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EP 1 960 197 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.04.2009 Patentblatt 2009/17 |
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Anmeldetag: 13.12.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/012006 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/068468 (21.06.2007 Gazette 2007/25) |
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RAKEL FÜR EINE DRUCKMASCHINE
DOCTOR FOR A PRINTING PRESS
RACLOIR POUR MACHINE D'IMPRESSION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
13.12.2005 DE 202005019482 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.2008 Patentblatt 2008/35 |
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Patentinhaber: Rolf Meyer GmbH |
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22941 Bargteheide (DE) |
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Erfinder: |
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- STÖRTE, Thomas
22941 Bargteheide (DE)
- BEDNARCZYK, Siegfried
21509 Glinde (DE)
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Vertreter: Bosch, Matthias et al |
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Bosch Jehle Patentanwaltsgesellschaft mbH
Flüggenstrasse 13 80639 München 80639 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 110 299 US-A1- 2002 117 107
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FR-A1- 2 707 918
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rakel für eine Druckmaschine mit einem abgerundeten Rakelprofil.
Das Rakelprofil ist die Querschnittsform des an einer Walze anzuliegen bestimmten
Randes des Rakels. Bei einem bekannten Rakel (
DE-2110299 A) ist das Rakelprofil einseitig abgerundet ausgebildet. Der gegen die Walze anstellbare
Teil des Rakels ist im Abstreifbereich mit einem gegen die Walze konvex gekrümmten
Querschnitt ausgebildet. Der Rakelspalt verengt sich dadurch allmählich im Einlauf
und erweitert sich sanft im Auslauf. Dadurch soll erreicht werden, daß störende Partikeln,
insbesondere Farb- und Papierstaub durch die Engstelle mitgerissen werden und sich
nicht störend vor dem Rakel ablagern können. Dieses Rakel scheint niemals praktisch
angewendet worden zu sein. Das mag damit zusammenhängen, daß störende Ablagerungen
auf einfachere Weise wirksam verhindert werden können.
[0002] Die Erfindung hat jedoch erkannt, daß sich durch die Abrundung des Rakelprofils eine
andere wichtige Aufgabe lösen läßt, nämlich ein schnelles, konstantes Anrakeln zu
erreichen. Dies gelingt dadurch, daß bei einem Rakelwinkel zwischen etwa 20 und 40°
der Krümmungswinkel des Rakelprofils von der Spitze zur Flanke hin zunimmt. Bei dem
dem Rakelwinkel entsprechenden Tangentenpunkt ist der Krümmungsradius größer als bei
dem Tangentenpunkt, der einem um 20° größeren Rakelwinkel entspricht und kleiner als
bei dem Tangentenpunkt der einem um 15° kleineren Rakelwinkel entspricht. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform, die für einen Rakelwinkel um 30° vorgesehen ist, ist
der Krümmungsradius des Rakelprofils am 30°-Tangentenpunkt größer als am 50°-Tangentenpunkt
und kleiner als am 15°-Tangentenpunkt. Vorzugsweise ist er größer als am 40°-Tangentenpunkt
und/oder kleiner als am 20°-Tangentenpunkt. Unter dem Tangentenpunkt zu einem bestimmten
Winkel ist derjenige Punkt des Profils zu verstehen, an dem eine Tangente anliegt,
die diesen Winkel mit der Mittelachse des Profils einschließt. Bei dem Winkel handelt
es sich um denjenigen Winkel, unter welchem das Rakel gegenüber der Tangente im Berührungspunkt
der Walzenoberfläche angestellt ist
[0003] Der Krümmungsradius im 30°-Tangentenpunkt liegt zweckmäßigerweise zwischen der halben
und der dreifachen Dicke des Rakelblechs, vorzugsweise zwischen der 0,8- und 2-fachen
und weiter vorzugsweise zwischen der 1- und 1,5-fachen Dicke. Die Krümmungsradien
im 50°-, 30°- und 15°-Tangentenpunkt verhalten sich vorzugsweise wie (0,4 bis 0,7)
zu 1 zu (1,5 bis 4).
[0004] Das erfindungsgemäße Rakelprofil gestattet es, auf eine Dünnschlifflamelle zu verzichten.
Darunter versteht man ein Rakelprofil, das von einem Abschnitt mit einer im wesentlichen
konstanten, aber wesentlich geringeren Dicke gebildet ist als das übrige Rakelmesser.
Sie hat den Nachteil, daß sie aufwendig in der Herstellung ist und in manchen Anwendungsfälle
die Elastizitätseigenschaften des Rakels und das Anrakeln ungünstig beeinflußt. Das
erfindungsgemäße Rakel zeichnet sich demgegenüber vorteilhafterweise dadurch aus,
daß die Dicke des Rakelmessers von der Einspannstelle bis zum Rakelprofil durchgehend
gleich ist.
[0005] Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung ist das Rakelprofil beidseitig symmetrisch
ausgebildet. Dadurch werden die Fehler vermieden, die bei unsymmetrischem Rakelprofil
mitunter durch verkehrtes Einsetzen des Rakels vorkommen. Es kann auch von Interesse
sein, ein bereits auf einer Seite benutztes Rakel zu wenden und mit der anderen Seite
noch einmal zu benutzen.
[0006] Die Formung des Profils kann beispielsweise durch Schleifen oder Funkenerosion erfolgen.
[0007] Es wurde festgestellt, daß das erfindungsgemäße Rakel beim Einsatz in einer Kammerrakelvorrichtung
zu einem besseren Farbeinschluß in der Kammer und zu einem geringeren Ablegen der
Farbe führt.
[0008] Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert,
die ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigen:
- Fig. 1
- das Rakelprofil und
- Fig. 2
- die Anwendung bei einer Rakelkammer.
[0009] Das Rakel 1, das in der Regel aus federndem Metall besteht und eine Dicke von beispielsweise
0,1 mm hat, besitzt einen Endabschnitt oder Rand 2, der zur Anlage an der Oberfläche
einer Walze 4 bestimmt ist. Das Rakel ist beispielsweise an einer Kammerrakel 5 für
Flexo-Druck angeordnet. Das Rakelprofil 3 zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus,
daß sein Krümmungsradius in demjenigen Bereich 6, in welchem es zur Anlage des Rakelmessers
an der Oberfläche der Walze 4 kommen kann, von der Spitze 7 zur Flanke 8 hin zunimmt.Die
Rakeldicke ist zweckmäßigerweise im übrigen konstant. Sie liegt im allgemeinen in
der Größenordnung von 0,1 bis 0,3 mm
[0010] Der üblicherweise bevorzugte Rakelwinkel, das ist der Winkel Alpha, unter welchem
das Rakel 1 gegenüber der Walzentangente 9 im Berührungspunkt angestellt ist, wird
häufig in der Größenordnung von 30° gewählt. In diesem Fall liegt das Rakelprofil
im Neuzustand mit seinem Punkt 10 an der Walzenoberfläche 3 an. Dieser Punkt wird
hier als 30°-Tangentenpunkt bezeichnet. Der Krümmungsradius des Profils in diesem
Punkt ist größer als in jedem innerhalb des Bereichts 6 näher zur Spitze 7 hin liegenden
Punkt. Er ist insbesondere größer als im 50°-Tangentenpunkt 11 und kleiner als im
15°-Tangentenpunkt 12. Vorzugsweise ist er größer als in dem (nicht dargestellten)
40°-Tangentenpunkt und/oder kleiner als am (nicht gezeigten) 20°-Tangentenpunkt. Vorzugsweise
vollzieht sich die Änderung des Krümmungsradius kontinuierlich. Jedoch ist dies nicht
unbedingt erforderlich.
[0011] Je kleiner der Rakelwinkel ist, umso größer bildet sich später nach Materialabtrag
vom Rakelmesser dessen an der Walzenoberfläche 3 anliegende Fase aus. Um so größer
ist bei Wahl des erfindungsgemäßen Rakelprofils auch derjenige Oberflächenbereich
des Rakelmessers, der im Anfangszustand der Walzenoberfläche unmittelbar nahe ist.
Um so geringer ist der Unterschied zwischen der Form des Rakelprofils im Neuzustand
und im späteren Zustand. Um so geringer ist auch der Unterschied in der Rakelwirkung.
Daraus ergibt sich ein schnelles Anrakeln ohne wesentliche Änderung der Druckqualität.
Da dies ohne Dünnschliff erreicht wird, erhält man auch eine hohe Stabilität im Arbeitsbereich
ohne die bei einer herkömmlichen Dünnschlifflamelle auftretende Durchbiegung.
[0012] Infolge der symmetrischen Gestalt des Rakelprofils braucht beim Einsetzen des Rakelmessers
nicht auf dessen Ausrichtung geachtet zu werden. Dies vereinfacht die Montage und
verhütet Fehler durch Fehlausrichtung.
1. Rakel für eine Druckmaschine mit einem abgerundeten Rakelprofil (3), dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius des Rakelprofils (3) bei dem dem Rakelwinkel (α) entsprechenden
Punkt (10) größer ist als an einem um 20° weiter spitzenwärts liegenden Tangentenpunkt
(11) und kleiner als an einem 15° weiter flankenwärts liegenden Tangentenpunkt (12),
wobei der Tangentenpunkt zu einem bestimmten Winkel derjenige Punkt des Profils ist,
an dem eine daran anliegende Tangente diesen Winkel mit der Mittelachse des Profils
einschließt.
2. Rakel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius des Rakelprofils (3) am 30°-Tangentenpunkt (10) größer ist als
am 50°-Tangentenpunkt (11) und kleiner als am 15°-Tangentenpunkt (12).
3. Rakel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius am 30°-Tangentenpunkt (10) größer als am 40°-Tangentenpunkt und/oder
kleiner als am 20°-Tangentenpunkt ist.
4. Rakel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelprofil (3) beidseitig symmetrisch ist.
5. Rakel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius im 30°-Tangentenpunkt zwischen der halben und der dreifachen
Rakelblechdicke liegt.
6. Rakel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Krümmungsradien im 50°-, 30°- und 15°-Tangentenpunkt verhalten wie (0,4
bis 0,7) zu 1 zu (1,5 bis 4).
7. Rakel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß seine Dicke im übrigen konstant ist.
1. A doctor for a printing press having a rounded doctor profile (3), characterized in that the radius of curvature of the doctor profile (3) is greater at the point (10) which
corresponds to the doctor angle (α) than at a tangent point (11) which lies 20° further
towards the tip, and smaller than at a tangent point (12) which lies 15° further towards
the flank, wherein the tangent point to a particular angle is that point of the profile
at which a tangent that is in contact therewith includes this angle with the central
axis of the profile.
2. The doctor according to claim 1, characterized in that the radius of curvature of the doctor profile (3) at the 30° tangent point (10) is
greater than at the 50° tangent point (11), and smaller than at the 15° tangent point
(12).
3. The doctor according to claim 2, characterized in that the radius of curvature at the 30° tangent point (10) is greater than at the 40°
tangent point, and/or smaller than at the 20° tangent point.
4. The doctor according to any of claims 1 to 3, characterized in that the doctor profile (3) is symmetrical at both sides.
5. The doctor according to any of claims 1 to 4, characterized in that the radius of curvature at the 30° tangent point lies between the half and the threefold
doctor sheet strength.
6. The doctor according to any of claims 1 to 5, characterized in that the radiuses of curvature at the 50°, 30°, and 15° tangent points behave like (0.4
to 0.7) to 1 to (1.5 to 4).
7. The doctor according to any of claims 1 to 6, characterized in that its strength is constant for the rest.
1. Racloir pour machine d'impression avec un profil de racloir arrondi (3), caractérisé en ce que le rayon de courbure du profil de racloir (3) au point (10) correspondant à l'angle
(α) du racloir est supérieur à celui à un point de tangence (11) se trouvant à 20°
en direction de la pointe, et inférieur à celui à un point de tangence (12) se trouvant
à 15° en direction du flanc, le point de tangence à un angle déterminé étant ce point
du profil où une tangente touchant ledit point renferme cet angle avec l'axe central
du profil.
2. Racloir selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rayon de courbure du profil de racloir (3) au point de tangence (10) à 30° est
supérieur à celui au point de tangence (11) à 50° et inférieur à celui au point de
tangence (12) à 15°.
3. Racloir selon la revendication 2, caractérisé en ce que le rayon de courbure au point de tangence (10) à 30° est supérieur à celui au point
de tangence à 40° et/ou inférieur à celui au point de tangence à 20°.
4. Racloir selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le profil du racloir (3) est symétrique des deux côtés.
5. Racloir selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le rayon de courbure au point de tangence à 30° est compris entre la moitié et le
triple de l'épaisseur de la tôle du racloir.
6. Racloir selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les rayons de courbure aux points de tangence à 50°, 30° et 15° se trouvent dans
le rapport de (0,4 à 0,7) à 1 à (1,5 à 4).
7. Racloir selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que son épaisseur est en outre constante.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente