| (19) |
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(11) |
EP 1 962 988 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
| (15) |
Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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03.02.2010 Patentblatt 2010/05 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.09.2009 Patentblatt 2009/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.12.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/069779 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/074087 (05.07.2007 Gazette 2007/27) |
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| (54) |
VERWENDUNG EINER GITTERSTRUKTUR UND BEHÄLTER MIT GITTERSTRUKTUR
USE OF A LATTICE STRUCTURE AND VESSEL WITH LATTICE STRUCTURE
UTILISATION D'UNE GRILLE ET CONTENANT COMPORTANT LADITE GRILLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
23.12.2005 DE 102005062855
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.09.2008 Patentblatt 2008/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Brita GmbH |
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65232 Taunusstein (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GRÖSS, Stefan
CH-6236 Wilihof/LU (CH)
- ALTMÜLLER, Bernd
69488 Birkenau (DE)
- EHRENTRAUT, Harald
64285 Darmstadt (DE)
- MERZ, Alexandra
65232 Taunusstein (DE)
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| (74) |
Vertreter: Mehler, Klaus |
|
Fuchs
Patentanwälte
Söhnleinstrasse 8 65201 Wiesbaden 65201 Wiesbaden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 1 629 379 JP-A- 5 293 859
|
JP-A- 5 293 858 JP-A- 10 048 021
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Gitterstruktur mit Querstegen und Längsstegen
gemäß Patentanspruch 1 und 2. Die Erfindung bezieht sich auch auf einen Behälter,
insbesondere eine Filterkartusche, mit solchen Gitterstrukturen gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 14.
[0002] Unter der lichten Weite der Gitteröffnung wird beispielsweise bei einer kreisförmigen
Öffnung der Durchmesser und bei einer rechteckigen Öffnung der Abstand der Schmalseiten
verstanden.
[0003] Aus der
EP 1 230 166 B1 ist eine Filtereinrichtung bekannt, die eine Filterkartusche aufweist. Um den Austritt
von Filtermaterial, das sich in der Filterkartusche in Form von Granulat befindet,
zu verhindern, ist im Deckelbereich der Filterkartusche ein formstabiles oder ein
flexibles Flächengebilde vorgesehen, das eine Porengröße oder Maschenweite von maximal
300 µm aufweist, um einen Austritt auch von Kleinstpartikein des Granulats zu verhindern.
[0004] Zu Beginn des Filtrationsprozesses muss Wasser in die Filterkartusche eindringen
und die in der Filterkartusche befindliche Luft entweichen können. Zu diesem Problem
wird mitgeteilt, dass bei Verwendung von siebartigen Flächengebilden ein geringer
Gegendruck bereits ausreicht, um die Siebporen zu verschließen. In der Gewebetechnik
wird das Verschließen der Poren mit einem Feuchtefilm als Segelbildung bezeichnet.
[0005] Das z. B. domartig gewölbte siebartige Flächengebilde kann aus einem Kunststoffgewebe
bestehen, wobei die Segelbildung im oberen Teil des Flächengebildes, wo der Luftaustritt
stattfindet, durch hydrophobe Anteile vermieden werden soll. Der untere Teil des Flächengebildes
im Bereich der Einlassöffnungen für das zu filtrierende Wasser weist für den Durchtritt
von Flüssigkeit hydrophile Teile auf. Diese Maßnahmen reichen jedoch nicht aus, um
eine ungehinderte Befüllung mit Wasser sicherzustellen.
[0006] Aus der
EP 0 823 276 B1 ist eine Filterkartusche mit einem Gewebeeinsatz bekannt, der wenigstens teilweise
gewölbt ist. Der Gewebeteil ist an Rippen befestigt.
[0007] Die
WO 98/05401 beschreibt eine Filterkartusche mit Wassereinlass-, Wasserauslass- und Luftauslassöffnungen
oder Fenstern, die mit einem Gitter abgedeckt sind, das aus einem Kunststoffgewebe
bestehen kann. Dieses Gewebe kann integral mit dem Deckel hergestellt werden.
[0008] Die Filterkartusche gemäß der
WO 96/21621 besitzt ebenfalls Wassereintritts- und Luftaustrittsöffnungen, die mit einem mikroporösen
Papier versehen sind.
[0009] Aus der
US 5,423,893 ist eine spritzgegossene Gitterstruktur bekannt, die aus sich kreuzenden Stegen besteht.
Die Gitterstruktur ist aus spritzgusstechnischen Gründen mit im Querschnitt kreisförmigen
Rippen durchzogen, deren Durchmesser ein Vielfaches des Durchmessers der Stege beträgt.
Durch diese Rippen wird die gesamte Gitterstruktur in Felder unterteilt.
[0010] Die
DE 197 44 361 beschreibt einen Kunststofffilter mit einem Filtergitter, das eine Vielzahl kleiner
Durchlassöffnungen aufweist. Um einen in einem Spritzgießvorgang herstellbaren Filter
aus Kunststoff zu schaffen, besteht das Filtergitter aus einer ersten Lage zueinander
paralleler Rippen und einer zweiten Lage zueinander paralleler Rippen, die die Rippen
der ersten Lage kreuzen, wobei die beiden Lagen in zwei aneinander angrenzenden Flächen
angeordnet sind und die sich kreuzenden Rippen der beiden Flächen an ihren Kreuzungspunkten
miteinander verbunden sind. Die Rippen oder Stege sind somit in zwei unterschiedlichen
Ebenen angeordnet.
[0011] Auch diese Gitterstrukturen haben den Nachteil, dass zu Beginn des Befüllens Verzögerungen
oder sogar Blockaden auftreten können.
[0012] Die
JP 05 293859 A offenbart einen Filter zum Rückhalten fester Partikel, welcher aus einer Gitterstruktur
aus Quer- und Längsstreben besteht. Die Streben tragen Rippenfortsätze, wobei Anström-
und Abströmseite jeweils zwei unterschiedliche Gruppen von Rippen unterschiedlicher
Höhe und Breite aufweisen, die sich in einer bestimmten Reihenfolge abwechseln. Die
Gitterstruktur besteht aus Kunststoff und wird mittels Spritzgussverfahren hergestellt.
Das Kunststoffmaterial ist entweder hydrophil oder hydrophob, aber eine Anpassung
an das durchtretende Medium wird nicht beschrieben.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es, ein sicheres Einströmen bzw. Ausströmen eines Mediums
gegenüber einem anderen Medium durch eine Gitterstruktur zu gewährleisten und ein
Blockieren des Stroms zu verhindern. Es ist auch Aufgabe der Erfindung, einen Behälter
mit solchen Gitterstrukturen zu schaffen, der von unterschiedlichen Medien, wie Flüssigkeit
und Gas durchströmt wird, wobei die Strömungseigenschaften durch die Gitterstrukturen
verbessert werden sollen.
[0014] Als Lösung wird gemäß der Patentansprüche 1 und 2 vorgeschlagen, im Falle einer Flüssigkeitsströmung
hydrophile Materialien und im Falle einer Gasströmung hydrophobe Materialien für die
Gitterstruktur zu verwenden, wobei gleichzeitig an der abströmseitigen Oberfläche
des Gitters Rippen unterschiedlicher Länge angebracht sind, die für eine verbesserte
Abteilung der Strömung sorgen.
[0015] Unter den Quer- und Längsstegen werden flache Gitterelemente gleicher Dicke D verstanden,
die das Grundgerüst der Gitterstruktur bilden. Diese Stege können in einer gemeinsamen
Ebene liegen oder die Längsstege können in einer ersten Ebene und die Querstege in
einer zweiten Ebene liegen, die um das Maß der Höhe der Längsstege versetzt ist.
[0016] Unter den Rippen werden Erhöhungen auf diesen Stegen verstanden.
[0017] Es hat sich überraschend herausgestellt, dass zu Beginn der Durchströmung der Gitterstruktur,
wenn nämlich die Gitterstruktur sich in einem ersten Medium befindet und von einem
zweiten Medium gegen den Widerstand des ersten Mediums durchströmt werden soll, keine
Verzögerung oder gar Blockaden auftreten, wie dies bei Gitterstrukturen der Fall ist,
die nur Quer und Längsstege entweder ohne Rippen oder mit Rippen einer einzigen Rippenhöhe
aufweisen.
[0018] Hierbei ist es von Vorteil, wenn sich die Rippen der ersten Gruppe mit Rippen der
zweiten Gruppe in einer regelmäßigen Folge zur Bildung einer Rippenanordnung abwechseln.
Insbesondere bei der Durchströmung der Gitterstruktur mittels Luft gegen Wasser bzw.
Wasser gegen Luft, werden die besten Ergebnisse erzielt, wenn sich jeweils zwei Rippen
der zweiten Gruppe mit jeweils einer Rippe der ersten Gruppe abwechseln.
[0019] Die Rippenanordnung ist vorzugsweise entweder auf den Querstegen oder auf den Längsstege
angeordnet. Es ist auch möglich, die Rippenanordnung sowohl auf den Längsstegen als
auch auf den Querstegen vorzusehen.
[0020] Die Rippenanordnung kann auf beiden Seiten der Gitterstruktur identisch sein, wobei
die Rippenhöhen auf beiden Seiten gleich oder unterschiedlich gewählt werden können.
[0021] Auch kann die Rippenstruktur auf der einen Seite um den Winkel β gegenüber der Rippenanordnung
auf der anderen Seite gedreht sein. Welche Kombination der Anordnungen am besten geeignet
ist, hängt von der jeweiligen Anwendung, d. h. von den jeweils verwendeten Medien
ab.
[0022] Die Höhen H
1, H
2 der Rippen unterscheiden sich vorzugsweise deutlich voneinander, wobei bevorzugt
H
2 < ¾ H
1 ist. Weitere bevorzugte Wertebereiche für die Höhen H
1 und H
2 sind H
2 < ½ H
1 und H
2< 1/3 H
1.
[0023] Beim Vorhandensein von drei oder mehr Gruppen von Rippen gelten vorzugsweise analoge
Abstufungen, z. B. H
3< ¾ H
2 und H
2< ¾ H
1.
[0024] Die Breite aller Stege kann gleich sein. Es ist jedoch u. a. aus Stabilitätsgründen
bevorzugt, die Breite B1 der Stege mit Rippen der ersten Gruppe größer der Breite
B2 der Stege mit Rippen der zweiten Gruppe zu wählen.
[0025] Eine weitere Verbesserung der Durchströmung kann erzielt werden, wenn die Seitenflächen
der Rippen einen Neigungswinkel α mit 0 ≤ α ≤ 12° aufweisen. Der Winkel α wird zwischen
der Seitenwand der betreffenden Rippe und der Senkrechten auf der Gitterebene gemessen.
Gitterstrukturen mit nicht geneigten Seitenflächen, d. h. mit α = 0, liefern die besten
Ergebnisse.
[0026] Wenn die Gitterstruktur beispielsweise spritzgegossen ist, dann sind Winkel mit α
= 0 nur mit hohem Aufwand realisierbar, so dass der Neigungswinkel zur Gewährleistung
der Entformbarkeit bei Werten > 0 liemuss. Hierbei sollten Winkel > 12°, vorzugsweise
> 4°, insbesondere > 3° nicht überschritten werden, weil große Winkel einen unmittelbaren
Einfluss auf die Durchströmungseigenschaften der Gitterstruktur zeigen. Besonders
bevorzugt sind Neigungswinkel α im Bereich von 3° bis 4°.
[0027] Vorzugsweise wird eine Gitterstruktur aus spritzgegossenem Kunststoff verwendet.
[0028] Wenn die Gitterstruktur für den Durchtritt von Flüssigkeit gegen Gas, insbesondere
Wasser gegen Luft, eingesetzt wird, sind die Rippen mindestens auf der der Gasseite
zugewandten Seite angeordnet sind.
[0029] Bei dem Einsatz von Wasser gegen Luft ist die bereits zuvor beschriebene Ausfühnrngsform,
wonach sich die Rippen der ersten Gruppe mit Rippen der zweiten Gruppe in einer regelmäßigen
Folge zur Bildung einer Rippenanordnung abwechseln, besonders bevorzugt.
[0030] Möglicherweise ist dies darauf zurückzuführen, dass zwischen den Rippen Strömungskanäle
gebildet werden, wobei zunächst die schmalen Kanäle zwischen den Rippen der zweiten
Gruppe bzw. den Rippen der zweiten und der ersten Gruppe und anschließend bei weiterer
Durchströmung die breiten Kanäle zwischen den Rippen der ersten Gruppe wirksam werden,
in denen sich die schmalen Teilströme aus den schmalen Kanälen vereinigen, bevor sie
die Gitterstruktur verlassen.
[0031] Für diesen Einsatzzweck wird die Gitterstruktur aus einem hydrophilen Material, insbesondere
hydrophilen Kunststoffmaterial wie z. B. Polyamid, gefertigt.
[0032] Unter hydrophilen Materialien werden solche verstanden, die im Kontakt mit Wasser
einen Kontaktwinkel θ < 80° zeigen.
[0033] Bei horizontaler Anordnung der Gitterstruktur und Beaufschlagung mit Wasser senkrecht
von oben gegen unter der Gitterstruktur befindliche Luft, wirken die Schwerkraft des
Wassers und in den Kanälen die Kapillarkräfte in gleicher Richtung, wobei die Kapillarkraft
umso größer ist, je geringer die Wandneigung der Seitenflächen der Rippen ist, d.
h. je kleiner α ist.
[0034] Wenn die Gitterstruktur für den Durchtritt von Gas gegen Flüssigkeit, insbesondere
von Luft gegen Wasser eingesetzt wird, sind die Rippen mindestens auf der der Flüssigkeit
zugewandten Seite angeordnet sind.
[0035] Bei dieser Anwendung besteht die Gitterstruktur aus einem hydrophoben Material, insbesondere
hydrophoben Kunststoffmaterial wie z. B. Polypropylen.
[0036] Unter hydrophoben Materialien werden solche verstanden, die im Kontakt mit Wasser
einen Kontaktwinkel θ > 100° zeigen.
[0037] Bei horizontaler Anordnung der Gitterstruktur und Beaufschlagung mit Luft gegen eine
über der Gitterstruktur stehenden Wassersäule, kommt es ebenfalls darauf an, dass
die Kapillarkraft, die in diesem Fall der Schwerkraft der Wassersäule entgegenwirkt,
möglichst groß ist, damit die Luft nach oben durch die Gitterstruktur entweichen kann.
[0038] Die erfindungsgemäßen Gitterstrukturen werden bevorzugt als Bauteile in Behältern
zur Wasseraufbereitung eingesetzt.
[0039] Ein solcher Behälter, der insbesondere eine Filterkartusche sein kann, ist mit jeweils
mindestens einem Wassereinlassfenster, einem Wasserauslassfenster und einem Luftaustrittsfenster
versehen, wobei mindestens das Wassereinlassfenster und das Luftaustrittsfenster mit
den erfindungsgemäßen Gitterstrukturen versehen sind.
[0040] Die Gitterstruktur des Wassereinlassfensters besteht aus einem hydrophilen Material
und die Gitterstruktur des Luftaustrittsfensters aus einem hydrophoben Material, wobei
auf mindestens der dem Luftraum zugewandten Seite der Gitterstruktur des Wassereinlassfensters
und auf mindestens der dem Wasserraum zugewandten Seite der Gitterstruktur des Luftaustrittsfensters
die Querstege und/oder die Längsstege eine Rippenanordnung aus senkrecht zur Gitterebene
aufragenden Rippen aufweisen, wobei die Rippenanordnung mindestens eine erste Gruppe
und eine zwei Gruppe von Rippen aufweist, die sich mindestens durch ihre Rippenhöhen
H
1, H
2 mit H
1 >H
2 unterscheiden.
[0041] Wenn es sich bei einem solchen Behälter um eine Filterkartusche handelt, ist dieser
mit einem Filtermittel gefüllt. Das durch das Wassereinlassfenster einströmende Rohwasser
fließt in das Innere der Filterkartusche, durchströmt das Filtermittel und verlässt
als gefiltertes Wasser die Filterkartusche durch das Wasserauslassfenster. Hierbei
kommt es darauf an, dass zu Beginn der Wasserfiltration das Wasser ungehindert und
ohne Verzögerung durch das Wassereinlassfenster in die Filterkartusche eindringen
kann. Andererseits muss die Luft, die sich über dem Filtermittel innerhalb der Filterkartusche
befindet, genauso schnell durch das Luftäuslassfenster entweichen können.
[0042] Durch die erfindungsgemäßen Gitterstrukturen wird dies gewährleistet, wobei die Gitteröffnungen
mit Abmessungen ≤ 300 µm die Partikel des Filtermittels wirksam zurückhalten.
[0043] Vorzugsweise besteht die Gitterstruktur des Wassereinlassfensters aus einem hydrophilen
Kunststoff und die Gitterstruktur des Luftauslassfensters aus einem hydrophoben Kunststoff.
Der Behälter selbst ist vorzugsweise aus einem der beiden Kunststoffmaterialien gefertigt.
[0044] Der Behälter ist vorzugsweise im Zweikomponenten-Spritzgussverfahren hergestellt.
[0045] Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer Gitterstruktur gemäß dem Stand der Technik,
- Figur 2
- einen Schnitt längs der Linie II-II durch die in Figur 1 gezeigte Gitterstruktur,
- Figur 3
- einen Schnitt durch eine weitere Gitterstruktur nach dem Stand der Technik,
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Gitterstruktur,
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht einer Gitterstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Figur 6
- eine perspektivische Darstellung einer Gitterstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Figur 7
- die perspektivische Darstellung einer Gitterstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Figur 8
- einen vergrößerte Ausschnitt einer mit Flüssigkeit durchströmen Gitterstruktur,
- Figur 9
- einen Vertikalschnitt durch eine Filterkartusche, und
- Figur 10
- eine Draufsicht auf die in Figur 9 gezeigte Filterkartusche.
[0046] In der Figur 1 ist die Draufsicht auf die Oberseite 2 eines Ausschnittes einer Gitterstruktur
1' nach dem Stand der Technik dargestellt, die aus sich kreuzenden Längsstegen 10
und Querstegen 20 besteht. Die Quer- und Längsstege 10, 20 kreuzen sich unter einem
Winkel β = 90°. Die zwischen den Stegen 10, 20 vorgesehenen Öffnungen 4 sind rechteckig
ausgestaltet und besitzen Schmalseiten 5a und Längsseiten 5b. Der Abstand der Schmalseiten
5a liegt unter 300 µm.
[0047] In der Figur 2 ist ein Schnitt längs der Linie II-II durch die in Figur 1 gezeigte
Gitterstruktur 1' dargestellt. Es ist zu sehen, dass die Stege 10 und 20 die gleiche.
Dicke D aufweisen und in derselben Ebene angeordnet sind.
[0048] In der Figur 3 ist eine weitere Ausgestaltung einer bekannten Gitterstruktur 1' dargestellt,
bei der die Längsstege 10 in einer Ebene und die Querstege 20 in einer versetzten
Ebene angeordnet sind, wobei beide Ebenen um das Maß der Dicke der Stege 10, 20 versetzt
sind. Es ist zu sehen, dass diese Stege 10, 20 als flache Stege ausgebildet sind.
[0049] Auf einer derartigen bekannten Gitterstruktur 1' sind erfindungsgemäß Rippen 31,
41 angeordnet, wie dies in der Figur 4 dargestellt ist, die eine perspektivische Ansicht
der Unterseite 3 einer erfindungsgemäßen Gitterstruktur 1 zeigt. Die Querstege 20
entsprechen den Querstegen aus der Figur 3, wobei auf den Längsstegen 10 aus der Figur
3 erste Rippen 31 und zweite Rippen 41 angeordnet sind, die sich senkrecht zur Gitterebene
6 nach unten erstrecken. Die ersten Rippen 31 gehören zur ersten Gruppe 30 und besitzen
die Höhe H
1. Die zweiten Rippen 41 bilden die zweite Gruppe 40 mit der Rippenhöhe H
2. In der in Figur 4 gezeigten Rippenanordnung 8 sind die ersten Rippen 31 alternierend
zu den Rippen 41 angeordnet. Die Breite der Stege 10 ist an die Breite der Rippen
31 bzw. 41 angepasst. Aufgrund der größeren Höhe H
1 der Rippen 31 sind die betreffenden Stege 10 entsprechend breiter ausgebildet als
die Stege 10, auf denen die kleineren Rippen 41 angeordnet sind.
[0050] In der Figur 5 ist eine weitere Ausführungsform dargstellt, bei der die Gitterstruktur
1 sowohl auf der Oberseite 2 eine Rippenanordnung 8b als auch auf der Unterseite 3
eine Rippenanordnung 8a aufweist. Im Unterschied zur Figur 4 wechseln sich Rippen
31 mit jeweils zwei Rippen 41 bzw. Rippen 32 mit jeweils zwei Rippen 42 ab. Alle Rippen
sowohl auf der Oberseite 2 als auch auf der Unterseite 3 sind auf den Längsstegen
10 angeordnet. Dadurch wird eine symmetrische Gitterstruktur 1 geschaffen. Die Querstege
20 sind nach wie vor als flache Stege ausgebildet und besitzen keine Rippenanordnung.
Während gemäß der Figur 4 die Stege 10 und 20 in versetzten Ebenen angeordnet sind,
sind gemäß der Figur 5 alle Stege 10, 20 in derselben Ebene angeordnet, womit die
Stegstruktur derjenigen gemäß der Figur 1 bzw. Figur 2 entspricht.
[0051] In der Figur 6 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, wobei die Rippenanordnung
8a auf der Unterseite der Gitterstruktur 1 der Darstellung in Figur 4 entspricht.
Dieselbe Rippenstruktur befindet sich auf der Oberseite 3 der Gitterstruktur 1 und
bildet die Rippenstruktur 8b, wobei die Rippenstruktur 8b gegenüber der Rippenstruktur
8a um β = 90° gedreht angeordnet ist. Dies bedeutet, dass die Rippen der Rippenstruktur
8a auf den Längsstegen 10 und die Rippenstruktur 8b auf den Querstegen 20 angeordnet
sind. Dadurch wird eine besonders stabile Ausgestaltung der Gitterstruktur 1 geschaffen.
[0052] In der Figur 7 ist eine weitere Ausführungsform ausschnittsweise dargestellt, wobei
sowohl die Längsstege 10 als auch die Querstege 20 Rippen 31 der ersten Gruppe 30
und Rippen 41 der zweiten Gruppe 40 aufweisen. Da sich jeweils zwei Rippen 41 der
zweiten Gruppe 40 mit jeweils einer Rippe 31 der ersten Gruppe 30 in beiden Richtungen
abwechseln, wird eine quadratische Aufteilung der Gitterstruktur 1 erzielt.
[0053] In der Figur 8 ist ein Ausschnitt aus der in Figur 4 gezeigten Rippenanordnung 8
vergrößert dargestellt, um die Details der Rippen 31, 41 und der Wasserströmung zu
erläutern. Im Unterschied zur Figur 4 sind die Stege 10, 20 in derselben Ebene angeordnet.
[0054] Die Rippen 31, 41 besitzen an ihrer Basis die Breiten B
1 bzw. B
2 und weisen jeweils Seitenflächen 33 und 43 auf, die mit der Senkrechten 7 auf der
Gitterebene 6 einen Winkel α bilden.
[0055] Von der Oberseite 2 wird Wasser aus dem Wasserraum 60 gegen den unter der Gitterstruktur
1 befindlichen Gasraum 61 durch die Öffnungen 4 zugeführt. Das Wasser strömt durch
die Öffnungen 4 zunächst in die zwischen den Rippen 41 und den Rippen 31 gebildeten
schmalen Kanäle 35 nach unten. Unterhalb der Rippe 41 vereinigen sich die aus dien
schmalen Kanälen 35 kommenden Teilströme im Kanal 45, der zwischen den beiden Rippen
31 gebildet wird. Der gebildete Gesamtstrom fließt in Pfeilrichtung nach unten ab.
[0056] Aufgrund der hydrophilen Materialien, die für die Rippen 31, 41 verwendet werden,
bildet sich zwischen der Flüssigkeit und der Seitenwand 33 ein Kontaktwinkel θ aus,
der bei ca. 70° liegt.
[0057] Aufgrund dieser Kanalbildung durch die Rippen 31 und 41 erfolgt ein ungehinderter
Durchtritt durch die Gitterstruktur 1.
[0058] Typische Werte für die Höhen H
1, H
2 der Rippen liegen bei 0,5 bis 2 mm, insbesondere bei 0,5 bis 1,5 mm. Die Rippenbreiten
an der Basis, was der Stegbreite entspricht, liegen bei 0,3 bis 1,5 mm, bevorzugt
bei 0,3 bis 1,1 mm.
[0059] In der Figur 9 ist ein Behälter 50 in Form einer Filterkartusche im Schnitt dargestellt.
Die Filterkartusche besteht aus einem Becher 51, in dessen Bodenwand ein Wasserauslassfenster
52 vorgesehen ist. Der Becher 51 ist mit Filtermittel 56 gefüllt. Nach oben wird der
Becher 51 mittels eines Deckels 53 abgeschlossen. Der Deckel 53, der in Figur 10 in
Draufsicht zu sehen ist, besitzt seitlich zwei Wassereinlassfenster 54 und zwischen
beiden Wassereinlassfenstem 54 ein Luftaustrittsfenster 55.
[0060] Im Filtrationsbetrieb strömt das Wasser in Pfeilrichtung 57 durch die Fenster 54
in das Innere des Behälters 50, wo zunächst der Wasserspiegel 59 nach oben ansteigt.
Die Luft 58 wird nach oben gedrückt, und tritt durch das Luftaustrittsfenster 55 nach
oben aus.
[0061] Im Falle, dass sich im Raum oberhalb des Deckels 53 bereits Wasser befindet, muss
die Luft gegen das darüber befindliche Wasser nach oben austreten. Die Fenster 54
und das Fenster 55 sind jeweils mit den erfindungsgemäßen Gitterstrukturen 1 ausgestattet.
[0062] Es ist in der Draufsicht gemäß Figur 10 zu sehen, dass sich Rippen 31 mit jeweils
zwei Rippen 41 abwechseln. Aufgrund der erfindungsgemäßen Gitterstrukturen 1 strömt
das Wasser problemlos in das Innere des Behälters 50 ein und die Luft kann ebenso
schnell durch das Luftaustrittsfenster 55 nach oben entweichen. Eine Verzögerung beim
Eintritt bzw. Austritt oder gar eine Blockade der Fenster wird durch die erfindungsgemäße
Struktur wirksam vermieden.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 1
- Gitterstruktur
- 1'
- Gitterstruktur Stand der Technik
- 2
- Oberseite
- 3
- Unterseite
- 4
- Öffnung
- 5a
- Schmalseite
- 5b
- Längsseite
- 6
- Gitterebene
- 7
- Senkrechte auf der Gitterebene
- 8
- Rippenanordnung
- 8a,b
- Rippenanordnung
- 10
- Längssteg
- 20
- Quersteg
- 30
- erste Gruppe
- 31
- erste Rippe
- 32
- erste Rippe
- 33
- Seitenfläche
- 35
- Kanal
- 40
- zweite Gruppe
- 41
- zweite Rippe
- 42
- zweite Rippe
- 43
- Seitenfläche
- 45
- Kanal
- 50
- Behälter
- 51
- Becher
- 52
- Wasserauslassfenster
- 53
- Deckel
- 54
- Wassereinlassfenster
- 55
- Luftaustrittsfenster
- 56
- Filtermittel
- 57
- Wasserströmungsrichtung
- 58
- Luftströmungsrichtung
- 59
- Wasserspiegel
- 60
- Wasserraum
- 61
- Gasraum
- α
- Winkel der Seitenflächen 33/34
- β
- Winkel der Längs- und Querstege 10, 20
- θ
- Kontaktwinkel
- H1
- Höhe der Rippen 31, 32
- H2
- Höhe der Rippen 41, 42
- B1
- Breite der Rippen 31
- B2
- Breite der Rippen 41
- D
- Dicke der Stege 10, 20
1. Verwendung einer Gitterstruktur (1) aus einem hydrophilen Material für den Durchtritt
einer Flüssigkeit durch die Gitterstruktur (1) gegen einen abströmseitig befindlichen
Gasraum (61),
wobei die Gitterstruktur (1) Querstege (20) und Längsstege (10) aufweist, die miteinander
einen Winkel β zwischen 80° und 100° bilden, wobei zwischen den Querstegen (20) und
Längsstegen (10) Gitteröffnungen (4) mit einer lichten Weite ≤ 300 µm angeordnet sind,
wobei auf mindestens der dem Gasraum (61) zugewandten Seite (2, 3) der Gitterstruktur
(1) die Querstege (20) und/oder die Längsstege (10) eine Rippenanordnung (8, 8a, 8b)
aus senkrecht zur Gitterebene (6) aufragenden Rippen (31, 32, 41, 42) aufweisen, und
wobei die Rippenanordnung (8, 8a, 8b) mindestens eine erste Gruppe (30) und eine zwei
Gruppe (40) von Rippen (31, 32, 41, 42) aufweist, die sich mindestens durch ihre Rippenhöhen
H1, H2 mit H1 > H2 unterscheiden.
2. Verwendung einer Gitterstruktur (1) aus einem hydrophoben Material für den Durchtritt
eines Gases durch die Gitterstruktur (1) gegen einen abströmseitigen Flüssigkeitsraum
(60),
wobei die Gitterstruktur (1) Querstege (20) und Längsstege (10) aufweist, die miteinander
einen Winkel β zwischen 80° und 100° bilden,
wobei zwischen den Querstegen (20) und Längsstegen (10) Gitteröffnungen (4) mit einer
lichten Weite ≤ 300 µm angeordnet sind,
wobei auf mindestens der dem Flüssigkeitsraum (60) zugewandten Seite (2, 3) der Gitterstruktur
(1) die Querstege (20) und/oder die Längsstege (10) eine Rippenanordnung (8, 8a, 8b)
aus senkrecht zur Gitterebene (6) aufragenden Rippen (31, 32, 41, 42) aufweisen, und
wobei die Rippenanordnung (8, 8a, 8b) mindestens eine erste Gruppe (30) und eine zwei
Gruppe (40) von Rippen (31, 32, 41, 42) aufweist, die sich mindestens durch ihre Rippenhöhen
H1 H2 mit H1 > H2 unterscheiden.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich die Rippen (31, 32) der ersten Gruppe
(30) mit Rippen (41, 42) der zweiten Gruppe (40) in einer regelmäßigen Folge zur Bildung
einer Rippenanordnung (8, 8a, 8b) abwechseln.
4. Verwendung nach Anspruch 3, wobei sich jeweils zwei Rippen (41, 42) der zweiten Gruppe
(40) mit jeweils einer Rippe (31, 32) der ersten Gruppe (30) abwechseln.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Gitterstruktur (1) auf beiden
Seiten (2, 3) dieselbe Rippenanordnung (8, 8a, 8b) aufweist.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Rippenanordnung (8a) der einen
Seite (2, 3) um den Winkel β gegenüber der Rippenanordnung (8b) der anderen Seite
(2, 3) gedreht ist.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei für die Rippenhöhen H2 ≤ ¾ H1 gilt.
8. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Breite B1 der Stege (10, 20) mit Rippen (31, 32) der ersten Gruppe (30) größer gleich der Breite
B2 der Stege (10, 20) mit Rippen (41, 42) der zweiten Gruppe (40) ist.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Seitenflächen (33, 43) der
Rippen (31, 32, 41, 42) einen Neigungswinkel α mit 0° ≤ α ≤ 12° aufweisen.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Gitterstruktur aus spritzgegossenem
Kunststoff besteht.
11. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 10, wobei die Gitterstruktur aus
hydrophilem Kunststoff besteht.
12. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, wobei die Gitterstruktur aus hydrophoben
Kunststoff besteht.
13. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 in Behältern zur Wasseraufbereitung.
14. Behälter (50), insbesondere Filterkartusche, mit jeweils mindestens einem Wassereinlassfenster
(54), einem Wasserauslassfenster (52) und einem Luftaustrittsfenster (55), wobei mindestens
das Wassereinlassfenster (54) und das Luftaustrittsfenster (55) mit einer Gitterstruktur
(1) versehen sind, die Querstege (20) und Längsstege (10) aufweist, zwischen denen
Gitteröffnungen (4) mit einer lichten Weite ≤ 300 µm angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Gitterstruktur (1) des Wassereinlassfensters (54) aus einem hydrophilen Material
und die Gitterstruktur (1) des Luftaustrittsfensters (55) aus einem hydrophoben Material
besteht,
dass auf mindestens der dem Luftraum (61) zugewandten Seite (2, 3) der Gitterstruktur
(1) des Wassereinlassfensters (54) und auf mindestens der dem Wasserraum (60) zugewandten
Seite (2, 3) der Gitterstruktur (1) des Luftaustrittsfensters (55) die Querstege (20)
und/oder die Längsstege (10) eine Rippenanordnung (8, 8a, 8b) aus senkrecht zur Gitterebene
(6) aufragenden Rippen (31, 32, 41, 42) aufweisen,
wobei die Rippenanordnung (8, 8a, 8b) mindestens eine erste Gruppe (30) und eine zwei
Gruppe (40) von Rippen (31, 32, 41, 42) aufweist, die sich mindestens durch ihre Rippenhöhen
H1, H2 mit H1 > H2 unterscheiden.
15. Behälter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstruktur (1) des Wassereinlassfensters (54) aus einem hydrophilen Kunststoff
und die Gitterstruktur (1) des Luftaustrittsfensters (55) aus einem hydrophoben Kunststoff
besteht.
16. Behälter nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (50) entweder aus dem Kunststoffmaterial des Wassereinlassfensters (54)
oder aus dem Kunststoffmaterial des Luftaustrittsfensters (55) besteht.
17. Behälter nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass er im 2-Komponenten-Spritzgußverfahren hergestellt ist.
1. Use of a lattice structure (1) consisting of a hydrophilic material for the passage
of a liquid through the lattice structure (1) towards a gas chamber (61) located on
the downstream side,
wherein the lattice structure (1) has transverse webs (20) and longitudinal webs (10)
which form an angle β of between 80° and 100° with each other, wherein between the
transverse webs (20) and the longitudinal webs (10) lattice orifices (4) are located
having an open width of ≤300µm,
wherein on at least the side (2, 3) of the lattice structure (1) facing the gas chamber
(61) the transverse webs (20) and/or the longitudinal webs (10) have a rib arrangement
(8, 8a, 8b) of ribs (31, 32, 41, 42) standing perpendicular to the lattice plane (6),
and
wherein the rib arrangement (8, 8a, 8b) has at least one first group (30) and one
second group (40) of ribs (31, 32, 41, 42) which differ from each other at least by
their rib heights H1, H2, with H1 > H2.
2. Use of a lattice structure (1) consisting of a hydrophobic material for the passage
of a gas through the lattice structure (1) towards a liquid chamber (60) on the downstream
side,
wherein the lattice structure (1) has transverse webs (20) and longitudinal webs (10)
which form an angle β of between 80° and 100° with each other,
wherein between the transverse webs (20) and longitudinal webs (10) lattice orifices
(4) are located having an open width of ≤300µm,
wherein on at least the side (2, 3) of the lattice structure (1) facing the liquid
chamber (60) the transverse webs (20) and/or the longitudinal webs (10) have a rib
arrangement (8, 8a, 8b) consisting of ribs (31, 32, 41, 42) standing perpendicular
to the lattice plane (6), and
wherein the rib arrangement (8, 8a, 8b) has at least one first group (30) and one
second group (40) of ribs (31, 32, 41, 42) which differ from each other at least by
their rib heights H1, H2, with H1 > H2.
3. Use as claimed in claim 1 or 2, wherein the ribs (31, 32) of the first group (30)
alternate with ribs (41, 42) of the second group (40) in a regular sequence in order
to form a rib arrangement (8, 8a, 8b).
4. Use as claimed in claim 3, wherein in each case two ribs (41, 42) of the second group
(40) alternate with a respective rib (31, 32) of the first group (30).
5. Use as claimed in any one of claims 1 to 4, wherein the lattice structure (1) has
the same rib arrangement (8, 8a, 8b) on both sides (2, 3).
6. Use as claimed in any one of claims 1 to 5, wherein the rib arrangement (8a) of one
side (2, 3) is rotated by the angle β with respect to the rib arrangement (8b) of
the other side (2, 3).
7. Use as claimed in any one of claims 1 to 6, wherein H2 ≤ % H1 applies for the rib heights.
8. Use as claimed in any one of claims 1 to 7, wherein the width B1 of the webs (10, 20) with ribs (31, 32) of the first group (30) is greater than or
equal to the width B2 of the webs (10, 20) with ribs (41, 42) of the second group (40).
9. Use as claimed in any one of claims 1 to 8, wherein the side surfaces (33, 43) of
the ribs (31, 32, 41, 42) have an angle of inclination α with 0°≤α≤ 12°.
10. Use as claimed in any one of claims 1 to 9, wherein the lattice structure consists
of injection moulded synthetic material.
11. Use as claimed in any one of claims 1 or 3 to 10, wherein the lattice structure consists
of hydrophilic synthetic material.
12. Use as claimed in any one of claims 2 to 11, wherein the lattice structure consists
of hydrophobic synthetic material.
13. Use as claimed in any one of claims 1 to 12 in vessels for water treatment.
14. Vessel (50), in particular a filter cartridge, having respectively at least one water
inlet aperture (54), one water outlet aperture (52) and one air outlet aperture (55),
wherein at least the water inlet aperture (54) and the air outlet aperture (55) are
provided with a lattice structure (1) which comprises the transverse webs (20) and
longitudinal webs (10), between which lattice orifices (4) are located having an open
width of ≤300µm, characterised in that
the lattice structure (1) of the water inlet aperture (54) consists of a hydrophilic
material and the lattice structure (1) of the air outlet aperture (55) consists of
a hydrophobic material,
on at least the side (2, 3) of the lattice structure (1) of the water inlet aperture
(54) facing the air chamber (61) and on at least the side (2, 3) of the lattice structure
(1) of the air outlet aperture (55) facing the water chamber (60) the transverse webs
(20) and/or the longitudinal webs (10) have a rib arrangement (8, 8a, 8b) consisting
of ribs (31, 32, 41, 42) standing perpendicular to the lattice plane (6),
wherein the rib arrangement (8, 8a, 8b) has at least one first group (30) and one
second group (40) of ribs (31, 32, 41, 42) which differ from each other at least by
their rib heights H1, H2, with H1 > H2.
15. Vessel as claimed in claim 14, characterised in that the lattice structure (1) of the water inlet aperture (54) consists of a hydrophilic
synthetic material and the lattice structure (1) of the air outlet aperture (55) consists
of a hydrophobic synthetic material.
16. Vessel as claimed in claim 14 or 15, characterised in that the vessel (50) consists either of the synthetic material of the water inlet aperture
(54) or of the synthetic material of the air outlet aperture (55).
17. Vessel as claimed in any one of claims 14 to 16, characterised in that it is produced by the 2-component injection moulding method.
1. Utilisation d'une structure en grille (1) d'un matériau hydrophile pour le passage
d'un liquide au travers de la structure en grille (1) vers un compartiment à gaz (61)
côté écoulement,
où la structure en grille (1) comporte des traverses (20) et des entretoises (10)
formant entre elles un angle β compris entre 80° et 100°, où des ouvertures de grille
(4) avec une largeur intérieure ≤300 µm sont disposées entre les traverses (20) et
les entretoises (10),
où, sur au moins le côté (2,3) de la structure en grille (1) qui fait face au compartiment
à gaz (61), les traverses (20) et/ou les entretoises (10) présentent un agencement
d'ailettes (8, 8a, 8b) formé d'ailettes (31, 32, 41, 42) faisant saillie perpendiculairement
au plan de grille (6),
et où l'agencement d'ailettes (8, 8a, 8b) comporte au moins un premier groupe (30)
et un deuxième groupe (40) d'ailettes (31, 32, 41, 42), qui se distinguent au moins
par leurs hauteurs d'ailettes H1, H2, avec H1 > H2.
2. Utilisation d'une structure en grille (1) d'un matériau hydrophobe pour le passage
d'un gaz au travers de la structure en grille (1) vers un compartiment à liquide (60)
côté écoulement,
où la structure en grille (1) comporte des traverses (20) et des entretoises (10)
formant entre elles un angle β compris entre 80° et 100°,
où des ouvertures de grille (4) avec une largeur intérieure ≤ 300 µm sont disposées
entre les traverses (20) et les entretoises (10),
où, sur au moins le côté (2,3) de la structure en grille (1) qui fait face au compartiment
à liquide (60), les traverses (20) et/ou les entretoises (10) présentent un agencement
d'ailettes (8, 8a, 8b) formé d'ailettes (31, 32, 41, 42) faisant saillie perpendiculairement
au plan de grille (6),
et où l'agencement d'ailettes (8, 8a, 8b) comporte au moins un premier groupe (30)
et un deuxième groupe (40) d'ailettes (31, 32, 41, 42), qui se distinguent au moins
par leurs hauteurs d'ailettes H1, H2, avec H1 > H2.
3. Utilisation selon la revendication 1 ou la revendication 2, où les ailettes (31, 32)
du premier groupe (30) alternent en succession régulière avec des ailettes (41, 42)
du deuxième groupe (40) pour former un agencement d'ailettes (8, 8a, 8b).
4. Utilisation selon la revendication 3, où deux ailettes (41, 42) du deuxième groupe
(40) alternent avec une ailette (31, 32) du premier groupe (30).
5. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 4, où la structure en grille (1) présente
le même agencement d'ailettes (8, 8a, 8b) sur les deux côtés (2, 3) .
6. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 5, où l'agencement d'ailettes (8a)
du premier côté (2, 3) a subi une rotation d'angle β par rapport à l'agencement d'ailettes
(8b) de l'autre côté (2, 3).
7. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 6, où, pour les hauteurs d'ailettes,
H2 < 3/4 H1.
8. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 7, où la largeur B1 des barres (10, 20) avec des ailettes (31, 32) du premier groupe (30) est supérieure
ou égale à la largeur B2 des barres (10, 20) avec des ailettes (41, 42) du deuxième groupe (40).
9. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 8, où les surfaces latérales (33, 43)
des ailettes (31, 32, 41, 42) présentent un angle d'inclinaison α tel que 0° ≤α ≤12°.
10. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 9, où la structure en grille est en
matière synthétique moulée par injection.
11. Utilisation selon l'une des revendications 1 ou 3 à 10, où la structure en grille
est en matière synthétique hydrophile.
12. Utilisation selon l'une des revendications 2 à 11, où la structure en grille est en
matière synthétique hydrophobe.
13. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 12, dans des conteneurs pour le traitement
de l'eau.
14. Conteneur (50), en particulier cartouche à filtre, avec au moins une fenêtre d'admission
d'eau (54), une fenêtre d'évacuation d'eau (52) et une fenêtre de sortie d'air (55),
où au moins la fenêtre d'admission d'eau (54) et la fenêtre de sortie d'air (55) sont
munies d'une structure en grille (1) comportant des traverses (20) et des entretoises
(10) entre lesquelles sont disposées des ouvertures de grille (4) avec une largeur
intérieure ≤ 300 µm, caractérisé
en ce que la structure en grille (1) de la fenêtre d'admission d'eau (54) est en matériau hydrophile,
et la structure en grille (1) de la fenêtre de sortie d'air (55) en matériau hydrophobe,
en ce que, sur au moins le côté (2, 3) de la structure en grille (1) de la fenêtre d'admission
d'eau (54) qui fait face au compartiment à air (61), et sur au moins le côté (2, 3)
de la structure en grille (1) de la fenêtre de sortie d'air (55) qui fait face au
compartiment à eau (60), les traverses (20) et/ou les entretoises (10) présentent
un agencement d'ailettes (8, 8a, 8b) formé d'ailettes (31, 32, 41, 42) faisant saillie
perpendiculairement au plan de grille (6),
où l'agencement d'ailettes (8, 8a, 8b) comporte au moins un premier groupe (30) et
un deuxième groupe (40) d'ailettes (31, 32, 41, 42), qui se distinguent au moins par
leurs hauteurs d'ailettes H1, H2, avec H1 > H2.
15. Conteneur selon la revendication 14, caractérisé en ce que la structure en grille (1) de la fenêtre d'admission d'eau (54) est en matériau hydrophile,
et la structure en grille (1) de la fenêtre de sortie d'air (55) en matériau hydrophobe.
16. Conteneur selon la revendication 14 ou la revendication 15, caractérisé en ce que le conteneur (50) est formé soit du matériau synthétique de la fenêtre d'admission
d'eau (54), soit du matériau synthétique de la fenêtre de sortie d'air (55).
17. Conteneur selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce qu'il est fabriqué suivant le procédé de moulage par injection à 2 composants.
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