[0001] Die Erfindung betrifft eine Strömungsmaschine, insbesondere Heißgasexpander mit einem
Laufschaufel umfassenden Rotor, einem Gehäuse, und einer rotationslosen Strömungskontur,
welche Strömungskanäle im Bereich der Laufschaufeln einseitig begrenzt.
[0002] Die
EP 1 620 633 B1 offenbart einen Turbolader, der ein Mittelgehäuse und ein Turbinengehäuse mit einer
dazwischen angeordneten, variablen Düseneinrichtung aufweist. Die Düseneinrichtung
weist eine ringförmige Anordnung verstellbarer Leitschaufeln auf, die in eine ringförmige
Düse eingefügt sind, um eine Vielzahl von Düsendurchlässen zu definieren. Die Leitschaufeln
sind zu einem Verstellring gekoppelt, um die Leitschaufeln in der Düse schwenkend
einzustellen. Weiter ist eine federnde Einrichtung vorgesehen, die jeweils zwischen
dem Verstellring und dem Mittelgehäuse oder zwischen dem Verstellring und dem Turbinengehäuse
angeordnet ist. Die federnde Einrichtung übt eine axiale Federkraft zwischen den Leitschaufeln
und jeweils dem Mittelgehäuse oder dem Turbinengehäuse aus.
[0003] Strömungsmaschinen, beispielsweise Getriebemaschinen, insbesondere Heißgasexpander
der eingangs genannten Art zeichnen sich durch eine Mehrwellenanordnung mit unterschiedlichen
Rotationsgeschwindigkeiten um ein zentrales Antriebsrad aus. Hierdurch wird eine kompakte
Einheit für eine mehrstufige Verdichtung/Expansion für eine Vielzahl von Medien, vorzugsweise
von gasförmigen Medien zur Verfügung gestellt.
[0004] Derartige Getriebemaschinen expandieren das Medium, welches eine Eintrittstemperatur
von bis zu 300°C oder in einer bevorzugten Ausführung eine Eintrittstemperatur über
300°C aufweisen kann. Bei einer Medieneintrittstemperatur von mehr als 300°C spricht
man auch von so genannten Heißgasexpandern.
[0005] Diese Heißgasexpander weisen mindestens ein Einlaufgehäuse auf, in dem der Spiraleinsatz
angeordnet ist. Der Spiraleinsatz trägt einen verstellbaren Eintrittsleitapparat,
der einen Stellring, Leitschaufeln und Bolzen aufweist, wobei die Bolzen als Drehachse
zum Einstellen der Leitschaufeln dienen.
[0006] Die Leitschaufeln sind also drehbar an dem Bolzen angeschlagen, wobei die Leitschaufeln
gleichzeitig über einen Mitnehmer mit dem Stellring verbunden sind. Wird nun der Stellring
in einem gewünschten Winkelbetrag verdreht, bewirken die Mitnehmer eine Zwangsverstellung
der Leitschaufeln um den Bolzen, so dass durch die Verstellung der Leitschaufeln eine
Beeinflussung der Richtung und/oder der Geschwindigkeit des Mediumstroms zu der Laufschaufel
bzw. zum Laufrad bewirkt wird.
[0007] Der Spiraleinsatz hat somit zwei Funktionen. Zum einen trägt der Spiraleinsatz den
Verstellmechanismus (Stellring usw.), wobei der Spiraleinsatz zum anderen auch den
Konturring trägt.
[0008] Der Spiraleinsatz mit dem zugeordneten Eintrittsleitapparat und dem Konturring wird
außerhalb des Einlaufgehäuses vormontiert und als Einheit in dieses eingesetzt.
[0009] Aufgrund der hohen thermischen Belastung, insbesondere bei Heißgasexpandern, wird
jedoch beobachtet, dass sich die unterschiedlichen Bauteilkomponenten aufgrund der
thermischen Einwirkung ausdehnen bzw. unterschiedlich ausdehnen. Durch die üblicherweise
starre Verbindung des Spiraleinsatzes mit den zugeordneten Bauteilen an dem Einlaufgehäuse
muss die einzusetzende Einheit daher bei der Montage mit relativ großem radialen Spiel
zum Einlaufgehäuse bzw. zum Laufrad ausgeführt werden, um ein Klemmen durch unterschiedliche
Temperaturdehnungen zu vermeiden und um eine axiale Bewegungsfreiheit sicherstellen
zu können.
[0010] Hierdurch ist aber der Konturringspalt zwischen der Konturringfläche und den dazu
korrespondierenden Laufschaufelkanten des Laufrades derart groß bemessen, dass der
Wirkungsgrad des Heißgasexpanders durch extrem hohe Spaltverluste erheblich herabgesetzt
ist. Wirkungsgradverluste können aber auch auftreten, wenn die Spalte zwischen den
Leitschaufeln bzw. dem Bolzen (als Drehachse der jeweiligen Leitschaufel) und der
zugeordneten Kanalinnenwand zu groß sind.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Strömungsmaschine der Eingangs
genannten Art, insbesondere einen Heißgasexpander, mit einfachen Mitteln dahingehend
zu verbessern, dass die Spaltverluste reduziert sind, so dass der Wirkungsgrad erheblich
erhöht werden kann.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Strömungskontur mittels
mindestens eines elastischen Elements gegen das Gehäuse verspannt ist, und dass die
Verspannkräfte aus dem elastischen Element in Richtung einer Verringerung von Spalten
zwischen den Laufschaufeln und der Strömungskontur wirken.
[0013] Die Strömungskontur kann beispielsweise einen Eintrittsleitapparat, einen Stellring
und einen Konturring aufweisen, wobei dem Gehäuse ein Diffusor zugeordnet sein kann.
[0014] Aufgrund des erfindungsgemäßen elastischen Elementes, das im Folgenden als Spannsystem
bezeichnet wird, ist die Strömungskontur bzw. ein zugeordneter Spiraleinsatz beweglich
zum Einlaufgehäuse bzw. zum Gehäuse, wobei der Spiraleinsatz bevorzugt in axialer
Richtung gesehen beweglich ist.
[0015] Vorteilhaft ist zumindest ein Abstandhalter zwischen der Strömungskontur und dem
Gehäuse angeordnet, wobei der Abstandhalter die Drehachse von Leitschaufeln ist.
[0016] Günstig im Sinne der Erfindung ist, wenn das Spannsystem zentrale Aufnahmenbolzen
aufweist, denen diffusorseitig jeweils ein Anlagefuß zugeordnet ist, wobei dem jeweiligen
Aufnahmebolzen spiraleinsatzseitig jeweils ein Stoppelement zugeordnet ist, das jeweils
kraftformschlüssig an dem jeweiligen Aufnahmebolzen festgelegt ist, wobei dem jeweiligen
Aufnahmebolzen ein Kraftspeicher und ein Wirkelement zugeordnet ist. Das Wirkelement
ist vorzugsweise spiraleinsatzseitig angeordnet, wobei der Kraftspeicher zwischen
dem Wirkelement und dem Anlagefuß angeordnet ist.
[0017] In bevorzugter Ausgestaltung ist der Kraftspeicher als Tellerfederpaket bzw. Tellerfederkranz
ausgeführt, der um den Aufnahmebolzen herum angeordnet ist.
[0018] Zweckmäßiger Weise ist das Wirkelement mit topfartigen Bohrungen versehen. In dem
Bohrungsgrund der topfartigen Bohrungen ist jeweils eine zum Aufnahmebolzen korrespondierende
Durchgangsbohrung eingebracht, so dass das Wirkelement entlang einer Längsachse des
Aufnahmebolzens verschiebbar gelagert ist. Das Stoppelement wirkt dabei quasi als
Bewegungsbegrenzer des Wirkelements in Richtung zum Spiraleinsatz. Das Wirkelement
liegt im verspannten Zustand bevorzugt an dem Spiraleinsatz an.
[0019] Vorteilhaft weist der Eintrittsleitapparat den Abstandhalter auf, der fußseitig in
dem Spiraleinsatz aufgenommen ist und kopfseitig zu einer Kanalinnenwand orientiert
ist, wobei das Spannsystem den Abstandhalter mit seiner Kopfseite gegen die Kanalinnenwand
drückt, die zumindest bereichsweise ein Gleitelement aufweist. Der Eintrittsleitapparat
weist zudem einen Stellring und Leitschaufeln auf. Die Leitschaufeln sind über Mitnehmer
mit dem Stellring verbunden, und drehbar dem Abstandhalter zugeordnet. Der Abstandhalter
kann somit auch als Leitschaufelbolzen bezeichnet werden und dient als Drehachse der
Leitschaufeln. Bei einem Verstellen des Stellrings in einem gewünschten Winkelbetrag
werden die Leitschaufeln über die Mitnehmer zwangsgeführt mitgenommen und drehen sich
um die jeweilige Schaufelachse bzw. um den jeweiligen Abstandhalter. Zweckmäßiger
Weise ist jedem Abstandhalter ein Gleitelement zugeordnet, so dass die jeweiligen
Gleitelemente an dem zum Abstandhalter zugeordneten Ort in der Kanalinnenwand angeordnet
sind. Natürlich kann aber auch ein einziges, durchgehendes Gleitelement vorgesehen
sein.
[0020] In bevorzugter Ausführung ist das Gleitelement als Gleitplatte in der Kanalinnenwand
hinreichend lagesicher eingesetzt. Das Gleitelement kann aber auch als Gleitbeschichtung
ausgeführt sein. Das Gleitelement in seiner Ausgestaltung als Gleitplatte ist aus
einem geeigneten Material gebildet, welches bevorzugt aus einem temperatur- und korrosionsfesten
Grundmaterial gefertigt ist, und entsprechend beschichtet oder behandelt ist. Beispielsweise
können die Gleitelemente bzw. Gleitplatten aus Stahl oder Inconel bestehen und mit
einer Spezialschicht (z.B. Tribaloy) beschichtet sein. Die Beschichtung wird bevorzugt
derart gewählt, dass ein Gleitreibungsbeiwert reduziert wird, und gleichzeitig eine
hohe Verschleißfestigkeit vorhanden ist. Die Beschichtung verhindert zudem ein Fressen
und ist korrosionsfest. Alternativ ist auch eine Behandlung durch Kolsterisieren
® (korrosionsfestes Oberflächenhärten) möglich. Natürlich kann das Gleitelement in
der Ausgestaltung als Gleitbeschichtung entsprechend mit der Beschichtung direkt auf
dem zugeordneten Bereich der Kanalinnenwand aufgebracht sein.
[0021] Der Spiraleinsatz wird mit dem Eintrittsleitapparat außerhalb des Einlaufgehäuses
vormontiert und in dieses als Einheit eingesetzt. Der Spiraleinsatz wird mit geeigneten
Hilfsmitteln axial über die Abstandhalter (Leitschaufelbolzen) gegen die Gleitplatten
in der Einlaufgehäuserückwand (Kanalinnenwand) gedrückt, wobei so dann der Konturring
eingebaut und eingestellt wird (axialer Spalt). Anschließend wird das Spannsystem
an der vorgesehenen Stelle eingesetzt. Anschließend wird der Diffusor mit dem Einlaufgehäuse
verbunden, bzw. verschraubt, wobei der Diffusor mit seinem Anlageflansch an dem Anlagefuß
anliegt. Durch das verbinden bzw. verschrauben des Diffusors mit dem Einlaufgehäuse
wird das Spannsystem vorgespannt. Selbstverständlich wird das Spannsystem, insbesondere
das Tellerfederpaket vor der Montage bezüglich der erforderlichen Federspannung auch
unter Betriebbedingungen ausgelegt. Natürlich werden auch die jeweiligen Komponenten
(Spiraleinsatz, Eintrittsleitapparat, Konturring) entsprechend ausgelegt.
[0022] Das Spannsystem drückt die Abstandhalter mit ihrer Kopfseite gegen das entsprechende
Gleitelement, bzw. die bevorzugte Gleitplatte. Bei Differenzen in der Temperaturdehnung
der einzelnen Komponenten wird vorteilhaft ein Gleiten in radialer Richtung erreicht,
da sich die Abstandhalter an den Gleitelementen abstützen. Weiter wird durch die Wärmedehnungen
vorteilhaft ein axiales Einfedern der Tellerfedern erreicht. Durch das Pressen bzw.
Verspannen der Abstandhalter gegen die Kanalinnenwand entfallen zusätzlich Spaltmasse,
die durch eine Verformung des Einlaufgehäuses entstehen können. Als axiale Wärmedehnung
kann somit vorteilhaft lediglich die Schaufelhöhe der Leitschaufeln Berücksichtigung
zur Spaltauslegung finden. Durch die geringen Spalte am Eintrittsleitgitter (Leitschaufeln)
wird der Wirkungsgrad gesteigert.
[0023] Der Heißgasexpander weist zudem das Laufrad auf, welches mit seinen Laufschaufelkanten
zu dem Konturring beabstandet ist, so dass ein Konturringspalt gebildet ist. Mittels
des vorteilhaften Spannsystems kann dieser Konturringspalt vorteilhaft minimiert werden,
da die Temperaturdehnung direkt auf den Abstandhalter wirkt, der sich an der Kanalinnenwand
bzw. dem jeweiligen Gleitelement abstützt, und bei einer thermisch bedingten Ausdehnung
den Konturring von dem Laufrad wegdrückt, so dass sich die thermische Ausdehnung der
Laufschaufeln und des Konturrings quasi aufhebt.
[0024] Insgesamt wird somit vorteilhaft erreicht, dass Spaltverluste reduziert sind, wodurch
der Wirkungsgrad der Strömungsmaschine bzw. der Getriebemaschine bzw. des beispielhaften
Heißgasexpanders erhöht ist. Die Spaltmaße können von vornherein minimaler ausgeführt
werden, wobei mittels des Spannsystems erreicht wird, dass die thermische Ausdehnung
quasi kompensiert wird.
[0025] Vorteilhaft wird weiter mittels des Spannsystems erreicht, dass übermäßige Bauteilbeanspruchungen
durch Wärmedehnungen verhindert werden, da der Spiraleinsatz in radialer und axialer
Richtung frei vom Einlaufgehäuse ist.
[0026] Weiter vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und
der folgenden Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen beispielhaft dargestellten Heißgasexpander, und
- Fig. 2
- ein elastisches Element (Spannsystem) als Einzelheit.
[0027] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche stets mit denselben Bezugszeichen versehen,
weswegen diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0028] Figur 1 zeigt eine Strömungsmaschine bzw. eine Getriebemaschine, die in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel als Heißgasexpander 1 mit einer Eintrittstemperatur eines vorzugsweise
gasförmigen Mediums von bis zu 510°C ausgeführt ist. Der Heißgasexpander 1 weist mindestens
ein Einlaufgehäuse 2 auf, in dem ein Spiraleinsatz 3 angeordnet ist. Dem Spiraleinsatz
3 ist ein Eintrittsleitapparat 4 und ein Konturring 6 zugeordnet, so dass eine Strömungskontur
gebildet ist. Dem Einlaufgehäuse 2 ist weiterhin ein Diffusor 7 zugeordnet.
[0029] Der Eintrittsleitapparat 4 weist einen Stellring 8, zumindest einen Abstandhalter
9 und Leitschaufeln 11 auf.
[0030] Die Leitschaufeln 11 sind über Mitnehmer mit dem Stellring 8 verbunden, so dass ein
Verdrehen des Stellrings 8 eine entsprechende Verstellung der Leitschaufeln 11 bewirkt,
die drehbar an den Abstandhaltern 9 befestigt sind. Die Abstandhalter 9 dienen somit
als Drehachse der Leitschaufeln 11.
[0031] Dem Spiraleinsatz 3 ist ein elastisches Element bzw. ein Spannsystem 12 zugeordnet.
Das Spannsystem 12 liegt einerseits an dem Spiraleinsatz 3 und andererseits an dem
Diffusor 7 bzw. an seinem Anlageflansch 13 zum Einlaufgehäuse 2 an.
[0032] In der in Figur 2 dargestellten Ausführung weist das Spannsystem 12 einen zentralen
Aufnahmebolzen 14 auf, dem diffusorseitig ein Anlagefuß 16 zugeordnet ist. Der Anlagefuß
16 liegt mit seiner Anlagefläche 17 an einer dazu korrespondierenden Gegenanlagefläche
18 des Diffusors 7 bzw. seines Anlageflansches 13 an. Spiralseitig ist dem Aufnahmebolzen
14 ein Stoppelement 19 zugeordnet, welches über eine Schraubverbindung kraftformschlüssig
an dem Aufnahmebolzen 14 festgelegt ist. Natürlich kann das Stoppelement 19 auch in
einer anderen, geeigneten Verbindungsart mit den Aufnahmebolzen 14 verbunden sein.
Beispielsweise könnte das Stoppelement 19 mit dem Aufnahmebolzen verschweißt sein.
[0033] Weiter sind dem Aufnahmebolzen 14 ein Wirkelement 21 und ein Kraftspeicher 22 zugeordnet.
Das Wirkelement 21 ist bevorzugt spiralseitig angeordnet, und mit topfartigen Bohrungen
versehen, von denen in Figur 2 aufgrund des gewählten Darstellungsbereiches lediglich
eine erkennbar ist, so dass das Wirkelement 21 in dem gewählten Schnitt gesehen U-förmig
mit einem Basissteg 23 (Bohrungsgrund) und zwei U-Schenkeln 24 ausgeführt ist. In
dem Basissteg 23 (Bohrungsgrund) ist eine zum Aufnahmebolzen 14 korrespondierende
Durchgangsöffnung 26 eingebracht, so dass das Wirkelement 21 entlang einer Längsachse
(Doppelpfeil 27) des Aufnahmebolzens 14 beweglich ist. Die U-Schenkel 24 sind mit
ihren freien Enden 28 in Richtung zum Spiraleinsatz 3 orientiert, so dass das Wirkelement
21 im verspannten Zustand des Spannsystems 8 an dem Spiraleinsatz 3 anliegt.
Der Kraftspeicher 22 ist zwischen dem Wirkelement 21 und dem Anlagefuß 16 angeordnet,
und bevorzugt als Tellerfederpaket bzw. als Tellerfederkranz ausgeführt.
[0034] Der Abstandhalter 9 ist fußseitig in dem Spiraleinsatz 3 aufgenommen, und orientiert
sich kopfseitig zu einer Kanalinnenwand 29 (Figur 1). Das Spannsystem 12 drückt den
Abstandhalter 9 mit seiner Kopfseite 31 gegen die Kanalinnenwand 29, an der zumindest
an der Anlagefläche des Abstandhalters 9 Gleitelemente 32 vorgesehen sind.
[0035] Die Gleitelemente 32 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Gleitplatten
ausgeführt, die aus einem geeigneten Material gebildet und vorzugsweise beschichtet
oder entsprechend bearbeitet sind. Die Gleitelemente 32 sind hinreichend lagesicher
in der Kanalinnenwand 29 eingebracht.
[0036] Dem Heißgasexpander 1 ist natürlich ein Laufrad 33 zugeordnet, dessen Laufschaufeln
mit ihren Kanten 34 in Richtung zum Konturring 6 beabstandet sind, so dass ein Konturringspalt
36 gebildet ist.
[0037] Der Spiraleinsatz 3 wird mit dem Eintrittsleitapparat 4 außerhalb des Einlaufgehäuses
2 zu einer Einheit vormontiert uns als Einheit in das Einlaufgehäuse 2 eingesetzt.
Der Spiraleinsatz 3 wird mit geeigneten Hilfsmitteln axial über die Abstandhalter
9 (Leitschaufelbolzen) gegen die Gleitplatten in der Einlaufgehäuserückwand (Kanalinnenwand
11) gedrückt, wobei so dann der Konturring 6 eingebaut und eingestellt wird (axialer
Spalt). Anschließend wird das Spannsystem 12 eingesetzt. Mittels des Diffusors 7 wird
das Einlaufgehäuse 2 verschlossen, indem der Anlageflansch 13 mit dem Einlaufgehäuse
2 verschraubt wird. Hierdurch wird das Spannsystem 12 gespannt, wodurch auch die Spalte
zwischen den Leitschaufeln 11 und der Kanalinnenwand 29 ebenso wie der Konturringspalt
36 auf einen minimalen Betrag eingestellt werden kann. Der Spiraleinsatz 3 ist in
radialer und in axialer Richtung frei von dem Einlaufgehäuse 2.
[0038] Unter Betriebsbedingungen, insbesondere bei einer Eintrittstemperatur eines Mediums,
vorzugsweise eines gasförmigen Mediums über 300°C, beispielsweise von 510°C können
sich die einzelnen Komponenten aufgrund der thermischen Einwirkung Ausdehnen. Die
thermische Ausdehnung bewirkt ein Einfedern des Spannsystems 12 bzw. des Kraftspeichers
22. Durch das Spannsystem 12 werden die Abstandhalter 9 über den Spiraleinsatz 3 gegen
die Kanalinnenwand 29 bzw. gegen die Gleitelemente 32 gedrückt, so dass hier ein Gleiten
in radialer Richtung bewirkt wird. Als axiale Wärmedehnung muss vorteilhaft lediglich
die Schaufelhöhe der Leitschaufeln berücksichtigt werden. Durch das Anpressen der
Abstandhalter 9 an die Kanalinnenwand 29 entfallen zusätzliche Spaltmaße, die durch
eine (thermische) Verformung des Einlaufgehäuses 2 entstehen könnten. Gleichzeitig
wird der Konturring 6 durch das Anpressen des Abstandhalters 9 an die Gleitelemente
32 von den Laufschaufeln des Laufrades 33 weggedrückt.
[0039] Insgesamt wird mittels des vorteilhaften Spannsystems 12 erreicht, dass übermäßige
Bauteilbeanspruchungen durch Wärmedehnungen verhindert werden können, da der Spiraleinsatz
3, welcher gleichzeitig Träger des Eintrittsleitapparates 4 ist, zumindest in axialer
Richtung frei vom Einlaufgehäuse 2 ist. Damit können Spalte zwischen den Leitschaufeln
11 und der Kanalinnenwand 29 aber auch der Konturringsspalt 36 minimal ausgeführt
werden, da nur die Schaufelachse also der Abstandhalter 9 für die Wärmedehnung berücksichtigt
werden muss. Durch die Wärmedehnungen kommt es zu einem radialen Gleiten über die
Gleitelemente 32 und zu einem axialen Einfedern des Kraftspeichers 22 bzw. des Tellerfederpakets.
[0040] In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist dem Spiraleinsatz 3 zudem
ein Einstellsystem 37 zur radialen Einstellbarkeit und ein geeignetes Dichtsystem
38 zugeordnet, dass den Konturring 6 zum Diffusor 7 abdichtet.
1. Strömungsmaschine,
insbesondere Heißgasexpander,
mit einem Laufschaufel umfassenden Rotor, einem Gehäuse und einer rotationslosen Strömungskontur
(Eintrittsleitapparat 4, Konturring 6),
welche Strömungskanäle im Bereich der Laufschaufeln einseitig begrenzt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strömungskontur (Eintrittsleitapparat 4, Konturring 6) mittels mindestens eines
elastischen Elementes (12) gegen das Gehäuse (2) verspannt ist,
so dass die Verspannkräfte aus dem elastischen Element (12) in Richtung einer Verringerung
von Spalten zwischen den Laufschaufeln und der Strömungskontur (Eintrittsleitapparat
4, Konturring 6) wirken.
2. Strömungsmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein Abstandhalter (9) zwischen der Strömungskontur (Eintrittsleitapparat
4, Konturring 6) und dem Gehäuse (2) angeordnet ist.
3. Strömungsmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstandhalter (9) die Drehachse von Leitschaufeln bildet.
4. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das elastische Element (12) einerseits an einem Spiraleinsatz (3) und andererseits
an einem Diffusor (7) anliegt.
5. Strömungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das elastische Element (12) zentrale Aufnahmebolzen (14) aufweist, denen diffusorseitig
jeweils ein Anlagefuß (16) zugeordnet ist,
wobei dem jeweiligen Aufnahmebolzen (14) spiraleinsatzseitig jeweils ein Stoppelement
(19) zugeordnet ist, und
wobei dem jeweiligen Aufnahmebolzen (14) ein Wirkelement (21) und ein Kraftspeicher
(22) zugeordnet ist.
6. Getriebemaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Wirkelement (21) eine zum Aufnahmebolzen (14) korrespondierende Durchgangsbohrung
(26) eingebracht ist.
7. Getriebemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abstandhalter (9) mittels des elastischen Elementes (12) kopfseitig gegen eine
Kanalinnenwand (29) gedrückt werden, der zumindest ein Gleitelement (32) zumindest
bereichsweise zugeordnet ist.
8. Getriebemaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gleitelement (32) als Gleitplatte ausgeführt ist, die bevorzugt eine Gleitbeschichtung
aufweist.