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EP 1 959 206 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.12.2017 Patentblatt 2017/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.01.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Bodengerät zum Lüften, Heizen und/oder Kühlen eines Raumes
Floor device and method for venting , heating or cooling a room
Dispositif au sol et procédé destinés à l'aération, au chauffage et/ou au refroidissement
d'une pièce
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
16.02.2007 DE 102007007711
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.08.2008 Patentblatt 2008/34 |
| (73) |
Patentinhaber: LTG Aktiengesellschaft |
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70435 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Wagner, Ralf
70771 Leinfelden-Echterdingen (DE)
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Vertreter: Grosse, Rainer et al |
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Gleiss Große Schrell und Partner mbB
Patentanwälte Rechtsanwälte
Leitzstrasse 45 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 726 427 DE-A1- 10 164 733 JP-A- 6 159 785
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DE-A1- 10 122 488 DE-U1- 20 113 001
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lüften, Heizen und/oder Kühlen eines Raumes.
[0002] Es ist bekannt, Raumluft eines Raumes mittels eines Ventilators anzusaugen, wobei
die angesaugte Raumluft Außenluft induziert, die sich mit der Raumluft stromabwärts
des Ventilators mischt und dass die so gebildete Mischluft durch einen Wärmetauscher
geführt wird, der zum Erwärmen oder Kühlen der Mischluft dient. Die Mischluft tritt
als impulsarme Quellluftströmung im Bodenbereich in den Raum ein. Obwohl die bekannte
Vorgehensweise ein relativ angenehmes Raumklima schafft, soll dieses noch verbessert
werden.
[0003] Aus der
EP-A-0726427 A ist ein Verfahren zum Lüften und/oder Heizen eines Raumes bekannt, bei dem temperaturbehandelte
Primärluft im Fußbodenbereich des Raumes als Quellluft horizontal austritt und benachbart
dazu temperaturbehandelte Sekundärluft aufsteigt.
[0004] Aus der
JP 6159785 A ist ein Verfahren zur Luftklimatisierung bekannt, bei dem Außenluft von einem Ventilator
angesaugt und in einen Doppelfußbodenraum eingebracht wird. Durch Öffnungen im Fußboden
strömt die geförderte Luft in einen zu klimatisierenden Raum ein. Ferner wird Raumluft
von einem weiteren Ventilator angesaugt, einem Wärmetauscher zugeführt und senkrecht
nach oben wieder in den Raum eingeblasen.
[0005] Aus der
DE 10164733 A1 ist ein Verfahren zum Kühlen, Heizen und/oder Lüften eines Raumes bekannt, bei dem
Außenluft im Fußbodenbereich des Raumes angesaugt und einer Induktionseinrichtung
zugeführt wird. Die Induktionseinrichtung bläst die Luft in eine Kammer, der ein Wärmetauscher
zugeordnet ist. Die ausgeblasene Luft tritt in den Raum ein. Durch die Induktionswirkung
der Induktionseinrichtung strömt Raumluft durch den Wärmetauscher und mischt sich
mit der aus der Induktionseinrichtung austretenden Außenluft. Zusätzlich ist es möglich
Raumluft von einem Ventilator der Induktionseinrichtung anzusaugen.
[0006] Die Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der Eingangs genannten Art
anzugeben, das ein besonders angenehmes Raumklima herbeiführt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren des Anspruchs 1 gelöst. Die Luftschichtung
trägt zu einem besonders angenehmen Raumklima bei. Die untere Schicht der Luftschichtung
wird durch die Quelllüftung von der Primärluft gebildet und die obere Schicht der
Luftschichtung durch die Mischquelllüftung von der Sekundärluft, wobei die Mischquelllüftung
dadurch gekennzeichnet ist, dass ihre Strömungsgeschwindigkeit/ihr Impuls derart groß
ist, dass in den Luftstrom seitlich Raumluft induziert wird. Diese Induktion findet
im Wesentlichen in der Austrittszone der Sekundärluft statt und liegt nicht mehr vor,
wenn sich die Sekundärluft über die Primärluft legt oder schiebt, das heißt, dort
ist der Impuls und damit die Strömungsgeschwindigkeit entsprechend abgebaut.
[0008] Die Primärluft weist einen derart geringen Impuls auf, dass die Quelllüftung stattfindet.
Die Sekundärluft weist einen größeren, nämlich einen starken Impuls auf, sodass in
den Luftstrom Raumluft induziert wird, sich demzufolge eine Luftmischung bewirkt und
daher die Mischquelllüftung vorliegt.
[0009] Als Primärluft wird vorzugsweise Außenluft verwendet. Als Sekundärluft wird vorzugsweise
Raumluft verwendet.
[0010] Wie bereits erwähnt, ist der Impuls, mit der die Sekundärluft in den Raum eintritt,
derart groß gewählt, dass in den Sekundärluftstrom Raumluft induziert wird, sodass
die so gebildete Mischquellluft-Strömung sowohl temperaturbehandelte oder temperaturunbehandelte
Sekundärluft, als auch induzierte Raumluft aufweist.
[0011] Nach einer Weiterbildung ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Quellluft und die
Mischquellluft im Bodenbereich in der Nähe einer Fassade des Raumes in den Raum eintritt.
Hierfür können beispielsweise Fußbodenauslassgitter oder dergleichen vorgesehen sein.
Diese Auslassgitter fluchten mit dem Fußboden des Raumes.
[0012] Bei einigen Ausführungsbeispielen ist vorgesehen, dass der Luftaustritt der Primärluft
zum Luftaustritt der Sekundärluft beabstandet liegt, insbesondere horizontal beabstandet
liegt. Die beiden Fußbodenauslassgitter liegen somit nicht unmittelbar benachbart
zueinander, sondern weisen einen Abstand zwischen sich auf, der groß genug ist, dass
die austretenden Luftströme sich zunächst, also im Austrittsbereich, nicht berühren,
sondern sich erst mit Abstand zu diesen Auslässen und nachdem sie im Wesentlichen
horizontale Strömungsrichtungen aufweisen treffen. Alternativ ist bei einigen Ausführungsbeispielen
vorgesehen, dass der Luftaustritt der Primärluft unmittelbar benachbart zum Luftaustritt
der Sekundärluft liegt. Auch in diesem Falle stören sich die beiden Luftströmungen
nicht oder allenfalls werden kleinere Luftmengen beider Strömungen miteinander vermischt,
bevor sich die horizontalen Strömungen aufeinanderlegen.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Quellluft und die
Mischquellluft im Bodenbereich in der Nähe einer Fassade des Raumes in den Raum eintreten.
Die Anordnung ist dabei vorzugsweise derart getroffen, dass der Austritt der Sekundärluft
näher zu der Fassade liegt als der Austritt der Primärluft. Insbesondere kann dabei
vorgesehen sein, dass die Mischquellluft derart in den Raum eingebracht wird, dass
sie an einem Bereich der Fassade hochsteigend entlangströmt. Im weiteren Strömungsverlauf
löst sie sich dann von der Fassade ab, strömt etwa horizontal oder geneigt - mit vertikalem
Abstand - über die Austrittstelle der Primärluft, strömt dann schräg nach unten und
legt sich dann - seitlich mit Abstand zur Austrittstelle der Primärluft - als etwa
horizontale Strömung über die Primärluft.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Primärluft von einer zentralen Einrichtung,
insbesondere Klimazentrale geliefert wird. In einem solchen Falle liegt eine zentrale
lufttechnische Einrichtung vor. Die Primärluft wird vorzugsweise mittels eines Primärluftkanals
von der zentralen Einrichtung, insbesondere Klimazentrale, zu dem entsprechenden Raum
geleitet, der gelüftet beziehungsweise beheizt und/oder gekühlt werden soll. Alternativ
kann vorgesehen sein, dass die Primärluft von einer dezentralen Luftfördereinrichtung
geliefert wird. Dann liegt eine dezentrale lufttechnische Einrichtung vor, die keine
Klimazentrale und dergleichen und demzufolge auch kein Luftverteilungskanalsystem
benötigt.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn die Sekundärluft von einer dezentralen Luftfördervorrichtung
gefördert wird. Insbesondere sind daher vorzugsweise zwei Luftförderer vorgesehen,
nämlich einer für die Primärluft und einer für die Sekundärluft, wobei diese Ausgestaltung
zu einer dezentralen Einrichtung führt.
[0016] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Temperaturbehandlung
der Primärluft mittels eines Primärluftwärmetauschers durchgeführt wird. Ferner ist
es vorteilhaft, wenn die Temperaturbehandlung der Sekundärluft mittels eines Sekundärluftwärmetauschers
durchgeführt wird. Insbesondere können Primärluftwärmetauscher und Sekundärluftwärmetauscher
als gemeinsamer Wärmetauscher ausgebildet sein und so verwendet werden. Dies bedeutet,
dass zwei Wärmetauscher als Einheit zusammengefasst sind, jedoch getrennte Rohrsysteme
aufweisen, oder das ein gemeinsamer Wärmetauscher nur ein Rohrsystem aufweist, wobei
die Trennung zwischen Primärluftwärmetauscher und Sekundärluftwärmetauscher durch
eine nur auf die Luft wirkende Trennwand vorgenommen wird.
[0017] Insbesondere wird derart vorgegangen, dass die Strömung der Mischquellluft oberhalb
des Austritts der Quellluft einen vertikalen Abstand zur dortigen Strömung der Quellluft
aufweist. Die zunächst vertikal nach oben oder etwa vertikal nach oben mit entsprechend
starkem Impuls austretende Sekundärluft ändert im Zuge ihrer Strömung ihre Richtung
derart, dass sie im Wesentlichen horizontal strömt, sodass der erwähnte vertikale
Abstand zum Austritt der Quellluft vorliegt. Anschließend sinkt die Quellluftströmung
weiter nach unten, das heißt sie hat eine schräg nach unten gerichtete Strömungsrichtung,
um sich der die Quelllüftung bewirkenden Primärluft weiter anzunähern. Treffen die
beiden Luftströme von Quellluft und Mischquellluft schließlich dann zusammen, so wird
dort die erwähnte Luftschichtung gebildet. Im Bereich der Luftschichtung befindet
sich die Aufenthaltszone des Raumes, in der ein besonders angenehmes Raumklima herrscht.
[0018] Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Lüften, Heizen und/oder Kühlen
eines Raumes gemäß Anspruch 14, um das vorstehend erwähnte Verfahren durchführen zu
können. Die beiden Luftströmungen verlaufen zunächst bogenförmig, wobei die Sekundärluft
einen wesentlich größeren Bogen durchläuft, und strömen anschließend etwa horizontal.
[0019] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Vorrichtung als zentrale Vorrichtung ausgebildet
ist, die einen Primärluftanschluss aufweist. Diesem Primärluftanschluss muss von einer
Luftzentrale oder dergleichen Primärluft zugeführt werden. Dies erfolgt beispielsweise
über eine Primärluftleitung.
[0020] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung als dezentrale Vorrichtung
ausgebildet ist, die eine Primärluftfördereinrichtung, insbesondere einen Primärluftventilator,
vorzugsweise Primärluftradialventilator, und einen Primärluftwärmetauscher aufweist.
Mittels der Primärluftfördereinrichtung wird Primärluft, insbesondere Außenluft, in
unmittelbarer Nähe der Vorrichtung, beispielsweise an der Fassade des Raumes, angesaugt,
wobei stromaufwärts oder stromabwärts der Primärluftfördereinrichtung der Primärluftwärmetauscher
liegt, um gegebenenfalls eine Temperaturbehandlung vorzunehmen.
[0021] Ferner ist es vorteilhaft, wenn eine Sekundärluftfördereinrichtung, insbesondere
ein Sekundärluftventilator, vorzugsweise ein Sekundärluftquerstromventilator, vorgesehen
ist, sodass das Ansaugen von Raumluft aus dem Raum mittels dieser Einrichtung erfolgen
kann. Stromaufwärts oder stromabwärts dieser Sekundärluftfördereinrichtung befindet
sich der Sekundärluftwärmetauscher, sodass tung aus einem Sekundärluftauslass nach
oben gerichtet oder schräg nach oben gerichtet als Mischquellluft in den Raum eintritt
und sich dann im Wesentlichen mit horizontaler Strömung über die Quellluft legt oder
schiebt, sodass eine (horizontale) Luftschichtung entsteht. Beide Luftströmungen verlaufen
zunächst bogenförmig, wobei die Sekundärluft einen wesentlich größeren Bogen durchläuft,
und strömen anschließend etwa horizontal.
[0022] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Vorrichtung als zentrale Vorrichtung ausgebildet
ist, die einen Primärluftanschluss aufweist. Diesem Primärluftanschluss muss von einer
Luftzentrale oder dergleichen Primärluft zugeführt werden. Dies erfolgt beispielsweise
über eine Primärluftleitung.
[0023] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung als dezentrale Vorrichtung
ausgebildet ist, die eine Primärluftfördereinrichtung, insbesondere einen Primärluftventilator,
vorzugsweise Primärluftradialventilator, und einen Primärluftwärmetauscher aufweist.
Mittels der Primärluftfördereinrichtung wird Primärluft, insbesondere Außenluft, in
unmittelbarer Nähe der Vorrichtung, beispielsweise an der Fassade des Raumes, angesaugt,
wobei stromaufwärts oder stromabwärts der Primärluftfördereinrichtung der Primärluftwärmetauscher
liegt, um gegebenenfalls eine Temperaturbehandlung vorzunehmen.
[0024] Ferner ist es vorteilhaft, wenn eine Sekundärluftfördereinrichtung, insbesondere
ein Sekundärluftventilator, vorzugsweise ein Sekundärluftquerstromventilator, vorgesehen
ist, sodass das Ansaugen von Raumluft aus dem Raum mittels dieser Einrichtung erfolgen
kann. Stromaufwärts oder stromabwärts dieser Sekundärluftfördereinrichtung befindet
sich der Sekundärluftwärmetauscher, sodass die Sekundärluft, insbesondere Raumluft,
gegebenenfalls wärmebehandelt werden kann.
[0025] Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung anhand von zwei Ausführungsbeispielen
und zwar zeigt:
- Figur 1
- eine Vorrichtung zum Lüften, Heizen und/oder Kühlen eines Raumes nach einem ersten
Ausführungsbeispiel,
- Figur 2
- eine entsprechende Vorrichtung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel,
- Figur 3
- eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Lüften, Heizen und/oder Kühlen
und
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Lüften, Heizen und/oder Kühlen.
[0026] Die Figur 1 zeigt einen Abschnitt eines Raumes 1 eines nicht näher dargestellten
Gebäudes. Der Raum 1 weist eine Fassade 2 auf, die beispielsweise als Fensterfassade
ausgebildet sein kann. Ein Fußboden 3 des Raumes 1 ist beispielsweise als aufgestelzter
Fußboden ausgeführt, sodass in einem Fußbodenhohlraum 4 eine lufttechnische Vorrichtung
5 untergebracht werden kann. Die lufttechnische Vorrichtung 5 ist daher als Unterflureinrichtung
6, also als Bodengerät 7, ausgebildet und befindet sich nah der, insbesondere angrenzend
an die Fassade 2. Die lufttechnische Vorrichtung 5 dient zum Lüften, Heizen und/oder
Kühlen des Raumes 1.
[0027] Die lufttechnische Vorrichtung 5 weist eine Primärlufteinrichtung 8 und eine Sekundärlufteinrichtung
9 auf, wobei die beiden Einrichtungen 8 und 9 in einem Gesamtgerät zusammengefasst
sind. Es ist denkbar, dass die Primärlufteinrichtung 8 als Modul und auch die Sekundärlufteinrichtung
9 als Modul gestaltet sind, sodass die lufttechnische Vorrichtung 5 aus diesen beiden
Modulen zusammengesetzt werden kann.
[0028] Die Primärlufteinrichtung 8 besitzt einen aus der Figur 1 nicht hervorgehenden Primärluftanschluss
(in der Figur 2 mit dem Bezugszeichen 10 versehen), an den eine nicht dargestellte
Primärluftleitung angeschlossen ist. Mittels der Primärluftleitung wird von einer
zentralen Einrichtung des Gebäudes, insbesondere von einer Klimazentrale, Primärluft
11, insbesondere aufbereitete Primärluft, vorzugsweise aufbereitete Außenluft, zugeführt,
die einen Primärluftwärmetauscher 12 der Vorrichtung 5 durchsetzt, der an einen Primärluftauslass
13 der Vorrichtung 5 angrenzt. Der Primärluftauslass 13 fluchtet mit dem Fußboden
3 des Raumes 1.
[0029] Die Sekundärlufteinrichtung 9 besitzt einen Sekundärlufteinlass 14, der zu einem
Sekundärluftwärmetauscher 15 führt. Stromabwärts des Sekundärluftwärmetauschers 15
liegt eine Sekundärluftfördereinrichtung 16, die als Sekundärluftventilator 17, insbesondere
Querstrom-Sekundärluftventilator 18, ausgebildet ist. Stromabwärts der Sekundärluftfördereinrichtung
16 befindet sich ein Sekundärluftauslass 19, der auf Höhe des Fußbodens 3 liegt.
[0030] Die Anordnung kann insbesondere so getroffen sein, dass Primärluftauslass 13, Sekundärlufteinlass
14 und Sekundärluftauslass 19 mittels ein und desselben Fußbodenauslassgitters 20
abgedeckt sind. Das Fußbodenauslassgitter 20 fluchtet mit dem Fußboden 3 und grenzt
vorzugsweise an die Fassade 2 an. Der Sekundärluftauslass 19 befindet sich am dichtesten
an der Fassade 2; es folgt dann im Abstand der Sekundärlufteinlass 14 und dann - mit
noch etwas größerem Abstand zur Fassade 2 - der Primärluftauslass 13. Es kann vorgesehen
sein, dass Primärluftauslass 13 und Sekundärlufteinlass 14 benachbart zueinander liegen.
Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2 ist vorgesehen, dass der Primärluftauslass
13 einen Abstand, insbesondere einen horizontalen Abstand, zum Sekundärluftauslass
19 aufweist.
[0031] Der Primärluftwärmetauscher 12 kann separat zum Sekundärluftwärmetauscher 15 ausgebildet
sein, wobei - im Ausführungsbeispiel der Figur 1 - die beiden Wärmetauscher 12 und
15 hochkant stehend sowie benachbart zueinander angeordnet sind. Die beiden Wärmetauscher
12 und 15 sind jeweils an ein Wassersystem angeschlossen, durch das kaltes oder warmes
Wasser gepumpt wird, sodass der jeweilige Luftstrom gekühlt oder erwärmt werden kann.
Alternativ ist es auch möglich, dass die beiden Wärmetauscher 12 und 15 als gemeinsames
Bauteil zusammengefasst sind, wobei sie durch eine Trennwand lufttechnisch voneinander
getrennt sind, der Wasserkreislauf jedoch für beide Wärmetauschereinheiten derselbe
ist.
[0032] Es ergibt sich folgende Funktionsweise: Die zugeführte Primärluft 11, insbesondere
Außenluft 11', durchsetzt den Primärluftwärmetauscher 12 und tritt vertikal nach oben
gerichtet oder etwa vertikal nach oben gerichtet aus dem Primärluftauslass 13 mit
geringem Impuls aus. Dieser kleine Impuls führt dazu, dass der so gebildete, nach
oben gerichtete Primärluftstrom 21 schon kurz oberhalb des Fußbodens 3 in einen Strömungsbogen
übergeht, sodass der Primärluftstrom 21 in eine horizontale Strömung 22 übergeht,
dann eine leicht nach unten geneigte Strömung 23 bildet und schließlich nach Passieren
eines leicht entgegengesetzt gekrümmten Bogens 24 in eine horizontale Strömung 25'
übergeht. Dieser Primärluftstrom 21 bildet als Quellluft 34 eine Quelllüftung 31 aus,
das heißt, die Primärluft 11 strömt mit relativ geringer Geschwindigkeit in Richtung
auf die Raummitte, wobei sie entlang des Fußbodens 3 des Raums 1 streicht.
[0033] Mittels der Sekundärluftfördereinrichtung 16 wird Sekundärluft 25, nämlich Raumluft
26, aus dem Raum 1 angesaugt, die in den zwischen dem Primärluftauslass 13 und Sekundärluftauslass
19 gelegenen Sekundärlufteinlass 14 eintritt, den Sekundärluftwärmetauscher 15 durchsetzt
und anschließend vertikal nach oben oder etwa vertikal nach oben aus dem Sekundärluftauslass
19 mit starkem Impuls ausgestoßen wird. Dies erfolgt vorzugsweise derart, dass die
gegebenenfalls mittels des Sekundärluftwärmetauschers 15 wärmebehandelte, also gekühlte
oder geheizte Sekundärluft 25 an einem Bereich 27 der Fassade 2 aufsteigend entlangstreicht
und dann eine Richtungsänderung in Richtung auf die Raummitte des Raums 1 vornimmt.
Das heißt, der Sekundärluftstrom 28 beschreibt einen ähnlichen, jedoch wesentlich
ausladenderen Bogen gegenüber der Primärluft 11. Im Anschluss an das Ablösen von der
Fassade 2 geht die Sekundärluft 25 in eine etwa horizontale Strömung 29 über, die
einen vertikalen Abstand zum Primärluftauslass 13 derart aufweist, dass Primärluft
11 und Sekundärluft 25 keinen oder kaum Kontakt haben. Anschließend senkt sich der
bogenförmig verlaufende Sekundärluftstrom 28 mit leicht nach unten gerichteter Strömung
30 ab und geht dann ebenfalls in einen leichten Bogen 31' über, der gegenüber der
zuvorigen Luftführungsbahn entgegengesetzt gekrümmt ist und legt sich dann - insbesondere
seitlich beabstandet zum Primärluftauslass 13 - etwa in Parallelströmung zur Quellluft
34 von oben her auf die Primärluft 11. Im Bereich des Zusammentreffens weist die Sekundärluft
25 - ebenfalls wie die Primärluft 11 - eine horizontale Strömung 32, 32' auf, sodass
aufgrund der beiden übereinander liegenden Schichten von Primärluft 11 und Sekundärluft
25 eine Luftschichtung 33' ausgebildet wird, die sich langsam in Richtung Raummitte
des Raums 1 bewegt. Die Sekundärluft 25 bildet nach Austritt aus dem Sekundärluftauslass
19 eine Mischquellluft 33, sodass diese Luft eine Mischquelllüftung 35 bewirkt. Dies
bedeutet, dass aufgrund des starken Eintrittsimpuls der Sekundärluft 25 in den Raum
1 Raumluft 26 gemäß der angedeuteten Pfeile 36 in den Sekundärluftstrom 28 induziert
wird. Das Induzieren erfolgt jedoch nur in einem sich an den Sekundärluftauslass 19
anschließenden Abschnitt der Sekundärluftströmung des Sekundärluftstroms 28 und liegt
nicht mehr vor, wenn sich die Sekundärluft 25 über die Primärluft 11 legt.
[0034] Die Primärlufteinrichtung 8 kann für die Primärluft 11 eine Regel- und Abstellklappe
aufweisen. Hierdurch lässt sich die zugeführte Frischluftmenge, insbesondere Außenluft
11', in ihrem Volumenstrom einstellen.
[0035] Die Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel
der Figur 1 entspricht, sodass nach nachstehend nur auf die Unterschiede eingegangen
werden soll. Die Unterschiede bestehen darin, dass die beiden Wärmetauscher, nämlich
der Primärluftwärmetauscher 12 und der Sekundärluftwärmetauscher 15, nicht hochkant
stehend in der lufttechnischen Vorrichtung 5 angeordnet sind, sondern liegend, und
zwar nebeneinander und vorzugsweise direkt angrenzend an das Fußbodenauslassgitter
20. Die Ausführungsbeispiele der Figuren 1 und 2 zeigen jeweils eine lufttechnische
Vorrichtung 5, die als zentrale lufttechnische Vorrichtung 5 ausgebildet ist, weil
die Primärluft 11 von einer zentralen Einrichtung über einen Luftkanal oder dergleichen
zugeführt wird. Alternativ ist es möglich, dass die Ausführungsbeispiele der Figuren
1 und 2 dezentrale lufttechnische Vorrichtungen 5 aufweisen. Diese Ausbildung ist
dann gegeben, wenn keine Luftzentrale vorhanden ist, die die Primärluft mittels einer
Luftleitung zuführt, sondern wenn die lufttechnische Vorrichtung 5 jeweils selber
eine Primärluftzuführung vornimmt. Das kann jeweils dadurch erfolgen, dass die Primärlufteinrichtung
8 eine Primärluftfördereinrichtung, insbesondere einen Primärluftventilator, vorzugsweise
einen Radial-Primärluftventilator aufweist, mit dem Primärluft 11, nämlich Außenluft
11', von der Fassade 2 her angesaugt und dem Primärluftwärmetauscher 12 zugeführt
wird. Ansonsten entsprechen diese beiden, nicht dargestellten Ausführungsbeispiele
den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2, sodass auf diese verwiesen wird.
[0036] Die Figuren 3 und 4 zeigen zwei weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung, für die
sämtliche vorstehenden Erläuterungen entsprechend gelten, sodass auf die vorstehende
Beschreibung verwiesen wird. Unterschiedlich zu den Ausführungsbeispielen der Figuren
1 und 2 ist bei den Figuren 3 und 4 lediglich, dass eine andere Anordnung von Primäluftauslass
13, Sekundärlufteinlass 14 und Sekundärluftauslass 19 vorliegen. Bei den Ausführungsbeispielen
der Figuren 3 und 4 ist die Ausbildung derart getroffen, dass Primäluftauslass 13
und Sekundärluftauslass 19 eng benachbart zueinander, insbesondere seitlich aneinander
angrenzend, angeordnet sind. Der Sekundärlufteinlass 14 liegt mit Abstand zum Primärluftauslass
13 und zum Sekundärluftauslass 19 und befindet sich vorzugsweise nahe der Fassade
2. Gegenüber der Figur 1 sind beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 Primärluftwärmetauscher
12 und Sekundärluftwärmetauscher 15 mit Abstand zueinander angeordnet, wobei sie jedoch
beide eine aufrecht stehende Position einnehmen. Der Sekundärluftwärmetauscher 15
grenzt vorzugsweise unmittelbar an die Fassade 2 an. Von der Sekundärluftfördereinrichtung
16 angesaugte Sekundärluft 25 aus dem Raum 1 tritt in den Sekundärlufteinlass 14 ein,
durchströmt dann den Sekundärluftwärmetauscher 15 und wird aus dem Sekundärluftauslass
19 ausgestoßen, der unmittelbar benachbart zum Primärluftauslass 13 liegt.
[0037] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 liegen - im Vergleich zum Ausführungsbeispiel
der Figur 2 - entsprechende Verhältnisse vor, d.h., Primärluftwärmetauscher 12 und
Sekundärluftwärmetauscher 15 liegen nicht benachbart zueinander, sondern weisen zwischen
sich einen seitlichen Abstand auf, wobei sie beide horizontal liegend installiert
sind. Auch beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 ist der Primärluftauslass 13 unmittelbar
seitlich benachbart zu dem Sekundärluftlauslass 19 angeordnet.
[0038] Bei den Ausführungsbeispielen der Figur 3 und 4 kommt es trotz der benachbarten Lage
von Primärluftauslass 13 und Sekundärluftauslass 19 nicht zu einer grundsätzlich anderen
Luftverteilung wie bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2, sondern auch
hier bilden sich die beiden Luftströmungen, nämlich von der Mischquellluft 33 und
der Quellluft 34, entsprechend bogenförmig aus und führen anschließend zu horizontalen
Strömungen, wobei sich die Mischquellluft 33 über die Quellluft 34 legt oder schiebt,
sodass eine Luftschichtung 33' entsteht.
1. Verfahren zum Lüften, Heizen und/oder Kühlen eines Raumes (1), bei dem temperaturbehandelte
oder temperaturunbehandelte Primärluft (11) mit geringem Impuls im Fußbodenbereich
des Raumes (1) senkrecht nach oben oder schräg nach oben als Quellluft (34) austritt
und dann im Wesentlichen mit horizontaler Strömung über den Fußboden (3) streicht,
und benachbart dazu temperaturbehandelte oder temperaturunbehandelte Sekundärluft
(25) mit starkem Impuls im Fußbodenbereich des Raumes (1) senkrecht nach oben oder
schräg nach oben ausgestoßen wird, wobei der Impuls, mit dem die Sekundärluft (25)
in den Raum (1) eintritt, derart groß gewählt ist, dass in den Sekundärluftstrom (28)
Raumluft (26) induziert wird, sodass die so gebildete Strömung von Mischquellluft
sowohl Sekundärluft (25) als auch induzierte Raumluft (26) aufweist, und sich dann
durch Abbau des Impulses der Mischquellluft (33) diese im Wesentlichen mit horizontaler
Strömung über die Quellluft (34) legt oder schiebt, sodass eine Luftschichtung (33')
entsteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Primärluft (11) Außenluft (11') verwendet wird.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Sekundärluft (25) Raumluft (26) verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Quellluft (34) und die Mischquellluft (33) im Bodenbereich in der Nähe einer
Fassade (2) des Raumes (1) in den Raum (1) eintritt.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärluft (11) von einer zentralen Einrichtung, insbesondere Klimazentrale,
geliefert wird.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärluft (11) von einer dezentralen Luftfördereinrichtung geliefert wird.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärluft (25) von einer dezentralen Luftfördervorrichtung (16) gefördert
wird.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturbehandlung der Primärluft (11) mittels eines Primärluftwärmetauschers
(12) durchgeführt wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturbehandlung der Sekundärluft (25) mittels eines Sekundärluftwärmetauschers
(15) durchgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Primärluftwärmetauscher (12) und Sekundärluftwärmetauscher (15) als gemeinsamer Wärmetauscher
ausgebildet und verwendet wird.
11. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischquellluft (33) an einem Bereich der Fassade (2) des Raumes (1) hochsteigend
entlangströmt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Austritt der Sekundärluft (25) näher zu der Fassade (2) liegt als der Austritt
der Primärluft (11).
13. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömung der Mischquellluft (33) oberhalb des Austritts der Quellluft (34) einen
vertikalen Abstand zur dortigen Strömung der Quellluft (34) aufweist.
14. Vorrichtung zum Lüften, Heizen und/oder Kühlen eines Raumes (1), zur Durchführung
des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, mit einer Primärlufteinrichtung
(8) und mit einer Sekundärlufteinrichtung (9), die einen Sekundärluftwärmetauscher
(15) für eine mögliche Temperaturbehandlung von Sekundärluft (25) aufweist, wobei
die Vorrichtung (5) als Bodengerät (7) ausgebildet ist und die Primärlufteinrichtung
(8) mit einem Primärluftauslass (13) ausgestattet ist, sodass Primärluft (11) nach
oben gerichtet oder schräg nach oben gerichtet mit geringem Impuls als Quellluft (34)
in den Raum (1) eintritt und dann im Wesentlichen mit horizontaler Strömung über den
Fußboden (3) des Raumes (1) streicht und wobei die Sekundärlufteinrichtung (9) mit
einem Sekundärluftauslass (19) ausgestattet ist, sodass Sekundärluft (25) nach oben
gerichtet oder schräg nach oben gerichtet mit starkem Impuls in den Raum (1) eintritt,
dann Raumluft (26) induziert und die so gebildete Strömung von Mischquellluft (33)
sich durch Abbau des Impulses der Mischquellluft (33) diese im Wesentlichen mit horizontaler
Strömung über die Quellluft (34) legt oder schiebt, sodass eine Luftschichtung (33')
entsteht.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch die Ausbildung als zentrale Vorrichtung (5), die einen Primärluftanschluss (10) aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 14 oder 15, gekennzeichnet durch die Ausbildung als dezentrale Vorrichtung (5), die eine Primärluftfördereinrichtung,
insbesondere einen Primärluftventilator, und einen Primärluftwärmetauscher aufweist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Austritte von Primärluft und Sekundärluft mit Abstand zueinander, insbesondere
nebeneinander, oder unmittelbar benachbart nebeneinander liegen.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 17, gekennzeichnet durch eine Sekundärluftfördereinrichtung (16), insbesondere einen Sekundärluftventilator
(17).
1. Process for ventilating, heating and/or cooling a room (1), in which temperature-treated
or temperature-untreated primary air (11) exits at a low momentum in the floor area
of the room (1) perpendicularly upward or obliquely upward as source air (34) and
then flows over the floor (3) essentially with a horizontal flow and, adjacent to
this, temperature-treated or temperature-untreated secondary air (25) is ejected at
a strong momentum in the floor area of the room (1) perpendicularly upward or obliquely
upward, wherein the momentum of the secondary air (25) entering the room (1) is selected
appropriately large such that room air (26) is induced into the secondary air flow
(28) such that the flow of mixed source air thus formed comprises both secondary air
(25) and induced room air (26) and such that the mixed source air (33), due to reduction
of its momentum, becomes layered or pushed over the source air (34) essentially with
a horizontal flow such that a layering of air (33') arises.
2. Process according to claim 1, characterised in that outside air (11') is used as primary air (11).
3. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that room air (26) is used as secondary air (25).
4. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that the source air (34) and the mixed source air (33) enter the room (1) in the floor
area, near a facade (2) of the room (1).
5. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that the primary air (11) is delivered by a central facility, in particular a central
air-conditioning apparatus.
6. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that the primary air (11) is delivered by a decentralised air conveying facility.
7. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that the secondary air (25) is conveyed by a decentralised air conveying device (16).
8. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that the temperature treatment of the primary air (11) is carried out by means of a primary
air heat exchanger (12).
9. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that the temperature treatment of the secondary air (25) is carried out by means of a
secondary air heat exchanger (15).
10. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that primary air heat exchanger (12) and secondary air heat exchanger (15) are designed
and used as a joint heat exchanger.
11. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that the mixed source air (33) flows, in ascending direction, along an area of the façade
(2) of the room (1).
12. Process according claim 11, characterised in that the outlet of the secondary air (25) is closer to the façade (2) than the outlet
of the primary air (11).
13. Process according to any one of the preceding claims, characterised in that the flow of the mixed source air (33) above the outlet of the source air (34) is
at a vertical distance from the flow of the source air (34) in this place.
14. Device for ventilation, heating and/or cooling of a room (1), for carrying out the
process according to any one or more of the preceding claims, comprising a primary
air facility (8) and a secondary air facility (9) that comprises a secondary air heat
exchanger (15) for a possible temperature treatment of secondary air (25), whereby
the device (5) is designed as a floor-mounted unit (7), and the primary air facility
(8) is provided with a primary air outlet (13) such that primary air (11) enters the
room (1) directed upwards or obliquely upwards at a low momentum as source air (34)
and then spreads over the floor (3) of the room (1) essentially at a horizontal flow,
and wherein the secondary air facility (9) is provided with a secondary air outlet
(19) such that secondary air (25) enters the room (1) directed upwards or obliquely
upwards at a high momentum, followed by room air (26) being induced and the flow of
mixed source air (33) thus formed, due to reduction of the momentum of the mixed source
air (33), becoming layered or pushed over the source air (34) essentially with a horizontal
flow such that a layering of air (33') arises.
15. Device according to claim 14, characterised by it being designed as a central device (5) that comprises a primary air connector
(10).
16. Device according to any one of the preceding claims 14 or 15, characterised by being designed as a decentralised device (5) that comprises a primary air conveying
facility, in particular a primary air fan, and a primary air heat exchanger.
17. Device according to any one of the preceding claims 14 to 16, characterised in that the outlets of primary air and secondary air are situated at a distance from each
other, in particular aside from each other, or immediately adjacent to each other.
18. Device according to any one of the preceding claims 14 to 17, characterised by a secondary air conveying facility (16), in particular a secondary air fan (17).
1. Procédé d'aération, de chauffage et/ou de refroidissement d'une pièce (1), dans lequel
de l'air primaire (11) traité en température ou non traité en température sort verticalement
vers le haut ou de biais vers le haut par une faible impulsion au niveau du sol de
la pièce (1) en tant qu'air source (34), et passe au-dessus du sol (3) essentiellement
avec un écoulement horizontal, et dans le voisinage, de l'air secondaire (25) traité
en température ou non traité en température est expulsé verticalement vers le haut
ou de biais vers le haut par une forte impulsion au niveau du sol de la pièce (1),
dans lequel l'impulsion avec laquelle l'air secondaire (25) entre dans la pièce (1)
est sélectionnée avec une grandeur telle que de l'air ambiant (26) est induit dans
l'écoulement d'air secondaire (28), de sorte que l'écoulement ainsi formé d'air source
mélangé présente tant de l'air secondaire (25) que de l'air ambiant (26) induit, et,
par dégradation de l'impulsion de l'air source mélangé (33), celui-ci se pose ou se
déplace essentiellement dans un écoulement horizontal au-dessus de l'air source (34),
de manière à former des couches d'air (33').
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que de l'air extérieur (11') est employé en tant qu'air primaire (11).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que de l'air ambiant (26) est employé en tant qu'air secondaire (25).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'air source (34) et l'air source mélangé (33) entrent dans la pièce (1) au niveau
du sol à proximité d'une façade (2) de la pièce (1).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'air primaire (11) est fourni par un équipement central, en particulier une centrale
de climatisation.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'air primaire (11) est fourni par un équipement de transport d'air décentralisé.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'air secondaire (25) est transporté par un dispositif de transport d'air décentralisé
(16).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le traitement en température de l'air primaire (11) est exécuté au moyen d'un échangeur
de chaleur d'air primaire (12).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le traitement en température de l'air secondaire (25) est exécuté au moyen d'un échangeur
de chaleur d'air secondaire (15).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'échangeur de chaleur d'air primaire (12) et l'échangeur de chaleur d'air secondaire
(15) sont conçus et employés en tant qu'échangeur de chaleur commun.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'air source mélangé (33) s'écoule de manière ascendante le long d'une partie de
la façade (2) de la pièce (1).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que la sortie de l'air secondaire (25) est plus proche de la façade (2) que la sortie
de l'air primaire (11).
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écoulement de l'air source mélangé (33) au-dessus de la sortie de l'air source
(34) présente un écart vertical par rapport à l'écoulement local de l'air source (34).
14. Dispositif d'aération, de chauffage et/ou de refroidissement d'une pièce (1), pour
exécuter le procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, comprenant
un équipement d'air primaire (8) et un équipement d'air secondaire (9) qui présente
un échangeur de chaleur d'air secondaire (15) pour un traitement thermique éventuel
d'air secondaire (25), dans lequel le dispositif (5) est conçu en tant qu'appareil
au sol (7) et l'équipement d'air primaire (8) est doté d'une évacuation d'air primaire
(13), de sorte que l'air primaire (11) entre dans la pièce (1) dirigé vers le haut
ou de biais vers le haut par une faible impulsion en tant qu'air source (34) et passe
au-dessus du sol (3) de la pièce (1) essentiellement avec un écoulement horizontal,
et dans lequel l'équipement d'air secondaire (9) est doté d'une évacuation d'air secondaire
(19), de sorte que l'air secondaire (25) entre dans la pièce (1) dirigé vers le haut
ou de biais vers le haut par une forte impulsion, puis induit de l'air ambiant (26)
et, par dégradation de l'impulsion de l'air source mélangé (33), l'écoulement ainsi
formé d'air source mélangé (33) se pose ou se déplace essentiellement dans un écoulement
horizontal au-dessus de l'air source (34), de manière à former des couches d'air (33').
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé par la formation en tant que dispositif central (5) qui présente un raccordement d'air
primaire (10).
16. Dispositif selon l'une des revendications 14 ou 15, caractérisé par la formation en tant que dispositif décentralisé (5), qui présente un équipement
de transport d'air primaire, en particulier un ventilateur d'air primaire, et un échangeur
de chaleur d'air primaire.
17. Dispositif selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce que les sorties d'air primaire et d'air secondaire reposent à distance l'une de l'autre,
en particulier l'une à côté de l'autre ou directement dans le voisinage l'une de l'autre.
18. Dispositif selon l'une des revendications 14 à 17, caractérisé par un équipement de transport d'air secondaire (16), en particulier un ventilateur d'air
secondaire (17).


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