[0001] Die Erfindung betrifft eine Blisterverpackung für einen Blister gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Solche Blister werden vor allem zum Abpacken von Medikamenten in
Form von Tabletten, Kapseln, Dragees, etc. verwendet. Die Blister bestehen aus einer
mit Näpfen zur Aufnahme von Verpackungsgut versehenen Trägerfolie sowie einer druckempfindlichen
flachen Deckfolie, durch welche das Verpackungsgut durchdrückbar ist. Für spezielle
Medikamente kann es wichtig sein, dass ein Patient oder ein anderer Anwender eine
bestimmte Einnahmereihenfolge einhält (sog. "Compliance").
[0002] Eine Compliance-Verpackung ist beispielsweise in der
EP 1 674 408 A1 gezeigt. Die Blisterverpackung verfügt über einen Blisterabschnitt und einen Bodenabschnitt,
zwischen welchen ein Blister eingesetzt ist. Zum Vorgeben einer bestimmten Entnahme-Reihenfolge
ist ein weiterer Abschnitt vorgesehen, der zwischen dem Blister und dem Bodenabschnitt
angeordnet ist. Dieser Abschnitt verfügt über nebeneinander angeordnete Schieberelemente,
welche von einer Sperrstellung in eine Offenstellung verschiebbar sind. Diese Blisterverpackung
weist zwar gute Compliance-Eigenschaften auf, jedoch hat sich gezeigt, dass insbesondere
für hochbetagte Anwender die Handhabung schwierig sein kann.
[0003] Aus der
US 4,125,190 ist eine gattungsmässig vergleichbare Blisterverpackung bekannt geworden, bei der
ein Blister sandwichartig zwischen zwei mit Aussparungen versehenen Abschnitten eingesetzt
ist. Die Aussparungen, durch welche das Verpackungsgut beim Durchdrückvorgang hindurchgeführt
werden soll, sind durch einen Sicherungsabschnitt gesichert, der die Rückseite der
Blisterverpackung bildet. Dieser Sicherungsabschnitt weist einen Abreissstreifen auf.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Verpackung auch von Kindern relativ einfach
geöffnet bzw. gebrauchsfertig gemacht werden kann. Der Abreissstreifen hat insbesondere
den Nachteil, dass er in einem Zug abgerissen wird und somit sämtliche in einer Reihe
angeordnete Durchdrückbereiche auf einmal freigibt. Diese Blisterverpackung eignet
sich deshalb kaum für Compliance-Zwecke.
[0004] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Bekannten
zu vermeiden, insbesondere eine Blisterverpackung der eingangs genannten Art zu schaffen,
welche hohen Ansprüchen hinsichtlich Compliance genügt. Weiterhin soll sie auch kindersicher
und seniorenfreundlich ausgestaltet sein. Die Blisterverpackung soll sodann einfach,
mit geringem Materialaufwand und in einer automatischen Verpackungslinie herstellbar
sein.
[0005] Erfindungsgemäss werden diese Aufgaben mit einer Blisterverpackung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Der Blisterabschnitt und/oder der Bodenabschnitt können aus
Karton, einem Kartonlaminat oder einem anderen flächig ausgebildeten Material bestehen.
Die Blisterverpackung, in die der Blister sandwichartig einsetzbar ist, kann vorteilhaft
aus einem einzigen Zuschnitt gefertigt sein. Je nach Einsatzzweck kann die Blisterverpackung
als Blisterkarte, als Blisterwallet (hierzu wäre wenigstens ein Deckelabschnitt notwendig)
oder sogar als Schachtel ausgestaltet sein. Der Bodenabschnitt und der Blisterabschnitt
können in einem äusseren, nicht vom Blister beaufschlagten Randbereich miteinander
verbunden sein. Diese Fixierung kann vorzugsweise eine Klebeverbindung sein. Selbstverständlich
könnte zwischen dem Bodenabschnitt und dem Blister auch noch ein weiterer Abschnitt
vorgesehen sein, der beispielsweise je einem Durchdrückbereich zugeordnete Aussparungen
aufweist.
[0006] Die Sperrmittel sind segmentartig aufgebaut, wobei sie aneinander anschliessende,
abreissbare Sperrsegmente enthalten. Die Sperrsegmente können jeweils durch vorzugsweise
geschlossene Schwächungslinien, insbesondere durch Perforationslinien gebildet sein.
Dabei deckt jeweils ein Sperrsegment einen Durchdrückbereich für Verpackungsgut wenigstens
teilweise ab. Diese Anordnung legt für einen Anwender eine bestimmte Entnahmereihenfolge
fest, die praktisch nicht umgangen werden kann. Die korrespondierend zu den Näpfen
in Reihen angeordneten Sperrsegmente stellen sicher, dass auf mechanischem Weg ein
Überspringen bzw. Auslassen von Verpackungsgut in einer Reihe von Näpfen nicht möglich
ist. Die Verpackung genügt daher hohen Ansprüchen hinsichtlich Compliance.
[0007] Ein einen Startpunkt einer Reihe bildendes erstes Sperrsegment kann einen Fahnenabschnitt
aufweisen. Im Blisterabschnitt kann ein zum Fahnenabschnitt korrespondierendes Durchdrücksegment
vorgesehen sein. Durch Druckbeaufschlagung auf das Durchdrücksegment kann der Fahnenabschnitt
aus der Ebene des Bodenabschnitts abtrennbar sein, wodurch zum Abreissen des ersten
Sperrsegments der Fahnenabschnitt ergriffen werden kann. Mit einer solchen Anordnung
kann eine hohe Kindersicherheit erreicht werden.
[0008] Gemäss einer weiteren Ausführungsform können die Sperrsegmente einen Durchdrückbereich
nur teilweise abdecken. Die Sperrsegmente können beispielsweise streifenartig ausgebildet
sein, wobei die Breite eines solchen Streifens kleiner als die Ausdehnung des Durchdrückbereichs
sein kann. Ein Durchdrückbereich entspricht hinsichtlich seiner Ausdehnung dabei in
etwa der Aussparung für einen Napf. Die Breite des Streifens kann beispielsweise kleiner
als 60 % des Durchdrückbereichs oder der Ausdehnung der Aussparung betragen.
[0009] Zum vollständigen Freigeben eines Durchdrückbereichs kann an jedem Sperrsegment seitlich
wenigstens ein Sicherungssegment anschliessen, das wenigstens teilweise vom Bodenabschnitt
abtrennbar ist. Das Sicherungselement kann beispielsweise durch Perforationslinien
vorgegeben sein. Damit ist ein Entnahmevorgang für Verpackungsgut in wenigstens zwei
Phasen aufgeteilt. Zuerst muss ein einzeln abreissbares Sperrsegment entfernt werden,
erst dann kann das wenigstens eine Sicherungselement vom Bodenabschnitt wenigstens
teilweise abgetrennt werden. Nun kann unter normaler Druckbeaufschlagung das entsprechende
Verpackungsgut durch die Deckfolie hindurchgedrückt werden. Auf diese Weise lässt
sich die Kindersicherheit weiter erhöhen. Überraschenderweise hat sich bei Versuchen
gezeigt, dass diese Anordnung auch bei konventionellen Blisterverpackungen vorteilhaft
sein kann. Die Sperrmittel müssten also nicht unbedingt segmentartig aufgebaut sein
und aneinander anschliessende, abreissbare Sperrsegmente enthalten.
[0010] Vorteilhaft kann es sein, wenn das Sicherungselement ein aus der Ebene des Bodenabschnitts
aufklappbarer Klappabschnitt ist. Eine Klapplinie, um die ein Klappabschnitt aufklappbar
ist, kann beispielsweise eine durch einen Prägevorgang geschaffene Rille sein. Die
Klapplinie kann bevorzugt parallel zur Richtung der Reihe verlaufen. Die Klappabschnitte
können entweder vom Anwender durch Eingreifen mittels Fingernägeln oder beim Herausdrückvorgang
des Verpackungsguts aufgeklappt werden.
[0011] Besonders vorteilhaft kann es sein, wenn zum vollständigen Freigeben des Durchdrückbereichs
jedes Sperrsegment über zwei Sicherungselemente verfügt, wobei die Sicherungselemente
jeweils auf zwei gegenüberliegenden Seiten eines Sperrsegments angeordnet sind. Statt
auf beiden Seiten der Sperrsegmente Sicherungselemente anzuordnen, könnte man selbstverständlich
auch nur ein Sicherungselement vorsehen, das einem Sperrsegment zugeordnet ist.
[0012] Die Sicherungselemente können durch vorzugsweise in Richtung einer Reihe verlaufende
Perforationslinien von den zugehörigen Sperrsegmenten getrennt sein. Die Blisterverpackung
kann dabei derart ausgestaltet sein, dass nach Abreissen eines Sperrsegments die vorzugsweise
durch wenige Haltepunkte mit dem Bodenabschnitt verbundenen Sicherungselemente in
einer Sperrstellung verbleiben. Wegen der wenigen Haltepunkte können die Sicherungselemente
auf einfache Art und Weise ohne grossen Kraftaufwand aufgeklappt oder auf andere Weise
vom Bodenabschnitt abgetrennt werden.
[0013] Die einer Reihe zugeordneten Sperrsegmente können seitlich aneinander anschliessen,
wobei sie alternierend und versetzt in der Reihe angeordnet sein können. Die Sperrsegmente
einer Reihe können gewissermassen auf zwei in Richtung der Reihe verlaufenden Linien
angeordnet sein, die nebeneinander liegen. Dabei können aufeinander folgende Sperrsegmente
auf den Linien alternierend angeordnet sein. Dadurch ergibt sich eine schlangenlinienartige
Konfiguration.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform kann jeweils ein bezogen auf die Richtung der Entnahmereihenfolge
vorderes Ende eines Sperrsegments derart durch eine Schwächungslinie von einem Sicherungselement
getrennt sein, das einem vorhergehenden Sperrsegment zugeordnet ist, dass nach dem
wenigstens teilweisen Abtrennen des vorhergehenden Sicherungselements vom Bodenabschnitt
das nachfolgende Sperrsegment in einer Sperr- bzw. Ruheposition verbleibt. Die Schwächungslinie
kann dabei vorzugsweise eine Perforations- und/oder Schnittlinie sein, wobei besonders
bevorzugt eine Schnittlinie mit wenigen Haltepunkten vorgesehen sein könnte.
[0015] Jeweils ein in Bezug auf die Richtung der Entnahmereihenfolge vorderes Ende eines
Sperrsegments kann in ein Sicherungselement eines vorhergehenden Sperrsegments hineinragen,
wodurch nach wenigstens teilweisem Abtrennen des vorhergehenden Sperrsegments das
vordere Ende eines Sperrsegments z.B. manuell erfassbar ist. Eine derartige Ausgestaltung
kann die Handhabung der Blisterverpackung erleichtern.
[0016] Das vordere Ende eines Sperrsegments kann jeweils U-förmig ausgebildet sein. Das
Sicherungselement eines vorhergehenden Sperrsegments kann entsprechend eine komplementäre
U-förmige Einbuchtung aufweisen.
[0017] Ein Blister mit einer ersten und wenigstens einer zweiten Reihe von Näpfen für Verpackungsgut
kann derart ausgeführt sein, dass die der ersten und der zweiten Reihe zugeordneten
Sperrsegmente aneinander anschliessen. Derart miteinander verbundene Reihen stellen
sicher, dass die Entnahmereihenfolge für den gesamten Blister vorgegeben werden kann.
[0018] Besonders bevorzugt kann es sein, wenn das letzte Sperrsegment der ersten Reihe über
einen bogenförmigen Brückenabschnitt vorzugsweise einstückig mit einem einen Startpunkt
der zweiten Reihe bildenden ersten Sperrsegment verbunden ist. Dieses spezielle Brückensperrsegment
kann damit zwei Durchdrückbereiche für Verpackungsgut gleichzeitig wenigstens teilweise
abdecken. Selbstverständlich ist aber auch denkbar, das letzte Sperrsegment der ersten
Reihe vom ersten Sperrsegment der zweiten Reihe durch eine Schwächungslinie, insbesondere
durch eine Perforations- oder Schnittlinie zu trennen.
[0019] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Zuschnitt für die vorgängig beschriebene
Blisterverpackung. Der Zuschnitt weist einen Blisterabschnitt und einen Bodenabschnitt
auf, die durch eine Falzlinie voneinander getrennt sind. Somit muss zum sandwichartigen
Einsetzen des Blisters lediglich der Bodenabschnitt um den Blisterabschnitt umgeklappt
werden. Selbstverständlich kann dieser Zuschnitt weiterhin einen Deckelabschnitt aufweisen,
mit welchem zum Schutz der Näpfe der Blisterabschnitt abdeckbar wäre.
[0020] Weitere Einzelmerkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der Ausführungsbeispiele und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Zuschnitt für eine erfindungsgemässe Blisterverpackung,
- Figur 2
- eine vergrösserte Detailansicht des Zuschnitts gemäss Figur 1 mit Sperrsegmenten und
diesen zugeordneten, aufklappbaren Sicherungselementen (Ausschnitt A),
- Figur 3
- eine Ansicht auf eine Rückseite einer aus dem Zuschnitt gemäss Figur 1 hergestellten
Blisterverpackung in ungeöffnetem Zustand,
- Figur 4
- die Blisterverpackung gemäss Figur 3 mit einem freigegebenen Durchdrückbereich im
Startpunkt,
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung einer weiteren Blisterverpackung,
- Figur 6
- einen Zuschnitt für die Blisterverpackung gemäss Figur 5,
- Figur 7
- eine perspektivische Teil-Darstellung einer Blisterverpackung in ungeöffnetem Zustand,
- Figur 8
- die Blisterverpackung gemäss Figur 7 mit einem nach Druckbeaufschlagung durch ein
Durchdrücksegment abgetrennten Fahnenabschnitt,
- Figur 9
- die Blisterverpackung gemäss Figur 7 mit einem vollständig freigegebenen Durchdrückbereich
im Startpunkt,
- Figur 10
- einen Zuschnitt für eine alternative Blisterverpackung, die nicht Gegenstand der Erfindung
ist, und
- Figur 11
- eine vergrösserte Darstellung auf einen Bodenabschnitt des Zuschnitts gemäss Figur
10.
[0021] Figur 1 zeigt einen mit 15 bezeichneten Zuschnitt für eine Blisterverpackung. In
derartige Blisterverpackungen können handelsübliche Blister sandwichartig eingesetzt
werden. Die Blister bestehen aus einer mit Näpfen zur Aufnahme von Verpackungsgut
versehenen Trägerfolie sowie einer druckempfindlichen flachen Deckfolie, durch welche
das Verpackungsgut durchdrückbar ist. In der Regel sind die Näpfe in einer oder mehreren
Reihen angeordnet.
[0022] Wie Figur 1 zeigt, sind auf einem Blisterabschnitt 5 Aussparungen 10 zur Aufnahme
der Näpfe eines Blisters vorgesehen. Der Blisterabschnitt 5 ist durch eine Falzlinie
16 von einem Bodenabschnitt 6 getrennt, der die Rückseite der Blisterverpackung definiert.
Der Bodenabschnitt 6 enthält ersichtlicherweise in Reihen sich erstreckende Sperrmittel.
Die Sperrmittel sind segmentartig aufgebaut und enthalten aneinander anschliessende,
abreissbare Sperrsegmente, die mit 7 gekennzeichnet sind. Jedes Sperrsegment 7, 7',
7" usw. dient jeweils zum Sichern eines Durchdrückbereichs für ein Verpackungsgut.
Selbstverständlich könnte - wie z.B. in der
US 4,125,190 - zwischen dem Bodenabschnitt 6 und einem Blister auch noch ein weiterer Abschnitt
vorgesehen sein, der den Durchdrückbereichen zugeordnete Aussparungen aufweist.
[0023] Das einen Startpunkt vorgebende Sperrsegment 7 verfügt über einen Fahnenabschnitt
8, der mit einem korrespondierenden Durchdrücksegment 9 auf dem Blisterabschnitt 5
zusammenwirken kann. Das Durchdrücksegment 9 muss von der Vorderseite her gegen den
Fahnenabschnitt gedrückt werden (vgl. Fig. 3). Das zweite Sperrsegment 7' und die
folgenden Sperrsegmente 7" , 7" ' und 7'
v müssen hingegen nur von der Rückseite her durch Ergreifen beaufschlagt werden. Die
Entnahmerichtung ist mit einem Pfeil e angedeutet. Das letzte Sperrsegment 7
v der ersten Reihe ist über einen bogenförmigen Brückenabschnitt einstückig mit einem
einen Startpunkt der zweiten Reihe bildenden ersten Sperrsegment 7
v verbunden. Die nachfolgenden Sperrsegmente der zweiten Reihe sind gleichartig wie
die Sperrsegmente 7', 7" , 7" ' der ersten Reihe ausgestaltet.
[0024] Aus Figur 1 geht weiter hervor, dass die Sperrsegmente derart seitlich aneinander
anschliessen, dass sich eine schlangenlinienartige Konfiguration ergibt. Jedem Sperrsegment
sind als Klappabschnitte ausgestaltete Sicherungselemente 11 und 12 zugeordnet.
[0025] Die genaue Ausgestaltung der Sperr- und Sicherungsanordnung gemäss der Erfindung
ist in Figur 2 gut erkennbar. Mit strichlierten Linien sind Perforationslinien dargestellt.
Weiterhin sind ausgezogene Linien erkennbar, die Schnittlinien darstellen und die
durch kurze senkrechte Striche unterbrochen sind. Diese kurzen Striche zeigen Haltepunkte
19 an. Sodann sind auch noch strichpunktierte Linien erkennbar, die durch einen Prägevorgang
geschaffene Rillierungen bzw. Rillen anzeigen. Diese Zuordnung der Linien gilt ebenfalls
auch für die nachfolgenden Figuren.
[0026] Wie Figur 2 zeigt, sind die Klapplinien 20 und 21 der Sicherungselemente 11 und 12
durch Rillierungen vorgegeben. Die abreissbaren Sperrsegmente schliessen im Bereich
ihrer Enden seitlich aneinander an. Das bezogen auf die Richtung e der Entnahmereihenfolge
vordere Ende des beispielhaft genannten Sperrsegments 7" ragt in das Sicherungselement
11' des vorhergehenden Sperrsegments 7' hinein. Dabei ist das vordere Ende des Sperrsegments
7" U-förmig ausgebildet. Das Sicherungselement 11' des vorhergehenden Sperrsegments
7' weist entsprechend eine komplementäre U-förmige Einbuchtung auf. Im U-förmigen
Abschnitt der Trennlinie zwischen dem Sperrsegment 7" und dem Sicherungselement 11'
ist ersichtlicherweise lediglich ein Haltepunkt vorgesehen.
[0027] In Figur 3 ist eine Rückseite einer Blisterverpackung erkennbar. Mit einer schraffierten
Fläche ist ein Durchdrücksegment 9 angedeutet, das unter dem Fahnenabschnitt 8 im
Blisterabschnitt angeordnet ist. In Figur 4 ist im Startpunkt der Reihe der mit einem
imaginären, strichlierten Kreis angedeutete Durchdrückbereich für das erste Verpackungsgut
vollständig freigegeben. Das erste Sperrsegment 7 wurde entfernt, die Klappabschnitte
11 und 12 wurden aufgeklappt. In dieser Stellung müsste das Verpackungsgut nur noch
durch die Deckfolie des Blisters durchgedrückt werden. Dann kann zum Entnehmen des
zweiten Verpackungsguts der Reihe das zweite Sperrsegment 7' im Bereich von dessen
vorderem Ende erfasst und abgerissen werden. Ersichtlicherweise ragt das vordere,
U-förmige Ende des Sperrsegments 7' in den freigelegten Raum des ersten Verpackungsguts
hinein, wodurch er einfach mit den Fingern erfasst werden kann.
[0028] Wie Figur 5 zeigt, kann die Blisterverpackung 1 auch als BlisterWallet ausgeführt
sein. Hierzu ist ein Deckelabschnitt 17 vorgesehen. Weiterhin ist in Figur 5 eine
Tasche für Patienteninformationen erkennbar. Zwischen einem Taschenabschnitt 28 und
dem Deckelabschnitt 17 sind diese einschiebbar. In Figur 6 ist der zugehörige Zuschnitt
15 für die Blisterverpackung nach Figur 5 dargestellt.
[0029] In den Figuren 7 bis 9 ist der Entnahmevorgang zum Entnehmen eines ersten Verpackungsguts
einer Reihe erkennbar. Figur 7 zeigt die Blisterverpackung 1 in einer Ausgangsstellung.
In dieser Stellung befindet sich der Fahnenabschnitt 8 des ersten Sperrsegments 7
noch in der Ebene des Bodenabschnitts 6. Durch Druckbeaufschlagung von der Gegenseite
auf das Durchdrücksegment (Segment 9, vgl. Fig. 1 und 3) kann der Fahnenabschnitt
8 aus der Ebene des Bodenabschnitts 6 abgetrennt werden. Der angehobene Fahnenabschnitt
8 könnte nun mit einem Finger erfasst und das Sperrsegment 7 dann abgerissen werden
(Figur 8). Figur 9 zeigt eine Blisterverpackung 1, bei der das erste Sperrsegment
vollständig entfernt wurde. Weiterhin ist ein Loch 22 erkennbar. Dieses Loch ergibt
sich, wenn das Durchdrücksegment vollständig aus dem Blisterabschnitt entfernt wurde.
[0030] Im Klappabschnitt 11 ist die Einbuchtung 29 gut erkennbar. Ebenfalls deutlich erkennbar
ist das vordere, U-förmige Ende 28 des zweiten Sperrsegments 7'. Das vordere Ende
28 liegt frei und könnte zum Entnehmen des zweiten Verpackungsguts der Reihe erfasst
werden.
[0031] Die Figuren 10 und 11 zeigen eine Variante einer Sperr- und Sicherungsanordnung in
einem Bodenabschnitt 6. Dieses Ausführungsbeispiel ist nicht durch die vorliegende
Erfindung gedeckt. Sie könnte jedoch Gegenstand einer eigenen Erfindung sein.
[0032] Der Zuschnitt 27 für eine Blisterverpackung verfügt über einen durch Schnitt- und
Perforationslinien sowie rollierte Linien speziell ausgestalteten Bodenabschnitt 6.
Zwar sind auch hier - wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen - aneinander
anschliessende, abreissbare Segmente vorgesehen. Diese Segmente 24, 25 und 26 decken
jedoch nicht einen Durchdrückbereich für Verpackungsgut ab, sondern dienen zum Sichern
der Sperrsegmente 7. Die Sperrsegmente 7 decken jeweils einen Durchdrückbereich für
Verpackungsgut teilweise ab. Seitlich sind an den Sperrsegmenten 7 jeweils beidseitig
Klappabschnitte 12 angeordnet. Die Klappabschnitte 12 können etwa gleich ausgebildet
sein, wodurch sich je Durchdrückbereich ein etwa spiegelsymmetrischer Aufbau der jeweiligen
Sperrmittelanordnung ergibt.
[0033] In Figur 11 ist mit einem strichlierten Kreis 18 ein Durchdrückbereich für Verpackungsgut
angedeutet. Ersichtlicherweise wird dieser Durchdrückbereich durch das Sperrsegment
7 und die seitlich daran anschliessenden Klappabschnitte 12 abgedeckt. Bevor ein Sperrsegment
7 abgerissen werden kann, muss ein im Bereich des vorderen Endes des Sperrsegments
7 angeordnetes Wegreisssegment 25 weggerissen werden. Diese Wegreisssegmente 25 sind
ersichtlicherweise in einer Reihe aneinander anschliessend angeordnet. Als Startpunkt
dient ein mit 24 bezeichnetes erstes Wegreisssegment, das eine Verlängerung aufweist.
Korrespondierend zum ersten Wegreisssegment ist auf dem Bodenabschnitt 5 ein Durchdrücksegment
9 vorgesehen, mit dessen Hilfe das Wegreisssegment 24 im Bereich seiner Verlängerung
aus der Ebene des Bodenabschnitts abgetrennt werden kann.
1. Blisterverpackung (1) für einen Blister (2) , bei welchem das Verpackungsgut in wenigstens
einer Reihe von Näpfen (3) aufgenommen ist, mit einem Blisterabschnitt (5) und einem
Bodenabschnitt (6), zwischen welchen Abschnitten der Blister sandwichartig einsetzbar
oder eingesetzt ist, wobei der Blisterabschnitt (5) Aussparungen (10) zur Aufnahme
der Näpfe (3) des Blisters (2) aufweist und wobei im Bodenabschnitt (6) abreissbare,
jeweils entlang einer Reihe sich erstreckende Sperrmittel zum Sichern der Durchdrückbereiche
für Verpackungsgut vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass zum Vorgeben einer bestimmten Entnahme-Reihenfolge von Verpackungsgut die Sperrmittel
segmentartig aufgebaut sind und aneinander anschliessende, abreissbare Sperrsegmente
(7, 7', 7" , 7"' , 7'v , 7v) enthalten, wobei jeweils ein Sperrsegment (7) einen Durchdrückbereich für Verpackungsgut
wenigstens teilweise abdeckt.
2. Blisterverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein einen Startpunkt einer Reihe bildendes erstes Sperrsegment (7) einen Fahnenabschnitt
(8) aufweist und dass im Blisterabschnitt (5) ein korrespondierendes Durchdrücksegment
(9) vorgesehen ist, wobei durch Druckbeaufschlagung auf das Durchdrücksegment (9)
der Fahnenabschnitt (8) aus der Ebene des Bodenabschnitts (6) abtrennbar ist, wodurch
zum Abreissen des ersten Sperrsegments (7) der Fahnenabschnitt (8) ergreifbar ist.
3. Blisterverpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrsegmente (7, 7', 7" , 7"' , 7'v, 7v) einen Durchdrückbereich nur teilweise abdecken und dass zum vollständigen Freigeben
eines Durchdrückbereichs an jedem Sperrsegment (7, 7' , 7" , 7"' , 7"v, 7v) seitlich wenigstens ein wenigstens teilweise vom Bodenabschnitt (6) abtrennbares
Sicherungselement (11, 12) anschliesst.
4. Blisterverpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement ein aus der Ebene des Bodenabschnitts (6) aufklappbarer Klappabschnitt
(11, 12) ist.
5. Blisterverpackung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum vollständigen Freigeben eines Durchdrückbereichs jedes Sperrsegment (7, 7' ,
7" , 7"' , 7"v, 7v) über zwei Sicherungselemente (11, 12) verfügt, wobei die Sicherungselemente (11)
jeweils auf zwei gegenüberliegenden Seiten eines Sperrsegments (7, 7' , 7" , 7"' ,
7'v, 7v)) angeordnet sind.
6. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungselemente (11, 12) durch vorzugsweise in Richtung einer Reihe verlaufende
Perforationslinien von den zugehörigen Sperrsegmenten (7, 7', 7", 7"', 7"v, 7v) getrennt sind und dass nach Abreissen eines Sperrsegments (7, 7' , 7" , 7"' , 7'v, 7v) die vorzugsweise durch wenige Haltepunkte mit dem Bodenabschnitt (6) verbundenen
Sicherungselemente (11, 12) in einer Sperrstellung verbleiben.
7. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einer Reihe zugeordneten Sperrsegmente (7, 7', 7" , 7"' , 7"v) seitlich aneinander anschliessen, wobei sie alternierend und versetzt in der Reihe
angeordnet sind.
8. Blisterverpackung nach Anspruch 5 oder 6 und nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein bezogen auf die Richtung der Entnahme-Reihenfolge vorderes Ende eines
Sperrsegments (7") derart durch eine Schwächungslinie, vorzugsweise eine Perforations-
und/oder Schnittlinie, besonders bevorzugt eine Schnittlinie mit wenigen Haltepunkten
von einem Sicherungselement (11') getrennt ist, das einem vorhergehenden Sperrsegment
(7') zugeordnet ist, dass nach dem wenigstens teilweisen Abtrennen des vorhergehenden
Sicherungselements (11') vom Bodenabschnitt (6) das nachfolgende Sperrsegment (7")
in einer Sperr- bzw. Ruheposition verbleibt.
9. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein bezogen auf die Richtung der Entnahme-Reihenfolge vorderes Ende eines
Sperrsegments (7") in ein Sicherungselement (11') eines vorhergehenden Sperrsegments
(7') hineinragt.
10. Blisterverpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Ende (28) eines Sperrsegmente (7") jeweils U-förmig ausgebildet ist und
das Sicherungselement (11') eines vorhergehenden Sperrsegments (7') eine komplementäre
U-förmige Einbuchtung (29) aufweist.
11. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 für einen Blister mit einer ersten
und wenigstens einer zweiten Reihe von Näpfen (3) für Verpackungsgut, dadurch gekennzeichnet, dass die der ersten und der zweiten Reihe zugeordneten Sperrsegmente (7'v, 7v) aneinander anschliessen.
12. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das letzte Sperrsegment (7v) der ersten Reihe über einen bogenförmigen Brückenabschnitt vorzugsweise einstückig
mit einem einen Startpunkt der zweiten Reihe bildenden ersten Sperrsegment (7v) verbunden ist.
13. Zuschnitt für eine Blisterverpackung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Blisterabschnitt (5) und der Bodenabschnitt (6) durch eine Falzlinie (16) voneinander
getrennt sind.