind generell so ausgebildet, dass jeweils
ein Typ einer Blendenöffnung allen Dampfdüsen einer Dampfdüsenreihe zugeordnet ist.
Durch die selektive Aktivierung bestimmter Dampfdüsenreihen, welchen unterschiedliche
Blendenöffnungen zugeordnet sind, kann dann die Art der Dampfbesprühung einfach vorgegeben
werden.
[0015] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist der Tunnelfinisher eine Dampfsteuerung
in Form einer Dampfkammertemperatursteuerung auf. Mit dieser Dampfsteuerung wird die
Temperatur der Dampfrohre in Abhängigkeit der Dampfmenge in den Dampfroheren vorgegeben.
Die den Dampfrohren zugeführte Dampfmenge wird über Ventile gesteuert. Je nach zugeführter
Dampfmenge wird die Temperatur der Dampfrohre eingestellt. Zur Tempraturmessung sind
in den einzelnen Dampfrohre Temperatursensoren vorgesehen. Durch Vorgabe der Heizleistungen
der Heizungsrohre kann die Temperatur der Dampfrohre und damit auch die Temperatur
des über die Dampfdüsen auf die zu behandelnden Kleidungsstücke gesprühten Dampf gesteuert
werden. Dadurch kann die Feuchtigkeit des Dampfes für eine hochqualitative Behandlung
der Kleidungsstücke gezielt vorgegeben werden.
[0016] Die Erfindung wird im Nachstehenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- Schematische Darstellung eines Tunnelfinishers.
- Figur 2:
- Querschnitt durch ein Dampfmodul für den Tunnelfinisher gemäß Figur 1.
- Figur 3:
- Draufsicht auf eine Dampfsprüheinheit als Komponente des Dampfmoduls gemäß Figur 2.
- Figur 4:
- Querschnitt durch die Anordnung gemäß Figur 3.
- Figur 5:
- Anordnung gemäß Figur 3 mit auf die Dampfsprüheinheit aufgesetzter Abdeckplatte.
- Figur 6:
- Querschnitt durch die Anordnung gemäß Figur 5.
[0017] Figur 1 zeigt schematisch einen Tunnelfinisher 1. Dem Tunnelfinisher 1 werden mittels
eines Fördersystems 2 kontinuierlich auf Bügeln hängende Kleidungsstücke 3 zugeführt.
In dem Tunnelfinisher 1 erfolgt eine kontinuierliche Behandlung der Kleidungsstücke
3. Hierzu werden die Kleidungsstücke 3 in einer Förderrichtung F transportiert und
in den Tunnelfinisher 1 eingeführt. Dort werden die Kleidungsstücke 3 zunächst mit
Dampf beaufschlagt und danach getrocknet. Dann werden die Kleidungsstücke 3 mittels
des Fördersystems 2 wieder aus dem Tunnelfinisher 1 ausgeführt.
[0018] Die Dampfbehandlung der Kleidungsstücke 3 erfolgt in einem oder mehreren Dampfinodulen
4 des Tunnelfinishers 1. Ein derartiges Dampfmodul 4 ist schematisch in Figur 2 in
einer Teildarstellung dargestellt. Das Dampfmodul 4 weist zwei Wandelemente 5 auf,
die sich über die Innenseiten der seitlichen Außenwände des Tunnelfinishers 1 erstrecken.
Die in vertikalen Ebenen angeordneten Wandelemente 5 sind in Abstand zueinander angeordnet,
so dass zwischen diesen ein Kanal 6 verbleibt, durch welchen die Kleidungsstücke 3
an dem Fördersystem 2 geführt in Förderrichtung F bewegt werden.
[0019] In den Wandelementen 5 befinden sich Dampfdüsen 7. Dabei ist in jedem Wandelement
5 eine Anordnung von Dampfdüsenreihen vorgesehen, wobei jede Dampfdüsenreihe aus einer
Anordnung von in vertikaler Richtung in Abstand hintereinander angeordneten Dampfdüsen
7 besteht. In Förderrichtung F sind mehrere Dampfdüsenreihen hintereinander angeordnet.
[0020] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine Dampfsprüheinheit 10 für das Dampfmodul 4 gemäß Figur
2. Die Dampfsprüheinheit 10 umfasst zwei Dampfrohre 8, die beiderseits eines Heizungsrohrs
9 angeordnet sind. Jedes der Wandelemente 5 des Dampfmoduls 4 ist aus einer Vielzahl
derartiger Anordnungen aufgebaut. Dabei sind diese einzelnen Anordnungen in Förderrichtung
(x-Richtung) der Kleidungsstücke 3 hintereinander angeordnet.
[0021] Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der Dampfsprüheinheit 10. Figur
4 zeigt die Anordnung in einer Querschnittsdarstellung.
[0022] Das Heizungsrohr 9 besteht im Wesentlichen aus einem Vierkantrohr, dessen Längsachse
in vertikaler (z-Richtung) verläuft. Die beiden identisch ausgebildeten Dampfrohre
8 der Dampfsprüheinheit 10 bestehen im Wesentlichen aus Vierkantrohren, in deren dem
Kanal 6 zugewandten Frontwänden die die Dampfdüsenreihen bildenden Dampfdüsen 7 gelagert
sind. Die Dampfrohre 8 bestehen ebenso wie das Heizungsrohr 9 aus gut wärmeleitenden
metallischen Materialien.
[0023] Wie aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich, liegen die Dampfrohre 8 der Dampfsprüheinheit
10 mit jeweils einer Seitenwand an gegenüberliegenden Seitenwänden des Heizungsrohrs
9 an, so dass die Dampfrohre 8 in Wärmekontakt mit dem Heizungsrohr 9 stehen. Durch
das Heizungsrohr 9 wird Heißdampf als Heizmedium geführt. Durch den Wärmekontakt mit
dem Heizungsrohr 9 werden die Dampfrohre 8 aufgeheizt, so dass aus deren Dampfdüsen
7 entsprechend erwärmter Dampf abgestrahlt wird. Somit dient allein ein Heizungsrohr
9 zur Beheizung beider angrenzenden Dampfrohre 8.
[0024] Wie aus Figur 3 ersichtlich, weist jedes Dampfrohr 8 eine Dampfdüsenreihe mit in
vertikaler Richtung äquidistant hintereinander angeordneten Dampfdüsen 7 auf. Die
Dampfdüsen 7 der Dampfdüsenreihen der beiden Dampfrohre 8 sind dabei spiegelsymmetrisch
zur senkrecht verlaufenden Symmetrieebene des Heizungsrohrs 9 angeordnet. Die einzelnen
Düsen der Dampfdüsenreihe eines Dampfrohrs 8 sind identisch ausgebildet.
[0025] Die Dampfdüsen 7 sind in den dem Kanal 6 zugewandten Frontwänden der Dampfrohre 8
gelagert. Dabei stehen die Vorderenden der Dampfdüsen 7 geringfügig über die Frontwände
der Dampfrohre 8 hervor.
[0026] Die Frontwände der Dampfrohre 8 schließen bündig mit der Frontwand des Heizungsrohrs
9 ab, wie aus Figur 4 ersichtlich ist, das heißt die Frontwände der Dampfrohre 8 und
der Heizungsrohre 9 einer Dampfsprüheinheit 10 verlaufen in einer Ebene. Diese bilden
die Frontwand der Dampfsprüheinheit 10.
[0027] Um bei der Führung der Kleidungsstücke 3 im Kanal des Dampfmoduls 4 einen direkten
Kontakt der Kleidungsstücke 3 mit den Dampfdüsen 7 zu vermeiden, wird auf die Frontwand
der Dampfsprüheinheit 10 eine Abdeckplatte 11 aufgesetzt. Dies ist in den Figuren
5 und 6 dargestellt. Dabei zeigt Figur 5 in einer Teildarstellung eine Draufsicht
auf die Dampfsprüheinheit 10 mit der darauf aufgesetzten Abdeckplatte 11. Figur 6
zeigt eine Querschnittsdarstellung dieser Anordnung.
[0028] Jede Abdeckplatte 11 erstreckt sich über die gesamte Frontwand der Dampfsprüheinheit
10, das heißt sie deckt die Frontwände der Dampfrohre 8 und des Heizungsrohrs 9 vollständig
ab. Die Abdeckplatte 11 weist eine ebene Frontfläche auf und deckt die Düsen der Dampfrohre
8 ab, so dass diese nicht in Kontakt mit den Kleidungsstücken im Kanal 6 kommen können.
[0029] Die Abdeckplatte 11 wird mit einem Befestigungsmittel 11a, insbesondere einer Schraube
am Heizungsrohr 9 der Dampfsprüheinheit 10 fixiert.
[0030] In die Abdeckplatte 11 sind Blendenöffnungen 12a, 12b eingearbeitet, wobei bei auf
einer Dampfsprüheinheit 10 aufgesetzten Abdeckplatte 11 jeweils eine Dampfdüse 7 hinter
einer solchen Blendenöffnung 12a, 12b liegt. Die Blendenöffnungen 12a, 12b weisen
jeweils eine identische Größe auf. Dabei ist jede Blendenöffnung 12a, 12b elliptisch
ausgebildet.
[0031] Wie aus den Figuren 5 und 6 ersichtlich, sind die Blendenöffnungen 12a, die der Dampfdüsenreihe
des linken Dampfrohrs 8 zugeordnet sind, jeweils identisch ausgebildet, unterscheiden
sich jedoch von den Blendenöffnungen 12b, die der Dampfdüsenreihe des rechten Dampfrohrs
8 zugeordnet sind.
[0032] Die dem linken Dampfrohr 8 zugeordneten Blendenöffnungen 12a sind von Bohrungen in
der Abdeckplatte 11 gebildet, das heißt die Blendenöffnungen 12a sind vollständig
offen. Der von einer hinter einer derartigen Blendenöffnung 12a liegenden Dampfdüse
7 abgestrahlte Dampf gelangt somit ungehindert durch diese Blendenöffnung 12a. Mit
dem durch diese Blendenöffnung 12a geführten Dampf erfolgt somit eine direkte Dampfbesprühung
der Kleidungsstücke 3.
[0033] Die dem rechten Dampfrohr 8 zugeordneten Blendenöffnungen 12b sind jeweils mit Gitterstrukturen
versehen, die einstückig mit der Abdeckplatte 11 ausgebildet sind. Die Zwischenräume
zwischen den Gitterstrukturen bilden Perforationen der jeweiligen Blendenöffnung 12b,
durch welche der Dampf, der von der dahinterliegenden Dampfdüse 7 abgestrahlt wird,
geführt ist. Bei Durchgang des Dampfs durch diese Gitterstruktur wird dieser somit
diffus aufgefächert. Mit dem durch diese Blendenöffnung 12b geführten Dampf erfolgt
somit eine indirekte Dampfbesprühung der Kleidungsstücke 3.
[0034] Jedes Wandelement 5 des Dampfmoduls 4 gemäß Figur 2 besteht aus einer Hintereinanderanordnung
der Elemente gemäß den Figuren 5 und 6 in Förderrichtung (x-Richtung).
[0035] Die Dampfdüsen 7 des linken und rechten Dampfrohrs 8 einer Dampfsprüheinheit 10 liegen
symmetrisch zur Symmetrieachse der Dampfsprüheinheit 10, das heißt zugeordnete Paare
von Dampfdüsen 7 beider Dampfrohre 8 liegen jeweils auf gleicher Höhe.
[0036] Die Höhenlagen der Düsen verschiedener Dampfsprüheinheiten 10 sind jedoch versetzt,
damit die Kleidungsstücke großflächig und gleichmäßig mit Dampf behandelt werden.
[0037] Mittels einer nicht dargestellten Steuereinheit können die Dampfdüsenreihen der Dampfrohre
8 einzeln oder zusammen aktiviert werden, um die Dampfbehandlung an die jeweiligen
Beschaffenheiten der Kleidungsstücke 3 anzupassen. Im vorliegenden Fall können die
die Dampfdüsenreihen des linken und rechten Dampfrohrs 8 jeweils einer Dampfsprüheinheit
10 einzeln oder zusammen aktiviert werden.
[0038] Zweckmäßig werden bei der Behandlung unempfindlicher Kleidungsstücke 3 die Dampfdüsenreihen
aktiviert, deren Dampfdüsen 7 der ersten Blendenöffnung 12a zugeordnet sind, so dass
mit den Dampfdüsenreihen eine direkte Dampfbesprühung der Kleidungsstücke 3 durchgeführt
wird.
[0039] Zur Behandlung von empfindlichen, beispielsweise aus Samt oder Velours bestehenden
Kleidungsstücken 3 werden dagegen die Dampfdüsenreihen aktiviert, deren Dampfdüsen
7 den zweiten Blendenöffnungen 12b zugeordnet sind, so dass mit den Dampfdüsenreihen
eine indirekte Dampfbesprühung der Kleidungsstücke 3 durchgeführt wird.
[0040] Die Abdeckplatten 11 sind an den Dampfsprüheinheiten 8 auswechselbar angeordnet und
fixiert. Durch Austausch von Abdeckplatten 11 mit gegebenenfalls unterschiedlichen
Blendenöffnungen 12a, 12b kann die Art der Dampfbesprühung einfach variiert werden.
Bezugszeichenliste
[0041]
- (1)
- Tunnelfinisher
- (2)
- Fördersystem
- (3)
- Kleidungsstück
- (4)
- Dampfmodul
- (5)
- Wandelement
- (6)
- Kanal
- (7)
- Dampfdüse
- (8)
- Dampfrohr
- (9)
- Heizungsrohr
- (10)
- Dampfsprüheinheit
- (11)
- Abdeckplatte
- (11a)
- Befestigungsmittel
- (12a)
- Blendenöffnung
- (12b)
- Blendenöffnung
1. Tunnelfinisher mit wenigstens einem Dampfmodul bestehend aus einer Anordnung Dampfsprüheinheiten,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Dampfsprüheinheit (10) zwei Dampfrohre (8) mit jeweils einer Dampfdüsenreihe
aufweist, wobei diesen ein Heizungsrohr (9) zu deren Beheizung zugeordnet ist.
2. Tunnelfinisher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfrohre (8) einer Dampfsprüheinheit (10) in Wärmekontakt mit dem zugeordneten
Heizungsrohr (9) stehen.
3. Tunnelfinisher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfrohre (8) einer Dampfsprüheinheit (10) als Vierkantrohre ausgebildet sind.
4. Tunnelfinisher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizungsrohr (9) einer Dampfsprüheinheit (10) als Vierkantrohr ausgebildet ist,
wobei an gegenüberliegenden Seitenwänden des Heizungsrohrs (9) jeweils ein Dampfrohr
(8) anliegt.
5. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Heizungsrohren (9) Dampf als Heizmedium geführt ist.
6. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Frontwand eines Dampfrohres (8) zur Ausbildung einer Dampfdüsenreihe eine
Reihenanordnung von in Längsrichtung des Rohres (10) hintereinander angeordneten Dampfdüsen
(7) gelagert ist.
7. Tunnelfinisher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfdüsenreihen der Dampfrohre (8) einer Dampfsprüheinheit (10) wahlweise einzeln
oder zusammen aktivierbar sind.
8. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontwände der Dampfrohre (8) einer Dampfsprüheinheit (10) mit der Frontwand
des zugeordneten Heizungsrohrs (9) bündig abschließen.
9. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Frontwand einer Dampfsprüheinheit (10) eine Abdeckplatte (11) aufsetzbar
ist.
10. Tunnelfinisher nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abdeckplatte (11) über die gesamten Frontwände der Dampfrohre (8) und des
Heizungsrohrs (9) einer Dampfsprüheinheit (10) erstreckt.
11. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (11) Blendenöffnungen (12a, 12b) aufweist, wobei bei auf der Frontwand
der Dampfsprüheinheit (10) aufgesetzter Abdeckplatte (11) jeweils eine Dampfdüse (7)
eines Dampfrohres (8) hinter einer Blendenöffnung (12a, 12b) freiliegt.
12. Tunnelfinisher nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenöffnungen (12a) vollständig offen sind.
13. Tunnelfinisher nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenöffnungen (12b) durch Gitterstrukturen abgedeckt sind.
14. Tunnelfinisher nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstrukturen einstückig mit der Abdeckplatte (11) ausgebildet sind.
15. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine Dampfkammertemperatursteuerung aufweist.
16. Tunnelfinisher nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Dampfkammertemperatursteuerung die Temperatur der Dampfrohre (8) der Dampfsprüheinheit
(10) in Abhängigkeit der den Dampfrohren (8) zugeführten Dampfmenge vorgebbar ist.