[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wäschebehandlungsgerät nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus der gattungsfremden
US 3,553,488 ist eine betriebssichere Schaltung für ein Fahrzeug bekannt, die ein Signal erfasst,
das in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit auf unterschiedliche Weise erzeugt
wird. Mit dieser Schaltungsanordnung wird gewährleistet, dass eine Verriegelung der
Fahrzeugtüren auch bei niedriger Fahrzeuggeschwindigkeit beibehalten wird.
[0003] Geräte mit einer gefährdenden Einrichtung sind zur Vermeidung von unsachgemäßem Gebrauch
mit einer Schutzeinrichtung versehen, die bevorzugt elektrisch ansteuerbar ist. Beim
Betrieb von Wäschebehandlungsgeräten, insbesondere von Waschmaschinen, muss sichergestellt
werden, dass die Tür zum Bestücken des Geräts nur dann geöffnet werden kann, wenn
dies ohne Schaden für den Benutzer möglich ist. Eine Türöffnung muss beispielsweise
verhindert werden, wenn sich (heißes) Wasser in der Trommel befindet oder wenn sich
die Trommel mit mehr als etwa 60 U/min dreht.
[0004] Ein klassisches Element, das zur Verriegelung der Maschinentür eingesetzt wird, ist
zum Beispiel aus einem Bimetall gebildet, das über eine PTC-Pille aufgeheizt wird,
einen Verriegelungsnocken treibt und gleichzeitig, wenn die Verriegelung erfolgreich
ist, einen Kontakt schließt. Über diesen Kontakt, d.h. erst mit der sicheren Verriegelung
der Tür, wird den Leistungselementen der Maschine Energie zugeführt. Ein solches Türverriegelungselement
ist zum Beispiel in der
GB-A-2,128,283 anschaulich beschrieben. Wird dieses Türverriegelungselement abgeschaltet, gibt es
die Tür durch die thermische Zeitkonstante des Bimetalls und der PTC-Pille erst nach
Ablauf einer gewissen Verzögerungszeit frei.
[0005] Weiter ist zum Beispiel aus der
EP 0 702 103 A1 ein Wäschebehandlungsgerät bekannt, bei dem das Türverriegelungselement und der Antriebsmotor
über einen gemeinsamen Schalter (z.B. einen Triac) angesteuert werden. Durch eine
solche Schaltungsanordnung liegt in jedem Fall Spannung am Türverriegelungselement,
wenn der Antriebsmotor gewollt oder ungewollt eingeschaltet ist, d.h. die Türverriegelung
kann nicht aufgehoben werden, wenn der Motor angesteuert ist.
[0006] Bei einer weiteren Art von Türverriegelung verriegelt sich die Tür beim Schließen
entweder selbständig mechanisch oder wird durch einen Ansteuerimpuls aktiv verriegelt.
Die Verriegelung kann mit einem Magneten des Türverriegelungselements ohne Eigenverzögerung
durch Ansteuerung mit kurzen Impulsen deaktiviert oder aktiv geöffnet werden, um die
Beladungstür der Waschmaschine zu entriegeln. Solche Türverriegelungen werden meistens
alleine über Schalter von der Elektronik gesteuert, weil dies eine größere Freiheit
in der Programmgestaltung der Wäschebehandlung ergibt. Bei einem Kurzschluss des Ansteuerschalters
wäre die Tür jedoch dauernd entriegelt. Um Sicherheit gegen unerlaubtes Öffnen der
Tür zu erhalten, ist es z.B. Stand der Technik, zwei in Serie liegende unabhängige
Ansteuerkreise zu nutzen. Dies ist jedoch aufwändig in Bezug auf den Platzverbrauch
der Ansteuerschaltung und nicht kostengünstig.
[0007] Abhilfe kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, bei nur einfacher Ansteuerung
die Türverriegelung so zu gestalten, dass mindestens zwei Impulse zur Entriegelung
notwendig sind. Ein derartiges Türverriegelungselement, das mit einem Zahnrad und
einer Klinke arbeitet, ist in der
DE 199 61 083 A1 offenbart. Kritisch ist jedoch auch bei dieser Lösung ein Zustand, in dem der steuernde
Mikrocomputer aufgrund einer Fehlfunktion die zum Öffnen benötigten zwei Steuerimpulse
erzeugt. Eine andere Ursache für die Erzeugung von zwei Steuerimpulsen kann durch
elektromagnetische Störungen gegeben sein.
[0008] Eine Lösung des letztgenannten Problems besteht darin, das Tachosignal, welches der
rotierende Motor abgibt, mit der Ansteuerschaltung des Türverriegelungselements zu
verknüpfen. Dies geschieht derart, dass die Steuerimpulse zum Öffnen der Verriegelung
bei rotierender Trommel hardwaremäßig verhindert werden.
[0009] Es ist außerdem eine Ansteuerschaltung für ein Wäschebehandlungsgerät bekannt, die
wie in Fig. 4 dargestellt aufgebaut ist.
[0010] Diese herkömmliche Ansteuerschaltung eines Wäschebehandlungsgeräts steuert eine Motorsteuerung
10 einer Waschmaschinentrommel als ein Beispiel einer elektrisch ansteuerbaren, gefährdenden
Einrichtung. Die Versorgungsspannung V1 der Motorsteuerung 10 kann mittels eines Relais
12 als einem ersten Steuerelement durch einen Mikrocontroller 14 zu- und abgeschaltet
werden. Bei Abschaltung der Versorgungsspannung V1 ist der gefährdende Zustand sofort
oder nach einer gewissen Zeit nicht mehr vorhanden. Das Relais 12 wird üblicherweise
über einen Transistor oder dergleichen Schaltelement 16 angesteuert.
[0011] Um den Benutzer der Waschmaschine vor einer Gefährdung zum Beispiel durch eine rotierende
Wäschetrommel zu schützen, ist ein Türverriegelungselement (z.B. der magnetische Verschluss
der Waschmaschinentür) 18 als eine elektrisch steuerbare und elektrisch deaktivierbare
Schutzeinrichtung vorgesehen. Zur Ansteuerung des Türverriegelungselements 18 durch
den Mikrocontroller 14 dient ein zweites Steuerelement 20, das zum Beispiel als Triac
ausgebildet ist, der über einen Transistor Triggerimpulse erhält.
[0012] Beide Steuerelemente 12, 20 der Motorsteuerung 10 und des Türverriegelungselements
18 besitzen eine unabhängige Versorgungsspannung. Aus diesem Grund kann der Benutzer
der Waschmaschine einer Gefährdung ausgesetzt sein, wenn durch einen Fehler im zweiten
Steuerelement 20, einen Softwarefehler des Mikrocontrollers 14, eine elektromagnetische
Störung oder durch ein anderes Ereignis das Türverriegelungselement 18 außer Kraft
gesetzt ist.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wäschebehandlungsgerät,
derart weiterzuentwickeln, dass die Funktionssicherheit seines Türverriegelungselements
weiter erhöht ist.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Wäschebehandlungsgerät mit den Merkmalen des
Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0015] Das Wäschebehandlungsgerät enthält eine Motorsteuerung, die über ein erstes Steuerelement
angesteuert wird, welches wiederum über ein erstes Schaltelement von einer Steuerung
angesteuert wird, und ein Türverriegelungselement, das über ein zweites Steuerelement
angesteuert wird, wobei das Türverriegelungselement deaktivierbar ist. Weiter ist
zwischen dem ersten und dem zweiten Steuerelement ein Speicherkondensator vorgesehen,
der das zweite Steuerelement mit Energie für einen Steuerimpuls versorgt und der bei
abgeschalteter Motorsteuerung über das erste Steuerelement geladen und bei eingeschalteter
Motorsteuerung über das erste Schaltelement entladen wird.
[0016] Im Gegensatz zu der in Fig. 4 dargestellten Ansteuerschaltung besitzen das erste
und das zweite Steuerelement für die Motorsteuerung bzw. das Türverriegelungselement
keine unabhängigen Spannungsversorgungen, sondern die zur Deaktivierung des Türverriegelungselements
erforderliche Energie wird aus einem Speicherkondensator zugeführt, der zwischen das
erste und das zweite Steuerelement geschaltet ist. Da dieser Speicherkondensator bei
abgeschalteter Motorsteuerung über das erste Schaltelement geladen und bei eingeschalteter
Motorsteuerung über das erste Steuerelement entladen wird, steht im Speicherkondensator
nur dann Energie zum Deaktivieren des Türverriegelungselements zur Verfügung, wenn
die Motorsteuerung abgeschaltet ist und somit keine Gefährdung mehr für den Benutzer
vorliegt. Wenn dagegen die Motorsteuerung in Betrieb ist, kann das Türverriegelungselement
nicht mehr deaktiviert werden, weil der Speicherkondensator entladen ist. Jede Unterbrechung
einer Verbindungsleitung oder eines Bauteils führt dazu, dass entweder die Motorsteuerung
nicht mehr mit Energie versorgt oder das Türverriegelungselement nicht mehr deaktiviert
werden kann. Das erfindungsgemäße Wäschebehandlungsgerät besitzt somit eine eigensichere
Ansteuerschaltung für die Motorsteuerung und das Türverriegelungselement.
[0017] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen den Speicherkondensator und das
erste Schaltelement ein Ladewiderstand geschaltet, sodass der Speicherkondensator
mit einer bestimmten Zeitverzögerung aufgeladen wird. Diese Zeitverzögerung durch
den Ladewiderstand ist vorzugsweise so bemessen, dass der Gefährdungszustand durch
die Motorsteuerung sicher beendet ist.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen den Speicherkondensator
und das erste Steuerelement eine Reihenschaltung aus einem Entladewiderstand und einer
Diode geschaltet, sodass der Speicherkondensator bei eingeschalteter Motorsteuerung
schnell über den Entladewiderstand entladen werden kann.
[0019] In einem Ausführungsbeispiel ist das zweite Steuerelement ein Triac, der über ein
zweites Schaltelement von der Steuerung mit der Energie des Speicherkondensators getriggert
wird. In einem alternativen Ausführungsbeispiel ist das zweite Steuerelement ein Relais,
das über ein zweites Schaltelement von der Steuerung mit der Energie des Speicherkondensators
erregt wird.
[0020] In einer noch weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind das erste Steuerelement und
das erste Schaltelement in einem separaten Modul integriert.
[0021] In einer bevorzugten Alternative ist das Türverriegelungselement über mindestens
zwei Steuerimpulse deaktivierbar. Hierdurch wird gewährleistet, dass das Türverriegelungselement
nicht mehr deaktiviert werden kann, weil zur Deaktivierung mindestens zwei Steuerimpulse
erforderlich sind, der Speicherkondensator aber nur Energie für einen solchen Steuerimpuls
zur Verfügung stellen kann, wenn er nicht wieder aufgeladen wird.
[0022] Obige sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter, nicht-einschränkender Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen besser verständlich. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Ansteuerschaltung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
eines Wäschebehandlungsgeräts der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Ansteuerschaltung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
eines Wäschebehandlungsgeräts der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3
- eine detailliertere Darstellung der Ansteuerschaltung von Fig. 2; und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer herkömmlichen Ansteuerschaltung eines Wäschebehandlungsgeräts.
[0023] Anhand von Fig. 1 wird nun der Grundaufbau der Ansteuerschaltung einer Waschmaschine
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben. Dabei sind gleiche und ähnliche
Komponenten wie bei der in Fig. 4 dargestellten herkömmlichen Ansteuerschaltung mit
den gleichen Bezugsziffern versehen.
[0024] Die Versorgungsspannung V1 für die Motorsteuerung (z.B. Frequenzumrichter) 10 der
Waschmaschine wird über ein erstes Steuerelement 12 in Form eines Relais zugeführt
bzw. unterbrochen. Die Ansteuerung des ersten Steuerelements 12 erfolgt ihrerseits
von einer Steuerung (z.B. Mikrocontroller) 14 über ein erstes Schaltelement 16 in
Form eines Transistors, Treibers oder dergleichen Schaltelement. Wird die Versorgung
der Motorsteuerung 10 mit der Versorgungsspannung V1 durch das erste Steuerelement
12 unterbrochen, so ist ein gefährdender Zustand für den Benutzer durch die Motorsteuerung
10 nach einer gewissen Zeit T nicht mehr vorhanden, beispielsweise ist die Drehzahl
der Wäschetrommel unter einen vorbestimmten Grenzwert abgesunken.
[0025] Zum Schutz des Benutzers der Waschmaschine ist ferner ein Türverriegelungselement
18 vorgesehen, das die Tür zur Beladung der Wäschetrommel vorzugsweise automatisch
verriegelt und nur bei sicher verriegelter Tür eine Ansteuerung der Motorsteuerung
10 erlaubt. Dieses Türverriegelungselement 18 wird von der Steuerung 14 über ein zweites
Steuerelement 20 angesteuert, d.h. bei Bedarf deaktiviert, um die Tür zu entriegeln
und damit ein Öffnen der Tür zu ermöglichen. Hierbei sind zur Deaktivierung des Türverriegelungselements
18 mindestens zwei Steuerimpulse des zweiten Steuerelements 20 erforderlich.
[0026] Die Energieversorgung dieses zweiten Steuerelements 20 zum Erzeugen der Steuerimpulse
zur Deaktivierung des Türverriegelungselements 18 erfolgt über einen Speicherkondensator
22, der zwischen dem ersten und dem zweiten Steuerelement 12, 20 vorgesehen ist. Der
Speicherkondensator 22 ist dabei über einen Ladewiderstand 24 mit dem ersten Steuerelement
12 verbunden.
[0027] Wenn die Motorsteuerung 10 abgeschaltet ist, d.h. das erste Steuerelement 12 die
Versorgungsspannung V1 zur Motorsteuerung 10 unterbricht, wird der Speicherkondensator
22 über den Ladewiderstand 24 mit der Versorgungsspannung V0 des ersten Steuerelements
12 aufgeladen. Die zum Aufladen des Speicherkondensators 22 benötigte Zeit T1 ist
dabei vorzugsweise länger als die obige Zeit T bis zum Erreichen des sicheren Zustandes
nach dem Abschalten der Motorsteuerung 10.
[0028] Der so aufgeladene Speicherkondensator 22 stellt die zum Erzeugen der Steuerimpulse
durch das zweite Steuerelement 20, d.h. zum Deaktivieren des Türverriegelungselements
18 erforderliche Energie zur Verfügung. Die Energie des aufgeladenen Speicherkondensators
22 reicht dabei zum Erzeugen eines Steuerimpulses.
[0029] Das zweite Steuerelement 20 ist beispielsweise ein Triac, der über ein zweites Schaltelement
(z.B. Transistor) 30 (siehe Fig. 3) von der Steuerung 14 mit der Energie des Speicherkondensators
22 getriggert wird. Alternativ ist das zweite Steuerelement 20 ein Relais ist, das
über ein zweites Schaltelement 30 von der Steuerung 14 mit der Energie des Speicherkondensators
22 erregt wird.
[0030] Wird die Motorsteuerung 10 durch das erste Steuerelement 12 mit Energie versorgt,
wird das erste Schaltelement 16 durchgesteuert. In diesem Zustand entlädt sich der
Speicherkondensator 22 über den Ladewiderstand 24 in einer bestimmten Zeit. Nach Ablauf
einer kurzen Zeitdauer kann das Türverriegelungselement 18 bereits nicht mehr deaktiviert
werden, weil der Speicherkondensator 22 nicht genügend Energie zum Erzeugen eines
Steuerimpulses durch das zweite Steuerelement 20 bereitstellt.
[0031] Ferner führt jede Unterbrechung einer Verbindungsleitung oder eines Bauteils dazu,
dass entweder die Motorsteuerung 10 nicht mehr mit Energie versorgt werden kann oder
dass das Türverriegelungselement 18 nicht mehr deaktiviert werden kann, weil hierfür
keine Energie zur Verfügung steht. Gleiches gilt auch für den Fall eines Kurzschlusses
des Transistors 16 oder des zweiten Steuerelements 20, weil der Speicherkondensator
22 nur die Energie für einen Steuerimpuls des zweiten Schaltelements 20 liefert, für
eine Deaktivierung des Türverriegelungselements 18 aber zwei solcher Steuerimpulse
erforderlich sind. Auch eine fehlerhafte Ansteuerung des Türverriegelungselements
18 durch die Steuerung oder EMV-Störungen, die eine fälschliche Deaktivierung des
Türverriegelungselements 18 bewirken, können vermieden werden. Dies ist auch dann
möglich, wenn keine Tachoimpulse des Motors zur Auswertung zur Verfügung stehen.
[0032] Die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung stellt somit eine eigensichere Ansteuerschaltung
dar, da in jedem Fall ein Gefährdungszustand für einen Benutzer verhindert ist.
[0033] Ein zweites Ausführungsbeispiel einer Ansteuerschaltung einer Waschmaschine wird
nun Bezug nehmend auf Fig. 2 und 3 näher erläutert. Dabei sind gleichen oder ähnlichen
Komponenten die gleichen Bezugsziffern zugeordnet und auf eine nochmalige Beschreibung
derselben wird verzichtet.
[0034] Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von der obigen ersten Ansteuerschaltung
dadurch, dass parallel zu dem Ladewiderstand 24 eine Reihenschaltung aus einem Entladewiderstand
26 und einer Diode 28 geschaltet ist. Dieser Schaltungsaufbau ermöglicht unterschiedliche
Zeiten für den Ladevorgang und den Entladevorgang des Speicherkondensators.
[0035] Beim Zuschalten der Versorgungsspannung V1 auf die Motorsteuerung 10 durch das erste
Schaltelement 12 wird der Speicherkondensator 22 in diesem Fall über den Entladewiderstand
26 und die Diode 28 mit einer Zeitkonstante T2 entladen, die kürzer als die Zeitkonstante
T1 für den Ladevorgang des Speicherkondensators 22 über den Ladewiderstand 24 ist.
Auf diese Weise ist eine Deaktivierung des Türverriegelungselements 18 bereits sehr
kurze Zeit nach dem Einschalten der Motorsteuerung 10 nicht mehr möglich. Nach dem
Abschalten der Motorsteuerung 10 kann die Tür der Wäschetrommel erst nach einer Zeit
T1 (> T) deaktiviert werden.
[0036] Die weiteren Merkmale und Vorteile dieser zweiten Ansteuerschaltung sind gleich jenen
des oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels.
[0037] Eine detailliertere Darstellung einer Ansteuerschaltung des oben beschriebenen zweiten
Ausführungsbeispiels ist in Fig. 3 gezeigt.
[0038] Das Türverriegelungselement 18 verriegelt sich beim Schließen der Tür 19 der Wäschetrommel
automatisch und betätigt mit einem Verriegelungsnocken einen Schalter 18a. Der Netzanschluss
L wird dann über diesen Schalter 18a als L' an die Leistungselemente der Waschmaschine
gelegt. Die Motorsteuerung 10 wird von der Steuerung 14 über den Schalter 12a des
Relais 12 eingeschaltet. In diesem Zustand, d.h. wenn der Motor und damit die Wäschetrommel
dreht, liegt am Kollektor des Transistors 16 eine Spannung von 0 V und der Speicherkondensator
22 wird über den Entladewiderstand 26 und die Diode 28 entladen.
[0039] Das Türverriegelungselement 18 weist ferner einen Magneten 18b zum magnetischen Auslösen
des Schalters 18a auf. Der Triac 20, der diesen Magneten 18b betätigt, kann mit einem
Signal von der Steuerung über den Transistor (zweites Schaltelement der Erfindung)
30 mit der Energie aus dem Speicherkondensator 22 getriggert werden.
[0040] Sobald die Steuerung 14 den Transistor 16 sperrt, fällt das Relais 12 ab und sein
Schalter 12a öffnet den Anschluss zur Motorsteuerung 10. Am Kollektor des Transistors
16 liegt dann vom Netzteil 32 die Spannung U, geführt über die Relaiswicklung des
Relais 12. Der Speicherkondensator 22 lädt sich jetzt über den Ladewiderstand 24 mit
der entsprechenden Zeitkonstante T1 auf. Nun, d.h. im stromlosen Zustand der Motorsteuerung
10, kann die Tür 1 durch die Steuerung 14 über Transistor 30, Triac 20 und Türverriegelungselement
18 entriegelt werden, wobei der Transistor 30 die zum Triggern des Triacs 20 notwendige
Energie dem Speicherkondensator 22 entnimmt.
[0041] Sobald die Motorsteuerung 10 von der Steuerung 14 wieder über den Transistor 16 und
das Relais 12 mit dem Schalter 12a an die Versorgungsspannung gelegt wird, entlädt
der Transistor 16 den Speicherkondensator 22 schnell über den Entladewiderstand 26
und die Diode 28. Eine Entriegelung der Tür 19 ist dann nicht mehr möglich.
1. Wäschebehandlungsgerät, mit
einer Motorsteuerung (10), die über ein erstes Steuerelement (12) angesteuert wird,
welches wiederum über ein erstes Schaltelement (16) von einer Steuerung (14) angesteuert
wird; und
einem Türverriegelungselement (18), das über ein zweites
Steuerelement (20) angesteuert wird, wobei das Türverriegelungselement (18) deaktivierbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem ersten und dem zweiten Steuerelement (12, 20) ein Speicherkondensator
(22) vorgesehen ist, der das zweite Steuerelement (20) mit Energie für einen Steuerimpuls
versorgt und der bei abgeschalteter Motorsteuerung (10) über das erste Steuerelement
(12) geladen und bei eingeschalteter Motorsteuerung (10) über das erste Schaltelement
(16) entladen wird.
2. Wäschebehandlungsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Speicherkondensator (22) und das erste Schaltelement (16) ein Ladewiderstand
(24) geschaltet ist.
3. Wäschebehandlungsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Speicherkondensator (22) und das erste Steuerelement (12) eine Reihenschaltung
aus einem Entladewiderstand (26) und einer Diode (28)
geschaltet ist.
4. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Steuerelement (20) ein Triac ist, der über ein zweites Schaltelement (30)
von der Steuerung (14) mit der Energie des Speicherkondensators (22) getriggert wird.
5. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Steuerelement (20) ein Relais ist, das über ein zweites Schaltelement
(30) von der Steuerung (14) mit der Energie des Speicherkondensators (22) erregt wird.
6. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Steuerelement (12) und das erste Schaltelement (16) in einem separaten
Modul integriert sind.
7. Wäschebehandlungsgerät nach einem der vohergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Türverriegelungselement (18) über mindestens zwei Steuerimpulse deaktivierbar
ist.
1. Laundry treatment appliance having
a motor controller (10) which is actuated by means of a first control element (12)
which, in turn, is actuated by a controller (14) by means of a first switching element
(16); and
a door locking element (18) which is actuated by means of a second control element
(20), it being possible to deactivate the door locking element (18),
characterized
in that a storage capacitor (22) is provided between the first and the second control element
(12, 20), said storage capacitor supplying energy for a control pulse to the second
control element (20) and said storage capacitor being charged by means of the first
control element (12) when the motor controller (10) is switched off and being discharged
by means of the first switching element (16) when the motor controller (10) is switched
on.
2. Laundry treatment appliance according to Claim 1, characterized
in that a charging resistor (24) is connected between the storage capacitor (22) and the
first switching element (16).
3. Laundry treatment appliance according to Claim 1 or 2,
characterized
in that a series circuit comprising a discharging resistor (26) and a diode (28) is connected
between the storage capacitor (22) and the first control element (12).
4. Laundry treatment appliance according to one of Claims 1 to 3,
characterized
in that the second control element (20) is a triac which is triggered with the energy of
the storage capacitor (22) by the controller (14) by means of a second switching element
(30).
5. Laundry treatment appliance according to one of Claims 1 to 3,
characterized
in that the second control element (20) is a relay which is excited with the energy of the
storage capacitor (22) by the controller (14) by means of a second switching element
(30).
6. Laundry treatment appliance according to one of Claims 1 to 5,
characterized
in that the first control element (12) and the first switching element (16) are integrated
in a separate module.
7. Laundry treatment appliance according to one of the preceding claims,
characterized
in that the door locking element (18) can be deactivated by means of at least two control
pulses.
1. Appareil de traitement de linge qui présente:
une commande de moteur (10) commandée par un premier élément de commande (12) qui
lui-même est commandé par une commande (14) par l'intermédiaire d'un premier élément
de commutation (16) et
un élément (18) de verrouillage de porte qui est commandé par un deuxième élément
de commande (20), l'élément (18) de verrouillage de porte pouvant être désactivé,
caractérisé en ce que
un condensateur d'accumulation (22) qui alimente en énergie le deuxième élément de
commande (20) en vue d'une impulsion de commande, qui est chargé par le premier élément
de commande (12) lorsque la première commande de moteur (10) est débranchée et qui
est déchargé par l'intermédiaire du premier élément de commutation (16) lorsque la
commande (10) de moteur est débranchée est prévu entre le premier et le deuxième élément
de commande (12, 20).
2. Appareil de traitement de linge selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une résistance de charge (24) est raccordée entre le condensateur d'accumulation (22)
et le premier élément de commutation (16).
3. Appareil de traitement de linge selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un circuit série constitué d'une résistance de décharge (26) et d'une diode (28) est
raccordé entre le condensateur d'accumulation (22) et le premier élément de commande
(12).
4. Appareil de traitement de linge selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le deuxième élément de commande (20) est un triac que la commande (14) active avec
l'énergie du condensateur d'accumulation (22) par l'intermédiaire d'un deuxième élément
de commutation (30).
5. Appareil de traitement de linge selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le deuxième élément de commande (20) est un relais que la commande (14) active avec
l'énergie du condensateur d'accumulation (22) par l'intermédiaire d'un deuxième élément
de commutation (30).
6. Appareil de traitement de linge selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le premier élément de commande (12) et le premier élément de commutation (16) sont
intégrés dans un module séparé.
7. Appareil de traitement de linge selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément (18) de verrouillage de porte peut être désactivé par au moins deux impulsions
de commande.