Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Nockenwellenversteller für eine Brennkraftmaschine,
in dem eine Schmierung über einen Schmiermittelstrom erfolgt, insbesondere gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1, 12, 17, 18 oder 20.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Nockenwellenversteller lassen sich wie folgt grob klassifizieren:
- A. Phasenversteller mit einem Stellglied, also einer Funktionseinheit, die in den
Massenstrom oder Energiefluss eingreift, welches beispielsweise hydraulisch, elektrisch
oder mechanisch ausgebildet ist, und sich mit Getriebeelementen des Nockenwellenverstellers
mitdreht.
- B. Phasenversteller mit einem separaten Steller, also einer Funktionseinheit, in der
aus der ReglerausgangsgröfSe die zur Aussteuerung des Stellgliedes erforderliches
Stellgröße gebildet wird, und einem separaten Stellglied. Hier gibt es folgende Bauformen:
- a. Phasenversteller mit einem mitdrehenden Aktuator und einem mitdrehenden Stellglied,
beispielsweise ein hochübersetzendes Getriebe, dessen Verstellwelle durch einen mitdrehenden
Hydraulikmotor oder Fliehkraftmotor vorverstellt werden kann und mittels einer Feder
rückverstellt werden kann.
- b. Phasenversteller mit einem mitdrehenden Stellglied und einem stationären, motorfesten
Aktuator, beispielsweise einem Elektromotor oder einer elektrischen oder mechanischen
Bremse, s. a. DE z00 38 354 A1, DE 102 05 034 A1, EP 1 043 482 B1.
- c. Phasenversteller mit einer richtungsabhängigen Kombination der Lösungen gemäß a.
und b., beispielsweise eine motorfeste Bremse, bei der ein Teil der Bremsleistung
beispielsweise zum Verstellen nach früh genutzt wird, um eine Feder zu spannen, welche
nach Abschaltung der Bremse die Rückverstellung ermöglicht, s. a. DE 102 24 446 A1, WO 03-098010, US 2003 0226534, DE 103 17 607 A1.
[0003] Bei Systemen gemäß B. a. bis B. c sind Aktuator und Stellglied mittels einer Verstellwelle
miteinander verbunden. Die Verbindung kann schaltbar oder nicht schaltbar sein, lösbar
oder unlösbar, spielfrei oder mit Spiel behaftet und weich oder steif ausgeführt sein.
Unabhängig von der Bauform kann die Verstellenergie in Form einer Bereitstellung durch
eine Antriebs- und/oder eine Bremsleistung sowie unter Ausnutzung von Verlustleistungen
des Wellensystems (z. B. Reibung) und/oder Trägheiten und/oder Fliehkräfte erfolgen.
Ein Bremsen, vorzugsweise in Verstellrichtung "spät" kann auch unter vollständiger
Ausnutzung oder Mitbenutzung der Reibleistung der Nockenwelle erfolgen. Ein Nockenwellenversteller
kann mit oder ohne eine mechanische Begrenzung des Verstellbereiches ausgestattet
sein. Als Getriebe in einem Nockenwellenversteller finden ein- oder mehrstufige Drei-Wellen-Getriebe
und/oder Mehrgelenk bzw. Koppelgetriebe Einsatz, beispielsweise in Bauform als Taumelscheibengetriebe,
Exzentergetriebe, Planetengetriebe, Wellgetriebe, Kurvenscheibengetriebe, Mehrgelenk-
bzw. Koppfelgetriebe oder Kombinationen der einzelnen Bauformen bei einer mehrstufigen
Ausbildung.
[0004] Für einen Betrieb des Nockenwellenverstellers ist eine Zufuhr eines Schmiermittels
zu Schmierstellen, insbesondere Lagerstellen und/oder wälzenden Verzahnungen, erforderlich,
wobei das Schmiermittel einer Schmierung und/oder Kühlung relativ zueinander bewegter
Bauelemente des Nockenwellenverstellers dient. Hierzu besitzen Nockenwellenversteller
einen Schmiermittelkreislauf, der beispielsweise mit dem Schmiermittelkreislauf der
Brennkraftmaschine gekoppelt sein kann.
[0005] Ein gattungsgemäßer Nockenwellenversteller ist in
DE 102 22 475 A1 offenbart.
JP 2001 107709 zeigt Strömungselemente in Form von vertikalen Bohrungen.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Nockenwellenversteller
mit einem verbesserten Schmiermittelkreislauf vorzuschlagen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Der Erfindung liegt die Überlegung zugrunde, dass für bekannte Nockenwellenversteller
die Durchsatzmenge des Schmiermittels in dem Nockenwellenversteller durch die Leitungsquerschnitte,
das Fördervolumen einer Pumpe im jeweiligen Betriebszustand, die Umgebungstemperatur
und die gerade verwendete Sorte des Schmiermittels und den Grad der Verschmutzung
bestimmt wird, Die gewählten Strömungsquerschnitte, insbesondere im Bereich des Zulaufes
und des Ablaufes werden durch fertigungstechnische Belange bestimmt. Im Betrieb der
Nockenwellenversteller hat die Anmelderin festgestellt, dass ein Getriebe eines Nockenwellenverstellers
unter Umständen mit einem Schmiermittel nahezu "überschwemmt" wird, insbesondere
- bei hohen Schmiermitteldrücken, sofern dieses von dem Schmiermittelkreislauf der Brennkraftmaschine
bereitgestellt wird, und
- bei einer geringen Viskosität des Schmiermittels, beispielsweise bei hohen Drehzahlen
unter hoher Temperatur.
[0009] Hierdurch geht übermäßig viel Energie in dem Nockenwellenversteller infolge einer
zu leistenden Panscharbeit verloren. Das Schmiermittel wird unter Umständen stark
verschäumt. Weiterhin kann infolge des großen Durchsatzes des Schmiermittels durch
den Nockenwellenversteller der Schmiermitteldruck der Brennkraftmaschine absinken,
was eine verschlechterte Schmierung anderer Pfade des Schmiermittelkreislaufes zur
Folge haben kann. Weiterhin kann sich ein schlechterer Gesamtwirkungsgrad der Brennkraftmaschine
infolge hoher hydraulischer Verlustleistung ergeben, wodurch sich ein erhöhter Kraftstoffverbrauch
ergeben kann.
[0010] Die nicht vorveröffentlichte Anmeldung der Anmelderin mit dem Titel "
Vorrichtung zur Veränderung der Steuerzeiten einer Brennkraftmaschine" vom 23.12.2004 mit dem internen Aktenzeichen der Anmelderin 4626-10-DE schlägt daher vor, in dem
Nockenwellenversteller eine Drossel für den Schmiermittelstrom einzusetzen. Eine derartige
Drossel kann durch eine Zahnlücke eines Zahnkranzes gebildet sein oder durch radial
verlaufende Nuten zwischen einzelnen Bauelementen des Nockenwellenverstellers.
[0011] Andererseits zeigt sich im Betrieb eines Nockenwellenverstellers, dass in einem Schmiermittel
des Motors enthaltene Verbrennungs- und Verschmutzungsrückstände zu temporären oder
bleibenden Funktionsstörungen im Verstellmechanismus führen können. Es kann zu einem
Verschlammen oder Verschmutzen eines Getriebes des Nockenwellenverstellers kommen.
Infolge der Verschmutzungen kann sich ein erhöhter Verschleiß ergeben sowie eine erhöhte
Verlustleistung infolge der Schmutzpartikel in den Funktionsflächen bei einer Verstellung
des Nockenwellenverstellers.
[0012] Zieht man in Erwägung, eine Blende oder eine Drossel durch eine gezielte Gestaltung
der Querschnitte von Strömungskanälen in dem Nockenwellenversteller bereitzustellen,
so erfordert dies eine aufwendige Fertigung der Querschnitte im Bereich der Drosseln
oder Blenden. Ist beispielsweise eine Blende mit einem geringen Öffnungsquerschnitt
bereitzustellen, so erfordert dies einen Durchmessersprung auf einen geringen Durchmesser
im Bereich der Blende, der durch einen Bohrer mit einem geringen Durchmesser hergestellt
werden kann, was nur unter erhöhten Fertigungsanforderungen und der Gefahr eines Bruchs
des Bohrers bei rauen Einsatzbedingungen möglich ist.
[0013] Derart komplizierte Fertigungsmöglichkeiten für eine Blende oder eine Drossel werden
erfindungsgemäß dadurch vermieden, dass zunächst ein Strömungskanal des Nockenwellenverstellers
ohne eine Blende oder Drossel gefertigt werden kann, beispielsweise mit einem großen
und/oder konstanten Durchmesser oder Ringkanal. Der Strömungskanal kann damit mit
einfachen Fertigungsverfahren und prozesssicher bereitgestellt werden. Nach der Fertigung
des Strömungskanals wird in diesen ein Strömungselement eingesetzt, welches separat
von den den Strömungskanal begrenzenden Bauelementen ausgebildet ist. Das Strömungselement
besitzt eine derartige Kontur, dass eine Blende oder eine Drossel geschaffen ist.
Die Kontur der Blende oder Drossel kann damit separat von den übrigen Bauelementen
gefertigt werden, wobei für das räumlich begrenzte Strömungselement gesonderte Fertigungsverfahren
und/oder Materialien eingesetzt werden können. Für eine Ausbildung des Strömungselements
kann vorzugsweise das Strömungselement im Inneren Durchtrittsöffnungen für die Blende
oder Drosseln besitzen und/oder im Bereich einer Innen- oder Außenkontur eine Blende
oder Drossel einseitig begrenzen, während eine andere Begrenzung der Blende oder Drossel
durch ein den Strömungskanal begrenzendes Bauelement gewährleistet ist.
[0014] Durch den Einsatz des Strömungselements ist u. U. ein Austausch der Blende oder Drossel
ermöglicht, da dieses in den Strömungskanal eingesetzt wird und wieder aus diesem
entfernt werden kann.
[0015] Andererseits ist eine vergrößerte Variabilität der Strömungsverhältnisse gegeben,
da, u. U. für unterschiedliche Einsatzzwecke desselben Nockenwellenverstellers, bei
einem grundsätzlich übereinstimmenden Bohrbild für die Ausbildung der Strömungskanäle
unterschiedliche Strömungselemente zur Anpassung an unterschiedliche Bauelemente des
Schmiermittelkreislaufs oder des Motor-Ölkreislaufs eingesetzt werden können.
[0016] Weiterhin liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass für Strömungskanäle mit
verhältnismäßig großen Strömungsquerschnitten mit einem Anstieg der Temperatur des
Schmiermittels der Schmiermittelstrom exponentiell ansteigt. Im Gegensatz hierzu ist
unter Einsatz eines Strömungselements in Form einer Blende oder Drossel der Einfluss
der Temperatur auf den Schmiermittelstrom bei ansonsten unveränderten Strömungsbedingungen
verringert oder nahezu beseitigt.
[0017] Entsprechend einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Strömungselement
im Eintrittsbereich des Schmiermittels in das Getriebe und/oder im Austrittsbereich
des Schmiermittels aus dem Getriebe angeordnet, so dass eine Drosselung gezielt in
dem interessierenden Bereich erfolgen kann. Erfolgt eine Drosselung bereits im Eintrittsbereich
des Schmiermittels, so können erhöhte Drücke infolge der Drosselung von dem Getriebe
ferngehalten werden, wodurch die Dichtanforderungen in dem Getriebe nicht unnötig
erhöht werden.
[0018] Das Strömungselement ist insbesondere
- formschlüssig mit dem Strömungskanal verbunden, wobei das Strömungselement in geeignete
Ausnehmungen oder Nuten der den Strömungskanal begrenzenden Bauelemente eingreifen
kann,
- reibschlüssig mit dem Strömungskanal verbunden, wobei das Strömungselement beispielsweise
unter elastischer Vorspannung in den Strömungskanal eingesetzt wird, oder
- stoffschlüssig mit dem Strömungskanal, beispielsweise über einen Kleber, verbunden,
wobei auch Kombinationen einer form-, reib- oder stoffschlüssigen Verbindung möglich
sind.
[0019] Als hinsichtlich der Strömungsverhältnisse im Bereich der Oberfläche, der elastischen
Eigenschaften, der chemischen Wechselwirkung mit dem Schmiermittel und/oder der form-,
reib- oder stoffschlüssigen Anbindung an den Strömungskanal vorteilhaftes Strömungselement
haben sich solche aus Kunststoff oder einem Elastomer herausgestellt.
[0020] Der Strömungskanal besitzt in dem Bereich, in den das Strömungselement eingesetzt
ist, einen kreisringförmigen Querschnitt. Im Gegensatz zu Drosseln oder Blenden, die
in Form von Bohrungen mit kreisförmigem Querschnitt gebildet sind, können die kreisringförmigen
Querschnitte infolge der vergrößerten Erstreckung in Umfangsrichtung nicht so leicht
verstopfen, da sich allenfalls Teilumfangsbereiche zusetzen können.
[0021] Der kreisringförmige Querschnitt ist für einen Strömungskanal zwischen einer Mantelfläche
einer stirnseitig in die Nockenwelle eingeschraubten Zentralschraube und einer nockenwellenfesten
Innenfläche, beispielsweise einer Hohlwelle oder eines Getriebeelements, gebildet,
so dass für den Strömungskanal ohnehin vorhandene Bauelemente genutzt werden und die
den Strömungskanal begrenzenden Flächen durch Außen- und Innenkonturen der Bauelemente
mit verhältnismäßig großen Durchmessern gebildet werden können,
[0022] Vorzugsweise ist in einem erfindungsgemäßen Nockenwellenversteller das Strömungselement
radial elastisch und unter radialer Anpressung gegen eine Begrenzung des Strömungskanals
gepresst, wobei eine derartige Anpressung radial innenliegend und/oder radial außenliegend
erfolgen kann.
[0023] Die Drosseln oder Blenden bilden infolge der verringerten Strömungsquerschnitte Bereiche,
die die Gefahr einer vorrangigen Verstopfung mit Schmutzpartikeln oder Schlämmen in
sich bergen. Dem kann gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung dadurch Rechnung
getragen werden, dass stromaufwärts des Strömungselements ein Filterelement angeordnet
ist. Hierbei kann das Filterelement auswärts des Nockenwellenverstellers oder in diesem
angeordnet sein. Für den Fall, dass das Filterelement in einem Strömungskanal des
Nockenwellenverstellers angeordnet ist, kann das Filterelement separat von der Drossel
ausgebildet sein oder aber als integrales Element des Strömungselements, Weiterhin
ist zu berücksichtigen, dass das Filterelement ebenfalls eine Drosselwirkung erzeugt,
so dass eine Drossel und/oder Blende unter Berücksichtigung der Drosselwirkung des
Filterelements dimensioniert werden muss.
[0024] Vorzugsweise wird die Blende oder Drossel durch eine Querschnittsveränderung quer
zur Strömungsrichtung des Schmiermittels geschaffen. Für den Fall einer kreisförmigen
Blende bedeutet dies, dass im Bereich der Blende der Kreisdurchmesser gegenüber dem
übrigen Strömungsquerschnitt verringert ist. Für den Fall eines kreisringförmigen
Strömungsquerschnitts bedeutet dies, dass die radiale Erstreckung des Kreisrings im
Bereich der Blende oder Drossel verringert wird.
[0025] In alternativer oder kumulativer Ausgestaltung der Erfindung ist die Blende oder
Drossel durch eine Querschnittsveränderung in Umfangsrichtung zur Strömungsrichtung
des Schmiermittels geschaffen. Beispielsweise kann für einen kreisringförmigen Querschnitt
durch das Strömungselement eine Unterteilung des Strömungsquerschnitts in einzelne
Kreissegmente erfolgen, deren Gesamtfläche kleiner ist als die ursprüngliche Kreisfläche
des Strömungsquerschnitts. Für einen kreisringförmigen Strömungsquerschnitt kann beispielsweise
das Strömungselement einzelne Umfangsbereiche des kreisringförmigen Strömungskanals
sperren.
[0026] Weiterhin schlägt die Erfindung vor, mehrere Strömungselemente hintereinander zu
schalten oder parallel zu schalten. Durch eine Hintereinanderschaltung kann für einen
Pfad des Schmiermittels der Bereich der Beeinflussung der Strömung vergrößert werden.
Bei einer Parallelschaltung mehrerer Strömungselemente in unterschiedlichen Strömungspfaden
zu unterschiedlichen Schmierstellen kann durch gleiche oder unterschiedliche Strömungselemente
gezielt der Schmiermittelstrom zu den Schmierstellen entsprechend den jeweiligen Anforderungen
an der Schmierstelle beeinflusst werden, so dass Schmierstellen mit einem erhöhten
Schmiermittelbedarf mit mehr Schmiermittel versorgt werden können und umgekehrt.
[0027] Entsprechend einer weiteren Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe wird
der Strom des Schmiermittels durch ein Strömungselement beeinflusst, dessen Strömungseigenschaften
im Betrieb der Brennkraftmaschine veränderbar sind. Hierbei kann das Strömungselement
als integraler Bestandteil des Strömungskanals ausgebildet sein oder als separates
Strömungselement, wie dies zuvor beschrieben worden ist. Über eine Veränderung der
Strömungseigenschaften kann beispielsweise einer Veränderung des Schmiermittelstroms
infolge einer Erwärmung des Schmiermittels entgegengewirkt werden. Andererseits ist
es über eine Veränderung der Strömungseigenschaften des Strömungselements möglich,
den Druck, die Geschwindigkeit und den Schmiermittelstrom im Bereich der Schmierstelle
oder im Zuführbereich zu dieser gezielt zu verändern, wenn mit veränderten Betriebsbedingungen
ein erhöhter oder verringerter Schmiermittel- und/oder Kühlbedarf besteht, so dass
den individuellen Betriebsbedingungen verbessert Rechnung getragen werden kann.
[0028] Eine Veränderung des Strömungselements unter Beeinflussung der Strömungseigenschaften
kann selbsttätig, beispielsweise in Form eines Thermoelements oder in Form mechanisch
selbstverstellender Lösungen erfolgen. Ebenfalls möglich ist der Einsatz einer Stelleinrichtung
zur Veränderung des Strömungselements, welche von einer geeigneten Steuer- oder Regeleinrichtung
beaufschlagt wird.
[0029] In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Nockenwellenverstellers ist das Strömungselement
temporär vollständig verschließbar. Ein derartiges Strömungselement kann beispielsweise
für einen Motorstop vollständig geschlossen werden. Ebenfalls möglich ist eine wiederholte
Verschließung des Strömungselements im Betrieb, wodurch Pulsationen des Schmiermittels
erzeugt werden, die u. U. eine erzielte Schmier- und Kühlwirkung verstärken können
und den von dem Schmiermittel überdeckten Bereich vergrößern können. Weiterhin ist
es möglich, dass die Strömungseigenschaften des Strömungselements bewegungsgesteuert
durch die Verdrehung der Nockenwelle, des Nockenwellenverstellers oder des Getriebes
verändert werden. Beispielsweise kann eine Zentrifugalkraftregelung der Strömungseigenschaften
des Strömungselements mit der Verdrehung der Nockenwelle erfolgen. In alternativer
Ausgestaltung kann im Zuführbereich zwischen zwei Bohrungen relativ zueinander bewegter
Bauelemente, beispielsweise des Zylinderkopfs und der Nockenwelle, über die ein Schmiermittelübertritt
gewährleistet wird, der Übertrittsquerschnitt nur in ausgewählten Relativstellungen
gewährleistet sein, während für andere Relativstellungen der Übertrittsquerschnitt
teilweise und/oder vollständig geschlossen wird, so dass das Schmiermittel- nur intermittierend
übertreten kann.
[0030] Eine weitere Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe nutzt einen ohnehin
zwischen einer Zentralschraube und einer Ausnehmung der Nockenwelle vorhandenen hohlzylinderförmigen
Zwischenraum aus, in dem ein erster Teilbereich dieses Zwischenraums einen ersten
Strömungskanal bildet, wobei die Fertigungsmaße für den Außendurchmesser der Zentralschraube
und den Innendurchmesser der Ausnehmung die Spalthöhe des ringförmigen Strömungskanals
bestimmen. In einem außenliegende zweiten Teilbereich des Zwischenraums ist eine Hohlwelle
angeordnet, die radial außenliegend und/oder radial innenliegend einen zweiten Strömungskanal
ausbildet. Infolge der Abmessungen der Hohlwelle ist der zweite Strömungskanal mit
einem kleineren Strömungsquerschnitt ausgestattet als der erste Strömungskanal. Eine
zusätzliche Drossel oder Blende ist dadurch geschaffen, dass im Übertrittsquerschnitt
zwischen erstem Strömungskanals und zweitem Strömungskanal ein Vorsprung, beispielsweise
der Zentralschraube, der Hohlwelle oder der Nockenwelle oder eines zusätzlichen Bauelementes,
vorhanden ist, der den zweiten Strömungskanal in diesem Bereich nochmals verringert
und somit eine Drossel oder Blende schafft. Dieses stellt eine besonders einfache
Realisierungsmöglichkeit für eine Blende oder Drossel dar, die die ohnehin vorhandenen
Bauelemente nutzt und die Fertigung der Blende oder Drossel mit geringem Öffnungsquerschnitt
mit dennoch großen Abmessungen der beteiligten Bauelemente ermöglicht.
[0031] Für eine weitere Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist in dem vorgenannten
Zwischenraum ein radialer Einstich in der Nockenwelle vorgesehen. In diesem Fall ist
eine Blende dadurch geschaffen, dass der Übertrittsquerschnitt von dem ersten Teilbereich
zu dem radialen Einstich durch eine Stirnfläche der ebenfalls in dem Zwischenraum
angeordneten Hohlwelle teilweise verschlossen ist. Auch in diesem Fall kann die Blende
ohne die Notwendigkeit einer Fertigung geringer Öffnungsquerschnitte durch eine Bohrung
geringen Durchmessers o. ä. durch die Formgebung der Zentralschraube und der Ausnehmung
der Nockenwelle sowie des Einstichs und der Hohlwelle ermöglicht werden.
[0032] Eine multifunktionale Nutzung des Einstichs ist dann gegeben, wenn der Einstich einen
radial außenliegenden Totraum aufweist, in dem sich infolge einer auf das Schmiermittel
ausgeübten Zentrifugalwirkung Partikel ablagern können.
[0033] Eine weitere Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe beschäftigt sich
mit dem Übertritt des Schmiermittels von einem zylinderkopffesten Bauelement, beispielsweise
einem Nockenwellenlager, zu der Nockenwelle. Für einen derartigen Übertritt weist
das zylinderlcopffeste Bauelement mindestens eine Austrittsöffnung auf, aus der das
Schmiermittel in mindestens eine Eintrittsöffnung der Nockenwelle eintritt. In diesem
Fall kann auf einfache Weise - ohne Notwendigkeit der Fertigung einer Drossel oder
Blende mit einem geringen Bohrungsdurchmesser, einer geringen Nutbreite o. ä. eine
Drossel oder Blende dadurch geschaffen werden, dass die Eintrittsöffnung der Nockenwelle
und die Austrittsöffnung des zylinderkopffesten Bauelements nicht miteinander fluchten,
so dass der Übertrittsquerschnitt durch den größeren Querschnitt von der Eintrittsöffnung
und der Austrittsöffnung gegeben ist, sondern dass die Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung
zueinander versetzt angeordnet sind, so dass der Öffnungsquerschnitt der Blende durch
die nur teilweise Überlappung der Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung gegeben
ist. Bei einem derartigen Versatz handelt es sich beispielsweise um einen Versatz
von Eintrittsöffnung und Austrittsöffnung in Umfangsrichtung und/oder einen axialen
Versatz in Richtung der Längsachse der Nockenwelle.
[0034] Eine derartige Ausgestaltung ist auch dann möglich, wenn die Eintrittsöffnung oder
die Austrittsöffnung als eine teilweise oder vollständig in Umfangsrichtung verlaufende
Nut ausgebildet ist, während die andere Öffnung als Bohrung ausgebildet ist.
[0035] Vorzugsweise finden die erfindungsgemäßen Maßnahmen Einsatz für einen Nockenwellenversteller
in einer Bauart mit Taumelscheibengetriebe.
[0036] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung genannten
Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft,
ohne dass diese zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen.
Weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung
und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher
Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche
ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich
und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen
dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können
auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können
in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung
entfallen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0037] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und den
zugehörigen Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt
sind. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Nockenwellenverstellers;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Nockenwellenverstellers mit einem Taumelscheiben-Getriebe;
- Figur 3
- einen Nockenwellenversteller in schematischer Darstellung mit einem Schmiermittelkreislauf;
- Figur 4
- einen Nockenwellenversteller in schematischer Darstellung mit einem Schmiermittelkreislauf,
in den ein Filterelement integriert ist;
- Figur 5
- einen Nockenwellenversteller im Halblängsschnitt mit einem Totraum zur Ablagerung
von Schmutzpartikeln;
- Figur 6
- einen Nockenwellenversteller in schematischer Darstellung mit einem Schmiermittelkreislauf,
der sowohl eingangsseitig als auch ausgangsseitig mit einer Drossel und einer Blende
ausgestattet ist;
- Figur 7
- einen Nockenwellenversteller im Längsschnitt mit der Führung des Schmiermittels in
einem Strömungskanal;
- Figur 8
- einen Nockenwellenversteller im Längsschnitt, bei dem in einem Strömungskanal zwei
Blenden hintereinandergeschaltet sind;
- Figur 9
- einen Nockenwellenversteller im Längsschnitt mit einem auf eine Zentralschraube aufgesetzten
Strömungselement, welches mit einer inneren Mantelfläche der Nockenwelle eine Blende
bildet;
- Figur 10
- einen Nockenwellenversteller im Längsschnitt mit einer zwischen einer Hohlwelle und
einer Zentralschraube gebildeten Blende;
- Figur 11
- einen Nockenwellenversteller im Längsschnitt mit der Zufuhr eines Schmiermittels über
einen Übertrittsquerschnitt von einer Austrittsöffnung des Zylinderkopfes zu einem
Eintrittsquerschnitt der Nockenwelle;
- Figur 12
- eine weitere Ausgestaltung einer Zufuhr eines Schmiermittels zu einer Nockenwelle
und einem Nockenwellenversteller in einem Längsschnitt;
- Figur 13
- eine weitere Ausgestaltung einer Zufuhr eines Schmiermittels zu einer Nockenwelle
und zu einem Nockenwellenversteller in einem Längsschnitt;
- Figur 14
- weitere Ausgestaltung einer Zufuhr eines Schmiermittels zu einer Nockenwelle und zu
einem Nockenwellenversteller in einem Längsschnitt;
- Figur 15
- weitere Ausgestaltung einer Zufuhr eines Schmiermittels zu einer Nockenwelle und zu
einem Nockenwellenversteller in einem Längsschnitt;
- Figur 16
- einen Nockenwellenversteller im Längsschnitt mit unterschiedlichen Beispielen für
eine Anordnung von Blenden oder Drosseln zur Beeinflussung des Stromes eines Schmiermittels;
- Figur 17
- einen Nockenwellenversteller in räumlicher Ansicht mit Öffnungen eines Gehäuses des
Getriebes für einen Hindurchtritt des Schmiermittels in Form von Tropfen, Schmiermittelnebel
oder gespritztem Schmiermittel;
- Figur 18
- eine weitere räumliche Ansicht des Nockenwellenverstellers gemäß Figur 17 mit weiteren
Möglichkeiten für Öffnungen;
- Figur 19
- einen Nockenwellenversteller im Einbauzustand mit Möglichkeiten für eine Schmierung
über Tropfen, einen Schmiermittelnebel und/oder gespritztem Schmiermittel und
- Figur 20
- einen Nockenwellenversteller im Einbauzustand in Seitenansicht mit einem Tropfblech,
an welchem sich Tropfen eines Ölnebels ablagern und in Richtung des Inneren des Nockenwellenverstellers
tropfen.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0038] In den Figuren sind Bauelemente, die sich hinsichtlich ihrer Gestaltung und/oder
Funktion entsprechen, teilweise mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0039] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Nockenwellenversteller 1, in dem
in einem Getriebe 2 die Bewegung von zwei Eingangselementen, hier einem Antriebsrad
3 und einer Verstellwelle 4 (auch Taumelwelle genannt) zu einer Ausgangsbewegung eines
Ausgangselements, hier eine drehfest mit einer Nockenwelle verbundene Abtriebswelle
5 oder unmittelbar die Nockenwelle 6, überlagert wird. Das Antriebsrad 3 steht in
Antriebsverbindung mit einer Kurbelwelle der Brennkraftmaschine, beispielsweise über
ein Zugmittel wie eine Kette oder einen Riemen oder eine geeignete Verzahnung, wobei
das Antriebsrad 3 als Ketten- oder Riemenrad ausgebildet sein kann.
[0040] Die Verstellwelle 4 ist von einem Elektromotor 7 angetrieben oder steht mit einer
Bremse in Wirkverbindung. Der Elektromotor 7 ist gegenüber der Umgebung, beispielsweise
dem Zylinderkopf 8 oder einem anderen motorfesten Teil, abgestützt.
[0041] Figur 2 zeigt eine beispielhafte Ausgestaltung eines Nockenwellenverstellers 1 mit
einem Getriebe 2 in Taumelscheiben-Bauart. Ein Gehäuse 9 ist drehfest mit dem Antriebsrad
3 verbunden und in einem axialen Endbereich über ein Dichtelement 10 gegenüber der
Verstellwelle 4 abgedichtet. In dem gegenüberliegenden axialen Endbereich ist das
Gehäuse 9 gegenüber dem Zylinderkopf 8 mit einem Dichtelement 11 abgedichtet. In einen
von dem Gehäuse 9 und dem Zylinderkopf 8 gebildeten Innenraum 36 ragt ein Endbereich
der Nockenwelle 6 hinein. In dem Innenraum sind weiterhin eine über eine Kupplung
12 mit der Verstellwelle 4 verbundene Exzenterwelle 13, eine über ein Lagerelement
14, beispielsweise ein Wälzlager, gelagerte Taumelscheibe 15 und eine Hohlwelle 16,
die über ein Lagerelement 17, beispielsweise ein Wälzlager, innenliegend in einer
zentralen Ausnehmung der Exzenterwelle 13 abgestützt ist und ein Abtriebskegelrad
18 trägt, angeordnet. Das Abtriebskegelrad 18 ist über eine Lagerung 19 gegenüber
dem Gehäuse 9 abgestützt. Im Inneren bildet das Gehäuse 9 ein Antriebskegelrad 20
aus. Die Taumelscheibe 15 weist auf gegenüberliegenden Stirnseiten geeignete Verzahnungen
auf. Die Exzenterwelle 13 mit Lagerelement 14 und Taumelscheibe rotiert um eine gegenüber
einer Längsachse 21-21 geneigte Achse, so dass die Taumelscheibe auf in Umfangsrichtung
zueinander versetzten Teilbereichen einerseits mit dem Antriebskegelrad 20 und andererseits
mit dem Abtriebskegelrad 18 kämmt, wobei zwischen Antriebskegelrad und Abtriebskegelrad
eine Über- oder Untersetzung gegeben ist. Das Abtriebskegelrad 18 ist drehfest mit
der Nockenwelle 6 verbunden.
[0042] Für das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel ist die Hohlwelle 16 mit Abtriebskegelrad
18 über eine Zentralschraube 22, die sich durch die Hohlwelle 16 hindurch erstreckt,
stirnseitig mit der Nockenwelle 6 verschraubt. Eine Schmierung mit einem Schmiermittel,
insbesondere Öl, ist im Bereich von Schmierstellen 23, 24 erforderlich, bei denen
es sich beispielsweise um
- die Kontaktflächen zwischen Antriebskegelrad 20 und Taumelscheibe 15,
- die Kontaktfläche zwischen Taumelscheibe 15 und Abtriebskegelrad 18,
- die Lagerung 19,
- Lagerelement 14 und/oder
- Lagerelement 17
handeln kann. Hierzu erfolgt eine kontinuierliche, zyklische, pulsierende oder intermittierende
Zufuhr und/oder Weiterleitung eines Schmiermittels über Schmiermittelkanäle. Über
eine Zuführausnehmung 25 des Zylinderkopfs 8 wird das Schmiermittel einem Strömungskanal
26 der Nockenwelle 6 zugeführt, der mit einem Strömungskanal 27 kommuniziert, welcher
hohlzylinderförmig zwischen einer inneren Mantelfläche 28 der Hohlwelle 16 und einer
außenliegenden Mantelfläche 29 der Zentralschraube 22 gebildet ist. Über radiale Bohrungen
30 der Hohlwelle 16 kann das Schmiermittel aus dem Strömungskanal 27 radial nach außen
treten und den Schmierstellen zugeführt werden.
[0043] Figur 3 zeigt einen schematischen Schmiermittelkreislauf. Das Schmiermittel wird
aus einem Reservoir 31, beispielsweise eine Ölwanne oder ein Öltank, über eine Pumpe
32, beispielsweise eine Motorölpumpe, durch einen Filter 33, insbesondere einen Motorölfilter,
zu der Zuführausnehmung 25 und dem Strömungskanal 26 der Nockenwelle 6 gefördert.
Das Schmiermittel verlässt den Nockenwellenversteller 1 bzw. das Gehäuse 9 desselben
über eine Austrittsöffnung 34 und wird wieder in das Reservoir 31 zurückgeführt.
[0044] Im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäß Figur 3 weist der schematische Schmiermittelkreislauf
gemäß Figur 4 ein zusätzliches Filterelement 35 auf. Das Filterelement 35 ist vorzugsweise
dem Nockenwellenversteller 1 zugeordnet und beispielsweise nach einem Abzweig des
Schmiermittelkreises zu weiteren zu schmierenden Bauelementen angeordnet und ausschließlich
dem Zweig des Schmiermittelkreislaufs zugeordnet, der zur Schmierung des Nockenwellenverstellers
dient. Hierbei ist der Filter 35 möglichst nahe am Einbauort des Nockenwellenverstellers
1 angeordnet oder im Nockenwellenversteller selber. Das Filterelement 35 kann dazu
dienen, Bearbeitungsrückstände in Strömungskanälen, die dem Filterelement 35 stromaufwärts
vorgeordnet sind, von Strömungskanälen des Zylinderkopfs und der Nockenwelle fernzuhalten.
Weiterhin können Fertigungsrückstände und Schmutzpartikel in dem Schmiermittel von
dem Getriebe 2 des Nockenwellenverstellers 1 ferngehalten werden. Weiterhin kann eine
Blendencharakteristik oder eine Drosselwirkung des Fliterelements 35 gezielt eingesetzt
werden, um die Strömungsverhältnisse, insbesondere den Druck, den Volumenstrom und
die Geschwindigkeit des Schmiermittels zu beeinflussen. Das Filterelement 35 ist vorzugsweise
derart zu implementieren, dass es aufgrund der Strömungsverhältnisse bei der maximal
anzunehmenden Kontamination mit Partikeln und Schmutz während der Laufzeit des Nockenwellenverstellers
nicht verstopfen kann oder sich zusetzen kann. Hierzu ist beispielsweise die Anordnung
in einer Steigleitung und/oder als ein Nebenstromfilter vorteilhaft.
[0045] Das Filterelement 35 kann bspw. als
- ein Sieb,
- ein Ringfilter,
- ein Einsteckfilter,
- ein Hütchenfilter,
- Filterplatten,
- Filternetz oder
- Sinterfilter
ausgebildet sein.
[0046] Gemäß Figur 5 wird Schmiermittel in einen Innenraum 36 des Gehäuses 9 gefördert,
beispielsweise gemäß den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen, wobei in dem Innenraum
36 das Schmiermittel mit den Schmierstellen in Berührung kommt. Der Innenraum 36 steht
in Schmiermittelverbindung mit einem Totraum 37, der an einer am radial weitesten
entfernten Stelle des Innenraums 36 angeordnet ist. Eine Anbindung des Totraums 37
an den Innenraum 36 kann großflächig über Übertrittsquerschnitte gebildet sein oder
über separate Kanäle, über die ein Zutritt von Schmiermittel sowie ein Austritt von
Schmiermittel zu und aus dem Totraum 37 möglich ist.
[0047] Für das in Figur 5 dargestellte Ausführungsbeispiel ist der Totraum 37 als umlaufender
Ringkanal ausgebildet. Bei einem Totraum 37 handelt es sich insbesondere um einen
Raum, in dem sich das Schmiermittel mit geringen Geschwindigkeiten bewegt oder nahezu
ruht, so dass der Totraum 37 nicht in einer unmittelbaren, maximalen Durchflusszone
des Schmiermittels angeordnet ist. In dem Totraum 37 wird infolge der Verdrehung des
Gehäuses 9 das Schmiermittel einer Zentrifugalkraft ausgesetzt, wodurch schwere Bestandteile
und Schwebepartikel in dem Schmiermittel nach außen gedrückt werden und sich an einer
radial außenliegenden Wandung 38 ablagern können und nicht zurück zu einer Schmierstelle
geführt werden. Möglich ist weiterhin, dass der ringförmige Totraum 37 in Umfangsrichtung
durch Zwischenwände getrennt ist, so dass in Umfangsrichtung mehrere einzelne Kammern
gebildet sind, durch die vermieden ist, dass sich in dem Totraum 37 das Schmiermittel
in Umfangsrichtung relativ zu dem Gehäuse 9 bewegen kann. Eine Abscheidung von Schmutz
erfolgt damit analog zu einer drehenden Zentrifuge.
[0048] Toträume gemäß Totraum 37 können an beliebiger Stelle im Getriebe angeordnet sein
sowie im Bereich der Nockenwelle, wodurch erreicht werden kann, dass wichtige Funktionsflächen,
beispielsweise in unmittelbarer Nachbarschaft der Toträume, durch auszentrifugierten
Schmutz im Getriebe nicht "verschlammen". Die Zentrifugalwirkung wird verstärkt durch
eine Vergrößerung des Abstands der Toträume von der Längsachse 21-21.
[0049] Gemäß einer ersten Ausgestaltung besitzt der Totraum keinen zusätzlichen Abfluss,
so dass auszentrifugierte Schmutzpartikel dauerhaft in dem Totraum 37 abgelagert werden.
Entsprechend der in Figur 5 dargestellten bevorzugten Ausgestaltung besitzt der Totraum
zumindest eine zusätzliche Austrittsöffnung 39, 40, wobei die Austrittsöffnung 39
axial orientiert ist und die Austrittsöffnung 40 radial orientiert ist. Infolge der
radialen Fliehkraft und/oder der Druckverhältnisse im Totraum 37 im Vergleich zu der
Umgebung des Nockenwellenverstellers 1 bewegt sich das Schmiermittel mit abgelagerten
Schmutzpartikeln in radialer Richtung aus der Austrittsöffnung 40 heraus, wobei die
Förderung der Schmutzpartikel durch die Zentrifugalwirkung unterstützt wird. Abweichend
hierzu erfolgt eine Förderung durch die Austrittsöffnung 39 ausschließlich durch die
Druckdifferenz im Totraum 37 einerseits und in der Umgebung des Nockenwellenverstellers
1 andererseits.
[0050] Für eine alternative Ausgestaltung erfolgt eine Schmutzabscheidung dadurch, dass
das Schmiermittel in einem Strömungskanal labyrinthartig oder zickzackförmig geführt
wird. Eine Schmutzabscheidung durch einen derartigen labyrinthartigen Schmutzabscheider
beruht auf der unterschiedlichen Trägheit des Schmiermittels und störender Partikel
in dem Schmiermittel. Insbesondere für große Fließgeschwindigkeiten kann eine starke
Umlenkung des Schmiermittelstroms dazu führen, dass die Partikel nicht umgelenkt werden,
sondern sich an den Begrenzungen des Labyrinths ablagern. Für den Fall, dass einzelne
Kanäle des Labyrinths in radialer Richtung orientiert sind, kann in derartigen Kanälen
sowie ebenfalls in axialen Kanälen eine Ablagerung in dem Labyrinth an radial außenliegenden
Flächen infolge der zuvor beschriebenen Zentrifugalwirkung erfolgen. Eine alternative
oder kumulative Abscheidewirkung kann entstehen, wenn das Schmiermittel abgebremst
und beschleunigt wird, wobei sich das leichtere Schmiermittel leichter beschleunigen
lässt, während Schmutzpartikel zurückbleiben.
[0051] Neben einer Erzeugung der Zentrifugalwirkung infolge einer Verdrehung des Gehäuses
9 oder anderer Teile des Nockenwellenverstellers 1 kann die Zentrifugalwirkung zumindest
teilweise dadurch erzeugt werden, dass die das Schmiermittel führenden Strömungskanäle
kreis- oder spiralförmig orientiert sind, so dass sich allein durch die Bewegung des
Schmiermittels durch die gekrümmten Strömungskanäle eine Ablagerung an außenliegenden
Begrenzungen der Strömungskanäle bilden kann.
[0052] Abweichend zu den in den Figuren 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispielen eines
Schmiermittelkreislaufs besitzt der in Figur 6 dargestellte schematische Schmiermittelkreislauf
eine eingangsseitige Blende 41 sowie eine eingangsseitige Drossel 42 und eine ausgangsseitige
Blende 43 sowie eine ausgangsseitige Drossel 44. Die Blenden 41, 43 und Drosseln 42,
44 bilden Strömungselemente zur Beeinflussung der Strömungsverhältnisse im Schmiermittelkreislauf.
Die vorgenannten Strömungselemente sind einem parallelen Schmiermittelpfad zugeordnet,
welcher ausschließlich den Nockenwellenversteller 1 beaufschlagt. Vorzugsweise sind
die Strömungselemente nahe an dem Nockenwellenversteller 1 angeordnet oder zumindest
teilweise in diesen, die Nockenwelle oder einen Zylinderkopf im Bereich einer Lagerstelle
für die Nockenwelle integriert.
[0053] Über die Blenden 41, 43 und Drosseln 42, 44 kann eine Drosselung des Volumenstroms
zu dem Nockenwellenversteller erfolgen. Eine zusätzliche Drosselung kann sich durch
Einsatz des Filterelements 35 ergeben. Vorteilhafterweise ist das Filterelement in
Strömungsrichtung stromaufwärts der Strömungselemente angeordnet, damit die Strömungselemente
nicht durch Partikel verstopfen oder im Laufe der Zeit zugesetzt werden.
[0054] Neben dem Einsatz von Strömungselementen mit konstanten Strömungseigenschaften kann
ein kontinuierlich oder in Stufen veränderbares Strömungselement eingesetzt werden.
Möglich ist der Einsatz eines Strömungselements, dessen Strömungswirkung
- in Abhängigkeit von einer Motordrehzahl,
- gekoppelt mit einem Fördervolumen der Pumpe 32 und/oder
- in Abhängigkeit der Temperatur des Nockenwellenverstellers 1 oder des Schmiermittels
veränderlich ist, wobei die genannten Änderungen automatisch auf mechanische Weise
erzeugt werden können oder durch eine geeignete Steuerungsoder Regelungseinrichtung,
die auf das Strömungselement einwirkt.
[0055] Eine Veränderung des Strömungselements erfolgt beispielsweise derart, dass der Volumenstrom
des Schmiermittels auf einem konstanten Wert gehalten wird, unabhängig von einer Temperatur
des Schmiermittels. Ebenfalls möglich ist, dass der Volumenstrom durch eine Beeinflussung
des Strömungselements vergrößert oder verkleinert wird in Betriebsbereichen, in denen
ein höherer Schmiermittel- oder Kühlbedarf oder ein niedriger derartiger Bedarf besteht,
[0056] Für die Ausgestaltung der Strömungselemente in Form von Drosseln 42, 44 und Blenden
41, 43 sind u. U. Ausführungsformen einzusetzen, in denen Ringspalte oder ringförmige
Querschnitte anstelle von Bohrungen mit beispielsweise kreisförmiger Querschnittsfläche
eingesetzt werden, da eine Bohrung u. U. leichter verstopfen kann als ein Ringspalt.
[0057] Für das in Figur 7 dargestellte Ausführungsbeispiel erfolgt eine Zufuhr von Schmiermittel
über mehrere Bohrungen 45 der Nockenwelle 6, wobei die Bohrungen 45 gegenüber der
Längsachse 21-21 und der radialen Orientierung geneigt sind. Die Nockenwelle 6 besitzt
eine stirnseitige Sacklochbohrung 46, die mit einer konusförmigen Fase 47 in ein Gewinde
zur Aufnahme der Zentralschraube 22 übergeht. Die Bohrungen 45 münden in die Fase
47. In dem der Fase 47 gegenüberliegenden Endbereich werden die Bohrungen 45 von einer
Versorgungsnut des Zylinderkopfs 8 mit dem Schmiermittel gespeist. Ungefähr mittig
in der Bohrung 45 ist ein radialer umlaufender Einstich 48 mit im dargestellten Längsschnitt
rechteckförmiger Geometrie eingebracht.
[0058] Ein Teil des über die Bohrung 45 und Bohrung 46 dem Einstich 48 zugeführten Schmiermittels
gelangt über eine axiale Bohrung 49 der Nockenwelle 6, die in den Einstich 48 einmündet,
und eine mit einer gewissen Überdeckung, aber radial versetzte axiale Bohrung 50 des
Gehäuses 9 in den Innenraum des Getriebes 2 zu den Schmierstellen, beispielsweise
zu dem Lagerelement 17, dem Lagerelement 14, den wälzenden Zahnverbindungen der Taumelscheibe
15 und/oder der Lagerung 19.
[0059] Der andere Teil des dem Einstich 48 zugeführten Schmiermittels gelangt über einen
zwischen der inneren Mantelfläche der Hohlwelle 16 und der äußeren Mantelfläche der
Zentralschraube 22 gebildeten Strömungskanal 51 mit kreisringförmigem Querschnitt
zu mindestens einer radialen Bohrung 52 zu einer Schmierstelle, beispielsweise der
Lagerstelle 17 oder in den Innenraum des Getriebes 2. Der Einstich 48 ist mit einer
radialen Erstreckung ausgebildet, die über die Bohrung 49 hinausgeht, so dass radial
außenliegend ein umlaufender ringförmiger Totraum 37 gebildet ist. Zwischen den Bohrungen
49, 50 kann ein Übergangsbereich 53 in Form einer Ausnehmung, einer radialen Nut o.
ä. ausgebildet sein, um den Übertritt zwischen den radial zueinander versetzten Bohrungen
49, 50 zu ermöglichen. In Form der nicht miteinander fluchtenden Bohrungen 49, 50
kann für eine teilweise Überlappung der Bohrungen eine Art Blende geschaffen werden
mit einem kleinen Übergangsquerschnitt oder Blendenquerschnitt, obwohl die Bohrungen
49, 50 an sich mit verhältnismäßig großen Durchmessern und damit groben Werkzeugen
gefertigt werden können.
[0060] Bei ansonsten Figur 7 entsprechender Ausgestaltung ist für das in Figur 8 dargestellte
Ausführungsbeispiel die Erstreckung der Hohlwelle 16 in Längsrichtung derart verlängert,
dass die Hohlwelle in den Einstich 48 hineinragt. Zwischen einer umlaufenden Kante
54, die von der inneren Mantelfläche der Bohrung 46 sowie einer den Einstich begrenzenden
Querfläche 55 gebildet ist, und einer Kante 56, die von der äußeren Mantelfläche 57
der Hohlwelle 16 und einer Stirnfläche 58 der Hohlwelle 16 gebildet ist, ist eine
Blende gebildet für einen Übertritt des Schmiermittels von der Bohrung 46 zu dem Einstich
48.
[0061] Bei ansonsten den vorangegangenen beschriebenen Ausführungsformen entsprechender
Ausgestaltung besitzt die Nockenwelle 6 gemäß Figur 9 keinen Einstich 48. Auch die
Bohrungen 49, 50 und der Übergangsbereich 53 sind für das Ausführungsbeispiel gemäß
Figur 9 nicht vorgesehen, so dass das Schmiermittel aus der Bohrung 46 vollständig
dem Strömungskanal 51 zugeführt wird. In dem kreisringförmigen Strömungskanal, der
in der Bohrung 46 gebildet ist, der einen rechteckförmigen Halbquerschnitt besitzt
und der radial innenliegend von der Mantelfläche der Zentralschraube 22 sowie durch
eine Stirnseite 58 der Hohlwelle 16 begrenzt ist, ist ein Strömungselement 59 angeordnet,
bei dem es sich um einen über die Zentralschraube 22 gestreiften Ring, beispielsweise
aus Kunststoff oder einem Elastomer, handeln kann. Für das in Figur 9 dargestellte
Ausführungsbeispiel besitzt das Strömungselement 59 einen ungefähr T-förmigen Halblängsschnitt,
wobei der Querschenkel des T unter elastischer Anpressung radial innenliegend an der
Mantelfläche der Zentralschraube 22 anliegt, während sich der vertikale Schenkel des
T radial nach außen erstreckt und die Stirnseite dieses Schenkels einen Ringspalt
60 mit der Bohrung 46 ausbildet, wodurch eine Blende geschaffen ist.
[0062] In abweichender Ausgestaltung kann das Strömungselement 59 beispielsweise radial
nach außen gegen die Bohrung 46 verspannt sein, wobei in diesem Fall ein Ringspalt
60 zwischen der Innenfläche des Strömungselements und der Zentralschraube gebildet
ist. Auch eine formschlüssige Aufnahme des Strömungselements 59, beispielsweise in
einer geeigneten Nut der Nockenwelle oder der Zentralschraube, ist denkbar. Eine beliebige
Ausgestaltung der Kontur des Strömungselements 59 im Bereich des Ringspalts 60 zur
Beeinflussung der Strömungsverhältnisse ist möglich, beispielsweise mit stufenweisen
Übergängen oder kontinuierlichen Übergängen.
[0063] Für das in Figur 10 dargestellte Ausführungsbeispiel besitzt die Hohlwelle 16 im
Bereich des Strömungskanals 51 einen radialen, umlaufenden Einstich 61, der auf der
der Fase 47 zugewandten Seite durch einen radial nach innen weisenden, umlaufenden
radialen Vorsprung 62 begrenzt ist. Zwischen dem Vorsprung 62 und der Mantelfläche
der Zentralschraube 22 ist ein Ringspalt 63 gebildet, der eine Blende darstellt. Der
Einstich 61 bildet radial außenliegend einen Totraum 37, da sowohl der Ringspalt 63
als auch der Strömungskanal 51 radial innenliegend von dem Totraum 37 in den Einstich
61 münden.
[0064] Die Nockenwelle 6 wird aus einer Schmiermittelgalerie des Zylinderkopfs 8 mit einem
Schmiermittel versorgt. Die Übertragung des Schmiermittels vom motorfesten Zylinderkopf
8 auf die rotierende Nockenwelle 6 erfolgt in der Regel mittels an sich bekannter
Drehübertrager. Hierbei handelt es sich üblicherweise um eine Ringnut 64 der äußeren
Mantelfläche der Nockenwelle 6. Die Ringnut 64 wird von einer entsprechenden zylinderförmigen
Mantelfläche 65 des Zylinderkopfs 8 umschlossen, zu der eine axial zur Ringnut 64
ausgerichtete Stichbohrung 66 aus der Schmiermittelgalerie führt. Die Stichbohrung
66 kann die Mantelfläche 65, wie in Figur 11 dargestellt, radial durchbrechen oder
diese beispielsweise tangential durchbrechen.
[0065] Ein Drehübertrager kann in einem Radiallager für die Nockenwelle 6 oder auf einem
separaten Absatz angeordnet sein. Bei letzterem sind jedoch wegen des meist größeren
Radialspalts oftmals Dichtringe 67, 68, beispielsweise ein Stahl-, Guss-, Kunststoffdichtring,
erforderlich. Bei einer Anordnung des Drehübertragers in einem Radiallager der Nockenwelle
6 ist zu beachten, dass die Lagerbreite um die Breite der Ringnut reduziert wird.
[0066] In einer weiteren Ausführungsform können Ringnuten zylinderkopffest, beispielsweise
in dem Lager, der Lagerbrücke oder einer eingelegten Lagerbuchse, ausgeführt sein.
In der Nockenwelle sind dann keine Ringnuten 64 erforderlich.
[0067] Die Verwendung eines zuvor beschriebenen Drehübertragers bewirkt infolge der umlaufenden
Ringnut und der radialen Bohrungen 69, die die Ringnut 64 mit der Bohrung 46 verbinden,
einen kontinuierlichen Strom des Schmiermittels vom Zylinderkopf 8 in die Nockenwelle
6.
[0068] Für eine besondere Ausgestaltung werden die Stichbohrung 66 und die Ringnut 64 in
axialer Richtung versetzt zueinander angeordnet, wodurch bereits beim Übertritt des
Schmiermittels von der Stichbohrung 66 zu der Ringnut 64 eine Art Drossel geschaffen
ist, deren Öffnungsquerschnitt kleiner wird, je größer der Versatz in axialer Richtung
zwischen Stichbohrung 66 und Ringnut 64 ist. Eine Drosselwirkung kann hierbei erzielt
werden auch für einen verhältnismäßig großen Durchmesser der Stichbohrung 66 und eine
große Breite der Ringnut 64, so dass keine schmutzempfindlichen und fertigungssensiblen
kleinen Bohrungen oder Nuten geschaffen werden müssen.
[0069] Gemäß einer besonderen weiteren Ausgestaltung erfolgt eine Zufuhr des Schmiermittels
über eine zyklische Schmiermittelversorgung. In einem derartigen Fall entfällt die
Ringnut 64, so dass eine Schmiermittelverbindung zwischen der Stichbohrung 66 und
den Bohrungen 69 nur für derartige Drehstellungen der Nockenwelle 6 gegeben ist, für
die die Bohrungen 66, 69 miteinander fluchten oder eine Überdeckung aufweisen. Sind
vergrößerte Übertrittszeiten gewünscht, so kann im Übergangsbereich zwischen Stichbohrung
66 und Bohrung 69 der Zylinderkopf 8 oder die Mantelfläche der Nockenwelle 6 eine
über einen Teilumfang verlaufende Nut aufweisen, so dass ein Übertritt von der Stichbohrung
66 zu der Bohrung 69 so lange möglich ist, wie diese Bohrungen 66, 69 durch die Nut
miteinander verbunden sind. Über die Gestaltung des Breitenverlaufes der Nut kann
des Weiteren die Übergabe des Schmiermittels variabel gestaltet werden. Somit kann
ein Volumenstrom und Massenstrom des Schmiermittels konstruktiv und zyklisch vorgegeben
werden. Ferner kann ein pulsierender Schmiermittelstrom bewirkt werden, der Druckschwankungen
zur Folge hat, die beispielsweise für eine bessere Durchmischung und Benetzung der
Schmierstellen mit dem Schmiermittel genutzt werden kann. Weiterhin kann durch pulsierende
Schmiermittelströme die Gefahr von Verstopfungen beispielsweise von Blenden oder Drosseln,
gemindert werden. Führen derartige Schmiermittelpulsationen zu Pulsationsschwingungen
in dem Schmiermittelkreislauf, so kann im Schmiermittelkreislauf, insbesondere im
Bereich des Zylinderkopfs 8, im Bereich der Nockenwelle und/oder in dem Getriebe ein
Rückschlagventil angeordnet werden.
[0070] Figur 12 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem dem Getriebe 2 Schmiermittel über
eine radiale Sacklochbohrung 70, eine axiale, in die Sacklochbohrung 70 mündende stirnseitige
Sacklochbohrung 71 der Nockenwelle und eine Stichbohrung 72 des Gehäuses 9 zugeführt
wird. Eine Vereinfachung der Montage ergibt sich, wenn im Übergangsbereich zwischen
den Bohrungen 71 der Nockenwelle und den Bohrungen 72 des Gehäuses 9 eine umlaufende
Ringnut 73 vorgesehen ist, wodurch bei der Montage die Bohrungen 71, 72 nicht koaxial
zueinander ausgerichtet werden müssen.
[0071] Figur 13 zeigt ein Ausführungsbeispiel, welches im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 9 entspricht, wobei allerdings kein Strömungselement 59 vorgesehen ist.
[0072] Figur 14 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Ringnut 64 über eine gegenüber
der Längsachse 21-21 und der Querachse geneigte Bohrung 74 unmittelbar mit dem Ringkanal
73 verbunden ist.
[0073] Für das in Figur 15 dargestellte Ausführungsbeispiel erfolgt die unmittelbare Verbindung
des Ringkanals 73 und der Ringnut 64 über eine stirnseitig in die Nockenwelle eingebrachte,
in die Ringnut 64 mündende und den Ringkanal 73 durchbohrende Bohrung 75.
[0074] Neben den konstruktiven Maßnahmen zur Gestaltung der Strömungsquerschnitte im Zylinderkopf
sowie in der Nockenwelle ist eine Einflussnahme auf die Strömungsverhältnisse im Schmiermittelkreislauf
im Getriebe möglich. Hierbei kann eine Drosselung der Zulaufbohrung durch den Einsatz
einer Drossel oder Blende erfolgen. Alternativ oder kumulativ ist die Drosselung des
Ablaufs durch ein rückseitiges Verschließen des Getriebes, beispielsweise mit einem
Blechdeckel, möglich, der zusammen mit der Verstellwelle einen ringförmigen Spalt,
insbesondere mit einer Spalthöhe im Bereich von 0,1 bis 2 mm, bildet.
[0075] Darüber hinaus ist es möglich, Lager in dem Getriebe einzusetzen, die mit Dichtelemente
ausgestattet sein. Gemäß Figur 16 besitzt ein Ringkanal zwischen Hohlwelle 16 und
Zentralschraube 22 eine Ringbreite im Bereich von 0,2 bis 1 mm. Die radialen Verbindungsbohrungen
zwischen diesem Strömungskanal und dem Innenraum des Getriebes besitzen vorzugsweise
einen Durchmesser zwischen 0,5 und 3 mm. Weitere Beeinflussungen oder Drosseln oder
Blenden können durch Vorgabe der axialen und/oder radialen Spalte 76 erfolgen, die
konstruktiv vorgegeben werden können und Strömungsquerschnitte oder Blenden oder Drosseln
für das Schmiermittel bilden.
[0076] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung eines Nockenwellenverstellers 1 besitzt die äußere
Mantelfläche des Gehäuses 9 Ausnehmungen oder Fenster 77, die gleichmäßig oder ungleichmäßig
in Umfangsrichtung verteilt sein können, vgl. Figur 17.
[0077] Figur 18 zeigt weitere Möglichkeiten für die Anordnung von Ausnehmungen oder Öffnungen
78 im Bereich einer Stirnseite des Nockenwellenverstellers 1, Eine Übertragung des
Schmiermittels über die Nockenwelle kann entfallen, wenn ein Schmiermittel durch die
Öffnungen 78, 77 dem Getriebe 2 zugeführt wird. Beispielsweise kann das Schmiermittel
über eine Schmiermittelspritze durch die Öffnungen 77, 78 gefördert werden. Eine derartige
Schmiermittelspritze kann zylinderkopffest oder an einem Kettenkasten angeordnet sein.
Bei einer Schmiermittelspritze kann es sich im einfachsten Fall lediglich um eine
Schmiermittelbohrung handeln, aus der ein feiner Schmiermittelstrahl austritt und
der auf einen Punkt außerhalb des Getriebes oder innerhalb des Getriebes, beispielsweise
durch die Öffnungen 77, 78, auftrifft. Insbesondere kann ein derartiger Punkt möglichst
nahe an der Drehachse im Inneren des Getriebes liegen. Durch die im rotierenden System
auf das Schmiermittel wirkende Fliehkraft wird das Schmiermittel nach außen zu den
Schmierstellen, beispielsweise zu einem Lager und/oder zu der Verzahnung, verteilt.
[0078] Zusätzlich kann durch die Anordnung der Öffnungen 77, 78 des Getriebegehäuses das
Schmiermittel unmittelbar auf eine Verzahnung oder andere Schmiermittelstellen aufgespritzt
werden. Es ist ebenfalls denkbar, dass die Bespritzung mit Schmiermittel mit der Schmiermittelversorgung
anderer Motorbauteile, beispielsweise einer Kette oder einem Spanner, kombiniert wird.
Ebenfalls denkbar ist, dass ein Punkt oder eine Fläche außerhalb des Getriebes 2m
mit dem Schmiermittel bespritzt wird. Eine Schmierung wird dann durch das abprallende
oder reflektierte Schmiermittel oder einen hierdurch erzeugten Schmiermittelnebel
gewährleistet,
[0079] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung kann eine Schmiermittelversorgung über den
in einem Kettenkasten ohnehin vorhandenen Schmiermittelnebel erfolgen, der durch die
Öffnungen 77, 78 in den Nockenwellenversteller eindringen kann.
[0080] Bei einer weiteren Ausgestaltung einer Schmiermittelversorgung gemäß Figur 20 ist
außerhalb des Getriebes ein Tropfblech 80 vorgesehen ist, an dem der Schmiermittelnebel
kondensiert und abtropft. Alternativ oder zusätzlich können spezielle Tropfschmiermitteldüsen
vorgesehen sein, die gezielt in Richtung der Öffnungen 77, 78 ausgerichtet werden,
[0081] Um bei der Schmierung mit einem Schmiermittelnebel, mit Schmiermitteltropfen oder
mit einem Schmiermittelstrahl auch bei niedrigen Temperaturen des Schmiermittels oder
bei einem Kaltstart die Funktion zuverlässig zu gewährleisten, sind die Schmierstellen,
beispielsweise Gleitlager und/oder Verzahnungen, mit Notlaufeigenschaften auszustatten.
Derartige Notlaufeigenschaften können beispielsweise
- durch eine Beschichtung der Funktionspartner oder
- durch Einbringen von Schmiermittelreservoirs
gewährleistet werden. Insbesondere werden die Schmiermittelreservoirs durch mikroskopische
oder makroskopische kleine Taschen der Schmiermittelstellen bereitgestellt, in denen
Schmiermittel für einen Kaltstart oder bei niedrigen Schmiermitteltemperaturen gespeichert
werden kann. Bessere Notlaufeigenschaften können vorzugsweise auch dann vorliegen,
wenn weitestgehend Wälzlagerungen an den Lagerstellen vorgesehen werden.
[0082] Zur Schmierung kann weiterhin auch ein von einem ölgeschmierten Zugmittel (Steuerkette)
abtropfendes Öl eingesetzt werden, welches durch eine Öffnung des Gehäuses hindurchtritt.
Das Zugmittel wird u. U. über eine Tauch- oder Spritzbeölung geschmiert oder durch
Abstreifen von Öl von beölten Kettenspanner- oder Umlenkschiene. Ein Teil des so von
der Kette beförderten Öls kann oberhalb des Antriebsrades (kettenrad) des Getriebes
abtropfen und so in darunterliegende Öffnungen des Getriebes gelangen. Des Weiteren
ist es möglich, Öl durch Kapilarwirkung zum Getriebe oder zu darüber liegenden Abtropfstellen
zu befördern. Möglich ist auch, dass Öl durch Luftströmungen, die z.B. aus der Antriebsbewegung
von Steuertriebs- oder Verstellerteilen resultieren, quasi zur Schmierstelle "gepustet"
wird.
Bezugszeichenliste
[0083]
- 1
- Nockenwellenversteller
- 2
- Getriebe
- 3
- Antriebsrad
- 4
- Verstellwelle
- 5
- Abtriebswelle
- 6
- Nockenwelle
- 7
- Elektromotor
- 8
- Zylinderkopf
- 9
- Gehäuse
- 10
- Dichtelement
- 11
- Dichtelement
- 12
- Kupplung
- 13
- Exzenterwelle
- 14
- Lagerelement
- 15
- Taumelscheibe
- 16
- Hohlwelle
- 17
- Lagerelement
- 18
- Abtriebskegelrad
- 19
- Lagerung
- 20
- Antriebskegelrad
- 21
- Längsachse
- 22
- Zentralschraube
- 23
- Schmierstelle
- 24
- Schmierstelle
- 25
- Zuführausnehmung
- 26
- Strömungskanal
- 27
- Strömungskanal
- 28
- Mantelfläche
- 29
- Mantelfläche
- 30
- Bohrung
- 31
- Reservoir
- 32
- Pumpe
- 33
- Filter
- 34
- Austrittsöffnung
- 35
- Filterelement
- 36
- Innenraum
- 37
- Totraum
- 38
- Wandung
- 39
- Austrittsöffnung
- 40
- Austrittsöffnung
- 41
- Blende
- 42
- Drossel
- 43
- Blende
- 44
- Drossel
- 45
- Bohrung
- 46
- Sacklochbohrung
- 47
- Fase
- 48
- Einstich
- 49
- Bohrung
- 50
- Bohrung
- 51
- Strömungskanal
- 52
- Bohrung
- 53
- Übergangsbereich
- 54
- Kante
- 55
- Querfläche
- 56
- Kante
- 57
- Mantelfläche
- 58
- Stirnseite
- 59
- Strömungselement
- 60
- Ringspalt
- 61
- Einstich
- 62
- Vorsprung
- 63
- Ringspalt
- 64
- Ringspalt
- 65
- Mantelfläche
- 66
- Stichbohrung
- 67
- Dichtring
- 68
- Dichtring
- 69
- Bohrung
- 70
- Sacklochbohrung
- 71
- Sacklochbohrung
- 72
- Stichbohrung
- 73
- Ringkanal
- 74
- Bohrung
- 75
- Bohrung
- 76
- Spalt
- 77
- Öffnung
- 78
- Öffnung
- 79
- Stirnseite
- 80
- Tropfblech
- 81
- Zwischenraum
- 82
- Teilbereich
- 83
- Teilbereich
- 84
- Strömungskanal
1. Nockenwellenversteller (1) für eine Brennkraftmaschine zur Verstellung einer relativen
Winkellage zwischen einem Antriebselement (3) und einem Abtriebselement (6), wobei
das Abtriebselement (3) und das Abtriebselement (6) über ein Getriebe (2) miteinander
verbunden sind und eine Schmierung über einen Strom eines Schmiermittels durch einen
Strömungskanal (26, 27) erfolgt, wobei der Strom des Schmiermittels durch ein Strömungselement
(59) beeinflusst ist, welches eine Blende oder Drossel bildet, die in einen Strömungskanal
(26) des Nockenwellenverstellers (1) eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet,dass stromaufwärts des Strömungselements (59) ein Filterelement angeordnet ist, dass der
Strömungskanal (26) in dem Bereich, in den das Strömungselement (59) eingesetzt ist,
einen kreisringförmigen Querschnitt aufweist und dass der Strömungskanal (26) zwischen
einer Mantelfläche einer stirnseitig in die Nockenwelle (6) eingeschraubten Zentralschraube
(22) und einer nockenwellenfesten Innenfläche (46) gebildet ist.
2. Nockenwellenversteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungselement im Eintrittbereich des Schmiermittels in das Getriebe (2) und/oder
im Austrittsbereich des Schmiermittels aus dem Getriebe (2) angeordnet ist.
3. Nockenwellenversteller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungselement (59) form-, reib- oder stoffschlüssig mit dem Strömungskanal
(26) verbunden ist.
4. Nockenwellenversteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungselement (59) mit einem Kunststoff oder einem Elastomer gebildet ist.
5. Nockenwellenversteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungselement (59) radial elastisch ist und unter radialer Anpressung gegen
eine Begrenzung des Strömungskanals (26) gepresst ist.
6. Nockenwellenversteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungselement durch eine Querschnittsveränderung quer zur Strömungsrichtung
des Schmiermittels geschaffen ist.
7. Nockenwellenversteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungselement durch eine Querschnittsveränderung in Umfangsrichtung zur Strömungsrichtung
des Schmiermittels geschaffen ist.
8. Nockenwellenversteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Strömungselemente hintereinander oder parallel geschaltet sind.
9. Nockenwellenversteller (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Zentralschraube (22) und einer zentralen stirnseitigen Ausnehmung
(46) der Nockenwelle (6) ein hohlzylinderförmiger Zwischenraum (81) gebildet ist,
- dessen erster Teilbereich (82) einen ersten Strömungskanal (84) bildet und
- in dem in einem außen liegenden zweiten Teilbereich (83) eine Hohlwelle (16) angeordnet
ist unter Ausbildung eines zweiten Strömungskanals (51),
- wobei der zweite Strömungskanal (51) einen kleineren Strömungsquerschnitt besitzt
als der erste Strömungskanal (84) und
- im ersten Strömungskanal (84) zwischen Hohlwelle (16) und Zentralschraube (22) oder
zwischen Hohlwelle (16) und Nockenwelle (6) durch zumindest einen Vorsprung (62) eine
Blende oder eine Drossel gebildet ist.
10. Nockenwellenversteller (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Zentralschraube (22) und einer zentralen stirnseitigen Ausnehmung
(Sacklochbohrung 46) der Nockenwelle (6) ein hohlzylinderförmiger Zwischenraum (81)
gebildet ist, wobei
- die Nockenwelle (6) einen radialen Einstich (48) aufweist,
- der Zwischenraum (81) in einem ersten Teilbereich (82) einen ersten Strömungskanal
(84) bildet,
- in einem außen liegenden zweiten Teilbereich (83) und radial innenliegend von dem
Einstich (48) eine die Zentralschraube (22) umgebende Hohlwelle (16) angeordnet ist
und
- der Einstich (48) und der erste Strömungskanal (84) durch eine Blende miteinander
verbunden sind, die zwischen einer Stirnfläche (58) der Hohlwelle (16) und einer innenliegenden
Mantelfläche der Nockenwelle (6) gebildet ist.
11. Nockenwellenversteller nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Einstich (48) einen radial außenliegenden Totraum (37) aufweist.
12. Nockenwellenversteller (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zylinderkopffeste Bauelement mindestens eine Austrittsöffnung (66) aufweist und
die Nockenwelle (6) mindestens eine Eintrittsöffnung (69) aufweist, wobei im Übertrittsbereich
der Austrittsöffnung (66) zu der Eintrittsöffnung (69) eine Drossel oder Blende dadurch
geschaffen ist, dass die Eintrittsöffnung (69) und die Austrittsöffnung (66) nicht
miteinander fluchten, sondern zueinander versetzt angeordnet sind.
13. Nockenwellenversteller nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Öffnung von der Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung als eine in Umfangsrichtung
verlaufende Nut ausgebildet ist und die andere Öffnung von der Eintrittsöffnung und
der Austrittsöffnung als Bohrung ausgebildet ist.
14. Nockenwellenversteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (2) als Taumelscheibengetriebe ausgebildet ist.
1. Camshaft adjuster (1) for an internal combustion engine, for adjusting a relative
angular position between a drive element (3) and a driven element (6), the drive element
(3) and the driven element (6) being connected to one another via a transmission (2),
and lubrication taking place via a stream of lubricant through a flow duct (26, 27),
the stream of lubricant being influenced by a flow element (59) which forms a diaphragm
or throttle which is inserted into a flow duct (26) of the camshaft adjuster (1),
characterized in that a filter element is arranged upstream of the flow element (59), in that the flow duct (26) has an annular cross section in the region into which the flow
element (59) is inserted, and in that the flow duct (26) is formed between a surface area of a central screw (22) screwed
into the camshaft (6) on the end face and a camshaft-fixed inner surface (46).
2. Camshaft adjuster according to Claim 1, characterized in that the flow element is arranged in the inlet region to the lubricant into the transmission
(2) and/or in the outlet region of the lubricant out of the transmission (2).
3. Camshaft adjuster according to Claim 1 or 2, characterized in that the flow element (59) is connected to the flow duct (26) positively, frictionally
or in a materially integral manner.
4. Camshaft adjuster according to one of the preceding claims, characterized in that the flow element (59) is formed by a plastic or an elastomer.
5. Camshaft adjuster according to one of the preceding claims, characterized in that the flow element (59) is radially elastic and under radial pressure is pressed against
a boundary of the flow duct (26).
6. Camshaft adjuster according to one of the preceding claims, characterised in that the flow element is provided by means of a variation in cross section transversely
to the flow direction of the lubricant.
7. Camshaft adjuster according to one of the preceding claims, characterized in that the flow element is provided by a variation in cross section in the circumferential
direction with respect to the flow direction of the lubricant.
8. Camshaft adjuster according to one of the preceding claims, characterised in that a plurality of flow elements are connected in series or in parallel.
9. Camshaft adjuster (1) according to one of the preceding claims, characterize in that
there is formed between a central screw (22) and a central end-face recess (96) of
the camshaft (6) a hollow-cylindrical interspace (81),
- of which the first subregion (82) forms a first flow duct (84) and
- in which a hollow shaft (16) is arranged in an outer second subregion (83), thereby
forming a second flow duct (51),
- the second flow duct (51) possessing a smaller flow cross section than the first
flow duct (84), and
- a diaphragm or a throttle being formed in the first flow duct (84) between the hollow
shaft (16) and central screw (22) or between the hollow shaft (16) and camshaft (6)
by means of at least one protection (62).
10. Camshaft adjuster (1) according to one of the preceding claims,
characterised in that a hollow-cylindrical interspace (81) is formed between a central screw (22) and a
central end-face recess (blind-hole bore 46) of the camshaft (6),
- the camshaft (6) having a radial indentation (48),
- the interspace (81) in a first subregion (82) forming a first flow duct (84),
- a hollow shaft (16) which surrounds the central screw (22) being arranged in an
outer second subregion (83) and radially to the inside of the indentation (48), and
- the indentation (48) and the first flow duct (84) being connected to one another
by means of a diaphragm which is formed between an end face (58) of the hollow shaft
(16) and an inner surface area of the camshaft (6).
11. Camshaft adjuster according to Claim 10, characterized in that the indentation (48) has a radially outer dead space (37).
12. Camshaft adjuster (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the structural element fixed to the cylinder head has at least one outlet port (66)
and the camshaft (6) has at least one inlet port (69), a throttle or diaphragm being
provided in the overflow region of the outlet port (66) to the inlet port (69), in that the inlet port (69) and the outlet port (66) are not in alignment with one another,
but instead are arranged so as to be offset to one another.
13. Camshaft adjuster according to Claim 12, characterized in that one port of the inlet port and outlet port is designed as a groove running in the
circumferential direction, and the other port of the inlet port and outlet port is
designed as a bore.
14. Camshaft adjuster according to one of the preceding claims, characterized in that the transmission (2) is designed as squashplate-type transmission.
1. Dispositif de réglage d'arbre à cames (1) pour un moteur à combustion interne pour
le réglage d'une position angulaire relative entre un élément d'entraînement (3) et
un élément de sortie (6), l'élément d'entraînement (3) et l'élément de sortie (6)
étant reliés l'un à l'autre par le biais d'une transmission (2) et une lubrification
s'effectuant par le biais d'un flux d'un lubrifiant à travers un canal d'écoulement
(26, 27), le flux du lubrifiant étant influencé par un élément d'écoulement (59),
lequel forme un diaphragme ou un étranglement qui est inséré dans un canal d'écoulement
(26) du dispositif de réglage d'arbre à cames (1), caractérisé en ce qu'un élément de filtre est disposé en amont de l'élément d'écoulement (59), en ce que le canal d'écoulement (26) présente, dans la région dans laquelle l'élément d'écoulement
(59) est inséré, une section transversale de forme annulaire circulaire et en ce que le canal d'écoulement (26) est formé entre une surface d'enveloppe d'une vis centrale
(22) vissée du côté frontal dans l'arbre à cames (6) et une surface intérieure (46)
fixée à l'arbre à cames.
2. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'écoulement est disposé dans la région d'entrée du lubrifiant dans la
transmission (2) et/ou dans la région de sortie du lubrifiant hors de la transmission
(2).
3. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément d'écoulement (59) est relié au canal d'écoulement (26) par engagement par
complémentarité de formes, par friction ou par liaison de matière.
4. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément d'écoulement (59) est formé par un plasmique ou un élastomère.
5. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément d'écoulement (59) est radialement élastique et est pressé contre une limitation
du canal d'écoulement (26) par une pression de contact radiale.
6. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément d'écoulement est produit par un changement de section transversale transversalement
à la direction d'écoulement du lubrifiant.
7. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément d'écoulement est produit par un changement de section transversale dans
la direction périphérique par rapport à la direction d'écoulement du lubrifiant.
8. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que plusieurs éléments d'écoulement sont connectées les uns derrière les autres ou parallèlement.
9. Dispositif de réglage d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce qu'entre une vis centrale (22) et un évidement frontal central (46) de l'arbre à cames
(6) est formé un espace intermédiaire de forme cylindrique creuse (81)
- dont la première région partielle (82) forme un premier canal d'écoulement (84)
et
- dans lequel un arbre creux (16) est disposé dans une deuxième région partielle (83)
située à l'extérieur en formant un deuxième canal d'écoulement (51),
- le deuxième canal d'écoulement (51) présentant une plus petite section transversale
d'écoulement que le premier canal d'écoulement (84) et
- un diaphragme ou un étranglement étant formé par au moins une saillie (62) dans
le premier canal d'écoulement (84) entre l'arbre creux (16) et la vis centrale (22)
ou entre l'arbre creux (16) et l'arbre à cames (6).
10. Dispositif de réglage d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce qu'un espace intermédiaire de forme cylindrique creuse (81) est formé entre une vis centrale
(22) et un évidement frontal central (alésage borgne 46) de l'arbre à cames (6),
- l'arbre à cames (6) comprenant une entaille radiale (48),
- l'espace intermédiaire (81) formant, dans une première région partielle (82), un
premier canal d'écoulement (84),
- un arbre creux (16) entourant la vis centrale (22) étant disposé dans une deuxième
région partielle située à l'extérieur (83) et radialement à l'intérieur à partir de
l'entaille (48) et
- l'entaille (48) et le premier canal d'écoulement (84) étant reliés l'un à l'autre
par un diaphragme qui est formé entre une surface frontale (58) de l'arbre creux (16)
et une surface d'enveloppe située à l'intérieur de l'arbre à cames (6).
11. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'entaille (48) comprend un espace mort situé radialement à l'extérieur (37).
12. Dispositif de réglage d'arbre à cames (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'élément structural fixé à la culasse comprend au moins une ouverture de sortie
(66) et l'arbre à cames (6) comprend au moins une ouverture d'entrée (69), un étranglement
ou un diaphragme étant produit dans la région de transition de l'ouverture de sortie
(66) à l'ouverture d'entrée (69) par le fait que l'ouverture d'entrée (69) et l'ouverture
de sortie (66) ne sont pas en alignement l'une avec l'autre mais sont disposées de
manière décalée l'une par rapport à l'autre.
13. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'une ouverture parmi l'ouverture d'entrée et l'ouverture de sortie est réalisée sous
la forme d'une rainure s'étendant dans la direction périphérique et l'autre ouverture
parmi l'ouverture d'entrée et l'ouverture de sortie est réalisée sous forme d'alésage.
14. Dispositif de réglage d'arbre à cames selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la transmission (2) est réalisée sous forme de transmission à plateau oscillant.