[0001] Die Erfindung betrifft eine Lasttrennschaltung, welche zum stromlosen Verbinden und
Trennen einer elektrischen Einrichtung und einer Gleichstromquelle eine Steckverbindung
mit wenigstens einem elektrischen Kontakt umfasst, wobei in Reihe mit dem wenigstens
einen elektrischen Kontakt ein Halbleiterschaltelement angeordnet ist.
[0002] Bei elektrischen Verbindungen von insbesondere Gleichstromquellen mit sonstigen elektrischen
Einrichtungen kann es bei einer Trennung eines Kontaktes unter Last zur Bildung eines
Lichtbogens kommen. Dabei treten häufig Beschädigungen der Kontaktelemente auf bis
hin zum Verschweißen des Kontakts. Für elektrische Kontakte, die unter Last trennbar
sein sollen, sieht man daher in der Regel eine Überdimensionierung vor, wodurch mögliche
Beschädigungen der Kontaktelemente durch die Lichtbogenbildung gemindert werden. Die
Gefahr für Personen bleibt jedoch bestehen.
[0003] Es sind deshalb verschiedene Systeme bekannt, um elektrische Kontakte vor einem Verbinden
oder Trennen stromlos zu schalten. So beschreibt etwa die
DE 22 53 975 A1 eine Lasttrennschaltung zum Verbinden und Trennen mittels eines Hauptkontaktes. Dabei
ist eine Steuerung vorgesehen, die ein Halbleiterschaltelement in Abhängigkeit des
Schaltzustands eines Hilfskontakts ansteuert. Das Halbleiterschaltelement wird vor
dem Schließen des Hauptkontaktes eingeschaltet und nach dem Öffnen des Hauptkontaktes
ausgeschaltet.
[0004] Aus der
US 4 772 809 A ist eine Lasttrennschaltung bekannt, die einen Halbleiterschalter aufweist, der mit
einem Relaisschalter in Serie zu einer Last und einer Stromversorgung angeordnet ist.
[0005] Die
DE 198 38 492 A1 beschreibt eine Steckverbindungsanordnung zur Verbindung einer Stromquelle mit einem
Verbraucher, wobei zwischen Stromquelle und Verbraucher eine Schalteinrichtung angeordnet
ist, deren Steuerstrom ebenfalls über die Steckverbindung angeschlossen wird. Dabei
eilen die Kontakte für die Hauptstromkreise vor, während die Kontakte für den Steuerstrom
nacheilen, so dass die Hauptstromkreise bereits geschlossen sind, ehe der Steuerstromkreis
eingeschaltet wird. Dadurch wird ein Stromfluss in den Hauptstromkreisen beim Verbinden
oder Trennen der Kontakte der Hauptstromkreise verhindert. Für den Anschluss von beispielsweise
Photovoltaikgeneratoren an Wechselrichter ist diese Anordnung nicht geeignet, weil
die an der Transistorschaltung auftretenden Verluste den Wirkungsgrad verschlechtern.
[0006] Eine andere Möglichkeit, eine Stromquelle unter Last von einer elektrischen Einrichtung
zu trennen beschreibt die
DE 102 25 259 B3. Dabei wird ein als Lasttrenner ausgebildeter elektrischer Steckverbinder angegeben,
mit dem ein Lichtbogen vermieden oder zumindest reduziert werden soll. Dies wird erreicht
durch einen bei einem Aussteckvorgang voreilenden Hauptkontakt und einen parallel
geschalteten nacheilenden Hilfskontakt, so dass beim Ausstecken des Steckverbinders
der Hauptkontakt zwangsläufig zuerst und der Hilfskontakt zuletzt von seinem Gegensteckteil
getrennt werden und ein in Reihe mit dem Hilfskontakt geschaltetes Halbleiterschaltelement
zur Lichtbogenvermeidung bzw. Lichtbogenlöschung. Dabei wird das Halbleiterschaltelement
gepulst angesteuert, so dass es während des Aussteckvorgangs zwischen einer Kontakttrennung
des Hauptkontakts und des Hilfskontakts zumindest einmal geöffnet und ein Lichtbogen
verhindert oder zumindest reduziert wird.
[0007] Für eine ordnungsgemäße Funktion ist eine genaue Abstimmung der Taktfrequenz des
Halbleiterelements mit dem möglichen Zeitablauf während eines Aussteckvorgangs erforderlich.
Zudem wird durch die gepulste Ansteuerung des Halbleiterelements ein entstehender
Lichtbogen immer wieder gelöscht, jedoch nicht gänzlich vermieden. Der Kontakt ist
also nicht stromlos, wodurch weiterhin eine Gefahr für Personen besteht.
[0008] Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine gegenüber dem Stand der Technik
verbesserte Lösung zum Trennen und Verbinden eines elektrischen Kontakts anzugeben.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Lasttrennschaltung der eingangs genannten Art,
bei der parallel zu dem Halbleiterschaltelement ein Schalter angeordnet ist, welcher
einen Hauptkontakt und einen Hilfskontakt umfasst, wobei der Hauptkontakt und der
Hilfskontakt in einer Weise gekoppelt sind, dass sich der Schaltzustand des Hilfskontakts
vor einem Schließen und nach einem Öffnen des Hauptkontakts ändert und wobei eine
Steuerung vorgesehen ist, welche das Halbleiterschaltelement in Abhängigkeit des Schaltzustandes
des Hilfskontaktes vor einem Schließen des Hauptkontaktes einschaltet und nach einem
Öffnen des Hauptkontaktes ausschaltet.
[0010] Durch diese Schaltung wird der Strom während eines Verbindungs- oder Trennvorganges
des elektrischen Kontakts zur Gänze abgeschaltet, so dass eine Lichtbogenbildung sicher
verhindert wird. Zudem wird der Hauptkontakt ohne Leistung geschaltet, wodurch die
Lebensdauer des Schalters erheblich verlängert wird. Dabei fließt der Laststrom nur
während des Verbindungs- oder Trennvorganges durch das Halbleiterschaltelement, wobei
diese Zeitspanne durch die Verzögerung zwischen den Schaltzeitpunkten des Hilfskontakts
und des Hauptkontakts bestimmt wird. Diese Verzögerungszeit ergibt sich durch die
Bauform des Schalters, dessen Betätigung entweder manuell oder elektromagnetisch über
ein Relais erfolgen kann. Die Schaltstellung des Hilfskontakts wird von der Steuerung
abgefragt und führt zum Ein- bzw. Ausschalten des Halbleiterschaltelements.
[0011] Bei verbundenem elektrischen Kontakt und eingeschaltetem Schalter fließt der Laststrom
ausschließlich über den Hauptkontakt des Schalters, weil der elektrische Widerstand
des parallel dazu angeordneten, weiterhin eingeschalteten Halbleiterschaltelements
größer ist. Es ergeben sich demnach keine unerwünschten Verluste am Halbleiterschaltelement,
welches zudem nur so groß dimensioniert werden muss, dass es dem Laststrom während
der Verzögerungszeit zwischen den Schaltzeitpunkten des Hilfskontakts und des Hauptkontakts
zuzüglich eines Sicherheitswertes standhält.
[0012] Weiters ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der wenigstens eine elektrische Kontakt
durch eine mechanische Sperrvorrichtung gesichert ist und dass die mechanische Sperrvorrichtung
in der Weise mit dem Schalter gekoppelt ist, dass ein Trennen des wenigstens einen
elektrischen Kontakts nur nach dem Öffnen des Hauptkontakts möglich ist und dass ein
Verbinden des wenigstens einen elektrischen Kontakts nur bei geöffnetem Hauptkontakt
möglich ist. Personen können auf diese Weise daran gehindert werden, den Verbindungs-
bzw. Trennvorgang falsch auszuführen.
[0013] Zudem ist erfindungsgemäß in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement der Kontakt eines
Relais angeordnet und die Spule des Relais ist mit der Steuerung verbunden, sodass
der Kontakt des Relais vor einem Einschalten des Halbleiterschaltelements geschlossen
und nach einem Ausschalten des Halbleiterschaltelements geöffnet wird. Dabei ist durch
die galvanische Trennung der Strom sicher abgeschaltet. Die Betätigung des Relais
erfolgt dabei mittels Steuerung bei einem Verbindungsvorgang vor dem Einschalten des
Halbleiterschaltelements und bei einem Trennvorgang nach dem Abschalten des Leistungshalbleiters.
[0014] Für die Ausbildung des Hauptkontakts und des Hilfskontakts in einem Schalter ist
es vorteilhaft, wenn ein Kontaktelement des Hauptkontakts und ein Kontaktelement des
Hilfskontakts mit einem Betätigungselement des Schalters gekoppelt sind. Die Kontaktelemente
können dabei relativ zueinander fest oder beweglich angeordnet sein, wobei sich aus
dem Schaltweg des Betätigungselements die Verzögerungszeiten zwischen den Schaltzeitpunkten
des Hauptkontakts und des Hilfskontakts ergeben.
[0015] Als mechanische Sperrvorrichtung zur Sicherung des wenigstens einen elektrischen
Kontakts kann dann beispielsweise der Schalter so ausgeführt sein, dass das Betätigungselement
des Schalters den wenigstens einen elektrischen Kontakt bei geschlossenem Hauptkontakt
abschirmt und/oder fixiert und so der elektrische Kontakt nicht getrennt oder verbunden
werden kann. Der wenigstens eine elektrische Kontakt ist dabei günstigerweise als
Steck- und/oder Schraubverbindung in der Weise ausgebildet und durch das Betätigungselement
des Schalters gehalten, dass ein Trennen des Kontakts durch einen Zug an einem mit
dem Kontakt verbunden Kabel verhindert wird.
[0016] Vorteilhaft ist es, wenn in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement ein Widerstand
angeordnet ist. Dieser Widerstand wirkt zusätzlich zum elektrischen Widerstand des
Halbleiterschaltelements und verhindert, dass bei geschlossenem Hauptkontakt Strom
durch das Halbleiterschaltelement fließt.
[0017] Um bei einem Ausfall (z.B. Durchlegieren) des Halbleiterschaltelements zu verhindern,
dass durch den zu trennenden elektrische Kontakt weiterhin Strom fließt, ist es vorteilhaft,
wenn in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement eine elektrische Sicherung angeordnet
ist. Diese Sicherung ist dabei als träge Sicherung ausgebildet, die erst auslöst,
wenn der Laststrom länger als die bis zur Abschaltung des Halbleiterschaltelements
vorgesehene Verzögerungszeit fließt. Als Verpolschutz ist es zudem vorteilhaft, wenn
in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement eine Diode angeordnet ist. Dadurch wird mit
der sperrenden Diode verhindert, dass bei einer mit vertauschten Polen angeschlossenen
Stromquelle an eine elektrische Einrichtung Strom fließt.
[0018] Aufgrund der geringen Verluste bei verbundenem elektrischen Kontakt und geschlossenem
Hauptkontakt ist die erfindungsgemäße Lasttrennschaltung vorteilhafterweise für Anlagen
geeignet, bei der die Gleichstromquelle als Gleichstromgenerator, insbesondere als
Photovoltaikgenerator und die elektrische Einrichtung als Wechselrichter ausgebildet
ist. Derartige Anlagen erfordern eine Lösung für die Lasttrennung ohne Lichtbogenbildung,
wenn von Sonnenlicht beschienene Solarpaneele vom Wechselrichter getrennt werden müssen.
Zudem ist für ein wirtschaftliches Betreiben von Photovoltaikanlagen ein hoher Wirkungsgrad
gefordert. Das wird durch die für den Dauerbetrieb vorgesehene Kontaktierung über
den Hauptkontakt gewährleistet, dessen elektrischer Widerstand weitaus geringer als
der des Halbleiterschalters ist.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1:
- Stromlose Lasttrennschaltung beim Verbinden elektrischer Kontakte
- Fig. 2:
- Lasttrennschaltung mit Stromverlauf während des Einschaltvorganges
- Fig. 3:
- Lasttrennschaltung mit Stromverlauf im Dauerbetrieb
- Fig. 4:
- Lasttrennschaltung mit Stromverlauf während des ersten Ausschaltvorgang-Schrittes
- Fig. 5:
- Lasttrennschaltung mit Stromverlauf während des zweiten Ausschaltvorgang-Schrittes
- Fig. 6:
- Lasttrennschaltung mit abgeschaltetem Strom
- Fig. 7:
- Lasttrennschaltung mit zusätzlicher Diode als Verpolschutz und zusätzlichem Relais
zur galvanischen Trennung
- Fig. 8:
- Zeitlicher Verlauf von Strom und Steuersignal beim Einschalten
- Fig. 9:
- Zeitlicher Verlauf von Strom und Steuersignal beim Ausschalten
[0020] In Figur 1 ist eine mögliche Schaltungsvariante für eine erfindungsgemäße Lasttrennschaltung
zur Anschaltung eines Photovoltaikgenerators 9 an einen Wechselrichter 10 dargestellt.
Die elektrischen Kontakte 1 werden dabei in der Weise verbunden, dass der Pluspol
direkt an den Wechselrichter 10 und der Minuspol über die Elemente der Lasttrennschaltung
an den Wechselrichter 10 geschaltet sind.
[0021] Die Elemente der Lasttrennschaltung bilden ein Schalter 3 mit einem Hauptkontakt
4 und einem mit diesem gekoppelten Hilfskontakt 5 und ein parallel dazu angeordnetes
Halbleiterschaltelement 2. In Reihe mit dem Halbleiterschaltelement 2 können ein Widerstand
7 und eine elektrische Sicherung 8 angeordnet sein. Zudem ist eine Steuerung 6 vorgesehen,
die über einen Steuerkreis den Schaltzustand des Hilfskontakts 5 ausliest. Der Schalter
3 kann beispielsweise so ausgebildet sein, dass der Hauptkontakt 4 als Schließer und
der Hilfskontakt 5 als Öffner fungiert. Bei vollständig offenem Hauptkontakt 4 ist
der Hilfskontakt 5 dann geschlossen, wie in Figur 1 dargestellt. Bei Betätigung des
Schalters 3 öffnet der Hilfskontakt 5 und nach einer Verzögerungszeit, die sich aus
dem Schaltweg des Schalters 3 ergibt, schließt der Hauptkontakt 4. Der Steuerkreis
mit dem Hilfskontakt 5 ist dann beispielsweise so geschaltet, dass bei offenem Hilfskontakt
5 eine Steuerspannung U
K an der Steuerung 6 anliegt. Am Ausgang der Steuerung liegt die Gatespannung U
G des Halbleiterschaltelements 2 an, welches z.B. als N-Kanal-MOSFET mit Freilaufdiode
ausgebildet ist. Sobald die elektrischen Kontakte 1 des Photovoltaikgenerators 9 verbunden
sind, liegt am Halbleiterschaltelement 2 eine Spannung U
T an.
[0022] In Figur 2 ist dieselbe Schaltung mit betätigtem Schalter 3 dargestellt. Der Schalter
3 befindet sich dabei in einer Mittelstellung, in der der Hilfskontakt 5 bereits geöffnet,
aber der Hauptkontakt 4 noch nicht geschlossen ist. Der Strom verläuft dann durch
das Halbleiterschaltelement 2, das ab dem Öffnungszeitpunkt des Hilfskontakts 5 eingeschaltet
ist.
[0023] Bei weiterer Betätigung des Schalters 3 schließt sich der Hauptkontakt 4, wie in
Figur 3 dargestellt. Aufgrund des gegenüber dem Halbleiterschaltelement 2 niedrigeren
elektrischen Widerstandes verläuft der Strom nun ausschließlich über diesen geschlossenen
Hauptkontakt 4. Damit ist der Zustand des Dauerbetriebs erreicht. Das Halbleiterschaltelement
2 bleibt währenddessen weiter eingeschaltet.
[0024] Im Falle einer Trennung des Photovoltaikgenerators 9 vom Wechselrichter 10 muss zunächst
wieder der Schalter 3 betätigt werden, bevor die elektrischen Kontakte 1 gelöst werden
können. Die Einhaltung dieser Bedingung kann entweder durch eine deutliche Kennzeichnung
oder vorteilhafterweise durch eine entsprechende mechanische Sicherungseinrichtung
erreicht werden, beispielsweise durch die Abschirmung und Fixierung der elektrischen
Kontakte 1 mittels eines Betätigungselements des Schalters 3. Wie in Figur 4 dargestellt,
wird also zunächst der Schalter 3 betätigt. Der Hauptkontakt 4 öffnet und während
der Schaltzeit sind somit beide Kontakte 4, 5 des Schalters 3 offen. Der Laststrom
kommutiert von dem lastfrei geöffneten Hauptkontakt 4 auf das nach wie vor eingeschaltete
Halbleiterschaltelement 2. Durch die lastfreie Öffnung des Hauptkontakts ist dabei
die Bildung eines Lichtbogens ausgeschlossen.
[0025] Bei weiterer Betätigung des Schalters 3 schließt der Hilfskontakt 5, wie in Figur
5 dargestellt. Darauf hin schaltet die Steuerung 6 das Halbleiterschaltelement 2 ab.
Abhängig von der Bauweise des Schalters 3 kann die Abschaltung des Halbleiterschaltelements
2 auch auf andere Weise erfolgen. Ist beispielsweise der Hilfskontakt 5 als Wechselschalter
ausgebildet (gepunktete Linien), kann der Steuerung 6 eine Zeitspanne vorgegeben werden,
nach der bei betätigtem Wechselschalter das Halbleiterschaltelement 2 abgeschaltet
wird.
[0026] In Figur 6 ist die Lasttrennschaltung mit abgeschaltetem Halbleiterschaltelement
2 dargestellt, bei der nun die elektrischen Kontakte 1 stromlos ohne Lichtbogenbildung
getrennt werden können.
[0027] Die in Figur 7 dargestellte Lasttrennschaltung ist mit zusätzlichen Schutzelementen
ausgebildet. In Reihe mit dem Halbleiterschaltelement 2 ist eine Diode D als Verpolschutz
vorgesehen. Ein Relais 11 ist in der Weise zur galvanischen Trennung angeordnet, dass
die Spule an die Steuerung 6 angeschaltet ist. Von den zwei Kontakten des Relais 11
ist einer in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement 2 und einer in der Verbindungsleitung
des Pluspols des Photovoltaikgenerators 9 und des Wechselrichters 10 angeordnet. Abhängig
von den Anforderungen an die Sicherheit kann auch ein Relais 11 mit nur einem Kontakt
vorgesehen sein. Die Betätigung des Relais 11 erfolgt dabei mittels Steuerung 6 bei
einem Verbindungsvorgang vor dem Einschalten des Halbleiterschaltelements 2 und bei
einem Trennvorgang nach dem Abschalten des Halbleiterschaltelements 2.
[0028] In Figur 8 ist der Verlauf der Ströme und Spannungen während eines Verbindungsvorganges
elektrischer Kontakte 1 dargestellt. Zunächst ist der Hauptkontakt 4 des Schalters
3 offen und das Halbleiterschaltelement 2 abgeschaltet, wie in Figur 1 dargestellt.
Der Hilfskontakt 5 des Schalters 3 ist geschlossen, so dass keine Steuerspannung U
K und keine Gatespannung U
G vorhanden sind.
[0029] Der erste Schritt des Verbindungsvorganges besteht in der stromlosen Verbindung der
elektrischen Kontakte 1. Dabei steigt während der Verbindungszeit a die Spannung U
T am Halbleiterschaltelement 2 an. Es verstreicht in weiterer Folge eine Zeitspanne
b, bis der Schalter 3 betätigt wird.
[0030] Bei Betätigung des Schalters 3 öffnet sich zunächst der Hilfskontakt 5 und an der
Steuerung 6 baut sich die Steuerspannung U
K auf, die von der Steuerung 6 als Gatespannung U
G an das Halbleiterschaltelement 2 geschaltet wird. Damit wird das Halbleiterschaltelement
2 eingeschaltet und es beginnt ein Strom I
T zu fließen, während die Spannung U
T am Halbleiterschaltelement 2 gegen Null geht.
[0031] Bis zum Schließen des Hauptkontakts 4 verstreicht die Verzögerungszeit c, die durch
den Schaltweg des Schalters 3 definiert ist. Während der Schließzeit d verringert
sich der Strom I
T durch das Halbleiterschaltelement 2 und der Strom I
S durch den Hauptkontakt 4 des Schalters 3 steigt an, bis der Laststrom nur mehr durch
den Hauptkontakt 4 fließt. Damit ist der Dauerbetriebszustand erreicht.
[0032] Ein Trennvorgang der elektrischen Kontakte 1 wird mit der Betätigung des Schalters
3 eingeleitet. Die entsprechenden Verläufe der Ströme und Spannungen sind in Figur
9 dargestellt.
[0033] Der Hauptkontakt 4 des Schalters 3 öffnet sich. Der Strom I
S durch den Hauptkontakt 4 verringert sich während einer Öffnungszeit e und der Strom
I
T durch das Halbleiterschaltelement 2 steigt an, bis der Laststrom nur mehr durch das
Halbleiterschaltelement 2 fließt. Nach dem Verstreichen der Schaltzeit f des Schalters
3 schließt der Hilfskontakt 5 und die Steuerspannung U
K sinkt auf Null. Damit beginnt eine Todzeit g zu laufen, nach deren Ablauf auch die
Gatespannung U
G mittels Steuerung 6 abgeschaltet wird.
[0034] Die Todzeit g ist dabei so eingestellt, dass eine in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement
2 angeordnete träge elektrische Sicherung 8 nicht auslöst. Erst wenn der Laststrom
länger als die Todzeit g, beispielsweise infolge eines Durchlegierens des Halbleiterschaltelements
2, durch die elektrische Sicherung 8 fließt, löst diese aus und unterbricht den Stromfluss.
[0035] Mit dem Abschalten der Gatespannung U
G ist das Halbleiterschaltelement 2 gesperrt und die elektrischen Kontakte 1 sind stromlos.
Am Halbleiterschaltelement 2 liegt eine Zeitspanne h lang eine Spannung U
T an, bis die elektrischen Kontakte 1 mit einer Trennungszeit i getrennt werden.
1. Lasttrennschaltung, welche zum stromlosen Verbinden und Trennen einer elektrischen
Einrichtung (10) und einer Gleichstromquelle (9) eine Steckverbindung mit wenigstens
einem elektrischen Kontakt (1) umfasst, wobei in Reihe mit dem wenigstens einen elektrischen
Kontakt, (1) ein Halbleiterschaltelement (2) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- parallel zu dem Halbleiterschaltelement (2) ein Schalter (3) angeordnet ist, welcher
einen Hauptkontakt (4) und einen Hilfskontakt (5) umfasst,
- der Hauptkontakt (4) und der Hilfskontakt (5) in einer Weise gekoppelt sind, dass
sich der Schaltzustand des Hilfskontakts (5) vor einem Schließen und nach einem öffnen
des Hauptkontaktes (4) ändert,
- eine Steuerung (6) vorgesehen ist, welche das Halbleiterschaltelement (2) in Abhängigkeit
des Schaltzustandes des Hilfskontaktes (5) vor einem Schließen des Hauptkontaktes
(4) einschaltet und nach einem Öffnen des Hauptkontaktes (4) ausschaltet,
dass der wenigstens eine elektrische Kontakt (1) durch eine mechanische Sperrvorrichtung
gesichert ist und dass die mechanische Sperrvorrichtung in der Weise mit dem Schalter
(3) gekoppelt ist, dass ein Trennen des wenigstens einen elektrischen Kontakts (1)
nur nach dem Öffnen des Hauptkontakts (4) möglich ist und dass ein Verbinden des wenigstens
einen elektrischen Kontakts (1) nur bei geöffnetem Hauptkontakt (4) möglich ist und
dass des Weiteren in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement (2) der Kontakt eines Relais
(11) angeordnet ist und dass die Spule des Relais (11) mit der Steuerung (6) verbunden
ist, sodass der Kontakt des Relais vor einem Einschalten des Halbleiterschaltelements
(2) geschlossen und nach einem Ausschalten des Halbleiterschaltelements (2) geöffnet
wird.
2. Lasttrennschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontaktelement des Hauptkontakts (4) und ein Kontaktelement des Hilfskontakts
(5) mit einem Betätigungselement des Schalters (3) gekoppelt sind.
3. Lasttrennschalter nach Anspruch 1 oder 2, Dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement des Schalters (3) den wenigstens einen elektrischen Kontakt
(1) bei geschlossenem Hauptkontakt (4) des Schalters (3) abschirmt und/oder fixiert.
4. Lasttrennschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnete dass in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement (2) ein Widerstand (7) angeordnet ist.
5. Lasttrennschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement (2) eine elektrische Sicherung (8) angeordnet
ist.
6. Lasttrennschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit dem Halbleiterschaltelement (2) eine Diode (D) angeordnet ist.
7. Lasttrennschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromquelle (9) als Gleichstromgenerator, insbesondere als Photovoltaikgenerator
und die elektrische Einrichtung (10) als Wechselrichter ausgebildet ist.
1. Load isolation circuit which, for the deenergised connection and isolation of an electrical
device (10) and a DC source (9), comprises a plug-in connection having at least one
electrical contact (1), wherein a semiconductor switching element (2) is arranged
in series with the at least one electrical contact (1),
characterised in that
- a switch (3), which comprises a main contact (4) and an auxiliary contact (5), is
arranged in parallel with the semiconductor switching element (2),
- the main contact (4) and the auxiliary contact (5) are coupled in such a way that
the switching state of the auxiliary contact (5) changes before closing and after
opening of the main contact (4),
- a controller (6) is provided which switches the semiconductor switching element
(2) on as a function of the switching state of the auxiliary contact (5) before the
main contact (4) closes and switches it off after the main contact (4) opens,
in that the at least one electrical contact (1) is secured by a mechanical locking device
and
in that the mechanical locking device is coupled to the switch (3) in such a way that isolation
of the at least one electrical contact (1) is possible only after the main contact
(4) opens, and
in that connection of the at least one electrical contact (1) is possible only when the main
contact (4) is open, and
in that, furthermore, the contact of a relay (11) is arranged in series with the semiconductor
switching element (2), and
in that the coil of the relay (11) is connected to the controller (6) so the contact of the
relay is closed before the semiconductor switching element (2) is switched on and
is opened after the semiconductor switching element (2) is switched off.
2. Load isolation circuit according to claim 1, characterised in that a contact element of the main contact (4) and a contact element of the auxiliary
contact (5) are coupled to an actuating element of the switch (3).
3. Load isolation circuit according to claim 1 or 2, characterised in that the actuating element of the switch (3) shields and/or fixes the at least one electrical
contact (1) when the main contact (4) of the switch (3) is closed.
4. Load isolation circuit according to any one of claims 1 to 3, characterised in that a resistor (7) is arranged in series with the semiconductor switching element (2).
5. Load isolation circuit according to any one of claims 1 to 5, characterised in that an electric fuse (8) is arranged in series with the semiconductor switching element
(2).
6. Load isolation circuit according to any one of claims 1 to 5, characterised in that a diode (D) is arranged in series with the semiconductor switching element (2).
7. Load isolation circuit according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the DC source (9) is designed as a DC generator, in particular as a photovoltaic
generator, and the electrical device (10) is designed as an inverter.
1. Circuit sectionneur de charge, qui comprend, pour la liaison sans courant et le sectionnement
d'un dispositif ( 10 ) électrique et d'une source ( 9 ) de courant continu, une liaison
par fiche ayant au moins un contact ( 1 ) électrique, un élément ( 2 ) de commutation
à semiconducteur étant monté en série avec le au moins un contact ( 1 ) électrique,
caractérisé en ce que
- est monté en parallèle à l'élément ( 2 ) de commutation à semiconducteur un commutateur
( 3 ), qui comprend un contact ( 4 ) principal et un contact ( 5 ) auxiliaire,
- le contact ( 4 ) principal et le contact ( 5 ) auxiliaire sont couplés, de manière
à ce que l'état de commutation du contact ( 5 ) auxiliaire se modifie avant une fermeture
et après une ouverture du contact ( 4 ) principal,
- il est prévu une commande ( 6 ) qui, en fonction de l'état de commutation du contact
( 5 ) auxiliaire, met à l'état passant l'élément ( 2 ) de commutation à semiconducteur
avant une fermeture du contact ( 4 ) principal et le bloque après une ouverture du
contact ( 4 ) principal,
en ce que le au moins un contact ( 1 ) électrique est bloqué par un dispositif mécanique de
blocage et
en ce que le dispositif mécanique de blocage est couplé au commutateur ( 3 ), de manière à
ce qu'un sectionnement du au moins un contact ( 1 ) électrique ne soit possible qu'après
l'ouverture du contact ( 4 ) principal et de manière à ce qu'une liaison du au moins
un contact ( 1 ) électrique ne soit possible, que si le contact ( 4 ) principal est
ouvert et
en ce que, en outre, il est monté, en série avec l'élément ( 2 ) de commutation à semiconducteur,
le contact d'un relais ( 11 ) et
en ce que la bobine du relais ( 11 ) est reliée à la commande ( 6 ), de sorte que le contact
du relais soit fermé après une mise à l'état passant de l'élément ( 2 ) de commutation
à semiconducteur et soit ouvert après un blocage de l'élément ( 2 ) de commutation
à semiconducteur.
2. Circuit sectionneur de charge suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'un élément de contact du contact ( 4 ) principal et un élément de contact du contact
( 5 ) auxiliaire sont couplés à un élément d'actionnement du commutateur ( 3 ).
3. Circuit sectionneur de charge suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement du commutateur ( 3 ) protège et/ou immobilise le au moins
un contact ( 1 ) électrique, lorsque le contact ( 4 ) principal du commutateur ( 3
) est fermé.
4. Circuit sectionneur de charge suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une résistance ( 7 ) est montée en série avec l'élément ( 2 ) de commutation à semiconducteur.
5. Circuit sectionneur de charge suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un fusible ( 8 ) électrique est monté en série avec l'élément ( 2 ) de commutation
à semiconducteur.
6. Circuit sectionneur de charge suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une diode ( D ) est montée en série avec l'élément ( 2 ) de commutation à semiconducteur.
7. Circuit sectionneur de charge suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la source ( 9 ) de courant continu est constituée sous la forme d'un générateur de
courant continu, notamment d'un générateur photovoltaïque, et le dispositif ( 10 )
électrique est constitué sous la forme d'un onduleur.