[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verpacken eines Gutstapels
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 (Verfahren) bzw. des Anspruchs 7 (Vorrichtung).
[0002] Gattungsgemäße Verpackungsanlagen arbeiten entweder nach dem sog. Haubenschrumpfverfahren
oder nach dem sog. Haubenstretchverfahren. In beiden Fällen wird eine Folienhaube
über die zu verpackenden Gegenstände gezogen (im Regelfall von oben). Im Falle eines
Haubenschrumpfverfahrens wird die Folienhaube anschließend durch Wärmeeinwirkung zum
Schrumpfen gebracht. Sie zieht sich dadurch zusammen und hält so den Gutstapel zusammen.
Im Falle des Haubenstretchverfahrens wird die Haube vor und ggf. während des Überziehens
elastisch federnd gedehnt, horizontal und/oder vertikal. Sie legt sich auf Grund dessen
unter Vorspannung an den zu verpackenden Gutstapel an und hält diesen so zusammen.
[0003] Eine nach dem sogenannten Haubenschrumpfverfahren arbeitende Vorrichtung ist beispielsweise
aus der
DE 32 42 677 C2 bekannt. Die bekannte Anlage ist mit einem horizontalen Schrumpfrahmen ausgestattet,
welcher vertikal längs einem Ständer bewegbar ist. Der Schrumpfrahmen ist derart ausgebildet,
dass mit ihm ein in etwa kastenartiger bzw. quaderförmiger Gutstapel verpackt werden
kann. Die Folie besitzt die Form eines Schlauchs und stammt von einer endlosen Vorratsrolle
an der Rückseite der Vorrichtung. Der Schlauch wird von dort über Walzen bzw. Gleitschienen
nach oben über die Vorrichtung und in eine Konsole hineingeführt, die oberhalb des
Schrumpfrahmens endet. In der Konsole sind im Regelfall Einrichtungen zum Abschneiden
und zum Zusammenschweißen des Schlauchs vorgesehen. Im Regelfall umfasst die Konsole
auch ein Walzenpaar, über die die Folienzufuhr zur Maschine gesteuert wird, indem
die Walzen die Abziehgeschwindigkeit vorgeben, mit der der Schlauch von seiner Vorratsrolle
abgezogen wird. Die Vorrichtung umfasst Saugkästen zum Öffnen des Schlauchs. Soll
der nächstfolgende Schlauch geöffnet werden, dann werden die Saugkästen an die Folie
des Schlauchs herangefahren. Die beiden aufeinanderliegenden Folienabschnitte werden
jeweils von dem ihnen zugeordneten Saugkasten angesaugt und so geöffnet. Die Folienhaube
wird dann oben verschweißt und abgeschnitten, sodann über den Gutstapel gezogen bzw.
nunmehr vollständig über den Gutstapel gezogen. Danach erfolgt das Verschrumpfen der
Folie.
[0004] Bei dem von dieser Anlage zum Herstellen der Verpackungshauben verwendeten Folienschlauch
handelt es sich um einen vom Folienhersteller vorgefertigten und dann zu einer Vorratsrolle
aufgewickelten Seitenfaltenschlauch, d. h. um einen flach zusammengelegten Schlauch,
der in seinem zusammengelegtem Zustand entlang seiner beiden Seiten V-förmige Falten
besitzt - derart, dass die beiden die Hauptflächen des Folienschlauchs bildenden Folienbahnen
im Bereich der Außenseiten des Schlauchs nicht unmittelbar, sondern jeweils unter
Einschluss einer V-förmigen, sich mit der Faltenspitze zur Schlauchmitte hin erstreckenden
Folienfalte aufeinander liegen.
[0005] Seitenfaltenschläuche sind auf Grund ihrer speziellen Vorbehandlung beim Folienhersteller
relativ teuer. Zudem tragen Seitenfaltenschläuche auf der Vorratsrolle relativ dick
auf, so dass auf einer Vorratsrolle mit einem maschinenseitig vorgegebenen Maximaldurchmesser
nur eine geringere Anzahl laufender Meter (etwa 50 %) eines Seitenfaltenschlauchs
unterzubringen sind, verglichen mit der Anzahl an laufenden Metern die auf eine derartigen
Vorratsrolle passen, wenn ein Flachschlauch aufgewickelt wird. - ein Flachschlauch,
der aus zwei einstückig hintereinander verbundenen Folienbahnen besteht, die lediglich
an ihren Kanten einmal um 180 Grad gefaltet sind und dadurch auf ganzer Breite flach
aufeinanderliegen.
[0006] Es sind daher auch Maschinen bekannt, die statt der fertig vorkonfektionierten Seitenfaltenschläuche
sog. Flachschläuche verarbeiten. Solange keine besonderen Maßnahmen getroffen werden,
ergibt sich bei der Verarbeitung von Flachschläuchen zu Folienhauben das Problem,
dass nach dem Überziehen der Folienhaube über den zu verpackenden Gutstapel an dessen
Oberseite zwei zipfelförmige Haubenabschnitte abstehen. Dieses Problem der Zipfelbildung
wird von der
WO 02/068268 A1 in Fig. 1 anschaulich illustriert. Es ist schon seit bald 40 Jahren bekannt, vgl.
etwa die alte deutsche Offenlegungsschrift
DE 15 86 456.
[0007] Diese zipfelartig abstehenden Haubenabschnitte sind optisch unschön. Sie beinträchtigen
das Verpackungsergebnis auch in technischer Hinsicht. Die zipfelartigen Haubenabschnitte
werden auf Grund ihres Abstehens beim transportbedingten Handling der Ladung (z. B.
dem Aufeinanderstapeln einzelner Ladungen) leicht eingeklemmt bzw. beschädigt. Hierdurch
wird der Feuchtigkeitsschutz der Verpackung beeinträchtigt. Wird eine solche Haube
als Schrumpffolienhaube ausgeführt, kann es sein, dass die abstehenden Zipfel im Zuge
der zum Zwecke des Schrumpfens vorgenommenen Erwärmung sehr weich werden. Unter Umständen
kommen sie wegen ihres Abstehens sogar zu dicht an die zum Schrumpfen eingesetzte
Wärmequelle heran und werden überhitzt. Wie dem auch sei - sie sacken zumindest in
sich zusammen und kommen in klebrig-teigigem Zustand in Kontakt mit umliegenden Folienbereichen.
Unter Umständen verschmelzen dann mehrere Folienlagen miteinander. Dort, wo verschiedene
Folienschichten miteinander verschmolzen sind, entwickelt die sich so ergebende dickere
Folienlage extreme Schrumpfkräfte. Es kann dann passieren, dass die Folie am Übergang
zwischen der regulären Schicht und der miteinander verklebten Schichten dünngezogen
wird, d. h. am Ende dort eine örtliche Dünnstelle aufweist und unter dem Einfluss
der transportbedingten Kräfte irgendwann reißt.
[0008] Auch bei Verwendung einer solchen Haube als Stretchfolienhaube ergeben sich Nachteile.
Denn im Bereich der Zipfel kann sich die Folie u. U. unzulässig lockern.
[0009] Um die störenden Zipfel der Folienhaube zu vermeiden, schlägt die
WO 02/068268 A1 vor, die bereits verpackte Ladung "nachzubehandeln". Hierzu ist sollen die zunächst
abstehenden Zipfel mittels spezieller Einschiebeelemente zwischen die Ladung und die
regulär anliegende Folie eingeschoben werden. Ein derartiges Einschieben erfordert
eine relativ "langhubige" Bewegung und kostet wertvolle Taktzeit. Es verringert also
die Arbeitsgeschwindigkeit der Anlage. Zudem stellt dieses Einschieben eine Quelle
möglicher Störungen dar, vor allem bei hohen Taktfrequenzen. Dies deshalb, weil das
(schnelle) Aufweiten eines Folienabschnitts und das Hineinstecken eines anderen Folienabschnitts
bei bereits über die Ladung übergezogener und daher bereits mehr oder minder gespannter
Folie stattfinden muss. Es besteht daher eine nicht zu vernachlässigende Gefahr, dass
die Folie in dem aufgeweiteten Bereich einreißt. Folienrisse sind aber möglichst zu
vermeiden. Denn sie führen unter Umständen dazu, dass die Anlage auf Störung geht
und abschaltet.
[0010] Aus der
JP 53-65191 gehen ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1
und 7 hervor, bei denen eine Folie von einem Folienvorrat abgewickelt und anschließend
aufgeweitet wird. Dann wird die Folie seitlich eingefaltet und an Verschlussstellen
verschweißt. In diesem Zustand wird die Folie auf einen Gutstapel aufgezogen, wobei
die Folie nach dem Aufziehen oberhalb der Verschlussstelle abgeschnitten wird.
[0011] Angesichts dessen ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verpackungsverfahreri anzugeben
bzw. eine Verpackungsanlage zu schaffen, die sich zum maschineninternen Herstellen
der Folienhauben eines Flachschlauchs bedient, aber die beim Verpacken mit aus Flachschlauch
hergestellten Hauben typischerweise auftretende, störende Zipfelbildung an der fertigen
Haube vermeidet und die auf ein unerwünschtes Nachbehandeln der über den Gutstapel
gezogenen Haube zur Beseitigung von Zipfel verzichtet.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 1 und einer
Vorrichtung mit den Merkmalen von Patentanspruch 7 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] Der in Form eines Flachschlauchs eingesetzte Schlauch wird erst nach dem endgültigen
Abziehen von seinem Vorrat, und vor dem Verschließen, von seinen Außenseiten her derart
V-förmig eingefaltet wobei, die zwei Folienbahnen im Bereich der Außenseiten des Schlauchs
und auf der Höhe der Verschlussstelle während des Verschließens jeweils nicht mehr
unmittelbar, sondern unter Einschluss einer V-förmigen, sich mit der Faltenspitze
zur Schlauchmitte hin erstreckenden Folienfalte aufeinander liegen und wobei das Verschließen
derart erfolgt, dass die V-förmigen Falten und die sie unmittelbar umgebenden Bereiche
der Folienbahn im Verschlussbereich relativ zueinander fixiert werden. Bei der Durchführung
des Verfahrens kommt eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Patentanspruch 7 zur Anwendung.
[0014] Auf diese Art und Weise wird der Schlauch in dem Bereich, in dem er später verschlossen
wird, vor dem Verschließen sauber zusammengelegt. Die nach innen eingefalteten Bereiche
der Folie, die ansonsten überflüssig wären und zur Zipfelbildung geführt hätten, werden
im Zuge des Verschließens des Schlauchs fixiert. Beim anschließenden (ggf. auch nur
vervollständigenden) Überziehen kommt es auf diese Art und Weise von vorneherein gar
nicht erst zu einer Zipfelbildung. Die nachträgliche Beseitigung von Zipfeln entfällt.
[0015] Einer der entscheidenden Vorteile dabei ist, dass sich das Verfahren zur Herstellung
der Haube eines Flachschlauches bedient. Denn simpler Flachschlauch ist deutlich günstiger
als vorgefertigter Seitenfaltenschlauch und zudem flexibler verwendbar - die Anwendungsbandbreite
eines vorgefertigten Seitenfaltenschlauchs ist durch die vorausgewählte Größe der
Seitenfalten begrenzt. Gleichwohl müssen trotz Einsatz eines Flachschlauchs keine
Abstriche bei der Qualität der fertigen Verpackung hingenommen werden.
[0016] Auch im Hinblick auf die Zahl der pro Stunde verpackbaren Ladungseinheiten ergeben
sich in jedem Fall Vorteile. Da auf einer Rolle, deren Maximaldimensionen fest vorgegeben
sind, deutlich mehr laufende Meter Flachschlauch aufgewickelt sind, werden die Intervalle,
in denen der Verpackungsprozess zum Zwecke des Einlegens einer neuen Folienrolle stillgesetzt
werden muss, etwa 50% kleiner. Legt man nun die benötigten V-förmigen Falten über
die gesamte Schlauchlänge hinweg im Durchlaufverfahren (meist ohne dass irgendeine
Zusatzbewegung notwendig ist) ergibt sich ein klarer Zeitvorteil. Gleiches gilt, wenn
nur lokal Falten gelegt werden und dabei auf ein zusätzliches lokales Aufziehen des
Schlauches verzichtet wird. Selbst wenn die Zusatzbewegung "Schlauch lokal aufziehen
und einfalten" durchgeführt wird, um besonders präzise Falten zu legen, bleibt meist
per saldo noch ein gewisser Zeitvorteil.
[0017] Um Präzisionsfalten zu legen, wird der Schlauch vor dem Einfalten auf seiner entsprechenden
Höhe so geöffnet, dass er dort einen etwa viereckigen Schlauchquerschnitt bildet.
Daraufhin wird mittels geeigneter Faltorgane die Folie an zwei gegenüberliegenden
Seiten dieses in etwa viereckigen Schlauchquerschnitts V-förmig zur Schlauchmitte
hin geführt. Dann wird der Schlauchquerschnitt verkleinert, so dass sich an den Seiten,
die nach innen geführt werden, jeweils eine mit ihrer Spitze zur Mitte des Schlauchquerschnitts
weisende V-förmige Falte zwischen die beiden anderen den Schlauchquerschnitt begrenzenden
Seiten legt.
[0018] Auf diese Art und Weise ist es sehr einfach möglich, insbesondere V-förmige Falten
in Form eines einfachen "V" präzise und störungsfrei zu legen - der Begriff V-förmig
ist funktional zu verstehen und beschreibt das Prinzip der Falte. Eine V-förmige Falte
kann beispielsweise auch die Form eines doppelten V, d. h. zweier ziehharmonikaförmig
nebeneinander liegender "VV" haben. Bevorzugt ist allerdings eine V-förmige Falte
in Form eines einfachen "V". Eine solche Falte lässt sich bei weitem am einfachsten
und zuverlässigsten legen. Es versteht sich von selbst, dass das "V" der V-förmigen
Falte nahezu parallel gedrückte Schenkel aufweist, sobald der Folienschlauch nach
dem Faltenlegen ggf. zeitweilig wieder vollständig flach zusammengelegt wird - etwa
um über weitere Transport- oder Umlenkwalzen dem Abschnitt der Maschine zugeführt
zu werden, in dem das Verschließen, Abtrennen usw. erfolgt.
[0019] Dabei werden die Seiten des Schlauchquerschnitts, die nicht zur Bildung einer V-förmigen
Falte nach innen geführt werden, aufeinanderzubewegt. Auf diese Art und Weise kann
während des Legens der V-förmigen Falten sehr einfach eine kontrollierte Folienspannung
aufrechterhalten werden, so dass saubere Falten gelegt werden ohne dass die Gefahr
einer Überbeanspruchung der Folie besteht.
[0020] Die Größe der beiden V-förmigen Falten (d. h. der Abstand zwischen der Spitze des
V und dem Ende der beiden Schenkel des V) wird dadurch eingestellt, dass die Länge
der beiden Seiten des Schlauchquerschnitts, die beim Legen der V-förmigen Falten aufeinanderzubewegt
werden und die V-förmigen Falten zwischen sich aufnehmen, vor Beginn des Faltenlegens
entsprechend gewählt wird. Auf diese Art und Weise wird es möglich, die Größe der
Seitenfalten und damit die Größe der Folienhaube ideal an die Kontur der jeweils zu
verpackenden Ladung anzupassen. Während nämlich nahezu ideal quaderförmige Ladungen
praktisch keine oder nur relativ kleine V-förmigen Falten benötigen, ist es bei stark
vom quadratischen Querschnitt abweichenden Ladungen mit deutlich rechteckigem Querschnitt
erforderlich, relativ große V-förmige Falten vorzusehen, um Zipfelbildung zu vermeiden.
Eine möglichst gut angepasst gewählte Größe der V-förmigen Falten ist insbesondere
auch für die Reißfestigkeit bzw. Haltbarkeit der Haube im Verschlussbereich wichtig.
Sind nämlich die V-förmigen Falten nicht korrekt dimensioniert, dann treten z. B.
in der die Haube verschließenden Schweißnaht an der Stelle des Übergangs von vier
auf zwei Schichten erheblich Zugkräfte auf. Diese führen zu Einrissen, ggf. sogar
zum vollständigen Zerreißen der Folienhaube. Diese Gefahr besteht in besonderem Maße
bei Stretchfolienhauben. Sie ist zumindest im Ansatz aber auch dort zu verzeichnen,
wo die Haube im Bereich einer nach dem Überziehen schlecht sitzenden und damit Spannungen
ausgesetzten Schweißnaht geschrumpft wird.
[0021] Vorrichtungsseitig wird die angegebene Aufgabe durch die Vorrichtung gemäß Anspruch
7 gelöst.
[0022] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten werden bei der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Zeichnungen deutlich.
Die Figuren 11-15 sowie die zugehörige Beschreibung dienen allein der Erläuterung
des Hintergrundes der Erfindung und sind nicht Gegenstand eines Anspruchs. Die Zeichnungen
zeigen dabei rein schematisch das Folgende:
- Fig. 1 bis 5
- eine als solche bekannte Einrichtung zum Öffnen eines Folienschlauchs mittels Foliengreifern;
- Fig. 6a
- eine Aufsicht auf die als solche bekannte Einrichtung zum Öffnen der Folienhaube in
dem Moment, in dem die Faltorgane gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels in Wirkung
zu treten beginnen;
- Fig. 6b
- die von Fig. 6a gezeigte Anordnung in Seitenansicht;
- Fig. 7a
- das Zusammenwirken der von Fig. 6a und 6b gezeigten Foliengreifer und Faltorgane in
einem fortgeschrittenen Stadium des Einfaltens zweier Seiten des Folienschlauchs;
- Fig. 7b
- die von Fig. 7a gezeigte Anordnung in Seitenansicht;
- Fig. 8a
- das Zusammenwirken der von den Fig. 6a und 6b gezeigten Foliengreifer und Faltorgane,
nachdem die Falten vollständig gelegt wurden und die Folienhaube in Abziehrichtung
gesehen vor (oberhalb) den Foliengreifern und den Faltorganen zugeschweißt und abgetrennt
wird;
- Fig. 8b
- die von Fig. 8a gezeigte Anordnung in Seitenansicht;
- Fig. 9
- die Foliengreifer und Faltorgane der ersten Ausführungsform in einer Variante, bei
der die Foliengreifer zweiachsig in der Horizontalebene verfahrbar sind um so die
Größe der V-förmigen Falten einstellen zu können und hier so verfahren wurden, dass
kleine V-förmige Falten gelegt werden;
- Fig. 10
- die von Fig. 9 gezeigten Foliengreifer und Faltorgane, wobei die Foliengreifer hier
so positioniert wurden, dass große V-förmige Falten gelegt werden;
- Fig. 11
- ein zweite Ausführungsform bei der die Falten zur Realisierung höherer Taktzeiten
in den Dachabschnitt des Folienschlauches gelegt werden;
- Fig. 12
- eine teilgeschnittene Aufsicht auf die von Fig. 11 gezeigte zweite Ausführungsform;
- Fig. 13
- eine dritte Ausführungsform, die es ermöglicht die falten im Durchlaufverfahren zu
legen, allerdings in einer Position, bevor die Faltplatten zugestellt wurden um so
auf den Schlauch einzuwirken;
- Fig. 14
- die dritte Ausführungsform zu Schichtbeginn oder nach Wechsel der Vorratsrolle für
den Folienschlauch;
- Fig. 15
- Anlagenschema zur Realisierung der dritten Ausführungsform.
[0023] Für alle nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele gilt, dass die Verpackungsanlage
und ihre grundsätzlichen Komponenten etwa so angeordnet sein können, wie von der Fig.
1 der
DE 32 42 677 C2, die hiermit zum Gegenstand der Beschreibung gemacht wird, gezeigt. Wenn die Verpackungsanlage
als Schrumpfanlage ausgeführt wird, wird sie die dort gezeigten Schrumpfrahmen aufweisen.
Anderenfalls wird sie beispielsweise mit einem Reffrahmen zum Aufreffen, Querstretchen
und Vertikalstretchen der Folienhaube ausgerüstet sein (der Vertikalstretch erfolgt
während des Überziehens, in dem das Abziehen der Folie von den Refforganen kontrolliert
"gebremst" wird).
[0024] Die Mittel zum Legen der V-förmigen Falten, die hier im wesentlichen aus den sogleich
näher zu beschreibenden Foliengreifern und den diesen zugeordneten Faltorganen bestehen,
sind bei den ersten beiden Ausführungsbeispielen in Abziehrichtung des Folienschlauchs
gesehen hinter den Vorschubwalzen 13 (die bei der
DE 32 42 677 C2 in die Konsole 5 integriert sind) angeordnet, oberhalb der Höhe der größten zu verpackenden
Ladung. Im Rahmen des dritten Ausführungsbeispiels sind die Mittel zum Legen der V-förmigen
Falten in Abziehrichtung des Folienschlauchs gesehen vor den (letzten) Vorschubwalzen
angebracht. In Fig. 6b und den anderen in entsprechender Weise die beiden ersten Ausführungsbeispiele
zeigenden Figuren tragen die Vorschubwalzen die Bezugsziffer 13.
[0025] Der Folienschlauch ist zu dem hier (an Hand der Figuren) erörterten Zeitpunkt entweder
geöffnet und wenigstens zum Teil bereits über die Ladung gezogen. Alternativ ist er,
etwa wenn die Anlage zur Durchführung eines Haubenstretchverfahrens konzipiert ist,
zu diesem Zeitpunkt auf die Refforgane aufgerefft. In beiden Fällen ist das obere
Ende des Folienschlauchs zu dem hier zu betrachtenden Zeitpunkt noch mit dem bevorrateten
Flachschlauch verbunden.
[0026] Die Foliengreifer werden nun in horizontaler Richtung soweit verfahren, dass sie
(in Abziehrichtung gesehen) knapp hinter dem später zur Bildung einer Folienhaube
zu verschließenden Abschnitt des Folienschlauchs Folienhaube zu liegen kommen. Der
Folienschlauch ist an dieser Stelle noch zumindest nahezu ungeöffnet, d. h. die beiden
den Flachfolienschlauch bildenden Folienbahnen liegen plan aufeinander.
[0027] Die Foliengreifer sind im Prinzip so aufgebaut, wie aus der
DE 43 26 827 A1 bekannt, die hiermit zum Gegenstand der Beschreibung gemacht wird.
[0028] Jeder der Foliengreifer (2, 4) besteht aus einem Saugkasten 4, der ein Saug/Greifelement
2 trägt. Jeder Saugkasten weist an seiner der Folie zugewandten Seite eine Saugfläche
3 auf. Letztere besteht etwa aus einer entsprechenden Öffnung, welche mit einem Gitter
abgedeckt ist. Das Saug-Greifelement 2 ist schwenkbar an dem Saugkasten 4 angelenkt.
[0029] Sobald die vier Saugkästen 4 der Foliengreifer mit der Folien in Kontakt gebracht
worden sind, wird durch Einschalten des entsprechenden Sauggebläses Vakuum angelegt,
so dass die Folienbahnen A, B abschnittweise an die Saugflächen 3 angedrückt werden.
Die Fig. 1 zeigt eine Momentaufnahme dieser Situation.
[0030] Sodann werden die Foliengreifer paarweise in horizontaler Richtung auseinandergefahren.
Jede der Foliengreifer nimmt die an der Saugfläche 3 seines Saugkastens 4 angedrückte
Folie mit, so dass der Folienschlauch zu einem, zunächst noch kleinen, zwischen den
Folienbahnen A, B eingeschlossenen Querschnitt geöffnet wird, so wie dies die Fig.
2 zeigt.
[0031] Dann werden die jeweils schwenkbar an den Saugkästen 4 gelagerten Saug-Greifelemente
2 in einem Winkel von vorzugsweise < 90° von der Folie weggeklappt. Sie geben dadurch
auch eine Saugöffnung an der jeweiligen nach außen gewandten Stirnseite des betreffenden
Saugkastens 4 frei. Die nach außen über den von den vier Foliengreifern umgrenzten
Querschnitt hinausragende Abschnitte der Folienbahnen A, B werden dadurch von den
freigegebenen Stirnseiten der Saugkästen 4 angesaugt. So gerät die Folie in den Bereich
des Spalts, der sich durch das Zurückschwenken der Saug-Greifelemente 2 zwischen diesen
und den Stirnseiten der Saugkästen 4 aufgetan hat, vgl. Fig. 3. Die Saug-Greifelemente
2 werden nun wieder in ihre ursprüngliche Position zurückgeschwenkt und kommen so
an den Stirnseiten der Saugkästen 4 zur Anlage. Dadurch wird der jeweils an den nach
außen gewandten Stirnseite des Saugkastens anliegende Folienabschnitt eingeklemmt.
Der bis dato erst zu einem geringen Querschnitt geöffnete Folienschlauch wird nun
nicht mehr durch die Saugwirkung gehalten, sondern primär dadurch "gegriffen", dass
er ein vier Stellen eingeklemmt wird, so wie dies die Fig. 4 zeigt.
[0032] Daran anschließend werden die Foliengreifer paarweise in horizontaler Richtung weiter
auseinander gefahren, so dass Flachschlauch nun zu einem in etwa viereckigen Querschnitt
geöffnet ist, so wie von Fig. 5 gezeigt.
[0033] Bis hierher entspricht die Handhabung des Folienschlauchs vom Grundsatz her in etwa
dem von der
DE 43 26 827 A1 vorgeschlagenen Handling - allerdings mit dem Unterschied, dass hier kein vorgefertigter
Seitenfaltenschlauch geöffnet wird, sondern ein simpler, kostengünstiger und bei der
Produktion erhebliche Flexibilität bietender Flachschlauch.
[0034] An diejenigen Seiten C, D, auf die im wesentlichen nicht unmittelbar durch die Foliengreifer
eingewirkt wird, werden nun durch Zustellen in etwa horizontaler Richtung die Faltorgane
herangefahren. Die Faltorgane sind hier als schmale und sich länglich senkrecht zur
Zeichenebene erstreckende Faltplatten 14 ausgeführt. Die Fig. 6b zeigt dies in einer
Seitenansicht, die Fig. 6a in einer Ansicht von oben längs derjenigen Schnittebene
A-A, die in Fig. 6b markiert ist.
[0035] Die Faltplatten 14 werden nun weiter horizontal in Richtung der Schlauchmitte des
etwa zum Viereck aufgespannten Folienschlauchs verfahren. Sie falten auf diese Art
und Weise den bislang in etwa zu einem Viereck geöffneten Folienschlauch von zwei
seiner Außenseiten C, D her in Richtung der Haubenmitte M V-förmig ein. Während dieses
Einfaltens werden die Foliengreifer paarweise in horizontaler Richtung aufeinanderzubewegt,
so dass die Spannung der von den Faltplatten 14 V-förmig eingefalteten Seiten des
Folienschlauchs kontrolliert gehalten wird, bzw. jedenfalls eine Überdehnung der Folie
verhindert wird. Diesen Vorgang zeigt die Fig. 7b von der Seite her gesehen bzw. die
Fig. 7a von oben her gesehen, in Fig. 7b durch A-A markierten Schnittebene.
[0036] Die Fig. 8a und 8b zeigen schließlich (jeweils von der gleichen Warte her gesehen,
wie die zuvor erörterten Fig. 6a und 6b bzw. 7a und 7b) die Position, in der die beiden
V-förmigen Falten vollständig gelegt sind. Ist es nun so, dass der vormals zu einem
Viereck aufgespannte Flachfolienschlauch von seinem vormals eine 180°-Faltung aufweisenden
Außenseiten C, D her V-förmig eingefaltet ist. und zwar derart, dass die beiden von
den Saugkästen 4 bzw. den Saug-/Greifeinrichtungen 2 gehaltenen, sich gegenüberliegenden
breiten Folienbahnen A, B im Bereich der Außenseiten des Schlauchs nicht mehr unmittelbar,
sondern unter Einschluss jeweils einer V-förmigen, sich mit der Faltenspitze zur Schlauchmitte
hin erstreckenden Folienfalter aufeinanderliegen. Diese V-förmige Falte liegt dabei
nicht nur im Bereich der Foliengreifer 2, 4 vor, sondern erstreckt sich zumindest
auch nach oben bis in den Bereich hinein, der nachfolgend verschlossen werden soll,
d. h. auf dessen Höhe die spätere Verschlussstelle liegt.
[0037] Jetzt wird, was die Fig. 8b zeigt, die Verschließeinrichtung 15 aktiviert. Vom Grundsatz
her kann das Verschließen in verschiedenster Art und Weise, z. B. durch Umfalten und/oder
Tackern, erfolgen. Idealerweise wird jedoch eine Schweißnaht gezogen, die sich sinnvoller
Weise über die ganze Breite des Folienschlauchs hinweg erstreckt, dies aber nicht
zwingend muss. Gleich, auf welche Art und Weise das Verschließen erfolgt, es wird
stets so verschlossen, dass die V-förmigen Falten und die sie unmittelbar umgebenden
Bereiche der Folienbahnen A, B relativ zueinander fixiert werden. Auf diese Art und
Weise wird verhindert, dass sich die V-förmigen Folienfalten im Bereich der geschlossenen
Stelle des Schlauches wieder aufziehen.
[0038] Sodann wird der Schlauch, in Abziehrichtung gesehen, vor der Verschließeinrichtung
vom übrigen Schlauchvorrat abgetrennt. Etwa in dem etwa eine horizontal geführte Klinge
16 den Schlauch durchschneidet. Alternativ kann auch ein Heißdraht eingesetzt werden.
[0039] Nun kann die fertige Folienhaube über die Ladung übergezogen bzw. das bereits zuvor
begonnene Überziehen der Folie vervollständigt werden.
[0040] Vorteilhafterweise sind die Foliengreifer 2, 4 derart ausgebildet und verfahrbar,
dass sie sowohl dazu eingesetzt werden können, das, in Abziehrichtung gesehen, äußerste
Ende der Haube zu öffnen und die Haube überziehfertig zu machen, als auch dazu dienen
können, die Haube auf der Höhe der späteren Verschlussstelle (knapp unterhalb) zu
öffnen und so in Zusammenwirkung mit den Faltorganen 14 das Faltenlegen zu bewerkstelligen.
[0041] Hervorzuheben ist noch, dass bei dem hier beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel
nur örtlich im Bereich der späteren Verschlussstelle V-förmige Falten gelegt werden.
Dies schont die Folie und schützt vor unnötigen Folienrissen, die den gesamten Prozess
aufhalten. Denn es ist nicht nötig, über die gesamte Länge der späteren Folienhaube
hinweg V-förmige Falten zu legen. Dies, weil letztere außerhalb des Nahbereichs der
Verschlussstelle beim Überziehen der Haube über die Ladung ja doch wieder aufgezogen
werden. Das hat seinen Grund darin, dass außerhalb des Nahbereichs der Verschlussstelle
im Regelfall der gesamte Folienquerschnitt gebraucht wird, um die zu verpackende Ladung
zu umhüllen.
[0042] Gestaltet man die Foliengreifer 2, 4 so, dass sie paarweise in einer ersten horizontalen
Richtung aufeinander zu und voneinander weg fahren können und dass sie paarweise (aber
in anderer Paarung) in einer zweiten horizontalen Richtung, orthogonal zur ersten
horizontalen Richtung, aufeinander zu und voneinander weg fahren können, dann lässt
sich auf sehr einfache Art und Weise die gewünschte Größe einstellen, die die V-förmigen
Falten bei ihrem Legen erhalten. Auf diese Art und Weise ist es möglich, in individueller
Anpassung an den Querschnitt der jeweils zu verpackenden Ladung V-förmige Falten von
optimaler Größe zu legen - so dass die für diese, individuell zu verpackende Ladung
hergestellte Foliehaube optimal an der Ladung "sitzt".
[0043] Die Figuren 9 und 10 veranschaulichen dies. Während die Fig. 9 zeigt, wie relativ
kleine V-förmige Falten gebildet werden, zeigt die Fig. 10 die Bildung relativ großer
V-förmiger Falten.
[0044] Zu diesem Zweck wurden die Foliengreifer aus der Position, die sie zuvor beim Faltenlegen
im Rahmen der Fig. 9 inne hatten, vor dem Legen der Falten für die nächste Haube entlang
der Pfeile E aufeinanderzugefahren, Fig. 10. Die von den Saugkästen 4 bzw. den Saug-/Greifeinrichtungen
2 ergriffenen und gehaltenen Seiten A, B der Folienhaube sind nun kürzer. Dementsprechend
lassen sich die V-förmigen Falten von den nun längeren Seiten C, D her tiefer nach
innen zur Schlauchmitte hin einziehen, in dem die Faltplatten 14 entsprechend weiter
in Richtung der Haubenmitte M eingefahren werden.
[0045] Auf die gleiche Art und Weise können, durch entsprechendes paarweises Auseinanderfahren
der Foliengreifer längs der durch die Pfeile E gekennzeichneten Achsen auch Folienhauben
mit kleineren V-förmigen Falten hergestellt werden.
[0046] Die Folienspannung wird in beiden Fällen, wie vorbeschrieben, durch ein Nachgeben
in Richtung der Pfeile FL gesteuert.
[0047] Eine derartige Gestaltung der Foliengreifer 2, 4 ermöglicht es des Weiteren, Flachschläuche
zu verarbeiten, die von Hause aus unterschiedliche Breiten haben. Dies gewährleistet
eine hohe Flexibilität. Denn nicht in allen Fällen lassen sich mit einem Flachschlauch
ein und derselben Breite nur über die Variation der Faltengröße optimale Ergebnisse
erzielen.
[0048] Die Variabilität im Hinblick auf die Größe der V-förmigen Falten bringt erhebliche
Vorteile. Wo früher entweder die Folienrollen gewechselt werden mussten, oder aber
Maschinen, die verschiedene Folien bevorraten und auf Abruf zum Einsatz bringen können,
erforderlich waren, genügt heute eine Maschine mit einem einzigen Folienvorrat. Dadurch
wird nicht nur der maschinelle Aufwand kleiner und die Qualität der fertigen Verpackung
höher. Vielmehr steigt auch die Taktgeschwindigkeit. Und zwar selbst dann, wenn die
zu verpackenden Ladungen immer wieder stark unterschiedliche Dimensionen aufweisen.
Denn ein Umrüsten der Maschine (auch wenn es automatisch möglich sein mag) erübrigt
sich jeweils. Sobald die Ladungssensoren den Querschnitt der nun jeweils zu verpackenden
Ladung erfasst haben, übermitteln sie entsprechendes Signal an die Maschinensteuerung,
die ihrerseits die benötigte Größe der V-förmigen Falten errechnet und dann die nötigen
Veranlassungen trifft - wie etwa das paarweise Verfahren der Foliengreifer längs der
Pfeile "E" und "FL" in die benötigte Position. Die Bewegung erfolgt dabei im Ergebnis
zweiachsig - projiziert auf ein gedachtes horizontal im Raum liegendes, zweiachsiges
Koordinatensystem. Die Faltorgane werden passend angesteuert.
[0049] Eine zweites, in ähnlicher Weise wie das erste Ausführungsbeispiel arbeitendes Ausführungsbeispiel
zeigen die Fig. 11 und 12. Dieses Ausführungsbeispiel vermeidet es den Folienschlauch
zum Zwecke des Faltenlegens an einer anderen Stelle als seinem Schlauchende zusätzlich
zu öffnen um dort die Falten zu legen.
[0050] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird der Folienschlauch nach dem Passieren der Folienvorschubwalzen
13 geöffnet und in bekannter Art und Weise auf eine Überzieheinrichtung 19 für die
spätere Haube aufgerefft. Daraufhin bildet sich zwischen dem aufgerefften Abschnitt
des Folienschlauchs und dem noch ungeöffneten Abschnitt des Folienschlauchs ein etwa
dachförmiger Querschnittsverlauf (Dachabschnitt 12*) aus. In diesem ohnehin geöffneten
Bereich des Folienschlauchs werden auch die Falten gelegt. Zu diesem Zweck werden
knapp oberhalb der Überzieheinrichtung 19 von zwei Seiten her keilförmig ausgestaltete
Faltorgane 18 in den Dachabschnitt 12* eingedrückt und zwingen diesem so einen V-förmigen
Knick nach innen auf. Die Position der Faltorgane 18 und der noch uneingefaltete Folienbereich
in Fig. 12 in gestrichelten Linien gezeigt. Daraufhin werden die hier in Form von
Schweißbalken zum Verschließen des Folienschlauchs vorgesehenen Einrichtungen 15 zusammengefahren.
Sie nehmen die Folie des Dachabschnitts 12* mit, drücken sie nach innen zusammen und
erfassen dabei auch die beiden V-förmigen nach innen gerichteten Knicke der Folie,
die dadurch jeweils zu einer V-förmigen Falte gelegt werden. Dann wird Verschweißt.
Dabei werden die V-förmigen Falten mit der mit ihr in Kontakt stehenden Folie verschweißt
und so fixiert. Daraufhin wird die Folienhaube mittels eines am Schweißbalken entlanglaufenden
Messers 20 abgeschnitten. Die fertige Folienhaube kann nun wie gewohnt gestretcht
und übergezogen oder übergezogen und verschrumpft werden. Die Faltorgane 18 sind hier
keilförmig ausgeführt mit einem nach innen hin zur Mitte des Folienschlauchs gerichteten
Spitze. Das begünstigt das V-förmige nach innen Einknicken der Folie. Idealerweise
liegt der spitze Winkel "W' zwischen 55 und 85° und kann ggf. justiert werden, ist
also einstellbar, z. B. in Abhängigkeit von Foliendicke und -festigkeit. Dies führt
zu einem guten Einknicken, ohne dass die Folie durch eine zu große Spitze deutlich
überbelastet wird.
[0051] Ein drittes Ausführungsbeispiel zeigen die Fig. 13 und 14. Im Rahmen dieses Ausführungsbeispiels
ist vorgesehen, den Flachschlauch während des Abziehens von seinem Vorrat fortlaufend
(sozusagen im Durchlaufverfahren) seitlich einzufalten - so, dass er über seine gesamte
Länge mit seitlichen V-förmigen Falten "VF" der hier in Rede stehenden Art versehen
wird, bevor er in den Bereich der Maschine gelangt, in dem das Verschließen des Folienschlauches
sowie das Abtrennen und Überziehen der Haube erfolgt. Das Legen der Falten erfolgt
mit einer, soweit nachfolgend nicht abweichend beschrieben, gegenüber den vorigen
Ausführungsbeispielen unveränderten Haubenstretch- oder Haubenschrumpfanlage. An dieser
Anlage sind nun in jedem Falle zwei Walzenpaare 13a und 13b vorgesehen. Vorzugsweise
trägt jeweils eine Walze des Walzenpaares 13a und 13b eine weiche, anschmiegsame und
damit gut abdichtende Nutzschicht, während die andere Walze an ihrem Umfang aus glattem,
i.d.R. geschliffenem Metall besteht. Sie pressen von beiden Seiten mit dem notwendigen
Druck auf die zwischen ihnen befindliche Folie.
[0052] Nach jedem Wechsel der Folienrolle wird der Anfang des neuen Folienschlauchs zwischen
die Walzenpaare 13a und 13 b eingelegt. Dann werden die Walzen jedes Walzenpaares
gegeneinander zugestellt, so dass der zwischen den beiden Walzenpaaren 13a und 13b
befindliche Schlauchabschnitt B praktisch vollständig abgedichtet ist. Der Anlagenfahrer
injiziert nun, z. B. indem er eine entsprechende Düse 22a durch die Folie sticht,
eine bestimmte Menge Druckluft in den abgedichteten Schlauchabschnitt, so dass dieser
einen Ballon bildet. Das Injektionsloch wird z. B. durch einen Klebestreifen verschlossen.
Das inital vorzunehmende Aufblasen des Schlauchabschnitts kann auch automatisiert
erfolgen, wird aber i. d. R. vom Anlagenfahrer vorgenommen werden, um den apparativen
Aufwand klein zu halten. Denn bei geeigneter Auswahl des Belages und der Anpressung
der Walzenpaare 13a und 13b werden die Luftverluste gegen Null gehen. Der Schlauchabschnitt
B muss dann nach jedem Rollenwechsel nur einmalig aufgeblasen werden, was problemlos
von Hand zu bewerkstelligen ist.
[0053] Insbesondere bei Anlagen, die wegen ihres großen Folienvorrats von einem Rollenwechsel
zum nächsten sehr lange laufen, kann es sich empfehlen, statt des Rollenpaares 13b
einen z. B. Rollendrilling 13b vorzusehen. Entscheidend ist es, den Kontakt zwischen
den Rollen und der Folie an der Dichtstelle durch Umlenkung zu intensivieren und so
die Abdichtung zu perfektionieren - um nicht zwischendurch die Anlage zum Zweck des
Nachfüllens des Ballons mit Druckluft anhalten zu müssen. Die Fig. 15 zeigt einen
solchen Rollendrilling links oben. Für andere entsprechende Rollenpaare (wie 13b)
gilt gleiches. Auch Vierfachrollen usw. sind möglich.
[0054] Nun werden von zwei Seiten her die Faltkeile 14 zugestellt, die den ballonartigen
Schlauchabschnitt B zumindest bereichsweise von zwei Seiten her V-förmig nach innen
drücken und zu diesem Zweck bevorzugt eine trichterförmige Geometrie zwischen sich
bilden, durch die der ballonartige Schlauchabschnitt auf das Walzenpaar 13b zuläuft.
Bevorzugt werden (hier in einer in etwa senkrecht dazu angeordneten Ebene) zusätzlich
auch Leitflächen 14a an den Folienballon zugestellt. Diese Leitflächen 14a induzieren
keine Faltenbildung, sondern verhindern, dass der Ballon unter der Einwirkung der
Faltkeile 14 unerwünscht ausweicht oder unerwünscht deformiert wird. Auch die Leitflächen
bilden bevorzugt eine trichterförmige Geometrie zwischen sich, durch die der ballonartige
Schlauchabschnitt auf das Walzenpaar 13b zuläuft. Sodann wird der Folienvorschub angefahren,
so dass sich der Folienschlauch in Richtung der Pfeile V bewegt. Die Seiten des Folienschlauchs
gleiten die nun zugestellten Faltkeile 14 entlang und werden von den Faltkeilen 14
kontinuierlich V-förmig "vorgefaltet" (nicht explizit dargestellt). Sobald der derart
vorbehandelte Schlauch zwischen die Walzen des Walzenpaares 13b gezogen wird, werden
seine vorgefalteten Abschnitte sauber V-förmig zusammengefaltet. Der als Flachschlauch
in den Bereich zwischen den Walzenpaaren 13a und 13b eintretende Folienschlauch verlässt
den Bereich zwischen den Walzenpaaren 13a und 13b also als Seitenfaltenschlauch, d.
h. ist mit V-förmigen Falten "VF" versehen - die allerdings etwas weiter innen liegen
als sie in Fig. 14 zum Zwecke bloßer Illustration angedeutet sind, da der Schlauch
durch das Faltenlegen ja insgesamt schmaler wird.
[0055] Soweit hier von Zustellung der Faltkeile 14 und der Leitflächen 14a gesprochen wird,
ist dies lediglich eine u. a. den Folienwechsel erleichternde Option. Leitflächen
und Faltkeile können stattdessen auch starr oder nur bedarfsweise zu Einstellungszwecken
verschiebbar angebracht sein.
[0056] Obgleich die Walzen der Walzenpaare (mit der Folie zwischen ihnen) aufeinander abwälzen
geht die eingeschlossene Druckluft nicht verloren. Statt dessen kann man sagen, dass
sie durch die Walzen aus dem Bereich des Folienschlauchs, der im Begriff ist sich
zwischen den Walzen des Walzenpaares 13b hindurch aus dem Bereich zwischen den Walzenpaaren
13a und 13b herauszubewegen, in den Bereich des Folienschlauchs "umgepumpt" wird,
der über die Walzen des Walzenpaares 13a erstmals in den Bereich zwischen den Walzenpaaren
13a und 13b eintritt.
[0057] Anzumerken ist nur noch, dass die Walzenpaare 13a und 13b, anders als rein beispielhaft
in den Fig. 13 und 14 gezeigt, i. d. R. zwischen sich nicht eine horizontale Ebene
einschließen werden. Wie die Fig. 15 zeigt werden sie statt dessen so in der Maschine
angeordnet, dass sie eine in etwa vertikale Ebene einschließen - nämlich in dem aufsteigenden
Bereich, in dem der Flachschlauch nach seinem Abziehen vom Vorrat in der Maschine
nach oben geführt wird um dann von oben als Haube über die zu verpackenden Gegenstände
gezogen werden zu können, oder, statt dessen, in dem absteigenden Bereich, in dem
der Flachschlauch von oben kommend in Richtung herab zu den zu verpackenden Gegenständen
geführt wird. Die Fig. 15 illustriert diese beiden Alternativen in einem Bild zusammengefasst.
In der linken Bildhälfte ist gezeigt, wie die von den Fig. 13 und 14 gezeigte Einrichtung
zum Faltenlegen (13a, 13b, 14, 14a) im aufsteigenden Bereich der Maschine untergebracht
ist. Erfolgt die Unterbringung hier, dann lässt sich die Maschine extrem kompakt ausführen,
da ein ansonsten nur mit geringer Intensität genutzter Bauraum ausgenutzt wird und
da (wichtig bei Haubenschrumpfmaschinen) der geblähte und damit empfindliche Folienabschnitt
außerhalb der Abwärmezone gehalten wird. Alternativ kann die Einrichtung zum Faltenlegen
(13a', 13b', 14, 14a') auch im absteigenden Bereich der Maschine angeordnet werden,
in der Nähe der zu verpackenden Ladung.
1. Verfahren zum Verpacken von Gegenständen, insbesondere palettierten Gutstapeln, mit
einer Folienhaube, mit folgenden Schritten:
Abziehen einer Länge eines aus zwei jeweils außenseitig gefalteten und dadurch auf ganzer Breite flach und unmittelbar aufeinanderliegenden Folienbahnen einer einstückigen
Folie bestehenden Flachschlauches von einem Vorrat,
Öffnen des in Abziehrichtung gesehen vordersten Endes des Schlauches, zumindest teilweises
Verschließen der vom Folienvorrat abgezogenen Länge des Schlauches im Wesentlichen
quer zur Abziehrichtung an einer vom vordersten Ende des Schlauches entfernt liegenden
Verschlussstelle,
Abtrennen des Schlauches vom übrigen Schlauchvorrat an einer in Abziehrichtung gesehen
vor der Verschlussstelle liegenden Stelle,
Überziehen des Schlauches über die zu verpackenden Gegenstände, vorzugsweise unter
vorherigem Aufreffen der Haube oder des sie später im Wesentlichen bildenden Schlauchabschnitts
auf eine Reffeinrichtung,
wobei der Flachschlauch nach dem endgültigen Abziehen von seinem Vorrat und vor dem
Verschließen von seinen Außenseiten her derart V-förmig eingefaltet wird, dass die
zwei Folienbahnen (A, B) im Bereich der Außenseiten des Schlauches und auf der Höhe
der Verschlussstelle während des Verschließens jeweils nicht mehr unmittelbar sondern
unter Einschluss einer V-förmigen, sich mit der Faltenspitze zur Schlauchmitte (M)
hin erstreckenden Folienfalte aufeinander liegen
und wobei das Verschließen derart erfolgt, dass die V-förmigen Falten und die sie
unmittelbar umgebenden Bereiche der Folienbahnen im Verschlussbereich relativ zueinander
fixiert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Durchführung des Verfahrens eine Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10
verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Schlauches zum Zwecke des Legens der V-förmigen Falte geöffnet
wird und dann von zwei sich gegenüberliegenden Seiten (C, D) her ein Abschnitt der
den Schlauchquerschnitt begrenzende Folie lokal nach innen, hin zur Mitte (M) des
Schlauchquerschnitts geführt wird, woraufhin der Querschnitt des Schlauches im wesentlichen
wieder geschlossen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch vor dem Einfalten an der Stelle des späteren Einfaltens so geöffnet
wird, dass er dort einen in etwa viereckigen Schlauchquerschnitt bildet, woraufhin
mittels der Faltorgane (14) die Folie an zwei gegenüberliegenden Seiten dieses Schlauchquerschnitts
V-förmig zur Schlauchmitte (M) hin geführt wird und dann der Schlauchquerschnitt verkleinert
wird, so dass sich die Seiten (C, D), die nach innen geführt werden, jeweils als eine
mit ihrer Spitze zur Mitte des Schlauchquerschnitts weisende V-förmige Falte zwischen
die beiden anderen den Schlauchquerschnitt bildenden Seiten (A, B) legen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchquerschnitt verkleinert wird, indem die Seiten (A, B) des Schlauchquerschnitts,
die nicht zur Bildung einer V-förmigen Falte nach innen geführt werden, aufeinander
zu bewegt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längen der Seiten (A, B) des Schlauchquerschnitts, die aufeinander zu bewegt
werden, im Wesentlichen konstant gehalten werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der beiden V-förmigen Falten dadurch eingestellt wird, dass die Länge der beiden Seiten (A, B) des Schlauchquerschnitts,
die beim Legen der V-förmigen Falte aufeinander zu bewegt werden, zu Beginn des Faltenlegens
entsprechend gewählt wird.
7. Vorrichtung zum Verpacken von Gegenständen, insbesondere palettierten Gutstapeln,
mit einer Folienhaube, mit Mitteln (13; 13a; 13b) zum Abziehen und Zuführen eines
Flachschlauches aus Verpackungsfolie von einem Vorrat, einer aus Foliengreifern gebildeten
Greifeinrichtung (2, 4) zum Öffnen des flach zusammengelegten Schlauches, einer Folienverschließeinrichtung
(15) zum zumindest teilweisen Verschließen des Schlauches in etwa quer zu seiner Längsachse,
einer Schneideinrichtung (16) zum Separieren des Schlauches in einzelne Abschnitte,
und einer Überzieheinrichtung (19) zum Überziehen der benötigten Länge des Schlauches
über die zu verpackenden Gegenstände, wobei die Vorrichtung Mittel (2, 4 und 14; 18)
umfasst, die den Flachschlauch nach dem endgültigen Abziehen von seinem Vorrat und
vor dem Verschließen von den Außenseiten her derart V-förmig einfalten, dass die zwei
vormals zum Flachschlauch zusammengelegten Folienbahnen (A, B) im Bereich der Außenseiten
des Schlauches und auf der Höhe der Verschlussstelle während des Verschließens jeweils
nicht mehr unmittelbar sondern unter Einschluss einer V-förmigen, sich mit der Faltenspitze
zur Schlauchmitte hin erstreckenden Folienfalte aufeinander liegen und weitere Mittel,
die den Schlauch derart verschließen, dass die V-förmigen Falten und die sie unmittelbar
umgebenden Bereiche der Folienbahnen an der Verschlussstelle relativ zueinander fixiert
werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Einfalten des Schlauchs in Abziehrichtung des Schlauches gesehen hinter
den den Flachschlauch abziehenden Vorschubwalzen (13) angeordnet sind und aus den
Foliengreifern (2, 4) bestehen, die die Folie des Flachschlauches ergreifen und den
Flachschlauch zu einem in etwa viereckigen Querschnitt öffnen, sowie aus Faltorganen(14;
18), die zwei gegenüberliegende Seiten (C, D) des etwa viereckigen Querschnitts V-förmig
nach innen, hin zur Mitte (M) des Schlauchquerschnitts führen, wobei die Foliengreifer
(2, 4) so ausgeführt sind, dass sie die Folie an zumindest vier Stellen örtlich ergreifen
und dass die Foliengreifer (2, 4) relativ zueinander derart zweiachsig verfahrbar
sind, dass die von ihrer Position vorgegebene Längen der Längs- und Querkanten des
Vierecks, zu dem sie die Folie beim Faltenlegen öffnen, relativ zueinander variiert
werden können, um so die Größe der V-förmigen Falten einzustellen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltorgane als Faltstäbe oder Faltplatten (14; 18) ausgeführt sind, die zum Faltenlegen
in Richtung der Mitte (M) des Folienquerschnitts verfahren und so mit der in etwa
gleichzeitig erfolgenden Bewegung der Foliengreifer synchronisiert sind, dass letztere
die beiden Seiten (C, D) der Folie, die ihrer Einwirkung unterliegen, definiert V-förmig
nach innen einfalten, ohne die Folie zu überlasten.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8 , dadurch gekennzeichnet, dass die Foliengreifer (2, 4) beim Faltenlegen so weit zusammenfahren werden, bis sie
an den Faltstäben oder Faltplatten (14) unter Zwischenlage der eingefalteten Folie
anliegen
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltstäbe oder Faltplatten (14) während des Fixierens der V-förmigen Falten und
der sie unmittelbar umgebenden Bereiche der Folienbahnen so geführt sind, dass sie
zwischen den Foliengreifern (2, 4) verharren und erst nach erfolgter Fixierung zurückgezogen
werden.
1. Method of packaging articles, in particular palletized stacks, with a sheet-material
cover, having the following steps:
withdrawing a length of a flat flexible tube from a supply, the flat flexible tube
comprising two webs of a single-piece sheet material which are each pleated externally
and thus lie flatly, and directly, one upon the other over the entire width,
opening the front end of the flexible tube, as seen in the withdrawal direction,
at least partially closing the flexible-tube length withdrawn from the sheet-material
supply essentially transversely to the withdrawal direction at a closure location
remote from the front end of the flexible tube,
severing the flexible tube from the rest of the flexible-tube supply at a location
upstream of the closure location, as seen in the withdrawal direction,
drawing the flexible tube over the articles which are to be packaged, preferably with
the cover, or the flexible-tube portion which forms essentially at a subsequent point
in time, being reefed onto a reefing device beforehand,
wherein the flat flexible tube, following definitive withdrawal from its supply and
prior to closure, is pleated in a V-shaped manner from its outer sides such that the
two sheet-material webs (A, B) no longer lie directly one upon the other in each case
in the region of the outer sides of the flexible tube, and
level with the closure location, during closure; rather, they lie one upon the other
with the inclusion of a V-shaped sheet-material pleat which has its tip extending
in the direction of the centre (M) of the flexible tube,
and wherein closure takes place such that the V-shaped pleats and those regions of
the sheet-material webs which immediately surround the same are fixed relative to
one another in the closure region,
characterized in that
the method is implemented by using an apparatus according to one of Claims 7 to 10.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the cross section of the flexible tube is opened for the purpose of producing the
V-shaped pleat and then, from two opposite sides (C, D), a portion of the sheet material
which bounds the flexible-tube cross section is guided locally inwards, in the direction
of the centre (M) of the flexible-tube cross section, whereupon the cross section
of the flexible tube is essentially closed again.
3. Method according to Claim 2, characterized in that, prior to being pleated, the flexible tube is opened at the subsequent pleating location
such that it forms an approximately quadrilateral flexible-tube cross section there,
whereupon, by means of the pleating mechanisms (14), the sheet material, on two opposite
sides of this flexible-tube cross section, is guided in a V-shaped manner in the direction
of the centre (M) of the flexible tube and then the flexible-tube cross section is
reduced in size, in which case the sides (C, D), which are guided inwards, establish
themselves in each case as a V-shaped pleat, which has its tip oriented towards the
centre of the flexible-tube cross section, between the two other sides (A, B) forming
the flexible-tube cross section.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the flexible-tube cross section is reduced in size by virtue of the fact that the
sides (A, B) of the flexible-tube cross section, these sides not being guided inwards
for the purpose of forming a V-shaped pleat, are moved towards one another.
5. Method according to Claim 4, characterized in that the lengths of the sides (A, B) of the flexible-tube cross section, these sides being
moved towards one another, are kept essentially constant.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the size of the V-shaped pleats is established in that the lengths of the two sides (A, B) of the flexible-tube cross section, these sides
being moved towards one another as the V-shaped pleat is being produced, is selected
correspondingly at the beginning of the operation of producing the pleats.
7. Apparatus for packaging articles, in particular palletized stacks, with a sheet-material
cover, having means (13; 13a; 13b) for withdrawing and feeding a flat flexible tube
made of packaging sheet material from a supply, having a gripping device (2, 4) which
is formed from sheet-material grippers and is intended for opening the laid-flat flexible
tube, having a sheet-material-closing device (15) for at least partially closing the
flexible tube approximately transversely to its longitudinal axis, having a cutting
device (16) for separating the flexible tube into individual portions, and having
a drawing-over device (19) for drawing the required length of flexible tube over the
articles which are to be packaged, wherein the apparatus comprises means (2, 4 and
14; 18) by way of which the flat flexible tube, following definitive withdrawal from
its supply and prior to closure, is pleated in a V-shaped manner from the outer sides
such that the two sheet-material webs (A, B), which were formerly laid flat to form
the flat flexible tube, no longer lie directly one upon the other in the region of
the outer sides of the flexible tube, and level with the closure location, during
closure; rather, they lie one upon the other with the inclusion of a V-shaped sheet-material
pleat which has its tip extending in the direction of the centre of the flexible tube,
and the apparatus comprises further means, which close the flexible tube such that
the V-shaped pleats and those regions of the sheet-material webs which immediately
surround the same are fixed relative to one another at the closure location, characterized in that the means for pleating the flexible tube are arranged downstream of the flat-flexible-tube-withdrawing
advancement rollers (13), as seen in the withdrawal direction of the flexible tube,
and comprise the sheet-material grippers (2, 4), which grip the sheet material of
the flat flexible tube and open the flat flexible tube to form an approximately quadrilateral
cross section, and pleating mechanisms, (14; 18), which guide two opposite sides (C,
D) of the approximately quadrilateral cross section in a V-shaped manner inwards,
in the direction of the centre (M) of the flexible-tube cross section, wherein the
sheet-material grippers (2, 4) are configured such that they grip the sheet material
locally at at least four locations, and that the sheet-material grippers (2, 4) can
be displaced relative to one another along two axes such that the positionally predetermined
lengths of the longitudinal and transverse edges of the quadrilateral into which they
open the sheet material when pleats are being produced can be varied relative to one
another, in order thus to set the size of the V-shaped pleats.
8. Apparatus according to Claim 7, characterized in that the pleating mechanisms are configured as pleating bars or pleating plates (14; 18)
which, for the purpose of producing pleats, are displaced in the direction of the
centre (M) of the sheet-material cross section and are synchronized with the approximately
simultaneous movement of the sheet-material grippers such that the latter pleat the
two sides (C, D) of the sheet material inwards, in the form of a V, in a defined manner
without overloading the sheet material.
9. Apparatus according to either of Claims 7 and 8, characterized in that the sheet-material grippers (2, 4), when pleats are being produced, are moved together
until they butt against pleating bars or pleating plates (14), with the interposition
of the pleated sheet material.
10. Apparatus according to Claim 9, characterized in that, during fixing of the V-shaped pleats and of those regions of the sheet-material
webs which immediately surround the same, the pleating bars or pleating plates (14)
are guided such that they remain between the sheet-material grippers (2, 4), and they
are drawn back only once fixing has taken place.
1. Procédé d'emballage d'objets, en particulier de piles de produits sur palettes, avec
une bâche, comprenant les étapes consistant à :
tirer d'une réserve une longueur d'un tube plat constitué de deux bandes de feuille
provenant d'une feuille d'une seule pièce, pliées respectivement sur leur côté extérieur
et donc superposées directement l'une sur l'autre et à plat sur toute leur largeur,
ouvrir l'extrémité du tube la plus en avant, vue dans la direction de traction,
fermer au moins partiellement la longueur du tube tirée de la réserve de feuille essentiellement
transversalement à la direction de traction au niveau d'un point de fermeture situé
à distance de l'extrémité la plus en avant du tube,
séparer le tube du reste de la réserve de tube au niveau d'un point situé avant le
point de fermeture, vu dans la direction de traction,
tirer le tube par-dessus les objets à emballer, de préférence en enroulant au préalable
la bâche ou la portion de tube se formant ultérieurement sensiblement, sur un dispositif
d'enroulement,
le tube plat étant plié en forme de V, après avoir été définitivement tiré de sa réserve
et avant la fermeture de ses côtés extérieurs, de telle sorte que les deux bandes
de feuille (A, B) reposent l'une sur l'autre dans la région des côtés extérieurs du
tube et à la hauteur du point de fermeture pendant la fermeture, non plus directement
mais en incluant un pli en forme de V, s'étendant avec la pointe du pli vers le centre
du tube (M),
et la fermeture ayant lieu de telle sorte que les plis en forme de V et les régions
des bandes de feuille les entourant directement soient fixés dans la région de fermeture
les uns par rapport aux autres,
caractérisé en ce que
pour la mise en oeuvre du procédé, on utilise un dispositif selon l'une quelconque
des revendications 7 à 10.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section transversale du tube est ouverte afin de placer le pli en forme de V,
puis à partir de deux côtés opposés (C, D), une portion de la feuille limitant la
section transversale du tube est guidée localement vers l'intérieur vers le milieu
(M) de la section transversale du tube, puis la section transversale du tube est sensiblement
refermée.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le tube est ouvert avant le pliage à l'emplacement du pli ultérieur, de telle sorte
qu'il forme à cet endroit une section transversale du tube approximativement rectangulaire,
puis, au moyen des organes de pliage (14), la feuille est guidée au niveau de deux
côtés opposés de cette section transversale du tube en forme de V vers le milieu du
tube (M), puis la section transversale du tube est rétrécie, de sorte que les côtés
(C, D), qui ont été guidés vers l'intérieur, s'appliquent à chaque fois sous forme
d'un pli en forme de V tourné avec sa pointe vers le milieu de la section transversale
du tube entre les deux autres côtés (A, B) formant la section transversale du tube.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la section transversale du tube est rétrécie, en déplaçant l'un vers l'autre les
côtés (A, B) de la section transversale du tube, qui ne sont pas guidés vers l'intérieur
pour former un pli en forme de V.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que les longueurs des côtés (A, B) de la section transversale du tube, qui sont déplacés
l'un vers l'autre, sont maintenues sensiblement constantes.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la dimension des deux plis en forme de V est ajustée en choisissant en conséquence
au début du pliage, la longueur des deux côtés (A, B) de la section transversale du
tube, qui sont déplacés l'un vers l'autre lors du positionnement du pli en forme de
V.
7. Dispositif d'emballage d'objets, en particulier de piles de produits sur palettes,
avec une bâche, comprenant des moyens (13 ; 13a ; 13b) pour tirer et acheminer un
tube plat constitué d'une feuille d'emballage depuis une réserve, un dispositif de
préhension (2, 4) formé d'organes de préhension de feuille, pour ouvrir le tube assemblé
à plat, un dispositif de fermeture de feuille (15) pour fermer au moins en partie
le tube approximativement transversalement à son axe longitudinal, un dispositif de
coupe (16) pour séparer le tube en portions individuelles, et un dispositif de recouvrement
(19) pour tirer la longueur nécessaire de tube par-dessus les objets à emballer, le
dispositif comprenant des moyens (2, 4 et 14 ; 18) qui plient en forme de V le tube
plat après qu'il a été définitivement tiré de sa réserve et avant la fermeture de
ses côtés extérieurs, de telle sorte que les deux bandes de feuille (A, B) préalablement
assemblées pour former le tube plat reposent l'une sur l'autre dans la région des
côtés extérieurs du tube et à la hauteur du point de fermeture pendant la fermeture,
non plus directement mais en incluant un pli en forme de V, s'étendant avec la pointe
du pli vers le centre du tube, et d'autres moyens, qui ferment le tube de telle sorte
que les plis en forme de V et les régions des bandes de feuille les entourant directement
soient fixés au point de fermeture les uns par rapport aux autres, caractérisé en ce que les moyens pour plier le tube, vus dans la direction de traction du tube, sont disposés
derrière le rouleau d'avance (13) tirant le tube plat, et se composent des organes
de préhension de feuille (2, 4), qui saisissent la feuille du tube plat et qui ouvrent
le tube plat pour former une section transversale approximativement rectangulaire,
et sont constitués d'organes de pliage (14 ; 18), qui guident deux côtés opposés (C,
D) de la section transversale approximativement rectangulaire en forme de V vers l'intérieur,
vers le milieu (M) de la section transversale du tube, les organes de préhension de
feuille (2, 4) étant réalisés de telle sorte qu'ils saisissent la feuille en au moins
quatre points localement, et que les organes de préhension de feuille (2, 4) puissent
être déplacés les uns par rapport aux autres suivant deux axes de telle sorte que
les longueurs des arêtes longitudinales et transversales du rectangle, prédéfinies
par leur position, vers lequel elles ouvrent la feuille lors du pliage, puissent être
modifiées les unes par rapport aux autres, afin d'ajuster ainsi la dimension du pli
en forme de V.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les organes de pliage sont réalisés sous forme de barres de pliage ou de plaques
de pliage (14 ; 18), qui se déplacent en vue du pliage dans la direction du milieu
(M) de la section transversale de la feuille et qui sont ainsi synchronisées avec
le mouvement approximativement simultané des dispositifs de préhension de feuille,
de telle sorte que ces derniers plient les deux côtés (C, D) de la feuille, qui sont
soumis à leur action, de manière définie en forme de V vers l'intérieur, sans surcharger
la feuille.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que les organes de préhension de feuille (2, 4) sont rapprochés lors du pliage dans une
mesure telle qu'ils s'appliquent contre les barres de pliage ou les plaques de pliage
(14) en intercalant la feuille pliée.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les barres de pliage ou les plaques de pliage (14) sont guidées pendant la fixation
des plis en forme de V et des régions des bandes de feuille qui les entourent directement,
de telle sorte qu'elles s'immobilisent entre les organes de préhension de feuille
(2, 4) et qu'elles ne soient ramenées en arrière qu'une fois la fixation effectuée.