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(11) |
EP 1 960 064 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.11.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2006/000666 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/065280 (14.06.2007 Gazette 2007/24) |
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| (54) |
SCHNEEGLEITBRETT
SNOWBOARD
PLANCHE DE SURF SUR NEIGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
09.12.2005 CH 19622005
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.2008 Patentblatt 2008/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Kessler, Hansjürg |
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8784 Braunwald (CH) |
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Erfinder: |
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- Kessler, Hansjürg
8784 Braunwald (CH)
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| (74) |
Vertreter: Rentsch & Partner |
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Rechtsanwälte und Patentanwälte
Fraumünsterstrasse 9
Postfach 2441 8022 Zürich 8022 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 410 826 FR-A1- 2 786 108 US-A- 5 405 161
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DE-A1- 4 112 950 US-A- 2 510 794 US-A- 5 954 356
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneegleitbrett gemäss dem Oberbegriff der unabhängigen
Patentansprüche.
[0002] Seit dem Anfang des alpinen Skisports anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts wurden
die ursprünglich verwendeten einfachen Holzlatten kontinuierlich weiterentwickelt,
verbessert und perfektionier. Im Unterschied zu früher werden Skier und Snowboards
(fortan Schneegleitbretter) heute bei Kurvenfahrten häufig auf eine Kante gestellt
und die Kurve im Idealfall vollständig auf einer Kante gefahren. Ein seitliches Abdriften
quer zur Fahrtrichtung kann damit verringert und die Kurve damit schneller durchfahren
werden. Vom "Einschnitzen" dieser Spuren leitet sich auch der Name "Carven" ab.
[0003] Für das Verhalten eines Schneegleitbrettes ist neben den Materialparametern und dem
Dickenverlauf massgeblich die Gestaltung der Lauffläche in der Draufsicht (Grundriss;
Outline) und in der Seitenansicht (Seitenriss) relevant. Damit Carven möglich ist,
weisen Schneegleitbretter im Grundriss eine Taillierung auf, die in Kombination mit
der sich einstellenden. Durchbiegung den effektiv gefahrenen Radius ergibt. Ein Problem
heutiger Schneegleitbretter besteht darin, dass die Taillierung im Grundriss zwar
fürs Carven vorgesehen ist, der Seitenriss jedoch nie den neuen Begebenheiten angepasst
wurde.
[0004] Die vertikale Krümmung im Seitenriss und die seitliche Taillierung im Grundriss der
sich heu te auf dem Markt befindlichen Schneegleitbretter basieren auf empirischen
Erkenntnissen der Hersteller. Ebenfalls werden die Enden, insbesondere die Schaufel
(vorderes Ende) der heutigen Schneegleitbretter nach althergebrachten, nie veränderten
Vorlagen hergestellt Die heutigen Formen der Schneegleitbretter sind fürs Carven nicht
optimal ausgestaltet, so dass beim Fahren ein erhöhter Widerstand entsteht, der in
einer unnötigen Reduktion der Geschwindigkeit resultiert.
[0005] Seit Jahrzehnten versucht die Skiindustrie die Geräte zu optimieren, jedoch ohne
durchbrechenden Erfolg, da die Mechanik zu zweidimensional betrachtet wird. Der Skibauer
braucht die seitliche Form (Outline) im Grundriss, um einen Bogen zu machen. Den Spitz
(Schaufel) braucht er, damit das Gerät nicht einsteckt. In einer Seitenansicht gesehen
ragt die Schaufel bei einem konventionellen Schneegleitbrett typischer Weise vertikal
über den mittleren Bereich hinaus. Insbesondere bei Kurvenfahrten bildet die Schaufel
infolge ihrer starken Krümmung einen erheblichen Widerstand und bewirkt ein ungewolltes
Abbremsen.
[0006] FR2786108 (Salomon S.A.) zeigt einen Ski mit einer Spitzaufbiegung, die einerseits besonders
lang und andererseits breit ist. Die Länge der Spitzaufbiegung. d. h. die Distanz
zwischen dem vordersten Punkt des Skis und einer vorderen Kontaktlinie, bei welcher
der Ski erstmals die Unterlage berührt, beträgt zwischen 300 mm und 500 mm. Der grösste
Wert der Breite der Spitzaufbiegung ist grösser oder gleich 105 mm. Dadurch soll erreicht
werden, dass der Ski im Pulverschnee leichter fahrbar ist, ohne dass sich seine Fahreigenschaften
auf hartem Schnee verändern.
[0007] US6986525 (Rossignol S.A.) betrifft gemäss dem Titel ein Schneegleitbrett mit einer angepassten
Schaufel- und Heckkrümmung. Ein Ziel besteht darin einen kurzen taillierten Ski zu
zeigen, dessen tragende Fläche im Vergleich zum Stand der Technik vergrössert sein
soll und der beim Einleiten der Kurven ein progressiveres Verhalten zeigt Für die
Definition der Geometrie wird ein ISO-Standard 6289 herbeigezogen bei dem das sonst
infolge des Vorspanns abstehende Schneegleitbrett auf eine ebene Oberfläche gepresst
wird, so dass es im mittleren Bereich auf dieser satt aufliegt. Der dadurch entstehende
Auflagebereich wird durch eine vordere und eine hintere Kontaktlinie (Definition gemäss
ISO-Standard 6289) begrenzt. Im deformierten, das heisst auf die Ebene gedrückten
Zustand, liegt der breiteste Bereich der Schaufel vor der vorderen Kontaktlinie und
ist von der ebenen Oberfläche zwischen 5mm und 15mm entfernt. Diese Konstruktion ist
jedoch schon aus dem Stand der Technik bekannt. Auch in diesem Stand der Technik wird
kein Zusammenhang zwischen der Ausgestaltung der Gleitfläche im Grundriss und im Seitenriss
gemacht. Es handelt sich hier ebenfalls um eine zweidimensionale Betrachtung.
[0008] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin ein verbessertes Schneegleitbrett zu zeigen,
das insbesondere bei Kurvenfahrten weniger Widerstand und eine bessere Traktion aufweist
[0009] Die Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Patentansprüchen definierte Erfindung
gelöst.
[0010] Eine Gleitfläche eines Schneegleitbrettes weist im Seitenriss von vorne nach hinten
gesehen folgende Bereiche auf: Konkave Spitzaufbiegung, welche im vorderen Bereich
die Schaufel bildet; konvexer Vorspann (mittlerer Bereich); konkave Endaufbiegung,
welche im hinteren Bereich ins Heck mündet Der mittlere Bereich weist eine positive,
nach oben neigende konvexe Krümmung auf, welche im Bereich der Enden in konkave negative
Krümmungen übergeht Die Bereiche in denen das Vorzeichen der Krümmung wechselt, werden
als Sattelpunkte bezeichnet Die Krümmungen sind so gewählt, dass ein auf eine Ebene
gelegtes unbelastetes Schneegleitbrett nur im Bereich seiner konkaven Endkrümmungen,
den Auflagebereichen der Gleitfläche, aufliegt und im mittleren Bereich von dieser
abhebt (Vorspannung). In einem gewissen Bereich wird die Funktion der Erfindung durch
eine Geometrieabweichung nicht negativ beeinflusst, sofern die Krümmungen, deren Verhältnis
zueinander und die Übergangspunkte (Sattelpunkte) so angeordnet sind, dass sich die
erfindungsgemässe Kinematik ("Rolleffekt", vgl. weiter unten) beim Fahren einstellt
Die Krümmungsrichtung des Vorspannes zwischen den Peripherien (Schaufel und Heck)
wird als eine positive, konvexe Krümmung und die Peripheriekrümmungen im Bereich der
Schaufel und des Hecks werden als negative, konkave Krümmung definiert. Allfällige
vorhandene gerade Abschnitte zwischen den konvexen und konkaven Bereichen wirken in
gewisser Weise als Deformationsbegrenzung, indem ein Schneegleitbrett nur soweit durchgebogen
werden kann, bis diese (sowohl im schräg gestellten als auch im flachen Zustand) entlang
ihrer ganzen Kantenlänge aufliegen. Gerade Bereiche wirken insbesondere dann als Deformationsbegrenzung
wenn die Krümmung auf der gegenüberliegenden Seite wechselt, zB. von konkav nach konvex.
Solche geraden Bereiche werden im Zusammenhang mit der hier beschriebenen Erfindung
als positive, konvexe Krümmungen verstanden, da sie sich im Wesentlichen wie solche
verhalten.
[0011] Im Grundriss werden bei der Beschreibung der Begrenzungen der Gleitfläche folgende
Elemente unterschieden (von vorne nach hinten gesehen): Spitzabschluss, Taillierung,
Endabschluss. Sowohl für die Beschreibung der Geometrie der Gleitfläche im Seiten-
und im Grundriss werden vereinfacht Kreisbogen oder Geraden verwendet, da diese geometrische
Punkte aufweisen, die für die Erläuterung hilfreich sind. Anstelle von Kreisbogen
und Geraden können jedoch auch andere Elemente wie Ellipse, Klothoid, Parabel usw.
zur Definition der Geometrie verwendet werden können. Als Quadrantenpunkte (Extrempunkte)
werden Punkte bezeichnet, die am Schneegleitbrett den grössten resp. kleinsten rechtwinkligen
Abstand zu einer Gerätelängsachse aufweise. Der Spitzabschluss und der Endabschluss
beginnen zum Beispiel an einem vorderen, respektive an einem hinteren Quadrantenpunkt,
welche die Übergänge zur Taillierung bilden. Ein mittlerer Quadrantenpunkt ist im
schmalsten Bereich der Taillierung zu finden. Als Sattelpunkte werden Bereiche verstanden,
in denen das Vorzeichen der Krümmung (positiv, negativ, resp. konvex, konkav) wechselt
Diese sind insbesondere für die Definition des Seitenrisses der Gleitfläche von besonderer
Relevanz
[0012] Beim Carven, wenn das Schneegleitbrett auf eine Kante gestellt durch eine Kurve geleitet
wird, deformiert es sich im mittleren Bereich infolge der auftretenden Belastungen
elastisch, so dass aus der ursprünglich konvexen Krümmung temporär eine konkave Krümmung
wird. Als Überlagerung des sich infolge der Belastung einstellenden Deformationszustandes,
der seitlichen Taillierung und dem Aufkantwinkel (Winkel zwischen der Gleitfläche
und dem Untergrund wenn das Schneegleitbrett auf die Kante gestellt ist) beschreibt
die auf dem Untergrund aufliegende Seitenkante im Idealfall eine im Wesentlichen kreisförmige
Bahn, die im Idealfall der zu fahrenden Kurve entspricht
[0013] Bei den heute auf dem Markt erhältlichen Schneegleitbrettern liegen die Auflagebereiche
und die Sattelpunkte im Schaufel- und im Heckbereich sehr nahe zusammen, der Abstand
zwischen diesen beiden Bereichen beträgt typischer Weise nur 2% bis 4% der Gesamtlänge
des Schneegleitbrettes. Ebenfalls kann der Sattelpunkt häufig gar nicht im hier diskutierten
Sinn bestimmt werden, da die Gleitflächen zwischen den konvexen und den konkaven Bereichen
gerade Zwischenstücke ausweisen, die als Deformationsbegrenzung wirken. Die mittleren
Radien der Endbereiche (Schaufel, Heck) betragen rund 500mm und die mittleren Radien
der Vorspannung rund 13'000 mm bis 14'000 mm. Der Schaufelbereich (Spitze bis Auflagestelle
im unbelasteten Zustand) erstreckt sich in der Regel über rund 10% der Länge des Schneegleitbrettes,
so dass der Sattelpunkt bei rund 12% bis 14% der Gesamtlänge liegt Durch die grosse
Länge der Spitze reduziert sich die wirksame Kantenlänge. Im Heckbereich ist der Auflagebereich
rund 2% bis 4% und der Sattelpunkt rund 4% bis 5% vom Ende (100%) entfernt Beim Durchbiegen
eines herkömmlichen Snowboards verschiebt sich der Auflagebereich nur wenig, da der
Auflagebereich im unbelasteten Zustand und der Sattelpunkt sehr nahe zusammen liegen,
resp. gerade Abschnitte zwischen den Krümmungswechseln die Deformation verhindern.
Dadurch behält die Spitze immer ungefähr dieselbe Richtung mit Bezugnahme auf den
Untergrund, resp. die Fahrrichtung. Eine stark nach oben neigende, gekrümmte Spitze
ist erforderlich, damit kein Einstecken resultiert Da der Auflagepunkt und der Sattelpunkt
sehr nahe zusammen liegen wird ein herkömmliches Schneegleitbrett, unabhängig von
der Durchbiegung, immer in etwa im selben Bereich am stärksten auf den Untergrund
gepresst Bereiche mit stärkster Kantenpressung liegen dabei vergleichsweise nahe bei
den Endbereichen. Wie es sich gezeigt hat, wirkt sich dieser Umstand negativ auf den
Fahrkomfort und die Beherrschbarkeit aus. Infolge des hohen Kantendrucks im Einlaufbereich
der Kanten, haben Störungen z.B. in Form von Fahrbahnunebenheiten einen erheblichen
Einfluss auf die Laufruhe und Spurtreue.
[0014] Ein Gedanke der Erfindung besteht darin ein optimales Zusammenspiel der Physik beim
Gleiten und der Mechanik des Gleitgerätes zu erzielen. Dieses Ziel wird erreicht,
indem durch eine erfindungsgemässe Abstimmung des Seitenrisses und des Grundrisses
beim Fahren eine deformationsabhängige Veränderung, resp. eine Verlagerung des hohen
Drucks entlang der Kante in Form eines kontrollierten Rolleffektes erreicht wird.
Kantenbereiche mit hohem Kantendruck werden dabei temporär gezielt zur Mitte des Schneegleitbrettes
hin verschoben und der Einfluss der Kanten in den kritischen Endbereichen dadurch
gezielt reduziert. Ein weiterer Gedanke der Erfindung besteht darin, dass eine belastungsabhängige
veränderte Spitzaufbiegung beim Aufkanten (auf die Kante stellen) des Sportgerätes
eine bedeutende Rolle für die Schwungeinleitung, resp. -steuerung übernehmen kann.
Dies wird bei herkömmlichen Konstruktionen nicht berücksichtigt
[0015] Eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen Schneegleitbrettes weist einen Krümmungsübergang
(Sattelpunkt) zwischen konvexem Vorspannradius und konkaver Peripherieaufbiegungen
auf, der, gegenüber einem herkömmlichen Schneegleitbrett, in Längsrichtung gesehen
weiter zur Mitte (50% der Länge des Schneegleitbrettes) hin angeordnet ist, so dass
zwischen dem Auflagepunkt und dem Sattelpunkt eine Aufrollfläche gebildet wird, die
eine variable Kantenkraftverteilung insbesondere bei Kurvenfahrten im aufgekanteten
Zustand ermöglicht Im Zusammenspiel mit der seitlichen Taillierung (Grundriss), resp.
den Taillierungsradien, des Schneegleitbrettes und der sich einstellenden Deformation
während dem Carven verschiebt sich, im Unterschied zum Stand der Technik, der Kantenbereich
mit hoher Belastung temporär zur Mitte des Schneegleitbrettes hin und die kritischen
Kantenbereiche im Einlaufbereich werden entlastet. Infolge der weiter mittig angreifenden
Kräfte kann es je nach Ausführungsform soweit kommen, dass die vordersten fahraktiven
Kantenbereiche im Einlaufbereich zeitweise vom Untergrund abheben, da die Spitze in
Richtung der zu fahrenden Kurve deformiert wird, was in einem vorteilhaften Vorgreifen
und Einleiten des Schwungs resultiert Bei gewissen Ausführungsformen wird dieser Effekt
unterstützt, wenn der Krümmungsradius der Aufrollfläche zur Spitze des Schneegleitbrettes
hin kleiner wird. Der Aufrolleffekt ergibt sich bei einem aufgekanteten Schneegleitbrett
infolge der wirkenden äusseren Kräfte, indem das Schneegleitbrett so deformiert wird,
dass ein "tiefster Kantenbereich", welcher den für die Fahrrichtung relevanten Kontakt
zwischen der Kante und einem Untergrund bildet, infolge der sich einstellenden Deformation,
entlang der Kante verschiebt Der Bereich des Snowboards, der in Längsrichtung gesehen
vor dem tiefsten Kantenbereich liegt, wird dabei praktisch nicht belastet und behält
so im Wesentlichen seine ursprüngliche Form. Die Erfindung weist den Vorteil auf,
dass aufgrund des Rolleffektes insbesondere die Endbereiche des Schneegleitbrettes
im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich steifer ausgebildet werden können, so
dass weniger Flattern und hochfrequente Störungen auftreten, wie sie typischer Weise
bei hohen Geschwindigkeiten in Erscheinung treten.
[0016] Der Abstand zwischen dem Auflagebereich und dem Sattelpunkt, sowie die Radien der
Endbereiche werden so gewählt, dass ein belastungsabhängiges Aufrollen zumindest eines
Endbereichs erzielt wird. Unter Aufrollen wird hier ein temporäres, belastungsabhängiges
Anheben der Endbereiche infolge einer Verschiebung des Auflagebereichs zur Längsmitte
und einem damit verbundenen Abrollen entlang der konkaven Gleitflächen in den Endbereichen
verstanden. Durch diesen Aufrolleffekt werden bei einer mittigen Belastung ein kontrolliertes
Entlasten und eine gewisse Richtungsänderung der Peripheriebereiche insbesondere beim
Kurvenfahren bewirkt. Im unbelasteten Zustand beträgt der Abstand zwischen den Auflagebereichen
und den Sattelpunkten im Schaufel- und im Heckbereich rund 8% bis 20% der gesamten
Länge des Schneegleitbrettes. Die mittleren Krümmungsradien im Auflagebereich sind
zudem im Vergleich zu herkömmlichen Schneegleitbrettern wesentlich grösser gewählt.
In einer bevorzugten Ausführungsform betragen sie rund 3000 mm und sind damit ca.
4- bis 6-mal grösser als bei einem konventionellen Schneegleitbrett Durch die erfindungsgemässe
Ausgestaltung wird erreicht, dass sich der Auflagebereich bei einer Belastung bis
zum Sattelpunkt in Richtung der Mitte des Schneegleitbrettes hin verschiebt und die
Spitze, resp. das Heck unter Belastung kontrolliert angehoben werden. Dieser Effekt
tritt auch bei Kurvenfahrten auf, wenn das Schneegleitbrett auf eine Kante gestellt
ist, indem durch das kontrollierte Anheben der Spitze des Schneegleitbrettes der Schwung
sanfter eingeleitet wird.
[0017] Vorteile eines erfindungsgemässen Schneegleitbrettes ergeben sich unter anderem beim
Traversieren von Bergkanten, wo möglichst keine Richtungsänderungen gemacht werden
sollen, der Schwungsteuerung auf der Piste, im Tiefschnee oder bei Torläufen. Die
Geschwindigkeit beim Gleiten wird grundsätzlich höher sein in allen Schneebedingungen
und Anwendungen, da die sich aus der infolge der Belastung einstellenden Deformation
eine optimierte Seitenlinie ergibt, die in einem geringeren Widerstand und einer reduzierten
Anfälligkeit von äusseren Störungen resultiert. Ebenfalls wird ein gefährliches Eingraben
der Spitzen bei radikal gecarften Kurven infolge eines Vorgreifens der Spitze deutlich
reduziert Ein weiterer Vorteil besteht in einer Erleichterung des Handlings durch
gutmütige Fahreigenschaften infolge der veränderten Druckverteilung entlang der Kanten,
vor allem im Peripheriebereich.
[0018] In einer Ausführungsform ist die Spitze des Schneegleitbrettes im Vergleich zum Stand
der Technik stumpf ausgebildet und weist im Grundriss gesehen einen mittleren Bereich
mit auf, der einen Radius von ca. 250mm oder grösser aufweist. Im Übergangsbereich
zu den vorderen Quadrantenpunkten hin weist der Grundriss einen Radius von rund 100mm
oder weniger auf. Eine bevorzugte Ausführungsform weist einen mittleren Radius von
rund 300mm bis 350mm und seitliche Übergangsradien von rund 60mm bis 80mm auf. Die
vertikale Erhebung der Spitze beträgt rund 10mm bis 30mm.
[0019] Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft ein Schneegleitbrett mit einer Spitze,
einem Mittelteil und einem Heck und mit einer Gleitfläche mit einer konkaven Spitzaufbiegung,
einem konvexen Mittelteil und einer konkaven Endaufbiegung, wobei die konkave Spitzaufbiegung
im Bereich eines vorderen Sattelpunktes in den konvexen Mittelteil der Gleitfläche
münd. In einer Ausführungsform beträgt die Steigung im Bereiche des vorderen Sattelpunktes
2° bis 5° mit Bezug auf die Auflagebereiche im unbelasteten Zustand. Je nach Ausführungsform
kann sie einen anderen Wert einnehmen. In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt
die Steigung rund 3°. Die Gleitfläche weist im Bereich der Spitzaufbiegung eine konkave
Aufrollfläche, die ein belastungsabhängiges Verschieben des Kantendruckes ermöglicht.
Je nach Ausführungsform weist die konkave Aufrollfläche einen konstanten oder einen
zum vorderen Ende des Schneegleitbrettes hin abnehmenden Krümmungsradius auf. Bei
Bedarf ist der Krümmungsradius der Aufrollfläche zum vorderen Ende des Schneegleitbrettes
hin zumindest bereichsweise kontinuierlich oder diskontinuierlich abnehmend ausgestaltet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Krümmungsradius der Aufrollfläche
je nach Anwendungsgebiet im Bereich von 1000mm und 5000mm oder zwischen 2500mm und
3500mm. Der Radius kann zum vorderen Ende abnehmen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
beträgt der Radius im Bereich des vorderen Endes zwischen 200mm und 400mm. Je nach
Anwendungsgebiet (z.B. Cross-Country, Freestyle, Race) ist der vordere Auflagebereich,
mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge L des Schneegleitbrettes, 5% bis 35%. 8% bis 20%
oder 9% bis 14% vor dem vorderen Sattelpunkt angeordnet. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
ist der vordere Auflagebereich im undeformierten Zustand, mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge
L des Schneegleitbrettes und je nach Anwendungsgebiet, zwischen 8% und 15%, 10% und
13% von der Vorderkante des Schneegleitbrettes angeordnet, resp. Ist der vordere Quadrantenpunkt
zwischen 3% bis 10%, 5% bis 8% vor dem vorderen Auflagebereich angeordnet. In Ergänzung
kann das Schneegleitbrett im Bereich der Endaufbiegung eine Aufrollfläche aufweisen.
Die Erfindung eignet sich zur Verwendung bei Schneegleitbrettern bei denen eine Variable
Kantenkraftverteilung Vorteile beim Anströmen im ebenen und aufgekanteten Zustand
bei Kurvenfahrten ergibt, insbesondere bei Snowboards, Skiern und Monoskiern.
[0020] Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemässes Schneegleitbrett in einer Vorderansicht;
- Fig. 2
- das Schneegleitbrett gemäss Figur 1 in einer Rückansicht;
- Fig. 3
- das Schneegleitbrett gemäss den Figuren 1 und 2 in einer Seitenansicht und einer Draufsicht;
- Fig. 4
- zeigt ein herkömmliches Schneegleitbrett gemäss dem Stand der Technik in einer Vorderansicht;
- Fig. 5
- zeigt das Schneegleitbrett gemäss Figur 4 in einer Rückansicht;
- Fig. 6
- zeigt das Schneegleitbrett gemäss den Figuren 4 und 5 in einer Seitenansicht und einer
Draufsicht;
- Fig. 7
- zeigt in einer perspektivischen Darstellung die Schneegleitbretter gemäss den Figuren
1 bis 3 und 4 bis 6 bei einer Kurvenfahrt;
- Fg. 8
- zeigt in einer Seitenansicht die Schneegleitbretter gemäss den Figuren 1 bis 3 und
4 bis 6 bei einer Kurvenfahrt;
- Fig. 9
- zeigt die Schneegleitbretter gemäss den Figuren 1 bis 3 und 4 bis 6 bei einer Kurvenfahrt
von der Seite in Richtung der Gleitflächen;
- Fig. 10
- zeigt Detail G aus Figur 9;
- Fig. 11
- zeigt Detail H aus Figur 9;
- Fig. 12
- ein Diagramm eines ersten Schneegleitbrettes;
- Fig. 13
- ein Diagramm eines zweiten Schneegleitbrettes;
- Fig. 14
- ein Diagramm eines dritten Schneegleitbrettes;
- Fig. 15
- ein Diagramm eines vierten Schneegleitbrettes;
- Fig. 16
- ein Diagramm eines fünften Schneegleitbrettes;
- Fig. 17
- ein Diagramm eines sechsten Schneegleitbrettes;
- Fig. 18
- ein Diagramm eines siebten Schneegleitbrettes;
- Fig. 19
- ein Diagramm eines achten Schneegleitbrettes;
- Fig. 20
- ein Diagramm eines neunten Schneegleitbrettes;
- Fig. 21
- ein Diagramm eines zehnten Schneegleitbrettes;
- Fig. 22
- ein Diagramm eines elften Schneegleitbrettes,
- Fig. 23
- ein Diagramm mit den Radien der vorderen Aufrollflächen;
- Fig. 24
- ein Diagramm mit den Radien der Taillierung vor einem vorderen Sattelpunkt
[0021] In den nachfolgenden Figürenbeschreibungen sind gleiche Elemente mit identischen
Bezugszeichen definiert.
[0022] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemässes Schneegleitbrett 1 in einer Vorderansicht und
Figur 2 dasselbe Schneegleitbrett 1 in einer Rückansicht. Figur 3 zeigt das efindungsgemässe
Schneegleitbrett 1 gemäss den Figuren 1 und 2 in einer Seitenansicht (Figur 3a) und
in einer Draufsicht (Figur 3b).
[0023] Die Figur 4 und Figur 5 zeigen zum Vergleich ein herkömmliches Schneegleitbrett 100
in einer Vorderansicht und in einer Rückansicht. Figur6 zeigt das herkömmliche Schneegleitbrett
100 gemäss den Figuren 4 und 5 in einer Seitenansicht (Figur 6a) und in einer Draufsicht
(Figur 6b). Die Skalierung des herkömmlichen Schneegleitbrettes 100 entspricht in
den Darstellungen zum besseren Vergleich der Länge L des erfindungsgemässen Schneegleitbrettes
1 gemäss den Figuren 1 bis 3.
[0024] Figur 1 zeigt das Schneegleitbrett 1 mit einer Spitze 8, einem Mittelteil 13 und
einem Heck 9. Das Schneegleitbrett 1 weist eine Gleitfläche 10 mit einer konkaven
Spitzaufbiegung 21, einem konvexen Mittelteil 22 und einer konkaven Endaufbiegung
23 auf, wobei die konkave Spitzaufbiegung 21 im Bereich eines vorderen Sattelpunktes
6 in den konvexen Mittelteil 22 der Gleitfläche 10 mündet. Die Gleitfläche 10 weist
im Bereich der Spitzaufbiegung 21 eine konkave Aufrollfläche 17 auf, die ein belastungsabhängiges
Verschieben des Kantendruckes ermöglicht Eine Gerätelängsachse 20 (x-Achse) ist schematisch
eingezeichnet
[0025] Wie aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, ermöglicht es die hier offenbarte Erfindung
die Spitze 8 bei Bedarf sehr flach und damit strömungsgünstig auszugestalten. Auffällig
ist, dass in der gezeigten Ausführungsform die Spitze 8 der Vorderansicht gemäss Figur
1 im undeformierten Zustand in einer Silhouette nicht über den konvexen Mittelbereich
13 hinausragt Wie aus der Draufsicht aus Figur 3 zu erkennen ist, liegt bei der gezeigten
Ausführungsform der Erfindung der vordere Auflagebereich 2 im unbelasteten Zustand
bei ca. 11% Gesamtlänge L des Schneegleitbrettes und der vordere Quadrantenpunkt 3
mit der vorderen Maximalbreite B1 bei rund 4.5 % der Gesamtlänge L Aus der Seitenansicht
von Figur 3 ist ersichtlich, dass der hintere Auflagebereich 4 bei rund 96% der Gesamtlänge
L und der hintere Quadrantenpunkt 5 mit der hinteren Maximalbreite B2 bei rund 98%
der Gesamtlänge L liegt. Der vordere Sattelpunkt 6 liegt in der gezeigten Ausführungsform
bei rund 18% und der hintere Sattelpunkt 7 bei ca. 90% der Gesamtlänge L Der vordere
Sattelpunkt 6 ist demnach mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge L rund 7% vom Auflagebereich
2 entfernt und der hintere Auflagebereich 4 rund 6% vom hinteren Sattelpunkt 7 entfernt
Die Steigung beträgt im vorderen Sattelpunkt rund 3° mit Bezugnahme auf die Auflagepunkte
2, 4. Der Bereich zwischen dem Auflagebereich 2 und dem vorderen Sattelpunkt 6 dient
als Aufrollfläche 17 entlang der sich der Auflagebereich bei einer Belastung in Richtung
des vorderen Sattelpunktes 6 verschiebt Die Bereiche 3, 5 mit den maximalen Breiten
B1 und B2 liegen vorne rund 13.5% und hinten rund 8% vom jeweils nächstliegenden Sattelpunkt
6, 7 entfernt.
[0026] Wie aus der Draufsicht aus Figur 6 zu erkennen ist, liegt bei einem herkömmlichen
Schneegleitbrett der vordere Auflagebereich 102 im unbelasteten Zustand bei ca. 11
% Gesamtlänge L des Schneegleitbrettes und der Bereich 103 mit der vorderen Maximalbreite
B3 bei rund 7.6% der Gesamtlänge L Aus der Seitenansicht von Figur 6 ist ersichtlich,
dass der hintere Auflagebereich 104 und der Bereich 105 mit der hinteren Maximalbreite
B4 bei rund 98% der Gesamtlänge L liegen. Der vordere Sattelpunkt 106 liegt in der
gezeigten. Ausführungsform bei rund 12% und der hintere Sattelpunkt 107 bei ca. 96%
der Gesamtlänge L Der vordere Sattelpunkt 106 ist demnach mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge
L rund 1% vom Auflagebereich 102 entfernt und der hintere Auflagebereich 104 rund
2% vom hinteren Sattelpunkt 7 entfernt. Die Bereiche 103, 105 mit den maximalen Breiten
B3 und B4 liegen vorne rund 4.4% und hinten rund 2% vom jeweils nächstliegenden Sattelpunkt
106, 107 entfernt.
[0027] Der mittlere Radius R1 des erfindungsgemässen Schneegleitbrettes gemäss Figur 3 beträgt
im vorderen Auflagebereich 2 der Spitze 8 und beim vorderen Sattelpunkt 6 rund 3000mm
und nimmt zum vorderen Ende hin ab auf ca. 400mm. Beim Heck 9 beträgt der Radius R2
im hinteren Auflagebereich 5 rund 1200mm. Die Gleitfläche 10 weist von der Seite her
betrachtet (Seitenriss) im konvexen Vorspannbereich 11 einen mittleren Radius R3 von
rund 15'000mm auf. Infolge der erfindungsgemässen Ausgestaltung ist die Gleitfläche
10 im Auflagebereich 2, 5 infolge der vergleichsweise grossen Radien R1, resp. R2
und der weit nach hinten gezogenen Krümmung (Abstand Auflagebereich 2, 5) geeignet
als virtuelle Rollfläche zu dienen entlang derer der Auflagebereich abhängig vom Deformationszustand
temporär verschiebbar ist Hintere, resp. vordere Begrenzungen bilden dabei die Sattelpunkte
6, 7.
[0028] Im mittleren Bereich 13 weist das Schneegleitbrett im Grundriss einen Taillierungsradius
von rund 20'000mm auf, der in der gezeigten Ausführungsform im Bereich der vorderem
Maximalbreite B1 auf 13'000mm abnimmt. Im Bereich der hinteren Maximalbreite B2 beträgt
der Radius rund 16'000mm Die vergleichsweise stumpf ausgebildete Spitze 8 weist im
Grundriss in der Mitte einen Radius von rund 350mm auf, der in den Eckbereichen 11,
12 auf rund 80mm abnimmt Der hintere Abschluss der gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemässen
Schneegleitbrettes 1 ist hier im Wesentlichen gerade ausgebildet. Die Radien im Bereich
nach der hinteren Maximalbreite B2 betragen hier rund 100mm. Ein Vorteil der gezeigten
Ausführungsform besteht darin, dass trotz der vergleichsweise stumpf ausgebildeten
Spitze 8, die in vertikaler Richtung zudem hier nur eine Erhebung von rund 20mm aufweist,
aufgrund des efindungsgemässen Rolleffektes kein Einstecken während dem Fahren auftritt.
[0029] Figur 7 zeigt schematisch die beiden Schneegleitbretter 1, 101 gemäss den Figuren
1 bis 6 bei einer Kurvenfahrt: Beide Schneegleitbretter 1, 101 durchfahren eine Kurvenbahn
b1, resp. b2 mit demselben Radius in Richtung x. Die Schneegleitbretter 1, 101 sind
in einem durchgebogenem Zustand dargestellt, so wie er sich in etwa bei einem entsprechenden
Aufkanten gegenüber dem Untergrund um einen Aufkantwinkel α einstellt.
[0030] Im Unterschied zu einem konventionellen Schneegleitbrett 101 (Bildvordergrund) verlagert
sich bei einem erfindungsgemässen Schneegleitbrett 1 (Bildhintergrund) der vordere
Bereich mit hohem Kantendruck 16 (tiefste Kantenbereiche) bei der Kurvenfahrt, Aufgrund
der erfindungsgemässen Ausgestaltung des Grund- und des Seitenrisses, wesentlich weiter
zur Längsmitte (L=50%) hin als bei einem konventionell ausgestalteten Schneegleitbrett
(vgl. Schneegleitbrett 101, Bereich 116). Aufgrund des relativ grossen Abstandes zwischen
dem Auflagebereich 2 (vgl. Figur 3) und dem Sattelpunkt 6 im unbelasteten Zustand
und dem verhältnismässig grossen konkaven Krümmungsradius R1 im Spitzbereich wird
bei einer fahrlastbedingten Deformation die Spitze 8 infolge des Aufrolleffektes angehoben
(schematisch dargestellt durch Pfeil z1), indem die Spitze 8 um den nach hinten verschobenen
Auflagebereich 16 rotiert, was einerseits in einer Reduktion des Kantendrucks in diesem
kritischen vordersten Bereich resultiert und andererseits ein lastabhängiges "Vorgreifen"
der Spitze in Richtung der zu fahrenden Kurvenbahn b1 ermöglicht Der Bereich zwischen
dem Auflagebereich 2 und dem vorderen Sattelpunkt 6 dient dabei als Aufrollfläche
17. Störungen, z.B. in Form von kurzwelligen Bodenunebenheiten k1, k2 weisen daher
infolge der geringeren Kantenbelastung im Einlaufbereich bei einem erfindungsgemäss
gestalteten Schneegleitbrett 1 einen wesentlich geringeren Einfluss auf als bei einem
konventionell gestalteten Schneegleitbrett 101.
[0031] Figur 8 zeigt die beiden Schneegleitbretter 1, 101 gemäss Figur 7 in einer Seitenansicht
(y-Richtung) in der Fahrbahnebene (vereinfacht als x-y-Ebene dargestellt). Wie zu
erkennen ist, ermöglicht die Erfindung ein Schneegleitbrett 1 so auszugestalten, dass
bei einer identischen Gesamtlänge L (vgl. Figuren 3, resp. 6) die wirksame Länge W1
der Seitenkante 14 wesentlich länger ausgestaltet werden kann. In der gezeigten Ausführungsform
beträgt der Unterschied dw der wirksamen Kantenklänge W1 der Seitenkante 14, im Vergleich
zur wirksamen Kantenlänge W2 der Seitenkante 114 des herkömmlich ausgestalteten Schneegleitbretts
101, rund 4% bis 5% (bezogen auf die Gesamtlänge L des Schneegleitbrettes).
[0032] Figur 9 zeigt das erfindungsgemässe und das herkömmliche Schneegleitbrett 1, 101
in einer Seitenansicht in der Ebene der Schneegleitbretter. Die zu befahrenden Kurvenbahnen
b1, b2 sind schematisch dargestellt und befinden sich in der Fahrbahnebene. Aufgrund
des Aufkantwinkels α (vgl. Figur 7) ist lediglich eine Projektion der Kurvenbahnen
b1, b2 ersichtlich. Die Figuren 10 und 11 zeigen eine vergrösserte Darstellung der
Details G und H aus Figur 9.
[0033] Figur 10 zeigt schematisch den Verlauf der Gleitfläche 113 eines konventionellen
Schneegleitbrettes 1 in einer Seitenansicht und Figur 11 den Verlauf der Gleitfläche
13 eines erfindungsgemässen Schneegleitbretter 1 in einer Seitenansicht Die Gleitflächen
13, 113 sind schematisch in deformiertem Zustand dargestellt Die dargestellten Kurvenbogen
sind infolge der aufgekanteten Anordnung als Projektion der effektiv gefahrenen Kurvenbogen
b1, b2 zu verstehen. Wie zu erkennen ist, ist die Spitze 8 (vgl. Figur 11) des erfindungsgemäss
ausgestalteten Schneegleitbrettes 1 wesentlich flacher ausgebildet als die Spitze
108 des konventionellen Schneegleitbrettes 101. Durch die sehr grossen negativen Krümmungen
an den Peripherien wird das erfindungsgemässe Schneegleitbrett 1 sehr schonend angeströmt
Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Schneegleitbrett 101 entsteht dadurch weniger
Widerstand. Da sich der Anpressdruck vorne im Spitz 8 über eine längere Distanz aufbauen
kann, wird die Luft weniger schnell verdrängt Dadurch wird auch mehr Luft unter die
Gleitfläche 13 gelangen, was sich wiederum positiv auf die Geschwindigkeit auswirken
kann.
[0034] Die Figuren 12 bis 22 zeigen elf Ausführungsformen von Schneegleitbrettern - Skis
und Snowboards - anhand von Diagrammen. In jeder Figur ist ein Grundriss (Draufsicht
gemäss Figur 3b) und ein Seitenriss der Gleitfläche 22 (Blick von der Seite gemäss
Figur 3a) zu erkennen. Bei den in den Diagrammen dargestellten Schneegleitbrettern
handelt es sich um reale Geometrien und demnach soweit exakte Daten. Die Länge (X-Achse)
ist auf 100% skaliert, um unterschiedlichen Längen Rechnung zu tragen, respektive
unterschiedliche. Schneegleitbretter besser miteinander vergleichen zu können. Für
die hier angestellten Betrachtungen ist die effektive Länge von untergeordneter Bedeutung.
Es kommt viel mehr auf die herrschenden Verhältnisse an. Die y-Achse des Diagramms
zeigt im Fall des Grundrisses (real y-Richtung) die Breite und im Fall des Seitenrisses
(real z-Achse) die Höhe des Schneegleitbrettes. Obschon die Breite und die Höhe (Vorspann)
ebenfalls variieren können sind sie in der gezeigten Figuren 12 bis 22 auf Millimetern
[mm] skaliert. Es versteht sich von selbst, dass es für das Beschreiben der Fahreigenschaften
auch hier primär auf die Verhältnisse und relativen Grössen und weniger auf die effektiven
Werte ankommt Die Dimensionen können daher von den gezeigten Werten abweichen ohne
dass die Eigenschaften negativ beeinflusst werden.
[0035] In jedem Diagramm der Figuren 12 bis 22 sind zudem zwei Kurven zu erkennen, welche
die Verläufe der Taillierungsradien (RG; Radien der Seitenkante im Grundriss) und
der Gleitflächenradien (RS; Krümmung der Gleitfläche 13 im Seitenriss) darstellen.
Da die Kurvenradien vergleichsweise gross sind und trotz dem stetigen Geometrieverlauf
starken Schwankungen unterlegen sein können, sind die Radien als Logarithmus zur Basis
2 mit einem Skalierungsfaktor 10 gemäss folgender Formel dargestellt
R = 2
(r/10). R entspricht dem realen Radius und r dem in den Diagrammen dargestellten Wert (bspw.
1024=2
(100/10) [mm]). Wie aus den Verläufen der Kurven RG und RS hervorgeht, sind die Grund- und
die Seitenrisse (Gleitflächen) insbesondere im Bereich von mindestens einem Sattelpunkt
aus Radien zusammengesetzt. Besonders im Verlauf der Gleitfläche sind in den Sattelpunkten
(Krümmungswechsein) keine geraden Teilstücke vorhanden, die sich nachteilig auf das
Fahrverhalten auswirkern indem sie z.B. die Deformation begrenzen. Bei der Gleitfläche
hat dies zur Folgen, dass die Enden, Spitze und/oder Heck, bis zu den Sattelpunkten
aufrollen können.
[0036] Die Seitenrisse (Gleitflächen) der Diagramme aus den Figuren 12 bis 22 weisen in
der Regel im konvexen mittleren Bereich zwischen den Sattelpunkten (Position angedeutet
durch die beiden vertikal verlaufenden Linien 6 und 7) den grössten durchschnittlichen
Gleitflächenradius RS auf. Zu den konkaven Enden (Spitze / Heck) hin fallen die Gleitflächenradien
in der Regel kontinuierlich ab. In den Übergangsbereichen können kurzfristig grössere
Übergangsradien, auftreten. Kurze geradlinige Abschnitte, die keinen Einfluss auf
die Funktion haben und insbesondere nicht im Bereich eines Krümmungswechsel liegen,
werden hier nicht betrachtet und demnach auch nicht dargestellt
[0037] Im Bereich zwischen den Sattelpunkten der Gleitfläche 6, 7 und den Sattelpunkten
des Grundrisses 24, 25 nehmen die Gleitflächenradien RS in der Regel vergleichsweise
stärker ab als die Taillierungsradien RG. Dies ist daran zu erkennen, dass die Kurve
der Gleitflächenradien RS im Mittel tendenziell steiler verläuft als die Kurve der
Taillierungsradien RG. Ebenfalls sind die Radien die Gleitflächenradien RS zu den
Sattelpunkten 24, 2.5 des Grundrisses hin tendenziell kleiner als die Taillierungsradien.
[0038] Die Taillierungsradien RG weisen ebenfalls im konvexen Mittelteil zwischen den Sattelpunkten
6, 7 der Gleitfläche 10 (vgl. Figur 3) den grössten mittleren Taillierungsradius auf.
Je nach Anwendungsgebiet und der Art des Schneegleitbrettes (Ski, Snowboard) sind
die Taillierungsradien im mittleren Bereich grösser, gleich oder kleiner als die Gleitflächenradien.
[0039] Aus den Diagrammen der Figuren 12 bis 22 geht ebenfalls hervor, dass die Kurve der
Taillierungsradien RG, ausser in Extrembeispielen, zu den Enden (Spitze, Heck) hin
in der Regel früher abnimmt als die Kurve der Gleitflächenradien RS, die in der Regel
bei den Sattelpunkt ten 6, 7 nach unten zur x-Achse hin abkippen. Die Abkippbereiche
der Taillierungsradien werden schematisch durch die beiden vertikalen Geraden RV und
RH dargestellt Die Abkippbereiche RV und RH liegen in der Regel innerhalb (zwischen)
den Abkippbereichen der Gleitflächenradien 6, 7. Der vordere Abkippbereich RV liegt
mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge L des Schneegleitbrettes von -5% bis zu 20% weiter
von der Spitze (0%) entfernt als der vordere Sattelpunkt 6 der Gleitflächenradien
RS (negative Werte bedeuten ausserhalb des Bereichs zwischen den Sattelpunkten 6,
7). Zum Heck hin ist der Abkippbereich RH mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge ebenfalls
-5 bis 20% vom hinteren Sattelpunkt 7 entfernt.
[0040] In Tabelle 1 sind die Werte der Schneegleitbretter aus den Figuren 12 bis 22 zusammengestellt
Während dem sich die absoluten Werte auf die Gesamtlänge L beziehen, sind die relativen
Werte auf die Länge L
A zwischen den Auflagebereichen 2, 4 im undeformierten Zustand gerichtet Mit Bezugnahme
auf die Gesamtlänge L liegt der Abkippbereich der Taillierungsradien RG zwischen den
Maximalwerten 13% und 17% mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge L Die Sattelpunkte 6,
7 im Seitenriss gibt an wie weit das Schneegleitbrett aufrollen kann.

Figur 23 zeigt schematisch den Verlauf der Gleitflächenradien RS und Figur 24 den
Verlauf der Taillierungsradien RG im Bereich der vorderen Aufrollflächen 17 (Spitze
bis Sattelpunkt 6) der Schneegleitbretter gemäss Tabelle 1 und den Figuren 12 bis
22 (vgl. Figur 3). Die x-Achse ist skaliert auf 100% Länge des jeweiligen Schneegleitbrettes.
Die y-Achse zeigt den Radius in Millimeter. Zu erkennen ist, dass die Radien bereichsweise
ansteigen. Schwankungen können sich aus Messwerten ergeben.
1. Schneegleitbrett (1) mit einer Spitze (8), einem Mittelteil (13) und einem Heck (9)
und mit einer Gleitfläche (10) mit einer konkaven Spitzaufbiegung (21), einem konvexen
Mittelteil (22) und einer konkaven Endaufbiegung (23), wobei die konkave Spitzaufbiegung
(21) im Bereich eines vorderen Sattelpunktes (6) in den konvexen Mittelteil (22) der
Gleitfläche (10) mündet, wobei die Gleitfläche (10) im Bereich der Spitzaufbiegung
(21) eine konkave Aufrollfläche (17) aufweist, die ein belastungsabhängiges Verschieben
des Kantendruckes ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in einem Bereich begrenzt durch jeweils benachbarte Sattelpunkte (6, 24;
7, 25) eines Seitenrisses und eines Grundrisses der Gleitfläche Gleitflächenradien
(RS) und Taillierungsradien (RG) abnehmen, wobei die Bereiche in denen das Vorzeichen
der Krümmung wechselt als Sattelpunkt bezeichnet werden.
2. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konkave Aufrollfläche (17) einen konstanten Krümmungsradius (R1) aufweist.
3. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius (R1) der Aufrollfläche (17) zum vorderen Ende des Schneegleitbrettes
(1) hin abnimmt.
4. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius (R1) der Aufrollfläche (17) zum vorderen Ende des Schneegleitbrettes
(1) hin zumindest bereichsweise kontinuierlich abnimmt.
5. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius (R1) der Aufrollfläche (17) zum vorderen Ende des Schneegleitbrettes
(1) hin zumindest bereichsweise diskontinuierlich abnimmt.
6. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächenradien (RS) im Mittel stärker abnehmen als die Taillierungsradien
(RG).
7. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurve der Taillierungsradien zu den Enden (8, 9) hin früher abnimmt als die Kurve
der Gleitflächenradien.
8. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Abkippbereiche (RV, RH) zwischen den Sattelpunkten der Gleitfläche
(6, 7) liegt und mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge (L) des Schneegleitbrettes (1)
0% bis 20% vom am nächsten benachbarten Sattelpunkt (6, 7) entfernt ist.
9. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzaufbiegung (21) im undeformierten Zustand einen vorderen Auflagebereich
(2) bildet, der mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge (L) des Schneegleitbrettes (1)
5% bis 35% vor dem vorderen Sattelpunkt (6) angeordnet ist.
10. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Auflagebereich (2) mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge (L) des Schneegleitbrettes
(1) 8% bis 20% vor dem vorderen Sattelpunkt (6) angeordnet ist.
11. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagebereich (2) mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge (L) des Schneegleitbrettes
(1) 9% bis 14% vor dem vorderen Sattelpunkt angeordnet ist.
12. Schneegleitbrett gemäss einem der Patentansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Auflagebereich (2) im undeformierten Zustand, mit Bezugnahme auf die
Gesamtlänge (L) des Schneegleitbrettes (1), zwischen 8% und 15% von der Vorderkante
(L=0%) des Schneegleitbrettes (1) entfernt angeordnet ist.
13. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagebereich (2) im undeformierten Zustand, mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge
(L) des Schneegleitbrettes (1), zwischen 10% und 13% von der Vorderkante des Schneegleitbrettes
(1) entfernt angeordnet ist.
14. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der Patentansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Quadrantenpunkt, mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge (L) des Schneegleitbrettes
(1), 3% bis 10% vor dem vorderen Auflagebereich (2) angeordnet ist.
15. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere. Quadrantenpunkt, mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge (L) des Schneegleitbrettes
(1), 5% bis 8% vor dem vorderen Auflagebereich angeordnet ist.
16. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (10) im Bereich der Endaufbiegung eine Aufrollfläche (17) aufweist.
17. Schneegleitbrett (1) gemäss Patentanspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Endaufbiegung (23) im undeformierten Zustand eine Auflagefläche (4) bildet, die
mit Bezugnahme auf die Gesamtlänge (L) des Schneegleitbrettes (1) 4% bis 30% hinter
dem hinteren Sattelpunkt (7) angeordnet ist
18. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius (R1) zumindest einer Aufrollfläche (17) im Bereich des zugeordneten
Sattelpunktes (6, 7) zwischen 500mm und 30'000mm beträgt.
19. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius (R1) zumindest einer Aufrollfläche (17) im zugeordneten Auflagebereiche
(2, 4) 500mm bis 2000mm beträgt.
20. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der Patentansprüche 4 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius (R1) der Gleitfläche (10) im Bereich der Spitzaufbiegung (21)
des Schneegleitbrettes (1) zumindest bereichsweise zwischen 200mm und 500mm beträgt.
21. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (8) im Grundriss stumpf ausgebildet ist und im mittleren Bereich (19)
eine Krümmung aufweist, die kleiner ist als in den Eckbereichen (18).
22. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneegleitbrett (1) ein Snowboard ist.
23. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneegleitbrett (1) rein Ski ist.
24. Schneegleitbrett (1) gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneegleitbrett ein Monoski ist.
1. Snow sliding board (1) having a tip (8), a central part (13) and a rear (9) and having
a sliding surface (10) with a concave bent-up tip portion (21), a convex central part
(22) and a concave bent-up end portion (23), wherein the concave bent-up tip portion
(21) opens out into the convex central part (22) of the sliding surface (10) in the
region of a front saddle point (6), and wherein the sliding surface (10), in the region
of the bent-up tip portion (21), has a concave roll-up surface (17) which allows loading-dependent
displacement of the edge pressure, characterized in that the sliding-surface radii (RS) and waisting radii (RG) decrease at least in a region
bounded by respectively adjacent saddle points (6, 24; 7, 25) of a lateral projection
and of a horizontal projection of the sliding surface, wherein the regions in which
the algebraic sign of the curvature changes are referred to as a saddle point.
2. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 1, characterized in that the concave roll-up surface (17) has a constant radius of curvature (R1).
3. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 1, characterized in that the radius of curvature (R1) of the roll-up surface (17) decreases in the direction
of the front end of the snow sliding board (1).
4. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 3, characterized in that the radius of curvature (R1) of the roll-up surface (17) decreases continuously,
at least in certain regions, in the direction of the front end of the snow sliding
board (1).
5. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 3, characterized in that the radius of curvature (R1) of the roll-up surface (17) decreases discontinuously,
at least in certain regions, in the direction of the front end of the snow sliding
board (1).
6. Snow sliding board (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the sliding-surface radii (RS) decrease to a more pronounced extent on average than
the waisting radii (RG).
7. Snow sliding board (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the curve of the waisting radii decreases earlier in the direction of the ends (8,
9) than the curve of the sliding-surface radii.
8. Snow sliding board (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that at least one of the tilting regions (RV, RH) is located between the saddle points
of the sliding surface (6, 7) and, in respect of the overall length (L) of the snow
sliding board (1), is spaced apart by 0% to 20% away from the nearest saddle point
(6, 7).
9. Snow sliding board (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the bent-up tip portion (21), in the non-deformed state, forms a front bearing region
(2) which, in respect of the overall length (L) of the snow sliding board (1), is
arranged 5% to 35% in front of the front saddle point (6).
10. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 9, characterized in that the front bearing region (2), in respect of the overall length (L) of the snow sliding
board (1), is arranged 8% to 20% in front of the front saddle point (6).
11. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 10, characterized in that the bearing region (2), in respect of the overall length (L) of the snow sliding
board (1), is arranged 9% to 14% in front of the front saddle point.
12. Snow sliding board according to one of Patent Claims 9 to 11, characterized in that the front bearing region (2), in the non-deformed state, in respect of the overall
length (L) of the snow sliding board (1), is spaced apart by between 8% and 15% from
the front edge (L = 0%) of the snow sliding board (1).
13. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 12, characterized in that the bearing region (2), in the non-deformed state, in respect of the overall length
(L) of the snow sliding board (1), is spaced apart by between 10% and 13% from the
front edge of the snow sliding board (1).
14. Snow sliding board (1) according to one of Patent Claims 2 to 13, characterized in that the front quadrant point, in respect of the overall length (L) of the snow sliding
board (1), is arranged 3% to 10% in front of the front bearing region (2).
15. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 14, characterized in that the front quadrant point, in respect of the overall length (L) of the snow sliding
board (1), is arranged 5% to 8% in front of the front bearing region.
16. Snow sliding board (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the sliding surface (10) has a roll-up surface (17) in the region of the bent-up
end portion.
17. Snow sliding board (1) according to Patent Claim 16, characterized in that the bent-up end portion (23), in the non-deformed state, forms a bearing surface
(4) which, in respect of the overall length (L) of the snow sliding board (1), is
arranged 4% to 30% behind the rear saddle point (7).
18. Snow sliding board (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the radius of curvature (R1) of at least one roll-up surface (17) in the region of
the associated saddle point (6, 7) is between 5000 mm and 30 000 mm.
19. Snow sliding board (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the radius of curvature (R1) of at least one roll-up surface (17) in the associated
bearing regions (2, 4) is 500 mm to 2000 mm.
20. Snow sliding board (1) according to one of Patent Claims 4 to 19, characterized in that the radius of curvature (R1) of the sliding surface (10) at least in certain regions
of the bent-up tip portion (21) of the snow sliding board (1) is between 200 mm and
500 mm.
21. Snow sliding board (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the tip (8) is of blunt design as seen in horizontal projection and, in the central
region (19), has a curvature which is smaller than in the corner regions (18).
22. Snow sliding board (1) according to one of PatentClaims 1 to 21, characterized in that the snow sliding board (1) is a snowboard.
23. Snow sliding board (1) according to one of PatentClaims 1 to 21, characterized in that the snow sliding board (1) is a ski.
24. Snow sliding board (1) according to one of Patent Claims 1 to 21, characterized in that the snow sliding board is a monoski.
1. Planche destinée à la glisse sur neige (1) comprenant une partie avant (8), une partie
centrale (13) et une partie arrière (9) ainsi qu'une surface de glisse (10) avec un
recourbement vers le haut concave de la partie avant (21), une partie centrale convexe
(22) et un recourbement vers le haut concave de la partie arrière (23), le recourbement
vers le haut concave de la partie avant (21) se prolongeant dans la région d'un point
de col avant (6) dans la partie centrale convexe (22) de la surface de glisse (10),
la surface de glisse (10) présentant dans la région du recourbement vers le haut de
la partie avant (21) une surface de roulement concave (17), qui permet un décalage
de la pression de l'arête en fonction de la contrainte, caractérisée en ce qu'au moins dans une région limitée par des points de col adjacents respectifs (6, 24
; 7, 25) d'une élévation et d'un plan de la surface de glisse, des rayons de la surface
de glisse (RS) et des rayons de profilage (RG) diminuent, les régions dans lesquelles
le signe de la courbure change étant appelées points de col.
2. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface de roulement concave (17) présente un rayon de courbure constant (R1).
3. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rayon de courbure (R1) de la surface de roulement (17) diminue vers l'extrémité
avant de la planche de surf sur neige (1).
4. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que le rayon de courbure (R1) de la surface de roulement (17) diminue au moins en partie
de manière continue vers l'extrémité avant de la planche destinée à la glisse sur
neige (1).
5. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que le rayon de courbure (R1) de la surface de roulement (17) diminue au moins en partie
de manière discontinue vers l'extrémité avant de la planche destinée à la glisse sur
neige (1).
6. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que les rayons de la surface de glisse (RS) diminuent plus fortement au centre que les
rayons de profilage (RG).
7. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la courbe des rayons de profilage aux extrémités (8, 9) diminue plus tôt que la courbe
des rayons de la surface de glisse.
8. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce qu'au moins l'une des régions de basculement (RV, RH) se situe entre les points de col
de la surface de glisse (6, 7), et est éloignée de 0% à 20% du point de col (6, 7)
le plus proche en référence à la longueur totale (L) de la planche destinée à la glisse
sur neige (1).
9. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le recourbement vers le haut de la partie avant (21) forme, dans l'état non déformé,
une région d'appui avant (2), qui est disposée à 5% à 35% avant le point de col avant
(6) en référence à la longueur totale (L) de la planche destinée à la glisse sur neige
(1).
10. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 9, caractérisée en ce que la région d'appui avant (2) est disposée à 8% à 20% avant le point de col avant (6)
en référence à la longueur totale (L) de la planche de surf sur neige (1).
11. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 10, caractérisée en ce que la région d'appui (2) est disposée à 9% à 14% avant le point de col avant en référence
à la longueur totale (L) de la planche destinée à la glisse sur neige (1).
12. Planche destinée à la glisse sur neige selon l'une quelconque des revendications 9
à 11, caractérisée en ce que la région d'appui avant (2), dans l'état non déformé, est disposée entre 8% et 15%
à l'écart de l'arête avant (L=0%) de la planche destinée à la glisse sur neige (1)
en référence à la longueur totale (L) de la planche destinée à la glisse sur neige
(1).
13. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 12, caractérisée en ce que la région d'appui (2), dans l'état non déformé, est disposée entre 10% et 13% à l'écart
de l'arête avant de la planche destinée à la glisse sur neige (1) en référence à la
longueur totale (L) de la planche destinée à la glisse sur neige (1).
14. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
2 à 13, caractérisée en ce que le point de quadrant avant est disposé à 3% à 10% avant la région d'appui avant (2),
en référence à la longueur totale (L) de la planche destinée à la glisse sur neige
(1).
15. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 14, caractérisée en ce que le point de quadrant avant est disposé à 5% à 8% avant la région d'appui avant en
référence à la longueur totale (L) de la planche destinée à la glisse sur neige (1).
16. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la surface de glisse (10) présente une surface de roulement (17) dans la région du
recourbement vers le haut de la partie arrière.
17. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon la revendication 16, caractérisée en ce que le recourbement vers le haut (23) de la partie arrière forme, dans l'état non déformé,
une surface d'appui (4), qui est disposée à 4% à 30% derrière le point de col arrière
(7) en référence à la longueur totale (L) de la planche destinée à la glisse sur neige
(1).
18. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le rayon de courbure (R1) ait une surface de roulement (17) dans la région du point
de col associé (6, 7) entre 5000 mm et 30 000 mm.
19. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le rayon de courbure (R1) ait une surface de roulement (17) dans les régions d'appui
associées (2, 4) d'au moins 500 mm à 2000 mm.
20. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
4 à 19, caractérisée en ce que le rayon de courbure (R1) de la surface de glisse (10) dans la région du recourbement
vers le haut de la partie avant (21) de la planche destinée à la glisse sur neige
(1) ait au moins en partie entre 200 mm et 500 mm.
21. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la partie avant (8) est réalisée sous forme émoussée en plan, et présente dans la
région centrale (19) une courbure qui est inférieure à la courbure dans les régions
des coins (18).
22. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 21, caractérisée en ce que la planche destinée à la glisse sur neige (1) est un snowboard.
23. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 21, caractérisée en ce que la planche destinée à la glisse sur neige (1) est un ski.
24. Planche destinée à la glisse sur neige (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 21, caractérisée en ce que la planche destinée à la glisse sur neige est un monoski.
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