[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Plattenbaugruppe zur Verlegung zwischen den
Schienen einer Gleisanlage, um auf diese Art und Weise eine befahrbare oder/und begehbare
Oberfläche im Bereich einer Gleisanlage bereitzustellen.
[0002] Aus der
EP 0 590 342 A1 ist es bekannt, im Bereich von Bahnübergängen Gleisübergangseinrichtungen zu installieren,
die im Bereich der Schienen bzw. Gleise eine mit der Oberfläche der Schienenköpfe
näherungsweise bündige Oberfläche bereitstellen. Diese Gleisübergangseinrichtungen
können dann von Fahrzeugen überfahren werden bzw. auch von Fußgängern benutzt werden.
Nicht nur im Bereich von Bahnübergängen werden derartige Gleisübergangseinrichtungen
eingesetzt, sondern beispielsweise auch in Werksanlagen, in Häfen und in Fabrikationshallen,
also grundsätzlich in Bereichen, in welchen Schienenfahrzeuge einerseits und fahrbahngebundene
Fahrzeuge bzw. Fußgänger oder Radfahrer andererseits sich gleichermaßen bewegen.
[0003] Zum Aufbau derartiger Gleisübergangseinrichtungen werden vorgefertigte Platten eingesetzt,
die so dimensioniert sind, dass sie beispielsweise zwischen den beiden Schienen eines
Gleises Platz finden und den Zwischenraum nahezu vollständig ausfüllen. Da Schienenfahrzeuge
an den Schienenfahrzeugrädern im Allgemeinen einen Radkranz aufweisen, welcher über
die ansonsten vom Schienenfahrzeugrad befahrene Oberfläche eines Schienenkopfs nach
unten übersteht und somit für die Führung des Schienenfahrzeugs auf den Schienen sorgt,
müssen die zum Aufbau einer Gleisübergangseinrichtung bereitgestellten Platten im
Angrenzungsbereich an eine Schiene, insbesondere im Angrenzungsbereich an die Innenseite
eines jeweiligen Schienenkopfs, so gestaltet sein, dass der Radkranz dort Platz findet.
Im Allgemeinen sind also die angrenzend an die Innenseite von Schienen zu verlegenden
Platten so gestaltet, dass sie in ihrem an eine Schiene anschließenden Bereich eine
zur Aufnahme eines Radkranzes vorgesehene Aussparung bereitstellen. Dies wiederum
hat zur Folge, dass entlang jeder Schiene eine mehrere Zentimeter breite und auch
mehrere Zentimeter tiefe Rille gebildet ist, die zwar beim Überfahren mit straßengebundenen
Fahrzeugen, wie Personenkraftfahrzeugen oder Lastkraftwagen, zu keinerlei Problemen
führen, die aber beim Überfahren mit einem Fahrrad, einem Motorrad oder beispielsweise
auch einem Rollstuhl zu Problemen führen können. Auch für Fußgänger stellen derartige
Vertiefungen eine Gefahr dar.
[0004] Um diesem Problem entgegenzutreten, ist es aus der
DE 20101567 U1 bekannt, die zwischen den Schienen eines Gleises zu verlegenden Platten so zu gestalten,
dass sie in einem unmittelbar an einen Schienenkopf angrenzenden Verformungsbereich
nur eine Dicke von etwa zwei bis drei Zentimetern haben und grundsätzlich aus elastisch
verformbarem Material aufgebaut sind. Dieser vergleichsweise dünn gestaltete und bis
unmittelbar an den Schienenkopf heranreichende Bereich ist nach unten hin nicht abgestützt,
also freitragend. Beim Überfahren einer mit derartigen Platten aufgebauten Gleisübergangseinrichtung
durch ein Schienenfahrzeug pressen die Radkränze der verschiedenen Schienenfahrzeugräder
die Platten in ihren jeweils an die Schienenköpfe angrenzenden Bereichen nach unten,
was auf Grund der angesprochenen Elastizität auch problemlos möglich ist. Nachdem
das Schienenfahrzeug sich über diesen Bereich hinwegbewegt hat, federn die verformten
Bereiche der Platten nach oben und bilden wieder eine bündig mit der Oberfläche eines
jeweiligen Schienenkopfs abschließende Gesamtoberfläche. Derart ausgestaltete Gleisübergangseinrichtungen
weisen jedoch das Problem auf, dass bereits bei nicht allzu großen Belastungen von
oben die Platten in dem schienenkopfnahen Bereich nachgeben, da sie dort auf Grund
ihrer strukturellen Beschaffenheit grundsätzlich nachgiebig sein sollen. Weiterhin
besteht ein Problem mit der thermisch bedingten Expansion bzw. Kontraktion derartiger
Platten. Werden diese so dimensioniert, dass sie bei normalen Umgebungstemperaturen
nur mit geringem Abstand vor dem Schienenkopf enden, so führt starke Sonneneinstrahlung
und entsprechend starke Erwärmung der Platten dazu, dass diese sich so stark ausdehnen,
dass sie unter einer gewissen Vorspannung an der Seitenfläche eines Schienenkopfs
anstehen. Wird in diesem Zustand eine derartige Platte dann von einem Schienenfahrzeug
überfahren, weicht der nach unten verformbare Bereich aus und erhält dabei die Möglichkeit,
sich unter seiner Eigenelastizität etwas zu dehnen. Häufig führt dies dazu, dass der
zunächst nach unten verformte Bereich unter dem Schienenkopf hängen bleibt, da auf
Grund seiner vergleichsweise geringen Dicke die inhärente Rückstellkraft nicht ausreicht,
um ihn wieder nach oben zu bewegen. Wird die Platte jedoch so dimensioniert, dass
dieses Problem nicht auftritt, so hat die bei sehr niedrigen Temperaturen auftretende
Kontraktion zur Folge, dass zwischen den Platten und den Seitenflächen der Schienenköpfe
vergleichsweise große Spalten entstehen, die vor allem für Radfahrer, Fußgänger und
Rollstuhlfahrer gefährlich sein können.
[0005] Bei einer weiteren Ausgestaltungsvariante von angrenzend an Schienen zum Bereitstellen
einer begehbaren bzw. befahrbaren Oberfläche ausgebildeten plattenartigen Bauteilen
ist die zur Bereitstellung des beim Überfahren mit einem Schienenrad nötigen Platzes
für einen jeweiligen Radkranz erforderliche Verformbarkeit primär nicht durch die
strukturelle Beschaffenheit eines derartigen Bauteils sichergestellt, sondern durch
ein sehr weiches, nachgiebiges Material. Diese Bauteile stützen sich auch in ihrem
schienenkopfnahen Endbereich über einen massiv ausgestalteten Abstützbereich nach
unten hin, beispielsweise am Schienenfuß, ab, so dass von der am Schienenfuß sich
abstützenden Unterseite bis zu der oben vom Radkranz zu beaufschlagenden Oberseite
durchgehend elastisch verformbares Volumenmaterial vorhanden ist. Da dieses Material
sehr elastisch sein muss, um die erforderliche Verformung in seinem gesamten Volumenbereich
aufnehmen zu können, ist es sehr stark verschleißanfällig.
[0006] Die
US 2003/085292 A1 offenbart eine Gleisübergangseinrichtung mit einer zwischen den beiden Schienen derselben
zu positionierenden Plattenbaugruppe. Die Plattenbaugruppe selbst umfasst in ihrem
wesentlichen Erstreckungsbereich einen Körper aus einer Mehrzahl im Wesentlichen gleich
gestalteter und durch Verbindungselemente verbundener Segmente. An ihren schienennah
gelegenen Endbereichen schließt an diese Segmente jeweils eine Schienenanschlussplatte
an. Diese stützt sich schienenseitig an der Oberseite des Schienenfußes und an der
Unterseite des Schienenkopfs ab und lässt entlang der Innenseite des Schienenkopfs
einen Zwischenraum zur Aufnahme eines Radkranzes eines Schienenrads.
[0007] Die
US 3,465,963 A1 offenbart eine Plattenbaugruppe mit einer Zentralplatte sowie Seitenplatten. Bei
diesem bekannten Aufbau ist zwischen den beiden Schienen der Gleisanlage eine Zentralplatte
durch Schraubbolzen am Gleiskörper festgelegt. Zwischen den Schienen und der Zentralplatte
sind jeweils Schienenbegrenzungselemente, welche als Bandelemente ausgebildet sind,
positioniert, die beim Überfahren durch ein Schienenrad elastisch verformbar sind
und nach dem Überfahren in ihre Ursprungsform zurückfedern. Die Bandelemente sind
durch an der Unterseite derselben angebrachte, seitlich hervorstehende Halteplatten,
welche auch unter der Zentralplatte zu positionieren sind, vermittels der die Zentralplatte
am Gleiskörper festlegenden Befestigungsbolzen festgehalten.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Plattenbaugruppe zur Verlegung
zwischen den Schienen einer Gleisanlage zum Bereitstellen einer befahrbaren oder/und
begehbaren Oberfläche im Bereich einer derartigen Gleisanlage bereitzustellen, welche
bei einfach zu realisierendem Aufbau von äußeren Einflüssen im Wesentlichen unabhängig
eine bis nahezu vollständig an einen Schienenkopf heranreichende Oberfläche bereitstellen
kann.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Plattenbaugruppe zur Verlegung
zwischen den Schienen einer Gleisanlage zur Bereitstellung einer befahrbaren oder/und
begehbaren Oberfläche im Bereich der Gleisanlage. Diese umfasst wenigstens eine angrenzend
an eine Schiene zu verlegende Schienenanschlussplatte, wobei die wenigstens eine Schienenanschlussplatte
einen unmittelbar an die Schiene angrenzend zu positionierenden Verformungsbereich
aufweist, der bei Überfahren der Schiene mit einem Schienenfahrzeug durch einen Radkranz
eines Schienenfahrzeugrads verformbar ist und nach dem Überfahren im Wesentlichen
in seine Ausgangsform zurückkehrt, wobei der Verformungsbereich einen einen Teil der
Oberfläche bereitstellenden Oberbereich und unter dem Oberbereich einen Unterbereich
zur Abstützung an einem Untergrund aufweist, wobei der Unterbereich eine Vielzahl
von den Oberberbereich stützenden und an dem Untergrund abzustützenden Abstützvorsprüngen
umfasst.
[0010] Um den vergleichsweise großen Zwischenraum zwischen den Schienen eines Gleises überbrücken
zu können, umfasst eine derartige Plattenbaugruppe weiterhin wenigstens eine zwischen
zwei Schienen zu verlegende Zentralplatte, wobei die wenigstens eine Zentralplatte
in wenigstens einem schienennah zu positionierenden Seitenbereich eine erste Eingriffsformation
aufweist und die wenigstens eine Schienenanschlussplatte in einem schienenfern zu
positionierenden Seitenbereich eine zweite Eingriffsformation aufweist, welche zur
Festlegung der Schienenanschlussplatte an der Zentralplatte mit der ersten Eingriffsformation
in Formschlusseingriff bringbar ist.
[0011] Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass von äußeren Einflüssen,
insbesondere der Umgebungstemperatur praktisch unbeeinflusst, die gewünschte Positionierung
zum Bereitstellen der nahezu vollständig an einen Schienenkopf heranreichenden Oberfläche
nicht nur durch die Verformbarkeit in dem schienenkopfnahen Bereich zu gewährleisten
ist, was selbstverständlich auch eine entsprechende Rückstellcharakteristik mit sich
bringt, sondern dass zusätzlich auch noch eine Abstützung nach unten hin in diesem
Bereich zu erfolgen hat. Die hierzu vorgesehenen Abstützvorsprünge, die selbstverständlich
bei Verformung des Oberbereichs und Ausweichen desselben nach unten eine entsprechende
Ausweich- bzw. Verformungsbewegung erfahren, stellen eine zusätzliche Rückstellkraft
bereit. Durch die Eigenelastizität des Oberbereichs und somit die diesem inhärente
Rückstellcharakteristik in die Ausgangslage einerseits und die den Oberbereich nach
unten hin abstützenden Abstützvorsprünge andererseits wird eine Rückstellcharakertistik
erzielt, die auch dann, wenn möglicherweise thermisch bedingt zwischen dem Verformungsbereich
und der Seitenfläche eines Schienenkopfs größere Reibkräfte entstehen, sicherstellen,
dass der Verformungsbereich nach dem Verformen durch einen Radkranz eines Schienenfahrzeugrads
zuverlässig in seine Ausgangspositionierung zurücckehrt.
[0012] Um vor allem beim Überfahren mit einem straßengebundenen Fahrzeug eine den dabei
auftretenden Ansprüchen und Belastungen gerecht werdende Oberfläche bereitstellen
zu können, wird vorgeschlagen, dass der Oberbereich im Wesentlichen aus Massivmaterial
ausgebaut ist. Massivmaterial im Sinne der vorliegenden Erfindung bedeutet, dass hier
keine wesentlichen Hohlräume, Lufteinschlüsse oder dergleichen im Oberbereich vorhanden
sind. Im Unterbereich ist demgegenüber zwischen den Abstützvorsprüngen eine Vielzahl
von nach unten oder/und zur Seite offenen Aussparungen bereitgestellt. Diese Aussparungen
bzw. Hohlräume, die miteinander selbstverständlich in Verbindung stehen können, stellen
ausreichend Volumen bereit, in welches einerseits der Oberbereich beim Überfahren
mit einem Schienenfahrzeug ausweichen kann, und andererseits die sich in dieser Phase
auch verformenden Abstützvorspünge ausweichen können.
[0013] Um eine möglichst gleichmäßige Verformungscharakteristik bereitzustellen, wird vorgeschlagen,
dass die Abstützvorsprünge sich vom Oberbereich weg im Wesentlichen in der gleichen
Richtung erstrecken. Dies kann beispielsweise bei nahezu horizontaler Ausrichtung
einer derartigen Platte bedeuten, dass die Abstützvorsprünge sich näherungsweise vertikal
nach unten erstrecken bzw. auch parallel zueinander liegen.
[0014] Wenigstens ein Teil der Abstützvorsprünge kann als Abstützwandungen ausgebildet sein,
wobei dann vorzugsweise zumindest ein Teil dieser Abstützwandungen nach oben durch
den Oberbereich abgeschlossene und nach unten offene Hohlräume begrenzt. Dabei hat
es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Abstützwandungen derart anzuordnen,
dass Hohlräume mit vieleckartigem Querschnitt gebildet werden. Durch diese strukturelle
Ausgestaltung des Unterbereichs wird durch die vieleckartige Konturierung der Hohlräume
und die dazu auch erforderliche Positionierung der Abstützwandungen eine durch die
somit gebildeten Ecken erzwungene definierte Verformung der Abstützwandungen beim
Überfahren mit einem Schienenfahrzeug erlangt.
[0015] Um dabei aber im Angrenzungsbereich an den Oberbereich der Gefahr einer Rissbildung
in dem Aufbaumaterial des Verformungsbereichs entgegenwirken zu können, wird vorgeschlagen,
dass die Hohlräume nach oben hin durch eine gerundete, kuppelartige Formgebung begrenzt
sind. Somit wird vor allem im Übergangsbereich zwischen dem Unterbereich und dem Oberbereich
auf eine Rissbildung unterstützende Kanten verzichtet.
[0016] Bei einer hinsichtlich der gewünschten Rückstellcharakteristik einerseits, der erforderlichen
Verformbarkeit andererseits besonders vorteilhaften Ausgestaltungsform können die
Abstützwandungen zum Bereitstellen einer wabenartigen Struktur angeordnet sein.
[0017] Für eine sichere Halterung einer erfindungsgemäßen Plattenbaugruppe im Bereich einer
Gleisanlage kann dadurch gesorgt werden, dass die wenigstens eine Schienenanschlussplatte
in ihrem Verformungsbereich eine bei Positionierung angrenzend an eine Schiene einen
Schienenkopf untergreifende Halteformation aufweist. Hierzu kann beispielsweise vorgesehen
sein, dass die Halteformation mehrere jeweils an Abstützvorsprüngen vorgesehene Haltevorsprünge
umfasst.
[0018] Mit einer derartigen Ausgestaltung bzw. Aufgliederung in eine Zentralplatte einerseits
und eine damit zu verbindende Schienenanschlussplatte andererseits können die in verschiedenen
Bereichen auftretenden Forderungen in optimierter Art und Weise erfüllt werden. Während
im wesentlichen Erstreckungsbereich zwischen den beiden Schienen eines Gleises eine
Verformbarkeit einer Gleisübergangeinrichtung nicht erforderlich oder auch nicht gewünscht
ist und dementsprechend auch hierfür geeignetes Material für eine Zentralplatte eingesetzt
werden kann, ist vor allem im Bereich einer Schienenanschlussplatte diese Verformbarkeit
eine wesentliche Anforderung, so dass auch hierfür geeignetes Material eingesetzt
werden kann bzw. im Bereich einer derartigen Schienenanschlussplatte die erforderliche
strukturelle Beschaffenheit in einfacher und optimaler Weise bereitgestellt werden
kann, ohne dabei auf die strukturelle Beschaffenheit der Zentralplatte achten zu müssen.
Gleichwohl können durch die beiden Eingriffsformationen die Zentralplatte und die
Schienenanschlussplatte miteinander fest gekoppelt werden.
[0019] Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Formschlusseingriff durch eine
kombinierte Schiebe-Schwenk-Bewegung der Schienenanschlussplatte bezüglich der Zentralplatte
herstellbar ist.
[0020] Um dies zu erlangen, kann die zweite Eingriffsformation einen in eine im Wesentlichen
seitlich offene Eingriffsaussparung der ersten Eingriffsformation eingreifend zu positionierenden
Eingriffsvorsprung umfassen.
[0021] Die Stabilität der Verbindung zwischen einer Zentralplatte und einer Schienenanschlussplatte
kann dadurch noch verbessert werden, dass die zweite Eingriffsformation eine Arretierformation
aufweist, welche bei in die Eingriffsaussparung eingreifendem Eingriffsvorsprung mit
einer Gegen-Arretierformation der ersten Eingriffsformation in Arretiereingriff steht
zum Verhindern des ungewünschten Herausbewegens des Eingriffsvorsprungs aus der Eingriffsaussparung.
[0022] Bei der erfindungsgemäßen Plattenbaugruppe kann beispielsweise vorgesehen sein, dass
wenigstens eine Zentralplatte in wenigstens einem schienennah zu positionierenden
Seitenbereich den Untergrund zur Abstützung des Unterbereichs wenigstens einer Schienenanschlussplatte
bereitstellt. Auf diese Art und Weise wird der Gesamtaufbau einer Plattenbaugruppe
bzw. einer damit ausgetatteten Gleisübergangseinrichtung noch weiter vereinfacht.
[0023] Die wenigstens eine Zentralplatte kann wenigstens in einem einen Teil der Oberfläche
bereitstellenden Bereich mit elastischem Material, vorzugsweise Gummimaterial, aufgebaut
sein. Weiterhin ist es möglich, dass die wenigstens eine Zentralplatte wenigstens
in einem den Untergrund bereitstellenden Bereich mit Metallmaterial oder/und Betonmaterial
ausgebildet ist.
[0024] Auch der Aufbau der wenigstens einen Zwischenplatte mit Betonmaterial, also als im
Wesentlichen gesamten Volumenbereich aus Beton aufgebautes Bauteil, ist möglich.
[0025] Vor allem, aber nicht nur, wenn eine erfindungsgemäß ausgestaltete Schienenanschlussplatte
in Verbindung mit einer Zentralplatte einzusetzen ist, besteht diese Gefahr, dass
durch das Überfahren mit einem Schienenfahrzeug eine die Schienenanschlussplatte in
Schienenlängsrichtung mitnehmende Kraft generiert wird, was über eine längere Betriebsdauer
hinweg zu einer allmählichen Verschiebung der Platte führt. Um dem entgegenzuwirken,
wird vorgeschlagen, dass eine Verschiebesicherung für die wenigstens eine Schienenanschlussplatte
vorgesehen ist zum Verhindern einer Verschiebung derselben in einer Schienenlängsrichtung.
Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Verschiebesicherung an der wenigstens
einen Schienenanschlussplatte und der wenigstens einen Zentralplatte in Schienenlängsrichtung
in Anlage aneinander bringbare Verschiebesicherungsbereiche umfasst.
[0026] Bei einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltungsvariante wird vorgeschlagen,
dass an dem Verformungsbereich an seiner schienenfern zu positionierenden Seite eine
nach unten offene und sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Schienenanschlussplatte
entlang des Verformungsbereichs erstreckende Aussparung anschließt. Vor allem durch
sehr häufiges Überfahren belastete Schienenanschlussplatten können auch bedingt durch
äußere Einflüsse, wie z.B. stark wechselnde Temperaturen oder eine stark wechselnde
Sonnenbestrahlung, einer derartigen Materialermüdung unterliegen, dass Brüche entstehen.
Durch das Bereitstellen der entlang des Verformungsbereichs sich erstreckenden Aussparung
wird einerseits dafür gesorgt, dass der Verformungsbereich seine Verformungscharakteristik
in optimaler Weise entfalten kann. Andererseits wird ein Bereich bereitgestellt, in
dem bei übermäßiger Belastung definiert ein Riss oder Bruch in der Längsrichtung einer
derartigen Platte entstehen kann, so dass schlimmstenfalls lediglich der Verformungsbereich
sich von dem verbleibenden, ggf. mit einer Zentralplatte noch fest gekoppelten Bereich
der Schienenanschlussplatte löst. Die Folge davon ist, dass eine Situation wie bei
einem herkömmlichen Bahnübergang oder bei einer herkömmlichen Gleisübergangseinrichtung
entsteht, bei welcher entlang der Innenseite eines Schienenkopfes eine zur Aufnahme
eines Radkranzes dienende Aussparung gebildet ist. Selbstverständlich sollte eine
derart defekte bzw. zerstörte Schienenanschlussplatte dann ersetzt werden, um die
ursprüngliche Funktionalität wieder herzustellen. Dies ist besonders dann in einfacher
Art und Weise möglich, wenn, wie vorangehend dargelegt, die erfindungsgemäße Plattenbaugruppe
eine oder mehrere Zentralplatten und davon losgelöste aber damit fest zu verbindende
Schienenanschlussplatten umfasst, die dann als separate und einer deutlich größeren
Belastung ausgesetzte Bauteile einzeln ausgetauscht werden können, ohne eine gesamte
Gleisübergangseinrichtung demontieren zu müssen.
[0027] Auf Grund der vorangehend angesprochenen sehr starken Belastung, insbesondere im
Verformungsbereich, der gleichwohl aber erforderlichen Elastizität bzw. Nachgiebigkeit
in diesem Bereich, wird vorgeschlagen, dass die Schienenanschlussplatte im Wesentlichen
mit Neugummimaterial aufgebaut ist. Neugummimaterial im Sinne der vorliegenden Erfindung
bedeutet, dass dieses Material bei der Herstellung einer jeweiligen Schienenanschlussplatte
zumindest in seinem wesentlichen Volumenbereich zum ersten Mal vernetzt wird, beispielsweise
durch Vulkanisierung. Es wird auf das Miteinbinden beispielsweise von Altgummigranulat
oder dergleichen, was sich grundsätzlich kostensparend auswirken würde, verzichtet,
da auf diese Art und Weise die erforderliche materialinhärente Stabilität nicht in
derartiger Qualität sichergestellt werden kann, wie dies der Fall ist, wenn Neugummimaterial
zum Aufbau einer Schienenanschlussplatte eingesetzt wird.
[0028] Da vor allem im Verformungsbereich die Schienenanschlussplatten direkten Kontakt
mit den Radkränzen der Schienenfahrzeugräder haben werden, wird zum Verbessern der
Festigkeit vorgeschlagen, dass dem Aufbaumaterial der Schienenanschlussplatte verschleißmindernde
Bestandteile, vorzugsweise Korund, beigemengt sind. Diese verschleißmindernden Bestandteile,
wie z.B. Korund, haben die Wirkung, dass die unmittelbare Einwirkung eines Radkranzes
auf das ansonsten vorhandene Aufbaumaterial einer Schienenanschlussplatte, also beispielsweise
Gummimaterial, gemindert wird und somit auch der in diesem Bereich auftretende Verschleiß
geringer sein wird.
[0029] Die erfindungsgemäße Plattenbaugruppe kann wenigstens zwei in einer Schienenlängsrichtung
aufeinander folgende Schienenanschlussplatten umfassen, kann aber, wie vorangehend
bereits ausgeführt, auch nur eine einzige derartige Schienenanschlussplatte umfassen
bzw. durch diese bereitgestellt sein. Weiter ist es selbstverständlich möglich, dass
die Plattenbaugruppe zumindest eine Zentralplatte aufweist und an wenigstens einer
Seite davon wenigstens eine Schienenanschlussplatte.
[0030] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Gleisübergangseinrichtung mit wenigstens
einer erfindungsgemäßen Plattenbaugruppe. Es sei hier noch einmal darauf hingewiesen,
dass im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Gleisübergangseinrichtung nicht nur
bei einem Bahnübergang Einsatz finden kann bzw. als ein derartiger Bahnübergang zu
interpretieren ist. Vielmehr ist eine derartige mit einer Vielzahl von Platten bzw.
Plattenbaugruppen aufgebaute Gleisübergangseinrichtung überall dort einsetzbar, wo
näherungsweise mit der Schienenkopfoberfläche bündige Oberflächen zum Begehen oder
Befahren bereitgestellt werden sollen. Dies kann neben den bereits angesprochenen
Beispielen in Werksanlagen, Häfen oder dergleichen auch in Brückenbereichen oder Tunnels
der Fall sein.
[0031] Die erfindungsgemäße Gleisübergangseinrichtung kann weiterhin entlang der Schieneninnenseite
sich erstreckende und einen Abstützuntergrund für die Schienenanschlussplatten bereitstellende
Unterlageelemente umfassen. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn die Schienen
nicht auf einem festen Untergrund, wie z.B. einer Betonplatte, gefertigt sind, welcher
Untergrund dann eine im Wesentlichen entlang der Schienen ununterbrochene Abstützoberfläche
bereitstellen kann. Werden demgegenüber Schwellen und zwischen den Schwellen Schottermaterial
eingesetzt, so würde in den zwischen den Schwellen liegenden Bereichen eine undefinierte
Abstützsituation für die Schienenanschlussplatten entstehen. Dem kann durch das Einsetzen
derartiger balken- oder plattenartiger Unterlageelemente entgegengewirkt werden, die
dort, wo entlang der Innenseiten der Schienen die Schienenanschlussplatten sich mit
ihren Unterbereichen abstützen sollen, für eine entsprechende Abstützfläche sorgen.
[0032] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Gleisanlage mit einem Abschnitt einer Gleisübergangseinrichtung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Schienenanschlussplatte der in Fig. 1 dargestellten Gleisübergangseinrichtung;
- Fig. 3
- eine Frontansicht der in Fig. 2 dargestellten Schienenanschlussplatte in Blickrichtung
III in Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Schnittansicht der in Fig. 2 dargestellten Schienenanschlussplatte, geschnitten
längs einer Linie IV-IV in Fig. 2;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der in Fig. 2 dargestellten Schienenanschlussplatte in Blickrichtung
V in Fig. 2;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht der in Fig. 2 dargestellten Schienenanschlussplatte betrachtet
von schräg unten;
- Fig. 7
- eine weitere perspektivische Ansicht der in Fig. 2 dargestellten Schienenanschlussplatte;
- Fig. 8
- die in Fig. 2 dargestellte Schienenanschlussplatte beim Verbindungsvorgang mit einer
Zentralplatte der in Fig. 1 dargestellten Gleisübergangseinrichtung;
- Fig. 9
- die Schienenanschlussplatte und die Zentralplatte nach Durchführung des Verbindungsvorgangs;
- Fig. 10
- eine der Fig. 1 entsprechende perspektivische Ansicht einer alternativen Ausgestaltungsform;
- Fig. 11
- eine der Fig. 1 entsprechende perspektivische Ansicht einer alternativen Ausgestaltungsform.
[0033] In Fig. 1 ist eine Gleisanlage 10 abschnittsweise gezeigt. Diese Gleisanlage 10 umfasst
zwei nebeneinander verlaufende Schienen 12, 14, die im dargestellten Beispiel auf
Betonschwellen 16 getragen sind bzw. daran durch jeweilige Befestigungseinrichtungen
18 festgelegt sind. An dieser Gleisanlage 10 ist weiter ein Abschnitt einer erfindungsgemäß
aufgebauten Gleisübergangseinrichtung 20 erkennbar. Eine derartige Gleisübergangseinrichtung
20 kann beispielsweise an Bereichen vorgesehen sein, an welchen eine Straße die Gleisanlage
10 quert. Auch auf Brücken, in Tunnels und in Bereichen von Werksanlagen, Häfen und
dergleichen, in welchen schienengebundene Fahrzeuge und Straßenfahrzeuge sich gleichermaßen
bewegen, kann eine derartige Gleisübergangseinrichtung 20 vorgesehen sein.
[0034] Diese Gleisübergangseinrichtung 20 umfasst als zwischen den beiden Schienen 12, 14
zu positionierenden Bereich eine allgemein mit 22 bezeichnete Plattenbaugruppe. Diese
Plattenbaugruppe 22 wiederum umfasst eine Zentralplatte 24, die den wesentlichen Erstreckungsbereich
zwischen den beiden Schienen 12, 14 überbrückt. In ihren beiden seitlichen Endbereichen
26, 28 stützt sich diese Zentralplatte 24 an in Längsrichtung der Schienen 12, 14
sich erstreckend verlegten Stützplatten 30 ab. Diese sind so geformt, dass sie bei
Abstützung auf einem jeweiligen Schienenfuß 32 einerseits und auf den Schwellen 16
andererseits eine in Längsrichtung der Schienen 12, 14 im Wesentlichen ununterbrochene
Abstützoberseite 34 bereitstellen. Die einzelnen Befestigungseinrichtungen 18 werden
auf diese Art und Weise eingekapselt bzw. verdeckt. Es sei hierzu darauf hingewiesen,
dass selbstverständlich die Zentralplatte 24 so geformt sein kann, dass sie nicht
nur in ihren beiden Endbereichen 26, 28 sich an den jeweiligen Stützplatten 30 abstützt,
sondern beispielsweise auch in ihrem Erstreckungsbereich zwischen diesen entlang der
Schienen 12, 14 sich erstreckenden Stützplatten 30 auch auf dem Untergrund, insbesondere
den Schwellen 16 zur Auflage kommt.
[0035] An den beiden Endbereichen 26, 28 ist in nachfolgend noch detailliert erläuterter
Art und Weise die Zentralplatte 24 jeweils mit einer Schienenanschlussplatte 36, 38
verbunden. Diese Schienenanschlussplatten 36, 38 stellen zusammen mit der Zentralplatte
24 eine befahrbare bzw. auch begehbare Oberfläche bzw. Oberseite 40 bereit, deren
Höhe näherungsweise auf dem gleichen Niveau liegt, wie die durch Schienenräder befahbare
Oberfläche bzw. Oberseite 42 der jeweiligen Schienenköpfe 44. Dabei stützen sich die
Schienenanschlussplatten 36, 38 nach unten hin sowohl an der Zentralplatte 24 als
auch den Stützplatten 30 ab und reichen an ihrer Oberseite unmittelbar bis an die
Schienenköpfe 44 heran. D.h., es ist im Innenbereich zwischen den beiden Schienen
12, 14 und angrenzend an die Schienenköpfe 44 kein zur Aufnahme eines Radkranzes dienender
Zwischenraum vorhanden. Somit ist eine Oberfläche bzw. Oberseite 40 geschaffen, die
über die gesamte Breite hinweg auch in Verbindung mit den Oberseiten 42 der Schienenköpfe
44 durchgeht. Dies ist insbesondere dort, wo die Gleisanlage 10 auch mit Fahrzeugen
mit vergleichsweise schmalen Rädern, beispielsweise Fahrrädern oder Rollstühlen, zu
queren ist, von elementarem Vorteil.
[0036] Der konstruktive Aufbau einer derartigen Schienenanschlussplatte 36 bzw. 38 wird
nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 2 bis 9 anhand der Schienenanschlussplatte
36 detailliert erläutert. Es ist selbstverständlich, dass eine entsprechende Ausgestaltung
auch bei der Schienenanschlussplatte am anderen Endbereich 28 der Zentralplatte 24
vorgesehen sein kann.
[0037] Die Schienenanschlussplatte 36 weist zwei quer zur Schienenlängsrichtung L im Wesentlichen
nebeneinander liegende Funktionsbereiche auf. Dies ist zum einen in einem angrenzend
an eine Schiene bzw. einen Schienenkopf 44 zu positionierenden Abschnitt ein Verformungsbereich
46, und ist zum anderen in einem angrenzend an die Zentralplatte 24 zu positionierenden
Bereich eine Eingriffsformation 48, die im Folgenden als zweite Eingriffsformation
48 bezeichnet wird. In Zuordnung zu dieser zweiten Eingriffsformation 48 weist die
Zentralplatte 24 eine noch genauer erläuterte und beispielsweise in Fig. 8 erkennbare
erste Eingriffsformation 50 auf.
[0038] Der Verformungsbereich 46 der Schienenanschlussplatte 36 reicht also, wie in Fig.
1 deutlich sichtbar, bis unmittelbar an den Schienenkopf 44 der Schiene 12 heran.
In Höhenrichtung ist dieser Verformungsbereich 46 in zwei Bereiche zu unterteilen,
nämlich einen Oberbereich 52 und einen nach unten hin daran anschließenden Unterbereich
54. Der Oberbereich 52 ist aus Massivmaterial aufgebaut, weist also im Wesentlichen
keine Lufteinschlüsse, Öffnungen oder Aussparungen auf und stellt letztendlich auch
die Anbindung an den verbleibenden Teil der Schienenanschlussplatte 36 bereit. Insbesondere
ist im Oberbereich 52 auch eine den Schienenkopf 44 seitlich kontaktierende Anschlusslippe
56 vorgesehen, die dafür sorgt, dass der Oberbereich 52 bzw. die Schienenanschlussplatte
36 nicht nur bis nahe an den Schienenkopf 44 heranreicht, sondern diesen auch berühren
kann und somit einen im Wesentlichen spaltfreien Abschluss bereitstellt.
[0039] Der Unterbereich 54 ist mit einer Vielzahl an Abstützvorsprüngen 58 ausgebildet.
Diese Abstützvorsprünge 58 sind in dem hier vorgesehenen Ausgestaltungsbeispiel als
in Fig. 6 deutlich erkennbare Abstützwandungen 60 ausgebildet, die in Richtung von
oben nach unten, also in Richtung vom Oberbereich 52 weg, eine abnehmende Wandungsstärke
aufweisen und die so aneinander angrenzen, dass ein in sich geschlossenes Wandungsmuster
erzeugt wird. Insbesondere sind durch diese Abstützwandungen 60 jeweilige Hohlräume
62 umschlossen bzw. begrenzt, die im Querschnitt bedingt durch die Relativpositionierung
der Abschlusswandungen 60 eine vieleckartige, hier sechseckartige Geometrie aufweisen.
Es ergibt sich somit im dargestellten Ausgestaltungsbeispiel eine Wabenstruktur mit
nach unten hin offenen und nach oben hin durch den massiv ausgestalteten Oberbereich
52 begrenzten Hohlräumen 62. Dabei ist der Abschluss nach oben hin mit einer gewölbten,
kuppelförmigen Geometrie 64 realisiert. Auf diese Art und Weise werden durch das Vermeiden
von Ecken und Kanten im Anschluss an den Oberbereich 52 und das Vorsehen gerundeter
Übergänge definiert auftretende Rissstellen vermieden.
[0040] Man erkennt weiterhin, dass zum Bereitstellen einer der geradlinigen Kontur der Schiene
12 bzw. des Schienenkopfs 44 folgenden Seite 66 der Schienenanschlussplatte 36 eine
Vielzahl von auch seitlich offenen Hohlräumen 62' gebildet ist, wobei zwischen jeweils
zwei derartigen seitlich offenen Hohlräumen 62' eine Abschlusswandung 60 liegt. Vorzugsweise
an jeder dieser die Schienenanschlussplatte 36 in Richtung zur Schiene 12 begrenzenden
Abschlusswandungen 60 ist ein Haltevorsprung 68 mit widerhakenartiger Kontur vorgesehen.
All diese Haltevorsprünge 68 bilden in ihrer Gesamtheit eine Halteformation 69, die
bei bzw. nach Positionierung einer Schienenanschlussplatte 36 angrenzend an eine Schiene
den jeweiligen Schienenkopf 44 in in Fig. 9 erkennbarer Art und Weise untergreifen
und somit im schienennahen Endbereich dafür sorgen, dass die Schienenanschlussplatte
36 fest an der Schiene bzw. am Schienenkopf 44 verankert ist.
[0041] Seitlich anschließend an den Unterbereich 54 ist in der Schienenanschlussplatte 36
eine nach unten hin offene und in Längsrichtung L durchlaufend ausgestaltete Aussparung
70 vorgesehen. Diese Aussparung 70 hat verschiedene Funktionen. Zum einen ermöglicht
sie, dass in der nachfolgend noch erläuterten Art und Weise der Unterbereich 54 seine
elastische Funktion in optimaler Art und Weise erfüllen kann. Zum anderen ist in dem
über der Aussparung 70 gebildeten Bereich der Schienenanschlussplatte 36 ein in der
Längsrichtung, also der Schienenlängsrichtung L durchlaufender Schwächungsbereich
72 gebildet, der für den Fall übermäßiger Beanspruchung einer derartigen Schienenanschlussplatte
36 für eine definierte Separation des Verformungsbereichs 46 vom verbleibenden Bereich,
insbesondere der zweiten Eingriffsformation 48 realisiert.
[0042] In Richtung von der Schiene weg bzw. in Richtung zur zweiten Eingriffsformation 48
hin ist die Aussparung 70 durch einen massiven Stützsteg 74 begrenzt. Dieser Stützsteg
74 endet an seiner Unterseite bündig mit dem Unterbereich 54, so dass er, ebenso wie
der Unterbereich 54, sich an der Oberseite 34 einer zugeordneten Stützplatte 30 abstützen
kann.
[0043] Die zweite Eingriffsformation 48 umfasst einen Eingriffskopf 76, der von der in den
Bereich der zweiten Eingriffsformation 48 sich erstreckenden Verlängerung des Oberbereichs
52 nach unten und in Abstand zum Stützsteg 74 vorspringt. Am Eingriffskopf 76 ist
ein seitlich abstehender und in Richtung von der Schiene weg vorspringender Eingriffsvorsprung
78 gebildet. Dieser erstreckt sich ebenso wie der Eingriffskopf 76 vorzugsweise ununterbrochen
über die gesamte Länge der Schienenanschlussplatte 36. Zwischen dem Eingriffskopf
76 und dem Stützsteg 74 ist eine Einsenkung bzw. Aussparung 80 gebildet, die beispielsweise
an beiden in der Längsrichtung L liegenden Endbereichen der Schienenanschlussplatte
36 durch eine jeweilige Abschlusswandung 82, 84 begrenzt ist. An einer seiner der
Aussparung 80 zugewandt liegenden Seite weist der Eingriffskopf 76 eine Arretierformation
83 in Form mehrerer widerhakenartig ausgestalteter Arretiervorsprünge 85 auf. Hier
sind, wie in Fig. 6 erkennbar, in der Längsrichtung der Schienenanschlussplatte 36
drei derartige Arretiervorsprünge 85 vorgesehen. Auch hier könnte ein in der Längsrichtung
ununterbrochenes Arretierprofil vorgesehen sein.
[0044] Die in Zuordnung zur Schienenanschlussplatte 36 bzw. deren zweiter Eingriffsformation
48 an der Zentralplatte 24 ausgestaltete erste Eingriffsformation 50 weist einen Zentrierkopf
86 auf. Dieser ist an der Zentralplatte 24 vorzugsweise als in der Längsrichtung L
ununterbrochen durchlaufendes Profil ausgestaltet und ist in Abstimmung auf die Längserstreckung
der Aussparung 80 zwischen den beiden Abschlusswandungen 82, 84 dimensioniert. D.h.,
in dem in Fig. 9 erkennbaren Zustand, in dem die Zentralplatte 24 mit der Schienenanschlussplatte
36 zusammengefügt ist, greift der Zentrierkopf 86 in die Aussparung 80 so ein, dass
die beiden Abschlusswandungen 82, 84 in der Längsrichtung L unmittelbar auf den Zentrierkopf
86 folgen und somit dafür sorgen, dass die Schienenanschlussplatte 36 sich nicht bezüglich
der Zentralplatte 24 in der Längsrichtung L verschieben kann.
[0045] An der Zentralplatte 24 ist als weiterer Bestandteil der ersten Eingriffsformation
50 in Zuordnung zu dem Eingriffsvorsprung 78 eine im Wesentlichen zur Seite hin offene,
jedoch etwas von dem Zentrierkopf 86 überlagerte Eingriffsaussparung 90 vorgesehen.
Diese ist vorzugsweise so geformt und dimensioniert, dass sie mit dem Eingriffsvorsprung
78 der zweiten Eingriffsformation 48 im Wesentlichen spielfrei in Eingriff treten
kann. Ferner ist an dem der Eingriffsaussparung 90 gegenüber liegenden Bereich des
Zentrierkopfs 86 eine Gegenarretierformation 92 beispielsweise in Form eines in der
Längsrichtung L durchlaufenden widerhakenartigen Profils 94 gebildet. Dieses Profil
94 wird nach Herstellung des Kopplungszustands von den Arretiervorsprüngen 85 am Eingriffskopf
76 untergriffen. Der Eingriffskopf 76 ist somit im hergestellten Kopplungstzustand
an seinen beiden seitlichen Bereichen mit der Zentralplatte 24 bzw. der ersten Eingriffsformation
50 fomschlüssig gekoppelt. An der schienenfern liegenden Seite ist dies realisiert
durch den Eingriff des Eingriffsvorsprungs 78 in die Eingriffsaussparung 90. An der
schienennah positionierten Seite ist dies realisiert durch den Eingriff der Arretierformation
83 mit der Gegen-Arretierformation 92. Der in Schienenlängsrichtung L wirksame Formschluss
ist, wie bereits erwähnt, durch das Anliegen des Zentrierkopfs 86 an den beiden Abschlusswandungen
82, 84 realisiert.
[0046] Nachdem vorangehend zunächst der grundsätzliche konstruktive Aufbau der Schienenanschlussplatte
36 und auch der Zentralplatte 24 beschrieben wurde, wird nun auf die materielle Zusammensetzung
dieser Platten 36 (und selbstverständlich auch 38) und 24 Bezug genommen.
[0047] Da bei derartigen Gleisübergangseinrichtungen 20 die Herstellungskosten ein wesentlicher
Wettbewerbsfaktor sind, wird nach Aufbaumaterialien gesucht, die einerseits den auftretenden
Anforderungen gewachsen sind, die andererseits aber auch eine kostengünstige Herstellbarkeit
gewährleisten. Im Falle der Zentralplatte 24 wird daher vorzugsweise ein Aufbau mit
durch Recycling beispielsweise von Altautoreifen gewonnenem Altgummigranulat vorgesehen,
Dieses Altgummigranulat wird durch Neugummimaterial gebunden, so dass bei Einsatz
entsprechender Formen und bei hoher Temperatur und hohem Druck vergleichsweise kostengünstig
Platten geschaffen werden können, die auch große Belastungen aufnehmen können.
[0048] Im Bereich der Schienenanschlussplatten 36 bzw. 38 treten nicht nur durch das Überfahren
mit schweren Fahrzeugen hohe Belastungen auf, sondern auch beim nachfolgend noch beschriebenen
Überfahren mit einem Zug. Als besonders vorteilhaftes Aufbaumaterial für die Schienenanschlussplatten
36 bzw. 38 hat sich daher Neugummimaterial erwiesen, also Material, das in seinem
gesamten Volumenbereich bei der Herstellung einer derartigen Schienenanschlussplatte
36, 38 zum ersten Mal vulkanisiert wird. Auf Grund der Tatsache, dass nur ein vergleichsweise
geringer Volumenanteil einer so aufgebauten Gleisübergangseinrichtung 20, nämlich
nur die Schienenanschlussplatten 36, 38 aus derartigem vergleichsweise kostenintensivem
Material herzustellen sind, können die Gesamtherstellungskosten für die Aufbauteile
einer erfindungsgemäßen Gleisübergangseinrichtung in Grenzen gehalten werden.
[0049] Bevor im Folgenden die Funktionalität der erfindungsgemäßen Gleisübergangseinrichtung
20 erläutert wird, sei zunächst mit Bezugnahme auf die Figuren 8 und 9 noch beschrieben,
wie eine erfindungsgemäße Gleisübergangseinrichtung 20 aufgebaut wird.
[0050] Zunächst werden die Stützplatten 30 entlang der Schienen 12 bzw. 14 verlegt. Dabei
können diese Stützplatten 30 beispielsweise so dimensioniert sein, dass jeweils zwischen
zwei Befestigungseinrichtungen 18 eine derartige Stützplatte 30 positioniert ist.
Auch in der Längsrichtung L länger dimensionierte Stützplatten 30 sind einsetzbar.
Nachfolgend werden dann die in der Längsrichtung L aufeinander folgenden Zentralplatten
24 verlegt, wobei die in Fig. 1 erkennbaren Öffnungen 94, 96 dazu dienen, Spannelemente,
beispielsweise Spannstangen, aufzunehmen, durch welche die in der Längsrichtung L
aufeinander folgenden Zentralplatten 24 zu einem Verbund zusammenspannbar sind. Erforderlichenfalls
kann entweder im Bereich dieser Spannstangen oder auch in den Endbereichen einer derartigen
Gleisübergangseinrichtung eine Anbindung an den Untergrund, beispielsweise die Schwellen
16, erfolgen.
[0051] Nachdem die Stützplatten 30 und die Zentralplatten 24 verlegt worden sind, werden
dann die einzelnen Schienenanschlussplatten 36 und 38 montiert. Hierzu wird so vorgegangen,
dass, wie in Fig. 8 erkennbar, die Schienenanschlussplatten, hier die Schienenanschlussplatte
36, zunächst in einer Schiebeschwenkbewegung mit ihrem Eingriffskopf 76 und dem Eingriffsvorsprung
78 in die zwischen dem Zentrierkopf 86 und dem verbleibenden Bereich der Zentralplatte
24 gebildete, nach oben hin offene Aussparung eingeführt werden. Diese Schiebeschwenkbewegung,
mit welcher dann auch der Eingriffsvorsprung 78 in die Eingriffsaussparung 90 eintaucht,
kann durch Hammerschläge unterstützt werden, wobei durch die dabei auftretenden Kräfte
der Eingriffskopf 76 an der konvex gewölbten Oberseite des Zentrierkopfs 86 an der
Zentralplatte 24 abgleitet. Letztendlich taucht dann der Zentrierkopf 86 in die in
der Schienenanschlussplatte 36 gebildete Aussparung 80 ein, wobei auf Grund der vorhandenen
Materialelastizitäten die Eingriffsformation 83 sich zunächst über die Gegen-Eingriffsformation
92 hinweg bewegt, bis sie in der in Fig. 9 erkennbaren Montagestellung diese dann
hintergreift.
[0052] Im Laufe der Verschwenkung bewegt sich auch der Verformungsbereich 46 entlang eines
Schienenkopfs 44 nach unten, wobei unter Ausnutzung der Elastizität des Verformungsbereichs
46 und auf Grund des Kontakts der Haltevorsprünge 68 mit dem Schienenkopf 44 der Verformungsbereich
46 seitlich komprimiert wird. Kurz bevor oder dann wenn der Verformungsbereich 46
auf der Oberseite 34 der zugehörigen Abstützplatte 30 zur Auflage kommt, gelangen
die Haltevorsprünge 68 unter den Schienenkopf 44 und sorgen somit dafür, dass eine
feste Anbindung der Schienenanschlussplatte 36 nicht nur im zentralplattennahen Bereich
erfolgt, sondern auch im schienennahen Bereich. In der dann erlangten Montagestellung
liegt der Verformungsbereich 46 mit seinem Unterbereich 54 auf der Stützplatte 30
auf. Auch der Stütztsteg 74 liegt auf der Stützplatte 30 auf, und die Anschlusslippe
56 liegt seitlich am Schienenkopf 44 an. Wie vor allem in Fig. 9 erkennbar, ist so
eine praktisch ohne Unterbrechungen durchgehende Oberfläche bereitgestellt, nämlich
durch die Gesamtoberfläche 40 der Plattenbaugruppe 22 einerseits, und die Oberseiten
42 der Schienen 14, 12 andererseits. Es sei hier darauf hingewiesen, dass selbstverständlich
auch an den Außenseiten der Schienen 12, 14 dann beispielsweise durch Formplatten,
die aus dem gleichen Material aufgebaut sein können, wie die Zentralplatte 24, eine
diese Gesamtoberfläche fortsetzende Oberfläche bereitgestellt werden kann, die dann
auch einen Anschluss an die angrenzende Fahrbahn, beispielsweise eine Betonfahrbahn
oder eine Asphaltfahrbahn, bereitstellt.
[0053] Ist die Gleisübergangseinrichtung 20 mit einer Vielzahl von in Fig. 1 dargestellten
und in der Längsrichtung L dann aufeinander folgenden Plattenbaugruppen 22 fertiggestellt,
so wird dann, wenn ein Zug sich entlang der Schienen 12, 14 über diese Gleisübergangseinrichtung
20 hinwegbewegt, der Zug mit den an seinen Rädern vorgesehenen und an der Innenseite
der Schienenköpfe 40 liegenden Radkränzen in Kontakt mit den Schienenanschlussplatten
36, 38 treten, da diese mit ihren Verformungsbereichen 46 genau dort positioniert
sind, wo ansonsten Raum für die Radkränze gelassen ist. Auf Grund der Materialelastizität
und auf Grund der strukturellen Elastizität des Unterbereichs 54 des jeweiligen Verformungsbereichs
46 verdrängen die Radkränze die Verformungsbereiche 46 nach unten, d.h. der Oberbereich
52 wird nach unten durch Beaufschlagung durch einen Radkranz verbogen und die Abstützwandungen
60 ermöglichen diese Verformung durch entsprechendes seitliches Ausweichen in die
Hohlräume 62. Nachdem ein Radkranz sich über einen Verformungsbereich 46 hinweg bewegt
hat, wird dieser auf Grund seiner Materialelastizität in seine Ausgangsposition zurückkehren,
wie sie in Fig. 9 dargestellt ist. Dazu trägt einerseits das Rückstellverhalten des
Oberbereichs 52 bei. Andererseits trägt auch das Rückstellverhalten des Unterbereichs
54 mit seinen zuvor verformten Abstützwandungen 60 bei. Da diese sich nach unten hin
an der Oberseite 34 einer jeweiligen Abstützplatte 30 abstützen, wird hier insgesamt
eine sehr starke nach oben wirkende Kraft erzeugt, die für ein zuverlässiges Zurücckehren
des Verformungsbereichs 46 in seine Ausgangspositionierung nach dem Überfahren mit
einem Zug sorgt, auch dann, wenn beispielsweise durch thermische Ausdehnung die Schienenanschlussplatte
36 oder 38 seitlich vergleichsweise stark gegen den Schienenkopf 44 presst.
[0054] Die beim Überfahren mit Zügen wiederholt und häufig auftretende Beaufschlagung des
Verformungsbereichs 46 an seiner Oberseite durch Radkränze führt zu einer sehr starken
Belastung der Schienenanschlussplatten 36, 38. Um hier für eine erhöhte materielle
Festigkeit zu sorgen, kann dem Aufbaumaterial der Schienenanschlussplatten 36, 38
verschleißminderndes Material beigemengt werden. Als besonders vorteilhaft hat sich
hier Korund erwiesen. Gleichwohl kann es sein, dass bedingt durch die sehr häufig
auftretende Verformung und auch durch im Witterungswechsel auftretende thermische
Belastungen es zu Materialermüdungen kommt. Das Vorsehen der nach unten offenen Aussparung
70 zwischen dem Abstützsteg 74 und dem Verformungsbereich 46 sorgt hier für eine im
Überlastungsfalle wirksam werdende definierte Bruchstelle. D.h., führt eine übermäßig
starke Belastung zu einer Materialermüdung, so wird eine derartige Schienenanschlussplatte
36, 38 dann mit größter Wahrscheinlichkeit in demjenigen Bereich brechen, der über
der Aussparung 70 liegt. Die Folge davon ist, dass der schienenfern positionierte
Teilbereich der Schienenanschlussplatte dann durch die Wechselwirkung der Eingriffsformationen
48, 50 immer noch fest und zuverlässig an der Zentralplatte 24 gehalten ist und durch
das Vorsehen des Abstützstegs 74 nahezu vollflächig auch nach unten abgestützt ist.
Der schienennahe Bereich, der im Wesentlichen den Verformungsbereich 46 umfasst, ist
zunächst noch durch die Haltevorsprünge 68 gehalten, kann sich aber bei wiederholter
Beaufschlagung durch Radkränze aus diesem Bereich herausbewegen. Es ist dann eine
Situation geschaffen, bei welcher ein Zwischenraum zwischen einem Schienenkopf 44
und dem noch verbleibenden Teil der Schienenanschlussplatte 36 oder 38 existiert,
der im Wesentlichen dem bei herkömmlich aufgebauten Gleisübergangseinrichtungen ohnehin
vorhandenen Zwischenraum entspricht. Es besteht also auch in diesem Zustand grundsätzlich
keine Gefahr für eine derartige Gleisübergangseinrichtung überfahrende Fahrzeuge.
Gleichwohl sollte dafür gesorgt werden, dass eine derartige defekte bzw. nur noch
zum Teil vorhandene Schienenanschlussplatte durch eine neue ersetzt wird.
[0055] Der Austausch beispielsweise einer defekten Schienenanschlussplatte 36, 38 kann einfach
dadurch erfolgen, dass diese unter Einsatz eines entsprechenden hebelartigen Werkzeugs
zunächst mit ihren Haltevorsprüngen 68 unter einem Schienenkopf 44 rausbewegt wird,
sofern dieser Abschnitt der Schienenanschlussplatte noch vorhanden ist, und dann durch
weiteren Einsatz eines hebelartigen Werkzeugs auch der Formschlusseingriff der Eingriffsformationen
48, 50 gelöst wird. Dies kann erfolgen, ohne dass an den Zentralplatten 24 bzw. dem
verbleibenden Bereich der Gleisübergangseinrichtung 20 irgendwelche weiteren Arbeiten
vorgenommen werden müssten. D.h., eine einzelne möglicherweise defekte Schienenanschlussplatte
36, 38 kann auch als einzelnes Bauteil ausgetauscht werden, ohne andere Bauteile der
Gleisübergangseinrichtung 20 entfernen zu müssen. Dies wird auch dadurch erleichtert,
dass die in der Längsrichtung L unmittelbar aufeinander folgenden bzw. aneinander
anliegenden Schienenanschlussplatten 36, 38 über im Wesentlichen ebene Stirnseiten
verfügen, so dass zwischen unmittelbar benachbarten Schienenanschlussplatten kein
das Herauslösen einzelner Schienenanschlussplatten erschwerender Formschlusseingriff
erzeugt ist.
[0056] Eine alternative Ausgestaltungsart einer mit einer erfindungsgemäßen Gleisübergangseinrichtung
20 ausgestatteten Gleisanlage 10 ist in Fig. 10 dargestellt. Hier sind Komponenten,
welche hinsichtlich Aufbau bzw. Funktion vorangehend beschriebenen Komponenten entsprechen,
mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0057] Bei der in Fig. 10 dargestellten Ausgestaltungsart sind die Schienenanschlussplatten
36 und 38 so aufgebaut, wie vorangehend beschrieben. Ein Unterschied besteht jedoch
in der Ausgestaltung der Zentralplatte 24. Diese ist nicht, wie bei der vorangehend
beschriebenen Ausgestaltungsart dargestellt und beschrieben, aus elastischem Material,
also beispielsweise Gummimaterial aufgebaut, sondern ist aus vergleichsweise hartem
Material, wie z. B. Betonmaterial, aufgebaut. Die Zentralplatte 24 der in Fig. 10
dargestellten Ausgestaltungsform liegt grundsätzlich auch nicht oder nicht notwendigerweise
auf den Schwellen 16 auf, sondern sie überbrückt freitragend den Bereich zwischen
den Schienen 12, 14. In ihren schienennahen Seitenbereichen 26, 28 liegt die Zentralplatte
24 mit den Untergrund 30' für die Abstützung der Schienenanschlussplatten 36, 38 bereitstellenden
Abschnitten 100, 102 auf den Schienenfüßen 104 der Schienen 12, 14 auf. Hier können
elastische Zwischenlageelemente 106 vorgesehen sein, um einen direkten Kontakt des
Betonmaterials der Zentralplatte 24 mit dem Stallmaterial der Schienen 12, 14 zu vermeiden.
[0058] Um die feste Verbindung zwischen den Schienenanschlussplatten 36, 38 und der Zentralplatte
24 zu generieren, ist die erste Eingriffsformation 50, ebenso wie bei der vorangehend
beschriebenen Ausgestaltungsform, in der Zentralplatte 24 vorgesehen, wenngleich hier
die zum Herstellen der Verbindung erforderliche Flexibilität allein aufgrund des Aufbaus
der Schienenanschlussplatten 36, 38 aus flexiblem Material bereitgestellt wird.
[0059] Bei dieser Ausgestaltungsform ersetzt also die den Bereich zwischen den Schienen
12, 14 überbrückende, starre Zentralplatte 24 mit ihren Abschnitten 100, 102 die vorher
beschriebenen Stützplatten 30 und ist insbesondere in ihren den Untergrund 30' bereitstellenden
Bereichen so geformt, dass die Schienenanschlussplatten 36, 38 sich mit ihrem Unterbereich
54 und auf dem Stützsteg 74 auf diesen Bereichen abstützen können. Auch die Verschiebesicherung
für die Schienenanschlussplatten 36, 38 durch Bereitstellen entsprechender vorspringender
Abschnitte an der Zentralplatte 24, die dann mit den Wandungen 82, 84 an den Schienenanschlussplatten
in Eingriff treten, kann so wie vorangehend beschrieben realisiert sein.
[0060] Eine weitere Ausgestaltungsvariante ist in Fig. 11 gezeigt. Bei dieser Ausgestaltungsvariante
entspricht wiederum der Aufbau der Schienenanschlussplatten 36, 38 dem vorangehend
Beschriebenen. Die Zentralplatte 24 überbrückt wieder den Bereich zwischen den beiden
Schienen 12, 14 und liegt beispielsweise über elastische Zwischenlageelemente 106
auf den Schienenfüßen .104 auf. Die Zentralplatte 24 ist bei dieser Ausgestaltungsvariante
jedoch mit zwei Plattenlagen bzw. Plattenbereichen ausgebildet. Eine obere Plattenlage
108 ist beispielsweise aus dem gleichen Material aufgebaut, wie die mit Bezug auf
die Fig. 1 bis 9 beschriebene Zentralplatte. Hier kann also Gummimaterial, vorzugsweise
durch die Wiederaufarbeitung von Altreifenmaterial gewonnenes Gummigranulat, zum Aufbau
der oberen Plattenlage 108 eingesetzt werden. In dieser oberen Plattenlage 108 ist
dann wieder die erste Eingriffsformation 50 gebildet, die so wie vorangehend mit Bezug
auf die Fig. 8 und 9 beschrieben aufgebaut sein kann und in Eingriff mit der zweiten
Eingriffsformation 48 an der jeweiligen Schienenanschlussplatte 36, 38 gebracht werden
kann.
[0061] Die wesentliche tragende Funktion übernimmt hier eine untere Plattenlage 110, die
beispielsweise aus Metallmaterial, wie z. B. Aluminium oder Stahlprofilen, aufgebaut
sein kann. Dabei sind Profilteile 112 zur Abstützung auf den Schienenfüßen 104 vorgesehen
und ausgebildet und stellen weiterhin den Untergrund 30' bereit, auf welchem die Schienenanschlussplatten
36, 38 sich mit dem Unterbereich 54 bzw. auch dem Stützsteg 74 abstützen können. Zwischen
den beiden auf den Schienenfüßen 104 aufliegenden Profilteilen 112 erstrecken sich
Trägerteile 114, die mit den Profilteilen 112 beispielsweise durch Verschweißung fest
verbunden sein können und auf welchen die obere Plattenlage 108, also die aus elastischem
Material gebaute Plattenlage, aufliegt. In seitlicher Richtung ist diese obere Plattenlage
108 durch die nach oben über die Träger 114 vorstehenden Profilteile 112 gehalten.
Auch in Schienenlängsrichtung kann durch Formschlusseingriff eine Verschiebesicherung
für die obere Plattenlage 108 bezüglich der unteren Plattenlage 110 vorgesehen sein.
[0062] Bei dieser Ausgestaltungsform ist insbesondere die Teilung der oberen Plattenlage
108, die primär auch angepasst ist an die Teilung bzw. Längsabmessung der Schienenanschlussplatten
36, 38 im Wesentlichen unabhängig von der Teilung der unteren Plattenlage 110. Weiter
kann bei dieser Ausgestaltungsform die untere Plattenlage 110 auch aus anderem Material,
als Metallmaterial, beispielsweise aus Betonmaterial aufgebaut werden. Der Zusammenhalt
der Zentralplatten 24 der in den Fig. 10 und 11 dargestellten Ausgestaltungsformen
kann so erfolgen, wie in der vorangehend mit Bezug auf die Fig. 1 bis 9 beschriebenen
Ausgestaltungsform. Hier können also Öffnungen 94, 96 vorgesehen sein, durch welche
Spannelemente hindurchgeführt sind und eine gegenseitige Anbindung der in Schienenlängsrichtung
aufeinander folgenden Zentralplatten 24 vorsehen.
[0063] Abschließend sei darauf hingewiesen, dass bei dem Aufbau einer erfindungsgemäßen
Gleisübergangseinrichtung 20 mit erfindungsgemäßen Schienenanschlussplatten 36, 38
eine hohe Flexibilität besteht. So kann beispielsweise durch die Dimensionierung des
Oberbereichs 52 bzw. auch des Unterbereichs 54 die Flexibilität des Verformungsbereichs
46 maßgeblich beeinflusst und somit an die auftretenden Anforderungen angepasst werden.
Selbstverständlich können auch entsprechende Maßnahmen im Bereich der Materialauswahl
hier einen Einfluss auf die Flexibilität haben. Auch ist das erfindungsgemäße System
mit anderen Plattensystemen kombinierbar. So kann beispielsweise nur dort, wo Fußgänger,
Radfahrer oder auch Rollstuhlfahrer sich über eine Gleisübergangseinrichtung hinweg
bewegen, eine erfindungsgemäße Plattenbaugruppe 22 mit den Schienenanschlussplatten
36, 38 vorgesehen werden, während in anderen Bereichen, in welchen der unmittelbare
Anschluss an die Innenseite der Schienenköpe 44 nicht zwingend erforderlich ist, herkömmliche
beispielsweise vollständig aus dem Material der Zentralplatte 24 aufgebaute Gleisübergangsplatten
zum Einsatz gelangen können. Auch die Oberflächeneigenschaften der erfindungsgemäßen
Plattenbaugruppen 22 können sowohl im Bereich der Schienenanschlussplatten 36, 38
als auch im Bereich der Zentralplatte 24 durch strukturelle Beschaffenheit, durch
materielle Beschaffenheit bzw. auch durch Beimengung reibungserhöhender Bestandteile
an die auftretenden Anforderungen angepasst werden.
1. Plattenbaugruppe zur Verlegung zwischen den Schienen einer Gleisanlage zum Bereitstellen
einer befahrbaren oder/und begehbaren Oberfläche im Bereich der Gleisanlage, umfassend
wenigstens eine angrenzend an eine Schiene (12, 14) zu verlegende Schienenanschlussplatte
(36, 38), wobei die wenigstens eine Schienenanschlussplatte (36, 38) einen unmittelbar
an die Schiene (12, 14) angrenzend zu positionierenden Verformungsbereich (46) aufweist,
der bei Überfahren der Schiene (12, 14) mit einem Schienenfahrzeug durch einen Radkranz
eines Schienenfahrzeugrads verformbar ist und nach dem Überfahren im Wesentlichen
in seine Ausgangsform zurückkehrt, wobei der Verformungsbereich (46) einen einen Teil
der Oberfläche (40) bereitstellenden Oberbereich (52) und unter dem Oberbereich (52)
einen Unterbereich (54) zur Abstützung an einem Untergrund (30) aufweist, wobei der
Unterbereich (54) eine Vielzahl von den Oberberbereich (52) stützenden und an dem
Untergrund (30) abzustützenden Abstützvorsprüngen (58) umfasst, ferner umfassend wenigstens
eine zwischen zwei Schienen (12, 14) zu verlegende Zentralplatte (24), wobei die wenigstens
eine Zentralplatte (24) in wenigstens einem schienennah zu positionierenden Seitenbereich
(26, 28) eine erste Eingriffsformation (50) aufweist und die wenigstens eine Schienenanschlussplatte
(36, 38) in einem schienenfern zu positionierenden Seitenbereich eine zweite Eingriffsformation
(48) aufweist, welche zur Festlegung der Schienenanschlussplatte (36, 38) an der Zentralplatte
(24) mit der ersten Eingriffsformation (50) in Formschlusseingriff bringbar ist.
2. Plattenbaugruppe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Oberbereich (52) im Wesentlichen aus Massivmaterial aufgebaut ist.
3. Plattenbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass im Unterbereich (54) zwischen den Abstützvorsprüngen (54) eine Vielzahl von nach
unten oder/und zur Seite offenen Aussparungen (62, 62') gebildet ist.
4. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorsprünge (58) sich vom Oberbereich (52) weg im Wesentlichen in der gleichen
Richtung erstrecken.
5. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Abstützvorsprünge (58) als Abstützwandungen (60) ausgebildet
ist.
6. Plattenbaugruppe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Abstützwandungen (60) nach oben durch den Oberbereich (52)
abgeschlossene und nach unten offene Hohlräume (62) begrenzt.
7. Plattenbaugruppe nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützwandungen (60) zum Bereitstellen von Hohlräumen (62, 62') mit vieleckartigem
Querschnitt angeordnet sind.
8. Plattenbaugruppe nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (62, 62') nach oben hin durch eine gerundete, kuppelartige Formgebung
(64) begrenzt sind.
9. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützwandungen (60) zum Bereitstellen einer wabenartigen Struktur angeordnet
sind.
10. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Schienenanschlussplatte (36, 38) in ihrem Verformungsbereich
(46) eine bei Positionierung angrenzend an eine Schiene (12, 14) einen Schienenkopf
(44) untergreifende Halteformation (69) aufweist.
11. Plattenbaugruppe nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Halteformation (69) mehrere jeweils an Abstützvorsprüngen (58) vorgesehene Haltevorsprünge
(68)umfasst.
12. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Formschlusseingriff durch eine kombinierte Schiebe-Schwenk-Bewegung der wenigstens
einen Schienenanschlussplatte (36, 38) bezüglich der Zentralplatte (24) herstellbar
ist.
13. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Eingriffsformation (48) einen in eine im Wesentlichen seitlich offene
Eingriffsaussparung (90) der ersten Eingriffsformation (50) eingreifend zu positionierenden
Eingriffsvorsprung (78) umfasst.
14. Plattenbaugruppe nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Eingriffsformation (48) eine Arretierformation (83) aufweist, welche bei
in die Eingriffsaussparung (90) eingreifendem Eingriffsvorsprung (78) mit einer Gegen-Arretierformation
(92) der ersten Eingriffsformation (50) in Arretiereingriff steht zum Verhindern eines
ungewünschten Herausbewegens des Eingriffsvorsprungs (78) aus der Eingriffsaussparung
(90).
15. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Zentralplatte (24) in wenigstens einem schienennah zu positionierenden
Seitenbereich (26, 28) den Untergrund (30') zur Abstützung des Unterbereichs (34)
wenigstens einer Schienenanschlussplatte (36, 38) bereitstellt.
16. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Zentralplatte (24) wenigstens in einem einen Teil der Oberfläche
(40) bereitstellenden Bereich mit elastischem Material, vorzugsweise Gummimaterial,
aufgebaut ist.
17. Plattenbaugruppe nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Zentralplatte (24) wenigstens in einem den Untergrund (30') bereitstellenden
Bereich mit Metallmaterial oder/und Betonmaterial ausgebildet ist.
18. Plattenbaugruppe nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Zentralplatte (24)mit Betonmaterial aufgebaut ist.
19. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschiebesicherung (82, 84, 86) für die wenigstens eine Schienenanschlussplatte
(36, 38) vorgesehen ist zum Verhindern einer Verschiebung derselben in einer Schienenlängsrichtung
(L).
20. Plattenbaugruppe nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebesicherung (82, 84, 86) an der wenigstens einen Schienenanschlussplatte
(36, 38) und der wenigstens einen Zentralplatte (24) in Schienenlängsrichtung (L)
in Anlage aneinander bringbare Verschiebesicherungsbereiche (82, 84, 86) umfasst.
21. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass an den Verformungsbereich (46) an seiner schienenfern zu positionierenden Seite eine
nach unten offene und sich im Wesentlichen über die ganze Länge der Schienenanschlussplatte
(36, 38) entlang des Verformungsbereichs (46) erstreckende Aussparung (70) anschließt.
22. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Schienenanschlussplatte (36, 38) im Wesentlichen mit Neugummimaterial
aufgebaut ist.
23. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Aufbaumaterial der wenigstens einen Schienenanschlussplatte (36, 38) verschleißmindernde
Bestandteile, vorzugsweise Korund, beigemengt sind.
24. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
gekennzeichnet durch wenigstens zwei in einer Schienenlängsrichtung (L) aufeinanderfolgende Schienenanschlussplatten
(36, 38).
25. Plattenbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seiten der wenigstens einen Zentralplatte (24) jeweils wenigstens eine
Schienenanschlussplatte (36, 38) vorgesehen ist.
26. Gleisübergangseinrichtung, umfassend wenigstens eine Plattenbaugruppe (22) nach einem
der vorangehenden Ansprüche.
27. Gleisübergangseinrichtung nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Schieneninnenseiten sich erstreckende und einen Abstützuntergrund für
die Schienenanschlussplatten (36, 38) bereitstellende Unterlageelemente (30) vorgesehen
sind.
1. Plate assembly for mounting between the rails of a track system for providing a drivable
or/and passable surface in the area of the track system, comprising at least one rail
connecting plate (36, 38) to be mounted adjacent to a rail (12, 14), wherein the at
least one rail connecting plate (36, 38) comprises a deformation area (46) to be positioned
directly adjacent to the rail (12, 14), which during passage over the rail (12, 14)
with a rail vehicle can be deformed by a wheel rim of a rail vehicle wheel and which
after the passage essentially returns to its initial form, wherein the deformation
area (46) comprises an upper area (52) providing part of the surface (40) and beneath
the upper area (52) a lower area (54) for support at a basis (30), wherein the lower
area (54) comprises a plurality of support projections (58) supporting the upper area
(52) and to be supported at the basis (30), further comprising at least one central
plate (24) to be mounted between two rails (12, 14), wherein the at least one central
plate (24) comprises a first engagement structure (50) in at least one lateral area
(26, 28) to be positioned near the rail and wherein the at least one rail connecting
plate (36, 38) comprises a second engagement structure (48) in a lateral area to be
positioned remote from the rail, which engagement structure can be brought into form
fit engagement with the first engagement structure (50) for attachment of the rail
connecting plate (36, 38) at the central plate (24).
2. Plate assembly according to claim 1,
characterized in that the upper area (52) is essentially made of massive material.
3. Plate assembly according to claim 1 or 2,
characterized in that in the lower area (54) between the support projections (54) a plurality of recesses
(62, 62') are formed which are open downwards or/and to the side.
4. Plate assembly according to one of claims 1 to 3,
characterized in that the support projections (58) extend away from the upper area (52) essentially in
the same direction.
5. Plate assembly according to one of claims 1 to 4,
characterized in that at least part of the support projections (58) is adapted as support walls (60).
6. Plate assembly according to claim 5,
characterized in that at least part of the support walls (60) defines cavities (62) which are closed upwards
by the upper area (52) and are open downwards.
7. Plate assembly according to claim 6,
characterized in that the support walls (60) are arranged for providing cavities (62, 62') with a polygonal
cross section.
8. Plate assembly according to claim 6 or 7,
characterized in that the cavities (62, 62') are limited to the top by a rounded, dome-shaped form (64).
9. Plate assembly according to claim one of claims 5 to 8,
characterized in that the support walls (60) are arranged for providing a comb-like structure.
10. Plate assembly according to one of claims 1 to 9,
characterized in that the at least one rail connecting plate (36, 38) comprises in its deformation area
(46) a holding structure (69) engaging a railhead (44) from below in case of a positioning
adjacent to a rail (12, 14).
11. Plate assembly according to claim 10,
characterized in that the supporting structure (69) comprises several holding projections (68) provided
respectively at support projections (58).
12. Plate assembly according to one of claims 1 to 11,
characterized in that the form fit engagement may be realized by a combined sliding swing movement of the
at least one rail connecting plate (36, 38) in relation to the central plate (24).
13. Plate assembly according to one of claims 1 to 12,
characterized in that the second engagement structure (48) comprises an engagement projection (78) to be
positioned engaging a substantially laterally open engagement recess (90) of the first
engagement structure (50).
14. Plate assembly according to claim 13,
characterized in that the second engagement structure (48) comprises a locking structure (83) which in
case of the engagement projection (78) engaging the engagement recess (90) is in locking
engagement with a counter locking structure (92) of the first engagement structure
(50) for preventing an undesired movement of the engagement projection (78) out of
the engagement recess (90).
15. Plate assembly according to one of claims 1 to 14,
characterized in that at least one central plate (24) in at least one lateral area (26, 28) to be positioned
near the rail provides the basis (30') for supporting the lower area (34) of at least
one rail connecting plate (36, 38).
16. Plate assembly according to one of claims 1 to 15,
characterized in that the at least one central plate (24) is at least in an area providing a part of the
surface (40) formed with flexible material, preferably rubber material.
17. Plate assembly according to claim 15 or 16,
characterized in that the at least one central plate (24) is at least in a part providing the basis (30')
formed with metal material or/and concrete material.
18. Plate assembly according to claim 15,
characterized in that the at least one central plate (24) is formed with concrete material.
19. Plate assembly according to one of claims 1 to 18,
characterized in that a shift protection (82, 84, 86) is provided for the at least one rail connecting
plate (36, 38) for preventing a shift of the latter in a rail longitudinal direction
(L).
20. Plate assembly according to claim 19,
characterized in that the shift protection (82, 84, 86) comprises at the at least one rail connecting plate
(36, 38) and at the at least one central plate (24) shift protection areas (82, 84,
86) which can be brought in abutment to each other in the rail longitudinal direction
(L).
21. Plate assembly according to one of claims 1 to 20,
characterized in that a recess (70) open downwards and extending substantially over the entire length of
the rail connecting plate (36, 38) along the deformation area (46) is connected to
the deformation area (46) at its side to be positioned remote from the rail.
22. Plate assembly according to one of claims 1 to 21,
characterized in that the at least one rail connecting plate (36, 38) is substantially formed with new
rubber material.
23. Plate assembly according to one of claims 1 to 22,
characterized in that ingredients reducing wear and tear are added to the construction material of the
at least one rail connecting plate (36, 38), preferably corundum.
24. Plate assembly according to one of claims 1 to 23,
characterized by at least two rail connecting plates (36, 38) successive in a rail longitudinal direction
(L).
25. Plate assembly according to one of claims 1 to 24,
characterized in that at least one respective rail connecting plate (36, 38) is provided at both sides
of the at least one central plate (24).
26. Track passage device, comprising at least one plate assembly (22) according to one
of the preceding claims.
27. Track passage device according to claim 26,
characterized in that underlying elements (30) are provided extending along the rail inner sides and providing
a support basis for the rail connecting plates (36, 38).
1. Assemblage de plaques à poser entre les rails d'une installation de voies pour prévoir
une surface accessible aux véhicules ou/et aux piétons dans la région de l'installation
de voies, comprenant au moins une plaque de connexion de rails (36, 38) à poser de
manière adjacente à un rail (12, 14), où ladite au moins une plaque de connexion de
rails (36, 38) comprend une région de déformation (46) à poser directement adjacente
au rail (12, 14) qui lors du passage du rail (12, 14) par un véhicule sur rail peut
être déformée par une jante d'une roue de véhicule sur rail et qui, après le passage,
retourne essentiellement à sa forme initiale, où la région de déformation (46) comprend
une région supérieure (52) formant une partie de la surface (40) et en dessous de
la région supérieure (52) une région inférieure (54) pour le support à un fond (30),
la région inférieure (54) comprenant une pluralité de saillies de support (58) supportant
la région supérieure (52) et supportées au fond (30), comprenant en outre au moins
une plaque centrale (24) à poser entre deux rails (12, 14), où ladite au moins une
plaque centrale (24) comprend dans au moins une région latérale (26, 28) à positionner
proche du rail une première structure de saisie (50) et où ladite au moins une plaque
de connexion de rails (36, 38) comprend dans une région latérale à positionner loin
du rail une deuxième structure de saisie (48) qui pour la fixation de la plaque de
connexion de rails (36, 38) à la plaque centrale (24) peut être amenée en prise par
complémentarité avec la première structure de saisie (50).
2. Assemblage de plaques selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la région supérieure (52) est faite essentiellement en matériau massif.
3. Assemblage de plaques selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'une pluralité d'encoches (62, 62') ouvertes vers le bas ou/et vers le côté sont formées
dans la région inférieure (54) entre les saillies de support (54).
4. Assemblage de plaques selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que les saillies de support (58) s'étendent en s'éloignent de la région supérieure (52)
essentiellement dans la même direction.
5. Assemblage de plaques selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'au moins une partie des saillies de support (58) est formée en tant que parois de
support (60).
6. Assemblage de plaques selon la revendication 5,
caractérisé en ce qu'au moins une partie des parois de support (60) définit des cavités (62) fermées vers
le haut par la région supérieure (52) et ouvertes vers le bas.
7. Assemblage de plaques selon la revendication 6,
caractérisé en ce que les parois de support (60) sont arrangées pour prévoir des cavités (62, 62') avec
une coupe transversale polygonale.
8. Assemblage de plaques selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que les cavités (62, 62') sont limitées vers le haut par une forme arrondie, sphérique
(64).
9. Assemblage de plaques selon une des revendications 5 à 8,
caractérisé en ce que les parois de support (60) sont arrangées pour prévoir une structure en nid d'abeilles.
10. Assemblage de plaques selon une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que ladite au moins une plaque de connexion de rails (36, 38) comprend dans sa région
de déformation (46) une structure de maintien (69) saisissant une tête de rail (44)
du bas lors d'un positionnement adjacent à un rail (12, 14).
11. Assemblage de plaques selon la revendication 10,
caractérisé en ce que la structure de maintien (69) comprend plusieurs saillies de maintien (68) prévues
respectivement aux saillies de support (58).
12. Assemblage de plaques selon une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que la prise par complémentarité peut être réalisée par un mouvement combiné de coulissement
et de pivotement de ladite au moins une plaque de connexion de rails (36, 38) par
rapport à la plaque centrale (24).
13. Assemblage de plaques selon une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que la deuxième structure de saisie (48) comprend une projection de saisie (78) à positionner
en venant en prise avec une encoche de saisie (90) essentiellement latéralement ouverte
de la première structure de saisie (50).
14. Assemblage de plaques selon la revendication 13,
caractérisé en ce que la deuxième structure de saisie (48) comprend une structure de verrouillage (83)
qui lors d'une projection de saisie (78) venant en prise avec l'encoche de saisie
(90) est en engagement de verrouillage avec une contre-structure de verrouillage (92)
de la première structure de saisie (50) pour éviter une sortie non souhaitée de la
projection de saisie (78) de l'encoche de saisie (90).
15. Assemblage de plaques selon une des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce qu'au moins une plaque centrale (24) prévoit dans au moins une région latérale (26, 28)
à positionner près du rail le fond (30') pour supporter la région inférieure (34)
d'au moins une plaque de connexion de rails (36, 38).
16. Assemblage de plaques selon une des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce que ladite au moins une plaque centrale (24) est faite au moins dans une région prévoyant
une partie de la surface (40) avec un matériau flexible, de préférence un matériau
en caoutchouc.
17. Assemblage de plaques selon la revendication 15 ou 16,
caractérisé en ce que ladite au moins une plaque centrale (24) est faite au moins dans une région prévoyant
le fond (30') avec du matériau métallique ou/et du matériau en béton.
18. Assemblage de plaques selon la revendication 15,
caractérisé en ce que ladite au moins une plaque centrale (24) est faite avec du matériau en béton.
19. Assemblage de plaques selon une des revendications 1 à 18,
caractérisé en ce qu'un dispositif de blocage de déplacement (82, 84, 86) est prévu pour ladite au moins
une plaque de connexion de rails (36, 38) pour éviter un déplacement de celle-ci dans
une direction longitudinale de rail (L).
20. Assemblée de plaques selon la revendication 19,
caractérisé en ce que le dispositif de blocage de déplacement (82, 84, 86) comprend à ladite au moins une
plaque de connexion de rails (36, 38) et à ladite au moins une plaque centrale (24)
des régions de blocage de déplacement (82, 84, 86) qui peuvent être amenées en appui
l'une à l'autre dans la direction longitudinale de rail (L).
21. Assemblée de plaques selon une des revendications 1 à 20,
caractérisé en ce qu'une encoche (70) ouverte vers le bas et s'étendant essentiellement sur la longueur
entière de la plaque de connexion de rails (36, 38) le long de la région de déformation
(46) vient se joindre à la région de déformation (46) à son côté à positionner loin
du rail.
22. Assemblée de plaques selon une des revendications 1 à 21,
caractérisé en ce que ladite au moins une plaque de connexion de rails (36, 38) est faite essentiellement
avec du matériau en caoutchouc nouveau.
23. Assemblée de plaques selon une des revendications 1 à 22,
caractérisé en ce que des ingrédients réduisant l'usure, de préférence du corindon, sont ajoutés au matériau
de construction de ladite au moins une plaque de connexion de rails (36, 38).
24. Assemblée de plaques selon une des revendications 1 à 23,
caractérisé par au moins deux plaques de connexion de rails (36, 38) successives dans une direction
longitudinale de rail (L).
25. Assemblée de plaques selon une des revendications 1 à 24,
caractérisé en ce qu'au deux côtés de ladite au moins une plaque centrale (24) respectivement au moins
une plaque de connexion de rails (36, 38) est prévue.
26. Dispositif de passage de voie, comprenant au moins un assemblage de plaques (22) selon
une des revendications précédentes.
27. Dispositif de passage de voie selon la revendication 26,
caractérisé en ce que des éléments de fond (30) sont prévus, s'étendant le long des côtés internes de rail
et formant un fond de support pour les plaques de connexion de rails (36, 38).