[0001] Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1, wie sie aus der
DE 298 22 717 U1 bekannt ist.
[0002] Die Kreiselpumpen mit Magnetkupplung stellen eine wichtige Art industriell verwendeter
Maschinen zur Förderung von Flüssigkeiten dar. Gegenüber den einfacheren Kreiselpumpen
mit Gleitringdichtung weisen sie den Vorteil einer hermetischen Abdichtung des Pumpenraumes
auf. Dies lässt sie insbesondere zur Förderung aggressiver oder giftiger Flüssigkeiten
günstig erscheinen.
[0003] In den meisten ausgeführten Fällen kommen koaxiale Drehkupplungen mit radialer Anordnung
der Magnete und entsprechend radialen magnetischen Wirklinien zur Anwendung. Nur diese
Bauart wird im Folgenden weiter betrachtet und ist auch Gegenstand der Anmeldung.
[0004] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die radiale Lagerung im
Bereich der Magnetkupplung einer gattungsgemäßen Kreiselpumpe zu verbessern. Zur Lösung
dieser Aufgabe wird eine Kreiselpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
[0005] Wenn der Magnettreiber über mindestens ein im Bereich des Innenraumes der Laufrad-Magnetrotor-Einheit
angeordnetes Lager verfügt, kann dadurch die Pumpenbaulänge trotz eigenständiger Lagerung
des Magnettreibers innerhalb der Pumpe erheblich verkürzt werden. Für die Magnettreiber-Lagerung
werden bevorzugt Wälzlager verwendet. Die Wälzlagerung des Magnettreibers bleibt von
der Förderflüssigkeit unberührt. Hierzu dient vorzugsweise ein ansich bekannter, zwischen
dem Magnetrotor und dem Magnettreiber angeordneter Spalttopf. Der Magnettreiber weist
vorzugsweise eine zur Antriebsseite hin offene Topfform auf, um das mindestens eine
Lager des Magnetrotors innerhalb des Pumpengehäuses aufzunehmen. Eine besonders vorteilhafte
Lagerung des Magnettreibers wird durch einen durchgehend hohlen Kragzapfen erreicht,
durch den die Antriebswelle des Magnettreibers geführt ist, und der vorzugsweise an
mindestens einer inneren oder äußeren Fläche an mindestens einem seiner Endbereiche
ein Lager für den Magnettreiber trägt. Verjüngungen in diesen Endbereichen erleichtern
die Unterbringung derartiger Lager auf kleinem Raum. Wenn die Verjüngung von der Wurzel
des Kragzapfens ausgehend erfolgt, können bei leichter Bauweise hohe Lagerkräfte aufgenommen
werden.
[0006] Die zumindest teilweise Lagerung des Magnettreibers innerhalb des von der Laufrad-Magnetrotor-Einheit
aufgespannten Raumes sowie die Ausgestaltungen einer derartigen Lagerung sind von
eigenständiger erfinderischer Bedeutung.
[0007] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können.
[0008] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnung, in der - beispielhaft - ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Anordnung einer Kreiselpumpe mit koaxialer Magnetkupplung dargestellt ist. In der
Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform;
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform;
- Fig. 3
- eine dritte Ausführungsform;
- Fig. 4
- eine vierte Ausführungsform;
- Fig. 5
- eine fünfte Ausführungsform;
- Fig. 6
- eine sechste Ausführungsform;
- Fig. 7
- eine siebte Ausführungsform;
- Fig. 8
- eine achte Ausführungsform sowie
- Fig. 9
- eine neunte Ausführungsform.
[0009] Den Ausführungsformen ist gemeinsam, dass sie ein einen Saugstutzen 2 und einen Druckstutzen
3 aufweisendes Pumpengehäuse 1 aufweisen, wobei ein Pumpen-Laufrad 4 koaxial zum Saugstutzen
gelagert ist und in radialer Richtung mit dem Druckstutzen 3 fluidisch verbunden ist.
Das Pumpen-Laufrad 4 weist antriebsseitig einen Magnetrotor 6 auf, mit dem es zusammen
eine zur Antriebsseite hin offene Laufrad-Magnetrotor-Einheit bildet. Diese weist
auf ihrem Außenumfang den rotierenden Teil 9 einer Gleitlagerung auf, während der
feststehende Teil 10 dieser Gleitlagerung an der Innenwand 20 des Pumpengehäuses 1
angeordnet ist. Auf der radialen Innenseite trägt der Magnetrotor 6 Permanentmagnete
7. Diese stehen Permanentmagneten 14 mit radialem Abstand gegenüber, welche auf der
Außenfläche eines etwa topfförmigen Magnettreibers 13 angeordnet sind. Zwischen dem
Magnetrotor und dem Magnettreiber ist in allen Ausführungsbeispielen eine Trennwand,
ggf. in Gestalt eines so genannten Spalttopfes 12, zwischengefügt, welche/r den Magnettreiber
gegenüber dem flüssigkeitsbenetzten Inneren der Pumpe trocken hält. Der Magnettreiber
13 ist an zwei axial beabstandeten Stellen über Wälzlager 16a und 16b gelagert. Diese
Lagerung findet bei allen Ausführungsbeispielen - wenn auch nicht zwingend - jeweils
gegenüber dem Pumpengehäuse 1 statt, wobei diese Lagerung bei den Ausführungsformen
nach Figuren 1 bis 9 zumindest pumpenseitig innerhalb des von der Laufrad-Magnetrotor-Einheit
19 gebildeten Raumes erfolgt. Hierzu steht ein durchgehend hohler Kragzapfen 39 von
der antriebsseitigen Gehäusestirnwand zur Pumpenseite hin ab und weist eine sich verjüngende
Bauform 39a, 39b auf, wobei an seinem antriebsseitigen Endbereich die ihn durchdringende
Antriebswelle 15 der Pumpe wälzgelagert ist, während ein zweites Wälzlager im gegenüberliegenden
Endbereich auf seiner Außenseite die Antriebswelle 15 indirekt, nämlich über den Magnettreiber
13 lagert. Letzterer weist hierzu eine antriebsseitig offene Topfform auf.
[0010] Der äußere Umfang der Laufrad-Magnetrotor-Einheit 19 kann nun - bei völliger Gestaltungsfreiheit
und in großzügiger axialer Ausdehnung - zur Aufnahme des rotierenden Teils 9 der Gleitlagerung
genutzt werden und muss nicht wie beim Stand der Technik der aus wirtschaftlichen
Gründen möglichst dünnwandige Schutzmantel 8 sein. Auch dies hatte im Stand der Technik
zur Notwendigkeit weiterer radialer Anlauf- und Notlager 37 geführt, die hier in keiner
Weise mehr benötigt werden. Es wird sogar möglich, bei geeigneter Wahl des Werkstoffes
und bei entsprechender Formgebung, dass Teile der Magnetrotors 6 selbst zum rotierenden
Teil 9 der Gleitlagerung werden können.
[0011] Da alle Teile der koaxialen Magnetkupplung radial weiter innen gelegen sind, kann
der feststehende Teil 10 der Gleitlagerung ohne weiteres direkt an die stabile innere
Gehäusewandung 20 des Pumpengehäuses 1 herangeführt werden und muss nicht mehr nachteilig
die prinzipiell dünne Wandung des Spalttopfes 12 sein. Es wird sogar möglich, bei
geeigneter Wahl des Werkstoffes und bei entsprechender Formgebung, dass Teile der
Gehäusewandung 20 des Pumpengehäuses 1 selbst zum feststehenden Teil der Gleitlagerung
10 werden können, evtl. auch erst durch eine mehrschichtige Ausführung.
[0012] Für eine wirksame Gleitlagerung ist es dabei unerheblich, ob in zwei expliziten Lagerstellen
9,10a und 9,10b gelagert wird, oder ob die gesamte Gleitlagerung zu einer einzigen
axial erstreckten "Lagertrommel" auseinander gezogen wird. Auch sind Kombinationen
denkbar, also explizite rotierende Lagerung 9a und b gegen feststehende Lagerung 10
als axial erstreckte Trommel und umgekehrt.
[0013] Im Falle einer - in der Praxis häufigen - Betriebsstörung der Pumpe über massiven
Gaseintrag (Luft oder verdampfte Förderflüssigkeit in Folge Kavitation) wird sich
die in der Pumpe verbleibende Restflüssigkeit als abgeschleuderter Ring am äußeren
Umfang im Pumpengehäuse 1 sammeln. Bei einer entsprechenden Pumpe ist genau hier nun
die Gleitlagerung 9,10 angeordnet, die mit der Restflüssigkeit bei ausreichender Kühlung
beliebig lange betrieben werden kann. Es ist allerdings bei sehr geringen Restmengen,
die sich tendenziell bei großen Förderhöhen der Pumpe und geringem statischen Gegendruck
einstellen, nicht auszuschließen, dass diese axial entweichen können, um sich auf
noch höhere radiale Niveaus im Laufrad zu begeben. Dies kann über eine Sperre in Form
eines Umlaufringes 21 verhindert werden. Wird der Innendurchmesser des Umlaufringes
21 kleiner als der Kontaktdurchmesser zwischen den Gleitlagerhälften 9 und 10 gewählt,
so wird der eingeschlossene und rotierende Flüssigkeitsring 23 stets die Gleitlagerung
9, 10 benetzen. Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion ergibt sich im Stillstand
der Pumpe, wenn nämlich der Umlaufring 21 eine völlige Entleerung der Pumpe im Bereich
der Gleitlagerung 9, 10 verhindert. Wird die Pumpe dann erneut angefahren, ohne dass
eine Flüssigkeit am Saugstutzen 2 ansteht, was ebenfalls ein häufiger Betriebsfehler
ist, dann wird die Gleitlagerung 9, 10 immer noch mit der im Flüssigkeitsrückhalteraum
(22) verbliebenen Flüssigkeitsvorlage ausreichend geschmiert und deren axiales Entweichen
bei Rotation ebenfalls durch die Sperre verhindert.
[0014] Die Erfindung kann dazu ausgenutzt werden, die axiale Ausdehnung der Pumpe erheblich
zu verkürzen. Dies ist möglich, indem der Magnettreiber 13 nicht im Pumpengehäuse
1 gelagert wird, sondern direkt auf den Wellenzapfen der Antriebsmaschine gesetzt
wird, also letztlich durch die Antriebsmaschine gelagert wird. Dies ist in aller Regel
ein Elektromotor. Dabei wird der Elektromotor direkt an die Pumpe geflanscht, was
als "Blockbauweise" bekannt ist.
[0015] Vorteil dieser Konstruktion ist neben dem Effekt der axialen Verkürzung die Ersparnis
der beiden Wälzlager 16. Nachteil dieser Konstruktion ist, dass der Magnettreiber
13 nicht mehr zur Pumpe gehörig ist und damit eine vollständige Montage der Pumpe
erst dann erfolgen kann, wenn auch der antreibende Motor vorhanden ist. Dessen Baugröße
ist aber zumindest bei industriellen Pumpen zunächst eine unbekannte Größe und wird
erst aufgrund der Kundenangaben bestimmbar. Damit wird der Zeitpunkt der Endmontage
der Pumpe zwingend hinter diesen Zeitpunkt verlegt und wird zudem noch zu einer individuellen
Montage mit den bekannten wirtschaftlichen Nachteilen.
[0016] Auf dem Wege zu einer besseren Lösung wird gemäß Figur 1 zunächst ein, vorzugsweise
lösbarer, Spalttopf 12 eingeführt, wie er bei industriellen Pumpen stets Verwendung
findet. In der Praxis sind diese Spalttöpfe am Umfang sehr dünnwandig ausgeführt,
um einen möglichst geringen radialen Spalt zwischen Magnetrotor 6 und Magnettreiber
13 verwirklichen zu können. Aufgrund der Bauart nach kann der Spalttopf 12 mit einer
glatten Abschlusswand ausgeführt werden und muss mit seiner größeren Öffnung in Richtung
der Antriebsseite weisen. Zwar sollte der Spalttopf 12 wegen seiner Dünnwandigkeit
selbst nicht zur Abstützung einer Wälzlagerung herangezogen werden, bietet nun aber
gemäß Figur 1 in seinem Innenbereich 24 ausreichend Platz für eine axial großzügig
bemessene Wälzlagerung 16 des Magnettreibers 13. Damit kann das axiale Baumass der
Pumpe auf das der herkömmlichen Blockbauweise verkürzt werden, jedoch bleibt hier
der Magnettreiber 13 Bestandteil der Pumpe, was eine vollständige Serienmontage und
Vorratshaltung der Pumpe erlaubt.
[0017] Das Wellenende 25 bei einer solchen axial verkürzten Bauweise kann vorteilhaft gemäß
Figur 2 so ausgeführt werden, dass wahlweise über eine herkömmliche Pumpenkupplung
(dargestellt ist nur das Zapfenteil 27 der Pumpenkupplung) der direkte Anschluss eines
Motors möglich wird (der über einen Zwischenring auch direkt an die Pumpe angeflanscht
werden könnte) oder ein Wellenzapfen 28 wieder zur konventionellen Pumpe mit freiem
Wellenende führt (z.B. um vorgegebene Normmaße einzuhalten). Auch sollte ein solches
Wellenende 25 die Möglichkeit bieten, eine zusätzliche Schwungmasse 26 zu befestigen,
um den erwähnten Nachteil der hier gewählten Bauart B beim Anfahren der Pumpe kompensieren
zu können. Alles dies wäre Bestandteil der Endmontage des Pumpenaggregates (die auch
beim Anwender der Pumpen selbst durchführbar wäre) und würde dennoch eine weitgehende
Serienmontage und günstige Vorratshaltung der Pumpe beim Hersteller wie oben beschrieben
ermöglichen.
[0018] Der rotierende Teil 9 der Gleitlagerung muss nicht notwendigerweise aus zwei definierten
Lagerhülsen a und b bestehen oder aus dem Magnetrotor 6 selbst, sondern kann Figur
3 auch als axial durchgängige Hülse 29 (Figur 3, obere Hälfte) oder Formmasse 30 (Figur
3, untere Hälfte) ausgeführt werden.
[0019] Dies bietet wirtschaftliche Vorteile, insbesondere dann, wenn diese Bauteile gemäß
Figur 4 auch noch zum Schutz und zur Abdichtung des radial tiefer gelegenen Magnetrotors
6 und der Permanentmagnete 7 dienen. Es ist nämlich je nach Anwendungsgebiet der Pumpe
durchaus üblich, dass auch der Magnetrotor 6 als ferromagnetischer Träger der Permanentmagnete
7 vor dem Angriff der zu fördernden Flüssigkeit geschützt werden muss und nicht etwa
wie das Pumpen-Laufrad (4) mit der Flüssigkeit in Kontakt kommen darf. Die nun angenommene
Unterschiedlichkeit der Werkstoffe zwischen Pumpen-Laufrad (4) und Magnetrotor 6 kommt
in einer unterschiedlichen Schraffur zum Ausdruck
[0020] Der angestrebten völlig kontaktfreien und damit verschleißfreien und reibungsarmen
Gleitung des Laufrad-Magnetrotor-Systems 19 im Pumpengehäuse 1 kommt die hohe Umfangsgeschwindigkeit
dieser Anordnung entgegen. Durch zusätzliche grübchenartige Ausnehmungen oder Erhöhungen
auf der Oberfläche der rotierenden Gleitlagerung 9, z.B. also auf der Hülse 29 oder
der Formmasse 30 können so genannte Taylor-Wirbel im Gleitspalt und im angrenzenden
Rotationsraum der Flüssigkeit erzeugt werden, die zur Stabilisierung und zur Kontaktfreiheit
der Gleitlagerung beitragen.
[0021] Insbesondere wenn in der Pumpe im Falle einer Betriebsstörung nur noch ein Flüssigkeitsring
23 rotiert und ein Strom an frischer Schmierflüssigkeit ausbleibt, wird sich diese
Restflüssigkeit in der Gleitlagerung aufgrund von Reibung soweit erhitzen, bis ein
Wärmetransportgleichgewicht mit dem Pumpengehäuse 1 erreicht ist. Aufgrund des direkten
Kontaktes der Gleitlagerung 9, 10 mit dem Pumpengehäuse 1 besteht hier durch Anbringung
von äußeren Kühlrippen 32 (Figur 6) eine direkt wirksame Möglichkeit einer erhöhten
konvektiven Wärmeabfuhr und damit der Verringerung der stationären Temperatur des
Flüssigkeitsringes 23 bei einer länger andauernden Betriebsstörung. In der oberen
Hälfte von Figur 6 ist eine Querverrippung dargestellt, in der unteren eine Längsverrippung.
Diese letztere dürfte in der Praxis sinnvoller sein, da hiermit günstig der ohnehin
vorhandene Kühlluftstrom des antreibenden Elektromotors ausgenutzt werden kann, der
immer in Richtung zur Pumpe hin erfolgt.
[0022] Um die Mangelschmierung der Gleitlagerung 9, 10 auch im Falle einer entsprechenden
Betriebsstörung zu verhindern, wird die Versorgung mit externer Schmierflüssigkeit
(Figur 7) und/oder eine sensorische Überwachung (z.B. Temperatur, Vibration, Körperschall)
der Gleitlagerung 9, 10 laut Figur 8 vorgeschlagen. Hier wirkt sich die Nähe der Gleitlagerung
9, 10 zum Pumpengehäuse 1 so aus, dass dieser Zugang denkbar einfach erfolgen kann.
[0023] Viele ausgeführte Magnetkupplungspumpen, die aufgrund der hermetischen Abdichtung
des Pumpeninneren gerade zur Förderung aggressiver, abrasiver und gefährlicher Flüssigkeiten
besonders geeignet sind, sind im benetzten Bereich des Pumpengehäuses 1 mit etwa einer
Kunststoffschicht ausgekleidet oder aus mehreren - in der Regel zwei - Werkstoffschalen
aufgebaut. Letztlich muss dann die innerste Materialschicht 35 die gewünschten Eigenschaften
gegenüber der Flüssigkeit aufweisen, während die äußeren Schalen eher der Formgebung
und Stabilität gegenüber dem Innendruck der Pumpe dienen. Figur 9 macht diese Bauweise
auch für die vorliegende Erfindung geltend. Da insbesondere die erwähnten Kunststoffwerkstoffe
(z.B. PTFE oder PE) ganz hervorragend als Gleitlagerwerkstoff auch im Mischreibungsgebiet
eingesetzt werden können, wird eine Konstruktion vorgeschlagen, wie sie Figur 15 in
der unteren Hälfte zeigt. Ist hingegen der Werkstoff der innersten Materialschicht
35 nicht für Gleitlager geeignet, ist auf die Konstruktion in der oberen Hälfte von
Figur 15 zurückzugreifen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0024]
- 1
- Pumpengehäuse
- 2
- Saugstutzen
- 3
- Druckstutzen
- 4
- Pumpen-Laufrad
- 5
- Laufradwelle
- 6
- Magnetrotor
- 7
- Permanentmagnet (Rotor)
- 8
- Schutzmantel
- 9
- rotierendes Gleitlager
- 9a
- rotierendes Gleitlager, laufradseitig
- 9b
- rotierendes Gleitlager, antriebsseitig
- 10
- feststehendes Gleitlager
- 10a
- feststehendes Gleitlager, laufradseitig
- 10b
- feststehendes Gleitlager, antriebsseitig
- 11
- Lagereinsatz
- 12
- Spalttopf
- 13
- Magnettreiber
- 14
- Permanentmagnet (Treiber)
- 15
- Antriebswelle
- 16a
- Wälzlager, laufradseitig
- 16a
- Wälzlager, antriebsseitig
- 17
- Achse
- 18
- Strömungsrippen
- 19
- Laufrad-Magnetrotor-Einheit
- 20
- Innenseitige Wand des Pumpengehäuses
- 21
- Umlaufring
- 22
- Flüssigkeitsrückhalteraum
- 23
- rotierende Menge von Restflüssigkeit
- 24
- Innenbereich des Spalttopfes
- 25
- Wellenende
- 26
- Schwungmasse
- 27
- Zapfenteil einer Pumpenkupplung
- 28
- Wellenzapfen
- 29
- Hülse
- 30
- Formmasse
- 31
- Ausnehmungen
- 32
- Kühlrippen
- 33
- Zugang für Schmierflüssigkeit
- 34
- Zugang für Sensoren
- 35
- Innerste Materialschicht
- 36
- Dichtmittel
- 37
- Anfahr- bzw. Notlager
- 38
- Außenumfang des Laufrad-Magnetrotor-Systems
- 39
- Kragzapfen
- 39a
- Verjüngung
- 39b
- Verjüngung
LITERATUR
[0025]
[1]
Broschüre der
Firma WERNERT-PUMPEN GMBH
D-45476 Mülheim an der Ruhr
Chemienormpumpe aus Kunststoff mit Magnetkupplung - Typenreihe NM
Ausgabe 687/02
[2]
Broschüre der
Firma IWAKI Pumpen
lwaki magnetgetriebene Pumpen - Serie MDM
printed in Japan 99.11.ITN
[3]
Broschüre der
Firma CP-Pumpen AG
CH-4800 Zofingen:
Magnetkupplungspumpe MKP, metallisch
[4]
Robert Neumaier: Hermetische Pumpen Verlag und Bildarchiv W.H. Faragallah, 1994 ISBN-3-929682-05-2
Kapitel 3.7.12 Wellenlose Magnetkupplungs-Kreiselpumpen S. 356 ff
1. Kreiselpumpe
- mit einer statischen und geschlossenen Einfassung der Förderflüssigkeit im Inneren
der Pumpe in Gestalt eines Gehäuses (1),
- mit einer berührungslosen, permanentmagnetischen koaxialen Drehkupplung (6, 7; 13
,14) zur Übertragung eines Antriebsmomentes in das Innere des Pumpengehäuses
- mit einem Pumpen-Laufrad (4), das zusammen mit einem, Permanentmagnete (7) tragenden,
Magnetrotor (6) eine gleitgelagerte, zur Antriebsseite hin offene, topfförmige Baueinheit
(Laufrad-Magnetrotor-Einheit 19) bildet,
- und bei der die magnetischen Wirklinien des antreibenden Teils der Drehkupplung
(Magnettreiber 13 und Permanentmagnete 14) radial nach außen weisen und die magnetischen
Wirklinien des mit dem Pumpen-Laufrad (4) verbundenen Teils der Drehkupplung (Magnetrotor
6 und Permanentmagnete 7) radial nach innen weisen,
- bei der zwischen dem Magnetrotor (6) und Magnettreiber (13) eine Trennwand angeordnet
ist, die mit ihrer Öffnung der Antriebsseite der Pumpe zugewandt ist und die Flüssigkeit
im Inneren der Pumpe vom Magnettreiber (13) trennt, und bei der
- der Magnettreiber (13) in mindestens einem mit der Pumpe verbundenen Lager, wie
einem Wälzlager (16), gelagert ist, und bei der
- sich mindestens ein laufradseitiges Lager, wie ein Wälzlager (16a), im Innenbereich
(24) des Pumpengehäuses befindet und
- die Lagerung des Magnettreibers (13) ohne Kontakt zu der Trennwand erfolgt.
dadurch gekennzeichnet, dass sich das mindestens eine laufradseitige Lager im Innenbereich eines innen hohlen
Magnetreibers (13) befindet.
2. Kreiselpumpe nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vom laufradseitigen Lager der Innenring festgesetzt ist und der zugehörige Außenring
mit dem gelagerten Magnetreiber (13) rotiert.
3. Kreiselpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein antriebsseitiges Lager, wie Wälzlager (16b) vorgesehen ist, dessen Innenring
mit der gelagerten Antriebswelle (15) rotiert und der zugehörige Außenring festgesetzt
ist.
4. Kreiselpumpe nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein durchgehend hohler, in das Pumpengehäuse (1) von der Antriebsseite her hineinragender
Kragzapfen (39) zur Aufnahme der Antriebswelle (15) vorgesehen und mit dem Pumpengehäuse
verbunden oder verbindbar ist.
5. Kreiselpumpe nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass der hohle Kragzapfen (39) zumindest in einem seiner Endbereiche ein Verjüngung (39a;
39b) aufweist.
6. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich des antriebsseitigen Endes (25) der Antriebswelle (15) so ausgebildet
ist, dass er eine Schwungmasse (26) aufweist oder damit versehbar ist.
7. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich des antriebseitigen Endes (25) der Antriebswelle (15) so ausgebildet
ist, dass er wahlweise mit einer Schwungmasse (26), einem Zapfenteil (27) einer Pumpenkupplung
und/oder einem Wellenzapfen (28) lösbar verbindbar ist.
8. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass der Magnettreiber (13) eine zur Antriebsseite hin offene Topfform aufweist.