Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Wandkonsole zur Befestigung eines mit oberer und unterer
Aufhängelasche oder -kante oder dgl. versehenen Heizkörpers oder dgl., insbesondere
Kompaktheizkörper, mit einer an einer Wandebene befestigbaren, zur Wandebene oder
Heizkörperebene hin offenes U-, C- oder Hut-Profil aufweisenden Schiene, von deren
unterem Ende ein unterer Halter zur Aufnahme der unteren Lasche oder Kante des Heizkörpers
ausgeht, und an dessen oberen Ende ein oberer Halter angeordnet ist, wobei der untere
Halter ein mit Schlitz versehenes Aufnahmeteil aus nachgiebigem Material, wie Kunststoff,
besitzt, das in den Schlitz hineinführende Schrägflächen bildet.
Stand der Technik
[0002] Eine derartige Wandkonsole ist aus der
DE 198 28 233 A1 bereits bekannt. Nachteilig beim Stand der Technik ist die Tatsache, dass das Aufnahmeteil
für das untere Ende des Heizkörpers ein Hindernis aufweist, d. h., dass man bei der
Montage darauf achten muss, dass die Kante des Heizkörpers oder der Lasche in dem
trichterförmigen Bereich des Aufnahmeteils eingesetzt wird, um ein Einrutschen in
den Schlitz der Aufnahme zu ermöglichen. Beim Montieren ist es sehr umständlich, insbesondere
bei Sichtbehinderung, diesen Innenbereich der Schrägfläche des Aufnahmeteils zu treffen.
Aufgabe der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und eine Konsole der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei der die Montage dadurch erleichtert wird, dass die
Kante oder Lasche des Heizkörpers mit Zielgenauigkeit ein Hereinrutschen in die Halteposition
ermöglicht wird.
Lösungswege
[0004] Gelöst wird die Aufgabe dadurch, dass die Schiene im Bereich des unteren Halters
eine von der Wandebene weggerichtete Sicke aufweist, die soweit in Richtung des Aufnahmeteils
vorspringt, dass sie mit der einen Schrägfläche des Aufnahmeteils eine in dem Schlitz
endende, barrierefreie Führung für die untere Lasche oder Kante des Heizkörpers bildet.
[0005] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung bildet das untere Ende der Schiene einen
im wesentlichen rechtwinkligen Haken, dessen Winkelhalbierende im wesentlichen parallel
im Abstand A zur Wandebene liegt und damit eine Schrägführung für die Kante erreicht
wird, die in den Schlitz hineinführt.
[0006] Gemäß einer noch anderen Ausführungsform ist der Hakenwinkel so ausgebildet, dass
ein an die Form des Hakens angepasstes Aufnahmeteil einsetzbar ist.
[0007] Zumindest der vom Hakenende wegerichtete Schenkel des Hakenwinkels bildet eine von
der Aufnahme weggerichtete Sicke, in die ein von dem Aufnahmeteil gebildeter Wulst
hineinreicht. Das hat den Vorteil, dass die Montage des Aufnahmeteils in die Schiene
erleichtert wird. Des weiteren kann ein von dem Wulst ausgehender Halteklip vorgesehen
sein, der von einem Durchbruch im Sickenbereich aufnehmbar ist.
[0008] Günstig ist es auch, wenn dem Wulst gegenüberliegend ein weiterer Wulst in den Bereich
des Winkels vorspringt und eine Einlaufbahn für die untere Lasche oder Naht des Heizkörpers
bildet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0009] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnungen
dargestellt sind.
[0010] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine im unteren Teil erfindungsgemäß ausgestaltete Wandkonsole in perspektivischer
Darstellung;
- Fig. 2
- eine ähnliche Konsole mit abgewandeltem oberen Haltebereich; und
- Fig. 3
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht des erfindungsgemäß ausgestalteten unteren
Teils der Wandkonsole.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
[0011] Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Wandkonsole 10 zur Befestigung
eines mit oberer und unterer Aufhängelasche oder -kante oder dgl. versehenen Heizkörpers,
nicht dargestellt, insbesondere Kompaktheizkörper, mit einer an der Wand, nicht dargestellt,
befestigbaren, zur Wand oder Heizkörper hin offenes U-, C-oder Hut-Profil aufweisende
Schiene 12, von deren unteren Ende 14 ein unterer Halter 16 zur Aufnahme der unteren
Lasche oder Kante des Heizkörpers ausgeht, und an dessen oberen Ende 20 ein oberer
Halter 18 angeordnet ist, wobei der untere Halter 16 ein mit Schlitz 22 versehenes
Aufnahmeteil 24 aus nachgiebigem Material, wie Kunststoff, besitzt, das in den Schlitz
22 hineinführende Schrägflächen 26, 28 bildet.
[0012] Die Schiene 12 bildet im Bereich des unteren Halters 14 eine von der Wandebene 30,
siehe Fig. 3, weggerichtete Sicke 32, die soweit in Richtung des Aufnahmeteils 24
vorspringt, siehe Bezugszahl 34, dass sie mit der einen Schrägfläche 28 des Aufnahmeteils
24 eine in dem Schlitz 22 endende Führung für die untere Lasche oder Kante bildet,
siehe Fig. 3, die in einer Seitenansicht, teilweise geschnitten, das untere Teil der
Konsole wiedergibt. Wie Fig. 3 zeigt, ist diese Führung vom Teil 34 bzw. 32 über die
Schrägfläche 28 des Aufnahmeteils 24 ohne Barriere, d. h., ohne eine Stelle, an der
der Heizkörper, wie beim Stand der Technik, angehoben werden müsste, um in den Schlitz
22 einzulaufen.
[0013] Wie die Figuren außerdem deutlich erkennen lassen, siehe den geschnittenen Zustand
der Fig. 3, bildet das untere Ende 14 der Schiene 12 einen im wesentlichen rechtwinkligen
Haken 36, dessen Winkelhalbierende 38 parallel im Abstand zur Wandebene 30 liegt.
In diesen Haken 36 ist das an die Form des Hakens angepasste Aufnahmeteil 24 einsetzbar.
[0014] Wie Fig. 3 in ihrem geschnittenen Bereich deutlich erkennen lässt, ist in dem vom
Ende des Hakens 36 wegerichtete Schenkel des Winkelhakens eine vom Aufnahmeteil 24
weggerichtete zweite Sicke 40 gebildet, in die ein von dem Aufnahmeteil gebildeter
Wulst 42 hineinreicht.
[0015] Von dem Wulst 42 geht ein Halteklip 44 aus, der von einem Durchbruch 46 im Sickenbereich
aufnehmbar ist.
[0016] Dem ersten Wulst 42 gegenüberliegend bildet ein weiterer Wulst 28, der in dem Bereich
des Winkelhakens 36 vorspringt, eine Einlaufbahn 28 für die untere Lasche oder Naht
des Heizkörpers.
[0017] Der Halteklip 44 kann aus einem Kopf bestehen, der durch zwei rechtwinklige Schnitte
gespalten ist und so ausgebildet ist, dass seine vier Teile derart zusammendrückt
werden können, dass sie durch das innere Bohrungsloch 46 gedrückt werden können und
dann mit dem Hindruchtreten in die Ausgangslage zurückspringen und das Aufnahmeteil
24 in der Wandkonsole festhalten. Die Sicke 32, der vorspringendes Teil 34 und die
Bahn 28 des Kunststoffteils 24 bilden somit eine stetige, schräg nach unten gerichtete
und in den Schlitz 22 führende Bahn für die Heizkörpernaht oder für die Kante einer
Haltelasche. Es treten keine störenden Kanten auf, so dass die Heizkörperlasche oder
deren Naht barrierefrei ohne ein Anheben in den versenkten Schallschutz 24 hinein
gelangen. Durch die Sicke 32 und die weitere Sicke 42 hält die Schiene in Verbindung
mit ihrer Profilform eine so kräftige Ausgestaltung, dass Heizkörper mit einer Last
von 130 kg pro Konsole eingehängt werden können, ohne dass Probleme auftauchen. Dabei
ist der Abstand A noch besonders groß gegenüber dem Stand der Technik.
[0018] Auch die Schallschutzelemente 24 lassen sich infolge ihrer Klipfunktion einfach montieren,
d. h., man braucht kein Werkzeug.
[0019] Es sei noch erwähnt, dass die Wandkonsole in üblicher Weise Durchbrüche in Schlüssellochform
48 aufweisen kann, um die Konsole 12 mittels Dübel 50 und Schrauben 52 an einer Wandebene
30 zu montieren. Der obere Halter 18 kann die in Fig. 1 oder die in Fig. 2 dargestellte
Form aufweisen oder noch anders geformt sein, wobei die Ausführungsform gemäß Fig.
1 eine Höhenverstellung wie auch eine Verstellung des Abstandes von der Wandebene
für den oberen Halter des Heizkörpers ermöglicht, siehe auch die Beschreibung im Stand
der Technik,
DE 198 28 233 A1, während bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 die Abstandsverstellung entfällt, was
die Produktion im oberen Bereich vereinfacht.
Gewerbliche Auswertbarkeit
[0020] Die Erfindung ist im Heizungsbau gewerblich verwendbar.
Bezugszeichenliste:
[0021]
- 10
- Wandkonsole
- 12
- Schiene
- 14
- unteres Ende der Schiene
- 16
- unterer Halter
- 18, 118
- oberer Halter
- 20
- oberes Ende der Schiene
- 22
- Schlitz
- 24
- Aufnahmeteil
- 26
- Schrägfläche
- 28
- Schrägfläche, weitere Wulst
- 30
- Wandebene
- 32
- Sicke
- 34
- vorspringender Teil der Sicke
- 36
- rechtwinkliger Haken, Hakenwinkel
- 38
- Winkelhalbierende
- 40
- weitere Sicke
- 42
- Wulst
- 44
- Halteklip
- 46
- Durchbruch
- 48
- Durchbrüche
- 50
- Dübel
- 52
- Befestigungsschraube
1. Wandkonsole (10) zur Befestigung eines mit oberer und unterer Aufhängelasche oder
-kante oder dgl. versehenen Heizkörpers oder dgl., insbesondere Kompaktheizkörper,
mit einer an der Wandebene (30) befestigbaren, zur Wandebene oder Heizkörperebene
hin offenes U-, C- oder Hut-Profil aufweisenden Schiene (12), von deren unterem Ende
(14) ein unterer Halter (16) zur Aufnahme der unteren Lasche oder Kante des Heizkörpers
ausgeht, und an dessen oberem Ende (20) ein oberer Halter (18, 118) angeordnet ist,
wobei der untere Halter (16) ein mit Schlitz (22) versehenes Aufnahmeteil (24) aus
nachgiebigem Material, wie Kunststoff, besitzt, das in den Schlitz (22) hineinführende
Schrägflächen (26, 28) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (12) im Bereich des unteren Halters (16) eine von der Wandebene (30)
weggerichtete Sicke (32) aufweist, die soweit in Richtung des Aufnahmeteils (24) vorspringt
(34), dass sie mit der einen Schrägfläche (28) des Aufnahmeteils (24) eine in dem
Schlitz (22) endende, barrierefreie Führung für die untere Lasche oder Kante des Heizkörpers
bildet.
2. Wandkonsole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende (14) der Schiene (12) einen im wesentlichen rechtwinkligen Haken
(36) bildet, dessen Winkelhalbierende (38) im wesentlichen parallel im Abstand (A)
zur Wandebene (30) liegt.
3. Wandkonsole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hakenwinkel (36) derart ausgebildet ist, dass ein an die Form des Hakenwinkels
(36) angepasstes Aufnahmeteil (24) einsetzbar ist.
4. Wandkonsole nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der vom Hakenende wegerichtete Schenkel des Hakenwinkels (36) eine von
dem Aufnahmeteil (24) weggerichtete weitere Sicke (40) bildet, in die ein von dem
Aufnahmeteil gebildeter Wulst (42) hineinreicht.
5. Wandkonsole nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Wulst (42) ein Halteklip (44) ausgeht, der von einem Durchbruch (46) im Sickenbereich
aufnehmbar ist.
6. Wandkonsole nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wulst (42) gegenüberliegend ein weiterer Wulst (28) in den Bereich des Winkels
(36) vorspringt und eine Einlaufbahn für die untere Lasche oder Naht des Heizkörpers
bildet.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Wandkonsole (10) zur Befestigung eines mit oberer und unterer Aufhängelasche oder
Kante oder dergl. versehenen Heizkörpers oder dergl., insbesondere Kompaktheizkörper,
mit einer an der Wandebene (30) befestigbaren, zur Wandebene oder Heizkörperebene
hin offenes U-, C- oder Hut-Profil aufweisenden Schiene (12),
von deren unterem Ende (14) ein unterer Halter (16) zur Aufnahme der unteren Lasche
oder Kante des Heizkörpers ausgeht, und an dessen oberem Ende (20) ein oberer Halter
(18, 118) angeordnet ist,
wobei der untere Halter (16) ein mit Schlitz (22) versehenes Aufnahmeteil (24) aus
nachgiebigem Material, wie Kunststoff, besitzt, das in den Schlitz (22) hineinführende
Schrägflächen (26, 28) bildet,
wobei die Schiene (12) im Bereich des unteren Halters (16) eine von der Wandebene
(30) weggerichtete Sicke (32) aufweist,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Sicke (32) soweit in Richtung des Aufnahmeteils (24) vorspringt (34), dass sie
mit der einen Schrägfläche (28) des Aufnahmeteils (24) eine in dem Schlitz (22) endende,
barrierefreie Führung für die untere Lasche oder Kante des Heizkörpers bildet,
dass das untere Ende (14) der Schiene (12) einen im Wesentlichen rechtwinkligen Haken
(36) bildet, dessen Winkelhalbierende (38) im Wesentlichen parallel im Abstand (A)
zur Wandebene (30) liegt
und dass zumindest der vom Hakenende weggerichtete Schenkel des Hakenwinkels (36) eine von
dem Aufnahmeteil (24) weggerichtete weitere Sicke (40) bildet, in die ein von dem
Aufnahmeteil gebildeter Wulst (42) hineinreicht.
2. Wandkonsole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hakenwinkel (36) derart ausgebildet ist, dass ein an die Form des Hakenwinkels
(36) angepasstes Aufnahmeteil (24) einsetzbar ist.
3. Wandkonsole nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Wulst (42) ein Halteklip (44) ausgeht, der von einem Durchbruch (46) im Sickenbereich
aufnehmbar ist.
4. Wandkonsole nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wulst (42) gegenüberliegend ein weiterer Wulst (28) in den Bereich des Winkels
(36) vorspringt und eine Einlaufbahn für die untere Lasche oder Naht des Heizkörpers
bildet.