[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer konstanten
Zugspannung auf eine Materialbahn, insbesondere auf eine in einem Etikettiergerät
verwendete Etikettenbahn, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der Praxis ist es häufig notwendig, die Zugspannung, welche auf eine geförderte
Materialbahn einwirkt, zumindest annähernd konstant zu halten. Beispielsweise ist
dies der Fall bei Etikettiergeräten, mittels denen unter anderem Selbstklebeetiketten
von einer Etikettenträgerbahn abgezogen und positionsgenau auf zu etikettierende Produkte
aufzubringen sind. Die Etikettenträgerbahn ist dabei zu einer Rolle aufgewickelt und
wird von dieser mittels stromabwärts der Etikettenrolle angeordneten Antriebswalzen
abgezogen sowie der Spendekante des Etikettiergerätes, an der die Etiketten von der
Etikettenträgerbahn abgelöst werden, zugeführt. Die Etiketten können dabei unbedruckt
oder bereits bedruckt sein. Im ersteren Fall ist vor der Spendekante noch eine Druckeinheit
angeordnet.
[0003] Während des Gebrauchs einer Etikettenrolle verringert sich deren Durchmesser, so
dass sich das Gewicht der Etikettenrolle reduziert und damit ebenfalls die Massenträgheit
bzw. das Massenträgheitsmoment der Etikettenrolle abnimmt. Die Massenträgheit hat
aber großen Einfluss auf die Präzision des Appliziervorgangs, d.h. auf die Präzision
beim Aufbringen des Etiketts auf ein an der Spendekante vorbeibewegendes Produkt.
Die Geschwindigkeit des Produkts kann beispielsweise bis zu 40m/s betragen, so dass
die Etikettenbahn und damit auch die Etikettenrolle aus dem Stand auf diese Geschwindigkeit
beschleunigt werden muss. Zwar kann zu Beginn des Einsatzes der Etikettenrolle die
dabei vorhandene anfängliche Massenträgheit in der Einstellung des Etikettiergeräts
berücksichtigt werden, jedoch verändert sich, wie vorstehend erwähnt, die Massenträgheit
bei zunehmenden Gebrauch der Etikettenrolle.
[0004] Um bei der Veränderung des Durchmessers der Etikettenrolle mit den vorstehend geschilderten
Folgen einen Ausgleich für die Zugspannung, die sich in Folge dieser Durchmesseränderung
ebenfalls ändert, bereitzustellen, ist es in der Praxis bekannt, zwischen der Etikettenrolle
und der Spendekante einen sogenannten Tänzerarm zwischenzuschalten, an dem die Etikettenträgerbahn
vorbeigeführt wird. Dieser Tänzerarm kann ein schwenkbarer Hebel sein, der an seinem
einen Ende drehbar an dem Gehäuse des Etikettiergeräts angelenkt ist und an seinem
anderen Ende mit einer Rolle, um die die Etikettenträgerbahn herumgeführt wird, versehen
ist. Weiterhin ist dieser Tänzerarm in seine Ausgangsstellung durch eine Torsionsfeder
vorgespannt. Wird die Zugspannung auf die Etikettenträgerbahn erhöht, so wird der
Tänzerarm aus seiner Ausgangsstellung entgegen der Federkraft der Torsionsfeder ausgelenkt
und setzt mit zunehmender Auslenkung ein wachsendes Drehmoment der Auslenkbewegung
entgegen.
[0005] Es hat sich hierbei als nachteilig erwiesen, dass der Widerstand, den der Tänzerarm
der sich ggf. verändernden, insbesondere steigenden Zugspannung entgegensetzt, nicht
konstant über seinen gesamten Bewegungsbereich ist, so dass im Ergebnis die Zugspannung
der Etikettenträgerbahn ebenfalls nicht konstant ist. Darüber hinaus ist die Lebensdauer
einer Torsionsfeder verhältnismäßig gering, so dass schon nach kurzer Zeit die Torsionsfeder
ausgewechselt werden muss oder aber während des Betriebes bricht so dass das Etikettiergerät
nicht mehr einsetzbar ist. Weiterhin handelt es sich bei der Torsionsfeder um ein
verhältnismäßig kompliziertes Bauteil, die sowohl wegen der für ihre Montage notwendigen
Maßnahmen an dem Etikettiergerät als auch ihrer verhältnismäßig teueren Beschaffung
die Kosten des Etikettiergeräts erhöht.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die bei einfachem Aufbau eine kostengünstige Lösung für einen Zugspannungsausgleich
bereitstellt.
[0007] Die vorstehende Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. In den sich
daran anschließenden Ansprüchen 2 bis 15 finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen
hierzu.
[0008] Die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer zumindest
annähernd konstanten Zugspannung auf eine Materialbahn, vorzugsweise auf eine in einem
Etikettiergerät verwendete Etikettenbahn enthält: eine ortsfeste Drehachseneinrichtung
mit einer geometrischen Drehachse und eine aus einer Ausgangsstellung um die Drehachse
der Drehachseneinrichtung drehbare Zugspannungsausgleichseinrichtung, welche eine
Krafteinheit aufweist, die eine der Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung
aus der Ausgangsstellung entgegenwirkende Kraft auf die Zugspannungsausgleichseinrichtung
ausübt. Dabei ist die Kraft der Krafteinheit eine an der Zugspannungsausgleichseinrichtung
an einem Kraftangriffspunkt mit einem radialen Abstand zu der Drehachse der Drehachseneinrichtung
angreifende, linear wirkende Kraft.
[0009] Hiernach besteht die Möglichkeit, dass die Zugspannungsausgleichseinrichtung einfachst
und damit sehr kostengünstig aufgebaut sein kann. Denn generell gilt, dass Krafterzeugungseinrichtungen,
die eine linear wirkende Kraft hervorbringen, sehr einfach gestattet sind und damit
kostengünstig hergestellt werden können. Darüber hinaus sind die in der Zugspannungsausgleichseinrichtung
vorzusehenden Montageeinrichtungen für die Krafteinheit ebenfalls einfach aufgebaut,
was wiederum die Gesamtkosten des Gerätes, an dem die erfindungsgemäße Vorrichtung
eingesetzt ist, sinken lässt. Die Zugspannung, welche durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
hervorgerufen wird und welche einen Ausgleich für die Zugspannung bewirkt, die von
dem Gerät, bei dem die erfindungsgemäße Vorrichtung eingesetzt ist, auf die Materialbahn
einwirkt und die sich während der Nutzungsdauer der Materialbahn aus verschiedenen
Gründen, wie vorstehend erwähnt, ändern kann, wird durch ein Drehmoment, welches der
Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung aus Ihrer Ausgangsstellung entgegenwirkt,
hervorgerufen. Mit anderen Worten wird durch die verhältnismäßig einfach aufgebaute
Krafteinheit, welche eine linear wirkende Kraft erzeugt, und dem Abstand zwischen
dem Kraftangriffspunkt dieser Krafteinheit und der Drehachse der Drehachseneinrichtung
ein Drehmoment erzeugt, welches der Bewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung
aus ihrer Ausgangsstellung entgegenwirkt.
[0010] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Krafteinheit in dem Kraftangriffspunkt gegenüber
der Zugspannungsausgleichseinrichtung schwenkbar ist. Hierdurch kann die Bahnkurve
der Krafteinheit gegenüber der Bahnkurve des Anlenkpunktes der Krafteinheit an der
Zugspannungsausgleichseinrichtung verschieden sein. Wird dabei der andere Abstützpunkt
der Krafteinheit ortsfest gehalten, um den sich die Krafteinheit aber ebenfalls verschwenken
kann, kann die Krafteinheit durch das Verschwenken der Zugspannungsausgleichseinrichtung
ggf. betätigt werden.
[0011] Eine Erfindungsidee des vorliegenden Vorschlags besteht darin, dass Wirklinien der
durch die Krafteinheit erzeugten Kraft einen Winkel mit der durch die Dreh und Mittellängsachse
sowie dem Kraftangriffspunkt der Krafteinheit definierten Geraden einschließt, wobei
bevorzugt ist, dass der Winkel zwischen 0° und 90° und insbesondere im Bereich größer
90° und kleiner 90° liegt. Ist dabei der Winkel zwischen der Kraftlinie der durch
die Krafteinheit hervorgerufenen, linear wirkenden Kraft und dem radialen Abstand
zwischen der Drehachse sowie dem Kraftangriffspunkt veränderbar, so kann die aus der
durch die Krafteinheit erzeugten Kraft abgeleitete Kraftkomponente, die ein auf die
Zugspannungsausgleichvorrichtung wirkendes Drehmoment hervorrufen kann, so gesteuert
werden, dass das hierdurch hervorgerufene Drehmoment konstant bleibt. Insbesondere
ist bevorzugt, dass sich der Winkel zwischen der Kraftlinie der durch die Krafteinheit
hervorgerufenen, linear wirkenden Kraft und dem radialen Abstand zwischen der Drehachse
sowie dem Kraftangriffspunkt stetig verändert und/oder insbesondere kleiner wird.
[0012] Grundsätzlich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in Fällen eingesetzt werden,
bei denen der Verlauf der auf die Materialbahn einwirkenden Zugspannung über die Einsatzdauer
der Materialbahn bekannt ist. Wurde beispielsweise durch vorab durchgeführte Versuche
festgestellt, dass die über die Nutzungsdauer einer Materialbahn auf diese einwirkende
Zugspannung mit fortschreitendem Gebrauch abnimmt, kann durch eine entsprechende Gestaltung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Betrag bzw. die Höhe der durch die Krafteinheit
erzeugten Zugspannung bzw. der Betrag des durch die Krafteinheit erzeugten Drehmoments
entsprechend zunehmen. Gleiches gilt für einen umgekehrten Sachverhalt.
[0013] Hierbei kann die Veränderung des Betrages der Krafteinheit einmal über die Krafteinheit
selber gesteuert werden, wie dies nachstehend noch erwähnt wird. Zum anderen besteht
aber auch die Möglichkeit, durch eine Veränderung in der Geometrie der Kraftkomponenten
eine Veränderung herbeizuführen. So ist es beispielsweise denkbar, dass sich durch
eine entsprechende Ausgestaltung diejenigen Kraftkomponente der durch die Krafteinheit
erzeugten Kraft, welche ein auf die Zugspannungsausgleichseinrichtung wirkendes Drehmoment
hervorruft, über den Schwenk- bzw. Drehbereich der Zugspannungsausgleichseinrichtung
verändert, wodurch sich wiederum das Drehmoment verändert. Hierbei ist grundsätzlich
sowohl eine Zunahme als auch eine Abnahme des Betrages dieser Kraftkomponente als
auch eine Kombination hieraus möglich. Bevorzugt ist jedoch, dass sich der Betrag
der Kraftkomponente der durch die Krafteinheit erzeugten Kraft, welche das auf die
Zugspannungsausgleichseinrichtung wirkende Drehmoment hervorruft, zumindest annähernd
gleich bleibt und damit ebenfalls der Betrag des hierdurch hervorgerufenen Drehmoments
zumindest annähernd konstant bleibt.
[0014] Ebenfalls kann ergänzend hierzu oder alternativ vorgesehen werden, dass sich der
Abstand bzw. der Stützabstand zwischen der Drehachse der Drehachseneinrichtung und
dem Kraftantriebspunkt an der Zugspannungsausgleichseinrichtung zumindest teilweise
über die Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung ändert. Durch die Änderung
des Abstandes wird eine Änderung des durch die Kraft der Krafteinheit hervorgerufenen
Drehmoments bewirkt, welches der Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung
aus deren Ausgangsstellung in Folge der auf die Materialbahn einwirkenden Zugspannung
entgegenwirkt. Ebenso kann hierdurch, durch Änderung des Abstandes eine Änderung im
Betrag der das Drehmoment hervorrufenden Kraftkomponente ausgeglichen werden, so dass
insgesamt das sich aus dieser Kraftkomponente und dem Abstand ergebende Drehmoment
zumindest annähernd konstant bleibt. In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft,
wenn eine stetige Änderung des Abstandes zwischen der Drehachse und dem Kraftangriffspunkt
über zumindest nahezu die vollständige Drehbewegung der Zugspannungsausgleichsrichtung
erfolgt. Wie bereits vorstehend dargelegt worden ist, kann dabei der Betrag bzw. die
Höhe der durch die Krafteinheit erzeugten Kraft progressiv oder degressiv oder linear
zunehmen. Im Fall einer progressiven oder linearen Zunahme ist es besonders vorteilhaft,
wenn der Abstand zwischen der Drehachse und dem Kraftantriebspunkt bei der Drehbewegung
der Zugspannungsausgleichsrichtung ausgehend von deren Ausgangsstellung abnimmt.
[0015] Ist der Verlauf der auf die Materialbahn während der Einsatzdauer wirkenden Zugspannung
unbekannt-oder schwankt diese, d.h. die Zugspannung nimmt zu oder ab, so kann auch
eine Lösung durch die erfindungsgemäße Vorrichtung vorgesehen werden, bei der sich
der Betrag bzw. die Höhe der durch die Krafteinheit erzeugten Kraft über die Einsatzdauer
ändert. Beispiele für derartige Krafteinheiten sind Federn, die eine nicht-lineare
Federrate, sei sie nun progressiv oder degressiv, aufweisen.
[0016] Durch die Kombination einer derartigen Krafteinheit mit dem bereits vorstehend angesprochenen
Gedanken, nämlich dass der Winkel zwischen der Kraftlinie, entlang der die durch die
Krafteinheit erzeugte Kraft linear wirkt, und dem Stützabstand zwischen dem Kraftangriffspunkt
und der Drehachse veränderbar ausgestaltet wird, besteht die Möglichkeit, ein zumindest
annähernd konstantes Drehmoment, welches der auf die Materialbahn einwirkenden Zugspannung
entgegenwirkt, bereitzustellen. Dabei kann die Abstimmung in der Weise erfolgen, dass
mit zunehmenden Betrag bzw. zunehmender Höhe der durch die Krafteinheit erzeugten
Kraft der Winkel verändert wird. Mit anderen Worten wird mit ein und derselben Krafteinheit,
die eine linear wirkende Kraft hervorruft, durch deren schwenkbare Anlenkung an der
Zugspannungsausgleichseinrichtung erreicht, dass trotz zunehmenden Betrags der durch
die Krafteinheit erzeugten linear wirkenden Kraft das auf die Zugspannungsausgleichseinrichtung
wirkende Drehmoment zumindest annähernd konstant bleibt, da sich durch die Veränderung
des Winkels die jeweilige Kraftkomponente, die das Drehmoment hervorruft; gleich bleibt.
Durch eine entsprechende geometrische Ausgestaltung des Systems lässt sich dies, wie
dies nachstehend noch näher erläutert wird, erreichen.
[0017] Wie vorstehend dargelegt worden ist, kann eine Veränderung in dem Betrag oder der
Höhe des Drehmoments, welches der Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung
aus deren Ausgangstellung bei zunehmender Zugspannung auf die Materialbahn entgegenwirkt,
durch Veränderung des Betrags der Kraftkomponente der durch die Krafteinheit erzeugten
Kraft, welches das Drehmoment hervorruft, und/oder durch Veränderung des Abstandes
zwischen dem Kraftangriffspunkt und der Drehachse hervorgerufen werden. Dabei wird
zunächst vorausgesetzt, dass sich der Betrag bzw. die Höhe der durch die Krafteinheit
erzeugten Kraft selbst nicht ändert, jedoch durch eine entsprechende geometrische
Ausgestaltung der Betrag der Kraftkomponente dieser Kraft, welche das Drehmoment hervorruft.
Wie ebenfalls bereits vorstehend dargelegt worden ist, kann dies durch eine Veränderung
des Winkels zwischen denjenigen Kraftkomponenten, in die sich die durch die Krafteinheit
erzeugte Kraft in einem Kräfteparallelogramm zerlegen lässt, erreichen. Ebenso besteht
aber durch die erfindungsgemäße Vorrichtung die Möglichkeit, den Betrag der Kraftkomponente,
welches das Drehmoment hervorruft, bzw. den Abstand zwischen dem Kraftantriebspunkt
der Drehachse konstant zu halten, dafür aber den Betrag bzw. die Höhe der durch die
Krafteinheit erzeugten Kraft über den Verlauf der Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung
zumindest abschnittsweise zu ändern. Auch hier ist es bevorzugt, wenn sich der Betrag
bzw. Höhe der durch die Krafteinheit erzeugten Kraft über den Verlauf der Drehbewegung
der Zugspannungsausgleichseinrichtung stetig ändert, vorzugsweise ansteigt. Wie ebenfalls
vorstehend dargelegt worden ist, besteht ein besonderer Erfindungsgedanke des vorliegenden
Vorschlags darin, dass nicht allein der Betrag der Kraftkomponente der durch die Krafteinheit
erzeugten Kraft, welche das Drehmoment hervorruft, verändert wird oder der Abstand
zwischen der Drehachse und dem Kraftangriffspunkt verändert wird oder der Betrag bzw.
die Höhe der durch die Krafteinheit erzeugten Kraft verändert wird, sondern dass beide
Änderungen aufeinander abgestimmt sind. Beispielsweise kann dies dadurch geschehen,
dass als Krafteinheit ein Maschinenelement zum Einsatz gelangt, welches eine linear
wirkende Kraft erzeugt, die bei zunehmender Belastung progressiv oder linear ansteigt.
Ebenso ist selbstverständlich auch ein degressiver Anstieg möglich. Ein derartiges
Maschinenelement wird beispielsweise durch eine Druckfeder mit einer progressiven
Federrate bereitgestellt.
[0018] Die von der Krafteinheit erzeugte, linear wirkende Kraft kann sowohl eine Druckals
auch eine Zugkraft sein. Da Krafteinheiten, die eine Druckkraft erzeugen, im Vergleich
zu Zugkräften erzeugenden Krafteinheiten, häufig eine längere Lebensdauer besitzen,
wird die erfindungsgemäße Vorrichtung besonders bevorzugt, dass die Kraft der Krafteinheit
eine Druckkraft ist.
[0019] Für die Krafteinheit können die unterschiedlichsten Maschinenelemente vorgesehen
werden. So besteht zum einen die Möglichkeit, dass die Krafteinheit durch wenigstens
eine Feder, vorzugsweise eine Druckfeder, welche weiter vorzugsweise eine nicht-linear,
insbesondere progressive Federrate aufweist, gebildet ist. Zum anderen kann die Krafteinheit
durch mindestens eine Gasdruckfeder oder mindestens einen Elektromagneten gebildet
sein. Selbstverständlich ist aber auch jede andere Lösung für die Krafteinheit, durch
die eine linear wirkende Kraft hervorgerufen werden kann, einsetzbar.
[0020] Eine besonders einfache Ausgestaltung der Zugspannungsausgleichseinrichtung hinsichtlich
des einen Abstand zu der Drehachse der Drehachseneinrichtung aufweisenden Kraftangriffspunkts
für die durch die Krafteinheit erzeugte, linear wirkende Kraft kann dadurch erreicht
werden, dass die Zugspannungsausgleichseinrichtung um die Drehachse der Drehachseneinrichtung
drehbar, ist und der Kraftangriffspunkt exzentrisch zu der Drehachse der Drehachseneinrichtung
vorgesehen ist. Dabei kann sich die Krafteinheit einerseits an dem Kraftangriffspunkt
der Zugspannungsausgleichsrichtung und andererseits an einem Kraftangriffspunkt einer
Abstützeinheit abstützen.
[0021] Handelt es sich bei der Krafteinheit beispielsweise um ein Druckfederelement, so
ist es vorteilhaft, wenn die Krafteinheit an ihrem Abstütz- bzw. Kraftangriffspunkt
der Zugspannungsausgleichseinrichtung schwenkbar gehalten ist. Ist darüberhinaus eine
Abstützeinheit vorgesehen, so ist es weiterhin von Vorteil, wenn die Krafteinheit
mit ihrem Abstütz- bzw. Kraftangriffspunkt an der Abstützeinheit und/oder an der Zugspannungsausgleichseinrichtung
jeweils schwenkbar angelenkt ist.
[0022] Ist die Materialbahn, deren Zugspannung zumindest annähernd konstant gehalten werden
soll, zu einer Rolle aufgewickelt, ist es weiterhin vorteilhaft, wenn mindestens eine
Abwickeleinheit vorgesehen ist, die drehbar um die Drehachseneinrichtung an dieser
gehalten ist. Dabei ist es weiterhin von Vorteil, wenn die Abwickeleinheit axial fest
an der Drehachseneinrichtung fixiert ist.
[0023] Um den Einfluss eines Schlupfes, der zwischen der Abwickeleinheit und der zu einer
Rolle aufgewickelten Materialbahn wirken könnte, zu verringern, ist es weiterhin von
Vorteil, wenn die Abwickeleinheit Spannmittel zum vorzugsweise schlupffreien, reversiblen
Aufspannen des Wickelgutes aufweist.
[0024] Damit sich vorzugsweise bei einem Stillstand der Materialbahn diese nicht selbsttätig
bewegt, besteht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung
darin, dass eine ortsfeste Bremseinheit vorgesehen ist, deren Bremskraft vorzugsweise
auf die Abwickeleinheit wirkt. Selbstverständlich kann aber die ortsfeste Bremseinheit
auch auf eine andere Einrichtung bzw. Einheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wirken.
[0025] Da insbesondere zu Beginn einer Vorwärtsbewegung der Materialbahn sich die Zugspannungsausgleichseinrichtung
in ihrer Ausgangsstellung befindet und in dieser Stellung eine unbeabsichtigten Bewegung
der Materialbahn verhindert werden soll, ist es von Vorteil, wenn sich die Bremseinheit
bei in ihrer Ausgangstellung befindlichen Zugspannungsausgleichseinrichtung in ihrer
Bremsstellung befindet.
[0026] Die Bremseinheit kann sowohl durch aktive als auch durch passive Elemente betätigt
werden. Bei einem aktiven Element handelt es sich um einen motorischen Antrieb, wie
beispielsweise einem Hydraulikzylinder. Bei einem passiven Element handelt es sich
um eine Lösung, bei der die Betätigung der Bremseinheit von der Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung
abgeleitet wird. In einem solchen Fall ist es weiterhin bevorzugt, dass die Bremseinheit
mittels wenigstens einem mit der Zugspannungsausgleichseinrichtung in Bewegungs- und
Übertragungsverbindung stehenden Betätigungselement aus ihrer Bremsstellung in ihre
Freigabestellung reversibel bewegbar ist. Hierbei kann das Betätigungselement in Wirkverbindung
mit der Zugspannungsausgleichseinrichtung in der Weise stehen, dass die Drehbewegung
der Zugspannungsausgleichseinrichtung das Betätigungselement betätigt.
[0027] Weiterhin sollte die Bremseinheit einen einfachen Aufbau aufweisen. Bei dem Einsatz
eines Betätigurigselements kann dies dadurch bewirkt werden, dass das Betätigungselement
unmittelbar auf eine Bremsbacke der Bremseinheit wirkt. Um weiterhin die Möglichkeit
zu haben, die Bewegung der Bremsbacke in Abhängigkeit der Drehposition der Zugspannungsausgleichseinrichtung
vorzugsweise variabel steuern zu können, kann das Betätigungselement durch ein Nockenelement
gebildet sein, dessen Nockenoberfläche vorzugsweise einen stetigen Flächenverlauf
aufweist, der aber beispielsweise ungleichmäßige Krümmungsradien besitzt.
[0028] Eine besonders einfache Betätigung der Bremseinheit kann dadurch realisiert werden,
dass mit Beginn der Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung die Bremseinheit
aus ihrer bremsstellung lösbar ist. Dabei ist es weiterhin von Vorteil, wenn das Lösen
der Bremseinheit aus ihrer Bremsstellung stetig erfolgt.
[0029] Wie bereits vorstehend erwähnt, kann die Bremseinheit durch aktive Elemente, beispielsweise
einen Hydraulikzylinder betätigt werden. Jedoch ist, wie dies eingangs erläutert worden
ist, bei derartigen Vorrichtungen zur Aufrechterhaltung einer zumindest annähernd
konstanten Zugspannung erwünscht, dass diese einfach und damit kostengünstig aufgebaut
sind. In einem solchen Fall ist es vorteilhaft, wenn die Bremseinheit in ihrer Bremsstellung
mittels wenigstens einem Vorspannelement vorgespannt ist. Dabei kann es weiterhin
von Vorteil sein, dass die Vorspannkraft des Vorspannelements auf die Kraft der Krafteinheit
in der Weise abgestimmt ist, dass sie dieser additiv hinzufügbar ist. Handelt es sich
beispielsweise bei der Krafteinheit um eine Druckfeder, so weist diese in aller Regel
zu Beginn ihres Federweges nur eine sehr geringe Kraft auf. Diese anfängliche Lücke
im Kraftverlauf der Krafteinheit kann dann durch das Vorspannelement der Bremseinheit
überbrückt werden.
[0030] Für die Vorspannung der Bremseinheit können die unterschiedlichsten Maschinenelemente
eingesetzt werden. Es ist vorteilhaft, wenn die Vorspannung der Bremseinheit mittels
wenigstens einem Federelement, vorzugsweise einer Zugfeder auftragbar ist.
[0031] Für den Aufbau der Bremseinheit können wiederum unterschiedliche Lösungen vorgesehen
werden. Eine besonders einfache Gestaltung der Bremseinheit ist dadurch erzielbar,
dass die Bremseinheit durch eine Backenbremse gebildet ist, deren wenigstens eine
Bremsbacke starr mit der Drehachseneinrichtung verbunden ist, wobei die Bremsbacke
auf eine mit der Abwickeleinheit drehfest verbundenen Bremstrommel einwirkt. Die Bremstrommel
kann dabei konzentrisch zur Drehachse der Drehachseneinrichtung drehbar angeordnet
sein und die Bremseinheit zwei Bremsbacken aufweisen, die symmetrisch zu der Bremstrommel
angeordnet sind. Wie bereits erwähnt, können dabei die Bremsbacken durch wenigstens
eine Zugfeder in die Bremsstellung der Bremseinheit vorgespannt sein.
[0032] Damit insbesondere die Krafteinheit zur Aufbringung der linear wirkenden Kraft vor
Beschädigung geschützt ist, kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Zugspannungsausgleichseinrichtung
ein Gehäuse umfasst, welches zumindest teilweise Bestandteile der Drehachseneinrichtung
und/oder der Krafteinheit umschließt. Hierbei kann weiterhin vorgesehen sein, dass
die Drehachse der Drehachseneinrichtung innerhalb des Gehäuses liegt. Eine derartige
Anordnung erlaubt es, dass die Gewichtsverteilung der Zugspannungsausgleichseinrichtung
bezüglich der Drehachse der Drehachseneinrichtung symmetrisch ist. Hierdurch lässt
sich erreichen, dass die Zugspannungsausgleichseinrichtung so ausgestaltet wird, dass
sie unabhängig von der Position, d.h. in jeder beliebigen Lage innerhalb der Maschine,
in der sie Verwendung findet, angeordnet werden kann.
[0033] Das Gehäuse kann dabei jede beliebige Form annehmen. Besonderes bevorzugt ist, wenn
das Gehäuse in Draufsicht die Form eines Vierecks, vorzugsweise die Form eines Rhombus,
weiter vorzugsweise die Form eines Drachenvierecks aufweist. Dabei kann der Schnittpunkt
der Diagonalen des Vierecks auf der Drehachse der Drehachseneinrichtung liegen.
[0034] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sowie ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung werden nachstehend anhand der Zeichnungsfiguren erläutert. Dabei ist zu
bemerken, dass sich die während der Beschreibung verwendeten Begriffe "rechts", "links",
"unten" und "oben" auf die Zeichnungsfiguren in einer Ausrichtung beziehen, in der
die Bezugsziffern sowie Figurenbezeichnungen normal lesbar sind. Hierbei ist:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Etikettiergeräts, bei der die erfindungsgemäße
Vorrichtung Verwendung findet;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explösionsdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 3
- eine Zusammenbauzeichnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, betrachtet von deren
Vorderseite;
- Fig. 4
- eine Zusammenbauzeichnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, betrachtet von deren
Rückseite; und
- Fig. 5a - 5f:
- verschiedene Darstellungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung von der Vorder- und der
Rückseite in unterschiedlichen Betriebspositionen.
[0035] In Fig. 1 ist in perspektivischer Darstellung ein Etikettiergerät E wiedergegeben,
bei dem die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 zur Aufrechterhaltung einer zumindest
annähernd konstanten Zugspannung auf eine Materialbahn - hier eine Etikettenträgerbahn
- eingesetzt ist. Das Etikettiergerät E umfasst neben der erfindungsgemäßen Vorrichtung
10 noch eine Druck-/Spendeeinheit DS, die unterhalb der erfindungsgemäßen Vorrichtung
10 angeordnet ist. Weiterhin weist das Etikettiergerät E eine Aufwickeleinheit A auf,
auf der die leere Etikettenträgerbahn, d.h. die Trägerbahn nach Abnahme der einzelnen
Etiketten an der Druck-/Spendeeinheit DS aufgewickelt wird. Sind die Etiketten bereits
bedruckt, so kann an Stelle der Druck-/Spendeeinheit DS nur eine Spendeeinheit vorgesehen
sein. Schließlich besitzt das Etikettiergerät E ein Bedienfeld B mittels dem Betriebsbefehle
in das Etikettiergerät E eingegeben und gegebenenfalls der Betriebszustand des Etikettiergeräts
E abgelesen werden kann.
[0036] Die nicht weiter dargestellte Etikettenträgerbahn wird von einer Abwickeleinheit
20 nach links unten zu einer nachstehend noch näher erläuterten Umlenkrolle 54 der
erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 und von dort über weitere, nicht näher bezeichnete
Rollen, bei denen es sich teilweise um Antriebsrollen handelt, zu der Druck-/Spendeeinheit
DS geführt. An der Druck-/Spendeeinheit DS können die einzelnen Etiketten der Etikettenträgerbahn
entweder bedruckt und anschließend abgespendet oder nur abgespendet werden, falls
sie bereits bedruckt sind. Die leere Etikettenträgerbahn wird, wie bereits erwähnt,
an der Druck-/Spendeeinheit DS nach links hinten zu der Aufwickeleinheit A geführt.
[0037] Wie insbesondere aus den Fig. 1 bis 3 hervorgeht, besitzt die erfindungsgemäße Vorrichtung
10 zur zumindest annähernden Konstanthaltung der Zugspannung einer Materialbahn als
Hauptbaugruppen eine Abwickeleinheit 20, eine Drehachseneinrichtung 30, eine Zugspannungsausgleichseinrichtung
40, eine Krafteinheit 60 sowie eine Bremseinheit 80. Diese Hauptbaugruppen werden
nachstehend im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 4 näher erläutert.
[0038] Die Abwickeleinheit 20 weist eine in der Fig. 1 in vertikaler Ausrichtung angeordnete
Anlagescheibe 22 auf, die in der Draufsicht von vorne eine Kreisform besitzt. Zur
Gewichtsersparnis ist die Anlagescheibe 22 mit Schlitzen 22a versehen, die sich mit
einem Abstand vom äußeren Rand der Anlagescheibe 22 radial bzw. strahlenförmig nach
Innen erstrecken. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist die radiale Länge der Schlitze
22a deutlich kleiner als der Radius der Anlagescheibe 22. Weiterhin besitzt die Abwickeleinheit
20 eine Spanneinheit 24, die das schlupffreie Aufspannen einer zu einer Rolle aufgewickelten
Etikettenträgerbahn erlaubt. Die Spanneinheit 24 besitzt einen üblichen Aufbau und
wird daher nachstehend nicht näher erläutert.
[0039] Die Drehachseneinrichtung 30 weist eine an dem nicht näher dargestellten Gehäuserahmen
des Etikettiergeräts E oder an dem Gehäuserahmen jedes anderen Geräts, bei dem die
erfindungsgemäße Vorrichtung 10 eingesetzt wird, drehfest angebrachte Drehachse auf,
von der in der Fig. 2 lediglich die geometrische Dreh- und Mittellängsachse M wiedergegeben
ist und die beispielsweise aus Stahl und dgl. gefertigt sein kann. In der in Fig.
1 gezeigten Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 an dem Etikettiergerät
E steht die Drehachse der Drehachseneinrichtung 30 zumindest annährend senkrecht aus
der sich vertikal erstreckenden, nicht näher bezeichneten Gehäuseebene des Etikettiergeräts
E hervor und erstreckt sich im Wesentlichen horizontal. Jedoch kann aufgrund der besonderen
erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Vorrichtung 10, wie dies nachstehend noch näher
erläutert wird, die Dreh- und Mittellängsachse M der Drehachse bzw. die Drehachse
selbst jede andere beliebige Lage annehmen. Anzumerken ist noch, dass die Drehachse
im Querschnitt zumindest annährend die Form eines Kreises besitzt.
[0040] Wie insbesondere aus Fig. 2 entnehmbar ist, enthält die Drehachseneinrichtung 30
weiterhin eine weitestgehend ebene, aus Stahlfeinguss bestehende Trägerplatte 32,
die dreh- und axialfest mit der Drehachse der Drehachseneinrichtung 30. verbunden
ist. Die Trägerplatte 32 besitzt in der Draufsicht zumindest annähernd die Form des
auf dem kopfstehenden griechischen Buchstabens "Ω". Ihre Dicke ist dabei sehr viel
kleiner als ihr Durchmesser. Die Trägerplatte 32 dient zur Anbringung und Abstützung
von Bauteilen der Bremseinheit 80, wie dies nachstehend noch näher erläutert wird.
[0041] Weiterhin besitzt die Trägerplatte- 32 in ihrer geometrischen Mitte eine im zusammengebauten
Zustand der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 konzentrisch zu der Dreh- und Mittellängsachse
M angeordnete und in der Draufsicht die Form eines Kreises aufweisende, zentrale Durchgangsdurchbrechung
34, die mit einem einstückig angeformten, in Richtung nach links weisenden und in
Umfangsrichtung gleich hohen Rand 34a versehen ist. Durch diese Durchgangsdurchbrechung
34 wird die Drehachse der Drehachseneinrichtung 30 hindurch gesteckt.
[0042] Darüber hinaus besitzt die Trägerplatte 32 an ihrem unteren Rand eine Erhebung oder
Materialverstärkung 36. Die Materialverstärkung 36 ist mit zwei Durchgangsdurchbrechungen
36a versehen, die in Draufsicht jeweils die Form eines liegenden, aber in Umfangsrichtung
der Trägerplatte 32 leicht gekippten Ovals aufweisen und die zur Anbringung von Bauteilen
der Bremseinheit 80 dienen. Die - beiden Durchgangsdurchbrechungen 36a sind beidseits
durch eine sich vertikal erstreckenden und durch den Mittelpunkt der Trägerplatte
32 gehenden, nicht näher dargestellten Symmetrielinie bzw. Symmetrieachse der Trägerplatte
32 symmetrisch angeordnet.
[0043] Auf der in vertikaler Richtung diametral zu der Materialverstärkung 36 gegenüberliegenden
Seite der Trägerplatte 32 ist an dieser eine sich aus der Ebene der Trägerplatte 32
radial nach außen erstreckende Erweiterung 38 vorgesehen, welche insbesondere das
charakteristische Erscheinungsbild des Buchstabens "Ω" bestimmt. Auch diese Erweiterung
38 ist mit zwei durchgehenden Längsschlitzen 38a versehen, die in Draufsicht jeweils
die Form eines liegenden, aber in Umfangsrichtung der Trägerplatte 32 leicht gekippten
Ovals aufweisen und die zur Anbringung von Bauteilen der Bremseinheit 80 dienen. Die
Längserstreckung der beiden Längsschlitze 38a in Umfangsrichtung der Trägerplatte
32 ist dabei größer als die der beiden ovalen Durchgangsdurchbrechungen 36a der Materialverstärkung
36. Wie die beiden Durchgangsdurchbrechungen 36a der Materialverstärkung 36 sind die
beiden Längsschlitze 38a der Erweiterung 38 beidseits der sich vertikal erstreckenden
und durch den Mittelpunkt der Trägerplatte 32 gehenden, nicht näher dargestellten
Symmetrielinie der Trägerplatte 32 symmetrisch angeordnet.
[0044] Darüber hinaus ist an der Erweiterung 38 eine weitere in Draufsicht kreisförmige
Durchgangsdurchbrechung 38b vorgesehen, deren Mittelpunkt auf der vorstehend erwähnten,
vertikal verlaufenden Symmetrielinie liegt und die zwischen den beiden Längsschlitzen
38a angeordnet ist.
[0045] Anzumerken ist noch, dass zwischen der zentralen Durchgangsdurchbrechung 34 und der
Erweiterung 38 eine weitere Durchgangsdurchbrechung 39 angeordnet ist. Diese ist sowohl
zu der zentralen Durchgangsdurchbrechung 34 als auch zu der Erweiterung 38 beabstandet,
aber näher zu der zentralen Durchgangsdurchbrechung 34 angeordnet. Diese weitere Durchgangsdurchbrechung
39 besitzt zumindest annährend die Form eines liegenden Schlüsselloches für einen
beidseitigen Bartschlüssel und dient zur Anbringung von Steuer- und/oder Überwachungselementen,
wie beispielsweise Lichtschranken. Diese können beispielsweise zur Erfassung der Drehbewegungsrichtung
der Etikettenrolle, der Drehgeschwindigkeit der Etikettenrolle, der Durchmesserverringerung
der Etikettenrolle usw. verwendet werden.
[0046] Die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 enthält zunächst ein Gehäuse 42, welches
beispielsweise aus Alu-Druckguss oder Stahlfeinguss gefertigt sein kann. In der Draufsicht
besitzt das Gehäuse 42 die Form eines Rhombus, insbesondere die Form eines zu der
längeren seiner beiden Diagonalen symmetrischen Drachenvierecks mit abgerundeten Ecken.
Das unterhalb der kürzeren der beiden sich in einem Winkel von 90° schneidenden Diagonalen,
d.h. der horizontal verlaufenden Diagonalen liegende, gleichschenklige Dreieck des
Gehäuses 42 besitzt dabei eine größere Höhe als das oberhalb dieser Diagonalen liegende,
gleichschenklige Dreieck.
[0047] Weiterhin weist das Gehäuse 42 an seiner Vorderseite und an seiner Rückseite je eine
Ausnehmung 44, 46 auf, die jeweils von einem zumindest annähernd senkrecht aus der
Ebene des Gehäuses 42 hervorstehenden Rand 42a umschlossen werden. Die an der Vorderseite
des Gehäuses 42 befindliche, erste Ausnehmung 44 nimmt, bis auf den Rand 42a, die
gesamte Fläche des oberen gleichschenkligen Dreiecks des drachenviereckförmigen Gehäuses
42 ein und dient zur Aufnahme von Bauteilen bzw. Baugruppen der Drehachseneinrichtung
30 und der Bremseinheit 80, wie dies nachstehend noch näher erläutert wird. Darüber
hinaus erstreckt sich die Ausnehmung 44 über die kürzere der beiden sich in einem
Winkel von 90° schneidenden Diagonalen des Drachenvierecks hinaus in den Bereich des
unteren gleichschenkligen Dreiecks hinein.
[0048] Die Ausnehmung 44 wird durch eine im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Trennwand
42b begrenzt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, läuft die Trennwand 42b von einem der
beiden gegenüberliegenden Ränder 42a des Gehäuses 42 zunächst horizontal, um dann
in ein nicht näher bezeichnetes Kreisbogensegment, welches sich nach unten erstreckt,
überzugehen und endet wiederum in einem horizontal ausgerichteten, ebenfalls nicht
näher bezeichneten Abschnitt der Trennwand 42b. Das Kreisbogensegment ist zwischen
den beiden horizontal verlaufenden Abschnitte der Trennwand 42b symmetrisch zu der
vertikal verlaufenden Symmetrieachse des drachenviereckförmigen Gehäuses 42 angeordnet.
Im Anschluss nach unten zu der Trennwand 42b geht das Gehäuse 42 von der Höhe der
Trennwand 42b aus in eine zumindest annährend plane Fläche 42c über, die den Boden
der zweiten, auf der Rückseite des Gehäuses 42 befindlichen Ausnehmung 46 bildet.
[0049] Die zweite Ausnehmung 46, die an der Rückseite des Gehäuses 42 vorgesehen ist, dient
zur Aufnahme verschiedener Bauteile bzw. Baugruppen der Krafteinheit 60, wie dies
nachstehend noch näher erläutert wird. Sie nimmt, bis auf den Rand 42a und denjenigen
Teil der ersten Ausnehmung 44, der sich über die kürzere der beiden sich in einem
Winkel von 90° schneidenden Diagonalen des Drachenvierecks hinauserstreckt, die Fläche
des unteren gleichschenkligen Dreiecks des drachenviereckförmigen Gehäuses 42 ein.
Nach oben hin wird die zweite Ausnehmung 46 durch die Trennwand 42b begrenzt. Im Anschluss
daran geht das Gehäuse 42 von der Höhe der Trennwand 42b aus in eine nach oben hin
sich erstreckende, die gesamte Fläche des oberen gleichschenkligen Dreiecks des drachenviereckförmigen
Gehäuses 42 einnehmende und zumindest annährend plane Fläche 42d über, die den Boden
der ersten, auf der Vorderseite des Gehäuses 42 befindlichen Ausnehmung 44 bildet.
[0050] Die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 besitzt weiterhin eine in der Draufsicht
kreisförmige Durchgangsdurchbrechung 48, deren Mittelpunkt auf der sich vertikal erstreckenden
Symmetrieachse des drachenviereckförmigen Gehäuses 42, beabstandet unterhalb des Schnittpunkts
der sich in einem Winkel von 90° schneidenden Diagonalen des Vierecks, angeordnet
ist. Durch die Durchgangsdurchbrechung 48 wird die Drehachse der Drehachseneinrichtung
30 konzentrisch hindurch geführt. Wie aus Fig. 2 weiterhin zu ersehen ist, besitzt
die Durchgangsdurchbrechung 48 einen sich nach links erstreckenden, aus der Ebene
der Ausnehmung 44 hervorstehenden und einstückig mit dem Gehäuse 42 verbundenen Rand
48a. Auf diesen Rand 48a der Durchgangsdurchbrechung 48 wird, wie dies nachstehend
noch näher erläutert wird, die Bremstrommel 82 der Bremseinheit 80 aufgesetzt. Im
Inneren den Durchgangsdurchbrechung 48 kann noch, falls sich dies als erforderlich
erweisen sollte, ein Kugel- oder Rollenlager angeordnet sein, welches ermöglicht,
dass sich die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 um die Drehachse der Drehachseneinrichtung
30 bzw. um die Dreh- und Mittellängsachse M der Drehachseneinrichtung 30 leichtgängig
drehen bzw. verschwenken kann. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass dieses
Lager auch als Gleitlager ausgebildet ist.
[0051] Die erste Ausnehmung 44 besitzt oberhalb der Durchgangsdurchbrechung 48 einen zumindest
annährend C-förmigen Schlitz 50, der so angeordnet ist, dass er die Durchgangsdurchbrechung
48 über einen Winkel von zumindest annährend ca. 180° oberhalb dieser umschließt.
Der Schlitz 50, dessen Enden abgerundet sind, ist dazu vorgesehen, Bauteilen der Bremseinheit
80 die beim Verschwenken der Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 notwendige Bewegungsfreiheit
zu gewähren. Darüber hinaus können durch den Schlitz 50 etwaige vorhandene Kabel,
beispielsweise für die vorstehend erwähnten Lichtschranken hindurchgeführt werden.
[0052] Weiterhin weist die erste Ausnehmung 44 einen im Wesentlichen vertikal verlaufenden
weiteren Schlitz 52 auf, der oberhalb der Durchgangsdurchbrechung 48 und ebenfalls
oberhalb des C-förmigen Schlitzes 50 mit Abstand zu letzterem angeordnet ist. Dieser
Schlitz 52, der sich zumindest annährend entlang der vertikal verlaufenden Symmetrieachse
des Gehäuses 42 erstreckt und im Bereich einer nicht näher bezeichneten Materialverstärkung
des Gehäuses 2 angeordnet ist, dient zur Aufnahme eines nachstehend noch näher erläuterten
Führungselements 94 der Bremseinheit 80, welches zur Betätigung der Bremseinheit 80
dient.
[0053] An der untersten Ecke des drachenviereckförmigen Gehäuses 42 ist die bereits vorstehend
erwähnte Führungs- und Umlenkrolle 54 angeordnet, welche zur Führung der Material-
bzw. Etikettenträgerbahn dient. Diese Rolle 54, welche im Wesentlichen senkrecht von
dem Gehäuse 42 aus der Ebene der Fläche 42c nach vorne, bezogen auf Fig. 2, hervorsteht,
ist drehbar auf einer nicht näher bezeichneten Achse, welche fest mit dem Gehäuse
42 verbunden ist, axial sicher aufgesteckt. Gegebenenfalls kann die Rolle 54 mit einer
die Beschädigung der Etikettenträgerbahn vermeidenden Beschichtung, beispielsweise
aus Gummi, versehen sein.
[0054] Die Krafteinheit 60, die innerhalb der zweiten Ausnehmung 46 angeordnet ist, besteht
zunächst aus einer Schraubendruckfeder 62, die vorzugsweise eine progressiv verlaufende
Federrate aufweist. Die Schraubendruckfeder 62 ist auf einem Führungsstab 64 aufgeschoben,
dessen Außendurchmesser zumindest annährend dem Innendurchmesser der Druckfeder 62
entspricht. Weiterhin ist die Druckfeder 62 von einem Federgehäuse 66 umschlossen,
so dass insgesamt ein Ausknicken der Schraubendruckfeder 62 sicher verhindert ist.
Der Federstab 64 und das Federgehäuse 66 sind an ihrem jeweils von der Druckfeder
62 weg weisenden Ende mit einem ersten und einem zweiten Befestigungselement 64a,
66a der Krafteinheit 60 versehen.
[0055] Das erste Befestigungselement 64a, mit dem sich die Schraubendruckfeder 62 an dem
Gehäuse 42 der Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 in den Abstütz- bzw. Kraftangriffspunkt
abstützt, wird durch einen nicht näher bezeichneten Drehzapfen gebildet, der sich
in der Fig. 2 im Wesentlichen horizontal erstreckt. Der Drehzapfen ist in der zweiten
Ausnehmung 46 im Bereich der untersten Ecke des drachenviereckförmigen Gehäuses 42
in einer entsprechenden Bohrung aufgenommen, die vorzugsweise mit der Bohrung für
die Achse der Führungsrolle 54 zusammenfällt. Gegebenenfalls kann die Achse der Führungsrolle
54 mit dem Drehzapfen identisch sein. Über den Drehzapfen des ersten Befestigungselements
64a ist die Krafteinheit 60 gelenkig an dem Gehäuse 42 angebracht, d.h. sie kann in
der Ebene der zweiten Ausnehmung 46 verschwenken.
[0056] Wie aus Fig. 4 entnehmbar ist, bildet die Mittellängsachse der Krafteinheit 60 mit
der in Fig. 4 vertikal verlaufenden und die Dreh- und Mittellängsachse M schneidenden
Symmetrielinie bzw. Diagonalen des drachenviereckförmigen Gehäuses 42 einen Winkel.
Wird an der Spitze dieses Winkels bzw. an dem Kraftangriffspunkt eine vektorielle
Kräftezerlegung der durch die Krafteinheit 60 erzeugten Kraft vorgenommen, so ergibt
sich u.a. eine in einem Winkel von 90° zu der vertikal verlaufenden Diagonalen des
Gehäuses 42 ausgerichtete Kraftkomponente. Diese Kraftkomponente ruft über den Stützabstand
zwischen dem Kraftangriffspunkt der Krafteinheit 60 sowie der Dreh- und Mittellängsachse
M, der mit der vertikal verlaufenden Diagonalen des Gehäuses 42 zusammenfällt, ein
auf die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 wirkendes Drehmoment um die Dreh- und
Mittellängsachse M hervor. Daher wird diese Kraftkomponente auch als Drehmoment-Kraftkomponente
der Krafteinheit 60 bezeichnet.
[0057] Weiterhin kann sich der Winkel zwischen der in Fig. 4 vertikal verlaufenden und die
Dreh- und Mittellängsachse M schneidenden Symmetrielinie bzw. Diagonalen des drachenviereckförmigen
Gehäuses 42 sowie der Mittellängslinie der Krafteinheit 60 während der Schwenkbewegung
der Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 ändern, insbesondere, betrachtet ausgehend
aus der Ausgangsstellung der Zugspannungsausgleichsrichtung 40, kleiner werden (vgl.
Fig. 5b, 5d, 5f). Dadurch kann wiederum die vorstehend erwähnte Drehmoment-Kraftkomponente
der durch die Krafteinheit 60 erzeugten, längs der Mittellinie der Krafteinheit 60
wirkenden Kraft zumindest annähren konstant gehalten werden, obwohl die durch die
Krafteinheit 60 erzeugte Kraft in Folge der progressiven Federrate steigt. Dadurch
wird über den gesamten Schwenkbereich der Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 ein
der Auslenkung dieser Einrichtung 40 entgegenwirkendes, zumindest annährend konstantes
Drehmoment erzeugt.
[0058] An dem freien Ende des Federgehäuses 66 ist, wie dies bereits erwähnt worden ist,
das zweite Befestigungselement 66a der Krafteinheit 60 vorgesehen. Mit diesem zweiten
Befestigungselement 66a ist die Krafteinheit 60 gelenkig an einer zu der Krafteinheit
60 gehörenden Abstützeinheit 68 angelenkt. Letztere wird durch eine Scheibe gebildet,
welche in der Draufsicht zumindest annähernd die Form eines Wassertropfens besitzt.
Die Scheibe 68, deren Dicke sehr viel kleiner ist als ihr Durchmesser und die aus
Stahl hergestellt sein kann, ist mit einer mittig angeordneten Durchgangsdurchbrechung
68a versehen, mittels der die Scheibe 68 auf die Drehachse der Drehachseneinrichtung
30 aufgesteckt und damit konzentrisch zu der Dreh- und Mittellängsachse M angeordnet
ist. Die Anordnung der Abstützeinheit 68 auf der Drehachse der Drehachseneinrichtung
30 ist so gewählt, dass die Abstützeinheit 68 gegenüber dieser sowohl axial als auch
radial fest ist.
[0059] Wie insbesondere aus Fig. 4 entnehmbar ist, weist die Abstützeinheit 68 vier konzentrisch
um die Dreh- und Mittefiängsachse M angeordnete Durchbrechungen 68b auf, mittels der
die Abstützeinheit 68 an dem nicht näher dargestellten Gehäuse des Etikettiergeräts
E oder jedem anderen beliebigen Rahmen desjenigen Geräts, an dem erfindungsgemäße
Vorrichtung 10 angebracht ist, drehfest angebracht wird. Da, wie dies bereits vorstehend
erläutert worden ist, die erfindungsgemäß Vorrichtung 10 in jeder beliebigen Lage
angeordnet werden kann, werden die vier Durchgangsdurchbrechungen 68b jeweils immer
nur paarweise genutzt. Bei der in der Fig. 4 dargestellten Ausrichtung der Abstützeinheit
68 werden nur die beiden Durchgangsdurchbrechungen 68b, die links unten und rechts
oben angeordneten sind, genutzt. Wird die Krafteinheit 60 in der Ausnehmung 46 auf
der anderen Seite, bezogen auf Fig. 4, angeordnet, so werden die beiden anderen Durchgangsdurchbrechungen
68b, d.h. die in Fig. 4 im Augenblick links oben und rechts unten befindlichen Durchgangsdurchbrechungen
68b verwendet.
[0060] Weiterhin besitzt die Abstützeinheit 68 den seine Tropfenform mitgestaltenden Fortsatz
68c, der sich an der Abstützeinheit 68 radial nach außen erstreckt und der zur Anlenkung
bzw. zum Abstützen der Krafteinheit 60 über deren oberes Befestigungselement 66a an
dem Anlenkpunkt 69 dient. Der Anlenkpunkt oder Abstütz- bzw. Kraftangriffspunkt 69
wird durch den Schnittpunkt der Mittellängslinie einer Durchgangsdurchbrechung in
dem Fortsatz 68c, in die ein das Befestigungselement 66a mit der Abstützeinheit 68
gelenkig verbindender, nicht dargestellter Drehzapfen einsetzbar ist, mit der Ebene
der Abstützeinheit 68 definiert.
[0061] Wie bereist vorstehend erläutert wurde, kann die durch die Schraubendruckfeder 62
hervorgerufene Kraft, deren Vektor bzw. deren Kraftrichtung sich entlang der Mittellängslinie
der Schraubendruckfeder 62 erstreckt, an dem Kraftangriffspunkt 65 in einzelne Kraftkomponenten
anhand eines Kräfteparallelogramms bzw. Kräftedreiecks zerlegt werden. Eine dieser
Komponenten bildet dabei diejenige Drehmoment-Kraftkomponente, welche ein Drehmoment,
dass auf die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 einwirkt, hervorruft. Wie insbesondere
aus einem Vergleich der Fig. 5b, 5d und 5f entnehmbar ist, verändert sich der Winkel
zwischen der in Fig. 4 vertikal verlaufenden und die Dreh- und Mittellängsachse M
schneidenden Symmetrielinie bzw. Diagonalen des drachenviereckförmigen Gehäuses 42
sowie der Mittellängslinie der Krafteinheit 60 während der Schwenkbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung
40 in der Weise, dass er kleiner wird. Dies geschieht dadurch, dass sich die Schraubendruckfeder
einerseits an ihrem einen Kraftangriffspunkt an der Führungsrolle 54 und damit an
der längeren Diagonalen des Drachenviereckförmigen Gehäuses 42, welche durch die Dreh-
und Mittellängsachse M hindurch geht, und andererseits exzentrisch an dem Fortsatz
68c der Abstützeinheit mit einem Abstand zu der Dreh- und Mittellängsachse M abstützt.
Während der Schwenkbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 bzw. des Gehäuses
42 bleibt der Kraftangriffspunkt 65 ortsfest, wogegen sich der Kraftangriffspunkt
auf einer Bahnkurve bewegt. Gleichzeitig wird, wie dies aus einem Vergleich der Fig.
5b, 5d, 5f hervorgeht, der Winkel zwischen der zwischen der Dreh- und Mittellängsachse
M und dem Kraftangriffspunkt bestehenden Radiuslinie und der Mittellängslinie der
Schraubendruckfeder 62 größer. Trotz zunehmender Druckkraft infolge des immer größeren
Eintauchens der Schraubendruckfeder 62 mit progressiver Federrate bleibt hierdurch
die Drehmoment-Kraftkomponente, welche das auf das Gehäuse 42 einwirkende Drehmoment
hervorruft und welche sich aus der vektoriellen Kräftezerlegung der durch die Schraubendruckfeder
62 erzeugten Druckkraft ergibt, gleich.
[0062] Wird also die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 bzw. das Gehäuse 42 aus der in Fig.
1 gezeigten Ausgangstellung durch die auf die Materialbahn in Folge des Förderantriebs
der Druck-/Spendeeinheit DS einwirkenden Zugkraft in Fig. 1 nach rechts ausgelenkt,
so wird in Folge dieser Schwenkbewegung des Gehäuses 42 die Schraubendruckfeder 62
zusammengedrückt. Hierdurch übt die Schraubendruckfeder 62 eine sich an der Abstützeinheit
68 abstützende Druckkraft auf die Zugspannungsausgleicheinrichtung 40 aus, welches
als Drehmoment der Schwenkbewegung des Gehäuses 42 aus dessen Ausgangsstellung heraus
entgegenwirkt. Gleichzeitig verringert sich, wie vorstehend erläutert, der Winkel
zwischen der Mittellängslinie der Krafteinheit 60 und der in Fig. 4 vertikal verlaufenden
Diagonalen des Gehäuses 42. Mit anderen Worten bleibt das sich daraus ergebende Drehmoment
über den gesamten Bewegungs- bzw. Verschwenkbereich des Gehäuses 42 zumindest annähernd
konstant bleibt, so dass die auf die Materialbahn ausgeübte Zugspannung ebenfalls
zumindest annähernd konstant ist.
[0063] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 besitzt weiterhin eine Bremseinheit 80, welche
in der ersten Ausnehmung 44 des Gehäuses 42 angeordnet ist. Die Bremseinheit 80 weist
zunächst eine Bremstrommel 82 auf, welche konzentrisch zu und drehbar auf der Drehachse
der Drehachseneinrichtung 30 angeordnet ist. Zwischen der Bremstrommel 82 und der
Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 bzw. ihrem Gehäuse 42 besteht eine Drehverbindung,
so dass bei einem Verdrehen bzw. Verschwenken des Gehäuses 42 die Bremstrommel 82
ebenfalls mitgedreht wird. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besitzt die Bremstrommel
82 eine ausreichend breite, zylindrische Seitenumfangsfläche 82a, die als Angriffsfläche
oder Gegenfläche für die beiden nachstehend noch näher erläuterten Bremsbacken 84
der Bremseinheit 80 dient.
[0064] Die Bremseinheit 80 besitzt weiterhin die bereits erwähnten Bremsbacken 84, die symmetrisch
zu der Bremstrommel 82 und damit symmetrisch zu der Dreh- und Mittellängsachse M der
erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 bzw. der Drehachseneinrichtung 30 angeordnet sind.
Die Bremsbacken 84 besitzen die übliche Außenkontur, d.h. sie haben die Form eines
Bogensegments, welches sich über zumindest annährend 180° erstreckt. An ihrer zu der
Bremstrommel 82 weisenden Seite sind sie jeweils mit einem Bremsbelag 84a versehen.
An ihren unteren Enden 84b sind sie schwenkbar mittels geeigneter Kopfbolzen 85 über
die ovalen Durchgangsdurchbrechungen 36a an der Trägerplatte 32 der Drehachseinrichtung
30 schwenkbar angelenkt. An ihren oberen Enden 84c sind sie mittels ebenfalls geeigneter,
nicht näher bezeichneter Kopfbolzen in den beiden Längsschlitzen 38a der Trägerplatte
32 geführt. Hierdurch besteht die Möglichkeit, dass die beiden Bremsbacken 84 jeweils
um ihre beiden unteren Drehachsen in eine Richtung nach radial auswärts, bezogen auf
die Bremstrommel 82, verschwenkt werden können, so dass die Bremseinheit 80 aus der
Bremsstellung, in der die Bremsbacken 84 fest an der zylindrischen Außenumfangsfläche
82a der Bremstrommel 82 anliegen, in eine Freigabestellung, in der die beiden Bremsbacken
84 einen Abstand zu der zylindrischen Umfangsfläche 82a der Bremstrommel 82 aufweisen,
bewegt werden können. In der Freigabestellung übt die Bremseinheit 80 keine Bremswirkung
auf die Bremstrommel 82 und damit auf die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 bzw.
die gesamte erfindungsgemäße Vorrichtung 10 aus.
[0065] Die beiden Bremsbacken 84 werden durch eine Zugfeder 86, welche an den oberen Enden
84c der Bremsbacken 84 mit diesen jeweils verbunden ist, in die Bremsstellung vorgespannt.
Um die Bremsbacken 84 reversibel aus der Bremsstellung in die Freigabestellung zu
bewegen, ist zwischen den beiden oberen Enden 84c der Bremsbacken 84 ein Kulissenstein
88 vorgesehen, der an seiner zu den Bremsbacken 84 weisenden Seiten mit Nockenflächen
88a versehen ist. Die Nockenflächen 88a gelangen in Kontakt mit zwei Kugellagern 90,
welche auf die Führungsstifte, mittels denen die Bremsbacken 84 in den Längsschlitzen
38a der Trägerplatte 32 geführt sind, aufgesteckt und dort axial gesichert sind. Wie
aus Fig. 2 entnehmbar ist, sind die Kugellager 90 in jeweils einem Schlitz im oberen
Ende 84c der Bremsbacken 84 eingesetzt. Die nicht näher bezeichneten äußeren Lagerringe
der Kugellager 90 bilden die Gegenflächen zu den Nockenflächen 88a des Kulissensteins
88 und können sich auf diesen abrollen.
[0066] Der Kulissenstein 88 besitzt in der Draufsicht, d.h. in der Ansicht von vorne die
Form eines Parallelogramms, wobei die Ecken abgerundet sind. Weiterhin ist der Kulissenstein
88 mit einem Kopfdrehzapfen 91, der in der Durchgangsdurchbrechung 38b der Trägerplatte
32b drehbar eingesetzt ist, dreh- und axialfest verbunden. Der Kulissenstein 88 kann
aus der in Fig. 2 gezeigten Bremsstellung in eine in der Fig. 5c gezeigten Freigabestellung
um ca. 90° verschwenkt werden.
[0067] Zum Verschwenken des Kulissensteins 88 ist ein Hebel 92 vorgesehen, der in seinem
unteren Ende 92a mit dem Kulissenstein 88 drehbar verbunden ist und der an seinem
oberen Ende einen Längsschlitz 92b besitzt. In diesen Längsschlitz 92 greift ein Führungsstein
94 ein, welcher wiederum in dem Längsschlitz 52 in der oberen Ausnehmung 44 des Gehäuses
42 positionierbar ist, um hierdurch den Schaltpunkt der Bremseinheit 80 verändern
zu können. Wird das Gehäuse 42 bzw. die Zugspannungsausgieichseinrichtung 40 verschwenkt,
wird der Hebel 92 über die durch den Führungsstein 94 und den Hebel 92 gebildete Betätigungsverbindung
um seine Drehachse ebenfalls verschwenkt, wodurch wiederum der Kulissenstein 88 verschwenkt
wird. Hierdurch gelangen die Nockenoberflächen 88a des Kulissensteins 88 in Kontakt
mit den Kugellagern 90. Durch die parallelogrammförmige Ausgestaltung des Kulissensteins
88 werden bei weiterem Verschwenken des Gehäuses 42 die beiden oberen Enden 84c der
Bremsbacken 84 auseinander gedrückt, so dass sich die Bremse löst. Kehrt das Gehäuse
42 in seine Ausgangstellung zurück, verdreht sich wiederum der Kulissenstein 88 zurück
in seine Ausgangsstellung, so dass die Bremsbacken 84 unter Einwirkung der Zugfeder
86 in ihre Ausgangstellung, d.h. Bremsstellung zurückkehren.
[0068] Abschließend ist noch zu bemerken, dass die Zugspannungsausgleichsseinrichtung 40
bzw. das Gehäuse 42 und die darin aufgenommenen Bauteile bzw. Baugruppen so zueinander
angeordnet und so in eine Gewichtsbeziehung gesetzt sind, dass die Zugspannungsausgleichseinrichtung
40 gegenüber der Drehund Mittellängsachse M nahezu gewichtsneutral ist. Mit anderen
Worten befindet sich die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 unabhängig von ihrer
Drehlage in einem stabilen Gleichgewicht zu der Dreh- und Mittellängsachse M und damit
in Ruhe. Hierdurch kann die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 in jeder beliebigen Lage
eingebaut werden.
[0069] Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 wird nachstehend anhand der
Zeichnungsfiguren 5a bis 5f erläutert:
In den Figuren 5a bis 5f sind jeweils die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 in
Vorder- und in Rückansicht wiedergegeben, wobei jeweils die Fig. 5a, 5b und 5c, 5d
und 5e, 5f zwei zueinander gehörende Paare bilden, d.h. in den Figuren 5a, 5b wird
die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 von der Vorder- und Rückseite in der gleichen
Stellung wiedergegeben. Gleiches gilt für die Figuren 5c, 5d und 5e, 5f. Weiterhin
sind zwischen den jeweiligen Figurenpaaren 5a, 5b und 5c, 5d und 5e, 5f Detailvergrößerungen
wiedergeben, die mit I. bis III. bezeichnet sind.
[0070] In den Figuren 5a, 5b ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 bzw. die Zugspannungsausgleichseinrichtung
40 in ihrer Ausgangsstellung gezeigt. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass
diese Ausgangsstellung in ihrer Drehwinkelposition nicht mit der in Fig. 1 gezeigten
Ausgangstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 bzw. der Zugspannungsausgleichseinrichtung
40 übereinstimmt, was aber auf die Funktion keinen Einfluss hat.
[0071] Die Ausgangstellung nimmt die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 insbesondere dann ein,
wenn die Materialbahn nicht gefördert wird und das Gerät E, an dem die erfindungsgemäße
Vorrichtung 10 eingesetzt wird, nicht in Betrieb ist. Die Bremseinheit 80 findet sich
dabei in ihrer Bremsstellung, wie dies auch das Detail 1 zeigt.
[0072] Wird nun das Gerät, an dem die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 angeordnet ist, beispielsweise
das Etikettiergerät E in Betrieb genommen, so ziehen nicht näher bezeichnete Antriebswalzen
der Druck-/Spendeeinheit DS die Etikettenträgerbahh von der Abwickeleinheit 20 ab.
Dabei bewegt sich die Etikettenträgerbahn linksseitig um die Führungsrolle 54 der
Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 herum. In Folge des durch die Antriebswalzen
der Druck-/Spendeeinheit DS auf die Materialbahn ausgeübten Zugs wird gleichzeitig
die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 nach links verschwenkt (bzw. nach rechts
in Fig. 2), wie es in der Fig. 5c, 5d gezeigt ist. Dabei wird die Krafteinheit 60
in der Weise betätigt, dass die Druckfeder 62 zusammengedrückt wird. Dies erfolgt
dadurch, dass sich durch die Verschwenkung der Zugspannungsausgleichseinrichtung 40
der Kraftangriffspunkt, wie dies in Fig. 5d gezeigt ist, nach rechts bewegt. Da die
Schraubenduckfeder 62 nicht ausweichen kann, da sie an ihrem oberen Ende 66a mit der
ortsfesten Abstützeinheit 68 verbunden ist, muss die Schraubendruckfeder 62 eintauchen.
Hierdurch wird die an dem Kraftangriffspunkt 65 angreifende Drehmoment-Kraftkomponente
hervorgerufen, die über den Stützabstand zwischen dem Kraftangriffspunkt und der Dreh-
und Mittellängsachse M ein Drehmoment auf die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40
ausübt, das der Auslenkung der Einrichtung 40 entgegenwirkt.
[0073] Weiterhin wird der Hebel 92 aus seiner Ausgangslage, in der er vertikal ausgerichtet
ist, nach links verschwenkt, da sich das Gehäuse 42 der Zugspannungsausgleichseinrichtung
40 ebenfalls nach links verschwenkt wird. Da wiederum der Kulissenstein 88 bzw. seine
nicht näher bezeichnete Drehachse ortsfest bleibt, wird der Hebel 92verschwenkt, wodurch
sich der Kulissenstein 88 beginnt zu drehen, so dass sich wiederum die Bremsbacken
84 aus ihrer Bremsstellung herausbewegen, wie dies u.a. in dem Detail II gezeigt ist.
[0074] Bei weiterer Zunahme des Zuges kann sich die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40
in die in den Figuren 5e, 5f gezeigte Lage verschwenken. Hierbei wird die Bremseinheit
80, wie dies das Detail III zeigt, vollständig geöffnet, d.h. die Bremsbacken 84 sind
vollständig von der zylindrischen Außenumfangsfläche 82a der Bremstrommel 80 abgehoben.
Gleichzeitig hat sich die Zugspannungsausgleicheinrichtung 40 weiter gedreht, wodurch,
wie bereits vorstehend dargelegt, die Schraubendruckfeder 62 weiter zusammengedrückt
wird, da sie aufgrund der ortsfesten Fixierung am oberen Ende 66a nicht ausweichen
kann. In dieser Stellung übt die Schraubendruckfeder 62 die größte Druckkraft auf
die Zugspannungsausgleichseinrichtung 40 bzw. die erfindungsgemäße Vorrichtung 10
aus. In Folge der Tatsache, dass sich der Winkel zwischen der Mittellängslinie der
Krafteinheit 60 und dem Stützabstand bzw. der längeren Diagonalen des Gehäuses 42
verkleinert, bzw. der Winkel zwischen der Mittellängslinie der Krafteinheit 60 und
dem Abstand zwischen der Dreh- und Mittellängsachse M und dem Kraftangriffspunkt 69
vergrößert, ist aber das Drehmoment gegenüber dem in der Fig. 5a, 5b sowie der Fig.
5c, 5d gezeigten Situation gleich groß. Insgesamt wird also ein konstantes Drehmoment
auf die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 ausgeübt.
[0075] Wird der Fördervorgang für die Materialbahn unterbrochen, insbesondere keine Zugkraft
auf die Bahn ausgeübt, kehren die Bauteile in Folge der Wirkung der Schraubendruckfeder
62 und der Zugfeder 86 in ihre Ausgangstellung zurück.
1. Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer konstanten Zugspannung auf eine Materialbahn,
insbesondere auf eine in einem Etikettiergerät (E) verwendete Etikettenbahn, enthaltend
eine ortsfeste Drehachseneinrichtung (30) mit einer geometrischen Drehachse (M) und
eine aus einer Ausgangsstellung um die Drehachse (M) der Drehachseneinrichtung (30)
drehbare Zugspannungsausgleichseinrichtung (40), die eine Krafteinheit (60) aufweist,
welche eine der Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung (40) aus der Ausgangsstellung
entgegenwirkende Kraft auf die Zugspannungsausgleichseinrichtung (40) ausübt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kraft der Krafteinheit (60) eine an der Zugspannungsausgleichseinrichtung (40)
an einem Kraftangriffspunkt mit einem radialen Abstand zu der Drehachse (M) der Drehachseneinrichtung
(30) angreifende, linear wirkende Kraft ist. und dass die geometrische Drehachse (M)
gleichzeitig auch die Drehachse für eine Abwickeleinheit (20) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Krafteinheit (60) in dem Kraftangriffspunkt gegenüber der Zugspannungsausgleichseinrichtung
(40) schwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen der Kraftlinie der durch die Krafteinheit (60) hervorgerufenen,
linear wirkenden Kraft und dem radialen Abstand zwischen der Drehachse (M) sowie dem
Kraftangriffspunkt veränderbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Betrag der Kraftkomponente der durch die Krafteinheit (60) erzeugten Kraft, welche
über den radialen Abstand zwischen der Drehachse (M) der Drehachseneinrichtung (30)
und dem Kraftangriffspunkt der Zugspannungsausgleichseinrichtung (40) ein auf die
Zugspannungsausgleichseinrichtung (40) wirkendes Drehmoment hervorruft, während der
Drehung der Zuspannungsausgleichseinrichtung (40) konstant bleibt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Betrag der durch die Krafteinheit (60) erzeugten Kraft über den Verlauf
der Drehbewegung der Zugspannungseinrichtung (40) zumindest abschnittsweise ändert.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zugspannungsausgleichseinrichtung (40) eine ortsfeste Abstützeinheit (68) aufweist,
an der ein Abstützpunkt (69) für die Krafteinheit (60) exzentrisch zu der Drehachse
(M) der Drehachseneinrichtung (30) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin mindestens eine Abwickeleinheit (20) vorgesehen ist, die drehbar um die
Drehachse (M) der Drehachseneinrichtung (30) an dieser gehalten ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass eine ortsfeste Bremseinheit (80) vorgesehen ist, deren Bremskraft vorzugsweise auf
eine Abwickeleinheit (24) wirkt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Bremseinheit (80) bei in ihrer Ausgangsstellung befindlichen Zugspannungsausgleichseinrichtung
(40) in ihrer Bremsstellung befindet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinheit (80) mittels wenigstens einem mit der Zugspannungsausgleichseinrichtung
(40) in Bewegungs-übertragungsverbindung stehenden Betätigungselement (88) aus ihrer
Bremsstellung in ihre Freigabestellung reversibel bewegbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass mit Beginn der Drehbewegung der Zugspannungsausgleichseinrichtung (40) die Bremseinheit
(80) aus ihrer Bremsstellung lösbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinheit (80) in ihre Bremsstellung mittels wenigstens einem Vorspannelement
(86) vorgespannt ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinheit (80) durch eine Backenbremse (84) gebildet ist, deren wenigstens
eine Bremsbacke (84) starr mit der Drehachseneinrichtung (30) verbunden ist, wobei
die Bremsbacke (84) vorzugsweise auf eine mit der Abwickeleinheit (20) drehfest verbundene
Bremstrommel (82) wirkt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zugspannungsausgleichseinrichtung (40) ein Gehäuse (42) umfasst, das zumindest
teilweise Bestandteile der Drehachseneinrichtung (30) umschließt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtsverteilung der Zugspannungsausgleichseinrichtung (40) bezüglich der Drehachse
(M) der Drehachseneinrichtung (30) symmetrisch ist.
1. Apparatus for maintaining a constant tension on a web of material, in particular on
a label web used in a labelling machine (E), comprising a stationary rotary axle device
(30) with a geometric rotational axis (M) and a tension compensation device (40) rotatable
from a starting position about said rotational axis (M) of said rotary axle device
(30), said tension compensation device (40) comprising a force unit (60) which exerts
a force on the tension compensation device (40) that counteracts the rotational movement
of the tension compensation device (40) from the starting position,
characterized in that the force applied by the force unit (60) is a linear force acting on the tension
compensation device (40) at a force application point with a radial spacing to the
rotational axis (M) of the rotary axle device (30), and that simultaneously the geometric
rotational axis (M) is a rotational axis for a unwinding unit (20).
2. Apparatus according to claim 1,
characterized in that the force unit (60) is pivotable at the force application point relative to the tension
compensation device (40).
3. Apparatus according to claim 1 or 2,
characterized in that the angle between the line of force of the linearly acting force produced by the
force unit (60), and the radial spacing between the rotational axis (M) and the force
application point can be modified.
4. Apparatus according to anyone of the claims 1 to 3,
characterized in that the size of the component of the force produced by the force unit (60), and which
causes a torque to act on the tension compensation device (40) by means of the radial
spacing between the rotational axis (M) of the rotary axle device (30) and the force
application point of the tension compensation device (40), remains constant while
the tension compensation device (40) is rotating.
5. Apparatus according to anyone of the claims 1 to 4,
characterized in that the size of the force produced by the force unit (60) changes at least section by
section along the path of rotational movement of the tension compensation device (40).
6. Apparatus according to anyone of the claims 1 to 5,
characterized in that the tension compensation device (40) comprises a stationary attachment unit (68)
on which an attachment point (69) for the force unit (60) is provided eccentrically
to the rotational axis (M) of the rotary axle device (30).
7. Apparatus according to anyone of the claims 1 to 6,
characterized in that there is also provided at least one unwinding unit (20) which is held on the rotary
axle device (30) such that said unwinding unit is rotatable about the rotational axis
(M) of said device.
8. Apparatus according anyone of the claims 1 to 7,
characterized in that a stationary brake unit (80) is provided whose breaking power preferably acts upon
an unwinding unit (24).
9. Apparatus according to claim 8,
characterized in that the brake unit (80) is in its braking position when the tension compensation device
(40) is in its starting position.
10. Apparatus according to claim 8 or 9,
characterized in that the brake unit (80) is reversibly movable from its brake application position into
its release position by means of at least one actuating element (88) connected for
transmission of motion to the tension compensation device (40).
11. Apparatus according to anyone of the claims 8 to 10,
characterized in that the brake unit (80) can be released from its brake application position when the
rotational movement of the tension compensation device (40) begins.
12. Apparatus according to anyone of the claims 8 to 11,
characterized in that the brake unit (80) is biased into its brake application position by means of at
least one biasing element (86).
13. Apparatus according to anyone of the claims 8 to 12,
characterized in that the brake unit (80) is formed by a shoe-type brake (84) of which at least one brake
shoe (84) is rigidly connected to the rotary axle device (30), wherein the brake shoe
(84) preferably acting upon a brake drum (82) connected non-rotatably to the unwinding
unit (20).
14. Apparatus according to anyone of the claims 1 to 13,
characterized in that the tension compensation device (40) includes a housing (42) which at least partially
encloses components of the rotary axle device (30).
15. Apparatus according to anyone of the claims 1 to 14,
characterized in that the weight distribution of the tension compensation device (40) is symmetrical with
respect to the rotational axis (M) of the rotary axle device (30).
1. Dispositif destiné à maintenir une tension constante dans une bande de support, en
particulier une bande d'étiquettes utilisée dans une étiqueteuse (E), comportant un
dispositif de pivotement stationnaire (30) avec un axe de rotation géométrique (M)
ainsi qu'un dispositif compensateur de la contrainte de traction (40) mobile autour
de l'axe de rotation (M) du dispositif de pivotement à partir d'une position de départ
et comprenant un élément de force (60) exerçant sur le dispositif compensateur de
la contrainte de traction (40) une force qui s'oppose au mouvement de rotation du
dispositif compensateur de la contrainte de traction (40) à partir de sa position
de départ,
caractérisé par le fait que la force de l'élément de force (60) est une force qui s'applique de façon linéaire
au dispositif compensateur de la contrainte de traction (40), à un point qui se trouve
à une distance radiale de l'axe de rotation (M) du dispositif de pivotement (30),
et par le fait que l'axe de rotation géométrique (M) est en même temps l'axe de rotation d'un dispositif
dérouleur (20).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé par le fait que l'élément de force (60) est monté pivotant par rapport au dispositif compensateur
de la contrainte de traction (40) au point d'application de la force.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par le fait que l'angle entre la ligne de force de la force linéaire produite par l'élément de force
(60) et la distance radiale entre l'axe de rotation (M) et le point d'application
de la force est variable.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé par le fait que le montant de la composante de la force qui est produite par l'élément de force (60)
et qui provoque un couple de rotation agissant sur le dispositif compensateur de la
contrainte de traction (40) par l'intermédiaire de la distance radiale entre l'axe
de rotation (M) du dispositif de pivotement (30) et le point d'application de la force
reste constant pendant la rotation du dispositif compensateur de la contrainte de
traction (40).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé par le fait que le montant de la force produite par l'élément de force (60) varie au moins par étapes
au cours du mouvement de rotation du dispositif compensateur de la contrainte de traction
(40).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé par le fait que le dispositif compensateur de la contrainte de traction (40) comprend un élément
d'appui (68) stationnaire prévu avec un point d'appui (69) pour l'élément de force
(60) qui est disposé à une position excentrique par rapport à l'axe de rotation (M)
du dispositif de pivotement (30).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé par le fait qu'en outre il est prévu au moins un dispositif de déroulement (20) qui est supporté
par le dispositif de pivotement (30) de manière mobile autour de l'axe de rotation
(M) du dispositif de pivotement (30).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé par le fait qu'il est prévu un dispositif de freinage (80) stationnaire dont la force de freinage
agit de préférence sur un dispositif de déroulement (24).
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé par le fait que le dispositif de freinage (80) est en position de freinage lorsque le dispositif
compensateur de la contrainte de traction (40) est en position de repos.
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9,
caractérisé par le fait que le dispositif de freinage (80) peut être mis de manière réversible de sa position
de freinage dans sa position ouverte à l'aide d'au moins un élément d'actionnement
(88) qui est en rapport de transmission de mouvement avec le dispositif compensateur
de la contrainte de traction (40).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 10,
caractérisé par le fait que le dispositif de freinage (80) peut être desserré dès le début du mouvement de rotation
du dispositif compensateur de la contrainte de compensation (40).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 11,
caractérisé par le fait que le dispositif de freinage (80) est mis en précontrainte dans sa position de freinage
à l'aide d'au moins un élément de précontrainte (86).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 12,
caractérisé par le fait que le dispositif de freinage (80) est réalisé sous forme d'un frein à mâchoires (84)
dont l'au moins une mâchoire (84) est solidaire du dispositif de pivotement (30),
la mâchoire (84) agissant de préférence sur un tambour de frein (82) qui est solidaire
de l'élément de déroulement (20).
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé par le fait que le dispositif compensateur de la contrainte de traction (40) comprend un boîtier
(42) qui enferme au moins partiellement des parties constitutives du dispositif de
pivotement (30).
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 14,
caractérisé par le fait que la répartition du poids du dispositif compensateur de la contrainte de traction (40)
est symétrique par rapport à l'axe de rotation (M) du dispositif de pivotement (30).