| (19) |
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(11) |
EP 1 964 983 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.10.2010 Patentblatt 2010/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.03.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum selbsttätigen Spülen von Wasserleitungen
Device for self-actuating flushing of water pipes
Dispositif destiné au lavage automatique de conduites d'eau
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.09.2008 Patentblatt 2008/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Geberit International AG |
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8645 Jona (CH) |
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Erfinder: |
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- Rüesch, Thomas
8808 Pfäffikon (CH)
- Schröter, Achim
8863 Buttikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Groner, Manfred et al |
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Isler & Pedrazzini AG
Gotthardstrasse 53
Postfach 1772 8027 Zürich 8027 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 921 270
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US-A1- 2005 279 846
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Spülen von Wasserleitungen.
[0002] Werden Wasserleitungen während einer längeren Zeitdauer, beispielsweise während mehreren
Tagen oder Wochen nicht benutzt, so kann es aufgrund von physikalischen, chemischen
und biologischen Prozessen zu einer Kontamination des Wassers kommen. Bekannt ist
beispielsweise die Vermehrung von Pseudomonas oder anderen Bakterien im Trinkwasser
von Leitungssystemen. Das Problem der Kontamination besteht insbesondere in Gebäuden,
die längere Zeit nicht benutzt werden. Während dieser Zeit stagniert das Wasser in
den Leitungen. Dies kann beispielsweise in Schulen, Universitäten, Hotels, Kasernen,
Stadien und dergleichen der Fall sein.
[0003] Eine Kontamination des Wassers durch Stagnation kann vermieden werden, indem das
Wasserleitungssystem mit einer so genannten Hygienespülung regelmässig gespült wird.
Beispielsweise können hierzu die Wasserhähne des Leitungssystems periodisch von einer
Person geöffnet und geschlossen werden. Da dies vergleichsweise zeitaufwendig ist
und entsprechendes Personal benötigt wird, sind auch Vorrichtungen vorgeschlagen worden,
mit denen Leitungssysteme selbsttätig mittels einer Steuerung gespült werden können.
Die
US 2005/0279846 offenbart in Figur 6B eine gattungsgemässe Vorrichtung, die zum Spülen einer zu einem
Trinkbrunnen führenden Leitung vorgesehen ist. Sie weist ein Ventil und eine Steuerung
auf, die in einem Gehäuse angeordnet sind. Das Gehäuse und das Ventil sind in einer
Art Bypass-Leitung angeordnet, welche eine Zuführleitung und eine Entsorgungsleitung
überbrückt. Bei geöffnetem Ventil fliesst Wasser von der Zuführleitung zur Entsorgungsleitung.
Das Spülen von Anlagen in grösseren Gebäuden , bei denen viele Armaturen vorhanden
sind, wäre mit solchen Vorrichtungen sehr aufwändig. Die
US-A-5921270 offenbart ein automatisches Spülsystem für ein öffentliches Wassersystem. Das Spülsystem
ist in einem Kasten angeordnet und besitzt in einem nach Aussen führenden Leitungsabschnitt
ein Ventil, das zum Spülen der Leitung automatisch geöffnet wird.
Die
WO 2005/124494 offenbart eine Vorrichtung , die ein Ventil aufweist, die an die selbsttätig zu spülende
Wasserleitung angeschlossen wird und das einen Auslass aufweist. Dieses Ventil wird
von der Steuerung zur Spülung des Wasserleitungssystems selbsttätig geöffnet und geschlossen.
Das Ventil wird beispielsweise stromaufwärts in der Nähe eines Wasserhahns oder einer
Duschbrause montiert. Die Montage solcher Vorrichtungen ist vor allem bei grösseren
Gebäuden, bei denen viele Armaturen und dergleichen vorhanden sind, vergleichsweise
aufwendig. Ein automatisches Öffnen und Schliessen kann störend sein, beispielsweise
in Hotels.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art zu schaffen,
welche die genannten Nachteile vermeidet und die sich insbesondere für Anlagen in
grösseren Gebäuden eignet.
[0005] Die Aufgabe ist bei einer gattungsgemässen Vorrichtung gemäss Anspruch 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung kann das Gehäuse mit den mehreren Ventilen
und dem Auslass als kompakte Einheit hergestellt und einfach montiert werden. Eine
solche Vorrichtung kann beispielsweise in einem Gebäude an einem Montagegestell befestigt
werden. Die Vorrichtung kann beispielsweise unterputz montiert werden, so dass sie
von aussen im Wesentlichen nicht sichtbar ist und ein Betätigen auch weniger stört.
In dem Gehäuse sind mehrere Ventile untergebracht werden und entsprechend können mehrere
Leitungen gespült werden.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gehäuse in einer
Bodenwandung den Auslass aufweist. Dieser Auslass führt insbesondere über einen Siphon
in eine Entsorgungsleitung. Dadurch ist ein besonders einfacher und sicherer Anschluss
möglich.
[0007] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Gehäuse Mittel zu seiner Befestigung
auf. Das Gehäuse kann damit beispielsweise auf einer Platte befestigt werden, die
wiederum an einem Gestell, beispielsweise einem Montagegestell befestigbar ist. Denkbar
ist auch eine direkte Befestigung des Gehäuses an einem Montagerahmen. Die Befestigung
kann ähnlich erfolgen, wie dies bei Spülkästen bekannt ist.
[0008] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Gehäuse kastenförmig ausgebildet Ein
solches Gehäuse kann besonders kostengünstig aus Kunststoff hergestellt werden. Beispielsweise
kann ein solches Gehäuse durch Blasformen hergestellt werden. Die mehreren Ventile
können in diesem Kasten sicher untergebracht werden. Der Auslass kann beispielsweise
an einer Bodenwandung angeformt sein. Ebenfalls kann ein Siphon an der Bodenwandung
angeformt sein.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gehäuse an einer
Frontseite eine Revisionsöffnung aufweist. Die Vorrichtung kann dann beispielsweise
unterputz montiert werden. Eine Revision kann durch die Revisionsöffnung erfolgen,
wie dies bei Unterputz-Spülkästen an sich bekannt ist.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass am Gehäuse Anschlussmittel
zum Anschliessen der zu spülenden Wasserleitungen aufweist. Das Anschlussmittel besteht
beispielsweise aus je einem Fitting mit einem Aussengewinde, an dem die jeweilig zu
spülende Leitung angeschlossen werden kann. Die Anschlussmittel sind vorzugsweise
fest an einer Wandung des Gehäuses angeordnet. Die mehreren Ventile sind innerhalb
des Gehäuses angeordnet. Bei der Montage muss dann lediglich noch das Gehäuse befestigt
und die Leitungen angeschlossen werden.
[0011] Die mehreren Ventile sind vorzugsweise steuerbare Magnetventile. Die Steuerung kann
über eine Signalleitung erfolgen, die in das Gehäuse hineinführt.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Revisionsöffnung mit einer abnehmbaren
Schutzplatte verschlossen. Dies ermöglicht einerseits eine einfache und sichere Revision
als auch ein hoher Schutz für die mehreren Ventile bei einer Unterputz-Montage.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist auf der Schutzplatte eine Steuerelektronik
zum Steuern der mehreren Ventile angeordnet. Dadurch ist die Elektronik besonders
sicher geschützt und andererseits auch sehr einfach und schnell zugänglich. Die Elektronik
kann mit einer zentralen Steuerung verbunden sein. Beispielsweise können in einem
Gebäude mit mehreren solchen Vorrichtungen diese über eine zentrale Steuerung gesteuert
sein. Die Ventile könne direkt oder über die Elektronik mit dieser zentralen Steuerung
verbunden sein.
[0014] Die Erfindung betrifft zudem ein Rohrleitungssystem mit wenigstens einer Vorrichtung
der genannten Art. Dieses Rohrleitungssystem besitzt wenigstens eine Ringleitung oder
eine Serienleitung, Die Vorrichtung ist bei einem solchen Rohrleitungssystem jeweils
an der letzten Stelle der Ringleitung bzw. Serienleitung angeordnet. Zum Spülen einer
solchen Ringleitung oder Serienleitung ist dann lediglich eine solche Vorrichtung
erforderlich. Die Vorrichtungen werden anhand eines Installationsplans montiert. Dadurch
kann insbesondere die Anzahl der notwendigen Vorrichtungen minimal gehalten werden.
[0015] Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Schnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung, die an einem hier abschnittsweise
gezeigten Gestell montiert ist,
- Figur 2
- ein weiterer Schnitt durch die montierte Vorrichtung gemäss Figur 1,
- Figur 3
- ein weiterer Schnitt durch die erfindungsgemässe Vorrichtung,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe Vorrichtung und
- Figur 5
- eine Frontansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung, wobei der Bauschutzkasten weggelassen
ist.
[0017] Die Figuren 1 und 2 zeigen die erfindungsgemässe Vorrichtung 1 im montierten und
angeschlossenen Zustand. Wie insbesondere die Figur 1 zeigt, ist die Vorrichtung 1
an ein Rohrleitungssystem 2 angeschlossen, das eine erste Rohrleitung 3 und eine zweite
Rohrleitung 4 aufweist. Die Rohrleitung 3 ist beispielsweise die Rohrleitung für Kaltwasser
und die Rohrleitung 4 für Warmwasser. Die Leitungen 3 und 4 können Reihenleitung oder
Ringleitungen sein. Die Vorrichtung 1 befindet sich jeweils an einer letzten Stelle
der Leitung.
[0018] Zur Befestigung der Vorrichtung 1 weist diese ein Gehäuse 13 auf, das gegenüberliegende
Seitenwandungen 13c besitzt, in denen aussenseitig vier Nuten 12 angeordnet sind.
Jede Nut nimmt einen Halter 11 auf, der beispielsweise mit einer Steckverbindung mit
einem Befestigungswinkel 10 verbunden ist. Diese Befestigungswinkel 10 sind auf eine
Platte 8, beispielsweise eine Holzplatte geschraubt. Diese Holzplatte 8 ist mit Befestigungsmitteln
9 an Seitenblechen 7 und diese wiederum an einem Montagegestell 5 oder einer anderen
Montagevorrichtung oder direkt an einer Gebäudewand befestigt. Die Befestigungsmittel
9 sind beispielsweise als Klemmen oder dergleichen ausgebildet. Die Platte 8 erstreckt
sich vorzugsweise in einer vertikalen Ebene. Die Winkel 10 und Halter 11 ermöglichen
eine sehr einfache Montage der Vorrichtung 1.
[0019] Das Gehäuse 13 ist kastenförmig ausgebildet, beispielsweise ähnlich wie ein Spülkasten
und ist vorzugsweise aus Kunststoff, beispielsweise durch Blasformen hergestellt Eine
Deckenwandung 13b besitzt zwei Durchbrüche 20, an denen ein Anschlussmittel 18 bzw.
19 angeordnet ist. Diese Anschlussmittel 18 und 19 sind insbesondere Fittinge, die
durch die Durchbrüche 20 hindurchführen und mit denen die Rohrleitungen 3 und 4 jeweils
mit einem Ventil 22 bzw. 21 verbindbar sind. Die Verbindung kann in üblicher Weise
über eine Schraubverbindung oder Pressverbindung erfolgen.
[0020] Die Ventile 21 und 22 sind innerhalb des Gehäuses 13 angeordnet und insbesondere
steuerbare Magnetventile. Sie besitzen jeweils einen Auslass 23 bzw. 24, wie insbesondere
die Figur 1 zeigt. Ist das Ventil 21 geöffnet, so fliesst Wasser aus der Rohrleitung
4 durch den Auslass 23 in das Gehäuse 13, Entsprechend fliesst bei geöffnetem Ventil
22 Wasser aus der Rohrleitung 3 in das Gehäuse 13. Das aus dem Auslass 23 bzw. 24
ausfliessende Wasser strömt frei nach unten zu einer trichterförmigen Öffnung 14 und
durch diese in einen Siphon 15 und schliesslich über einen Stutzen 16 in eine hier
nicht gezeigte Entsorgungsleitung, Der Siphon 15 kann aussenseitig mit einer Isolation
17, beispielsweise einer Schwitzwasser-Isolation versehen sein. Vorzugsweise ist der
Siphon 15 am Gehäuse 13 angeformt.
[0021] Die Ventile 21 und 22 sind vorzugsweise Magnetventile. Zur Steuerung der Ventile
21 und 22 ist eine Elektronik 30 vorgesehen, welche gemäss der Figur 5 auf einer Schutzplatte
25 befestigt ist. Diese Schutzplatte 25 ist in eine Revisionsöffnung 32 (Fig. 5) eingesetzt.
Die Revisionsöffnung 32 befindet sich in einer Frontwandung 13e des Gehäuses 13. Die
Steuerung 30 ist mit den Ventilen 21 und 22, beispielsweise über hier nicht gezeigte
Signalleitungen verbunden. Die Steuerung 30 ist so eingestellt, dass die Ventile 21
und 22 zu vorbestimmten Zeiten während einer bestimmten Zeitdauer geöffnet werden.
Dadurch werden die Rohrleitungen 3 und 4 zur Vermeidung von Stagnationen gespült.
Die Steuerbefehle können auch über eine zentrale Steuerung 31 erfolgen. Die Elektronik
30 kann zudem auch mit dieser zentralen Steuerung 31 verbunden werden. Beispielsweise
können in einem Gebäude mit mehreren Vorrichtungen 1 diese jeweils über entsprechende
Signalleitungen mit der zentralen Steuerung 31 verbunden sein. Denkbar sind auch kontaktlose
Verbindungen.
[0022] Die Vorrichtung 1 ist gemäss Figur 2 eine Unterputz-Vorrichtung. Sie befindet sich
hinter einer Abdeckung 6, beispielsweise einer Gipsplatte oder einer anderen geeigneten
Abdeckung. In dieser Abdeckung 6 befindet sich eine Öffnung 26, in die ein Bausahutzkasten
27 eingesetzt ist, der auf die Revisionsöffnung 32 aufgesetzt ist. Der Bauschutzkasten
27 ist mit einer Abdeckplatte 28 verschlossen, die mit Bolzen 29 lösbar mit der Schutzplatte
25 verbunden ist. Für eine Revision wird die Abdeckplatte 28 abgenommen, so dass die
Schutzplatte 25 mit der darauf angeordneten Elektronik 30 zugänglich ist Die Schutzplatte
25 kann, beispielsweise über hier nicht näher bezeichnete Bolzen gelöst und aus dem
Bauschutzkasten 27 herausgenommen werden. Durch die Revisionsöffnung 32 hindurch sind
nun die Ventile 21 und 22 zugänglich. Nach der Revision wird die Schutzplatte 25 wieder
eingesetzt und schliesslich wird mit dem Bolzen 29 die Abdeckplatte 28 montiert. Die
Vorrichtung 1 ist somit von aussen nicht sichtbar, ist aber für eine Revision vergleichsweise
einfach zugänglich.
[0023] Die Figuren 3 und 4 zeigen die Vorrichtung 1 mit aufgesetzter Abdeckplatte 28 und
montiertem Bauschutzkasten 27.
[0024] Die Vorrichtung 1 eignet sich insbesondere auch für Gebäude, welche ein sehr umfangreiches
Rohrleitungssystem 2 aufweisen. In einem solchen Gebäude können eine Mehrzahl von
solchen Vorrichtungen 1 montiert sein. Beispielsweise können in jedem Stockwerk eine
oder mehrere solche Vorrichtungen 1 jeweils an letzter Stelle einer Reihenleitung
oder Ringleitung angeordnet sein. Da die Vorrichtungen 1 jeweils eine Einheit bilden,
können diese vergleichsweise einfach und schnell montiert werden. Auch bei einer Unterputz-Verlegung
ist eine einfache und schnelle Revision möglich.
Bezugszeichenliste
[0025]
| 1 |
Vorrichtung |
15 |
Siphon |
| 2 |
Rohrleitungssystem |
16 |
Stutzen |
| 3 |
Rohrleitung |
17 |
Isolation |
| 4 |
Rohrleitung |
18 |
Anschlussmittel |
| 5 |
Montagegestell |
19 |
Anschlussmittel |
| 6 |
Abdeckung |
20 |
Durchbruch |
| 7 |
Seitenblech |
21 |
Ventil |
| 8 |
Platte |
22 |
Ventil |
| 9 |
Befestigungsmittel |
23 |
Auslass |
| 10 |
Befestigungswinkel |
24 |
Auslass |
| 11 |
Halter |
25 |
Schutzplatte |
| 12 |
Nuten |
26 |
Öffnung |
| 13 |
Gehäuse |
27 |
Bauschutzkasten |
| 13a |
Bodenwandung |
28 |
Abdeckplatte |
| 13b |
Deckenwandung |
29 |
Bolzen |
| 13c |
Seitenwandung |
30 |
Elektronik |
| 13d |
Aussenwandung |
31 |
Steuerung |
| 13e |
Frontwandung |
32 |
Revisionsöffnung |
| 14 |
Öffnung |
|
|
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Spülen von Wasserleitungen (3, 4) mit mehreren an einer
Wasserleitung (3, 4) angeschlossenen Ventilen (21, 22) und einer Steuerung (30, 31),
mit welcher die Ventile (21, 22) zum Spülen der Wasserleitungen (3, 4) geöffnet und
geschlossen werden, wobei die Vorrichtung als Baueinheit ausgebildet ist und ein Gehäuse
(13) aufweist, in dem die Ventile (21, 22) angeordnet sind, wobei, die Ventile (21,
22) innerhalb des Gehäuses (13) je eine Auslassöffnung (23, 24) aufweisen, so dass
bei geöffneten Ventilen (21, 22) Wasser durch die jeweilige Ausfassöffnung (23, 24)
in das Gehäuse (13) fliesst und dass im Gehäuse (13) ein einziger Auslass (14) angeordnet
ist, durch den das aus den Ventilen (21,22) ausströmende Wasser das Gehäuse (13) verlassen
kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass (14) des Gehäuses (13) in einer Bodenwandung (13a) des Gehäuses (13)
angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (13) Mittel (12) zu seiner Befestigung, beispielsweise auf einer Platte
(8) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (13) kastenförmig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Bodenwandung (13a) des Gehäuses (13) ein Siphon (15) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (13) an einer Frontseite eine Revisionsöffnung (32) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (13) mehrere Anschlussmittel (18, 19) zum Anschliessen der zu spülenden
Wasserleitungen (3, 4) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile (21, 22) Magnetventile sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie für eine Unterputz-Montage vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Revisionsöffnung (32) mit einer abnehmbaren Schutzplatte (25) verschlossen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Schutzplatte (25) eine Steuerelektronik (30) zum Steuern der Ventile (21,
22) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie an eine zentrale Steuerung (31) angeschlossen ist.
13. Rohrleitungssystem mit wenigstens einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
12, mit wenigstens einer Ringleitung oder einer Serienleitung, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung an der letzten Stelle der Ringleitungen bzw. der Serienleitungen
angeordnet ist.
14. Rohrleitungssystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere der Vorrichtungen aufweist und dass diese jeweils Unterputz montiert
sind.
1. Device for the self-actuating flushing of water pipes (3, 4), said device including
a plurality of valves (21, 22) connected to a water pipe (3, 4) and a control means
(30, 31) by way of which the valves (21, 22) are opened and closed for flushing the
water pipes (3, 4), wherein the device is realized as a structural unit and includes
a housing (13) in which the valves (21, 22) are located, wherein the valves (21, 22)
have an outlet opening (23, 24) within the housing (13) such that, with the valves
(21, 22) open, water flows through the respective outlet opening (23, 24) into the
housing (13) and a single outlet (14) is located in the housing (13), through which
outlet the water flowing out of the valves (21, 22) is able to leave the housing (13).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the outlet (14) of the housing (13) is located in a bottom wall (13a) of the housing
(13).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the housing (13) includes means (12) for its securement, for example on a plate (8).
4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the housing (13) is box-shaped.
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a siphon (15) is located on a bottom wall (13a) of the housing (13).
6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the housing (13) has an inspection opening (32) on a front side.
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a plurality of connecting means (18, 19) for connecting the water pipes (3, 4) to
be flushed is located at the housing (13).
8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the valves (21, 22) are solenoid valves.
9. Device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that said device is provided for in-wall mounting.
10. Device according to one of Claims 6 to 9, characterized in that the inspection opening (32) is closed by way of a removable protective plate (25).
11. Device according to Claim 10, characterized in that a control electronics unit (30) for controlling the valves (21, 22) is located on
the protective plate (25).
12. Device according to one of Claims 1 to 11, characterized in that said device is connected to a central control means (31).
13. Pipe system including at least one device according to one of Claims 1 to 12, said
system including at least one circular pipeline or one series pipeline, characterized in that the device is located at the endmost position of the circular pipelines or of the
series pipelines.
14. Pipe system according to Claim 13, characterized in that said pipe system includes a plurality of the devices and in that said devices are in each case in-wall mounted.
1. Dispositif destiné au lavage automatique de conduites d'eau (3, 4) avec plusieurs
soupapes (21, 22) raccordées à une conduite d'eau (3, 4) et avec une commande (30,
31), avec laquelle on ouvre et on ferme les soupapes (21, 22) pour le lavage des conduites
d'eau (3, 4), dans lequel le dispositif se présente sous la forme d'une unité de construction
et présente un boîtier (13) dans lequel les soupapes (21, 22) sont agencées, les soupapes
(21, 22) présentant chacune une ouverture de sortie (23, 24) à l'intérieur du boîtier
(13), de telle manière que, lorsque les soupapes (21, 22) sont ouvertes, de l'eau
s'écoule à travers l'ouverture de sortie respective (23, 24) dans le boîtier (13),
et dans lequel une sortie unique (14) est disposée dans le boîtier (13), par laquelle
l'eau s'écoulant des soupapes (21, 22) peut quitter le boîtier (13).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la sortie (14) du boîtier (13) est disposée dans une paroi de fond (13a) du boîtier
(13).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le boîtier (13) comporte des moyens (12) pour sa fixation, par exemple sur une plaque
(8).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le boîtier (13) est réalisé en forme de caisson.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un siphon (15) est agencé sur une paroi de fond (13a) du boîtier (13).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le boîtier (13) présente une ouverture de visite (32) dans une face avant.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que plusieurs moyens de raccordement (18, 19) sont disposés sur le boîtier (13) pour
le raccordement des conduites d'eau à laver (3, 4).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les soupapes (21, 22) sont des soupapes magnétiques.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il est prévu pour un montage encastré.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que l'ouverture de visite (32) est fermée avec une plaque de protection amovible (25).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'une électronique de commande (30) est disposée sur la plaque de protection (25) pour
la commande des soupapes (21, 22).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'il est relié à une commande centrale (31).
13. Réseau de conduites avec au moins un dispositif selon l'une quelconque des revendications
1 à 12, avec au moins une conduite annulaire ou une conduite en série, caractérisé en ce que le dispositif est installé au dernier point des conduites annulaires ou des conduites
en série.
14. Réseau de conduites selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'il comprend plusieurs des dispositifs et en ce que ceux-ci sont chaque fois montés de façon encastrée.


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