[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung gefärbter Cellulosematrices aus mit
Küpenfarbstoffen gefärbten Zellstoffen zur Herstellung gefärbter cellulosischer Formkörper.
Formkörper können sein Fasern, Filme oder andere Formen.
[0002] Die Herstellung von in der Spinnmasse gefärbten Formkörpern an sich ist in der Technik
bekannt. Hierzu wurden verschiedenste technische Verfahren vorgeschlagen, einige davon
sind auch in Verwendung:
Die wichtigste Form der Spinnmassefärbung bei der Herstellung cellulosischer Formkörper
beruht auf der Zugabe von feindispersen, unlöslichen Pigmenten zur Spinnmasse, welche
bei der anschliessenden Fadenbildung in der Cellulosematrix fixiert werden, und damit
je nach verwendeter Pigmentart gute Echtheiten aufweisen. Beispiele hierfür sind im
folgenden ausgeführt:
Für die Zugabe feindisperser organischer Pigmente oder anorganischer Pigmente zur
Spinnmasse werden beispielhaft genannt: Novacel S. A. "Colored regenerated cellulose
sponges" FR 1025296 Apr 13, 1953, vide Chemical Abstract No. 52:3968; Manufactures de produits chimiques du Nord (establissment Kuhlmann) "Coloring viscose
fibers" FR 1114803 Apr 17, 1956, vide Chemical Abstract No. 53:102818; Jones, F. B. "Glossy, spundyed threads from aqueous cellulose solutions" DE 1067173 Oct 15, 1959; Keil, A., Popp, P., and Krause, E. "Process for the production of pigmented regenerated
cellulosic fibers" GB 872207 Jul 5, 1961; Eskridge, B. E. "Manufacture of pigmented viscose rayon" US 3033697 May 8, 1962; Gomm, A. S., Morgan, L. B., and Wood, L. "Process of incorporating aqueous pigment
composition in viscose" US 3156574 Nov 10, 1964; Heinrich, E. "Spindyed regenerated cellulose products and process for their manufacture"
GB 1046299 Oct 19, 1966; Schoenbach, V., Weissert, J., and Teige, W. "Pigment dispersions for coloring viscose
spinning masses" US 3337360 Aug 22, 1967; Hama, H., and Sakurai, H. "Dope dyeing viscose rayon having a good black luster"
JP 47051968 Dec 27, 1972, vide Chemical Abstract No. 80:28345.
[0003] Ein Nachteil der Zugabe der unlöslichen Farbstoffpigmente liegt in der Schwierigkeit,
einerseits die geforderte Feinverteilung durch Mahlung der Pigmente zu erreichen und
diese in der Spinnmasse auch aufrecht zu erhalten. Entsprechend wird auch die Zugabe
von Hilfsmitteln und Zusätzen beschrieben (Keil, A., Popp, P., and Krause, E. "Process
for the production of pigmented regenerated cellulosic fibers"
GB 872207 Jul 5, 1961; Eskridge, B. E. "Manufacture ofpigmented viscose rayon"
US 3033697 May 8, 1962; Gomm, A. S., Morgan, L. B., and Wood, L. "Process of incorporating aqueous pigment
composition in viscose"
US 3156574 Nov 10, 1964; Ono, S., and Igase, T. "Dope dyeing of rayon"
JP 54038919 Mar 24, 1979, vide
Chemical Abstract No. 91:40853).
[0004] Bei der Herstellung massegefärbter Fasern nach den bekannten Techniken können auch
Rekristallisationen und Umlagerungen der Farbstoffpartikel bzw. Farbstoffe beobachtet
werden (Whitehead, W. "Colored organic derivatives of cellulose and method of making
same"
US 2128338 Aug 30, 1938).
[0005] Die beschriebenen Techniken weisen verschiedenste Nachteile auf: Mangelhafte Stabilität
des Pigments in Feinverteilung und chemischer Struktur führt zu Schwierigkeiten bei
der Celluloseregeneration durch Ablagerung von Agglomeraten z.B. an Spinndüsen oder
zu Farbschwankungen beim gefärbten Formkörper. Besonders unerwünscht sind auch Störungen
im Regenerationsbad bzw. Fällbad wie beispielsweise Schaumentwicklung oder auch die
Anreicherung von zur Dispersionsstabilisierung erforderlichen Hilfsmittel im Fällbad
(Schoenbach, V., Weissert, J., and Teige, W. "Pigment dispersions for coloring viscose
spinning masses"
US 3337360 Aug 22, 1967). Verunreinigungen im Fällbad würden beispielsweise die beim NMMO-Verfahren durchgeführte
Lösungsmittelregeneration erschweren bzw. gänzlich verhindern. Die Verwendung unlöslicher
Pigmente führt auch zu mattierenden Effekten und stumpfen Farben bei den fertigen
Formkörpern. Unter Umständen werden auch Dichroismus und Festigkeitsverlust beobachtet
(Batt, I. P., "Process for producing colored pellicular gel structures of regenerated
cellulose"
US 3005723 Oct 24, 1961; Ruesch, R., and Schmidt, H. "Preparation of dyed filaments and films"
US 2043069 Jun 2, 1936; Eskridge, B. E. "Manufacture of pigmented viscose rayon"
US 3033697 May 8, 1962. ;Ciba Ltd. "Process for the preparation of transparent colored shaped articles of
regenerated cellulose with the aid of organic dyestuffs of low solubility in water"
GB 1128158 Sep 25, 1968).
[0006] Als Ursache für matte stumpfe Farbtöne ist insbesondere das Vorliegen der Farbkörper
in feindisperser Form zu nennen, welche implizit durch die limitierte Partikelfeinheit
auch mattierende Effekte verursacht.
[0007] Die Zugabe feindisperser Pigmente zur Spinnlösung und die daraus resultierenden Probleme
können durch Verwendung löslicher Farbstoffsysteme zur Spinnmasse umgangen werden.
Die Farbstoffe können dabei in polaren, wassermischbaren Lösungsmitteln vorgelöst
oder unmittelbar zur Spinnmasse zugegeben werden (Soc. pour l'ind. chim. a Bale. "Pigment-containing
spinning masses"
CH 212386 Mar 3, 1941; Phrix-Werke A.-G. "Spun-dyed regenerated cellulose"
NL 6407087 Jan 18, 1965, vide
Chemical Abstract No. 63:63815; Ciba Ltd. "Dyeing of regenerated cellulosic fibers and films"
FR 1417575 Nov 12, 1965, vide
Chemical Abstract No. 65:57365; Ciba Ltd. "Transparent colored regenerated cellulose"
NL 6514672 May 13, 1966, vide
Chemical Abstract No. 65:82924; Wegmann, J., and Booker, C. "Colored viscose dope"
DE 1220964 Jul 14, 1966; Ciba Ltd. "Process for the preparation of transparent colored shaped articles of
regenerated cellulose with the aid of organic dyestuffs of low solubility in water"
GB 1128158 Sep 25, 1968; Riehen, W. M., and Reinach, F. S. "Difficultly soluble organic dye compositions
for dyeing transparent, shaped, regenerated cellulose bodies"
DE 1806199 Apr 29, 1971; Riehen, W. M., and Reinach, F.S. "Sparingly soluble organic dyestuffs"
US 3620788 Nov 16, 1971.).
[0008] Diese vorgeschlagenen Techniken erfordern jedoch weitreichende Einschränkungen bei
der Auswahl der Farbstoffe, welche beispielsweise die reduktiven alkalischen Bedingungen
der Viskosefaserherstellung unbeschadet überstehen müssen, oder dem stark oxidierenden
Millieu einer NMMO-Celluloselösung ohne chemische Veränderung wiederstehen müssen.
[0009] Bei der Viskosefaserproduktion ist weiters der stark saure Behandlungsschritt in
den Regenerationsbädern zu berücksichtigen. Lösliche Farbstoffsysteme haben zusätzlich
den Nachteil, Fällbäder anzuschmutzen und nur begrenzte Naßechtheiten im Produkt zu
ermöglichen, da auch dort die Auswäsche der löslichen Systeme erfolgt (Batt, I. P.,
"Process for producing colored pellicular gel structures of regenerated cellulose"
US 3005723 Oct 24, 1961.).
[0010] Besondere Varianten bei der Herstellung gefärbter Fasern schlagen die Zugabe von
Schwefelfarbstoffen zu Viskosespinnmassen vor. Unter den reduktiv alkalischen Bedingungen
erfolgt die Auflösung des Schwefelfarbstoffs, welcher anschließend wieder in seine
oxidierte Form zurückgeführt werden muss (Cassella Farbwerke Mainkur A.-G. "Dyeing
of regenerated cellulose in the spinning paste"
BE 611323 Dec 29, 1961, vide
Chemical Abstract No. 57: 17664).
[0011] Eine weitere Variante empfiehlt die Wiederverwendung mit Reaktivfarbstoffen gefärbter.
Cellulosetextilien zur Herstellung gefärbter Fasern nach dem Viskosespinnverfahren,
wobei als entscheidender Nachteil zu nennen ist, dass die erhaltenen Färbungen durch
die Zusammensetzung der Rohstoffe undefiniert und nicht reproduzierbar sind, da ein
Teil der Farbstoffe reduktiv zerstört wird, während ein anderer Teil als Farbstoff
verbleibt (von der Eltz, A. "Recycling of dyed cellulosic wastes"
EP 0717131 Jun 19, 1996.).
[0012] Die hervorragende Echtheitseigenschaften der Küpenfarbstoffe machen diese für die
Anwendung als Pigmente für die Herstellung cellulosischer Formkörper besonders interessant.
Ein wichtiger Vorteil, aber auch gleichzeitig ein verarbeitungstechnischer Nachteil
ist deren Unlöslichkeit in verschiedensten Medien. Aus der Synthese werden Küpenfarbstoffe
als grobdisperse Pigmente erhalten, zu deren Aufbereitung umfangreiche Finishprozesse
wie Mahlungen und Verarbeitung mit Stellmitteln, Dispergiermitteln gehören. Jedoch
auch die gefinishten Pigmente zeigen nicht den für den jeweiligen Küpenfarbstoff typischen
Farbton, da die durchschnittliche Partikelgröße nach wie vor zu groß ist und für die
Farbtonentwicklung eine in der Cellulosematrix fixierte molekulardisperse Form benötigt
wird.
[0013] Die konventionelle Küpenfärberei erfordert daher im Färbeprozess die Überführung
des Pigments in die laugenlösliche Leukoform, welche auf die Cellulosefaser aufzieht
und dort durch Rückoxidation in der molekulardispersen Form fixiert wird.
[0014] Zur Verwendung der Küpenfarbstoffe zur Herstellung cellulosischer Formkörper wurden
verschiedene Verfahren in der Literatur vorgeschlagen, wobei zwischen Techniken im
Bereich der Viskosetechnologie und der sogenannten Aminoxid- oder Lyocell-Technologie
unterschieden werden kann.
[0015] Bei der Viskosefaserherstellung herrschen in der Spinnmasse reduzierende alkalische
Bedingungen vor, sodaß hier die Zugabe einer bereits reduzierten Küpenfarbstofflösung
zur Spinnmasse, die Zugabe reduzierbarer Küpenfarbstoffe oder die Zugabe von Farbstoff
und Reduktionsmittel zur Spinnmasse vorgeschlagen wurden (I. G. Farbenindustrie A.-G.
"The manufacture of dyed artificial masses from regenerated cellulose"
GB 465606 May 10, 1937; Kline, H. B., and Helm, E.B. "Manufacture of artificial silk"
US 2143883 Jan 17, 1939; Lockhart, G.R., "Manufacture of rayon"
US 1865701 Jul 5, 1932; Batt, I. P., "Process for producing colored pellicular gel structures of regenerated
cellulose"
US 3005723 Oct 24, 1961). Nachteilig an diesen Arbeitstechniken ist die Anreicherung der Fällbäder mit ausgewaschenen
Reduktionsmitteln, die aufwendige Zugabe und Einmischung von Farbstoffpräparationen
zur Absicherung homogener Bedingungen und die Abhängigkeit des erreichten Farbtons
von den Spinnbedingungen, da die Rückoxidation im sauren Fällbad keineswegs die für
Küpenfarbstoffe zu bevorzugende Oxidationsweise darstellt.
[0016] Andere Techniken umgehen die Schwierigkeit der Farbstoffreduktion in der Spinnmasse
durch die Verarbeitung der Dispersion des Küpenfarbstoffs und spätere Reduktion und
Farbtonentwicklung in einem der Filamentbildung nachfolgenden Verküpungsschritt. Ruesch,
R., and Schmidt, H. "Preparation of dyed filaments and films"
US 2043069 Jun 2, 1936; I. G. Farbenindustrie A.-G. "Process for the manufacture of dyed filaments and films"
GB 448447 Jun 8, 1936; Maloney, M. A. "Mass coloring of regenerated cellulose with vat dyes"
DE 1253864 Nov 9, 1967). Diese Verfahrenstechnik unterscheidet sich damit in den Verfahrensbilanzen von
der herkömmlichen der in der Textilveredlung erfolgenden Küpenfärberei nicht.
[0017] Allen diesen Techniken gemeinsam ist die Notwendigkeit der Farbstoffreduktion, um
den endgültigen Farbton des Küpenfarbstoffs zu erreichen. Die Verfahren weisen jedoch
auch gravierende Nachteile auf, welche die Anwendung begrenzen: Die Zugabe reduzierter
Küpenfarbstoffe führte zu einer Stabilisierung der Spinnmasse, verändertes Reifen
und Koagulationsverhalten beeinflussen die Produktion nachteilig (Ruesch, R., and
Schmidt, H. "Preparation of dyed filaments and films"
US 2043069 Jun 2, 1936).
[0018] Durch das stark negative Reduktionspotential dieser Farbstoffe ist die zur Farbentwicklung
nötige Rückoxidation schwer kontrollierbar, was Farbtonschwankungen verursacht (Dosne,
H. "Colored cellulose material"
US 2041907 May 26, 1936.). Überhaupt können zahlreiche Küpenfarbstoffe aufgrund ihres Redoxpotentials unter
den Viskosespinnbedingungen nicht ausreichend reduziert werden, sodaß eine breitere
Anwendung verhindert wird. Die Zugabe von Reduktionsmittel wiederum führt zu unerwünschten
Gelbildungen in der Spinnmasse (Lutgerhorst, A. G. "Spundyed rayon"
US 2738252 Mar 13, 1956.; Batt, I. P., "Process for producing colored pellicular gel structures of regenerated
cellulose"
US 3005723 Oct 24, 1961.).
[0019] Auch die Zugabe von Küpensäuren oder Leukoesterfarbstoffen wurde bereits beschrieben,
nachteilig ist jedoch die Instabilität der Lösungen und die beobachtete Neigung zur
Bildung von Farbstoffagglomerationen (Dosne, H. "Colored cellulose material"
US 2041907 May 26, 1936; Lutgerhorst, A. G. "Spundyed rayon"
US 2738252 Mar 13, 1956; I. G.
Farbenindustrie A.-G. "The manufacture of dyed artificial masses from regenerated
cellulose"
GB 465606 May 10, 1937).
[0020] Bei der Herstellung cellulosischer Formkörper nach dem Aminoxid- oder Lyocell-Verfahren
können ebenfalls Farbstoffpigmente zur Spinnmasse zugesetzt werden. Voraussetzung
hierfür ist eine entsprechende Auswahl der geeigneten Pigmente unter Rücksichtnahme
der stark oxidierenden Bedingungen welche durch das Lösungsmittel (N-methyl-N-morpholin-N-oxid
- NMMO) verursacht werden. Als Beispiele hierzu sind die
WO 01/11121 (Rüf H., "Colored cellulosic shaped bodies", Lenzing AG, 8.8.2000) und die
WO 99/46434 (Bartsch P., Rüf H., "Method for producing cellulosic molded bodies", Lenzing AG,
10.03.1999) zu nennen, welche die Zugabe geeigneter Pigmentfarbstoffe zur NMMO-Spinnmasse
beschreiben. Gemäß der
WO 99/46434 werden auch die Küpenfarbstoffe als Farbmittel genannt, welche als unlösliche Pigmente
zur Spinnmasse zugegeben werden, wobei insbesondere die von
WO 99/46434 geforderte Unlöslichkeit von mehr als 95 % die Entwicklung des geforderten Küpenfarbstoff-Farbtons
verhindert. Auch die Verwendung eines Farbmasterbatches wird beschreiben, wobei als
Farbmasterbatch nach dem bekannten Stand der Technik eine durch Mischen erhaltene
Zubereitung von Farbmittel mit Cellulose und ggf. NMMO zu verstehen ist.
[0021] Das nach dem Stand der Technik verfügbare Farbmittel ist dann beispielsweise ein
Pigment oder ein Küpenfarbstoff, welcher in Cellulose eingemischt wird. Die Cellulose
kann somit jedoch nur eine begrenzte Feinverteilung des Pigments bzw. des Küpenfarbstoffes
aufweisen. Im Falle der Küpenfarbstoffe sind daher die erhaltenen Spinnfärbungen keineswegs
den Ergebnissen textilchemischer Küpenfärbungen entsprechend.
[0022] Die vorliegende Erfindung stellt sich zur Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung
eines mit einem Küpenfarbstoffes gefärbten cellulosischen Formkörpers zur Verfügung
zu stellen, welches die Nachteile des Standes der Technik überwindet und mit welchem
Produkte mit einer gleichmäßigen Färbung erzielbar sind.
[0023] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0024] Die Möglichkeit, durch einen Färbevorgang die Küpenfarbstoffe molekulardispers in
eine Cellulosematrix einzulagern und daraus gefärbte Fasern herzustellen, wird im
Stand der Technik nicht geoffenbart.
[0025] Der vorliegenden Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß ein cellulosisches
Ausgangsmaterial wie z.B. ein Zellstoff als feste Matrix für molekulardispers verteilten
Küpenfarbstoff dienen kann. Die molekulardisperse Verteilung des Farbstoffes kann
durch Einfärbung des Zellstoffs nach den für die Anwendung von Küpenfarbstoffen üblichen
Verfahren, z.B. Ausziehverfahen, Kontinueverfahren erfolgen, wobei nach der Fertigstellung
der Färbung der Farbstoff nicht mehr als ursprüngliches Pigment mit Teilchengrössen
im Mikrometer-Bereich vorliegt, sondern molekulardispers in die Cellulose eingebettet
ist. Unerwarteterweise eignet sich diese gefärbte Cellulose besonders gut zu Einbringung
des Farbstoffs in molekulardisperser Form in Spinnmassen. Die Herstellung der eigentlichen
Spinnmassen kann durch Auflösen der Cellulose nach dem Viskoseverfahren oder dem Aminoxid-
bzw. Lyocell-Verfahren erfolgen.
[0026] Durch die Einbringung des Farbstoffs in der molekulardispersen Form werden die Probleme
der Pigmentzugabe ebenso wie die Schwierigkeit der bei vergleichbaren bekannten Verfahren
unzufriedenstellenden Farbtonentwicklung vermieden. Im Gegensatz zur
WO 99/46434 wird ein Farbergebnis erzielt, welches nicht mehr einer Küpenpigmentzugabe zur Spinnmasse
entspricht, sondern welches im Resultat einer nach dem Stand der Technik hergestellten
Küpenfärbung gleichzustellen ist.
[0027] Auf die Filamentbildung folgende Entwicklungsschritte der Küpenfärbung (Reduktion/Oxidation)
können im erfindungsgemäßen Verfahren vermieden werden. Durch das Vorliegen des Farbstoffs
in molekulardisperser Form werden hohe Farbstoffausbeuten mit hoher Brillianz erreicht.
Im Gegensatz zu Pigmentfärbungen sind unter dem Mikroskop keine Pigmente mehr sichtbar.
Das färberische Resultat entspricht daher in Farbton, Farbtiefe und Echtheiten einer
Küpenfärbung, jedoch kann auf die Behandlung der Fasern in stark quellenden alkalischen
Bädern, wie sie beim Färben mit Küpenfarbstoffe üblich sind, und auch auf das Färben
schwierig egal zu färbender Aufmachungen, z.B. Wickelkörper, verzichtet werden.
[0028] Insbesondere, wenn das Färben des Zellstoffs mit hoher Farbstofflconzentration, z.B.
20% Gewichtsprozent Farbstoff bezogen auf das Gewicht des Zellstoffs, erfolgt, kann
das den Küpenfarbstoff enthaltende cellulosische Ausgangsmaterial zusammen mit zumindest
einem weiteren, gegebenenfalls ebenfalls einen Farbstoff enthaltenden Ausgangsmaterial
zur formbaren Lösung verarbeitet werden.
[0029] Es erfolgt somit eine Spinnfärbung durch Zumischung eines Teils an mit dem Küpenfarbstoff
gefärbter Cellulose. Hierdurch werden insbesondere vorteilhafte Emissionsbilanzen,
bezogen auf den Färbeschritt, erhalten. Durch die Vorbereitung der Cellulose als gefärbte
Farbstoff-matrix wird dem Spinnprozess der Farbstoff ohne die ansonsten vorhandenen
Finish-Hilfsmittel zugegeben, sodaß eine Anreicherung von Zusatzstoffen und deren
aufwendige Entfernung unterbleiben kann.
[0030] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird das den Küpenfarbstoff enthaltende
cellulosische Ausgangsmaterial ohne weitere Trocknung der weiteren Verarbeitung im
Spinnprozess zugeführt.
[0031] Die Färbung des cellulosischen Ausgangsmaterials kann nach der erfindungsgemäßen
Arbeitsweise mit Küpenfarbstoffen in einer Farbtiefe von 0,1 bis 25% (Masse Farbstoff
zu Masse cellulosisches Ausgangsmaterial), bevorzugt von 1 bis 20%, besonders bevorzugt
von 5 bis 10% (jeweils Masse Farbstoff zu Masse cellulosisches Ausgangsmaterial) erfolgen.
[0032] Bei Ausziehfärbungen kann das Flottenverhältnis (Masse Färbegut zu Volumen Färbebad)
zwischen 1:0.8 to 1:50, bevorzugt zwischen 1:5 to 1: 10 betragen. Das Färbeverfahren
kann bei Temperaturen von 20-80°C durchgeführt werden, wobei übliche Verfahren der
Küpenfärberei verwendet werden. Auch kontinuierliche Färbetechniken, z.B. unter Verwendung
modifizierten Siebbandanlagen, können angewendet werden.
[0033] Besonders vorteilhaft sind Färbeverfahren, welche Färbetechnologien mit einer Färbebadrückgewinnung
einsetzen, z.B. Färben auf stehendem Bad. Durch die Durchführung der Färbung als relativ
hoch konzentrierte Färbung sind die prozessbezogenen Emissionen (Abwasser, Energie,
Chemikalien) deutlich geringer als bei herkömmlichen Küpenfärbeverfahren.
[0034] Durch die Vermeidung der üblichen unter relativ scharfen Bedingungen durchgeführten
alkalischen Küpenfärbung können auch empfindliche Substrate ohne Beeinträchtigung
der Fasereigenschaften mit Küpenfarbstoffen eingefärbt hergestellt werden.
[0035] Beim Färben des cellulosischen Ausgangsmaterial können durchaus Egalitätsunterschiede
akzeptiert werden, da lediglich die Farbstoffaufnahme erreicht werden muss. Aufgrund
der nachfolgenden Auflösung des cellulosischen Ausgangsmaterials und der Herstellung
der Faser wird nämlich gleichsam "automatisch" eine hervorragende Egalität erzielt.
[0036] Es kann daher beim Färben des cellulosischen Ausgangsmaterial mit wesentlich kürzeren
Prozesszeiten gearbeitet werden. Außerdem kann auf den Zusatz von Dispergier- und
Egalisierhilfsmitteln in das Färbebad verzichtet werden. Dadurch ergeben sich weiter
ökonomische und auch ökologische Vorteile, da verringerte Emissionen aus dem Färbeprozess
auftreten.
[0037] Das den Küpenfarbstoff enthaltende cellulosische Ausgangsmaterial kann je nach gewünschter
Farbtiefe mit einem gegebenenfalls ungefärbtem cellulosischen Ausgangsmaterial gemischt
werden, wobei das Mischungsverhältnis des den Küpenfarbstoff enthaltenden Ausgangsmaterialis
zu dem/den weiteren Ausgangsmaterial(ein) von 0,1:10 bis 10:0,1, bevorzugt von 1:10
bis 10:1 betragen kann. Die Mischungsverhältnisse richten sich dabei nach dem Farbstoffgehalt
des vorgelegten gefärbten cellulosischen Ausgangsmaterials und der herzustellenden
Farbtiefe des spinngefärbten Materials.
[0038] Das cellulosische Ausgangsmaterial wird aus der Gruppe bestehend aus Zellstoff. natürlichen
und man-made-Cellulosefasern und Anspinnmaterial eines Verfahrens zur Herstellung
von Cellulosefasern ausgewählt. Auch das zumindest eine weitere Ausgangsmaterial kann
insbesondere aus der Gruppe bestehend aus Zellstoff, natürlichen und man-made-Cellulosefasern
und Anspinnmaterial eines Verfahrens zur Herstellung von Cellulosefasern ausgewählt
werden.
[0039] So können anstelle der Verwendung gefärbter Zellstoffe auch ungefärbte Cellulosefasern
mit Küpenfarbstoffen gefärbt werden und als Cellulosematrix dienen. Eine besonders
bevorzugte Ausführungsform verwendet hierzu sogenanntes Anspinnmaterial, welches beim
Anfahren einer Faserherstellungsanlage entsteht und noch nicht die Qualitätserfordernisse
der Fasern erfüllt, jedoch als Cellulosematrix geeignet ist.
[0040] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass das oder die Ausgangsmaterialien mittels des Viskoseverfahrens oder mittels des
Aminoxid-Verfahrens zum Formkörper weiterverarbeitet wird/werden.
[0041] Das Viskoseverfahren und das Aminoxid-Verfahren bzw. Lyocell-Verfahren sind dem Fachmann
bestens bekannt. Das Aminoxid- bzw. Lyocell-Verfahren ist beispielsweise in der
EP 0 356 419 A bzw. in der
WO 93/19230 näher beschrieben.
[0042] Die Erfindung betrifft in weiterer Folge die Verwendung eines cellulosischen Materials,
welches einen Küpenfarbstoff in molekulardisperser Form enthält, als Ausgangsmaterial
zur Herstellung eines cellulosischen Formkörpers.
[0043] Die Erfindung betrifft außerdem einen cellulosischen Formkörper, insbesondere eine
Cellulosefaser, welcher bzw. welche durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältlich
ist.
[0044] Die erfindungsgemäßen Celluloseformkörper sind aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens
mit dem Küpenfarbstoff vollständig durchgefärbt.
[0045] Aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens kann zudem eine durchschnittliche Teilchengröße
des Küpenfarbstoffes in der Cellulosematrix von weniger als 0,1 µm erreicht werden.
Der Farbstoff ist somit unter einem Lichtmikroskop gewöhnlicher Auflösung bei z.B.
400-facher Vergrößerung nicht mehr sichtbar.
[0046] Dies steht im Unterschied zu Celluloseformkörpern, die durch Zugabe eines unlöslichen
Farbstoffpigmentes zur Spinnmasse erhalten werden können und bei denen die Teilchengröße
der Pigmente in der Faser im Mikrometerbereich liegt.
[0047] Die Erfindung betrifft schließlich einen textilen Artikel, z.B. ein Garn, ein Gewebe
oder Bekleidung, enthaltend einen erfindungsgemäßen cellulosischen Formkörper in Form
einer Faser.
[0048] Es zeigt sich, dass textile Artikel, die eine erfindungsgemäße Cellulosefaser enthalten,
hervorragende Mikro- und Makroegalitäten aufweisen, die duchaus mit der bei der herkömmlichen
Küpenfärbung von Textilien erreichbaren Egalität vergleichbar ist.
[0049] Insbesondere eine Garnfärbung mittels Küpenfarbstoffen erweist sich oft als schwierig,
während bei Verwendung einer erfindungsgemäßen Cellulosefaser Garne mit hervorragend
gleichmäßigen Farbegalitäten hergestellt werden können.
[0050] Zudem sind die erfindungsgemäßen textilen Artikeln aufgrund der Verwendung der erfindungsgemäßen
Cellulosefaser vollständig durchgefärbt. Eine vollständige Durchfärbung ist bei einer
herkömmlichen Küpenfärbung von Textilien nur schwer erreichbar.
[0051] Die vorliegende Erfindung wird nachstehend durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert:
Beispiel 1
[0052] Rund 350 g Faserzellstoff (Lenzing AG) werden im Ausziehverfahren mit C. I. Vat Green
5 (Indanthrene Brilliant Green FFB, Dystar, Frankfurt, Germany) 45 min bei 50°C in
einem Flottenverhältnis von 1:15 in einem Färbebad gefärbt, welches folgende Zusammensetzung
aufweist: 10 g/L Farbstoff, 6,17 g/L NaOH, und 5 g/L Na
2S
2O
4.
[0053] Während der Vorverküpung werden die Farbstoffküpe und das restliche Färbebad, welches
den Zellstoff enthält, auf Färbetemperatur gebracht. Nach Erreichen der Färbetemperatur
werden die den reduzierten Farbstoff enthaltende Lösung und das den vorgenetzten Zellstoff
enthaltende Bad vermischt und der Färbevorgang wird begonnen. Nach 45 min bei Färbetemperatur
wird der Färbevorgang beendet. Der Zellstoff wird gründlich gespült, und der Oxidationsschritt
wird durch Luftoxidation durchgeführt. Anschliessend wird der gefärbte Zellstoff getrocknet.
Die gefärbte Cellulosematrix wird mit ungefärbtem Zellstoff im Verhältnis 1:4 gemischt
und nach dem Aminoxid- bzw. Lyocell-Verfahren zu gefärbten Fasern verarbeitet. Es
wird eine 2.5 %ige Färbung erhalten, welche in Farbton und Echtheiten (Waschechtheit,
Lichtechtheit) den nach üblichen Verfahren hergestellten Färbungen entspricht.
1. Verfahren zur Herstellung eines mit einem Küpenfarbstoff gefärbten cellulosischen
Formkörpers, insbesondere einer Faser oder einer Folie, umfassend die Schritte
- Bereitstellen eines cellulosischen Ausgangsmaterials, welches aus der Gruppe bestehend
aus Zellstoff, natürlichen und man-made-Cellulosefasern und Anspinnmaterial eines
Verfahrens zur Herstellung von Cellulosefasern ausgewählt wird und welches den Küpenfarbstoff
in molekulardisperser Form mit einer durchschnittlichen Teilchengröße des Küpenfarbstoffes
in der Cellulosematrix von weniger als 0,1 µm enthält
- Herstellen einer formbaren Lösung aus dem cellulosischen Ausgangsmaterial
- Formen der Lösung durch ein geeignetes Formwerkzeug
- Ausfällen bzw. Regenerieren der Cellulose aus der geformten Lösung.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das cellulosische Ausgangsmaterial den Küpenfarbstoff in einem Verhältnis der Masse
des Farbstoffes zur Masse des cellulosischen Materials von 0,1% bis 25%, bevorzugt
1% bis 20%, besonders bevorzugt 5% bis 10%, enthält.
3. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das den Küpenfarbstoff enthaltende cellulosische Ausgangsmaterial zusammen mit zumindest
einem weiteren, gegebenenfalls ebenfalls einen Farbstoff enthaltenden Ausgangsmaterial
zur formbaren Lösung verarbeitet wird.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine weitere Ausgangsmaterial ein cellulosisches Material ist.
5. Verfahren gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischungsverhältnis des den Küpenfarbstoff enthaltenden cellulosischen Ausgangsmaterials
zu dem/den weiteren Ausgangsmateriali(en) 0,1:10 bis 10:0,1, bevorzugt 1:10 bis 10:1
1 beträgt.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine weitere Ausgangsmaterial aus der Gruppe bestehend aus Zellstoff,
natürlichen und man-made-Cellulosefasern und Anspinnmaterial eines Verfahrens zur
Herstellung von Cellulosefasern ausgewählt wird.
7. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Ausgangsmaterialien mittels des Viskoseverfahrens oder mittels des Aminoxid-Verfahrens
zum Formkörper weiterverarbeitet wird/werden.
8. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das den Küpenfarbstoff enthaltende cellulosische Ausgangsmaterial vor dem Herstellen
der formbaren Lösung keinem Trocknungsschritt unverzogen wird.
9. Verwendung eines cellulosischen Materials, welches einen Küpenfarbstoff in molekulardisperser
Form mit einer durchschnittlichen Teilchengröße des Küpenfarbstoffes in der Cellulosematrix
von weniger als 0,1 µm enthält, als Ausgangsmaterial zur Herstellung eines cellulosischen
Formkörpers.
10. Cellulosischer Formkörper, erhältlich durch ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche
1 bis 8.
11. Textiler Artikel, z.B. ein Garn, ein Gewebe oder Bekleidung, enthaltend einen cellulosischen
Formkörper gemäß Anspruch 10 in Form einer Faser.
1. A process for the production of a cellulosic moulded body dyed with a vat dye, in
particular of a fibre or a film, comprising the steps of
- providing a cellulosic starting material selected from the group consisting of pulp,
natural and man-made cellulose fibres and spin start material of a process for the
production of cellulose fibres and containing the vat dye in a molecularly disperse
form with an average particle size of the vat dye in the cellulose matrix of less
than 0.1 µm
- producing a mouldable solution from the cellulosic starting material
- moulding the solution using an appropriate moulding tool
- precipitating or regenerating, respectively, the cellulose from the moulded solution.
2. A process according to claim 1, characterized in that the cellulosic starting material contains the vat dye at a ratio between the mass
of the dye and the mass of the cellulosic material of from 0.1% to 25%, preferably
from 1% to 20%, particularly preferably from 5% to 10%.
3. A process according to any of the preceding claims, characterized in that the cellulosic starting material containing the vat dye is processed into a mouldable
solution along with at least one further starting material which, optionally, also
contains a dye.
4. A process according to claim 3, characterized in that the at least one further starting material is a cellulosic material.
5. A process according to claim 3 or 4, characterized in that the mixing ratio of the cellulosic starting material containing the vat dye to the
further starting material(s) ranges from 0.1:10 to 10:0.1, preferably from 1:10 to
10:1.
6. A process according to any of claims 4 or 5, characterized in that the at least one further starting material is selected from the group consisting
of pulp, natural and man-made cellulose fibres and spin start material of a process
for the production of cellulose fibres.
7. A process according to any of the preceding claims, characterized in that the starting material or the starting materials is/are processed further into the
moulded body by means of the viscose process or the amine oxide process.
8. A process according to any of the preceding claims, characterized in that the cellulosic starting material containing the vat dye is not subjected to a drying
step prior to the production of the mouldable solution.
9. The use of a cellulosic material containing a vat dye in a molecularly disperse form
with an average particle size of the vat dye in the cellulose matrix of less than
0.1 µm as a starting material for the production of a cellulosic moulded body.
10. A cellulosic moulded body obtainable by a process according to any of claims 1 to
8.
11. A textile article, e.g., a yam, a fabric or clothing, containing a cellulosic moulded
body according to claim 10 in the form of a fibre.
1. Procédé de fabrication d'un corps moulé en cellulose coloré à l'aide d'un colorant
de cuve, et en particulier une fibre ou une feuille, comprenant les étapes qui consistent
à :
- préparer un matériau de départ à base de cellulose, sélectionné dans le groupe constitué
par de la cellulose, des fibres de cellulose naturelle ou artificielle et des matériaux
de début de filage d'un procédé de fabrication de fibres de cellulose, et qui contient
le colorant de cuve en dispersion moléculaire avec une taille moyenne de particules
du colorant de cuve dans la matrice de cellulose de moins de 0,1 µm,
- préparation d'une solution moulable à partir du matériau cellulosique de départ,
- moulage de la solution à l'aide d'un outil de moulage approprié et
- précipitation ou régénération de la cellulose à partir de la solution moulée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau cellulosique de départ contient le colorant de cuve dans un rapport entre
la masse du colorant et la masse du matériau cellulosique de 0,1 % à 25 %, de préférence
de 1 % à 20 % et de façon particulièrement préférable de 5 % à 10 %.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau cellulosique de départ qui contient le colorant de cuve est transformé
en solution moulable en même temps qu'au moins un autre matériau de départ contenant
éventuellement également un colorant.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le ou les autres matériaux de départ sont un ou des matériaux cellulosiques.
5. Procédé selon les revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que le rapport de mélange entre le matériau cellulosique de départ contenant le colorant
de cuve et le (ou les autres) matériau(x) de départ est de 0,1:10 à 10:0,1, de préférence
de 1:10 à 10:1.
6. Procédé selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que le ou les autres matériaux de départ sont sélectionnés dans le groupe constitué par
de la cellulose, des fibres de cellulose naturelle ou artificielle et des matériaux
de début de filage d'un procédé de fabrication de fibres de cellulose.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ou les matériaux de départ sont transformés en corps moulés au moyen du procédé
à la viscose ou au moyen du procédé à l'oxyde d'amine.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau cellulosique de départ contenant le colorant de cuve ne subit pas d'étape
de séchage avant la préparation de la solution moulable.
9. Utilisation d'un matériau cellulosique qui contient un colorant de cuve en dispersion
moléculaire avec une taille moyenne de particules de colorant de cuve dans la matrice
de cellulose de moins de 0,1 µm, comme matériau de départ pour la fabrication d'un
corps cellulosique moulé.
10. Corps cellulosique moulé obtenu à l'aide d'un procédé selon l'une des revendications
1 à 8.
11. Article textile, par exemple fil, tissu ou vêtement, contenant un corps cellulosique
moulé selon la revendication 10, en forme de fibres.